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	<title>Prophetia - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Die_Erde&amp;diff=38892</id>
		<title>Die Erde</title>
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		<updated>2021-12-17T09:40:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Erde&#039;&#039;&#039; wurde unter dem Titel &amp;quot;Natürliche und metaphysische oder geistige Darstellung des Mittelpunktes der Erde&amp;quot; in [[Graz]] vom 28. Dezember 1846 bis zum 27. April 1847 nach dem Diktat des [[Jesus|Herrn]] an [[Jakob Lorber]] niedergeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.461228}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe euch aber diese fremden Verhältnisse gegeben, nicht zur Beschwerung des Gedächtnisses, sondern zur Belebung des Geistes. Da sie aber also gegeben sind, und darum, dass euer Geist daran in seiner Weisheit eine Übung habe, so sind sie gegeben, wie sie sind – und wie sie nicht sind. Wie sie sind, das findet der Geist in seinem Licht, und aus demselben wird ihm klar, dass diese materiell scheinenden Darstellungen im Grunde des Grundes doch nur geistige sind, weil alle diese Verhältnisse auf der geistigen Erde eben also vorkommen wie auf der natürlichen Erde. Und sie sind gegeben, wie sie nicht sind, nämlich materiell auf der geistigen Erde, die nichts Materielles hat, denn Ich bin, Der Ich dieses gebe, ein Geist, und zwar der allerhöchste Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr gibt naturkundliche Darstellungen in &amp;quot;Die Erde&amp;quot; nicht zur Beschwerung des [[Gedächtnis]]ses, sondern zur Belebung des [[Menschengeist|Geistes]], der daran in seiner [[Weisheit]] eine Übung habe. Sie sind gegeben wie sie sind, und - &#039;&#039;wie sie nicht sind&#039;&#039;. Wie sie sind, das findet der Geist in seinem Licht, und aus demselben wird ihm klar, dass diese materiell scheinenden Darstellungen im Grunde doch nur geistige sind, weil alle diese Verhältnisse auf der geistigen Erde eben also vorkommen wie auf der natürlichen Erde. Und sie sind gegeben, wie sie nicht sind, nämlich materiell auf der geistigen Erde, die nichts Materielles hat, denn [[Gott]], der dies gibt, ist ein [[Geister|Geist]]. Vor Seinen Augen gibt es keine [[Materie]], somit ist auch jede Gabe von Ihm geistig und nicht materiell, wenn sie auch noch so materiell zu sein scheint. Er spricht stets in [[Gleichnis]]sen, damit sich die [[Welt]] an ihnen stoße, mit offenen Ohren das Lautgesprochene nicht vernehme, mit offenen Augen nichts sehe. Die Weltweisheit mag ihren Stachel schärfen wie sie will, die Rinde um den eigentlichen Baum des [[Wissenschaft#Tote und lebendige Wissenschaft|lebendigen Erkenntnisses]] wird sie dennoch nie durchstechen. Gott kennt die [[Erde]] in jedem einzelnen [[Atom]], und um desto leichter die einzelnen oberflächlichen Verhältnisse und Beschaffenheiten. Dennoch macht Er keinen irdischen Statistiker. Seine Statistik ist doch nur eine Statistik des Geistes. Der Herr gibt nichts Irdisches des Irdischen wegen, sondern zur Unterstützung des Geistigen. Wer alles Irdische also gebraucht, der genießt die dargebotene Nahrung für seinen Geist recht, wer es aber anders genießt, der genießt sein eigenes [[Gericht]]; denn er tötet in sich selbst, was er beleben sollte. Der Mensch unterliegt in dieser Welt, die ihm wie ein zweiter größerer Mutterleib ist, in welchem sein Geist ausgereift und ausgeboren werden muss, keinem Gericht, außer seinem eigenen. Seine [[Willensfreiheit]] ist ihm sein Richter. In diesem Sinne soll man dieses Werk fassen und es als lebenstätige Übung für den Geist benutzen, um die rechte Frucht zu ernten. Diese ist die wahre [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] und die [[Nächstenliebe]]. Zu dieser rechten Liebe gelangt man desto leichter, wenn man durch die enthüllten Wunder der [[Liebe Gottes]] Gott desto tiefer erkennt und einsieht, wie Er vom ganzen Herzen überaus demütig und herablassend sein muss, um einem solches zu enthüllen zu seinem Besten, welches die stets tiefere Erkenntnis des [[Reich Gottes]] ist, in dem auch alles andere als Zugabe Seiner Liebe vorhanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|85.9-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakob Lorber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://jakob-lorber.cc/index.php?s=ER0&amp;amp;l=de Die Erde]&lt;br /&gt;
* [https://jakob-lorber.at/Lorber,%20Jakob%20-%20Die%20Erde.pdf Die Erde (pdf)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lorber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<updated>2021-12-17T09:40:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Die Erde&#039;&#039;&#039; wurde unter dem Titel &amp;quot;Natürliche und metaphysische oder geistige Darstellung des Mittelpunktes der Erde&amp;quot; in [[Graz]] vom 28. Dezember 1846 bis zum 27. April 1847 nach dem Diktat des [[Jesus|Herrn]] an [[Jakob Lorber]] niedergeschrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.461228}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich habe euch aber diese fremden Verhältnisse gegeben, nicht zur Beschwerung des Gedächtnisses, sondern zur Belebung des Geistes. Da sie aber also gegeben sind, und darum, dass euer Geist daran in seiner Weisheit eine Übung habe, so sind sie gegeben, wie sie sind – und wie sie nicht sind. Wie sie sind, das findet der Geist in seinem Licht, und aus demselben wird ihm klar, dass diese materiell scheinenden Darstellungen im Grunde des Grundes doch nur geistige sind, weil alle diese Verhältnisse auf der geistigen Erde eben also vorkommen wie auf der natürlichen Erde. Und sie sind gegeben, wie sie nicht sind, nämlich materiell auf der geistigen Erde, die nichts Materielles hat, denn Ich bin, Der Ich dieses gebe, ein Geist, und zwar der allerhöchste Geist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr gibt naturkundliche Darstellungen in &amp;quot;Die Erde&amp;quot; nicht zur Beschwerung des [[Gedächtnis]]ses, sondern zur Belebung des [[Menschengeist|Geistes]], der daran in seiner [[Weisheit]] eine Übung habe. Sie sind gegeben wie sie sind, und - &#039;&#039;wie sie nicht sind&#039;&#039;. Wie sie sind, das findet der Geist in seinem Licht, und aus demselben wird ihm klar, dass diese materiell scheinenden Darstellungen im Grunde doch nur geistige sind, weil alle diese Verhältnisse auf der geistigen Erde eben also vorkommen wie auf der natürlichen Erde. Und sie sind gegeben, wie sie nicht sind, nämlich materiell auf der geistigen Erde, die nichts Materielles hat, denn [[Gott]], der dies gibt, ist ein [[Geister|Geist]]. Vor Seinen Augen gibt es keine [[Materie]], somit ist auch jede Gabe von Ihm geistig und nicht materiell, wenn sie auch noch so materiell zu sein scheint. Er spricht stets in [[Gleichnis]]sen, damit sich die [[Welt]] an ihnen stoße, mit offenen Ohren das Lautgesprochene nicht vernehme, mit offenen Augen nichts sehe. Die Weltweisheit mag ihren Stachel schärfen wie sie will, die Rinde um den eigentlichen Baum des [[Wissenschaft#Tote und lebendige Wissenschaft|lebendigen Erkenntnisses]] wird sie dennoch nie durchstechen. Gott kennt die [[Erde]] in jedem einzelnen [[Atom]], und um desto leichter die einzelnen oberflächlichen Verhältnisse und Beschaffenheiten. Dennoch macht Er keinen irdischen Statistiker. Seine Statistik ist doch nur eine Statistik des Geistes. Der Herr gibt nichts Irdisches des Irdischen wegen, sondern zur Unterstützung des Geistigen. Wer alles Irdische also gebraucht, der genießt die dargebotene Nahrung für seinen Geist recht, wer es aber anders genießt, der genießt sein eigenes [[Gericht]]; denn er tötet in sich selbst, was er beleben sollte. Der Mensch unterliegt in dieser Welt, die ihm wie ein zweiter größerer Mutterleib ist, in welchem sein Geist ausgereift und ausgeboren werden muss, keinem Gericht, außer seinem eigenen. Seine [[Willensfreiheit]] ist ihm sein Richter. In diesem Sinne soll man dieses Werk fassen und es als lebenstätige Übung für den Geist benutzen, um die rechte Frucht zu ernten. Diese ist die wahre [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] und die [[Nächstenliebe]]. Zu dieser rechten Liebe gelangt man desto leichter, wenn man durch die enthüllten Wunder der [[Liebe Gottes]] Gott desto tiefer erkennt und einsieht, wie Er vom ganzen Herzen überaus demütig und herablassend sein muss, um einem solches zu enthüllen zu seinem Besten, welches die stets tiefere Erkenntnis des [[Reich Gottes]] ist, in dem auch alles andere als Zugabe Seiner Liebe vorhanden ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|85.9-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jakob Lorber]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Links ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://jakob-lorber.cc/index.php?s=ER0&amp;amp;l=de Die Erde]&lt;br /&gt;
* [https://jakob-lorber.at/Lorber,%20Jakob%20-%20Die%20Erde.pdf Die Erde (pdf)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Buch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lorber]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Afrikaner</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Jenseits */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die heidnischen Afrikaner tiefer geistig als andere [[Heiden]] dachten, geschah bei ihnen eine [[Offenbarung]]. Sie erkannten den Herrn des Himmels und der Erde ([[Jesus]] oder [[Gott]]) an, und lachten die [[Mönch]]e aus, wo sie dieselben trafen, und die [[Christen]], welche von einer dreifachen Gottheit (siehe [[Dreieinigkeit#Falsche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes|Falsche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes]]) und von einer Seligmachung durch bloßes Denken redeten (siehe [[Erlösung#Falsche Vorstellungen|Falsche Vorstellungen von Erlösung]]). Sie sagten, dass es keinen Menschen gebe, der [[Religion]] habe, und nicht lebe nach seiner Religion, und dass er widrigen Falls notwendig dumm und böse werden müsse, weil er dann nicht aus dem [[Himmel]] aufnehme. Die erfinderische [[Bosheit]] nannten sie auch [[Dummheit]], weil nicht [[Leben]] sondern [[Tod]] in ihr sei. Durch diese Offenbarung wurde eine Verbindung der [[Engel]] eröffnet mit dem Vernünftigen des Menschen, welches bisher durch blinden [[Glaube#Zwangsglaube, Überredungsglaube und Autoritätsglaube|Autoritätsglauben]] verschlossen war. Den Afrikanern wurde durch Engelgeister dasjenige mündlich vorgesagt, was in der von [[Emanuel Swedenborg]] herausgegebenen Lehre des [[Neues Jerusalem|Neuen Jerusalem]] vom Herrn, vom Wort und in der Lebenslehre für das [[Neues Jerusalem|Neue Jerusalem]] enthalten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|75}}; {{S|JGF|76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nordafrika ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den nördlichen Küsten, in [[Ägypten]] und den westlichen Raubstaaten, herrschte überall der Abgott [[Mohammed]]; überall [[Raub]], [[Mord]], [[Sklaverei]] und andererseits Despotismus und [[Tyrannei]] im höchsten Grad. Alle Einwohner, die noch irgend eine [[Gewerbe]] betrieben, waren nichts als Leibeigene ihrer [[Herrscher]]. Das Schwert des Herrscher kam über sie, wenn sie nicht beinahe alles, was sie sich erwarben, an ihn abgaben. Ihre [[Priester]] (Imame) predigten von ihren Türmen keinen Segen, sondern Fluch und Trug, und sättigten die [[Armer|Armen]] mit ihrer elysäischen Luft. Diese mussten für dieses Nichts zur Hälfte Das opfern, was ihnen der Herrscher gelassen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|3.2-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen [[Christen]] machten eine ganz elende und klägliche Figur, während wieder andere mächtigere [[Namenschristen]] bewaffnet in mächtigen Heeren herumzogen und die Elenden noch elender machten. Statt dem Segen und der Gnade des Herrn brachten sie ihnen [[Krieg]], [[Tod]], [[Verheerung]], [[Hungersnot]] und noch andere zahllose [[Übel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|3.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mittelafrika ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der damals noch unbekannten Mitte Afrikas gab es ein von unüberwindlichen Bergen eingeschlossenes Land, wo sich noch eine unverdorbene, höchst gutmütige Menschenklasse fand. Diese Menschen, die sparsam nur die heißen Gegenden bewohnten, befanden sich alle noch im inneren Schauen. Außer einem vom [[Jesus|Herrn]] abgesandten [[Jünger]] des [[Apostel]]s [[Thomas]] hatte noch kein Fremder dieses Land betreten. Daher war die reine [[Evangelium|Lehre des Herrn]] bis dato noch nicht getrübt worden. Es war der einzige kleine Anhängepunkt, der die [[Erde]] noch mit dem [[Himmel]] des Herrn verband. Aber zwei große Hauptnationen drängten von Osten und Westen voller Habsucht und Gier schon zu diesem Land hin, um ihren unersättlichen Durst nach dem vermeintlichen Gold zu stillen, das sie dort aber nicht finden werden. Stattdessen werden sie ein Gold finden, das mit seiner Schwere die ganze Erde übel erdrücken wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|3.20-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Wo genau sich dieses letzte Himmelsvolk (die Watusi?) befand, ist schwer festzustellen. Vermutlich irgendwo im Gebiet des heutigen Kongo, Burundi oder Ruanda. Die gierigen Hauptnationen waren wohl Deutschland, Belgien und England.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Südliches Afrika ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den südlichen Teil Afrikas bewohnenden Völkerschaften, von den Europäern Kaffern, Hottentotten, Buschmänner und Klettern genannt, waren den Eingeborenen [[Madagaskar]]s ähnlich, von denen sie zumeist auch Abkömmlinge waren. Ihre Religion allerdings war nicht selten noch schlechter. Es gab [[Fetischdiener]], die Gegenstände verehrten, nur weil sie ihnen an einem bestimmten Tag aufgefallen waren; ein Baumstock, ein Wurm, ein Krokodil, ein Stein, kurz alles, was nur [[Körper]] heißt, konnte als anbetungswürdige Gottheit gebraucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|81.2}}; {{L|ER|82.1-2}}; {{L|ER|82.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lebten gleich [[Affe]]n hordenweise auf den Bäumen und ernährten sich meist von Raub und Jagd. Das Fleisch verzehrten sie roh, aus den Häuten machten sie sich Betten in den Baumästen. Früchte aßen sie nur wenige, tierische Milch war ihnen beinahe unbekannt; dafür tranken sie das Blut der Tiere mit desto größerer Begierde. Diese Horden führten öfter eine Art [[Krieg]], besonders in den Zeiten größerer Tierjagden, wobei gewöhnlich die bei der Jagd weniger erfolgreiche Horde die erfolgreiche überfiel und ihr den Raub abjagte. Die beiderseits getöteten Jäger wurden ebenfalls als Jagdbeute mitgenommen und zuerst verzehrt. [[Weiße|Weiße Menschen]], in ihren Augen weiße bekleidete Affen, waren für sie Leckerbissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.3-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den Eingeborenen Madagaskars hatten diese Völkerschaften keinen [[König]] und auch keine Königin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stärkste einer solche Horde war gewöhnlich der Anführer, hatte aber nichts zu befehlen, sondern bloß nur anzuzeigen, was zu geschehen hatte, indem er z.B. als Erster angriff. Diese Völkerschaften hatte auch gewöhnlich keine artikulierte [[Sprache]]; sondern verständigten sich entweder durch Zeichen mit den Händen, oder Schnalzer mit der Zunge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Tausende dieser Horden, wobei jene längs den Küsten so viele als möglich christlich kultiviert worden waren; die Mehrzahl im Landesinneren wohnenden waren aber noch in der alten vollends tierischen Rohheit. Das [[Gute]] dieser Völker war, dass sie die geringsten Lebensbedürfnisse hatten und sehr wissbegierig waren. Wenn zu ihnen [[Missionar]]e kamen, hatten sie mit diesen Völkern ein leichtes Spiel, wenn sie sich ihnen mitzuteilen verstanden, was nicht allzu schwer war. Anfangs genügten ganz natürliche Zeichen mit der Hand völlig, sich mit diesen Völkern ausreichend besprechen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im westlichen Teil des südlichen Afrikas gab es Stämme unter einem König, und manchmal unter einer Königin. Diese Stämme waren die schlechtesten, da sie [[Menschenhandel]] betrieben; sie legten sogar Menschenfarmen an, um desto mehr [[Sklave]]n für den [[Handel]] nach [[Amerika]] zu erzeugen. Dabei wurden Tausende der stärksten und fruchtbarsten Frauen zusammen gefangen und von den stärksten Männern beschlafen. So eine Frau musste fortwährend Kinder bekommen, manche nicht selten bis zu 20 Kinder, und danach wurde sie als Sklavin verkauft, wenn sie noch kräftig genug war. War sie zu schwach, wurde sie hinausgetrieben, und musste sich selbst ihre Nahrung suchen. Daneben ließen diese schwarzen Herrscher auch Sklaven zusammenfangen, um sie zu verkaufen. Die Sklaven wurden unter den unmenschlichsten Bedingungen auf verruchten Sklavenschiffen von [[Wucherer]]n bis nach Amerika gebracht. Es wurde zwar schon gegen diesen grauenhaften Unfug vorgegangen, aber in den tief liegenden Gebieten gab es noch eine Menge solcher Scheußlichkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.14-18}}; {{L|MER|3.25-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kaninchenmenschen und Elstermenschen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als menschliche Seltenheit existierten im hohen Afrika, meistens an Flüssen, eine eigene Art Menschen: Die eine Art war ganz weiß, die andere weiß und schwarz gefleckt. Erstere wurden von den Naturforschern Kaninchenmenschen oder Kakerlaken genannt, letztere Gazillas oder Elstermenschen. Beide Menschenarten lebten am Tag fortwährend in unterirdischen Höhlen; nur nachts kamen sie heraus, um sich etwas zu erjagen. Wegen ihrer überaus empfindlichen Augen kamen sie nur in der Nacht aus ihren Wohnhöhlen. Obwohl sie den irdischen Tag flohen, waren sie dennoch nichts weniger Feinde des geistigen Tages, weswegen sie fortwährend das [[Zweites Gesicht|zweite Gesicht]] hatten und in ihrer Seele eben so zart und sanft wie in ihrem irdischen Körperbau waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|84.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Erden hatten sie wenig äußere Kenntnis vom [[Evangelium]] und mit Missionaren seltene Zusammenkünfte. Aber sie hatten ein inneres Evangelium, welches für ihr Wesen unverfälschter war als jenes, welches nicht selten überaus ruhm- und habsüchtige Missionare den wilden Volksstämmen vorpredigten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|84.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heidnischen Afrikaner des 18. Jahrhunderts dachten auch im Jenseits tiefer geistig als die übrigen Heiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|73}}; {{S|JGF|75}}; {{S|JGF|76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erschienen in gestreiften [[Kleider]]n von [[Leinwand]] und [[Seide]]. Ihre [[Kinder]] forderten häufig von ihren [[Erzieher]]innen [[Speise]], und sagten sie hungern. Wenn ihnen Speisen gereicht wurden, so besahen sie dieselben und kosteten sie, ob sie übereinstimmten und aßen wenig; woraus erhellt, dass der geistige [[Hunger]], der ein Verlangen ist die reine [[Wahrheit]] zu wissen, dieses wirkt, denn es ist eine [[Entsprechung]]. Wenn die Afrikaner wissen wollten, in welchem Zustand sie sich befanden in Hinsicht der [[Wahrheitsliebe|Liebe zum Wahren]] und der Wahrnehmung desselben, so zogen sie ihre [[Schwert]]er, und wenn diese glänzten, so wussten sie, dass sie in den echten Wahrheiten waren, und zwar nach Maßgabe ihres Glanzes. Auch dies gründete sich auf die Entsprechung. Von der [[Ehe]] sagten sie, dass es ihnen zwar nach ihrem Glauben erlaubt sei, [[Polygamie|mehrere Frauen zu nehmen]], sie aber doch nur eine nehmen, weil die wahre [[eheliche Liebe]] nicht teilbar sei, und wenn sie geteilt werde, ihr Wesen, das himmlisch ist, zu Grunde gehe, und sie äußerlich und somit geil werde, und in kurzer Zeit, je nach der Aufnahme der Kraft verächtlich werde, und zuletzt mit dem Verlust derselben Ekel errege. Die wahre eheliche Liebe aber, welche innerlich sei, und nichts mit [[Geilheit]] gemein habe, bleibe ewig, und nehme an Kraft zu, und in gleichem Grad auch an Vergnügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abkömmlinge aus [[Europa]] ließen sie (in ihren Gesellschaften) nicht zu. Wenn einzelne, besonders Mönche, eindrangen, dann fragen sie diese, was sie wussten, und wenn sie ihnen dann Einiges von ihrer Religion erzählen, so nannten sie dasselbe läppische Possen, welche die Ohren beleidigen. Dann verwendeten sie dieselben zum Arbeiten, damit sie etwas Nützliches trieben, und wenn sie sich weigerten, so verkaufen sie sie als [[Sklave]]n, die man vermöge ihres Gesetzes nach Gefallen züchtigen dürfe. Konnte man sie aber nicht dazu bringen, etwas Nützliches zu tun, wurden sie zuletzt um einen niedrigen Preis an Geringe verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wild und nahe ganz tierisch die Völker des südlichen Afrika waren, standen sie in der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] bei weitem höher als die Bewohner Madagaskars, und überhaupt solche Völker, die aus ihren inneren landespolitischen Ursachen entweder nur sehr schwer oder auch gar nicht zugänglich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verkauften Sklaven hatten zwar auf der [[Welt]] bei den christlichen Völkern das schreckliche Los, dafür aber wurden sie jenseits so viel als möglich schadlos gehalten. Jedoch die Scheusale von Königen und Königinnen, die den Sklavenhandel betrieben, verfielen der untersten [[Hölle]]; ihre [[Bosheit]] überstieg alle Begriffe, ihre Herzenshärte zermalmte [[Diamant]]en. Einige dieser Königinnen hatten sich als eigentliche Gottheit anbeten lassen. Wenn sie starben, was für eine Gott wohl etwas Schmähliches ist, so mussten sich mit ihrem Leichnam Hunderte lebendig begraben lassen, um diese Schmach zu sühnen und damit der Königin im Grab nicht zu langweilig wird. Selbst durch eine zweite Fleischwerdung ([[Reinkarnation]]) sind bei dergleichen Menschen keine außerordentlichen Erfolge zu erwarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Afrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Afrikaner</title>
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		<updated>2021-12-17T09:33:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Südliches Afrika */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die heidnischen Afrikaner tiefer geistig als andere [[Heiden]] dachten, geschah bei ihnen eine [[Offenbarung]]. Sie erkannten den Herrn des Himmels und der Erde ([[Jesus]] oder [[Gott]]) an, und lachten die [[Mönch]]e aus, wo sie dieselben trafen, und die [[Christen]], welche von einer dreifachen Gottheit (siehe [[Dreieinigkeit#Falsche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes|Falsche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes]]) und von einer Seligmachung durch bloßes Denken redeten (siehe [[Erlösung#Falsche Vorstellungen|Falsche Vorstellungen von Erlösung]]). Sie sagten, dass es keinen Menschen gebe, der [[Religion]] habe, und nicht lebe nach seiner Religion, und dass er widrigen Falls notwendig dumm und böse werden müsse, weil er dann nicht aus dem [[Himmel]] aufnehme. Die erfinderische [[Bosheit]] nannten sie auch [[Dummheit]], weil nicht [[Leben]] sondern [[Tod]] in ihr sei. Durch diese Offenbarung wurde eine Verbindung der [[Engel]] eröffnet mit dem Vernünftigen des Menschen, welches bisher durch blinden [[Glaube#Zwangsglaube, Überredungsglaube und Autoritätsglaube|Autoritätsglauben]] verschlossen war. Den Afrikanern wurde durch Engelgeister dasjenige mündlich vorgesagt, was in der von [[Emanuel Swedenborg]] herausgegebenen Lehre des [[Neues Jerusalem|Neuen Jerusalem]] vom Herrn, vom Wort und in der Lebenslehre für das [[Neues Jerusalem|Neue Jerusalem]] enthalten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|75}}; {{S|JGF|76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Nordafrika ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den nördlichen Küsten, in [[Ägypten]] und den westlichen Raubstaaten, herrschte überall der Abgott [[Mohammed]]; überall [[Raub]], [[Mord]], [[Sklaverei]] und andererseits Despotismus und [[Tyrannei]] im höchsten Grad. Alle Einwohner, die noch irgend eine [[Gewerbe]] betrieben, waren nichts als Leibeigene ihrer [[Herrscher]]. Das Schwert des Herrscher kam über sie, wenn sie nicht beinahe alles, was sie sich erwarben, an ihn abgaben. Ihre [[Priester]] (Imame) predigten von ihren Türmen keinen Segen, sondern Fluch und Trug, und sättigten die [[Armer|Armen]] mit ihrer elysäischen Luft. Diese mussten für dieses Nichts zur Hälfte Das opfern, was ihnen der Herrscher gelassen hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|3.2-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wenigen [[Christen]] machten eine ganz elende und klägliche Figur, während wieder andere mächtigere [[Namenschristen]] bewaffnet in mächtigen Heeren herumzogen und die Elenden noch elender machten. Statt dem Segen und der Gnade des Herrn brachten sie ihnen [[Krieg]], [[Tod]], [[Verheerung]], [[Hungersnot]] und noch andere zahllose [[Übel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|3.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mittelafrika ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der damals noch unbekannten Mitte Afrikas gab es ein von unüberwindlichen Bergen eingeschlossenes Land, wo sich noch eine unverdorbene, höchst gutmütige Menschenklasse fand. Diese Menschen, die sparsam nur die heißen Gegenden bewohnten, befanden sich alle noch im inneren Schauen. Außer einem vom [[Jesus|Herrn]] abgesandten [[Jünger]] des [[Apostel]]s [[Thomas]] hatte noch kein Fremder dieses Land betreten. Daher war die reine [[Evangelium|Lehre des Herrn]] bis dato noch nicht getrübt worden. Es war der einzige kleine Anhängepunkt, der die [[Erde]] noch mit dem [[Himmel]] des Herrn verband. Aber zwei große Hauptnationen drängten von Osten und Westen voller Habsucht und Gier schon zu diesem Land hin, um ihren unersättlichen Durst nach dem vermeintlichen Gold zu stillen, das sie dort aber nicht finden werden. Stattdessen werden sie ein Gold finden, das mit seiner Schwere die ganze Erde übel erdrücken wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|3.20-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Wo genau sich dieses letzte Himmelsvolk (die Watusi?) befand, ist schwer festzustellen. Vermutlich irgendwo im Gebiet des heutigen Kongo, Burundi oder Ruanda. Die gierigen Hauptnationen waren wohl Deutschland, Belgien und England.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Südliches Afrika ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die den südlichen Teil Afrikas bewohnenden Völkerschaften, von den Europäern Kaffern, Hottentotten, Buschmänner und Klettern genannt, waren den Eingeborenen [[Madagaskar]]s ähnlich, von denen sie zumeist auch Abkömmlinge waren. Ihre Religion allerdings war nicht selten noch schlechter. Es gab [[Fetischdiener]], die Gegenstände verehrten, nur weil sie ihnen an einem bestimmten Tag aufgefallen waren; ein Baumstock, ein Wurm, ein Krokodil, ein Stein, kurz alles, was nur [[Körper]] heißt, konnte als anbetungswürdige Gottheit gebraucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|81.2}}; {{L|ER|82.1-2}}; {{L|ER|82.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie lebten gleich [[Affe]]n hordenweise auf den Bäumen und ernährten sich meist von Raub und Jagd. Das Fleisch verzehrten sie roh, aus den Häuten machten sie sich Betten in den Baumästen. Früchte aßen sie nur wenige, tierische Milch war ihnen beinahe unbekannt; dafür tranken sie das Blut der Tiere mit desto größerer Begierde. Diese Horden führten öfter eine Art [[Krieg]], besonders in den Zeiten größerer Tierjagden, wobei gewöhnlich die bei der Jagd weniger erfolgreiche Horde die erfolgreiche überfiel und ihr den Raub abjagte. Die beiderseits getöteten Jäger wurden ebenfalls als Jagdbeute mitgenommen und zuerst verzehrt. [[Weiße|Weiße Menschen]], in ihren Augen weiße bekleidete Affen, waren für sie Leckerbissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.3-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den Eingeborenen Madagaskars hatten diese Völkerschaften keinen [[König]] und auch keine Königin.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Stärkste einer solche Horde war gewöhnlich der Anführer, hatte aber nichts zu befehlen, sondern bloß nur anzuzeigen, was zu geschehen hatte, indem er z.B. als Erster angriff. Diese Völkerschaften hatte auch gewöhnlich keine artikulierte [[Sprache]]; sondern verständigten sich entweder durch Zeichen mit den Händen, oder Schnalzer mit der Zunge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab Tausende dieser Horden, wobei jene längs den Küsten so viele als möglich christlich kultiviert worden waren; die Mehrzahl im Landesinneren wohnenden waren aber noch in der alten vollends tierischen Rohheit. Das [[Gute]] dieser Völker war, dass sie die geringsten Lebensbedürfnisse hatten und sehr wissbegierig waren. Wenn zu ihnen [[Missionar]]e kamen, hatten sie mit diesen Völkern ein leichtes Spiel, wenn sie sich ihnen mitzuteilen verstanden, was nicht allzu schwer war. Anfangs genügten ganz natürliche Zeichen mit der Hand völlig, sich mit diesen Völkern ausreichend besprechen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im westlichen Teil des südlichen Afrikas gab es Stämme unter einem König, und manchmal unter einer Königin. Diese Stämme waren die schlechtesten, da sie [[Menschenhandel]] betrieben; sie legten sogar Menschenfarmen an, um desto mehr [[Sklave]]n für den [[Handel]] nach [[Amerika]] zu erzeugen. Dabei wurden Tausende der stärksten und fruchtbarsten Frauen zusammen gefangen und von den stärksten Männern beschlafen. So eine Frau musste fortwährend Kinder bekommen, manche nicht selten bis zu 20 Kinder, und danach wurde sie als Sklavin verkauft, wenn sie noch kräftig genug war. War sie zu schwach, wurde sie hinausgetrieben, und musste sich selbst ihre Nahrung suchen. Daneben ließen diese schwarzen Herrscher auch Sklaven zusammenfangen, um sie zu verkaufen. Die Sklaven wurden unter den unmenschlichsten Bedingungen auf verruchten Sklavenschiffen von [[Wucherer]]n bis nach Amerika gebracht. Es wurde zwar schon gegen diesen grauenhaften Unfug vorgegangen, aber in den tief liegenden Gebieten gab es noch eine Menge solcher Scheußlichkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.14-18}}; {{L|MER|3.25-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kaninchenmenschen und Elstermenschen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als menschliche Seltenheit existierten im hohen Afrika, meistens an Flüssen, eine eigene Art Menschen: Die eine Art war ganz weiß, die andere weiß und schwarz gefleckt. Erstere wurden von den Naturforschern Kaninchenmenschen oder Kakerlaken genannt, letztere Gazillas oder Elstermenschen. Beide Menschenarten lebten am Tag fortwährend in unterirdischen Höhlen; nur nachts kamen sie heraus, um sich etwas zu erjagen. Wegen ihrer überaus empfindlichen Augen kamen sie nur in der Nacht aus ihren Wohnhöhlen. Obwohl sie den irdischen Tag flohen, waren sie dennoch nichts weniger Feinde des geistigen Tages, weswegen sie fortwährend das [[Zweites Gesicht|zweite Gesicht]] hatten und in ihrer Seele eben so zart und sanft wie in ihrem irdischen Körperbau waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|84.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Erden hatten sie wenig äußere Kenntnis vom [[Evangelium]] und mit Missionaren seltene Zusammenkünfte. Aber sie hatten ein inneres Evangelium, welches für ihr Wesen unverfälschter war als jenes, welches nicht selten überaus ruhm- und habsüchtige Missionare den wilden Volksstämmen vorpredigten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|84.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die heidnischen Afrikaner des 18. Jahrhunderts dachten auch im Jenseits tiefer geistig als die übrigen Heiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|73}}; {{S|JGF|75}}; {{S|JGF|76}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie erschienen in gestreiften [[Kleider]]n von [[Leinwand]] und [[Seide]]. Ihre [[Kinder]] forderten häufig von ihren [[Erzieher]]innen [[Speise]], und sagten sie hungern. Wenn ihnen Speisen gereicht wurden, so besahen sie dieselben und kosteten sie, ob sie übereinstimmten und aßen wenig; woraus erhellt, dass der geistige [[Hunger]], der ein Verlangen ist die reine [[Wahrheit]] zu wissen, dieses wirkt, denn es ist eine [[Entsprechung]]. Wenn die Afrikaner wissen wollten, in welchem Zustand sie sich befanden in Hinsicht der [[Wahrheitsliebe|Liebe zum Wahren]] und der Wahrnehmung desselben, so zogen sie ihre [[Schwert]]er, und wenn diese glänzten, so wussten sie, dass sie in den echten Wahrheiten waren, und zwar nach Maßgabe ihres Glanzes. Auch dies gründete sich auf die Entsprechung. Von der [[Ehe]] sagten sie, dass es ihnen zwar nach ihrem Glauben erlaubt sei, [[Polygamie|mehrere Frauen zu nehmen]], sie aber doch nur eine nehmen, weil die wahre [[eheliche Liebe]] nicht teilbar sei, und wenn sie geteilt werde, ihr Wesen, das himmlisch ist, zu Grunde gehe, und sie äußerlich und somit geil werde, und in kurzer Zeit, je nach der Aufnahme der Kraft verächtlich werde, und zuletzt mit dem Verlust derselben Ekel errege. Die wahre eheliche Liebe aber, welche innerlich sei, und nichts mit [[Geilheit]] gemein habe, bleibe ewig, und nehme an Kraft zu, und in gleichem Grad auch an Vergnügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abkömmlinge aus [[Europa]] ließen sie (in ihren Gesellschaften) nicht zu. Wenn einzelne, besonders Mönche, eindrangen, dann fragen sie diese, was sie wussten, und wenn sie ihnen dann Einiges von ihrer Religion erzählen, so nannten sie dasselbe läppische Possen, welche die Ohren beleidigen. Dann verwendeten sie dieselben zum Arbeiten, damit sie etwas Nützliches trieben, und wenn sie sich weigerten, so verkaufen sie sie als [[Sklave]]n, die man vermöge ihres Gesetzes nach Gefallen züchtigen dürfe. Konnte man sie aber nicht dazu bringen, etwas Nützliches zu tun, wurden sie zuletzt um einen niedrigen Preis an Geringe verkauft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wild und nahe ganz tierisch die Völker des südlichen Afrika waren, standen sie in der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] bei weitem höher als die Bewohner Madagaskars, und überhaupt solche Völker, die aus ihren inneren landespolitischen Ursachen entweder nur sehr schwer oder auch gar nicht zugänglich sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die verkauften Sklaven hatten zwar auf der [[Welt]] bei den christlichen Völkern das schreckliche Los, dafür aber wurden sie jenseits so viel als möglich schadlos gehalten. Jedoch die Scheusale von Königen und Königinnen, die den Sklavenhandel betrieben, verfielen der untersten [[Hölle]]; ihre [[Bosheit]] überstieg alle Begriffe, ihre Herzenshärte zermalmte [[Diamant]]en. Einige dieser Königinnen hatten sich als eigentliche Gottheit anbeten lassen. Wenn sie starben, was für eine Gott wohl etwas Schmähliches ist, so mussten sich mit ihrem Leichnam Hunderte lebendig begraben lassen, um diese Schmach zu führen und damit der Königin im Grab nicht zu langweilig wird. Selbst durch eine zweite Fleischwerdung ([[Reinkarnation]]) sind bei dergleichen Menschen keine außerordentlichen Erfolge zu erwarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|82.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Afrika]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Afrika]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<title>Muskaton</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Muskatons&#039;&#039;&#039; werden eine Art von auf [[Madagaskar]] vorkommenden großen fliegenden [[Ameise]]n genannt, die viel schlimmer sind als [[Moskito]]s. Im späten Frühling, Sommer und frühen Herbst wurde diese Insel von Trillionen dieser [[Insekt]]en umschwärmt. Wer von diesen Muskatons überfallen wurde, war binnen weniger Minuten ein ganz abgenagtes Gerippe. Die Eingeborenen schützten sich vor ihnen mit dem Saft eines Krautes, dessen Geruch die Muskatons davon abhielt, sie zu überfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|81.26-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Muskatons erinnern an große Heuschreckenschwärme, die auch heute noch in Madagaskar vorkommen. Allerdings fressen Heuschrecken keine Menschen und sind auch keine Ameisen. Vielleicht sind die Muskatons ausgestorben oder gehören zu den vielen noch unbekannten Tieren dieser Insel.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* 19. Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Die Insel &#039;&#039;&#039;Ceylon&#039;&#039;&#039;, heute &#039;&#039;&#039;Sri Lanka&#039;&#039;&#039;, ist rein [[Vulkanismus|vulkanischen Ursprungs]]; sie hat die größten unterirdischen Verbindungen, welche durch große Kanäle sogar mit den [[Erde#Organischer Aufbau|lebendigen Eingeweiden der Erde]] in Verbindung stehen. Dadurch werden (Anm.: oder wurden) manche seltsamen Erscheinungen hervorgerufen, die andernorts nicht vorkommen. Es gibt oft heftiges Getöse, eine [[Fata Morgana]] von der seltensten Art und eine größere Menge meteorische und feurige Erscheinungen verschiedener Art. Diese sind teils harmlos, richten manchmal aber auch kleine örtlichen Verheerungen an. Am gefürchtetsten sind die [[Feuerhose]]n, welche die größte Verheerung anrichten, aber nur selten vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Küsten von Ceylon gab es zumeist europäische Niederlassungen; im Inneren barg die Insel noch die Ureinwohner in ihren vielen Schluchten, Höhlen und Grotten. Diese Insel wurde von vielen Reisenden als ein Land der unbegreiflichen Wunder angepriesen, und wegen der seltsamen Erscheinungen von vielen [[Naturforscher]]n besucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inselbewohner hatten keinen [[König]], sondern nur eine Art Hauptpriester, der aber das Ansehen eines Zauberers hatte. Das Volk glaubte, er wäre der Meister aller wunderbaren Erscheinungen dieses Landes. Er hatte viele Gehilfen. Diese unterrichtete er und stellte sie dann in alle Teile des Landes hinaus. Dort unterwiesen sie das Volk in der bestimmten [[Religion]] und schrieben ihm das Verhalten bei den verschiedenen Erscheinlichkeiten der Insel vor, um ohne Nachteil davon zu kommen. Dieser Hauptpriester samt seinen Gehilfen waren die alleruneigennützigste [[Priesterschaft]] der ganzen Erdoberfläche, denn er forderte von niemandem auch nur die geringste Gabe; nur die Gehilfen durften Speise und Trank annehmen, wenn sie auf Unterweisung unter das Volk gingen. Das Volk, das die Wohltaten dieses Priesters einsah, trieb ihm die schönsten und erlesensten Tierherden zu, von denen er sich aber nie mehr nahm, als er für seinen ganz einfachen Hausbedarf nötig hatte. Deswegen genoss er beim Volk ein großes Ansehen und eine so unbegrenzte Liebe, dass er im Falle der Not nur hätte winken müssen, damit sich das ganze Volk bewaffnete und ihn schützte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.14-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zauberpriester und seine Gehilfen besaßen wirklich einen [[Mystische Kräfte|magische Kraft]]. Der Hauptpriester konnte allen [[Tier]]en der Insel gebieten, und sie folgen ihm auf den Wink. Es verschaffte ihm das größte Ansehen, wenn er manchmal durch ein ganzes Heer von reißenden Tieren ganz unbeschädigt wie durch eine Schafherde ginge. [[Schlange]]n, [[Natter]]n, [[Krokodil]]e umlagerten seinen Zauberhof und nicht eines dieser Tiere wagte ohne seinen Wink nur die leiseste Bewegung zu machen. Wenn er ihnen gebot, dann bewegen sie sich pfeilschnell von seinem Hof weg, und suchten sich ihre Nahrung. Der Hof dieses Hauptpriesters befand sich etwa in der Mitte der Insel und war für jeden Europäer aus mehreren Gründen völlig unzugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.19-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Volk glaubte an Einen Gott, welcher aber für keinen Sterblichen sichtbar und in seiner Art denkbar sei. Dieser Gott weihe manchmal einen Menschen, der in seinem Namen die irdischen Geschäfte besorge, weil sie für Gott zu kleinlich und Seiner unwürdig wären. Ihre Insel hielten sie für die ganze Welt, welche wie eine Seenuss auf den unendlichen Gewässern schwimme. [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e würde Gott allein regieren, aber die Leitung der [[Erde]], die zu klein sei, um von Gott dirigiert zu werden, besorge der von Gott geweihte Hauptpriester. Das Volk hielt selbst den kleinsten Stern für unendlichmal größer als die Erde. Gott befinde sich in der Sonne, weshalb die Sonne von ihnen auch angebetet wurde. Den Mond hielten sie für eine himmlische Welt, in welcher ihr Oberpriester und auch sie selbst nach dem [[Leibestod]] gelangten, wenn sie auf der kleinen Erde rechtschaffen und genügsam gelebt hätten. Die Sterne glaubten sie bloß mit allerlei Tierseelen bevölkert, die aber nach ihren Begriffen jenseits viel größer und vollkommener seien, als auf ihrer Erde. Von [[Christus]] wussten sie wenig bis gar nichts. Die von Ihm etwas wussten, waren der Meinung, Er sei auch einmal auf ihrer Insel ein Oberpriester gewesen, habe sich aber entfernt, und sei auf irgend eine andere Erde gegangen, um dort Menschen glücklich zu machen, weil Ihm vielleicht ihre Vorfahren einmal ungehorsam geworden wären. Obwohl sie ihr Land für die einzige Erde hielten, meinten sie doch, dass es auf dem nach ihrer Meinung unendlich großen Meer noch andere herumschwimmende Weltkörper geben könne, auf denen ihnen ähnliche Menschen wohnen würden, die nur nicht so vollkommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.23-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luxus]]artikel, die ihnen die Europäer anboten, verachteten die Ureinwohner über die Maßen. Sie sagten, sie brächten mit ihrem [[Wille]]n Größeres zuwege, als die Europäer mit ihren Händen, weswegen sie auch keinen Handel trieben. Die Küstenbewohner allein handelten mit Elefantenzähnen, die sie gewöhnlich von den Ureinwohnern gratis bekamen. Das Volk war noch sehr einfach und kannte nur äußerst wenig Bedürfnisse; es glich in der psychischen Sphäre den [[Urmenschheit|Urvölkern der Erde]]. Sie waren der eigentlichen Religion nach noch die reinsten [[Zendavesta]]befolger, auch zugleich Versteher, und hatten wenig hinzugesetzt und noch weniger hinweggenommen. Es war leicht, dieses Volk in der [[Geisterwelt]] in das [[Evangelium]] einzuführen, weil sie Christus sehr lieb hatten, und anfänglich der Meinung waren, Ihm jenseits um so mehr Folge zu leisten, weil sie Ihm auf der Welt als ihrem von Gott geweihten Oberpriester in ihren Vorfahren zu wenig Gehorsam geleistet hätten. Durch diesen zwar etwas lächerlichen Grund konnten die Menschen dieses Landes jenseits zum Licht des wahren Evangeliums gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.31-36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Ort]]&lt;/div&gt;</summary>
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&lt;div&gt;Die Insel &#039;&#039;&#039;Ceylon&#039;&#039;&#039;, heute &#039;&#039;&#039;Sri Lanka&#039;&#039;&#039;, ist rein [[Vulkanismus|vulkanischen Ursprungs]]; sie hat die größten unterirdischen Verbindungen, welche durch große Kanäle sogar mit den [[Erde#Organischer Aufbau|lebendigen Eingeweiden der Erde]] in Verbindung stehen. Dadurch werden (Anm.: oder wurden) manche seltsamen Erscheinungen hervorgerufen, die andernorts nicht vorkommen. Es gibt oft heftiges Getöse, eine [[Fata Morgana]] von der seltensten Art und eine größere Menge meteorische und feurige Erscheinungen verschiedener Art. Diese sind teils harmlos, richten manchmal aber auch kleine örtlichen Verheerungen an. Am gefürchtetsten sind die [[Feuerhose]]n, welche die größte Verheerung anrichten, aber nur selten vorkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An den Küsten von Ceylon gab es zumeist europäische Niederlassungen; im Inneren barg die Insel noch die Ureinwohner in ihren vielen Schluchten, Höhlen und Grotten. Diese Insel wurde von vielen Reisenden als ein Land der unbegreiflichen Wunder angepriesen, und wegen der seltsamen Erscheinungen von vielen [[Naturforscher]]n besucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inselbewohner hatten keinen [[König]], sondern nur eine Art Hauptpriester, der aber das Ansehen eines Zauberers hatte. Das Volk glaubte, er wäre der Meister aller wunderbaren Erscheinungen dieses Landes. Er hatte viele Gehilfen. Diese unterrichtete er und stellte sie dann in alle Teile des Landes hinaus. Dort unterwiesen sie das Volk in der bestimmten [[Religion]] und schrieben ihm das Verhalten bei den verschiedenen Erscheinlichkeiten der Insel vor, um ohne Nachteil davon zu kommen. Dieser Hauptpriester samt seinen Gehilfen waren die alleruneigennützigste [[Priesterschaft]] der ganzen Erdoberfläche, denn er forderte von niemandem auch nur die geringste Gabe; nur die Gehilfen durften Speise und Trank annehmen, wenn sie auf Unterweisung unter das Volk gingen. Das Volk, das die Wohltaten dieses Priesters einsah, trieb ihm die schönsten und erlesensten Tierherden zu, von denen er sich aber nie mehr nahm, als er für seinen ganz einfachen Hausbedarf nötig hatte. Deswegen genoss er beim Volk ein großes Ansehen und eine so unbegrenzte Liebe, dass er im Falle der Not nur hätte winken müssen, damit sich das ganze Volk bewaffnete und ihn schützte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.14-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Zauberpriester und seine Gehilfen besaßen wirklich einen [[Mystische Kräfte|magische Kraft]]. Der Hauptpriester konnte allen [[Tier]]en der Insel gebieten, und sie folgen ihm auf den Wink. Es verschaffte ihm das größte Ansehen, wenn er manchmal durch ein ganzes Heer von reißenden Tieren ganz unbeschädigt wie durch eine Schafherde ginge. [[Schlange]]n, [[Natter]]n, [[Krokodil]]e umlagerten seinen Zauberhof und nicht eines dieser Tiere wagte ohne seinen Wink nur die leiseste Bewegung zu machen. Wenn er ihnen gebot, dann bewegen sie sich pfeilschnell von seinem Hof weg, und suchten sich ihre Nahrung. Der Hof dieses Hauptpriesters befand sich etwa in der Mitte der Insel und war für jeden Europäer aus mehreren Gründen völlig unzugänglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.19-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Volk glaubte an Einen Gott, welcher aber für keinen Sterblichen sichtbar und in seiner Art denkbar sei. Dieser Gott weihe manchmal einen Menschen, der in seinem Namen die irdischen Geschäfte besorge, weil sie für Gott zu kleinlich und Seiner unwürdig wären. Ihre Insel hielten sie für die ganze Welt, welche wie eine Seenuss auf den unendlichen Gewässern schwimme. [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e würde Gott allein regieren, aber die Leitung der [[Erde]], die zu klein sei, um von Gott allein dirigiert zu werden, besorge der von Gott geweihte Hauptpriester. Das Volk hielt selbst den kleinsten Stern für unendlichmal größer als die Erde. Gott befinde sich in der Sonne, weshalb die Sonne von ihnen auch angebetet wurde. Den Mond hielten sie für eine himmlische Welt, in welcher ihr Oberpriester und auch sie selbst nach dem [[Leibestod]] gelangten, wenn sie auf der kleinen Erde rechtschaffen und genügsam gelebt hätten. Die Sterne glaubten sie bloß mit allerlei Tierseelen bevölkert, die aber nach ihren Begriffen jenseits viel größer und vollkommener seien, als auf ihrer Erde. Von [[Christus]] wussten sie wenig bis gar nichts. Die von Ihm etwas wussten, waren der Meinung, Er sei auch einmal auf ihrer Insel ein Oberpriester gewesen, habe sich aber entfernt, und sei auf irgend eine andere Erde gegangen, um dort Menschen glücklich zu machen, weil Ihm vielleicht ihre Vorfahren einmal ungehorsam geworden wären. Obwohl sie ihr Land für die einzige Erde hielten, meinten sie doch, dass es auf dem nach ihrer Meinung unendlich großen Meer noch andere herumschwimmende Weltkörper geben könne, auf denen ihnen ähnliche Menschen wohnen würden, die nur nicht so vollkommen seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.23-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Luxus]]artikel, die ihnen die Europäer anboten, verachteten die Ureinwohner über die Maßen. Sie sagten, sie brächten mit ihrem [[Wille]]n Größeres zuwege, als die Europäer mit ihren Händen, weswegen sie auch keinen Handel trieben. Die Küstenbewohner allein handelten mit Elefantenzähnen, die sie gewöhnlich von den Ureinwohnern gratis bekamen. Das Volk war noch sehr einfach und kannte nur äußerst wenig Bedürfnisse; es glich in der psychischen Sphäre den [[Urmenschheit|Urvölkern der Erde]]. Sie waren der eigentlichen Religion nach noch die reinsten [[Zendavesta]]befolger, auch zugleich Versteher, und hatten wenig hinzugesetzt und noch weniger hinweggenommen. Es war leicht, dieses Volk in der [[Geisterwelt]] in das [[Evangelium]] einzuführen, weil sie Christus sehr lieb hatten, und anfänglich der Meinung waren, Ihm jenseits um so mehr Folge zu leisten, weil sie Ihm auf der Welt als ihrem von Gott geweihten Oberpriester in ihren Vorfahren zu wenig Gehorsam geleistet hätten. Durch diesen zwar etwas lächerlichen Grund konnten die Menschen dieses Landes jenseits zum Licht des wahren Evangeliums gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|80.31-36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Jenseits */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Ureinwohner ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des sonderbaren [[Klima]]s auf Java hatten die Ureinwohner den sonderbarsten Begriff von der Gottheit. Sie erkannten nur Einen Gott an, aber dieser Gott hatte gewisserart zwei [[Leib]]er, die am [[Rücken]] zusammengewachsen waren. Auf diesen Leibern saß ein [[Kopf]], der zwei [[Gesicht]]er hatte. Der eine Leib war strahlend weiß, der andere dunkelgrau. Am [[Tag]] wendete die Gottheit den weißen Teil ihres Leibes und Gesichtes den Menschen zu; bei [[Nacht]] den dunkelgrauen. Aus dem weißen Teil ging lauter [[Gut]]es, aus dem dunklen lauter Schreckliches und [[Böse]]s hervor. Daher getraute sich niemand leicht zur Nachtzeit ins Freie. Der Grund dafür lag darin, weil die Insel, besonders die inneren Täler, eine giftige [[Luft]] entwickelte, welche die Europäer tötete und die Einheimischen krank machte und manchmal auch töten konnte. Deswegen bewohnten die Ureinwohner die Berge. Nur am Tag, wenn die Sonne die böse Luft verscheucht hatte, gingen sie in die Täler.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|79.4-8}}; {{L|ER|79.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner Javas legten auf ihre Doppelgottheit nicht viel Gewicht. Sie hatten auch den [[Koran]] und die [[Bibel]], die ihnen viel wichtiger waren, wobei einige der Bibel den Vorzug gaben, andere dem Koran. Einige waren der Meinung, ein vollkommener Mensch solle alle [[Religion]]en kennen, und sich daraus das Beste nehmen. Andere sagten, dass unter den vielen Religionen nur Eine die rechte sein könne, aber diese herauszufinden, sei selbst für den Allerweisesten unter ihnen die schwierigste Aufgabe. Daher wäre es am besten, unterdessen für alle etwas zu tun. Da in jeder Religion etwas Weises und etwas Dummes zu finden sei, huldige man bloß dem Weisen in jeder Religion, und verwerfe das Dumme, wodurch mal endlich doch so weise sein würde, um aus den vielen Religionen die rechte herauszufinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|79.17-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Jenseits ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Bewohner Javas im [[Nichts]] begründen (Anm.: daher offen für alles sind), sind sie im [[Geisterreich]] am allerzugänglichsten. Nur mit der [[Liebe]] geht es ein wenig schwer, weil sie auf der Welt die Liebe, unter der sie nur eine dem [[Rausch]] ähnliche [[Leidenschaft]] verstehen, durch welche das beiderseitige Geschlecht sich wie in einer blinden Raserei ergreift, und miteinander die tierähnliche [[Unzucht]] treibt, welcher Akt die [[Weisheit]] des Menschen manchmal bis zur scheußlichen Affengestalt herabwürdigt und den Menschen unter die niedrigsten [[Tier]]e stellt, für die größte [[Dummheit]] halten. Sind die Geister dieser Menschen aber einmal über diese falsche Auffassung von der Liebe im Klaren, dann sind sie die fähigsten Wesen im Geisterreich, und zugleich die bereitwilligsten, und die pünktlichsten in der Erfüllung jedes ihnen anvertrauten Geschäftes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|79.21-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Java wurde von [[China]] aus mittels eines Vizekönigs beherrscht; dennoch gehörten die Küsten zumeist den Europäern. Das Innere des Landes wurde von den Europäern wenig besucht aufgrund der mannigfaltigen giftigen Ausdünstungen. Die Ureinwohner hatten sich schon mehr akklimatisiert, sie konnten diese Ausdünstungen bei weitem eher ertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|79.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab ein gänzlich unbewohntes Tal, das die Einwohner das Tal des Todes nannten, ein etwa zwanzig Meilen langer und eine Meile breiter Kessel ohne [[Wasser]]. Darin befanden sich die Giftbäume namens [[Bohonupas]], deren tödliche Ausdünstungen sich durch das ganze Tal verbreiteten und alles abtöteten. Zum Tod verurteilte [[Verbrecher]] mussten manchmal in dieses Tal gehen und das giftige [[Harz]] dieses [[Baum]]es holen. Mit diesem [[Gift]] wurden ehebrecherische Frauen getötet. Von hundert kamen gewöhnlich höchstens zwei wieder zurück, denen dann das [[Leben]] geschenkt wurde. Es kam darauf an, genau auszuforschen, wie der [[Wind]] ging. Es gab auf Java auch [[Höhle]]n, aus denen ein beständig giftiger Hauch aufstieg, der sich aber nicht so weit verbreitete, wie das giftige Miasma der Giftbäume. Die Einwohner konnten sich unter Beachtung des Windes diesen Höhlen nahen. Sie schleuderten dann brennende Bündel hinein, wodurch sich das ausströmende brennbare [[Gas]] schnell entzündete und danach manchmal jahrelang weiter brannte. Durch das [[Brennen]] wurde es ganz unschädlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|79.9-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Bohonupas&amp;diff=38884</id>
		<title>Bohonupas</title>
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		<updated>2021-12-17T09:18:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Francis Danby - The Upas, or Poison-Tree, in the Island of Java.jpg|thumb|Der Giftbaum]] Der &#039;&#039;&#039;Bohonupas&#039;&#039;&#039; (auch:Bohon-Upas) ist ein Giftbaum, der auf [[Java]] vorkommt. Seine Ausdünstungen sind tödlich. Sein [[Harz]] ist so giftig, dass schon eine vergiftete Nadelspitze, mit der man einem [[Mensch]]en leicht ritzt, denselben innerhalb weniger Minuten unter schauderhaften Krampfanfällen das [[Leben]] kostet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|79.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Dass Ausdünstungen von Pflanzen tödlich sein können für Insekten und sogar Säugetiere wurde erst in den letzten Jahrzehnten bekannt. Pflanzen würden Atombomben zünden, hätten sie denn welche. Längst setzen sie Massenvernichtungswaffen ein. Siehe dazu &amp;quot;Haben Pflanzen ein Gehirn?&amp;quot; aus &amp;quot;Welt der Wunder kompakt&amp;quot; 4/16, ab Seite 19. Die Geschichten vom Bohonupas und anderen &amp;quot;Massenvernichtungspflanzen&amp;quot;, die in der Neuoffenbarung erwähnt werden, sind also nicht so abwegig, wie lange geglaubt wurde. Tatsächlich stellen auch sie einen Vorgriff auf viel spätere Erkenntnisse dar.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pflanze]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Japaner&amp;diff=38883</id>
		<title>Japaner</title>
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		<updated>2021-12-17T09:14:24Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Jenseits */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Japanese People.jpg|thumb|300px|Japaner]] Die heutigen &#039;&#039;&#039;Japaner&#039;&#039;&#039; stammen aus Mittelasien. Sie sind [[Mongole]]n, [[Malaye]]n und einige wenige Ureinwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.1}}; {{L|MER|9.78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Japaner sind durchaus nicht verwandt mit den [[Chinese]]n, die sie in allem übertreffen, sowohl in der [[Bildung]], als in der [[Grausamkeit]]. Ein wesentlicher Grund für diese Überlegenheit liegt darin, dass sie in ihrer [[Sprache]] nur 48 einfache [[Buchstaben]] haben, hingegen die Chinese bei 50 000. Ihre Sprache ist sehr weich und biegsam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.78-79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Japaner ist ein raffiniertes [[Heidentum]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Japaner sind religionsverwandt mit den [[Braminen]], [[Chinesen]] und den [[Hochtibeter]]n. Ihre Religion ist ein Gemisch von all dem; sie haben aus Allem etwas, und im Ganzen doch nichts. Sie sind Braminen, Zoroasters, [[Parsen]] und Gebern, und somit [[Buddhisten|Dalai-Lamaisten]], aber zugleich auch wie die Braminen [[Ormuzisten]], weswegen es zu [[Menschenopfer]]n kam, indem Staatsverbrecher im Meer versenkt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religion der Japaner ist zwar sehr verschieden von der Religion, die [[Gott]] nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab (der [[Lehre Jesu]]), dennoch waltet in ihr, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.134.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten (von Adam abstammenden) Menschen kamen unter der Führung des von Gott erleuchteten [[Meduhed]] (siehe dort für mehr Details über die japanische Urgeschichte und Urkirche) als Flüchtlinge aus [[Hanoch]] nach Japan. Es wurde damals über Japan (die Hauptinsel mit dem Fuji) gesagt, auf der ganzen [[Erde]] gäbe es kein Land, das diesem an Vortrefflichkeit gleiche, da es dort je weder zu warm noch zu kalt sei, sondern ein ewiger [[Frühling]] herrsche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.33.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Meduhiten wurden weise nach der Art und Lehre Meduheds und sie lebten als ein glückliches Volk um neunzehnhundert Jahre lang, fast bis in die Zeiten [[Abraham]]s und waren nicht von der [[Sündflut]] betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der Mongolen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später fingen die Meduhiten Gott zunehmend zu vergessen an. Da sie Gott zum gebildetsten und reichsten Volk der [[Erde]] gemacht hatte, gefielen sie sich in allerlei Schnitzwerk und fielen dadurch völlig in die [[Abgott|Abgötterei]] und [[Hurerei]] aller Art.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Gott diesem Treiben sechshundert Jahre lang durch die Finger (abwartend) zugesehen hatte und keiner auch nur im Geringsten umkehrte, erweckte Er in der heutigen [[Mongolei]] ein Volk zur allgemeinen Geisel (Unterwerfung der Meduhiten, Kaiserherrschaft, Leibeigenschaft). Er ließ dieses Volk durch einen unsichtbaren [[Engel]] über eine Inselbrücke vom heutigen Sina ([[China]]) aus nach Japan führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.32}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit entstanden durch vulkanische Aktivität viele kleine Inseln um Japan als Zufluchtsorte für einige sehr wenige [[Weise]], die dort in [[Grotte]]n wohnten und Gott im stillen dienten, bis Er sie von der Welt abrief. In solchen Grotten finden sich noch heute (1840) Zeugnisse der [[Liebe Gottes]] auf Steintafeln, die aber gegenwärtig von niemandem gelesen werden können. Auch in der Höhle des Meduhed (die früher Meduhedsgrotte hieß) findet sich bis heute das in der {{L|HG|1.32}} neuoffenbarte Hohelied des Meduhed. Gegenwärtig ist diese Höhle unzugänglich, da sie sich auf einem hohen [[Berg]] befindet, was Gott (nach Meduhed) durch vulkanische Aktivität bewirken ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.32-34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Land befand sich noch bis in die Neuzeit in der kaiserlichen, halb-mongolischen und halb urjapanischen Verfassung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chinesen]] und Japaner waren duldsam, streng und nach ihrer Art gerecht. Die [[Rache]] war ihnen fremd und der Großmut eine Hauptzierde ihres Charakters. Als solche Halbheiden waren sie dem Herrn tausendmal lieber als die [[Namenschrist|falschen Christen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.491013.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Bevölkerung Japans betrug bei 40 Millionen Menschen, 4/7 davon weiblich. Außer der [[Mechanik]], [[Mathematik]], [[Nautik]], [[Geographie]] und [[Astronomie]] waren sie in aller [[Industrie]] den Völkern der Erde voraus. Sie besaßen große [[Reichtum|Reichtümer]] und manche [[Geheimnis]]se. Die Zahl der japanischen Ureinwohner aus der Zeit des Meduheds betrug 3 Millionen. Bei diesen lebten auch einige Tausende [[Portugiese]]n, die alles Japanische und den Vollmond anbeten mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.87-90}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Japaner waren naturmäßig und geistig das [[Stoiker|stoischste]] Volk der Erdoberfläche und daher am unzugänglichsten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Demut]], [[Aufrichtigkeit]], strengste [[Wahrheitsliebe]], [[Dienstfertigkeit]], größte [[Selbstverleugnung]], auf Erden unerreichte [[Ordnungsliebe]], größte [[Gastfreundschaft]] unter sich, strengste [[Gerechtigkeit]], vollkommene Geringschätzung des (irdischen) [[Leben]]s fand man bei den Japanern in einem unbegreiflichen Grad ausgebildet. Es wurde kein Gesetz übertreten, und falls dies doch zufällig ohne Wissen und Wollen geschah, so ersuchte der Betreffende selbst die strengste Züchtigung. Die Japaner waren auf ihre Art die tugendhaftesten Menschen der ganzen Erdoberfläche. Von einer [[Sünde]] war bei ihnen keine Rede, aber eben in dieser [[Tugend]], die der Japaner genau erfüllte, suchte er auch seinen größten Lohn, und die [[Selbstzufriedenheit]] war seine höchste [[Glückseligkeit]]. Aus diese seiner stoischen Selbstzufriedenheit brauchte er keinen [[Gott]], wenn er schon an Ihn glaubte; statt Gott zu lieben, und Ihm Seine Herzensdankbarkeit zu zeigen, machte er Ihm Vorwürfe darum, dass Gott ihn zu einem weisen Wesen gemacht hat, und überhaupt zu einem Wesen, das sich seiner selbst und der etwaigen Bedürfnisse bewusst ist. Er sagte, es sei viel besser gar nicht, als unnütz sein, weil er einsah, dass er Gott in nichts nützen konnte und sich daher als rein überflüssig betrachtete. So warf er Gott Unweisheit vor. Es kursierten eine große Menge solcher [[Stoizismus#Beispiele|stoischer Philosophien]]. Da die anderen Völker dieser Erde den japanischen Erzstoikern nicht standhalten hätten können, und sich der Japanismus in der ganzen Welt verbreitet hätte, verhinderte Gott es auch irdisch politischerweise, dass sich die anderen Völkern den Japanern nahen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 19. Jahrhundert war es für Ausländer sehr schwer, nach Japan zu kommen. Einerseits gab es kaum geeignete Landungspunkte, wo die Schiffe fremder Nationen hätten anlegen können, andererseits wurde von der strengsten und gerechtesten Regierung nicht gestattet, dass Ausländer anderswo landen durften, als auf einem bestimmten Landungsplatz. Das Verbot gab es deswegen, damit erstens die nur für Inländer erlaubten Landungspunkte nicht entheiligt würden, zweitens die Fremdlinge sich der großen Gefahren dieser Landungspunkte nicht bewusst waren und drittens sich der Regent im alleinigen Besitz aller Künste, Gewerbe und Geheimnisse wähnte und um seinen Wohlstand fürchtete, wenn den Fremdlingen diese Dinge bekannt würden. Er und seine ganze Nation meinten auch, dass sie sich als auserwähltes Volk allein im Mittelpunkt der Welt befänden. Der Regent war tatsächlich der Ansicht, dass alle Fremdlinge zu ihm kommen müssten, um von seinen außerordentlichen Landesprodukten zu kaufen und dass die Menschen auf den übrigen Punkten der Erde gar nicht die Fähigkeit besäßen, auch nur ein simples Körbchen herzustellen. Erhielt er die Nachricht, dass die Schiffe der Fremden außerordentlich künstlich gebaut wären, wurden die Berichterstatter wegen Majestätsbeleidigung geprügelt. Da die Nachrichten sich aber bestätigten, wurde ein Landesverrat angenommen, da jemand den dummen Fremden solche Wissenschaft verraten habe müssen, wie man solche schwimmenden Häuser baut, wozu doch nur Japaner fähig sein durften, weswegen man dann nach dem Verräter im Land suchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.2-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des japanischen Kaisers war enorm lang, worin der Monarch seine ganze Herrlichkeit, seine Geschichte und seinen Besitz aufzeichnete. Er enthielt die eingebildete unendlich lange Stammlinie, alle Dinge und Gewerbe des Landes und auch die Namen von allen Untertanen. Auch andere Personen im Land hatten sehr lange Namen, aber keiner durfte länger sein als der des Monarchen, ansonsten die Todesstrafe drohte. Der Monarch stand bei diesem Volk derart hoch, dass er nicht vom gemeinen Volk gepriesen werde durfte. Auch höheren Beamten wurde eine absurd überzogene Achtung erwiesen. Ansonsten ging es zu, wie sonst nirgends auf der Welt: Niemand hatte ein Eigentum, alles gehörte dem Monarchen. Jedem Menschen oder vielmehr jeder Klasse war genau vorgeschrieben, was er und wie viel er arbeiten und wie viel er vom Erzeugten abliefern musste. Kost, Kleidung, Wohnung und Bezirk, aus dem er sich nie entfernen durfte, waren vorgeschrieben. Ferner wurde einem Japaner vorgeschrieben, wie viel Frauen er haben und wie viele Kinder er mit ihnen zeugen durfte. Ein Japaner durfte außer an einem bestimmten Handelsplatz mit Fremden nicht handeln und er dufte keinen Fremden, unter welcher Bedingung auch immer, das sonstige japanische Land betreten lassen. Ebenso waren die Handelsartikel und der Handel an sich genau vorgeschrieben. Von den Fremden durfte nie mehr als einer als Dolmetscher verbleiben und sich dann nicht mehr von der für Fremde vorgesehenen Küste entfernen. Die Gesetze der Japaner waren im höchsten Grad tyrannisch. Es gab zehn Kasten, jede mit einigen unabänderlichen Gesetzen, und dazu noch willkürliche, abänderliche Gesetze. Japan hatte kein Staatsgesetz, sondern das lebendige Staatsgesetz war der jeweilig bestehende Fürst und seine obersten Staatsbeamten, die willkürlich Gesetze machten. Außer den hohen Staatsbeamten war niemand von der Todesstrafe ausgenommen. Kurz: Die Despotie hatte in Japan den höchsten Gipfel der Tyrannei erklommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.17-56}}; {{L|MER|9.79-81}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ärgste im Land waren die Menschenopfer bzw. die Opferpriester. Wenn ein schlechtes Jahr das Land heimsuchte, dann wurde sogleich gepredigt, Gott habe sich erzürnt über dieses Land, daher müsse ein Opfer zur Besänftigung gebracht werden. Die Opferpriestern zogen für diesen Zweck Jünglinge und Mädchen auf, über die sie dann im Namen der erzürnten Gottheit bestimmten. Waren die Mädchen schön und üppig geworden, dann verschmähte die Gottheit die Opferung derselben und gab sie ihren Priestern zum lebenslänglichen Eigentum; die Jünglinge, ausgenommen solche von besonderer Schönheit, wurden lebendig verbrannt, oder früher enthauptet und dann erst verbrannt, oder von einem Felsen ins Meer geworfen. Diese Menschenopfer gab es zwar nur selten, aber ein Land, wo solches vorkommt, befindet sich in der allertiefsten Finsternis, und hat von einem wahren Gott die schändlichsten und elendsten Begriffe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.57-63}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Allerschlimmsten im Land gehörte auch die Ermordung überzähliger Kinder und die Verstümmelung der Geschlechtsteile desjenigen, der über die Zahl Kinder zeugte. Auch gegen das Eindringen des Christentums wurde mit unerhörter Grausamkeit verfahren. Nicht einmal ein mit aller Wundertätigkeit ausgerüsteter Wiedergeborener durfte sich in dieses Land wagen, weil er sofort als Fremdling, Unheilbringer und Aufwiegler mit der grausamsten Todesart bestraft wurde. Selbst wenn der Herr eingriff und einen Christenboten am Leben erhielt, wurde dies von den Unmenschen alles für nichtig erachtet und man versuchte jede erdenkliche Todesart, bis der Herr Seinen Abgesandten abrufen musste, um das Heiligtum nicht noch längere Zeit solch namenloser Verachtung preisgegeben zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.64-67}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vernichtung dieses Freisitzes des Satans (Anm.: die japanischen Monarchie) war nicht mehr fern. Die Monarchie sollte fremden Völkern preisgegeben werden. Der Herr würde über die Völkerschaften in Japan, die nichts von Ihm wissen wollten, das Gericht senden, wobei bei der Ernte das Unkraut vom Weizen geschieden und verbrannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.68-72}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Diese Prophezeiung aus dem Jahr 1841 hat sich mit dem Zweiten Weltkrieg erfüllt. Japan musste kapitulieren, der Kaiser wurde entmachtet, die USA übernahmen das Ruder. Die Amerikaner verhalfen Japan zu einer neuen, modernen Verfassung, die christlich beeinflusst ist, wodurch das heutige Japan entstand.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den im höchsten Grad stoischen Japanern ist in der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] noch weniger zu machen, als mit anderen [[Asiaten|asiatischen Völkern]]. Im Geisterreich halten sie sich derart verschanzt, dass es nicht leicht möglich ist, sich ihnen ohne irgendeinen Schaden zu nähern, denn ihr [[Stoizismus]] entwickelt eine eigene Art geistiger Giftluft, dem nur [[Engel]]sgeister aus dem [[Höchster Himmel|dritten Himmel]] opponieren können. [[Geister]] unterer Art dürfen diesen Ort nicht betreten, denn er ist ärger als die eigentliche [[Hölle]] selbst. Auch kein [[Teufel|Geist aus der eigentlichen Hölle]] darf sich ihnen nahen, weil es ihm sogleich tausend Mal schlechter gehen würde, als in der untersten Hölle; er würde augenblicklich gefangen, gefesselt und auf allerschrecklichste Weise gepeinigt werden, denn die stoischen Philosophien der Japaner sind den eigentlichen satanischen Maximen völlig entgegen, weil in ihnen alle [[Herrschsucht]] und auch alles andere zur Seite geschoben wird, durch welches irgend eine noch so geringe Bewertung eines Wesens an den Tag gelegt werden könnte. Die bösen Geister hüten sich daher ganz besonders, in diese Gegend zu kommen. Weniger starke Geister als die stärksten Himmelsgeister müssen sich vor dieser Gegend hüten, weil sie leicht von den seltenen Prinzipien der Japaner gefangen genommen werden, die ein geistiges Gift sind, vor dem sie sich sorgfältig hüten müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.6-9}}; {{L|ER|77.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Japan]]&lt;br /&gt;
* [[Meduhed]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Japaner&amp;diff=38882</id>
		<title>Japaner</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Japaner&amp;diff=38882"/>
		<updated>2021-12-17T09:12:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Jenseits */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Japanese People.jpg|thumb|300px|Japaner]] Die heutigen &#039;&#039;&#039;Japaner&#039;&#039;&#039; stammen aus Mittelasien. Sie sind [[Mongole]]n, [[Malaye]]n und einige wenige Ureinwohner.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.1}}; {{L|MER|9.78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Japaner sind durchaus nicht verwandt mit den [[Chinese]]n, die sie in allem übertreffen, sowohl in der [[Bildung]], als in der [[Grausamkeit]]. Ein wesentlicher Grund für diese Überlegenheit liegt darin, dass sie in ihrer [[Sprache]] nur 48 einfache [[Buchstaben]] haben, hingegen die Chinese bei 50 000. Ihre Sprache ist sehr weich und biegsam.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.78-79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Japaner ist ein raffiniertes [[Heidentum]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Japaner sind religionsverwandt mit den [[Braminen]], [[Chinesen]] und den [[Hochtibeter]]n. Ihre Religion ist ein Gemisch von all dem; sie haben aus Allem etwas, und im Ganzen doch nichts. Sie sind Braminen, Zoroasters, [[Parsen]] und Gebern, und somit [[Buddhisten|Dalai-Lamaisten]], aber zugleich auch wie die Braminen [[Ormuzisten]], weswegen es zu [[Menschenopfer]]n kam, indem Staatsverbrecher im Meer versenkt wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Religion der Japaner ist zwar sehr verschieden von der Religion, die [[Gott]] nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab (der [[Lehre Jesu]]), dennoch waltet in ihr, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.134.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ersten (von Adam abstammenden) Menschen kamen unter der Führung des von Gott erleuchteten [[Meduhed]] (siehe dort für mehr Details über die japanische Urgeschichte und Urkirche) als Flüchtlinge aus [[Hanoch]] nach Japan. Es wurde damals über Japan (die Hauptinsel mit dem Fuji) gesagt, auf der ganzen [[Erde]] gäbe es kein Land, das diesem an Vortrefflichkeit gleiche, da es dort je weder zu warm noch zu kalt sei, sondern ein ewiger [[Frühling]] herrsche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.33.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Meduhiten wurden weise nach der Art und Lehre Meduheds und sie lebten als ein glückliches Volk um neunzehnhundert Jahre lang, fast bis in die Zeiten [[Abraham]]s und waren nicht von der [[Sündflut]] betroffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfall der Mongolen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später fingen die Meduhiten Gott zunehmend zu vergessen an. Da sie Gott zum gebildetsten und reichsten Volk der [[Erde]] gemacht hatte, gefielen sie sich in allerlei Schnitzwerk und fielen dadurch völlig in die [[Abgott|Abgötterei]] und [[Hurerei]] aller Art.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.31}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nachdem Gott diesem Treiben sechshundert Jahre lang durch die Finger (abwartend) zugesehen hatte und keiner auch nur im Geringsten umkehrte, erweckte Er in der heutigen [[Mongolei]] ein Volk zur allgemeinen Geisel (Unterwerfung der Meduhiten, Kaiserherrschaft, Leibeigenschaft). Er ließ dieses Volk durch einen unsichtbaren [[Engel]] über eine Inselbrücke vom heutigen Sina ([[China]]) aus nach Japan führen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.32}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um diese Zeit entstanden durch vulkanische Aktivität viele kleine Inseln um Japan als Zufluchtsorte für einige sehr wenige [[Weise]], die dort in [[Grotte]]n wohnten und Gott im stillen dienten, bis Er sie von der Welt abrief. In solchen Grotten finden sich noch heute (1840) Zeugnisse der [[Liebe Gottes]] auf Steintafeln, die aber gegenwärtig von niemandem gelesen werden können. Auch in der Höhle des Meduhed (die früher Meduhedsgrotte hieß) findet sich bis heute das in der {{L|HG|1.32}} neuoffenbarte Hohelied des Meduhed. Gegenwärtig ist diese Höhle unzugänglich, da sie sich auf einem hohen [[Berg]] befindet, was Gott (nach Meduhed) durch vulkanische Aktivität bewirken ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.32-34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Land befand sich noch bis in die Neuzeit in der kaiserlichen, halb-mongolischen und halb urjapanischen Verfassung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.34.35}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Chinesen]] und Japaner waren duldsam, streng und nach ihrer Art gerecht. Die [[Rache]] war ihnen fremd und der Großmut eine Hauptzierde ihres Charakters. Als solche Halbheiden waren sie dem Herrn tausendmal lieber als die [[Namenschrist|falschen Christen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.491013.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Bevölkerung Japans betrug bei 40 Millionen Menschen, 4/7 davon weiblich. Außer der [[Mechanik]], [[Mathematik]], [[Nautik]], [[Geographie]] und [[Astronomie]] waren sie in aller [[Industrie]] den Völkern der Erde voraus. Sie besaßen große [[Reichtum|Reichtümer]] und manche [[Geheimnis]]se. Die Zahl der japanischen Ureinwohner aus der Zeit des Meduheds betrug 3 Millionen. Bei diesen lebten auch einige Tausende [[Portugiese]]n, die alles Japanische und den Vollmond anbeten mussten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.87-90}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Japaner waren naturmäßig und geistig das [[Stoiker|stoischste]] Volk der Erdoberfläche und daher am unzugänglichsten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Demut]], [[Aufrichtigkeit]], strengste [[Wahrheitsliebe]], [[Dienstfertigkeit]], größte [[Selbstverleugnung]], auf Erden unerreichte [[Ordnungsliebe]], größte [[Gastfreundschaft]] unter sich, strengste [[Gerechtigkeit]], vollkommene Geringschätzung des (irdischen) [[Leben]]s fand man bei den Japanern in einem unbegreiflichen Grad ausgebildet. Es wurde kein Gesetz übertreten, und falls dies doch zufällig ohne Wissen und Wollen geschah, so ersuchte der Betreffende selbst die strengste Züchtigung. Die Japaner waren auf ihre Art die tugendhaftesten Menschen der ganzen Erdoberfläche. Von einer [[Sünde]] war bei ihnen keine Rede, aber eben in dieser [[Tugend]], die der Japaner genau erfüllte, suchte er auch seinen größten Lohn, und die [[Selbstzufriedenheit]] war seine höchste [[Glückseligkeit]]. Aus diese seiner stoischen Selbstzufriedenheit brauchte er keinen [[Gott]], wenn er schon an Ihn glaubte; statt Gott zu lieben, und Ihm Seine Herzensdankbarkeit zu zeigen, machte er Ihm Vorwürfe darum, dass Gott ihn zu einem weisen Wesen gemacht hat, und überhaupt zu einem Wesen, das sich seiner selbst und der etwaigen Bedürfnisse bewusst ist. Er sagte, es sei viel besser gar nicht, als unnütz sein, weil er einsah, dass er Gott in nichts nützen konnte und sich daher als rein überflüssig betrachtete. So warf er Gott Unweisheit vor. Es kursierten eine große Menge solcher [[Stoizismus#Beispiele|stoischer Philosophien]]. Da die anderen Völker dieser Erde den japanischen Erzstoikern nicht standhalten hätten können, und sich der Japanismus in der ganzen Welt verbreitet hätte, verhinderte Gott es auch irdisch politischerweise, dass sich die anderen Völkern den Japanern nahen konnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.10-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im frühen 19. Jahrhundert war es für Ausländer sehr schwer, nach Japan zu kommen. Einerseits gab es kaum geeignete Landungspunkte, wo die Schiffe fremder Nationen hätten anlegen können, andererseits wurde von der strengsten und gerechtesten Regierung nicht gestattet, dass Ausländer anderswo landen durften, als auf einem bestimmten Landungsplatz. Das Verbot gab es deswegen, damit erstens die nur für Inländer erlaubten Landungspunkte nicht entheiligt würden, zweitens die Fremdlinge sich der großen Gefahren dieser Landungspunkte nicht bewusst waren und drittens sich der Regent im alleinigen Besitz aller Künste, Gewerbe und Geheimnisse wähnte und um seinen Wohlstand fürchtete, wenn den Fremdlingen diese Dinge bekannt würden. Er und seine ganze Nation meinten auch, dass sie sich als auserwähltes Volk allein im Mittelpunkt der Welt befänden. Der Regent war tatsächlich der Ansicht, dass alle Fremdlinge zu ihm kommen müssten, um von seinen außerordentlichen Landesprodukten zu kaufen und dass die Menschen auf den übrigen Punkten der Erde gar nicht die Fähigkeit besäßen, auch nur ein simples Körbchen herzustellen. Erhielt er die Nachricht, dass die Schiffe der Fremden außerordentlich künstlich gebaut wären, wurden die Berichterstatter wegen Majestätsbeleidigung geprügelt. Da die Nachrichten sich aber bestätigten, wurde ein Landesverrat angenommen, da jemand den dummen Fremden solche Wissenschaft verraten habe müssen, wie man solche schwimmenden Häuser baut, wozu doch nur Japaner fähig sein durften, weswegen man dann nach dem Verräter im Land suchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.2-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Name des japanischen Kaisers war enorm lang, worin der Monarch seine ganze Herrlichkeit, seine Geschichte und seinen Besitz aufzeichnete. Er enthielt die eingebildete unendlich lange Stammlinie, alle Dinge und Gewerbe des Landes und auch die Namen von allen Untertanen. Auch andere Personen im Land hatten sehr lange Namen, aber keiner durfte länger sein als der des Monarchen, ansonsten die Todesstrafe drohte. Der Monarch stand bei diesem Volk derart hoch, dass er nicht vom gemeinen Volk gepriesen werde durfte. Auch höheren Beamten wurde eine absurd überzogene Achtung erwiesen. Ansonsten ging es zu, wie sonst nirgends auf der Welt: Niemand hatte ein Eigentum, alles gehörte dem Monarchen. Jedem Menschen oder vielmehr jeder Klasse war genau vorgeschrieben, was er und wie viel er arbeiten und wie viel er vom Erzeugten abliefern musste. Kost, Kleidung, Wohnung und Bezirk, aus dem er sich nie entfernen durfte, waren vorgeschrieben. Ferner wurde einem Japaner vorgeschrieben, wie viel Frauen er haben und wie viele Kinder er mit ihnen zeugen durfte. Ein Japaner durfte außer an einem bestimmten Handelsplatz mit Fremden nicht handeln und er dufte keinen Fremden, unter welcher Bedingung auch immer, das sonstige japanische Land betreten lassen. Ebenso waren die Handelsartikel und der Handel an sich genau vorgeschrieben. Von den Fremden durfte nie mehr als einer als Dolmetscher verbleiben und sich dann nicht mehr von der für Fremde vorgesehenen Küste entfernen. Die Gesetze der Japaner waren im höchsten Grad tyrannisch. Es gab zehn Kasten, jede mit einigen unabänderlichen Gesetzen, und dazu noch willkürliche, abänderliche Gesetze. Japan hatte kein Staatsgesetz, sondern das lebendige Staatsgesetz war der jeweilig bestehende Fürst und seine obersten Staatsbeamten, die willkürlich Gesetze machten. Außer den hohen Staatsbeamten war niemand von der Todesstrafe ausgenommen. Kurz: Die Despotie hatte in Japan den höchsten Gipfel der Tyrannei erklommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.17-56}}; {{L|MER|9.79-81}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Ärgste im Land waren die Menschenopfer bzw. die Opferpriester. Wenn ein schlechtes Jahr das Land heimsuchte, dann wurde sogleich gepredigt, Gott habe sich erzürnt über dieses Land, daher müsse ein Opfer zur Besänftigung gebracht werden. Die Opferpriestern zogen für diesen Zweck Jünglinge und Mädchen auf, über die sie dann im Namen der erzürnten Gottheit bestimmten. Waren die Mädchen schön und üppig geworden, dann verschmähte die Gottheit die Opferung derselben und gab sie ihren Priestern zum lebenslänglichen Eigentum; die Jünglinge, ausgenommen solche von besonderer Schönheit, wurden lebendig verbrannt, oder früher enthauptet und dann erst verbrannt, oder von einem Felsen ins Meer geworfen. Diese Menschenopfer gab es zwar nur selten, aber ein Land, wo solches vorkommt, befindet sich in der allertiefsten Finsternis, und hat von einem wahren Gott die schändlichsten und elendsten Begriffe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.57-63}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Allerschlimmsten im Land gehörte auch die Ermordung überzähliger Kinder und die Verstümmelung der Geschlechtsteile desjenigen, der über die Zahl Kinder zeugte. Auch gegen das Eindringen des Christentums wurde mit unerhörter Grausamkeit verfahren. Nicht einmal ein mit aller Wundertätigkeit ausgerüsteter Wiedergeborener durfte sich in dieses Land wagen, weil er sofort als Fremdling, Unheilbringer und Aufwiegler mit der grausamsten Todesart bestraft wurde. Selbst wenn der Herr eingriff und einen Christenboten am Leben erhielt, wurde dies von den Unmenschen alles für nichtig erachtet und man versuchte jede erdenkliche Todesart, bis der Herr Seinen Abgesandten abrufen musste, um das Heiligtum nicht noch längere Zeit solch namenloser Verachtung preisgegeben zu sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.64-67}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vernichtung dieses Freisitzes des Satans (Anm.: die japanischen Monarchie) war nicht mehr fern. Die Monarchie sollte fremden Völkern preisgegeben werden. Der Herr würde über die Völkerschaften in Japan, die nichts von Ihm wissen wollten, das Gericht senden, wobei bei der Ernte das Unkraut vom Weizen geschieden und verbrannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|9.68-72}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Diese Prophezeiung aus dem Jahr 1841 hat sich mit dem Zweiten Weltkrieg erfüllt. Japan musste kapitulieren, der Kaiser wurde entmachtet, die USA übernahmen das Ruder. Die Amerikaner verhalfen Japan zu einer neuen, modernen Verfassung, die christlich beeinflusst ist, wodurch das heutige Japan entstand.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den im höchsten Grad stoischen Japanern ist in der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] noch weniger zu machen, als mit anderen [[Asiaten|asiatischen Völkern]]. Im Geisterreich halten sie sich derart verschanzt, dass es nicht leicht möglich ist, sich ihnen ohne irgendeinen Schaden zu nähern, denn ihr [[Stoizismus]] entwickelt eine eigene Art geistiger Giftluft, dem nur [[Engel]]sgeister aus dem [[Höchster Himmel|dritten Himmel]] opponieren können. [[Geister]] unterer Art dürfen diesen Ort nicht betreten, denn er ist ärger als die eigentliche [[Hölle]] selbst. Auch kein [[Teufel|Geist aus der eigentlichen Hölle]] darf sich ihnen nahen, weil es ihm sogleich tausend Mal schlechter gehen würde, als in der untersten Hölle; er würde augenblicklich gefangen, gefesselt und auf allerschrecklichste Weise gepeinigt werden, denn die stoischen Philosophien der Japaner sind den eigentlichen satanischen Maximen völlig entgegen, weil in ihnen alle [[Herrschsucht]] und auch alles andere zur Seite geschoben wird, durch welches irgend eine noch so geringe Bewertung des Wesens an den Tag gelegt werden könnte. Die bösen Geister hüten sich daher ganz besonders, in diese Gegend zu kommen. Weniger starke Geister als die stärksten Himmelsgeister müssen sich vor dieser Gegend hüten, weil sie leicht von den seltenen Prinzipien der Japaner gefangen genommen werden, die ein geistiges Gift sind, vor dem sie sich sorgfältig hüten müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|77.6-9}}; {{L|ER|77.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Japan]]&lt;br /&gt;
* [[Meduhed]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Chinesen&amp;diff=38881</id>
		<title>Chinesen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Chinesen&amp;diff=38881"/>
		<updated>2021-12-17T08:56:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Jenseits */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Confucius - Project Gutenberg eText 15250.jpg|thumb|Konfuzius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Chinesen herrscht ein [[Stoiker|stoischer Geist]], daher ist der Umgang mit ihnen sehr heikel, denn wo man eines sagt, da haben sie hundert dawider (nach Borem).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|100.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den Chinesen wird man auf der Erde außer den [[Japaner]]n kaum ein [[Volk]] finden, das so streng wie dieses seine [[Gesetz]]e und [[Lehre]]n beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass diese Menschen durchgehend Stoiker sind, ist auch aus ihrer Staatseinrichtung ersichtlich, denn die Chinesen halten (oder hielten) sich für das Volk in der Mitte, für Bewohner des himmlischen Reiches, und seine Vortrefflichkeit in Allem überwiege Alles auf der Erde. Ihr einstiger [[Kaiser]] war ein reiner Sohn des Himmels, und stammte aus der Sonne. Daher vermeidet (oder vermied) dieses Volk auch, so viel als möglich, jede Gemeinwerdung mit den übrigen Völkern der Erde, und will sich von niemanden belehren lassen; denn es weiß selbst alles am allerbesten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Chinesen ist zwar sehr verschieden von der Religion, die [[Gott]] nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab (der [[Lehre Jesu]]), dennoch waltet in ihr, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.134.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Chinesen, welche die sogenannte Religion des [[Zoroaster]] haben, sind in der eigentlichen Bildung gegen wahre [[Christen]] doch überaus weit zurück, denn sie sind [[Fatalist]]en und die strengsten [[Linealist]]en, welche in allem ihrem Tun und Lassen das &amp;quot;bis hierher und nicht weiter&amp;quot; festgestellt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie haben neben dem einen großen Gott, den sie als das höchste Wesen verehren, noch einen Menge Hausgötter, welche ihnen in kleinen Dingen behilflich sein sollen. Wenn so ein Hausgott von einem Chinesen um etwas angegangen wird, was er ihm ganz natürlich nicht gewährt, dann wird er bald seines Amtes für verlustig erklärt, darauf von seinem Standpunkt sehr unsanft herabgenommen, und drei Stunden lang geprügelt. Daraufhin wird er sozusagen pensioniert. Sind schon zu viele solcher Götter in Pension, dann wird über sie ein Glaubensgericht gehalten und ihre unnütze Asche in einen Fluss geworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.6-7}}; {{L|ER|78.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Mit der Religion der Chinesen ist vermutlich der chinesische Volksglaube gemeint, welcher auch heute noch in China am weitesten verbreitet ist unter den religiösen Chinesen. Darin werden Elemente aus allen möglichen Richtungen vereint, sicher auch Elemente aus der Religion des Zoroaster, obwohl die offiziellen Anhänger des heutigen Zoroastrismus höchstens in eher geringer Anzahl Chinesen sind. Möglicherweise ist statt dem Zoroaster eigentlich der Konfuzius gemeint. Beim chinesischen Volksglauben handelt es sich um keine Religion im westlichen Sinn; es gibt nicht einmal einen chinesischen Terminus dafür. Ob die Chinesen auch heute noch ihr Wesen mit den Hausgöttern haben, sei dahingestellt. Seit und durch den Kommunismus besteht die Mehrheit der Chinesen gegenwärtig aus Atheisten und Agnostikern.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vierzehn Flüchtlinge, die vor [[Lamech]] aus dem [[Reich Hanoch]] geflohen waren, und die [[Abel]] als [[Engel]] rettete und belehrte, wurden von ihm nach dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] mit seiner Macht in sieben Tagen und Nächten in das vorgesehene, weit entferntes Land (China) befördert, wo sie von zwei Kindern Gottes (siehe [[Urmenschheit]]) - [[Ahujel]] (&amp;quot;Sohn des Himmels&amp;quot;) und Seine Frau Aza (&amp;quot;stumme gerechte Begierde&amp;quot;) -, Enkel der Kinder [[Adam]]s vor [[Seth]], zur ewigen Lebensstärkung ihres [[Geist]]es erwartet und willkommen geheißen wurden. Abel wies die Flüchtlinge an, die beiden fortan als ihre ihnen von Gott gegebenen [[Eltern]] zu betrachten und ihnen in allem zu folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott führte die Auswanderer aus Hanoch hinaus, weil sich in ihnen ein leises Fünklein der Liebe zu zeigen anfing, damit dieses  nicht bald wieder erstickt werden möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.257.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urkirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abel gab den Flüchtlingen folgende Lebensordnung (Chinesische Urkirche):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Gedanke sei [[Gott]] und [[Wille Gottes|Sein Wille]], [[Liebe Gottes|Seine Liebe]] und [[Gnade Gottes|Gnade]]. Nach dem Sonnenuntergang sollen sie sich in diesen prüfenden Lichtgedanken ihres unsterblichen [[Geist]]es zur Ruhe begeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.32}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sie sollen sich nicht um die [[Nahrung]] für den [[Leib]] sorgen, denn wo Gott irgendein [[Land]] der [[Erde]] gesegnet hat, da werden seine Bewohner niemals [[Hunger]] leiden müssen, solange ihr Bestreben dahin gerichtet sein wird, nur den heiligsten, alles segnenden Willen des ewigen, großen Vaters stets vor [[Auge]]n und im [[Gemüt|Herzen]] zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* So sie das in aller [[Demut]] und freiwilligem [[Gehorsam]] aus reiner, uneigennütziger [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] tun werden, wird Er auch stets bereit sein, ihnen gnädigst Seinen heiligsten Willen kundzugeben, teils mittelbar durch die redende Natur, teils aber auch unmittelbar durch [[Inneres Wort|Sein eigenes, lebendiges Wort laut redend in ihrem Herzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer das auch nur einen Tag unterlassen wird, dessen Herz wird zuerst mit mahnender [[Traurigkeit]] beschwert und sieben Tage lang stumm sein. Wie der [[Erdboden]] unter den Tritten des [[Gehorsam|Folgsamen]] die edelsten Früchte bringen wird, so wird die Erde unter dem Fußtritt des [[Ungehorsam|Ungehorsamen]] zur Wüste werden, denn die unendliche Liebe und Weisheit Gottes gibt jedem das Seinige geistig und leiblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.35-36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Alle [[Mann|Männer]] und [[Frau]]en sind gleich, jedoch sollen die Frauen ihren [[Leib]], vor allem ihr Haupt bedecken, damit durch ihr verführerisches Wesen nicht der Mann zur [[Unzucht]] gereizt wird. Da die Frauen zuallernächst Kinder der Schlange und voll deren Giftes sind, sollen sie sehr züchtig und in allem ihren Männern gehorsam sein, insoweit es der allerheiligste Wille Gottes erfordert. Wollte sie ein Mann entgegen dem Willen Gottes zu etwas zwingen, dann soll es ihnen gestattet sein, ihr Haupt vor dem Mann zu entblößen und ihn lieblich an seine aus Gott hervorgehenden [[Pflicht]]en zu erinnern. Indem sie dies erfüllen, wird sie Gott mit großen Gnaden überhäufen und sie werden zur süßen Augenweide in unendlicher [[Schönheit]] des ewigen, heilige Vaters ewig und unsterblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Männer haben kein anderes [[Gesetz]] als der sich ihnen stets kundgebende heiligste Wille Gottes; wer diesen unbeachtet lässt, vor dem wird sich nach und nach der heilige Mund Gottes, wie der der [[Natur]], schließen, worauf er in ein äußerliches Gesetz gegeben wird, welches ihn zum [[Sklave]]n der [[Sünde]] und Knechte der [[Hölle]] machen wird, wenn er nicht bald sein Herz brechen, im demütigen Gehorsam reinigen und dann wieder [[Bitte|bittend]] und lange [[Gebet|betend]] es vor Gott in [[Furcht]] und [[Liebe]] tragen wird, damit Er es wieder [[Segen|segnen]] und heiligen möchte mit Seinem allerheiligsten Willen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sie sollen sich geschlechtlich ja nicht erkennen, bis Ahujel und Aza sie nach dem Willen Gottes gesegnet haben; alle [[Hurerei]] soll ferne vor ihnen sein und die [[Keuschheit]] wie ein Immergrün auf ihren Stirnen prangen. [[Streit]], [[Zorn]], [[Neid]], [[Geiz]] und [[Unzucht]] soll nie die [[Zeugung]] ihrer Kinder entheiligen, sondern Mäßigkeit in allem und die Liebe Gottes über alles soll ihre Regel sein. Wenn sie sich an diese Regeln halten, werden sie lange leben und nach ihrem Abgang von der Erde wird das [[ewige Leben]] zu ihrem wahren Lohn werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Sihiniten (Chinesen) wurde von Ahujel erlaubt, mehrere Frauen zu nehmen, jedoch von Hurerei und ungesegneter Zeugung fern zu bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahujel und seine wenigen Nachkommen leiteten die Sihiniten fünfhundert Jahre lang, wonach [[Sihin]] an der Reihe war. Ahujel und Aza brachten den Sihiniten auch die Schrift bei, womit sie deren Lehren festhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 120 Jahre nach der [[Sündflut]], von der China verschont blieb, wuchsen die Nachkommen Sihins zu einem bedeutenden Volk. Sie gerieten oft in verschiedene [[Streit]]igkeiten und bildeten [[Partei]]en, die sich in ihren [[Brauch|Bräuchen]] und [[Gottesdienst]]en unterschieden. Es entstanden eine Menge [[Sekte]]n, wodurch das Reich in sehr verschiedene Leitungs- und Lehrzweige zerfiel und so zersplittert fortdauerte bis in das Jahr 3700 nach der Erstehung [[Adams]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.9}}; {{L|HG|1.36.46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|China war fast so groß wie das Römische Reich, blieb aber lange unentdeckt, weil es nie versucht hatte, in Richtung Europa zu expandieren. Das Land war zu sehr mit inneren Machtkämpfen beschäftigt. Um 475 v. Chr. kämpften sieben Dynastien brutal um die Vorherrschaft. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 114)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Qinshihuang.jpg|thumb|Qin Shi Huang]] Zu dieser Zeit trat der Schutzmauererbauer Tschi-Hoang-Ti (weiser Alleinleiter des Volkes, Qin Shihuangdi, 259-210 v. Chr., erster Kaiser von China) auf, der dem Volk gewaltig zu predigen anfing und ihm [[Prophezeiung|prophezeite]], wie ein großes Volk unweit ihrer Landesgrenze sie heimlich ausgekundschaftet hätte. Er sagte, wenn sie nicht gemeinsam eine mächtige Mauer bauten, so würde dieses Volk massenhaft einfallen und sie allesamt übel umbringen. Er selbst habe die Macht von Gott, so lange diesem Einbruch Einhalt zu gebieten, bis die Mauer vollendet sei, jedoch nur auf zehn Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So arbeiteten dann alles, was nur Hände hatte, und die Mauer stand in achteinhalb Jahren vollendet da in einer Länge von mehr als achthundertundsiebzigtausend Mannslängen und in der Breite neun Mannslängen und in der Höhe neunzehn Mannslängen und wurde von hundert zu hundert Längen mit einem noch um zehn Längen höheren Wachturm versehen, worin abwechselnd hundert Mann Wache halten mussten, was aber nicht gar zu lange gedauert hat, da dieser [[Falscher Prophet|falsche Prophet]] sich dadurch selbst bei dem Volk entdeckt hatte, alle ihre Religionsschriften sammeln und, was darinnen nicht für seinen [[Despot]]engeist taugte, verbrennen und vernichten ließ (213 v. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.11}}; {{L|RB|2.277.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch gelang es ihm, dieses vor ihm zerteilte, große Reich wieder, freilich nur durch [[Gewalt]], zu vereinen und bei sechzig Jahre lang (60 Jahre lang offenbar dem Geist nach, natürliche Regierungszeit lt. aktueller Geschichtsschreibung 37 Jahre) als ein wahrer Usurpator zu beherrschen. Sein Sohn gleichen Namens (posthumer Titel Qin Er Shi, 230-207 v.Chr.) wurde lau und nachgiebig; dafür musste aber dessen Sohn (Ziying, gest. 206 v.Chr.), dieser beiden Usurpatoren dritter Nachfolger, bei einem allgemeinen Volksaufstand, da er die blutige Verfolgung der Frommen, mit welcher schon sein Großvater den Anfang machte, noch grausamer fortzusetzen begann, den großen Frevel mit seinem Leben bezahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Für den Bau der Mauer sollen über 300.000 Zwangsarbeiter deportiert worden sei. Der Legende nach wurden die Leichen Tausender verunglückter Arbeiter in die Mauer einzementiert. In den 14 Jahren der Qin-Dynastie wurden insgesamt über zwei Millionen Menschen getötet. Immerhin hinterließen der erste Kaiser und seine Nachfolger einheitliche Gesetze, eine gemeinsame Währung und eine offizielle Schriftsprache. In Zeiten schwacher Zentralgewalt drohten sofort Anarchie und Machtkämpfe. Bis heute wird China von starken zentrifugalen Kräften bedroht: Ost gegen West, Nord gegen Süd, arm gegen reich, offizielle Machthaber gegen Geheimbünde. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 114)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reich zerfiel dann wieder in viele Teile, bis dann endlich im Jahre der Welt 3786 nach Adam Liehu-Pang (ein Straßenräuber, Liu Bang, Gründer der Han-Dynastie, gest. 195 v.Chr.) sich ein Heer Gleichgesinnter sammelte, als Feldherr alles unterjochte und sich zum Alleinherrscher (Kaiser) und Himmelssohn aufwarf. Er sammelte, soviel es möglich war, alte, irgend noch verborgene Schriften und Sagen, ordnete die Religion, setzte [[Priester]] ein, die über das Heiligtum wachen mussten, und sonderte das Volk in gewisse Klassen oder Kasten, welche damals bei Todesstrafe niemand übertreten durfte. Dadurch gründete er das sogenannte himmlische Reich oder die große Dynastie (Han) und erweiterte dieselbe selbst über die Mauer westlich sehr bedeutend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Zeit Jesu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu gehörten die Chinesen zu den geistig rückständigen Völkern, siehe dazu [[Fortschritt#Geistiger Fortschritt|Geistiger Fortschritt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drei Reiche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge erlitt das Reich eine ziemlich starke Trennung und verlor dabei einen großen Teil der Tatarei (Heimat der Tataren - Mittelasien, Nordasien und Teile Osteuropas) und Mongolei und geriet dadurch in drei streitende Reiche (189-280 n. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedervereinigung und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später, im vierten Jahrhundert nach der großen Menschwerdung des Wortes Gottes (um 600 n.Chr., hier liegt offenbar in der Niederschrift oder der Geschichtsschreibung ein Fehler vor), wurde das Reich wieder vereint und kam unter einen mongolisch-tatarischen Herrscher (vermutlich Sui-Kaiser Wendi, 541-604), welcher sich in der Gegend des Baikalsees erhob, in und unter dessen erträglicher Leitung (dem Geist nach) es sich noch mindestens bis in 19. Jahrhundert befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In China fand man nichts als den scheußlichsten Völkerdruck. Der gepredigte Gott war nichts anderes, als der [[Satan]] selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|2.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem war China viel besser als andere Länder der [[Erde]], bis auf einige Verschlimmerungen, welche erst später durch andere Menschen eingeschleppt worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab bei den Chinesen neben vielen Dummheiten, die manchmal sogar bedeutend grausam aussahen, auch manches musterhaft [[Gut]]e. Sie waren meistens sehr nüchtern, hatten darum auch fast beständig [[Frieden]], und besaßen den größten irdischen [[Reichtum]], trotzdem sie die größte Volkszahl in der Welt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chinesen und [[Japaner]] waren duldsam, streng und nach ihrer Art gerecht. Die [[Rache]] war ihnen fremd und der [[Großmut]] eine Hauptzierde ihres [[Charakter]]s. Als solche Halbheiden waren sie dem Herrn tausendmal lieber als die [[Namenschrist|falschen Christen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.491013.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Haus|Wohnhäuser]] und [[Kleidung]] der Chinesen mussten stets dieselbe Form haben, auch waren die [[Speise|Speisen und Getränke]] für jede Klasse und für jedes Fest genau bestimmt, wie auch ihre [[Komplimente]] und ihre Reden. Es durfte nichts vervollkommnet, aber auch nichts verschlechtert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Krankheit]]en wurden klassenmäßig behandelt; die gemeinste Volksklasse wurde durch‘s Prügeln kuriert, in der Ansicht, der böse Stoff würde durch die danach aufgeschnittenen blauen Flecke hinaus befördert. Im Falle von [[Cholera]] wurde dazu noch die [[Zunge]] abgeschnitten. Das [[Militär]] wurde auf ähnliche Weise kuriert, aber es bekam noch ein Pflaster aus einer Art Pech, das ziemlich heiß auf Rücken und Bauch gestrichen wurde. Dort blieb es dann so lange, bis es von selbst abfiel. Die nobleren Klassen wurden mit [[Rhabarber]] und [[Chinarinde]] kuriert; die Hofbeamten und der Kaiser allein hatten das Recht die ganze Apotheke zu gebrauchen, die im besten Fall aber nur aus zehn Medizinen bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die rückständige traditionelle chinesische Medizin und die ihr zugrundeliegende Denkweise wurde von den chinesischen Reformern als eine der Ursachen für den Niedergang Chinas bekämpft und durch westliche Medizin und logisch-wissenschaftliche Denkweise ersetzt. Erst als der Westen in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Faible für alternative Heilverfahren entwickelte, fanden auch geschäftstüchtige Chinesen und nationalistische Politiker wieder Gefallen an &amp;quot;ihrer&amp;quot; Medizin, die aber in Wahrheit ein in China am grünen Tisch geschaffenes Konstrukt ist, das auf dem Weg in den Westen noch einmal kreativ verändert wurde. Siehe dazu [https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/paul-unschuld-ueber-kunstprodukt-akupunktur-naturarznei-qigong-a-909595.html Mit chinesischer Tradition hat das wenig zu tun]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Weg]] durfte bei den Chinesen nie über einen Grund gehen, sondern verlief entweder in einem Graben, in dem nichts wuchs, oder in dem irgend ein [[Bach]] floss. Sie bauten auch über trockenem Boden meilenweit [[Brücke]]n, damit darunter das [[Erdreich]] noch benutzt werden konnte. Diese Brücken waren zuweilen sehr schlecht und mussten von Wanderern ausgebessert werden, wenn diese durchgefallen und noch am Leben geblieben waren. Daneben gab es auch einige wenige Heerstraßen für schweres Fuhrwerk und das Militär. Diese wurden gewöhnlich neben dem Rinnsal eines Baches geführt und waren nie trocken und nie ohne Kot. Daher gingen die Chinesen meistens barfuß, wuschen sich die Füße nachdem sie die Straße verlassen hatten, und zogen erst dann ihre sehr gespitzten Sandalen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grundstück]]e waren abgegrenzt und die Anzahl der [[Kinder]], die ein Landmann oder Bürger haben durfte, in vielen Punkten bestimmt. Hatte er mehr, musste er das sogleich der Behörde anzeigen, welche ihm dann das Vertilgungsedikt erteilte. Zum Vertilgen überzähliger Kinder wurden gewöhnlich die Geburtshelferinnen gebraucht. Diese verkauften die Kinder aber auch an [[Europäer]] oder brachten sie auf einen Markt, wo auch kinderlosen Chinesen gestattet war, dergleichen Kinder anzukaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Chinesen (Anm.: des Volksglaubens) ist in der [[Jenseits|geistigen Welt]] nichts zu machen. Mit ihnen muss äußerst behutsam umgegangen sein, wenn sie für das wahre [[Reich der Himmel]] gewonnen werden sollen, denn sie sind zufolge ihres Linealismus und Terminismus durchgängig lauter Stoiker nach der Lehre ihres [[Konfuzius]]. Durch die strenge Beachtung ihrer Gesetze und Lehren gelangen sie zu jener diogenischen [[Selbstzufriedenheit]], welche sie um keinen Preis fahren lassen wollen. Wo diese Selbstzufriedenheit den höchsten Kulminationspunkt erreicht hat, da ist alles andere eine bare Null; alle Himmel und alle Herrlichkeit der [[Engel]], Selbst die allerhöchste Herrlichkeit Gottes können sich ihr gegenüber kein Übergewicht verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist schon auf der Erde schwer, einen Chinesen für etwas Besseres eingenommen zu machen, und ihn zu einem anderen [[Glaube]]n zu bringen. Den Geist eines abgeschiedenen Chinesen zur besseren Überzeugung zu bringen, ist noch viel schwerer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ahujel|Ahujel und Aza]]&lt;br /&gt;
* [[China]]&lt;br /&gt;
* [[Sihin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Chinesen&amp;diff=38880</id>
		<title>Chinesen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Chinesen&amp;diff=38880"/>
		<updated>2021-12-17T08:54:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Confucius - Project Gutenberg eText 15250.jpg|thumb|Konfuzius]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Chinesen herrscht ein [[Stoiker|stoischer Geist]], daher ist der Umgang mit ihnen sehr heikel, denn wo man eines sagt, da haben sie hundert dawider (nach Borem).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|100.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Neben den Chinesen wird man auf der Erde außer den [[Japaner]]n kaum ein [[Volk]] finden, das so streng wie dieses seine [[Gesetz]]e und [[Lehre]]n beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass diese Menschen durchgehend Stoiker sind, ist auch aus ihrer Staatseinrichtung ersichtlich, denn die Chinesen halten (oder hielten) sich für das Volk in der Mitte, für Bewohner des himmlischen Reiches, und seine Vortrefflichkeit in Allem überwiege Alles auf der Erde. Ihr einstiger [[Kaiser]] war ein reiner Sohn des Himmels, und stammte aus der Sonne. Daher vermeidet (oder vermied) dieses Volk auch, so viel als möglich, jede Gemeinwerdung mit den übrigen Völkern der Erde, und will sich von niemanden belehren lassen; denn es weiß selbst alles am allerbesten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Chinesen ist zwar sehr verschieden von der Religion, die [[Gott]] nur den Kindern aus dem Himmel aller Himmel gab (der [[Lehre Jesu]]), dennoch waltet in ihr, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.134.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Chinesen, welche die sogenannte Religion des [[Zoroaster]] haben, sind in der eigentlichen Bildung gegen wahre [[Christen]] doch überaus weit zurück, denn sie sind [[Fatalist]]en und die strengsten [[Linealist]]en, welche in allem ihrem Tun und Lassen das &amp;quot;bis hierher und nicht weiter&amp;quot; festgestellt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie haben neben dem einen großen Gott, den sie als das höchste Wesen verehren, noch einen Menge Hausgötter, welche ihnen in kleinen Dingen behilflich sein sollen. Wenn so ein Hausgott von einem Chinesen um etwas angegangen wird, was er ihm ganz natürlich nicht gewährt, dann wird er bald seines Amtes für verlustig erklärt, darauf von seinem Standpunkt sehr unsanft herabgenommen, und drei Stunden lang geprügelt. Daraufhin wird er sozusagen pensioniert. Sind schon zu viele solcher Götter in Pension, dann wird über sie ein Glaubensgericht gehalten und ihre unnütze Asche in einen Fluss geworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.6-7}}; {{L|ER|78.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Mit der Religion der Chinesen ist vermutlich der chinesische Volksglaube gemeint, welcher auch heute noch in China am weitesten verbreitet ist unter den religiösen Chinesen. Darin werden Elemente aus allen möglichen Richtungen vereint, sicher auch Elemente aus der Religion des Zoroaster, obwohl die offiziellen Anhänger des heutigen Zoroastrismus höchstens in eher geringer Anzahl Chinesen sind. Möglicherweise ist statt dem Zoroaster eigentlich der Konfuzius gemeint. Beim chinesischen Volksglauben handelt es sich um keine Religion im westlichen Sinn; es gibt nicht einmal einen chinesischen Terminus dafür. Ob die Chinesen auch heute noch ihr Wesen mit den Hausgöttern haben, sei dahingestellt. Seit und durch den Kommunismus besteht die Mehrheit der Chinesen gegenwärtig aus Atheisten und Agnostikern.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vierzehn Flüchtlinge, die vor [[Lamech]] aus dem [[Reich Hanoch]] geflohen waren, und die [[Abel]] als [[Engel]] rettete und belehrte, wurden von ihm nach dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] mit seiner Macht in sieben Tagen und Nächten in das vorgesehene, weit entferntes Land (China) befördert, wo sie von zwei Kindern Gottes (siehe [[Urmenschheit]]) - [[Ahujel]] (&amp;quot;Sohn des Himmels&amp;quot;) und Seine Frau Aza (&amp;quot;stumme gerechte Begierde&amp;quot;) -, Enkel der Kinder [[Adam]]s vor [[Seth]], zur ewigen Lebensstärkung ihres [[Geist]]es erwartet und willkommen geheißen wurden. Abel wies die Flüchtlinge an, die beiden fortan als ihre ihnen von Gott gegebenen [[Eltern]] zu betrachten und ihnen in allem zu folgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott führte die Auswanderer aus Hanoch hinaus, weil sich in ihnen ein leises Fünklein der Liebe zu zeigen anfing, damit dieses  nicht bald wieder erstickt werden möchte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.257.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urkirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Abel gab den Flüchtlingen folgende Lebensordnung (Chinesische Urkirche):&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Der erste Gedanke sei [[Gott]] und [[Wille Gottes|Sein Wille]], [[Liebe Gottes|Seine Liebe]] und [[Gnade Gottes|Gnade]]. Nach dem Sonnenuntergang sollen sie sich in diesen prüfenden Lichtgedanken ihres unsterblichen [[Geist]]es zur Ruhe begeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.32}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sie sollen sich nicht um die [[Nahrung]] für den [[Leib]] sorgen, denn wo Gott irgendein [[Land]] der [[Erde]] gesegnet hat, da werden seine Bewohner niemals [[Hunger]] leiden müssen, solange ihr Bestreben dahin gerichtet sein wird, nur den heiligsten, alles segnenden Willen des ewigen, großen Vaters stets vor [[Auge]]n und im [[Gemüt|Herzen]] zu haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.33}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* So sie das in aller [[Demut]] und freiwilligem [[Gehorsam]] aus reiner, uneigennütziger [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] tun werden, wird Er auch stets bereit sein, ihnen gnädigst Seinen heiligsten Willen kundzugeben, teils mittelbar durch die redende Natur, teils aber auch unmittelbar durch [[Inneres Wort|Sein eigenes, lebendiges Wort laut redend in ihrem Herzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer das auch nur einen Tag unterlassen wird, dessen Herz wird zuerst mit mahnender [[Traurigkeit]] beschwert und sieben Tage lang stumm sein. Wie der [[Erdboden]] unter den Tritten des [[Gehorsam|Folgsamen]] die edelsten Früchte bringen wird, so wird die Erde unter dem Fußtritt des [[Ungehorsam|Ungehorsamen]] zur Wüste werden, denn die unendliche Liebe und Weisheit Gottes gibt jedem das Seinige geistig und leiblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.35-36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Alle [[Mann|Männer]] und [[Frau]]en sind gleich, jedoch sollen die Frauen ihren [[Leib]], vor allem ihr Haupt bedecken, damit durch ihr verführerisches Wesen nicht der Mann zur [[Unzucht]] gereizt wird. Da die Frauen zuallernächst Kinder der Schlange und voll deren Giftes sind, sollen sie sehr züchtig und in allem ihren Männern gehorsam sein, insoweit es der allerheiligste Wille Gottes erfordert. Wollte sie ein Mann entgegen dem Willen Gottes zu etwas zwingen, dann soll es ihnen gestattet sein, ihr Haupt vor dem Mann zu entblößen und ihn lieblich an seine aus Gott hervorgehenden [[Pflicht]]en zu erinnern. Indem sie dies erfüllen, wird sie Gott mit großen Gnaden überhäufen und sie werden zur süßen Augenweide in unendlicher [[Schönheit]] des ewigen, heilige Vaters ewig und unsterblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Die Männer haben kein anderes [[Gesetz]] als der sich ihnen stets kundgebende heiligste Wille Gottes; wer diesen unbeachtet lässt, vor dem wird sich nach und nach der heilige Mund Gottes, wie der der [[Natur]], schließen, worauf er in ein äußerliches Gesetz gegeben wird, welches ihn zum [[Sklave]]n der [[Sünde]] und Knechte der [[Hölle]] machen wird, wenn er nicht bald sein Herz brechen, im demütigen Gehorsam reinigen und dann wieder [[Bitte|bittend]] und lange [[Gebet|betend]] es vor Gott in [[Furcht]] und [[Liebe]] tragen wird, damit Er es wieder [[Segen|segnen]] und heiligen möchte mit Seinem allerheiligsten Willen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.38}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Sie sollen sich geschlechtlich ja nicht erkennen, bis Ahujel und Aza sie nach dem Willen Gottes gesegnet haben; alle [[Hurerei]] soll ferne vor ihnen sein und die [[Keuschheit]] wie ein Immergrün auf ihren Stirnen prangen. [[Streit]], [[Zorn]], [[Neid]], [[Geiz]] und [[Unzucht]] soll nie die [[Zeugung]] ihrer Kinder entheiligen, sondern Mäßigkeit in allem und die Liebe Gottes über alles soll ihre Regel sein. Wenn sie sich an diese Regeln halten, werden sie lange leben und nach ihrem Abgang von der Erde wird das [[ewige Leben]] zu ihrem wahren Lohn werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.44}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Sihiniten (Chinesen) wurde von Ahujel erlaubt, mehrere Frauen zu nehmen, jedoch von Hurerei und ungesegneter Zeugung fern zu bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ahujel und seine wenigen Nachkommen leiteten die Sihiniten fünfhundert Jahre lang, wonach [[Sihin]] an der Reihe war. Ahujel und Aza brachten den Sihiniten auch die Schrift bei, womit sie deren Lehren festhielten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwa 120 Jahre nach der [[Sündflut]], von der China verschont blieb, wuchsen die Nachkommen Sihins zu einem bedeutenden Volk. Sie gerieten oft in verschiedene [[Streit]]igkeiten und bildeten [[Partei]]en, die sich in ihren [[Brauch|Bräuchen]] und [[Gottesdienst]]en unterschieden. Es entstanden eine Menge [[Sekte]]n, wodurch das Reich in sehr verschiedene Leitungs- und Lehrzweige zerfiel und so zersplittert fortdauerte bis in das Jahr 3700 nach der Erstehung [[Adams]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.9}}; {{L|HG|1.36.46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|China war fast so groß wie das Römische Reich, blieb aber lange unentdeckt, weil es nie versucht hatte, in Richtung Europa zu expandieren. Das Land war zu sehr mit inneren Machtkämpfen beschäftigt. Um 475 v. Chr. kämpften sieben Dynastien brutal um die Vorherrschaft. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 114)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kaiserzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Qinshihuang.jpg|thumb|Qin Shi Huang]] Zu dieser Zeit trat der Schutzmauererbauer Tschi-Hoang-Ti (weiser Alleinleiter des Volkes, Qin Shihuangdi, 259-210 v. Chr., erster Kaiser von China) auf, der dem Volk gewaltig zu predigen anfing und ihm [[Prophezeiung|prophezeite]], wie ein großes Volk unweit ihrer Landesgrenze sie heimlich ausgekundschaftet hätte. Er sagte, wenn sie nicht gemeinsam eine mächtige Mauer bauten, so würde dieses Volk massenhaft einfallen und sie allesamt übel umbringen. Er selbst habe die Macht von Gott, so lange diesem Einbruch Einhalt zu gebieten, bis die Mauer vollendet sei, jedoch nur auf zehn Jahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So arbeiteten dann alles, was nur Hände hatte, und die Mauer stand in achteinhalb Jahren vollendet da in einer Länge von mehr als achthundertundsiebzigtausend Mannslängen und in der Breite neun Mannslängen und in der Höhe neunzehn Mannslängen und wurde von hundert zu hundert Längen mit einem noch um zehn Längen höheren Wachturm versehen, worin abwechselnd hundert Mann Wache halten mussten, was aber nicht gar zu lange gedauert hat, da dieser [[Falscher Prophet|falsche Prophet]] sich dadurch selbst bei dem Volk entdeckt hatte, alle ihre Religionsschriften sammeln und, was darinnen nicht für seinen [[Despot]]engeist taugte, verbrennen und vernichten ließ (213 v. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.11}}; {{L|RB|2.277.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dadurch gelang es ihm, dieses vor ihm zerteilte, große Reich wieder, freilich nur durch [[Gewalt]], zu vereinen und bei sechzig Jahre lang (60 Jahre lang offenbar dem Geist nach, natürliche Regierungszeit lt. aktueller Geschichtsschreibung 37 Jahre) als ein wahrer Usurpator zu beherrschen. Sein Sohn gleichen Namens (posthumer Titel Qin Er Shi, 230-207 v.Chr.) wurde lau und nachgiebig; dafür musste aber dessen Sohn (Ziying, gest. 206 v.Chr.), dieser beiden Usurpatoren dritter Nachfolger, bei einem allgemeinen Volksaufstand, da er die blutige Verfolgung der Frommen, mit welcher schon sein Großvater den Anfang machte, noch grausamer fortzusetzen begann, den großen Frevel mit seinem Leben bezahlen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Für den Bau der Mauer sollen über 300.000 Zwangsarbeiter deportiert worden sei. Der Legende nach wurden die Leichen Tausender verunglückter Arbeiter in die Mauer einzementiert. In den 14 Jahren der Qin-Dynastie wurden insgesamt über zwei Millionen Menschen getötet. Immerhin hinterließen der erste Kaiser und seine Nachfolger einheitliche Gesetze, eine gemeinsame Währung und eine offizielle Schriftsprache. In Zeiten schwacher Zentralgewalt drohten sofort Anarchie und Machtkämpfe. Bis heute wird China von starken zentrifugalen Kräften bedroht: Ost gegen West, Nord gegen Süd, arm gegen reich, offizielle Machthaber gegen Geheimbünde. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 114)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Reich zerfiel dann wieder in viele Teile, bis dann endlich im Jahre der Welt 3786 nach Adam Liehu-Pang (ein Straßenräuber, Liu Bang, Gründer der Han-Dynastie, gest. 195 v.Chr.) sich ein Heer Gleichgesinnter sammelte, als Feldherr alles unterjochte und sich zum Alleinherrscher (Kaiser) und Himmelssohn aufwarf. Er sammelte, soviel es möglich war, alte, irgend noch verborgene Schriften und Sagen, ordnete die Religion, setzte [[Priester]] ein, die über das Heiligtum wachen mussten, und sonderte das Volk in gewisse Klassen oder Kasten, welche damals bei Todesstrafe niemand übertreten durfte. Dadurch gründete er das sogenannte himmlische Reich oder die große Dynastie (Han) und erweiterte dieselbe selbst über die Mauer westlich sehr bedeutend.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Zeit Jesu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu gehörten die Chinesen zu den geistig rückständigen Völkern, siehe dazu [[Fortschritt#Geistiger Fortschritt|Geistiger Fortschritt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Drei Reiche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Folge erlitt das Reich eine ziemlich starke Trennung und verlor dabei einen großen Teil der Tatarei (Heimat der Tataren - Mittelasien, Nordasien und Teile Osteuropas) und Mongolei und geriet dadurch in drei streitende Reiche (189-280 n. Chr.).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedervereinigung und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später, im vierten Jahrhundert nach der großen Menschwerdung des Wortes Gottes (um 600 n.Chr., hier liegt offenbar in der Niederschrift oder der Geschichtsschreibung ein Fehler vor), wurde das Reich wieder vereint und kam unter einen mongolisch-tatarischen Herrscher (vermutlich Sui-Kaiser Wendi, 541-604), welcher sich in der Gegend des Baikalsees erhob, in und unter dessen erträglicher Leitung (dem Geist nach) es sich noch mindestens bis in 19. Jahrhundert befand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.37.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In China fand man nichts als den scheußlichsten Völkerdruck. Der gepredigte Gott war nichts anderes, als der [[Satan]] selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|2.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotzdem war China viel besser als andere Länder der [[Erde]], bis auf einige Verschlimmerungen, welche erst später durch andere Menschen eingeschleppt worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.36.46}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gab bei den Chinesen neben vielen Dummheiten, die manchmal sogar bedeutend grausam aussahen, auch manches musterhaft [[Gut]]e. Sie waren meistens sehr nüchtern, hatten darum auch fast beständig [[Frieden]], und besaßen den größten irdischen [[Reichtum]], trotzdem sie die größte Volkszahl in der Welt waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Chinesen und [[Japaner]] waren duldsam, streng und nach ihrer Art gerecht. Die [[Rache]] war ihnen fremd und der [[Großmut]] eine Hauptzierde ihres [[Charakter]]s. Als solche Halbheiden waren sie dem Herrn tausendmal lieber als die [[Namenschrist|falschen Christen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.491013.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Haus|Wohnhäuser]] und [[Kleidung]] der Chinesen mussten stets dieselbe Form haben, auch waren die [[Speise|Speisen und Getränke]] für jede Klasse und für jedes Fest genau bestimmt, wie auch ihre [[Komplimente]] und ihre Reden. Es durfte nichts vervollkommnet, aber auch nichts verschlechtert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Krankheit]]en wurden klassenmäßig behandelt; die gemeinste Volksklasse wurde durch‘s Prügeln kuriert, in der Ansicht, der böse Stoff würde durch die danach aufgeschnittenen blauen Flecke hinaus befördert. Im Falle von [[Cholera]] wurde dazu noch die [[Zunge]] abgeschnitten. Das [[Militär]] wurde auf ähnliche Weise kuriert, aber es bekam noch ein Pflaster aus einer Art Pech, das ziemlich heiß auf Rücken und Bauch gestrichen wurde. Dort blieb es dann so lange, bis es von selbst abfiel. Die nobleren Klassen wurden mit [[Rhabarber]] und [[Chinarinde]] kuriert; die Hofbeamten und der Kaiser allein hatten das Recht die ganze Apotheke zu gebrauchen, die im besten Fall aber nur aus zehn Medizinen bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die rückständige traditionelle chinesische Medizin und die ihr zugrundeliegende Denkweise wurde von den chinesischen Reformern als eine der Ursachen für den Niedergang Chinas bekämpft und durch westliche Medizin und logisch-wissenschaftliche Denkweise ersetzt. Erst als der Westen in den 1970er- und 1980er-Jahren ein Faible für alternative Heilverfahren entwickelte, fanden auch geschäftstüchtige Chinesen und nationalistische Politiker wieder Gefallen an &amp;quot;ihrer&amp;quot; Medizin, die aber in Wahrheit ein in China am grünen Tisch geschaffenes Konstrukt ist, das auf dem Weg in den Westen noch einmal kreativ verändert wurde. Siehe dazu [https://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/paul-unschuld-ueber-kunstprodukt-akupunktur-naturarznei-qigong-a-909595.html Mit chinesischer Tradition hat das wenig zu tun]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein [[Weg]] durfte bei den Chinesen nie über einen Grund gehen, sondern verlief entweder in einem Graben, in dem nichts wuchs, oder in dem irgend ein [[Bach]] floss. Sie bauten auch über trockenem Boden meilenweit [[Brücke]]n, damit darunter das [[Erdreich]] noch benutzt werden konnte. Diese Brücken waren zuweilen sehr schlecht und mussten von Wanderern ausgebessert werden, wenn diese durchgefallen und noch am Leben geblieben waren. Daneben gab es auch einige wenige Heerstraßen für schweres Fuhrwerk und das Militär. Diese wurden gewöhnlich neben dem Rinnsal eines Baches geführt und waren nie trocken und nie ohne Kot. Daher gingen die Chinesen meistens barfuß, wuschen sich die Füße nachdem sie die Straße verlassen hatten, und zogen erst dann ihre sehr gespitzten Sandalen an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Grundstück]]e waren abgegrenzt und die Anzahl der [[Kinder]], die ein Landmann oder Bürger haben durfte, in vielen Punkten bestimmt. Hatte er mehr, musste er das sogleich der Behörde anzeigen, welche ihm dann das Vertilgungsedikt erteilte. Zum Vertilgen überzähliger Kinder wurden gewöhnlich die Geburtshelferinnen gebraucht. Diese verkauften die Kinder aber auch an [[Europäer]] oder brachten sie auf einen Markt, wo auch kinderlosen Chinesen gestattet war, dergleichen Kinder anzukaufen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Chinesen (Anm.: des Volksglaubens) ist in der [[Jenseits|geistigen Welt]] nichts zu machen. Mit ihnen muss äußerst behutsam umgegangen sein, wenn sie für das wahre [[Reich der Himmel]] gewonnen werden sollen, denn sie sind zufolge ihres Linealismus und Terminismus durchgängig lauter Stoiker nach der Lehre ihres [[Konfuzius]]. Durch die strenge Beachtung ihrer Gesetze und Lehren gelangen sie zu jener diogenischen [[Selbstzufriedenheit]], welche sie um keinen Preis fahren lassen wollen. Wo diese Selbstzufriedenheit den höchsten Kulminationspunkt erreicht hat, da ist alles andere eine bare Null; alle Himmel und alle Herrlichkeit der [[Engel]], Selbst die allerhöchste Herrlichkeit Gottes können sich ihr gegenüber kein Übergewicht verschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist schon auf der Erde schwer, einen Chinesen für etwas Besseres eingenommen zu machen, und ihn zu einem anderen [[Glaube]]n zu bringen. Den Geist eines Abgeschiedenen zur besseren Überzeugung zu bringen, ist noch viel schwerere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|75.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Ahujel|Ahujel und Aza]]&lt;br /&gt;
* [[China]]&lt;br /&gt;
* [[Sihin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Juden&amp;diff=38879</id>
		<title>Juden</title>
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		<updated>2021-12-17T08:53:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Neunzehntes Jahrhundert */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Gottlieb-Jews Praying in the Synagogue on Yom Kippur.jpg|thumb|Juden in der Synagoge am Jom Kippur (1878)]] Die &#039;&#039;&#039;Juden&#039;&#039;&#039; sind das erwählte Volk Gottes, weil sich seine Väter am längsten aus [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] von der [[Welt]] nicht betören und blenden haben lassen wollen. Mit der Zeit aber haben sich die Juden auch von dem allein wahren [[Gott]] abgewendet und sich gleich den [[Heide]]n zur Welt gewendet. Sie sind noch tauber und blinder geworden als die Heiden, denn diese haben das Verlorene doch wieder zu suchen angefangen, und viele von ihnen dann auch wieder völlig gefunden (in Jesus). Daher wurde den Juden auch noch das bisschen [[Licht]], das sie irgend verkümmert noch hatten, genommen und den Heiden gegeben, die sich danach lebendig sehnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.96.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass das Reich des Herrn sei, wurde nicht erfüllt von den Juden, weil sie den [[Jesus|Herrn]] nicht anerkannten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|478}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (wahren) Juden sind (mehr als andere Völker) [[Kinder Gottes]], was auf [[Abraham]] zurückgeht, der auch ein Sohn Gottes war und daher auch seine Nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|153.8-9}}; {{L|GEJ|1.211.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist auch durch das Wirken Jesu ersichtlich: Durch die Macht [[Evangelium|Seiner Lehre]] wurden alle Völker genötigt, unter die Juden zu treten, um deren Heiles teilhaftig zu werden; nur sie hatte der Herr zu Erben des [[ewiges Leben|ewigen Lebens]] gemacht; sie waren Sein Erbteil. (nach Jarah)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.158.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Juden gab es selbst in der entartetsten Zeit Männer, wie ihresgleichen auf der ganzen Welt wahrscheinlich nicht zu finden waren. (nach Cyrenius)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.217.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jude ist zu großen Dingen berufen und kann ein [[Engel]] sein; aber über einen schlechten und verdorbenen Juden gibt es auch keinen [[Teufel]], der noch schlechter sein könnte. (nach Petrus)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.128.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Juden werden im [[Bibel|Wort]] diejenige bezeichnet, welche im Guten der Liebe aus dem Herrn sind, und im Allgemeinen das Gute der Liebe. Dies kommt daher, weil im Wort unter Jehudah im höchsten Sinne der Herr in Ansehung des Göttlich-Guten der göttlichen Liebe verstanden wird. Dass unter den Juden im Allgemeinen das Gute der Liebe verstanden wird, hat seinen Grund darin, dass der geistige Sinn von den Personen abgezogen ist. Wer nicht weiß, dass unter den Juden im Wort diejenigen verstanden werden, die zur [[Himmlische Kirche|himmlischen Kirche]] des Herrn gehören, welches die sind, die in der Liebe zu Ihm stehen, der kann auf viele Ungereimtheiten geraten bei den Propheten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|96}}; {{S|EO|182}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetze, Sitten und Gebräuche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat durch [[Moses]] dem jüdischen Volk die Gastfreundschaft befohlen. Wer sich dagegen versündigte, war vor Gott und vor den Menschen für strafwürdig erklärt. Das Gesetz der Gastfreundschaft wurde dem jüdischen Volk deswegen so eingeschärft, um es zur [[Nächstenliebe]] zu leiten, da es sehr zur [[Habsucht]] und [[Eigenliebe]] neigte. Ein fremder Gast musste daher mit aller Aufmerksamkeit empfangen und bedient werden. (nach Johannes)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.101.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Zeit Jesu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ämter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden war es vom Tempel aus strengstens verboten, Ämter und Würden von Rom aus anzunehmen. (nach Ebahl)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.192.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufnahme ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein dem [[Hohepriester]] kam es zu, fremde, heidnische Menschen in das Judentum aufzunehmen durch die [[Beschneidung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|71.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sabbat ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Sabbat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fußwaschungen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu gab es die damals schon alte Ehrungssitte, dass entweder der Gastgeber seinen Gästen oder als Gegenehrenbezeigung ein Erster aus der Zahl der Gäste dem Gastgeber die Füße wusch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.222.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prüfung der Zwölfjährigen im Tempel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Brauch]] im ganzen Reich der Juden, dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach [[Jerusalem]] bringen mussten, wo sie im [[Jerusalemer Tempel|Tempel]] von den Ältesten, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]]en zu eigen gemacht hatten. Für solche Prüfung war eine kleine Gebühr zu entrichten. Für eine nochmalige kleine Gebühr konnten die Geprüften auf Wunsch ein Zeugnis erhalten. Wenn sich die Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst Diener des Tempels zu werden. Konnten die Eltern nachweisen, Nachkommen des Stammes [[Levi]] zu sein, ging es mit der Aufnahme in die Tempelschulen leicht, ansonsten mussten sich die Eltern in den Stamm Levi förmlich einkaufen und dem Tempel ein bedeutendes Opfer bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töchter waren von dieser Prüfung ausgenommen, außer sie wollten sich auf Antrieb ihrer Eltern auch prüfen lassen, der größeren Gottwohlgefälligkeit wegen. Sie wurden von den Altmüttern des Tempels in einer besonderen Behausung geprüft und bekamen auch ein Zeugnis. Sie konnten dann [[Ehefrau]]en der [[Priester]] und Leviten werden. Die Prüfungen dauerten nur kurz, denn es gab einige Hauptfragen, die jeder Jude seit jeher auswendig wusste, und die Antworten wurden den Kindern beigebracht. Mehr als zehn Fragen bekam kein Knabe. Wurden die ersten Fragen gut beantwortet, erließ man meist die anderen. Prüfungszeit war entweder zu [[Ostern]] (Pascha) oder zur Zeit des [[Laubhüttenfest]]es und dauerte gewöhnlich fünf bis sechs Tage. Davor erkundigten sich Tempeldiener in den Herbergen, wie viele Prüflinge anwesend waren. Man konnte sich für eine kleine Gebühr vormerken lassen und kam dadurch früher zur Prüfung. Wer das nicht tat, der gehörte dann gewöhnlich zu den Letzten für die man sich nicht sonderlich bemühte; auch Zeugnisse wurden dann zwar versprochen, blieben aber gewöhnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentlichen Prüfer waren in der Schrift kaum bewandert und wussten nicht viel mehr, als sie zu fragen hatten. Deswegen wurden sie auch ärgerlich und verdrießlich, wenn manchmal ein Knabe mit viel Geist und Talent Gegenfragen stellte oder Aufklärung verlangte. Die Ältesten und Schriftgelehrten prüften nicht, sondern hörten nur zu und fungierten als Prüfungskommissare, die erst eingriffen, wenn der Prüfer in eine unangenehme, zeitraubende Lage versetzt worden war. Wenn sich der Knabe nicht einschüchtern ließ, wurde er zurückgestellt und musste auf Antworten bis zum Abend warten. Kam dann die Stunde, wurde er unwillig geholt, musste seine Fragen wiederholen und ein Ältester oder Schriftgelehrter gab ihm dann eine sehr mystische und verworrene Antwort, durch die der Knabe nicht klüger wurde. Das dumme Volk schlug sich dabei an die Brust und bewunderte die unerforschliche Tiefe des Geist Gottes durch den Mund eines Ältesten und Schriftgelehrten und verwies am Ende einem solchen Knaben seine unbesonnene Keckheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rechtsprechung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu befand sich die [[Rechtsprechung]] in den Händen der [[Römer]]. Wer sich dagegen eigenmächtig ohne Wissen und Wollen der Römer erhob, wurde ohne Standesunterschied abgeurteilt. Die jüdische Priesterschaft hatte ein Wort vom Kaiser, das ihnen die Tempeljustiz zusicherte. Sie konnte eine weise Disziplin üben, aber bis zur [[Hinrichtung]] war noch eine große Kluft. [[Herodes]] samt den übrigen Landesfürsten hatten ein Hinrichtungsrecht, jedoch nur über ihre Diener, Knechte und Sklaven. Niemand wurde von den Römern gezwungen, dort Dienste zu nehmen, und jeder, außer etlichen Sklaven, konnte aus solchem Dienst austreten, worauf er dann unter die Jurisdiktion der Römer fiel. Ansonsten hatten Herodes und die Landesfürsten das Recht, ihnen zukommende [[Steuer]]n einzuheben, nötigenfalls auch mit Gewalt, aber ohne Hinrichtungen. Schon ein erstes Vergehen dagegen wurde mit dem Verlust des Lehensrechtes geahndet. (nach einem römischen Richter)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle [[Zauberei]] war den Juden streng verboten, wobei am Ende jede außergewöhnliche Erscheinung als Zauberei verdammt wurde. Ein jüdischer Zauberer wurde gesteinigt oder lebendig verbrannt, ein fremder Zauberer aus dem Land verbannt; wurde dem [[Jerusalemer Tempel|Tempel]] ein bedeutendes Lösegeld gezahlt, dann wurde ihm gestattet, seine Künste und Zaubereien allein den Griechen und Römern insgeheim vorzumachen. (nach Suetal)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.50.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die [[Steinigung]] betraf, gab es dafür im Tempel und in allen Schulen (Synagogen) Steine.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.20.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Juden war nach Moses geboten, Ehebrecherinnen auf dem kürzesten Weg zu steinigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.209.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sündenvergebung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Juden konnte niemand, außer allein der Hohepriester, eine Sünde, die ein Mensch an dem andern beging, wieder sühnen, und das nur zu gewissen Zeiten und durch bestimmte [[Opfer]]. Zwei Menschen, die gegeneinander gesündigt hatten, blieben so lange Feinde, bis sie der Priester und das Opfer versöhnt hatten. Dieser Umstand war mehr eine falsche Auffassung des Gesetzes, als das Gesetz selbst. Er war sehr misslich für jene Menschen, die weit von Jerusalem entfernt lebten. Um diesem Missbrauch des Gesetzes kräftigst zu begegnen und den Menschen ihre Bürde möglichst zu erleichtern, hat der Herrn jedem Menschen die höchste göttliche Liebesmacht gegeben, dass jeder seinem Beleidiger von ganzem Herzen verzeihen kann, und dass diese Verzeihung auch für alle Himmel gültig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|71.16-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertünchen der Gräber ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertünchen der Gräber wurde befohlen, damit besonders in den ersten Jahren der Verwesung die schädlichen Dünste nicht leicht durchkommen und allerlei [[Krankheit]]en bei Menschen, Tieren und Pflanzen anrichten konnten. Dabei wurden die Gräber mit gut eine Handspanne dick Ziegellehm, und wenn dieser trocken geworden war, etliche Mal mit gutem Kalk, damit die Decke nicht Sprünge bekam, übertüncht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.17.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeitrechnung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu währte, besonders in [[Galiläa]], der [[Tag]] nur bis zum jeweiligen Sonnenuntergang. Dann fing eigentlich schon der nächste Tag an. Mit dem Untergang fing die erste Nachtwache für den kommenden Tag an. Eine Nachtwache war ein Zeitraum von drei heutigen Stunden, und eine Tagesstunde war im [[Sommer]] beinahe zwei heutige Stunden lang und im [[Winter]] kaum eine, denn die sonnenlichte Zeit musste immer zwölf Stunden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.90.14}}; {{L|HIM|3.420328.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Urmenschheit]] und [[Urkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Israeliten#Geschichte|Israeliten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mosaische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mosaische Kirche brachte, so wie sie eingeführt wurde, nur wenige und meist verkümmerte Früchte, da sich die Menschen anstelle der vollkommen freiesten [[Kirche]] Gottes, die keine andere Einfriedung benötigt als bei jedem Menschen für sich das eigene Herz, in dem der [[Menschengeist|Geist]] und die [[Wahrheit]] wohnt, wo Gott von den wahren Verehrern allein erkannt und angebetet sein will, selbst eine Kirche und Ordnung geschaffen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.202.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab ein Gebot, auf jene zu hören, die auf den Stühlen Mosis und Aarons saßen, und zu tun, was sie aus dem Geist des Herrn anordneten, insofern ihre Werke gut waren. Waren ihre Werke schlecht, so sollten sie von den Stühlen verstoßen werden von den würdigsten Nachkommen [[Levi]]s. Dieses Gebot wurde erst in der Zeit der Richter von einem [[Seher]] gegeben. Die auf den erwähnten Stühlen Sitzenden verstanden es jedoch, sich sehr zu tarnen, weswegen dann statt würdiger Nachfolger Mosis und Aarons reißende Wölfe in Schafspelzen auf den heiligen Stühlen saßen, die ihre schauerlichen Gesetze als göttlichen Willen unter das Volk schleuderten. Der Herr hat diese falschen Nachkommen Mosis und Aarons durch den Mund der geheiligten Propheten oft und ernst ermahnt und sie oft mit der schärfsten Rute gezüchtigt. Aber es wurde nur eine Zeitlang wieder besser, bald darauf dann schlechter als früher. Zur Zeit Jesu hatten sie das Maß aller Schlechtigkeit voll gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.213.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Juden war vieles ein [[Verbrechen]], was bei Gott und Jesus kein Verbrechen ist und wogegen Moses kein Gesetz gegeben hat, denn sie machten sich selbst Satzungen, die eine Sünde gegen die Gesetze Moses waren, waren also selbst [[Verbrecher]]. Sie taten dies, weil sie meinten, Moses hätte ihnen ein Recht gegeben, für besondere Fälle Gesetze zu schaffen, wonach ihre Satzungen so gut wie Moses Gesetze seien. Ein Beispiel: [[Zehn Gebote|Moses befahl, die Eltern zu lieben und zu ehren.]] Nun gab es aber häufig grundschlechte Eltern, die merkwürdigerweise oft recht gute und brave Kinder hatten, welche gottergeben die Schlechtigkeit ihrer Leibeseltern wohl erkannten und darauf in Konflikt mit dem unverstandenen Gesetz Moses gerieten, die Eltern vor allem durch Gehorsam zu ehren, da doch die haarsträubenden Forderungen ihrer Eltern von anderen Geboten Moses verboten waren. Darauf sprach der vom Geist Gottes wohl durchströmte Hohepriester: &amp;quot;Stehet ab von solchen euren Leibeseltern, opfert eine Gabe statt dem schlechten Gehorsam und betet zu Gott, und es wird das besser sein für euch und durch die Gnade von oben auch für eure ungeratenen Eltern!&amp;quot; So verließen solche Kinder ihre argen Alten, brachten dem Tempel für sich und für ihre argen Alten ein Opfer und suchten dann bei guten Menschen Dienste zu bekommen, um ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Soweit war dies Gesetz ganz völlig göttlichen Ursprungs. Aber mit der Zeit haben die argen Wölfe in Schafspelz, die auf den Stühlen Mosis und Aarons saßen, dieses Gesetz verallgemeinert. Nun konnten auch ungeratene Kinder ganz guter und braver Eltern sich durch Opfer von dem Gehorsam gegen ihre Eltern loskaufen, um dann ganz frei und gewissenlos sündigen zu können. So war das Gebot Moses gleich zweifach verdrängt und an dessen Stelle eine rein höllisch-menschliche Satzung gestellt, die natürlich vor Gott, weil gänzlich wider Seine Ordnung, ein Gräuel der Gräuel sein musste. So hoben die jüdischen Priester das Gesetz Moses durch ihre [[Habsucht]] auf, gaben ein anderes Gesetz und quälten damit die armen Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.15.12-14}}; {{L|GEJ|3.212.4-7}}; {{L|GEJ|3.213.5-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Richter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange das jüdische Volk unter den Richtern stand, die allein die [[Gesetze Gottes]] aufrechterhielten, da entsprach es auch eine lange Zeit im Leben, Handel und Wandel bis auf wenige Eigenheiten völlig der [[Ordnung Gottes]]. Damals gab es noch keine eigentliche Stadt im ganzen Land, jedoch Gemeinden mit einfachen Häusern und Hütten und auf dem [[Berg]] [[Horeb]] die heilige Hütte mit der [[Bundeslade]]. Die Juden bedurften keiner festen Burg, um sich gegen auswärtige [[Feind]]e zu schützen, denn [[Jehova]] allein war ihr fester Schutz und ihr scharfes Schwert. Außer Gott kannten sie keinen Herrn, lebten im tiefen [[Friede]]n, waren leiblich und geistig gesund, und kannten keine [[Not]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.27.1}}; {{L|GEJ|7.81.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch schon zu den Zeiten [[Samuel]]s sind die Menschen träger und arbeitsscheuer geworden. Sie fingen an, die Gebote und andere Satzungen weniger zu achten und öfters zu übertreten. Nach den Ermahnungen richteten sich nur die Besseren, die Weltlichen taten es nur dem Schein nach. Die Weltjuden wurden bald reiche und angesehene Menschen und waren mit ihren Wohnhütten nicht mehr zufrieden und auch mit den von Gott verordneten Richtern nicht. Sie begannen sich vor gewissen [[Arbeit]]en zu schämen und ließen solche nur von gedungenen Knechten und Mägden verrichten. Die reichen Besitzer legten ihre Hände in den Schoß und ließen die anderen für sich arbeiten, woraus sich kleine [[Herrscher]] bildeten, die keine noch so kleine knechtliche Arbeit annehmen wollten. Diese Unart wuchs bei den Menschen von Jahr zu Jahr und von Generation zu Generation und erreichte bald jene Stufe, auf welcher der so schon zu große [[Hochmut]] keine ausreichende Sättigung mehr fand. Die Juden blickten wehmütig auf den Glanz der heidnischen Würdenträger, die in großen prunkvollen Palästen wohnten und deren Völker sich vor ihnen bis in den Staub beugten. Sie wollten auch einen glanzvollen, weltlichen König haben, eine [[Stadt]] und feste Burgen, da sie sich für das mächtigste Volk der Erde hielten, und waren nicht mehr zufrieden mit der reinsten Herrschaft Gottes durch [[Seher]] und Richter. Gott wollte dem dummen Verlangen des Volkes aber nicht gleich nachkommen, sondern warnte es und zeigte ihm all die bösen Folgen, die es unter dem König zu erwarten hätte, jedoch stießen die [[Prophet]]en auf taube Ohren. Darauf gab Gott dem Volk [[Saul]] als ersten König und ließ ihn salben durch [[Samuel]]. Dies tat Gott zur Demütigung der aufgeblasenen Juden und zur Unterdrückung der wechselseitigen [[Herrschsucht]] derselben. Nicht in der Liebe, sondern im Zorn gab Gott den törichten Juden, die auch durch eines Königs Glanz ein großes Volk sein wollten, einen König, der sie hernach knechtete und zu lauter gemeinen Dienern und Sklaven machte. Als das Volk nun einen König hatte, der ihm sofort schwer zu erfüllende [[Gesetz]]e gab, da fing es an, immer mehr zu sinken, bis auf den Punkt der äußersten Verworfenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.27.1-2}}; {{L|GEJ|6.76.2-5}}; {{L|GEJ|7.81.8}}; {{L|HIM|2.431007.2}}; {{L|RB|2.215.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Könige ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saul besaß eine feste Burg, aber noch keine eigentliche Stadt. Es entstanden [[Krieg]]e mit den [[Philister]]n; die Väter mussten ihre Söhne und besten Knechte vom König in den Krieg nehmen lassen und dazu noch ihre besten Tiere hergeben. Samuel meinte, das Volk werde durch solche Züchtigung reuevoll wieder zur [[Gottesregierung]] zurückkehren, aber das war nicht der Fall. Es wollte einen mächtigeren und weiseren König, und Samuel salbte den [[David]], der bald die Stadt [[Bethlehem]] erbaute und zur Stadt [[Jerusalem]] den Grund legte. Sein Sohn [[Salomon]] baute mit großen Kosten und mit großer Pracht die Stadt Jerusalem und den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]]. Dabei versank das Volk schon in eine große Armut und musste sich allerlei Nöte gefallen lassen. (nach einem weisen Rabbi)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.81.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Davids war das jüdische und israelitische Volk von wilder und tierischer Natur und erfreute sich an jährlichen [[Raub]]zügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|108}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwölf Stämme [[Israel]]s teilten sich nach [[Salomo]] in zwei Reiche, das Jüdische und das Israelitische. Das Jüdische Königreich stellte das himmlische Reich oder das Priesterliche des Herrn, und das Israelitische Königreich stellte das geistige Reich oder das Königliche des Herrn vor. Letzteres wurde zerstört, als nichts Geistiges bei ihnen mehr übrig war. Das Jüdische Reich wurde erhalten, um des Wortes willen und weil der Herr in ihm geboren werden sollte. Als sie aber das Wort gänzlich geschändet hatten und daher den Herrn nicht erkennen konnten, da wurde auch ihr Reich zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|350}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Babylonische Gefangenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vierzig Jahre ließ Jehova die zu arg gewordenen Juden in der babylonischen Gefangenschaft elend schmachten, wie die schlechtesten Lasttiere sind sie behandelt worden, mit der Kost der Schweine und Hunde sind sie gefüttert worden; die lieblichen Töchter der Juden sind unter Geißelung und allerlei Martern von den übermütigen Babyloniern bei Tag und Nacht geschändet worden bis zum Tod, ebenso die Knaben und Jünglinge, die zuvor verschnitten wurden. Durch solche Lektion wurden all die hohen und stolzen Juden aber dennoch nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.137.7}}; {{L|GEJ|2.207.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Propheten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die vierzig Jahre lang dauernde babylonische Gefangenschaft stimmte die Juden nicht um, wieder zur Gottesregierung zurückzukehren; sie mussten wieder gleich den Heiden Könige, [[Priester]] und [[Hohepriester]] haben. In dieser Zeit sandte Gott die meisten [[Prophet]]en, um das Volk zu Ihm zurück zu rufen, aber dieses war durch die Könige und Priester schon zu finster und taub gemacht und verstand nichts mehr von dem was ihm die Propheten verkündeten. Stattdessen wurden die Sendlinge von den Königen und Priestern mit blinder Rache und Wut verfolgt. (nach einem weisen Rabbi und Josoe)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.81.11-12}}; {{L|GEJ|2.207.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab große und kleine Propheten bei den Juden, und wenn sie redeten, so redeten sie aus Gott und Gott rechtete und redete aus ihnen stets in der ersten Person, siehe z.B. {{B|Jes|51|15-16}}. Auch wenn der Prophet so redete, als wäre er selbst der Herr, so war er es dennoch nicht, sondern der Geist des Herrn redet nur durch den Mund des Propheten. (nach Joseph)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|153.10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung durch die Römer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer fanden die Juden in ihrem Haus berauscht und schlafend vor, banden und beraubten sie und machten sie zu ihren Sklaven {{B|Mt|12|29}}. Dies geschah den Juden vollkommen recht, da sie völlig von Gott abgefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.185.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hätten jene, die auf dem Stuhl Mosis und Aarons saßen (die Priester) den ewig wahren Grundsatz der [[Nächstenliebe]] befolgt, der da lautet &amp;quot;Was du vernünftigermaßen nicht willst, dass man es dir täte, das tue auch deinen Mitmenschen nicht!&amp;quot;, wären sie nie von den [[Römer]]n unterjocht worden. Aber da sie nicht mehr dem alten [[Gesetz]] treu blieben, das für alle Menschen gleich gegeben ward, und sich stattdessen eigene Satzungen machten nach ihren Gelüsten, so hatte Gott auch Sein Angesicht von ihnen abgewendet und sie unter die scharfe Zuchtrute der Heiden gegeben, unter der sie auch ihrer großen und groben Halsstarrigkeit wegen belassen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|22.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den argen Zustand der Gelehrten und Priester, die den Tempel völlig entweiht hatten und die die ärgsten Gegner des Herrn waren, beschrieb Jesus folgendermaßen: Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben. Sie waren allzeit wider Gott und glichen vollkommen reißenden Wölfen in Schafspelzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden waren in Rom sehr schlecht angeschrieben und die [[Griechen]] waren gewissermaßen die geheime [[Polizei]] über die Juden, indem zwischen den beiden Völkern eine starke Spannung wegen des [[Handel]]s und [[Streit]] wegen des Vorranges in Rom herrschte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.111.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Römer anerkannten das wahre alte Judentum, aber die neuen Satzungen der [[Pharisäer]], deren eigenen Unglauben und himmelschreienden Betrügereien aller Art verachteten sie sehr. (nach einem römischen Hauptmann)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.118.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Messias ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu war das Judentum um vieles ärger als das [[Heidentum]] gefallen, denn bei den Heiden galt noch die [[Vernunft]] etwas, während sie bei den Juden mit Füßen getreten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.149.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Juden sagten, sie seien Kinder Gottes, im Herzen glaubten sie aber nicht einmal, dass es einen Gott gibt. (nach Julius)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.244.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Judentum war nur noch ein Zerrbild des rein Göttlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.148.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen den Juden und Griechen gab es immer wieder Reibungen, zumeist auf Grund des verschiedenen Glaubens an Gott und der ebenso verschiedenen [[Gotteserkenntnis|Erkenntnis desselben]]. Dabei waren die Griechen den schwerfälligen Juden in der [[Dialektik]] bei weitem überlegen, weswegen es nicht selten zwischen beiden Parteien zu blutigen Tätlichkeiten kam. (nach Cyrenius)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.27.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Beurteilung eines Römers bedurfte die Lehre der Juden wie keine auf der weiten Erde einer gänzlichen [[Reformation]], da sie sich sonst keine fünfzig Jahre mehr halte. Gegen ihre Gotteslehre und ihren Gottesdienst wären selbst die schändlichen Bacchanalien Roms eine wahre Sonne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine kleine Minderheit von Heiden beherrschte das einst so mächtige Gottesvolk, was eine ewige Schmach und Schande war. Die Kinder der Schlange waren weiser und biederer als die Kinder des Lichtes. Die Heiden mussten dem jüdischen Volk Recht schaffen und für dessen Witwen und Waisen sorgen, da es die jüdischen Ältesten, Pharisäer und Schriftgelehrten nicht taten, sondern die Witwen und Waisen im Gegenteil ausbeuteten und versklavten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.17.1-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Kirche]], die zuerst bei den Kindern Israels, später bei den Juden bestand, war infolge der Verfälschung und Verdrehung des [[Wort Gottes|göttlichen Wortes]] ganz und gar zerstört worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|121b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Schriften der Juden gab es zur Zeit Christi nur wenig Abschriften, vollkommene kaum zehn, wobei diese den Laien unzugänglich waren. Die allein als echt geltende Schrift wurde im Heiligtum des Tempels aufbewahrt. Nur der Hohepriester, die Oberpriester und Schriftgelehrten durften daraus lesen. Die [[Samariter]] besaßen eine elfte Schrift, die aber laut den Templern falsch war und eine Menge dichterische Zusätze enthielt. Als die Römer das jüdische Reich eroberten, mussten alle Einrichtungen des Tempels und alle seine Bücher zur Einsichtnahme ausgeliefert werden. Drei Jahre lang wurden von allem und jedem getreue Abschriften genommen. Diese kursierten dann unter den Römern und Griechen. Auch gab es günstig erhältliche Übersetzungen in viele Sprachen. (nach Ältesten und Schriftgelehrten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4}}; {{L|DTT|11.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüdischen Priester waren ganz materiell geworden und fassten die Schrift daher auch nur ganz materiell auf. Sie hatten von einem inwendigen, geistigen Sinn keine Ahnung, da sie nicht einmal mehr die [[Entsprechung|entsprechende Bildersprache]] verstanden, in der Moses und noch eine Menge anderer Seher und Weiser geschrieben hatten zu ihren Zeiten. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.97.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Taufe]]n war nur den [[Priester]]n und den erwiesen dazu berufenen [[Prophet]]en gestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.5.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden (das Judentum) wurden auf dem Tisch des Herrn als einer gebratenen [[Meerzwiebel]] entsprechend beschrieben. Sie sind zwar eine Wurzel, die am Meer der [[Gnade Gottes|göttlichen Gnade]] wuchert und völlig durchgebraten wurde am Feuer der [[Liebe Gottes|göttlichen Liebe]], dennoch ist sie eine schlechte Speise und ein höchst mageres Gericht am Tisch des Herr und niemand wird danach greifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|238.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott erbarmte sich trotz allem Seines Volkes und sendete den [[Messias]], den [[Simeon]] im Tempel erkannte, [[Jesus Christus]]. Aber die herrschsüchtigen Tempeljuden verfolgten Ihn und die zu Ihm standen mit der größten Rachgier über alle Maßen. Dadurch machten sie ihr böses Maß voll (und besiegelten ihren Untergang). (nach einem weisen Rabbi)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.81.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kam, wie da ein Prophet geredet hat, freilich auch damals schon zu tauben Ohren: &amp;quot;Er kam zu den Seinen in sein Eigentum, und die Seinen haben Ihn nicht erkannt und nicht aufgenommen!&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|22.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Weltweisheit|hochweltweise]] Priestertum der Juden wollte keinen demutsvollen, armen und glanzlosen Messias, sondern eine fürchterliche Schreckensgestalt, feurig strahlend mehr als die [[Sonne]], von Myriaden [[Engel]]n begleitet und nur im Tempel Wohnung nehmend, alle [[Herrscher]] vernichtend, die Juden völlig unsterblich machend, ihnen alles [[Geld]] der [[Erde]] verschaffend, wenigstens ein paar hundert Berge herumschleudernd und alles arme und schmutzige Gesindel hinrichtend. Dann hätten sie an Ihn geglaubt und sich vor Ihm gebeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.5.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Messias kam nicht in die Welt, um den Juden das wiederzugewinnen, was ihre Väter und Könige an die Heiden verloren hatten, sondern nur, um das wiederzubringen, was [[Adam]] verloren hatte für alle Menschen, die je auf der [[Erde]] gelebt hatten und noch leben werden. {{B|Joh|3|17}} Jesus hatte allen den Weg von der Erde in die Himmel geöffnet. Das neue Reich, das Er auf dieser Erde gegründet hatte, war kein materielles unter Krone und Zepter, sondern ein Reich des Geistes, der [[Wahrheit]], der rechten Freiheit aus der Wahrheit, unter der alleinigen Herrschaft der [[Liebe]]. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den [[Tod]] nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und [[Jesajas]] geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.62.5-9}}; {{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne [[Johannes der Täufer|Johannes den Täufer]] und Jesus wäre im Land der Juden jeder Funke der wahren [[Gotteserkenntnis]] erstickt worden. Es war daher notwendig, dass Gott Selbst als Mensch in diese Welt kam, um allen Menschen, die noch eines guten [[Wille]]ns waren, das verlorene Licht des Lebens wiederzubringen und ihnen von neuem die Wege zur wahren Gotteserkenntnis zu zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.149.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Herr in die Welt kam, war das das Ende der [[Zweite Kirche|zweiten Kirche]], zu der das Judentum gehörte. Er hielt damals ein [[Jüngstes Gericht]] über alle von der ersten Gründung jener Kirche an, und zugleich über alle, welche von der [[erste Kirche|ersten Kirche]] noch übrig waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden leugneten, dass der Herr der Messias, der Sohn Gottes sei, dass Sein Menschliches göttlich sei. Sie setzten das Menschliche des Herrn mit dem eines anderen Menschen gleich, konnten daher Sein Göttliches nicht denken, obgleich Er Sohn Gottes genannt wird, geboren von Ewigkeit und gleich dem Göttlichen des Vaters, und deshalb haben sie Ihn gekreuzigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|504}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stockblinden Juden, die Kinder [[Abraham]]s, [[Kreuzigung|kreuzigten den Herrn]], um den Moses zu retten. Sie waren verstockt und wollten die große Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkennen, sondern ihr Heil im Pfuhl der Welt suchen. Das nützte den alten Moseshelden aber nichts. Einst das erste Volk der Erde, standen sie in der Folge ohne Heimat und ohne die Gnade des Herrn da. Dem jüdischen Volk wurde alle Gnade, alles Licht und alles Recht genommen und den Heiden gegeben, denn diese hatten als Blinde erkannt, was die sehenden Juden verwarfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.480803.5}}; {{L|RB|1.81.8}}; {{L|GEJ|2.182.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertreibung aus dem gelobten Land ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl alles Heil zur Zeit Jesu über die ganze Erde ausging vom Stamme [[Juda]], wurde den Juden das dem David verheißene Reich nach der Aussage [[Daniel]]s weggenommen und den Heiden gegeben und die Nachkommen des Sohnes der [[Hagar]] herrschten über die Nachkommen Isaaks. Dies geschah, weil das Herz vieler Juden, die Gottes Wort und Gebote hatten, voller Lüge und Betrug, Zank, Zorn, Ehebruch und aller Hurerei war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.107.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerusalem wurde zerstört und die Juden unter alle Völker der Erde verstoßen. Bei fremden Völkern hatten sie ihr Auskommen zu suchen. Der Name &amp;quot;Volk&amp;quot; wurde ihnen genommen und weiterhin waren sie kein Volk mehr. Sie hatten kein eigenes Land, keinen eigenen König und somit auch keine Heimat. Wo immer sie sich aufhielten, wurden sie verfolgt und missachtet. Diese Juden stellten im Gleichnis der Königlichen Hochzeit {{B|Mt|22|1-14}} sämtlich jenen Menschen dar, der zur Mahlzeit des Herrn erschien und kein hochzeitliches Kleid anhatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640401b.5}}; {{L|GEJ|2.182.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jesus bei den Heiden mehr Glaube und Liebe gefunden hat als bei den Juden, deren Führer Ihn als [[Prophet#Falsche Propheten|falschen Propheten]], [[Betrüger]], [[Revolution|Volksaufwiegler]] und einen mit dem [[Satan]] im Bunde stehenden [[Zauberer]] erklärten, und Ihm nach dem Leben trachteten, je mehr die einfachen Juden an Ihn glaubten, wurde den Juden das Licht der ewigen Wahrheit (Jesus) genommen und den Heiden gegeben. Die Gnade aus den Himmeln wurde nach [[Europa]] verpflanzt. Jerusalem und der Tempel wurden völlig vernichtet. Der Tempel wurde dann zwar aufzubauen versucht, wobei jedoch aus der Erde ein mächtiges Feuer stieg, welches die Bauleute und das Material übel zurichtete. Es gab mehrere solche missglückten Versuche, bis mächtige Heidenstämme von Morgen (Osten) und Mittag (Süden) in das Land der Juden eindrangen und es verwüsteten. Die Juden verloren ihre Heimat und wurden in alle Welt verstreut, wo sie alle Schmach und Verfolgung zu ertragen haben, als Zeugnis ihres [[Unglaube]]ns und ihrer [[Lieblosigkeit]] und weil sich ihre [[Priester]] und [[Gelehrte]]n eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und dafür ihre sehr weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn, den die Handhabung ihrer Menschensatzungen abwarf, gemästet hatten. Ihre Heimat werden sie nie mehr wieder erlangen. Den ihnen verheißenen Messias werden sie vergeblich erwarten, denn dieser ist Jesus allein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|152.12-17}}; {{L|DTT|26.4-9}}; {{L|GEJ|5.189.6}}; {{L|GEJ|10.146.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Wie ist die Staatsgründung Israels zu verstehen, wenn die Juden ihre Heimat nie mehr wieder erlangen sollen? Die Antwort ist im Grunde einfach: Israel ist nicht religiös jüdisch, sondern zionistisch, jüdischnational und säkular. Im Judentum als Religion wird eine gewaltsame Einnahme des gelobten Landes abgelehnt, weswegen sich orthodoxe Juden in Israel dem Militärdienst verweigern. Religiöse Juden sehen sich in Israel sogar verfolgt, siehe z.B. [http://www.israelversusjudaism.org/ www.israelversusjudaism.org]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neunzehntes Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden lebten in der ganzen Welt zerstreut am nächsten zu den vielen christlichen [[Sekte]]n. Sie wälzten sich überall im übelsten Weltschlamm, um ihren Gold- und Silberdurst zu stillen. Sie benahmen sich wie [[Schwein]]e und glichen den Schweinen, welchen die Menschen überall etwas Speck wachsen lassen, damit, wenn es ihnen mager geht, sie sich wieder von dem goldenen und silbernen Fett der Juden können unterspicken lassen. Dem Juden war, geistig genommen, jede Kost recht; er war dem [[Christen]] Christ, dem [[Türken]] Türke, dem [[Heide]]n Heide, dem [[Chinese]]n ein Chinese, den Fetischdienern ein [[Fetisch]], nur um sich aller derer Gold, Silber und Edelsteine verschaffen zu können. Ihm war, gleich dem Schwein, selbst der barste Dreck nicht unwillkommen; für&#039;s [[Geld]] war er um alles zu haben und es gab nur sehr wenige Ausnahmen. Die Besten waren in geistiger Hinsicht wertlos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Juden waren zwar die großen geistigen Anlagen noch vorherrschend vorhanden, aber diese Anlagen wurden zu eitel Schlechtem verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Viele Juden waren wohlhabende Bankleute, Händler und Spekulanten; Krisen gingen auch schon in den vorherigen Jahrhunderten oft mit Judenverfolgungen einher, wobei es dabei letztlich doch immer um das Vermögen der Juden ging, obwohl freilich andere Gründe vorgeschoben wurden. Auch im Falle des Holocaust war diese Motivation allzu offensichtlich. Was die großen geistigen Anlagen betrifft, dürften diese auch heute noch vorhanden sein. Zum Beispiel machen die Juden nur zwei Prozent der amerikanischen Bevölkerung aus, haben aber ein Drittel der amerikanischen Nobelpreise gewonnen. (Quelle: Der Spiegel 2014, Nr. 10, Seite 119) Nobelpreise allerdings werden ausschließlich für materielle Errungenschaften vergeben; die Stiftung sieht sich durchaus nicht Gott oder dem Guten verpflichtet. Auch BlackRock unter Larry Fink lässt sich als Beispiel verwenden: Der weltgrößte Vermögensverwalter ist zwar überaus erfolgreich, aber da geht es nur um Profit, siehe dazu [https://youtu.be/x8a6C7MSfwM Geld regiert die Welt]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortwährende Kriege im Gelobten Land ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das wahre Reich Gottes auf Erden, die [[Evangelium|Lehre des Herrn]], seitens der [[Satanisten|Teufel der Hölle, die durch Lug und Trug in Menschengestalt auf Erden schalten und walten]], eine große Gewalt erleidet, wird dies auch äußerlich sichtbar z.B. an den vergangenen und gegenwärtigen Kriegen im [[gelobtes Land|gelobten Land]], das dadurch zu einer Wüste gemacht und vernichtet wird. Die schweren Kämpfe entstehen deswegen, weil die sich im [[Falsch]]en und [[Böse]]n befindenden Menschen, deren Zahl übergroß ist, der Lehre aus den Himmeln wegen nicht zuvor von der Erde vertilgt wurden, da eben diese Lehre der Kranken, Tauben und Blinden und nicht der Gesunden wegen gegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.144.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden warten immer noch auf einen [[Messias]], der sie einmal wieder in ihr altes gelobtes Land zurückführen und aus ihnen ein großes wundermächtiges Volk machen soll. Aber dieser Messias wird nimmer kommen, und sie werden bleiben bis an das Ende der Zeiten, was sie sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden wurde seit dem [[Letztes Gericht (1757)|Letzten Gericht im Jahre 1757]] der Verkehr mit den Christen untersagt, außer mit solchen, welche außerhalb der Städte herumschwärmen. Die Juden werden nach dem [[Leibestod|Tod]] in zwei große Städte geführt, welche sie vor dem Gericht Jerusalem, nach demselben aber anders nannten, weil nach dem Gericht unter Jerusalem die [[Neue Kirche|Kirche verstanden wurde, in welcher der Herr allein angebetet wird]]. In ihren Städten werden ihnen bekehrte Juden vorgesetzt, welche sie ermahnen, nicht schimpflich von Christus zu sprechen, und diejenigen bestrafen, die es gleichwohl tun. Die Gassen dieser Städte sind voller [[Kot]], der bis zu den Knöcheln geht, die Häuser voller Unreinheiten, nach welchen sie auch riechen, weshalb man nicht zu ihnen hingehen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Juden erscheint zuweilen ein [[Engel]] mit einem Stab in seiner Hand und bringt sie auf den Glauben, dass er [[Moses]] sei. Er ermahnt sie abzustehen von dem Wahnsinn, auch hier noch den Messias zu erwarten; Christus sei der Messias, der sie und Alle regiere, er wisse es, und habe auch von Ihm etwas gewusst, da er noch in der Welt gewesen. Sie gehen aber davon und der Großteil vergisst es. Die es aber behalten, werden in Synagogen geschickt, die aus Bekehrten bestehen. Dort werden sie unterrichtet und die den empfangenen [[Unterricht]] annehmen, denen werden neue [[Kleider]] gegeben statt den zerrissenen, in welchen sie vorher waren. Auch wird ihnen das Wort gegeben, zierlich geschrieben, und eine [[Wohnung]] in einer nicht unreinlichen Stadt. Die es aber nicht annehmen, werden in Höllen, Wälder und Wüsten geworfen, wo sie untereinander Straßenraub treiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden handeln im Jenseits mit mancherlei Dingen, besonders mit [[Edelstein]]en, die sie sich auf unbekannten Wegen aus dem Himmel verschaffen, wo es Mengen an Edelsteinen gibt. Dieses Handeln mit Edelsteinen bezieht sich darauf, dass sie das [[Bibel|Wort]] in seiner Grundsprache lesen, und seinen buchstäblichen Sinn heilig halten, die Edelsteine aber dem buchstäblichen Sinn des Wortes entsprechen. Diese verkaufen sie an jene Heiden, die um sie sind. Sie können auch künstlich ähnliche nachmachen, die die Einbildung erregen, dass es echte seien. Diese werden aber von ihren Vorgesetzten streng bestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden wissen weniger als Andere, dass sie in der [[Jenseits|geistigen Welt]] sind, sondern meinen, sie seien noch in der [[Welt|natürlichen Welt]], und dies darum, weil sie ganz äußerliche Menschen sind, und über ihre Religion nicht von Innen heraus nachdenken, weshalb sie auch noch vom Messias ebenso reden wie früher, nämlich dass er mit [[David]] komme, schimmernd von Diademen ihnen vorangehe und sie in das Land [[Kanaan]] einführen werde, wobei er auf dem Weg mittelst Erhebung seines Stabes, die Flüsse, über die sie gehen sollen, austrocknen werde. Ferner, dass die Christen, welche sie untereinander auch Heiden nennen, dann die Zipfel ihrer Kleider anfassen, und sie flehentlich bitten werden, sie begleiten zu dürfen; und dass sie die Reichen je nach ihrem Vermögen mitnehmen, dass aber auch diese ihnen dienen werden. Was im Wort unter Kanaan usw. verstanden wird, wollen sie nicht wissen. Sagt man ihnen, dass jenes Land sie nicht alle fassen könne, so antworten sie, es werde dann vergrößert werden. Sagt man ihnen, sie wissen ja nicht, wo Bethlehem liege, und wer aus dem Stamme Davids sei, so antworten sie, dass der kommende Messias es wisse. Fragt man sie, wie denn der Messias mit solchen Bösen zusammenwohnen könne, so sagen sie, sei seien nicht böse. Hält man ihnen entgegen, dass doch Moses sie in seinem Lied als die Schlimmsten beschreibe {{B|5. Mose|32|1-43}}, dann sagen sie, Moses sei damals erzürnt darüber gewesen, dass er abtreten müsse. Sagt man ihnen, dass Moses dies auf Befehl Jehovas geschrieben habe, dann schweigen sie, und gehen weg, um sich Rat zu holen. Sagt man, sie stammen von einer Kanaaniterin ab, und seien aus der [[Hurerei]] des [[Juda]] mit seiner Schwiegertochter {{B|1. Mose|38|1-30}} entsprungen, so geraten sie in Zorn, und sagen, es genüge, dass sie von [[Abraham]] abstammen. Sagt man ihnen, dass inwendig im Wort ein geistiger Sinn sei, der allein von Christus handle, so antworten sie, es sei nicht so, inwendig im Wort sei nichts als Gold, und dergleichen mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|82}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden spielen im Geisterreich eine überaus niedrige und keiner Beachtung werte Rolle. Sie sind dort, was sie hier sind, Schacherer nämlich, nur mit dem Unterschied, dass sie hier in menschlicher Form unter den Menschen wandeln, jenseits aber meistens in der ihnen allerverhasstesten Gestalt der Schweine zum Vorschein kommen; freilich nicht für jedermann ersichtlich, auch unter ihnen nicht, sondern nur vom reinen Licht der Wahrheit aus betrachtet. In der Geisterwelt gibt es keinen magereren Himmel, als den jüdischen, denn sie schachern auch dort; der Glanz des Goldes ist ihnen mehr als das intensivste Licht der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juda]]&lt;br /&gt;
* [[Judentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Wiedergeborener&amp;diff=38878</id>
		<title>Wiedergeborener</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Wiedergeborener&amp;diff=38878"/>
		<updated>2021-12-17T08:34:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Wiedergeborene wären eine Art Karthäuser oder Trappisten */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Saint Pierre tentant de marcher sur les eaux by François Boucher.jpg|thumb|Jesus war schon zu Leibeslebzeiten ein geistig Wiedergeborener]] Ein geistig &#039;&#039;&#039;Wiedergeborener&#039;&#039;&#039; ist ein Herr aller der von [[Gott]] ausfließenden Kräfte und durch diese auch ein Meister aller [[Kreatur]] geistig und materiell und für sich durch gar keine Kraft mehr zerstörbar und befindet sich im [[ewiges Leben|ewigen Leben]]. Dies ist der Inbegriff der gesamten [[Evangelium|Lehre des Herrn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.215.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Über einen geistig Wiedergeborenen hat der [[Satan]] alle Macht für ewig verloren; der Wiedergeborene wird sein Richter sein wie auch aller jener, die der Satan an sich gerissen hat, und die ihm wieder entrissen werden für ewig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.226.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wiedergeborene im Geiste gibt es erst seitdem der [[Menschensohn]] (Jesus) das Ihm Übertragene in aller Fülle vollendet hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.69.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Mensch]] wird durch die [[geistige Wiedergeburt]] erst zu einem vollkommenen Menschen, dem die ganze [[Natur]] in allem und jedem ohne irgendeinen möglichen weiteren Schaden für sein ganzes Wesen zu Gebote und zum vollen Genuss steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.540224.10}}; {{L|GEJ|3.179.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein völlig wiedergeborener Geistmensch braucht nicht mehr zu fragen und zu sagen: &amp;quot;Herr, was ist dies und was ist jenes?&amp;quot; Er dringt dann selbst in alle Tiefen der [[Weisheit Gottes|göttlichen Weisheit]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.151.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit der geistigen Wiedergeburt ist der Mensch ein wahres [[Gotteskind]], geworden durch die [[Gnade]], die eine freie Macht der [[Gottesliebe]] im [[Gemüt|Herzen]] des Menschen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.2.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zustand der [[Umbildung]], der dem Zustand der Wiedergeburt vorangeht, ist der Mensch in völliger [[Freiheit]], nach der [[Vernunft]] seines [[Verstand]]es zu handeln; der Verstand spielt die erste und der [[Wille]] die zweite Rolle. Im Zustand der Wiedergeburt ist es gerade umgekehrt - immer aber handelt der Verstand vom Willen her, nicht der Wille durch den Verstand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|105}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde ein Mensch geistig wiedergeboren, dann beginnt in seinem ganzen Wesen eine andere Tätigkeit zu wirken. Sein Schauen, Hören, Fühlen und Empfinden wird ein anderes. Alle seine [[Gedanke]]n werden zu [[Form]]en, die er schaut, und sein [[Wille]] wird zur vollbrachten [[Tat]]. Seine Worte werden bestimmt und einen sich mit dem [[Gedanke]]n und mit dem Willen. Er befindet sich jenseits von [[Raum]] und [[Zeit]], für ihn gibt es nur eine [[Gegenwart]], in welcher sich eine ewige [[Vergangenheit]] und eine ewige [[Zukunft]] freundlich die Hände bieten und sein Auge sieht endlos ferne Dinge so nahe wie sein eigener Gedanke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein geistig Wiedergeborener ist nicht untätig, sondern wird sogar noch tätiger. Er ist vergleichbar einem Studenten, der erst studierte, und nachdem er sich die nötigen Erkenntnisse angeeignet hatte, ein Amt überkommt, und erst richtig tätig wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|127.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus den Gewässern der erbarmenden Liebe geistig Neugeborenen sollen gleich der [[Sonne]] sein. Ihr Licht soll überall leuchten und ihre Wärme die [[Schwach]]en beleben und die [[Stark]]en befruchten zur Nahrung der Schwachen, damit &#039;&#039;eine&#039;&#039; [[Gemeinschaft]] sei unter den Kindern eines und desselben Vaters.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.5.34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ein geistig vollkommen wiedergeborener Mensch nur &#039;&#039;ein&#039;&#039; vollkommener Mensch ist, so besteht seine Wesenheit aber dennoch ewig in einer in sich unterscheidbaren Dreiheit (Leib, Seele, Geist).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.24.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die vollkommene Wiedergeburt wird der Mensch vollends erfüllt wird mit dem heiligen Geist Gottes in aller Liebe, Kraft, Macht und Gewalt, darum er dann auch vollkommen Eins wird mit Gott. Dann gibt es keine [[Versuchung]]en mehr, da keine [[Schwäche]] im Menschen mehr obwalten kann. Der Mensch kann dann mit [[Paulus]] ausrufen: &amp;quot;Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir!&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.420226.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mit Gott eins geworden ist, der wird in sich unfehlbar das ewige Leben und alles, was endlos desselben ist, im vollkommensten Sinne besitzen und somit auch die Enthüllung des [[Offenbarung#Entsprechungsebenen|Schriftsinnes bis in den dritten oder allerinnersten Himmel]], in dem sich alles eint in der alleinigen, allerreinsten Liebe zu Gott.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420305.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Freiheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der mit Gott eins gewordene Mensch ist gleich einem veredelten Baum und wird viele edle und kostbare Früchte tragen, in welchen dessenungeachtet seine freie Selbständigkeit doch nie zugrunde gehen wird. Wie man aus dem Samenkorn eines veredelten Baumes die Urwesenheit des Baumes wieder zurückbekommen kann (da sie trotz des Adels noch immer selbständig vorhanden ist) – so ist es auch mit dem durch Gott veredelten Menschen, dass er ebenfalls, trotz Aufnahme Gottes und der dadurch erfolgten Veredelung, seine Selbständigkeit frei und ewig behalten wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401108.31-32}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Individuelle Persönlichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einheit mit Gott ist eine Einheit in gesonderter Persönlichkeit (die Persönlichkeit bleibt erhalten). Nur Jesus und der Vater, der Seine Liebe ist, sind in ewig ungesonderter Persönlichkeit vollkommen eins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.163.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sonderheitliche Geist des Menschen verliert seine Individualität bei der Einswerdung mit dem Allgeist (Gott) deswegen nicht, weil er als Lebensbrennpunkt in der Menschenform der Seele auch dieselbe Form besitzt und dadurch mit seiner Seele, die eigentlich sein Leib ist, als gleich alles sehender und fühlender Geist auch notwendig das fühlen und höchst klar wahrnehmen kann, was alles als besonders individuell in seiner ihn umfassenden Seele vorhanden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.256.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfahrung des [[Plato]] und anderer Weiser der Vorzeit über ein Lichtmeer (brahman, brahmajyoti), in dem sie sich zwar denken, aber sich nicht sehen konnten und daher das selige Gefühl hatten, sie wären völlig eins mit dem [[Urlicht]], das sie die eigentliche Gottheit nannten, beruht auf einer unvollkommen eingerichteten Sehkraft der Seele. (Anm.: Der Irrtum ist vergleichbar dem eines grünen Vogels, der in einen grünen Baum fliegt, sich dort nicht mehr sehen kann und daher irrtümlich meint, er sei eins mit dem Baum geworden; die Neuoffenbarung gibt dazu ein etwas komplizierteres Beispiel die Funktion des Auges betreffend.) Dieser Irrtum beruhte auf einer zwar strengen, aber dennoch verkehrten [[Erziehung]], denn wo immer man mit der Verstandesbildung der Gemütsbildung vorangeht, ist die Bildung verkehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.219.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mystische Gnaden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer das Reich Gottes gefunden hat, der braucht sich um das Übrige und Weiter nicht zu kümmern, denn das wird jedem hinzugegeben, wenn er irgend etwas benötigt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ihm wird [[Weisheit]] gegeben, wann und wo immer er derselben bedarf.&lt;br /&gt;
* Gewisse äußere Hilfsmittel zur Fristung seines irdischen Leben, werden ihm bei Bedarf in gerechter Zeit und im gerechten Maß zugewiesen.&lt;br /&gt;
* Besondere Kräfte werden ihm zuteil, wenn er sie am meisten benötigt.&lt;br /&gt;
* Rat und Trost werden ihm zuteil, wann immer er ihrer bedarf.&lt;br /&gt;
* Benötigt jemand bei einer besonderen Gelegenheit eine ihm unbekannte Fremdsprache, wird ihm auch damit gedient.&lt;br /&gt;
* Will jemand Kranken helfen, braucht er nichts als den Namen Gottes und seine Hände.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Vorteile hat kein Mensch, solange er im Fleisch wandelt, auch wenn er schon hundertmal wiedergeboren wäre, vollkommen eigenmächtig in seiner Hand. Er hat sie nur dann, wenn er sie wirklich im Ernst benötigt. Gott erteilt niemandem zum Spassmachen Seine Gnade. Auch der Wiedergeborene muss wie jeder andere zu Ihm kommen, wenn er irgend etwas haben will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|70.4-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer z.B. die Gabe der [[Weissagung]] hat, hat sie nur dann, wenn er sie braucht, und wenn er allzeit Gott zuvor darum bittet; niemand kann weissagen als Gott allein. Wenn Gott dann die Worte dem Wiedergeborenen ins Herz und auf die Zunge legt, so wird er weissagen; sonst aber wird er reden wie jeder andere Mensch. Ebenso verhält es sich auch mit den übrigen Gaben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|70.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geistig Wiedergeborener vermag so zu wirken, wie der Herr wirkt. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.180.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein geistig Wiedergeborener weiß, dass man mit den Gaben des [[Heiliger Geist|Heiligen Geistes]] keinen Taschenspieler machen darf, daher wendet er diese nur an, wenn sie nötig sind und gewöhnlich im Geheimen nur. Ein Wundervorführer ist garantiert kein geistig Wiedergeborener, da dieser nicht die Perlen vor die Schweine wirft. [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]], große Herzensgüte, [[Nächstenliebe|Liebe zu allen Menschen]] sind die Zeichen der geistigen Wiedergeburt; wo diese fehlen, und wo die [[Demut]] noch nicht für jeden Stoß stark genug ist, da nützen auch nicht Heiligenschein, Kutte und Geistervisionen. Solche Theatergurus sind dem [[Reich Gottes]] sehr fern, denn dieses kommt nie mit äußerlichem Schaugepränge, sondern nur inwendig, in aller Stille und Unbeachtetheit, in das [[Gemüt|Herz]] des Menschen. Wer großartig sagt: &amp;quot;Ich sage es, und dies ist mein Werk!&amp;quot;, dem soll man nicht glauben. Und wenn jemand so spricht, als spräche er im Namen des Herrn, tut es aber eigentlich doch nur seiner Ehre und seines Vorteils wegen, dem soll man auch nicht glauben. Wer aber ohne Eigennutz und eigene Ehrsucht sagt: &amp;quot;Der Herr spricht es!&amp;quot;, dem soll man glauben, vor allem wenn dabei nicht auf das Ansehen der Person geachtet wird, denn ein Wiedergeborener kennt nur das Ansehen des Herrn, alle Menschen aber sind seine Brüder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|70.23-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zauberer und Geisterbeschwörer seien geistig Wiedergeborene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt [[Zauberer]], [[Geisterbeschwörer]] und [[Geisterbanner]], die mit den Seelen der Verstorbenen reden, die ihnen verborgene Dinge kundtun. Dies ist auch eine Art geistiger Wiedergeburt, aber keine für den [[Himmel]], sondern für die [[Hölle]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.226.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedergeborene wären permanente Wundertäter in allen Dingen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wiedergeborener Mensch ist nicht irgendein permanenter Wundertäter in allen Dingen, verfügt auch nicht über einen sogenannten [[Heiligenschein]] um Kopf oder Bauch. An seinen Gebeinen sind nach dem Tod es Leibes keine Wunderzeichen der Heiligkeit zu entdecken, ebenso kein alle Jahre aufsprudelndes Blut, keine wundertätigen Ketten, Kleider, Sandalen, Kutten, auch keine mumienartige [[Unverweslichkeit]] des abgelegten Leibes. Wozu wäre es auch gut? Dem seligen Geist eines Wiedergeborenen nützt so etwas nichts, seinen noch lebenden Brüdern aber kann es recht viel schaden. (Anm.: Indem sie z.B. anfangen, alle möglichen Knochen anzubeten.) Von allem dem tragen die Finder des Reich Gottes nichts an sich. Die alleinige Gnade Gottes wird nur dann ersichtlich, wenn sie ihrer benötigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|70.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wiedergeborene wären eine Art Karthäuser oder Trappisten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wiedergeborenen Auffinder des Reich Gottes sind nicht eine Art [[Karthäuser]] oder [[Trappist]]en, die in allem und jedem für die Welt vollkommen gestorben wären, sich mit nichts mehr beschäftigen als mit [[Rosenkranz]], [[Messe]] und [[Litanei]], mit lächerlichem [[Fasten]], mit Verachtung des [[Frau|weiblichen Geschlechtes]], strengster Verfluchung der [[Sünder]] und als Zeitvertreib mit der Betrachtung ihres Grabes und Sarges. Das sind keine Zeichen der Wiedergeburt, sondern im Gegenteil Zeichen der Wiedergeburt aller [[Finsternis]] in ihnen. Das [[Licht]] der Wiedergeborenen kennt keine Nachtseiten des Lebens; denn in ihnen ist überall Tageshelle. [[Grab]] und [[Sarg]] sind nicht Embleme eines Wiedergeborenen; im Reich Gottes gibt es weder Gräber noch Särge, weil es keine Toten gibt, sondern nur eine ewige Auferstehung und ein ewiges Leben. Der Wiedergeborene lebt schon fortwährend in seinem Geiste und betrachtet den Abfall seines Leibes wie irgendein Mensch seine abgelegten Kleider oder eine endlich abgelegte Last. Für ihn gibt es keinen [[Tod]] mehr und dieses herrliche Zeichen ist inwendig, ebenso wie die übrigens Zeichen der Wiedergeburt bloß nur inwendig im Menschen sind und nur dann äußerlich ersichtlich werden, wenn es notwendig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|70.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen mit dem zweiten Gesicht seien Wiedergeborene ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Zweites Gesicht|Zweite Gesicht]] ist nur eine Folge eines schwachen [[Nervensystem]]s jener Menschen, durch das die Seele leicht – durch den [[Nervengeist]] – Anschauungen aus ihrem Seelenreich in den Leibesorganismus überträgt. Der Wiedergeborene ist nicht nur ein bloßer Visionär. Von ihm sind als Folge der Wiedergeburt nicht irgend läppische Wunderdinge zu erwarten, sondern ganz natürliche Früchte eines gesunden Geistes und einer durch ihn gesund gewordenen Seele.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|70.19-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Geistige Wiedergeburt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Aberglaube&amp;diff=38877</id>
		<title>Aberglaube</title>
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		<updated>2021-12-17T08:22:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Bauernkalender und Lostage */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Aberglaube&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Irrglaube&#039;&#039;&#039; ist ein irdisches Übel, die Folge des Leichtglaubens, das durch die [[Trägheit]] der [[Menschen]] bei der [[Gotteserkenntnis|Suche nach Gott]] entsteht, die eine Frucht der [[Weltliebe|Welt-]] und [[Selbstliebe]] ist. Der träge Mensch möchte sich das Streben nach dem geistigen Reich so bequem als möglich machen, wodurch er auf Betrüger hereinfällt, die ihm versprechen, das Selbstsuchen für ein [[Opfer]] abzunehmen, wobei sie falsche [[Wunder]] und Zeichen tun. Dadurch entstehen dann viele Arten des Aberglaubens, [[Lüge]]n, Betrug und völlige [[Lieblosigkeit]] und mit ihr alles [[Unheil]] auf der Erde unter den Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.19.9-10}}; {{L|GEJ|5.214.3-4}}; {{L|GEJ|9.210.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Glaube ein falscher (=beruht auf einer Lüge), dann kann man noch so ungezweifelt fest glauben, und der Glaube wird keine Wirkung haben, weil er keinen festen Grund hat, auf dem sich ein Haus bauen ließe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.177.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Glaube falsch, so ist auch die [[Liebe]] falsch und ihre Ordnung so gut wie keine. Wenn jemand allerdings (unschuldig) einen falschen Glauben überkommt aus einer [[Irrlehre|falschen Lehre]], dessen Glaube ist dann auch ohne Falsch und er wird die Gnade Gottes finden. Aber wehe dem [[Irrlehrer|Lehrer falscher Lehre]], denn er ist ein Täter des Übels und ein Störer der göttlichen Ordnung. (nach Paulus)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.81.26-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan bedient sich der äußeren Zwangsmittel, um den bösen Aberglauben aufrechtzuerhalten. Der böse Aberglaube hat sich noch allzeit mit Feuer, Schwert und Blutvergießen den Weg und Eingang in die Welt verschafft. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.59.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Omen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Abergläubische Visionen (Omen) sind aus dem [[Heidentum]] und [[Judentum]] eingebrachte, höchst dumme und abergläubische Annahmen, wonach gewisse, natürliche Erscheinungen prophetischen Zusammenhang haben sollen. Daraus gehen die größten Albernheiten und Bosheiten hervor. Solche Zeichendeuter wollen die Zukunft kennen, erkennen aber nicht einmal die Zeichen der Zeit vor ihren Augen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|68.1}}; {{L|ER|68.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer beim reinen [[Glaube]]n bleibt, der darf bitten, und es wird ihm gegeben werden, um was er gebeten hat, und möchten auch die durch [[Erfahrung]] bestätigten bösesten Zeichen der Erde und der Luft das genaue Gegenteil anzeigen; wer sich aber auf die Zeichen verlässt, dem soll auch nach den Zeichen werden, d.h. er wird verdammt werden. Der [[Mensch]] bitte [[Gott]], der allein alles vermag, ob nun die Zeichen so oder so stehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.65.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauernkalender und Lostage ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt [[Kalender]] (Bauernkalender), die auf lächerlichste Weise die [[Witterung]] auf jeden Tag vorausbestimmen. Sie sind nichts als [[Betrug]], Erfindungen der übergroßen [[Dummheit]] der Menschen, obwohl die Sache einen realen Hintergrund hat, siehe dazu [[Sterne#Wirkungen|Wirkungen der Sterne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|22.3-4}}; {{L|ER|68.3}}; {{L|ER|68.6}}; {{L|ER|68.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dazu gehören auch die Lostage, die vielmehr [[Festtag|Festtage]], Sauftage usw. - kurz: Lumpentage sind. Lichtmess, 40 Märtyrer, Margareta, Portiunkula und Medari.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|68.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Folgen solcher Betrügerei sind, dass der [[Glaube]]n von [[Gott]] abgelenkt und zum dummen Kalender geleitet wird. Die abergläubischen Menschen meinen dann, selbst Gott könne das Wetter, wie es im Kalender steht, nicht ändern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|68.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschen fangen an, die Kalendermacher für eine Art Halbgötter, [[Zauberer]] oder wenigstens Schwarzkünstler zu halten, die mit gewissen [[Teufel]]n und [[Hexe]]n in Verbindung stünden, die ihnen das Wetter vorhersagen, wofür sie ihnen ihre Seele verschrieben haben. Die Folge sind dann Narrheiten, durch die schlechtes Wetter abgewendet werden soll, wie z.B. die Wettermessen, Wetterläuten, Feldersegen, Wetterkreuze usw. - man begegnet dem Wetter, das man für Hexenwerk hält, mit antihexischen Mitteln. So wird die Menschheit anstatt zum Licht, in die Finsternis getrieben. Die in ihrem Herzen noch bessere Menschlichkeit wird so von dem Vertrauen auf Gott gänzlich abgeleitet und setzt all ihr Vertrauen am Ende auf die Kalender, die Wettermessen, das Wetterläuten usw. Das ist eine Wirkung der [[Hölle]], welche auf diese Weise ganze Völker in den schändlichsten Besitz nimmt und diese nicht selten zu den schändlichsten Ausartungen gegen ihre armen, unschuldigen Brüder verleitet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|68.11-12}}; {{L|ER|68.14-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Wettervorhersagen aus uralten Erfahrungen auf einer rein wissenschaftlich berechenbaren Basis ruhen, kann man darauf halten. Andernfalls ist solches eine [[Sünde]], weil der Mensch dabei einen zweiten Glauben, der den reinen Glauben an die alleinige göttliche Vorsehung schwächt, annimmt und am Ende mehr an die Zeichen als an den allein wahren, allmächtigen Gott glaubt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.65.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Glücks- und Unglückszeichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Art abergläubischer Visionen sind die Glücks- und Unglückszeichen, z.B. es sei ein günstiges Zeichen, wenn man beim Verlassen des Hauses einem [[Mann]] begegnet, und ein ungünstiges Zeichen, wenn man einer [[Frau]] begegnet. Die Folge ist dann, dass völlig unschuldige Frauen im Stillen oder sogar laut [[Fluch|verflucht]] werden. Ähnliches im Falle von [[Katze]]n, [[Hase]]n und anderen ganz unschuldigen [[Tier]]en. Solche Narrheiten sind eine [[Krankheit]] der Seele, die von den [[böser Geist|bösen Geistern]], die dem [[Heidentum]] entstammen, aber nicht für die [[Hölle]] reif sind, und daher auf der Erdoberfläche bleiben dürfen, um zur rechten Erkenntnis zu gelangen und bessere Wesen zu werden, verursacht werden. Sie gesellen sich zu allerlei Menschen, kleben sich an ihr [[Fleisch]] und wirken mit ihrem Heidentum in die Wurzeln der Seele, wo sie mit dem Leib zusammenhängt, wodurch dann die Seele zu derlei Annahmen gelangt. Viele Menschen sehen den Unsinn zwar ein, glauben bei sich aber dennoch daran. Bei einem ordentlichen [[Christen]] sollte solches nie anzutreffen sein, da es nie zu etwas [[Gut]]em, sondern nur zu [[Schlecht]]em führen kann. Solcher Aberglaube sollte sorgfältigst vermieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|69.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Torheiten sind die gewissen Kaffeesudlesereien, um die Zukunft zu erforschen. Dazu wird von den albernen Menschen z.B. [[Blei]] oder ein frisches [[Ei]] ins [[Wasser]] gegeben, mit gewissen [[Wünschelrute]]n ein verborgener [[Schatz]] gesucht, [[Gold]] in Gläser gehängt usw. Diese Dinge, wonach ein totes [[Metall]] mehr Einsicht habe als man selbst, sind selbst für dumme Menschen eine Schande. Glücklicherweise ist solches mehr Spielerei als wirklicher Aberglaube.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|69.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kartenlegen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Kartenlegen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Heidentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Glaube]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heidentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Besessenheit&amp;diff=38876</id>
		<title>Besessenheit</title>
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		<updated>2021-12-17T08:20:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Ursachen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Exorzismus.jpg|thumb|Jesus treibt böse Geister aus]] Es gibt &#039;&#039;&#039;Besessenheit&#039;&#039;&#039; durch [[Teufel|böse Geister]] (siehe &amp;quot;Geistige Besessenheit&amp;quot; unten) und unreine [[Naturgeister]] (siehe &amp;quot;Leibliche Besessenheit&amp;quot; unten). Zwischen diesen beiden Arten von Besessenheit besteht ein großer Unterschied. Es gibt jedoch eine gegenseitige Wechselwirkung, indem ein [[Mensch]], der die Naturgeister seines Körpers nicht zu sehr erweckt, auch nicht leicht dem [[Körper]] nach von den wirklichen bösen Menschenseelengeistern besessen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.187.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deswegen warnt [[Gott]] vor aller [[Leidenschaft]]lichkeit, denn sie ist die Folge der Wachrufung der verschiedenartigsten Naturgeister im Fleisch und [[Blut]]. Sind diese einmal wach, gesellen sich bald die noch unreinen Seelen verstorbener Menschen zu ihnen, die sich in dieser unteren Erdregion aufhalten. So ein Mensch ist dann im vollsten Ernst besessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.187.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die dem Eigentum [[Satan]]s Angehörigen (die [[böse Menschen|bösen Menschen]] und bösen Seelen) leisten sich Eingriffe in das Eigentum Gottes, indem sie die Seinen aus [[Rache]] anfallen und zu verderben suchen, weil sie selbst von Gott verworfen wurden. Gott hingegen achtet das Eigentum des Satans, damit dieser Ihn dereinst nicht auch nur der kleinsten [[Ungerechtigkeit]] beschuldigen kann, d.h. Er verfolgt und beredet die schlechten Menschen und schlechten Seelen nicht, sondern nimmt nur jene auf, die ernsthaft und entschlossen an Seine Türe klopfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.17-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leibliche Besessenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leib|Fleisch]] und [[Blut]] jedes [[Mensch]]en ist voller [[Naturgeister]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.187.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast jeder Mensch hat böse Geister (Naturgeister) in seinem Fleisch; deswegen braucht man sich über solche Besessenheit nicht zu sehr entsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|58.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl der Leib alle [[Element]]e (Anm.: äußere Hülle der Naturgeister) naturmäßig in sich begreift, so ist aber (im Gesundheitszustand) von jedem nur so viel da, als der Naturordnung gemäß ist. Demnach besteht die Fremdartigkeit (Besessenheit) in den unverhältnismäßigen Proportionen, d.h. im ungeteilten Zuviel oder Zuwenig, oder in z.B. [[Gift]]en aller Art, ebenso in gewaltsamen [[Verletzung]]en, die sich ebenfalls störend und oft tödlich auf den Organismus auswirken. Jede wie immer gestaltete [[Krankheit]] des Körpers ist ein Besessensein desselben von fremdartigen, dem Körper nicht entsprechenden Elementen. Sie können in den Leib auf verschiedene Weise gelangen, entweder durch den [[Mund]], die [[Nase]], die [[Ohren]], die [[Augen]] wie auch durch die [[Poren]] der [[Haut]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.2-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böse Geister können Tiere und Pflanzen in Besitz nehmen, wodurch dann [[Seuche]]n entstehen. Auch die eigentliche Pest, wie auch andere epidemische Krankheiten bei den Menschen sind meist eine Folge solcher böser Geister, welche die Menschenleiber irgend in Besitz nehmen und dadurch den Leib auf die eine oder die andere Art gewisserart zerstören und schließlich töten, wenn nicht alsbald Spezifikalmittel in Namen Gottes angewendet werden, denen solche Unholde weichen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|31.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Krankheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vererbte oder chronische Übel, die sich über eine ganze Generation erstrecken, können auf natürlichem Weg nicht mehr aus dem Körper gebracht werden, sondern nur durch die Wundermacht Gottes. Andernfalls muss das Übel vollständig ausgezeitigt werden und zeigt sich dann in Form von Aussatz, allerlei böser Fieber und Seuchen, wodurch dann der Mensch gereinigt wird, oder bei zu heftigem Auftreten auch ganze Generationen daran sterben, da es gegen so alte Schäden wenig Heilmittel gibt. Die [[Homöopathie]] ist bei den vererbten Übeln vorzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Heilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diagnose:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zu erfahren, ob ein vererbtes, chronisches oder selbsterworbenes Übel in einem ist, kann man fasten und dann und wann ein sparsames Medikament, natürlich in entsprechender Art, zu sich nehmen. Dann melden sich unter den Nerven die vererbten Übel, in den Gliedern die chronischen Übel und in den Eingeweiden die selbsterworbenen Übel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dem Leib nach entsprechend der Weisung [[Moses]] lebt, bleibt vor der Besitzergreifung durch unreine Geister sicher, vor allem wenn Er an [[Christus]] und Seine väterliche Fürsorge glaubt und alles in Seinem Namen macht. Wer dies versäumt, ist durch seine eigene [[Trägheit]] und [[Unwissenheit]] in jedem Augenblick tausend Gefahren aller Art ausgesetzt. Gott lässt die besseren Menschen durch Seine [[Engel]] beschützen, ansonsten es kaum unbesessene Menschen auf der [[Erde]] gäbe, dennoch soll man sich nicht zu sehr darauf verlassen, weil die Engel dem [[Wille]]n des Menschen keine Zügel anlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.54.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Besessenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der geistigen Besessenheit verhält es sich wie bei der leiblichen Besessenheit (durch Krankheiten, siehe oben). Geistige Besessenheit ist so normal geworden, dass die Menschen gar nicht mehr merken, was für einen abscheulichen Mutwillen die bösen Gäste mit ihnen treiben, sie sind mit dem Bösgeistigen völlig eins geworden. Es gibt derart viele (geistig) Besessene, dass dieser beklagenswerte Zustand der Menschen praktisch &#039;normal&#039; geworden ist. Das Bösgeistige besteht in [[Tanz]], [[Hurerei]], [[Groll]], [[Schelten]], [[Fluch]]en, [[Diebstahl|Rauben, Stehlen]], [[Lüge]]n, [[Stolz]], [[Hochmut]], [[Prahlerei]], [[Ehrabschneidung]], [[Neid]], [[Geiz]], [[Hoffahrt]], [[Fraß]], [[Völlerei]], [[Spott|Spott und Hohn]] gegen alles Gott betreffende, [[Pracht]], [[Mode]], [[Luxus]] usw. Dergleichen Eigentümlichkeiten sind untrügliche Zeichen des intensivsten Besessenseins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.1}}; {{L|HIM|1.410130.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besessene der Ordnung nach:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Besessene erster Ordnung sind alle Modisten im ausgedehnten Sinne, dann alle Tanz- und Ballgeber, dann alle Tanzmusiker, dann alle Tanzlehrer, Tanzmeister, Vortänzer und Vortänzerinnen, wie auch die sogenannten Frei- oder Ballet-Tänzer, ebenso alle jene, die diese Vexier-Kunst des Satans anrühmen, gutheißen und sie mit Wohlgefallen betrachten, und endlich auch noch diejenigen Jünglinge und Mädchen, deren Herz daran hängt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann kommen die Inhaber von Huren- und Spielhäusern, wie alle Kuppler und Spielverdinger, und so auch alle Hauptteilnehmer und Unterstützer und Protektoren solch höllischer Einrichtungen des Satans. Dann alle Ränkeschmiede, Kriegsstifter und Volksaufwiegler und Verräter. Schließlich alle Geizigen, Wucherer, Neider, Heuchler, Schmeichler, Betrüger, Lügner, Ehrabschneider, Lästerer der Gnade Gottes, Diebe, Räuber, Mörder in geistiger und leiblicher Hinsicht, und so auch alle Selbstmörder. Diese sind bis auf einige der zuletzt genannten kaum mehr (klassisch) besessen, sondern gehören zu den selbst Besitzenden, Treibenden und Ziehenden (d.h. sind völlig besessen, von den bösen Geistern völlig überwältigt).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Besessene zweiter Ordnung sind das &amp;quot;Wild&amp;quot;, die &amp;quot;Bäume&amp;quot; und das &amp;quot;Gras&amp;quot; des bösen Forstes sowie der tragende &amp;quot;Boden&amp;quot;; das sind jene, die sich in den unter Punkt 1 erwähnten Dingen schon begründet haben und in allem Falschen aus des Satans Bösem fest stehen. Nur dem &amp;quot;Wild&amp;quot; soll noch eine kurze Gnadenzeit verliehen sein, doch zur Hetzzeit und zu der dieser folgenden Zeit der Flucht, wird es verloren sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Völlige Besessenheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich ein [[böser Geist|arger Geist]] im [[Menschen]] einmal alles zinsbar und dienlich gemacht hat, dann äußert er sich nicht auf eine bemerkbare Art, sondern er tut dann ganz klug nach weltlicher Weise, dass ein jeder glauben muss, solch ein Mensch sei nicht besessen, während er doch ärger besessen ist denn ein anderer, der von irgendeinem argen Geist noch so gequält wird, weil er im Haus nicht Herr werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.186.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine solche Besessenheit durch den Würgegeist eines erzbösen römisch-katholischen Priesters findet Erwähnung in {{L|HIM|1.410711}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die bösen Geister mit der [[Menschenseele|Seele eines Menschen]] vollkommen eins geworden sind, seine ganze Natur also durch und durch verteufelt ist, dann machen sie in aller Fülle sein höchst eigenes böses [[Leben]] aus. Würden sie ihm genommen, dann würde man damit auch sein Leben nehmen. Selbst wenn der unreine Geist durch die Macht des Herrn von solch einem Menschen ausfährt, dann findet er nirgends Ruhe, kommt daher wieder zurück und beruft noch sieben andere Geister, die ärger sind als er. Mit deren Hilfe dringt er dann leicht wieder in sein altes Haus, und es wohnen dann alle in solchem Haus, worauf es mit einem solchen Menschen um vieles ärger wird, als es früher war. {{B|Mt|12|43-45}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.186.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassische Besessenheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassisch Besessene sind nur selten schlechte oder gewöhnliche [[Weltmensch]]en, außer falls sich letztere plötzlich bekehren, worauf sich ihre Besitzer zum schreckenden Beispiel aller Nachbarn melden, indem der Mensch offenbar [[Verrückter|irrsinnig]] geworden ist. An sonst gewöhnlich fromme Menschen hingegen klammern sich die bösen Geister, um sie aus Rache zu verderben, weil sie selbst von Gott nicht angenommen wurden. Jedoch diese Menschen gehören dem Herrn (d.h. sind im Guten und Wahren verankert) und nicht dem Satan und brauchen sich deswegen nicht sorgen, denn sie werden an ihrer Seele keinen Schaden leiden, da der Herr Selbst das Mark ihres Lebens beschützt und die Seinen wieder zurechtzubringen weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.13-14}}; {{L|HIM|1.410201.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Mit &amp;quot;klassischer Besessenheit&amp;quot; ist jene Besessenheit gemeint, die sich durch hollywoodreife Phänomene manifestiert. Diese Phänomene entstehen, weil sich die Seele gegen die argen Geister wehrt. Die völlige Besessenheit zeigt diese Phänomene nicht, bzw. nur in &amp;quot;unverdächtiger&amp;quot; Form, wie Spottreden, Tanzen, Unzucht, Krieg usw. da die Seele dann mit den argen Geistern völlig eins ist.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Kinder, deren ganzes seelische Wesen aus dem Satan genommen ist, (siehe dazu [[Erdmensch#Arten|Arten von Erdmenschen]]) sind stets mehr oder weniger der Gefahr ausgesetzt, von irgendeinem bösen Geist, womit die schwarze Seele eines einst auf der Erde schon im Fleisch gelebt habenden [[Satanist|Teufels von einem Menschen]] gemeint ist, besessen zu werden. Dies geschieht vor allem dann, wenn eine solch junge Seele eine gute und himmlische Richtung zu nehmen beginnt, weil sich dadurch ein Lebensteil aus der Sphäre der Hölle entreißt. Das verursacht der gesamten Hölle einen unerträglichen Schmerz, weswegen sie alles aufbietet, solch eine Verwundung zu verhüten. Obwohl so eine Seele der Hölle gegenüber unnennbar klein und geringfügig ist, verhält es sich so, als würde man bei einem Menschen ein winziges Haar ausreißen, wobei dieser im ganzen Leib einen unausstehlichen Stechschmerz verspüren würde, dauerte er auch nur eine Stunde. Daher kommt auf der Erde das Besessensein vor und wird auch bis an ihr Ende vorkommen. Dieses Bessensein hat aber auch für den Besessenen sein entschieden Gutes, denn eine solche Seele, deren Leib von irgendeinem Teufel in Besitz genommen wird, wird durch die Qualen ihres Fleisches geläutert und vor dem [[Menschenseele#Tod|Eingehen in ihren Leib]] bewahrt. Zur rechten Zeit kommt dann schon die Hilfe von oben, und eine Weltseele ist dann für den [[Himmel]] total gewonnen. Das bedeutet aber nicht, man solle so jemandem die Hilfe vorenthalten. Gottes Vorsicht sorgt dafür, dass in diesen Fällen irgendein Beteiligter nicht eher zum Hilfesuchen gelangt, bis es beim Besessenen an der Zeit für eine rechte Hilfe ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.169.4-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt natürliche oder materielle Geister, die sich, wenn sie zu einem Menschen kommen, nicht wie andere Geister mit seinem [[Denken]] verbinden, sondern in seinen Körper eindringen und alle seine [[Sinne]] in Besitz nehmen. Sie reden dann durch seinen Mund und handeln durch seine Glieder. Dabei ist ihnen nur bewusst, dass alles dem Menschen Gehörende ihr Eigen sei. Dies sind die Geister, die beim Menschen Besessenheit hervorrufen. Nach [[Emanuel Swedenborg]] sind sie vom Herrn in die Hölle geworfen und dadurch gänzlich entfernt worden. Deshalb gäbe es gegenwärtig keine derartigen Besessenheiten mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|257}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Welche Art von Besessenheit Emanuel Swedenborg hier meint, ist fragwürdig. Wenn die klassische Besessenheit gemeint ist, dann scheint sie doch noch vorzukommen. Hier gibt es verschiedene Ansichten: Exorzisten vertreten eher die Ansicht, solche Besessenheit käme wohl noch vor, auch wenn vieles, womöglich fast alles, lediglich psychische Erkrankung sei. Psychiater und Ärzte neigen eher dazu, generell alles als psychische Erkrankungen aufzufassen. Dabei &amp;quot;übersehen&amp;quot; sie allerdings gewisse vielfach glaubwürdig bezeugte Erscheinungen, die kaum als Folge bloßer psychischer Erkrankung auftreten, z.B. das Manifestieren von Gegenständen, die übermenschlichen Kräfte, das Sprechen in fremden Sprachen, das Wissen von unbekannten Dingen - scheinen dafür aber immerhin Swedenborg auf ihrer Seite zu haben.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fälle ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für F.G., bei der alle ärztlichen Mittel und auch magnetische Behandlung versagten, siehe {{L|HIM|2.420412}}, {{L|HEIG|420502A}} und {{L|HEIG|420502B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die wilde Jagd ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:karneval.jpg|thumb|Faschings&#039;treiben&#039;]] Dass sich bei einem Menschen, der sonst fromm und tugendhaft ist, böse Wesen entweder durch Gebärden, oder in fremdartigen Stimmen durch allerlei, mit Hohn und Spott lästernden Reden zu erkennen geben, den armen Besessenen martern, schlagen und herumwerfen, findet auf dreifache Weise seinen Grund:&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der [[Satan|Fürst der Finsternis]] macht ständig Jagd auf alle Menschen und betrachtet sie als Wild in seinem Revier. Seine Jagdzeiten sind [[Spektakel|öffentliche Belustigungen]], [[Krieg]], [[Streit]], [[Hurerei]] und dergleichen. Die [[Tänzer]] (Spaßgesellschaft), Krieger, Neider, Hurer usw. sind sein Wild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
# Die zum Jagdgefolge Satans gehörenden [[Musiker]], die Vortänzer, Tänzer und deren Lehrer, die Ballgeber und Ballmeister; kurz: des [[Mammon]]s wohlgeschmeidige Diener. Sie sind gleich den Treibern und Jägern des Jagdveranstalters.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind zugleich auch Locker in böswilliger Absicht, deren verführendes Unternehmen am lockendsten, reizendsten, dabei aber so gar geziemend und wohlanständig sittlich erscheint, dass demnach durch solchen feinen [[Betrug]] des Satans die Menschheit ordentlich gezwungen wird, sich von solchen Unternehmern ins ewige Verderben ziehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Die sich von diesen Meistern haben fangen lassenden Schüler; es soll des Satans sein, was er sich erworben hat, denn der Herr eignet sich nicht ein fremdes Wild an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der hier Genannten werden zum Gebiet des Herrn kommen und da ohne innere [[Buße]] Seinen Namen anrufen. Aber sie werden nicht hineingelassen werden, worauf dann viel [[Lästern]] und [[Verwünschen]] vorkommen wird und viele werden sich anklammern an die dem Herrn gehörenden Menschen, um sie aus Rache zu verderben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Esssucht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Besessenheit kann eine Folge von [[Esssucht]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.209.11}}; {{L|GEJ|10.52.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zulassung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will eine etwas weniger bösartige schlechte Seele guttun, kann sie der [[Gnade]], die ein unschuldiger Menschen fortwährend genießt, teilhaftig werden. Solche bösen Geister werden nicht daran gehindert, das Fleisch von unschuldigen Menschen, sogar das von [[Kind]]ern, in Besitz zu nehmen. Bei solchen Menschen wird die Seele jedoch sorgfältig geschützt und das [[Gemüt|Herz]] vor Einflüsterungen bewahrt. Führt sich der böse Geist ungebührlich auf und treibt allerlei Unwesen mit dem Fleisch, das er besitzt, wird er entweder bald hinausgeschafft oder sonst zur Ruhe gebracht. Manchmal können auch mehrere Geister ein Fleisch in Besitz nehmen. Diese schlechten Geister wollen nicht dem Rat der [[Engel]] gehorchen, sich lieber gleich an Gott zu wenden, sondern bestehen hartnäckig darauf, nur auf diesem Weg zum Herrn gelangen zu können. Dies wird ihnen dann zugelassen, weil die Engel alles auf praktische Weise unterrichten. Gewöhnlich geht es auf diesem Weg sicher nicht - nur manchmal; deswegen wird es einem schlechten Geist gewöhnlich nur einmal gestattet und nur selten zweimal. Dann kommt der Weg des Gerichtes, der Strafe und der Qualen für ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|58.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rache ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine völlig böse Seele aus dem Leib getreten ist, dann dringt sie in das Fleisch eines auf der Erde noch lebenden Menschen, um sich möglichst bitter daran [[Rache|rächen]] zu können, indem sie es auf die grausamste Weise quält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.182.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spuk ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu [[Spuk#Burggespenster|Spuk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kennzeichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von klassisch Besessenen wird berichtet, dass sie außerordentlich stark und so gut wie unmöglich anzuketten sind, wenn der böse Geist über sie kommt. Sie können sehr gefährlich werden, schreien furchtbar und führen sich derart schrecklich auf, dass jeder vor ihnen flüchtet. Oft sind sie von mehreren bösen Geistern zugleich besessen. Im Zustand der Besessenheit wissen sie auch Dinge, über die sie eigentlich nichts wissen dürften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.104.2}}; {{L|GEJ|1.131.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagnose und Heilung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei (echter) Besessenheit kann kein irdischer [[Arzt]] (oder Psychiater) helfen, sondern nur Gott und wer von Ihm Kraft und Macht erhalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.209.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man die empfohlene Diät des Geistigen - [[Selbstverleugnung]] und [[Lesen]] des [[Wort Gottes]] - anwendet, wird man bald herausfinden, welcher &#039;Herr&#039; da in einem wohnt. Und sobald der durch Gott hinausgeschafft wird, reizen diese Bestien gleich die ganze Welt gegen einen solchen Befreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn das Wort Gottes angenommen (und befolgt) wird, bewirkt es Leben und macht die Besessenen frei. Wo es aber zertreten wird, da wird der Tod sein großes Erntefest halten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besessenheit durch böse Geister kann behandelt werden, indem man den Besessenen nötigenfalls aus der Menschengesellschaft entfernt und ihn durch [[Fasten]] und im Namen Gottes gehaltene [[Gebet]]e (Befreiungsgebete) heilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.66.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Zorn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitznahme des irdischen [[Fleisch]]es durch den Zornteufel ist die allergefährlichste, weil ein solcher nie allein ein Fleisch besitzt, sondern stets seine Legion dienstbarer böser Geister mit ihm, das sind [[Hass]] als Haupternährer des Zorns, [[Hochmut]], [[Neid]], [[Geiz]] usw. (siehe [[Zorn]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Zorn einmal ein Fleisch in Besitz genommen hat, ist er kaum mehr daraus zu entfernen. Wie bei einem unlöschbaren Vollbrand gibt es kein anderes Mittel, als ihn brennen zu lassen und dann die abgekühlte Asche zu untersuchen, was nicht von der Glut verzehrt worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Zornbesessenheit sind die zwei [[Gergesener]], siehe {{B|Mt|8|28-34}}, {{B|Mk|5|1-20}}, {{B|Lk|8|26-39}} und {{L|GEJ|1.104.2-10}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geist des Zorns kommt nicht wie andere erst mit der Zeit ins Fleisch des Menschen, sondern wird schon bei der Zeugung als ein Same der Hölle dort hineingelegt und muss dort auch sein, weil dieser Same das Fortkommen des Fleisches bedingt. Aber der Same gerät zu keiner Selbständigkeit (Besessenheit), wenn der Mensch nicht dazu erzogen wird. Erst durch eine gewisse falsche [[Erziehung]], indem das Kind verzärtelt und ihm jede Unart nachgesehen wird, sammelt sich dieser böse Stoff in der Leber und erweckt dann die Selbständigkeit des Zornteufels, der dann die Seele gefangen nimmt, wodurch der Mensch ein förmlicher Teufel wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.7-8}}; {{L|ER|61.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Menschen ist es nicht nötig, dass dieser Fleischteufel die eigene Selbständigkeit völlig erlangt; sondern die böse Spezifikalausdünstung pflanzt sich durch den ganzen Leib fort, zunächst durch das [[Blut]], durch das Blut gelangt es in die Nerven, durch diese in den [[Nervengeist]] und durch den Nervengeist in die Seele. Ein solcher Mensch ist dann ein halber Teufel, der sich über jede Kleinigkeit heftig erregt und gleich mit [[Fluchen]] und [[Gewalt|Schlagen]] reagiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott bändigt den Fleischteufel in missratenen Kindern durch [[Krankheit]]en wie Scharlach, Friesel, Flecken, Blattern, Ruhr oder starkem Husten u.a. Er lässt oft Kinder leiblich sterben, wenn die Eltern durch falsche Erziehung den Zornteufel in ihnen kultivieren; zuweilen müssen ganze Generationen durch [[Seuche]]n und andere verheerende Krankheiten dem Leib nach getötet werden, bevor es dem Zornteufel gelingt, die Seelen völlig zu verderben. Es ist besser, dass sie schwache Himmelsgeister werden, als dass sie sonst auf der Welt zu starken Höllengeistern würden. Manchmal geschieht es der Welt wegen dennoch, dass Zorngeister aufwachsen. Wenn die Eltern noch früh genug den Zorn und Eigensinn solcher Kinder energisch bekämpfen, dann können aus ihnen brauchbare Menschen werden; ansonsten werden sie Raufbolde, Meuterer und nicht selten grässliche Peiniger der Menschheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.1}}; {{L|ER|61.15-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Damit hitzige Menschen ein ruhiges, hohes Alter erreichen, durch das der Seele ein wahrer, fester und für die Ewigkeit dauernden Bestand gesichert wird, muss folgende psychische und leibliche Diätordnung beachtet werden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein [[Säugling]] sollte nur durch Mittel genährt werden, die das Blut nicht erhitzen, sondern sanft und kühlend wirken. Die [[Mutter]] soll sich von geistigen Getränken und hauptsächlich von hitzigen Gemütsbewegungen enthalten; sie soll keine [[Speise]]n und Getränke zu sich nehmen, die zu sehr [[Galle]] erzeugen. Hülsenfrüchte, besonders Bohnen, sind einer säugenden Mutter nicht zu empfehlen, dafür mäßige Fleischbrühen, auch Braten vom Fleisch reiner Tiere, Mehlspeisen von Weizen, Roggen und weißem Mais; auch Wassergerste oder Reis in nicht fetter Milch gekocht. Es ist nicht wirklich gut, das [[Kind]] von einer Amme säugen zu lassen. Wenn doch, dann soll das geistige Wesen der Amme wohl erkannt sein, ob sie eine gute und sanfte Seele ist, und erwähnte Diät im Essen und Trinken und die Zügelung ihres Gemütes beachtet. Sobald sich die ersten Zähne des Kindes zeigen, soll abgestillt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Gekochte Weizenkleie mit etwas reinem Honig wäre die beste uranfängliche Kost für ein hitziges Blutkind. Man kann auch Gerstenwasser, mit Honig oder Zucker gesüßt, nehmen; gekochte Feigen und gekochtes Johannisbrot sind ebenso gut und manchmal noch besser. Bei etwas älteren Kindern ist ein leichtes Linsenmus eine gute Kost. Tierische Milch ist anfänglich nicht zu empfehlen, weil Tiere manchmal selbst nicht vollkommen gesund sind und somit auch keine gesunde Milch liefern können, was gewöhnlich zur Winterszeit der Fall ist. Manchmal sind auch Tiere vollblütigen und heftigen Temperaments, deren Milch einem hitzigen, vollblütigen Kind übel bekäme. Erst wenn Kinder ein bis zwei Jahre alt sind, können sie mit leichter, durch Wasser verdünnte Milch bedient werden. Ein gekochtes Obstmus, besonders gute Äpfel und feine Birnen, taugen sehr gut, das Blut zu reinigen und herabzustimmen. Fleisch kann solchen Kindern erst gereicht werden, wenn sie die Zähne gewechselt haben, ansonsten ihnen eine Menge gefährlicher Krankheiten drohen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Können solche Kinder einmal gehen und reden, dann sollen sie mit ruhigen und für das kindliche Gemüt nützlich-erhebenden Spielereien beschäftigt werden. Dabei soll mit fortwährender Aufmerksamkeit darauf geachtet werden, dass sich solche Kinder nie zu sehr erhitzen, weder durch Bewegung, noch viel weniger durch einen Gemütsaffekt; es muss alles weggeräumt werden, was sie nur im Geringsten ärgern könnte. Kommt es dennoch zu Gemütsaufbrausungen, ist eine zweckmäßige Strafe nie zu versäumen, welche aber nicht so geschwind mit Schlägen, sondern viel wirksamer mit zweckmäßigem [[Fasten]] bei der Hand sein sollte, denn nichts heilt den Zorn besser als Hunger. Dabei ist es sehr gut für die Kinder, wenn man sie zu strafen nötig hat, ihnen zu sagen, dass der [[Gottvater|himmlische Vater]], weil sie so schlimm waren, ihnen kein Brot geschickt habe. Wenn sie aber wieder vollends brav würden und den himmlischen Vater um Brot bitten würden, so werde Er ihnen gleich wieder eines geben. So werden dergleichen Kinder auf Gott aufmerksam gemacht, und es wird sich ihrer jungen Seele tiefer einprägen, dass sie in allem von Gott abhängt, und Er der getreue Vergelter für alles Gute und Schlechte ist. Sind solche Kinder ruhig und sittsam geworden, dann darf nicht versäumt werden, ihnen begreiflich zu zeigen, wie der himmlische Vater eine recht große Freude an ihnen hat. (Anm.: Ein Kind zu schlagen geht gar nicht, siehe dazu [[Erziehung]]. Es ohne Essen ins Bett zu schicken, ist sicher zu verantworten, aber auch das darf nicht übertrieben werden.) Werden die Kinder so geleitet, wird man später wenig Anstände mit ihnen haben, anderenfalls wird es schwerer, sie ohne Schaden auf den rechten Weg zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Sind die Kinder erwachsen und haben in natürlicher Hinsicht schon eine vollkommene [[Selbsterkenntnis]] erlangt (Geschlechtsreife), sich aber noch hie und da Symptome übertriebener Gemütsreizbarkeit zeigen, dann sollen sie sehr mäßig leben, früh schlafen gehen, früh aufstehen, sich längere Zeit von geistigen Getränken enthalten, ebenso vom Fleisch unreiner Tiere, auf keinen Fall Orte aufsuchen, wo allerlei tolle [[Spektakel]] und schlechte Belustigung der Zuseher aufgeführt wird, insbesondere nicht wo getanzt und gespielt wird. Solche Orte sollten manche aufbrausende Menschen auf immer meiden. Sehr gut ist für solche Menschen beiderlei Geschlechts, wenn sie bald ehelichen, denn die Brunst des aufbrausenden Menschen ist viel ärger als die eines sanften. Neben dieser naturmäßigen Diät sollen sie auch oft beten und geistige Bücher lesen. Dadurch wird ihre Seele gestärkt und ihrem Geist die Fesseln gelöst, welcher leicht völlig frei wird, wenn dergleichen Menschen die Liebe Gottes ergreifen. Weil solche Menschen einer größeren [[Versuchung]] ausgesetzt sind als andere, sind sie eben darum der Gnade Gottes um soviel näher. Aus ihnen kann etwas Großes werden, wenn sie auf den rechten Weg gelangt sind, weil sie den gerechten [[Mut]] in sich haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.17-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Lust ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewisse Menschen sind mit fleischlicher [[Lust]] sehr behaftet; bei anderen ist das sinnlich-fleischliche Wesen beinahe ganz stumpf. Der Grund von sehr heftiger fleischlicher Neigung, wenn z.B. ein Mann angesichts weiblicher Reize ganz toll wird, liegt gewöhnlich im Besessensein von einem oder auch mehreren geilen Fleischteufeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alkoholische Getränke:&#039;&#039;&#039; Fleischteufel wohnen in hitzigen Getränken, im [[Wein]], im [[Bier]], besonders in gebrannten Wässern. Wenn sich Menschen mit derlei Getränken stark berauschen, haben sie in diesen Getränken sicher einen oder auch mehrere Fleischteufel in ihr Fleisch aufgenommen. Dort jucken und quälen sie die [[Genitalien]] auf eine so arge Weise, dass der Mensch nicht umhin kann, den sinnlichen Genuss des Fleisches zu befriedigen, manchmal sogar mit Tieren. Diese Fleischteufel sind nichts anderes als unlautere Seelen von verstorbenen Menschen, welche ebenfalls entweder dem Trunk oder der fleischlichen Sinnlichkeit sehr ergeben waren. Sie treten zwar aus einem Besserungsgrund in das Fleisch eines noch lebenden Menschen über; aber weil das Fleisch eben ihr Element war, so treiben sie es nicht selten in solch einem Menschen, den sie besessen haben, noch ärger, als sie es früher im eigenen Fleisch getrieben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tanzveranstaltungen:&#039;&#039;&#039; Bei Tanzunterhaltungen finden sich stets zehnmal soviel unsichtbare fleischsüchtige, unreine Seelen ein, als sonst Gäste. Auf diesem Weg kommen sie am leichtesten in das Fleisch, das hier sehr aufgeregt wird und daher überaus stark aufnahmefähig ist für sie. Daher empfinden auch Menschen nach einer solchen Veranstaltung einen förmlichen Widerwillen gegen alles Höhere und Erhabene; sie haben nichts als bloß nur mehr den Gegenstand im Sinn, der ihnen eine so große Lust bereitet hatte, etwa die Tänzerin. Dies kann dann zu Ehepaaren führen, die im Gegensatz zu den eigentlichen [[Ehe]]paaren stehen. So ein Paar verbringt seine Zeit mit der sinnlichen Lust, bis fast alle [[Seelenpartikel|Spezifika]], die dahin bestimmt sind, Zeugungskraft zu bilden, bis unter Null verbraucht werden (Zeugungsunfähigkeit). Dann erfolgt eine Erschlaffung des Fleisches und besonders der Genitalien, worauf die Fleischteufel einer solchen Seele eingeben, sich an anderes Fleisch zu wenden. So werden sich dann Mann und Weib gegenseitig zum Ekel und es folgt bald die [[Scheidung]], oder man lässt sich sitzen, oder es wird die Vereinbarung getroffen, dass jeder Teil bezüglich seiner sinnlichen Lust tun kann, wie es ihm am besten gefällt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es die verstorbenen Fleischseelen zu toll treiben und sich stets mehr in ihrer unreinen Lust entzünden, bewirken sie zumeist die abscheulichen und sehr gefährlichen [[Syphilis|syphilitischen Krankheiten]]. Dies wird von den [[Schutzengel|schützenden Engelsgeistern]] zugelassen, damit die Seele des eigentlichen Menschen nicht gänzlich zugrunde gehe in der tobenden Wut ihres Fleisches.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch Tanzveranstaltungen bewirkte Besessenheit äußerst sich anfänglich zwar nie mit der Heftigkeit der durch hitzige Getränke verursachten, die Geister aus den hitzigen Getränken werden jedoch leicht durch ein [[Gebet|kräftiges Gebet der Seele]] durch ihren Geist hinausgeschafft, worauf dann wieder der normale Zustand des Fleisches eintreten kann. Besessenheit durch Tanzbelustigungen erfordert hingegen schon sehr viel [[Fasten]], Beten und [[Selbstverleugnung]]. Gewöhnlich aber versuchen sich Tänzer und Tänzerinnen durch übermäßiges Essen wieder zu restaurieren, was ebenso viel heißt, als dem Fleischteufel leibeslebenslängliche Unterkunft mit Seele und [[Blut]] zu garantieren. Manche, die zu viele solcher Gäste in sich aufgenommen haben, gehen schon bald [[Leibestod|dem Leib nach zugrunde]], da sich die Unholde auch in [[Milz]], [[Leber]] oder [[Lunge]] einrichten, wenn sie in den [[Niere]]n und Genitalien nicht Platz finden. Die Folge sind dann Milz- und Leberverhärtung, Lungensucht und Abzehrung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Spielteufel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen können von Jugend auf ihre Zeit nur mit Spielereien verbringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge tauschen die Buben ihr Kriegsspielzeug als Heranwachsende in echte Gewehre, Soldaten usw. um und werden zur Freude ihrer dummen Eltern zu Spektakelmenschen und Gecken, die nichts wissen und können, weil sie nie etwas gelernt haben, was die Verstandeskräfte ihrer Seele hätte bereichern können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mädchen schminken, frisieren usw. erst ihre Puppen und werden dann zu putzsüchtigen Modistinnen, die zur Freude ihrer wunderlichen Eltern wie aufgetakelte Gräber herumlaufen, indem in ihnen nur Ekel und Moder und nichts geistig Lebendiges anzutreffen ist; d.h. der Spielteufel in ihnen hat sie zu Puppen gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spielsucht wird von kurzsichtig dummen Eltern geweckt, indem sie den Kindern eine Menge Spielzeug anschaffen, damit die ganz kleinen ruhig sind und die etwas größeren zu einer Tätigkeit angeleitet werden. Die Spielwarenhändler und -produzenten sind daher ein Weg, durch den böse Seelen in das Fleisch solcher Kinder gelangen und diese dazu antreiben, immer mehr Spielzeug besitzen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spielteufel ist am schwersten aus dem Menschen hinauszubringen, denn er vereint in sich [[Spielsucht]], [[Gefallsucht]], fortwährende [[Unterhaltungssucht]], materielle [[Gewinnsucht]] und mit ihr verkappte [[Herrschsucht]]. Er geht beinahe auf keine andere Weise hinaus, als wie beim [[Judas Ischariot]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergnügungssüchtige Menschen verfallen zumeist der Hölle, denn sie halten sich für sehr gut, gerecht und nach ihren Begriffen für die Welt völlig tugendhaft, weswegen an eine Besserung nie zu denken ist, da eine Besserung nach ihrem Begriff eine Verschlechterung der feinen Sitten der Menschen wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Kinder Spielzeug haben müssen, dann sollte man ihnen Sachen geben, die irgendeine Beziehung zur [[Christkind|Kindheit Christi]] haben. Dadurch wird den Kindern ein guter Trieb eingepflanzt und sie erkundigen sich dann als Ältere freudig danach, was das Spielzeug zu bedeuten hat. So wird das Kind dann für den [[Himmel]] anstatt für die [[Hölle]] eingeschult.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Rangsucht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rangsucht]] ist der Hauptteufel bei den Menschen und mit dem Satan fast homogen. Dieser allerböseste Teufel im menschlichen Fleisch ist die Quelle alles [[Übel]]s unter den Menschen und entspricht der untersten und tiefsten Hölle. Die Ranglust bewirkt die [[Gefallsucht]] bei den Mädchen, wo eines schöner als das andere sein will. Sie werden in frühester Zeit Kokette und sogleich auch Huren. Aus den Knaben, bei denen jeder der Stärkere sein will, werden bald Grobiane, Raufer und überhaupt Menschen, denen nichts als nur sie selbst heilig sind. Sie werden Stänker, Räsoneurs über Gott und alle Verhältnisse; sie wissen bald alles besser als ein anderer, verstehen alles besser, und ihr Urteil muss das richtigste sein, bloß weil sie es von sich gegeben haben. Wer ihnen nicht zustimmt, ist bestenfalls ein Esel, im mehr demonstrativen Fall wird er geprügelt. Der Ranglust folgen der [[Zorn]], die [[Hinterlist]] und die Verstellung. Kein Laster kann so viele in sein Verderben ziehen wie die Rangsucht. Sie ist verantwortlich für [[Krieg]]e und [[Tyrann]]ei; kein anderes [[Laster]] zieht so viele ins Verderben wie dieses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.1-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder werden von diesem bösen Geist erst dann befallen, wenn sie zu einiger [[Selbsterkenntnis]] gelangt sind, aber die Anlagen dazu sind schon davor da, indem es ihnen gefällt, wenn ihnen vor den anderen gehuldigt wird, oder sich das eine vor dem anderen hervortun will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Überall sorgen die Eltern dafür, dass ihre Kinder der weltlichen Stellung nach etwas Besseres und Höheres werden sollen als sie selbst - und nicht etwa [[moral]]isch besser und [[Weisheit|weiser]] als sie selbst, oder gar geringer oder [[Demut|demütiger]] als sie selbst, was der [[Wille Gottes|Wille des Herrn]] wäre {{B|Mk|9|35}} - und fördern so die Rangsucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.16-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Rangsucht loszuwerden, bedarf es der Demut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eltern sollen aufhören, aus den Kindern Tyrannen zu erziehen; sie sollen selbst lieber die Letzten als die Ersten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil die Menschen jedoch das größte Gefallen an der Rangsucht haben, da jeder lieber ein hochgeehrter Herr als ein untergebener Diener sein will, ist jedes Übel leichter als dieses auszurotten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Exorzismus]]&lt;br /&gt;
* [[Spuk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Besessenheit&amp;diff=38875</id>
		<title>Besessenheit</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Besessenheit&amp;diff=38875"/>
		<updated>2021-12-17T08:12:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Bekämpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Exorzismus.jpg|thumb|Jesus treibt böse Geister aus]] Es gibt &#039;&#039;&#039;Besessenheit&#039;&#039;&#039; durch [[Teufel|böse Geister]] (siehe &amp;quot;Geistige Besessenheit&amp;quot; unten) und unreine [[Naturgeister]] (siehe &amp;quot;Leibliche Besessenheit&amp;quot; unten). Zwischen diesen beiden Arten von Besessenheit besteht ein großer Unterschied. Es gibt jedoch eine gegenseitige Wechselwirkung, indem ein [[Mensch]], der die Naturgeister seines Körpers nicht zu sehr erweckt, auch nicht leicht dem [[Körper]] nach von den wirklichen bösen Menschenseelengeistern besessen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.187.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deswegen warnt [[Gott]] vor aller [[Leidenschaft]]lichkeit, denn sie ist die Folge der Wachrufung der verschiedenartigsten Naturgeister im Fleisch und [[Blut]]. Sind diese einmal wach, gesellen sich bald die noch unreinen Seelen verstorbener Menschen zu ihnen, die sich in dieser unteren Erdregion aufhalten. So ein Mensch ist dann im vollsten Ernst besessen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.187.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die dem Eigentum [[Satan]]s Angehörigen (die [[böse Menschen|bösen Menschen]] und bösen Seelen) leisten sich Eingriffe in das Eigentum Gottes, indem sie die Seinen aus [[Rache]] anfallen und zu verderben suchen, weil sie selbst von Gott verworfen wurden. Gott hingegen achtet das Eigentum des Satans, damit dieser Ihn dereinst nicht auch nur der kleinsten [[Ungerechtigkeit]] beschuldigen kann, d.h. Er verfolgt und beredet die schlechten Menschen und schlechten Seelen nicht, sondern nimmt nur jene auf, die ernsthaft und entschlossen an Seine Türe klopfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.17-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leibliche Besessenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Leib|Fleisch]] und [[Blut]] jedes [[Mensch]]en ist voller [[Naturgeister]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.187.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast jeder Mensch hat böse Geister (Naturgeister) in seinem Fleisch; deswegen braucht man sich über solche Besessenheit nicht zu sehr entsetzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|58.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl der Leib alle [[Element]]e (Anm.: äußere Hülle der Naturgeister) naturmäßig in sich begreift, so ist aber (im Gesundheitszustand) von jedem nur so viel da, als der Naturordnung gemäß ist. Demnach besteht die Fremdartigkeit (Besessenheit) in den unverhältnismäßigen Proportionen, d.h. im ungeteilten Zuviel oder Zuwenig, oder in z.B. [[Gift]]en aller Art, ebenso in gewaltsamen [[Verletzung]]en, die sich ebenfalls störend und oft tödlich auf den Organismus auswirken. Jede wie immer gestaltete [[Krankheit]] des Körpers ist ein Besessensein desselben von fremdartigen, dem Körper nicht entsprechenden Elementen. Sie können in den Leib auf verschiedene Weise gelangen, entweder durch den [[Mund]], die [[Nase]], die [[Ohren]], die [[Augen]] wie auch durch die [[Poren]] der [[Haut]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.2-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Böse Geister können Tiere und Pflanzen in Besitz nehmen, wodurch dann [[Seuche]]n entstehen. Auch die eigentliche Pest, wie auch andere epidemische Krankheiten bei den Menschen sind meist eine Folge solcher böser Geister, welche die Menschenleiber irgend in Besitz nehmen und dadurch den Leib auf die eine oder die andere Art gewisserart zerstören und schließlich töten, wenn nicht alsbald Spezifikalmittel in Namen Gottes angewendet werden, denen solche Unholde weichen müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|31.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Krankheit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vererbte oder chronische Übel, die sich über eine ganze Generation erstrecken, können auf natürlichem Weg nicht mehr aus dem Körper gebracht werden, sondern nur durch die Wundermacht Gottes. Andernfalls muss das Übel vollständig ausgezeitigt werden und zeigt sich dann in Form von Aussatz, allerlei böser Fieber und Seuchen, wodurch dann der Mensch gereinigt wird, oder bei zu heftigem Auftreten auch ganze Generationen daran sterben, da es gegen so alte Schäden wenig Heilmittel gibt. Die [[Homöopathie]] ist bei den vererbten Übeln vorzuziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Heilung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Diagnose:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zu erfahren, ob ein vererbtes, chronisches oder selbsterworbenes Übel in einem ist, kann man fasten und dann und wann ein sparsames Medikament, natürlich in entsprechender Art, zu sich nehmen. Dann melden sich unter den Nerven die vererbten Übel, in den Gliedern die chronischen Übel und in den Eingeweiden die selbsterworbenen Übel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dem Leib nach entsprechend der Weisung [[Moses]] lebt, bleibt vor der Besitzergreifung durch unreine Geister sicher, vor allem wenn Er an [[Christus]] und Seine väterliche Fürsorge glaubt und alles in Seinem Namen macht. Wer dies versäumt, ist durch seine eigene [[Trägheit]] und [[Unwissenheit]] in jedem Augenblick tausend Gefahren aller Art ausgesetzt. Gott lässt die besseren Menschen durch Seine [[Engel]] beschützen, ansonsten es kaum unbesessene Menschen auf der [[Erde]] gäbe, dennoch soll man sich nicht zu sehr darauf verlassen, weil die Engel dem [[Wille]]n des Menschen keine Zügel anlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.54.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Besessenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der geistigen Besessenheit verhält es sich wie bei der leiblichen Besessenheit (durch Krankheiten, siehe oben). Geistige Besessenheit ist so normal geworden, dass die Menschen gar nicht mehr merken, was für einen abscheulichen Mutwillen die bösen Gäste mit ihnen treiben, sie sind mit dem Bösgeistigen völlig eins geworden. Es gibt derart viele (geistig) Besessene, dass dieser beklagenswerte Zustand der Menschen praktisch &#039;normal&#039; geworden ist. Das Bösgeistige besteht in [[Tanz]], [[Hurerei]], [[Groll]], [[Schelten]], [[Fluch]]en, [[Diebstahl|Rauben, Stehlen]], [[Lüge]]n, [[Stolz]], [[Hochmut]], [[Prahlerei]], [[Ehrabschneidung]], [[Neid]], [[Geiz]], [[Hoffahrt]], [[Fraß]], [[Völlerei]], [[Spott|Spott und Hohn]] gegen alles Gott betreffende, [[Pracht]], [[Mode]], [[Luxus]] usw. Dergleichen Eigentümlichkeiten sind untrügliche Zeichen des intensivsten Besessenseins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.1}}; {{L|HIM|1.410130.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Besessene der Ordnung nach:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Besessene erster Ordnung sind alle Modisten im ausgedehnten Sinne, dann alle Tanz- und Ballgeber, dann alle Tanzmusiker, dann alle Tanzlehrer, Tanzmeister, Vortänzer und Vortänzerinnen, wie auch die sogenannten Frei- oder Ballet-Tänzer, ebenso alle jene, die diese Vexier-Kunst des Satans anrühmen, gutheißen und sie mit Wohlgefallen betrachten, und endlich auch noch diejenigen Jünglinge und Mädchen, deren Herz daran hängt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dann kommen die Inhaber von Huren- und Spielhäusern, wie alle Kuppler und Spielverdinger, und so auch alle Hauptteilnehmer und Unterstützer und Protektoren solch höllischer Einrichtungen des Satans. Dann alle Ränkeschmiede, Kriegsstifter und Volksaufwiegler und Verräter. Schließlich alle Geizigen, Wucherer, Neider, Heuchler, Schmeichler, Betrüger, Lügner, Ehrabschneider, Lästerer der Gnade Gottes, Diebe, Räuber, Mörder in geistiger und leiblicher Hinsicht, und so auch alle Selbstmörder. Diese sind bis auf einige der zuletzt genannten kaum mehr (klassisch) besessen, sondern gehören zu den selbst Besitzenden, Treibenden und Ziehenden (d.h. sind völlig besessen, von den bösen Geistern völlig überwältigt).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Besessene zweiter Ordnung sind das &amp;quot;Wild&amp;quot;, die &amp;quot;Bäume&amp;quot; und das &amp;quot;Gras&amp;quot; des bösen Forstes sowie der tragende &amp;quot;Boden&amp;quot;; das sind jene, die sich in den unter Punkt 1 erwähnten Dingen schon begründet haben und in allem Falschen aus des Satans Bösem fest stehen. Nur dem &amp;quot;Wild&amp;quot; soll noch eine kurze Gnadenzeit verliehen sein, doch zur Hetzzeit und zu der dieser folgenden Zeit der Flucht, wird es verloren sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Völlige Besessenheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich ein [[böser Geist|arger Geist]] im [[Menschen]] einmal alles zinsbar und dienlich gemacht hat, dann äußert er sich nicht auf eine bemerkbare Art, sondern er tut dann ganz klug nach weltlicher Weise, dass ein jeder glauben muss, solch ein Mensch sei nicht besessen, während er doch ärger besessen ist denn ein anderer, der von irgendeinem argen Geist noch so gequält wird, weil er im Haus nicht Herr werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.186.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine solche Besessenheit durch den Würgegeist eines erzbösen römisch-katholischen Priesters findet Erwähnung in {{L|HIM|1.410711}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die bösen Geister mit der [[Menschenseele|Seele eines Menschen]] vollkommen eins geworden sind, seine ganze Natur also durch und durch verteufelt ist, dann machen sie in aller Fülle sein höchst eigenes böses [[Leben]] aus. Würden sie ihm genommen, dann würde man damit auch sein Leben nehmen. Selbst wenn der unreine Geist durch die Macht des Herrn von solch einem Menschen ausfährt, dann findet er nirgends Ruhe, kommt daher wieder zurück und beruft noch sieben andere Geister, die ärger sind als er. Mit deren Hilfe dringt er dann leicht wieder in sein altes Haus, und es wohnen dann alle in solchem Haus, worauf es mit einem solchen Menschen um vieles ärger wird, als es früher war. {{B|Mt|12|43-45}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.186.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klassische Besessenheit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klassisch Besessene sind nur selten schlechte oder gewöhnliche [[Weltmensch]]en, außer falls sich letztere plötzlich bekehren, worauf sich ihre Besitzer zum schreckenden Beispiel aller Nachbarn melden, indem der Mensch offenbar [[Verrückter|irrsinnig]] geworden ist. An sonst gewöhnlich fromme Menschen hingegen klammern sich die bösen Geister, um sie aus Rache zu verderben, weil sie selbst von Gott nicht angenommen wurden. Jedoch diese Menschen gehören dem Herrn (d.h. sind im Guten und Wahren verankert) und nicht dem Satan und brauchen sich deswegen nicht sorgen, denn sie werden an ihrer Seele keinen Schaden leiden, da der Herr Selbst das Mark ihres Lebens beschützt und die Seinen wieder zurechtzubringen weiß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.13-14}}; {{L|HIM|1.410201.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Mit &amp;quot;klassischer Besessenheit&amp;quot; ist jene Besessenheit gemeint, die sich durch hollywoodreife Phänomene manifestiert. Diese Phänomene entstehen, weil sich die Seele gegen die argen Geister wehrt. Die völlige Besessenheit zeigt diese Phänomene nicht, bzw. nur in &amp;quot;unverdächtiger&amp;quot; Form, wie Spottreden, Tanzen, Unzucht, Krieg usw. da die Seele dann mit den argen Geistern völlig eins ist.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Kinder, deren ganzes seelische Wesen aus dem Satan genommen ist, (siehe dazu [[Erdmensch#Arten|Arten von Erdmenschen]]) sind stets mehr oder weniger der Gefahr ausgesetzt, von irgendeinem bösen Geist, womit die schwarze Seele eines einst auf der Erde schon im Fleisch gelebt habenden [[Satanist|Teufels von einem Menschen]] gemeint ist, besessen zu werden. Dies geschieht vor allem dann, wenn eine solch junge Seele eine gute und himmlische Richtung zu nehmen beginnt, weil sich dadurch ein Lebensteil aus der Sphäre der Hölle entreißt. Das verursacht der gesamten Hölle einen unerträglichen Schmerz, weswegen sie alles aufbietet, solch eine Verwundung zu verhüten. Obwohl so eine Seele der Hölle gegenüber unnennbar klein und geringfügig ist, verhält es sich so, als würde man bei einem Menschen ein winziges Haar ausreißen, wobei dieser im ganzen Leib einen unausstehlichen Stechschmerz verspüren würde, dauerte er auch nur eine Stunde. Daher kommt auf der Erde das Besessensein vor und wird auch bis an ihr Ende vorkommen. Dieses Bessensein hat aber auch für den Besessenen sein entschieden Gutes, denn eine solche Seele, deren Leib von irgendeinem Teufel in Besitz genommen wird, wird durch die Qualen ihres Fleisches geläutert und vor dem [[Menschenseele#Tod|Eingehen in ihren Leib]] bewahrt. Zur rechten Zeit kommt dann schon die Hilfe von oben, und eine Weltseele ist dann für den [[Himmel]] total gewonnen. Das bedeutet aber nicht, man solle so jemandem die Hilfe vorenthalten. Gottes Vorsicht sorgt dafür, dass in diesen Fällen irgendein Beteiligter nicht eher zum Hilfesuchen gelangt, bis es beim Besessenen an der Zeit für eine rechte Hilfe ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.169.4-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt natürliche oder materielle Geister, die sich, wenn sie zu einem Menschen kommen, nicht wie andere Geister mit seinem [[Denken]] verbinden, sondern in seinen Körper eindringen und alle seine [[Sinne]] in Besitz nehmen. Sie reden dann durch seinen Mund und handeln durch seine Glieder. Dabei ist ihnen nur bewusst, dass alles dem Menschen Gehörende ihr Eigen sei. Dies sind die Geister, die beim Menschen Besessenheit hervorrufen. Nach [[Emanuel Swedenborg]] sind sie vom Herrn in die Hölle geworfen und dadurch gänzlich entfernt worden. Deshalb gäbe es gegenwärtig keine derartigen Besessenheiten mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|257}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Welche Art von Besessenheit Emanuel Swedenborg hier meint, ist fragwürdig. Wenn die klassische Besessenheit gemeint ist, dann scheint sie doch noch vorzukommen. Hier gibt es verschiedene Ansichten: Exorzisten vertreten eher die Ansicht, solche Besessenheit käme wohl noch vor, auch wenn vieles, womöglich fast alles, lediglich psychische Erkrankung sei. Psychiater und Ärzte neigen eher dazu, generell alles als psychische Erkrankungen aufzufassen. Dabei &amp;quot;übersehen&amp;quot; sie allerdings gewisse vielfach glaubwürdig bezeugte Erscheinungen, die kaum als Folge bloßer psychischer Erkrankung auftreten, z.B. das Manifestieren von Gegenständen, die übermenschlichen Kräfte, das Sprechen in fremden Sprachen, das Wissen von unbekannten Dingen - scheinen dafür aber immerhin Swedenborg auf ihrer Seite zu haben.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fälle ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* für F.G., bei der alle ärztlichen Mittel und auch magnetische Behandlung versagten, siehe {{L|HIM|2.420412}}, {{L|HEIG|420502A}} und {{L|HEIG|420502B}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die wilde Jagd ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:karneval.jpg|thumb|Faschings&#039;treiben&#039;]] Dass sich bei einem Menschen, der sonst fromm und tugendhaft ist, böse Wesen entweder durch Gebärden, oder in fremdartigen Stimmen durch allerlei, mit Hohn und Spott lästernden Reden zu erkennen geben, den armen Besessenen martern, schlagen und herumwerfen, findet auf dreifache Weise seinen Grund:&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der [[Satan|Fürst der Finsternis]] macht ständig Jagd auf alle Menschen und betrachtet sie als Wild in seinem Revier. Seine Jagdzeiten sind [[Spektakel|öffentliche Belustigungen]], [[Krieg]], [[Streit]], [[Hurerei]] und dergleichen. Die [[Tänzer]] (Spaßgesellschaft), Krieger, Neider, Hurer usw. sind sein Wild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
# Die zum Jagdgefolge Satans gehörenden [[Musiker]], die Vortänzer, Tänzer und deren Lehrer, die Ballgeber und Ballmeister; kurz: des [[Mammon]]s wohlgeschmeidige Diener. Sie sind gleich den Treibern und Jägern des Jagdveranstalters.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind zugleich auch Locker in böswilliger Absicht, deren verführendes Unternehmen am lockendsten, reizendsten, dabei aber so gar geziemend und wohlanständig sittlich erscheint, dass demnach durch solchen feinen [[Betrug]] des Satans die Menschheit ordentlich gezwungen wird, sich von solchen Unternehmern ins ewige Verderben ziehen zu lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Die sich von diesen Meistern haben fangen lassenden Schüler; es soll des Satans sein, was er sich erworben hat, denn der Herr eignet sich nicht ein fremdes Wild an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der hier Genannten werden zum Gebiet des Herrn kommen und da ohne innere [[Buße]] Seinen Namen anrufen. Aber sie werden nicht hineingelassen werden, worauf dann viel [[Lästern]] und [[Verwünschen]] vorkommen wird und viele werden sich anklammern an die dem Herrn gehörenden Menschen, um sie aus Rache zu verderben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Esssucht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwere Besessenheit kann eine Folge von [[Esssucht]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.209.11}}; {{L|GEJ|10.52.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zulassung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Will eine etwas weniger bösartige schlechte Seele guttun, kann sie der [[Gnade]], die ein unschuldiger Menschen fortwährend genießt, teilhaftig werden. Solche bösen Geister werden nicht daran gehindert, das Fleisch von unschuldigen Menschen, sogar das von [[Kind]]ern, in Besitz zu nehmen. Bei solchen Menschen wird die Seele jedoch sorgfältig geschützt und das [[Gemüt|Herz]] vor Einflüsterungen bewahrt. Führt sich der böse Geist ungebührlich auf und treibt allerlei Unwesen mit dem Fleisch, das er besitzt, wird er entweder bald hinausgeschafft oder sonst zur Ruhe gebracht. Manchmal können auch mehrere Geister ein Fleisch in Besitz nehmen. Diese schlechten Geister wollen nicht dem Rat der [[Engel]] gehorchen, sich lieber gleich an Gott zu wenden, sondern bestehen hartnäckig darauf, nur auf diesem Weg zum Herrn gelangen zu können. Dies wird ihnen dann zugelassen, weil die Engel alles auf praktische Weise unterrichten. Gewöhnlich geht es auf diesem Weg sicher nicht - nur manchmal; deswegen wird es einem schlechten Geist gewöhnlich nur einmal gestattet und nur selten zweimal. Dann kommt der Weg des Gerichtes, der Strafe und der Qualen für ihn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|58.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rache ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn eine völlig böse Seele aus dem Leib getreten ist, dann dringt sie in das Fleisch eines auf der Erde noch lebenden Menschen, um sich möglichst bitter daran [[Rache|rächen]] zu können, indem sie es auf die grausamste Weise quält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.182.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Spuk ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu [[Spuk#Burggespenster|Spuk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kennzeichen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von klassisch Besessenen wird berichtet, dass sie außerordentlich stark und so gut wie unmöglich anzuketten sind, wenn der böse Geist über sie kommt. Sie können sehr gefährlich werden, schreien furchtbar und führen sich derart schrecklich auf, dass jeder vor ihnen flüchtet. Oft sind sie von mehreren bösen Geistern zugleich besessen. Im Zustand der Besessenheit wissen sie auch Dinge, über die sie eigentlich nichts wissen dürften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.104.2}}; {{L|GEJ|1.131.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagnose und Heilung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei (echter) Besessenheit kann kein irdischer [[Arzt]] (oder Psychiater) helfen, sondern nur Gott und wer von Ihm Kraft und Macht erhalten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.209.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man die empfohlene Diät des Geistigen - [[Selbstverleugnung]] und [[Lesen]] des [[Wort Gottes]] - anwendet, wird man bald herausfinden, welcher &#039;Herr&#039; da in einem wohnt. Und sobald der durch Gott hinausgeschafft wird, reizen diese Bestien gleich die ganze Welt gegen einen solchen Befreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410130.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn das Wort Gottes angenommen (und befolgt) wird, bewirkt es Leben und macht die Besessenen frei. Wo es aber zertreten wird, da wird der Tod sein großes Erntefest halten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410202.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besessenheit durch böse Geister kann behandelt werden, indem man den Besessenen nötigenfalls aus der Menschengesellschaft entfernt und ihn durch [[Fasten]] und im Namen Gottes gehaltene [[Gebet]]e (Befreiungsgebete) heilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.66.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Zorn ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Besitznahme des irdischen [[Fleisch]]es durch den Zornteufel ist die allergefährlichste, weil ein solcher nie allein ein Fleisch besitzt, sondern stets seine Legion dienstbarer böser Geister mit ihm, das sind [[Hass]] als Haupternährer des Zorns, [[Hochmut]], [[Neid]], [[Geiz]] usw. (siehe [[Zorn]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn der Zorn einmal ein Fleisch in Besitz genommen hat, ist er kaum mehr daraus zu entfernen. Wie bei einem unlöschbaren Vollbrand gibt es kein anderes Mittel, als ihn brennen zu lassen und dann die abgekühlte Asche zu untersuchen, was nicht von der Glut verzehrt worden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für Zornbesessenheit sind die zwei [[Gergesener]], siehe {{B|Mt|8|28-34}}, {{B|Mk|5|1-20}}, {{B|Lk|8|26-39}} und {{L|GEJ|1.104.2-10}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geist des Zorns kommt nicht wie andere erst mit der Zeit ins Fleisch des Menschen, sondern wird schon bei der Zeugung als ein Same der Hölle dort hineingelegt und muss dort auch sein, weil dieser Same das Fortkommen des Fleisches bedingt. Aber der Same gerät zu keiner Selbständigkeit (Besessenheit), wenn der Mensch nicht dazu erzogen wird. Erst durch eine gewisse falsche [[Erziehung]], indem das Kind verzärtelt und ihm jede Unart nachgesehen wird, sammelt sich dieser böse Stoff in der Leber und erweckt dann die Selbständigkeit des Zornteufels, der dann die Seele gefangen nimmt, wodurch der Mensch ein förmlicher Teufel wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.7-8}}; {{L|ER|61.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei vielen Menschen ist es nicht nötig, dass dieser Fleischteufel die eigene Selbständigkeit völlig erlangt; sondern die böse Spezifikalausdünstung pflanzt sich durch den ganzen Leib fort, zunächst durch das [[Blut]], durch das Blut gelangt es in die Nerven, durch diese in den [[Nervengeist]] und durch den Nervengeist in die Seele. Ein solcher Mensch ist dann ein halber Teufel, der sich über jede Kleinigkeit heftig erregt und gleich mit [[Fluchen]] und [[Gewalt|Schlagen]] reagiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott bändigt den Fleischteufel in missratenen Kindern durch [[Krankheit]]en wie Scharlach, Friesel, Flecken, Blattern, Ruhr oder starkem Husten u.a. Er lässt oft Kinder leiblich sterben, wenn die Eltern durch falsche Erziehung den Zornteufel in ihnen kultivieren; zuweilen müssen ganze Generationen durch [[Seuche]]n und andere verheerende Krankheiten dem Leib nach getötet werden, bevor es dem Zornteufel gelingt, die Seelen völlig zu verderben. Es ist besser, dass sie schwache Himmelsgeister werden, als dass sie sonst auf der Welt zu starken Höllengeistern würden. Manchmal geschieht es der Welt wegen dennoch, dass Zorngeister aufwachsen. Wenn die Eltern noch früh genug den Zorn und Eigensinn solcher Kinder energisch bekämpfen, dann können aus ihnen brauchbare Menschen werden; ansonsten werden sie Raufbolde, Meuterer und nicht selten grässliche Peiniger der Menschheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.1}}; {{L|ER|61.15-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Damit hitzige Menschen ein ruhiges, hohes Alter erreichen, durch das der Seele ein wahrer, fester und für die Ewigkeit dauernden Bestand gesichert wird, muss folgende psychische und leibliche Diätordnung beachtet werden:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ein [[Säugling]] sollte nur durch Mittel genährt werden, die das Blut nicht erhitzen, sondern sanft und kühlend wirken. Die [[Mutter]] soll sich von geistigen Getränken und hauptsächlich von hitzigen Gemütsbewegungen enthalten; sie soll keine [[Speise]]n und Getränke zu sich nehmen, die zu sehr [[Galle]] erzeugen. Hülsenfrüchte, besonders Bohnen, sind einer säugenden Mutter nicht zu empfehlen, dafür mäßige Fleischbrühen, auch Braten vom Fleisch reiner Tiere, Mehlspeisen von Weizen, Roggen und weißem Mais; auch Wassergerste oder Reis in nicht fetter Milch gekocht. Es ist nicht wirklich gut, das [[Kind]] von einer Amme säugen zu lassen. Wenn doch, dann soll das geistige Wesen der Amme wohl erkannt sein, ob sie eine gute und sanfte Seele ist, und erwähnte Diät im Essen und Trinken und die Zügelung ihres Gemütes beachtet. Sobald sich die ersten Zähne des Kindes zeigen, soll abgestillt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Gekochte Weizenkleie mit etwas reinem Honig wäre die beste uranfängliche Kost für ein hitziges Blutkind. Man kann auch Gerstenwasser, mit Honig oder Zucker gesüßt, nehmen; gekochte Feigen und gekochtes Johannisbrot sind ebenso gut und manchmal noch besser. Bei etwas älteren Kindern ist ein leichtes Linsenmus eine gute Kost. Tierische Milch ist anfänglich nicht zu empfehlen, weil Tiere manchmal selbst nicht vollkommen gesund sind und somit auch keine gesunde Milch liefern können, was gewöhnlich zur Winterszeit der Fall ist. Manchmal sind auch Tiere vollblütigen und heftigen Temperaments, deren Milch einem hitzigen, vollblütigen Kind übel bekäme. Erst wenn Kinder ein bis zwei Jahre alt sind, können sie mit leichter, durch Wasser verdünnte Milch bedient werden. Ein gekochtes Obstmus, besonders gute Äpfel und feine Birnen, taugen sehr gut, das Blut zu reinigen und herabzustimmen. Fleisch kann solchen Kindern erst gereicht werden, wenn sie die Zähne gewechselt haben, ansonsten ihnen eine Menge gefährlicher Krankheiten drohen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Können solche Kinder einmal gehen und reden, dann sollen sie mit ruhigen und für das kindliche Gemüt nützlich-erhebenden Spielereien beschäftigt werden. Dabei soll mit fortwährender Aufmerksamkeit darauf geachtet werden, dass sich solche Kinder nie zu sehr erhitzen, weder durch Bewegung, noch viel weniger durch einen Gemütsaffekt; es muss alles weggeräumt werden, was sie nur im Geringsten ärgern könnte. Kommt es dennoch zu Gemütsaufbrausungen, ist eine zweckmäßige Strafe nie zu versäumen, welche aber nicht so geschwind mit Schlägen, sondern viel wirksamer mit zweckmäßigem [[Fasten]] bei der Hand sein sollte, denn nichts heilt den Zorn besser als Hunger. Dabei ist es sehr gut für die Kinder, wenn man sie zu strafen nötig hat, ihnen zu sagen, dass der [[Gottvater|himmlische Vater]], weil sie so schlimm waren, ihnen kein Brot geschickt habe. Wenn sie aber wieder vollends brav würden und den himmlischen Vater um Brot bitten würden, so werde Er ihnen gleich wieder eines geben. So werden dergleichen Kinder auf Gott aufmerksam gemacht, und es wird sich ihrer jungen Seele tiefer einprägen, dass sie in allem von Gott abhängt, und Er der getreue Vergelter für alles Gute und Schlechte ist. Sind solche Kinder ruhig und sittsam geworden, dann darf nicht versäumt werden, ihnen begreiflich zu zeigen, wie der himmlische Vater eine recht große Freude an ihnen hat. (Anm.: Ein Kind zu schlagen geht gar nicht, siehe dazu [[Erziehung]]. Es ohne Essen ins Bett zu schicken, ist sicher zu verantworten, aber auch das darf nicht übertrieben werden.) Werden die Kinder so geleitet, wird man später wenig Anstände mit ihnen haben, anderenfalls wird es schwerer, sie ohne Schaden auf den rechten Weg zu bringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
* Sind die Kinder erwachsen und haben in natürlicher Hinsicht schon eine vollkommene [[Selbsterkenntnis]] erlangt (Geschlechtsreife), sich aber noch hie und da Symptome übertriebener Gemütsreizbarkeit zeigen, dann sollen sie sehr mäßig leben, früh schlafen gehen, früh aufstehen, sich längere Zeit von geistigen Getränken enthalten, ebenso vom Fleisch unreiner Tiere, auf keinen Fall Orte aufsuchen, wo allerlei tolle [[Spektakel]] und schlechte Belustigung der Zuseher aufgeführt wird, insbesondere nicht wo getanzt und gespielt wird. Solche Orte sollten manche aufbrausende Menschen auf immer meiden. Sehr gut ist für solche Menschen beiderlei Geschlechts, wenn sie bald ehelichen, denn die Brunst des aufbrausenden Menschen ist viel ärger als die eines sanften. Neben dieser naturmäßigen Diät sollen sie auch oft beten und geistige Bücher lesen. Dadurch wird ihre Seele gestärkt und ihrem Geist die Fesseln gelöst, welcher leicht völlig frei wird, wenn dergleichen Menschen die Liebe Gottes ergreifen. Weil solche Menschen einer größeren [[Versuchung]] ausgesetzt sind als andere, sind sie eben darum der Gnade Gottes um soviel näher. Aus ihnen kann etwas Großes werden, wenn sie auf den rechten Weg gelangt sind, weil sie den gerechten [[Mut]] in sich haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|62.17-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Lust ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gewisse Menschen sind mit fleischlicher [[Lust]] sehr behaftet; bei anderen ist das sinnlich-fleischliche Wesen beinahe ganz stumpf. Der Grund von sehr heftiger fleischlicher Neigung, wenn z.B. ein Mann angesichts weiblicher Reize ganz toll wird, liegt gewöhnlich im Besessensein von einem oder auch mehreren geilen Fleischteufeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Alkoholische Getränke:&#039;&#039;&#039; Fleischteufel wohnen in hitzigen Getränken, im [[Wein]], im [[Bier]], besonders in gebrannten Wässern. Wenn sich Menschen mit derlei Getränken stark berauschen, haben sie in diesen Getränken sicher einen oder auch mehrere Fleischteufel in ihr Fleisch aufgenommen. Dort jucken und quälen sie die [[Genitalien]] auf eine so arge Weise, dass der Mensch nicht umhin kann, den sinnlichen Genuss des Fleisches zu befriedigen, manchmal sogar mit Tieren. Diese Fleischteufel sind nichts anderes als unlautere Seelen von verstorbenen Menschen, welche ebenfalls entweder dem Trunk oder der fleischlichen Sinnlichkeit sehr ergeben waren. Sie treten zwar aus einem Besserungsgrund in das Fleisch eines noch lebenden Menschen über; aber weil das Fleisch eben ihr Element war, so treiben sie es nicht selten in solch einem Menschen, den sie besessen haben, noch ärger, als sie es früher im eigenen Fleisch getrieben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tanzveranstaltungen:&#039;&#039;&#039; Bei Tanzunterhaltungen finden sich stets zehnmal soviel unsichtbare fleischsüchtige, unreine Seelen ein, als sonst Gäste. Auf diesem Weg kommen sie am leichtesten in das Fleisch, das hier sehr aufgeregt wird und daher überaus stark aufnahmefähig ist für sie. Daher empfinden auch Menschen nach einer solchen Veranstaltung einen förmlichen Widerwillen gegen alles Höhere und Erhabene; sie haben nichts als bloß nur mehr den Gegenstand im Sinn, der ihnen eine so große Lust bereitet hatte, etwa die Tänzerin. Dies kann dann zu Ehepaaren führen, die im Gegensatz zu den eigentlichen [[Ehe]]paaren stehen. So ein Paar verbringt seine Zeit mit der sinnlichen Lust, bis fast alle [[Seelenpartikel|Spezifika]], die dahin bestimmt sind, Zeugungskraft zu bilden, bis unter Null verbraucht werden (Zeugungsunfähigkeit). Dann erfolgt eine Erschlaffung des Fleisches und besonders der Genitalien, worauf die Fleischteufel einer solchen Seele eingeben, sich an anderes Fleisch zu wenden. So werden sich dann Mann und Weib gegenseitig zum Ekel und es folgt bald die [[Scheidung]], oder man lässt sich sitzen, oder es wird die Vereinbarung getroffen, dass jeder Teil bezüglich seiner sinnlichen Lust tun kann, wie es ihm am besten gefällt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es die verstorbenen Fleischseelen zu toll treiben und sich stets mehr in ihrer unreinen Lust entzünden, bewirken sie zumeist die abscheulichen und sehr gefährlichen [[Syphilis|syphilitischen Krankheiten]]. Dies wird von den [[Schutzengel|schützenden Engelsgeistern]] zugelassen, damit die Seele des eigentlichen Menschen nicht gänzlich zugrunde gehe in der tobenden Wut ihres Fleisches.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die durch Tanzveranstaltungen bewirkte Besessenheit äußerst sich anfänglich zwar nie mit der Heftigkeit der durch hitzige Getränke verursachten, die Geister aus den hitzigen Getränken werden jedoch leicht durch ein [[Gebet|kräftiges Gebet der Seele]] durch ihren Geist hinausgeschafft, worauf dann wieder der normale Zustand des Fleisches eintreten kann. Besessenheit durch Tanzbelustigungen erfordert hingegen schon sehr viel [[Fasten]], Beten und [[Selbstverleugnung]]. Gewöhnlich aber versuchen sich Tänzer und Tänzerinnen durch übermäßiges Essen wieder zu restaurieren, was ebenso viel heißt, als dem Fleischteufel leibeslebenslängliche Unterkunft mit Seele und [[Blut]] zu garantieren. Manche, die zu viele solcher Gäste in sich aufgenommen haben, gehen schon bald [[Leibestod|dem Leib nach zugrunde]], da sich die Unholde auch in [[Milz]], [[Leber]] oder [[Lunge]] einrichten, wenn sie in den [[Niere]]n und Genitalien nicht Platz finden. Die Folge sind dann Milz- und Leberverhärtung, Lungensucht und Abzehrung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|59.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Spielteufel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Menschen können von Jugend auf ihre Zeit nur mit Spielereien verbringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Folge tauschen die Buben ihr Kriegsspielzeug als Heranwachsende in echte Gewehre, Soldaten usw. um und werden zur Freude ihrer dummen Eltern zu Spektakelmenschen und Gecken, die nichts wissen und können, weil sie nie etwas gelernt haben, was die Verstandeskräfte ihrer Seele hätte bereichern können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Mädchen schminken, frisieren usw. erst ihre Puppen und werden dann zu putzsüchtigen Modistinnen, die zur Freude ihrer wunderlichen Eltern wie aufgetakelte Gräber herumlaufen, indem in ihnen nur Ekel und Moder und nichts geistig Lebendiges anzutreffen ist; d.h. der Spielteufel in ihnen hat sie zu Puppen gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spielsucht wird von kurzsichtig dummen Eltern geweckt, indem sie den Kindern eine Menge Spielzeug anschaffen, damit die ganz kleinen ruhig sind und die etwas größeren zu einer Tätigkeit angeleitet werden. Die Spielwarenhändler und -produzenten sind daher ein Weg, durch den böse Seelen in das Fleisch solcher Kinder gelangen und diese dazu antreiben, immer mehr Spielzeug besitzen zu wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Spielteufel ist am schwersten aus dem Menschen hinauszubringen, denn er vereint in sich [[Spielsucht]], [[Gefallsucht]], fortwährende [[Unterhaltungssucht]], materielle [[Gewinnsucht]] und mit ihr verkappte [[Herrschsucht]]. Er geht beinahe auf keine andere Weise hinaus, als wie beim [[Judas Ischariot]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vergnügungssüchtige Menschen verfallen zumeist der Hölle, denn sie halten sich für sehr gut, gerecht und nach ihren Begriffen für die Welt völlig tugendhaft, weswegen an eine Besserung nie zu denken ist, da eine Besserung nach ihrem Begriff eine Verschlechterung der feinen Sitten der Menschen wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Kinder Spielzeug haben müssen, dann sollte man ihnen Sachen geben, die irgendeine Beziehung zur [[Christkind|Kindheit Christi]] haben. Dadurch wird den Kindern ein guter Trieb eingepflanzt und sie erkundigen sich dann als Ältere freudig danach, was das Spielzeug zu bedeuten hat. So wird das Kind dann für den [[Himmel]] anstatt für die [[Hölle]] eingeschult.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|60.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Besessenheit durch Rangsucht ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rangsucht]] ist der Hauptteufel bei den Menschen und mit dem Satan fast homogen. Dieser allerböseste Teufel im menschlichen Fleisch ist die Quelle alles [[Übel]]s unter den Menschen und entspricht der untersten und tiefsten Hölle. Die Ranglust bewirkt die [[Gefallsucht]] bei den Mädchen, wo eines schöner als das andere sein will. Sie werden in frühester Zeit Kokette und sogleich auch Huren. Aus den Knaben, bei denen jeder der Stärkere sein will, werden bald Grobiane, Raufer und überhaupt Menschen, denen nichts als nur sie selbst heilig sind. Sie werden Stänker, Räsoneurs über Gott und alle Verhältnisse; sie wissen bald alles besser als ein anderer, verstehen alles besser, und ihr Urteil muss das richtigste sein, bloß weil sie es von sich gegeben haben. Wer ihnen nicht zustimmt, ist bestenfalls ein Esel, im mehr demonstrativen Fall wird er geprügelt. Der Ranglust folgen der [[Zorn]], die [[Hinterlist]] und die Verstellung. Kein Laster kann so viele in sein Verderben ziehen wie die Rangsucht. Sie ist verantwortlich für [[Krieg]]e und [[Tyrann]]ei; kein anderes [[Laster]] zieht so viele ins Verderben wie dieses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.1-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kinder werden von diesem bösen Geist erst dann befallen, wenn sie zu einiger [[Selbsterkenntnis]] gelangt sind, aber die Anlagen dazu sind schon davor da, indem es ihnen gefällt, wenn ihnen von den anderen schöngetan wird, oder sich das eine vor dem anderen hervortun will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Überall sorgen die Eltern dafür, dass ihre Kinder der weltlichen Stellung nach etwas Besseres und Höheres werden sollen als sie selbst - und nicht etwa [[moral]]isch besser und [[Weisheit|weiser]] als sie selbst, oder gar geringer oder [[Demut|demütiger]] als sie selbst, was der [[Wille Gottes|Wille des Herrn]] wäre {{B|Mk|9|35}} - und fördern so die Rangsucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.16-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bekämpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Rangsucht loszuwerden, bedarf es der Demut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Eltern sollen aufhören, aus den Kindern Tyrannen zu erziehen; sie sollen selbst lieber die Letzten als die Ersten sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil die Menschen jedoch das größte Gefallen an der Rangsucht haben, da jeder lieber ein hochgeehrter Herr als ein untergebener Diener sein will, ist jedes Übel leichter als dieses auszurotten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Exorzismus]]&lt;br /&gt;
* [[Spuk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=B%C3%B6se&amp;diff=38874</id>
		<title>Böse</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=B%C3%B6se&amp;diff=38874"/>
		<updated>2021-12-17T08:11:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Austreibung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hell.jpg|thumb|hochkant=1.4|Hölle (12. Jhdt)]] Das &#039;&#039;&#039;Böse&#039;&#039;&#039; ist der [[Satan|Teufel]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|154d}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und wird von seinen Trägern als [[Gute]]s bezeichnet, ist aber dem wirklich Guten völlig entgegengesetzt. Jene [[Liebe]], deren [[Angenehmes]] wirklich Gutes ist, gleicht der befruchtenden und belebenden Sonnenwärme, sie bewirkt eine Art von [[Paradies]], ein Garten Jehovas. Das Angenehme der Liebe zum Bösen hingegen gleicht der sengenden und tödlichen Sonnenhitze, die eine [[Wüste]] entstehen lässt, in der Schlangen, Hydren und Drachen hausen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|38b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt ein Böses des Falschen und ein Falsches des Bösen. Ein Böses des Falschen ist bei denen, welche aus Religion glauben, dass das Böse nicht verdamme, wenn man nur mit dem Mund bekenne, dass man ein Sünder sei. Ein Falsches des Bösen ist bei denen, welche das Böse bei sich verteidigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|379}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Böse ist aus Lüsten zusammengeblasen und gleichsam nur ein Bündel von Lüsten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|458}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse und Falsche wird, wenn es gegen das Gute und Wahre ankämpft, aus diesem heraus deutlich wahrgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse und das aus ihm resultierende [[Falsch]]e gleichen schwarzen [[Wolken]], die sich zwischen die [[Sonne]] und das [[Auge]] des Menschen schieben und die Helligkeit und Heiterkeit des [[Licht]]es wegnehmen, obschon die Sonne unausgesetzt die Wolken zu zerstreuen trachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|549}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Wahre]] wird durch nichts zerstört, als durch das Böse; das Falsche des Nicht-Bösen zerstört das Wahre nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|308}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Versuchung|Reiz zum Schlechten und Bösen]] ist auf dieser [[Erde]] weit größer als zum [[Gut]]en. Der Grund dafür liegt in der Bestimmung der Erde, Erziehungsanstalt für die [[Kinder Gottes]] zu sein. Eine einzige Giftpflanze genügt, um einen Sud von vielen Heilpflanzen zu verderben. Das Schlechte kann das Gute auf dieser Erde um vieles eher in sein Schlechtes verkehren als umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.145.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Böse ist ansteckend. Wer mit Räubern, Dieben, Ehebrechern und Huren zusammen lebt, der wird ihnen zuletzt ähnlich. Man kann das Böse mit der [[Pest]] vergleichen, die sich durch bloßes Anhauchen und durch die Ausdünstung überträgt, oder mit dem [[Krebs]], der sich immer weiter verbreitet und schließlich den ganzen Körper zugrunde richtet. Die Ursache dafür sind die Lustreize des Bösen, in die jeder Mensch hineingeboren wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|120b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Bösen kann man lernen, was gut ist, da die Beschaffenheit des Guten an seinem Gegenteil erkannt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|77}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Bösen werden im geistigen Sinn nicht die Bösen, sondern das Böse verstanden, weil dieser Sinn von den Personen absieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|78}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse im Zusammenhang mit der Hölle ist erst nach der [[Schöpfungsgeschichte|Schöpfung]] entstanden, denn alles war gut, was Gott geschaffen hat. {{B|1.Mose|1|31}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|53}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist bekannt, dass das Böse vom Teufel stammt; alles Böse stammt aus der Hölle. Es bildet dort mit dem aus ihm entspringenden Falschen eine Einheit, wie im Himmel alles Gute und alles daraus hervorgehende Wahre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|291}}; {{S|HH|546}}; {{S|WCR|68}}&amp;lt;/ref&amp;gt; All das Böse und Falsche rührt von den im Menschen wohnenden [[böser Geist|argen Geistern]], die sämtlich danach streben, den [[Wille]]n des Menschen für sich zu gewinnen, um sich mittels desselben auch seiner [[Liebe]] zu bemächtigen. Dadurch wird dann der Mensch selbst ein Eigentum der Hölle, wenn er nicht sorgsam Acht gibt auf sein mahnendes [[Gewissen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.401202.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus [[Selbstsucht]] und [[Weltliebe]] entspringt alles Böse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|359}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aus Liebe zu sich entspringende [[Herrschsucht]] und die aus dem [[Stolz]] auf den eigenen [[Verstand]] entspringende [[Regiersucht]] sind die Quellen aller höllischen [[Trieb]]e und somit die Quellen alles Bösen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|502}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil der Mensch glaubt, er tue alles, was er tut, aus sich, darum hängt ihm das vollbrachte Böse an, als ob es sein eigen wäre; daher ist der Mensch der Urheber seines Bösen und in keiner Weise der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|547}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verschlimmerung eines Menschen, wie auch eines ganzen Menschengeschlechtes, liegt nicht so sehr in einem bösen Willen der Menschen, sondern vielmehr in der [[Trägheit]], sich ernstlich auf den erkannten Wegen des [[Licht]]es zu bewegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.204.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Mensch und das Böse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse eines [[Mensch]]en ist seine [[Hölle]]; es bleibt sich gleich, ob man sagt, das Böse oder die Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|547}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So weit die Hölle wächst, wächst auch das Böse; alles Böse hat der Mensch aus der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|34}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder wird in das Böse geboren; aus dem [[Eigene]]n eines Menschen, [[Geister|Geistes]] oder [[Engel]]s kommt daher nichts als Böses, weil alles Gute, das sich bei einem jeden findet, vom [[Gott|Herrn]] stammt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|170}}; {{S|EW|174}}; {{S|EO|62}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das von den [[Eltern]] stammende Böse, das sogenannte [[Erbböse]], wirkt im Menschen und auf den Menschen. Es hängt von der freien [[Entscheidung]] des Menschen ab, ob er vom Bösen her handelt und somit [[schuldig]] wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|154d}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039; Blindheit&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand vermag vom Bösen her das Gute und Wahre zu erblicken, denn das dem Bösen entspringende Falsche ist [[Finsternis]]. Deshalb gleichen alle, die dem aus Bösen entsprungenen Falschen anhangen, blinden Menschen, die, was im Licht steht, nicht sehen, ja davor zurückscheuen gleich den Nachteulen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|487}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je öfter der Mensch willentlich Böses tut, desto schwerer kann er das Gute erkennen und dem Bösen Widerstand leisten, denn er gewöhnt sich daran, bis er es schließlich überhaupt nicht mehr merkt. Schließlich liebt er es, entschuldigt es, weil mit dieser Liebe Vergnügen verbunden sind, rechtfertigt es durch alle möglichen Trugschlüsse und hält es für erlaubt und gut. Dies geschieht bei Menschen, die sich bereits in der [[Jugend]] zügellos ins Böse stürzen und dabei im Herzen die göttlichen Dinge verwerfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|533}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Vernichtung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von Gott aus ist in dieser Welt jedem Mensch ein gewisses Maß gestellt, sowohl im Guten und Wahren, als auch im Bösen und Falschen. Hat der Böse sein böses Maß voll gemacht, dann hören weitere Mahnungen auf, und er sinkt stets tiefer in die dickere [[Nacht]] und in das härtere [[Gericht]] seines schon toten Lebens. Von Gott aus wird er dann als nicht mehr angesehen als ein [[Stein]], in dem kein Leben, sondern nur das Gericht und das ewige Muss des [[Wille Gottes|Willen Gottes]], den die Alten den [[Zorn Gottes]] nannten, ersichtlich ist. Dies gilt auch jedem Institut und Volk. Wenn ein Volk und sein Land voll wird des Schlechten, dann ergeht über dasselbe unweigerlich ein strenges Gericht. Das Volk hat dann seine schlechte Rolle ausgespielt und das Land wird in eine [[Wüste]] verwandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.22}}; {{L|GEJ|9.30.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hölle und Bestrafung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer je einem seiner bedürftigen Mitmenschen aus wahrer, reiner Liebe zu Gott und den Mitmenschen etwas Gutes tun wird, der wird es dem Herrn tun, und es wird ihm tausendfach vergolten werden. Aber ebenso auch das Schlechte und Böse, das jemand an seinen Mitmenschen verüben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|22.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich dem Bösen ergibt, zieht sich ebenso dessen Strafe zu, denn das Böse ist mit seiner Strafe so eng verbunden, dass es nicht getrennt werden kann. Der Unterschied im Diesseits zum [[Jenseits]] besteht nur darin, dass sich das Böse in der [[Welt]] verheimlichen lässt, nicht aber im [[Leben nach dem Tod|anderen Leben]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|550}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nichts Böses bei sich aufsucht (Anm.: wer sich für gut hält), noch es als Sünde wider Gott flieht, was einzig durch die [[Buße]] geschieht, wird nach dem Tod ein [[Dämon]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|458}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Austreibung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das [[Wahr]]e aus dem Guten des Herrn erhält man [[Macht]] über das Böse und Falsche und gegen die Hölle. Durch das Wahre wird man auch vom Bösen und Falschen gereinigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|161}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mensch hat Macht gegen das Böse und Falsche aus der göttlichen [[Allmacht]] in dem Maß, als er nach der göttlichen Ordnung lebt. Dies gründet sich darauf, dass niemand dem Bösen und daraus entspringenden Falschen widerstehen kann als Gott allein. Wenn sich der Mensch nicht an den allmächtigen Gott um [[Hilfe]] wendet, vermag er gegen das Böse und das Falsche so gut wie nichts auszurichten, weil er im Bösen geboren ist und das Böse nicht gegen sich selbst handeln kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|49}}; {{S|WCR|68}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Herr befreit den Menschen vom Bösen in dem Maß, wie er seinem Bösen widersteht und sich ihm nicht unterwerfen will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|547}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gilt, all das Gute mit allem [[Ernst]], aller Gewalt ([[Selbstverleugnung]]) und aller Kraft an sich zu reißen, wenn man von dem vielen Schlechten nicht verschlungen werden will. Indem man sein inneres Leben durch die tatsächliche Befolgung der [[Evangelium|Lehre Christi]] zu vollenden sucht, können einem die [[Gift]]e der Welt keinen Schaden mehr zufügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.145.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nicht so schwer, ein himmlisches Leben zu führen, wie man gewöhnlich glaubt. Denn wenn dem Menschen etwas begegnet, vom dem er weiß, dass es unredlich und ungerecht ist, sich aber seine Sinnesart dahin neigt, so braucht er nur daran zu denken, dass er es nicht tun dürfe, weil es den göttlichen [[Gebot]]en zuwiderliefe. Gewöhnt er sich an diese Denkweise und erwirbt sich durch Übung einige Fertigkeit oder Gewohnheit, so wird er allmählich mit dem [[Himmel]] verbunden. In dem Maße aber, wie dies geschieht, werden die oberen Bereiche seines [[Gemüt]]s aufgeschlossen, und dann sieht er, was unredlich und ungerecht ist, und soweit er dies wiederum erkennt, kann es auch ausgetrieben werden. Ist damit aber einmal ein Anfang gemacht, so wirkt der Herr alles [[Gut]]e bei ihm und sorgt dafür, dass der Mensch nicht allein das Böse sieht, sondern auch nicht mehr will und schließlich sogar verabscheut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|533}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtiger, das Böse zu kennen, als das Gute, weil nur das Böse bearbeitet (abgestellt) werden muss, wonach das Gute von selbst kommt. Deswegen ist eine [[Lehre]], nach der man nur das Gute in einer menschlichen Gesellschaft hervorheben und loben soll, über das Böse aber nicht nachdenken und es nicht tadeln soll an sich, eine überaus dumme. Das Gute bedarf weder, dass man es hervorhebt, noch dass man es lobt, denn es hebt sich von selbst hervor und lobt sich von selbst. Notwendig ist jedoch, dass jeder Mensch nach seinen bösen Gedanken, Begierden und Werken Jagd macht und sie wie ein böses Wild erlegt, vergleichbar einer Wäscherin, welche die schmutzige Wäsche erkennt und reinigt, worauf diese automatisch sauber wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|57.4-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist nichts Angenehmes mit Hölle, Teufel und Satan irgendeine Bekanntschaft zu machen. Aber wenn jemand in dem Haus eben dieser Herrschaften eine Zeitlang zubringen muss, um den Platz seiner künftigen Beschäftigung kennenzulernen samt der bösen Herrschaft dieses Hauses, wäre es sehr dumm, sich wie eine Raupe vor aller Teufelei einzupuppen, wo man eigentlich alle seine Aufmerksamkeit verzehnfachen sollte, damit einem keine Eigenschaft dieses Hauses entginge. Wer das Böse meiden will, der muss es zuvor kennen; sonst bleibt er gleich einem unmündigen Kind, das zwischen Dreck und Brot und Schlange und Fisch keinen Unterschied macht und eines wie das andere in den Mund steckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|57.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzelne Gerechte bleibt vor dem Angesicht Gottes nicht unbeachtet, auch wenn sich das überviele Böse durchsetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|28.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhalten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll nichts Böses tun, weil alles Böse des Teufels und vom [[Satan|Teufel]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|3b}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Insoweit, als der Mensch vom Bösen absteht, das heißt, [[Buße]] tut, insoweit wird er von Gott angenommen und tut das Gute aus Ihm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|490}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll nie Arges mit Argem vergelten, wenn man wahrhaft gut werden will, ein wahrhaftes [[Kind Gottes]], denn Gott lässt Seine [[Sonne]] scheinen über [[Gerechte]] und [[Ungerechte]]. Wer Böses mit Bösem vergilt, der ist wie einer, der eine schlechte Speise durch noch schlechtere Zutaten verbessern will, d.h. er ist ein [[Tor]]. Vergilt man aber das angetane Böse mit Gutem, dann wird man seinen Bruder sänften und aus ihm am Ende einen guten Bruder ziehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.102.21}}; {{L|GEJ|1.74.6}}; {{L|GEJ|1.74.10-11}}; {{L|GEJ|1.74.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Böses tut und kennt es nicht, der soll belehrt werden, desgleichen auch, der es tut in der [[Not]]. Der [[Mutwille]] aber soll allzeit und ewig [[Strafe|bestraft]] sein. Wer das Gute kennt, tut aber dennoch aus purem satanischen Mutwillen Böses, der ist ein Teufel aus dem Fundament der Hölle und muss mit [[Feuer]] gezüchtigt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|253.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und das Böse ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat bei der [[Erschaffung]] alle geschaffenen [[Dinge]] [[gut]] genannt. {{B|1. Mose|1|31}} Nichts in der [[Natur|Welt]] ist schlecht als allein der [[Mensch]], wenn er sich in seinem [[Gemüt|Herzen]] vom Herrn abwendet. Ist der Mensch solcherart arg und schlecht, dann ist für ihn auch die ganze Welt arg und schlecht. Wer ein reines Herz hat, für den ist alles rein und er wird alles in der [[Wahrheit]] ersehen; ist das Herz aber unrein, dann ist einem alles so, wie das Herz ist. (nach Henoch)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.248.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor Gott gibt es durchaus nichts Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung [[Wille Gottes|Seines Willens]]; und dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören gleich gut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Geschöpfe aber ist nur der Verhältnisteil der Bejahung als gut zu betrachten, unter dem das Geschöpf neben und in Gott bestehen kann, und das ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Gott. Der auflösende oder zerstörend herrschende mächtige Teil ist böse im Anbetracht des Geschöpfs, weil es im selben neben und in Gott nicht als existierbar gedacht werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Gott ist das Ja wie das Nein gleich gut; denn im Ja schafft Er, und im Nein ordnet und leitet Er alles.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das Nein, und das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Gott geworden ist, allwo es dann auch im Nein wird bestehen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Gott gibt es keinen Satan und keine Hölle, – wohl aber im Anbetracht seiner selbst (des Satans selbst) und der Menschen dieser [[Erde]], weil es sich hier um die Bildung der [[Kinder Gottes]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf zahllosen anderen [[Planet|Welten]] kennt man den Satan und somit auch das Nein nicht, sondern allein nur das Ja in seinen Verhältnissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde ist eine Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und blinden [[Lärm]]; aber Gott schaut das mit anderen [[Auge]]n als ein Mensch dieser Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Herrn ist das Böse zuwider, denn es ist gegen Seine göttlichen Gesetze im Wort, welches aus Ihm, folglich Er Selbst ist. Nach Seinem göttlichen Wesen will der Herr alle selig machen, denn Er ist der Seligmacher, kann aber den Menschen nicht selig machen, wenn er nicht nach Seinen Gesetzen und Geboten lebt. Wer das Böse liebt, hat auch seine Freude daran, dem Herrn Übles zu tun, ja Ihn zu kreuzigen. Dies liegt im Innersten alles Bösen verborgen, auch bei denen, die in der Welt mit dem Mund Ihn bekennen. Solches ist zwar den Menschen unbekannt, die Engel aber wissen es gar wohl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|527}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warum verhindert der Himmel oder Gott nicht das Böse? ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Ausbildung der Menschen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne ein Kontra kann es nie ein Pro geben, ohne ein Hinab kein Hinauf. In einer Welt, wo der Mensch sich aus sich selbst zu einem wahren Kind Gottes gestalten soll, muss ihm auch alle mögliche gute und schlechte Gelegenheit geboten sein, die Lehre Gottes im Vollmaß ausüben zu können. Wie könnte man jemandem Gutes tun, wenn niemand je Hilfe benötigte? Wie könnte man jemanden etwas lehren, der schon alles weiß? Es muss kalt und warm sein, damit der Reiche Gelegenheit bekommt, seine armen und nackten Brüdern mit Kleidung zu versehen. Es muss Arme geben, damit die Reichen sich in der Barmherzigkeit und die Armen in der Dankbarkeit üben können. Es muss Starke und Schwache geben, damit die Starken Gelegenheit bekommen, den Schwachen unter die Arme zu greifen, die Schwachen aber in der Demut ihres Herzens erkennen, dass sie schwach sind. Also muss es auch gewisserart Dumme und Weise geben, ansonsten den Weisen ihr Licht ein vergebliches wäre. So es keine Bösen gäbe, an wem würde denn der Gute ein Maß haben, ob und inwieweit er wirklich gut sei? Ohne viele Pro- und Kontra-Gelegenheiten, durch die sich die Kinder in allem üben und völlig ausbilden können, könnten sie unmöglich zu wahren, allmächtigen Kindern des Allerhöchsten werden. Solange ein Mensch nicht in allen möglichen Dingen und Verhältnissen den Satan mit höchst eigener Macht aus dem Kampffeld treiben kann, hat er die volle Kindschaft Gottes noch lange nicht. Daher muss er Gelegenheit zum Kampf und Sieg haben. Das wahre Reich Gottes kostet einen großen Kampf der vollsten Freiheit des ewigen Lebens wegen. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.59.8-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die höhere Sicht Gottes&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei allen noch so widerwärtigen Erscheinungen auf dieser Erde soll man nicht verzagen, denn der Vater im Himmel weiß darum und weiß am besten, warum Er sie zulässt. Zum Beispiel sind die meisten [[Krankheit]]en nichts als Verhütungen, damit die [[Menschenseele#Tod|Seele nicht mit dem Fleisch eins]] werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.169.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Der freie Wille oder das Leben der Menschen&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr könnte alle Menschen der Welt mit [[Wille Gottes|Seinem Willen]] zu guten Handlungen nötigen. Das würde aber ein [[Gericht]] sein, das den freien Menschen zu einer [[Maschine]] machen würde. Der Mensch würde ein [[Sklave]], ein [[Tier]], sogar noch schlechter, denn der von Natur aus gerichteten Seele des Tieres würde kein weiterer moralischer Schaden zugefügt, weil sie noch lange nicht etwas mit einem freien Moralgesetz zu tun haben kann, aber die Seele des freien Menschen würde durch einen inneren mechanischen Zwang den größten Schaden an ihrem Wesen erleiden, weil das gerichtete Tierische ganz wider ihre freie moralische Natur liefe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.17.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott als Urheber des Bösen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott ist das Gute Selbst und weil Können und Wollen bei Ihm eins sind, und Er nichts als das Gute will, so vermag Er auch nur das Gute zu tun. Die göttliche [[Allmacht]] entwickelt und verwirklicht sich innerhalb der [[Sphäre]] der unendlichen Ausdehnung des Guten. Sie kann sich auf keinen Fall selbst untreu werden, um mit irgendeinem Bösen in Berührung zu treten; sie kann dieses auch nicht von sich aus fortschaffen. Es ist das Böse selbst, das sich von Gott abwendet und daher gänzlich von Gott getrennt und in die Hölle geworfen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|56}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bosheit]]&lt;br /&gt;
* [[Böser]]&lt;br /&gt;
* [[Dualität]]&lt;br /&gt;
* [[Hölle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=H%C3%B6lle&amp;diff=38873</id>
		<title>Hölle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=H%C3%B6lle&amp;diff=38873"/>
		<updated>2021-12-17T08:10:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Höllenfurcht */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Hell.jpg|thumb|Hölle (12. Jhdt)]] In der &#039;&#039;&#039;Hölle&#039;&#039;&#039; herrschen [[Selbstsucht]], [[Weltliebe]] (Materialismus), [[Hochmut|Eigendünkel]], [[Herrschsucht]] und [[Beschuldigung]] anderer. Diese Dinge manchen die Hölle aus und sind die Hölle. Es gibt nirgends eine andere Hölle, als die sich aus der Selbstsucht im [[Gemüt|Herzen]] des [[Menschen]] von selbst gestaltet und ausbaut. Wo der fleischliche Sinn noch nicht freiwillig verbannt wurde, da ist noch Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|15.17}}; {{L|RB|1.111.5}}; {{S|HH|282}}; {{S|HH|554}}; {{S|JG|55}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hölle ist der ärgste Feind des (ewigen) [[Leben]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.152.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist von [[Gott]] gestellt (zugelassen) und für ewig in sich selbst von allen [[Himmel]]n, strengst gerichtet, abgeschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.143.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nirgends einen eigens geschaffenen Himmel, noch eine eigens geschaffene Hölle, sondern alles das kommt aus dem Herzen des Menschen. So bereitet sich jeder Mensch im Herzen, je nachdem er [[Gut]]es tut oder [[Böse]]s, entweder den Himmel oder die Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.8.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Hölle besteht aus Wesen, die teils durch ihre Geschichte und zum Teil durch die Geschichte der Weltgroßen zu [[Teufel]]n geworden sind und ihr [[geistiges Leben]] gänzlich verwirkt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.169.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Beschaffenheit der Hölle besteht aus ungezählten Myriaden, nämlich aus allen, die sich von der [[Schöpfung]] der [[Universum|Welt]] an durch ein böses Leben und einen falschen [[Glauben]] von Gott entfernt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle im natürlichen Sinn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle im engsten Sinn ist der [[Leib]]; im weitesten Sinn ist sie die [[Materie]] aller [[Weltkörper|Welten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.137.13}}; {{L|GEJ|2.210.8}}; {{L|GEJ|7.170.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist jedes irdischen Menschen innigster [[Freund]] und intimste Freundin, indem sie ihm alles verschafft, was seiner Natur schmeichelt und diese mit allerlei fleischlich behaglichen Reizen erfüllt. Solange der Mensch auf der [[Erde]] lebt, kann er sich nie völlig von ihr trennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.470527.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle im Sinne von Lastern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fleischliche (Selbstsucht) und weltliche Liebe (Weltsucht) stellt die Hölle beim Menschen dar, weil diesen Arten der Liebe alles Höllische eingeschrieben ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|481}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Qualen und Martern der Hölle gehen aus der Eigenliebe hervor. Sie ist aus der verderblichsten Selbstliebe gemacht durch die Menschen und nicht etwa durch Gott. Daher müssen sich sich solche Menschen auch all das Üble gefallen lassen, was aus der Selbstsucht hervorgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.266.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist erbaut aus Hochmut und Herzenshärte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle im Sinne des Falschen und Bösen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zustand der Hölle beim Menschen ist die [[Falsch#Verbindung von Falsch und Böse|Verbindung des Falschen im Verstand mit dem Bösen des Willens]] in ihm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|422}}; {{S|HH|425}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Böse eines Menschen ist seine Hölle. Es bleibt sich gleich, ob man sagt, das Böse oder die Hölle. Und weil nur der Mensch selbst der Urheber seines Bösen ist, so bringt er sich auch selbst in die Hölle und nicht der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|547}}; {{S|EO|62}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So weit die Hölle wächst, wächst auch das Böse; alles Böse hat der Mensch aus der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hölle befindet sich jeder im Falschen des Bösen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|539}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alles, was der [[Ordnung Gottes|göttlichen Ordnung]] zuwider läuft, entspricht der Hölle und bezieht sich sämtlich auf das Böse und Falsche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|113}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hölle ist wie ein unaufhörliches Streben, alles Gute und [[Wahr]]e zu zerstören, verbunden mit [[Zorn]] und einer gewissen blinden Wut darüber, dass sie das nicht vermag. Darin überwiegt ein Streben, das Göttliche des Herrn und damit den Himmel zu vernichten und zu zerstören, weil Er die Quelle alles Guten und Wahren ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|538}}; {{S|HH|595}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist aus der allerabgefeimtesten [[Politik]] zusammengesetzt, und der [[Satan]] selbst ist der Großmeister aller Politik.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.199.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hölle besteht zwar nur aus lauter [[Lüge]], ist aber dennoch keine Lüge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401108.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle im Sinne von Teufel und Satan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist in ihrem ganzen Inbegriff das, was Teufel und Satan genannt wird, weil alle, welche in ihnen sind, Teufel und Satane genannt werden. Teufel heißt die Hölle, welche hinten ist, wo diejenigen sind, welche böse Genien (genii) genannt werden. Gemeint sind die, die sich im Bösen befinden, besonders jene, die in der Liebe zu sich sind. Unter Teufel wird diejenige Hölle verstanden, in der die Bösen sind, und im Allgemeinen das Böse, das in ihr und aus ihr ist. Satan heißt die Hölle, welche vorne ist, wo die sind, welche böse Geister heißen. Gemeint sind die, welche im Falschen sind, besonders jene, welche im Stolz auf eigene Einsicht sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|311}}; {{S|JG|14}}; {{S|EO|97}}; {{S|EO|99}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie der Himmel in seinem Gesamtumfang einen einzigen göttlichen Menschen darstellt (siehe [[Großer Mensch]]), formt auch die Hölle in ihrem Gesamtumfang einen monströsen Teufel und kann daher auch wirklich im Bild eines Teufels ([[Schöpfungsmensch]]) dargestellt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|553}}; {{S|WCR|32f}}; {{S|WCR|68}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle im Sinne von Unmäßigkeit und Ordnungswidrigkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Himmel#Maßhalten und Gottesordnung|Maßhalten und Gottesordnung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Hölle als Welt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es in dieser [[Welt]] zugeht, ebenso geht es in der Hölle zu, nur mit dem Unterschied, dass die Guten, Demütigen, Geduldigen und auf Gott Vertrauenden ausgeschieden sind für ewig. Allein die Bösen haben da ihren falschen, argen und völlig nichtigen Umzug.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.33.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ganze Hölle besteht aus lauter [[Zuchthaus|Zuchthäusern]], die aber verschieden sind. Beispielsweise gibt es einen Vorsteher, der weiß, wer zu welchem Geschäft taugt, und der den Insassen die Arbeit täglich aufträgt. Wird die Arbeit ausgeführt, gib es Speise und Kleidung, wo aber nicht, dann auch keine Speise und Kleidung. Wenn einer dem anderen Böses tut, wird er bestraft und so lange jämmerlich gequält, bis der Vorsteher ein Zeichen der Reue bei ihm sieht. Nach Verrichtung des Geschäftes ist es erlaubt, herumzugehen, sich zu unterhalten und zu schlafen. Die Insassen dürfen auch eine Hure zur Frau nehmen, wobei aber bei Strafe untersagt ist, mit anderen zu huren. Alle Insassen erscheinen als Nichtswürdige und keiner von ihnen weiß, wer und in welchem Beruf er in der Welt gewesen. Die Insassen waren in der Welt Diener, Krieger, Anführer, Priester, der eine in Würden, der andere in Reichtum, dennoch wissen alle nicht anders, als dass sie Sklaven und Genossen desselben Zustandes gewesen waren, und das Innere alle in der geistigen Welt vereinigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|153.X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hölle setzen keine äußeren Bande Schranken, keine Furcht vor dem Gesetz, vor dem Verlust des guten Namens, der Ehre, des Erwerbs und des Lebens. Dort herrscht die selbstsüchtige Begierde, etwas Böses zu tun, in jedem Einzelnen, und jeder stürzt sich aus seinem Bösen heraus auf den anderen. Soweit er kann, unterwirft einer den anderen seiner Herrschaft, und gegen die, die sich nicht unterwerfen lassen, wütet er mit Lust. Diese Lust zu Schaden hängt so eng zusammen mit der Lust zu herrschen, dass sie auf gleicher Stufe stehen. Alle Höllen sind solche Gesellschaften. Das sich gegenseitig Unterjochen und Foltern geht ohne Unterbrechung fort, ständig herrscht [[Aufruhr]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|573-574}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Drohung]], [[Rache]] und [[Krieg]] sind Tugenden der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.167.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im allerstrengsten Sinn ist die Hölle eine [[Republik]], womit eine Gesellschaftsform gemeint ist, in der eine größere [[Gesetzlosigkeit]] herrscht und jeder herrschen und keiner gehorchen will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401124.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch [[Klage|klagt]] und [[Prozess|prozessiert]] die Hölle ewig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|51.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Verbrecher|Diebe, Räuber und Mörder]] sind als wilde, reißende Bestien, die Tag und Nacht auf Raub lauern, Ebenbilder der Hölle. So wie man [[Raubtier]]e in starken Zwingern halten muss, ansonsten niemand seines Leibeslebens sicher wäre, bedarf die Hölle der strengsten Gesetze und Strafen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.75.2-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Höllen lassen sich mit einem Heer von Räubern oder [[Rebell]]en vergleichen, die in ein Reich oder eine Stadt einfallen, die Häuser in Brand stecken, die Güter der Einwohner plündern, die Beute unter sich teilen und darüber frohlocken und sich rühmen. Man kann die Höllen auch mit einer Zusammenrottung wilder Tiere vergleichen, die aus den Wäldern hervorbrechen, die Nutztiere und Menschen anfallen, wodurch es die Menschen nicht mehr wagen, die Stadt zu verlassen, die Felder brach liegen und die Bewohner der Stadt einer Hungersnot entgegensehen. Ebenso sind die Höllen gleich Ungezieferschwärmen, die alles kahlfressen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|117}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Man kann die Hölle auch mit einem Ungeheuer von einem Menschen oder einem [[Löwe]]n vergleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|123f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Reiche|reiche]], [[Putzsucht|geputzte und geschmückte]] [[Frau]], die in weichen und buntgefärbten Kleidern einhergeht, ein offenes Gesicht auf der Gasse zur Schau trägt, sich gerne von den Reichen und Angesehenen begrüßen lässt und die [[Arme]]n verachtet, ist eine getreues Abbild der verlockenden Hölle in kleinster Gestalt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.167.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lage der Höllen im Besonderen kann niemand erfahren, nicht einmal die Engel im Himmel; allein der Herr weiß warum. Im Allgemeinen ist ihre Lage bekannt aufgrund der Gegenden, in denen sie sich befinden. Denn die Höllen sind ebenso wie die Himmel nach Gegenden eingeteilt, die in der geistigen Welt nach den Grundneigungen bestimmt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|587}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt auch Höllen unterhalb der Höllen. Manche stehen miteinander durch Übergänge in Verbindung, und zwischen vielen besteht eine Verbindung durch ihre Ausdünstungen, je nach der Verwandtschaft der verschiedenen Arten und Gattungen des Bösen untereinander. Es gibt (in der geistigen Welt) unter jedem Berg, Hügel und Felsen, wie auch unter jeder Ebene und jedem Tal Höllen. Der ganze Himmel und die ganze Geisterwelt (Mittelreich) sind gleichsam unterhöhlt durch eine fortlaufende Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|588}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Höllen wirken einheitlich zusammen, denn das Böse in den Höllen hängt ebenso zusammen, wie das Gute in den Himmeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|592}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott trennt Himmel und Hölle durch eine Kluft, damit die Hölle nicht dem Himmel Gewalt antut, andererseits aber auch der Himmel der Hölle keine Qualen verursachen kann; denn die Höllischen müssen in dem Maße leiden, als der Himmel bei ihnen einfließt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|74e}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Höllen greifen fortwährend den Himmel an und trachten danach, ihn zu zerstören. Der Herr dagegen beschützt ihn fortwährend, indem er seine Bewohner von dem Bösen ihres Eigenen abhält und in dem Guten erhält, das von Ihm ausgeht. Umgekehrt aber richtet der Himmel niemals einen Angriff gegen die Höllen, wohnt doch der göttlichen [[Sphäre]] das unausgesetzte Streben inne, alle zu retten. Weil aber sämtliche Bewohner der Hölle (dem Geist nach) dem Bösen verfallen und dem Göttlichen feind sind, können sie nicht gerettet werden. Daher werden die Aufstände in den Höllen nur soweit als möglich gebändigt und die Grausamkeiten in Schranken gehalten, damit sie nicht über das zulässige Maß hinaus gegeneinander losschlagen. Dies wird durch unzählige Mittel der [[Allmacht|göttlichen Macht]] bewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|595}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist nie gefährlicher und unheilbringender, wenn sie sich äußerlich ganz ruhig verhält, aber dafür innerlich mit einer desto größeren Wut zu toben beginnt. Dagegen aber ist auch der Himmel nie wachsamer gegen die Hölle gestellt, als so er sich bei solch inneren Umtrieben der Hölle ganz ruhig und gleichmütig zu verhalten scheint. So lange die Hölle bloß innerlich gärt und tobt, schreitet der Himmel nicht ein. Aber so sie, mit der Weile ermutigt, ihre Wut nach außen hin in Wirksamkeit treten lässt, dann lässt auch der Himmel seine kräftigen Gegenmittel wirksam werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.168.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ruht niemals, Böses zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.216.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursprung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist nicht von Gott erschaffen und ist auch nicht ein Ort zur ewigen Bestrafung der Übeltäter auf der Erde. Sie hat sich von selbst gebildet aus jenen vielen [[Menschenseele]]n, die auf dieser Erde im Fleisch jeder göttlichen [[Offenbarung]] Hohn sprachen, [[Atheismus|Gott leugneten]], nur taten, was ihrer äußeren Sinnlichkeit behagte, aber sich am Ende selbst zu Göttern erklärten und dies durch [[Gewalt]] und [[Marter]] durchsetzten und große [[Opfer]] verlangten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.240.1}}; {{L|RB|1.30.6-7}}; {{S|JG|22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Hölle aus dem menschlichen Geschlecht ist, erschließt sich aus den Worten des Herrn vom Reichen und vom Lazarus, &amp;quot;dass jener in die Hölle gekommen sei, und von da mit Abraham gesprochen habe, dieser aber in den Himmel gekommen sei&amp;quot; {{B|Luk|16|19-31}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|19}}; {{S|JG|22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegensatz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hölle kann man überhaupt nichts von all jenen Dingen wahrnehmen, die sich im Himmel befinden, sondern allein deren Gegensätze, da die Neigungen der Liebe der Höllische, die Begierden des Bösen, die Gegensätze der Liebesneigungen der Engel des Himmels darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|78e}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unterhalb jeder Gesellschaft des [[Himmel]]s findet sich eine entsprechende Gesellschaft der Hölle als ihr Gegensatz. Zwischen Himmel und Hölle besteht ein beständiges [[Gleichgewicht]], auf dem das Heil aller Wesen in den Himmeln wie auf Erden beruht. Das Verhältnis von Himmel und Hölle gleicht zweier Gegensätze, die von Gott im Gleichgewicht gehalten werden, damit die höllische Gesellschaft nicht das Übergewicht bekommt; sobald sie zu überwiegen beginnt, wird sie durch verschiedene Mittel in Schranken gehalten. Wenn zwei Wesen gegeneinander wirken und jedes im selben Maß zurückschlägt und widersteht, wie das andere kämpft und angreift, so kommt bekanntlich keines von beiden zum Ziel, weil ihre Kräfte sich gegenseitig aufheben. Jedes von ihnen kann daher von einem Dritten nach Belieben bewegt werden. Ein solches Gleichgewicht besteht zwischen Himmel und Hölle. Jedoch handelt es sich nicht um ein Gleichgewicht wie zwischen zwei gleich starken Kämpfern, sondern um ein geistiges Gleichgewicht des Falschen gegen das Wahre und des Bösen gegen das Gute. Die Hölle strömt aus dem Bösen fortwährend Falsches aus, umgekehrt der Himmel aus dem Guten fortwährend Wahres. Dieses geistige Gleichgewicht bewirkt, dass der Mensch in der [[Willensfreiheit|Freiheit des Denkens und Wollens]] steht. &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|536-537}}; {{S|HH|594}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Gleichgewicht#Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle|Gleichgewicht zwischen Himmel und Hölle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufteilung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist in [[Gesellschaft]]en unterteilt, wie der Himmel, und zwar auch in ebensoviele unzählige, denn um des Gleichgewichts willen steht jeder Gesellschaft im Himmel eine solche in der Hölle gegenüber, nur unterscheiden sich die höllischen Gesellschaften nach dem Bösen und daraus resultierenden Falschen, anstatt nach dem Guten und Wahren. Diese Gesellschaften sind gemäß den Unterschieden eines jeden Bösen und dessen Gattungen und Arten genauestens unterteilt und näher oder weiter voneinander entfernt, je nach den Unterschieden des Bösen im Allgemeinen, im Besonderen wie im Einzelnen. Jeder einzelne Geist gehört zu einer Gesellschaft, durch deren Einfluss er auch besteht und mit der er folglich auch als eins zusammenwirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|294}}; {{S|HH|541-542}}; {{S|HH|588}}; {{S|HH|594}}}; {{S|WCR|32f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den nach hinten (unten) gelegenen Höllen finden sich die meisten [[böser Engel|bösen Engel]]. Ebenfalls in den hinteren, aber nicht so tiefen Regionen befinden sich jene Teufel, die zwar wie die bösen Engel auch der Selbstliebe ergeben, aber nicht derart hinterlistig und bösartig als Menschen waren. In den vorderen Höllen sind die aus Weltliebe [[Bösen]] zu finden; sie werden &amp;quot;Geister&amp;quot; (spiritus) genannt und verkörpern eine weniger große Bosheit, also Hass und Rachsucht, als jene, die aus Selbstliebe böse sind. Folglich sind sie auch nicht dermaßen hinterlistig und schlau und ihre Höllen milder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|578}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zwei Reiche ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle ist entsprechend dem Himmel - dem himmlischen und geistigen Reich - ebenfalls in zwei Reiche gegliedert:&lt;br /&gt;
# Das teuflische Reich, das Gegenstück zum himmlischen Reich, wo alle in der [[Gottesliebe|Liebe zum Herrn]] leben, befindet sich in der westlichen Gegend. Seine Bewohner heißen &amp;quot;böse Engel&amp;quot;, die alle der Selbstliebe verfallen sind. Es besteht aus denen, welche in der Herrschsucht aus Liebe zu sich, und aus ihr in der Torheit sind, denn diese Liebe ist der himmlischen Liebe, und ihre Torheit der himmlischen Weisheit entgegengesetzt. Unter der Torheit wird die Torheit in himmlischen Dingen verstanden.&lt;br /&gt;
# Das satanische Reich, das Gegenreich zum geistigen Reich, wo alle von der [[Nächstenliebe]] erfüllt sind, füllt die nördliche und südliche Gegend aus. Seine Bewohner heißen &amp;quot;Geister&amp;quot; und sind der Liebe zur Welt ergeben. Es besteht aus denen, welche in der Herrschsucht aus Stolz auf eigene Einsicht und aus ihr im Unsinn sind, denn diese Liebe ist der geistigen Liebe, und ihr Unsinn der geistigen Einsicht entgegengesetzt. Unter dem Unsinn wird der Unsinn in geistigen Dingen verstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|596}}; {{S|EO|387}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Drei Höllen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle wird in drei Grade oder Stufen eingeteilt, wobei die unterste die schlimmste ist. Eine obere oder erste Stufe als Gegenüber zum [[Unterer Himmel|Unteren Himmel]], eine mittlere als Gegenstück zum [[Mittlerer Himmel|Mittleren Himmel]] und eine unterste als Gegenpol des [[Höchster Himmel|Höchsten Himmels]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.162.9}}; {{L|GEJ|7.170.14}}; {{S|HH|542}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der ersten Hölle richtet sich die Herrschsucht nur auf Weltliches (Weltherrscher) und ist daher dem Geist bei angemessener Vorsicht nicht schädlich. Die zweite Hölle streckt ihre Schlangenarme schon auch in das Geistige (Kirchenfürsten), da muss sich schon jeder Geist streng in Acht nehmen, keinen Schaden zu leiden, so er sich nähert. Die dritte Hölle können nur die allermächtigsten [[Engel]]sgeister, die von Gott mit aller möglicher Kraft eigens ausgerüstet werden, unbeschädigt passieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|1.19.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Rangsucht]] entspricht der untersten und tiefsten Hölle. Sie ist verantwortlich für [[Krieg]]e und [[Tyrann]]ei; kein anderes [[Laster]] zieht so viele ins Verderben wie dieses.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|63.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entweihen heißt [[Glaube|glauben]] und nachher [[Leugnung|leugnen]]. Wer entweiht, wird in die allerunterste und unerträglichste Hölle verstoßen. Das ist die Gefahr, die unter {{B|Joh|12|40}} verstanden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Licht und Wärme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höllische [[Wärme]] und das höllische [[Licht]], entspringt der gleichen Quelle wie die [[himmlische Liebe]], nämlich aus der [[Gnadensonne|Sonne des Himmels]], bzw. aus dem Herrn. Höllisch wird dieses Wärme und dieses Licht nur durch die, die es aufnehmen, denn alles, was aus der geistigen Welt kommt, wird entsprechend seiner Aufnahme, bzw. je nach den [[Form]]en verändert, in die es einfließt. Es verhält sich damit nicht anders wie mit der Wärme und dem Licht der irdischen [[Sonne]], das je nach Aufnahme völlig gegenteilige Wirkungen zeitigt. Fließt von der Sonne des Himmels her Wärme bzw. Liebe in etwas Gutes ein, wie es sich bei guten Menschen und Geistern und bei den [[Engel]]n findet, so wirkt es befruchtend. Auf die Bösen übt die Sonne des Himmels jedoch die gegenteilige Wirkung aus, denn durch deren Böses wird sie entweder erstickt oder verkehrt. Dasselbe Licht, das in das Wahre des Guten einfließt und [[Einsicht]] und [[Weisheit]] bewirkt, wird in [[Unsinn]] und alle möglichen [[Wahnvorstellung]]en verdreht, wenn es in das Falsche aus dem Bösen einfließt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|569}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Black Sun.svg|thumb|Auch die Hölle hat ihre &amp;quot;Sonne&amp;quot;]] Anstelle der [[Sonne]] und des [[Mond]]es gibt es in der Hölle finstere Körper, auf welche die Höllenbewohner, die sich vom Herrn als Sonne  oder Mond abwenden, blicken. Die Höllensonne bezeichnet die Selbstliebe und der Höllenmond die Weltliebe. Die sogenannten [[böse Engel|bösen Engel]] (genii) blicken auf jenen finsteren Körper, der die Stelle der irdischen Sonne einnimmt, die sogenannten Geister auf jene Finsternis, welche die Stelle des irdischen Mondes einnimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|151}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das höllische Licht ist ein Licht wie von glühenden [[Kohle]]n oder auch ähnlich brennendem [[Schwefel]]; für die der fleischlichen Liebe (Selbstsucht) Verfallenen ist es wie ein helles Licht. Sobald jedoch nur ein Strahl des himmlischen Lichtes einfällt, wird es zu schwarzer [[Finsternis]]. Daher heißt es, in den Höllen herrsche Dunkel und Finsternis, was das Falsche aus dem Bösen bedeutet. Die Wärme der Hölle ist die Liebe zur Grausamkeit anderen gegenüber, die einem nicht geneigt sind. Geringschätzung anderer, Feindschaften, Hassausbrüche, Rache bereiten dieser Liebe Vergnügen, und wenn die bösen Geister sich ihnen ergeben, empfinden sie das als ihr Leben und wissen überhaupt nicht, was es bedeutet, anderen Gutes zu tun aus dem Guten selbst und um des Guten willen, vielmehr nur, was es heißt, Gutes aus böser Absicht und um des Bösen willen zu tun.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|481}}; {{S|HH|553}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand in der Hölle befindet sich in einer [[Flamme]], sondern die Flamme dort ist die Erscheinung der Liebe zum Falschen, und das [[Feuer]] die Erscheinung der Liebe zum Bösen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|282}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Höllenfeuer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Himmelsrichtungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hauptgegenden der Hölle sind denen des Himmels entgegengesetzt. [[Osten]] ist für sie, wo der finstere Körper (Höllensonne) ist, [[Westen]], wo die Sonne des Himmels (Gnadensonne) steht. [[Süden]] liegt für sie zur [[Rechts|Rechten]] und [[Norden]] zur [[Links|Linken]] - und dies alles auch bei jeder Wendung ihres Leibes (Erklärung siehe [[Himmel#Himmelsrichtungen|Himmelsrichtungen im Himmel]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|151}}; {{S|HH|587}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gerät ein böser Geist unter die Guten, werden gewöhnlich die Richtungen derart verwirrt, dass die guten Geister kaum wissen, wo nun ihr Ort ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|152}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der Hölle wohnen die Geister, wie im Himmel, getrennt nach ihren Hauptgegenden: Jene, die dem Bösen aus der Selbstliebe verfallen sind, von ihrem Osten bis zu ihrem Westen, die anderen, die im Falschen des Bösen sind, von ihrem Süden bis zu ihrem Norden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|151}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zuweilen erscheinen die bösen Geister so, als ob sie den Hauptrichtungen des Himmels zugekehrt wären, und dann haben sie auch Einsicht und Verständnis für das Wahre, jedoch keine Neigung zum Guten. Sobald sie zu ihrer eigenen Ausrichtung zurückfinden, sind sie wieder ohne Einsicht und Verständnis für das Wahre und erklären die Wahrheiten, die sie zuvor gehört und verstanden hatten, für falsch, und wünschen sich dann auch, dass das Falsche wahr sei. Bei den Bösen kann das Verstehen in dieser Weise verwandelt werden, nicht aber das Wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|153}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Macht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein das Göttliche vermag allen unzähligen Höllen, die gegen den Himmel und die Himmelsbewohner zusammenwirken, Widerstand zu leisten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|592}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Alle [[Macht]] in der geistigen Welt gehört dem aus dem Guten hervorgehenden Wahren an; das aus dem Bösen entspringende Falsche hat keine Macht. Die Ursache dafür liegt im Göttlichen selbst, das im Himmel das Göttlich-Gute und -Wahre ist, und das allein alle Macht besitzt. Daher liegt alle Macht beim Himmel und keine bei der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|539}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höllentore ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Peter Paul Rubens 063.jpg|thumb|&amp;quot;Höllensturz der Verdammten&amp;quot;, Peter Paul Rubens, 17. Jhdt.]] Die Höllen befinden sich (lokalisiert) überall (in der geistigen Welt), unter Bergen, Hügeln und Felsen, ebenso unter Ebenen und Tälern. Alle Höllen sind gegen die Geisterwelt ([[Mittelreich]]) hin abgesperrt und zugänglich nur durch breite oder enge, meist zackige Löcher und Spalten, ähnlich wie sie sich in den Felsen finden, und durch breitere Klüfte. Genauer betrachtet sehen alle dunkel und finster aus, und auf die darin befindlichen Höllengeister fällt etwas wie ein Schein glühender Kohlen. Die unter den Ebenen und Tälern befindlichen Öffnungen erscheinen in verschiedener Form: Einige sind ähnlich wie die zuvor beschriebenen, andere sehen aus wie Grotten und Höhlen, einige wie große Klüfte und Schluchten, andere wie Sümpfe oder wie stehendes Gewässer. Die Zugänge werden bewacht, damit niemand ohne Erlaubnis herauskommen kann. Dies geschieht dennoch zuweilen, wenn es irgendeine Notwendigkeit erfordert. Diese &amp;quot;Ausgänge&amp;quot; und &amp;quot;Eingänge&amp;quot; heißen im Wort &amp;quot;Tore&amp;quot; und &amp;quot;Pforten&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|428}}; {{S|HH|584-585}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Geisterwelt aus stehen alle Höllenpforten offen, von den Himmeln aus keine einzige. Die Tore und Eingänge zu den Höllen sind zugedeckt und unzugänglich und nur denen sichtbar, die hineingehen sollen und denen sie dann geöffnet werden. Sichtbar werden sie nur, wenn sie für Ankömmlinge aufgetan werden. Wenn das geschieht, weht etwas wie Feuer, mit Rauch vermischt, herauf, ähnlich einer Feuersbrunst oder wie bei einer Flamme ohne Rauch, oder auch wie rußiger Qualm oder wie nebliger Dunst und dichtes Gewölk, und man erblickt finstere, wie mit Ruß überzogene Höhlen, die sich schräg abwärts in die Tiefe ziehen, wo sich wieder mehrere Eingänge finden. Die höllischen Geister nehmen das nicht wahr, weil sie sich darin wie in ihrer Atmosphäre, der Freude ihres Lebens, bewegen, weil es dem Bösen und Falschen entspricht, dem sie sich ergeben haben. Das Feuer gleicht dem Hass und der Rachgier, der Rauch und Ruß dem daraus resultierenden Falschen, die Flammen dem Bösen der Selbstliebe, der dunstige Nebel und die dichten Wolken dem daraus entspringenden Falschen. Die bösen Geister suchen nur die Wege, die zur Hölle führen, und darin zu der Gesellschaft, in der das Böse ihrer eigenen Liebe herrscht. Andere Wege sehen sie entweder nicht, oder wollen sie doch nicht beschreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|429}}; {{S|HH|479}}; {{S|HH|583}}; {{S|HH|585}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor den Eingängen der einzelnen Höllen und Höllengesellschaften erscheint meistens ein Scheusal, das ein allgemeines Bild der betreffenden Bewohner vermittelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|553}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Höllensturz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zähneknirschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Zähneknirschen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Buddhist hell.jpg|thumb|Buddhistische Hölle]] Die Hölle ist für jeden verschieden, keine Hölle sieht für den einen gleich aus wie für den anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|405}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Hölle sind garstige und unreine Dinge zu erblicken, weil dort alle allein die [[Natur]] (als Gott oder Göttin) verehren. Die garstigen und unreinen Dinge in den Höllen sind Entsprechungen von Neigungen der Liebe zum Bösen und Falschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|77d}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Höllen erscheinen dem geistigen Auge wie [[Höhle|Felsenhöhlen]] und -grotten, die nach innen schräg oder steil abwärts in die Tiefe gehen. Einige dieser Höhlen sehen aus wie Schlupfwinkel oder Höhlen wilder [[Tier]]e, andere gleichen ausgesprengten Bergwerks-Stollen mit tiefer liegenden Höhlen. Die meisten sind dreifach unterteilt. Die höher gelegenen Teile darin sehen finster aus, weil ihre Bewohner dem Falschen des Bösen ergeben sind, während die tiefer gelegenen Teile feurig erscheinen, weil deren Bewohner dem Bösen selbst verfallen sind. In manchen Höhlen sieht man etwas wie die Trümmer abgebrannter [[Haus|Häuser]] und [[Stadt|Städte]], die von höllischen Geistern bewohnt werden, die sich dort verbergen. In den milderen Höllen erscheinen elende Hütten. Im Inneren der Häuser wohnen höllische Geister, unter denen es unausgesetzt zu Zänkereien, Feindseligkeiten, Schlägereien und gegenseitigen Zerfleischungen kommt. Auf den [[Gasse]]n und Straßen herrscht [[Raub]] und [[Plünderung]]. Einige Höllen sind voller [[Bordell]]e, garstig anzusehen und angefüllt mit aller Art von [[Schmutz]] und Auswurf. Es gibt auch düstere [[Wald]]ungen, in denen die höllischen Geister wie wilde Tiere umherstreifen, und in deren unterirdische Höhlen sie sich flüchten, wenn sie verfolgt werden. Ferner gibt es völlig unfruchtbare, sandige [[Wüste]]n, hie und da mit rauen [[Fels]]en, die Höhlen enthalten und hin und wieder auch Hütten tragen. In diese Wüstenregionen werden aus den Höllen die Geister ausgestoßen, die durch das äußerste Böse hindurchgegangen sind, besonders jene, die auf Erden schlauer als die übrigen waren. Dies ist ihr letzter Zustand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|586}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höllen in den westlichen Gegenden sind die allerschlimmsten - und zwar umso ärger, je weiter sie sich allmählich vom Osten entfernen. Hier befinden sich alle, die in der Welt der Selbstliebe verfallen waren. Diese verursacht, dass die Wüsten, in denen die Bewohner dieser Hölle leben müssen, ausschließlich aus Steinhaufen und barem Kies bestehen, untermischt mit [[Sumpf|Sümpfen]], in denen [[Frosch|Frösche]] quaken, und dass Klagevögel über ihren [[Hütte]]n fliegen und krächzen. Die Ochim, Zijim und Ijim, die in den prophetischen Teilen des Wortes erwähnt werden, die von der Herrschsucht und Weltliebe handeln, bedeuten nichts anderes, vgl. {{B|Jes|13|21}}, {{B|Jer|50|39}}, {{B|Ps|74|14}}. In den entferntesten Höllen befinden sich jene [[Katholiken]], die wie Götter angebetet werden wollten und Hass und Rachsucht hegten gegen alle, die ihre (vermeintliche) Gewalt über die Seelen der Menschen und über den Himmel nicht anerkannten. Die Wildheit der Höllen nimmt von Norden nach Süden, wie auch allmählich nach Osten hin ab. Nach Osten zu leben dort alle, die hochmütig waren und nicht an das Göttliche geglaubt hatten, dabei aber nicht einen derartigen Hass und Rachedurst gehegt noch eine solche Hinterlist geübt hatten, wie die Bewohner tiefer im Westen. Heutzutage gibt es in der östlichen Gegend keine Höllen mehr; deren Bewohner sind in die vorderen Regionen der westlichen Gegenden versetzt worden. Die Bewohner der nördlichen und südlichen Gegend, wo es besonders viele Höllen gibt, waren während ihres Lebens der Weltliebe ergeben, wobei sich die schlimmsten Höllen dieser Art in den nördlichen Gegenden befinden. Ihre Grausamkeit wächst im Verhältnis zu ihrer Annäherung an den Westen und ihrer Entfernung vom Süden. Hinter den Höllen der westlichen und nördlichen Gegend erstrecken sich dunkle Waldungen, in denen bösartige Geister wie wilde Tiere umherschweifen. Hinter den Höllen der südlichen Gegend Wüsten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|587}}; {{S|WCR|45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Höllischen erscheinen, insbesondere in ihren Wüsten, allerlei Arten von Nachtvögeln, Fledermäuse, Wölfe, Panther, Tiger, Ratten und Mäuse, fernen alle Arten von Schlangen, Drachen und Krokodilen. Wächst dort irgendwo einmal ein wenig Gras, so schießen sogleich Dornsträucher, Nesseln, Stachelgewächse, Disteln und mancherlei Giftpflanzen empor, die zeitweilig wieder verschwinden und Steinhaufen und Sümpfen Platz machen, in denen Frösche quaken. Dies sind Entsprechungen der Liebesneigungen der Höllischen, nichts als Begierden des Bösen. Dergleichen Dinge werden dort ebenso wenig von Gott erschaffen, wie in der natürlichen Welt, in der ähnliches entsteht; denn was Gott erschaffen hat und erschafft, war und ist samt und sonders gut. Vielmehr entstanden diese Dinge auf Erden zugleich mit der Hölle, die sich aus allen Menschen bildete, die infolge ihrer Abwendung von Gott nach dem Tod zu Teufeln und Satanen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|78e}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Höllen entsteigen scheußliche Dünste und ekelhafte [[Geruch|Gerüche]], vor denen die guten Geister fliehen, weil sie davor einen Abscheu haben, während sie den bösen Geistern behagen, die sie dann aufsuchen. Denn geradeso wie jeder in der Welt an seinem Bösen Vergnügen empfindet, so ergötzt er sich nach dem Tod an dem [[Gestank]], dem sein Böses entspricht. Die bösen Geister sind vergleichbar mit [[Vogel|Raubvögeln]] und [[Raubtier]]en, die den Dunst von [[Aas]] und [[Mist]] wittern und darauf zufliegen und zulaufen. Ein Hauch des Himmels hingegen verursacht ihnen innere Pein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|429}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Wälder von [[Baum|Bäumen]], welche böse Früchte bringen, je nach der Korrespondenz mit den Lüsten, und daher den Gedanken derer, die sich dort befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|400}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Macht des Herrn erstreckt sich nicht nur über den Himmel, sondern auch über die Hölle. Die Hölle wird in Ordnung und Zusammenhang gehalten durch die Gegensätze gegen den Himmel. Wer daher den einen regiert, regiert notwendig auch den anderen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|62}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Ganzen gesehen regiert Gott die Höllen durch den allgemeinen Zustrom des Göttlich-Guten und -Wahren aus den Himmeln, der die aus den Höllen hervorfließende allgemeine Begierde einschränkt und zähmt, aber auch durch den besonderen Zustrom aus jedem Himmel und jeder einzelnen himmlischen Gesellschaft. Die Hölle wird also durch Engel regiert, denen es ermöglicht wird, in die Höllen hineinzusehen und den darin herrschenden Wahnsinn und Aufruhr im Zaum zu halten, um den Höllenbewohnern zu helfen, damit sie einander nicht zu sehr peinigen. Im umfassenden Sinn werden alle Höllenbewohner durch ihre Befürchtungen regiert, manche sogar noch durch die ihnen in der Welt eingepflanzten und von daher mitgebrachten. Da diese Befürchtungen nicht genügen und auch allmählich nachlassen, werden sie auch durch [[Furcht]] vor [[Strafe]]n beherrscht, die sie vor allem vom Tun des Bösen abschrecken. Es gibt dort eine Vielzahl von leichten und harten Strafen, je nach dem Bösen. Die Bösartigeren werden meist über andere gesetzt, denen sie an [[Schlauheit]] und [[Geschicklichkeit]] überlegen sind und die sie durch Strafen und die damit zusammenhängenden Schrecken in [[Gehorsam]] und [[Knechtschaft]] halten. Diese Befehlshaber wagen es jedoch nicht, die ihnen gesetzten Grenzen zu überschreiten. Die Furcht vor Strafe ist das einzige Mittel, um [[Gewalt]]tätigkeiten und blinde [[Wut]] der Höllischen zu zähmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|391}}; {{S|HH|543}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Höllen gibt es [[Regierung]]en, weil sie sonst nicht in Banden zu halten wären. Diese sind aber den [[Himmel#Regierung|Regierungen des Himmels]] entgegengesetzt, da sie alle der Selbstliebe entspringen. Jeder will dort über andere herrschen und über sie hervorragen. Alle, die ihnen nicht günstig gesinnt sind, hassen sie, üben an ihnen Rache, wüten gegen sie, wie es die Art der Selbstliebe ist. Deshalb werden ihnen noch Bösartigere vorgesetzt, denen sie aus Furcht gehorchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|220}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Reichstag]]- und Reichsrathalten ist eine Hauptbeschäftigung der Hölle. Sie hat schon zahllose Reichstage abgehalten und befindet sich dennoch stets in der dicksten [[Nacht]] und hat es durch all ihre Reichstage nicht einmal zum Begriff gebracht, was eigentlich ein [[Tag]] ist. Nach jedem Reichstag ist sie um etwas schlechter geworden; von einem Besserwerden nach einem solchen höllischen Reichsratstag gab es noch nicht die leiseste Spur zu entdecken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490106.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bewohner ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hölle befinden sich die, welche in bloß [[Liebe#Geistige und natürliche Liebe|natürlicher Liebe]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Böse Geister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles Böse stammt aus der Hölle, sie zieht den Menschen fortgesetzt ins Böse hinein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|546}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vom Bösen aus der Hölle angegriffen werden, sind wie die Gebundenen im Kerker, denn sie können nichts als Böses denken, während sie doch das Gute wollen, daher dann ein innerer Kampf und eine innere Bangigkeit, woraus sie kaum anders befreit werden können, als die in Banden sind. Die Ursache ist, dass bei denen, die dem Leben nach im Guten sind, und der Lehre nach im Falschen, das Gute nicht gut ist, so weit es mit dem Falschen zusammenhängt, vielmehr eben so viel Böses in ihm ist, als Falsches mit ihm zusammenhängt: Dies ist nun das, was angegriffen wird. Dieser Angriff findet jedoch nicht in der natürlichen, sondern in der geistigen Welt, also nach dem Tod statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|99}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse und Falsche ist aus den Höllen. Aus der Hölle entströmt die Sphäre des Falschen, das dem Bösen entspringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|538}}; {{S|EO|299}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle beruht auf der [[Falsch#Verbindung von Falsch und Böse|Ehe des Falschen und Bösen]], dem [[Ehebruch]]. Alle dort sind gegen die [[eheliche Liebe]] und es besteht ein fortwährendes Streben, die [[Ehe]]n aufzulösen und zu verletzen. Es herrscht die Lust am Ehebruch, und das ist dieselbe Lust, die [[Wahr#Verbindung des Guten und Wahren|Verbindung des Guten und Wahren]] zu zerstören, die den [[Himmel]] ausmacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|375}}; {{S|HH|384}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Hölle fällt mit teuflischer [[Wut]] alle Menschen an, die [[Wiedergeburt|geistig wiedergeboren werden]]. Keiner würde der [[Niederlage]] entgehen, wenn der Herr nicht der Hölle widerstünde und sie bändigte. Ohne den Herrn würde der Mensch, wenn er aus einem Bösen herausgerissen wird, von sich aus unausweichlich wieder in ein anderes und immer neues Böses geraten. (siehe [[Erlösungswerk]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|123f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weg zur Hölle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nachdenkt, könnte wissen, dass niemand für die Hölle, sondern jeder für den Himmel geboren wird, der Mensch daher selbst die [[Schuld]] trägt, wenn er in die Hölle kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|329}}; {{L|RB|2.163.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer das Göttlich-Gute und Wahre zurückstößt oder erstickt, verkehrt es in eine Hölle, er verkehrt das Gute in Böses und das Wahre in Falsches, somit das [[Leben]] in den [[Tod]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer ein lasterhaftes Leben geführt, das Volk zum Bösen tun verleitet, und sich mit den schändlichen Künsten abgegeben hat, die sich bei denen in der Hölle befinden (siehe [[Teufel]]), der wird in die Hölle geworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|59}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Menschen ganzer Wille und seine ganze Liebe bleiben bei ihm nach dem Tod. Wer in der Welt das Böse will und liebt, der will und liebt es auch im [[Leben nach dem Tod|anderen Leben]] und lässt sich (dem Geiste nach) dann nicht mehr davon abbringen. Daher ist der Mensch, der sich dem Bösen ergeben hat, an die Hölle gekettet. Was seinen Geist betrifft, so ist er auch tatsächlich schon dort, und nach dem Tod wünscht er sich nichts sehnlicher, als dorthin zu kommen, wo er sein Böses wiederfindet. Deshalb stürzt sich der Mensch nach dem Tod selbst in die Hölle und wird nicht vom Herrn dorthin verbannt. Weil der Mensch selbst Ursache seines Bösen ist, so bringt er sich auch selbst in die Hölle und nicht der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|311}}; {{S|HH|547}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr zieht durch die Engel, wie auch durch den Einfluss des Himmels jeden Geist an sich. Jedoch die Geister, die dem Bösen verfallen sind, widerstreben ganz und gar und reißen sich gleichsam vom Herrn los und werden wie mit Stricken von ihrem Bösen, also von der Hölle angezogen. Weil sie diesem Zug aus ihrer Liebe zum Bösen heraus auch folgen wollen, stürzen sie sich freiwillig in die Hölle, obwohl es für alle anderen so aussieht, als würden sie durch göttliche Gewalt hinabgestoßen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|548}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand kommt in die Hölle, eher er in seinem Bösen und in dem damit zusammenhängenden Falschen ist, weil niemand ein geteiltes Gemüt haben darf, d.h. anders denken und reden als es den Zielen seines Willens entspricht. Jeder Böse dort wird auch das Falsche aus dem Bösen denken und daraus reden, weil er es will, folglich aus seiner eigensten Liebe und deren Freude und Lust - ganz wie auf Erden, wenn er bei sich in seinem Geist Gedanken hegte, das heißt seiner inneren Neigung entsprechend dachte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|508}}; {{S|HH|539}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weg aus der Hölle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Wahre aus dem Guten des Herrn erhält man Macht über das Böse und Falsche und gegen die Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|161}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der Hölle können sehr viele nur höchst schwer und viele wohl gar nicht mehr entbunden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.480220.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer so schlecht ist, dass er in sich selbst schon zur Hölle wird aufgrund seines freiwilligen Übergehens aus der freiesten Ordnung Gottes in die notwendig für ewig gerichtete Widerordnung, der kommt nicht leicht aus der Hölle. Es ist sehr schwer, wenn auch nicht unmöglich, für einen stolzen Bösen und in aller Herrschsucht und Hochmut Gefangenen in die Sanftmut und Demut der Himmel überzugehen. Der Stolze kehrt immer wieder zum Stolz zurück, der Unkeusche zur Unkeuschheit, der Träge zur Trägheit, der Neider zum Neid, der Geizhals zum Geiz, der Lügner zur Lüge, der Schwelger zum Schwelgen, der Dieb zum Stehlen, der Räuber zum Raub, der Mörder zum Mord, der Rohe zur Rohheit, der Wollüstling zur Wollust usw. Wenn man ihnen die unordentlichen Eigenschaften auch tausendmal rügt, so verfallen sie immer wieder in die gleichen sündigen Leidenschaften, sobald ihnen zu ihrer nötigen Sichselbstrichtung die fürs ewige, freie Leben nötige Freiheit gegeben wird. Bei jedem Rückfall werden sie schwächer und es wird ihnen desto schwerer, sich aus den bösen Leidenschaften zu erheben und als lautere Geister in die wahre, ewige, göttliche Freiheit überzugehen. Aber bei Gott ist möglich, was bei den Menschen-Geistern unmöglich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.227.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich wegen Verkehrtheit seiner Liebe in einem ersten oder zweiten Grad der Hölle befindet, kann nach vielen allerbittersten Erfahrungen wieder das werden, was er uranfänglich war. Sein Bewusstsein wird ihm belassen und seine Erinnerung bleibt ihm, und er kann zur Vollendung gelangen. Wenn der Mensch aber durch die Gott allerunerträglichsten [[Lauheit]] weder kalt noch warm ist, sich um nichts kümmert, weder um etwas Gutes noch um etwas Böses, oder es ist ihm das eine wie das andere, so dass er auf der einen Seite ganz kaltblütig die größten Gräuel und so auch manchmal etwas Gutes ausüben kann - dem Gott oder Teufel, Tag oder Nacht, Leben oder Tod, Wahrheit oder Lüge gleich ist -, der ist dem eigentlichen [[ewiger Tod|ewigen Tod]] verfallen und befindet sich in der alleruntersten Hölle, aus der in ein und derselben Urwesenheit kein Herauskommen mehr denkbar ist. Der Grund solch eines Zustandes ist der allerkonzentrierteste Hochmut, der alle Grade der Selbstsucht und Eigenliebe durchgemacht hat und sich in solch hochgradiger Verdichtung sozusagen selbst erdrückt und so um das Urleben des Geistes gebracht hat. Solch eine Seele ist dann gänzlich verdorben. Ihre erste Gesamtheit muss durch die Gewalt des Feuers in ihre einzelnen [[Spezifikalpotenzen]] aufgelöst und darauf, mit ganz neuen vermengt, auf langen Wegen durch die Pflanzen- und Tierwelt eines andern Planeten in einem ganz fremden Sonnengebiet in eine höchst untergeordnete Form eines Menschen übertragen werden. (siehe [[Reinkarnation]]) Solch eine Seele kann dann unmöglich mehr je zur Anschauung Gottes gelangen, weil sie dann bloß nur Seele ohne den Geist Gottes in ihr ist und bleibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.294.4-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil sämtliche Bewohner der Hölle (dem Geist nach) dem Bösen verfallen und dem Göttlichen feind sind, können sie nicht gerettet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|595}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Unrettbarkeit aus der Hölle betrifft den Geist eines Menschen, nicht dessen Seele. Ein Beispiel dafür ist Judas. Dem Geist nach ist er unrettbar, &amp;quot;Judas&amp;quot; wird immer für &amp;quot;Verräter&amp;quot; stehen. Die Seele jedoch kann reformiert werden, indem sie sich von ihrem bösen Geist, der sie beherrschte, trennt, bzw. davon getrennt wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und die Hölle ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott muss selbst die Hölle dienen, obwohl sie böse ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.480217.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für Gott gibt es keinen Satan und keine Hölle, – wohl aber im Anbetracht seiner selbst und der [[Erdmensch|Menschen dieser Erde]], weil es sich hier um die Bildung der [[Kinder Gottes]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Herr streitet und kämpft wie der alte Löwe Israels gegen die Hölle um die Seelen. (Zeugnis von Martin)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|88.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle mit all ihren Schrecken ist nicht eine [[Rache Gottes]] und auf [[Zorn Gottes|Seinen Zorn]] gegründet von Ewigkeit. Gott ist auch in der Hölle pur Liebe. Die ewige Liebe kennt weder [[Zorn]] noch [[Rache]]. (nach Borem)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|73.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das Verhältnis von Himmel und Hölle zwei Gegensätzen gleicht, die wechselseitig einander entgegenwirken, aus Wirkung und Gegenwirkung also ein Gleichgewicht entstehen lassen, in dem alles seinen Bestand findet, so muss, wer den Himmel regiert, also Gott, auch die Hölle regieren, damit alles Bestehende im Gleichgewicht gehalten wird. Wenn der Herr nicht die feindlichen Angriffe vonseiten der Höllen im Zaum hielte und die Wahnsinnstaten darin zähmte, würde das Gleichgewicht und damit das Ganze zugrunde gehen. Würde der Herr Himmel und Hölle nicht Maß und Ziel setzen, dann würde das aus dem Bösen hervorgehende Falsche das Übergewicht erlangen und die einfachen Guten im Untersten des Himmels, die sich leichter als die eigentlichen Engel verderben lassen, anstecken, wodurch dann das Gleichgewicht und damit auch die [[Freiheit]] bei den Menschen zugrunde gingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|536-537}}; {{S|HH|540}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sieg der Liebe Gottes über die Hölle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Erlösung]]swerk bedeutet u.a. die Unterjochung der Hölle unter die Kraft der [[Liebe Gottes]]. Davor befand sich die Hölle nur in der Macht der zornergrimmten Gottheit und war damit von allem Einfluss der Liebe Gottes entfernt, welche aber die furchtbarste Waffe gegen die Hölle ist, da sie das genaue Gegenteil derselben ist. Die Hölle wird schon bei der liebevollen andächtigen Nennung des Namen des Herrn in eine ganze Unendlichkeit zurückgetrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.400617.30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch heute noch kämpft der Herr gegen die Hölle bei jedem einzelnen derer, die [[Wiedergeburt|wiedergeboren]] werden. Denn die Hölle fällt alle diese Menschen mit teuflischer [[Wut]] an, und keiner würde der [[Niederlage]] entgehen, wenn der Herr nicht der Hölle widerstünde und sie bändigte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|123f}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsches Verständnis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott habe die Hölle erschaffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht die Gottheit, sondern die argen Geister haben von der [[Urzeit]] her die Höllen eingerichtet. Die Gottheit hat es ihnen nur zugelassen, um sie auch nicht im Geringsten in ihrer Freiheit zu beirren. Könnte die Gottheit eine Hölle erschaffen, dann müsste in ihr auch die Sünde und das Böse sein, was für die Gottheit unmöglich wäre, indem Sie nicht wider Ihre ewige Ordnung handeln kann. Wenn der Mensch in einem fort ganz freiwillig in sich, durch die gänzliche Nichtbeachtung des Gotteswortes, die Hölle gestaltet und ausbildet und sich nicht um die leichte Beachtung der Gottesgebote kümmert, was kann die Gottheit dann dafür, so ein Geist Sie freiwillig flieht, verspottet und lästert? Da die Gottheit allein nur das wahre Leben und auch das Licht alles Lichtes ist und damit die alleinige, wahre, vollste Seligkeit aller Wesen, so hat ein gottloser Zustand durchaus nichts Angenehmes an sich, da es ohne Gott kein Leben, kein Licht, kein Wahres und kein Gutes geben kann. So ergeht es einem gottlosen Menschengeist notwendig sehr schlecht, und je länger er in dem gottlosen Zustand beharrt, desto schlechter, aber da kann die Gottheit nichts dafür. Würde die Gottheit Sich durch Ihre Macht eines Wesens trotzdem bemächtigen, obwohl dieses Ihr aus seinem eigenen freien Willen entschieden widerstrebt, dann würde dies solch ein Wesen augenblicklich gänzlich vernichten, was wider alle göttliche Ordnung wäre. Jedem Wesen ist die freie Möglichkeit gestellt, ein überglückliches werden zu können, aber natürlich auch so lange ein unglückliches zu verbleiben, als es selbst will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.30.5-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Hölle sei durch den Fall Luzifers entstanden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hölle (im geistigen Sinn) ist aus dem menschlichen Geschlecht hervorgegangen. Sie kommt nicht daher, weil der Teufel oder Satan, der ursprünglich ein Engel des Lichts gewesen sei, und sich empört habe, mit seiner Rotte hinabgestoßen wurde. &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|311}}; {{S|JG|22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Teufel#Die Teufel seien von Anbeginn als solche erschaffen|Die Teufel seien von Anbeginn als solche erschaffen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott wirft die Menschen in die Hölle ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Leute sind der Ansicht, Gott wende sein Angesicht vom Menschen ab, stoße ihn von sich, werfe ihn in die Hölle und sei über sein Böses erzürnt. Einige gehen sogar noch weiter und meinen, Gott strafe den Menschen und tue ihm Böses. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtig ist:&#039;&#039;&#039; Diese Ansicht wird bestärkt durch den Buchstabensinn des Wortes, wo ähnliches gesagt wird, jedoch der geistige Sinn ist von ganz anderer Beschaffenheit. Gott wendet niemals sein Antlitz vom Menschen ab und stößt niemanden von sich, wirft auch niemanden in die Hölle und zürnt niemandem. Das kann jeder erkennen, dessen Gemüt erleuchtet wird, wenn er das Wort liest, allein schon daraus, dass Gott das Gute, die Liebe, die Barmherzigkeit selbst ist. Das Gute vermag niemandem etwas Böses zuzufügen und die Liebe und Barmherzigkeit keinen Menschen zurückzustoßen. Es ist wahnwitzig zu glauben oder zu lehren, Gott können irgend jemanden verdammen, verfluchen, in die Hölle werfen, eine Seele zum ewigen Tod vorherbestimmen, Beleidigung rächen, zürnen oder strafen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|545}}; {{S|WCR|56}}; {{S|EO|62}}; {{L|RB|2.165.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weit davon entfernt, den Menschen in die Hölle zu werfen, befreit ihn der Herr vielmehr davon in dem Maß, wie er seinem Bösen widersteht und sich ihm nicht unterwerfen will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|547}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil nur der Mensch selbst der Urheber seines Bösen ist, so bringt er sich auch selbst in die Hölle und nicht der Herr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|547}}; {{S|WCR|56}}; {{S|EO|62}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Teufel#Gott straft die bösen Geister|Gott straft die bösen Geister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle als Ort der ewigen Verdammung und Bestrafung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Verdammnis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Teufel beherrscht die Höllen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis heute glaubt man, es gäbe einen bestimmten Teufel, einen gefallenen Engel, der die Höllen beherrsche. Tatsächlich aber existiert kein besonderer Teufel, dem die Höllen unterworfen wären. Das ergibt sich auch aus der Herkunft der Höllenbewohner, die ebenso wie die Himmelsbewohner allesamt dem menschlichen Geschlecht entstammen. Von Anfang der Schöpfung bis heute haben sich dort Myriaden mal Myriaden eingefunden, und &#039;&#039;jeder einzelne von ihnen&#039;&#039; ist der besondere Teufel, zu dem ihn in der Welt sein Gegensatz zum Göttlichen gemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|544}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Emanuel Swedenborg widerspricht der Vorstellung eines leibhaftigen Oberteufels, der wahlweise überteuerte Markenanzüge, Dreizack oder Pferdefuß usw. trägt und so die Hölle regiert. Solche Darstellungen sind entweder Fantasie oder, im besseren Fall, Entsprechungsbilder. Was die reale Person des Satans betrifft, ist die Sache etwas kompliziert, siehe [[Satan#Person|Person des Satans]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hölle als Beweggrund nicht das Böse zu tun ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder die Hölle, noch der Himmel sollen als Beweggründe dienen, die Menschen vom Bösen abzuhalten, noch zum Guten hinzuleiten. Eine solche Vorstellung macht den Menschen so schlecht wie nur möglich, denn er vollbringt dann das Gute nur des Lohnes wegen, er hat keine Nächstenliebe und noch weniger eine Liebe zu Gott. Es war schon im Anfang der Menschen schlecht gehandelt, dass die Alten ihren Kindern die Hölle so heiß als möglich machten und den Himmel mit allen Annehmlichkeiten ausmalten. Dadurch bewirkten sie zwar eine Art [[Gottesfurcht]], die aber wegen der gar zu leicht erreichbaren Hölle und wegen des zu schwer zu gewinnenden Himmels nie in eine wahre Liebe zu Gott und dem Nächsten überging, sondern bei den einfachen Gemütern in eine zunehmende Furcht ausartete und bei den Klügeren in eine volle [[Gleichgültigkeit]] gegen Gott und gegen die Nebenmenschen überging. Die Folge davon ist die gegenwärtige beinahe gänzliche [[Gottlosigkeit]] unter den Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.243.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höllenfurcht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist nichts Angenehmes mit Hölle, Teufel und Satan irgendeine Bekanntschaft zu machen. Aber wer das Böse meiden will, der muss es zuvor kennen. Wer aus Furcht vor der Hölle dieselbe nicht kennen will, der bleibt gleich einem unmündigen Kind, das zwischen Dreck und Brot und Schlange und Fisch keinen Unterschied macht und eines wie das andere in den Mund steckt. Allerdings eine [[Predigt]], die mit Verdammnis und Hölle droht, bringt die seltsamsten Wirkungen hervor, wenn sie in ein kindliches Gemüt hineingeschlagen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|57.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Höllenfeuer]]&lt;br /&gt;
* [[Jenseits]]&lt;br /&gt;
* [[Leben nach dem Tod]]&lt;br /&gt;
* [[Teufel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jenseits]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hölle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Teufel&amp;diff=38872</id>
		<title>Teufel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Teufel&amp;diff=38872"/>
		<updated>2021-12-17T08:08:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Unterscheidung Satan und Teufel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit Teufeln im Sinne von bösen Geistern.&lt;br /&gt;
* Den einen Teufel betreffend siehe [[Satan]].&lt;br /&gt;
* Für die als Menschen auf der Erde lebenden Teufel siehe [[Satanist]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Demonmask.jpg|thumb|Japanische Dämonenmaske]]&#039;&#039;&#039;Böse Geister&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Teufel&#039;&#039;&#039; sind nach dem [[Leibestod|Tod]] fortlebende [[Menschenseele|Seele]]n, die während dem Leibesleben auf leichtsinnige und oft böswilligste Weise ihren [[Menschengeist|Geist]] in sich so sehr geschwächt und niedergedrückt haben, dass er ihnen in einem solchen Zustand kaum eine (höhere als nur tierhafte) [[Leben|Lebenserregung]] zu verschaffen imstande ist. Sie sind Kretins, die entweder ganz oder überwiegend ein nur seelisches [[Leben]] haben, d.h. ihr Leben ist wie eine stumme polarische Kraft, welche den stumpfen Sinn nach Sättigung in sich trägt, selbst aber keine [[Urteilskraft]] besitzt, aus der ihr klar würde, womit sie sich sättigt und wozu ihr die Sättigung dient.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.79.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da sie nicht dem [[Gut]]en und [[Wahr]]en ergeben sind, folglich im Gegensatz zu [[Weisheit]] und [[Einsicht]] stehen, heißt ihr Leben nicht Leben, sondern [[geistiger Tod]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Teufel wird auch diejenige [[Hölle]] verstanden, in der die [[Böser|Bösen]] sind, und im Allgemeinen das [[Böse]], das in ihr und aus ihr ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|97}}; {{S|EO|99}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teufel ist nichts anderes als ein in der [[Schule]] des [[Satan]]s herangewachsener und ausgebildeter [[Geister|Geist]]. Er ist natürlich nicht wirklich in einer Schule des Satans ausgebildet worden, sondern hat sich selbst gemäß dem was er aus den Banden des Satans in sich aufgenommen hat gebildet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|56.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt keine urgeschaffenen Erzteufel, aber dennoch ist alles der [[Materiewelt]] in seinem Urelement ebenso viel wie ein urgeschaffener Erzteufel. Alle Höllenbewohner entstammen dem menschlichen Geschlecht. Von Anfang der [[Schöpfung]] bis auf die heutige Zeit haben sich dort Myriaden mal Myriaden eingefunden, und jeder einzelne von ihnen ist der besondere Teufel, zu dem ihn in der Welt sein Gegensatz zum Göttlichen gemacht hat. Wer sich von der [[Welt]] und seinem [[Fleisch]] zu sehr gefangen nehmen lässt - wer also schon auf der Welt unverbesserlich schlecht und lasterhaft gelebt hat und schon da als eigentlicher Teufel die Menschen zu [[Laster]]n und Übeltaten verlockte und nötigte - dessen Seele ist dann ein persönlicher Teufel und lebt nach dem Leibestod im Verein mit den [[Naturgeist|unreinen Materiegeistern]] weiter. Das Streben einer solchen Seele ist auch nach dem Tod gleich wie ihre [[Liebe]] ein [[Böse|böses]]. Je ärger sie ist, desto größere [[Verdammnis]] bereitet sie sich, aus der sie sich kaum je völlig herauswinden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.134.7}}; {{L|GEJ|5.97.5}}; {{S|HH|544}}; {{S|JG|14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer seinen Bruder hasst aus was immer für einem Grund, in dem ist Gottes Gnade nicht, und seine Seele ist ein Teufel voll Hochmut und voll des unversöhnlichen Geistes, und ihr steter Wunsch ist alles Ungemach und Unglück zu einer gewissen strafartigen Witzigung ihren Brüdern, darum sie ihr ein eingebildetes Unrecht antaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.142.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Hölle besteht aus [[Naturalist]]en; dort heißen sie Satane und Teufel. Satane, wenn sie sich für die [[Natur]] bestärkt und infolgedessen Gott geleugnet haben; Teufel, wenn sie lasterhaft gelebt und auf diese Weise jeden [[Glauben]] an Gott aus ihren Herzen verbannt haben. Satane sind die, welche in der Welt im Falschen und daher im Bösen, Teufel die, welche im Bösen und daher im Falschen waren. Alle Höllischen haben ihre Denkvorstellungen in die [[Sinn]]e des Körpers versenkt und sind nicht imstande, ihren Geist darüber zu erheben. Das Leben des Bösen und der daraus entspringende Glaube an das [[Falsch]]e, verschließt das Innere ihres Gemütes so weit, dass sie sich über nichts [[Sinnlich]]es erheben können. Gott, Himmel, Engel und Ähnliches nennen sie leere Worte, Fiktion und Täuschungen. Religion sei nichts als Zauber für den Pöbel (Opium für das Volk). Sie glauben, was sie sehen und lieben, was sie berühren; das andere werfen sie hinaus und vertreiben es durch Hohngelächter. Je tiefer sie in den Höllen sind, desto sinnlicher sind sie. Sie haben keine Ahnung davon, dass sie in einer anderen Welt leben, sie leugnen sogar das [[Leben nach dem Tod]]. Wenn ihnen die Rückerinnerung gewährt wird, dann schämen sie sich zwar und erkennen sich als Verrückte, aber dieser Zustand verliert sich bald wieder.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|35b}}; {{S|WCR|77a-c}}; {{S|WCR|80b-d}}; {{S|EO|153.X}}; {{S|EO|424}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höllischen Geister sind samt und sonders in ihrem Eigenen; jedes Eigene ist aber nichts als Böses, folglich eine Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|591}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Bewohner der Hölle sind dem Bösen und dem daraus hervorgehenden Falschen verfallen. Sie sind ihrem Wesen nach nichts als Böses und Falsches. Es gibt dort niemanden, der, dem Bösen verfallen, zugleich [[wahr]] wäre, wie in der Welt, wo die meisten Bösen die geistigen Wahrheiten kennen, da sie diese von [[Kindheit]] an aus [[Predigt]] und [[Lektüre]] des [[Wort]]es kennen gelernt haben, um in ihrem Sinne zu reden, wobei es einigen von ihnen gelingt, anderen vorzutäuschen, sie seien aufrichtige [[Christen]], auch handeln sie redlich, als ob es aus einem vergeistigten [[Glaube]]n geschähe, tun aber nur aus Besorgnis um ihren guten [[Ruf]], ihre [[Stellung]] und ihre Vorteile das Böse nicht, das sie in Gedanken hegen, sind also nur dem Körper, nicht dem Geiste nach dem Wahren und Guten zugetan. Bei den bösen Geistern liegt offen zutage, dass das Wahre und Gute nur als ein [[Wissen]] in ihrem [[Gedächtnis]] lag, das sie beim [[Reden]] hervorholten, um den Eindruck zu erwecken, als ob bei ihnen alles Gute geistiger Liebe, geistigem Glauben entspringe, weil sie in ihr Inneres versetzt sind, daher nur noch Falsches aus dem Bösen reden. Jeder böse Geist wird, ehe er in die Hölle geworfen wird, in diesen Zustand versetzt. (siehe [[Leben nach dem Tod]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|551}}; {{S|WCR|87}}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Satan kann allerdings auch in einen anderen Zustand versetzt werden, entfernt vom Bösen des Lebens und vom Falschen des Glaubens, wobei er dann ebenso gut wie ein Engel das Wahre einsehen kann, wenn er es hört, nur behält er es nicht, weil das Böse das Wahre auslöscht und an seiner Stelle Falsches einführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|77c}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn man ihm eine Wache mitgibt, kann er sogar mit den Engeln in den Himmel aufsteigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|77d}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das eigentlich größte Unglück aller Höllengeister besteht im Streben nach dem Unendlichen. Die [[Unendlichkeit]] aber hat keine Rückwand und somit keine Grenzen. Daher kann ein von der Hölle erfüllter Geist unmöglich zu einer [[Glückseligkeit]] gelangen. Wer die Seligkeit im Unendlichen sucht, der kann sie unmöglich je finden, denn je weiter er dringt, einen desto endloseren Abgrund ersieht er vor sich und eine Kluft, über die er ewig nicht gelangen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.278.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf keinem [[Weltkörper]] gibt es ärgere und bösere Teufel als auf dieser [[Erde]], und wenn es ihnen zugelassen wäre, würden sie die Erde und ihre Bewohner arg zurichten. Damit sie das nicht tun können, sind sie mit aller [[Blindheit]] und [[Dummheit]] geschlagen und ihre Vereine gleichen Sicherheitsanstalten für gemeingefährliche [[Irre]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.35.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister von verstorbenen Menschen werden in den naturmäßigen polarischen Zustand zurückgeführt, wenn sie während ihres Lebens sehr rachsüchtig (böse) waren. Dies geschieht auf himmlischen Planeten wie dem [[Saturn]] selten, kommt jedoch auf der Erde öfter vor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Unterschied dieser bösen Geistern zu den eigentlichen [[Urgrundgeist]]ern besteht nur darin, dass die als Naturgeister gehaltenen Geister verstorbener Menschen nie mehr wieder in ein naturmäßiges Leibesleben zurückkehren, während Urgrundgeister inkarniert werden müssen, damit sie in ein freies Leben übergehen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Putzsucht|geputzte]] und dadurch stolze [[Frau]] ist gleich einem Satan in kleinster Gestalt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.167.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Bibel|Wort Gottes]] werden die höllischen Geister unter dem Bild [[Raubtier|wilder Tiere]] dargestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|123d}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Höllengeister im [[Himmel#Licht und Wärme|Licht des Himmels]], dem göttlich Wahren, betrachtet werden, erscheinen sie in der Gestalt ihres Bösen. Sie sind in Gesicht, Körper, Rede und Gebärden alle Abbilder ihrer Höllen, also dem Bösen und Falschen und nicht dem Guten und Wahren ergeben. Da dies im Himmelslicht offenbar wird, fürchten sie sich sehr, in diesem Licht gesehen zu werden, und flüchten davor in ihr eigenes Licht hinab, das dem Schein glühender [[Kohle]]n und gelegentlich auch brennenden [[Schwefel]]s gleicht. Alles kann ein höllischer Geist eher vertragen als das Auge einer reinen Seele, noch weniger das eines Engels. Um sie vor dem Auge Gottes zu schützen, werden Berge zur Deckung gerufen. Höllengeister erscheinen sich infolge der Barmherzigkeit des Herrn untereinander als Menschen, im Licht des Himmels, den Engeln, aber als Ungeheuer mit grauenhaftem Gesicht und Körper. Dieses Menschsein beruht jedoch auf Täuschung; ihr wirkliches Aussehen zeigt sich im Himmelslicht, weil sich dort alles so zeigt, wie es an und für sich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|80}}; {{S|HH|131}}; {{S|HH|553}}; {{L|ER|59.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Höllengeister stellen - allgemein gesprochen - Formen der Selbst- und Weltliebe dar, und das Böse, dessen besondere Ausprägung sie sind, hat seinen Ursprung in diesen beiden Abarten der Liebe. Allgemein gesprochen drückt sich in ihrer Gestalt die [[Verachtung]] anderer und die [[Drohung]] gegenüber allen aus, die ihnen nicht huldigen. Sie sind Gestalten des [[Hass|Hasses]] verschiedenster Art und vielfältiger [[Rachgier]]; [[Wut]] und [[Grausamkeit]] entsteigen ihren tieferen Schichten. Doch sobald andere sie [[lob]]en, [[Verehrung|verehren]] und anbeten, zieht sich ihr Gesicht zu einem Ausdruck des Behagens befriedigter Lust zusammen. Keine der Gestalten gleicht der anderen, es gibt nur eine gewisse Ähnlichkeit zwischen denen, die einem ähnlichen Bösen verfallen sind und daher zur gleichen höllischen Gemeinschaft gehören. Im Allgemeinen sind ihre Gesichter grausig und leblos wie die von [[Leiche]]n. Bei einigen glühend rot wie ein Feuerbrand, manche durch Blattern, Beulen und Geschwüre entstellt, bei vielen ist überhaupt kein Gesicht zu erkennen, stattdessen nur etwas Struppiges oder Knöchernes; bei anderen fallen nur die [[Zähne]] auf. Auch ihre Leiber sehen scheußlich aus, und ihre Sprache erweckt den Eindruck, als werde sie aus Zorn, Hass oder Rachgier hervorgestoßen, redet doch jeder aus seinem Falschen und in einem [[Ton]]fall, der seinem Bösen entspringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|553-554}}; {{S|JGF|19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schwerfällig, dunkel, schwarz und missgestaltet erscheinen jene, die fleischlicher Liebe (Selbstsucht) sind. Die inneren Bereiche der von fleischlicher Liebe Beherrschten stellt sich wie etwas Schwarzes dar, weil sie verschlossen sind, und bei denen, die innerlich von bösartiger [[Hinterlist]] erfüllt waren, sehen sie wie dunkle Glut aus. Ihr Äußeres ist von schmutziger Färbung und bietet einen traurigen Anblick.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|481}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstsucht lässt ihre Begierden in dem Teil der Hölle, den sie beherrscht, so erscheinen, dass die Selbstsüchtigen von ferne verschiedenen Arten wilder [[Tier]]e gleichen, einige [[Fuchs|Füchsen]] und [[Panther]]n, andere [[Wolf|Wölfen]] und [[Tiger]]n, wieder andere [[Krokodil]]en und [[Schlange|Giftschlangen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satane erscheinen im Licht des Himmels wie Leichname, einige schwarz wie Mumien. Teufel erscheinen schwarzfeurig, einige dunkel wie Ruß. Alle sind ungestalt dem Angesicht und dem Körper nach. In ihrem Licht, das wie das Licht feuriger Kohlen ist, erscheinen sie nicht als Missgestalten, sondern als Menschen. Dies ist darum gegeben, damit sie sich zusammengesellen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|153.X}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt allerdings z.B. auch Sirenen, welche die Kunst verstehen, sich durch ihre Phantasien das Aussehen und alle Gestalten der Schönheit und Anmut zu geben. Sie sind die [[Kurtisane]]n der Geisterwelt und widmen sich der Kunst, Trugbilder hervorzubringen. Solche Trugbilder entstehen durch das sinnliche [[Denken]], von dem alle Vorstellungen ausgeschlossen sind, die irgendeinem inwendigeren Denken entstammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleidung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der jenseitigen Welt trägt jeder [[Kleid]]er, die seiner [[Einsicht]] entsprechen und somit den [[Wahrheit]]en, die ihr zugrunde liegen. Auch die Bewohner der Hölle, denen die Wahrheiten fehlen, tragen trotzdem Kleider, aber zerrissene, hässliche, je nach der Art ihrer [[Torheit]]. Im Gegensatz zu den [[Engel]]n können sie keine anderen Kleider tragen. Der Herr erlaubt ihnen, sich zu bekleiden, damit sie nicht [[nackt]] erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|182}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Charakter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bösen Geister Liebe ist die Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420518a.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der höllische Mob liebt nichts mehr, als Böses zu tun, vor allem [[Strafe]]n zu verhängen und zu quälen, und es gelingt ihm auch bei jedem, der nicht vom Herrn beschützt wird. Sobald irgendetwas Böses aus bösem Herzen getan wird, wodurch aller Schutz des Herrn aufgehoben wird, stürzen sich die bösen Geister auf den Missetäter und strafen ihn. Bis zu einem gewissen Grad lässt sich das durch das Böse in der Welt veranschaulichen, das auch mit den entsprechenden Strafen verbunden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|550}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Hölle sind alle ganz und gar gegen die [[Unschuld]]. Sie wissen zwar nicht einmal, was Unschuld eigentlich ist, brennen aber desto stärker vor [[Begierde]], jemandem [[Schaden]] zuzufügen, je unschuldiger dieser ist. Deswegen können sie den Anblick von [[Kind]]ern gar nicht ertragen, sondern fühlen das Bedürfnis grausamer Begierde, ihnen zu schaden, sobald sie sie erblicken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|283}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister, die aus bösem Hang im Falschen sind, können durchaus [[Einsicht]] und [[Vernunft]] besitzen, wollen es aber nicht, weil sie das Falsche mehr als das Wahre lieben, da es zusammenstimmt mit dem Bösen, in dem sie sich befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|455}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuweilen erscheinen die bösen Geister so, als ob sie den [[Himmel#Himmelsrichtungen|Hauptrichtungen des Himmels]] zugekehrt (d.h. als seien sie gute Geister) wären, und dann haben sie auch Einsicht und Verständnis für das Wahre, jedoch keine Neigung zum Guten. Sobald sie zu ihrer eigenen Ausrichtung zurückfinden, sind sie wieder ohne Einsicht und Verständnis für das Wahre und erklären die Wahrheiten, die sie zuvor gehört und verstanden hatten, für falsch, und wünschen sich dann auch, dass das Falsche wahr sei. Bei den Bösen kann das Verstehen in dieser Weise verwandelt werden, nicht aber das Wollen. Dies ist vom Herrn so vorgesehen worden, damit jeder die Wahrheiten sehen und anerkennen kann, sie aber niemand aufnehme, der nicht im Guten ist; denn es ist das Gute, das die Wahrheiten aufnimmt, und durchaus nicht das Böse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|153}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So groß bei den Engeln das Maß von [[Weisheit]] und [[Einsicht]] ist, so groß ist auch die [[Bosheit]] und [[Schlauheit]] bei den höllischen Geistern. So wie der Engelsgeist aus seinem Guten heraus denkt, will, redet und handelt, so geschieht es beim höllischen Geist aus seinem Bösen heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|577}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die meisten Höllengeister verstehen sich auf Künste, die in unserer Welt unbekannt sind. Indem sie sich darin untereinander üben, sinnen sie nur darauf, die Bewohner des Himmels anzugreifen, in den Hinterhalt zu locken, zu belagern und zu bekämpfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|123c}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verhältnis zu Gott ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Satansgeister leugnen Gott und haben, wie die [[Gottesleugner]], höchst ungereimte Gedanken über Ihn und die geistigen Dinge der [[Kirche]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|14b}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Hölle wenden sich vom Herrn ab und der entgegengesetzten [[Finsternis]] (Höllensonne) und Verfinsterung (Höllenmond) zu, da sich alle Bewohner in der Selbst- und Weltliebe befinden, folglich dem Herrn entgegengesetzt sind. Die sich dem Stockfinsteren zuwenden, das dort die Stelle der irdischen Sonne einnimmt, leben im hinteren Teil der Hölle und heißen [[böse Engel]] (genii), die anderen, die sich jener Verfinsterung zuwenden, die dort die Stelle des irdischen Mond einnimmt, finden sich im vorderen Teil der Hölle und heißen Geister (spiritus).&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|123}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die unseligen [[Geister]] fliehen [[Christus]] und wollen ewig nicht, dass Er zu ihnen kommt, sie erlöst und selig macht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|34.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Macht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Falsche aus dem Bösen besitzt keine [[Macht]]. Da alle Höllenbewohner in irgendeinem Falschen aus dem Bösen sind, haben sie keine Macht gegen das Wahre und Gute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|233}}; {{L|RB|2.273.20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So groß die Vollkommenheit und Vortrefflichkeit der äußeren und inneren [[Sinne]] bei den Engeln ist, so groß ist auch deren Unvollkommenheit bei den Bewohnern der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|462}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre [[Auge]]n sind zur Aufnahme des höllischen Lichtes (das Falsche) ausgebildet, weil sie während ihres irdischen Lebens hinsichtlich des Falschen, da sie es begründeten, in einem Schein von Helligkeit (Wahrheit) lebten, hinsichtlich der göttlichen Wahrheiten aber in dichter Finsternis, weil sie diese leugneten. Als Folge davon ist für sie das Licht des Himmels dichte Finsternis, so dass sie nichts sehen, wenn sie ihre Höhlen verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|584}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Böse und Falsche wird, wenn es gegen das Gute und Wahre ankämpft, aus diesem heraus deutlich wahrgenommen. Daher können auch die Engel sehen, was in der Hölle vorgeht und welche Missgestalten sich dort befinden, während die Geister der Hölle gar nichts von all dem sehen können, was im Himmel geschieht, ja nicht einmal die Engel wahrnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der bösen und höllischen Geister geht aus bösen [[Neigung]]en und folglich aus unreinen Vorstellungen hervor. Sie ertragen die [[Engel#Sprache|Rede der Engel]] nicht, und umgekehrt die Engel nicht die Sprache der Höllischen. Die Rede der [[Heuchler]], die sich in Engel des Lichts verstellen können, ähnelt zwar im Wortlaut der der Engel, was aber die Gefühle und somit die Denkbilder betrifft, ist sie ihr völlig entgegengesetzt, weswegen sie, wenn sie ihrem inneren Wesen nach aufgefasst wird, wie das bei den weisen Engeln geschieht, wie ein Zähneknirschen gehört wird und Schauder erregt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|245}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bosheiten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bosheiten der höllischen Geister sind vielfältig. Ihre Ränke sind in der Welt fast samt und sonders unbekannt. Es werden mehrere Arten unterschieden:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Missbrauch der [[Entsprechung]]en.&lt;br /&gt;
# Der Missbrauch des Letzten der Göttlichen Ordnung.&lt;br /&gt;
# Die Mitteilung und das Einschmuggeln von Gedanken und Neigungen durch Übertragung, Nachforschungen, anderer Geister außer ihnen und solcher Geister, die sie abordnen.&lt;br /&gt;
# Wirkung mittels [[Phantasie|Phantasien]].&lt;br /&gt;
# Aus-sich-heraustreten und infolgedessen an anderen Orten gegenwärtig sein als dort, wo der Leib weilt.&lt;br /&gt;
# Verstellungskünste, Überredungen und [[Lüge]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Künste erlangt der Geist des [[böser Mensch|bösen Menschen]], sobald er von seinem Körper abgetrennt ist, von selbst. Sie liegen in der Natur seines Bösen, in der er sich nun befindet. Mithilfe dieser Künste quälen sie einander in der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|580}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tätigkeiten und Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Höllische Geister vermögen durch ihre [[Phantasie]] (jenseits) prächtige Dinge darzustellen, indem sie das Inwendige des Gemüts ihrer Zuschauer verschließen und nur dessen Auswendiges öffnen. Dabei handelt es sich aber nur um Blendwerke.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|187b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Da die bösen Geister mit der Hölle verbunden sind, wünschen sie sich nichts sehnlicher, als den Menschen zu verderben, und zwar nicht nur seine Seele, das heißt seinen Glauben und seine Liebe, sondern sogar seinen Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|292}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bösen Geister können nur weltlich agieren und zahllose Menschen zu allen erdenklichen [[Leidenschaft]]en verblenden und verführen. Das sind Herrschsucht, Hochmut, Stolz, Hoffart, Habsucht, Neid, Hass, Hurerei, Wollust, Tanz, Prasserei, Völlerei usw.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401214.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie schalten und walten auch in Menschengestalt auf dieser Erde unter den Menschen durch [[Lüge|Lüge und Trug]] (siehe [[Satansknecht]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.144.13}}; {{L|GEJ|8.35.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sowohl diesseits als auch jenseits sind sie stets bemüht, einen argen Einfluss auf das Diesseits auszuüben, entweder mittels der [[Naturgeist]]er, oder auch unmittelbar durch gewisse geheime [[Versuchung|Einflüsterungen, Anreizungen und Verlockungen]]. Sie merken bei den Menschen die verschiedenen Schwächen und Anlagen zu denselben, bemächtigen sich derselben und fachen sie zu glühenden Leidenschaften an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.35.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die argen Geister sind nirgends emsiger als bei den [[Kinder]]n, indem sie der Seele ihren Leib auf eine Weise erbauen helfen, dass der Leib auch für sie eine große Anzahl freier und bequemer Wohnungen haben soll. (siehe [[Kind#Leiden der Kinder|Leiden der Kinder]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.241.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Höllische Götter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Selbstliebe ist an sich nichts anderes als Hass, liebt sie doch niemanden außer sich und will auch mit keinem Wesen verbunden werden, um ihm Gutes zu erweisen. Aus ihrem Innersten trachtet sie fortwährend danach, über alle anderen Menschen zu herrschen, ihre Güter zu besitzen und zuletzt wie Gott angebetet zu werden. Deswegen wollen die Höllischen Gott nicht anerkennen, sondern nur jene als Götter betrachten, die andere an Macht überragen. Sie haben daher niedere und höhere, kleinere und größere Götter, je nach Ausdehnung von deren Macht. Weil aber jeder Höllische die Herrschsucht im Herzen trägt, brennt er inwendig vor Hass gegen seinen [[Götze]]n, und dieser wiederum gegen alle, die seiner Herrschaft unterstehen und in seinen Augen nichts als verächtliche [[Sklave]]n sind. Solange sie ihn anbeten, spricht er zwar schmeichlerisch mit ihnen, in seinem Herzen aber wütet er gegen alle wie mit Feuer, selbst gegen seine Schützlinge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschied zu Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Mensch#Unterschied zu Teufeln|Unterschied zwischen Mensch und Teufel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unterscheidung Satan und Teufel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Verein von Teufeln aller Art und Gattung des gesamten endlosen [[Weltraum|Schöpfungsraumes]] stellt die Persönlichkeit des Satans, obwohl eine solche an und für sich nirgends da ist. Im Kleineren ist auch ein Verein aller Teufel eines [[Weltkörper]]s ein Satan (der Seele nach), und im kleinsten Maße ein jeder einzelne Teufel für sich. Solange es aber keinen Menschen auf einem Weltkörper gibt, gibt es auf demselben auch keinen persönlichen Teufel, sondern nur [[Naturgeist|gerichtete und unreine Geister]] in aller [[Materie]] eines Weltkörpers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.35.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teufel unterscheiden sich (dem Geist nach) stark vom [[Satan]]. Bei ihnen ist nur das Seelische gleichartig dem bösen Geist, nicht aber ihr Geist, der dennoch rein ist, wenn auch hart gefangen. Der Geist des Satans ist das eigentliche [[Böse]]. Daher wird und kann es geschehen, dass alle Teufel noch gerettet werden, bevor der Satan in sich selbst die große Reise zu seinem eigenen Sturz zu unternehmen genötigt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|56.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Satan soll im Allgemeinen (der Seele nach) die ganze [[materielle Schöpfung]] verstanden werden; unter Teufel das getrennte Spezielle derselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.34.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satan entspricht der zu starren Ruhe und [[Trägheit]]; denn diese geschaffene erste große Persönlichkeit wollte alle anderen Kräfte in ihre Wesenheit vereinen und ist aber darum tot und tatunfähig geworden in sich selbst. Aber die in ihr besiegten anderen Kräfte ruhen dennoch nicht völlig, sondern stehen in einer fortwährenden [[Tätigkeit]] und personifizieren sich dadurch wie selbständig. Durch solche Tätigkeit beleben sie aber das Grundwesen wie mit einem Scheinleben, und dies Leben ist dann offenbar nur ein Trugleben einem wahren freien Leben gegenüber. Solche besiegten und doch den Sieg nicht annehmen wollenden Kräfte sind das, was man dem Satan gegenüber &amp;quot;Teufel&amp;quot; oder &amp;quot;böse Geister&amp;quot; nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.229.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufenthaltsorte in der Welt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Aufenthaltsorte von Teufeln sind:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* öffentliche Gebäude, wo viel betrügerischer [[Handel]] getrieben wird, wie z.B. in Tempeln und anderen Handelshäusern&lt;br /&gt;
* Häuser in denen [[Unzucht]], Hurerei und [[Ehebruch]] getrieben wird&lt;br /&gt;
* Berge und Höhlen, in denen die Menschen mit großer Hast und Gier den Erdschätzen nachgraben&lt;br /&gt;
* Verstecke von [[Verbrecher|Dieben, Räubern und Mördern]]&lt;br /&gt;
* Kriegslager und -felder&lt;br /&gt;
* Handelswege auf denen ein starker Gewinnhandel betrieben wird&lt;br /&gt;
* Ländereien von reichen, geizigen und hartherzigen Heiden und Juden; diese Orte sind besonders beliebt und es finden sich die Teufel auch in der [[Luft]] über solchen Ländereien, dem [[Feuer]], den [[Wolke]]n und dem [[Regen]]&lt;br /&gt;
* [[Götze]]ntempel und falsche [[Orakel]]&lt;br /&gt;
* überall dort, wo große irdische [[Pracht]] und damit verbundener starker [[Hochmut]] sichtbar ist&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.36.7-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Orten, die von Menschen nicht bewohnt werden und auch von ihren [[Sünde]]n nicht verunreinigt worden sind, halten sich die Teufel nicht auf; außer diese Orte werden von weltgewinnsüchtigen Handelskarawanen bereist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.36.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und die Teufel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Gottes Liebe]] erstreckt sich nicht nur auf die [[Guter|Guten]] und das Gute, sondern ebenso auf die [[Böser|Bösen]] und das [[Böse]]. Also nicht nur auf die [[Engel|Himmlischen]] und das Himmlische, sondern auch auf alle und alles in der [[Hölle]], nicht nur auf [[Michael]] und [[Gabriel]], sondern auch auf den Satan und Teufel, denn Gott ist überall und von Ewigkeit zu Ewigkeit derselbe. Er lässt Seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. {{B|Mt|5|45}} Wenn persönliche Wesen oder Dinge gleichwohl böse sind, so liegt die Ursache in den Trägern und Gegenständen selbst, die Gottes Liebe nicht so aufnehmen, wie sie ist und ihrem Innersten innewohnt, sondern im Einklang mit der eigenen Natur, ähnlich wie Dornstrauch und Brennessel die Wärme der Sonne und den Regen des Himmels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|43b}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr lässt die Quälereien in den Höllen zu, weil das Böse nicht anders in [[Grenze|Schranken]] gehalten und gebändigt werden kann. Das einzige Mittel, den höllischen Mob zu zügeln und zu bändigen, ist die Furcht vor Strafe. Es gibt kein anderes Mittel. Ohne die Furcht vor Strafe und Folter würde sich das Böse in einen Aufruhr nach dem anderen stürzen, bis das Ganze auseinanderfiele wie ein irdisches Reich, in dem es kein Gesetz und keine Strafe gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|581}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Einfluss des göttlichen Wahren aus dem göttlichen Guten, welches das eigentliche Leben des Herrn ausmacht, wie er sich durch den Anblick auswirkt, vermag niemand in der Hölle zu widerstehen. Ihm wohnt eine derartige Macht inne, dass die höllischen Genien (böse Engel) schon bei seiner bloßen Wahrnehmung die Flucht ergreifen. {{B|Jes|2|19}}, {{B|Off|6|15-17}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|124b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und böse Geister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sphäre der höllischen Geister verbindet sich mit dem [[Sinnlich|Sinnlichen]] des Menschen von hinten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|424}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch wird durch [[Glauben]] und [[Gottesliebe]], das heißt, durch das Wahre der Lehre und das Gute des Lebens, das er vom Herrn erhält, mit Ihm verbunden. In dieser Verbindung ist er sicher vor dem Angriff der bösen Geister aus der Hölle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|123}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Mensch kann ohne den Schutz des Herrn nie und nimmer der Hölle entgehen. Der Herr kann aber den Menschen nur schützen, wenn dieser das Göttliche anerkennt und ein Leben des Glaubens und der [[Nächstenliebe]] führt. Ist das nicht der Fall, so wendet er sich vom Herrn ab und den höllischen Geistern zu und füllt seinen Geist mit der gleichen Bosheit. Der Herr lenkt den gottlosen und schlechten Menschen zwar dennoch fortwährend vom Bösen ab, wie mittels der Furcht vor dem Gesetz und seinen Strafen, vor dem Verlust des Einkommens, der Ehre und des guten Rufes, dieser Mensch kann aber nicht in das Geistig-Gute eingeführt werden, und sinnt bei sich auf List und Trug, indem er Güte und Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit simuliert, um andere zu täuschen. Diese Verschlagenheit kommt zum Bösen seines Geistes noch hinzu, formt es und bewirkt, dass es erst recht zu dem Bösen wird, das es seiner Natur nach ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|577}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Höllengeister leben und bestehen in der größten [[Gottesfurcht|Furcht vor Gott]]. Ihn auch nur von ferne zu erschauen oder [[Gottesname|Seinen Namen]] zu vernehmen, ist für sie das Schrecklichste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|STE|27.21}}; {{L|RB|2.173.8}}; {{S|WCR|124b}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie können den Namen Gottes nicht einmal aussprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400528a.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer dem [[Leib]] nach entsprechend der Weisung [[Moses]] ([[Reinheitsgebote]]) lebt, bleibt vor der Besitzergreifung durch unreine Geister sicher, vor allem wenn Er an [[Christus]] und Seine väterliche Fürsorge glaubt und alles in Seinem Namen macht. Wer dies versäumt, ist durch seine eigene [[Trägheit]] und [[Unwissenheit]] in jedem Augenblick tausend Gefahren aller Art ausgesetzt. Gott lässt die besseren Menschen durch Seine [[Engel]] beschützen, ansonsten es kaum [[Besessenheit|unbesessene Menschen]] auf der [[Erde]] gäbe, dennoch soll man sich nicht zu sehr darauf verlassen, weil die Engel dem [[Wille]]n des Menschen keine Zügel anlegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.54.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Zeitlang kann der Satan (die Teufel) wohl gehalten werden durch Macht und Gewalt von oben; aber so der Herr der hochmütigen Menschen wegen, die am Ende meinen, dass sie durch ihre Macht und Weisheit, die in einer unerbittlich tyrannischen Schärfe besteht, die ihnen beliebige Ordnung aufrecht zu halten imstande seien, Seine Macht zurückzieht und dem Satan die Fesseln abnimmt, da ist es dann mit der Macht der sich mächtig Dünkenden über die Nacht aus. (nach Jonael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.79.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Teufel seien von Anbeginn als solche erschaffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt in der ganzen Hölle keinen Teufel, der als Engel des Lichts erschaffen und herabgeworfen worden wäre. Alle Teufel der Hölle sind aus dem menschlichen Geschlecht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hätte Gott je gewollt, dass eine gewisse Art Wesen die Hölle bewohnen solle, so hätte Er diese Wesen auch sicher so eingerichtet, dass sie für Tod und Hölle ganz geeignet wären. Die Menschen aber hat Gott fürs Licht erschaffen und nicht für eine ewige Todes- und Qualnacht. (nach Peter Peter)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.238.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Luzifer#Emanuel Swedenborg|Emanuel Swedenborg über Luzifer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott strafe die bösen Geister ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bösen Geister werden in der Geisterwelt streng bestraft, um dadurch vom Tun des Bösen abgeschreckt zu werden und dies scheint vom Herrn zu kommen. In Wirklichkeit liegt der Ursprung der Strafe nie im Herrn, sondern im Bösen selbst, denn es ist mit seiner Strafe so eng verbunden, dass sie nicht getrennt werden können, vergleichbar dem Schmerz, den man verspürt, wenn man sich selbst schlägt. Der Herr fügt diesseits und jenseits niemandem etwas Böses zu. Auch auf der Welt liegt die Ursache nicht beim [[König]], [[Richter]] oder dem [[Gesetz]], wenn der Schuldige bestraft wird, denn sie bilden nicht die Ursache des Bösen bei dem Übeltäter. Bei einem bösen Geist darf von Gott aus keine andere Züchtigung angewendet werden, als die er sich selbst aus seinem eigenen bösen Willen geben wird, wenn die Freiheit von Seele und Geist nicht untergraben werden soll. Er kommt somit nach und nach in die unterste und ärgste Hölle, aber nicht etwa von Gott dahin verdammt, sondern durch sein eigenes Wollen, da er sich diese Hölle selbst aus seiner Liebe erschafft. Was jemandes Liebe ist, das ist auch sein Leben, und dieses darf ihm ewig nicht genommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|550}}; {{L|RB|2.164.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister, die dem Bösen verfallen sind, stürzen sich selbst freiwillig in die Hölle. Es sieht nur für alle anderen, die sich außerhalb der Hölle befinden so aus, als ob jene, die eine geradezu brennende Liebe zum Bösen treibt, durch göttliche Gewalt kopfüber in die Hölle hinabgestoßen würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|548}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer etwas Böses selbst will, dem geschieht in Ewigkeit kein Unrecht, wenn er in der Folge in der Hölle zu verharren hat. Gott zieht ihn nicht wider seinen Willen heraus. Wird ihm die Geschichte doch einmal zu derb, dann findet er schon von selbst einen Weg daraus. Macht ihm aber die Hölle eine Freude, ist ihm die ewige Nacht lieber als das ewige, alles beseligende Licht, dann freue er sich in derselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.164.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Siehe auch [[Hölle#Gott wirft die Menschen in die Hölle|Gott wirft die Menschen in die Hölle]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die höllischen Geister würden in ihrer Qual Reue empfinden ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trotzdem sich die höllischen Geister die fürchterlichsten Qualen zufügen, fühlen sie keine vergebliche, brennende [[Reue]] über ihre begangenen großen [[Sünde]]n, um dadurch eine leiseste Hoffnung auf [[Erlösung]] haben zu dürfen. Sie sind im Gegenteil unglaublich trotzig gegen Gott und haben auch noch ihre Freude an ihrer grenzenlosen Verstocktheit. Ihre Pläne gehen dahin, die Gottheit, die sie als tyrannischste Obergewalt betrachten, vom Thron zu stürzen und zu zerfetzen, dann die [[Schöpfung]] zu zerstören und an ihre Stelle eine neue und in ihrem Sinn allerfreieste zu setzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.166}}; {{L|RB|2.167}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Böser Engel]]&lt;br /&gt;
* [[Satan]]&lt;br /&gt;
* [[Satansknecht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverzeichnis ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hölle]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Teufel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Engel&amp;diff=38871</id>
		<title>Engel</title>
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		<updated>2021-12-17T08:06:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Einwände */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Songengel.jpg|thumb|Lied der Engel (1881, Borguereau)]] Die &#039;&#039;&#039;Engel&#039;&#039;&#039; oder [[Heilige]]n im Himmel sind im Grunde nichts als Ausstrahlungspunkte des göttlichen Geistes, der personifizierte, kräftigst wirkende [[Wille Gottes]], die Glieder Gottes, oder [[Gottes Diener]]. Sie sind durch den Willen Gottes belebte Formen und haben nichts Selbstisches an sich. Ihr Wort ist [[Wort Gottes|die Rede Seines Mundes]], Sein Wille ist der ihrige und ihre [[Schönheit]] ein kleiner Abglanz Seiner unendlichen Herrlichkeit und Majestät. Sie schauen allzeit das Antlitz des Herrn und horchen auf Seinen leisesten Wink. Als selbständige, des göttlichen Willens bare Wesen können sie gar nicht als bestehend und seiend gedacht werden. Ihrem Wesen nach gleichen sie einem [[Hohlspiegel]], welcher die Sonnenstrahlen auf einen Punkt bündelt. Wenn sie handeln, dann handeln sie durch den Brennpunkt des in ihnen verdichteten göttlichen Willens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.64.12}}; {{L|GEJ|2.47.12}}; {{L|GEJ|2.141.8}}; {{L|GEJ|2.195.4}}; {{L|GEJ|3.180.2-10}}; {{L|HG|3.9.16}}; {{L|GEJ|3.122.5}}; {{L|GEJ|4.178.13}}; {{L|HIM|1.410320.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt unzählig viele Engel und jeder von ihnen hat unbegreifliche Macht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.62.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle [[Mensch]]en, [[Geister]] und Engel sind nichts, als von [[Gott]] frei getragene [[Gedanke]]n, die stets ihr [[Leben]] und ihr alles aus Gott haben, und zwar ein jeder so viel, als es Gottes [[Ordnung Gottes|ewigen Ordnung]] gemäß für ihn gerade am zweckdienlichsten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410626b.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alles, was die Engel wissen und erkennen, das wissen und erkennen sie nur aus dem Herrn. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.236.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle Engel in den Himmeln sind erfüllt vom Herrn, denn sie sind im Herrn und der Herr ist in ihnen. Ungeachtet dessen aber redet und handelt jeder seinem [[Geisteszustand]] entsprechend, die einen einfältig, die anderen weise, und so in unendlicher Mannigfaltigkeit; und doch redet ein jeder &#039;&#039;aus sich&#039;&#039; vom Herrn her.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|154}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Engel ist in gewisser Hinsicht jeder, welcher den Herrn aufnimmt, sei er nun im [[Himmel]] oder in der [[Welt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|344}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel in ihrer Ganzheit heißen der Himmel, weil sie ihn bilden. Aus dem Himmel geht die Sphäre des Guten und Wahren hervor. Diese Strömung scheint von den Engeln zu kommen, doch stammt sie vom Herrn allein, denn jeder Engel des Himmels erkennt an, dass von ihm selbst nichts Gutes und Wahres kommt, sondern allein vom Herrn. In Wahrheit ist das vom Herrn auf die Engel einwirkende und von ihnen aufgenommene Göttliche der Himmel im Allgemeinen wie im Besonderen. Das vom Herrn ausgehende Göttliche ist das Gute der Liebe und das Wahre des Glaubens. In dem Maß, wie die Engel das Gute und Wahre vom Herrn aufnehmen, sind sie Engel und der Himmel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|7}}; {{S|HH|538}}; {{S|HH|591}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus sich befinden sich alle Engel im [[Böse]]n oder ihrem Eigenen, und sind nichts als Böses, werden aber durch den Herrn, von dem alles Gute aus dem Himmel stammt, der das Gute Selbst ist, vom Bösen abgehalten und im Guten erhalten. Kein Engel und kein Geist könnte (aus sich) dem fortwährend heraufwehenden Bösen aus der Hölle irgendeinen Widerstand leisten, weil es alle aus ihrem Eigenen heraus zur Hölle zieht. Aus dem Buch [[Hiob]] und den prophetischen Schriften des [[Bibel|Wort Gottes]] geht klar hervor, dass die Engel vor Gott nicht rein sind. Dies folgt auch daraus, dass es keinen Engel gibt, der nicht einst ein Erdenmensch war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|342}}; {{S|HH|591-592}}; {{S|WCR|121c}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel vernehmen in sich Wort und Wille des Herrn lebendig und tatkräftig, und zwar so, dass sie dann ganz Sein Wort und Wille werden. Als Sein Wort und Sein Wille sind sie dann auch die dadurch vollbrachte Tat selbst - also Wort, Wille und Tat in einer Form. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.238.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister und Engel wohnen und gesellen sich zusammen gerade so wie in der Welt: wer auf Erden in [[Gesellschaft]] lebte, wohnt auch so im anderen Leben, und wer getrennt in Häusern und Familien wohnte, lebt auch dort getrennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|173}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liebe verbindet die Engel mit dem Herrn und zugleich untereinander. Sie verbindet die Engel derart, dass sie vor dem Auge des Herrn wie eins sind und der Herr im ganzen Himmel alle so führt, als wären sie ein einziger Engel. Daher erscheint zuweilen auch eine ganze Engelsgesellschaft als Einheit in Engelsgestalt, z.B. [[Michael]], [[Gabriel]] und [[Raphael]] sind nichts anderes als Engelsgesellschaften, die wegen ihrer Funktion so genannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|14}}; {{S|HH|52}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch gibt es keinen einzigen Engel, der einem anderen gänzlich ähnlich wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der geistige Leib eines Engels ist gleich der göttlichen Weisheit, sein Leben die ewige Liebe Gottes. Was Gott von Ewigkeit in Sich Selbst war, ist und bleiben wird ewig, das müssen auch die Engel sein, weil sie vollkommen aus Ihm und somit auch völlig in allem Sein Wesen sind, wie der Strahl einer Sonne auch vollends das ist und wirkt, als was die Sonne selbst ist. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.218.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Ansehung seines Geistigen ist der Engel ein [[Mensch]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel haben [[Verstand]] und [[Wille]]n wie der Mensch. Sie werden fortwährend an Liebe und Weisheit vervollkommnet, da Verstand und Wille immerfort vervollkommnet werden können. Ihr Verstandesleben ist eine Wirkung des göttlichen Lichts, weil dieses Licht das göttliche Wahre und daher die göttliche Weisheit ist. Ihr Willensleben ist eine Wirkung der himmlischen Wärme, weil diese das göttliche Gute und daher die göttliche Liebe ist. Genau genommen stammt das Leben der Engel aus der Wärme, nicht aus dem Licht, oder nur insoweit es Wärme enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|136}}; {{S|HH|221}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus der göttlichen Liebe haben die Engel Gefühl und aus der göttlichen Weisheit Denken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|239}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher heißt es: Sein und Leben der Engel ist der [[Wille Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.64.12}}; {{L|GEJ|6.190.2}}; {{L|GEJ|4.178.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Und ferner: Die Engel sind Geschöpfe aus der [[Weisheit Gottes]]. Die Engel sind in der Weisheit und können geradezu Weisheiten genannt werden, weil sich alle ihre Gedanken und Gefühle der Form des Himmels gemäß ergießen, welche die Form der göttlichen Weisheit ist. Sie müssen erst aus ihrer großen Weisheit die [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] in sich selbst schaffen, was erheblich schwerer ist, als aus Liebe zu Gott die höchste Weisheit und Macht in sich zu finden, wie es den Menschen der Erde bestimmt ist, da diese Kinder der reinen ewigen [[Liebe Gottes]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.190.4}}; {{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel haben ein Inneres und ein Äußeres. Ihrem Inneren nach bezieht sich alles auf Liebe und Glauben, somit auf Willen und Verstand, weil diese deren Aufnahmegefäße sind. Ihr Äußeres aber entspricht dem Inneren. Sie haben Wärme je nach der Qualität ihrer Liebe, Licht ja nach der Qualität ihrer Weisheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|173}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Himmlischen wirken als ein Ganzes zusammen, nicht aus sich, sondern unter dem Einfluss des Herrn, denn auf Ihn blicken sie als ihren einzigen Urgrund, und auf Sein Reich als das Ganze, für das man sorgen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|64}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist die Verschiedenheit bei den seligen Geistern sogar noch viel ausgeprägter als bei den Menschen auf der [[Erde]], damit sie sich in alle Ewigkeit gegenseitig dienen können nach dem Maß ihrer [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] und aus dieser Liebe gegenseitig. Kein Engel gleicht vollkommen einem anderen, und wäre es auch nur in den Gesichtszügen. In gleicher Weise zeigen die [[Nutzwirkung]]en in den Himmeln jede Mannigfaltigkeit, nirgends gleicht die des einen vollkommen der eines anderen; und dasselbe gilt für die damit zusammenhängenden Freuden. Dabei sind sie doch in einer Ordnung miteinander verbunden und aufeinander bezogen, wirken als [[Einheit]], wie die Nutzwirkung jedes Gliedes oder Organs im Körper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.152.6}}; {{S|HH|405}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Engel können [[Schmerz]] und [[Leid]] verspüren, und sie haben oft mehr davon auszuhalten als die Menschen, da sie allzu oft erleben müssen, wie hartnäckig Menschen alle ihre großen Mühen unter Hohn und Spott zunichtemachen und ihnen stets den Rücken zukehren. Ihnen ist alle Gewalt über die bösen Menschen eingeräumt. Dennoch hat ein Engel die Kraft aufzubringen, auch einen Bösewicht, der ihn trotz aller Wohltaten verachtet, ihn loswerden und ihm schaden will, bis zu seinem Ende mit aller Geduld, Zurückhaltung und Zartheit zu behandeln. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.130.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollkommenen Himmelsbürger wie [[Petrus]] und [[Johannes]] und umso mehr Gott Selbst handeln und sprechen in zahllosen Welten, d.h. jeder ist zugleich an zahllosen Orten und wenn er sich an einem Ort befindet, dann fehlt er nicht an einem anderen. Jeder vollkommene Himmelsbürger ist aber dennoch eins und seine Wirkung dieselbe, ähnlich wie die [[Sonne]] in ihrer Einheit und Wirkung nicht geteilt oder geschwächt wird, wenn ihr Bild von zahllosen Spiegeln gleichwirkend reflektiert wird. (nach Johannes)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|132.3}}; {{L|BM|132.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wort Engel bedeutet in der Grundsprache einen Gesandten oder Boten - dies geht aus {{B|Jes|63|9}} und {{B|Mal|3|1}} und anderen Stellen hervor.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|92}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Engel und Gesendeter sind in der [[Hebräisch|hebräischen Sprache]] Ein Wort, daher sich auch der Herr oft den vom Vater Gesendeten heißt, worunter das Göttliche-Menschliche verstanden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|344}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel werden Heilige genannt, weil sie im abgezogenen Sinn die göttlichen Wahrheiten aus dem Herrn bezeichnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|586}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Bibel|Wort]] wird unter dem Engel ohne Unterschied im angewandten Sinn der Engelshimmel verstanden, weil unter dem Engel im höchsten Sinn der Herr in Ansehung Seines Göttlich-Menschlichen verstanden wird und weil der Himmel aus dem Herrn ist. Desgleichen wird ein Verein von Engeln verstanden. Der Engelshimmel ist gemeint weil nie ein Engel abgesondert vom Himmel mit dem Menschen spricht, denn dort findet eine Verbindung eines jeden mit allen statt, dass jeder in Gemeinschaft mit den übrigen spricht, obgleich der Engel sich dessen nicht bewusst ist. Der Herr ist gemeint, weil der Himmel nicht Himmel aus dem Eigenen der Engel ist, sondern aus dem Göttlichen des Herrn, aus dem sie Liebe und Weisheit und Leben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|5}}; {{S|EO|342}}; {{S|EO|344}}; {{S|EO|390}}; {{S|EO|548}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Charakter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Wahr#Verbindung von Gut und Wahr|Verbindung zwischen dem Wahren und Guten]] bildet den Engel, wie auch seinen [[Verstand]], seine [[Weisheit]] und [[Glückseligkeit]]. Seine Beschaffenheit hängt davon ab, wie das Gute bei ihm mit dem Wahren und das Wahre mit dem Guten verbunden ist, anders ausgedrückt, von der Verbindung der [[Liebe]] und des [[Glauben]]s in ihm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|371}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche Engel nehmen mehr das göttliche Gute als das göttliche Wahre auf, andere wiederum mehr das göttliche Wahre als das göttliche Gute. Die ersteren gehören zum himmlischen, die letzteren zum geistigen Reich des Herrn (siehe [[Himmel#Aufteilung|Aufteilung des Himmels]]). Am vollkommensten sind die Engel, die beides im gleichen Grad aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|133}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst bei den reinen Engeln im Himmel gibt es Unterschiede in der Liebe, wobei jene Engel, die Gott am meisten lieben, Ihm auch am nächsten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.490218a.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Engel respektieren die [[Willensfreiheit|Freiheit des menschlichen Willens]] mehr als all ihre von Gott verliehenen Kraft und Macht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.134.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Frieden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Frieden des Himmels, in dem sich die Engel befinden, kann ein verkörperter Mensch gar nicht in sich aufnehmen und verstehen. Beschreiben lässt er sich nur durch den Vergleich mit der Seelenruhe derer, von denen es heißt, dass sie in Gott vergnügt seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|284}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Friede in den Himmeln ist das Göttliche, das dort alles Gute vom Innersten aus mit Seligkeit überströmt, aus dem also alle Himmelsfreude stammt. Der Herr heißt der &amp;quot;Fürst des Friedens&amp;quot;, die Engel &amp;quot;Friedensengel&amp;quot; und der Himmel wird als Wohnung des Friedens bezeichnet, siehe {{B|Jes|9|5}} {{B|Joh|14|27}} {{B|Joh|16|33}} {{B|4Mos|6|26}} {{B|Jes|33|7}} {{B|Jes|32|17}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|286-287}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der himmlische Friede wird den Engeln bewusst durch die Wonne, mit der sie das mit ihrem Guten übereinstimmende Wahre hören und durch die [[Heiterkeit]] des Gemüts, wenn sie deren Verbindung empfinden. Von da aus strömt der himmlische Friede in alle Handlungen und Gedanken ihres Lebens ein und zeigt sich hier, auch in der äußeren Erscheinung, als Freude. Art und Umfang des Friedens ist in den Himmeln verschieden, je nach der Unschuld ihrer Bewohner. Unschuld und Friede gehen Hand in Hand und verhalten sich wie das Gute und sein Angenehmes. Sind die Engel im Zustand der Liebe, sind sie auch im Zustand des Friedens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|288-289}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Seligkeit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die himmlische Lust (Seligkeit), die Seele und Geist erfüllt, ist innerer und geistiger Art, nicht äußerer oder natürlicher Art und deshalb eine reinere und höhere. Was dem Geist des Menschen schon in Diesseits gefallen hat, das ist ihm auch im anderen Leben angenehm, denn sein geistiger Besitz bleibt ihm auch nach dem [[Leibestod|Tod des Körpers]]. Die Körperfreuden, die sogenannten [[Lust|fleischlichen Lüste]], sind nicht himmlischer Natur.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|395}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die eigentliche himmlische Freude kann in ihrem Wesen nicht beschrieben werden, weil sie zum Innersten des Lebens der Engel gehört. Von da aus erscheinen sie in ihren einzelnen Gedanken und Gefühlen, und wiederum von diesen aus im Einzelnen ihrer Sprache und ihrer Handlungen. Es ist, als ob die inneren Bereiche völlig aufgeschlossen und geöffnet wären, um Freude und Seligkeit in sich aufzunehmen, die sich bis in die einzelnen Fasern und somit durch das Ganze verbreiten. Ein Allergeringstes der Freude der Engel können andere Geister vor Wonne gar nicht mehr aushalten. Es gibt nicht allein Grade der Freude des Himmels, sondern auch die jedem selbst angemessene Art. Im Vergleich zu den himmlischen Freuden verhalten sich die der körperlichen Wollust wie ein grober, verletzender Klumpen Erde zu dem reinsten und sanftesten Lüftchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|409-411}}; {{S|HH|413}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Leben der Engel ist in ihrer Seligkeit fröhlich, immer bereit, Gutes zu tun, also Nächstenliebe zu üben. Die Freude der Engel weiß jedoch von keinen Verdienst (z.B. durch äußerliches sogenanntes frommes oder heiliges Leben) und besteht in Beschäftigung und tätigem Dienst untereinander, sowie die Seligkeit, die dem Guten entspringt, das ihre Tätigkeit bewirkt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|535}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Himmeln besteht die Freude darin, dass man anderen Gutes tue, nicht aber sich selbst, es sei denn auf eine Weise, dass sie anderen zugutekommt, also letztlich ihnen zuliebe. Diese Art Liebe kann man auf Erden an der [[eheliche Liebe|ehelichen Liebe]] einiger Menschen erkennen, die lieber sterben als dem Gatten ein [[Leid]] geschehen lassen wollen, oder an der [[Elternliebe]], wodurch z.B. eine [[Mutter]] lieber selbst [[Hunger]] leidet, als ihr [[Kind]] hungern zu sehen, oder an der aufrichtigen [[Freundschaft]], bei der man sich für die [[Freund]]e in Gefahr begibt. Auch an der Natur der Liebe ist solche Nächstenliebe zu erkennen, da sie ihre Freude darin setzt, anderen zu dienen, nicht nur ihrer selbst, sondern um des anderen willen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|406}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Freuden des Himmels sind mit [[Nutzwirkung]]en verbunden und darin enthalten, die Früchte der Liebe und Nächstenliebe, deren sich die Engel erfreuen. Daher sind die Freuden eines Geistwesens dieselbe wie seine Nutzwirkungen, und ihre Intensität die gleiche wie die Neigung zur Nutzwirkung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|402}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Seligkeit und Klarheit steigert sich nach den Graden der Liebtätigkeit und nicht nach den Graden der Klarheit, zu der man ohne die Liebtätigkeit ohnehin nie gelangen kann. Es ist schon von Ewigkeit her von Gott verordnet, dass kein Geist und keine Menschenseele ohne eine entsprechende Tätigkeit je zum Licht gelangen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.142.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die höchste Seligkeit aller vollkommensten Geister besteht darin, sich bei Gott aufhalten, mit Ihm reden und Umgang pflegen zu können. Diese übergroße Seligkeit geht aber nicht auf Gottes ganz einfache und schlichte Persönlichkeit zurück, sondern in der stets vollkommener, lichter und tiefer werdenden Erkenntnis Seiner endlosen Vollkommenheit aus Seinen endlos vielen Werken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.206.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seligkeit einer vollendeten Seele besteht nicht nur aus der passiven Betrachtung des göttlichen [[Schöpfung|Schöpfungswunders]], sondern lässt sich in Seligkeitsgrade teilen.&lt;br /&gt;
# Mit göttlicher Schöpfungskraft versehen sein, d.h. aus gottähnlicher Weisheit alles bewirken zu können, was Gott Selbst auf ganz dieselbe Weise bewirkt.&lt;br /&gt;
# Gott als höchsten Lebensfreund stets um sich zu haben, Ihn ohne alle Grenzen zu lieben und mit Ihm in einem Augenblick die ganze geistige und materielle Schöpfung übersehen.&lt;br /&gt;
# Mit Gott durch die Liebe völlig vereint sein und sich in vollster göttlicher Freiheit befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.67.1.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lust (Freude) der Bösen liegt in unsinniger [[Leidenschaft]], die Lust der Guten hingegen in der Weisheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|290}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel werden je nach der Aufnahme der Weisheit vom Herrn, mit Freuden und Wonnen beschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Reinheit ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder rechte Himmelsbürger muss unbedingt aus sich selbst vollkommen frei sein und darf nicht fallen, auch wenn er einen noch so rutschigen Weg zu betreten hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|118.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Reich Gottes kann nichts Unreines eingehen, da die Himmel das Zentralregiment des Herrn sind. Sie sind in ihrer Art vollkommen eins mit dem Willen Gottes. Auch nur ein einziger [[böser Geist|unreiner Geist]] im Himmel würde mehr Unordnung in der Schöpfung hervorrufen, als tausend der grimmigsten Höllen Schaden anrichten könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.18.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Himmelreich kann niemand eine [[Unwahrheit]] sagen, auch wenn er wollte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|107.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil die göttliche Weisheit das Licht des Himmels ist, daher werden dort auch alle ihrer Wesensart nach erkannt. Eines jeden Inneres liegt dort in seinem [[Angesicht]] offen zutage, so wie es ist, nicht das Geringste bleibt verborgen. Die verinnerlichten Engel wünschen auch, dass alles bei ihnen offenbar sei, wollen sie doch nichts als das Gute. Anders verhält es sich bei denen, die unterhalb des Himmels hausen und durchaus nichts Gutes wollen; diese fürchten sich, im Licht des Himmels gesehen zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|131}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gedanke eines Geistes ist schon sein Wort, jeder im Himmel redet aus dem Denken, denn dort ist das [[Reden]] Angelegenheit des Denkens. Daher ist ein Geist in seinem reinen Zustand der Lüge unfähig. Nur ein unreiner Geist kann lügen, indem er sich mit einer [[Materie]] umhüllt. Ohne diese grobe [[Maske]] kann aber auch ein unreiner Geist keine Unwahrheit aussprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.85.2-3}}; {{S|HH|2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weisheit und Unschuld ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weisheit der Engel lässt sich nur schwer begreifen, weil sie die menschliche Weisheit so weit übersteigt, dass man sie nicht miteinander vergleichen kann. Dennoch kann man sie wissen und begreifen, vorausgesetzt, dass die Seele Freude daran hat, denn die Freude ist mit dem Licht gepaart, weil sie aus dem Himmel stammt, und wer Liebe zu den Dingen der göttlichen und himmlischen Weisheit hat, dem erstrahlt Licht aus dem Himmel und wird Erleuchtung zuteil.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|265}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wesen der Weisheit der Engel ergibt sich daraus, dass sie im Licht des Himmels leben, das seinem Wesen nach das göttliche Wahre oder die göttliche Weisheit ist. Dieses Licht erleuchtet gleichzeitig ihr inneres und äußeres Sehen (siehe oben). Aus dem göttlichen Guten bzw. der göttlichen Liebe kommt ihnen die Neigung und das Verlangen zu, weise zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei jedem Engel finden sich drei Lebensgrade, die den drei Himmeln entsprechen (siehe oben) und diesen Graden gemäß verhält sich die Weisheit der Engel. Die Weisheit der Engel im innersten Himmel übersteigt unermesslich die Weisheit der Engel des mittleren Himmels, und deren Weisheit wiederum die im äußersten Himmel. Die Weisheit dieses unteren Himmel übersteigt in gleicher Weise die Weisheit der Menschen, wie zehntausend zu eins.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|267}}; {{S|HH|269}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weil die Weisheit die Engel vervollkommnet und ihr Leben ausmacht, und weil der Himmel bei jedem je nach seiner Weisheit einfließt, sehnen sich dort alle nach Weisheit und streben ihr nach, so ähnlich wie ein Mensch, der Hunger hat, nach Speise verlangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|274}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie haben auch deswegen so große Weisheit, weil sie ohne [[Selbstliebe]] sind, sondern in den himmlischen Arten der Liebe (Gottesliebe und Nächstenliebe).&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|272}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie groß die Weisheit der Engel ist, lässt sich daraus ersehen, dass in den Himmeln eine [[Kommunikation]] aller Dinge besteht: Einsicht und Weisheit des einen teilen sich dem anderen mit und der Himmel ist eine Gütergemeinschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|268}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Worten lässt sich die Weisheit der Engel nicht beschreiben, sondern nur durch einige allgemeine Beobachtungen beleuchten. Mit einem Wort können sie ausdrücken, wozu der Mensch nicht mit tausend imstande ist bzw. gar nicht auszudrücken in der Lage ist. In jedem einzelnen Wort, das die Engel sprechen, liegen in stetiger Verknüpfung Geheimnisse der Weisheit, an die die menschlichen [[Wissenschaft]]en in keiner Weise heranreichen. Mit wenigen Worten können die Engel den Inhalt eines ganzen [[Buch]]es bis in die Einzelheiten wiedergeben und dabei in jedes Wort etwas hineinlegen, das zu tieferer Weisheit vordringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|269}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl die Engel fortwährend in der Weisheit wachsen, erreicht diese in alle Ewigkeit nie den Grad, dass ein Vergleich zwischen ihrer endlichen Weisheit und der unendlichen göttlichen Weisheit des Herrn möglich würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|273}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Unschuld]] wohnt in der Weisheit, und wie viel Weisheit ein Engel hat, soviel Unschuld besitzt er auch&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|278}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, und inwieweit ein Engel sich in der Unschuld befindet, insoweit ist er auch im Himmel. Je weiser die Engel sind, desto unschuldiger sind sie, und je unschuldiger sie sind, desto mehr erscheinen sie einander als [[Kind]]er. Die eigentlich Unschuldigen des Himmels sind die Engel des innersten oder dritten Grades, denn sie lassen sich lieber als alle anderen vom Herrn führen, wie Kinder von ihrem [[Vater]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|280}}; {{S|HH|341}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe [[Unschuld#Unschuld der Weisheit|Unschuld der Weisheit]]) Das Wahre mit dem Guten und das Gute mit dem Wahren kann durch nichts anders verbunden werden als durch die Unschuld. Daher kann kein Engel ein Engel des Himmels sein, wenn nicht Unschuld in ihm wohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|281}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Weisheitsglanz der größten Engel im Vergleich dazu jede Sonne zum finsteren Klumpen macht, können sie es nicht mit der [[Weisheit Gottes]] aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.37.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Glaube ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Glaube der Engel im Himmel besteht in Ewigkeit im Glauben an den Herrn, ihren Gott und Heiland, dessen Menschliches göttlich und dessen Göttliches menschlich ist. Auf diese Weise ist der Glaube der menschlichen Aufnahmefähigkeit angepasst und wird das Geistig-Göttliche mit dem Natürlichen des Menschen vereinigt. So entsteht ein geistiger Glaube im Natürlichen, und in der Folge wird das Natürliche gleichsam durchscheinend von dem geistigen Licht, in dem der Glaube der Engel ist. Er besteht aus ebenso vielen Wahrheiten wie die Heilige Schrift aus Versen, und alle Wahrheiten sind wie Sterne, die ihren Glauben mit ihren Strahlen verdeutlichen und gestalten. Der Mensch erwirbt ihn sich aus dem göttlichen Wort mit Hilfe des natürlichen Lichtes seines Verstandes, in dem er Wissen, Denken und Überredung ist. Doch der Herr bewirkt bei denen, die an Ihn glauben, dass daraus Überzeugung, Vertrauen und Zuversicht entsteht. Auf diese Weise wird der Glaube geistig-natürlich, und durch die Nächstenliebe schließlich wird er lebendig. Bei den Engeln ist dieser Glaube wie eine Königin, geschmückt mit ebenso vielen Edelsteinen wie die Mauer des Heiligen Jerusalem {{B|Offb|21|17-20}}. Den dogmatischen Glauben der weltlichen Kirchengelehrten erkennen die Engel als innerlich leer und er erscheint ihnen wie das goldene Kalb, um das die Kinder Israels tanzten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|137d-e}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die Engel urgeschaffene Geister sind, so waltet bei diesen zahllosen allein nur das männlich-positive Wesen; aber es ist dennoch in jedem von ihnen auch das weiblich-negative Prinzip vollkommen gegenwärtig, und so stellt jeder Engel in sich die vollkommenste [[Ehe]] der Himmel Gottes dar. Ob sie sich in ein und derselben geistigen Haut in männlicher oder weiblicher Form zeigen wollen, hängt ganz von ihnen ab. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.156.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Engel in sich ein Zweiwesen (aber nicht im Sinne von Zwittern/Hermaphroditen) sind, können sie auch nie altern, weil sich in ihnen die beiden Pole ewig unterstützen. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.156.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie sind männlicher- und weiblicherseits völlig eines.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie der Himmel [[Mensch]] ist in der [[Göttlicher Mensch|größten Form]], so der Engel in der kleinsten, denn in der vollkommensten, also in der himmlischen Form, liegt ein Ebenbild des Ganzen im Teil und des Teiles im Ganzen. Engel haben also menschliche Gestalt und sind nicht formlos, oder nur [[Idee]]n, etwas Ätherisches, dem Lebenskraft innewohnt usw. Sie haben [[Auge]]n, [[Ohr]]en, [[Mund]] usw., können sehen, hören, reden usw.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|73-74}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihnen fehlt nichts, was zum Menschen gehört, außer dass sie nicht mit einem materiellen [[Leib]] überkleidet sind. Man muss jedoch wissen, dass der Mensch die Engel nicht mit den Augen seines Körpers, sondern nur mit den Augen seines Geistes sehen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|75-76}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Geistiger Leib|Leib]] jedes Geistes oder Engels stellt die äußere Form seiner herrschenden Liebe (Grundliebe) dar. Sie entspricht ganz und gar der inneren Gestalt, nämlich der Gesinnung und des Gemüts. Daher ist die Art der Geister aus ihrem [[Angesicht]], ihren [[Gebärde]]n und ihrer [[Rede]] zu ersehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|363}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die blendende [[Schönheit]] der Engel ist ihre Liebe zum Herrn.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.38.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Alle im Himmel sind [[Form]]en der [[Liebe]] und [[Nächstenliebe]]. Die Nächstenliebe hat die Eigenart, dass sie im Himmel als Gestalt lebendig wahrgenommen wird, dass es sie selbst ist, welche abbildet und abgebildet wird, und zwar so, dass der ganze Engel, vor allem aber sein Gesicht, gleichsam Nächstenliebe ist, die ebenso klar erscheint wie sie empfunden wird. Diese Gestalt erscheint dem Betrachter als unaussprechliche Schönheit, die das innerste Leben des Gemüts unmittelbar durch Nächstenliebe anregt. Die Engel sind von unaussprechlicher Schönheit, und Liebe leuchtet aus ihrem Antlitz, aus ihrer [[Rede]] und allen Einzelheiten ihres [[Leben]]s. Die von den Engeln ausgehenden [[Sphäre]]n sind so voller Liebe, dass sie das Innerste des Lebens der Anwesenden berühren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|17}}; {{S|HH|414}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am schönsten sind die Engel des innersten Himmels. Die Schönheit nimmt nach innen zu und nach außen ab, entsprechend der Vollkommenheit. Engel des innersten Himmels haben ein so schönes Antlitz, dass kein Maler mit aller [[Kunst]] seinen [[Farbe]]n je eine solche Leuchtkraft verleihen könnte, um auch nur den tausendsten Teil davon wiederzugeben. Dagegen lassen sich die Gesichter der Engel des untersten Himmels bis zu einem gewissen Grad wiedergeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|459}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Himmlischen schreiten fortwährend im [[Frühling]] (Jugend) ihres Lebens voran, und je mehr Jahrtausende sie leben, desto seliger wird dieser Frühling. Dies setzt sich in Ewigkeit fort, wobei die Zunahme dem Fortschritt und den Graden der Liebe, der Nächstenliebe und des Glaubens entspricht. Mit einem Wort: Alt werden im Himmel heißt jung werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|414}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas wie [[Stern]]chen in großer Anzahl erscheint um die Engel, wenn sie sich unterhalb des Himmels befinden. Diese bezeichnen Erkenntnisse des Guten und Wahren, oder das Wahre des Lebens und der Lehre aus dem Wort, welche sie sich erworben hatten, als sie in der Welt gelebt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Aussehen der Engel (gegenüber den irdischen Menschen) gestaltet sich gemäß ihrem Willen. Würden die Menschen die Engel in ihrem Lichtkleid sehen, dann würden sie erblinden und ihr Körper würde sich auflösen, derart hell ist es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.156.10}}, {{L|BM|87.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel Gottes brauchen keine Flügel haben, das lässt sich aus der [[Bibel]] erkennen, weil dort werden keine Flügel der Engel erwähnt. Lediglich die beiden [[Cherub]]e musste [[Moses]] vorbildend [[Entsprechung |entsprechend]] mit Flügeln darstellen, um den damals noch sehr sinnlichen [[Juden]] anzudeuten, dass die reinen Geister aus den [[Himmel]]n Gottes sich in allem äußerst schnell bewegen können - im Denken, Beschließen, Handeln und Vollbringen. Sonst aber in der Wirklichkeit hat kein Engel Gottes je ein Paar Flügel gehabt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.56.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kleidung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Engel haben [[Kleider]], [[Wohnung]]en und ähnliches, nur ist bei ihnen alles vollkommener. Im Himmel sind alle nach dem Wahren, das bei ihnen ist, gekleidet. Die Kleider der Engel entsprechen ihrer [[Einsicht]], oder dem Wahren (was auf dasselbe hinausläuft), daher sind einige auch schöner gekleidet als andere. Bei den Einsichtsvollsten funkeln die Kleider wie von feurigem [[Glanz]], und bei einigen leuchten sie wie im Glanz des Lichtes. Die weniger Einsichtigen tragen blendend weiße, auch matt weiße oder auch nur bunte Kleider. Die Engel des innersten Himmels jedoch sind unbekleidet, weil sie in der [[Unschuld]] sind und die Unschuld der [[Nacktheit]] entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|177-179}}; {{S|EO|328}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kleider der Engel werden erwähnt z.B. in {{B|Luk|24|4}}, {{B|Mt|28|3}}, {{B|Mark|16|5}}, {{B|Joh|20|12}}, {{B|Off|4|4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kleider der Engel erscheinen aber nicht nur als solche, sondern sind auch wirklich Kleider, d.h. man kann sie nicht nur sehen, sondern auch fühlen. Die Engel haben mehrere Gewänder, die sie bei Bedarf anziehen oder bei Nichtbedarf aufbewahren. Sie erhalten diese Kleider vom Herrn, der sie ihnen schenkt, sie zuweilen auch ohne ihr Wissen bekleidet. Die Kleidung wandelt sich je nach ihren Zustandsveränderungen (siehe unten).&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|181}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange jemand noch kein himmlisches Hochzeitsgewand trägt, ist er kein fester Himmelsbürger, sondern nur ein aus puren [[Gnade]]n angenommener [[Sünder]], der erst durch mancherlei Wege zu einem wahren Himmelsbürger werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|40.36}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erscheinen Engel den Menschen, dann liegt die Kleidung an ihrem Willen. Was sie anziehen wollen, mit dem sind sie dann auch vollauf bekleidet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.156.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwandtschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel befinden sich in geistigen [[Verwandtschaft]]en der Liebe und des Glaubens, bzw. des Guten und Wahren. Die Engel, die in einem ähnlichen Guten und Wahren sind, kennen sich wie die Verwandten und Verschwägerten auf Erden, als ob sie von Kindheit an miteinander bekannt gewesen wären. Die Mitglieder einer Engelgesellschaft haben ein ähnliches [[Gesicht]], unterschieden sich aber im Besonderen, so ähnlich wie in der Welt die Angehörigen eines [[Volk]]es und einer Familie, nur ist dies im Himmel vollkommener. Das Gesicht zeigt dort alle inneren Regungen - die Neigungen, die mit der Liebe und dem Glauben der Engel zusammenhängen; ein anderes Gesicht zu haben als das seiner Neigungen, ist im Himmel unmöglich. Ein Engel erkennt am Antlitz eines anderen sogleich dessen Art. Manchmal schleichen sich in die Gesellschaften [[Heuchler]] ein, die es gelernt haben, ihr Inneres zu verbergen und ihr Äußeres zu verstellen und präsentieren sich als Engel des Lichts. Sie können dort aber nicht lange bleiben, denn sie fangen bald an, innerlich beängstigt und gequält zu werden. Totenblässe überzieht ihr Gesicht, wonach sie dann schnell in die Hölle zu den ihnen Ähnlichen hinabstürzen und nicht mehr aufzusteigen versuchen. Solche sind vergleichbar dem Mann, der kein hochzeitliches Kleid angelegt hatte, siehe {{B|Mt|22|11-13}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|46-47}}; {{S|HH|205}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zustandsveränderungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel haben weder Begriff noch Vorstellung von [[Zeit]] und [[Raum]] wie die Menschen in der Welt, sondern stattdessen von Zuständen. Statt [[Jahr]]en, [[Tag]]en und Zeiten gibt es im Himmel Zustandsveränderungen und Zustände. Wenn Engel von Tages- und Jahreszeiten usw. hören, dann stellen sie sich stattdessen Zustände und Zustandsbestimmungen vor, d.h. die natürliche Vorstellung des Menschen wird bei den Engeln in eine geistige umgewandelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|162-165}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie reden mit dem Menschen niemals mit Hilfe der natürlichen, dem Menschen eigentümlichen Vorstellungen, die von Zeit und Raum bestimmt sind, sondern mit Hilfe geistiger Ideen, die den Zuständen und deren Wandlungen innerhalb und außerhalb der Engel entlehnt sind. Sobald die geistigen Vorstellungen der Engeln bei den Menschen einfließen, werden sie augenblicklich ganz von selbst in die natürlichen, dem Menschen eigentümlichen Vorstellungen umgewandelt, die den geistigen völlig entsprechen, z.B. die Vorstellung des Zustands der Liebe und Weisheit in &amp;quot;Frühling&amp;quot; und &amp;quot;Morgen&amp;quot; usw.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|166-168}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Engel gar keinen Zeitbegriff kennen, haben sie auch eine andere Idee von der [[Ewigkeit]]. Für sie ist die Ewigkeit ein endloser Zustand, nicht eine endlose Zeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|167}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel sind nicht ständig im gleichen Zustand der Liebe und daher auch nicht im gleichen Zustand der Weisheit. Manchmal ist ihre Liebe inbrünstig, manchmal weniger. Befinden sie sich im höchsten Grad der Liebe, so leben sie in Licht und Wärme oder in Klarheit und Lust. Im niedrigsten Grad aber sind sie im Schatten und Frost oder in ihrer Dunkelheit und Unlust. Diese Zustände folgen einander in mannigfacher Weise und betreffen jeden Engel individuell, wie auch jede Engelsgesellschaft im Ganzen, wobei aber ein Engel in derselben Gesellschaft in Klarheit und Lust und ein anderer derselben Gesellschaft in Dunkelheit und Unlust sein kann. Im letzten Zustand beginnen die Engel [[traurig]] zu werden. Sie hegen dann die [[Hoffnung]], in Kürze wieder in den vorigen Zustand, und so gewissermaßen wieder in den Himmel zu gelangen. Mit dem Zustand des Inneren werden auch die Erscheinungen der vor Augen liegenden äußeren Dinge verändert, denn die Dinge, die außerhalb der Engel sind, erhalten ein Aussehen, das dem ihres Inneren gemäß ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Zustandsveränderungen haben mehrere Ursachen: &lt;br /&gt;
# Die Freude am Leben und am Himmel würde nach und nach ihren Wert verlieren, wenn die Engel ununterbrochen darin erhalten würden. &lt;br /&gt;
# Die Engel haben wie die Menschen ihr Eigenes, das in der [[Eigenliebe|Liebe zu sich selbst]] besteht. Weil ein jeder sein Eigenes liebt und dadurch angezogen wird, treten diese Zustandsveränderungen auf.&lt;br /&gt;
# Die Engel werden dadurch vervollkommnet, weil sie sich daran gewöhnen, in der Liebe zum Herrn gehalten und von der Selbstliebe abgehalten zu werden, und weil auch durch den Wechsel von Lust und Unlust das Innewerden und Gefühl für das Gute feiner wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|155-158}}; {{S|HH|160}}; {{S|HH|46-48}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Macht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Guido Reni 031.jpg|thumb|Erzengel Michael (Guido Reni, 17. Jhdt.)]] Aus sich haben die Engel weder eine [[Kraft]] noch irgendeine Macht, sondern alle ihre Kraft und Macht ist nichts als der erfüllte [[Wille Gottes]] in und durch sie. Der Wille Gottes ist ihr Sein und [[Leben]]. Daraus reicht ihre Macht über alle sichtbare [[Schöpfung]] hinaus; die [[Erde]] ist ihnen wie ein Sandkorn, die [[Sonne]] wie eine Erbse. Die Engel sind pure Aufnahmegefäße des göttlichen Willens und die Austräger desselben. Sie sind gleichsam die Flügel des göttlichen Willens und damit eigentlich der göttliche Wille selbst. Es genügt ein leisester Gedanke von ihnen und sie verbinden sich mit der Kraft des göttlichen Willens - dann ist ein Werk auch schon vollbracht. Daher können die Engel im Handeln sehr schnell sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.64.12}}; {{L|GEJ|1.64.16}}; {{L|GEJ|1.196.14}}; {{L|GEJ|2.37.15}}; {{L|GEJ|2.38.1}}; {{L|GEJ|2.134.2}}; {{L|GEJ|2.136.3-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum Beispiel auf der ganzen Erde hat nur ein dazu bestellter Engel für alles Gras, Gesträuch und Bäume, jegliches nach seiner Art, für das Wachstum und die verschiedenartigste Hervorbringung der Früchte zu sorgen und zu wirken, desgleichen für alle Tiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.196.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein vollendeter Geist vermag jede noch so große Krafthandlung in einem Augenblick zu vollenden, z.B. kann er ein Gebirge, sogar einen Planeten und eine Sonne in einem Augenblick vernichten, oder mit der Schnelligkeit eines Gedanken zu den entferntesten Sternen zu reisen. Wie dies den reinen Geistern möglich ist, kann nur ein [[Wiedergeborener]] verstehen. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.179.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der geistigen Welt ist die Macht der Engel unglaublich groß. Widersetzt sich dort etwas, was entfernt werden soll, weil es gegen die [[Ordnung Gottes|göttliche Ordnung]] geht, so wird es von ihnen durch die bloße Kraft ihres Willens und ihren Blick niedergeworfen und zerstört. Nichts vermag die Menge wider die Engel, nichts alle [[Kunst|Künste]], [[Schlauheit]] und [[Aufruhr]]. Sie sehen alles und schlagen es augenblicklich nieder. Dieselbe Macht haben sie auch in der natürlichen Welt, sobald sie ihnen gestattet wird, siehe z.B. {{B|2Sam|24|15-17}}, {{B|Ps|103|20}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|229}}; {{S|HH|232}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Engel sieht (aus sich) nur, was in seiner Nähe geschieht, er nimmt nicht einmal in sich wahr, was in seiner Gesellschaft vor sich geht. Die Engel sind nicht [[Allmacht|allmächtig]] und [[Allwissenheit|allwissend]] gleich Gott, z.B. [[Borem]], ein großer Engel des Herrn, wusste dennoch nicht immer für alles einen sicheren Bescheid zu geben. Sowenig ein Geist je die ganze Unendlichkeit Gott gleich erfüllen wird, ebenso wenig auch wird je eines noch so vollendeten Geistes Weisheit alle Tiefen der göttlichen Weisheit zu erforschen und zu erfassen imstande sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|68.9}}; {{L|BM|68.4}}; {{L|BM|124.1}}; {{S|HH|593}}; {{L|GEJ|2.233.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach der göttlichen Ordnung ist alles so eingerichtet, dass der Mensch wie auch jeder Engelsgeist alles nur nach und nach, und selbst da nur bis zu einem gewissen Grad, von der göttlichen Natur in sich wie in all den geschaffen Dingen, einsehen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.5.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel haben keinerlei Macht aus sich selbst, sondern allein vom Herrn, und sind nur soweit mächtig, als sie dies anerkennen. Ein Engel, der vom Herrn her im Besitz der göttlichen Wahrheiten ist, kann trotz seiner eigenen leiblichen Schwäche - er ist wie ein Kind - eine ganze Schar von höllischen Geister in die Flucht schlagen, bis zur Hölle verfolgen und in die dortigen Höhlen hinabstoßen, mögen sie auch wie Riesen erscheinen. In der geistigen Welt sind jene, die vom Herrn her im Besitz der göttlichen Wahrheiten sind, wie Löwen, obgleich sie ihrem Leib nach nicht stärker sind als Schafe. Dem vom Herrn ausgehenden göttlichen Wahren kommt alle Macht in den Himmeln zu und die Engel sind Mächte, soweit sie Aufnahmegefäße des Wahren und des Guten aus dem Göttlichen sind. Keiner ist jedoch in dem vollkommen gleichen Guten und Wahren wie ein anderer (Vielfalt), weswegen auch kein Engel im Besitz der gleichen Macht wie irgendein anderer ist. Weil die Gaben des Geistes sogar unter den Engeln verschieden ausgeteilt sind, kann selbst ein vollkommenster Geist von einem andern vollkommensten Geist noch vieles lernen. Die größte Macht haben jene Engel, die im [[Großmensch]]en die Arme darstellen, weil sie mehr als alle anderen unter dem Einfluss der Wahrheiten stehen und in ihre Wahrheiten das Gute aus dem ganzen Himmel einfließt. Wer unter den Engeln meint, er habe Macht aus sich selbst, wird umgehend derart kraftlos, dass er nicht einmal einem einzigen [[böser Geist|bösen Geist]] widerstehen kann. Darin liegt der Grund, weswegen die Engel sich selbst keinerlei Verdienst zuschreiben und jedem [[Lob]] oder [[Ruhm]] ihres Tuns abgeneigt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|230-232}}; {{S|WCR|87}}; {{L|GEJ|2.196.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst ein noch so vollendeter Geist kann Gott in alle Ewigkeit nie erreichen, wohl aber mehr als genug Gottähnlichkeit erlangen. Er kann innerhalb der von Gott gestellten Ordnung alles ins Werk rufen, was immer er will, z.B. kann er aus sich gleich Gott am Ende selbständige Wesen hervorrufen und ihnen ein ewiges, freies Sein geben und kann dann mit solchen Wesen seine hohe Freude und Seligkeit haben, so wie irdisch ein Vater mit seinen guten Kindern. Er kann Welten mit Sonnen schaffen und sie aus sich heraus vollkommen bevölkern und alle diese Welten sind mit allem oft besser als diese [[Erde]] ausgestattet. Dies ist möglich, weil am Ende doch jeder Geist aus Gott ist, und daher gleich einem Keim das Potential zu praktisch endloser Reproduktion birgt. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.3.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nicht einen Engel, der es ohne die [[Hilfe]] Gottes mit dem [[Satan]] aufnehmen könnte, da dieser über eine Unzahl von feinsten Trugmitteln verfügt, durch die er selbst alle Himmel berücken könnte. Selbst [[Michael]] ist von ihm überwunden worden, als er mit ihm um den Leib von [[Moses]] gerungen hat. Er konnte nichts tun, als das [[Gericht Gottes]] über dieses allerböseste Wesen rufen, das allein imstande war, diesem Drachen die Beute zu nehmen. (nach Borem)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|118.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sinne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als freie und reine [[Geister]] können auch die Engel die [[materielle Welt|naturmäßige Welt]] schauen, wie Gott Selbst sie sieht, wenn es der Herr haben will, denn wenn der Herr Seinen vollendeten Kindern eine ganze Welt zur Obhut gibt, dann müssen sie diese auch genau sehen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.10.10-12}}; {{L|BM|44.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel sehen auch die Geisterwelt (das Mittelreich) vollumfänglich, und anders als die darin lebenden Geister, die auf einmal nur das sehen, was ihrem Innersten entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.152.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das [[Böse]] und [[Falsch]]e wird, wenn es gegen das Gute und Wahre ankämpft, aus diesem heraus deutlich wahrgenommen. Daher können auch die Engel sehen, was in der Hölle vorgeht und welche Missgestalten sich dort befinden, während die Geister der Hölle gar nichts von all dem sehen können, was im Himmel geschieht, ja nicht einmal die Engel wahrnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel haben alle [[Sinne]], die der Mensch hat, sogar viel schärfere. Sie schauen im himmlischen Licht, welches das irdische um viele Grade übertrifft, und hören durch die geistige Atmosphäre viel intensiver. Der Unterschied ist vergleichbar wie zwischen der Helligkeit und dichtem Nebel, oder wie zwischen dem Mittagslicht und abendlichem Schatten. Die übrigen Sinne sind nicht so scharf ausgeprägt, wie der Gesichts- und Gehörsinn, weil Sehen und Hören im Unterschied zu den übrigen Sinnen ihrer [[Einsicht]] und [[Weisheit]] dienen. Wären sie ebenso scharf, dann würden sie ihnen das Licht und die Freude ihrer Weisheit entziehen und stattdessen die Freude an den [[Vergnügung]]en einflößen, die mit den verschiedenartigen Begierden und dem Körper zusammenhängen. Diese aber verdunkeln und schwächen den Verstand soweit, wie sie überwiegen, was auch bei irdischen Menschen der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|170}}; {{S|HH|462}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Dinge, die in den Himmeln erscheinen, sind Entsprechungen des Inneren der Engel und Vorbildungen ihrer Weisheit, d.h. alles, was die Engel durch die Augen und Sinne sehen und empfinden, stimmt mit ihrer Weisheit überein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Sehen und Denken&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weder die Geister noch die Engel können mit ihren Augen irgendetwas sehen, was in der Welt ist. Das Licht der Welt oder das [[Sonnenlicht]] ist ihnen wie dichte [[Finsternis]], vergleichbar wie der Mensch mit seinen leiblichen Augen nichts vom anderen Leben sehen kann; für ihn ist das Licht des Himmels wie dichte Finsternis. Dennoch können Geister und Engel durch die Augen des Menschen die Dinge in der natürlichen Welt sehen, wenn es dem Herrn gefällt. Sie können dann auch mit den Ohren des Menschen hören. Dies gestattet der Herr nur den Menschen, welchen Er verleiht, mit Geister und Engeln zu reden und mit ihnen zusammenzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|135}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel sind geistig und nicht natürlich (materiell), daher ist für sie das göttlich Wahre das Licht, das ihnen die Fähigkeit nicht nur zu sehen, sondern auch zu verstehen verleiht. Geistige Wesen sehen aus ihrer Sonne ([[Gnadensonne]]), wie die natürlichen aus der ihren. Das göttlich Wahre ist die Quelle des [[Verstand]]es der Engel, und dieser ihr inneres [[Sehen]], das in das äußere Sehen einfließt und es damit hervorbringt, wodurch inneres und äußere Sehen einheitlich zusammenwirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|128}}; {{S|HH|232}}; {{S|HH|462}}; {{S|EW|131}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr inneres Sehen gehört dem Gemüt an, ihr äußeres Sehen ist Angelegenheit der Augen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Himmelslicht bringt solche Dinge zur Erscheinung, die Göttliches in sich bergen. Indem es in die durch himmlische Liebe aufgeschlossenen Gemüter der Engel einfließt, bringt es im Äußeren Formen zur Erscheinung, die den Freuden ihrer Liebe entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|489}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen und Denken bilden bei den Engeln eine Einheit, und das Denken ist eins mit der Neigung, weil Nahes und Fernes je nach den Zuständen ihres Inneren erscheint und sich auch verändert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|196}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gedanken der Engel werden anders als die der Menschen nicht durch Vorstellungen aus Raum und Zeit verendlicht und beengt, sie sind unbegrenzt. Sie werden auch nicht zu Irdischem und Materiellen herabgezogen oder durch irgendwelche [[Sorge]]n um die [[Lebensunterhalt|Lebensnotwendigkeiten]] unterbrochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der natürliche Mensch kann zur Meinung gelangen, dass ohne die Vorstellung von Zeit und Raum kein Denken möglich wäre. Die Gedanken sind jedoch gerade soweit endlich und eingeengt, wie ihnen etwas von Zeit, Raum und Materie anhaftet, und in dem Maß nicht, wie sie sich davon befreien, weil das [[Gemüt]] eben soweit über die materiellen und weltlichen Dingen hinausgehoben wird. Von daher rührt die Weisheit der Engel, eine Weisheit von der Art, dass man sie unbegreiflich nennt, weil sie nicht zu den Vorstellungen passt, die bloß aus weltlichen und materiellen Dingen besteht ([[Denken#Empirisches Denken|Empirisches Denken]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|169}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel haben bei jeder Wendung ihres Gesichtes und Körpers den [[Osten]] - wo der Herr als Sonne erscheint - vor Augen, den [[Westen]] im [[Rücken]], zur [[Rechts|Rechten]] den [[Süden]] und zur [[Links|Linken]] den [[Norden]]. Dennoch haben sie einen Ausblick auf die drei übrigen Hauptrichtungen, als Folge ihres inneren Sehens, das bei ihnen Angelegenheit des [[Denken]]s ist, und bewegen Gesicht und Körper nach den verschiedensten Richtungen. Der ganze Himmel wendet sich dem Herrn als seinem gemeinsamen Mittelpunkt zu. Das gehört zu den Wunderdingen im Himmel und ist dem Menschen schwer fassbar. Es ist vergleichbar mit der [[Schwerkraft]], durch die sich auf der Erde die unteren Teile dem gemeinsamen Mittelpunkt zukehren. Auch auf Erden sagt man, dass jene Gott schauen, die an Ihn glauben und Ihn lieben. Diese Redeweise stammt aus der geistigen Welt. In der geistigen Welt ist es die Liebe, welche die inneren Bereiche eines jeden und damit auch dessen Angesicht sich zuwendet, weil das Angesicht dort eine Einheit mit allem Inneren bildet, weil es dessen äußere Form ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|141-144}}; {{S|HH|272}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel erblicken den Herrn durch die Augen, Er aber sieht sie in der [[Stirn]]. Der Grund dafür liegt darin, dass die Stirn der Liebe entspricht und der Herr durch die Liebe in ihren Willen einfließt und bewirkt, dass man Ihn durch den Verstand, dem die Augen entsprechen, erkennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|145}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Hören&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gehör der Engel entspricht wie das Sehen ihrem Innewerden, das sowohl dem Verstand wie dem Willen angehört. Daher nehmen sie im Tonfall und in den Worten eines Redners die kleinsten Einzelheiten seiner Neigung und seines Denkens wahr - im Tonfall die Einzelheiten der Neigung, in den Worten die des Denkens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|462}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gedächtnis ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geister und Engel besitzen ebenso wie die Menschen ein [[Gedächtnis]], und zwar ein viel besseres. Was immer sie hören, sehen, denken, wollen und tun, verbleibt ihnen, auch bildet sich dadurch die [[Vernunft]] immer weiter aus, und zwar in Ewigkeit, wodurch sie beständig an Weisheit zunehmen können. Sie können unterrichtet werden, ebenso wie zu der Zeit, da sie noch in der Welt lebten, folglich auch in Glaubenssachen, und so zur Vollkommenheit gelangen. Je tiefer die Geister und Engel verinnerlicht sind, desto schneller und umfassender nehmen sie alles auf und behalten es umso vollkommener.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|469}}; {{S|EW|14}}; {{S|EW|29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel sprechen ganz wie die Menschen miteinander, und zwar auch über die verschiedensten Dinge, wie z.B. häusliche Angelegenheiten, Gegenstände des bürgerlichen Lebens, Dinge des moralischen und des geistigen Lebens. Sie tun dies nur einsichtsvoller, aus tieferem Nachdenken heraus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|234}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihre Sprache besteht ebenso aus Lauten wie die menschliche, sie wird auch laut gesprochen und gehört. Es umgibt sie eine ihnen angepasste geistige [[Atmosphäre]], in der sie atmen und den [[Atem]], wie die Menschen, zur Aussprache der Wörter verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|235}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im ganzen Himmel haben alle nur eine [[Sprache]] und verstehen einander, aus welcher Gesellschaft sie auch stammen mögen. Diese geistige Sprache wird nicht erlernt; sie ist jedem eingepflanzt. Sie fließt unmittelbar aus der [[Neigung]] und ihrem Denken hervor, wobei der [[Ton]] der Neigung oder dem Gefühl entspricht, die Lautgliederungen, also die Wörter, den Denkvorstellungen, die der Neigung entspringen. Durch die Betonung, der ein Empfinden für die Dinge in ihrer Ordnung innewohnt, ergänzen die Engel, was die Worte ihrer Sprache nicht erschöpfen. Die Worte wechseln auch je nach der Verkettung der Dinge, deren Zusammenfassung der Gedanke ist, in unendlicher Mannigfaltigkeit. Die Engel erkennen den anderen - seinen Lebensinhalt, die vorherrschende Neigung, sein [[Lebensbuch]] - schon an seiner Redeweise, aus dem Ton seine Neigung oder vorherrschende Liebe, und an der Gliederung des Tons, den Wörtern, seine Gesinnung. Den weiseren Engeln genügt dazu schon ein einziger Satz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|236}}; {{S|HH|241}}; {{S|HH|269}}; {{S|HH|331}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man Töne allein setzt und sie in ihren melodischen und harmonischen Weisen anhört, dann sind sie gleich der Rede in den Himmeln, die sich in einer Zustandsferne auch als die reinste [[Musik]] vernehmen lässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.440606.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwar haben alle im Himmel dieselbe Sprache, aber es gibt darin doch Unterschiede, die daher kommen, dass die Weisen von innen heraus reden und über eine größere Fülle von Gefühlsvarianten und Denkbildern verfügen, während die weniger Weisen eher äußerlich sprechen und ohne jene Fülle. Die Ausdrucksweise der Einfältigen bleibt noch weiter an der Oberfläche und besteht daher aus Worten, deren Sinn erst auf ähnliche Weise ermittelt werden muss, wie bei den Gesprächen der Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Engel ist die Sprache der Weisheit, da sie unmittelbar und von selbst dem Denken entspringt. Dieses entspringt aus dem Gefühl, so dass die Sprache das Denken aus dem Gefühl in äußerer Gestalt ist. Daher kommt es, dass die Engel nichts vom göttlichen Einfluss abzieht und auch nichts Äußeres aus anderen Gedanken sich in ihre Rede mischt, wie bei der Rede der Menschen der Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Ausnahme verschiedener Wörter, deren Klang ein bestimmtes [[Gefühl]] zum Ausdruck bringt, hat die Sprache der Engel nichts mit den menschlichen Sprachen gemein. Die Ähnlichkeit besteht nicht in den Wörtern selbst, sondern in ihrer Betonung. Den Engeln ist es unmöglich, auch nur ein einziges Wort einer menschlichen Sprache auszusprechen, da sie nur aussprechen können, was vollkommen mit der Neigung übereinstimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|237}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sprache der Engel ist schön und angenehm und von unbeschreiblicher [[Harmonie]]. Sie berührt nicht allein das [[Ohr]], sondern ebenso auch die inneren Bereiche des Gemüts. Ihre Rede ist voller Weisheit, weil sie ihrem inneren Denken entspringt, das Weisheit ist. Die Engel können mit einem Wort ausdrücken, was den Menschen nicht mit tausend möglich wäre. Ihre Denkvorstellungen enthalten Begriffe, die der Mensch nicht verstehen und noch weniger aussprechen kann. Daher heißen die im Himmel gehörten und gesehenen Dinge &amp;quot;unaussprechlich&amp;quot;, &amp;quot;etwas, das nie ein Ohr gehört noch ein Auge gesehen hat&amp;quot;. {{B|2Kor|12|4}} Die Denkbilder der Engel, die ihren Worten zugrunde liegen, sind auch Modifikationen des himmlischen Lichts, und die Gefühle, die die Betonung der Wörter leiten, sind verschiedene Formen himmlischer Wärme. Bei den Engeln bilden die Gedanken und Wörter ihrer Sprache ebenso eine Einheit wie [[Ursache]] und [[Wirkung]], denn in den Wörtern zeigt sich die Wirkung der Ursache, die den Vorstellungen ihres Denkens zugrunde liegt. Daher kommt es auch, dass jedes einzelne Wort so vieles in sich enthält. Die Harmonie rührt daher, weil sich die Gedanken und Gefühle, die der Rede zugrunde liegen, der [[Himmel#Form|Form des Himmels]] folgend ergießen und ausbreiten, und dass es diese Form ist, die alle harmonisch verbindet und durch dir alle Mitteilung geschieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|238-240}}; {{S|HH|242}}; {{S|HH|269}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sichtbar dargestellt erscheinen auch die einzelnen Gedanken und folglich die Rede der Engel wie eine dünne [[Welle]] oder Atmosphäre, die sich rings um sie ausbreitet und Unzähliges in seiner Ordnung enthält, was ihrer Weisheit entspringt und in das Denken eines anderen eindringt und es anregt. Die Gedanken eines jeden, des Engels wie des Menschen, stellen sich im himmlischen Licht sichtbar dar, wenn es dem Herrn gefällt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|240}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der geistigen Welt hat jeder [[Buchstabe]] des [[Alphabet]]s eine besondere Bedeutung; jeder einzelne Buchstabe eines jeden [[Wort]]es bezeichnet irgendeine Sache. Jeder [[Vokal]] bezeichnet irgendetwas von einem [[Gefühl]] oder einer [[Liebe]]. Hierin hat die geistige Sprache oder Engelsprache ihren Ursprung, ebenso die Schrift der Engel. Die Engel und Geister bedienen sich alle einer Universalsprache, die nichts mit irgendeiner menschlichen Sprache gemein hat. Die Kenntnis dieser Sprache wird jedem Menschen nach dem Tod gegeben, sie ist ihm von der Schöpfung her eingepflanzt. So versteht in der geistigen Welt jeder den anderen ohne Schwierigkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|19b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel des himmlischen Reichs reden aus einem innerlicheren Denken, aus Weisheit, als jene des geistigen Reichs, die aus Einsicht sprechen. Die Sprache der himmlischen Engel ist daher wie ein sanft dahinfließender Strom, weich und gleichsam stetig fortlaufend, während die Sprache der geistigen Engel etwas Vibrierendes und Abgesetztes hat. In der Sprache der himmlischen Engel ertönen oft die Vokale U und O, sie entbehrt der harten [[Konsonant]]en und fällt selten von einem Konsonanten in den anderen; bei den geistigen Engeln hingegen ertönt oft E und I.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|241}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Vokale drücken die Engel Gefühle aus, durch die Konsonanten die ihnen entspringenden Denkvorstellungen und durch die wiederum daraus hervorgehenden Wörter den Sinn der Sache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|261}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel sprechen mit einem einheitlichen Akzent; dies entspringt aus einem Einfluss in ihre Seele, dass Gott Einer ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|8b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt noch eine Sprache durch das Angesicht, die in etwas Tönendem endet, das durch die Gedankenbilder näher bestimmt wird. Und es gibt eine Sprache, in der die himmlischen Vorbildungen mit den Denkbildern vermischt werden und sich auch aus diesen heraus dem Sehvermögen darstellen. Ferner gibt es eine [[Gebärdensprache]], die den Gefühlen entspricht und Ähnliches darstellt wir Worte. Zudem gibt es eine Sprache aufgrund gemeinsamer Gefühle und Gedanken, es gibt eine donnernde Sprache und andere Arten mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|244}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel ertragen nicht die Sprache der Höllischen, die aus bösen Neigungen und folglich aus unreinen Vorstellungen hervorgeht, und umgekehrt die Höllischen nicht die Rede der Engel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|245}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schrift ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Engel eine aus Wörtern bestehende Sprache haben, kennen sie auch einen Schrift, durch die sie ihre Empfindungen und Gedanken ebenso ausdrücken können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|258}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Höchster Himmel|innersten Himmel]] besteht die Schrift aus vielerlei eingebogenen und gekrümmten Zügen, die nach der Form des Himmels verlaufen. Durch sie drücken die Engel Geheimnisse ihrer Weisheit aus, wie auch manches, das sie nicht in Worten auszusprechen vermögen. Die Engel beherrschen diese Schrift ohne Mühe und [[Lehrer]]; sie ist ihnen eingepflanzt wie die Sprache, weil sich die Gedanken und Gefühle der Engel und somit auch alle Mitteilungen ihrer Einsicht und Weisheit nach der Form des Himmels ausbreiten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|260}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Buchstaben der himmlischen Schrift der Engel im innersten Himmel werden Gefühle ausgedrückt, aus denen Gedanken hervorgehen und der Ordnung nach aufeinander folgen, je nach dem Gegenstand, von dem die Rede ist. So schließen diese Schriften Geheimnisse in sich, die durch das Denken nicht erschöpft werden können. In den unteren Himmeln finden sich derartige Schriften nicht. Dort sind die Schriften denen in der Welt ähnlich, mit ähnlichen Buchstaben, den Menschen aber doch unverständlich, weil sie in der Sprache der Engel geschrieben sind. Diese Schrift enthält auch in wenigen Worte mehr, als der Mensch auf etlichen Blättern ausdrücken kann. Das Wort Gottes in den unteren Himmeln ist in dieser Weise geschrieben, im innersten Himmel aber in himmlischen Formen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|261}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schriften in den Himmeln entströmen ganz von selbst den Gedanken der Engel, und zwar mit solcher Leichtigkeit, dass man meinen könnte, der Gedanke bilde sich von selbst heraus. Jedes Wort entspricht den Vorstellungen ihres Denkens. Und da sich alle [[Entsprechung]] natürlicherweise von selbst einstellt, zögert die schreibende Hand nie. Es gibt in den Himmeln sogar Schriften ohne die Hilfe der Hand, allein durch die Entsprechung der Gedanken, diese sind jedoch nichts Bleibendes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|262}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortbewegung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Geister#Fortbewegung|Fortbewegung der Geister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was die Engel besitzen, verdanken sie dem Herrn, und alles, was sie irgend benötigen, wird ihnen geschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|190}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Himmel kann niemand etwas anderes besitzen als nur das, was aus ihm hervorgeht, da Besitzer und lebendiger Besitz unzertrennlich sind, aber man darf sich in einem solchen Besitz nie als ein Herr vorkommen. Jeder Himmelsbürger ist wohl ein freier Besitzer der Werke seines Geistes, seiner Liebe zu Gott; aber der alleinige Herr über jeden Besitz wie über jeden Geist ist nur Gott.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|118.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Himmel ist eine Gemeinschaft, die alles, was sie hat, mit jedem ihrer Mitglieder teilt, während umgekehrt jedes Mitglied alles aus dieser Gemeinschaft empfängt, was es hat. Dies ist deswegen so, weil die himmlische Liebe so beschaffen ist, dass sie wünscht, mit den anderen ihren Besitz zu teilen. Daher empfindet auch niemand im Himmel sein Gutes in sich als gut, wenn es nicht auch im anderen ist. Daraus entspringt auch die [[Glückseligkeit]] des Himmels. Die Himmel leiten dies vom Herrn ab, dessen göttliche Liebe so beschaffen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|73}}; {{S|HH|268}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Himmel weiß, glaubt und fühlt jeder, dass er aus sich selbst nichts Gutes will und tut und aus sich selbst nichts Wahres denkt und glaubt, sondern aus Gott. Das Göttliche des Herrn bildet den Himmel und nicht die Engel mit irgendetwas von ihrem Eigenen. Daher heißt der Himmel auch &amp;quot;Wohnung des Herrn&amp;quot; und &amp;quot;Sein Thron&amp;quot; und man sagt von denen, die darin sind, sie seien &amp;quot;im Herrn&amp;quot;; siehe z.B. {{B|Joh|15|4-7}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|8}}; {{S|HH|12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Deswegen lehnen die Engel auch jeden [[Dank]] ab für das Gute, das sie tun, und werden sogar unwillig und treten zurück, wenn ihnen jemand etwas Gutes zuschreibt. Sie wundern sich, dass jemand glauben kann, er sei weise aus sich und tue Gutes aus sich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vervollkommnung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Menschen und Engel stellen [[Substanz]]en und [[Form]]en dar, die erschaffen und gestaltet sind zur Aufnahme des Göttlichen, das durch den Himmel in sie einfließt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Geister und Engel werden ebenso wie Menschen durch Erkenntnisse des Guten und Wahren in ihrer Einsicht und Weisheit vollkommener. Die Ausstattung mit Erkenntnissen und dadurch Einsichten geht jedoch nur bis zu dem Grad der Neigung zum Guten und Wahren, in dem sie in der Welt standen, nicht darüber hinaus. Jeder Geist und Engel behält seine Neigung in dem Umfang und in der Weise, wie sie in der Welt war. Sie wird dadurch vervollkommnet, dass sie in Ewigkeit angereichert wird. Alles kann in Ewigkeit immer weiter angereichert werden, weil jedes Ding unendlich variiert, also durch Variationen bereichert und so vervielfältigt und fruchtbar gemacht werden kann. Ein gutes Ding hat nie ein Ende, stammt es doch vom Unendlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|469}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Niemand kommt so weit, dass er nicht noch weiter kommen könnte, niemand ist so vollkommen, dass er nicht noch vollkommener werden könnte, niemand ist so glücklich, dass er nicht noch glücklicher zu werden vermöchte, aber auch niemand, so er zu Fall kommt, fällt so tief, dass er nicht noch tiefer fallen könnte. Das Meer der Ewigkeit hat nirgends einen Grund. Wer in dasselbe fällt, kann ewig tiefer sinken, wer aber in ihm emporsteigt, wird ewig nie die Oberfläche erreichen, sondern ewig in stets größeren Zügen die endlose Wonne genießen, je weiter er aufwärts steigen wird. Also geht es mit der geistigen Vervollkommnung im ewigen Leben, da nie ein Geist jene Stufe erreichen wir, auf der er sagen könnte: Jetzt habe ich alles! Jeder selige Geist wird zwar stets alles haben, was er haben kann, vollkommen, aber dennoch dabei fortwährend auch einen ewigen Mangel, den er nie in aller Fülle wird sättigen können. Jeder vollkommene Geist wird gleich Gott sein, wie ein Bruder dem andern, aber dennoch ewig nie Seine Fülle erreichen. Es kann zwar der Sohn erreicht werden, denn es heißt: &amp;quot;Ihr werdet noch Größeres tun denn Ich!&amp;quot; {{B|Joh|14|12}} Also kann auch der Vater erreicht werden, denn es steht geschrieben: &amp;quot;Ihr sollet vollkommen sein, wie da euer Vater im Himmel vollkommen ist.&amp;quot; {{B|Mt|5|48}} – Aber der Vater und Sohn als vollkommen Ein Wesen haben in Sich den heiligen Geist, das eigentliche Gottleben im Vater wie im Sohne, das Leben alles Lebens, das Licht alles Lichtes, die Kraft aller Kraft, die Macht aller Macht, die Liebe aller Liebe, die Weisheit aller Weisheit, die Tiefe aller Tiefen, die Größe aller Größen, die Ewigkeit der Ewigkeit und die Unendlichkeit der Unendlichkeit in allen Dingen und Wesen der Unendlichkeit. Es kann wohl Vater und Sohn erstrebt werden, aber ewig nie der unendliche Geist des Vaters und des Sohnes, die Eins sind, wie ein Mensch und seine Liebe oder sein Herz auch vollkommen Eins sind und Eins werden können mit Vater und Sohn, so diese in des Herzens Liebe aufgenommen worden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.470713.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ehe ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt im Himmel [[Ehe]]n ebenso wie auf Erden. Aber die himmlischen Ehen unterscheiden sich sehr von den irdischen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|366}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die himmlische Ehe besteht in der Verbindung zweier zu einem Gemüt. Das Gemüt besteht aus zwei Bereichen, von denen der eine als Verstand, der andere als Wille bezeichnet wird. Wirken diese beiden als eines zusammen, werden sie als ein Gemüt bezeichnet. Mit dieser Verbindung verhält es sich ebenso, wie wenn der Mensch denkt, was er will und will, was er denkt, denn dann bilden Denken und Wollen eine Einheit. Daher kommt es, dass zwei Ehegatten im Himmel nicht zwei, sondern ein Engel genannt werden. Im Himmel vertritt der Ehemann den Bereich des Gemüts, der als Verstand, die Gattin den Bereich, der als Wille bezeichnet wird. Wenn diese Verbindung aus dem Gebiet des Inneren in das des Körpers herabdringt, so wird sie als [[eheliche Liebe]] wahrgenommen. Im Himmel nennt man das ein Zusammenwohnen und spricht davon, dass die Betreffenden nicht zwei, sondern eins seien.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|367}}; {{S|HH|372}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den Ehen im Himmel gibt es keinerlei Vorherrschaft (Anm.: des Verstandes über den Willen, bzw. des Mannes über die Frau), denn der Wille der Frau ist zugleich der des Mannes, und der Verstand des Mannes zugleich der des Weibes. Ein jeder will, dass das seinige dem anderen gehöre. Darauf beruht ihre Verbindung zu einem Wesen. Diese Verbindung ist ein wirkliches Verbundensein, dringt doch der Wille des Weibes in den Verstand des Mannes ein, der Verstand des Mannes aber in den Willen des Weibes, und dies vor allem, wenn sie einander ins Antlitz schauen. Im Himmel besteht eine Kommunikation der Gedanken und Neigungen, und sie ist intensiver bei Ehegatten, die einander lieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|369}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Maße, wie sich die zwei Ehegatten einer solchen Verbindung erfreuen, genießen sie eheliche Liebe, Einsicht, Weisheit und Glückseligkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|370}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eheliche Liebe kann nicht entstehen, wenn das Wahre des einen nicht mit dem Guten des anderen übereinstimmt, weil zwei ungleiche und nicht übereinstimmende Ansichten aus zwei Seelen nicht eine bilden können. Daher werden Ehen im Himmel unter Angehörigen derselben Gesellschaft geschlossen, weil sie in ähnlichem Guten und Wahren sind, und nicht mit Angehörigen anderer Gesellschaften.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|378}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die echte eheliche Liebe findet sich im innersten Himmel, weil dort die Engel in der Ehe des Guten und Wahren wie auch in der [[Unschuld]] leben. Die Engel der unteren Himmel finden sich zwar auch in der ehelichen Liebe, jedoch nur in dem Maß, wie sie in der Unschuld stehen, da die eheliche Liebe ein Zustand der Unschuld ist. Die Engel empfangen ihre [[Schönheit]] alle von der ehelichen Liebe. Die ihr entspringenden Gefühle stellen sich durch Auren dar, die in [[Diamant|diamantenem Glanz]] schimmern und wie [[Goldbronze]] oder [[Rubin]]e funkeln.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|382}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Ehen in den Himmel geht es nicht um [[Zeugung]] von Nachkommenschaft, wie bei den irdischen Ehen, sondern um die Fortpflanzung des Guten und Wahren. Im Himmel sind die Ehen geistiger Natur und haben nichts mit dem [[Heirat]]en zu tun, vgl. {{B|Luk|20|35}}. Dort heißen die Ehegatten auch nicht Mann und Frau, sondern jedes von ihnen wird mit einem Wort bezeichnet, das aufgrund der engelhaften Vorstellung von der Verbindung zweier Gemüter in eins zu der Rolle passt, die es bei der gegenseitigen Verbindung spielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|382a}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht die die Engel selbst, sondern allein der Herr führt die Gatten zusammen, deren Gemüter zu einem verbunden werden können. Sie lieben einander schon beim ersten Anblick aufs innigste, betrachten sich als Gatten und wollen eine Ehe eingehen. Sie feiern auch ein Hochzeitsfest, an dem sich viele beteiligen. Die Art der Festlichkeit ist in den himmlischen Gesellschaften verschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|383}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschied zu Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Mensch#Unterschied zu Engeln|Unterschied zwischen Mensch und Engel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Inkarnation auf der Erde ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Engel selbständig denken, wollen und handeln sollen, müssen sie vorher gleich den Menschen auf der [[Erde]] inkarniert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.178.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So wie die [[Liebe]] Gott zum begrenzten Menschen machte, macht sie auch die Engel zu Menschen, ansonsten sie nur [[Licht]] und [[Feuer]] sind, die durch die endlosen Räume als große, schöpferische [[Gedanke]]n, erfüllt mit Wort, Macht und Willen von Ewigkeit zu Ewigkeit hinauszucken und schon lange vor der [[Weltraum|materiellen Schöpfung]] existieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.79.1}}; {{L|GEJ|3.180.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Weg, den der Herr Selbst ging, wurde zum Weg aller urgeschaffener Geister aller Himmel. Viele Engel machen den [[Inkarnation|Weg des Fleisches]] durch, so wie ihn [[Jesus]] Selbst als der höchste Geist Gottes durchmachte, damit sie Gottes wahre Kinder werden können. Sie wählen sich selbst eine rechte, noch nie in einem Fleisch gewesene [[Menschenseele|Seele]] und geben sie in das Fleisch einer reinen [[Mutter]], worauf sie dann für das Gedeihen und die rechte Lebensbildung nach ihrem Licht und ihrer Kraft sorgen, damit eine solche Seele die Stärke für die ewige Einigung mit ihnen erlangt. Dies geschieht nicht von heute auf morgen, sonder erst nach und nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.267.8-9}}; {{L|GEJ|3.180.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Menschen der Erde den Geist aus Gott, und (durch Jesus) noch mehr die eigenste Liebesflamme aus dem Gottesherzen erhalten, derzufolge sie erst eigentlich zu wahren Kinder Gottes werden, sind sie den Engeln, die nur aus der Weisheit Gottes stammen, unaussprechbar bevorzugt. Sie können mehr tun als sie. Daher haben diese letzteren den Weg der Erdmenschen zu gehen, um ihnen gleich zu werden. Davor sind sie nichts als Arme und Finger des Herrn und handeln erst dann, wenn sie vom Herrn angeregt werden, und nichts ist ihnen irgend selbstständig zu Eigen; alles an ihnen ist eigentlich der Herr Selbst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.38.1}}; {{L|GEJ|3.180.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl ein vollkommenes Kind Gottes endlos glücklicher ist als ein Engel, verspüren die Engel keine zu große Lust, auch Kinder Gottes zu werden, denn sie sind mit ihrem Los mehr als zufrieden und bedürfen eines Mehr und Höheren nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.135.9}}; {{L|GEJ|6.190.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Herr sagt ihnen nicht, dass sie diesen Weg gehen sollen, da sie ja eben des Herrn Wille und Tat sind. Aber Gottes endlose [[Liebe Gottes|Liebe]] und [[Gnade Gottes|Gnade]] bestimmt mit der Zeit für die Engelsgeister, offensichtlich für alle, einen Weg, auf dem sie den Menschen völlig ebenbürtig werden. Auf das Wann kommt es dabei nicht an, denn ist es einmal, so ist es da, als wäre es schon von Ewigkeit dagewesen. Solange die Engel Fleisch und Blut nicht getragen haben, sind sie im Geiste zwar völlig das, was die Menschen sind und zunehmend werden können; vollends gleich werden sie aber erst, wenn sie durchs Fleisch gegangen sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.79.2-3}}; {{L|GEJ|2.135.9-10}}; {{L|GEJ|3.180.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch [[Kinder Gottes#Unterschied zu den Engeln|Kinder Gottes: Unterschied zu den Engeln]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder (vollendete) Engel ist ein [[Kind Gottes]] und musste auf dieser Erde, so wie Gott Selbst und wie jeder [[Erzengel]], den Weg des Fleisches durchgemacht haben, wodurch er dann auch die schöpferische Kraft in sich hat, die er aus dem Überfluss seiner Liebe und seines Lichtes nehmen, sie in die neu werdenden [[Außerirdische|Menschen anderer Planeten]] legen und sich auf diese Weise wie ein Gott Kinder seines Namens ziehen kann. Diese Kinder sind nicht wirkliche Kinder aus Gott, können aber auch auf dem Weg einer [[Außerirdische#Reinkarnation auf der Erde|Wiederfleischwerdung]] auf dieser Erde zur Kindschaft Gottes gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.13-14}}; {{L|GEJ|1.64.15-16}}; {{S|HH|183}}; {{S|WCR|121c}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Geister und Engel waren einmal auf irgendeinem [[Weltkörper]] als Menschen inkarniert, stammen also aus dem (irdischen oder außerirdischen) Menschengeschlecht, der Pflanzschule des Himmels. Sie halten sich in der Nähe ihres [[Erdkörper]]s auf und wissen, was dort vorgeht. Wenn ein Mensch nach dem Willen Gottes lebt und handelt, dann wird er nach der Ablegung des [[Leib|Fleisches]] zu einem Engel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|1}}; {{S|EW|30}}; {{L|GEJ|6.190.3}}; {{L|GEJ|6.190.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tätigkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Tätigkeiten der Engel werden vom Herrn durch die Engel verrichtet. Sie unterziehen sich diesen Tätigkeiten nicht aus sich, sondern aus dem Herrn. Daher versteht auch der innere Sinn des Wortes unter den Engeln nicht Engel, sondern etwas vom Herrn. Aus diesem Grund werden auch die Engel im Wort (gelegentlich) [[Götter]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|391}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel haben gemeinsame oder allgemeine Aufgaben und darüber hinaus hat ein jeder Engel seine besondere Aufgabe, denn jede gemeinsame Nutzwirkung setzt sich aus unzähligen einzelnen zusammen, die man als vermittelnde, helfende und dienende bezeichnen kann. Sie alle sind nach der göttlichen Ordnung einander bei- und untergeordnet und bilden und vollenden zusammen den allgemeinen Nutzen, das allgemeine Wohl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|392}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da der Engelshimmel nicht vom menschlichen Geschlecht getrennt werden kann und das menschliche Geschlecht nicht vom Engelshimmel, ist vom Herrn dafür gesorgt, dass das eine dem anderen wechselseitige Dienste leistet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch [[Gebet]] und Herzensreinheit kann sich ein Mensch einen Engel dienstbar machen, der ihm dann unsichtbar zur Seite steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.40.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel sind in ihren Handlungen manchmal langsam; wenn es sein muss aber auch geschwinder als der Blitz. (nach einem Engel)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.135.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der geistigen Welt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gottesreich ist ein Arbeitsreich und kein Faulenzer- und Brevierbeterreich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|18.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher pflügen, säen und ernten auch die seligen Geister, natürlich aber auf eine andere Art als in der [[Materielle Welt|materiellen Welt]]. Ohne die große Tätigkeit der Geister würde auf keiner Erde etwas entstehen. Es würde nichts wachsen und kein lebendes Wesen geben, keine [[Sonne]] und keine [[Erde]] je entstanden sein und noch weniger fortbestehen. Die Menschen pflügen und säen wohl, aber das Keimen, Wachsen und Reifwerden der Frucht obliegt den Geistern, weswegen es vor allem für die vollkommenen Geister viel zu tun gibt. Und noch mehr zu tun ist für die rechte Seelenbildung und Vervollkommnung der Menschen diesseits und um noch viel mehr jenseits. Wie die vollkommenen Geister das alles bewirken, lässt sich mit Worten nicht darstellen; erst wer im Geist wiedergeboren ist, dem wird klar und verständlich, wie die Geister arbeiten und wirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.143.2-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt im Himmel so viele Ämter und Verwaltungen und auch so viele Beschäftigungen, die je nach Gesellschaft verschieden sind, dass sie gar nicht aufgezählt noch im Einzelnen beschrieben werden können; im Vergleich damit gibt es in der Welt nur wenige. Es kann nur etwas Allgemeines gesagt werden. Alle Engel, so viele ihrer auch sind, haben Freude an ihrer Beschäftigung und Arbeit, weil sie von Liebe erfüllt sind, Nutzen zu schaffen und nicht von Selbst- und [[Gewinnsucht]] getrieben werden. Auch liebt niemand den Gewinn um des [[Lebensunterhalt]]s willen, weil ihnen allen die Lebensnotwendigkeiten umsonst gegeben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|387}}; {{S|HH|393}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiele für die Tätigkeiten der verschiedenen himmlischen Gesellschaften:&lt;br /&gt;
* Hüten der göttlichen Ordnung, d.h. [[Verwaltung]] in kirchlichen, bürgerlichen und häuslichen Angelegenheiten, siehe auch [[Himmel#Regierung|Regierung im Himmel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|388-389}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
* Pflege kleiner [[Kind]]er.&lt;br /&gt;
* [[Unterricht]] und [[Erziehung]] von Heranwachsenden.&lt;br /&gt;
* Die einfältig Guten aus der [[Christenheit]] lehren und auf den Weg zum Himmel leiten.&lt;br /&gt;
* [[Heiden|Heidnische Völker]] lehren und auf den Weg zum Himmel leiten.&lt;br /&gt;
* Schutz von Geister-Neulingen - die frisch von der Erde kommen - vor den Anfechtungen [[Teufel|böser Geister]].&lt;br /&gt;
* Beistand jener, die sich in der &amp;quot;unteren Erde&amp;quot; befinden.&lt;br /&gt;
* Beistand jener, die von den Toten auferweckt werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|391}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel helfen den Höllenbewohnern und halten sie im Zaum oder strafen sie, damit sie einander nicht zu sehr peinigen. Dabei werden die Engel nicht selten heftigst angefochten und müssen stets auf der größten Hut sein. Die Engel selbst dürfen mit den Teufeln nicht als Engel, sondern müssen als Gegenteufel handeln, sonst würden sie mit ihnen wenig ausrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|391}}; {{S|HH|543}}; {{L|HIM|2.461209.2-5}}; {{L|HIM|3.471130.8}}; {{L|HIM|3.480614.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel haben die Macht, [[Satana]] und ihre &amp;quot;Engel&amp;quot; nicht nur zu züchtigen, sondern können sie auch gänzlich vernichten, ohne Verantwortung vor Gott. Dennoch behandeln sie diese als ihre gefallenen Brüder mit aller Geduld und Nachsicht und leiten die Sache streng auf eine Weise, dass ihr freier Wille von ihnen aus nie irgendeine Schranke bekommt, sondern allzeit frei ist und bleibt. Sie verhindern nur stets dessen Fernwirkung mit aller Sorgfalt. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.130.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Himmel findet jeder seine Beschäftigung aufgrund der Entsprechung, denn das Geistige und Natürliche wirken aufgrund der Entsprechung als Einheit. (Anm.: d.h. die irdischen Tätigkeiten sind ein Vorbau zu den himmlischen) Wer im Himmel eine Tätigkeit gefunden hat, die seiner Brauchbarkeit entspricht, der ist ganz und gar in demselben Lebenszustand, in dem er auch in der Welt gewesen war, nur mit dem Unterschied, dass er eine innigere Freude empfindet, weil er dem geistigen Leben angehört, das innerlicher und daher empfänglicher für die himmlische Seligkeit ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|394}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Himmeln ist von irgendeiner Einförmigkeit der Tätigkeit nie eine Rede. Überall herrscht die freieste, mannigfaltigste Abwechslung. Wozu jemand die meiste Lust hat, mit dem beschäftigt er sich, solange es ihm eine Freude und Seligkeit macht. Freut ihn dann irgendeine Beschäftigung nicht mehr gar sehr, so hat er sogleich eine große Auswahl vor sich und kann wählen und nehmen, was er nur immer will. (nach Petrus)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.288.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manche glauben, die himmlische Freude bestünde allein im [[Loben]] und Preisen Gottes und darunter sei das tätige Leben zu verstehen. Gott zu loben und zu preisen ist jedoch keineswegs ein tätiges Leben, und Gott hat auch kein Bedürfnis nach solchem Lob und Preis. Er will vielmehr, dass man [[Nutzen]] schafft, mithin jenes Gute, das man das Gute der Nächstenliebe nennt. Die Engel leben auch nicht in [[Knechtschaft]], sondern in jeder Tätigkeit liegt höchste Freiheit, weil sie aus innerem Streben entspringt und mit unaussprechlicher Wonne verbunden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|404}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regierung der Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Folio 43v - The Archangel Gabriel Appears to Zachary.jpg|thumb|Der Erzengel Gabriel erscheint Zacharias (15. Jhdt.)]] Weil sich der Mensch vom Himmel getrennt hat, ist vom Herrn vorgesehen worden, dass sich bei jedem Menschen Engel und Geister aufhalten, durch die der Mensch vom Herrn regiert wird, daher besteht eine sehr enge Verbindung. Anders wäre es, hätte sich der Mensch nicht losgetrennt, denn dann wäre er vom Herrn durch den allgemeinen Einfluss aus dem Himmel zu regieren, ohne die ihm beigegebenen Geister und Engel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|247}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel sorgen für alles, was nur immer das Sein eines Menschen von seinem Entstehen bis zu seinem Scheiden von dieser Erde betrifft. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.130.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Engel sind stets bei den Menschen und wirken auf die inneren [[Gefühl]]e und [[Sinne]] der Menschen auf eine Arte ein, dass der Mensch dadurch wissentlich in keine [[Nötigung]] gerät und daher unbeschadet seiner [[Freiheit]] solche [[Gedanke]]n, [[Wunsch|Wünsche]] und [[Trieb]]e ganz als die seinigen annehmen und befolgen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.76.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Abraham]] besuchten Engel, bei [[Lot]] waren Engel, [[Jakob]]s Leiter war voller Engel, [[Bileam]]s Lastttier verkündete die Gegenwart eines Engels, die Begleiter und Führer des jungen [[Tobias]] waren Engel, die [[Israelit]]en sahen den Würgengel Gottes von Haus zu Haus der [[Ägypter]] gehen, bei den drei Jungen im Feuerofen sah man Engel und auch sonst ist noch vielfach die Rede davon, dass die Engel Gottes wie leiblich sichtbar mit den Menschen dieser Erde verkehrten. (nach ehemaligen Pharisäern)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.243.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn es für das Seelenheil der Menschen notwendig ist, sind ihnen die Engel sichtbar. Ansonsten dürfen sie die Menschen nur ungesehen leiten, damit ihr [[Willensfreiheit|freier Wille]] nicht genötigt wird, denn niemand kann vor Gott bestehen, wenn er nicht zuvor eine gerechte Zeitlang wie von den Engeln ganz isoliert die vollste Lebensfreiheitsprobe in seinem Fleisch durchgemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.190.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Menschen der Erde aus der puren [[Liebe Gottes]] hervorgegangen sind, dürfen sie die Engel als Wesen der [[Weisheit Gottes]] nicht im Geringsten in ihrer freien Entwicklung stören. Sie dürfen die in der Gottesliebe der Menschen schlummernde Weisheit und Macht nur leise und ganz unbemerkt wecken, dabei aber nie einen Funken von ihrer eigentlichen Weisheit einhauchen, denn das würde die Weisheit der Menschen nicht erwecken, sondern nur erdrücken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.190.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel haben die Macht und Kraft von Gott, dem Menschen so zu nützen, dass sein freier Wille keinen Zwang und Schaden erleidet. Wenn die Menschen den Herrn erkannt und in ihre Herzen aufgenommen haben, dann übt das sichtbare Erscheinen der Engel auf ihr [[Gemüt]] keinen Zwang mehr aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.198.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engel aus jeder Gesellschaft werden zu den Menschen gesandt, um sie zu behüten und von bösen Neigungen und daher rührenden Gedanken abzulenken und ihnen stattdessen gute Neigungen einzuflößen, soviel sie nur in Freiheit aufnehmen mögen. So leiten sie dann auch die Taten und Werke der Menschen, indem sie die bösen Absichten soweit wie möglich entfernen. Wenn Engel beim Menschen sind, wohnen sie gleichsam in dessen Neigungen und sind umso näher bei ihm, als er sich im Guten aus den Wahrheiten befindet, umso entfernter jedoch, als sein Leben von diesem Guten entfernt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|391}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange der Mensch den Willen Gottes erkennt, annimmt und respektiert in der Tat, dienen ihm die Engel gemäß dem Willen des Herrn, wozu sie Kraft in Überfülle haben. Verlässt der Mensch den Willen Gottes jedoch, dann hat er auch die Engel verlassen, indem sie nichts als der personifizierte Wille Gottes sind. Daher wird ein solcher Mensch dann auch von den Engeln verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.64.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfung und Vorbereitung der Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel bereisen die ganze Erde und prüfen die Herzen der Menschen, ob sie fähig sind, die [[Gnade Gottes]] in sich aufzunehmen. Ist dies der Fall, dann stärken die Engel die Menschen, und wenn das [[Wort Gottes]] zu ihnen gelangt, dann wird es auch bald mit viel Freude gläubig aufgenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.98.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel läutern die Seelen der Menschen durch in deren Fleisch bewirkte [[Leid]]en und [[Schmerz]]en und machen sie so zur Aufnahme des Geist aus Gott fähig. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.130.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil die Engel wissen, dass den Menschen der innere oder geistige Mensch ausmacht, also [[Wille]] und [[Verstand]], und nicht sein [[Leib|äußerlicher Körper]], achten sie nie darauf, was der Mensch mit seinem Körper macht, sondern sehen auf seinen Willen, aus dem heraus der Körper tätig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|60-61}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Helfer der Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Schutzengel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erhaltung der Schöpfung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollkommenen Geister haben das [[Mineral]]-, [[Pflanze]]n- und [[Tierreich]] zu besorgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|66.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hauptbearbeiter des [[Erdboden]]s zur Tragung irgendeiner Nährfrucht sind gleichfort die Engel Gottes und nicht der Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.9.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die alltägliche [[Erhaltung]] der [[Geschöpf]]e Gottes ist der Dienst der Engel. Wenn die Menschen in dieser Zeit frommer wären, dann würden sie öfters sehen, wie viele Engel [[Tag]] und [[Nacht]] mit der Erhaltung der Geschöpfe Gottes vollauf beschäftigt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.345.4-5}}; {{L|GEJ|1.196.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist durchaus keine [[Fabel]], dass sich die Engel um die [[Schöpfung]] kümmern. Sie finden die größte Freude und Seligkeit darin, so ihnen die Liebe des Herrn nur irgendwo etwas zu tun gibt. So gewährt denn die Liebe des Herrn auch gerne, was diese Geister liebend begehren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400730.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles, was in der ganzen Unendlichkeit geschieht, geschieht durch die Geister und großen Engel Gottes. Zahllose Engelsgeister verwalten nicht nur einzelne Teile eines [[Weltkörper]]s, sondern auch ganze [[Weltenall]]e und [[Sonnengebiet]]e geistig, und von da aus durch und durch die [[Materie]]. Auch diese gesamte [[Erde]] vom Mittelpunkt aus bis zur [[Sonne]] hin ist Engelsgeistern zu überwachen anvertraut. Anfangs wird wird ihnen ein kleiner Wirkungskreis zugewiesen. Sind sie in diesem treu und vollauf tätig, werden sie bald über Größeres gesetzt. Solche Engel haben Millionen unter sich, die ihren Willen vollbringen. Dabei aber muss Gott für all diese zahllosen Engel jeden Augenblick in Seinem ewigen Geist sorgen, ansonsten alles auf der Stelle vergehen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.5}}; {{L|RB|2.288.10-12}}; {{L|RB|2.295.13-15}}; {{L|RB|2.300.6}}; {{L|GEJ|2.47.15-18}}; {{L|GEJ|2.57.1}}; {{L|GEJ|2.140.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbrecherjagd ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine gerechte Jagd auf Diebe, Räuber und Mörder ist eine Pflicht der Engel im Himmel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.75.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und die Engel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Herr erscheint den Engeln unserer Erde in der Sonne als Mensch, dort umgeben vom Sonnenfeuer, aus dem die Engel in den Himmeln all ihr Licht haben. Die Wärme, die aus Ihm hervorgeht, ist das göttlich Gute, das Licht daraus das göttlich Wahre, beides aus der göttlichen Liebe, die das um den Herrn in jener Sonne erscheinende Feuer bildet. Diese Sonne zeigt sich nur den Engeln im Himmel und nicht den Geistern, die weiter unten sind, denn diese sind von der Aufnahme des Guten der Liebe und des Wahren des Glaubens entfernter als die Engel im Himmel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|170}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Engel in den Himmeln erkennen das Göttliche einzig und allein in menschlicher Gestalt; die Engel des [[Höchster Himmel|obersten Himmels]] können sich das Göttliche überhaupt nicht anders denken. Sie werden in diese Denknotwendigkeit durch das einfließende Göttliche selbst eingeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|79}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie anerkennen nicht ein unschaubar Göttliches. Sie pflegen zu sagen, der Herr sei allein Mensch, sie aber nur Menschen aus Ihm, und ein jeder sei gerade so weit Mensch, als er den Herrn in sich aufnimmt. Darunter verstehen sie die Aufnahme des Guten und Wahren von Ihm, denn der Herr wohnt Seinem Guten und Wahren inne. Dies nennen sie auch Weisheit und Einsicht und sagen, jeder wisse, dass Einsicht und Weisheit den Menschen ausmache, nicht aber das Gesicht allein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|80}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Engel sagen, sie seien im Herrn, und einige auch, sie seien in seinem Leib, womit sie das Bleiben im Guten Seiner Liebe meinen, entsprechend {{B|Joh|15|5-10}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|81}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Engeln kommt vom Herrn alles ohne Entgelt zu, umsonst werden sie gekleidet, umsonst genährt und umsonst wohnen sie, und werden, je nach der Aufnahme der Weisheit vom Herrn, mit Freude und Wonnen beschenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|266}}; {{S|HH|393}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle seligen Engel und Geister beraten sich mit Gott, so sie irgend eine große Tat in Seinem Namen zu vollbringen haben. Was ihre gewöhnlichen Handlungen in Seinem Reich betrifft, so finden sie die Anweisungen stets in ihren himmlischen Wohnungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640407.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und Engel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel äußern sich gegenüber den Menschen zwar in großer [[Weisheit]], verhalten sich ansonsten aber unnahbar. Dies geschieht deswegen, weil sie ein Herz voll der heftigsten [[Liebe]]sglut haben, das einen schwachen Menschen augenblicklich verzehren würde, wenn sie sich in ihrer Liebe entäußern würden. Ihre höchste Weisheitstiefe kann der Mensch ertragen, aber ihre Liebe nur dann, wenn er in seinem Herz dieser gleichgekommen ist. Die Sache verhält sich wie mit dem Feuer und Licht: Das Licht, das der Flamme entströmt, lässt sich wohl ertragen, darum aber nicht auch die Flamme selbst. Wer im Licht und Feuer der Engel bestehen will, muss zuvor selbst Licht und Feuer sein. Eine zu große Liebe wirkt tödlich. Wenn sich die Engel nahbar verhielten, dann würde sich die Liebe im Herzen des Menschen zu einer solchen Mächtigkeit steigern, dass er dies nicht lange ertragen könnte. Würden ihn dann die Engel auch nur scheinbar verlassen, müsste er deswegen vor Trauer sterben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.45}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Himmelsgeister haben eine weite Sehe und verhalten sich daher zuweilen auf eine [[Schlimmheit#Himmlischer Schlimmheit|himmlische Weise schlimm]] gegenüber den Menschen. Wenn die Engel z.B. einen mutwillig bösen Menschen hundert Mal vor einer großen Gefahr bewahren, er sich aber doch immer wieder in dieselbe Gefahr begibt, dann lassen sie ihn so recht fest anrennen, damit er dann aus Erfahrung klug wird und sich bessert. Oder wenn Kinder nicht auf ihre Eltern hören wollen, dann lassen es die Engel zu, dass sich solche Kinder bei ihren verbotenen Spielen empfindlich beschädigen, wobei manchmal sogar ein Kind den Ungehorsam mit dem Tod bezahlen muss, zum abschreckenden Beispiel für die anderen. Dadurch kehren dann die Kinder aus Furcht nicht mehr zu den verbotenen gefährlichen Spielen zurück. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.165.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sichtbare Manifestation ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geist hat menschliche Form, weswegen auch Engel als Menschen erscheinen, wenn dem Menschen das Gesicht des Geistes geöffnet wird, was durch Entfernung des leiblichen Gesichtes geschieht. So erschienen den Alten Engel, wovon im [[Bibel|Wort]] zu lesen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|165}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Engel können einen auch den materiellen Augen sichtbaren Leib annehmen, um den Menschen in der Materie zu dienen, wobei sie dann von gewöhnlichen Menschen praktisch nicht zu unterscheiden sind, solange sie ihre Engelsmacht verbergen. Sie erschaffen sich dazu einen Leib aus der Materie der [[Luft]]. Beispiele für solche Manifestationen finden sich in {{L|GEJ|1.47}}, {{L|GEJ|2.142.6-9}}, {{L|GEJ|2.156.1-9}} und {{L|JJ|112}}. Mit einem solchen Leib können die Engel auch materielle [[Nahrung]] zu sich nehmen, wobei bei ihnen aber alles völlig verzehrt und ins beschauliche Leben umgestaltet wird, d.h. bei ihnen muss durch den natürlichen Gang nichts hinausgeschafft werden, wie bei den Menschen. Wenn sie essen, dann verschwindet alles vor ihrem Mund, sie kauen und verschlingen die Speise nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.206.7-10}}; {{L|GEJ|1.206.15}}; {{L|GEJ|2.156.17-18}}; {{L|GEJ|2.194.13-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie lösen die materielle Speise ins Geistige auf und nehmen von ihr dann nur das Reingeistige auf. Sie tun damit nichts anderes als das, was sie den Menschen tun, wenn diese von Gott berufen werden, die Welt zu verlassen: Sie machen alles dem Geiste Angehörige aus der Materie frei, übergeben die Materie der vollen Auflösung und überführen die Seele und ihren Lebensgeist, sowie alles, was in der Materie der Seele angehört, in vollkommenster Menschengestalt vereinigend in die reine Welt der Geister. (nach Josoe)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.195.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Begleitung von Jesus erschienen Engel als scheinbar zarte und schwache Knaben, die aber dennoch unbegreifliche Macht und Kraft besaßen. (nach Chiwar)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.84.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verbindung mit Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die reinen guten Geister kümmern sich selbst bei den geringfügigsten Begegnungen auf dem Lebenswege allzeit um das Wohl des Menschen und reden am liebsten mittels [[Entsprechung]]en mit den Menschen, so diese sie nur einigermaßen, wenn auch nur ganz dumpf und instinktartig, verstehen. Geht dies nicht, dann wirken sie auf die [[Gedanke]]n und auf die daraus entstandenen [[Gefühl]]e. Geht es auch damit nicht, dann bearbeiten sie die ihnen zur Leitung anvertrauten Menschen durch [[Träume]] und auch durch andere Zeichen und wachgerufene [[Ahnung]]en. Aber auch diese sind nur selten so zu nehmen, wie sie sind und was sie darstellen. Nur in außerordentlichen und äußerst dringenden Fällen haben sie ihre ganz bildlich dargestellte natürliche Bedeutung und bewahrheiten sich dann ohne Entsprechung auch also in der Wirklichkeit. Aber in weniger dringenden Fällen sind auch so manche Träume und [[Ahnung]]en und gewisse mehr geisterhafte Zeichen nur auf dem Weg der Entsprechungen für den äußeren Menschenverstand zu lösen, so wie die meisten Bücher des [[Altes Testament|Alten]] und auch des [[Neues Testament|Neuen Testaments]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.580422.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Verbindung mit der Geisterwelt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Verehrung#Verehrung von Engeln|Verehrung von Engeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwände ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Woher sind denn Geister für andere Planetarmenschen genommen worden, als die Erde noch keinen Menschen trug?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstens entstammen die viel älteren Weltkörper einer und derselben Seele (Anm.: sind also nicht wirklich älter) und zweitens brauchen größere Weltkörper viel länger, bis sie Frucht tragen. Ein Weizenkorn bringt in einigen Monat sein Gleiches hervor, eine Eiche braucht dazu viele Jahre. Vergleichbares ist auch in der Tierwelt zu beobachten. Obschon eine Ursonne um Drillionen von Erdjahren älter ist als die Erde, die auch schon einige Quintillionen von Jahren alt ist, bringt sie dennoch, da sie viel größer ist als die Erde, in eben dem Maß auch viel später ihre Aussaat zur Reife. Auf der [[Urka]] existierten zwar schon menschliche Wesen, ehe die Erde noch aus ihrer Sonne getrennt ward, aber diese Menschenwesen haben auch eine andere Lebenszeit als die Erdmenschen. Ist ein Urkamensch nur zehn Urkajahre alt, so ist er schon älter als die Erde. So können alle Engel samt Gott den Weg des Fleisches durchgemacht haben und nun schon lange als Kinder Gottes aus dem großen Überfluss ihres Lebens nehmen und einpflanzen in solche Kinder anderer Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.15-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engel seien formlos usw. ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel sind (Anm.: solange sie den Weg der Selbständigwerdung oder Inkarnation nicht beschritten haben) eigentlich keine Persönlichkeiten, sondern nur mit dem Willen aus Gott erfüllte Ideen. In einer bestimmten Gestalt sind sie nur dann ersichtlich, wenn solches von Gott aus als notwendig bestimmt wird. Die unzähligen Ideen Gottes müssen mit der Macht und Kraft des göttlichen unwandelbaren Willens erfüllt sein, wenn sie in was immer für einer Art realisiert werden sollen. Solange eine Idee mit der Gottheit, als unisoliet, identisch ist, kann von ihr aus an keine Selbsttätigkeit und somit auch an keine Selbständigkeit gedacht werden. (nach Philopold)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.181.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Engel haben menschliche Gestalt. Sie wundern sich über den Glauben, sie seien formlos und können nicht sehen, hören, reden usw., hätten keine Wohnungen und Dinge usw. der vor allem bei [[Gelehrter|Gelehrten]] und sogar [[Geistlicher|Geistlichen]] verbreitet ist. Nach den Engeln liegt die Ursache für diesen [[Irrglaube]]n darin, dass die Gelehrten aus [[Sinne|dem Sinnlichen des äußeren Menschen]], das nichts erfassen kann, was über die natürliche Welt hinausgeht, über diese Dinge denken und so diese Fiktion von Engeln und Geistern ausgebrütet haben, indem sie nicht aus der [[Herzensverständnis|inneren Erleuchtung]] und aus jener [[Ahnung]], die jedem eingepflanzt ist, urteilen. Von ihnen ging dann diese falsche Vorstellung auf andere über, die sich keine eigenen Gedanken machten, sondern denen ihrer Vorbilder folgten. Menschen mit einfältigem Herzen und Glauben sind nicht in solchen falschen Vorstellungen von den Engeln befangen, weil sie sich nicht durch [[Rationalismus|falsche Gelehrsamkeit]] geschadet haben und sich daher auch nichts Gestaltloses vorstellen können. Aus der Bibel könnte man wissen, dass die Engel Menschen sind, weil sie als solche angesehen werden. Dasselbe gilt vom Herrn, der all Sein Menschliches mit Sich genommen hat. Weil sie Menschen sind, sollte man auch wissen, dass sie Wohnungen usw. haben, und nicht meinen, sie würden in der Luft umherflattern, wenn sie Geister genannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|74}}; {{S|HH|183}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Über Jakob Lorber werden die Engel auch als &amp;quot;Licht und Feuer&amp;quot; und als &amp;quot;schöpferische Gedanken&amp;quot; von Ewigkeit beschrieben. Swedenborg hingegen lehnt Engel als nur &amp;quot;formlos, Ideen, etwas Ätherisches und lebloses&amp;quot; ab. Bei Jakob Lorber sind die Engel auch als &amp;quot;unmanifestiert&amp;quot; bekannt, vergleichbar mit dem Plan zu einem Haus, das noch nicht gebaut wurde. Oder mit einem Amt, das im Geiste zwar schon existiert, real aber erst, wenn es von einem Menschen &amp;quot;erfüllt&amp;quot; wird. Swedenborg steuert den falschen Vorstellungen entgegen, Engel seien nicht wirklich real oder nur etwas lebloses. Natürlich aber ist auch Swedenborg der Schöpfungsvorgang bestens bekannt, wonach jedes Wesen erst einmal als Idee existiert, bevor es realisiert wird. Das ist bei Lorber deutlich genug gemeint, wenn es heißt &amp;quot;schöpferische Gedanken&amp;quot;. Swedenborg lehnt daher nicht ab, die Engel seien ursprünglich Ideen, sondern er lehnt es ab, die Engel seien *nur* Ideen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geister und Engel seien etwas wie Äther, Luft, Dunst oder Wind ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Geister#Geister und Engel seien etwas wie Äther, Luft, Dunst oder Wind|Geister]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engel seien von Anbeginn als solche erschaffen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kirche wird geglaubt, die Engel seien von Anbeginn erschaffene Wesen, und daher der Himmel entstanden. Der Mensch werde erst nach dem [[Letztes Gericht|letzten Gericht]], oder dem [[Weltende]], neu erweckt wieder als Mensch leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|312}}; {{S|JG|14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtig ist:&#039;&#039;&#039; Tatsächlich sind Engel als höchst vollkommen wahre Wesen schon endlos lange eher geschaffen, als irgendeine Spur von einer materiellen Schöpfung vorhanden war. Jeder von ihnen hat große Stärke, Kraft und Macht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.134.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Himmel jedoch (Anm.: in den die guten Menschen oder Engel gelangen) ist aus dem menschlichen Geschlecht; alle Engel im Himmel sind aus dem menschlichen Geschlecht. Es gibt im ganzen Himmel nicht einen einzigen Engel, der von Anbeginn als solcher erschaffen worden ist. Dafür zeugt [[Emanuel Swedenborg]], der viele Jahre lang Umgang mit den Engeln hatte. Über den Glauben in der christlichen Welt, die Engel seien von Anbeginn erschaffene Wesen, verwundern sich die Engel, und noch mehr darüber, dass man gar nichts vom Himmel weiß, da derselbe doch ein Hauptgegenstand der kirchlichen Lehre ist. Sie freuten sich daher sehr darüber, dass es dem Herrn gefallen hat, mehreres vom Himmel und auch von der Hölle (über Swedenborg) zu offenbaren, und dadurch, so weit es möglich ist, die Finsternis zu zerstreuen, welche, da die Kirche an ihr Ende gelangt ist, von Tag zu Tag anwächst.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|311}}; {{S|HH|312}}; {{S|JG|14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu auch oben [[Engel#Inkarnation auf der Erde|Inkarnation auf der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Engel und Menschen seien voneinander getrennt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Himmel#Der Engelshimmel sei vom menschlichen Geschlecht getrennt|Der Engelshimmel sei vom menschlichen Geschlecht getrennt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Himmel]]&lt;br /&gt;
* [[Schutzengel]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Engel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Himmel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<title>Art</title>
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		<updated>2021-12-17T08:01:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Bestimmung: Mineral, Pflanze oder Tier */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bei allen Dingen der [[Natur]]welt, mögen sie sich in ihren Extremen noch so unähnlich sein in ihrer Art, gibt es doch zwischen allen diesen Dingen sich besonders annähernde Punkte, dass da niemand recht weiß, wo die eine Klasse der Dinge eigentlich aufhört und eine andere anfängt. Dieses Ineinandergehen der Dinge ist nicht nur von einer Klasse zur andern zu bemerken, sondern sogar bei Dingen ein und derselben Art, bei Mineralien oder Pflanzen und Tieren. Zwischen jeder Gattung gibt es immerwährende Übergänge von der einen zur andern. Keine Gattung steht für sich allein so, dass sie nicht mit einer ihr vorhergehenden und ihr nachfolgenden in irgendeinem beschaffenheitlichen und eigenschaftlichen Zusammenhang stünde. All die Gattungen, Klassen und Rassen gehen ebenso eines in das andere über wie die Wellen des [[Meer|Weltmeeres]], da auch niemand wird bestimmen können, welche von diesen zahllosen Wellen, die die Oberfläche dieses großen Gewässers beunruhigen, die erste, mittlere und letzte ist, denn es geht da eine Woge in die andere über. Ebenso geht bei den Dingen in der Naturwelt immer eines unbemerkt in das andere über, wie eine Woge in die andere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401208a.1-9}}; {{L|HIM|1.400815.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Der Herr hat [[Jakob Lorber]] schon 1840, also etliche Jahre bevor Darwin seine hauptsächlichen Bücher publizierte, den Übergang der Arten von einer in die andere offenbart. Eines der Bücher Lorbers, das eine entsprechende Beschreibung enthält, nämlich &amp;quot;Der Saturn&amp;quot;, war schon 1855 veröffentlicht worden. Darwins &amp;quot;Die Entstehung der Arten&amp;quot; erschien erst 1859.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestimmung: Mineral, Pflanze oder Tier ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf der Erdoberfläche viele Pflanzen, die eher tierischer als pflanzlicher Natur zu sein scheinen, und Tiere, die bei weitem eher einer Pflanze als einem Tier gleichen. Ebenso gibt es Mineralien, die eher für Pflanzen gehalten werden könnten, und Pflanzen, die eher für Mineralien als für Pflanzen gelten könnten. Auch gibt es viele Tiere, die noch pflanzenähnliche Extremitäten zur Schau tragen, und wieder gibt es Pflanzen, aus denen ein beinahe ganz gut ausgebildetes Tier herausschaut. Zum Beispiel die [[Koralle]] ist der Bildung nach ein Tiervolumen aus zahllos vielen Tieren, als Masse ein Mineral und als Bild und Form ein Blümchen. Dem Forscher erscheint alles verschmolzen, was an seiner schwachen [[Sehe]] liegt, wohingegen bei [[Gott]] ausnahmslos scharf begrenzte Unterschiede stattfinden. Für jeden [[Naturforscher]] ist eine genaue Bestimmung überaus schwer, zudem es noch viele unbekannte Tier- und Pflanzengattungen gibt, die den Naturforschern schwerlich je bekannt werden, da die größte Anzahl der merkwürdigsten Pflanzen und Tiere in den Tiefen des Meeres wohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.2-6}}; {{L|HIM|1.400815.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Artenvielfalt und große Anzahl der Tiefseelebewesen unbekannt. Erst im 20. Jahrhundert wurde die Biomasse der Fische in der Tiefe auf eine Milliarde Tonnen geschätzt, so viel wie diejenige aller Wildtiere auf allen Kontinenten zusammen. Neue Messungen zeigen: Selbst diese Schätzung lag viel zu niedrig. Und die meisten Tiefseelebewesen sind nach wie vor unbekannt. Siehe dazu &amp;quot;Der Spiegel 2014-47, Seite 108, Sturzflug ins Schattenreich&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde gibt es weder ein Mineral-, noch ein Pflanzen-, noch ein Tierreich als abgesondert für sich. Es gibt nur das Wesenreich unter allerlei Formen, und alles ist ursprünglich Tier. (siehe dazu [[Entwicklung]]) Nur in der Ordnung des Aufsteigens der Wesen sind gewisse Stufen gestellt, die ein intelligenter Mensch unterscheidet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In jeden Tier ist schon eine mehr oder weniger ausgebildete, freie [[Seele]] wirksam zugegen, hingegen im Pflanzenreich und noch mehr im Mineralreich ist die Psyche noch mit der Materie verwebt und geteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|49.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung der Klassen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tierreich:&#039;&#039;&#039; Im Tierreich geht eine notwendig zweifache Zeugungsweise vor sich, nämlich die Zeugung seinesgleichen - wobei eine höherstehende Tierklasse eine Unzahl aus der unteren Klasse verschlingt und dann aus dem materiellen Substrat und der individuellen Beschaffenheit der höheren Klasse seinesgleichen reproduziert - und die Zeugung einer höheren Klasse - indem die vielen durch das Verschlingen einer niederen Tierklasse freigewordenen geistigen Potenzen in einer solchen höheren Klasse - sich so wieder einend – immerwährend eine noch höhere Klasse bilden. Dieser Akt kann dem materiellen [[Auge]] niemals sichtbar werden, da er ein geistiger ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400815.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Entwicklung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Natur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Koralle&amp;diff=38869</id>
		<title>Koralle</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Koralle&amp;diff=38869"/>
		<updated>2021-12-17T07:57:41Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Korallen&#039;&#039;&#039; werden durch eine Art sehr kleiner Würmchen gebildet, die sich aneinander kleben und so einen Korallenzweig ausbilden. Die Würmchen sind [[Tier]]e; wenn sie aber verhärten, ist ihre Masse so fest wie Edelgestein. Die Form, in der diese Tierchen sich durch ihr Aneinanderkleben nach und nach ausbilden, gleicht einem entlaubten Bäumchen. Die Koralle ist daher der Bildung nach ein Tiervolumen aus zahllos vielen Tieren, als Masse ein [[Mineral]] und als Bild und Form ein Blümchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tier]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Intelligenzpartikel&amp;diff=38868</id>
		<title>Intelligenzpartikel</title>
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		<updated>2021-12-17T07:54:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Wesen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Intelligenzpartikel&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;&#039;Spezifikalpotenzen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Urlebensfunken&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Seelenpartikel&#039;&#039;&#039;, oder &#039;&#039;&#039;Miniaturbegriffsbilder&#039;&#039;&#039;) werden die Bestandteile einer [[Seele]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.151.7}}; {{L|ER|53.1-2}}; {{L|RB|2.294.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der [[Leib]] besteht wie die Seele aus Seelenpartikeln oder Leibesnaturgeistern - die [[Wunsch|Wünsche]], [[Begierde]]n und [[Leidenschaft]]en, die ein Mensch in seinem Fleisch als gerichtete Teile seines ganzen Naturwesens beherbergt - allerdings aus noch groben, argen und unreinen, weswegen sie wieder in die [[Erde]] kommen, dort verwesen müssen und dann erst zur Vervollständigung desjenigen Wesens, dem sie einst leiblich angehörten, gelangen - dieser Vorgang wird die [[Auferstehung des Fleisches]] genannt und findet gewöhnlich in der [[Erde#Obere Luftregion|obersten Luftregion der Erde]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.6}}; {{L|RB|2.155.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer auf der Erde in die Erscheinlichkeit tritt, ist gewisserart Seele. Fortwährend steigt eine Menge tellurischer Spezifika auf, die sich ergreifen und verbinden und ordnen nach dem dazwischenkommenden Willen der [[Geister]], welche dieses Geschäft zu besorgen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|54.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde gibt es weder ein [[Mineral]]- noch ein [[Pflanzen]]reich, denn beides ist im eigentlichsten Sinn auch ein [[Tier]]reich. Jedes Mineral besteht aus ebenso vielen sogenannten infusorischen Tiergattungen (Anm.: siehe dazu [[Entwicklung]]), als an ihm für den Geist der Weisheit einzelne psychische Spezifikalintelligenzen entdeckbar sind. Die Bestimmung dieser Spezifikalintelligenzen ist für den gewöhnlichen [[Rationalist|Verstandesmenschen]] etwas Undenkbares, aber wenn jemand nur irgend etwas von der wahren [[Weisheit]] und [[Klugheit]] des [[Menschengeist|Geistes]] besitzt, dem fällt es nicht schwer, in jedem Mineral wie in jeder Pflanze die intellektuellen, psychischen Grundspezifika herauszufinden. Man braucht an einem Mineral oder an einer Pflanze nur alle möglichen Eigenschaften herausfinden, womit man auch ebenso viele Grundspezifika auffindet, von denen ein jedes ein ganz eigenartiges ist und daher auch nur mit einer Intelligenz einen bestimmten Zweck in dem Mineral erfüllt. Damit aber ein Mineral das werde, was es ist und sein soll, so müssen die zu ihm gehörenden verschiedenartigen Spezifika sich wie in eins vereinen, um durch diese Vereinigung eben jenes Mineral darzustellen, welches der Ordnung gemäß notwendig darzustellen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|45.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spezifika sind in scheinbar leblosen Metallen und Mineralien ebenso vorhanden wie im Pflanzen- und Tierreich, das tierische Leben ist dort also so gut vorhanden wie bei den Tieren selbst. Die einzelnen Intelligenzen sind immer dieselben, nur mit dem Unterschied, dass in den Mineralien nur noch ganz wenig Intelligenzen vereint in die Erscheinlichkeit treten, während in den Pflanzen und besonders in dem ausgebildeteren Tierreich schon eine bei weitem größere Menge wirkend vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht bis höchstens zwanzig Intelligenzen zählt, da sind es bei mancher Pflanze schon viele Tausende, bei manchem Tiere viele Millionen und und beim Menschen unbegrenzte aus allen Sternen und aus allen atomistischen Teilchen der Erde. Das Mehr oder Weniger aber schließt das tierische Lebendigsein in den Mineralien nicht aus, weil diese intellektuellen Spezifika sich selbst in allerlei lebendigen tierischen Gestalten dem bewaffneten Auge eines Forschers offenbaren, und weil diese Intelligenzen in den Metallen und Mineralien genau dieselben sind wie in den Tieren. Mit einem Mikroskop, das die Gegenstände gegen sechs millionenmal vergrößern würde, könnte man in einem einzigen Wassertropfen eine ungeheure Menge der allerseltensten tierischen Gestalten entdecken. Diese Gestalten sind nichts als Träger von verschiedenen einzelnen Intelligenzen, welche sich fortwährend feindlich begegnen, sich ergreifen und scheinbar zerstören; aber an ihre Stelle tritt dann bald eine neue Gestalt, die all die früheren in sich aufnimmt und sie gleichsam verzehrt. Hat eine solche Gestalt sich hinreichend gesättigt, dann kommt sie zur Ruhe und sinkt zu Boden. Wenn aber dann eine zahllose Menge solcher Gestalten zur Ruhe und zum Sinken gekommen ist, so kleben sie sich dann in der Ruhe als höchst verwandte Wesen fest aneinander und daraus wird für das Auge eine scheinbar tote [[Materie]]. Tatsächlich aber ist diese nur eine Anzahl von gefangenen einzelnen Intelligenzen, welche, wieder aufgelöst, lebendig werden und verbunden werden können zu einer anderen Form, was die beaufsichtigenden [[Geister]] verrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|46.7-10}}; {{L|ER|47.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Weizenkorn hat z.B. folgende Intelligenzspezifika in sich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
# Teilchen der [[Liebe]], der eigentliche Nährstoff im Samenkorn&lt;br /&gt;
# das geistige oder eigentlich spirituelle Substrat, wodurch aus dem Weizenkorn, wie aus anderen Früchten, der [[Alkohol]] gewonnen werden kann&lt;br /&gt;
# [[Kohlenstoff]]; wenn in einem Halm zu viel dieses Spezifikums aufsteigt, wird das Samenkorn schon auf dem Feld brandig und endlich schwarz&lt;br /&gt;
# Sauer- auch Braustoff, wodurch - wie auch aus anderen Getreidearten - ein wohlschmeckendes [[Bier]] bereitet werden kann&lt;br /&gt;
# ätherische Schwefel, der die Verbrennbarkeit des Samenkorns bewirkt&lt;br /&gt;
# Ölstoff, demzufolge aus dem Weizen-, wie aus jedem anderen Korn, ein recht wohlschmeckendes [[Öl]] gezogen werden kann&lt;br /&gt;
# Zuckerstoff, der im Weizensamenkorn sehr reichlich vorhanden ist&lt;br /&gt;
# der gummiartige Schleimstoff, demzufolge das sogenannte Stärkemehl aus diesem Samenkorn gewonnen werden kann&lt;br /&gt;
# ganz reines und einfaches Wasserstoffgasspezifikum, ein Hauptbestandteil des Weizenhalmes, wie auch von allen anderen Pflanzengattungen; dieser Stoff füllt fortwährend die hohle Röhre des Halmes aus und hält ihn eben aufrecht; ohne ihn könnte der Halm nicht in die Höhe wachsen, und so ist demnach der hohle Halm ein an seine in der Erde steckende Wurzeln angebundener Ballon, der das Fleisch der Pflanze aufrecht hält, solange diese nicht die eigene notwendige Festigkeit bekommen hat; hat diese einmal ihre nötige Festigkeit erlangt, dann zieht sich dieses Spezifikum zunehmend in das reifer werdende Samenkorn und wird da als ein Grundspezifikum aufbewahrt, um bei der nächsten Aussaat als erste Hauptsache beim Geschäft des Wachsens in gerechtem Maß vorhanden zu sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeführt werden diese Grundspezifika durch dazu angestellte Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|44.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Aufbau von Eisen siehe [[Eisen#Wesen|Eisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in Metallen nur wenige Intelligenzspezifika vorhanden sind, können sie auf verschiedene Weise bearbeitet werden, ohne ihre spezifischen Eigenschaften einzubüßen oder zu einem anderem Material zu werden. Steine, die dem Pflanzenreich schon etwas näher stehen, daher auch schon mehr Spezifika haben als Metalle, können nicht mehr leicht in ihren früheren kompletten Zustand gesetzt werden, wenn sie zerstört worden sind. Sie bleiben zwar auch als zerbröckelte Teile noch dieselbe Materie, können aber nicht, wie Metalle, durch das Feuer zu derselben materiellen Masse zusammengefügt werden, denn das Feuer versetzt sie schon in einen ganz anderen Zustand. Der Grund dafür ist, weil die größere Ordnung der Spezifikalintelligenzen in den Steinen gestört worden ist, wodurch sich mehrere Intelligenzen empfohlen haben, und die Materie daher nicht mehr dieselbe wie früher wird. [[Kalk]] kann z.B. im rohen Zustand viele Jahre im [[Wasser]] liegen, ohne sich aufzulösen. Wird er aber gebrannt, entweicht durch das Feuer eine gewisse Anzahl von Spezifiken, welche früher dem Stein Dichtigkeit und Festigkeit gegeben haben. Kommt nun Wasser dazu, werden noch mehrere Spezifika frei, und die wenigen sich noch haltenden verlieren den nötigen Zusammenhang und fallen dann als ein Brei auseinander. Wird dem Brei das Wasser wieder genommen, so treten dann wieder einige frei gewordene Spezifika in den Brei zurück und bewirken, dass dieser Brei wieder zu einer größeren Festigkeit kommt, weswegen er als Bindungsmaterial für Mauern gebraucht wird. Ähnliches ist beim Ton und Lehm der Fall. Schon bei den einfachsten Pflanzen ist die Ordnung so fest, dass sie nicht um ein Atom verrückt werden darf, ohne der Beschaffenheit der Pflanze zu schaden, da hier schon alle Spezifika wohlgeordnet vorhanden sein müssen, welche sonst im ganzen Mineralreich verschieden geteilt und gesondert anzutreffen sind. Es kann nicht das, was in der Wurzel ist, den Stängel bilden. Man kann nicht einmal ein Stück aus einem Blatt scheiden, und diesen auf einen gleich großen Ausstich desselben Blattes anfügen, weil da schon eine so große Ordnung vorhanden ist, dass sie keine menschliche Weisheit je in der Fülle erfassen kann, solange der Geist des Menschen in seiner sterblichen Hülle wohnt. In den Zweigen, besonders junger Bäume, ist diese Ordnung noch nicht so ausgebildet, weswegen sie auch übersetzt oder aufgepfropft werden können. Beim Tierreich ist die notwendige Ordnung umso größer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|47.2-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je tiefer die Seelenatome im Inneren der Erde sind, desto ärger sind sie. Wenn sie in Form von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche kommen, muss eine übergroße Aufsicht geführt werden, damit nur die reinsten zu der Komplettierung der eigentlichen Seele verwendet, die gröberen und böseren aber zur Gestaltung der materiellen Körper beschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenzpartikel sind in einem [[Materie#Hülsenstoff|Hülsenstoff der Materie]] eingeschlossen bis zu einer gewissen Reife zur Selbständigkeit. Dann zerreißen sie die Hülse und vereinigen sich augenblicklich mit anderen schon frei gewordenen ähnlichen oder zumindest entsprechenden freien Partikeln und schaffen sich dann aus den entsprechenden Elementen der [[Luft]], des [[Wasser]]s und des [[Erdboden|Erdreichs]] sofort wieder irgendeine Umhülsung. Dies wird bei den Körnern der Pflanzen und den Eiern der Insekten, Vögel, Wassertiere usw. ersichtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.232.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitung der Grundspezifika ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister leiten die Grundspezifika in z.B. Pflanzen, wobei immer eine Unterabteilung der Geister stattfindet, die ihr Geschäft territorialweise unter sich haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Untergeister&#039;&#039;&#039;: Die unterste Art Geister hat je nur etwa eine Acker, ähnlich wie die natürlichen Äcker unter den Menschen auf der Erdoberfläche ausgeteilt sind. Ein solcher Geist hat die dazu nötige [[Weisheit]] und [[Kraft]] und leitet die einzelnen Spezifika bloß mit seinem [[Wollen]]; dieses Wollen ist wie ein [[Gericht]] für die freiwerdenden Seelenspezifika. Der Geist kennt die Spezifika in einem in die Erde gelegten Samenkorn genau; er kennt, wie viel davon aus der [[Erde]], wie viel herab aus den [[Stern]]en vorhanden ist, und in welcher Art und in welchem Verhältnis. Wird das Samenkorn in die Erde gelegt, dann haucht er über den Acker seinen Willen, der diese Spezifika ergreift und sie dahin nötigt, wo für sie die bestimmte Stelle ist. Durch die gerichteten Intelligenzen bildet sich dann die Pflanze, wobei die reinsten die [[Frucht]] bilden, und die gar geistigen, sozusagen Zentralintelligenzen vereinen sich in der Frucht zum Keim und umschließen sich mit einem Gewebe, durch das die äußeren und noch nicht so reinen Intelligenzen nicht dringen können. Ist durch dieses Geschäft mit der Zeit die Reife bewirkt worden, dann hat der Geist dieses Ackers seine Arbeit verrichtet und überlässt das Weitere den Menschen und etwas dabei den [[Naturgeister]]n, welche die Auflösung jener Teile bewirken, welche nicht zur Frucht gehören, damit diese Spezifika dann im nächsten Zeitraum in eine freiere Form aufsteigen können. Es gibt ebenso viel solcher Geister, als es Äcker und verschiedene Pflanzengattungen gibt; jeder bekommt eine bestimmte [[Gattung]] auf einem bestimmten Territorium und muss da sorgen, dass diese Gattung in der fortwährend gleichen Beschaffenheit und Form fortkommt. Die geringste Unaufmerksamkeit hat Misswuchs und eine Missernte zur Folge, was nicht selten ist, da die Geister hinsichtlich dieses ihres Wirkens keinen gerichteten, sondern einen vollkommen freien Willen haben, was notwendig ist, weil in einem gerichteten Willen keine Kraft liegen kann. Um die Menschen mit einer Missernte zu züchtigen, brauchen es nicht mehr, als dieses Geschäft mehr lauen Geistern anzuvertrauen. Wenn diese die ordnungsmäßig entbundenen Seelenspezifika nicht in rechter Ordnung verwalten, dann steigen die unbeschäftigten sogleich in die [[Erde#Mittlere Luftregion|zweite Luftregion]], vereinigen sich da zu Selbstwesen und zu Naturgeistern und bewirken dann üble Witterungen und schlechte Miasmen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gutsherrengeister&#039;&#039;&#039;: Damit Missernten, Unwetter usw. so selten wie möglich und nur an wenigen Orten geschehen, haben die Untergeister einen höheren und vollkommeneren Geist über sich, der schon ein viel größeres Territorium zu überwachen hat. Ein solcher Geist ist gleichsam wie ein Gutsherr und hat schon vieles unter sich, wobei so ein Gutsherr aber nicht in den Bezirk eines anderen hinüber greift. &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gouverneurgeister&#039;&#039;&#039;: Damit in allen Bezirken eine gleiche Ordnung nach der Art der Bezirke herrscht, ist über die Bezirksherren ein geistiger Gouverneur gestellt, der schon ein ganzes Land in allem übersieht und leitet. Das ist schon ein Geist aus der [[Erde#Obere Luftregion|dritten Luftregion]].&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Engelsfürst&#039;&#039;&#039;: Mehrere Länder machen ein Reich aus und darüber wacht ein [[Engel]]sfürst.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gott&#039;&#039;&#039;: Über alle Reiche wacht der Fürst der Fürsten, wie Er auch wacht – was kein Geist tun kann – in einem jeden einzelnen Spezifikum. Daher sieht des Herrn Auge überall, was da ist und geschieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|44.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Tierreich wird von den Geistern geleitet, z.B. bei der Zeugung treiben die Geister durch ihren Willen die Spezifika in die materiellen Zeugungsorgane der Tiere und umschließen sie im Augenblick der Zeugung mit einem materiellen Häutchen; in diesem Häutchen wird dann die tierische Psyche tätig und fängt an, sich nach der Komplettheit ihrer Intelligenz selbst zu ordnen. Ist dies geschehen, sorgen die Geister dafür, dass die Psyche durch neue, eigens dazu gebildete Organe aus dem Mutterleib die entsprechende Nahrung und damit das Baumaterial für ihren künftigen Leib erhält, den sie zu bewohnen und durch den sie zu wirken hat. Diesen Leib bildet die Seele selbst unter der fortwährenden Leitung der Geister, die dabei zwar keine Hand, sondern bloß nur ihren Willen ans Werk zu legen haben. Ist die Form im Mutterleib einmal vollends ausgebildet, dann fängt der Pulsschlag an, die Säfte beginnen in dem neuen Leib zu zirkulieren, der Magen beginnt mit der Verdauung. In dieser Zeit wird der Fötus im Mutterleib leiblich lebendig. Sind die Nerven gesättigt und hat sich ein der Seele nächstverwandter Nervengeist durch einen eigenen, elektromagnetischen Gärungsprozess gebildet, dann bewirken die Geister mit ihrem Willen die Geburt des Tieres. Sowie der Leib seine Nahrung frei findet und genießt, fängt die in ihm wohnende Psyche nach der Leitung der Geister die materiellen Spezifika des Leibes in substanzielle zu verkehren an und bildet sich auf diese Weise durch die Lebensdauer ihres Leibes zu einer reicheren und somit auch vollkommeneren Seele aus. Nach dem Tod des Leibes wird die Seele wieder frei, durch die Geister wieder gefangen und zu der Zeugung einer höheren Tierstufe genötigt, wo sie dann auf eine ganz gleiche Weise, nur komplizierter, tätig wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|49.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen werden ebenso von den Geistern geleitet. [[Schutzgeist]]er und [[Engel]] sind vom Augenblick der Zeugung fortan um die [[Ungeborene|neugezeugte Seele]] und sorgen unablässig für die ordnungsmäßige Ausbildung derselben. Sie verschaffen den bei der [[Zeugung]] noch ungeordneten substanziellen Spezifika der Seele das nötige Licht, worin sich diese substanziellen Spezifikalintelligenzen erkennen, aussondern, sich dann einander annähern, ergreifen und verbinden. Dies geschieht alles durch die Nötigung aus dem Willen jener Geister, denen dieses Geschäft anvertraut ist. Durch die Willenshilfe der Geister baut die Seele ihren Leib.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|50.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Materie]]&lt;br /&gt;
* [[Seele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Intelligenzpartikel&amp;diff=38867</id>
		<title>Intelligenzpartikel</title>
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		<updated>2021-12-17T07:50:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Leitung der Grundspezifika */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&#039;&#039;&#039;Intelligenzpartikel&#039;&#039;&#039; (auch: &#039;&#039;&#039;Spezifikalpotenzen&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Urlebensfunken&#039;&#039;&#039;, &#039;&#039;&#039;Seelenpartikel&#039;&#039;&#039;, oder &#039;&#039;&#039;Miniaturbegriffsbilder&#039;&#039;&#039;) werden die Bestandteile einer [[Seele]] genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.151.7}}; {{L|ER|53.1-2}}; {{L|RB|2.294.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch der [[Leib]] besteht wie die Seele aus Seelenpartikeln oder Leibesnaturgeistern - die [[Wunsch|Wünsche]], [[Begierde]]n und [[Leidenschaft]]en, die ein Mensch in seinem Fleisch als gerichtete Teile seines ganzen Naturwesens beherbergt - allerdings aus noch groben, argen und unreinen, weswegen sie wieder in die [[Erde]] kommen, dort verwesen müssen und dann erst zur Vervollständigung desjenigen Wesens, dem sie einst leiblich angehörten, gelangen - dieser Vorgang wird die [[Auferstehung des Fleisches]] genannt und findet gewöhnlich in der [[Erde#Obere Luftregion|obersten Luftregion der Erde]] statt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.6}}; {{L|RB|2.155.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer auf der Erde in die Erscheinlichkeit tritt, ist gewisserart Seele. Fortwährend steigt eine Menge tellurischer Spezifika auf, die sich ergreifen und verbinden und ordnen nach dem dazwischenkommenden Willen der [[Geister]], welche dieses Geschäft zu besorgen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|54.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Grunde gibt es weder ein [[Mineral]]- noch ein [[Pflanzen]]reich, denn beides ist im eigentlichsten Sinn auch ein [[Tier]]reich. Jedes Mineral besteht aus ebenso vielen sogenannten infusorischen Tiergattungen (Anm.: siehe dazu [[Entwicklung]]), als an ihm für den Geist der Weisheit einzelne psychische Spezifikalintelligenzen entdeckbar sind. Die Bestimmung dieser Spezifikalintelligenzen ist für den gewöhnlichen [[Rationalist|Verstandesmenschen]] etwas Undenkbares, aber wenn jemand nur irgend etwas von der wahren [[Weisheit]] und [[Klugheit]] des [[Menschengeist|Geistes]] besitzt, dem fällt es nicht schwer, in jedem Mineral wie in jeder Pflanze die intellektuellen, psychischen Grundspezifika herauszufinden. Man braucht an einem Mineral oder an einer Pflanze nur alle möglichen Eigenschaften herausfinden, womit man auch ebenso viele Grundspezifika auffindet, von denen ein jedes ein ganz eigenartiges ist und daher auch nur mit einer Intelligenz einen bestimmten Zweck in dem Mineral erfüllt. Damit aber ein Mineral das werde, was es ist und sein soll, so müssen die zu ihm gehörenden verschiedenartigen Spezifika sich wie in eins vereinen, um durch diese Vereinigung eben jenes Mineral darzustellen, welches der Ordnung gemäß notwendig darzustellen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|45.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Spezifika sind in scheinbar leblosen Metallen und Mineralien ebenso vorhanden wie im Pflanzen- und Tierreich, das tierische Leben ist dort also so gut vorhanden wie bei den Tieren selbst. Die einzelnen Intelligenzen sind immer dieselben, nur mit dem Unterschied, dass in den Mineralien nur noch ganz wenig Intelligenzen vereint in die Erscheinlichkeit treten, während in den Pflanzen und besonders in dem ausgebildeteren Tierreich schon eine bei weitem größere Menge wirkend vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht bis höchstens zwanzig Intelligenzen zählt, da sind es bei mancher Pflanze schon viele Tausende, bei manchem Tiere viele Millionen und und beim Menschen zahllose aus allen Sternen und aus allen atomistischen Teilchen der Erde. Das Mehr oder Weniger aber schließt das tierische Lebendigsein in den Mineralien nicht aus, weil diese intellektuellen Spezifika sich selbst in allerlei lebendigen tierischen Gestalten dem bewaffneten Auge eines Forschers offenbaren, und weil diese Intelligenzen in den Metallen und Mineralien genau dieselben sind wie in den Tieren. Mit einem Mikroskop, das die Gegenstände gegen sechs millionenmal vergrößern würde, könnte man in einem einzigen Wassertropfen eine ungeheure Menge der allerseltensten tierischen Gestalten entdecken. Diese Gestalten sind nichts als Träger von verschiedenen einzelnen Intelligenzen, welche sich fortwährend feindlich begegnen, sich ergreifen und scheinbar zerstören; aber an ihre Stelle tritt dann bald eine neue Gestalt, die all die früheren in sich aufnimmt und sie gleichsam verzehrt. Hat eine solche Gestalt sich hinreichend gesättigt, dann kommt sie zur Ruhe und sinkt zu Boden. Wenn aber dann eine zahllose Menge solcher Gestalten zur Ruhe und zum Sinken gekommen ist, so kleben sie sich dann in der Ruhe als höchst verwandte Wesen fest aneinander und daraus wird für das Auge eine scheinbar tote [[Materie]]. Tatsächlich aber ist diese nur eine Anzahl von gefangenen einzelnen Intelligenzen, welche, wieder aufgelöst, lebendig werden und verbunden werden können zu einer anderen Form, was die beaufsichtigenden [[Geister]] verrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|46.7-10}}; {{L|ER|47.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Ein Weizenkorn hat z.B. folgende Intelligenzspezifika in sich:&#039;&#039;&#039; &lt;br /&gt;
# Teilchen der [[Liebe]], der eigentliche Nährstoff im Samenkorn&lt;br /&gt;
# das geistige oder eigentlich spirituelle Substrat, wodurch aus dem Weizenkorn, wie aus anderen Früchten, der [[Alkohol]] gewonnen werden kann&lt;br /&gt;
# [[Kohlenstoff]]; wenn in einem Halm zu viel dieses Spezifikums aufsteigt, wird das Samenkorn schon auf dem Feld brandig und endlich schwarz&lt;br /&gt;
# Sauer- auch Braustoff, wodurch - wie auch aus anderen Getreidearten - ein wohlschmeckendes [[Bier]] bereitet werden kann&lt;br /&gt;
# ätherische Schwefel, der die Verbrennbarkeit des Samenkorns bewirkt&lt;br /&gt;
# Ölstoff, demzufolge aus dem Weizen-, wie aus jedem anderen Korn, ein recht wohlschmeckendes [[Öl]] gezogen werden kann&lt;br /&gt;
# Zuckerstoff, der im Weizensamenkorn sehr reichlich vorhanden ist&lt;br /&gt;
# der gummiartige Schleimstoff, demzufolge das sogenannte Stärkemehl aus diesem Samenkorn gewonnen werden kann&lt;br /&gt;
# ganz reines und einfaches Wasserstoffgasspezifikum, ein Hauptbestandteil des Weizenhalmes, wie auch von allen anderen Pflanzengattungen; dieser Stoff füllt fortwährend die hohle Röhre des Halmes aus und hält ihn eben aufrecht; ohne ihn könnte der Halm nicht in die Höhe wachsen, und so ist demnach der hohle Halm ein an seine in der Erde steckende Wurzeln angebundener Ballon, der das Fleisch der Pflanze aufrecht hält, solange diese nicht die eigene notwendige Festigkeit bekommen hat; hat diese einmal ihre nötige Festigkeit erlangt, dann zieht sich dieses Spezifikum zunehmend in das reifer werdende Samenkorn und wird da als ein Grundspezifikum aufbewahrt, um bei der nächsten Aussaat als erste Hauptsache beim Geschäft des Wachsens in gerechtem Maß vorhanden zu sein&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Angeführt werden diese Grundspezifika durch dazu angestellte Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|44.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den Aufbau von Eisen siehe [[Eisen#Wesen|Eisen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da in Metallen nur wenige Intelligenzspezifika vorhanden sind, können sie auf verschiedene Weise bearbeitet werden, ohne ihre spezifischen Eigenschaften einzubüßen oder zu einem anderem Material zu werden. Steine, die dem Pflanzenreich schon etwas näher stehen, daher auch schon mehr Spezifika haben als Metalle, können nicht mehr leicht in ihren früheren kompletten Zustand gesetzt werden, wenn sie zerstört worden sind. Sie bleiben zwar auch als zerbröckelte Teile noch dieselbe Materie, können aber nicht, wie Metalle, durch das Feuer zu derselben materiellen Masse zusammengefügt werden, denn das Feuer versetzt sie schon in einen ganz anderen Zustand. Der Grund dafür ist, weil die größere Ordnung der Spezifikalintelligenzen in den Steinen gestört worden ist, wodurch sich mehrere Intelligenzen empfohlen haben, und die Materie daher nicht mehr dieselbe wie früher wird. [[Kalk]] kann z.B. im rohen Zustand viele Jahre im [[Wasser]] liegen, ohne sich aufzulösen. Wird er aber gebrannt, entweicht durch das Feuer eine gewisse Anzahl von Spezifiken, welche früher dem Stein Dichtigkeit und Festigkeit gegeben haben. Kommt nun Wasser dazu, werden noch mehrere Spezifika frei, und die wenigen sich noch haltenden verlieren den nötigen Zusammenhang und fallen dann als ein Brei auseinander. Wird dem Brei das Wasser wieder genommen, so treten dann wieder einige frei gewordene Spezifika in den Brei zurück und bewirken, dass dieser Brei wieder zu einer größeren Festigkeit kommt, weswegen er als Bindungsmaterial für Mauern gebraucht wird. Ähnliches ist beim Ton und Lehm der Fall. Schon bei den einfachsten Pflanzen ist die Ordnung so fest, dass sie nicht um ein Atom verrückt werden darf, ohne der Beschaffenheit der Pflanze zu schaden, da hier schon alle Spezifika wohlgeordnet vorhanden sein müssen, welche sonst im ganzen Mineralreich verschieden geteilt und gesondert anzutreffen sind. Es kann nicht das, was in der Wurzel ist, den Stängel bilden. Man kann nicht einmal ein Stück aus einem Blatt scheiden, und diesen auf einen gleich großen Ausstich desselben Blattes anfügen, weil da schon eine so große Ordnung vorhanden ist, dass sie keine menschliche Weisheit je in der Fülle erfassen kann, solange der Geist des Menschen in seiner sterblichen Hülle wohnt. In den Zweigen, besonders junger Bäume, ist diese Ordnung noch nicht so ausgebildet, weswegen sie auch übersetzt oder aufgepfropft werden können. Beim Tierreich ist die notwendige Ordnung umso größer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|47.2-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je tiefer die Seelenatome im Inneren der Erde sind, desto ärger sind sie. Wenn sie in Form von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche kommen, muss eine übergroße Aufsicht geführt werden, damit nur die reinsten zu der Komplettierung der eigentlichen Seele verwendet, die gröberen und böseren aber zur Gestaltung der materiellen Körper beschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Intelligenzpartikel sind in einem [[Materie#Hülsenstoff|Hülsenstoff der Materie]] eingeschlossen bis zu einer gewissen Reife zur Selbständigkeit. Dann zerreißen sie die Hülse und vereinigen sich augenblicklich mit anderen schon frei gewordenen ähnlichen oder zumindest entsprechenden freien Partikeln und schaffen sich dann aus den entsprechenden Elementen der [[Luft]], des [[Wasser]]s und des [[Erdboden|Erdreichs]] sofort wieder irgendeine Umhülsung. Dies wird bei den Körnern der Pflanzen und den Eiern der Insekten, Vögel, Wassertiere usw. ersichtlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.232.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leitung der Grundspezifika ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister leiten die Grundspezifika in z.B. Pflanzen, wobei immer eine Unterabteilung der Geister stattfindet, die ihr Geschäft territorialweise unter sich haben: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Untergeister&#039;&#039;&#039;: Die unterste Art Geister hat je nur etwa eine Acker, ähnlich wie die natürlichen Äcker unter den Menschen auf der Erdoberfläche ausgeteilt sind. Ein solcher Geist hat die dazu nötige [[Weisheit]] und [[Kraft]] und leitet die einzelnen Spezifika bloß mit seinem [[Wollen]]; dieses Wollen ist wie ein [[Gericht]] für die freiwerdenden Seelenspezifika. Der Geist kennt die Spezifika in einem in die Erde gelegten Samenkorn genau; er kennt, wie viel davon aus der [[Erde]], wie viel herab aus den [[Stern]]en vorhanden ist, und in welcher Art und in welchem Verhältnis. Wird das Samenkorn in die Erde gelegt, dann haucht er über den Acker seinen Willen, der diese Spezifika ergreift und sie dahin nötigt, wo für sie die bestimmte Stelle ist. Durch die gerichteten Intelligenzen bildet sich dann die Pflanze, wobei die reinsten die [[Frucht]] bilden, und die gar geistigen, sozusagen Zentralintelligenzen vereinen sich in der Frucht zum Keim und umschließen sich mit einem Gewebe, durch das die äußeren und noch nicht so reinen Intelligenzen nicht dringen können. Ist durch dieses Geschäft mit der Zeit die Reife bewirkt worden, dann hat der Geist dieses Ackers seine Arbeit verrichtet und überlässt das Weitere den Menschen und etwas dabei den [[Naturgeister]]n, welche die Auflösung jener Teile bewirken, welche nicht zur Frucht gehören, damit diese Spezifika dann im nächsten Zeitraum in eine freiere Form aufsteigen können. Es gibt ebenso viel solcher Geister, als es Äcker und verschiedene Pflanzengattungen gibt; jeder bekommt eine bestimmte [[Gattung]] auf einem bestimmten Territorium und muss da sorgen, dass diese Gattung in der fortwährend gleichen Beschaffenheit und Form fortkommt. Die geringste Unaufmerksamkeit hat Misswuchs und eine Missernte zur Folge, was nicht selten ist, da die Geister hinsichtlich dieses ihres Wirkens keinen gerichteten, sondern einen vollkommen freien Willen haben, was notwendig ist, weil in einem gerichteten Willen keine Kraft liegen kann. Um die Menschen mit einer Missernte zu züchtigen, brauchen es nicht mehr, als dieses Geschäft mehr lauen Geistern anzuvertrauen. Wenn diese die ordnungsmäßig entbundenen Seelenspezifika nicht in rechter Ordnung verwalten, dann steigen die unbeschäftigten sogleich in die [[Erde#Mittlere Luftregion|zweite Luftregion]], vereinigen sich da zu Selbstwesen und zu Naturgeistern und bewirken dann üble Witterungen und schlechte Miasmen.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gutsherrengeister&#039;&#039;&#039;: Damit Missernten, Unwetter usw. so selten wie möglich und nur an wenigen Orten geschehen, haben die Untergeister einen höheren und vollkommeneren Geist über sich, der schon ein viel größeres Territorium zu überwachen hat. Ein solcher Geist ist gleichsam wie ein Gutsherr und hat schon vieles unter sich, wobei so ein Gutsherr aber nicht in den Bezirk eines anderen hinüber greift. &lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gouverneurgeister&#039;&#039;&#039;: Damit in allen Bezirken eine gleiche Ordnung nach der Art der Bezirke herrscht, ist über die Bezirksherren ein geistiger Gouverneur gestellt, der schon ein ganzes Land in allem übersieht und leitet. Das ist schon ein Geist aus der [[Erde#Obere Luftregion|dritten Luftregion]].&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Engelsfürst&#039;&#039;&#039;: Mehrere Länder machen ein Reich aus und darüber wacht ein [[Engel]]sfürst.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Gott&#039;&#039;&#039;: Über alle Reiche wacht der Fürst der Fürsten, wie Er auch wacht – was kein Geist tun kann – in einem jeden einzelnen Spezifikum. Daher sieht des Herrn Auge überall, was da ist und geschieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|44.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch das Tierreich wird von den Geistern geleitet, z.B. bei der Zeugung treiben die Geister durch ihren Willen die Spezifika in die materiellen Zeugungsorgane der Tiere und umschließen sie im Augenblick der Zeugung mit einem materiellen Häutchen; in diesem Häutchen wird dann die tierische Psyche tätig und fängt an, sich nach der Komplettheit ihrer Intelligenz selbst zu ordnen. Ist dies geschehen, sorgen die Geister dafür, dass die Psyche durch neue, eigens dazu gebildete Organe aus dem Mutterleib die entsprechende Nahrung und damit das Baumaterial für ihren künftigen Leib erhält, den sie zu bewohnen und durch den sie zu wirken hat. Diesen Leib bildet die Seele selbst unter der fortwährenden Leitung der Geister, die dabei zwar keine Hand, sondern bloß nur ihren Willen ans Werk zu legen haben. Ist die Form im Mutterleib einmal vollends ausgebildet, dann fängt der Pulsschlag an, die Säfte beginnen in dem neuen Leib zu zirkulieren, der Magen beginnt mit der Verdauung. In dieser Zeit wird der Fötus im Mutterleib leiblich lebendig. Sind die Nerven gesättigt und hat sich ein der Seele nächstverwandter Nervengeist durch einen eigenen, elektromagnetischen Gärungsprozess gebildet, dann bewirken die Geister mit ihrem Willen die Geburt des Tieres. Sowie der Leib seine Nahrung frei findet und genießt, fängt die in ihm wohnende Psyche nach der Leitung der Geister die materiellen Spezifika des Leibes in substanzielle zu verkehren an und bildet sich auf diese Weise durch die Lebensdauer ihres Leibes zu einer reicheren und somit auch vollkommeneren Seele aus. Nach dem Tod des Leibes wird die Seele wieder frei, durch die Geister wieder gefangen und zu der Zeugung einer höheren Tierstufe genötigt, wo sie dann auf eine ganz gleiche Weise, nur komplizierter, tätig wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|49.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen werden ebenso von den Geistern geleitet. [[Schutzgeist]]er und [[Engel]] sind vom Augenblick der Zeugung fortan um die [[Ungeborene|neugezeugte Seele]] und sorgen unablässig für die ordnungsmäßige Ausbildung derselben. Sie verschaffen den bei der [[Zeugung]] noch ungeordneten substanziellen Spezifika der Seele das nötige Licht, worin sich diese substanziellen Spezifikalintelligenzen erkennen, aussondern, sich dann einander annähern, ergreifen und verbinden. Dies geschieht alles durch die Nötigung aus dem Willen jener Geister, denen dieses Geschäft anvertraut ist. Durch die Willenshilfe der Geister baut die Seele ihren Leib.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|50.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Materie]]&lt;br /&gt;
* [[Seele]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38866</id>
		<title>Erde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38866"/>
		<updated>2021-12-12T09:10:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Untere Luftregion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Planet auf dem wir leben. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Erde&amp;quot; wird im erweiterten oder unbestimmten Sinn auch für jeden anderen Weltkörper verwendet, siehe dazu [[Erdkörper]], [[Planet]], [[Sonne]], [[Mond]], [[Stern]] usw.&lt;br /&gt;
* Für &amp;quot;Erde&amp;quot; im geistigen Sinn siehe [[Kirche]] und [[Neue Erde]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erde_Apollo_17.jpg|260px|thumb|Erde (Apollo 17)]] Die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; ist gegenwärtig die Trägerin der eigentlichen [[Erdmensch|Kinder Gottes]], die sich nach dem [[Offenbarung|von Gott geoffenbarten Willen]] selbst aus ihrem freien [[Willen]] zu richten und zu erziehen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in jeder Hinsicht der unvollkommenste, letzte, elendeste und schlechteste [[Planet]] in der ganzen [[Schöpfung]], dazu bestimmt, den größten [[Geister]]n als eine Schule der [[Demut]] und des [[Kreuz]]es zu dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|JJ|130.11}}; {{L|GEJ|1.216.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Erde wird stets das [[Licht]] mit der [[Finsternis]] zu kämpfen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.214.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird geflissentlich in der nahezu größtmöglichen [[Unordnung]] belassenen und der Grund dafür ist die Erziehung der freiesten Geister zu wahrhaften [[Gotteskinder]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.22.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde gibt nur von einer gewissen Ferne ein liebliches Bild ab, aber aus der Nähe betrachtet ist nichts [[Schön]]es und Reizendes an ihr. Sie ist so unschön, dass vergleichsweise auf der [[Sonne]] eine [[Wüste]] herrlicher ist als hier ein Paradies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.84.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materiellen Erde ist an und für sich nichts als ein Konglomerat von lauter attraktionsfähigen und unter sich, wie in sich verwandten [[Substantialpartikel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde und alles, was in ihr und auf ihr lebt, ist nichts als der ewig gleich festgehaltene Gedanke Gottes, der durch [[Wort Gottes|Sein Wort]] zur [[Wahrheit]] ward. Würde Er, was Ihm überaus leicht möglich wäre, diesen wesenhaften Gedanken in Seinem Gemüt und [[Wille Gottes|Willen]] fallen lassen, so wäre auch in demselben Augenblick keine Erde mehr, und alles, was sie enthält und trägt, würde ihr vernichtendes Los teilen. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.38.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Dinge der Erde sind bis in alle Einzelheiten [[Entsprechung]]en und werden in drei [[Gattung]]en oder Reiche eingeteilt, nämlich [[Tier]]reich, [[Pflanze]]nreich und [[Mineral]]reich. Was lebt, gehört zum Tierreich und ist eine Entsprechung ersten Grades; was nur wächst, gehört zum Pflanzenreich und ist eine Entsprechung zweiten Grades, was weder lebt noch wächst, gehört zum Mineralreich und ist eine Entsprechung dritten Grades. Entsprechungen sind ferner die Dinge, die menschlicher Fleiß aus dem genannten zum Gebrauch bereitet: [[Speise]]n, [[Kleidung]], Häuser usw. Auch was über der Erde ist, wie [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e, [[Wolke]]n, [[Nebel]], [[Blitz]] und [[Donner]] ist Entsprechung, ebenso die Jahreszeiten und Tageszeiten, kurz, alles was in der [[Natur]] entsteht, vom kleinsten bis zum größten, ist etwas Entsprechendes. Dies ist deswegen so, weil die [[Welt|natürliche Welt]] mit allem, was zu ihr gehört, aus der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] entsteht und besteht, und somit beide aus dem Göttlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|103-106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Urstoffe]] alles dessen, was sich nun in und auf der Erde, in den [[Wasser|Gewässern]] und in der [[Luft]] befindet, besteht und fortpflanzt sind ein Erbe der [[Urzentralsonne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.22-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Kern des [[Leben]]s für den gesamten Lebensbaum und wie eine Hauptwurzel der ganzen [[Schöpfung]]. Ihre Zerstörung würde nicht nur sie selbst, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der [[Auflösung]] preisgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.83.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die [[Erdmensch|Menschen der Erde]] die Bestimmung haben, zu Kindern Gottes zu werden, finden sich hier die größten [[Laster]], ebenso wie die höchsten [[Tugend]]en, welche Zeugnis über diese höchste Bestimmung ablegen. Die [[Außerirdische|Menschen der zahllosen anderen Welten]] sind in geistiger und natürlicher Hinsicht wesentlich beschränkter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.60.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im natürlichen Sinn bedeutet Erde (der Planet) Erde, aber im geistigen Sinn bedeutet sie die [[Kirche]]. Der Grund dafür ist, dass jene, die im geistigen Sinn sind, die also geistig sind, wie die [[Engel]], da, wo die Erde im [[Bibel|Wort]] genannt wird, nicht die Erde selbst, sondern das [[Volk]], oder die [[Menschheit]], das auf ihr ist, und seinen [[Gottesdienst]], seinen Zustand, verstehen, und der geistliche Zustand ist der Zustand der Kirche. Ersichtlich ist dies durch z.B. {{B|Jes|24|18-20}}, {{B|Jes|13|12-13}}, {{B|Joel|2|10}}, {{B|Ps|18|7-8}}. Durch die Erde wird auch deswegen die Kirche bezeichnet, weil unter ihr das Land [[Kanaan]] verstanden wird, und sich in diesem die Kirche befand. Im entgegengesetzten Sinn bedeutet die Erde die [[Verdammnis]], weil, wenn keine Kirche bei den Menschen ist, die Verdammnis da ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|3}}; {{S|EO|18}}; {{S|EO|285}}: {{S|EO|322}}; {{S|EO|331}}; {{S|EO|589}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astronomische Daten und Ursprung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser&#039;&#039;&#039;: 1719 geographische Meilen (12 755 km)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Anm.: Eine geographische Meile = 7420 Meter. Aktuelle naturwissenschaftliche Daten: 12.756 [Äquator] – 12.714 [Pol] km)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Erde wird als &amp;quot;einige Quintillionen von Jahren&amp;quot; angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ein Kind der Sonne ist sie wenigstens um eine milliardmal Milliarden von Erdjahren jünger als die Mutter Sonne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ganze Erde ist aus der Sonne. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.234.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Das Alter der Erde wird gegenwärtig mit etwa 4,6 Milliarden Jahren angegeben. Der Neuoffenbarung nach hat die Erde eine recht abenteuerliche Vergangenheit, bevor sie von der Sonne sozusagen adoptiert und (weiter) manifestiert wurde. Mit ihrer Mutter Sonne ist daher eher die Urka gemeint.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdrotation und Umlaufbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde bewirkt durch sehr rasche Umdrehung um ihre eigene Achse [[Tag]] und [[Nacht]]. Sie dreht sich vom [[Abend]] nach dem [[Morgen]] hin und kehrt darum stets einen Teil nach dem anderen der Sonne zu. Auf der ganzen Erde ist daher stets an irgendeinem Ort Morgen, auf einem früheren Ort zu gleicher Zeit [[Mittag]], auf einem noch weiter gen Morgen liegenden Ort zu derselben Zeit Abend und noch tiefer nach Morgen hin [[Mitternacht]], und diese vier Punkte schieben sich immer unaufhaltsam vorwärts. Binnen beinahe 24 Stunden war auf jedem Punkt der Erde einmal Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}; {{L|GEJ|3.139.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde schwankt in ihrer Bahn um die Sonne, wodurch sehr fühlbare und empfindliche Veränderungen auf der Erde ins Dasein treten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|22.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Umlaufbahn, neben ihrer eigenen Umdrehung, hat die Erde um die [[Sonne]]. Die nächste Reise macht sie mit der Sonne um die [[Zentralsonne]], dem [[Sirius]], in etwa 28.000 Erdjahren. Die nächste, ungeheuer größere Reise macht sie mit dem Sirius um die viel größere [[Sonnengebiets-Zentralsonne]]. Die nächste Reise, die viele Billionen Erdjahre dauert, macht sie mit all den vielen Sonnengebiets-Zentralsonnen, die man zusammen ein [[Sonnen-All]] nennen kann, um einen noch viel größere [[Sonnenall-Zentralsonne]]. Die nächste Reise macht die Erde mit den großen Sonnenall-Zentralsonnen um die [[Urzentralsonne]] selbst. Die letzte Reise, zu der lange dauernde Perioden gehören, ist die Wechselreise, bei der eine Sonnenall-Zentralsonne bald näher an die Urzentralsonne und bald wieder näher an die Hülse der großen [[Hülsenglobe|Globe]] gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Blender3D EarthQuarterCut.jpg|thumb|Schalenaufbau des Erdinneren]] Die Erde ist eine große [[Kugel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der innere Bau der Erde entspricht den gewisserart drei Körpern, die jedes [[Pflanze|Gewächs]], jede [[Frucht]], jedes Tier und auch der Mensch aufweist. Bei einem [[Baum]] wären das 1. die äußere, tote und die innere, lebendige Rinde, Splint genannt; 2. das eigentliche feste Holz; 3. der Kern. Am deutlichsten ersichtlich ist diese Dreiteilung alles organischen Körperwesens an einem [[Ei]]. Dieses gleichartige Verhältnis des organischen Körperwesens auf der Erdoberfläche beruht auf dem Typus des Erkörpers selbst. Beim Erdkörper ist das Äußere die Erdrinde, in der sich schon eine lebendige und fühlbare Rinde befindet. Innerhalb dieser äußeren Erdrinde, die etwa zwanzig deutschen Meilen, mitunter auch weniger dick ist, fängt die zweite Erde an, der eigentlich festeste Teil des Erdkörpers. Dieses feste Gebilde ist überaus kompliziert und nimmt den bei weitem größten Teil der Erde ein; es ist als eine Schule anzusehen, durch welche die aus der innersten Erde aufsteigenden, erst plump geformten Wesen eine eigentliche Färbung und Gestaltung bekommen. In dieser zweiten Erde befindet sich schließlich der eigentlich lebendige Teil des Erdkörpers oder das Eingeweide desselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.5-15}}; {{L|ER|15.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bestandteile dieser drei Erden sind ganz verschiedenartig, vergleichbar einer [[Nuss]], wo die äußere, grüne Rinde nichts von der harten Schale in sich enthält und der innere Kern auch nichts; jedes ist zwar miteinander verbunden, dennoch für sich wie ganz geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten sind: Erdkruste 0-90 km, Erdmantel -2900 km, Erdkern -6.371 km, wobei ein äußerer Erdkern (-5150km) und ein innerer unterschieden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau eines [[Erdkörper]]s unterscheidet sich so stark von dem eines anderen Erdkörpers, dass nur das Auge des Schöpfers das Allgemein-Ähnliche in ihm erschauen kann. Wenn man das Innere der Erde kennt, dann kennt man darum nicht auch schon das Erdinnere eines [[Jupiter]] oder eines anderen Planeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man darf sich das Innere der Erde nicht von gleicher materieller Beschaffenheit denken wie die Materie der Erdoberfläche; letztere ist nur eine äußere, fühlbare [[Haut]] der Erde. Die innere Materie der Erde ist eine Art Fleisch, Blut und Knochen, ist aber dennoch nicht völlig ähnlich oder gleich beschaffen wie bei einem tierischen Körper, sondern ganz eigentümlich nur als Erdfleisch, Erdblut und Erdknochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erde#Organischer Aufbau|Organischer Aufbau der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdmantel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite, feste Erde (Erdmantel) besteht aus einer eigentümlichen Masse, die wie das [[Holz]] eines Baumes fast durchgehend gleich ist. Gegen das Innere zu ist sie etwas weniger fest oder intensiv, denn wo die polarischen Kräfte durch die Eingeweide der Erde wirken, muss die Dichte etwas abnehmen, damit die zweite Erde bei dem gewaltigen inneren Kraftandrang nicht Schaden leidet. Gegen die Oberfläche wird sie äußerst fest, wobei diese gleiche Festigkeit einen Durchmesser von beinahe 200 Meilen hat. Diese Dicke ist ausreichend stark, um die ganze dritte, äußere Erde (Erdkruste) mit all ihren Meeren, Ländern und Bergen mit Leichtigkeit zu tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material der zweiten, festen Erde ist nicht dem auf der Oberfläche der Erde ähnlich. Es ist weder [[Gestein]], noch [[Metall]], durchaus kein [[Diamant]] und noch weniger [[Gold]] oder [[Platin]]. Am ähnlichsten ist diese Masse dem [[Asbest]] oder der [[Steinwolle]], wenn diese in fester Masse beisammen ist, denn diese Steinwolle ist im Feuer wie in allen Säuren nahe gänzlich unzerstörbar, obschon sie doch chemisch aufgelöst werden kann; und das ist der Unterschied, der die völlige Ähnlichkeit zwischen der festen Masse der zweiten Erde und zwischen der Steinwolle bedingt. Noch ähnlicher als Steinwolle wäre eine gewisse Gattung [[Bimsstein]], die aber nur in der Nähe des Südpols unter dem Eis verborgen ist und sich durch eine enorme, glänzende Farbenpracht und gänzliche Unzerstörbarkeit auszeichnet. Die Farbe des Erdmaterials ist gegen die Oberfläche weiß-grau und sieht bei Sonnenlicht etwa wie eine [[Perle]] aus. Weiter hinab wird es immer dunkler und hat die verschiedensten Färbungen; fast durchgehend so spielend wie eine Goldperlenmuschel. Dieses Material ist überaus schwer, denn in ihm liegt der Hauptrotationsschwung der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktion der zweiten Erde ist vergleichbar jener der Hirnschale oder einer Nuss. Was bei den Knochen die sichtbaren Poren sind, das sind bei der zweiten Erde weit ausgehende, manchmal viele Klafter im Durchmesser habende Kanäle, die auf verschiedenen Punkten mit den mannigfaltigsten Schlussklappen versehen sind. Auf manchen anderen Orten durchkreuzen sich wieder mehrere Kanäle auf einem Punkt; jeder führt bis zu diesem Punkt eine eigene Flüssigkeit, wobei sich sämtlichen Flüssigkeiten in einem solchen Vereinigungs-, auch Nebenschwerpunkt, zu einer ganz neuen Mischung vereinen und von da wieder in viele, weiter fortgehende Kanäle als eine und dieselbe vereinte Flüssigkeit vorwärtsdringen. Alle Kanäle sind fortwährend mit einer zahllosen Menge von Schlussklappen versehen, die sich nach aufwärts öffnen und nach einwärts schließen. Sie dienen dazu, dass die von den Eingeweiden verschiedenartig ausgetriebenen Nahrungs- und Belebungssäfte nicht wieder zurück in die Eingeweide fallen können; denn jeder Pulsschlag des großen Erdherzens treibt die verschiedenen Säfte in die zahllosen Organe. Eine solche große Erdader hat mehrere Schlussklappen in ihrem nicht selten mehrere hundert Meilen weiten Verlauf. Große Kanäle oder Adern haben auch noch große Fallwindungen und separate Druckpumpen, die den Pulsstoß stark unterstützen, der sonst bald erlahmen müsste, wenn er es bei jedem Stoß mit vielen trillionen Zentnern zu tun hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.5-8}}; {{L|ER|17.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Flüssigkeiten bei ihrem Weg, der nicht selten hunderte von Meilen beträgt, ihre ursprüngliche, substantielle Kraft nicht verlieren, verlaufen von Norden nach Süden zahllose, überaus feine Mineralfäden, die [[Elektrizität|elektromagnetischen Stoff]] an gewissen Punkten, besonders in der Gegend der aufsteigenden Kanäle, in Kammern sammeln, welche den Flüssigkeiten wieder neue Kraft verleihen. Die Kammern sind verschieden groß und auch bald negativ und bald positiv; was die positive Elektrizität zu viel erhitzt, das kühlt die negative wieder ab. Die Mineralfäden sind nicht Röhrchen, sondern lauter aneinander verbundene Kristalle, wie die Glieder einer Kette. Die von Norden nach Süden sind größtenteils rein eisenhaltig, die von Süden nach Norden platin- und manchmal auch kupferhaltig. Sie verlaufen nicht gleichmäßig in geraden Linien, sondern etwa wie der Kamm einer Säge, und dabei noch in manchen anderen Windungen, besonders in den Gegenden, wo sie an die aus dem Innern der Erde aufsteigenden Adern und Kanäle streichen. An jenen Stellen müssen diese Leitfäden ihre Wirkung am stärksten auftreten lassen. Die Leitungsfäden setzten auch die vielen Triebpumpen in den Kanälen in Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den aufsteigenden Kanälen gibt es Rückleitungskanäle, die ebenfalls  mit Aufhaltsklappen, welche sich nur dann öffnen, wenn das Herz der Erde sich zusammenzieht, versehen sind. Durch sie dringen die überflüssigen Säfte, die zur Ernährung der Erde nicht vollkommen präpariert sind, wieder zum Herzen derselben zurück, um dort neue Kraft und Stärkung zu holen. Die Rückleitungskanäle sind durchgehend enger als die aufsteigenden Gefäße und ihre Klappen schließen nicht so dicht. Die in ihnen enthaltene Flüssigkeit ist auch viel träger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkruste ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Erde (Erdkruste) macht gewisserart die [[Haut]] oder die Rinde der Erde aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist mehr locker und schwammig als die darunterliegende zweite Erde&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat kein mechanisch-kunstvolles Bauwerk in sich, dafür aber andere zahllose Bildungsformen; es herrscht eine gewisserart gemengte Fülle von allem derart, dass es keinem Menschenverstand zu begreifen möglich wäre, wie und was alles in der Erdrinde vor sich geht. Die gewisserart einfache Tätigkeit im Innersten der Erde kann man als einfaches Triebrad betrachten, durch das auf der dritten oder äußersten Erde zahllose vielfältigste Wirkungen hervorgebracht werden. Die äußere Erde ist aber nicht durch einen leeren Luftraum oder ein Zwischensein – etwa ein unterirdisches Meer – geschieden; sondern beiden Erden sind so innig und fest miteinander verbunden, wie die Rinde mit dem Holz eines Baumes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst der festen Erde (Erdmantel) ruht eine mehrere Meilen dicke, fühlende Haut der Erde, über der dann erst die Epidermis, die eigentliche, unfühlende Haut der Erde folgt, in der sich die Wirkungen des inneren, organischen Lebens der Erde erst so recht vertausendfältigen. Dort wird erst alles geformt in sich wie außer sich, d. h. es wird der Same, wie er als Same in sich beschaffen ist, entweder frisch gebildet, wie auch in sich so dargestellt, was einst seine entkeimte Außenform sein solle; oder für den Samen wird hier die Kraft bereitet und je nach ihrer Art geschieden, wie sie tauglich zur Belebung des schon vorhandenen Samens sowohl für Pflanzen als Tiere ist, von dem sie nach und nach durch das Pflanzenreich, wie durch das Wasser und durch zahllose kleine Tierchen, aufgenommen und dann ganz intelligent verwendet wird. Dies bedingt eine unendliche Kompliziertheit der mechanisch-organischen Konstruktion diese Erdteils. Zusätzlich aber gibt es noch eine weitere, noch viel kompliziertere Einrichtung, durch welche die subtilen Einwirkungen aus dem [[Weltraum]] aufgenommen und der rechten Bestimmung zugeführt werden. Eine spezielle Darstellung dieses allerkompliziertesten Bildungsorganismus ist so gut wie unmöglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.5-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fühlbare Haut der Erde ist von zahllosen, kreuz und quer laufenden Kanälen durchzogen. Zwischen diesen Kanälen gibt es eine Menge große und kleinere Sammelplätze für allerlei aus dem Innern der Erde aufsteigende und zurück fließende Flüssigkeiten. Die meisten dieser Behältnisse sind eiförmig und dienen hauptsächlich dazu, dass die dahin gelangten Säfte in eine Art Gärung kommen, durch welche sie wieder wie chemisch geschieden und dann als geschieden wieder zu bestimmten Zwecken weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich aber nicht um die großen, unterirdischen Wasserbassins, die sich alle schon in der unfühlenden Erdrinde befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weiter Funktion der fühlbaren Erdhaut besteht in einer säulenähnlichen Unterstützung, auf der die ganze obere, unfühlende Erdhaut samt ihren Meeren, Seen und Bergen ruht. Diese Säulen basieren zunächst auf der festen Erde und ziehen sich von da wie ein Gerippe auf die Oberfläche der Erde herauf, sind aber nicht so fest wie die Steine auf der Erdoberfläche, sondern mehr elastisch. Diese Elastizität ist notwendig, weil sich nicht selten zwischen der fühlenden und unfühlenden Haut der Erde [[Gas]]e bilden, welche ganz bedeutende hohle Räume machen, die äußere Erdrinde oft bedeutend emporheben, diese dann nicht selten irgend örtlich auseinandertrennen und dadurch [[Erdbeben]] und gewaltige [[Orkan]]e bewirken. Wären die Stützen sehr fest, dann wäre es um die Oberfläche der Erde, und noch mehr um ihre Bewohner, bald geschehen. Die Stützsäulen werden in der unfühlbaren Erdrinde zunehmend fester und diese festen Knochen der Erde sind hier und da auf der Erdoberfläche als Urgestein sichtbar unter dem Namen [[Urkalk]], auch [[Granit]], mitunter auch [[Quarz]]. Ihre Ausläufer sind die hohen Urgebirge, die sich in allen Teilen der Erdoberfläche recht deutlich von den anderen, später gebildeten Gebirgen, unterscheiden durch Form, Höhe und Masse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil der Erde besteht vorwiegend aus Wasser, wobei nur hie und da größere Inseln über die Fläche des [[Meer]]es ragen, der nördliche Teil hingegen meistens aus Festland. Daraus ist zu ersehen, dass dem [[Nordpol]] die anziehende Kraft und dem [[Südpol]] die abstoßende Kraft zu eigen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|4010147-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Erde dem [[Saturn]] zunächst befindet, dann sind das gewöhnlich schlechte und unfruchtbare Jahre, weil die großen Polarkälte dieses [[Weltkörper]]s, metaphysisch genommen, manchmal mehrere hundert Millionen Meilen gleich einem unsichtbaren Kometenschweif hinausreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestalt und Beschaffenheit der Erde verändern sich durch den Einfluss von [[Meer]] und [[Witterung]] beständig, weswegen z.B. ein Mensch eine von ihm bewohnte Gegend tausend Jahre später nicht mehr leicht erkennen würde. Vor allem durch die [[Sündflut]] (vor ca. 4000 Jahren) wurde auf Erden viel verändert, siehe {{L|HG|3.366}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zu anderen Planeten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Erde gibt es mehr verschiedene [[Art]]en von [[Mineral]]en, [[Pflanze]]n und [[Tier]]en als auf allen anderen Planeten und [[Sonne]]n einzeln genommen, wo es nur einen hunderttausendsten Teil so viele wie auf der Erde in jedem ihrer drei Reiche gibt. Die Ursache dafür liegt in ihrer Urgeschichte und Bestimmung als Schule der Kinder Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.106.7}}, {{L|GEJ|5.188.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sieht die Erde im Vergleich zu den Welten auf den Sonnen und anderen Planeten äußerst mager und am wenigsten schön aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.188.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zahllosen anderen Welten kennt man den Satan und somit auch den auflösenden und zerstörend herrschenden mächtigen Teil Gottes nicht, sondern allein nur den erhaltenden oder stets schaffenden Teil aus Gott in seinen Verhältnissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.13-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der heilige Planet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Außerirdische|den Weisen des Himmels]] wird die Erde als heiliger Planet betrachtet, da seine Menschen ausschließlich Kinder des Allerhöchsten sind (Anm.: einen Geist direkt aus Gott haben).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|146.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Welt, die der Herr einmal mit Seinem Fuß betreten hat, muss für ewige Zeiten wenigstens in einer verklärten Art bleiben. Dieses denkwürdige Ereignis musst selbst diese Erde für immer unvergänglich machen, muss sie dereinst zum Zentralpunkt der Himmel stellen. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.228.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Erlösung#Segnung der Erde|Segnung der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den großen Schöpfungsmenschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde entsprach ursprünglich dem demütigsten letzten Teil am Leib des [[Schöpfungsmensch|Schöpfungsmenschen]], nämlich dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken [[Fuß]]. Dies nicht der Örtlichkeit nach, sondern der demütigen geistigen Bedeutung nach. Zwischen dem Hauptlebenswärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen und dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken Fuß besteht in physischen Hinsicht eine Verbindung und Entsprechung, weswegen man besonders in der demütig geistigen Beziehung sagen kann, dass die Erde zuvor auch bei dem Schöpfungsmenschen dem Hauptnervenwärzchen des Zeh am linken Fuß entsprach und daher nun das Hauptlebenswärzchen im Herzen ist und auch bleiben wird, geistig durch die auf ihr gewordenen Kinder Gottes, physisch für eine undenkbar lange Zeit. Wenn daher von einem solchen Wärzchen die Rede ist, so ist darunter allzeit nur das Wärzchen des Herzens zu verstehen, und wo dieses hingehört, da gehört auch das Wärzchen des Zehens hin. Der Unterschied ist nach Umstand der Sache nur ein verbaler und kein reeller.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5-6}}; {{L|HIM|3.640509.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Vorerde]] noch existierte, war die Erde zur Zeit der [[Vormensch|Menschen vor Adam]] nicht der handelnden Wirklichkeit nach das Hauptlebenwärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen, sondern nur der Bestimmung nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.74.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst mit [[Adam]] wurde die Erde auch dem Handeln nach zu jenem Lebenskämmerchen im Herzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.75.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Großer Lichtmensch|großen Lichtmenschen]] befindet sich die Erde nicht mehr in der untersten und kleinsten Fußzehe, wie beim Schöpfungsmenschen, sondern im Zentrum des Herzens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.303.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleiche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;bestaubter [[Apfel]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# es ruht auf ihr ein natürlicher urzeitlicher, anderweltlicher Ruinenstaub&lt;br /&gt;
# um sie ist meilenweit ein ätherischer Atomenstaub gelagert&lt;br /&gt;
# zu ihr kann in geistiger Hinsicht durch den dichten Staubwolkenschleier nur hie und da ein spärliches Licht von der großen [[Gnadensonne|Sonne der Geisterwelt]] eindringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie eine &amp;quot;[[Nuss]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# sie hat fürs erste für jeden ihrer Bewohner etwas Tüchtiges zum Aufbeißen&lt;br /&gt;
# ihre äußere Rinde entspricht vom Grunde aus ihrer inneren knorrigen Beschaffenheit; dieser knorrigen Beschaffenheit zufolge sind die Urgebirge das, was die äußeren Auswüchse an einer Nuss sind&lt;br /&gt;
# jeder, der auf ihr zum inneren freien Leben des Geistes dringen will, hat zuerst eine bittere Umhüllung und dann erst eine harte Schale wegzuschaffen, bis er erst zur lebendigen Frucht des Lebens gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.41}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;[[Ei]]&amp;quot;, denn &lt;br /&gt;
# wer die innere Beschaffenheit der Erde kennenlernen will, der siede ein Ei, zerschneide dann dasselbe in zwei Teile und studiere dasselbe mit einem starken Mikroskop&lt;br /&gt;
# in ihr werden durch die natürliche Wärme der Sonne verschiedene [[Küken]] ausgeboren &lt;br /&gt;
# wie das Ei nur in der ruhigen, stillen Wärme die Frucht des Lebens zum Vorschein bringt, also wird auch der Mensch nur durch die stille [[Zurückgezogenheit]] und durch die Wärme seines Herzens zu Gott in sich selbst neu und wiedergeboren, wobei es ihm auch ergeht wie einem Küken, das seine eigene Gefangenschaft durchbricht, lebendig aus derselben hervorgeht und dann die Schale nimmer beachtend verlässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.42}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist von Gott aus ein Gemeingut aller Menschen, nicht nur der verruchten [[Wucherer|Satanswucherer]], die sich derselben durch [[Geld|geprägtes Blech oder gleich nur durch beschmierte, allerlumpigste Papierschnitzel]] bemächtigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420730.3}}; {{L|GEJ|1.124.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat in allem die Bestimmung, die Menschen zu tragen, zu [[Ernährung|ernähren]] und [[stark]] und [[Gesundheit|gesund]] zu erhalten. Indem sich der Mensch der [[Natur]] durch [[Luxus]] entfremdet, leidet seine [[Lebensdauer]] und Gesundheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.211.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Prüfungsort der [[Kinder Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.187.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr werden für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes Gottes erzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.205.9}}; {{L|GEJ|3.178.1}}; {{L|GEJ|3.221.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott will die Erde für ihre Kinder, die Seine Kinder sein sollen, derart erheben, dass vor ihr die [[Sonne]]n und [[Engel]] ihre Knie beugen sollen; wann immer Er zu ihr kommt, da will Er stets die [[Sünder]] suchen und mit ihnen eine große Erbarmung haben. Er ist ein treuer Hirte dem Sünder der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.265.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Gott aus ist für Ewigkeiten beschlossen, dass die winzige Erde der Schauplatz Seiner Erbarmungen werden soll. So muss sich nun gewisserart die ganze Unendlichkeit in diese neue Ordnung begeben und fügen, wenn sie einen gemeinschaftlichen Teil an der endlosesten Seligkeit des einigen Gotteslebens (Anm.: Kindschaft Gottes) haben will. Leider ist sie auch der Schauplatz der größten [[Verfolgung]]en, des [[Hochmut]]s, der [[Prachtsucht]] und der größtmöglichen [[Anfeindung]] alles dessen, was da geistig rein, allein gut und wahr ist. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.32.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr muss für jedes erdenkliche Laster bis tief unter die ärgste Hölle hinab, so wie auch für die Ergreifung der höchsten Tugend bis über alle Himmel hinaus, der freie Entwicklungsraum vollkommen gestattet sein, weil sonst mit dem Werden der Kinder Gottes nichts ist. Aus diesem Grund wurde selbst das Töten des Herrn dem Leib nach gestattet. Erst aus dieser höchsten und allerunbeschränktesten Freiheit heraus sind dann die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu den wahrsten und Gott in allem vollkommen ähnlichen Kindern und Selbstgöttern zu erheben. Denn wie der Herr Selbst nur durch Seine allerunbeschränkteste Willenskraft und Macht Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, ebenso müssen es auch die Kinder Seiner Liebe werden für ewig. Wo das Höchst zu erreichen ist, muss auch das Niederste vorhanden sein. Um ein Extrem zu erreichen, muss man sich zuvor von einem entgegengesetzten Extrem loswinden. Wären keine Täler, so gäbe es auch keine Berge und keine [[Bergwanderung]], welche der Erlangung der Gotteskindschaft entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.177.3-10}}; {{L|GEJ|3.178.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein schmaler und dorniger Weg und eine niedere und enge Pforte zum [[Leben]] für jene [[Geister]], die einst übergroß waren und noch größer sein wollten. Aber diese Geister wollten sich diesen ihren alten Hochmut sehr demütigenden Weg nicht gefallen lassen und meinten, dieser Weg sei für sie zu klein und unweise und Der ihn geordnet, sei ohne Einsicht und [[Verstand]]. Daher nahm der Herr als der größte und allermächtigste Geist von Ewigkeit das Kreuz und ging diesen Weg als Erster allen voran. So zeugte Er, wie dieser Weg auch von allen anderen Geistern leicht durchwandert und das wahre, freiste, [[ewiges Leben|ewige Leben]] erreicht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Große dem Kleinen gegenüber sich erst recht groß zeigt, das Starke gegenüber dem Schwachen recht stark, das Mächtige dem Ohnmächtigen gegenüber sehr mächtig, darum ist die Erde so höchst elend in allem gestaltet, damit sie den einst größten und glänzendsten Geistern entweder zur Demütigung und daraus zur neuen Belebung diene, oder aber zum [[Gericht]] und daraus zum neuen [[ewiger Tod|ewigen Tod]]. Das Kleine und Unansehnliche dient auch für sich dazu, das Große und Angesehene in seiner Art zu erhöhen. [[Jesus]] gibt dazu einen Vergleich mit Schießpulver, das durch seine Explosion in einer großen Halle keine Wirkung hat, jedoch in einem sehr engen Raum sehr zerstörend wirkt. Und das ist schon das Gericht, obschon das Große und Angesehene sich da, wo alles klein und unansehnlich ist, nach dem richten und sich demütigen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Weltuntergang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organischer Aufbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein runder Körper, der auf seiner Oberfläche unempfindlich ist; sein Inneres ist ein organischer, lebensfähiger Bau der gleich einem [[Tier]] lebt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.5}}; {{L|HIM|1.400927.5}}; {{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl die Erde natürlich nicht direkt ein Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401024a.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde ist dem Anschein nach [[Mineral]], weil sie auf ihrem Rücken eine Menge Mineralien erzeugt; aber sie ist auch ebenso sicher [[Pflanze]], weil sie so viele Afterpflanzen gebiert, und noch sicherer ist sie ein Tier, weil sie ein so ungeheuer reichhaltiges Tierleben produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Weltkörper muss ein Leben haben, wenn er ein Hervorbringer, Träger und Ernährer fürs tierische und pflanzliche Leben sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}; {{L|ER|7.3}}; {{L|ER|8.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde muss von allem dem, was in ihr ist, auf die Oberfläche durch die zahllosen Organe transpirierend ausliefern; dieses Ausgelieferte wird zunächst von den Pflanzen und endlich von den Tieren aufgenommen und wird in ihnen wieder in das verwandelt, was es ursprünglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde ist weit mehr als eine bloße Gesteinskugel mit Lavakern. Dies wird der Naturwissenschaft erst in gegenwärtiger Zeit zunehmend bewusst, siehe dazu [https://ideas.ted.com/the-amazing-world-that-scientists-are-uncovering-beneath-the-earths-crust/ The amazing world that scientists are uncovering beneath the Earth’s crust]. Die Neuoffenbarung ist auch hier ihrer Zeit weit voraus.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tierisch-organische Leben (Herzschlag) der Erde besteht in einem sehr mechanisch einförmigen Hin- und Herbewegen des Massenschwerpunktes und Hauptanziehungspunktes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Massenorganismus wurde von Gott Punkt für Punkt eingerichtet und wenn er einmal zweckmäßigst eingerichtet ist, dann lebt er solange ihm Gott die nötige Nahrung geben will. Entzieht Er ihm diese, dann wird er bald schwach und träge, fällt dann bald übereinander, erdrückt sich und verzehrt sich eben also von Punkt zu Punkt, wie er ehedem gestaltet wurde, zerfällt endlich ganz und gar und kehrt als eine völlig aufgelöste Willenssubstanz geistig in Gott zurück. Diese Vorgänge werden einem erst im Licht des eigenen Geistes (fortschreitende geistige Wiedergeburt) nach und nach klarer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als ein organisch lebendes Wesen nimmt ihre Nahrung, verdaut diese und leitet die Nährsäfte dann durch zahllose Organe hinaus bis zur Oberfläche. Die gröberen, unverdaulichen Exkremente werden gegen den Südpol hingeleitet. Diese Nahrung der Erde ist nur dem Sehen nach materiell, dem Wesen nach ist sie geistig; denn da dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art in das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der täglichen Rotation und dem jährlichen Umschwung um die Sonne kann die Erde nur in eine partielle Ruhe gelangen und nie in jenes völlige, allgemeine Wohlbehagen, in welches der Mensch oder auch ein Tier durch den nächtlichen [[Schlaf]] gelangen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haupt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nordpol]] ist das entsprechende Haupt der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Augen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische [[Luft]] ist das große Weltauge der Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist auf ihrer Oberfläche, wo der [[Äther]] auf ihr ruht, ein glänzender [[Spiegel]], in dem sich jedes [[Stern|Gestirn]] bedeutend groß abbildet. Das Bild wird ganz bis zur festen Erdoberfläche geleitet, und zwar in stets mehr konzentrierter Lichtkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.8}}; {{L|ER|24.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Luftregion der Erde ist dem [[Auge]] gewisserart ähnlich und ist auch so ganz eigentlich das Auge der Erde, welches um die ganze Erde ausgebreitet ist. Hätte die Erde nicht ein solches allgemeines Sehvermögen, so würde auch kein Wesen auf ihr eines haben; denn was jemand nicht hat, das kann er nicht geben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde schaut fortwährend den ganzen unendlichen Raum um sich herum, und diese allgemeine Anschauung erzeugt in der Erde selbst bei allen in ihr wohnenden [[Geister]]n eine allgemeine entsprechende Vorstellung, aus welcher jedes einzelne geistige Wesen seine [[Intelligenz]] schöpft, und zwar jene für die Außenwelt. Das aber wäre unmöglich ohne das allgemeine, große Sehvermögen der Erde. Die Erde als Körper weiß in ihrem Allgemeinwesen nichts von dem, was sie schaut; und es wäre auch nicht notwendig, der Erde eine eigene, [[Selbsterkenntnis|sich selbst bewusste Erkenntnis]] zu geben, weil sie kein für sich einzeln selbständiges Wesen ist, sondern ein endlos vielfaches Wesen, bestehend aus zahllosen einzelnen Intelligenzen. Diese Intelligenzen sind es, die des großen, allgemeinen Erdauges bedürfen. Der Mensch mit seinem kleinen Auge könnte unmöglich je die große Sonne übersehen, wenn nicht zuvor das große Erdauge ein Kleinbild von der Sonne aufnehmen und dieses dann erst dem menschlichen Auge zuführen würde. Daher sieht niemand die Sonne oder den Mond und die Sterne, wie sie in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrer weiten Ferne sind, sondern nur deren Abbilder von der Oberfläche des großen allgemeinen Erdauges. Zugleich nimmt dieses Auge auch Bilder von der Oberfläche des Erdkörpers auf und führt dieselben weiter zu den anderen [[Weltkörper]]n, so wie auch die anderen Weltkörper ihre Oberflächen durch ihr allgemeines Auge zu dem allgemeinen Auge dieser Erde führen. Aus dieser Eigenschaft sind besonders in den tropischen Ländern die sogenannten [[Fata Morgana]]-Erscheinungen zu erklären, weil sich dort die dritte Luftregion zuweilen sogar unter manche, nicht einmal sehr bedeutende Berghöhen senkt. Auf diesem Absenken beruhen auch die in den tropischen Ländern, besonders auf den Gebirgen, nicht selten vorkommenden balsamischen [[Duft|Düfte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Erde gewisserart ein organischer großartiger Tierkörper ist, so muss er als solcher, um fortbestehen zu können, Nahrung zu sich nehmen; dazu ist ein Art von [[Mund]] erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde hat einen ganz ihrem Wesen angemessenen Hauptmund, durch den sie auch die Hauptnahrung in sich aufnimmt. Daneben hat sich auch eine zahllose Menge größerer und kleinerer Saug- und Fressrüssel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordpol ist des Erdkörpers Hauptnährmund. Dieser Mund ist ziemlich groß; sein Durchmesser am äußersten Rand, wo die Einmündung trichterförmig beginnt, beträgt durchschnittlich zwischen 20 und 30 Meilen, beengt sich aber am Ende bis auf eine Achtelmeile oder tausend Klafter (1800 Meter), in welcher Weite dann dieser Schlund sich zunehmend verengend bis zum Mittelpunkt der Erde, dem Magen des Erdkörpers, in ziemlich gerader Richtung fortgeht. Die Wände dieses Schlundes sind sehr uneben und sehen sehr riffrig und mitunter große Strecken fortlaufend mit Spitzen besetzt aus, als ob sie mit der Haut eines Riesenigels überzogen wären. Mit diesem Mund saugt die Erde ihre Kost aus den [[Weltraum|unendlichen Räumen]]. [[Phosphor]] oder positive Elektrizität macht die eigentliche Hauptnahrung der Erde aus. Dieses Futter zieht der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich und leitet es in den Magen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.5-6}}; {{L|ER|7.11-12}}; {{L|NZ|401011.27}}; {{L|HIM|3.640410.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herz und Lunge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte Mittelpunkt der Erde, der [[Schwerpunkt]], ist ihr [[Herz]]. Dieses befindet sich wie bei Mensch und Tier nicht im unverrückbaren Maßmittelpunkt, sondern etwa im dreivierten Teil desselben, damit es nicht völlig erdrückt und dadurch regungsunfähig werde, wobei sein Standpunkt bedeutenden Veränderungen unterworfen ist. Im Jahr 1846 befand sich der Schwerpunkt ungefähr in der Gegend unter [[Island]], einem Teil von [[Norwegen]], [[Schweden]] und [[Lappland]]; dabei war er aber so tätig, dass er gewisserart seine Pulsbewegung sogar bis unter [[Kamtschatka]] und auch südlicherseits bis in die Gegend unter das [[Mittelmeer|Mittelländische Meer]] verändert ausdehnen konnte. Der Schwerpunkt der Erde hat eine bedeutend voluminösen Ausdehnung, die aber ebenfalls nicht ganz genau bestimmt werden kann, da das Erdherz je nach Notwendigkeit bedeutend erweitert oder verringert wird. Als Durchschnitt können hundert Meilen Durchmesser angenommen werden. Es kann sich aber bis auf zweihundert Meilen weiter ausdehnen und bis auf fünfzig Meilen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|1.11}}; {{L|ER|2.1-4}}; {{L|ER|3.1-2}}; {{L|ER|3.10}}; {{L|HG|3.62.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdherz hat eine ganz ähnliche Beschaffenheit wie ein tierisches oder menschliches Herz; es ist ebenso wie das Menschenherz der Webstuhl oder die Werkstätte des gesamten organischen Lebens der Erde. Das Herz der Erde ist aber nicht so sehr irgend eine Materie, wie das Herz eines Tieres oder Menschen, sondern mehr eine substanzielle Kraft, die sich in einem dazu geschickten, aber sonst festen Organismus wirkend bewegt und durch dieses Wirken auf den ganzen andern Organismus des Erdkörpers seine Wirkung äußert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.2}}; {{L|ER|2.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Platin]] hat Ähnlichkeit mit jener Materie, die als Organismus der waltenden Zentralkraft der Erde dient; dieses [[Metall]] ist aber nicht ganz dieselbe Materie, aus welcher das Erdherz besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das materielle Auge beschaulich würde sich der im Erkörper agierende Schwerpunkt als ein Feuer darstellen, welches in enormer Geschwindigkeit die bestimmten dafür geeigneten Organe der Erde durchzuckt und dadurch die zu Erhaltung des Erdkörpers erforderlichen Reaktionen bewirkt. Mit geistigen Augen betrachtet, würde man ein zahlloses Geisterheer entdecken, das vom Willen Gottes hier gehalten und zu der zweckmäßigen, bestimmten Tätigkeit angetrieben wird. Dies sind die [[Urgrundgeister]], gebannt zur tätigen Belebung jener sie umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich selbst höher und höher aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommene, freie Leben übergehen können. Diese Art Geister bestimmen den tätigen und die ganze Materie belebenden Schwerpunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|4.16-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Puls]] des Erdherzens wiederholt sich von 6 zu 6 Stunden. Durch ihn werden die verschiedenartigsten Erhaltungskräfte des Erdinnern in alle Teile des Erdkörpers getrieben. Alle Erscheinungen als Erdkörper-Lebensprozess hängen von dieser alleinigen Triebkraft ab. [[Gezeiten|Flut und Ebbe]] und sonstige Erhöhungen der äußeren Erdrinde, wie auch die davon abgeleiteten Winde haben alle da ihren Ursprung, denn das Erdherz vertritt zugleich auch die Stelle der [[Lunge]] im tierischen Körper. Sowohl die regelmäßigen als auch die unregelmäßigen Ausdehnungen und Wiederzusammenschrumpfungen des Erdkörpers rühren lediglich daher. Zieht die Erde die Luft in sich, dehnt sich die weichere Bauchgegend der Erde, die gewöhnlich vom Meer bedeckt ist, wodurch das Meerwasser steigt. Stößt die Erdlunge den [[Atem]] wieder aus, dann sinkt der Bauch wieder tiefer hinab, und das Meerwasser zieht sich von den festeren Ufern wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.2-3}}; {{L|ER|8.2-4}}; {{L|HIM|1.401024a.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdlunge hat einen kubischen Inhalt von tausend Kubikmeilen, befindet sich zunächst unter der Erdkruste und begrenzt eine Fläche von etwas mehr als 5000 Quadratmeilen. Diese Lunge hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der eines [[Elefant]]en und ist ein großartiges Zellengeflecht, in dem sich eine Menge großer Hohlkammern befinden, welche durch kleinere und größere Röhren miteinander verbunden sind. Diese Röhren haben zwei Eigenschaften: erstens die Luft in die Kammern zu führen und wieder abzuleiten, und zweitens können diese Röhren sich zusammenziehen und wieder ausdehnen, was durch den steten Polarwechsel oder durch die Verwandlung des positiven in den negativen Pol bewirkt wird, wobei diese Verwandlung lediglich in der seelischen Substanz begründet liegt, ohne welche Verwandlung keine freie Bewegung in den Körpern denkbar wäre. Wenn sich diese Röhren ausdehnen, so werden die Kammern beengt oder mehr zusammengedrückt; dadurch geschieht das Ausstoßen der Luft. Ziehen sich die Röhren wieder näher zusammen, so dehnen sich die Kammern wieder weiter aus, wodurch dann das Einatmen bewerkstelligt wird. Die Verkehrung der Polarität wird – soweit es nur physisch erklärbar ist – dadurch bewirkt, dass, sobald die Seele den Lebensstoff aus der eingeatmeten Luft in ihre belebende Substanz aufgenommen hat, in der Lunge nur die [[Stickluft]] zurückbleibt und das bewirkt, dass der vormals beim Einatmen positive Pol alsbald in den negativen verwandelt wird, weil er mit der Stickluft in keiner Korrespondenz steht. Auf diese Weise tritt dann die Zusammenziehung der Röhren ein, und es wird wieder eine neue Luft eingeatmet, wo dann natürlich wieder während des Einatmens der negative Pol positiv wird, und so umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.7-10}}; {{L|ER|8.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein- und Ausatmen tut die Erde wie Tier und Mensch, durch Mund und Nase. Durch den Mund zieht sie auch den Atem ein. Auf dem halben Weg geht von dieser Hauptmündung eine Seitenmündung aus, die sich wie beim Tier beliebig öffnen und schließen kann. Diese große Seitenmündung führt in die große Lunge. Von je 6 zu 6 Stunden wird da einmal eingeatmet und nach 6 Stunden wieder ausgeatmet. Während des Einatmens schließt sich der Nährschlund in den Magen. Wenn eine gehörige Portion [[Luft]] eingeatmet ist, schließt sich wie durch einen Kehlkopf die Lungenröhre, – dafür aber wird der Speiseschlund wieder geöffnet. Wird die Luft von der Lunge wieder hinausgestoßen, so schließt sich wieder der Nährschlund. Die Erde wird also durch die Lunge in den erwähnten Perioden fortwährend genährt, durch den eigentlichen Nährschlund in den Magen nur von 12 zu 12 Stunden. Sie nimmt in der Zeit die Nahrung zu sich, in welcher die Lunge die eingesogene Luft in sich gewisserart chemisch zerlegt und den Lebensstoff zerteilt; so atmet die Erde in 24 Stunden zweimal ein und zweimal aus und nimmt dabei aber nur zweimal die Nahrung in den Magen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dem Herzen eines Baumes zahllose Kanäle aufsteigen, und wie von dem Kern des Baumes, der gewisserart eine Fortsetzung des Baumherzens ist, eben wieder eine Menge noch kleinerer Querröhrchen auslaufen und die aufsteigenden Kanäle, besonders gegen die Rinde hinaus, stets vielfältiger und durchkreuzter durchbrechen, genau so ist es auch beim Erdkörper der Fall: Je näher beim Herzen desselben die Organe liegen, desto größer sind sie; je weiter davon, desto kleiner werden sie, aber auch desto bis ins Unendliche verzweigter. So wirkt der Hauptschwerpunkt der Erde, ihr Herz, durch die zahllosen Kanäle bis zur Oberfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe vom Mittelpunkt des Erdkörpers führen zahllose verschiedenartigste Quellen und Adern nach allen Richtungen zur Oberfläche. Durch diese Quellen und Adern strömt nicht nur allein [[Wasser]]; es gibt vorzüglich Feuerquellen, durch welche ein unterirdisches Feuer elektrischer Art unablässig nach allen Richtungen strömt, hauptsächlich gegen die [[Pol]]e der Erde. Dann gibt es mineralische Quellen, durch welche [[Metall]]e und [[Erz]]e in flüssiger Gestalt heraufquellen. Ferner gibt es Fettquellen, durch welche das [[Erdöl]] nach allen Richtungen strömt, sehr viele Schwefelquellen, dann Erdpechquellen usw. Getrieben durch die innere Macht der [[Naturgeister|Geister]] und des ihnen zu Gebote stehenden Feuers gelangen diese Quellen zur Erdoberfläche und werden dann zunehmend fester und gehen in die Masse des [[Meer]]es über (Anm.: hauptsächlich an den unter dem Meer befindlichen Rändern der Kontinentalplatten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400913.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Blut]] der Erde ist gleichsam das unterirdische Wasser, von dem es hundertmal so viel wie in den [[Meer]]en der Erdoberfläche gibt. Es hat seinen Umlauf durch weite Kanäle und bewirkt zumeist nach der Ordnung Gottes die stets gleiche Bewegung der Erde und somit auch deren inneres organisches Leben. (nach Waltar)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Säften der Erde ist es wie bei einem Baum. Dieser saugt nichts als Regentropfen und den Tau der Erde durch seine Wurzelfasern ein, aber in seinem Herzen und Magen hat der Herr Seine wohlkonditionierten Chemiker hingestellt, die diese eingesogenen Säfte gehörig zu sondieren und zu richten verstehen auf eine Art und Weise, die auch ein allergelehrtester Chemiker nie erforschen und erkennen wird. Mögen die Säfte der Erde in noch so einfacher Substanz in das Erdherz aufgenommen werden, so werden sie aber von den dort angestellten Hauptchemikern dennoch so sorgfältig geschieden und in dem gerechtesten Maß in die entsprechenden Fortleitungskanäle eingeleitet und fortgeführt, dass nicht ein Tropfen zu viel oder zu wenig von einer oder der andern Substanz zu seiner Bestimmung gelangt. Wie solches geschieht, kann auf dem naturmäßigen Weg niemals erörtert werden, wohl aber auf dem geistigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.20-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdmilz ist wie bei den tierischen Körpern zunächst an den Magen angebracht, steht aber auch mit dem Erdherzen in der nächsten organischen Verbindung, weil der Magen von dieser Milz seine Verdauungswärme und das Herz seine pulsierende Kraft aus diesem Haupteingeweide schöpfen muss. Auch die Tätigkeit der Lunge rührt mehr oder weniger von diesem Eingeweidestücke her, obwohl sie auch zur Hälfte eine ganz freie Bewegung hat, welche mit dem Willen der Seele verbunden ist. Die [[Milz]] spielt im Erdkörper eine der wichtigsten Belebungsrollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau der Erdmilz ist der tierischen und menschlichen Milz ähnlich, wobei ihre Kammern natürlich viel größer sind. Ihre graubraunen Wände werden in jedem Augenblick von zahllosen Blitzen durchzuckt, wobei ein größter Donner zu vernehmen ist. Aus den Kammern gehen weite Kanäle; durch sie stürzt eine gewaltige Flut herein; die fortwährenden elektrischen Flammen lösen die Flut in stark spannende Dämpfe auf; mit unermesslicher Gewalt dringen diese Dämpfe mit dem furchtbarsten Toben durch andere Kanäle weiter; wieder stürzen neue Fluten in die Kammer; da ist wieder ein Sieden, Brausen und Sausen, wie es auf der Oberfläche der Erde noch nie vernommen wurde. In den irdischen Blutgefäßen der Milz stürmen die gewaltigsten Fluten im Großen wie in der Tiermilz im Kleinen. Diese Säfte gehen vom Erdmagen in die Erdmilz und von da in das Erdherz als das alles ernährende Erdblut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen der Erdmilz sind alle [[Vulkan|feuerspeienden Berge]]. Diese sind zwar nur ganz unbedeutende Ausläufer dieser Hauptfeuerwerkstatt, gewähren aber dennoch einen überzeugenden Anblick, wie es in der Hauptfeuerküche des Erdkörpers zugeht. Auch die heißen Wasserquellen nehmen ihre Hitze von der Erdmilz, allerdings nicht unmittelbar, sondern mittelbar durch jene feurigen Organe, welche mit der Milz in innigster Verbindung stehen. Die sich bewegenden [[Wolke]]n, [[Nebel]] und [[Wind]]e sind alle ein Produkt dieses Erdeingeweides, denn dessen Hauptzentralfeuer dringt durch zahllose Organe der Erde hindurch und erwärmt diese in all ihren Teilen auf eine hinreichende Weise. Auf ähnliche Weise rühren die wogende und stürmische Bewegungen des [[Meere]]s, sowie all die [[Meeresströmung]]en und der Salzgehalt des Meeres von diesem Eingeweide her. Ebenso all die meteorischen (meteorologischen) Erscheinungen im Luftkreis der Erde, alle Vegetationskraft und noch eine zahllose Menge weiterer Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leber ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdleber ist gleich der tierischen [[Leber]] ein Absonderungsapparat, verrichtet denselben Dienst wie bei Menschen und Tieren und befindet sich ebenfalls um den Magen herum. Aus der Leber der Erde kommt gewisserart zunächst alles hervor, was die Erdrinde in sich und auf der Oberfläche auf sich trägt. Auch das ganze Meerwasser stammt von dort und ist im Grunde nichts anderes als der ausgestoßene [[Urin]] des Erdkörpers, der durch Verdunstung in Wolken übergeht, welche in der Luft durch die Einwirkung des Lichtes in süßes Nährwasser umgewandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|11.1}}; {{L|ER|11.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die irdische [[Niere]] liegt ziemlich südlich, etwas über den [[Äquator]] der Erde hinaus, dem Südpol näher als dem Nordpol. Sie hat der Form nach eine bedeutende Ähnlichkeit mit der Niere eines [[Elefant]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Erdniere hat beinahe dieselbe Bestimmung wie bei den Tieren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Sie ist der Grundbrunnen, aus dem das ganze Meer sein Wasser schöpft, und aus welchem auch nach und nach alles Gewässer auf der Oberfläche der Erde herkommt. Die Erde hat, bevor das Meer kommt, noch eine Menge Urinblasen, welche meistens zwischen der äußeren Erde – welche die Erdhaut genannt werden kann – und zwischen der zweiten, festen Erde als sehr große Wasserbassins vorkommen, von denen einige größer sind als ein ganzer Weltteil, wie etwa Europa. Aus diesen großen Erdurinblasen bekommen dann erst das Meer und die anderen Gewässer des festen Landes ihre Nahrung und ihren stets gleichen Zuwachs an Wasser.&lt;br /&gt;
# Die Absonderung des edlen Zeugungswassers aus dem groben Erdurinwasser. Dieses edle Zeugungswasser steigt nicht sogleich zur Oberfläche der Erde herauf, sondern wird vorerst, so wie bei den Tieren, in das Herz der Erde zurück- und von da aus erst durch eigene Kanäle und Adern herauf zur Oberfläche der Erde geleitet, wo es sich zum Teil als süßes Quellwasser und zum Teil als der alle Pflanzenwelt am meisten befruchtende Tau beurkundet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Durch sie wir die Heiterzeit auf dem Erdkörper zu gewissen Zeiten bewirkt, die bei Tieren leicht beobachtet werden kann und die sich auch dem Menschen mitteilt. Wenn sich die allgemeine Erdseele in ihre Niere setzt und sich da ihre nötige Erholung oder Ruhe gönnt, dann stimmt sich auf der Erdoberfläche alles gewisserart friedlich und nimmt einen gewissen weichen und sanften Charakter an. Darauf folgt dann aber gewöhnlich ein düsteres und stürmisches [[Wetter]], wobei wieder alles einen widerlichen, abstoßenden und manchmal sogar schrecklichen Charakter annimmt, da die Erdseele wieder in ihre gewöhnlichen tellurischen Tätigkeitsorgane zurückgetreten ist. Bei der Erde geht die Seele nicht ganz so wie beim Menschen völlig in diese Ruhe über, sondern nur ein Teil der allgemeinen Seele ruht, während ein anderer Teil fortwährend gleich tätig sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Magen]] der Erde ist gleich unter dem Herzen, so ziemlich in der Mitte des Erdkörpers. Er ist ein bei zehn Quadratmeilen großer Hohlraum, den aber allerlei kleinere und größere Querstreifen, manche im Durchmesser von 200 Klaftern, säulenförmig nach allen Richtungen hin zum Teil ausdehnen und zum Teil unterstützen. Magen und Querstützen sind nicht von einer festen Masse, sondern elastisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Hauptmagen der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Futter, welches der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich zieht und in den großen Magen leitet, setzt sich an dessen Wänden und Querspreizen oder Stützen kristallartig an. Ist der Magen gewisserart gefüllt, so tritt die Wärme des Erdherzens hinzu, setzt die großen Magenwände in eine vibrierende Bewegung, und die inneren Querspreizen des Magens ziehen sich dann auch bald enger zusammen und dehnen sich auch bald wieder weit aus. Dadurch wird die Kost gerieben, zermalmt und durch diese Aktion ein neuer elektrischer Stoff gewonnen, der im Magen die nahrhaften Wasserteile zersetzt und sie in die zahllosen Nährkanäle ableitet, während dann ein ausgeschiedener, negativ elektrischer Strom die unverdaulichen Überreste im Magen ergreift und sie durch den schraubenartig gewundenen Entleerungskanal mit großer Gewalt forttreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Därme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Erdmagen geht in schraubenartig gewundener Hauptkanal durch den ganzen Erdkörper hindurch und mündet dann im Südpol. Dieser Hauptkanal ist von gleicher Materie wie der Magen (elastisch); nur wird er gegen die Ausmündung verhältnismäßig zunehmend fester. Vom Hauptenlehrungskanal der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die exkrementarischen Nährteile müssen im Erddarm zufolge fortwährender mächtiger Reibung noch die letzten Reste ihrer erdernährenden Substanz abgeben, weshalb der nördliche Teil der Erde viel kompakter ist als der südliche, weil auf diesen letzteren auch zumeist die letzten und schlechtesten Nahrungsteile kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== After ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat einen entsprechenden Hauptentleerungskanal, der auf die rotierende Bewegung der Erde den Haupteinfluss ausübt, und daneben auch noch eine zahllose Menge kleinerer Entleerungskanäle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Südpol]] ist der hauptsächliche Entleerungskanal der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401011.27}}; {{L|ER|7.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mehr materielle Unrat wird dort periodisch, wie die [[Lava]] aus einem [[Vulkan]], nur viel flüssiger hinausbefördert und dann beim Auftauen der südlichen Polarregion von den stets stürmischen Fluten in nördliche Richtung weggespült.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.9}}; {{L|NZ|401014.26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Nordpol empfängt die Erde ihre (magnetische) Nahrung, verdaut diese in ihren Zentralorganen, und befördert den Unrat durch den vom Mittelpunkt der Erde ausgehenden und beim Südpol endenden Entleerungskanal hinaus. Durch diesen Vorgang wird die Erdrotation bewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.8}}; {{L|NZ|401014.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Abtrieb der letzten Exkremente der Erde wird die Rotation des Erdkörpers bewerkstelligt, indem diese sehr luftig aussehenden Exkremente in gewundener Richtung hinaus auf den freien Äther stoßen und der Erde einen Rollschwung geben, wie eine Rakete, die an ein Rad gebunden ist, dieses zum Umschwung bringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Gegenwärtig wird angenommen, dass die Planeten ihren Drehimpulus aus den Urwolken haben und dieser nie verloren ging. Die Urwolken, aus denen sich die Planeten bildeten, drehten sich einst wie ein Hurrikan. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 104) Nach der Neuoffenbarung wird die Rotation durch das Erdmagnetfeld bewirkt. Auch dies dürfte ein Vorgriff auf spätere Erkenntnisse sein. Die Naturwissenschaft ist gegenwärtig allerdings noch weit davon entfernt, die hochkomplexe Zone um unseren Planeten zu verstehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht und Zeugungsorgane ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Erde ist zeugungsfähig, allerdings bedeutend mehrfach und sehr verschiedenartiger als Mensch, Tier und Pflanze. Sie ist gewisserart als [[Hermaphrodit]] zu betrachten, als [[Mann]] und [[Frau]] in einem Wesen, ähnlich dem [[Adam|ersten Menschen]], der ursprünglich auch in sich Mann und Frau zugleich war, und ähnlich den [[Engel|vollkommenen Geistern des Himmels]], die auch männlicher- und weiblicherseits völlig eines sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das irdische Hauptzeugungsorgan ist der stark aufgewulstete Südpol; vermöge dieses Zeugungsorganes ist die Erde weiblich, weil auch der ganze Südpol als negativ gleich dem weiblichen Wesen ist, das sich als negativ gegen das positiv-polarische Mannwesen verhält. Von diesem Punkt aus als Frau betrachtet ist die Erde nicht selbst zeugungsfähig, sondern bedarf der Sonne durch ihre entgegengesetzte polarische Kraft. Auf diese Weise wurde der [[Mond]] als ein Hauptkind der Erde und das älteste Kind dieser tellurischen Frau gezeugt. Es gibt noch mehrere ähnliche Kinder, nämlich eine bedeutende Anzahl von [[Komet]]en, die sich teils im weiten Ätherraum hinausgeboren kreisend befinden, teils als fast tagtäglich und zumeist um die Äquinoktialzeiten nahe zahllos zum Vorschein kommenden sogenannten [[Sternschnuppe]]n. Diese sind nichts als kleine, von der Erde neu ausgeborene, kometähnliche Planetchen, was ihr allzeit elliptischer Lauf und ihre runde Gestalt beweist. Diese Planetchen werden jedoch von der Erde, so wie alle ihre sonstigen Zeugungen, wieder aufgespeist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat eine Menge Ausgeburtskanäle. Der Hauptausgeburtskanal befindet sich inmitten des [[Pazifik]], nahe dem [[Äquator]], in der Gegend von Tahiti. Von dort aus ward der Mond von der Erde geschieden, und noch nachträglich eine ziemliche Menge noch bestehender Kometen. Andere Geburtskanäle sind eine Menge Seen, Sümpfe und Höhlen in den Bergen, aus denen nicht selten solche Planetchen in eine bedeutende Höhe durch eine polarische Kraft hinausgeschleudert werden. Da sie aber zu wenig Körper haben, so wird – durch die überwiegende polarische Kraft der Erde – ihr kleiner Reichtum von der entgegengesetzten Polarität verzehrt, und sie werden von der Erde wieder an sich gezogen, auf die sie dann bald als schlackenartige Massen, manchmal auch als Steine, herabfallen; als Steine kommen sie aber nur dann wieder herab, wenn sie vorerst im Ätherraum explodiert sind und dann als Teile des Ganzen herabstürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mannweiblichen Zeugung nimmt alles mineralische Wesen, sowie die Pflanzen- und die Tierwelt auf die mannigfaltigste Weise ihren materiellen Ursprung:&lt;br /&gt;
# Geburt von lebendigen Jungen&lt;br /&gt;
# Legen von Eiern&lt;br /&gt;
# Samen, wie die von Pflanzen&lt;br /&gt;
# für Mineralien die Hervorbringung von gewissen Blüten, in denen die Kraft liegt, alles das ihnen Ähnliche an sich zu ziehen und sich als solches in weiten Kreisen auszudehnen&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Same wird von der Erde als männliches Wesen gezeugt und befruchtet und wird von derselben Erde als weibliches Wesen ausgereift und ausgeboren. Dass die Erde wirklich (ursprüngliche) Samen erzeugt für allerlei Pflanzen und Tiere, wird aus vielen Erscheinungen auf der Erdoberfläche ersichtlich, z.B. die ursprüngliche Bewaldung der Gebirge, die Moos- und Grasüberwachsung mancher früheren wüsten Steppen, auf denen ein Jahrtausend hindurch nichts gewachsen ist. Schimmel und Schwämme haben noch bis jetzt keinen anderen Samen. Dann gibt es die seltenen, aber doch noch häufig genug vorkommenden Erscheinungen, wo es Getreide und allerlei Körner geregnet hat; ebenso [[Tierregen|Fisch-, Schlangen- und Krötenregen]] und noch andere dergleichen Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Gestaltung dieser Tiere ein Stufenübersprung ist und nicht mit dem [[Evolution|ordnungsmäßigen Vorwärtsschreiten geistiger Intelligenzen aus dem Erdkörper]] im Einklang steht, vergehen sie auch bald wieder aus dem erscheinlichen Dasein, werden von der Erde wieder aufgesogen und in das Pflanzenreich getrieben. Solche Erzeugnisse übergehen dann früher in die vormals erscheinliche Tierstufe, auch wenn sie vorher noch einen Schritt in das Pflanzliche zurücktun müssen, bevor sie den intensiv tierischen Charakter annehmen können. Ganz anders verhält es sich mit den ursprünglichen Pflanzenstufen, die schon als solche in das erste Dasein treten; diese müssen vorher alle Pflanzenstufen durchgehen, die in ihrer Fortschreitungslinie stehen, bevor sie in das tierische Leben aufgenommen werden können. Auch Sämereien für Pflanzen werden frei erzeugt. Hauptsächlich geschieht dieses in den tropischen Ländern. Große Wüsten und Steppen haben gewisse Ausgeburtspunkte für derlei Sämereien; dort wird man auch überall einen üppigen Pflanzenwuchs antreffen. Wo aber solche Ausgeburtsquellen mangeln, da bleibt die Erde wüste und leer. Auch die neu entstandenen [[Insel]]n haben den von der Erde erzeugten Sämereien ihren Pflanzenwuchs zu verdanken. Hat dieser einmal genügend Stufen durchlaufen, dann werden sich auch Tierstufen zu entwickeln anfangen, jedoch nur bis zu den noch sehr unvollkommenen, kriechenden Tieren und Insekten; weiter hinauf reicht der freie natürliche Übergang nicht. Es muss dann eine höhere Kraft auftreten, um ein entsprechendes, auf einer höheren Stufe stehendes Tier zu kreieren, in das die vorhergehenden Stufen übergehen können, und so nicht selten aufwärts bis zum Menschen, der jedoch nicht mehr neu kreiert wird, sondern zu rechter Zeit durch Übersiedlung dahingebracht wird. Diese äußeren Erscheinungen nehmen hauptsächlich aus der Niere der Erde ihren Ursprung, weil in derselben der allgemeine Samenstoff gebildet und zur weiteren Tauglichwerdung auf dem vorgeschriebenen Wege befruchtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|15.2-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Same, der auf dem Baum reif geworden ist, in die Erde gelegt wird, dann verhält sich die Erde wie eine Frau, die das Empfangene durch die ihm eigene Kraft ausreift und gebiert. Wann aber der Baum dasteht, da nimmt er gegen die Erde den weiblichen Charakter an, und die Erde tritt als Mann gegen den Baum auf und zeugt in dem Baum neuen Samen für dessen Befruchtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das männliche und weibliche Wirken in der Erde selbst wird ersichtlich im Süd- und Nordpol. Der eine Pol ist negativ und der andere positiv, oder der eine anziehend und der andere abstoßend, der eine Pol ist der Geber und der andere der Empfänger. Ursprünglich oder in der Ausmündung ist der positive Nordpol der Empfänger, weil er die gesamte Nahrung für den Erdkörper in sich aufnimmt, und der Südpol ist in seiner äußeren Ausmündung derjenige, der von außen her nichts aufnimmt, sondern alles nur hintangibt; aber im Inneren ist der Nordpol gegen den Südpol der Geber und der Südpol der Empfänger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch auffallender geschieht diese wechselseitige, stets veränderte polarische Wirkung durch den Wechsel des [[Sommer]]s und des [[Winter]]s, da ein halbes Jahr auf der nördlichen Hälfte der Erde Winter ist, während zu gleicher Zeit auf der südlichen der Sommer waltet, und also im nächsten halben Jahr umgekehrt. Der Winter ist der männliche Teil und der Sommer der weibliche; der Winter zeugt in dem weiblichen Sommer, und dieser gebiert dann aus, was der Winter gezeugt hat. Sonach ist zur Winterszeit die eine Erdhälfte männlich, während die andere ganz weiblich ist. Da tritt auch der sonst weibliche Südpol männlich auf gegen den weiblich gewordenen Nordpol, und also auch umgekehrt. Nur ist dabei doch immer der merkliche Unterschied, dass die Früchte von der südlichen Hälfte der Erde zwar süßer, weicher und voller, aber nicht so kräftig als die des Nordens sind, weil im südlichen Teil das Weibliche dem Männlichen vorschlägt, während sich im nördlichen Teil das Männliche vor dem Weiblichen mehr auszeichnet; im Norden ist die Erde dann sozusagen ein Mannweib, und im Süden ist sie ein Weibmann. Die Erde wechselt auch durch [[Tag]] und [[Nacht]] ihr Wesen. Die Nacht ist stets weiblich und der Tag männlich; was der Tag gezeugt hat, das gebiert die Nacht in ihrem dunklen Schoß. &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Füße ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als eine im freien [[Äther]] schwebende [[Kugel]] benötigt ähnlich [[Wurm|Würmern]] und [[Amphibien]] keine wirklichen Füße, um ihre Reise um die Sonne zu machen und sich um ihre Achse zu drehen; dennoch hat sie eine bewegende Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dieser Antrieb genau funktioniert, wird in {{L|NZ|401014.29-31}} beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen, Tiere, Pflanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdenmensch]], [[Tier]], [[Pflanze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdgeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelische und geistige Dimension ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Erde ist wie ein Mensch, und ihr Bestand sind die [[Seele]]n, die einst schon mit dem Geist Gottes gebunden waren, aber die Probe Gottes nicht hielten, d.h. die Erde ist in ihrer Feste nichts als die gefangene, teilbare Seele [[Satan]]s, wie auch alle anderen [[Weltkörper]] des materiellen [[Universum]]s. Die Seelen werden im großen Mutterleib der Erde ausgezeitigt und durch den Hauch Gottes zum neuen Leben erschaffen (Wanderung der Seelen durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich hin zum Menschen). Der unteilbare Geist Satans wohnt in neue, undurchdringliche Bande gefesselt im Mittelpunkt (Schwerpunkt) der Erde, nicht aber in den anderen Weltkörpern. Obwohl er machtvoll gefesselt ist, haucht er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden [[Seelenspezifika]] und pflanzt ihnen den Tod ein, der daher überall auf der Erde beobachtet werden kann. Alles Organische ist zerstörbar alle Materie ist fähig, den Tod zu geben und die Zerstörung zu bewirken. Dies alles rührt vom Willenshauch des Allerbösesten. So ist die Erde zwar im Geiste das von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte, kann aber eben darum im Besserungsfall das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden. Daher wählte auch Gott diese Erde zum Schauplatz Seiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|52.21}}; {{L|ER|53.9-11}}; {{L|ER|53.19}}; {{L|ER|55.10-11}}; {{L|HG|1.5.33}}; {{L|HG|3.65.12}}; {{L|GEJ|1.2.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganze Seele entsteigt nie mit all ihren geistigen Spezifiken der Erde, sondern allzeit im höchsten Grade geteilt. Die Gründe dafür sind erstens das urgeistige Wesen selbst, wo sich ein jeder Geist durch sein Großwerdenwollen (siehe [[Geisterfall]]) bis ins Unendliche zerteilt und zerrissen hat und weil durch eben diese Teilung ein solcher urgeschaffener Geist sich ganz natürlich auch bis auf den letzten Tropfen seiner Kraft geschwächt hat, weswegen er dann auch seine Hochmutspläne nimmer ausführen konnte. Eine solche Zerstreuung des Geistes hat Ähnlichkeit mit der [[Babylon|babylonischen Sprachenverwirrung]]. Wie sich dort die Völker zerstreuen mussten, so mussten sich bei einem Geist seine Begriffe zerstreuen, so dass er nimmer einen vollen Gedanken, noch weniger irgend einen Plan in sich fassen konnte. Daher ist der Satan eifrigst bemüht, in den einzelnen Menschenseelen und Geistern sein eigenes Urwesen wieder in eins zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war. Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er geteilt und zerstreut durch die ganze [[Schöpfung]], und sein Geistiges ward verkehrt in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem Seelischen ein neues Geistiges eingehaucht wird, damit da aus einem jeden solchen Teil ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt und in Unendliches zersplittert hat, so dass nun von ihm nichts übrig blieb als sein Ich und mit demselben sein grundböser Wille; aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten sind ihm genommen worden, und diese sind es eben nun, die da fortwährend zu den Weltkörpern gelangen, zum größten Teil schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen, da in dem Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewusstsein wieder auftaucht aus der Materie, und in dem Geistigen die Erkenntnis Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die Pflanze ohne Regen und Sonnenschein, bald verdorren und ersterben würde. In der [[Pflanze]] taucht zuerst das seelische Leben auf; dieses kann aber nicht fortkommen, wenn es nicht geistige Nahrung aus der [[Luft]] bekommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Erde aus lauter gebannten Seelen und Geistern besteht, das zeigen die tagtäglich häufig wiederkehrenden meteorischen Erscheinungen (Anm.: damit sind vor allem die Niederschläge gemeint), und das Zeugnis [[Hellseher|jener einfachen Menschen, die das Vermögen haben, Geistiges und Seelisches zu schauen]]. Die zahllosen Heere von Wasser-, Erd-, Berg- und Luftgeistern sind noch zu allen Zeiten von einem oder dem andern gesehen worden sind. Die [[Gelehrte|gelehrte Welt]] sieht dergleichen freilich nicht, aber deswegen bleiben die Urdinge doch wie sie sind, und der [[Vogel]] kann heute so wie vor Urzeiten die Luft bemeistern, obwohl er nie auf einer [[Universität]] in der Aerostatik die strengen Prüfungen gemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Urteil der [[Jupiter#Geisterwelt|Jupitergeister]] sind die Geister der Erde (im Allgemeinen) listig und stets bereit und geschickt, Böses zu ersinnen. Gutes wüssten sie wenig und dächten selten daran. Sie reden viel und denken wenig und können so nicht viel im Innern wahrnehmen und nicht spüren, was gut sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[böser Geist|bösen Geister]] der Erde fühlen keine [[Scham]], wenn sie andere anfeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Geister von der Erde, die im [[Geisterwelt|anderen Leben]] umherschweifen aus einem Verlangen und einer Lust am Reisen, die sie sich in der Welt angewöhnt haben, denn auf anderen Erden kommen solche Reisen nicht vor. Das sind z.B. [[Mönch]]e, die aus Verlangen, die Völker zu bekehren, auf unserer Erde umhergewandert sind, nicht um zu lehren, sondern um zu gewinnen und zu herrschen, indem sie auf verschiedene Weise erst die Gemüter einnehmen, um sie dann als Sklaven zu unterwerfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister von verstorbenen Menschen aus Gebirgsländern sind meist mit einer helleren Sehe begabt als die mehr abgestumpften der Flachländer. Wie Bergbewohner schon auf der Erde bei weitem genügsamer sind und leben, als die nimmer satt werden wollenden Bewohner der Flachländer, ebenso sind auch die Geister der Bergbewohner. Sie sind leicht zufriedengestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister der Erde haben kein vollkommenes Sprachverständnis, d.h. können nicht alle [[Sprache]]n verstehen, solange sie nicht völlig [[geistige Wiedergeburt|im Geist wiedergeboren]] und für den [[Himmel]] geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner und Geister der Erde stellen im [[Groß-Mensch]]en den äußeren, natürlichen und körperlichen Sinn und verschiedene Funktionen der äußeren [[Glieder]] des Körpers dar. Der natürliche und äußere Sinn wird im anderen Leben durch [[Schlange]]n vorgebildet und ist das Letzte, wohin das Innere des Lebens ausläuft und wo es wie in seinem Allgemeinen ruht. Daher sind die Erdgeister in einer auf die Welt und auf sich selbst gerichteten Vorstellung befangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|64}}; {{S|EW|89}}; {{S|EW|102}}; {{S|EW|122}}; {{S|EW|148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der obersten Luftregion sind lauter vollkommene Geister, und lauter solche, die ehedem leibliche Menschen auf dem Erdkörper waren. Diese genießen schon fortwährend Licht; denn auch natürlichermaßen wird es in solcher Höhe nie vollkommen finster. In der geistigen Natur ist da schon ein fortwährender, ununterbrochener [[Tag]]; denn diese dritte Region beurkundet schon ein drittes, ganz reines geistiges Stadium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Geist, der von der natürlichen Erde auch noch so vollendet in die geistige übergeht, kann sogleich in das eigentliche große [[Himmelreich]] emporsteigen, weil zu seiner Vollendung noch immer etwas im Erdkörper zurückbleibt, was er nur nach und nach aufnehmen kann. Erst wenn er den letzten Rest dessen, was ihm angehörte, veredelt und vergeistigt in sein Wesen aufgenommen hat, kann er diese Region verlassen und in eine wirkliche erste Stufe des Himmelreiches eingehen. Der Geist an und für sich, als das Urprinzip des Lebens aus Gott, braucht nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung; aber seine formelle Wesenheit, die Seele, muss das wieder in sich vereinen bis auf das letzte Atom, was ihr einst aus der endlosen Fülle der sie formenden Idee Gottes gegeben ward. Dieses Gegebene besteht in den endlos vielen [[Intelligenzpartikel]]n, welche natürlicherweise beim Absterben des Menschen nicht auf einmal flottgemacht werden können. Da sind Teile seines Leibes und Spezifika, die er Zeit seines Lebens ein- und ausgehaucht hat, auch alle Abfälle seines Leibes, seine Tränen, auch sonstige Auswürfe seines Leibes, sogar seine Kleidung, seine Behausung; kurz alles, was er irgendwann durch seine Kraft hervorgebracht und getan hat, das alles muss mit der Zeit als gewisserart ein geläutertes psychisches Spezifikum von der Psyche aufgenommen werden, damit der Geist dann in sich selbst eine vollendete Beschauung und durch diese Beschauung eine klarste [[Rückerinnerung]] an alles das hat, was mit seiner kompletten Wesenheit vor sich gegangen ist, und wie der ganze, lange Weg beschaffen war, auf welchem er wieder zu dieser seiner urersten Vollkommenheit gelangt ist. Diesen Vorgang nennt man die [[Auferstehung des Fleisches]]. Also muss der Geist noch eine Zeit warten, bis all das Seinige von seiner Wesenheit aufgenommen worden ist. Unterdessen handelt er nach den Gesetzen der Liebe und herrscht in dieser Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.4-7}}; {{L|ER|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tätigkeiten des Geistes in der dritten Luftregion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Er bewirkt durch seine Gegenwart und durch sein Liebehandeln, dass die dritte Luft da ist.&lt;br /&gt;
* Er schlichtet und ordnet die Wege für die Neulinge, die in diese Region emporkommen, und weist ihnen Ort und Handlung an.&lt;br /&gt;
* Er beherrscht belehrend die schon reineren Geister in der unteren Region. Wenn dort Reibungen und Trübungen vorkommen, so senkt er sich wie alle seinesgleichen als Friedensstifter herab und wirkt da energisch.&lt;br /&gt;
* Wenn fremde Geister aus anderen Weltkörpern ankommen, dann prüft er sie. Befindet er sie als tüchtig, führt er sie auf den rechten Wegen zur Erde nieder, ist bei den [[Zeugung]]en durch seinen Einfluss zugegen, hilft solchen neuen angekommenen Geistern auf den Weg des Fleisches dieser Erde und sorgt dann auch, dass diese Geister genau jene prüfenden Wege im Fleisch durchgeführt werden, die sie auf einer anderen Welt zu gehen beschlossen haben, um Kinder des Herrn zu werden. (Siehe dazu: [[Menschenseele#Seelen aus den Sternen|Seelen aus den Sternen]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reinen Geister kommen nicht selten in die zweite, manchmal auch in die erste Region herab; hauptsächlich aber sind jene Stellen auf der Erde ihre sichtbaren Niederkunftsplätze, die ihrer bedeutenden Höhe wegen fortwährend mit [[Schnee]] und [[Eis]] bedeckt sind. Daher haben solche Gegenden für fast jeden Menschen eine beseligende und das ganze menschliche Gemüt erheiternde, stärkende und beruhigende Anziehungskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erstlinge der reinen Geister halten sich zuerst dort auf, wo sie bei Leibeslebzeiten auf der Erde gewohnt haben. Wenn sie vollkommener geworden sind, dann dehnt sich ihr Wirkungskreis über alle Punkte der Erde aus. Die stärksten bewachen die [[Pol]]argegenden, die weicheren, sanfteren und schwächeren die [[Tropen]]gegenden. Jene, die sehr regsam sind, bewachen das [[Meer]], die [[See]]n und die [[Flüsse]]. Den Anfängern werden größere oder kleinere [[Gebirge]] zur Überwachung anvertraut und alles was sich da befindet. Die weiblichen Geister überwachen zumeist das Pflanzenleben und üben auch den Einfluss auf die gesamte [[Vegetation]] der Erdoberfläche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser dritten Region wandeln und wohnen die sogenannten [[Schutzgeist]]er der Menschen. Diese reinen Geister sind aber noch nicht Alleinherrscher und können es auch noch nicht sein, weil ihnen in vielem die vollendete [[Erkenntnis]] mangelt. Daher sind auch fortwährend vollkommene [[Engel]]sgeister über und unter ihnen, welche ihnen allzeit die richtige Anweisung geben, was sie zu tun und zu schlichten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geister ist die dritte Luftregion ein herrliches Paradies, wo sie alles haben, was nur immer ihr Herz in der Liebe zu Gott erfreuen kann. Es gibt herrliche Gegenden, welche sich nach der Beschaffenheit des Geistes richten; denn da wird schon jeder Geist der Schöpfer seines Fußbodens und der Gegend, in der er zu Hause ist. Diese Gegend ist überaus fruchtreich und reich an allen Dingen. Der Geist genießt da alles in der Fülle, und der Hunger in allem ist fern von ihm. In diesem Genuss nimmt er Geist nach und nach alles das auf, was noch von seiner Wesenheit an der Erde kleben geblieben ist; diese Früchte und die Gegenden werden gewisserart auf eine reflektierende Weise von der Erde aufsteigend in dieser dritten Region psychisch spezifisch gebildet, und der Geist erkennt sie als das Seinige, nimmt sie in seine Erkenntnis auf und kommt dann erst aus dieser seiner Erkenntnis in ein förmliches Schauen dessen, was das Seinige ist, genießt dann auch dasselbe und nimmt es völlig in seine Wesenheit auf. Oder anders ausgedrückt: Er muss in der dritten Region so lange warten, bis gewisserart sein Irdisches verwest und aus den Verwesungen in ihr Seelisches übergangen ist. Das ist keine [[Strafe]], sondern eine Notwendigkeit wie die [[Leib#Lebensdauer|Dauer des Leibeslebens]] auf der Erde. Wenn manchmal solche reine Geister auch mehrere hundert Jahre in dieser dritten Region verweilen, so verlieren sie dadurch nichts, sondern sie können nur gewinnen. Es geht ihnen nichts mehr ab, sie sind überaus glücklich und selig. Was ihre stets zunehmende Intelligenz betrifft, so ist das ein stetes Gewinnen, und je mehr sie gewinnen, desto vollkommener werden sie dahin kehren, wo es sich um ihre endliche und ewige Bestimmung handelt. Haben sie da nur ein kleines Geschäft über sich und haben dieses ordentlich und weise zu verwalten sich eigen gemacht, so werden sie einst desto tauglicher sein, Großes zu verwalten, wo sie als Engelsgeister nicht nur über einzelne Teile eines Weltkörpers, sondern über ganze Weltkörper und [[Weltenall]]e und [[Sonnengebiet]]e geistig, und von da aus durch und durch in die Materie, werden ihre Tatkraft ausüben müssen. Wenn der Geist der Erde und sie ihm gewisserart nichts mehr schuldig ist, dann hat er erst seine völlige Solidität erreicht und kann dann zur höheren Vollendung in das Reich der Himmel aufgenommen werden. Einige Geister haben noch manches ihnen Gehörige nicht nur auf der Erde, sondern auch in anderen [[Weltkörper]]n, siehe dazu [[Planetenreise#Jenseitige Planetenreise|Jenseitige Planetenreise]]. Dieses Wiederbringen geschieht alles auf dem Weg der Liebe, die allein das anziehende Prinzip ist; es wird nicht gefordert oder vom Geist eine Rechnung verlangt, dass er das gewisserart auf eigene Rechnung wiederbringen sollte, was ihm ursprünglich und auf seiner ganzen Wanderung gegeben ward. Es muss durch freie Wahl geschehen, in der ein jeder Geist anstrebt, in sich das zu sammeln, was Gottes ist, und es Gott dann in seiner großen Liebe zu Ihm vollkommen wiederzubringen. Im vollkommenen Wiederbringen liegt der einstige vollkommene, vollkommenste und allervollkommenste Grad der [[Seligkeit]]. Was immer seinen Leib betrifft und sein Vorgängiges, überhaupt alles Spezifikalische, erhält er in der ordnungsmäßigen Zeitfolge ohne sein Zutun. Aber hinsichtlich seiner Befähigung, das alles wieder aufzunehmen, was einst zu seinem Wesen gehörte, wird er zur Rechenschaft gezogen, weil sich solche Befähigung jeder Geist aus den Vorschriften der reinen [[Religion]] erwerben kann und erwerben soll. Wer da nicht tätig sein will und sich lieber mit dem abgibt, was des Fleisches ist als was des Geistes ist, der muss sich dann selbst zuschreiben, wenn er gerichtet wird durch das Wort, das ihm gegeben ward aus den Himmeln als ein getreuer Wegweiser, wie er das Leben wieder sammeln und wiederbringen solle, von woher er ursprünglich gekommen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10-12}}; {{L|ER|29.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittlere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion verhält sich zur obersten Luftregion wie die Seele zum Geist. Der Geist wirkt in die Seele ein und kann sie durchdringen; die Seele aber kann nie über die Schranken des Geistes hinaustreten. Sie ist da, um vom Geist durchdrungen zu werden und kann vom Geist aufgenommen werden, wo sie selbst geistig wird. In gleicher Weise können auch die Geister der zweiten Region in die dritte übergehen, wenn ihre Seelen oder gewisserart ihre substanziellen Leiber sich stets mehr und mehr vergeistigen und mit dem Geist völlig eins werden. Bei der abgeschiedenen Seele tritt gewöhnlich nur eine Hauptleidenschaft auf, beherrscht die Seele stets mehr und mehr und zieht nach und nach alle Intelligenzpartikel in ihr Bereich. Sie bleibt in einer ihrer Hauptleidenschaften gefangen, bis diese alle anderen Spezifikalintelligenzpartikel gewisserart aufgezehrt hat, was dann eine große Armut der Seele bewirkt, und diese dann in einen Zustand des Abödens übergeht, wo sie sich wie völlig nackt und in Nacht und Nebel befindet. Durch diese Abödung kann dann erst der Geist frei werden und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das ist dann der Übergang von der zweiten in die dritte Region. Bevor dieser Zustand nicht eingetreten ist, kann der Geist sich nicht ausbreiten und kann die Seele nicht durchdringen, weil deren Spezifika noch zu materiell und somit noch zu ungeistig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|30.1-2}}; {{L|ER|30.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion ist noch nicht rein und sehr häufigen Trübungen ausgesetzt. In der zweiten Region wohnen lauter Seelen, bei welchen der Geist noch nicht völlig erwacht ist und die daher von ihren [[Leidenschaft]]en und [[Begierde]]n umher getrieben werden. Die eine Seele hat diesen Haupttrieb, die andere einen andern, und Millionen Seelen haben eben millionenartig verschiedene Neigungen und Triebe; die eine will kämpfen, die andere will Ruhe haben; die eine sucht nichts als die Geheimnisse der Schöpfung, die andere botanisiert; eine andere wieder macht fortwährend Reisen, und so hat eine jede aus Millionen einen anders gearteten Trieb. All die verschiedenartigsten Wolkengebilde und noch eine zahllose Menge anderer Erscheinungen in dieser Region rühren daher. Es gibt dort ständige Veränderungen, weswegen sich die Wolkenformationen, Schneeflocken, Regentropfen und Hagelkörner nie völlig gleichen, es findet sich sowohl in der Gestalt als im Gewicht ein Unterschied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}; {{L|ER|30.1-6}}; {{L|ER|30.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geisterleben in der zweiten Region gleicht am meisten dem irdischen Leben der Menschen auf der Erdoberfläche. Es gibt ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten, Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Durchgehen, Stehlen und Rauben, Böses tun, wieder Gutes zufügen. Diese Region ist der eigentliche Kampfplatz der Geister, weswegen auch Gebirge, die sich zumeist in dieser Region befinden, gewöhnlich sehr zerstört aussehen, gleich einer Festung, die mehrere Jahre eine Belagerung ausgehalten hat. Zugleich herrscht eine Freiheit, wie sonst nirgends, weil da der Vorbereitungsplatz ist, wo die Geister entweder für den Himmel, oder für die Hölle vorbereitet werden. Seele und Geist jedes Verstorbenen kommt gleich nach dem Tod zunächst in diese Region, in welcher er wie er auf der Erde fortlebt. Er genießt die volle Freiheit und sucht da ganz natürlich seinesgleichen auf. So gibt es Zusammenrottungen, worauf bald Pläne geschmiedet werden, wie dieses oder etwas anderes, gewöhnlich durch Gewalt oder durch List, erreicht werden könnte. Unter solchen Vereinen gibt es Verräter, durch welche die Vereine Kenntnis erlagen über die gegenseitig arg gefassten Pläne, woraufhin gerüstet wird, was in der naturmäßigen Welt als zunehmende Wolkentrübungen ersichtlich wird, besonders um die Spitzen hoher Berge. Diese Erscheinung beruht auf der zunehmenden Leidenschaftlichkeit der Geister, wodurch sie sich in dem Grad mehr materialisieren, je kombinierter und aneinandergedrängter in ihnen die bösen Leidenschaften aufsteigen. (siehe dazu [[Geister#Fesselung von Geistern|Fesselung von Geistern]]) Bald ziehen die erbitterten Heere gegen einander. Über ihnen aber befinden sich die alles durchblickenden, mächtigen [[Friedensgeist]]er; diese senken sich herab, nehmen die erbitterten Heere gefangen und werfen sie zur Erde herab, denn die materialisierten Geister sind zu schwer für die zweite Region geworden, und werden daher wie ein gefangener, grobmaterieller Körper herabgeworfen durch die eigene Schwere, die gleich dem Willen der Friedensgeister ist, der gleich dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] ist, der die eigentliche Schwere aller Körper ist. Dies zeigt sich dann als Regen, Schnee oder Hagel. Es dauert eine Zeit, bis sich die Herabgefallenen sozusagen wieder zusammengeklaubt und Kraft und Mut gesammelt haben, um wieder nach und nach ganz leise dorthin zurückzukehren, wo sie hinaus- und herabgeworfen worden sind. Wenn sich die Geister nach einer solchen kräftigen Zurechtweisung demütigen und so in den Stand gebracht werden, den Namen Gottes aussprechen zu können und zu wollen und in diesem Namen Hilfe, Rettung und Heil suchen, dann werden sie alsbald von den Friedensgeistern überaus freundlich begrüßt und in die dritte Region geleitet, wo sie dann schon fortwährend in Verbindung mit diesen reinen Geistern leben und von da nach dem Grad der Zunahme der Liebe zu Gott und Seiner Ordnung stets höher aufsteigen. In der naturmäßigen Welt wird ein solcher Akt ersichtlich durch das Wolkenverschwinden am Firmament. Andernfalls, wenn solche Geister ganz materiell bleiben und aus ihrem eigenen bösen Willen lieber Abfallhaufen, die schmutzigsten Tiere und hässlichsten Pflanzen bewohnen, dann bedarf es entsprechender Maßnahmen, damit sich das herab geworfene Geschmeiß in seiner Bosheit nicht auf edle Früchte und edle Tiere wirft, ansonsten diese durch [[Seuche]]n zugrunde gerichtet würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|31.3-10}}; {{L|ER|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste oder unterste Luftregion rastet über der Erdoberfläche. In ihr leben Pflanzen, Tiere und Menschen. In dieser Region ergreifen sich die geistigen und auch seelischen einzelnen Spezifikalintelligenzen erst nach und nach, vereinen sich in eine ganze, vollkommene geistige Form wieder als komplett und müssen sich als ein Wesen finden, das seiner selbst bewusst ist. Jedes geistige Zentrum (jeder Urgeist) findet aus der unendlichen Vielzahl der Intelligenzspezifika sein Eigentümliches ganz genau, wie das im [[Samen]]korn gegebene Zentralseelenspezifikum aus demselben Wasser, aus derselben Luft, aus derselben Erde, wie auch aus demselben Licht genau dasjenige findet und an sich zieht, was zu seinem Wesen gehört. Die seelischen Intelligenzen konzentrieren sich um das ihnen eigentümliche geistige Zentrum oder sie strömen dahin, wo ihr geistiges Zentrum ist, ergreifen sich da zu einer intelligenten Form und eigenschaften sich nach dem Grundwesen ihres geistigen Zentrums, welches gewöhnlich im Menschen vor sich geht, weil das eigentliche geistige Zentrum erst in der Form des Menschen wieder gegeben wird. Die untere Region ist die Reproduktions- und Wiedervereinigungswerkstätte des vereinzelten Geistigen und Seelischen in einen kompletten Geist. Sie hat mit all dem die höchste Ähnlichkeit, was vor jedermanns Augen in die vegetative und produktive Erscheinlichkeit tritt, wo aus endlos vielen Partikeln ein sonderheitliches Ganzes dargestellt wird. Sie ist der Platz für die Aussaat, der Acker, wo in jedem geistigen Samenkorn eine ganz eigentümliche Ideenassoziation (Ideenverbindung) in eine Form zusammengefasst wird, der Sammelplatz alles zerstreuten Seelischen um ein gegebenes, geistiges Zentrum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|38.1-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der ersten oder untersten Luftregion wallt Gutes und Böses wie Kraut und Rüben untereinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vereinzelten und zerstreuten seelischen Intelligenzen sammeln sich zwar instinktmäßig um ein geistiges Zentrum, dies würde jedoch ohne eine bestimmte Ordnung sehr plump ausfallen, so als würde man das Baumaterial für ein Haus übereinanderwerfen, anstatt es zu einem Haus zu ordnen. Obwohl in jedem Partikel eine eigene lebendige Intelligenz ruht, kann es sich doch nicht selber zu einem vollkommenen Menschenwesen erbauen, weil eine jede einzelne Intelligenz auch nur in sich ein Einziges aus dem zahllos Vielen erkennt. Erst wenn die zahllos vielen, zu einem Wesen erforderlichen Intelligenzen unter einer Form und in einem Wesen durch die geistigen Baumeister verbunden werden, kann ein solches Wesen nach und nach auch zu einer allgemeinen, alle Ordnung übersehenden Erkenntnis gelangen. Diese Baumeister sind als oberste Leiter die [[Engel]], daher gibt es in dieser Luftregion sehr häufig sehr viele Engel. Die Nummer 1 ist dabei Gott. Die Engel unter der Leitung Gottes und andere gute Geister unter der Leitung der Engel führen den Wesenbau von der Pflanze bis zum Menschen fort. Allerdings wo der Himmel seine größte Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig, ansonsten keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polarpunkten denkbar wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|39.2-3}}; {{L|ER|39.10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der ersten Region angestellten Geister haben sehr viel zu tun, weswegen es auf der Erde Ruhezeiten gibt, damit die Geister sich erholen können und weniger viel zu tun haben. Eine solche Ruhezeit ist der Winter. Da dieser gegen den Äquator viel kürzer dauert als gegen die Pole, werden gegen die Pole, sowie auch auf den höheren Gegenden der Erde, schwächere Geister angestellt; und je tiefer herab, desto kräftiger müssen die Arbeiter sein, was sich auch an den Produkten anschaulich zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdinneres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erde gibt es gefangene Geister, die entweder schon den [[Inkarnation|Weg des Fleisches]] durchgemacht oder die sich ohne diesen Weg als komplette Geister manifestiert haben, als [[Naturgeister|Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister]]. Neben diesen zwei Arten von Geistern  gibt es noch eine zahllose Menge von [[Seelenspezifika]], die erst flottgemacht und dann gesammelt und geordnet werden müssen in ein Wesen, das ihnen auf jeder Stufe ihres Emporsteigens ordnungsmäßig entspricht. Je tiefer die Geister und Seelenatome im Inneren der Erde sind, desto ärger sind sie. Es muss eine übergroße Aufsicht geführt werden, dass besonders bei den Seelenpartikeln, die von aller Erde auf der Oberfläche derselben zusammenkommen, ja nur die reinsten zu der Komplettierung der eigentlichen Seele verwendet, die gröberen und böseren aber zur Gestaltung der materiellen Körper beschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind, dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art. Dies hat mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Seelen und Geister [[Böser Mensch|böser Menschen]] werden dahin gerichtet und sozusagen einer ewigen höllischen Gefangenschaft preisgegeben, denn solche Meuterer gegen die göttliche Ordnung müssen tief und fest verwahrt werden, damit sie die göttliche Ordnung nicht weiter stören können, indem vor solcher Einkerkerung viele tausend Besserungsversuche fruchtlos geblieben sind.&lt;br /&gt;
# Jene bösartigen Geister, die schon sehr stark gewitzigt worden sind und wieder einen sehnlichsten Wunsch nach Freiheit haben, werden durch die hineingedrungenen besseren Geister auf den ordnungsmäßigen Wegen von ihrer Gefangenschaft befreit und auf die Erdoberfläche geführt. Da müssen sie zuerst, weil noch etwas Böses an ihnen ist, [[Giftpflanze|giftigen Pflanzen]] und [[Gifttier|giftigen Tieren]] die zum Wachstum erforderlichen psychischen Urspezifika ordnen und ihnen dadurch jene Gestalt und Beschaffenheit geben, in der sie fortwährend ordnungsgemäß in die Erscheinlichkeit treten müssen. Tun sie gut, dann erhalten sie die Aufsicht besserer Pflanzen und Tiere. Andernfalls, wenn sie schädliche Spezifika statt in die Pflanzen zu leiten, sogleich in die Tiere oder Menschen leiten, wodurch [[Epidemie|epidemische Krankheiten]] entstehen, werden sie wieder abgezogen und in strengere Haft getan, wo sie sich mit der Bildung der Metalle und der Steine abgeben müssen, was viel schwerer und langwieriger ist. Die Befreiung eines solchen Geistes erfolgt dann erst nach sehr vielen Jahren, wenn er sein angewiesenes Geschäft getreu und zum Nutzen für die Erlösung in der Materie gefangener Seelen vollführt hat.&lt;br /&gt;
# Die gefangenen Urseelen werden befreit und als noch sehr stark geteilte Spezifika in der Erscheinlichkeit von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche heraufgeleitet. Sie machen da ihren Erlösungsweg durch das Pflanzen- und Tierreich unter der Leitung der dieses Geschäft überwachenden und leitenden Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott und die Geister ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo derbmaterielle Menschengeister vorkommen, müssen dem Herrn zuvor andere Geister den Weg bahnen, weil sich das Allergeistigste Seiner Ordnung nach nie sogleich unmittelbar mit dem Materiellen in Berührung setzen kann und darf. Wenn die Geister hingegen wissen, was sie sind, dann kann Er Selbst mit ihnen verkehren, ohne ihnen zu schaden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als wahre Heimat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Himmel]] ist der wahre Aufenthalt für alle, die Gott lieben. Das ist alles Wirklichkeit und Wahrheit – während die ganze Erde nur eine Erscheinlichkeit ist, die nur zu bald vergeht. (nach Elisabeth Hüttenbrenner)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.490218b.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die unvergeistigte Erde als Paradies ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (unvergeistigte) Erde kann unmöglich ein Paradies sein, da sie ein Prüfungsboden für jeden in das schwere Schandfleisch des Menschen gelegten Geist für alle Zeiten verbleiben muss, ohne den kein Geist ein vollkommenes ewiges Leben erreichen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.85.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde könnte ein Paradies sein, wenn die Menschen ein vergeistigtes Leben führen würden, oder zumindest aufrichtig zu führen versuchten, sich also vor allem in Gottesliebe oder Selbstlosigkeit und Nächstenliebe übten. Oder es würden alle Menschen, die dem Geist entgegen sind, von der Erde vertilgt. Solches aber kann und darf nur Gott verfügen; wenn Menschen andere Menschen ausmerzen, weil sie in ihren Augen nicht gläubig (genug) sind, dann sind das so gut wie sicher die tausendmal ärgeren Menschen als die sie ermorden. Solche Verbrecher machen die Erde natürlich nicht zum Paradies, sondern erst recht zur Hölle, woran man leicht erkennt, dass da in Wirklichkeit nicht Gott mit ihnen ist, sondern ganz im Gegenteil.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Wohlleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Satan&amp;diff=38865</id>
		<title>Satan</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Satan&amp;diff=38865"/>
		<updated>2021-12-12T09:08:45Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Der Seele nach */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Satansowing.jpg|thumb|Satan säht (Felicien Rops)]]&#039;&#039;&#039;Satan&#039;&#039;&#039; (dem Geist nach) ist der Name des seit vielen Myriaden von Jahren hoffärtigen, widerspenstigen von [[Gott]] abgefallenen, verworfenen [[Geister|Geistes]], der  nie wieder zu Gott, der ihn werden hieß, umkehren will. Er ist der abgesagteste [[Feind]] Gottes, der vom Anbeginn mehr sein wollte als Gott. Er lässt sich tausendmal tausend Male auf den Mund schlagen, bleibt aber dennoch stets der gleiche, allerärgste Feind Gottes und alles [[Gut]]en und [[Wahr]]en, das dem Geist Gottes entstammt. Da ihn [[Macht Gottes|Gottes Macht]] gestürzt hat, ist er voller [[Grimm]] und denkt nun nur daran, wie er Gott schaden könnte. [[Lüge]], [[Selbstsucht]], [[List]], [[Trug]] und [[Bosheit]] sind seine Merkmale; er ist der Großmeister aller [[Politik]]. Er lügt sich an, er sei ein allermächtigster Geist aller Geister, obwohl er keine [[Kraft]] hat außer in der Lüge, in der er ein großer Meister ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.101.7}}; {{L|HG|2.158.5}}; {{L|HG|2.208.8-9}}; {{L|HG|3.87.2}}; {{L|HG|3.199.12}}; {{L|GEJ|1.209.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Satan ist der Fürst der [[Hölle]], wie auch ihr erster Gründer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.266.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter dem Teufel und Satan ist (auch) die [[Hölle]] zu verstehen, wobei der Teufel die Hölle bezeichnet, die weiter hinten liegt, wo sich die Schlimmsten befinden, [[böse Engel]] (genii) genannt. Der Satan dagegen bezeichnet die weiter vorn liegende Hölle, wo sich die weniger Bösartigen aufhalten, böse Geister genannt. Ein besonderer Teufel, dem die Höllen unterworfen wären, existiert nicht (siehe &amp;quot;Person&amp;quot; weiter unten).&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|544}}; {{S|EO|97}}; {{S|EO|387}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Allgemeinen soll man unter dem Satan (der Seele nach) die ganze [[materielle Schöpfung]] verstehen und unter den [[Teufel]]n (ebenfalls der Seele nach) des getrennte Spezielle derselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.34.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Teufel oder der Satan ist die tote [[Materie]] und die in sie gebundenen und dadurch oft eine überlange Zeit hin gerichteten [[Geister]], die nirgends starrer und gerichteter sind als in einer [[Wüste]], in der es stets am meisten des [[Tod]]es und am wenigsten des [[Leben]]s gibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640320.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der eigentliche Hauptbestandteil des Satans bildet [[Zorn]], der Gegensatz der [[Liebe]]. Der Satan ist die Quintessenz des [[Zorn Gottes]], ein von aller Liebe ausgeschiedenes Wesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|61.3}}; {{L|HIM|1.401214.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Seele nach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle [[Weltkörper]] des [[Universum]]s sind aus der [[Seele]] Satans gestaltet; diese eine Seele ist in diesen Weltkörpern in zahllose Kompendien geteilt, die aber in ihrer endlosen Zahl dennoch sein komplettes Wesen bedingen. Durch diese Zerstreuung kann ein Geist keinen vollen Gedanken und noch weniger einen Plan in sich fassen, weswegen der Satan eifrigst bemüht ist, in den einzelnen Menschen und Geistern sein eigenes Urbild wieder in eins zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war. Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er geteilt und zerstreut durch die ganze [[Schöpfung]], und sein Geistiges ward verkehrt in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem Seelischen ein neues Geistiges eingehaucht wird, damit da aus einem jeden solchen Teil ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt und in Unendliches zersplittert hat, so dass nun von ihm nichts übrig blieb als sein [[Ich]] und mit demselben sein grundböser [[Wille]]; aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten sind ihm genommen worden, und diese sind es eben nun, die da fortwährend zu den Weltkörpern gelangen, zum größten Teil schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen, da in dem Seelischen das gegebene Ich und das [[Selbstbewusstsein]] wieder auftaucht aus der [[Materie]], und in dem Geistigen die [[Erkenntnis Gottes]] wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die [[Pflanze]] ohne [[Regen]] und [[Sonnenschein]], bald verdorren und ersterben würde. Der unteilbare Geist Luzifers wohnt nur im Mittelpunkt (Schwerpunkt) der [[Erde]], wo er schwer gefangen gehalten wird, damit er nicht die Erde und die ganze Schöpfung zerstört, denn in ihm liegt eine ungeheure Kraft, mit der nur Gott fertig werden kann. Obwohl er machtvoll gefesselt ist, haucht er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden [[Seelenspezifika]] und pflanzt ihnen den Tod ein, der daher überall auf der Erde beobachtet werden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.6-11}}; {{L|ER|53.9-10}}; {{L|ER|53.19}}; {{L|ER|55.10-11}}; {{L|GEJ|2.63.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satan wohnt im [[Fleisch]] eines jeden [[Menschen]] und in aller Materie und wird symbolisiert durch die [[Schlange]]. (laut Adam)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.105.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dem Geist nach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bosheit des Satans, des Erzfeindes von [[Christus]], ist derart unbeschreiblich schrecklich, dass selbst der kleinste Begriff davon dem Menschen tödlich wäre; Gott bewahrt die Menschen durch Seine [[Gnade Gottes|Gnade]], indem Er sie nur entfernteste Schattenbilder davon ahnen lässt. Gegen des Satans Kraft, die er noch hat, könnte ohne Gott die ganze [[Universum|Schöpfung]] nicht bestehen. Er kann nur durch die allerschwersten Bande, die allein Gott schmieden kann, niedergehalten werden. Würde man ihm nur ein wenig Luft lassen, er wäre in einem Augenblick nicht nur mit dieser Erde, sondern mit der ganzen sichtbaren Schöpfung fertig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|55.10-11}}; {{L|BM|116.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz seiner [[Macht]] und Stärke ist Satan aber ein endlich erschaffener Geist, und wo all seine Macht für ewig aufhört, fängt [[Gottes Macht|Gottes unendliche Macht]] erst an. Wer sich daher in Gottes Händen befindet, dessen leisester Hauch ist schon mächtiger als alle Stärke des Satans.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.25.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der böse Geist ruht nie, weder bei [[Tag]] noch bei [[Nacht]]; er läuft herum wie ein hungriger [[Löwe]] und fällt in seinem großen [[Hunger]] alles an, was ihm nur im Geringsten irgendwo unterkommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.217.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bosheit des Satans ist sehr groß und er ist so [[Schlauheit|schlau]] und listig, wie er böse ist, weswegen man sich vor ihm in acht nehmen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.158.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er will Alleinherrscher sein und den alleinigen Gott aller [[Heiligkeit]], [[Macht]] und Kraft nicht anerkennen, weswegen er stets im Sinn hat, Gott zu schwächen und zu vernichten, um dann alle Gewalt über [[Himmel]] und [[Universum|alle Welten]] an sich zu reißen. Dann würde er alles Bestehende aus übergroßen [[Hass]] gegen Gott vernichten und eine neue Schöpfung nach seinem Wohlgefallen bewerkstelligen. Darin solle aber nichts für ewig Bestehendes vorkommen, sondern alles solle nur ein von seiner höchst freien Willkür abhängendes Dasein haben und nur solange bestehen, wie es ihm ein sinnliches Vergnügen gewähren würde. Nachdem er sich daran völlig gesättigt hätte, solle sogleich wieder eine ganze Schöpfung ins Nichts zurücksinken und wieder eine andere bloß zu seinem Vergnügen entstehen. Er würde auch keine ihm völlig ähnliche Wesen erschaffen - wie zum Beispiel den [[Mann]] -, wohl aber die [[Frau]] zu seinem sinnlichen Bedürfnis. Diese solle dann überaus empfindlich sein, damit er sie desto mehr martern könnte. Seine [[Idee]]n sind von einer solchen Scheußlichkeit, dass sie selbst ein [[Erzengel|oberster Engel]] nicht in ihrer Fülle zu erfassen vermag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.158.5-11}}; {{L|HG|3.17.6}}; {{L|HG|3.17.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der unteilbare Geist Satans wohnt in neue, undurchdringliche Bande gefesselt im [[Schwerpunkt]] der [[Erde]], nicht aber in den anderen Weltkörpern. Dabei handelt es sich aber nicht um das [[Erde#Herz und Lunge|Erdherz]], welches wie alles andere aus Seelen besteht, in welche zum Teil der böseste Geist einwirkt, zum größeren Teil aber auch die guten Geister, die eben das Wirken des Bösen dadurch beschränken. Der Sitz dieses bösen Geistes ist der eigentliche festeste Mittelpunkt, auf den alles eindrückt, damit er sich nicht allzu gewaltig bewege und die Erde zerstört. Obwohl er machtvoll gefesselt ist, haucht er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden [[Seelenspezifika]] und pflanzt ihnen den Tod ein, der daher überall auf der Erde beobachtet werden kann.  Alles Organische ist zerstörbar alle Materie ist fähig, den Tod zu geben und die Zerstörung zu bewirken. Dies alles rührt vom Willenshauch des Allerbösesten. So ist die Erde zwar im Geiste das von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte, kann aber eben darum im Besserungsfall das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden. Daher wählte auch Gott diese Erde zum Schauplatz Seiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.9-11}}; {{L|ER|53.19}}; {{L|ER|55.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1848 wurde der Satan von [[Johannes]] auf die [[Sonne]] umquartiert. Er wurde dort zum [[Gehorsam]] und zu einer bleibenden [[Ruhe]] genötigt, denn sein Plan war es, die Gemüter der Menschen so lange gegeneinander zu empören, dass sie sich unter dem furchtbarsten gegenseitigen [[Hass]] bis auf den letzten Mann aufreiben würden - und nach den Menschen dann auch die anderen Geschöpfe, die die Unendlichkeit trägt. In der Folge war er äußerlich gehorsam und ruhig, aber desto argtätiger in seinem Inneren. Das Gemüt des Satans spiegelte sich in der ganzen Natur aller Dinge ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|200.14-15}}; {{L|HIM|3.490319.4-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Satan hat noch viele Legionen, die in seinem Namen Arges wirken, was die Erde noch auf eine kurze Zeit empfinden wird. Dann aber wird die arge Quelle zunehmend versiegen und alles Böse erlahmen, wenn auch nicht ganz ein Ende nehmen, obwohl das Ende alles Argen nicht mehr fern sein wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|201.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Leider konnte bisher niemand sagen, ob sich der Geist des Satans nach der Neuoffenbarung noch auf der Erde, oder schon auf der Sonne befindet, oder ob sich die Umsiedlung auf die Sonne, die nur im Buch Bischof Martin erzählt wird, nur in der Sphäre Martins zugetragen hat, oder nur zeitweilig zu verstehen ist. Diese Sache gehört wahrscheinlich zu jenen Dingen, die erst später aufgeklärt werden sollen, wie das bei so ziemlich allen Offenbarungen der Fall ist, z.B. die Offenbarung des Johannes konnte erst seit Emanuel Swedenborg überhaupt erst einigermaßen verstanden werden. Nicht einmal Johannes selbst vermochte all das Ungeheuerliche zu verstehen, das er da niederzuschreiben hatte.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fürst der Lüge und alles Bösen wohnt dort, wo Gott nicht wohnt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.119.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erzfeind Gottes kennt Gott, aber statt Ihn zu lieben und allein anzubeten, verachtet er Ihn und feindet Ihn überall an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|72.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namen und Gestalten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;[[Satana]]&amp;quot;, &amp;quot;[[Leviathan]]&amp;quot;, &amp;quot;[[Beelzebub]]&amp;quot;, &amp;quot;Gog&amp;quot;, &amp;quot;Magog&amp;quot;, die &amp;quot;[[Schlange]]&amp;quot;, der &amp;quot;[[Drache]]&amp;quot;, das &amp;quot;Tier des Abgrundes&amp;quot;, &amp;quot;Verderber&amp;quot;, &amp;quot;[[Abaddon]]&amp;quot;, &amp;quot;[[Luzifer]]&amp;quot; usw. sind weitere Namen des erzbösen Geistes. &amp;quot;Luzifer&amp;quot; oder &amp;quot;Lichtträger&amp;quot; ist der ursprüngliche, eigenschaftliche Name des Satans. &amp;quot;Satana&amp;quot; bezeichnet den Gegenpol der Gottheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|56.1-2}}; {{S|EO|440}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan kann seine Gestalt bis zur [[Schönheit]] eines Lichtengels erheben und sich auch wieder mit der grauenhaftesten Hülle eines feuerspeienden Drachen umgeben, bleibt aber als solche (der äußerlichen Sehe) unsichtbar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.217.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer den Satan in seiner ärgsten und für den Menschen gefährlichsten [[Gestalt]] sehen will, der braucht sich nur eine recht geputzte [[Dirne]] oder eine [[Putzsucht#Putzsüchtige Frauen|gezierte Frau]] ansehen. Wirkt der Satan als Drache und speit über die Erde [[Krieg]], [[Hunger]] und allerlei [[Pestilenz]], dann ist er den Menschen am wenigsten gefährlich, denn in solcher [[Not]] wenden sich die Menschen zu Gott, fangen an [[Buße]] zu tun und entgehen so der Hölle und ihrem Gericht. Aber wenn der Satan seinen Drachen mit dem Lichtgewand eines [[Engel]]s bekleidet, da ist er dem zur [[Sinnlichkeit]] von Natur aus geneigten Menschen am gefährlichsten, wie ein reißender [[Wolf]], der im Schafskleid unter die [[Schafe]] kommt, worauf die Schafe nicht fliehen, sondern sogar noch eine Freude am neuen Schaf haben, das aber ein Wolf ist, der die ganze Herde zerreißt, ohne dass diese vor ihm flieht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.167.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Satan ist schon in endlos vielen Gestalten erschienen, siehe dazu [[Satana#Gestalt|Satana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Person ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn irgendeine [[Kraft]] durch ihr überwiegend hartnäckiges Bestreben alle andern Gegenkräfte zum untätigen Schweigen in ihrer Sphäre bringt, dann tötet sie sich sozusagen selbst. Solch eine Kraft muss dann auch immer das Bestreben haben, noch mehr Kräfte in sich gefangen zu nehmen, um sich selbst in ihrem schmerzlichen Gefangensein lediger zu machen. Und das ist eben das, was man &amp;quot;Satan&amp;quot; und &amp;quot;Teufel&amp;quot; nennt. Satan entspricht der zu starren Ruhe und [[Trägheit]]; denn diese geschaffene erste große Persönlichkeit wollte alle anderen Kräfte in ihre Wesenheit vereinen und ist aber darum tot und tatunfähig geworden in sich selbst. Aber die in ihr besiegten anderen Kräfte ruhen dennoch nicht völlig, sondern stehen in einer fortwährenden [[Tätigkeit]] und personifizieren sich dadurch wie selbständig. Durch solche Tätigkeit beleben sie aber das Grundwesen wie mit einem Scheinleben, und dies Leben ist dann offenbar nur ein Trugleben einem wahren freien Leben gegenüber. Solche besiegten und doch den Sieg nicht annehmen wollenden Kräfte sind das, was man dem Satan gegenüber &amp;quot;[[Teufel]]&amp;quot; oder &amp;quot;böse Geister&amp;quot; nennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.229.10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan ist die Zusammenfassung des gesamten Materiegerichtes, und was seine Persönlichkeit betrifft, so ist diese an und für sich nirgends da, wohl aber ist sie als ein Verein aller Art und Gattung von Teufeln nicht nur dieser Erde, sondern aller Welten im endlosen Schöpfungsraum anzusehen. Die zahllos vielen Hülsengloben stellen außerdem in ihrer gemeinsamen Zusammenfassung einen übergroßen [[Schöpfungsmensch]]en dar.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.35.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kleineren ist auch ein Verein aller Teufel eines [[Weltkörper]]s ein Satan, und im kleinsten Maße ein jeder einzelne Teufel für sich. Solange es aber keinen Menschen auf einem Weltkörper gibt, gibt es auf demselben auch keinen persönlichen Teufel, sondern nur gerichtete und unreine Geister in aller [[Materie]] eines Weltkörpers.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.35.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gegenpol zu Gott ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Satana#Gegenpol|Satana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Macht ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan ist ein großer Meister der Lüge und seine einzige Kraft besteht in ihr. (nach Henoch)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.101.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fürst aller Teufel und der Satan aller Satane kann den Menschen gegen die Ordnung der Gerechtigkeit Gottes kein Haar krümmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.37}}; {{L|HG|3.19.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satan kann und darf sich niemandem nähern, außer wenn ein Mensch sich von seinem eigenen [[Gemüt|Herzen]] berücken lässt und [[Hochmut|hochmütig]], [[Genusssucht|fleischsinnig]], [[Weltsucht|weltsüchtig]] und [[Eigenliebe|eigenliebig]] wird. Dann nähert sich der Mensch selbst eigenwillig dem Feind des [[Leben]]s und wird selbst ein Feind alles Lebens und nicht selten ärger noch als der eigentliche in Person. Wenn der Satan einen solchen Menschen gewahrt, dann spart er keine Mühe, jenen an sich zu fesseln, der ihn überwiegend freiwillig aufgesucht hatte und bemüht sich, ihn auf ewig für sich zu gewinnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.158.21-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan kann und darf sich in seinen ärgsten Gestalten als schöner Lichtengel oder Drache dem Menschen (der äußeren Sehe nach) nicht zeigen, um ihn so entweder durch Schönheit oder Grässlichkeit mit Leichtigkeit zu besiegen. Daher kann jeder Mensch dem Satan die Stirn bieten und seine bösen Einflüsterungen leicht erkennen, da diese die Seele stets [[Hartherzigkeit|hartherzig]], [[Unkeuschheit|unkeusch]], [[Ehebruch|ehebrecherisch]], [[Selbstsucht|selbstsüchtig]], [[Herrschsucht|herrschgierig]], [[Meineid|meineidig]], [[Geiz|geizig]], [[Unbarmherzigkeit|unbarmherzig]], gleichgültig gegen alles Wahre und Göttliche, gefühllos gegen Arme und Leidende und für allen Wohlgenuss auf der Welt gierig stimmen. Der Satan kann nur in die [[Sinne]] der Seele, nie aber in ihren [[Wille]]n einwirken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.217.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Spektakel, Krieg, Streit, Hurerei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fürst der Finsternis macht unablässig Jagd auf alle Menschen und betrachtet sie als das Wild seines großen Reviers. Früher war er nur ein Raubjäger, gegenwärtig (1841) hat er sich auf eine kurze Zeit zum Jagdinhaber aufgeworfen und schont sein Wild, bis er dann wieder eine große Treibjagd gibt, um mit reicher Beute beladen heimzukehren. Solche Jagdzeiten sind vorzugsweise [[Spektakel|öffentliche Belustigungen]], [[Krieg]], [[Streit]], [[Hurerei]] usw. Die [[Tanz|Tänzer]], Krieger, Neider, Unzüchtige usw. sind das gehetzte Wild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410201.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Satansknechte&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan lässt seine Helfershelfer zu gewissen Zeiten unter das menschliche Geschlecht treten mit dem Auftrag, alles zu fangen, was nur immer zu fangen ist, und kein Mittel unversucht zu lassen, durch welches irgendeine Seele für den Hofstaat des Fürsten aller Bosheit und Lüge samt Haut und Haar zu kapern wäre. Siehe dazu [[Besessenheit]] und [[Spuk]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|58.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Verführung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Des Satans Lust ist es, die blinden Menschen durch den in sie eingepflanzten Hochmut von der [[Ordnung Gottes]] soweit als möglich abzubringen. Wenn diese dann als Jünger seiner Schule drüben ankommen, dann verwirft er sie und stellt sie zu seinen allerniedrigsten und scheußlichsten Diensten an, in denen sie nach seinem bösesten Willen ewig zu verbleiben hätten. Der Satan als der Fürst der Finsternis lässt die [[Abgötterei|Menschen hier zu Göttern erhöhen]], um sie dann zu den niedrigsten Scheusalen hinab zu demütigen. Gott hingegen verlangt hier ein weises und demütiges Herz, um dereinst den Menschen desto höher zu heben und seliger zu machen. Dem Satan wird zwar solche Macht genommen, und die Menschen werden völlig frei nach ihrem Sinn schalten und walten können; dadurch werden die Guten desto mehr leuchten, und die aus sich Bösen desto ärger und tiefer der Hölle angehören, denn die Bosheit geht dann auf ihre eigene Rechnung, weswegen sie vom Satan und seinen Knechten desto übler hergenommen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.207.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wen Satan fangen will, den fängt er durch einen gewissen Weisheitshochmut (Anm.: Erkennbar an Titeln und Ehren, Hochwürdengetue usw.) und darauf durch Unzucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|154.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Falsche Propheten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan hat den Menschen von Anbeginn durch [[Falschprophet|seine Propheten]] die glänzendsten [[Versprechung|Versprechungen]] gemacht, aber nie eine erfüllt und dadurch Zahllose ins größte [[Elend]] gestürzt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.198.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Versuchungen, Unzucht, Irrlehren&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Versuchung]], [[Unzucht]], und [[Irrlehre#Vom Satan selbst verbreitete Irrlehren|Irrlehren des Satans]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan ist als ein [[Urgeist|ursprünglicher Geist]] geschaffen worden. Als er durch ein [[Gesetz]] seine volle [[Freiheit]] hätte erkennen und annehmen sollen, wurde er unwillig und fiel durch die Verachtung des Gesetzes und somit auch durch die Verachtung Gottes. Die Folge davon war die [[Schöpfung|materielle Schöpfung]] aller Welten, welche ein notwendiges [[Gericht]] ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.153.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan trotzt Gott schon seit unvorstellbar langen Zeiten, gewinnt dadurch aber nichts und bleibt stets der geschlagene [[Sklave]] seines eigenen [[Starrsinn]]s, der eine Frucht seiner [[Torheit]] ist. (nach Noah)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.349.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satan war der höchst freieste Geist aus Gott. Daher musste er auch in die tiefste Tiefen alles Verderbens notwendig fallen, aus der er kaum je einen Rückgang finden wird, weil dem [[Laster]] von Gott aus eine ebenso endlose Vervollkommnungsfähigkeit gegeben ist wie der [[Tugend]]. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.60.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mensch und Satan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der alte Satan hat schon lange nicht mehr die Macht, die Menschen zu verderben (Anm.: solange diese unter dem Schutz Gottes bleiben). Seit die Menschen allein von ihrem höchsteigenen, freiesten Willen abhängen, gibt es viele unter ihnen, zu denen der alte Satan in die Schule gehen könnte. Vor einigen aus dem hohen römischen Klerus und gewissen [[Jesuit]]en, die sich Diener Gottes nennen, hat sogar der Satan einen solchen Respekt, wie eine nervenschwache furchtsame Jungfrau vor einer Klapperschlange.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.266.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine nähere Bekanntschaft mit dem Satan wäre dem Menschen dennoch höchst verderblich. Seine Unerbittlichkeit und schrecklichste grausame Bosheit lässt sich an manchen Erscheinungen auf der Erdoberfläche erahnen, wenn auch nur als ein winzigstes Schattenbild:&lt;br /&gt;
* Die vehement [[Giftpflanze|giftigen Gewächse]] der tropischen Länder; einige sind derart giftig, dass man sich ihnen nicht einmal nähern kann, ohne zu sterben. &lt;br /&gt;
* Der [[Tiger]], als der grausamste aller Vierfüßler; dieses Tier ist schlau, hat keine Furcht und schont nichts.&lt;br /&gt;
* Die [[Schlange]]n und Nattern; wenn es sie hungert, dann greifen sie alles an, was ihnen unterkommt.&lt;br /&gt;
* Ein von der Höhe herabstürzender [[Stein]]; mit toter, blinder Wut zertrümmert er alles, was ihm im Weg steht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|55.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt nicht einmal einen Engel, der es ohne die [[Hilfe#Gotteshilfe|Hilfe Gottes]] mit dem Satan aufnehmen könnte, da dieser über eine Unzahl von feinsten Trugmitteln verfügt, durch die er selbst alle Himmel berücken könnte. Selbst [[Michael]] ist von ihm überwunden worden, als er mit ihm um den Leib von [[Moses]] gerungen hat. Er konnte nichts tun, als das [[Gericht]] Gottes über dieses allerböseste Wesen rufen, das allein imstande war, diesem Drachen die Beute zu nehmen (nach Borem).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|118.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer der List des Feindes entgehen will, der sei ein getreuer Hirte seines eigenen Herzens, und kehre es sorgfältig zu Gott. Wer solches stets beachtet, dem kann sich Satan unmöglich mit seiner List nahen. Man soll nicht ängstlich sein, denn ohne die [[Zulassung]] Gottes kann nichts geschehen. Wenn Gott etwas zulässt, dann hat Er stets den besten Grund dazu. Vor allem soll man sich vor sich selbst in Acht nehmen, denn außer Gott gibt es nirgends etwas Freieres als das Herz des Menschen, weswegen man für dieses nach dem Willen Gottes sorgen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.158.25-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll den Satan stets betrügen mit der [[Klugheit]] seiner [[Sanftmut]], vgl. {{B|Mt|10|16}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400728.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man die bösen Einflüsterungen des Satans (siehe &amp;quot;Wirkungen&amp;quot; oben) bemerkt, dann soll man seine Seele aufrichten und gerade das Gegenteil davon tun, als wonach es einem zu gelüsten anfängt. So wird man Meister des bösen Geistes. Hat man ihn in all den angezeigten Stücken besiegt, dann lässt er einen in der Folge in Ruhe und man wird mit ihm keinen [[Kampf]] mehr zu bestehen haben. Lässt man sich jedoch nur in einem oder dem anderen Stück fangen oder gibt wenigstens in irgendetwas leichtsinnig nach, so wird man ihn bis ans Lebensende nicht leicht wieder völlig los. Wo der Arge es in einer Seele nur einmal dahin gebracht hat - was für ihn keine große Mühe ist -, dass sie in einem oder dem anderen Stück ihren Willen hinzugab, woraus dann natürlich eine Sünde erzeugt wurde, dann kostet es schon einen schweren Kampf, um diesen Schaden an der Seele wieder völlig gutzumachen. Wer aber eines ernsten Willens ist und selbst so viel tut, als er kann, und seine Schwäche dem Herrn, [[Jesus]], überträgt im Geiste, dem wird dann der volle Sieg über den Satan auch ein leichter sein; aber nur unter lebendig gläubiger Anrufung des [[Gottesname|Namen des Herrn]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.217.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem Satan soll man keine [[Furcht]] haben, denn auch das ist eine Art [[Hingebung]] unter seine Kraft und eine Art Triumph für ihn. Die Gefahr besteht dann darin, dass man von seiner bösen Polarität derart angezogen wird, dass es dann viel Mühe kostet, sich wieder zu befreien (nach Johannes).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|197.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und Satan ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:SatanbeforeLord.jpg|thumb|Gott und Satan, ca. 1750 (Corrado Giaquinto)]] [[Gottes Liebe]] erstreckt sich nicht nur auf die [[Guter|Guten]] und das Gute, sondern ebenso auf die [[Böser|Bösen]] und das Böse. Also nicht nur auf die [[Engel|Himmlischen]] und das Himmlische, sondern auch auf alle und alles in der [[Hölle]], nicht nur auf [[Michael]] und [[Gabriel]], sondern auch auf den Satan, denn Gott ist überall und von Ewigkeit zu Ewigkeit derselbe. Er lässt Seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt regnen über Gerechte und Ungerechte. {{B|Mt|5|45}} Wenn persönliche Wesen oder Dinge gleichwohl böse sind, so liegt die Ursache in den Trägern und Gegenständen selbst, die Gottes Liebe nicht so aufnehmen, wie sie ist und ihrem Innersten innewohnt, sondern im Einklang mit der eigenen Natur, ähnlich wie Dornstrauch und Brennnessel die Wärme der Sonne und den Regen des Himmels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|43b}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Gott gibt es keinen Satan und keine Hölle, – wohl aber im Anbetracht seiner selbst und der Menschen dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung der [[Kinder Gottes]] handelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.16}}; {{L|DTT|11.49-51}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott und allen rein himmlischen Geistern gegenüber kann der Satan als widerordentlich gewordener Geist unmöglich böse sein, da er ihnen ewig nie schaden kann. Böse und schlecht ist er nur gegen sich selbst, weil er ganz allein nur sich schadet, solange er in der Widerordnung verharrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|198.11}}; {{L|HG|3.16.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Schöpfer Satans ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn Gott und Seine Werke alle gut und vollkommen von Ihm ausgehen, und außer Gott in der Unendlichkeit nichts ist, wessen Ursprung ist demnach der Satan und dessen unbegrenzte Bosheit? Der Satan ist frei und so vollkommen wie der Mensch; er kann als freier Geist ohne Berücksichtigung der Ordnung Gottes tun, was er will. Die Vollendung der Wesen besteht darin, dass sie ganz frei wollen und tun können, ob für oder gegen die Ordnung Gottes, und nicht, dass sie Mangel haben an der vollkommenen Willensfreiheit, gerichtet sind in der Allmacht Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.339.13-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weswegen Gott Satan nicht vernichtet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Liebe und [[Gnade Gottes|Erbarmung Gottes]] ersteckt sich sogar bis zum endlos finstersten Geist. Deswegen aber kommt niemand zu kurz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.25.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott weiß am besten, wie arg der Satan die [[Erde]] zurichtet, und Er hätte Macht genug, ihn völlig zu vernichten, aber Seine große Liebe lässt das niemals zu. Wer seinen [[Feind]] durch dessen [[Vernichtung]] zu besiegen wähnt, der ist ein Feigling, der sich durch die Tötung des gefürchteten Feindes diesen vom Hals schafft. Ein rechter [[Held]] verdirbt den Feind nicht, sondern nimmt sich alle Mühe, ihn mit aller Klugheit, Geduld, Liebe und Weisheit im Herzen zu gewinnen. Dann erst kann er sich rühmen, einen wahren Sieg über seinen Feind erkämpft zu haben, und der erkämpfte Feind wird selbst sein größter Lohn sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.201.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Selbst ein gewöhnlicher Mensch zögert, einen noch so großen Bösewicht einfach zu töten, umso weniger mag das Gott tun, dessen Liebe viel größer ist als die eines Menschen, zudem Gott auch der Schöpfer, Herr, Gott und väterlicher Richter des Satans ist, so wie der Menschen. Dem Satan wurde ohnehin so viel Macht und Willen als möglich genommen, weswegen man ihn nicht zu fürchten braucht, sondern sich nur vor seiner List in Acht zu nehmen hat. Diese hat keine Gewalt, und ist für sich völlig ohnmächtig und man kann sie stets so leicht wie eine [[Fliege]] verwehen, wenn man es nur will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.158.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat die Macht, die Hölle samt ihrem Fürsten und allen seinen Teufeln zu vernichten. Damit würde jedoch die gesamte materielle Schöpfung vernichtet; diese jedoch muss sein und bestehen, damit die Seelen der Menschen sich die [[Freiheit]] und die volle Selbständigkeit des [[ewiges Leben|ewigen Lebens]] erkämpfen können. Ebenso würde auch der [[Leib]] jedes Menschen vernichtet; der aber ist ein notwendiges Werkzeug der Seele, weil sie sich nach [[Weisheit Gottes|Gottes höchster Weisheit und tiefster Erkenntnis]] nur einzig und allein mit diesem Werkzeug das ewige Leben erkämpfen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.12.4-5}}, {{L|HG|3.16.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weswegen Gott den Willen des Satans nicht beschränkt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wille des Satans muss frei bleiben; denn seinen Willen hemmen, hieße die ganze, nahe endlose materielle Schöpfung und alle ihre Elemente in den härtesten [[Stein]] verwandeln, darin sich kein Leben regen kann. Die ganze materielle Schöpfung ist der so weit als möglich gerichtete große Geist, getrennt in zahllose Welten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.63.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott kann das, was der Satan zerstört, doch wieder völlig ganz machen, und zwar derart, dass keine Spuren oder Schäden bleiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|189.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Satan ist im höchsten Maß krank und daher müssen die Gesunden und Mächtigen eine rechte Geduld haben. Und dies desto mehr, weil ihnen der Satan sogar durch seine böseste Krankheit dienen muss. Der gerichtete Satan kann nur tun, was ihm zugelassen wird. Sein Wille ist wohl böse, aber er kann ihn nicht ausführen ohne die Zulassung Gottes. Warum Gott manchmal etwas von seinem bösen Willen zulässt, kann man erst fassen, wenn man aus der Liebtätigkeit aller Himmel ausreichend Erfahrung gesammelt hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|189.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bemühungen zur Umkehr ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die zahllosen Sonnen und Welten aller Art hat der Herr des Satans wegen erschaffen, damit dieser auf einer oder der anderen zurückkehren sollte, wobei ihm Gottes endlose Erbarmung auf jeder Sonne und Welt Mittel gegeben hat, mit deren Hilfe er leicht hätte zurückkehren können. Allein aus Liebe füllte Gott, die Ewige Liebe, die Unendlichkeit mit Sonnen und Welten, um auch den kleinsten Teil dieses Gefallenen noch retten zu können. Nie hat ihn Gott auch nur im geringsten Teil in seiner ersten äußeren Freiheit seines Willens beirrt und keinerlei Schranken gesetzt. All diese unaussprechlichen Gnaden wurden aber vom Satan verschwendet, der Gott stets belog und verhöhnte. Als der Satan auch auf der Erde den völligen Untergang der Menschen und sogar die Kreuzigung des Herrn beabsichtigte&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.86.7-10}}; {{L|HIM|1.400806.26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, schwor ihm Gott Seinerseits den völligen Untergang und setzte ihm eine Frist von ca. 6000 Jahren, wonach der Satan mitsamt seinen Helfern und Helfershelfern den gebührenden Lohn im ewigen Feuer des Zorn Gottes finden würde. Damit der Satan dieses ihm von Gott gesetzte Ziel verkosten soll, wurde (im Jahr 930 nach Adam) von Gott ein Fünklein in die Mitte der Erde versenkt, wohin der Satan zeitweise genötigt wird zur Probung des Fünkleins, sooft er an Gott gefrevelt hat. (nach Henoch)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.87.3-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sieg über Satan ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die [[Kreuzigung]] von [[Christus]] wurde der Satan - [[Lüge]], [[Trug]], [[Stolz]], [[Habsucht]], [[Eigenliebe]], [[Hass]], [[Herrschgier]], [[Mord|Mordlust]] und [[Hurerei]] - der die Menschenwelt beherrscht hat, machtlos und konnte die Menschen nicht mehr so sehr wie davor verführen und sie ins Verderben stürzen. Der höchste [[Hochmut]] kann nur durch die tiefste [[Demut]] zugrunde gerichtet werden, weswegen die Kreuzigung notwendig war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.220.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Satan ist nur auf dem Weg des langen, fortdauernden [[Gericht]]es beizukommen. Dieses besteht in der [[Universum|äußern materiellen Schöpfung]]. Dadurch wird er stets schwächer und ohnmächtiger und muss sich, solcher Schwäche und Ohnmacht bewusst, in vieles fügen, in das er sich in seiner freien, ungerichteten Vollkraft ewig nie fügen würde. (nach Johannes)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|190.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verehrung im Heidentum ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Sivakempfort.jpg|thumb|Shiva, der Gott der Zerstörung, wird bis heute im Hinduismus verehrt.]] Der von all seiner Seele entbundene und lediglich in seinem geistigen reineren Wesen gebundene Geist wollte sich zuweilen bessern, wenn ihm dies oder jenes gestattet würde. Eine Besserung wäre ihm möglich, da er von all seinen bösen [[Intelligenzpartikel|Seelenspezifiken]] entbunden wurde. Er verlangte, es würde ihm gestattet, auf eine Zeitlang göttlich verehrt zu werden, um so einsehen zu können, dass ihm diese [[Verehrung]] nicht mehr gefalle, worauf er völlig umkehren und ein reinster Geist werden würde. Dies wurde ihm auch gestattet; das ganze [[Heidentum]] gibt dafür Zeugnis. Gott behielt Sich nur ein einziges kleines Völklein auf der Erde (die [[Israeliten]]) vor; alles andere konnte unbeschadet seiner Freiheit dem Wunsch dieses Geistes gleich den [[Tier]]en ungestraft nachkommen. Daraus sind dann die verschiedensten Namen dieses als Gott verehrten Wesens entstanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|56.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings begnügte sich dieser Geist nicht damit, sondern statt sich zu bessern, machte er stets größere Eingriffe in die [[Ordnung Gottes|göttliche Ordnung]], weswegen er in sehr enge Haft getrieben wurde. Da sich aber schon eine Menge gleichgesinnter Geister aus dem menschlichen Geschlecht herangebildet hatte, wirkt er durch seine &amp;quot;Engel&amp;quot;, d.h. die [[Teufel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|56.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Ormuzisten]] und [[Brahma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Umkehr ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Seele nach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott lässt niemanden verschmachten und zugrunde gehen, selbst den Satan und die ärgsten Teufel nicht; allerdings in ihrem Zustand wider alle Seine Ordnung lassen kann Er sie nicht. Da Satan gleich dem [[Adam]] ein Urvater der ferneren Menschen für die Ewigkeit hätte werden sollen, trug er auch gleich einem Samenkorn zahllose Äonen von künftigen Menschen in sich. Auch wenn er für sich ganz allein noch lange bleiben kann was er ist - die zahllosen Keime der Menschen werden ihm genommen auf dem harten Wege durch die Materie. Diese Keime gehen aus seinem gesamten Wesen hervor - aus Haaren, Kopf, Hals, Zunge, Zähnen, Brust, Eingeweiden, Haut, Händen und Füßen. Je nachdem, aus welchem Teil die jeweilige Menschheit hervorgeht, muss sie auch entsprechend behandelt und geführt werden, um die Vollendung zu erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.153.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Gottvater|heilige Vater]] ist durch Seine endlose Liebe genötigt, die totale Lebenskraft des Satans in ein zahlloses spezielles Leben der Menschen auf dieser Erde und zahllos anderen Weltkörpern zu zerteilen und den Satan auf diese Weise von seinem Eigensinn zu befreien und ihn in den Menschen geteilt wieder zurückzuführen, weil er sich ungeteilt wohl ewig nicht dazu entschließen würde. (nach Henoch)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.274.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ganze materielle [[Schöpfung]] ist der so weit als möglich gerichtete große Geist, und dieser wird getrennt in zahllose Welten, die aber in ihrer endlosen Zahl dennoch sein komplettes Wesen bedingen. Aus diesem einen Wesen werden zahllose Wesen, wie da sind die meisten Menschen dieser Erde, genommen und durch Gottes Kraft, Macht, Liebe und Weisheit zu ganzen, gottähnlichen Wesen umgestaltet, und das ist eine sichere Umkehr des einen großen Geistes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.63.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was immer auf der Erde in die Erscheinlichkeit tritt, ist gewisserarte Seele. Fortwährend steigt eine Menge [[Seelenpartikel|tellurischer Spezifika]] auf, die sich ergreifen und verbinden und ordnen nach dem dazwischenkommenden Willen der Geister, welche dieses Geschäft zu besorgen haben. Die Teilung dieser Seele wird nach einem geheimen Gesetz geordnet, das man göttliche Politik nennen könnte. Der Satan will seine Seele durch seine Kraft frei machen und ihr wieder die vorige Ausdehnung geben. Daher erbrennt er fortwährend im Innern seiner zusammengedrückten tellurisch-spezifischen Totalseele. Durch dieses fortwährende Aufbrennen will er die scheinbare Materie ganz zur subtilen Substanz machen. Diese Bemühung wird unter ordnungsmäßiger Beschränkung fortwährend zugelassen, wobei der Organismus des Erdwesens so geordnet ist, dass der böse Geist in seiner Beharrlichkeit fortwährend gleich tätig bleiben muss. Er befindet sich in dem Wahn, dass er beinahe schon seine ganze gefangene Seele frei gemacht hat, weswegen er fortwährend die psychischen Spezifika aus dem Innern der Erde heraus treibt. Diese werden dann von den mächtigeren Geistern aufgefangen und zu neuen, vollkommenen Menschengestalten geordnet (siehe [[Entwicklung]]), wovon der Satan wenig bis nichts weiß. Das Höllische dieser Spezifika zeigt sich an den vielen Wesen ganz klar, die dem Menschen vorangehen, z.B. das giftige Wesen fast sämtlicher [[Metall]]e, das [[Gift]] in den [[Pflanze]]n, dann das Gift in den [[Tier]]en, die große Wut derselben, besonders bei den reißenden Tieren usw. Selbst bei den Menschen äußert sich dieses Böse, rein Höllische, oft noch in einem so hohen Grad, dass zwischen manchem Menschen und dem Fürst der Finsternis wenig oder gar kein Unterschied vorhanden ist. Dieses rein höllisch Böse wird erst durch das mächtigste Spezifikum, das Wort Gottes, einer neuen Gärung ausgesetzt, in welcher erst allmählich das Höllische gesänftet und in Himmlisches verkehrt wird. Die Spezifika in der eigentlichen [[Menschenseele|Seele des Menschen]] werden zwar für sich schon rein himmlisch, wenn sie vom [[Menschengeist|Geist im Leib]] durchdrungen worden sind, aber der [[Leib|Leib und das Fleisch des Menschen]] ist in all seinen Teilen noch eitel böse; daher muss dieses Fleisch noch eine Menge demütigende Prüfungen erleiden, bis es erst nach und nach ein übereinstimmender Teil der schon früher reineren Psyche werden kann. Daher muss der Leib noch einmal sterben oder, besser gesagt, aufgelöst werden. Dabei geht er in zahllose Infusorien über, diese ins Pflanzenreich, die Pflanzen verwesen, verbrennen oder gehen über in den Magen der Tiere usw. bis das letzte Atom frei aufgelöst wurde, wozu bei manchem Menschen mehrere hundert Jahre erforderlich sein werden, bei manchen eitlen, ihr Fleisch liebenden Toren sogar etliche tausend Jahre. Zwar bleibt von jedem Leib die eigentliche, rein höllische Hefe für alle Zeiten unverweslich als das eigentlichste Grundangehör des Satans, damit demselben ein fortwährender Körper bleibe (siehe [[Materie#Hülsenstoff|Hülsenstoff]]); aber was nur immer als [[Seelensubstanz|seelische Substanz]] an demselben klebt, wird davon genommen und der eigentlichen Seele des Menschen einverleibt werden. Und so wird nach und nach die ganze Seele des Satans auferstehen in vielen Menschen, davon ein jeder vollkommener sein wird denn der ganze frühere große Geist. Dies ist die neue Schöpfung, die durch das Feuer der göttlichen Liebe völlig umgestaltet wird (siehe: [[Erlösung]]); die alte Schöpfung wird zurücksinken in ihren Staub und in ihre stets größer werdende Ohnmacht und wird zu einer Unterlage verhärten und zu einem Schemel der neuen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|54.1-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es werden noch einige Millionen von Erdjahren vergehen, bis die Erde alle Gefangenen ausliefern wird und sie ihre letzte Feuerprobe im Feuer der Sonne machen wird. Was da noch wird aufgelöst werden können, das wird zur Freiheit gelangen; was aber das Feuer der Sonne nicht wird auflösen können, was nicht flüssig wird in diesem Feuer, das wird Schlacke bleiben auf ewig, als ein Gefängnis des Allerärgsten; dies wird der letzte und der [[ewiger Tod|ewige Tod]] sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|55.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dem Geist nach ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange noch die [[Erde]] besteht, ist es jedem Geist möglich, den Weg der [[Reue]], [[Demut]] und der Besserung zu ergreifen, auch dem ärgsten Geist. Wenn aber die Zeit um ist, dann wird auch die Möglichkeit einer Rückkehr auf ewige Zeit verbaut sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|55.8}}; {{L|BM|119.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn alle Erden und alle Sonnen in lauter Menschen aufgelöst sein werden, dann wird vom Satan nichts mehr übrig sein als sein pures &#039;Ich&#039;, das sich im völligsten Alleinsein nach Zeiten der Zeiten zur Umkehr anschicken müssen wird, ehe es sich einem ewigen Verschmachten preisgeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.63.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahrscheinlichkeit für die Besserung und Rückkehr des Satans und seiner Helfershelfer ist extrem gering. Sie wird sich erst nach einer Hauptprüfung dieses Geistes zeigen, indem dieser Geist in Erfahrung bringen wird, dass ihm all sein Seelisches genommen wurde und sich in die Herrlichkeit Gottes begeben hat. Da wird keine Sonne und keine Erde mehr sein irgend im weiten Schöpfungsraum; alle sichtbaren Körper werden ihre Gefangenen völlig ausgeliefert haben, keine Materie wird mehr zu finden sein, außer die geistige eines neuen Himmels und einer neuen Erde. Es bleibt dann nur die letzte Schlacke echt satanischer, psychisch allerbösester Intelligenzpartikel (Hülsenstoff), welche der Geist des Satans nicht verlassen wird samt seinen Spießgesellen. Dann aber wird sich niemand mehr darum scheren, was mit diesem Unrat geschehen ist. Dieser Geist wird dann mit seiner allerfestesten Schlackenumhüllung in alle Unendlichkeit geworfen werden. Sein Fall in das Zornmeer wird kein Ende finden, seine Qual stets zunehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|55.2-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die irdische Zeit hat kein Maß für die Umkehr des Satans, wohl aber eine ganze [[Urgrundmittelsonne]], die einen unfassbar langen Zeitraum benötigt, bis all das in ihr gerichtete Leben, das nun eine scheinbar tote Materie ist, sich bis aufs letzte Stäubchen ins freie, geistige Leben aufgelöst hat. Kommt diese einmal zu Ende, dann wird auch die noch immer mögliche Umkehr des Satans nicht mehr ferne sein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.152.22-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gleichnis vom verlorenen Sohn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Der verlorene Sohn Max Slevogt.jpg|thumb|Der verlorene Sohn (Max Slevogt)]] Unter dem verlorene Sohn {{B|Luk|15|11-32}}, der [[Luzifer]] heißt, wird jeder einzelne Mensch für sich verstanden. Wenn ein ganzes Volk mit Gott eins geworden ist, dann wird es nur &#039;&#039;ein&#039;&#039; Mensch in Gott; wenn alle Menschen, die je auf der Erde gelebt haben und noch leben werden, mit Gott eins geworden sind, so werden sie auch nur &#039;&#039;ein&#039;&#039; Mensch in Gott sein; d.h. sie alle wird ein und derselbe heilige Geist aller Liebe, aller Wahrheit und aller Macht beseelen und beleben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|MER|12.36}}; {{L|HIM|1.410323.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der verlorene Sohn wird daher in den vielen gottergebenen Menschen, die &#039;&#039;eines&#039;&#039; Sinnes wie &#039;&#039;ein&#039;&#039; Mensch vor Gott stehen werden, auch dann zurückkehren, wenn der Satan (als Geist) nicht umkehrt und ewig verworfen wird. (nach Johannes)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|196.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der verlorene Sohn war schon zu [[Jesus]]&#039; Wirken (der Seele nach) auf der Umkehr, aber es wird noch beinahe endlos lange Zeit dauern, bis er vollständig ins Vaterhaus zurückgelangen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.188.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im kleinen Maßstab gleicht jeder [[Sünder]] einem verlorenen Sohn, über dessen wahre Rückkehr größere Freude sein wird als über neunundneunzig Gerechte, die der [[Buße]] nicht bedürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.188.22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Lukas Evangelium (Geistiger Sinn)#Vom verlorenen Sohn|Lukas Evangelium (Geistiger Sinn)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Satan als gefallener Engel ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Luzifer#Luzifer und sein Fall buchstäblich genommen|Luzifer und sein Fall buchstäblich genommen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Satan verfüge über Wundermacht gleich Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wunder des Satans sind nichts als [[Betrug]], wohingegen bei Jesus der leicht zu erkennende allmächtige [[Wille Gottes|Wille Jehovas]] allein wirkt. Ein Satan kann und vermag ewig nichts - außer irgendein ohnehin keinen Wert habendes Fleisch zu verderben. Für Seele und Geist vermag er ewig kein Wunder wirken, weil sein Wesen selbst die am stärksten gerichtete Materie ist. Beispielsweise ist ihm wohl gelungen, den Erzengel [[Michael]] zu besiegen, als er [[Moses#Kampf um den Leib Moses|drei Tage mit diesem um den Leib Moses kämpfte]]. Sein sogenannter Sieg bestand darin, sich den Dreck Mosis zu erringen. Auch vermochte er [[Sündenfall|Eva und Adam zu verführen]]. Aber was für eine Art Wunder ist es, wenn eine üppigste Dirne alle ihre fleischlichen Reize zeigt und einen mit sehr lüsternen Augen einlädt, worauf man aus lauter fleischlicher Begierde in ihre schönen, weichen Arme sinkt? Solche Adams- und Evaswunder geschehen alltäglich und gehören stets der untersten und gröbsten Natürlichkeit an, von einem Wunder ist da keine Spur, außer es ist alles ein Wunder vom Urbeginn der [[Schöpfung]] angefangen. Auch die Wunder der [[Götze]]nbilder von [[Babel]] und [[Ninive]] wurden von Satansknechten auf natürlichem Weg zustande gebracht, wofür sie nicht im Geringsten irgendeines Satans nötig hatten, denn da war der böse und gewinnsüchte Wille eines jeden [[Böser|schlechten Menschen]] mehr als genug. (nach Ribar und Suetal)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.52.18-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Luzifer]]&lt;br /&gt;
* [[Satana]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Satan]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Berg&amp;diff=38864</id>
		<title>Berg</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Berg&amp;diff=38864"/>
		<updated>2021-12-12T08:30:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Bergwanderung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Kohrvirab.jpg|thumb|Ararat]] Die &#039;&#039;&#039;Berge&#039;&#039;&#039; sind der festere und somit auch hartnäckigere Teil der [[Erde]] und fassen sogestaltig in sich auch die hartnäckigeren [[Geister]]. (siehe [[Geisterfall]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.166.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berge der Erde kann man in drei Arten unterteilen:&lt;br /&gt;
# die sehr hohen Urgebirge, die Hochgebirge&lt;br /&gt;
# die sogenannten Gebirge der sekundären Formation, die Mittelgebirge&lt;br /&gt;
# die Hügel&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.20.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Hochgebirge unfruchtbar sind und so dem gewöhnlichen [[Menschenverstand]] als unnütz erschienen, haben sie die wichtige Bestimmung, einen ganzen [[Weltkörper]] zu erhalten, und auch alles dessen, was sich auf seiner Oberfläche befindet. Es ist deshalb durchaus nicht gleichgültig, wo sie sich befinden. Sie müssen auch durch die sozusagen in und über ihnen wohnenden Geister (siehe dazu: [[Seelenpartikel]]) jene eigentümliche [[Intelligenz]] besitzen, durch die sie ihre Bestimmung erfüllen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.20.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott Selbst hat die Berge auf die [[Erde]] gesetzt und geordnet zum tausendfachen Nutzen. Unter ihnen befinden sich große und tiefe Wasserbecken, in denen hundertmal so viel [[Wasser#Tiefenwasser|Wasser]] ruht, als in den [[Meer]]en der Erdoberfläche. Sie sind gleich Deckeln der unterirdischen Gewässer und daher meist aus harten [[Stein]]en gefügt, damit ihnen das unterirdische Wasser nichts anhaben kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}; {{L|HG|3.343.9}}; {{L|HIM|1.410717.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Berge bezeichnen im [[Bibel|Wort]] die himmlische Liebe (die [[Gottesliebe]]), Hügel die geistige Liebe (die [[Nächstenliebe]]), da die [[Engel]] (in der geistigen Welt) auf Bergen wohnen, auf höheren die, welche in der Liebe zum Herrn sind, auf weniger hohen die, welche in der Liebe zum Nächsten sind. Durch Berge und Hügel werden im Wort der [[Himmel]] und die [[Kirche]] bezeichnet, wo die Liebe zum Herrn und die Liebe zum Nächsten sind, wo also der Herr ist, {{B|Ps|36|7}}, {{B|Ps|68|16-19}}, {{B|Ps|121|1}}, {{B|Nah|2|1}}, {{B|Jes|52|7}}, {{B|Jes|65|9}} und im entgegengesetzten Sinn die [[Hölle]], wo die [[Selbstsucht|Liebe zu sich]] und die [[Weltliebe|Liebe zur Welt]] ist. {{B|Jes|40|3-4}}, {{B|Jes|41|15-16}}, {{B|Jes|42|15}}, {{B|Hes|38|20-21}}, {{B|Jer|4|23-25}}, {{B|Jer|13|16}}, {{B|Jer|51|25}}, {{B|5.Mos|32|22}} Weil der Berg den Himmel und die Liebe bezeichnet, stieg [[Jehova]] auf das Haupt des Berges [[Sinai]] herab und verkündete das Gesetz {{B|2.Mos|19|20}}, {{B|2.Mos|24|17}} und wurde der Herr auf einem Berg verklärt {{B|Matth|17|1}}. Auch war darum [[Sion]] und [[Jerusalem]] auf einem Berg und hieß dieses und jenes &amp;quot;der Berg Jehovas und der Berg der Heiligkeit&amp;quot; an vielen Stellen im Wort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|188}}; {{S|EO|336}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Namen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:ZugspitzeJubilaeumsgratHoellental.JPG|thumb|Zugspitze]] Früher, auch noch zur Zeit Jesu, hatten die meisten Berge, [[Tal|Täler]], Ebenen, [[See]]n, [[Bach|Bäche]] und kleinere [[Fluss|Flüsse]] keine allgemeinen eigenen [[Name]]n, sondern bloß nur, wie sie dann und wann von den in der Nähe wohnenden Menschen benannt wurden. Am schwersten ging es immer mit den Namen der Berge. Gehörte ein Berg zu einer Gebirgskette, dann hatte er gewöhnlich keinen eigenen Namen, außer teilweise nur einen örtlichen und zeitweiligen, nicht selten nach irgend einem reichen Gebirgsbesitzer, der da seine Herden hielt. Mit einem anderen Besitzer bekam so ein Berg dann auch einen anderen Namen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.151.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heutige Bergnamen gehen teilweise darauf zurück, dass früher auf den Bergen [[Hellseher|hellsehende Menschen]] (Anm.: sog. [[Hexe]]n und Zauberer) gewohnt haben, die mit den Geistern ([[Naturgeister]]n) Umgang pflegten, siehe dazu z.B. [[Schöckel]], [[Totes Weib]], [[Hoher Schwab]], [[Hohestaff]], [[Unhold]]. Auch der Name &amp;quot;Raxalpe&amp;quot; hat diesen Ursprung. &amp;quot;Rax&amp;quot; ist apostrophiert von &amp;quot;Racker&amp;quot;, der gewisserart ein halber Teufel ist. Es existiert auch ein &amp;quot;Teufelsstein&amp;quot; und auch der Name &amp;quot;Predigerstuhl&amp;quot; hat denselben Ursprung, denn da soll einst der leibhaftige [[Satan]] den Hexenmeistern die Verhaltensregeln vorgepredigt haben. Der &amp;quot;Grimming&amp;quot; steht in einem gleichen verdächtigen Ansehen. Besonders verdächtig war aber das ziemlich weit und breit gedehnte &amp;quot;Tragelgebirge&amp;quot;, welches die Grenze zwischen [[Salzburg]], [[Oberösterreich]] und [[Steiermark]] bildet. Es war die Hochschule für alle Zauberer und Hexenmeister aus [[Österreich]], weswegen einfache Bewohner von Altaussee oder der Ramsau noch bis ins 19. Jahrhundert nicht leicht dazu zu bewegen waren, auf dieses kahle Gebirge zu gehen. Auch in [[Tirol]] gibt es eine Menge ähnlicher Berge; die Gantspitze, der Hohe böse Ring, der Böse Stein, der Hohe Helm, der Brenner, der Ötzer, die Vintschgauer Hochkuppe, das Wurmserjoch und andere waren überaus berüchtigt. In der [[Schweiz]] das bekannte Wetterhorn, das Finstere Achhorn, der Hohe Mönch, das Wöllerhorn, die Pilatusspitze, auch der Bernhardsberg, die Teufelsbrücke und noch eine Menge mehr. Noch berüchtigter waren die Berge Savoyens. Da waren nach den Volkssagen die höchsten Häupter der bösen Geister zu Hause, und jeder Savoyarde wurde mit einer derartigen Verachtung angesehen, dass man ihn kaum für etwas höher hielt als die [[Tier]]e. Auch die Bewohner der Pyrenäen wurden unter dem Namen &amp;quot;Chacots&amp;quot; von den [[Spanier]]n mehr als der gemeinste [[Hund]] verachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|36.1-9}}; {{L|ER|37.17-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt weniger hohe Berge, welche ihren Höchsten sozusagen nicht gehorchen wollen und durch die gewaltigsten Stürme entweder zurechtgebracht oder zugrunde gerichtet werden. Bei den alten [[Weise]]n hießen solche Berge &amp;quot;Widerspenstige&amp;quot; oder auch &amp;quot;Verfluchte&amp;quot;. Später nannte man sie &amp;quot;Lockere&amp;quot;, &amp;quot;Unbeständige&amp;quot; und &amp;quot;Verwitterte&amp;quot;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.21.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entstehung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die Erde noch ein wüster Weltkörper ohne Pflanzen und Tiere war - außer jener Urtypen aller späteren Formen in den Gewässern - da genügten die Urgebirge allein, dem Erdball die notwendigen Dienste zu leisten. Nach langer Zeit zersprengten unterirdische Feuererruptionen die unter dem Wasser liegenden Festlagen und hoben sie weit über den Wasserspiegel empor. Auch dieser Vorgang erstreckte sich über lange Zeit. Diese Berge der zweiten Art waren anfangs viel höher und schroffer als sie es gegenwärtig sind; durch Erosion wurden sie niedriger und die großen Vertiefungen neben ihnen ausgefüllt, wodurch engere und breitere Täler, größere und kleiner Seen und Ströme gebildet wurden. Diese Ströme lösten kleinere und größere Teile ihrer natürlichen Ufer oder Dämme ab und bildeten zum Teil Hügel und Hügelreihen. Dies findet auch heute noch statt, wenn manchmal Berge durchs Feuer (Vulkanismus) entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.21.1-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Vulkanische) Berge entstehen, indem sich in großer Tiefe der Erde ein [[Feuer]] bildet und das den [[Stein]] umgebende [[Wasser]] in Dämpfe auflöst. Durch die große Macht solcher Dämpfe werden große und feste Massen aus dem Innern der Erde oft meilenweit zur Oberfläche getrieben. Im Gesteinsinneren der Erde befinden sich viele hohle Klüfte, in die mit der Zeit Wasser und [[Luft]] dringt. Das Wasser sammelt sich mit der Zeit so sehr an, dass es alle Räume dicht ausfüllt und von allen Seiten immer stärker zusammengepresst wird. Die im Wasser eingekerkerten [[Naturgeist|Geister]] empfinden diesen zunehmenden Druck und zersprengen die Wasserhülschen, treten dann aus ihren Kerkern, vereinigen sich in der Gestalt eines erbitterten Feuers, lösen das Wasser in Dunst auf und zerreißen dann mit Leichtigkeit eine solche Steinkluft und treiben alles, was sie hindern könnte, mit herauf zur Erdoberfläche. Das Feuer ist derart heftig, dass es die ihm naheliegenden Steine schmilzt. Falls es, wie bei [[Neapel]] und [[Sizilien]] der Fall, auf [[Erdöl]]- und [[Erdharz]]quellen trifft, entzündet es diese, die dann viele Jahre lange fast ununterbrochen brennen. Kommen auch noch mineralische [[Quelle]]n hinzu, die besonders [[Schwefel]] aus dem Innersten der Erde heraufführen, dann dringen diese Schwefelquellen in alle Klüfte solcher Berge und bilden dort große Schwefelablagerungen, welche, mit dem Erdharz und Erdöl geschwängert, dann unterirdisch fast unablässig brennen und rauchen. Bei einem solchen Ausbruch entstehen wieder neue Klüfte, wo sich der Vorgang wiederholt. Daher dauern solche vulkanischen Ausbrüche oft länger oder kürzer und bilden auf diese Art die höchsten Berge und Gebirgszüge. Wenn dann nach dem Willen Gottes eine solche vulkanische Hauptmündung verstopft und das Wasser nach und nach von einer solchen Gegend abgetrieben wird, dann erlischt auch das Feuer, die vulkanischen Eruptionen hören auf und der Berg wird ruhig und fördert das in seinen leeren Klüften sich ansammelnde Wasser durch seine früheren Feueradern ans Tageslicht. Es braucht nicht zu einem Ausbruch an der Oberfläche kommen, damit Berge entstehen; die Gesteinsschichten können auch auf andere Weise durch das Feuer der Tiefe gehoben werden. Sind die Quellen frisch und kalt, dann werden sie nicht durch vormalige Feuerquellen getrieben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400920.8-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Grossglockner and Pasterze glacier.jpg|thumb|Großglockner]] Je dichter irgendeine Steinlagerung eines Berges ist und je mehr sie gebrochen und wieder mit [[Kalk]] zusammengefügt erscheint, desto älter ist auch eine solche Formation, da sie Spuren und deutlich leserliche Kennzeichen urzeitlicher, großer Zerstörungs-Szenen in sich birgt. Hat z.B. ein Berg fast an gar keiner Stelle bedeutende, mit Kalk wiederverbundene Stellen aufzuweisen, sondern jeder Bruch scheint ein neuer Bruch zu sein, was er auch wirklich ist, so ist auch die Formation viel jünger und kann nicht eine urzeitliche, sondern nur eine vorzeitliche genannt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401029.24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von fruchtbarem Land ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berge richten und bestellen den Boden so, dass darauf allerlei Wesen entstehen, wohnen, leben und sich fortpflanzen können. Sie füllen mit ihrem Material die Täler und Gräben, wodurch ein fruchtbares Land erzeugt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.21.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Regulierung des Elektromagnetismus ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem die Hochgebirge regulieren die [[Elektrizität|freien elektromagnetischen Strömungen]], damit diese über den ganzen [[Erdboden]] gehörig verteilt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.20.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berge wirken als Wärmesauger, die den Wärmestoff an in die zuunterst liegenden [[Täler]] und [[Ebene]]n spenden. Als eine flache Kugel würde es der Erde selbst unter dem [[Äquator]] nicht viel besser ergehen als am [[Nordpol]], wo ewig [[Eis]] und [[Schnee]] herrschen. Als Wärmesauger bewirken die Berge auch vermehrte [[Vegetation]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.9-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mitbewegung der Luft mit der Erdrotation ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die hohen Gebirge verhindern, dass die [[Luft]] um die Erde stehen bleibt, während sich die Erdoberfläche fortbewegt, wodurch sonst heftigste [[Orkan]]e entstünden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.20.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Berge nötigen die Luft und das [[Wasser]] zur Mitumdrehung, da diese mit dem Erdkörper nicht fest verbunden sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Regulierung von Wasser und Klima ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berge ziehen die Luftfeuchtigkeit an sich und vereinen diese durch die stets mächtig vorhandene Elektrizität zu [[Schnee]] und [[Eis]] und [[Gletscher]], wodurch sie das Klima in den Ebenen regulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.20.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berge sind in doppelter Hinsicht &amp;quot;Wasserleiter&amp;quot;. Sie befinden sich über großen Wasserbecken und treiben das Wasser durch ihren Druck empor. Dadurch entstehen an den verschiedensten Punkten die reichhaltigsten [[Quelle]]n des reinsten Wassers. Zugleich ziehen die Berge die atmosphärische Feuchtigkeit an sich. Durch dieses &amp;quot;ätherische Wasser&amp;quot;, welches sich untropfbar in der Luft befindet und nicht mit dem [[Regen]]wasser ident ist, wird dann erst das unterirdische belebt und geläutert, damit es dann zum nötigen Lebensgebrauch hinreichend tauglich ist. Denn das Wasser aus dem Innern der Erde ist zum Leben so wenig zu gebrauchen wie das lediglich ätherische. Die erste Sichtbarkeit des &amp;quot;ätherischen Wassers&amp;quot; bekundet sich in den sogenannten [[Wolken|Lämmerwolken]]. Wenn diese zunehmend elektrisch schwer werden, dann sinken sie bis zur mittleren Wolkenregion herab, wo sie dann anfangen, den [[Sauerstoff]] in sich zu saugen. Dadurch werden sie dann sozusagen auch lebensschwerer und senken sich in die Nebelregion der Berge, welche dann anfangen, ihnen den elektrischen Stoff auszuziehen. Da beginnen dann auf den Bergen gewöhnlich sehr heftige [[Wind]]e zu wehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erzfabrikanten ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Berge sind Fabrikanten von allerlei [[Metall]]en, das sowohl von unten als Produkt des unterirdischen Feuers und der auf allen Höhenpunkten der Erde sich beständig entgegenkommenden und wechselnden Polarität der Erde als auch von oben aus den Strahlen der [[Gestirne]] in dieselben gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Metalle sind zwar verschieden, haben aber doch nur ein und dieselbe Grundursache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedem Berg ist, wie einem Samenkorn, eine besondere Form und Eigenschaft verliehen, wodurch er ein und denselben Stoff, den er in sich saugt, leicht verwenden kann nach seiner ihm eigentümlichen Eigenschaft, wodurch die verschiedenen Metalle entstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen und Berge ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wohnort ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Berge beschämen zumeist die Haderer der [[Tal|Täler]], [[Dorf|Dörfer]], Märkte und [[Stadt|Städte]]. Die noch ungeschändete christliche [[Gastfreundlichkeit]] wohnt nur noch auf Bergen. Verträgliche [[Eintracht]] wohnt nicht in den Städten der Tiefe, in Tälern und Gräben; sondern ist auf den Bergen zu Hause, unter den [[Pflanze]]n, den [[Tier]]en und nicht selten auch unter den [[Mensch]]en. Die [[Urmenschheit|ersten der Väter auf Erden]] wohnten auf den Höhen der Berge. Vom himmelan ragenden [[Sinai]] gab Gott dem [[Mose]] die heiligen Tafeln. Auf den heiligen Bergen befand sich die Schule der [[Prophet|Seher und Künder des ewigen Wortes aus Gott]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410515.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Dies wurde zu einer Zeit festgestellt, als es noch keinen Tourismus gab. Vor allem die sehr bekannten Tourismusorte in den Bergen sind nicht besser als die Täler und Städte, sondern zuweilen sogar noch viel ärger und widerlicher, indem man dort beispielsweise alle vertreibt, die nicht genug Geld haben, sogar die Einheimischen, während sich Arme und Obdachlose in Städten und Tälern immerhin aufhalten dürfen und oft auch versorgt werden.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bergwanderung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Luft]] ist in den höheren Regionen reiner und gesünder als in den unteren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie bewirkt bei den Menschen, die sich die Mühe nehmen, eine solche Höhe zu ersteigen, gewöhnlich eine [[Seligkeit|Heiterkeit]]. Sie vergessen leicht alle Beschwerden, mit denen sie in der Tiefe zu kämpfen hatten. Zugleich bekommen die meisten auch eine bedeutende, starke Lust zum Essen und zum Trinken und können oft auf einer solchen Höhe [[Speise]]n genießen, die sie in der Tiefe nicht einmal anschauen durften, ohne sich eine Magenbeschwerde zuzuziehen. Dies hat eine Ähnlichkeit mit dem Zustand der Seligen, die auch alles genießen dürfen, ohne dass es ihnen etwas schadet, weil in dem Reinen alles mehr und mehr gereinigt wird und das Schädliche dort nicht mehr schädlich werden kann, wo es in Ermangelung der dazu erforderlichen Spezifika keine weiter ausbildende Nahrung mehr findet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|23.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Erde#Obere Luftregion|reinen Geister der dritten Luftregion]] kommen nicht selten in die zweite, manchmal auch in die erste Region herab; hauptsächlich aber sind jene Stellen auf der Erde ihre sichtbaren Niederkunftsplätze, die ihrer bedeutenden Höhe wegen fortwährend mit [[Schnee]] und [[Eis]] bedeckt sind. Daher haben solche Gegenden für fast jeden Menschen eine beseligende und das ganze menschliche Gemüt erheiternde, stärkende und beruhigende Anziehungskraft. Wer traurig und unruhig ist, der soll sich im Namen des Herrn auf eine solche Höhe oder wenigstens in ihre Nähe begeben, und sein Gemüt wird wie mit einem stärkenden Balsam übergossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nicht nur der Geist, sondern auch der Leib gewinnt durch eine Bergwanderung mehr als aus hundert Apotheken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Wandern#Bergwanderung|Wandern]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zerstörung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die [[Menschen]] die Berge zerstören, besonders die Hochgebirge, dann werden sie bald durch zuvor nie dagewesene Elementarschäden für ihren Frevel schmerzlichst gezüchtigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.20.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Natur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38863</id>
		<title>Erde</title>
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		<updated>2021-12-12T08:17:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Obere Luftregion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Planet auf dem wir leben. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Erde&amp;quot; wird im erweiterten oder unbestimmten Sinn auch für jeden anderen Weltkörper verwendet, siehe dazu [[Erdkörper]], [[Planet]], [[Sonne]], [[Mond]], [[Stern]] usw.&lt;br /&gt;
* Für &amp;quot;Erde&amp;quot; im geistigen Sinn siehe [[Kirche]] und [[Neue Erde]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erde_Apollo_17.jpg|260px|thumb|Erde (Apollo 17)]] Die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; ist gegenwärtig die Trägerin der eigentlichen [[Erdmensch|Kinder Gottes]], die sich nach dem [[Offenbarung|von Gott geoffenbarten Willen]] selbst aus ihrem freien [[Willen]] zu richten und zu erziehen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in jeder Hinsicht der unvollkommenste, letzte, elendeste und schlechteste [[Planet]] in der ganzen [[Schöpfung]], dazu bestimmt, den größten [[Geister]]n als eine Schule der [[Demut]] und des [[Kreuz]]es zu dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|JJ|130.11}}; {{L|GEJ|1.216.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Erde wird stets das [[Licht]] mit der [[Finsternis]] zu kämpfen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.214.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird geflissentlich in der nahezu größtmöglichen [[Unordnung]] belassenen und der Grund dafür ist die Erziehung der freiesten Geister zu wahrhaften [[Gotteskinder]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.22.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde gibt nur von einer gewissen Ferne ein liebliches Bild ab, aber aus der Nähe betrachtet ist nichts [[Schön]]es und Reizendes an ihr. Sie ist so unschön, dass vergleichsweise auf der [[Sonne]] eine [[Wüste]] herrlicher ist als hier ein Paradies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.84.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materiellen Erde ist an und für sich nichts als ein Konglomerat von lauter attraktionsfähigen und unter sich, wie in sich verwandten [[Substantialpartikel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde und alles, was in ihr und auf ihr lebt, ist nichts als der ewig gleich festgehaltene Gedanke Gottes, der durch [[Wort Gottes|Sein Wort]] zur [[Wahrheit]] ward. Würde Er, was Ihm überaus leicht möglich wäre, diesen wesenhaften Gedanken in Seinem Gemüt und [[Wille Gottes|Willen]] fallen lassen, so wäre auch in demselben Augenblick keine Erde mehr, und alles, was sie enthält und trägt, würde ihr vernichtendes Los teilen. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.38.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Dinge der Erde sind bis in alle Einzelheiten [[Entsprechung]]en und werden in drei [[Gattung]]en oder Reiche eingeteilt, nämlich [[Tier]]reich, [[Pflanze]]nreich und [[Mineral]]reich. Was lebt, gehört zum Tierreich und ist eine Entsprechung ersten Grades; was nur wächst, gehört zum Pflanzenreich und ist eine Entsprechung zweiten Grades, was weder lebt noch wächst, gehört zum Mineralreich und ist eine Entsprechung dritten Grades. Entsprechungen sind ferner die Dinge, die menschlicher Fleiß aus dem genannten zum Gebrauch bereitet: [[Speise]]n, [[Kleidung]], Häuser usw. Auch was über der Erde ist, wie [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e, [[Wolke]]n, [[Nebel]], [[Blitz]] und [[Donner]] ist Entsprechung, ebenso die Jahreszeiten und Tageszeiten, kurz, alles was in der [[Natur]] entsteht, vom kleinsten bis zum größten, ist etwas Entsprechendes. Dies ist deswegen so, weil die [[Welt|natürliche Welt]] mit allem, was zu ihr gehört, aus der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] entsteht und besteht, und somit beide aus dem Göttlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|103-106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Urstoffe]] alles dessen, was sich nun in und auf der Erde, in den [[Wasser|Gewässern]] und in der [[Luft]] befindet, besteht und fortpflanzt sind ein Erbe der [[Urzentralsonne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.22-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Kern des [[Leben]]s für den gesamten Lebensbaum und wie eine Hauptwurzel der ganzen [[Schöpfung]]. Ihre Zerstörung würde nicht nur sie selbst, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der [[Auflösung]] preisgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.83.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die [[Erdmensch|Menschen der Erde]] die Bestimmung haben, zu Kindern Gottes zu werden, finden sich hier die größten [[Laster]], ebenso wie die höchsten [[Tugend]]en, welche Zeugnis über diese höchste Bestimmung ablegen. Die [[Außerirdische|Menschen der zahllosen anderen Welten]] sind in geistiger und natürlicher Hinsicht wesentlich beschränkter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.60.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im natürlichen Sinn bedeutet Erde (der Planet) Erde, aber im geistigen Sinn bedeutet sie die [[Kirche]]. Der Grund dafür ist, dass jene, die im geistigen Sinn sind, die also geistig sind, wie die [[Engel]], da, wo die Erde im [[Bibel|Wort]] genannt wird, nicht die Erde selbst, sondern das [[Volk]], oder die [[Menschheit]], das auf ihr ist, und seinen [[Gottesdienst]], seinen Zustand, verstehen, und der geistliche Zustand ist der Zustand der Kirche. Ersichtlich ist dies durch z.B. {{B|Jes|24|18-20}}, {{B|Jes|13|12-13}}, {{B|Joel|2|10}}, {{B|Ps|18|7-8}}. Durch die Erde wird auch deswegen die Kirche bezeichnet, weil unter ihr das Land [[Kanaan]] verstanden wird, und sich in diesem die Kirche befand. Im entgegengesetzten Sinn bedeutet die Erde die [[Verdammnis]], weil, wenn keine Kirche bei den Menschen ist, die Verdammnis da ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|3}}; {{S|EO|18}}; {{S|EO|285}}: {{S|EO|322}}; {{S|EO|331}}; {{S|EO|589}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astronomische Daten und Ursprung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser&#039;&#039;&#039;: 1719 geographische Meilen (12 755 km)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Anm.: Eine geographische Meile = 7420 Meter. Aktuelle naturwissenschaftliche Daten: 12.756 [Äquator] – 12.714 [Pol] km)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Erde wird als &amp;quot;einige Quintillionen von Jahren&amp;quot; angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ein Kind der Sonne ist sie wenigstens um eine milliardmal Milliarden von Erdjahren jünger als die Mutter Sonne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ganze Erde ist aus der Sonne. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.234.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Das Alter der Erde wird gegenwärtig mit etwa 4,6 Milliarden Jahren angegeben. Der Neuoffenbarung nach hat die Erde eine recht abenteuerliche Vergangenheit, bevor sie von der Sonne sozusagen adoptiert und (weiter) manifestiert wurde. Mit ihrer Mutter Sonne ist daher eher die Urka gemeint.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdrotation und Umlaufbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde bewirkt durch sehr rasche Umdrehung um ihre eigene Achse [[Tag]] und [[Nacht]]. Sie dreht sich vom [[Abend]] nach dem [[Morgen]] hin und kehrt darum stets einen Teil nach dem anderen der Sonne zu. Auf der ganzen Erde ist daher stets an irgendeinem Ort Morgen, auf einem früheren Ort zu gleicher Zeit [[Mittag]], auf einem noch weiter gen Morgen liegenden Ort zu derselben Zeit Abend und noch tiefer nach Morgen hin [[Mitternacht]], und diese vier Punkte schieben sich immer unaufhaltsam vorwärts. Binnen beinahe 24 Stunden war auf jedem Punkt der Erde einmal Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}; {{L|GEJ|3.139.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde schwankt in ihrer Bahn um die Sonne, wodurch sehr fühlbare und empfindliche Veränderungen auf der Erde ins Dasein treten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|22.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Umlaufbahn, neben ihrer eigenen Umdrehung, hat die Erde um die [[Sonne]]. Die nächste Reise macht sie mit der Sonne um die [[Zentralsonne]], dem [[Sirius]], in etwa 28.000 Erdjahren. Die nächste, ungeheuer größere Reise macht sie mit dem Sirius um die viel größere [[Sonnengebiets-Zentralsonne]]. Die nächste Reise, die viele Billionen Erdjahre dauert, macht sie mit all den vielen Sonnengebiets-Zentralsonnen, die man zusammen ein [[Sonnen-All]] nennen kann, um einen noch viel größere [[Sonnenall-Zentralsonne]]. Die nächste Reise macht die Erde mit den großen Sonnenall-Zentralsonnen um die [[Urzentralsonne]] selbst. Die letzte Reise, zu der lange dauernde Perioden gehören, ist die Wechselreise, bei der eine Sonnenall-Zentralsonne bald näher an die Urzentralsonne und bald wieder näher an die Hülse der großen [[Hülsenglobe|Globe]] gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Blender3D EarthQuarterCut.jpg|thumb|Schalenaufbau des Erdinneren]] Die Erde ist eine große [[Kugel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der innere Bau der Erde entspricht den gewisserart drei Körpern, die jedes [[Pflanze|Gewächs]], jede [[Frucht]], jedes Tier und auch der Mensch aufweist. Bei einem [[Baum]] wären das 1. die äußere, tote und die innere, lebendige Rinde, Splint genannt; 2. das eigentliche feste Holz; 3. der Kern. Am deutlichsten ersichtlich ist diese Dreiteilung alles organischen Körperwesens an einem [[Ei]]. Dieses gleichartige Verhältnis des organischen Körperwesens auf der Erdoberfläche beruht auf dem Typus des Erkörpers selbst. Beim Erdkörper ist das Äußere die Erdrinde, in der sich schon eine lebendige und fühlbare Rinde befindet. Innerhalb dieser äußeren Erdrinde, die etwa zwanzig deutschen Meilen, mitunter auch weniger dick ist, fängt die zweite Erde an, der eigentlich festeste Teil des Erdkörpers. Dieses feste Gebilde ist überaus kompliziert und nimmt den bei weitem größten Teil der Erde ein; es ist als eine Schule anzusehen, durch welche die aus der innersten Erde aufsteigenden, erst plump geformten Wesen eine eigentliche Färbung und Gestaltung bekommen. In dieser zweiten Erde befindet sich schließlich der eigentlich lebendige Teil des Erdkörpers oder das Eingeweide desselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.5-15}}; {{L|ER|15.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bestandteile dieser drei Erden sind ganz verschiedenartig, vergleichbar einer [[Nuss]], wo die äußere, grüne Rinde nichts von der harten Schale in sich enthält und der innere Kern auch nichts; jedes ist zwar miteinander verbunden, dennoch für sich wie ganz geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten sind: Erdkruste 0-90 km, Erdmantel -2900 km, Erdkern -6.371 km, wobei ein äußerer Erdkern (-5150km) und ein innerer unterschieden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau eines [[Erdkörper]]s unterscheidet sich so stark von dem eines anderen Erdkörpers, dass nur das Auge des Schöpfers das Allgemein-Ähnliche in ihm erschauen kann. Wenn man das Innere der Erde kennt, dann kennt man darum nicht auch schon das Erdinnere eines [[Jupiter]] oder eines anderen Planeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man darf sich das Innere der Erde nicht von gleicher materieller Beschaffenheit denken wie die Materie der Erdoberfläche; letztere ist nur eine äußere, fühlbare [[Haut]] der Erde. Die innere Materie der Erde ist eine Art Fleisch, Blut und Knochen, ist aber dennoch nicht völlig ähnlich oder gleich beschaffen wie bei einem tierischen Körper, sondern ganz eigentümlich nur als Erdfleisch, Erdblut und Erdknochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erde#Organischer Aufbau|Organischer Aufbau der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdmantel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite, feste Erde (Erdmantel) besteht aus einer eigentümlichen Masse, die wie das [[Holz]] eines Baumes fast durchgehend gleich ist. Gegen das Innere zu ist sie etwas weniger fest oder intensiv, denn wo die polarischen Kräfte durch die Eingeweide der Erde wirken, muss die Dichte etwas abnehmen, damit die zweite Erde bei dem gewaltigen inneren Kraftandrang nicht Schaden leidet. Gegen die Oberfläche wird sie äußerst fest, wobei diese gleiche Festigkeit einen Durchmesser von beinahe 200 Meilen hat. Diese Dicke ist ausreichend stark, um die ganze dritte, äußere Erde (Erdkruste) mit all ihren Meeren, Ländern und Bergen mit Leichtigkeit zu tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material der zweiten, festen Erde ist nicht dem auf der Oberfläche der Erde ähnlich. Es ist weder [[Gestein]], noch [[Metall]], durchaus kein [[Diamant]] und noch weniger [[Gold]] oder [[Platin]]. Am ähnlichsten ist diese Masse dem [[Asbest]] oder der [[Steinwolle]], wenn diese in fester Masse beisammen ist, denn diese Steinwolle ist im Feuer wie in allen Säuren nahe gänzlich unzerstörbar, obschon sie doch chemisch aufgelöst werden kann; und das ist der Unterschied, der die völlige Ähnlichkeit zwischen der festen Masse der zweiten Erde und zwischen der Steinwolle bedingt. Noch ähnlicher als Steinwolle wäre eine gewisse Gattung [[Bimsstein]], die aber nur in der Nähe des Südpols unter dem Eis verborgen ist und sich durch eine enorme, glänzende Farbenpracht und gänzliche Unzerstörbarkeit auszeichnet. Die Farbe des Erdmaterials ist gegen die Oberfläche weiß-grau und sieht bei Sonnenlicht etwa wie eine [[Perle]] aus. Weiter hinab wird es immer dunkler und hat die verschiedensten Färbungen; fast durchgehend so spielend wie eine Goldperlenmuschel. Dieses Material ist überaus schwer, denn in ihm liegt der Hauptrotationsschwung der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktion der zweiten Erde ist vergleichbar jener der Hirnschale oder einer Nuss. Was bei den Knochen die sichtbaren Poren sind, das sind bei der zweiten Erde weit ausgehende, manchmal viele Klafter im Durchmesser habende Kanäle, die auf verschiedenen Punkten mit den mannigfaltigsten Schlussklappen versehen sind. Auf manchen anderen Orten durchkreuzen sich wieder mehrere Kanäle auf einem Punkt; jeder führt bis zu diesem Punkt eine eigene Flüssigkeit, wobei sich sämtlichen Flüssigkeiten in einem solchen Vereinigungs-, auch Nebenschwerpunkt, zu einer ganz neuen Mischung vereinen und von da wieder in viele, weiter fortgehende Kanäle als eine und dieselbe vereinte Flüssigkeit vorwärtsdringen. Alle Kanäle sind fortwährend mit einer zahllosen Menge von Schlussklappen versehen, die sich nach aufwärts öffnen und nach einwärts schließen. Sie dienen dazu, dass die von den Eingeweiden verschiedenartig ausgetriebenen Nahrungs- und Belebungssäfte nicht wieder zurück in die Eingeweide fallen können; denn jeder Pulsschlag des großen Erdherzens treibt die verschiedenen Säfte in die zahllosen Organe. Eine solche große Erdader hat mehrere Schlussklappen in ihrem nicht selten mehrere hundert Meilen weiten Verlauf. Große Kanäle oder Adern haben auch noch große Fallwindungen und separate Druckpumpen, die den Pulsstoß stark unterstützen, der sonst bald erlahmen müsste, wenn er es bei jedem Stoß mit vielen trillionen Zentnern zu tun hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.5-8}}; {{L|ER|17.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Flüssigkeiten bei ihrem Weg, der nicht selten hunderte von Meilen beträgt, ihre ursprüngliche, substantielle Kraft nicht verlieren, verlaufen von Norden nach Süden zahllose, überaus feine Mineralfäden, die [[Elektrizität|elektromagnetischen Stoff]] an gewissen Punkten, besonders in der Gegend der aufsteigenden Kanäle, in Kammern sammeln, welche den Flüssigkeiten wieder neue Kraft verleihen. Die Kammern sind verschieden groß und auch bald negativ und bald positiv; was die positive Elektrizität zu viel erhitzt, das kühlt die negative wieder ab. Die Mineralfäden sind nicht Röhrchen, sondern lauter aneinander verbundene Kristalle, wie die Glieder einer Kette. Die von Norden nach Süden sind größtenteils rein eisenhaltig, die von Süden nach Norden platin- und manchmal auch kupferhaltig. Sie verlaufen nicht gleichmäßig in geraden Linien, sondern etwa wie der Kamm einer Säge, und dabei noch in manchen anderen Windungen, besonders in den Gegenden, wo sie an die aus dem Innern der Erde aufsteigenden Adern und Kanäle streichen. An jenen Stellen müssen diese Leitfäden ihre Wirkung am stärksten auftreten lassen. Die Leitungsfäden setzten auch die vielen Triebpumpen in den Kanälen in Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den aufsteigenden Kanälen gibt es Rückleitungskanäle, die ebenfalls  mit Aufhaltsklappen, welche sich nur dann öffnen, wenn das Herz der Erde sich zusammenzieht, versehen sind. Durch sie dringen die überflüssigen Säfte, die zur Ernährung der Erde nicht vollkommen präpariert sind, wieder zum Herzen derselben zurück, um dort neue Kraft und Stärkung zu holen. Die Rückleitungskanäle sind durchgehend enger als die aufsteigenden Gefäße und ihre Klappen schließen nicht so dicht. Die in ihnen enthaltene Flüssigkeit ist auch viel träger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkruste ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Erde (Erdkruste) macht gewisserart die [[Haut]] oder die Rinde der Erde aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist mehr locker und schwammig als die darunterliegende zweite Erde&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat kein mechanisch-kunstvolles Bauwerk in sich, dafür aber andere zahllose Bildungsformen; es herrscht eine gewisserart gemengte Fülle von allem derart, dass es keinem Menschenverstand zu begreifen möglich wäre, wie und was alles in der Erdrinde vor sich geht. Die gewisserart einfache Tätigkeit im Innersten der Erde kann man als einfaches Triebrad betrachten, durch das auf der dritten oder äußersten Erde zahllose vielfältigste Wirkungen hervorgebracht werden. Die äußere Erde ist aber nicht durch einen leeren Luftraum oder ein Zwischensein – etwa ein unterirdisches Meer – geschieden; sondern beiden Erden sind so innig und fest miteinander verbunden, wie die Rinde mit dem Holz eines Baumes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst der festen Erde (Erdmantel) ruht eine mehrere Meilen dicke, fühlende Haut der Erde, über der dann erst die Epidermis, die eigentliche, unfühlende Haut der Erde folgt, in der sich die Wirkungen des inneren, organischen Lebens der Erde erst so recht vertausendfältigen. Dort wird erst alles geformt in sich wie außer sich, d. h. es wird der Same, wie er als Same in sich beschaffen ist, entweder frisch gebildet, wie auch in sich so dargestellt, was einst seine entkeimte Außenform sein solle; oder für den Samen wird hier die Kraft bereitet und je nach ihrer Art geschieden, wie sie tauglich zur Belebung des schon vorhandenen Samens sowohl für Pflanzen als Tiere ist, von dem sie nach und nach durch das Pflanzenreich, wie durch das Wasser und durch zahllose kleine Tierchen, aufgenommen und dann ganz intelligent verwendet wird. Dies bedingt eine unendliche Kompliziertheit der mechanisch-organischen Konstruktion diese Erdteils. Zusätzlich aber gibt es noch eine weitere, noch viel kompliziertere Einrichtung, durch welche die subtilen Einwirkungen aus dem [[Weltraum]] aufgenommen und der rechten Bestimmung zugeführt werden. Eine spezielle Darstellung dieses allerkompliziertesten Bildungsorganismus ist so gut wie unmöglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.5-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fühlbare Haut der Erde ist von zahllosen, kreuz und quer laufenden Kanälen durchzogen. Zwischen diesen Kanälen gibt es eine Menge große und kleinere Sammelplätze für allerlei aus dem Innern der Erde aufsteigende und zurück fließende Flüssigkeiten. Die meisten dieser Behältnisse sind eiförmig und dienen hauptsächlich dazu, dass die dahin gelangten Säfte in eine Art Gärung kommen, durch welche sie wieder wie chemisch geschieden und dann als geschieden wieder zu bestimmten Zwecken weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich aber nicht um die großen, unterirdischen Wasserbassins, die sich alle schon in der unfühlenden Erdrinde befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weiter Funktion der fühlbaren Erdhaut besteht in einer säulenähnlichen Unterstützung, auf der die ganze obere, unfühlende Erdhaut samt ihren Meeren, Seen und Bergen ruht. Diese Säulen basieren zunächst auf der festen Erde und ziehen sich von da wie ein Gerippe auf die Oberfläche der Erde herauf, sind aber nicht so fest wie die Steine auf der Erdoberfläche, sondern mehr elastisch. Diese Elastizität ist notwendig, weil sich nicht selten zwischen der fühlenden und unfühlenden Haut der Erde [[Gas]]e bilden, welche ganz bedeutende hohle Räume machen, die äußere Erdrinde oft bedeutend emporheben, diese dann nicht selten irgend örtlich auseinandertrennen und dadurch [[Erdbeben]] und gewaltige [[Orkan]]e bewirken. Wären die Stützen sehr fest, dann wäre es um die Oberfläche der Erde, und noch mehr um ihre Bewohner, bald geschehen. Die Stützsäulen werden in der unfühlbaren Erdrinde zunehmend fester und diese festen Knochen der Erde sind hier und da auf der Erdoberfläche als Urgestein sichtbar unter dem Namen [[Urkalk]], auch [[Granit]], mitunter auch [[Quarz]]. Ihre Ausläufer sind die hohen Urgebirge, die sich in allen Teilen der Erdoberfläche recht deutlich von den anderen, später gebildeten Gebirgen, unterscheiden durch Form, Höhe und Masse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil der Erde besteht vorwiegend aus Wasser, wobei nur hie und da größere Inseln über die Fläche des [[Meer]]es ragen, der nördliche Teil hingegen meistens aus Festland. Daraus ist zu ersehen, dass dem [[Nordpol]] die anziehende Kraft und dem [[Südpol]] die abstoßende Kraft zu eigen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|4010147-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Erde dem [[Saturn]] zunächst befindet, dann sind das gewöhnlich schlechte und unfruchtbare Jahre, weil die großen Polarkälte dieses [[Weltkörper]]s, metaphysisch genommen, manchmal mehrere hundert Millionen Meilen gleich einem unsichtbaren Kometenschweif hinausreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestalt und Beschaffenheit der Erde verändern sich durch den Einfluss von [[Meer]] und [[Witterung]] beständig, weswegen z.B. ein Mensch eine von ihm bewohnte Gegend tausend Jahre später nicht mehr leicht erkennen würde. Vor allem durch die [[Sündflut]] (vor ca. 4000 Jahren) wurde auf Erden viel verändert, siehe {{L|HG|3.366}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zu anderen Planeten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Erde gibt es mehr verschiedene [[Art]]en von [[Mineral]]en, [[Pflanze]]n und [[Tier]]en als auf allen anderen Planeten und [[Sonne]]n einzeln genommen, wo es nur einen hunderttausendsten Teil so viele wie auf der Erde in jedem ihrer drei Reiche gibt. Die Ursache dafür liegt in ihrer Urgeschichte und Bestimmung als Schule der Kinder Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.106.7}}, {{L|GEJ|5.188.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sieht die Erde im Vergleich zu den Welten auf den Sonnen und anderen Planeten äußerst mager und am wenigsten schön aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.188.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zahllosen anderen Welten kennt man den Satan und somit auch den auflösenden und zerstörend herrschenden mächtigen Teil Gottes nicht, sondern allein nur den erhaltenden oder stets schaffenden Teil aus Gott in seinen Verhältnissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.13-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der heilige Planet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Außerirdische|den Weisen des Himmels]] wird die Erde als heiliger Planet betrachtet, da seine Menschen ausschließlich Kinder des Allerhöchsten sind (Anm.: einen Geist direkt aus Gott haben).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|146.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Welt, die der Herr einmal mit Seinem Fuß betreten hat, muss für ewige Zeiten wenigstens in einer verklärten Art bleiben. Dieses denkwürdige Ereignis musst selbst diese Erde für immer unvergänglich machen, muss sie dereinst zum Zentralpunkt der Himmel stellen. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.228.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Erlösung#Segnung der Erde|Segnung der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den großen Schöpfungsmenschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde entsprach ursprünglich dem demütigsten letzten Teil am Leib des [[Schöpfungsmensch|Schöpfungsmenschen]], nämlich dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken [[Fuß]]. Dies nicht der Örtlichkeit nach, sondern der demütigen geistigen Bedeutung nach. Zwischen dem Hauptlebenswärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen und dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken Fuß besteht in physischen Hinsicht eine Verbindung und Entsprechung, weswegen man besonders in der demütig geistigen Beziehung sagen kann, dass die Erde zuvor auch bei dem Schöpfungsmenschen dem Hauptnervenwärzchen des Zeh am linken Fuß entsprach und daher nun das Hauptlebenswärzchen im Herzen ist und auch bleiben wird, geistig durch die auf ihr gewordenen Kinder Gottes, physisch für eine undenkbar lange Zeit. Wenn daher von einem solchen Wärzchen die Rede ist, so ist darunter allzeit nur das Wärzchen des Herzens zu verstehen, und wo dieses hingehört, da gehört auch das Wärzchen des Zehens hin. Der Unterschied ist nach Umstand der Sache nur ein verbaler und kein reeller.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5-6}}; {{L|HIM|3.640509.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Vorerde]] noch existierte, war die Erde zur Zeit der [[Vormensch|Menschen vor Adam]] nicht der handelnden Wirklichkeit nach das Hauptlebenwärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen, sondern nur der Bestimmung nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.74.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst mit [[Adam]] wurde die Erde auch dem Handeln nach zu jenem Lebenskämmerchen im Herzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.75.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Großer Lichtmensch|großen Lichtmenschen]] befindet sich die Erde nicht mehr in der untersten und kleinsten Fußzehe, wie beim Schöpfungsmenschen, sondern im Zentrum des Herzens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.303.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleiche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;bestaubter [[Apfel]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# es ruht auf ihr ein natürlicher urzeitlicher, anderweltlicher Ruinenstaub&lt;br /&gt;
# um sie ist meilenweit ein ätherischer Atomenstaub gelagert&lt;br /&gt;
# zu ihr kann in geistiger Hinsicht durch den dichten Staubwolkenschleier nur hie und da ein spärliches Licht von der großen [[Gnadensonne|Sonne der Geisterwelt]] eindringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie eine &amp;quot;[[Nuss]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# sie hat fürs erste für jeden ihrer Bewohner etwas Tüchtiges zum Aufbeißen&lt;br /&gt;
# ihre äußere Rinde entspricht vom Grunde aus ihrer inneren knorrigen Beschaffenheit; dieser knorrigen Beschaffenheit zufolge sind die Urgebirge das, was die äußeren Auswüchse an einer Nuss sind&lt;br /&gt;
# jeder, der auf ihr zum inneren freien Leben des Geistes dringen will, hat zuerst eine bittere Umhüllung und dann erst eine harte Schale wegzuschaffen, bis er erst zur lebendigen Frucht des Lebens gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.41}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;[[Ei]]&amp;quot;, denn &lt;br /&gt;
# wer die innere Beschaffenheit der Erde kennenlernen will, der siede ein Ei, zerschneide dann dasselbe in zwei Teile und studiere dasselbe mit einem starken Mikroskop&lt;br /&gt;
# in ihr werden durch die natürliche Wärme der Sonne verschiedene [[Küken]] ausgeboren &lt;br /&gt;
# wie das Ei nur in der ruhigen, stillen Wärme die Frucht des Lebens zum Vorschein bringt, also wird auch der Mensch nur durch die stille [[Zurückgezogenheit]] und durch die Wärme seines Herzens zu Gott in sich selbst neu und wiedergeboren, wobei es ihm auch ergeht wie einem Küken, das seine eigene Gefangenschaft durchbricht, lebendig aus derselben hervorgeht und dann die Schale nimmer beachtend verlässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.42}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist von Gott aus ein Gemeingut aller Menschen, nicht nur der verruchten [[Wucherer|Satanswucherer]], die sich derselben durch [[Geld|geprägtes Blech oder gleich nur durch beschmierte, allerlumpigste Papierschnitzel]] bemächtigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420730.3}}; {{L|GEJ|1.124.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat in allem die Bestimmung, die Menschen zu tragen, zu [[Ernährung|ernähren]] und [[stark]] und [[Gesundheit|gesund]] zu erhalten. Indem sich der Mensch der [[Natur]] durch [[Luxus]] entfremdet, leidet seine [[Lebensdauer]] und Gesundheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.211.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Prüfungsort der [[Kinder Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.187.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr werden für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes Gottes erzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.205.9}}; {{L|GEJ|3.178.1}}; {{L|GEJ|3.221.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott will die Erde für ihre Kinder, die Seine Kinder sein sollen, derart erheben, dass vor ihr die [[Sonne]]n und [[Engel]] ihre Knie beugen sollen; wann immer Er zu ihr kommt, da will Er stets die [[Sünder]] suchen und mit ihnen eine große Erbarmung haben. Er ist ein treuer Hirte dem Sünder der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.265.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Gott aus ist für Ewigkeiten beschlossen, dass die winzige Erde der Schauplatz Seiner Erbarmungen werden soll. So muss sich nun gewisserart die ganze Unendlichkeit in diese neue Ordnung begeben und fügen, wenn sie einen gemeinschaftlichen Teil an der endlosesten Seligkeit des einigen Gotteslebens (Anm.: Kindschaft Gottes) haben will. Leider ist sie auch der Schauplatz der größten [[Verfolgung]]en, des [[Hochmut]]s, der [[Prachtsucht]] und der größtmöglichen [[Anfeindung]] alles dessen, was da geistig rein, allein gut und wahr ist. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.32.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr muss für jedes erdenkliche Laster bis tief unter die ärgste Hölle hinab, so wie auch für die Ergreifung der höchsten Tugend bis über alle Himmel hinaus, der freie Entwicklungsraum vollkommen gestattet sein, weil sonst mit dem Werden der Kinder Gottes nichts ist. Aus diesem Grund wurde selbst das Töten des Herrn dem Leib nach gestattet. Erst aus dieser höchsten und allerunbeschränktesten Freiheit heraus sind dann die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu den wahrsten und Gott in allem vollkommen ähnlichen Kindern und Selbstgöttern zu erheben. Denn wie der Herr Selbst nur durch Seine allerunbeschränkteste Willenskraft und Macht Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, ebenso müssen es auch die Kinder Seiner Liebe werden für ewig. Wo das Höchst zu erreichen ist, muss auch das Niederste vorhanden sein. Um ein Extrem zu erreichen, muss man sich zuvor von einem entgegengesetzten Extrem loswinden. Wären keine Täler, so gäbe es auch keine Berge und keine [[Bergwanderung]], welche der Erlangung der Gotteskindschaft entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.177.3-10}}; {{L|GEJ|3.178.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein schmaler und dorniger Weg und eine niedere und enge Pforte zum [[Leben]] für jene [[Geister]], die einst übergroß waren und noch größer sein wollten. Aber diese Geister wollten sich diesen ihren alten Hochmut sehr demütigenden Weg nicht gefallen lassen und meinten, dieser Weg sei für sie zu klein und unweise und Der ihn geordnet, sei ohne Einsicht und [[Verstand]]. Daher nahm der Herr als der größte und allermächtigste Geist von Ewigkeit das Kreuz und ging diesen Weg als Erster allen voran. So zeugte Er, wie dieser Weg auch von allen anderen Geistern leicht durchwandert und das wahre, freiste, [[ewiges Leben|ewige Leben]] erreicht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Große dem Kleinen gegenüber sich erst recht groß zeigt, das Starke gegenüber dem Schwachen recht stark, das Mächtige dem Ohnmächtigen gegenüber sehr mächtig, darum ist die Erde so höchst elend in allem gestaltet, damit sie den einst größten und glänzendsten Geistern entweder zur Demütigung und daraus zur neuen Belebung diene, oder aber zum [[Gericht]] und daraus zum neuen [[ewiger Tod|ewigen Tod]]. Das Kleine und Unansehnliche dient auch für sich dazu, das Große und Angesehene in seiner Art zu erhöhen. [[Jesus]] gibt dazu einen Vergleich mit Schießpulver, das durch seine Explosion in einer großen Halle keine Wirkung hat, jedoch in einem sehr engen Raum sehr zerstörend wirkt. Und das ist schon das Gericht, obschon das Große und Angesehene sich da, wo alles klein und unansehnlich ist, nach dem richten und sich demütigen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Weltuntergang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organischer Aufbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein runder Körper, der auf seiner Oberfläche unempfindlich ist; sein Inneres ist ein organischer, lebensfähiger Bau der gleich einem [[Tier]] lebt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.5}}; {{L|HIM|1.400927.5}}; {{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl die Erde natürlich nicht direkt ein Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401024a.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde ist dem Anschein nach [[Mineral]], weil sie auf ihrem Rücken eine Menge Mineralien erzeugt; aber sie ist auch ebenso sicher [[Pflanze]], weil sie so viele Afterpflanzen gebiert, und noch sicherer ist sie ein Tier, weil sie ein so ungeheuer reichhaltiges Tierleben produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Weltkörper muss ein Leben haben, wenn er ein Hervorbringer, Träger und Ernährer fürs tierische und pflanzliche Leben sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}; {{L|ER|7.3}}; {{L|ER|8.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde muss von allem dem, was in ihr ist, auf die Oberfläche durch die zahllosen Organe transpirierend ausliefern; dieses Ausgelieferte wird zunächst von den Pflanzen und endlich von den Tieren aufgenommen und wird in ihnen wieder in das verwandelt, was es ursprünglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde ist weit mehr als eine bloße Gesteinskugel mit Lavakern. Dies wird der Naturwissenschaft erst in gegenwärtiger Zeit zunehmend bewusst, siehe dazu [https://ideas.ted.com/the-amazing-world-that-scientists-are-uncovering-beneath-the-earths-crust/ The amazing world that scientists are uncovering beneath the Earth’s crust]. Die Neuoffenbarung ist auch hier ihrer Zeit weit voraus.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tierisch-organische Leben (Herzschlag) der Erde besteht in einem sehr mechanisch einförmigen Hin- und Herbewegen des Massenschwerpunktes und Hauptanziehungspunktes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Massenorganismus wurde von Gott Punkt für Punkt eingerichtet und wenn er einmal zweckmäßigst eingerichtet ist, dann lebt er solange ihm Gott die nötige Nahrung geben will. Entzieht Er ihm diese, dann wird er bald schwach und träge, fällt dann bald übereinander, erdrückt sich und verzehrt sich eben also von Punkt zu Punkt, wie er ehedem gestaltet wurde, zerfällt endlich ganz und gar und kehrt als eine völlig aufgelöste Willenssubstanz geistig in Gott zurück. Diese Vorgänge werden einem erst im Licht des eigenen Geistes (fortschreitende geistige Wiedergeburt) nach und nach klarer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als ein organisch lebendes Wesen nimmt ihre Nahrung, verdaut diese und leitet die Nährsäfte dann durch zahllose Organe hinaus bis zur Oberfläche. Die gröberen, unverdaulichen Exkremente werden gegen den Südpol hingeleitet. Diese Nahrung der Erde ist nur dem Sehen nach materiell, dem Wesen nach ist sie geistig; denn da dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art in das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der täglichen Rotation und dem jährlichen Umschwung um die Sonne kann die Erde nur in eine partielle Ruhe gelangen und nie in jenes völlige, allgemeine Wohlbehagen, in welches der Mensch oder auch ein Tier durch den nächtlichen [[Schlaf]] gelangen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haupt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nordpol]] ist das entsprechende Haupt der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Augen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische [[Luft]] ist das große Weltauge der Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist auf ihrer Oberfläche, wo der [[Äther]] auf ihr ruht, ein glänzender [[Spiegel]], in dem sich jedes [[Stern|Gestirn]] bedeutend groß abbildet. Das Bild wird ganz bis zur festen Erdoberfläche geleitet, und zwar in stets mehr konzentrierter Lichtkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.8}}; {{L|ER|24.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Luftregion der Erde ist dem [[Auge]] gewisserart ähnlich und ist auch so ganz eigentlich das Auge der Erde, welches um die ganze Erde ausgebreitet ist. Hätte die Erde nicht ein solches allgemeines Sehvermögen, so würde auch kein Wesen auf ihr eines haben; denn was jemand nicht hat, das kann er nicht geben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde schaut fortwährend den ganzen unendlichen Raum um sich herum, und diese allgemeine Anschauung erzeugt in der Erde selbst bei allen in ihr wohnenden [[Geister]]n eine allgemeine entsprechende Vorstellung, aus welcher jedes einzelne geistige Wesen seine [[Intelligenz]] schöpft, und zwar jene für die Außenwelt. Das aber wäre unmöglich ohne das allgemeine, große Sehvermögen der Erde. Die Erde als Körper weiß in ihrem Allgemeinwesen nichts von dem, was sie schaut; und es wäre auch nicht notwendig, der Erde eine eigene, [[Selbsterkenntnis|sich selbst bewusste Erkenntnis]] zu geben, weil sie kein für sich einzeln selbständiges Wesen ist, sondern ein endlos vielfaches Wesen, bestehend aus zahllosen einzelnen Intelligenzen. Diese Intelligenzen sind es, die des großen, allgemeinen Erdauges bedürfen. Der Mensch mit seinem kleinen Auge könnte unmöglich je die große Sonne übersehen, wenn nicht zuvor das große Erdauge ein Kleinbild von der Sonne aufnehmen und dieses dann erst dem menschlichen Auge zuführen würde. Daher sieht niemand die Sonne oder den Mond und die Sterne, wie sie in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrer weiten Ferne sind, sondern nur deren Abbilder von der Oberfläche des großen allgemeinen Erdauges. Zugleich nimmt dieses Auge auch Bilder von der Oberfläche des Erdkörpers auf und führt dieselben weiter zu den anderen [[Weltkörper]]n, so wie auch die anderen Weltkörper ihre Oberflächen durch ihr allgemeines Auge zu dem allgemeinen Auge dieser Erde führen. Aus dieser Eigenschaft sind besonders in den tropischen Ländern die sogenannten [[Fata Morgana]]-Erscheinungen zu erklären, weil sich dort die dritte Luftregion zuweilen sogar unter manche, nicht einmal sehr bedeutende Berghöhen senkt. Auf diesem Absenken beruhen auch die in den tropischen Ländern, besonders auf den Gebirgen, nicht selten vorkommenden balsamischen [[Duft|Düfte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Erde gewisserart ein organischer großartiger Tierkörper ist, so muss er als solcher, um fortbestehen zu können, Nahrung zu sich nehmen; dazu ist ein Art von [[Mund]] erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde hat einen ganz ihrem Wesen angemessenen Hauptmund, durch den sie auch die Hauptnahrung in sich aufnimmt. Daneben hat sich auch eine zahllose Menge größerer und kleinerer Saug- und Fressrüssel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordpol ist des Erdkörpers Hauptnährmund. Dieser Mund ist ziemlich groß; sein Durchmesser am äußersten Rand, wo die Einmündung trichterförmig beginnt, beträgt durchschnittlich zwischen 20 und 30 Meilen, beengt sich aber am Ende bis auf eine Achtelmeile oder tausend Klafter (1800 Meter), in welcher Weite dann dieser Schlund sich zunehmend verengend bis zum Mittelpunkt der Erde, dem Magen des Erdkörpers, in ziemlich gerader Richtung fortgeht. Die Wände dieses Schlundes sind sehr uneben und sehen sehr riffrig und mitunter große Strecken fortlaufend mit Spitzen besetzt aus, als ob sie mit der Haut eines Riesenigels überzogen wären. Mit diesem Mund saugt die Erde ihre Kost aus den [[Weltraum|unendlichen Räumen]]. [[Phosphor]] oder positive Elektrizität macht die eigentliche Hauptnahrung der Erde aus. Dieses Futter zieht der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich und leitet es in den Magen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.5-6}}; {{L|ER|7.11-12}}; {{L|NZ|401011.27}}; {{L|HIM|3.640410.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herz und Lunge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte Mittelpunkt der Erde, der [[Schwerpunkt]], ist ihr [[Herz]]. Dieses befindet sich wie bei Mensch und Tier nicht im unverrückbaren Maßmittelpunkt, sondern etwa im dreivierten Teil desselben, damit es nicht völlig erdrückt und dadurch regungsunfähig werde, wobei sein Standpunkt bedeutenden Veränderungen unterworfen ist. Im Jahr 1846 befand sich der Schwerpunkt ungefähr in der Gegend unter [[Island]], einem Teil von [[Norwegen]], [[Schweden]] und [[Lappland]]; dabei war er aber so tätig, dass er gewisserart seine Pulsbewegung sogar bis unter [[Kamtschatka]] und auch südlicherseits bis in die Gegend unter das [[Mittelmeer|Mittelländische Meer]] verändert ausdehnen konnte. Der Schwerpunkt der Erde hat eine bedeutend voluminösen Ausdehnung, die aber ebenfalls nicht ganz genau bestimmt werden kann, da das Erdherz je nach Notwendigkeit bedeutend erweitert oder verringert wird. Als Durchschnitt können hundert Meilen Durchmesser angenommen werden. Es kann sich aber bis auf zweihundert Meilen weiter ausdehnen und bis auf fünfzig Meilen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|1.11}}; {{L|ER|2.1-4}}; {{L|ER|3.1-2}}; {{L|ER|3.10}}; {{L|HG|3.62.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdherz hat eine ganz ähnliche Beschaffenheit wie ein tierisches oder menschliches Herz; es ist ebenso wie das Menschenherz der Webstuhl oder die Werkstätte des gesamten organischen Lebens der Erde. Das Herz der Erde ist aber nicht so sehr irgend eine Materie, wie das Herz eines Tieres oder Menschen, sondern mehr eine substanzielle Kraft, die sich in einem dazu geschickten, aber sonst festen Organismus wirkend bewegt und durch dieses Wirken auf den ganzen andern Organismus des Erdkörpers seine Wirkung äußert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.2}}; {{L|ER|2.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Platin]] hat Ähnlichkeit mit jener Materie, die als Organismus der waltenden Zentralkraft der Erde dient; dieses [[Metall]] ist aber nicht ganz dieselbe Materie, aus welcher das Erdherz besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das materielle Auge beschaulich würde sich der im Erkörper agierende Schwerpunkt als ein Feuer darstellen, welches in enormer Geschwindigkeit die bestimmten dafür geeigneten Organe der Erde durchzuckt und dadurch die zu Erhaltung des Erdkörpers erforderlichen Reaktionen bewirkt. Mit geistigen Augen betrachtet, würde man ein zahlloses Geisterheer entdecken, das vom Willen Gottes hier gehalten und zu der zweckmäßigen, bestimmten Tätigkeit angetrieben wird. Dies sind die [[Urgrundgeister]], gebannt zur tätigen Belebung jener sie umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich selbst höher und höher aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommene, freie Leben übergehen können. Diese Art Geister bestimmen den tätigen und die ganze Materie belebenden Schwerpunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|4.16-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Puls]] des Erdherzens wiederholt sich von 6 zu 6 Stunden. Durch ihn werden die verschiedenartigsten Erhaltungskräfte des Erdinnern in alle Teile des Erdkörpers getrieben. Alle Erscheinungen als Erdkörper-Lebensprozess hängen von dieser alleinigen Triebkraft ab. [[Gezeiten|Flut und Ebbe]] und sonstige Erhöhungen der äußeren Erdrinde, wie auch die davon abgeleiteten Winde haben alle da ihren Ursprung, denn das Erdherz vertritt zugleich auch die Stelle der [[Lunge]] im tierischen Körper. Sowohl die regelmäßigen als auch die unregelmäßigen Ausdehnungen und Wiederzusammenschrumpfungen des Erdkörpers rühren lediglich daher. Zieht die Erde die Luft in sich, dehnt sich die weichere Bauchgegend der Erde, die gewöhnlich vom Meer bedeckt ist, wodurch das Meerwasser steigt. Stößt die Erdlunge den [[Atem]] wieder aus, dann sinkt der Bauch wieder tiefer hinab, und das Meerwasser zieht sich von den festeren Ufern wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.2-3}}; {{L|ER|8.2-4}}; {{L|HIM|1.401024a.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdlunge hat einen kubischen Inhalt von tausend Kubikmeilen, befindet sich zunächst unter der Erdkruste und begrenzt eine Fläche von etwas mehr als 5000 Quadratmeilen. Diese Lunge hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der eines [[Elefant]]en und ist ein großartiges Zellengeflecht, in dem sich eine Menge großer Hohlkammern befinden, welche durch kleinere und größere Röhren miteinander verbunden sind. Diese Röhren haben zwei Eigenschaften: erstens die Luft in die Kammern zu führen und wieder abzuleiten, und zweitens können diese Röhren sich zusammenziehen und wieder ausdehnen, was durch den steten Polarwechsel oder durch die Verwandlung des positiven in den negativen Pol bewirkt wird, wobei diese Verwandlung lediglich in der seelischen Substanz begründet liegt, ohne welche Verwandlung keine freie Bewegung in den Körpern denkbar wäre. Wenn sich diese Röhren ausdehnen, so werden die Kammern beengt oder mehr zusammengedrückt; dadurch geschieht das Ausstoßen der Luft. Ziehen sich die Röhren wieder näher zusammen, so dehnen sich die Kammern wieder weiter aus, wodurch dann das Einatmen bewerkstelligt wird. Die Verkehrung der Polarität wird – soweit es nur physisch erklärbar ist – dadurch bewirkt, dass, sobald die Seele den Lebensstoff aus der eingeatmeten Luft in ihre belebende Substanz aufgenommen hat, in der Lunge nur die [[Stickluft]] zurückbleibt und das bewirkt, dass der vormals beim Einatmen positive Pol alsbald in den negativen verwandelt wird, weil er mit der Stickluft in keiner Korrespondenz steht. Auf diese Weise tritt dann die Zusammenziehung der Röhren ein, und es wird wieder eine neue Luft eingeatmet, wo dann natürlich wieder während des Einatmens der negative Pol positiv wird, und so umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.7-10}}; {{L|ER|8.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein- und Ausatmen tut die Erde wie Tier und Mensch, durch Mund und Nase. Durch den Mund zieht sie auch den Atem ein. Auf dem halben Weg geht von dieser Hauptmündung eine Seitenmündung aus, die sich wie beim Tier beliebig öffnen und schließen kann. Diese große Seitenmündung führt in die große Lunge. Von je 6 zu 6 Stunden wird da einmal eingeatmet und nach 6 Stunden wieder ausgeatmet. Während des Einatmens schließt sich der Nährschlund in den Magen. Wenn eine gehörige Portion [[Luft]] eingeatmet ist, schließt sich wie durch einen Kehlkopf die Lungenröhre, – dafür aber wird der Speiseschlund wieder geöffnet. Wird die Luft von der Lunge wieder hinausgestoßen, so schließt sich wieder der Nährschlund. Die Erde wird also durch die Lunge in den erwähnten Perioden fortwährend genährt, durch den eigentlichen Nährschlund in den Magen nur von 12 zu 12 Stunden. Sie nimmt in der Zeit die Nahrung zu sich, in welcher die Lunge die eingesogene Luft in sich gewisserart chemisch zerlegt und den Lebensstoff zerteilt; so atmet die Erde in 24 Stunden zweimal ein und zweimal aus und nimmt dabei aber nur zweimal die Nahrung in den Magen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dem Herzen eines Baumes zahllose Kanäle aufsteigen, und wie von dem Kern des Baumes, der gewisserart eine Fortsetzung des Baumherzens ist, eben wieder eine Menge noch kleinerer Querröhrchen auslaufen und die aufsteigenden Kanäle, besonders gegen die Rinde hinaus, stets vielfältiger und durchkreuzter durchbrechen, genau so ist es auch beim Erdkörper der Fall: Je näher beim Herzen desselben die Organe liegen, desto größer sind sie; je weiter davon, desto kleiner werden sie, aber auch desto bis ins Unendliche verzweigter. So wirkt der Hauptschwerpunkt der Erde, ihr Herz, durch die zahllosen Kanäle bis zur Oberfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe vom Mittelpunkt des Erdkörpers führen zahllose verschiedenartigste Quellen und Adern nach allen Richtungen zur Oberfläche. Durch diese Quellen und Adern strömt nicht nur allein [[Wasser]]; es gibt vorzüglich Feuerquellen, durch welche ein unterirdisches Feuer elektrischer Art unablässig nach allen Richtungen strömt, hauptsächlich gegen die [[Pol]]e der Erde. Dann gibt es mineralische Quellen, durch welche [[Metall]]e und [[Erz]]e in flüssiger Gestalt heraufquellen. Ferner gibt es Fettquellen, durch welche das [[Erdöl]] nach allen Richtungen strömt, sehr viele Schwefelquellen, dann Erdpechquellen usw. Getrieben durch die innere Macht der [[Naturgeister|Geister]] und des ihnen zu Gebote stehenden Feuers gelangen diese Quellen zur Erdoberfläche und werden dann zunehmend fester und gehen in die Masse des [[Meer]]es über (Anm.: hauptsächlich an den unter dem Meer befindlichen Rändern der Kontinentalplatten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400913.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Blut]] der Erde ist gleichsam das unterirdische Wasser, von dem es hundertmal so viel wie in den [[Meer]]en der Erdoberfläche gibt. Es hat seinen Umlauf durch weite Kanäle und bewirkt zumeist nach der Ordnung Gottes die stets gleiche Bewegung der Erde und somit auch deren inneres organisches Leben. (nach Waltar)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Säften der Erde ist es wie bei einem Baum. Dieser saugt nichts als Regentropfen und den Tau der Erde durch seine Wurzelfasern ein, aber in seinem Herzen und Magen hat der Herr Seine wohlkonditionierten Chemiker hingestellt, die diese eingesogenen Säfte gehörig zu sondieren und zu richten verstehen auf eine Art und Weise, die auch ein allergelehrtester Chemiker nie erforschen und erkennen wird. Mögen die Säfte der Erde in noch so einfacher Substanz in das Erdherz aufgenommen werden, so werden sie aber von den dort angestellten Hauptchemikern dennoch so sorgfältig geschieden und in dem gerechtesten Maß in die entsprechenden Fortleitungskanäle eingeleitet und fortgeführt, dass nicht ein Tropfen zu viel oder zu wenig von einer oder der andern Substanz zu seiner Bestimmung gelangt. Wie solches geschieht, kann auf dem naturmäßigen Weg niemals erörtert werden, wohl aber auf dem geistigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.20-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdmilz ist wie bei den tierischen Körpern zunächst an den Magen angebracht, steht aber auch mit dem Erdherzen in der nächsten organischen Verbindung, weil der Magen von dieser Milz seine Verdauungswärme und das Herz seine pulsierende Kraft aus diesem Haupteingeweide schöpfen muss. Auch die Tätigkeit der Lunge rührt mehr oder weniger von diesem Eingeweidestücke her, obwohl sie auch zur Hälfte eine ganz freie Bewegung hat, welche mit dem Willen der Seele verbunden ist. Die [[Milz]] spielt im Erdkörper eine der wichtigsten Belebungsrollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau der Erdmilz ist der tierischen und menschlichen Milz ähnlich, wobei ihre Kammern natürlich viel größer sind. Ihre graubraunen Wände werden in jedem Augenblick von zahllosen Blitzen durchzuckt, wobei ein größter Donner zu vernehmen ist. Aus den Kammern gehen weite Kanäle; durch sie stürzt eine gewaltige Flut herein; die fortwährenden elektrischen Flammen lösen die Flut in stark spannende Dämpfe auf; mit unermesslicher Gewalt dringen diese Dämpfe mit dem furchtbarsten Toben durch andere Kanäle weiter; wieder stürzen neue Fluten in die Kammer; da ist wieder ein Sieden, Brausen und Sausen, wie es auf der Oberfläche der Erde noch nie vernommen wurde. In den irdischen Blutgefäßen der Milz stürmen die gewaltigsten Fluten im Großen wie in der Tiermilz im Kleinen. Diese Säfte gehen vom Erdmagen in die Erdmilz und von da in das Erdherz als das alles ernährende Erdblut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen der Erdmilz sind alle [[Vulkan|feuerspeienden Berge]]. Diese sind zwar nur ganz unbedeutende Ausläufer dieser Hauptfeuerwerkstatt, gewähren aber dennoch einen überzeugenden Anblick, wie es in der Hauptfeuerküche des Erdkörpers zugeht. Auch die heißen Wasserquellen nehmen ihre Hitze von der Erdmilz, allerdings nicht unmittelbar, sondern mittelbar durch jene feurigen Organe, welche mit der Milz in innigster Verbindung stehen. Die sich bewegenden [[Wolke]]n, [[Nebel]] und [[Wind]]e sind alle ein Produkt dieses Erdeingeweides, denn dessen Hauptzentralfeuer dringt durch zahllose Organe der Erde hindurch und erwärmt diese in all ihren Teilen auf eine hinreichende Weise. Auf ähnliche Weise rühren die wogende und stürmische Bewegungen des [[Meere]]s, sowie all die [[Meeresströmung]]en und der Salzgehalt des Meeres von diesem Eingeweide her. Ebenso all die meteorischen (meteorologischen) Erscheinungen im Luftkreis der Erde, alle Vegetationskraft und noch eine zahllose Menge weiterer Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leber ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdleber ist gleich der tierischen [[Leber]] ein Absonderungsapparat, verrichtet denselben Dienst wie bei Menschen und Tieren und befindet sich ebenfalls um den Magen herum. Aus der Leber der Erde kommt gewisserart zunächst alles hervor, was die Erdrinde in sich und auf der Oberfläche auf sich trägt. Auch das ganze Meerwasser stammt von dort und ist im Grunde nichts anderes als der ausgestoßene [[Urin]] des Erdkörpers, der durch Verdunstung in Wolken übergeht, welche in der Luft durch die Einwirkung des Lichtes in süßes Nährwasser umgewandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|11.1}}; {{L|ER|11.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die irdische [[Niere]] liegt ziemlich südlich, etwas über den [[Äquator]] der Erde hinaus, dem Südpol näher als dem Nordpol. Sie hat der Form nach eine bedeutende Ähnlichkeit mit der Niere eines [[Elefant]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Erdniere hat beinahe dieselbe Bestimmung wie bei den Tieren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Sie ist der Grundbrunnen, aus dem das ganze Meer sein Wasser schöpft, und aus welchem auch nach und nach alles Gewässer auf der Oberfläche der Erde herkommt. Die Erde hat, bevor das Meer kommt, noch eine Menge Urinblasen, welche meistens zwischen der äußeren Erde – welche die Erdhaut genannt werden kann – und zwischen der zweiten, festen Erde als sehr große Wasserbassins vorkommen, von denen einige größer sind als ein ganzer Weltteil, wie etwa Europa. Aus diesen großen Erdurinblasen bekommen dann erst das Meer und die anderen Gewässer des festen Landes ihre Nahrung und ihren stets gleichen Zuwachs an Wasser.&lt;br /&gt;
# Die Absonderung des edlen Zeugungswassers aus dem groben Erdurinwasser. Dieses edle Zeugungswasser steigt nicht sogleich zur Oberfläche der Erde herauf, sondern wird vorerst, so wie bei den Tieren, in das Herz der Erde zurück- und von da aus erst durch eigene Kanäle und Adern herauf zur Oberfläche der Erde geleitet, wo es sich zum Teil als süßes Quellwasser und zum Teil als der alle Pflanzenwelt am meisten befruchtende Tau beurkundet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Durch sie wir die Heiterzeit auf dem Erdkörper zu gewissen Zeiten bewirkt, die bei Tieren leicht beobachtet werden kann und die sich auch dem Menschen mitteilt. Wenn sich die allgemeine Erdseele in ihre Niere setzt und sich da ihre nötige Erholung oder Ruhe gönnt, dann stimmt sich auf der Erdoberfläche alles gewisserart friedlich und nimmt einen gewissen weichen und sanften Charakter an. Darauf folgt dann aber gewöhnlich ein düsteres und stürmisches [[Wetter]], wobei wieder alles einen widerlichen, abstoßenden und manchmal sogar schrecklichen Charakter annimmt, da die Erdseele wieder in ihre gewöhnlichen tellurischen Tätigkeitsorgane zurückgetreten ist. Bei der Erde geht die Seele nicht ganz so wie beim Menschen völlig in diese Ruhe über, sondern nur ein Teil der allgemeinen Seele ruht, während ein anderer Teil fortwährend gleich tätig sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Magen]] der Erde ist gleich unter dem Herzen, so ziemlich in der Mitte des Erdkörpers. Er ist ein bei zehn Quadratmeilen großer Hohlraum, den aber allerlei kleinere und größere Querstreifen, manche im Durchmesser von 200 Klaftern, säulenförmig nach allen Richtungen hin zum Teil ausdehnen und zum Teil unterstützen. Magen und Querstützen sind nicht von einer festen Masse, sondern elastisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Hauptmagen der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Futter, welches der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich zieht und in den großen Magen leitet, setzt sich an dessen Wänden und Querspreizen oder Stützen kristallartig an. Ist der Magen gewisserart gefüllt, so tritt die Wärme des Erdherzens hinzu, setzt die großen Magenwände in eine vibrierende Bewegung, und die inneren Querspreizen des Magens ziehen sich dann auch bald enger zusammen und dehnen sich auch bald wieder weit aus. Dadurch wird die Kost gerieben, zermalmt und durch diese Aktion ein neuer elektrischer Stoff gewonnen, der im Magen die nahrhaften Wasserteile zersetzt und sie in die zahllosen Nährkanäle ableitet, während dann ein ausgeschiedener, negativ elektrischer Strom die unverdaulichen Überreste im Magen ergreift und sie durch den schraubenartig gewundenen Entleerungskanal mit großer Gewalt forttreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Därme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Erdmagen geht in schraubenartig gewundener Hauptkanal durch den ganzen Erdkörper hindurch und mündet dann im Südpol. Dieser Hauptkanal ist von gleicher Materie wie der Magen (elastisch); nur wird er gegen die Ausmündung verhältnismäßig zunehmend fester. Vom Hauptenlehrungskanal der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die exkrementarischen Nährteile müssen im Erddarm zufolge fortwährender mächtiger Reibung noch die letzten Reste ihrer erdernährenden Substanz abgeben, weshalb der nördliche Teil der Erde viel kompakter ist als der südliche, weil auf diesen letzteren auch zumeist die letzten und schlechtesten Nahrungsteile kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== After ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat einen entsprechenden Hauptentleerungskanal, der auf die rotierende Bewegung der Erde den Haupteinfluss ausübt, und daneben auch noch eine zahllose Menge kleinerer Entleerungskanäle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Südpol]] ist der hauptsächliche Entleerungskanal der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401011.27}}; {{L|ER|7.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mehr materielle Unrat wird dort periodisch, wie die [[Lava]] aus einem [[Vulkan]], nur viel flüssiger hinausbefördert und dann beim Auftauen der südlichen Polarregion von den stets stürmischen Fluten in nördliche Richtung weggespült.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.9}}; {{L|NZ|401014.26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Nordpol empfängt die Erde ihre (magnetische) Nahrung, verdaut diese in ihren Zentralorganen, und befördert den Unrat durch den vom Mittelpunkt der Erde ausgehenden und beim Südpol endenden Entleerungskanal hinaus. Durch diesen Vorgang wird die Erdrotation bewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.8}}; {{L|NZ|401014.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Abtrieb der letzten Exkremente der Erde wird die Rotation des Erdkörpers bewerkstelligt, indem diese sehr luftig aussehenden Exkremente in gewundener Richtung hinaus auf den freien Äther stoßen und der Erde einen Rollschwung geben, wie eine Rakete, die an ein Rad gebunden ist, dieses zum Umschwung bringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Gegenwärtig wird angenommen, dass die Planeten ihren Drehimpulus aus den Urwolken haben und dieser nie verloren ging. Die Urwolken, aus denen sich die Planeten bildeten, drehten sich einst wie ein Hurrikan. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 104) Nach der Neuoffenbarung wird die Rotation durch das Erdmagnetfeld bewirkt. Auch dies dürfte ein Vorgriff auf spätere Erkenntnisse sein. Die Naturwissenschaft ist gegenwärtig allerdings noch weit davon entfernt, die hochkomplexe Zone um unseren Planeten zu verstehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht und Zeugungsorgane ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Erde ist zeugungsfähig, allerdings bedeutend mehrfach und sehr verschiedenartiger als Mensch, Tier und Pflanze. Sie ist gewisserart als [[Hermaphrodit]] zu betrachten, als [[Mann]] und [[Frau]] in einem Wesen, ähnlich dem [[Adam|ersten Menschen]], der ursprünglich auch in sich Mann und Frau zugleich war, und ähnlich den [[Engel|vollkommenen Geistern des Himmels]], die auch männlicher- und weiblicherseits völlig eines sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das irdische Hauptzeugungsorgan ist der stark aufgewulstete Südpol; vermöge dieses Zeugungsorganes ist die Erde weiblich, weil auch der ganze Südpol als negativ gleich dem weiblichen Wesen ist, das sich als negativ gegen das positiv-polarische Mannwesen verhält. Von diesem Punkt aus als Frau betrachtet ist die Erde nicht selbst zeugungsfähig, sondern bedarf der Sonne durch ihre entgegengesetzte polarische Kraft. Auf diese Weise wurde der [[Mond]] als ein Hauptkind der Erde und das älteste Kind dieser tellurischen Frau gezeugt. Es gibt noch mehrere ähnliche Kinder, nämlich eine bedeutende Anzahl von [[Komet]]en, die sich teils im weiten Ätherraum hinausgeboren kreisend befinden, teils als fast tagtäglich und zumeist um die Äquinoktialzeiten nahe zahllos zum Vorschein kommenden sogenannten [[Sternschnuppe]]n. Diese sind nichts als kleine, von der Erde neu ausgeborene, kometähnliche Planetchen, was ihr allzeit elliptischer Lauf und ihre runde Gestalt beweist. Diese Planetchen werden jedoch von der Erde, so wie alle ihre sonstigen Zeugungen, wieder aufgespeist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat eine Menge Ausgeburtskanäle. Der Hauptausgeburtskanal befindet sich inmitten des [[Pazifik]], nahe dem [[Äquator]], in der Gegend von Tahiti. Von dort aus ward der Mond von der Erde geschieden, und noch nachträglich eine ziemliche Menge noch bestehender Kometen. Andere Geburtskanäle sind eine Menge Seen, Sümpfe und Höhlen in den Bergen, aus denen nicht selten solche Planetchen in eine bedeutende Höhe durch eine polarische Kraft hinausgeschleudert werden. Da sie aber zu wenig Körper haben, so wird – durch die überwiegende polarische Kraft der Erde – ihr kleiner Reichtum von der entgegengesetzten Polarität verzehrt, und sie werden von der Erde wieder an sich gezogen, auf die sie dann bald als schlackenartige Massen, manchmal auch als Steine, herabfallen; als Steine kommen sie aber nur dann wieder herab, wenn sie vorerst im Ätherraum explodiert sind und dann als Teile des Ganzen herabstürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mannweiblichen Zeugung nimmt alles mineralische Wesen, sowie die Pflanzen- und die Tierwelt auf die mannigfaltigste Weise ihren materiellen Ursprung:&lt;br /&gt;
# Geburt von lebendigen Jungen&lt;br /&gt;
# Legen von Eiern&lt;br /&gt;
# Samen, wie die von Pflanzen&lt;br /&gt;
# für Mineralien die Hervorbringung von gewissen Blüten, in denen die Kraft liegt, alles das ihnen Ähnliche an sich zu ziehen und sich als solches in weiten Kreisen auszudehnen&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Same wird von der Erde als männliches Wesen gezeugt und befruchtet und wird von derselben Erde als weibliches Wesen ausgereift und ausgeboren. Dass die Erde wirklich (ursprüngliche) Samen erzeugt für allerlei Pflanzen und Tiere, wird aus vielen Erscheinungen auf der Erdoberfläche ersichtlich, z.B. die ursprüngliche Bewaldung der Gebirge, die Moos- und Grasüberwachsung mancher früheren wüsten Steppen, auf denen ein Jahrtausend hindurch nichts gewachsen ist. Schimmel und Schwämme haben noch bis jetzt keinen anderen Samen. Dann gibt es die seltenen, aber doch noch häufig genug vorkommenden Erscheinungen, wo es Getreide und allerlei Körner geregnet hat; ebenso [[Tierregen|Fisch-, Schlangen- und Krötenregen]] und noch andere dergleichen Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Gestaltung dieser Tiere ein Stufenübersprung ist und nicht mit dem [[Evolution|ordnungsmäßigen Vorwärtsschreiten geistiger Intelligenzen aus dem Erdkörper]] im Einklang steht, vergehen sie auch bald wieder aus dem erscheinlichen Dasein, werden von der Erde wieder aufgesogen und in das Pflanzenreich getrieben. Solche Erzeugnisse übergehen dann früher in die vormals erscheinliche Tierstufe, auch wenn sie vorher noch einen Schritt in das Pflanzliche zurücktun müssen, bevor sie den intensiv tierischen Charakter annehmen können. Ganz anders verhält es sich mit den ursprünglichen Pflanzenstufen, die schon als solche in das erste Dasein treten; diese müssen vorher alle Pflanzenstufen durchgehen, die in ihrer Fortschreitungslinie stehen, bevor sie in das tierische Leben aufgenommen werden können. Auch Sämereien für Pflanzen werden frei erzeugt. Hauptsächlich geschieht dieses in den tropischen Ländern. Große Wüsten und Steppen haben gewisse Ausgeburtspunkte für derlei Sämereien; dort wird man auch überall einen üppigen Pflanzenwuchs antreffen. Wo aber solche Ausgeburtsquellen mangeln, da bleibt die Erde wüste und leer. Auch die neu entstandenen [[Insel]]n haben den von der Erde erzeugten Sämereien ihren Pflanzenwuchs zu verdanken. Hat dieser einmal genügend Stufen durchlaufen, dann werden sich auch Tierstufen zu entwickeln anfangen, jedoch nur bis zu den noch sehr unvollkommenen, kriechenden Tieren und Insekten; weiter hinauf reicht der freie natürliche Übergang nicht. Es muss dann eine höhere Kraft auftreten, um ein entsprechendes, auf einer höheren Stufe stehendes Tier zu kreieren, in das die vorhergehenden Stufen übergehen können, und so nicht selten aufwärts bis zum Menschen, der jedoch nicht mehr neu kreiert wird, sondern zu rechter Zeit durch Übersiedlung dahingebracht wird. Diese äußeren Erscheinungen nehmen hauptsächlich aus der Niere der Erde ihren Ursprung, weil in derselben der allgemeine Samenstoff gebildet und zur weiteren Tauglichwerdung auf dem vorgeschriebenen Wege befruchtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|15.2-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Same, der auf dem Baum reif geworden ist, in die Erde gelegt wird, dann verhält sich die Erde wie eine Frau, die das Empfangene durch die ihm eigene Kraft ausreift und gebiert. Wann aber der Baum dasteht, da nimmt er gegen die Erde den weiblichen Charakter an, und die Erde tritt als Mann gegen den Baum auf und zeugt in dem Baum neuen Samen für dessen Befruchtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das männliche und weibliche Wirken in der Erde selbst wird ersichtlich im Süd- und Nordpol. Der eine Pol ist negativ und der andere positiv, oder der eine anziehend und der andere abstoßend, der eine Pol ist der Geber und der andere der Empfänger. Ursprünglich oder in der Ausmündung ist der positive Nordpol der Empfänger, weil er die gesamte Nahrung für den Erdkörper in sich aufnimmt, und der Südpol ist in seiner äußeren Ausmündung derjenige, der von außen her nichts aufnimmt, sondern alles nur hintangibt; aber im Inneren ist der Nordpol gegen den Südpol der Geber und der Südpol der Empfänger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch auffallender geschieht diese wechselseitige, stets veränderte polarische Wirkung durch den Wechsel des [[Sommer]]s und des [[Winter]]s, da ein halbes Jahr auf der nördlichen Hälfte der Erde Winter ist, während zu gleicher Zeit auf der südlichen der Sommer waltet, und also im nächsten halben Jahr umgekehrt. Der Winter ist der männliche Teil und der Sommer der weibliche; der Winter zeugt in dem weiblichen Sommer, und dieser gebiert dann aus, was der Winter gezeugt hat. Sonach ist zur Winterszeit die eine Erdhälfte männlich, während die andere ganz weiblich ist. Da tritt auch der sonst weibliche Südpol männlich auf gegen den weiblich gewordenen Nordpol, und also auch umgekehrt. Nur ist dabei doch immer der merkliche Unterschied, dass die Früchte von der südlichen Hälfte der Erde zwar süßer, weicher und voller, aber nicht so kräftig als die des Nordens sind, weil im südlichen Teil das Weibliche dem Männlichen vorschlägt, während sich im nördlichen Teil das Männliche vor dem Weiblichen mehr auszeichnet; im Norden ist die Erde dann sozusagen ein Mannweib, und im Süden ist sie ein Weibmann. Die Erde wechselt auch durch [[Tag]] und [[Nacht]] ihr Wesen. Die Nacht ist stets weiblich und der Tag männlich; was der Tag gezeugt hat, das gebiert die Nacht in ihrem dunklen Schoß. &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Füße ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als eine im freien [[Äther]] schwebende [[Kugel]] benötigt ähnlich [[Wurm|Würmern]] und [[Amphibien]] keine wirklichen Füße, um ihre Reise um die Sonne zu machen und sich um ihre Achse zu drehen; dennoch hat sie eine bewegende Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dieser Antrieb genau funktioniert, wird in {{L|NZ|401014.29-31}} beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen, Tiere, Pflanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdenmensch]], [[Tier]], [[Pflanze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdgeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelische und geistige Dimension ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Erde ist wie ein Mensch, und ihr Bestand sind die [[Seele]]n, die einst schon mit dem Geist Gottes gebunden waren, aber die Probe Gottes nicht hielten, d.h. die Erde ist in ihrer Feste nichts als die gefangene, teilbare Seele [[Satan]]s, wie auch alle anderen [[Weltkörper]] des materiellen [[Universum]]s. Die Seelen werden im großen Mutterleib der Erde ausgezeitigt und durch den Hauch Gottes zum neuen Leben erschaffen (Wanderung der Seelen durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich hin zum Menschen). Der unteilbare Geist Satans wohnt in neue, undurchdringliche Bande gefesselt im Mittelpunkt (Schwerpunkt) der Erde, nicht aber in den anderen Weltkörpern. Obwohl er machtvoll gefesselt ist, haucht er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden [[Seelenspezifika]] und pflanzt ihnen den Tod ein, der daher überall auf der Erde beobachtet werden kann. Alles Organische ist zerstörbar alle Materie ist fähig, den Tod zu geben und die Zerstörung zu bewirken. Dies alles rührt vom Willenshauch des Allerbösesten. So ist die Erde zwar im Geiste das von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte, kann aber eben darum im Besserungsfall das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden. Daher wählte auch Gott diese Erde zum Schauplatz Seiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|52.21}}; {{L|ER|53.9-11}}; {{L|ER|53.19}}; {{L|ER|55.10-11}}; {{L|HG|1.5.33}}; {{L|HG|3.65.12}}; {{L|GEJ|1.2.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganze Seele entsteigt nie mit all ihren geistigen Spezifiken der Erde, sondern allzeit im höchsten Grade geteilt. Die Gründe dafür sind erstens das urgeistige Wesen selbst, wo sich ein jeder Geist durch sein Großwerdenwollen (siehe [[Geisterfall]]) bis ins Unendliche zerteilt und zerrissen hat und weil durch eben diese Teilung ein solcher urgeschaffener Geist sich ganz natürlich auch bis auf den letzten Tropfen seiner Kraft geschwächt hat, weswegen er dann auch seine Hochmutspläne nimmer ausführen konnte. Eine solche Zerstreuung des Geistes hat Ähnlichkeit mit der [[Babylon|babylonischen Sprachenverwirrung]]. Wie sich dort die Völker zerstreuen mussten, so mussten sich bei einem Geist seine Begriffe zerstreuen, so dass er nimmer einen vollen Gedanken, noch weniger irgend einen Plan in sich fassen konnte. Daher ist der Satan eifrigst bemüht, in den einzelnen Menschenseelen und Geistern sein eigenes Urwesen wieder in eins zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war. Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er geteilt und zerstreut durch die ganze [[Schöpfung]], und sein Geistiges ward verkehrt in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem Seelischen ein neues Geistiges eingehaucht wird, damit da aus einem jeden solchen Teil ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt und in Unendliches zersplittert hat, so dass nun von ihm nichts übrig blieb als sein Ich und mit demselben sein grundböser Wille; aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten sind ihm genommen worden, und diese sind es eben nun, die da fortwährend zu den Weltkörpern gelangen, zum größten Teil schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen, da in dem Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewusstsein wieder auftaucht aus der Materie, und in dem Geistigen die Erkenntnis Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die Pflanze ohne Regen und Sonnenschein, bald verdorren und ersterben würde. In der [[Pflanze]] taucht zuerst das seelische Leben auf; dieses kann aber nicht fortkommen, wenn es nicht geistige Nahrung aus der [[Luft]] bekommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Erde aus lauter gebannten Seelen und Geistern besteht, das zeigen die tagtäglich häufig wiederkehrenden meteorischen Erscheinungen (Anm.: damit sind vor allem die Niederschläge gemeint), und das Zeugnis [[Hellseher|jener einfachen Menschen, die das Vermögen haben, Geistiges und Seelisches zu schauen]]. Die zahllosen Heere von Wasser-, Erd-, Berg- und Luftgeistern sind noch zu allen Zeiten von einem oder dem andern gesehen worden sind. Die [[Gelehrte|gelehrte Welt]] sieht dergleichen freilich nicht, aber deswegen bleiben die Urdinge doch wie sie sind, und der [[Vogel]] kann heute so wie vor Urzeiten die Luft bemeistern, obwohl er nie auf einer [[Universität]] in der Aerostatik die strengen Prüfungen gemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Urteil der [[Jupiter#Geisterwelt|Jupitergeister]] sind die Geister der Erde (im Allgemeinen) listig und stets bereit und geschickt, Böses zu ersinnen. Gutes wüssten sie wenig und dächten selten daran. Sie reden viel und denken wenig und können so nicht viel im Innern wahrnehmen und nicht spüren, was gut sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[böser Geist|bösen Geister]] der Erde fühlen keine [[Scham]], wenn sie andere anfeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Geister von der Erde, die im [[Geisterwelt|anderen Leben]] umherschweifen aus einem Verlangen und einer Lust am Reisen, die sie sich in der Welt angewöhnt haben, denn auf anderen Erden kommen solche Reisen nicht vor. Das sind z.B. [[Mönch]]e, die aus Verlangen, die Völker zu bekehren, auf unserer Erde umhergewandert sind, nicht um zu lehren, sondern um zu gewinnen und zu herrschen, indem sie auf verschiedene Weise erst die Gemüter einnehmen, um sie dann als Sklaven zu unterwerfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister von verstorbenen Menschen aus Gebirgsländern sind meist mit einer helleren Sehe begabt als die mehr abgestumpften der Flachländer. Wie Bergbewohner schon auf der Erde bei weitem genügsamer sind und leben, als die nimmer satt werden wollenden Bewohner der Flachländer, ebenso sind auch die Geister der Bergbewohner. Sie sind leicht zufriedengestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister der Erde haben kein vollkommenes Sprachverständnis, d.h. können nicht alle [[Sprache]]n verstehen, solange sie nicht völlig [[geistige Wiedergeburt|im Geist wiedergeboren]] und für den [[Himmel]] geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner und Geister der Erde stellen im [[Groß-Mensch]]en den äußeren, natürlichen und körperlichen Sinn und verschiedene Funktionen der äußeren [[Glieder]] des Körpers dar. Der natürliche und äußere Sinn wird im anderen Leben durch [[Schlange]]n vorgebildet und ist das Letzte, wohin das Innere des Lebens ausläuft und wo es wie in seinem Allgemeinen ruht. Daher sind die Erdgeister in einer auf die Welt und auf sich selbst gerichteten Vorstellung befangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|64}}; {{S|EW|89}}; {{S|EW|102}}; {{S|EW|122}}; {{S|EW|148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der obersten Luftregion sind lauter vollkommene Geister, und lauter solche, die ehedem leibliche Menschen auf dem Erdkörper waren. Diese genießen schon fortwährend Licht; denn auch natürlichermaßen wird es in solcher Höhe nie vollkommen finster. In der geistigen Natur ist da schon ein fortwährender, ununterbrochener [[Tag]]; denn diese dritte Region beurkundet schon ein drittes, ganz reines geistiges Stadium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Geist, der von der natürlichen Erde auch noch so vollendet in die geistige übergeht, kann sogleich in das eigentliche große [[Himmelreich]] emporsteigen, weil zu seiner Vollendung noch immer etwas im Erdkörper zurückbleibt, was er nur nach und nach aufnehmen kann. Erst wenn er den letzten Rest dessen, was ihm angehörte, veredelt und vergeistigt in sein Wesen aufgenommen hat, kann er diese Region verlassen und in eine wirkliche erste Stufe des Himmelreiches eingehen. Der Geist an und für sich, als das Urprinzip des Lebens aus Gott, braucht nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung; aber seine formelle Wesenheit, die Seele, muss das wieder in sich vereinen bis auf das letzte Atom, was ihr einst aus der endlosen Fülle der sie formenden Idee Gottes gegeben ward. Dieses Gegebene besteht in den endlos vielen [[Intelligenzpartikel]]n, welche natürlicherweise beim Absterben des Menschen nicht auf einmal flottgemacht werden können. Da sind Teile seines Leibes und Spezifika, die er Zeit seines Lebens ein- und ausgehaucht hat, auch alle Abfälle seines Leibes, seine Tränen, auch sonstige Auswürfe seines Leibes, sogar seine Kleidung, seine Behausung; kurz alles, was er irgendwann durch seine Kraft hervorgebracht und getan hat, das alles muss mit der Zeit als gewisserart ein geläutertes psychisches Spezifikum von der Psyche aufgenommen werden, damit der Geist dann in sich selbst eine vollendete Beschauung und durch diese Beschauung eine klarste [[Rückerinnerung]] an alles das hat, was mit seiner kompletten Wesenheit vor sich gegangen ist, und wie der ganze, lange Weg beschaffen war, auf welchem er wieder zu dieser seiner urersten Vollkommenheit gelangt ist. Diesen Vorgang nennt man die [[Auferstehung des Fleisches]]. Also muss der Geist noch eine Zeit warten, bis all das Seinige von seiner Wesenheit aufgenommen worden ist. Unterdessen handelt er nach den Gesetzen der Liebe und herrscht in dieser Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.4-7}}; {{L|ER|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tätigkeiten des Geistes in der dritten Luftregion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Er bewirkt durch seine Gegenwart und durch sein Liebehandeln, dass die dritte Luft da ist.&lt;br /&gt;
* Er schlichtet und ordnet die Wege für die Neulinge, die in diese Region emporkommen, und weist ihnen Ort und Handlung an.&lt;br /&gt;
* Er beherrscht belehrend die schon reineren Geister in der unteren Region. Wenn dort Reibungen und Trübungen vorkommen, so senkt er sich wie alle seinesgleichen als Friedensstifter herab und wirkt da energisch.&lt;br /&gt;
* Wenn fremde Geister aus anderen Weltkörpern ankommen, dann prüft er sie. Befindet er sie als tüchtig, führt er sie auf den rechten Wegen zur Erde nieder, ist bei den [[Zeugung]]en durch seinen Einfluss zugegen, hilft solchen neuen angekommenen Geistern auf den Weg des Fleisches dieser Erde und sorgt dann auch, dass diese Geister genau jene prüfenden Wege im Fleisch durchgeführt werden, die sie auf einer anderen Welt zu gehen beschlossen haben, um Kinder des Herrn zu werden. (Siehe dazu: [[Menschenseele#Seelen aus den Sternen|Seelen aus den Sternen]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reinen Geister kommen nicht selten in die zweite, manchmal auch in die erste Region herab; hauptsächlich aber sind jene Stellen auf der Erde ihre sichtbaren Niederkunftsplätze, die ihrer bedeutenden Höhe wegen fortwährend mit [[Schnee]] und [[Eis]] bedeckt sind. Daher haben solche Gegenden für fast jeden Menschen eine beseligende und das ganze menschliche Gemüt erheiternde, stärkende und beruhigende Anziehungskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erstlinge der reinen Geister halten sich zuerst dort auf, wo sie bei Leibeslebzeiten auf der Erde gewohnt haben. Wenn sie vollkommener geworden sind, dann dehnt sich ihr Wirkungskreis über alle Punkte der Erde aus. Die stärksten bewachen die [[Pol]]argegenden, die weicheren, sanfteren und schwächeren die [[Tropen]]gegenden. Jene, die sehr regsam sind, bewachen das [[Meer]], die [[See]]n und die [[Flüsse]]. Den Anfängern werden größere oder kleinere [[Gebirge]] zur Überwachung anvertraut und alles was sich da befindet. Die weiblichen Geister überwachen zumeist das Pflanzenleben und üben auch den Einfluss auf die gesamte [[Vegetation]] der Erdoberfläche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser dritten Region wandeln und wohnen die sogenannten [[Schutzgeist]]er der Menschen. Diese reinen Geister sind aber noch nicht Alleinherrscher und können es auch noch nicht sein, weil ihnen in vielem die vollendete [[Erkenntnis]] mangelt. Daher sind auch fortwährend vollkommene [[Engel]]sgeister über und unter ihnen, welche ihnen allzeit die richtige Anweisung geben, was sie zu tun und zu schlichten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geister ist die dritte Luftregion ein herrliches Paradies, wo sie alles haben, was nur immer ihr Herz in der Liebe zu Gott erfreuen kann. Es gibt herrliche Gegenden, welche sich nach der Beschaffenheit des Geistes richten; denn da wird schon jeder Geist der Schöpfer seines Fußbodens und der Gegend, in der er zu Hause ist. Diese Gegend ist überaus fruchtreich und reich an allen Dingen. Der Geist genießt da alles in der Fülle, und der Hunger in allem ist fern von ihm. In diesem Genuss nimmt er Geist nach und nach alles das auf, was noch von seiner Wesenheit an der Erde kleben geblieben ist; diese Früchte und die Gegenden werden gewisserart auf eine reflektierende Weise von der Erde aufsteigend in dieser dritten Region psychisch spezifisch gebildet, und der Geist erkennt sie als das Seinige, nimmt sie in seine Erkenntnis auf und kommt dann erst aus dieser seiner Erkenntnis in ein förmliches Schauen dessen, was das Seinige ist, genießt dann auch dasselbe und nimmt es völlig in seine Wesenheit auf. Oder anders ausgedrückt: Er muss in der dritten Region so lange warten, bis gewisserart sein Irdisches verwest und aus den Verwesungen in ihr Seelisches übergangen ist. Das ist keine [[Strafe]], sondern eine Notwendigkeit wie die [[Leib#Lebensdauer|Dauer des Leibeslebens]] auf der Erde. Wenn manchmal solche reine Geister auch mehrere hundert Jahre in dieser dritten Region verweilen, so verlieren sie dadurch nichts, sondern sie können nur gewinnen. Es geht ihnen nichts mehr ab, sie sind überaus glücklich und selig. Was ihre stets zunehmende Intelligenz betrifft, so ist das ein stetes Gewinnen, und je mehr sie gewinnen, desto vollkommener werden sie dahin kehren, wo es sich um ihre endliche und ewige Bestimmung handelt. Haben sie da nur ein kleines Geschäft über sich und haben dieses ordentlich und weise zu verwalten sich eigen gemacht, so werden sie einst desto tauglicher sein, Großes zu verwalten, wo sie als Engelsgeister nicht nur über einzelne Teile eines Weltkörpers, sondern über ganze Weltkörper und [[Weltenall]]e und [[Sonnengebiet]]e geistig, und von da aus durch und durch in die Materie, werden ihre Tatkraft ausüben müssen. Wenn der Geist der Erde und sie ihm gewisserart nichts mehr schuldig ist, dann hat er erst seine völlige Solidität erreicht und kann dann zur höheren Vollendung in das Reich der Himmel aufgenommen werden. Einige Geister haben noch manches ihnen Gehörige nicht nur auf der Erde, sondern auch in anderen [[Weltkörper]]n, siehe dazu [[Planetenreise#Jenseitige Planetenreise|Jenseitige Planetenreise]]. Dieses Wiederbringen geschieht alles auf dem Weg der Liebe, die allein das anziehende Prinzip ist; es wird nicht gefordert oder vom Geist eine Rechnung verlangt, dass er das gewisserart auf eigene Rechnung wiederbringen sollte, was ihm ursprünglich und auf seiner ganzen Wanderung gegeben ward. Es muss durch freie Wahl geschehen, in der ein jeder Geist anstrebt, in sich das zu sammeln, was Gottes ist, und es Gott dann in seiner großen Liebe zu Ihm vollkommen wiederzubringen. Im vollkommenen Wiederbringen liegt der einstige vollkommene, vollkommenste und allervollkommenste Grad der [[Seligkeit]]. Was immer seinen Leib betrifft und sein Vorgängiges, überhaupt alles Spezifikalische, erhält er in der ordnungsmäßigen Zeitfolge ohne sein Zutun. Aber hinsichtlich seiner Befähigung, das alles wieder aufzunehmen, was einst zu seinem Wesen gehörte, wird er zur Rechenschaft gezogen, weil sich solche Befähigung jeder Geist aus den Vorschriften der reinen [[Religion]] erwerben kann und erwerben soll. Wer da nicht tätig sein will und sich lieber mit dem abgibt, was des Fleisches ist als was des Geistes ist, der muss sich dann selbst zuschreiben, wenn er gerichtet wird durch das Wort, das ihm gegeben ward aus den Himmeln als ein getreuer Wegweiser, wie er das Leben wieder sammeln und wiederbringen solle, von woher er ursprünglich gekommen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10-12}}; {{L|ER|29.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittlere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion verhält sich zur obersten Luftregion wie die Seele zum Geist. Der Geist wirkt in die Seele ein und kann sie durchdringen; die Seele aber kann nie über die Schranken des Geistes hinaustreten. Sie ist da, um vom Geist durchdrungen zu werden und kann vom Geist aufgenommen werden, wo sie selbst geistig wird. In gleicher Weise können auch die Geister der zweiten Region in die dritte übergehen, wenn ihre Seelen oder gewisserart ihre substanziellen Leiber sich stets mehr und mehr vergeistigen und mit dem Geist völlig eins werden. Bei der abgeschiedenen Seele tritt gewöhnlich nur eine Hauptleidenschaft auf, beherrscht die Seele stets mehr und mehr und zieht nach und nach alle Intelligenzpartikel in ihr Bereich. Sie bleibt in einer ihrer Hauptleidenschaften gefangen, bis diese alle anderen Spezifikalintelligenzpartikel gewisserart aufgezehrt hat, was dann eine große Armut der Seele bewirkt, und diese dann in einen Zustand des Abödens übergeht, wo sie sich wie völlig nackt und in Nacht und Nebel befindet. Durch diese Abödung kann dann erst der Geist frei werden und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das ist dann der Übergang von der zweiten in die dritte Region. Bevor dieser Zustand nicht eingetreten ist, kann der Geist sich nicht ausbreiten und kann die Seele nicht durchdringen, weil deren Spezifika noch zu materiell und somit noch zu ungeistig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|30.1-2}}; {{L|ER|30.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion ist noch nicht rein und sehr häufigen Trübungen ausgesetzt. In der zweiten Region wohnen lauter Seelen, bei welchen der Geist noch nicht völlig erwacht ist und die daher von ihren [[Leidenschaft]]en und [[Begierde]]n umher getrieben werden. Die eine Seele hat diesen Haupttrieb, die andere einen andern, und Millionen Seelen haben eben millionenartig verschiedene Neigungen und Triebe; die eine will kämpfen, die andere will Ruhe haben; die eine sucht nichts als die Geheimnisse der Schöpfung, die andere botanisiert; eine andere wieder macht fortwährend Reisen, und so hat eine jede aus Millionen einen anders gearteten Trieb. All die verschiedenartigsten Wolkengebilde und noch eine zahllose Menge anderer Erscheinungen in dieser Region rühren daher. Es gibt dort ständige Veränderungen, weswegen sich die Wolkenformationen, Schneeflocken, Regentropfen und Hagelkörner nie völlig gleichen, es findet sich sowohl in der Gestalt als im Gewicht ein Unterschied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}; {{L|ER|30.1-6}}; {{L|ER|30.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geisterleben in der zweiten Region gleicht am meisten dem irdischen Leben der Menschen auf der Erdoberfläche. Es gibt ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten, Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Durchgehen, Stehlen und Rauben, Böses tun, wieder Gutes zufügen. Diese Region ist der eigentliche Kampfplatz der Geister, weswegen auch Gebirge, die sich zumeist in dieser Region befinden, gewöhnlich sehr zerstört aussehen, gleich einer Festung, die mehrere Jahre eine Belagerung ausgehalten hat. Zugleich herrscht eine Freiheit, wie sonst nirgends, weil da der Vorbereitungsplatz ist, wo die Geister entweder für den Himmel, oder für die Hölle vorbereitet werden. Seele und Geist jedes Verstorbenen kommt gleich nach dem Tod zunächst in diese Region, in welcher er wie er auf der Erde fortlebt. Er genießt die volle Freiheit und sucht da ganz natürlich seinesgleichen auf. So gibt es Zusammenrottungen, worauf bald Pläne geschmiedet werden, wie dieses oder etwas anderes, gewöhnlich durch Gewalt oder durch List, erreicht werden könnte. Unter solchen Vereinen gibt es Verräter, durch welche die Vereine Kenntnis erlagen über die gegenseitig arg gefassten Pläne, woraufhin gerüstet wird, was in der naturmäßigen Welt als zunehmende Wolkentrübungen ersichtlich wird, besonders um die Spitzen hoher Berge. Diese Erscheinung beruht auf der zunehmenden Leidenschaftlichkeit der Geister, wodurch sie sich in dem Grad mehr materialisieren, je kombinierter und aneinandergedrängter in ihnen die bösen Leidenschaften aufsteigen. (siehe dazu [[Geister#Fesselung von Geistern|Fesselung von Geistern]]) Bald ziehen die erbitterten Heere gegen einander. Über ihnen aber befinden sich die alles durchblickenden, mächtigen [[Friedensgeist]]er; diese senken sich herab, nehmen die erbitterten Heere gefangen und werfen sie zur Erde herab, denn die materialisierten Geister sind zu schwer für die zweite Region geworden, und werden daher wie ein gefangener, grobmaterieller Körper herabgeworfen durch die eigene Schwere, die gleich dem Willen der Friedensgeister ist, der gleich dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] ist, der die eigentliche Schwere aller Körper ist. Dies zeigt sich dann als Regen, Schnee oder Hagel. Es dauert eine Zeit, bis sich die Herabgefallenen sozusagen wieder zusammengeklaubt und Kraft und Mut gesammelt haben, um wieder nach und nach ganz leise dorthin zurückzukehren, wo sie hinaus- und herabgeworfen worden sind. Wenn sich die Geister nach einer solchen kräftigen Zurechtweisung demütigen und so in den Stand gebracht werden, den Namen Gottes aussprechen zu können und zu wollen und in diesem Namen Hilfe, Rettung und Heil suchen, dann werden sie alsbald von den Friedensgeistern überaus freundlich begrüßt und in die dritte Region geleitet, wo sie dann schon fortwährend in Verbindung mit diesen reinen Geistern leben und von da nach dem Grad der Zunahme der Liebe zu Gott und Seiner Ordnung stets höher aufsteigen. In der naturmäßigen Welt wird ein solcher Akt ersichtlich durch das Wolkenverschwinden am Firmament. Andernfalls, wenn solche Geister ganz materiell bleiben und aus ihrem eigenen bösen Willen lieber Abfallhaufen, die schmutzigsten Tiere und hässlichsten Pflanzen bewohnen, dann bedarf es entsprechender Maßnahmen, damit sich das herab geworfene Geschmeiß in seiner Bosheit nicht auf edle Früchte und edle Tiere wirft, ansonsten diese durch [[Seuche]]n zugrunde gerichtet würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|31.3-10}}; {{L|ER|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste oder unterste Luftregion rastet über der Erdoberfläche. In ihr leben Pflanzen, Tiere und Menschen. In dieser Region ergreifen sich die geistigen und auch seelischen einzelnen Spezifikalintelligenzen erst nach und nach, vereinen sich in eine ganze, vollkommene geistige Form wieder als komplett und müssen sich als ein Wesen finden, das seiner selbst bewusst ist. Jedes geistige Zentrum (jeder Urgeist) findet aus der unendlichen Vielzahl der Intelligenzspezifika sein Eigentümliches ganz genau, wie das im [[Samen]]korn gegebene Zentralseelenspezifikum aus demselben Wasser, aus derselben Luft, aus derselben Erde, wie auch aus demselben Licht genau dasjenige findet und an sich zieht, was zu seinem Wesen gehört. Die seelischen Intelligenzen konzentrieren sich um das ihnen eigentümliche geistige Zentrum oder sie strömen dahin, wo ihr geistiges Zentrum ist, ergreifen sich da zu einer intelligenten Form und eigenschaften sich nach dem Grundwesen ihres geistigen Zentrums, welches gewöhnlich im Menschen vor sich geht, weil das eigentliche geistige Zentrum erst in der Form des Menschen wieder gegeben wird. Die untere Region ist die Reproduktions- und Wiedervereinigungswerkstätte des vereinzelten Geistigen und Seelischen in einen kompletten Geist. Sie hat mit all dem die höchste Ähnlichkeit, was vor jedermanns Augen in die vegetative und produktive Erscheinlichkeit tritt, wo aus endlos vielen Partikeln ein sonderheitliches Ganzes dargestellt wird. Sie ist der Platz für die Aussaat, der Acker, wo in jedem geistigen Samenkorn eine ganz eigentümliche geistige Ideenassoziation (Ideenverbindung) in eine Form zusammengefasst wird, der Sammelplatz alles zerstreuten Seelischen um ein gegebenes, geistiges Zentrum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|38.1-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der ersten oder untersten Luftregion wallt Gutes und Böses wie Kraut und Rüben untereinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vereinzelten und zerstreuten seelischen Intelligenzen sammeln sich zwar instinktmäßig um ein geistiges Zentrum, dies würde jedoch ohne eine bestimmte Ordnung sehr plump ausfallen, so als würde man das Baumaterial für ein Haus übereinanderwerfen, anstatt es zu einem Haus zu ordnen. Obwohl in jedem Partikel eine eigene lebendige Intelligenz ruht, kann es sich doch nicht selber zu einem vollkommenen Menschenwesen erbauen, weil eine jede einzelne Intelligenz auch nur in sich ein Einziges aus dem zahllos Vielen erkennt. Erst wenn die zahllos vielen, zu einem Wesen erforderlichen Intelligenzen unter einer Form und in einem Wesen durch die geistigen Baumeister verbunden werden, kann ein solches Wesen nach und nach auch zu einer allgemeinen, alle Ordnung übersehenden Erkenntnis gelangen. Diese Baumeister sind als oberste Leiter die [[Engel]], daher gibt es in dieser Luftregion sehr häufig sehr viele Engel. Die Nummer 1 ist dabei Gott. Die Engel unter der Leitung Gottes und andere gute Geister unter der Leitung der Engel führen den Wesenbau von der Pflanze bis zum Menschen fort. Allerdings wo der Himmel seine größte Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig, ansonsten keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polarpunkten denkbar wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|39.2-3}}; {{L|ER|39.10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der ersten Region angestellten Geister haben sehr viel zu tun, weswegen es auf der Erde Ruhezeiten gibt, damit die Geister sich erholen können und weniger viel zu tun haben. Eine solche Ruhezeit ist der Winter. Da dieser gegen den Äquator viel kürzer dauert als gegen die Pole, werden gegen die Pole, sowie auch auf den höheren Gegenden der Erde, schwächere Geister angestellt; und je tiefer herab, desto kräftiger müssen die Arbeiter sein, was sich auch an den Produkten anschaulich zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdinneres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erde gibt es gefangene Geister, die entweder schon den [[Inkarnation|Weg des Fleisches]] durchgemacht oder die sich ohne diesen Weg als komplette Geister manifestiert haben, als [[Naturgeister|Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister]]. Neben diesen zwei Arten von Geistern  gibt es noch eine zahllose Menge von [[Seelenspezifika]], die erst flottgemacht und dann gesammelt und geordnet werden müssen in ein Wesen, das ihnen auf jeder Stufe ihres Emporsteigens ordnungsmäßig entspricht. Je tiefer die Geister und Seelenatome im Inneren der Erde sind, desto ärger sind sie. Es muss eine übergroße Aufsicht geführt werden, dass besonders bei den Seelenpartikeln, die von aller Erde auf der Oberfläche derselben zusammenkommen, ja nur die reinsten zu der Komplettierung der eigentlichen Seele verwendet, die gröberen und böseren aber zur Gestaltung der materiellen Körper beschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind, dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art. Dies hat mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Seelen und Geister [[Böser Mensch|böser Menschen]] werden dahin gerichtet und sozusagen einer ewigen höllischen Gefangenschaft preisgegeben, denn solche Meuterer gegen die göttliche Ordnung müssen tief und fest verwahrt werden, damit sie die göttliche Ordnung nicht weiter stören können, indem vor solcher Einkerkerung viele tausend Besserungsversuche fruchtlos geblieben sind.&lt;br /&gt;
# Jene bösartigen Geister, die schon sehr stark gewitzigt worden sind und wieder einen sehnlichsten Wunsch nach Freiheit haben, werden durch die hineingedrungenen besseren Geister auf den ordnungsmäßigen Wegen von ihrer Gefangenschaft befreit und auf die Erdoberfläche geführt. Da müssen sie zuerst, weil noch etwas Böses an ihnen ist, [[Giftpflanze|giftigen Pflanzen]] und [[Gifttier|giftigen Tieren]] die zum Wachstum erforderlichen psychischen Urspezifika ordnen und ihnen dadurch jene Gestalt und Beschaffenheit geben, in der sie fortwährend ordnungsgemäß in die Erscheinlichkeit treten müssen. Tun sie gut, dann erhalten sie die Aufsicht besserer Pflanzen und Tiere. Andernfalls, wenn sie schädliche Spezifika statt in die Pflanzen zu leiten, sogleich in die Tiere oder Menschen leiten, wodurch [[Epidemie|epidemische Krankheiten]] entstehen, werden sie wieder abgezogen und in strengere Haft getan, wo sie sich mit der Bildung der Metalle und der Steine abgeben müssen, was viel schwerer und langwieriger ist. Die Befreiung eines solchen Geistes erfolgt dann erst nach sehr vielen Jahren, wenn er sein angewiesenes Geschäft getreu und zum Nutzen für die Erlösung in der Materie gefangener Seelen vollführt hat.&lt;br /&gt;
# Die gefangenen Urseelen werden befreit und als noch sehr stark geteilte Spezifika in der Erscheinlichkeit von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche heraufgeleitet. Sie machen da ihren Erlösungsweg durch das Pflanzen- und Tierreich unter der Leitung der dieses Geschäft überwachenden und leitenden Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott und die Geister ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo derbmaterielle Menschengeister vorkommen, müssen dem Herrn zuvor andere Geister den Weg bahnen, weil sich das Allergeistigste Seiner Ordnung nach nie sogleich unmittelbar mit dem Materiellen in Berührung setzen kann und darf. Wenn die Geister hingegen wissen, was sie sind, dann kann Er Selbst mit ihnen verkehren, ohne ihnen zu schaden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als wahre Heimat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Himmel]] ist der wahre Aufenthalt für alle, die Gott lieben. Das ist alles Wirklichkeit und Wahrheit – während die ganze Erde nur eine Erscheinlichkeit ist, die nur zu bald vergeht. (nach Elisabeth Hüttenbrenner)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.490218b.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die unvergeistigte Erde als Paradies ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (unvergeistigte) Erde kann unmöglich ein Paradies sein, da sie ein Prüfungsboden für jeden in das schwere Schandfleisch des Menschen gelegten Geist für alle Zeiten verbleiben muss, ohne den kein Geist ein vollkommenes ewiges Leben erreichen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.85.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde könnte ein Paradies sein, wenn die Menschen ein vergeistigtes Leben führen würden, oder zumindest aufrichtig zu führen versuchten, sich also vor allem in Gottesliebe oder Selbstlosigkeit und Nächstenliebe übten. Oder es würden alle Menschen, die dem Geist entgegen sind, von der Erde vertilgt. Solches aber kann und darf nur Gott verfügen; wenn Menschen andere Menschen ausmerzen, weil sie in ihren Augen nicht gläubig (genug) sind, dann sind das so gut wie sicher die tausendmal ärgeren Menschen als die sie ermorden. Solche Verbrecher machen die Erde natürlich nicht zum Paradies, sondern erst recht zur Hölle, woran man leicht erkennt, dass da in Wirklichkeit nicht Gott mit ihnen ist, sondern ganz im Gegenteil.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Wohlleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Meteorit</title>
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		<updated>2021-12-12T08:09:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Meteoritenschweif */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Meteor.jpg|thumb|Meteor (2009)]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meteoroide oder Sternschnuppen sind das Ergebnis der Vereinigung des [[Leben]]s vieler (atomarer) Tierchen (siehe [[Evolution]]). Deren lichte Larven fallen als weichere oder oft auch schon als steinfeste Meteoriten zur [[Erde]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400815.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die fast tagtäglich und zumeist um die Äquinoktialzeiten nahe zahllos zum Vorschein kommenden sogenannten Sternschnuppen sind nichts als kleine, von der Erde neu ausgeborene, kometähnliche Planetchen, was ihr allzeit elliptischer Lauf und ihre runde Gestalt beweist. Diese Planetchen werden jedoch von der Erde, so wie alle ihre sonstigen Zeugungen, wieder aufgespeist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche Planetchen werden nicht selten aus Seen, Sümpfen und Höhlen in den Bergen durch eine polarische Kraft in eine bedeutende Höhe hinausgeschleudert. Da sie aber zu wenig Körper haben, so wird – durch die überwiegende polarische Kraft der Erde – ihr kleiner Reichtum von der entgegengesetzten Polarität verzehrt, und sie werden von der Erde wieder an sich gezogen, auf die sie dann bald als schlackenartige Massen, manchmal auch als Steine, herabfallen; als Steine kommen sie aber nur dann wieder herab, wenn sie vorerst im [[Ätherraum]] explodiert sind und dann als Teile des Ganzen herabstürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meteoriten kommen auch aus der [[Sonne]] usw. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.233.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leuchten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das starke Leuchten eines Meteors bewirkt die hohe Geschwindigkeit und der Luftwiderstand. Die [[Luft]] entzündet sich, wenn sie zu stark gedrückt wird. Weil sich die Luft auf der ganzen Zugstrecke eines Meteors in einem fort entzündet, daher ist es dort, wo sich ein solcher Meteor befindet, stets blitzhell. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.233.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteoritenschweif ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hinter einem schnell fliegenden Meteor, der die Luft in einem fort entzündet, bildet sich ein luftleerer Raum, dessen Wände noch ganz feurig sind. Daher sieht man hinter einem Meteor einen abnehmend heftig glühenden Schweif, der aber an und für sich bloß nur eine Erscheinung und keine Realität mehr ist. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.233.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Meteoritenschweif beruht auf einer besonderen Eigenschaft der dritten [[Luft#Regionen|Luftregion]]. Diese hat die besondere Eigenschaft, dass sie sich durch irgend eine Störung überaus leicht entzündet. Besonders leicht entzündlich ist sie an jenen Stellen, wo irgend ein [[Körper]] in ihre Region gerät und sie eine bedeutende Strecke hin durchschneidet. Diese [[Feuer#Entzündung|Entzündung]] ist jedoch ganz eigentümlicher Art, weil dabei kein Verbrennen stattfindet. Es ist ein Leuchten, aber kein Verbrennen. Ein durch diese dritte Luftsphäre fallender oder fliegender Meteor reißt die Luft auseinander, wodurch sie aufgrund der gewöhnlich sehr schnellen Bewegung solcher Körper einen hohlen Raum bekommt. Dieser hohle Raum bildet eine Spiegelfläche, in welcher sich in dem Augenblick die Lichtstrahlen von zahllosen Sternen wie in einem Zylinderspiegel konzentrieren, und dieser Strahlenreflex hat, von der Erde aus gesehen, das Aussehen eines Feuers. Dabei leuchtet der Kopf eines solchen Meteors am meisten. Diese Erscheinlichkeit kann in den unteren Luftregionen nicht vorkommen, weil in ihnen die Luft zu schwer ist und zu schnell hinter einem sie durchschneidenden Körper zusammenfällt. Die sehr leichte Luft der dritten Region fällt nur sukzessiert zusammen, weswegen hinter einem fliegenden Meteor noch ein langer, drachenähnlicher Schweif zu sehen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|25.1}}; {{L|ER|25.11-12}}; {{L|ER|26.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den leuchtenden Meteoren gibt es auch einige, bei denen mit der Entzündung auch ein Verbrennen vor sich geht, wenn ein solches Meteor von einem größeren Durchmesser in die zweite, oder sogar erste Luftregion der Erde gelangt. Um sich verbrennbar zu entzünden braucht er eine sehr schnelle Bewegung, wobei er in einer Sekunde wenigstens vier bis fünf deutsche Meilen zurücklegen muss. Die Entzündung geschieht durch die Reibung in der schwereren Luftschicht. Ist die Bewegung sehr schnell, kann ein solcher Meteor brennend auf die Erde herabkommen, was jedoch äußerst selten geschieht. Bei einer verzögerten Bewegung tritt bald das Erlöschen ein, und der Körper fällt dann ganz finster irgendwo zur Erde nieder. Allerdings würde sich selbst ein größerer Meteor bei sehr schneller Bewegung nicht entzünden, wenn er nicht zuvor mit der sehr leicht brennbaren ätherischen Luft der dritten Region gesättigt worden wäre. Diese Luft ist dann das eigentliche brennbare Wesen eines solchen Meteors, wenn dieser in die dichtere Luftregion gelangt ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|26.1}}; {{L|ER|26.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lichtmeteore haben gleich den [[Stern]]en über das [[Licht]] einen merklichen Einfluss auf die [[Erde]]. (siehe [[Sterne#Wirkungen|Wirkungen der Sterne]]) Wenn auch das Licht noch so kurz dauert, kann es auf irgend ein Ding auf der Erde einen mächtigen Einfluss ausüben, was der [[Blitz]] beweist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [http://www.spiegel.de/wissenschaft/weltall/meteoriten-so-finden-sie-ein-exemplar-in-ihrer-stadt-a-1133675.html Der Spiegel: Winzige Meteoriten regnen unablässig auf die Erde hinab]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Stern</title>
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		<updated>2021-12-12T08:07:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Luft und Erde */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Starsinthesky.jpg|300px|thumb|Magellansche Wolke]] Die zahllosen &#039;&#039;&#039;Sterne&#039;&#039;&#039; sind alle nichts als dem [[Mensch]]en unbegreiflich verschieden gestaltete Welten, eine Erde oder Sonne, auf der wie auf unserer [[Erde]] freie Menschen wohnen, ebenso [[Tier]]e und [[Pflanze]]n. Manche Sterne sind unvergleichbar größer als die Erde und die [[Sonne]], und überfüllt von außerordentlichsten Wundern, manche aber auch kleiner mit verschiedenem [[Licht]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.181.7}}; {{L|JJ|199.7}}; {{L|GEJ|1.164.12}}; {{L|GEJ|2.57.4}}; {{L|GEJ|2.136.14-17}}; {{L|GEJ|3.221.3}}; {{L|HIM|2.420206.1}}; {{S|HH|417}}; {{S|EW|4}}; {{S|WCR|32e}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Unzählige Sterne hat noch kein sterbliches Auge erspäht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|199.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die Myriaden Gestirne sind Vor- oder Nach-Wohnstätten der [[Geister]]. Jedes [[Menschengeist|Erdmenschen Geist]] ist aus einem Stern als Vorwohnort her.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.15.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sterne können auf der [[Erde]] während des [[Tag]]es nicht gesehen werden, weil die [[Sonne]] die diese Erde umgebende [[Luft]] glühhell durchleuchtet. Aufgrund der Erdrotation gehen die Sterne von der Erde aus gesehen im [[Osten]] auf und versinken im [[Westen]]. Es gibt Sterne, die ihren Standpunkt am [[Firmament]] über [[Winter]] und [[Sommer]] kaum verändern, was vor allem bei den Sternen des nördlichen Himmels der Fall ist. Hingegen die Sterne des südlichen Himmels sind über die Jahreszeiten sehr veränderlich. Zudem gibt es Wandelsterne - die [[Planet]]en, die sich um unsere Sonne bewegen - die von einem [[Sternbild]] zum anderen wandern. (nach Ouran und Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.94.1-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
All die größeren und kleinsten Lichtpunkte am Himmel sind überaus große Sonnenwelten, von denen einige fast unfassbar größer sind als unsere Sonne. Dass sie uns so klein erscheinen, macht ihre ungeheure Entfernung. (nach Philopold)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.223.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fixsterne ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fixsterne scheinen sich nicht zu bewegen. Tatsächlich aber sind sie von der Erde nur so unendlich weit entfernt und ihre Bahnen so weit gedehnt, dass sie solche oft kaum in mehreren Hunderttausenden von [[Jahr|Erdjahren]] zurücklegen, ihre Bewegungen daher selbst von hundert Menschenaltern gar nicht wahrgenommen werden können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.160.11}}; {{L|GEJ|3.94.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Entfernung zu dem nach unserer Sonne nächsten Fixstern beträgt etwa 400.000 Mal die Distanz zwischen Erde und Sonne. Andere Fixsterne, die wir aber auch noch sehen, sind so unaussprechlich weit entfernt, dass wir (Zeit Jesu) dafür gar keine Zahl mehr haben. (nach Philopold)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.223.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|400.000 x 151.720.000 (Angabe Neuoffenbarung) sind 60.688.000.000.000 km und das sind ca. 6,42 Lj; Alpha Centauri ist laut aktuellen Forschungsdaten ca. 4,34 Lj entfernt. Die Entfernung zu Luhman 16 (Entdeckung 2013, nicht mit bloßem Auge sichtbar) wird mit ca. 6,59 Lj angegeben.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entsprechungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Bibel|Schrift]] bezeichnen die Sterne in der Mehrzahl [[Erkenntnis]]se des [[Gut]]en und [[Wahr]]en, z.B. in {{B|Ez|32|7}}, {{B|Jes|13|10}}, {{B|Joel|2|10}}, {{B|Joel|4|15}}, {{B|Mt|24|29}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|119}}; {{S|EO|51}}; {{S|EO|333}}; {{S|EO|420}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gestirne entsprechen den [[Träne]]n des [[Mitleid]]es und der großen Gnadenfreude der [[Liebe Gottes|ewigen Liebe]], welche sie anlässlich des [[Sündenfall]]s vergossen hat; die rötlichen zum Zeichen des Mitleid des Herrn, und die weißen zum Zeichen der Freude über die große [[Gnade]] des [[Gott Vater|über alles heiligen und guten Vaters]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.10.1}}; {{L|HG|1.10.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bewegliche Sterne bedeuten auch [[Falschheit]]en, feststehende dagegen [[Wahrheit]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|72}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemüt des Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Mensch mit seinem [[Auge]], mit dieser kleinen Sonne in seinem Leib, den Sternenhimmel betrachtet, da wird sein Auge selbst zu einer kleinen [[Hülsenglobe]], in der Milliarden Sonnen kreisen und [[Zentralsonne]]n ihr Urlicht in endlose Fernen hinausschleudern. Eine ganze unendliche Schöpfung trägt dann das Auge des Menschen, und das Strahlen und Widerstrahlen der Sonnen im sonnenverwandten Auge des Menschen bewirkt dann die wonnige Empfindung in der [[Menschenseele|Seele]] ob solchen Wunders, wie das Größte sich im Kleinen wiederfindet und sich selbst als das erkennt, was es in sich selbst ist. Allerdings menschliche Larven, die nur darum auf der [[Erde|Welt]] sind, wie die [[Fliege|Schmeißfliegen]] auf einem Misthaufen, deren [[Schatz]] der [[Dreck]] ist, weil sie selbst Dreck sind, sehen nicht nach den Sternen und haben kein Auge für die [[Werke Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das sehnsüchtige Empfinden des nächtlichen Sternenhimmels als eine Herrlichkeit ist eine Art Dienst der dortigen Geister, deren [[Bestimmung]] und [[Seligkeit]] darin besteht, den [[Kinder Gottes|Kindern Gottes]] zu dienen, und die durch ihr festes, unerschütterliches [[Wille|Wollen]] nicht selten empfängliche [[Gemüt]]er der [[Erdmensch]]en beschleichen und sie hinauf zu den Sternen lenken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|40.29}}; {{L|BM|40.25-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Luft und Erde ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische [[Luft]] ist auf ihrer Oberfläche, wo der [[Äther]] auf ihr ruht, ein glänzender [[Spiegel]], in dem sich jedes Gestirn bedeutend groß abbildet. Das Bild wird ganz bis zur festen Erdoberfläche geleitet, und zwar in stets mehr konzentrierter Lichtkraft. Die Einwirkung dieses konzentrierten Lichtes, oder dieses konzentrierte Licht selbst, ist in sich schon ein ganz einfaches Spezifikum in der atmosphärischen Luft, weil es auf die ihm zusagenden Teile in der Erde und auf der Oberfläche derselben entweder auflösend oder zusammenziehend wirkt. Die Unzahl der einfachen Spezifika in der atmosphärischen Luft und alles, was körperlich auf der Erde und in der Erde vorhanden ist, ist gegenseitige Wirkung der Sterne. Verschwinden Sterne, dann verschwindet auch das durch sie bewirkte Spezifikum auf der Erde und mit ihm jene Wesen, die durch selbes ins physische Dasein treten konnten. Das Aussterben von früheren Pflanzen und Tieren, wie dem [[Mammut]], dem [[Riesenochse]]n und den einstigen [[Riesenbäume]]n, geht darauf zurück, weil sie die ihnen entsprechende Nahrung in der atmosphärischen Luft nicht mehr fanden. Auch neu auftauchende [[Krankheit]]en bei Pflanzen und Tieren haben zumeist diesen Grund. Trifft das Licht von sehr entfernten Sternengebieten erstmals auf der Erde ein, dann kommen neue Spezifika auf der Erde zum Vorschein und ihnen zufolge auch neue Gebilde auf der Erde, die für die früher schon vorhandenen Wesen entweder günstig oder nachteilig wirken, je nachdem der Stern, von dem das Spezifikum ausgeht, ein guter oder ein böser ist. Es gibt gute und böse Sterne, so wie es ihnen zufolge gute und böse Pflanzen und gute und böse Tiere gibt. Es gibt Doppelsterne, die sich in gewissen Zeiträumen gegenseitig bedecken; von denen ist gewöhnlich der eine guter und der andere schlechter Natur. Ist der gute vor dem schlechten, so hebt er die Wirkung des schlechten auf; scheinen beide zugleich nebeneinander, so wird der schlechte Einfluss des schlechten Sternes durch den guten gemildert; tritt der schlechte vor den guten, so hebt er die Wirkung des guten ganz auf, und es wird sich auf jenem Teil der Erde, über dem ein solches Gestirn im [[Zenit]] steht, bald eine schlechte Wirkung verspüren lassen, die sich entweder durch übles [[Wetter]] oder durch Misswachs mancher Pflanzengattungen oder durch Krankheiten der Tiere und Menschen zu erkennen gibt. Auch die Sternbedeckungen durch [[Planet]]en üben einen üblen oder guten Einfluss auf die Erde aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401018.7}}; {{L|ER|20.14-15}}; {{L|ER|21.8-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Auswirkungen der kosmischen Strahlung, welcher der Erde hauptsächlich über die Sonne ausgesetzt ist, besteht z.B. in genetischen Veränderungen bei Tieren und Menschen, die positiv oder negativ sein können. Auch die Witterung und das Klima wird davon auf vielfache Weise beeinflusst, am deutlichsten ersichtlich am Wechsel der Jahreszeiten.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wirkung des Lichtes von Sonne und Sternen wird nach unten hin konzentrierter, weil der Luftkreis um die Erde ein linsenförmig runder, durchsichtiger Körper ist, gleichsam wie ein großes Brennglas. Auf den Bergeshöhen fangen die Strahlen an, sich zu verdichten, teils durch ihre eigene Verdichtung und teils durch den Reflex oder jene zurückgehenden Strahlen, welche von der Erdoberfläche wieder abprallen. Dadurch werden im Licht gewisse Evolutionen bewirkt, welches in sich wie eine Art Wogen aussieht. Wenn dieses Wogen eine Zeit fortdauert, so wird durch dasselbe auch ein Spezifikum aus dem Grund hervorgerufen, weil dieses Wogen schon ein chemischer Lichtprozess ist; und dieses Spezifikum, das in sich natürlich ein gemengtes, gar vielfaches ist, tritt dann zuerst als ein Hochgebirgsnebel in die Erscheinlichkeit; und wird dieser chemische Lichtprozess nicht durch etwas unterbrochen, so werden aus den Nebeln bald Wolkenmassen in dieser Höhenregion zum Vorschein kommen, die sich verdichten und endlich in Regen oder Schnee zur Erde herabfallen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|23.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Außerirdische]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geistige Welt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch in der geistigen Welt gibt es Sterne. Dabei handelt es sich um [[Engel|himmlische Gesellschaften]], die von Zeit zu Zeit vor denen, die sich unter dem [[Himmel]] in der [[Mittelreich|Geisterwelt]] befinden, wie Sterne leuchten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|160}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Etwas wie Sternchen in großer Anzahl erscheint um die Engel, wenn sie sich unterhalb des Himmels befinden, ebenso auch um die [[Geister]], welche, als sie in der Welt gelebt, sich Erkenntnisse des Guten und Wahren, oder das Wahre des Lebens und der Lehre aus dem Wort erworben hatten. Diese Sternchen erscheinen unbeweglich bei denen, welch im echten Wahren aus dem Wort sind, herumirrend aber bei bedenen, welch im verfälschten Wahren sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Stern von Bethlehem]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38860</id>
		<title>Erde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38860"/>
		<updated>2021-12-12T08:04:16Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Mund */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Planet auf dem wir leben. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Erde&amp;quot; wird im erweiterten oder unbestimmten Sinn auch für jeden anderen Weltkörper verwendet, siehe dazu [[Erdkörper]], [[Planet]], [[Sonne]], [[Mond]], [[Stern]] usw.&lt;br /&gt;
* Für &amp;quot;Erde&amp;quot; im geistigen Sinn siehe [[Kirche]] und [[Neue Erde]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erde_Apollo_17.jpg|260px|thumb|Erde (Apollo 17)]] Die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; ist gegenwärtig die Trägerin der eigentlichen [[Erdmensch|Kinder Gottes]], die sich nach dem [[Offenbarung|von Gott geoffenbarten Willen]] selbst aus ihrem freien [[Willen]] zu richten und zu erziehen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in jeder Hinsicht der unvollkommenste, letzte, elendeste und schlechteste [[Planet]] in der ganzen [[Schöpfung]], dazu bestimmt, den größten [[Geister]]n als eine Schule der [[Demut]] und des [[Kreuz]]es zu dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|JJ|130.11}}; {{L|GEJ|1.216.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Erde wird stets das [[Licht]] mit der [[Finsternis]] zu kämpfen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.214.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird geflissentlich in der nahezu größtmöglichen [[Unordnung]] belassenen und der Grund dafür ist die Erziehung der freiesten Geister zu wahrhaften [[Gotteskinder]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.22.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde gibt nur von einer gewissen Ferne ein liebliches Bild ab, aber aus der Nähe betrachtet ist nichts [[Schön]]es und Reizendes an ihr. Sie ist so unschön, dass vergleichsweise auf der [[Sonne]] eine [[Wüste]] herrlicher ist als hier ein Paradies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.84.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materiellen Erde ist an und für sich nichts als ein Konglomerat von lauter attraktionsfähigen und unter sich, wie in sich verwandten [[Substantialpartikel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde und alles, was in ihr und auf ihr lebt, ist nichts als der ewig gleich festgehaltene Gedanke Gottes, der durch [[Wort Gottes|Sein Wort]] zur [[Wahrheit]] ward. Würde Er, was Ihm überaus leicht möglich wäre, diesen wesenhaften Gedanken in Seinem Gemüt und [[Wille Gottes|Willen]] fallen lassen, so wäre auch in demselben Augenblick keine Erde mehr, und alles, was sie enthält und trägt, würde ihr vernichtendes Los teilen. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.38.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Dinge der Erde sind bis in alle Einzelheiten [[Entsprechung]]en und werden in drei [[Gattung]]en oder Reiche eingeteilt, nämlich [[Tier]]reich, [[Pflanze]]nreich und [[Mineral]]reich. Was lebt, gehört zum Tierreich und ist eine Entsprechung ersten Grades; was nur wächst, gehört zum Pflanzenreich und ist eine Entsprechung zweiten Grades, was weder lebt noch wächst, gehört zum Mineralreich und ist eine Entsprechung dritten Grades. Entsprechungen sind ferner die Dinge, die menschlicher Fleiß aus dem genannten zum Gebrauch bereitet: [[Speise]]n, [[Kleidung]], Häuser usw. Auch was über der Erde ist, wie [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e, [[Wolke]]n, [[Nebel]], [[Blitz]] und [[Donner]] ist Entsprechung, ebenso die Jahreszeiten und Tageszeiten, kurz, alles was in der [[Natur]] entsteht, vom kleinsten bis zum größten, ist etwas Entsprechendes. Dies ist deswegen so, weil die [[Welt|natürliche Welt]] mit allem, was zu ihr gehört, aus der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] entsteht und besteht, und somit beide aus dem Göttlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|103-106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Urstoffe]] alles dessen, was sich nun in und auf der Erde, in den [[Wasser|Gewässern]] und in der [[Luft]] befindet, besteht und fortpflanzt sind ein Erbe der [[Urzentralsonne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.22-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Kern des [[Leben]]s für den gesamten Lebensbaum und wie eine Hauptwurzel der ganzen [[Schöpfung]]. Ihre Zerstörung würde nicht nur sie selbst, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der [[Auflösung]] preisgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.83.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die [[Erdmensch|Menschen der Erde]] die Bestimmung haben, zu Kindern Gottes zu werden, finden sich hier die größten [[Laster]], ebenso wie die höchsten [[Tugend]]en, welche Zeugnis über diese höchste Bestimmung ablegen. Die [[Außerirdische|Menschen der zahllosen anderen Welten]] sind in geistiger und natürlicher Hinsicht wesentlich beschränkter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.60.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im natürlichen Sinn bedeutet Erde (der Planet) Erde, aber im geistigen Sinn bedeutet sie die [[Kirche]]. Der Grund dafür ist, dass jene, die im geistigen Sinn sind, die also geistig sind, wie die [[Engel]], da, wo die Erde im [[Bibel|Wort]] genannt wird, nicht die Erde selbst, sondern das [[Volk]], oder die [[Menschheit]], das auf ihr ist, und seinen [[Gottesdienst]], seinen Zustand, verstehen, und der geistliche Zustand ist der Zustand der Kirche. Ersichtlich ist dies durch z.B. {{B|Jes|24|18-20}}, {{B|Jes|13|12-13}}, {{B|Joel|2|10}}, {{B|Ps|18|7-8}}. Durch die Erde wird auch deswegen die Kirche bezeichnet, weil unter ihr das Land [[Kanaan]] verstanden wird, und sich in diesem die Kirche befand. Im entgegengesetzten Sinn bedeutet die Erde die [[Verdammnis]], weil, wenn keine Kirche bei den Menschen ist, die Verdammnis da ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|3}}; {{S|EO|18}}; {{S|EO|285}}: {{S|EO|322}}; {{S|EO|331}}; {{S|EO|589}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astronomische Daten und Ursprung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser&#039;&#039;&#039;: 1719 geographische Meilen (12 755 km)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Anm.: Eine geographische Meile = 7420 Meter. Aktuelle naturwissenschaftliche Daten: 12.756 [Äquator] – 12.714 [Pol] km)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Erde wird als &amp;quot;einige Quintillionen von Jahren&amp;quot; angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ein Kind der Sonne ist sie wenigstens um eine milliardmal Milliarden von Erdjahren jünger als die Mutter Sonne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ganze Erde ist aus der Sonne. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.234.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Das Alter der Erde wird gegenwärtig mit etwa 4,6 Milliarden Jahren angegeben. Der Neuoffenbarung nach hat die Erde eine recht abenteuerliche Vergangenheit, bevor sie von der Sonne sozusagen adoptiert und (weiter) manifestiert wurde. Mit ihrer Mutter Sonne ist daher eher die Urka gemeint.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdrotation und Umlaufbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde bewirkt durch sehr rasche Umdrehung um ihre eigene Achse [[Tag]] und [[Nacht]]. Sie dreht sich vom [[Abend]] nach dem [[Morgen]] hin und kehrt darum stets einen Teil nach dem anderen der Sonne zu. Auf der ganzen Erde ist daher stets an irgendeinem Ort Morgen, auf einem früheren Ort zu gleicher Zeit [[Mittag]], auf einem noch weiter gen Morgen liegenden Ort zu derselben Zeit Abend und noch tiefer nach Morgen hin [[Mitternacht]], und diese vier Punkte schieben sich immer unaufhaltsam vorwärts. Binnen beinahe 24 Stunden war auf jedem Punkt der Erde einmal Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}; {{L|GEJ|3.139.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde schwankt in ihrer Bahn um die Sonne, wodurch sehr fühlbare und empfindliche Veränderungen auf der Erde ins Dasein treten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|22.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Umlaufbahn, neben ihrer eigenen Umdrehung, hat die Erde um die [[Sonne]]. Die nächste Reise macht sie mit der Sonne um die [[Zentralsonne]], dem [[Sirius]], in etwa 28.000 Erdjahren. Die nächste, ungeheuer größere Reise macht sie mit dem Sirius um die viel größere [[Sonnengebiets-Zentralsonne]]. Die nächste Reise, die viele Billionen Erdjahre dauert, macht sie mit all den vielen Sonnengebiets-Zentralsonnen, die man zusammen ein [[Sonnen-All]] nennen kann, um einen noch viel größere [[Sonnenall-Zentralsonne]]. Die nächste Reise macht die Erde mit den großen Sonnenall-Zentralsonnen um die [[Urzentralsonne]] selbst. Die letzte Reise, zu der lange dauernde Perioden gehören, ist die Wechselreise, bei der eine Sonnenall-Zentralsonne bald näher an die Urzentralsonne und bald wieder näher an die Hülse der großen [[Hülsenglobe|Globe]] gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Blender3D EarthQuarterCut.jpg|thumb|Schalenaufbau des Erdinneren]] Die Erde ist eine große [[Kugel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der innere Bau der Erde entspricht den gewisserart drei Körpern, die jedes [[Pflanze|Gewächs]], jede [[Frucht]], jedes Tier und auch der Mensch aufweist. Bei einem [[Baum]] wären das 1. die äußere, tote und die innere, lebendige Rinde, Splint genannt; 2. das eigentliche feste Holz; 3. der Kern. Am deutlichsten ersichtlich ist diese Dreiteilung alles organischen Körperwesens an einem [[Ei]]. Dieses gleichartige Verhältnis des organischen Körperwesens auf der Erdoberfläche beruht auf dem Typus des Erkörpers selbst. Beim Erdkörper ist das Äußere die Erdrinde, in der sich schon eine lebendige und fühlbare Rinde befindet. Innerhalb dieser äußeren Erdrinde, die etwa zwanzig deutschen Meilen, mitunter auch weniger dick ist, fängt die zweite Erde an, der eigentlich festeste Teil des Erdkörpers. Dieses feste Gebilde ist überaus kompliziert und nimmt den bei weitem größten Teil der Erde ein; es ist als eine Schule anzusehen, durch welche die aus der innersten Erde aufsteigenden, erst plump geformten Wesen eine eigentliche Färbung und Gestaltung bekommen. In dieser zweiten Erde befindet sich schließlich der eigentlich lebendige Teil des Erdkörpers oder das Eingeweide desselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.5-15}}; {{L|ER|15.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bestandteile dieser drei Erden sind ganz verschiedenartig, vergleichbar einer [[Nuss]], wo die äußere, grüne Rinde nichts von der harten Schale in sich enthält und der innere Kern auch nichts; jedes ist zwar miteinander verbunden, dennoch für sich wie ganz geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten sind: Erdkruste 0-90 km, Erdmantel -2900 km, Erdkern -6.371 km, wobei ein äußerer Erdkern (-5150km) und ein innerer unterschieden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau eines [[Erdkörper]]s unterscheidet sich so stark von dem eines anderen Erdkörpers, dass nur das Auge des Schöpfers das Allgemein-Ähnliche in ihm erschauen kann. Wenn man das Innere der Erde kennt, dann kennt man darum nicht auch schon das Erdinnere eines [[Jupiter]] oder eines anderen Planeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man darf sich das Innere der Erde nicht von gleicher materieller Beschaffenheit denken wie die Materie der Erdoberfläche; letztere ist nur eine äußere, fühlbare [[Haut]] der Erde. Die innere Materie der Erde ist eine Art Fleisch, Blut und Knochen, ist aber dennoch nicht völlig ähnlich oder gleich beschaffen wie bei einem tierischen Körper, sondern ganz eigentümlich nur als Erdfleisch, Erdblut und Erdknochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erde#Organischer Aufbau|Organischer Aufbau der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdmantel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite, feste Erde (Erdmantel) besteht aus einer eigentümlichen Masse, die wie das [[Holz]] eines Baumes fast durchgehend gleich ist. Gegen das Innere zu ist sie etwas weniger fest oder intensiv, denn wo die polarischen Kräfte durch die Eingeweide der Erde wirken, muss die Dichte etwas abnehmen, damit die zweite Erde bei dem gewaltigen inneren Kraftandrang nicht Schaden leidet. Gegen die Oberfläche wird sie äußerst fest, wobei diese gleiche Festigkeit einen Durchmesser von beinahe 200 Meilen hat. Diese Dicke ist ausreichend stark, um die ganze dritte, äußere Erde (Erdkruste) mit all ihren Meeren, Ländern und Bergen mit Leichtigkeit zu tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material der zweiten, festen Erde ist nicht dem auf der Oberfläche der Erde ähnlich. Es ist weder [[Gestein]], noch [[Metall]], durchaus kein [[Diamant]] und noch weniger [[Gold]] oder [[Platin]]. Am ähnlichsten ist diese Masse dem [[Asbest]] oder der [[Steinwolle]], wenn diese in fester Masse beisammen ist, denn diese Steinwolle ist im Feuer wie in allen Säuren nahe gänzlich unzerstörbar, obschon sie doch chemisch aufgelöst werden kann; und das ist der Unterschied, der die völlige Ähnlichkeit zwischen der festen Masse der zweiten Erde und zwischen der Steinwolle bedingt. Noch ähnlicher als Steinwolle wäre eine gewisse Gattung [[Bimsstein]], die aber nur in der Nähe des Südpols unter dem Eis verborgen ist und sich durch eine enorme, glänzende Farbenpracht und gänzliche Unzerstörbarkeit auszeichnet. Die Farbe des Erdmaterials ist gegen die Oberfläche weiß-grau und sieht bei Sonnenlicht etwa wie eine [[Perle]] aus. Weiter hinab wird es immer dunkler und hat die verschiedensten Färbungen; fast durchgehend so spielend wie eine Goldperlenmuschel. Dieses Material ist überaus schwer, denn in ihm liegt der Hauptrotationsschwung der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktion der zweiten Erde ist vergleichbar jener der Hirnschale oder einer Nuss. Was bei den Knochen die sichtbaren Poren sind, das sind bei der zweiten Erde weit ausgehende, manchmal viele Klafter im Durchmesser habende Kanäle, die auf verschiedenen Punkten mit den mannigfaltigsten Schlussklappen versehen sind. Auf manchen anderen Orten durchkreuzen sich wieder mehrere Kanäle auf einem Punkt; jeder führt bis zu diesem Punkt eine eigene Flüssigkeit, wobei sich sämtlichen Flüssigkeiten in einem solchen Vereinigungs-, auch Nebenschwerpunkt, zu einer ganz neuen Mischung vereinen und von da wieder in viele, weiter fortgehende Kanäle als eine und dieselbe vereinte Flüssigkeit vorwärtsdringen. Alle Kanäle sind fortwährend mit einer zahllosen Menge von Schlussklappen versehen, die sich nach aufwärts öffnen und nach einwärts schließen. Sie dienen dazu, dass die von den Eingeweiden verschiedenartig ausgetriebenen Nahrungs- und Belebungssäfte nicht wieder zurück in die Eingeweide fallen können; denn jeder Pulsschlag des großen Erdherzens treibt die verschiedenen Säfte in die zahllosen Organe. Eine solche große Erdader hat mehrere Schlussklappen in ihrem nicht selten mehrere hundert Meilen weiten Verlauf. Große Kanäle oder Adern haben auch noch große Fallwindungen und separate Druckpumpen, die den Pulsstoß stark unterstützen, der sonst bald erlahmen müsste, wenn er es bei jedem Stoß mit vielen trillionen Zentnern zu tun hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.5-8}}; {{L|ER|17.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Flüssigkeiten bei ihrem Weg, der nicht selten hunderte von Meilen beträgt, ihre ursprüngliche, substantielle Kraft nicht verlieren, verlaufen von Norden nach Süden zahllose, überaus feine Mineralfäden, die [[Elektrizität|elektromagnetischen Stoff]] an gewissen Punkten, besonders in der Gegend der aufsteigenden Kanäle, in Kammern sammeln, welche den Flüssigkeiten wieder neue Kraft verleihen. Die Kammern sind verschieden groß und auch bald negativ und bald positiv; was die positive Elektrizität zu viel erhitzt, das kühlt die negative wieder ab. Die Mineralfäden sind nicht Röhrchen, sondern lauter aneinander verbundene Kristalle, wie die Glieder einer Kette. Die von Norden nach Süden sind größtenteils rein eisenhaltig, die von Süden nach Norden platin- und manchmal auch kupferhaltig. Sie verlaufen nicht gleichmäßig in geraden Linien, sondern etwa wie der Kamm einer Säge, und dabei noch in manchen anderen Windungen, besonders in den Gegenden, wo sie an die aus dem Innern der Erde aufsteigenden Adern und Kanäle streichen. An jenen Stellen müssen diese Leitfäden ihre Wirkung am stärksten auftreten lassen. Die Leitungsfäden setzten auch die vielen Triebpumpen in den Kanälen in Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den aufsteigenden Kanälen gibt es Rückleitungskanäle, die ebenfalls  mit Aufhaltsklappen, welche sich nur dann öffnen, wenn das Herz der Erde sich zusammenzieht, versehen sind. Durch sie dringen die überflüssigen Säfte, die zur Ernährung der Erde nicht vollkommen präpariert sind, wieder zum Herzen derselben zurück, um dort neue Kraft und Stärkung zu holen. Die Rückleitungskanäle sind durchgehend enger als die aufsteigenden Gefäße und ihre Klappen schließen nicht so dicht. Die in ihnen enthaltene Flüssigkeit ist auch viel träger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkruste ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Erde (Erdkruste) macht gewisserart die [[Haut]] oder die Rinde der Erde aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist mehr locker und schwammig als die darunterliegende zweite Erde&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat kein mechanisch-kunstvolles Bauwerk in sich, dafür aber andere zahllose Bildungsformen; es herrscht eine gewisserart gemengte Fülle von allem derart, dass es keinem Menschenverstand zu begreifen möglich wäre, wie und was alles in der Erdrinde vor sich geht. Die gewisserart einfache Tätigkeit im Innersten der Erde kann man als einfaches Triebrad betrachten, durch das auf der dritten oder äußersten Erde zahllose vielfältigste Wirkungen hervorgebracht werden. Die äußere Erde ist aber nicht durch einen leeren Luftraum oder ein Zwischensein – etwa ein unterirdisches Meer – geschieden; sondern beiden Erden sind so innig und fest miteinander verbunden, wie die Rinde mit dem Holz eines Baumes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst der festen Erde (Erdmantel) ruht eine mehrere Meilen dicke, fühlende Haut der Erde, über der dann erst die Epidermis, die eigentliche, unfühlende Haut der Erde folgt, in der sich die Wirkungen des inneren, organischen Lebens der Erde erst so recht vertausendfältigen. Dort wird erst alles geformt in sich wie außer sich, d. h. es wird der Same, wie er als Same in sich beschaffen ist, entweder frisch gebildet, wie auch in sich so dargestellt, was einst seine entkeimte Außenform sein solle; oder für den Samen wird hier die Kraft bereitet und je nach ihrer Art geschieden, wie sie tauglich zur Belebung des schon vorhandenen Samens sowohl für Pflanzen als Tiere ist, von dem sie nach und nach durch das Pflanzenreich, wie durch das Wasser und durch zahllose kleine Tierchen, aufgenommen und dann ganz intelligent verwendet wird. Dies bedingt eine unendliche Kompliziertheit der mechanisch-organischen Konstruktion diese Erdteils. Zusätzlich aber gibt es noch eine weitere, noch viel kompliziertere Einrichtung, durch welche die subtilen Einwirkungen aus dem [[Weltraum]] aufgenommen und der rechten Bestimmung zugeführt werden. Eine spezielle Darstellung dieses allerkompliziertesten Bildungsorganismus ist so gut wie unmöglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.5-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fühlbare Haut der Erde ist von zahllosen, kreuz und quer laufenden Kanälen durchzogen. Zwischen diesen Kanälen gibt es eine Menge große und kleinere Sammelplätze für allerlei aus dem Innern der Erde aufsteigende und zurück fließende Flüssigkeiten. Die meisten dieser Behältnisse sind eiförmig und dienen hauptsächlich dazu, dass die dahin gelangten Säfte in eine Art Gärung kommen, durch welche sie wieder wie chemisch geschieden und dann als geschieden wieder zu bestimmten Zwecken weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich aber nicht um die großen, unterirdischen Wasserbassins, die sich alle schon in der unfühlenden Erdrinde befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weiter Funktion der fühlbaren Erdhaut besteht in einer säulenähnlichen Unterstützung, auf der die ganze obere, unfühlende Erdhaut samt ihren Meeren, Seen und Bergen ruht. Diese Säulen basieren zunächst auf der festen Erde und ziehen sich von da wie ein Gerippe auf die Oberfläche der Erde herauf, sind aber nicht so fest wie die Steine auf der Erdoberfläche, sondern mehr elastisch. Diese Elastizität ist notwendig, weil sich nicht selten zwischen der fühlenden und unfühlenden Haut der Erde [[Gas]]e bilden, welche ganz bedeutende hohle Räume machen, die äußere Erdrinde oft bedeutend emporheben, diese dann nicht selten irgend örtlich auseinandertrennen und dadurch [[Erdbeben]] und gewaltige [[Orkan]]e bewirken. Wären die Stützen sehr fest, dann wäre es um die Oberfläche der Erde, und noch mehr um ihre Bewohner, bald geschehen. Die Stützsäulen werden in der unfühlbaren Erdrinde zunehmend fester und diese festen Knochen der Erde sind hier und da auf der Erdoberfläche als Urgestein sichtbar unter dem Namen [[Urkalk]], auch [[Granit]], mitunter auch [[Quarz]]. Ihre Ausläufer sind die hohen Urgebirge, die sich in allen Teilen der Erdoberfläche recht deutlich von den anderen, später gebildeten Gebirgen, unterscheiden durch Form, Höhe und Masse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil der Erde besteht vorwiegend aus Wasser, wobei nur hie und da größere Inseln über die Fläche des [[Meer]]es ragen, der nördliche Teil hingegen meistens aus Festland. Daraus ist zu ersehen, dass dem [[Nordpol]] die anziehende Kraft und dem [[Südpol]] die abstoßende Kraft zu eigen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|4010147-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Erde dem [[Saturn]] zunächst befindet, dann sind das gewöhnlich schlechte und unfruchtbare Jahre, weil die großen Polarkälte dieses [[Weltkörper]]s, metaphysisch genommen, manchmal mehrere hundert Millionen Meilen gleich einem unsichtbaren Kometenschweif hinausreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestalt und Beschaffenheit der Erde verändern sich durch den Einfluss von [[Meer]] und [[Witterung]] beständig, weswegen z.B. ein Mensch eine von ihm bewohnte Gegend tausend Jahre später nicht mehr leicht erkennen würde. Vor allem durch die [[Sündflut]] (vor ca. 4000 Jahren) wurde auf Erden viel verändert, siehe {{L|HG|3.366}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zu anderen Planeten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Erde gibt es mehr verschiedene [[Art]]en von [[Mineral]]en, [[Pflanze]]n und [[Tier]]en als auf allen anderen Planeten und [[Sonne]]n einzeln genommen, wo es nur einen hunderttausendsten Teil so viele wie auf der Erde in jedem ihrer drei Reiche gibt. Die Ursache dafür liegt in ihrer Urgeschichte und Bestimmung als Schule der Kinder Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.106.7}}, {{L|GEJ|5.188.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sieht die Erde im Vergleich zu den Welten auf den Sonnen und anderen Planeten äußerst mager und am wenigsten schön aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.188.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zahllosen anderen Welten kennt man den Satan und somit auch den auflösenden und zerstörend herrschenden mächtigen Teil Gottes nicht, sondern allein nur den erhaltenden oder stets schaffenden Teil aus Gott in seinen Verhältnissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.13-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der heilige Planet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Außerirdische|den Weisen des Himmels]] wird die Erde als heiliger Planet betrachtet, da seine Menschen ausschließlich Kinder des Allerhöchsten sind (Anm.: einen Geist direkt aus Gott haben).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|146.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Welt, die der Herr einmal mit Seinem Fuß betreten hat, muss für ewige Zeiten wenigstens in einer verklärten Art bleiben. Dieses denkwürdige Ereignis musst selbst diese Erde für immer unvergänglich machen, muss sie dereinst zum Zentralpunkt der Himmel stellen. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.228.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Erlösung#Segnung der Erde|Segnung der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den großen Schöpfungsmenschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde entsprach ursprünglich dem demütigsten letzten Teil am Leib des [[Schöpfungsmensch|Schöpfungsmenschen]], nämlich dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken [[Fuß]]. Dies nicht der Örtlichkeit nach, sondern der demütigen geistigen Bedeutung nach. Zwischen dem Hauptlebenswärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen und dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken Fuß besteht in physischen Hinsicht eine Verbindung und Entsprechung, weswegen man besonders in der demütig geistigen Beziehung sagen kann, dass die Erde zuvor auch bei dem Schöpfungsmenschen dem Hauptnervenwärzchen des Zeh am linken Fuß entsprach und daher nun das Hauptlebenswärzchen im Herzen ist und auch bleiben wird, geistig durch die auf ihr gewordenen Kinder Gottes, physisch für eine undenkbar lange Zeit. Wenn daher von einem solchen Wärzchen die Rede ist, so ist darunter allzeit nur das Wärzchen des Herzens zu verstehen, und wo dieses hingehört, da gehört auch das Wärzchen des Zehens hin. Der Unterschied ist nach Umstand der Sache nur ein verbaler und kein reeller.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5-6}}; {{L|HIM|3.640509.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Vorerde]] noch existierte, war die Erde zur Zeit der [[Vormensch|Menschen vor Adam]] nicht der handelnden Wirklichkeit nach das Hauptlebenwärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen, sondern nur der Bestimmung nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.74.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst mit [[Adam]] wurde die Erde auch dem Handeln nach zu jenem Lebenskämmerchen im Herzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.75.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Großer Lichtmensch|großen Lichtmenschen]] befindet sich die Erde nicht mehr in der untersten und kleinsten Fußzehe, wie beim Schöpfungsmenschen, sondern im Zentrum des Herzens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.303.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleiche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;bestaubter [[Apfel]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# es ruht auf ihr ein natürlicher urzeitlicher, anderweltlicher Ruinenstaub&lt;br /&gt;
# um sie ist meilenweit ein ätherischer Atomenstaub gelagert&lt;br /&gt;
# zu ihr kann in geistiger Hinsicht durch den dichten Staubwolkenschleier nur hie und da ein spärliches Licht von der großen [[Gnadensonne|Sonne der Geisterwelt]] eindringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie eine &amp;quot;[[Nuss]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# sie hat fürs erste für jeden ihrer Bewohner etwas Tüchtiges zum Aufbeißen&lt;br /&gt;
# ihre äußere Rinde entspricht vom Grunde aus ihrer inneren knorrigen Beschaffenheit; dieser knorrigen Beschaffenheit zufolge sind die Urgebirge das, was die äußeren Auswüchse an einer Nuss sind&lt;br /&gt;
# jeder, der auf ihr zum inneren freien Leben des Geistes dringen will, hat zuerst eine bittere Umhüllung und dann erst eine harte Schale wegzuschaffen, bis er erst zur lebendigen Frucht des Lebens gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.41}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;[[Ei]]&amp;quot;, denn &lt;br /&gt;
# wer die innere Beschaffenheit der Erde kennenlernen will, der siede ein Ei, zerschneide dann dasselbe in zwei Teile und studiere dasselbe mit einem starken Mikroskop&lt;br /&gt;
# in ihr werden durch die natürliche Wärme der Sonne verschiedene [[Küken]] ausgeboren &lt;br /&gt;
# wie das Ei nur in der ruhigen, stillen Wärme die Frucht des Lebens zum Vorschein bringt, also wird auch der Mensch nur durch die stille [[Zurückgezogenheit]] und durch die Wärme seines Herzens zu Gott in sich selbst neu und wiedergeboren, wobei es ihm auch ergeht wie einem Küken, das seine eigene Gefangenschaft durchbricht, lebendig aus derselben hervorgeht und dann die Schale nimmer beachtend verlässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.42}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist von Gott aus ein Gemeingut aller Menschen, nicht nur der verruchten [[Wucherer|Satanswucherer]], die sich derselben durch [[Geld|geprägtes Blech oder gleich nur durch beschmierte, allerlumpigste Papierschnitzel]] bemächtigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420730.3}}; {{L|GEJ|1.124.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat in allem die Bestimmung, die Menschen zu tragen, zu [[Ernährung|ernähren]] und [[stark]] und [[Gesundheit|gesund]] zu erhalten. Indem sich der Mensch der [[Natur]] durch [[Luxus]] entfremdet, leidet seine [[Lebensdauer]] und Gesundheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.211.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Prüfungsort der [[Kinder Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.187.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr werden für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes Gottes erzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.205.9}}; {{L|GEJ|3.178.1}}; {{L|GEJ|3.221.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott will die Erde für ihre Kinder, die Seine Kinder sein sollen, derart erheben, dass vor ihr die [[Sonne]]n und [[Engel]] ihre Knie beugen sollen; wann immer Er zu ihr kommt, da will Er stets die [[Sünder]] suchen und mit ihnen eine große Erbarmung haben. Er ist ein treuer Hirte dem Sünder der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.265.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Gott aus ist für Ewigkeiten beschlossen, dass die winzige Erde der Schauplatz Seiner Erbarmungen werden soll. So muss sich nun gewisserart die ganze Unendlichkeit in diese neue Ordnung begeben und fügen, wenn sie einen gemeinschaftlichen Teil an der endlosesten Seligkeit des einigen Gotteslebens (Anm.: Kindschaft Gottes) haben will. Leider ist sie auch der Schauplatz der größten [[Verfolgung]]en, des [[Hochmut]]s, der [[Prachtsucht]] und der größtmöglichen [[Anfeindung]] alles dessen, was da geistig rein, allein gut und wahr ist. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.32.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr muss für jedes erdenkliche Laster bis tief unter die ärgste Hölle hinab, so wie auch für die Ergreifung der höchsten Tugend bis über alle Himmel hinaus, der freie Entwicklungsraum vollkommen gestattet sein, weil sonst mit dem Werden der Kinder Gottes nichts ist. Aus diesem Grund wurde selbst das Töten des Herrn dem Leib nach gestattet. Erst aus dieser höchsten und allerunbeschränktesten Freiheit heraus sind dann die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu den wahrsten und Gott in allem vollkommen ähnlichen Kindern und Selbstgöttern zu erheben. Denn wie der Herr Selbst nur durch Seine allerunbeschränkteste Willenskraft und Macht Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, ebenso müssen es auch die Kinder Seiner Liebe werden für ewig. Wo das Höchst zu erreichen ist, muss auch das Niederste vorhanden sein. Um ein Extrem zu erreichen, muss man sich zuvor von einem entgegengesetzten Extrem loswinden. Wären keine Täler, so gäbe es auch keine Berge und keine [[Bergwanderung]], welche der Erlangung der Gotteskindschaft entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.177.3-10}}; {{L|GEJ|3.178.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein schmaler und dorniger Weg und eine niedere und enge Pforte zum [[Leben]] für jene [[Geister]], die einst übergroß waren und noch größer sein wollten. Aber diese Geister wollten sich diesen ihren alten Hochmut sehr demütigenden Weg nicht gefallen lassen und meinten, dieser Weg sei für sie zu klein und unweise und Der ihn geordnet, sei ohne Einsicht und [[Verstand]]. Daher nahm der Herr als der größte und allermächtigste Geist von Ewigkeit das Kreuz und ging diesen Weg als Erster allen voran. So zeugte Er, wie dieser Weg auch von allen anderen Geistern leicht durchwandert und das wahre, freiste, [[ewiges Leben|ewige Leben]] erreicht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Große dem Kleinen gegenüber sich erst recht groß zeigt, das Starke gegenüber dem Schwachen recht stark, das Mächtige dem Ohnmächtigen gegenüber sehr mächtig, darum ist die Erde so höchst elend in allem gestaltet, damit sie den einst größten und glänzendsten Geistern entweder zur Demütigung und daraus zur neuen Belebung diene, oder aber zum [[Gericht]] und daraus zum neuen [[ewiger Tod|ewigen Tod]]. Das Kleine und Unansehnliche dient auch für sich dazu, das Große und Angesehene in seiner Art zu erhöhen. [[Jesus]] gibt dazu einen Vergleich mit Schießpulver, das durch seine Explosion in einer großen Halle keine Wirkung hat, jedoch in einem sehr engen Raum sehr zerstörend wirkt. Und das ist schon das Gericht, obschon das Große und Angesehene sich da, wo alles klein und unansehnlich ist, nach dem richten und sich demütigen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Weltuntergang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organischer Aufbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein runder Körper, der auf seiner Oberfläche unempfindlich ist; sein Inneres ist ein organischer, lebensfähiger Bau der gleich einem [[Tier]] lebt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.5}}; {{L|HIM|1.400927.5}}; {{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl die Erde natürlich nicht direkt ein Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401024a.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde ist dem Anschein nach [[Mineral]], weil sie auf ihrem Rücken eine Menge Mineralien erzeugt; aber sie ist auch ebenso sicher [[Pflanze]], weil sie so viele Afterpflanzen gebiert, und noch sicherer ist sie ein Tier, weil sie ein so ungeheuer reichhaltiges Tierleben produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Weltkörper muss ein Leben haben, wenn er ein Hervorbringer, Träger und Ernährer fürs tierische und pflanzliche Leben sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}; {{L|ER|7.3}}; {{L|ER|8.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde muss von allem dem, was in ihr ist, auf die Oberfläche durch die zahllosen Organe transpirierend ausliefern; dieses Ausgelieferte wird zunächst von den Pflanzen und endlich von den Tieren aufgenommen und wird in ihnen wieder in das verwandelt, was es ursprünglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde ist weit mehr als eine bloße Gesteinskugel mit Lavakern. Dies wird der Naturwissenschaft erst in gegenwärtiger Zeit zunehmend bewusst, siehe dazu [https://ideas.ted.com/the-amazing-world-that-scientists-are-uncovering-beneath-the-earths-crust/ The amazing world that scientists are uncovering beneath the Earth’s crust]. Die Neuoffenbarung ist auch hier ihrer Zeit weit voraus.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tierisch-organische Leben (Herzschlag) der Erde besteht in einem sehr mechanisch einförmigen Hin- und Herbewegen des Massenschwerpunktes und Hauptanziehungspunktes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Massenorganismus wurde von Gott Punkt für Punkt eingerichtet und wenn er einmal zweckmäßigst eingerichtet ist, dann lebt er solange ihm Gott die nötige Nahrung geben will. Entzieht Er ihm diese, dann wird er bald schwach und träge, fällt dann bald übereinander, erdrückt sich und verzehrt sich eben also von Punkt zu Punkt, wie er ehedem gestaltet wurde, zerfällt endlich ganz und gar und kehrt als eine völlig aufgelöste Willenssubstanz geistig in Gott zurück. Diese Vorgänge werden einem erst im Licht des eigenen Geistes (fortschreitende geistige Wiedergeburt) nach und nach klarer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als ein organisch lebendes Wesen nimmt ihre Nahrung, verdaut diese und leitet die Nährsäfte dann durch zahllose Organe hinaus bis zur Oberfläche. Die gröberen, unverdaulichen Exkremente werden gegen den Südpol hingeleitet. Diese Nahrung der Erde ist nur dem Sehen nach materiell, dem Wesen nach ist sie geistig; denn da dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art in das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der täglichen Rotation und dem jährlichen Umschwung um die Sonne kann die Erde nur in eine partielle Ruhe gelangen und nie in jenes völlige, allgemeine Wohlbehagen, in welches der Mensch oder auch ein Tier durch den nächtlichen [[Schlaf]] gelangen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haupt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nordpol]] ist das entsprechende Haupt der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Augen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische [[Luft]] ist das große Weltauge der Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist auf ihrer Oberfläche, wo der [[Äther]] auf ihr ruht, ein glänzender [[Spiegel]], in dem sich jedes [[Stern|Gestirn]] bedeutend groß abbildet. Das Bild wird ganz bis zur festen Erdoberfläche geleitet, und zwar in stets mehr konzentrierter Lichtkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.8}}; {{L|ER|24.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Luftregion der Erde ist dem [[Auge]] gewisserart ähnlich und ist auch so ganz eigentlich das Auge der Erde, welches um die ganze Erde ausgebreitet ist. Hätte die Erde nicht ein solches allgemeines Sehvermögen, so würde auch kein Wesen auf ihr eines haben; denn was jemand nicht hat, das kann er nicht geben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde schaut fortwährend den ganzen unendlichen Raum um sich herum, und diese allgemeine Anschauung erzeugt in der Erde selbst bei allen in ihr wohnenden [[Geister]]n eine allgemeine entsprechende Vorstellung, aus welcher jedes einzelne geistige Wesen seine [[Intelligenz]] schöpft, und zwar jene für die Außenwelt. Das aber wäre unmöglich ohne das allgemeine, große Sehvermögen der Erde. Die Erde als Körper weiß in ihrem Allgemeinwesen nichts von dem, was sie schaut; und es wäre auch nicht notwendig, der Erde eine eigene, [[Selbsterkenntnis|sich selbst bewusste Erkenntnis]] zu geben, weil sie kein für sich einzeln selbständiges Wesen ist, sondern ein endlos vielfaches Wesen, bestehend aus zahllosen einzelnen Intelligenzen. Diese Intelligenzen sind es, die des großen, allgemeinen Erdauges bedürfen. Der Mensch mit seinem kleinen Auge könnte unmöglich je die große Sonne übersehen, wenn nicht zuvor das große Erdauge ein Kleinbild von der Sonne aufnehmen und dieses dann erst dem menschlichen Auge zuführen würde. Daher sieht niemand die Sonne oder den Mond und die Sterne, wie sie in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrer weiten Ferne sind, sondern nur deren Abbilder von der Oberfläche des großen allgemeinen Erdauges. Zugleich nimmt dieses Auge auch Bilder von der Oberfläche des Erdkörpers auf und führt dieselben weiter zu den anderen [[Weltkörper]]n, so wie auch die anderen Weltkörper ihre Oberflächen durch ihr allgemeines Auge zu dem allgemeinen Auge dieser Erde führen. Aus dieser Eigenschaft sind besonders in den tropischen Ländern die sogenannten [[Fata Morgana]]-Erscheinungen zu erklären, weil sich dort die dritte Luftregion zuweilen sogar unter manche, nicht einmal sehr bedeutende Berghöhen senkt. Auf diesem Absenken beruhen auch die in den tropischen Ländern, besonders auf den Gebirgen, nicht selten vorkommenden balsamischen [[Duft|Düfte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Erde gewisserart ein organischer großartiger Tierkörper ist, so muss er als solcher, um fortbestehen zu können, Nahrung zu sich nehmen; dazu ist ein Art von [[Mund]] erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde hat einen ganz ihrem Wesen angemessenen Hauptmund, durch den sie auch die Hauptnahrung in sich aufnimmt. Daneben hat sich auch eine zahllose Menge größerer und kleinerer Saug- und Fressrüssel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordpol ist des Erdkörpers Hauptnährmund. Dieser Mund ist ziemlich groß; sein Durchmesser am äußersten Rand, wo die Einmündung trichterförmig beginnt, beträgt durchschnittlich zwischen 20 und 30 Meilen, beengt sich aber am Ende bis auf eine Achtelmeile oder tausend Klafter (1800 Meter), in welcher Weite dann dieser Schlund sich zunehmend verengend bis zum Mittelpunkt der Erde, dem Magen des Erdkörpers, in ziemlich gerader Richtung fortgeht. Die Wände dieses Schlundes sind sehr uneben und sehen sehr riffrig und mitunter große Strecken fortlaufend mit Spitzen besetzt aus, als ob sie mit der Haut eines Riesenigels überzogen wären. Mit diesem Mund saugt die Erde ihre Kost aus den [[Weltraum|unendlichen Räumen]]. [[Phosphor]] oder positive Elektrizität macht die eigentliche Hauptnahrung der Erde aus. Dieses Futter zieht der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich und leitet es in den Magen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.5-6}}; {{L|ER|7.11-12}}; {{L|NZ|401011.27}}; {{L|HIM|3.640410.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herz und Lunge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte Mittelpunkt der Erde, der [[Schwerpunkt]], ist ihr [[Herz]]. Dieses befindet sich wie bei Mensch und Tier nicht im unverrückbaren Maßmittelpunkt, sondern etwa im dreivierten Teil desselben, damit es nicht völlig erdrückt und dadurch regungsunfähig werde, wobei sein Standpunkt bedeutenden Veränderungen unterworfen ist. Im Jahr 1846 befand sich der Schwerpunkt ungefähr in der Gegend unter [[Island]], einem Teil von [[Norwegen]], [[Schweden]] und [[Lappland]]; dabei war er aber so tätig, dass er gewisserart seine Pulsbewegung sogar bis unter [[Kamtschatka]] und auch südlicherseits bis in die Gegend unter das [[Mittelmeer|Mittelländische Meer]] verändert ausdehnen konnte. Der Schwerpunkt der Erde hat eine bedeutend voluminösen Ausdehnung, die aber ebenfalls nicht ganz genau bestimmt werden kann, da das Erdherz je nach Notwendigkeit bedeutend erweitert oder verringert wird. Als Durchschnitt können hundert Meilen Durchmesser angenommen werden. Es kann sich aber bis auf zweihundert Meilen weiter ausdehnen und bis auf fünfzig Meilen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|1.11}}; {{L|ER|2.1-4}}; {{L|ER|3.1-2}}; {{L|ER|3.10}}; {{L|HG|3.62.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdherz hat eine ganz ähnliche Beschaffenheit wie ein tierisches oder menschliches Herz; es ist ebenso wie das Menschenherz der Webstuhl oder die Werkstätte des gesamten organischen Lebens der Erde. Das Herz der Erde ist aber nicht so sehr irgend eine Materie, wie das Herz eines Tieres oder Menschen, sondern mehr eine substanzielle Kraft, die sich in einem dazu geschickten, aber sonst festen Organismus wirkend bewegt und durch dieses Wirken auf den ganzen andern Organismus des Erdkörpers seine Wirkung äußert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.2}}; {{L|ER|2.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Platin]] hat Ähnlichkeit mit jener Materie, die als Organismus der waltenden Zentralkraft der Erde dient; dieses [[Metall]] ist aber nicht ganz dieselbe Materie, aus welcher das Erdherz besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das materielle Auge beschaulich würde sich der im Erkörper agierende Schwerpunkt als ein Feuer darstellen, welches in enormer Geschwindigkeit die bestimmten dafür geeigneten Organe der Erde durchzuckt und dadurch die zu Erhaltung des Erdkörpers erforderlichen Reaktionen bewirkt. Mit geistigen Augen betrachtet, würde man ein zahlloses Geisterheer entdecken, das vom Willen Gottes hier gehalten und zu der zweckmäßigen, bestimmten Tätigkeit angetrieben wird. Dies sind die [[Urgrundgeister]], gebannt zur tätigen Belebung jener sie umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich selbst höher und höher aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommene, freie Leben übergehen können. Diese Art Geister bestimmen den tätigen und die ganze Materie belebenden Schwerpunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|4.16-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Puls]] des Erdherzens wiederholt sich von 6 zu 6 Stunden. Durch ihn werden die verschiedenartigsten Erhaltungskräfte des Erdinnern in alle Teile des Erdkörpers getrieben. Alle Erscheinungen als Erdkörper-Lebensprozess hängen von dieser alleinigen Triebkraft ab. [[Gezeiten|Flut und Ebbe]] und sonstige Erhöhungen der äußeren Erdrinde, wie auch die davon abgeleiteten Winde haben alle da ihren Ursprung, denn das Erdherz vertritt zugleich auch die Stelle der [[Lunge]] im tierischen Körper. Sowohl die regelmäßigen als auch die unregelmäßigen Ausdehnungen und Wiederzusammenschrumpfungen des Erdkörpers rühren lediglich daher. Zieht die Erde die Luft in sich, dehnt sich die weichere Bauchgegend der Erde, die gewöhnlich vom Meer bedeckt ist, wodurch das Meerwasser steigt. Stößt die Erdlunge den [[Atem]] wieder aus, dann sinkt der Bauch wieder tiefer hinab, und das Meerwasser zieht sich von den festeren Ufern wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.2-3}}; {{L|ER|8.2-4}}; {{L|HIM|1.401024a.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdlunge hat einen kubischen Inhalt von tausend Kubikmeilen, befindet sich zunächst unter der Erdkruste und begrenzt eine Fläche von etwas mehr als 5000 Quadratmeilen. Diese Lunge hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der eines [[Elefant]]en und ist ein großartiges Zellengeflecht, in dem sich eine Menge großer Hohlkammern befinden, welche durch kleinere und größere Röhren miteinander verbunden sind. Diese Röhren haben zwei Eigenschaften: erstens die Luft in die Kammern zu führen und wieder abzuleiten, und zweitens können diese Röhren sich zusammenziehen und wieder ausdehnen, was durch den steten Polarwechsel oder durch die Verwandlung des positiven in den negativen Pol bewirkt wird, wobei diese Verwandlung lediglich in der seelischen Substanz begründet liegt, ohne welche Verwandlung keine freie Bewegung in den Körpern denkbar wäre. Wenn sich diese Röhren ausdehnen, so werden die Kammern beengt oder mehr zusammengedrückt; dadurch geschieht das Ausstoßen der Luft. Ziehen sich die Röhren wieder näher zusammen, so dehnen sich die Kammern wieder weiter aus, wodurch dann das Einatmen bewerkstelligt wird. Die Verkehrung der Polarität wird – soweit es nur physisch erklärbar ist – dadurch bewirkt, dass, sobald die Seele den Lebensstoff aus der eingeatmeten Luft in ihre belebende Substanz aufgenommen hat, in der Lunge nur die [[Stickluft]] zurückbleibt und das bewirkt, dass der vormals beim Einatmen positive Pol alsbald in den negativen verwandelt wird, weil er mit der Stickluft in keiner Korrespondenz steht. Auf diese Weise tritt dann die Zusammenziehung der Röhren ein, und es wird wieder eine neue Luft eingeatmet, wo dann natürlich wieder während des Einatmens der negative Pol positiv wird, und so umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.7-10}}; {{L|ER|8.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein- und Ausatmen tut die Erde wie Tier und Mensch, durch Mund und Nase. Durch den Mund zieht sie auch den Atem ein. Auf dem halben Weg geht von dieser Hauptmündung eine Seitenmündung aus, die sich wie beim Tier beliebig öffnen und schließen kann. Diese große Seitenmündung führt in die große Lunge. Von je 6 zu 6 Stunden wird da einmal eingeatmet und nach 6 Stunden wieder ausgeatmet. Während des Einatmens schließt sich der Nährschlund in den Magen. Wenn eine gehörige Portion [[Luft]] eingeatmet ist, schließt sich wie durch einen Kehlkopf die Lungenröhre, – dafür aber wird der Speiseschlund wieder geöffnet. Wird die Luft von der Lunge wieder hinausgestoßen, so schließt sich wieder der Nährschlund. Die Erde wird also durch die Lunge in den erwähnten Perioden fortwährend genährt, durch den eigentlichen Nährschlund in den Magen nur von 12 zu 12 Stunden. Sie nimmt in der Zeit die Nahrung zu sich, in welcher die Lunge die eingesogene Luft in sich gewisserart chemisch zerlegt und den Lebensstoff zerteilt; so atmet die Erde in 24 Stunden zweimal ein und zweimal aus und nimmt dabei aber nur zweimal die Nahrung in den Magen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dem Herzen eines Baumes zahllose Kanäle aufsteigen, und wie von dem Kern des Baumes, der gewisserart eine Fortsetzung des Baumherzens ist, eben wieder eine Menge noch kleinerer Querröhrchen auslaufen und die aufsteigenden Kanäle, besonders gegen die Rinde hinaus, stets vielfältiger und durchkreuzter durchbrechen, genau so ist es auch beim Erdkörper der Fall: Je näher beim Herzen desselben die Organe liegen, desto größer sind sie; je weiter davon, desto kleiner werden sie, aber auch desto bis ins Unendliche verzweigter. So wirkt der Hauptschwerpunkt der Erde, ihr Herz, durch die zahllosen Kanäle bis zur Oberfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe vom Mittelpunkt des Erdkörpers führen zahllose verschiedenartigste Quellen und Adern nach allen Richtungen zur Oberfläche. Durch diese Quellen und Adern strömt nicht nur allein [[Wasser]]; es gibt vorzüglich Feuerquellen, durch welche ein unterirdisches Feuer elektrischer Art unablässig nach allen Richtungen strömt, hauptsächlich gegen die [[Pol]]e der Erde. Dann gibt es mineralische Quellen, durch welche [[Metall]]e und [[Erz]]e in flüssiger Gestalt heraufquellen. Ferner gibt es Fettquellen, durch welche das [[Erdöl]] nach allen Richtungen strömt, sehr viele Schwefelquellen, dann Erdpechquellen usw. Getrieben durch die innere Macht der [[Naturgeister|Geister]] und des ihnen zu Gebote stehenden Feuers gelangen diese Quellen zur Erdoberfläche und werden dann zunehmend fester und gehen in die Masse des [[Meer]]es über (Anm.: hauptsächlich an den unter dem Meer befindlichen Rändern der Kontinentalplatten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400913.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Blut]] der Erde ist gleichsam das unterirdische Wasser, von dem es hundertmal so viel wie in den [[Meer]]en der Erdoberfläche gibt. Es hat seinen Umlauf durch weite Kanäle und bewirkt zumeist nach der Ordnung Gottes die stets gleiche Bewegung der Erde und somit auch deren inneres organisches Leben. (nach Waltar)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Säften der Erde ist es wie bei einem Baum. Dieser saugt nichts als Regentropfen und den Tau der Erde durch seine Wurzelfasern ein, aber in seinem Herzen und Magen hat der Herr Seine wohlkonditionierten Chemiker hingestellt, die diese eingesogenen Säfte gehörig zu sondieren und zu richten verstehen auf eine Art und Weise, die auch ein allergelehrtester Chemiker nie erforschen und erkennen wird. Mögen die Säfte der Erde in noch so einfacher Substanz in das Erdherz aufgenommen werden, so werden sie aber von den dort angestellten Hauptchemikern dennoch so sorgfältig geschieden und in dem gerechtesten Maß in die entsprechenden Fortleitungskanäle eingeleitet und fortgeführt, dass nicht ein Tropfen zu viel oder zu wenig von einer oder der andern Substanz zu seiner Bestimmung gelangt. Wie solches geschieht, kann auf dem naturmäßigen Weg niemals erörtert werden, wohl aber auf dem geistigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.20-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdmilz ist wie bei den tierischen Körpern zunächst an den Magen angebracht, steht aber auch mit dem Erdherzen in der nächsten organischen Verbindung, weil der Magen von dieser Milz seine Verdauungswärme und das Herz seine pulsierende Kraft aus diesem Haupteingeweide schöpfen muss. Auch die Tätigkeit der Lunge rührt mehr oder weniger von diesem Eingeweidestücke her, obwohl sie auch zur Hälfte eine ganz freie Bewegung hat, welche mit dem Willen der Seele verbunden ist. Die [[Milz]] spielt im Erdkörper eine der wichtigsten Belebungsrollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau der Erdmilz ist der tierischen und menschlichen Milz ähnlich, wobei ihre Kammern natürlich viel größer sind. Ihre graubraunen Wände werden in jedem Augenblick von zahllosen Blitzen durchzuckt, wobei ein größter Donner zu vernehmen ist. Aus den Kammern gehen weite Kanäle; durch sie stürzt eine gewaltige Flut herein; die fortwährenden elektrischen Flammen lösen die Flut in stark spannende Dämpfe auf; mit unermesslicher Gewalt dringen diese Dämpfe mit dem furchtbarsten Toben durch andere Kanäle weiter; wieder stürzen neue Fluten in die Kammer; da ist wieder ein Sieden, Brausen und Sausen, wie es auf der Oberfläche der Erde noch nie vernommen wurde. In den irdischen Blutgefäßen der Milz stürmen die gewaltigsten Fluten im Großen wie in der Tiermilz im Kleinen. Diese Säfte gehen vom Erdmagen in die Erdmilz und von da in das Erdherz als das alles ernährende Erdblut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen der Erdmilz sind alle [[Vulkan|feuerspeienden Berge]]. Diese sind zwar nur ganz unbedeutende Ausläufer dieser Hauptfeuerwerkstatt, gewähren aber dennoch einen überzeugenden Anblick, wie es in der Hauptfeuerküche des Erdkörpers zugeht. Auch die heißen Wasserquellen nehmen ihre Hitze von der Erdmilz, allerdings nicht unmittelbar, sondern mittelbar durch jene feurigen Organe, welche mit der Milz in innigster Verbindung stehen. Die sich bewegenden [[Wolke]]n, [[Nebel]] und [[Wind]]e sind alle ein Produkt dieses Erdeingeweides, denn dessen Hauptzentralfeuer dringt durch zahllose Organe der Erde hindurch und erwärmt diese in all ihren Teilen auf eine hinreichende Weise. Auf ähnliche Weise rühren die wogende und stürmische Bewegungen des [[Meere]]s, sowie all die [[Meeresströmung]]en und der Salzgehalt des Meeres von diesem Eingeweide her. Ebenso all die meteorischen (meteorologischen) Erscheinungen im Luftkreis der Erde, alle Vegetationskraft und noch eine zahllose Menge weiterer Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leber ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdleber ist gleich der tierischen [[Leber]] ein Absonderungsapparat, verrichtet denselben Dienst wie bei Menschen und Tieren und befindet sich ebenfalls um den Magen herum. Aus der Leber der Erde kommt gewisserart zunächst alles hervor, was die Erdrinde in sich und auf der Oberfläche auf sich trägt. Auch das ganze Meerwasser stammt von dort und ist im Grunde nichts anderes als der ausgestoßene [[Urin]] des Erdkörpers, der durch Verdunstung in Wolken übergeht, welche in der Luft durch die Einwirkung des Lichtes in süßes Nährwasser umgewandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|11.1}}; {{L|ER|11.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die irdische [[Niere]] liegt ziemlich südlich, etwas über den [[Äquator]] der Erde hinaus, dem Südpol näher als dem Nordpol. Sie hat der Form nach eine bedeutende Ähnlichkeit mit der Niere eines [[Elefant]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Erdniere hat beinahe dieselbe Bestimmung wie bei den Tieren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Sie ist der Grundbrunnen, aus dem das ganze Meer sein Wasser schöpft, und aus welchem auch nach und nach alles Gewässer auf der Oberfläche der Erde herkommt. Die Erde hat, bevor das Meer kommt, noch eine Menge Urinblasen, welche meistens zwischen der äußeren Erde – welche die Erdhaut genannt werden kann – und zwischen der zweiten, festen Erde als sehr große Wasserbassins vorkommen, von denen einige größer sind als ein ganzer Weltteil, wie etwa Europa. Aus diesen großen Erdurinblasen bekommen dann erst das Meer und die anderen Gewässer des festen Landes ihre Nahrung und ihren stets gleichen Zuwachs an Wasser.&lt;br /&gt;
# Die Absonderung des edlen Zeugungswassers aus dem groben Erdurinwasser. Dieses edle Zeugungswasser steigt nicht sogleich zur Oberfläche der Erde herauf, sondern wird vorerst, so wie bei den Tieren, in das Herz der Erde zurück- und von da aus erst durch eigene Kanäle und Adern herauf zur Oberfläche der Erde geleitet, wo es sich zum Teil als süßes Quellwasser und zum Teil als der alle Pflanzenwelt am meisten befruchtende Tau beurkundet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Durch sie wir die Heiterzeit auf dem Erdkörper zu gewissen Zeiten bewirkt, die bei Tieren leicht beobachtet werden kann und die sich auch dem Menschen mitteilt. Wenn sich die allgemeine Erdseele in ihre Niere setzt und sich da ihre nötige Erholung oder Ruhe gönnt, dann stimmt sich auf der Erdoberfläche alles gewisserart friedlich und nimmt einen gewissen weichen und sanften Charakter an. Darauf folgt dann aber gewöhnlich ein düsteres und stürmisches [[Wetter]], wobei wieder alles einen widerlichen, abstoßenden und manchmal sogar schrecklichen Charakter annimmt, da die Erdseele wieder in ihre gewöhnlichen tellurischen Tätigkeitsorgane zurückgetreten ist. Bei der Erde geht die Seele nicht ganz so wie beim Menschen völlig in diese Ruhe über, sondern nur ein Teil der allgemeinen Seele ruht, während ein anderer Teil fortwährend gleich tätig sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Magen]] der Erde ist gleich unter dem Herzen, so ziemlich in der Mitte des Erdkörpers. Er ist ein bei zehn Quadratmeilen großer Hohlraum, den aber allerlei kleinere und größere Querstreifen, manche im Durchmesser von 200 Klaftern, säulenförmig nach allen Richtungen hin zum Teil ausdehnen und zum Teil unterstützen. Magen und Querstützen sind nicht von einer festen Masse, sondern elastisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Hauptmagen der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Futter, welches der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich zieht und in den großen Magen leitet, setzt sich an dessen Wänden und Querspreizen oder Stützen kristallartig an. Ist der Magen gewisserart gefüllt, so tritt die Wärme des Erdherzens hinzu, setzt die großen Magenwände in eine vibrierende Bewegung, und die inneren Querspreizen des Magens ziehen sich dann auch bald enger zusammen und dehnen sich auch bald wieder weit aus. Dadurch wird die Kost gerieben, zermalmt und durch diese Aktion ein neuer elektrischer Stoff gewonnen, der im Magen die nahrhaften Wasserteile zersetzt und sie in die zahllosen Nährkanäle ableitet, während dann ein ausgeschiedener, negativ elektrischer Strom die unverdaulichen Überreste im Magen ergreift und sie durch den schraubenartig gewundenen Entleerungskanal mit großer Gewalt forttreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Därme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Erdmagen geht in schraubenartig gewundener Hauptkanal durch den ganzen Erdkörper hindurch und mündet dann im Südpol. Dieser Hauptkanal ist von gleicher Materie wie der Magen (elastisch); nur wird er gegen die Ausmündung verhältnismäßig zunehmend fester. Vom Hauptenlehrungskanal der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die exkrementarischen Nährteile müssen im Erddarm zufolge fortwährender mächtiger Reibung noch die letzten Reste ihrer erdernährenden Substanz abgeben, weshalb der nördliche Teil der Erde viel kompakter ist als der südliche, weil auf diesen letzteren auch zumeist die letzten und schlechtesten Nahrungsteile kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== After ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat einen entsprechenden Hauptentleerungskanal, der auf die rotierende Bewegung der Erde den Haupteinfluss ausübt, und daneben auch noch eine zahllose Menge kleinerer Entleerungskanäle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Südpol]] ist der hauptsächliche Entleerungskanal der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401011.27}}; {{L|ER|7.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mehr materielle Unrat wird dort periodisch, wie die [[Lava]] aus einem [[Vulkan]], nur viel flüssiger hinausbefördert und dann beim Auftauen der südlichen Polarregion von den stets stürmischen Fluten in nördliche Richtung weggespült.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.9}}; {{L|NZ|401014.26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Nordpol empfängt die Erde ihre (magnetische) Nahrung, verdaut diese in ihren Zentralorganen, und befördert den Unrat durch den vom Mittelpunkt der Erde ausgehenden und beim Südpol endenden Entleerungskanal hinaus. Durch diesen Vorgang wird die Erdrotation bewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.8}}; {{L|NZ|401014.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Abtrieb der letzten Exkremente der Erde wird die Rotation des Erdkörpers bewerkstelligt, indem diese sehr luftig aussehenden Exkremente in gewundener Richtung hinaus auf den freien Äther stoßen und der Erde einen Rollschwung geben, wie eine Rakete, die an ein Rad gebunden ist, dieses zum Umschwung bringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Gegenwärtig wird angenommen, dass die Planeten ihren Drehimpulus aus den Urwolken haben und dieser nie verloren ging. Die Urwolken, aus denen sich die Planeten bildeten, drehten sich einst wie ein Hurrikan. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 104) Nach der Neuoffenbarung wird die Rotation durch das Erdmagnetfeld bewirkt. Auch dies dürfte ein Vorgriff auf spätere Erkenntnisse sein. Die Naturwissenschaft ist gegenwärtig allerdings noch weit davon entfernt, die hochkomplexe Zone um unseren Planeten zu verstehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht und Zeugungsorgane ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Erde ist zeugungsfähig, allerdings bedeutend mehrfach und sehr verschiedenartiger als Mensch, Tier und Pflanze. Sie ist gewisserart als [[Hermaphrodit]] zu betrachten, als [[Mann]] und [[Frau]] in einem Wesen, ähnlich dem [[Adam|ersten Menschen]], der ursprünglich auch in sich Mann und Frau zugleich war, und ähnlich den [[Engel|vollkommenen Geistern des Himmels]], die auch männlicher- und weiblicherseits völlig eines sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das irdische Hauptzeugungsorgan ist der stark aufgewulstete Südpol; vermöge dieses Zeugungsorganes ist die Erde weiblich, weil auch der ganze Südpol als negativ gleich dem weiblichen Wesen ist, das sich als negativ gegen das positiv-polarische Mannwesen verhält. Von diesem Punkt aus als Frau betrachtet ist die Erde nicht selbst zeugungsfähig, sondern bedarf der Sonne durch ihre entgegengesetzte polarische Kraft. Auf diese Weise wurde der [[Mond]] als ein Hauptkind der Erde und das älteste Kind dieser tellurischen Frau gezeugt. Es gibt noch mehrere ähnliche Kinder, nämlich eine bedeutende Anzahl von [[Komet]]en, die sich teils im weiten Ätherraum hinausgeboren kreisend befinden, teils als fast tagtäglich und zumeist um die Äquinoktialzeiten nahe zahllos zum Vorschein kommenden sogenannten [[Sternschnuppe]]n. Diese sind nichts als kleine, von der Erde neu ausgeborene, kometähnliche Planetchen, was ihr allzeit elliptischer Lauf und ihre runde Gestalt beweist. Diese Planetchen werden jedoch von der Erde, so wie alle ihre sonstigen Zeugungen, wieder aufgespeist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat eine Menge Ausgeburtskanäle. Der Hauptausgeburtskanal befindet sich inmitten des [[Pazifik]], nahe dem [[Äquator]], in der Gegend von Tahiti. Von dort aus ward der Mond von der Erde geschieden, und noch nachträglich eine ziemliche Menge noch bestehender Kometen. Andere Geburtskanäle sind eine Menge Seen, Sümpfe und Höhlen in den Bergen, aus denen nicht selten solche Planetchen in eine bedeutende Höhe durch eine polarische Kraft hinausgeschleudert werden. Da sie aber zu wenig Körper haben, so wird – durch die überwiegende polarische Kraft der Erde – ihr kleiner Reichtum von der entgegengesetzten Polarität verzehrt, und sie werden von der Erde wieder an sich gezogen, auf die sie dann bald als schlackenartige Massen, manchmal auch als Steine, herabfallen; als Steine kommen sie aber nur dann wieder herab, wenn sie vorerst im Ätherraum explodiert sind und dann als Teile des Ganzen herabstürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mannweiblichen Zeugung nimmt alles mineralische Wesen, sowie die Pflanzen- und die Tierwelt auf die mannigfaltigste Weise ihren materiellen Ursprung:&lt;br /&gt;
# Geburt von lebendigen Jungen&lt;br /&gt;
# Legen von Eiern&lt;br /&gt;
# Samen, wie die von Pflanzen&lt;br /&gt;
# für Mineralien die Hervorbringung von gewissen Blüten, in denen die Kraft liegt, alles das ihnen Ähnliche an sich zu ziehen und sich als solches in weiten Kreisen auszudehnen&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Same wird von der Erde als männliches Wesen gezeugt und befruchtet und wird von derselben Erde als weibliches Wesen ausgereift und ausgeboren. Dass die Erde wirklich (ursprüngliche) Samen erzeugt für allerlei Pflanzen und Tiere, wird aus vielen Erscheinungen auf der Erdoberfläche ersichtlich, z.B. die ursprüngliche Bewaldung der Gebirge, die Moos- und Grasüberwachsung mancher früheren wüsten Steppen, auf denen ein Jahrtausend hindurch nichts gewachsen ist. Schimmel und Schwämme haben noch bis jetzt keinen anderen Samen. Dann gibt es die seltenen, aber doch noch häufig genug vorkommenden Erscheinungen, wo es Getreide und allerlei Körner geregnet hat; ebenso [[Tierregen|Fisch-, Schlangen- und Krötenregen]] und noch andere dergleichen Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Gestaltung dieser Tiere ein Stufenübersprung ist und nicht mit dem [[Evolution|ordnungsmäßigen Vorwärtsschreiten geistiger Intelligenzen aus dem Erdkörper]] im Einklang steht, vergehen sie auch bald wieder aus dem erscheinlichen Dasein, werden von der Erde wieder aufgesogen und in das Pflanzenreich getrieben. Solche Erzeugnisse übergehen dann früher in die vormals erscheinliche Tierstufe, auch wenn sie vorher noch einen Schritt in das Pflanzliche zurücktun müssen, bevor sie den intensiv tierischen Charakter annehmen können. Ganz anders verhält es sich mit den ursprünglichen Pflanzenstufen, die schon als solche in das erste Dasein treten; diese müssen vorher alle Pflanzenstufen durchgehen, die in ihrer Fortschreitungslinie stehen, bevor sie in das tierische Leben aufgenommen werden können. Auch Sämereien für Pflanzen werden frei erzeugt. Hauptsächlich geschieht dieses in den tropischen Ländern. Große Wüsten und Steppen haben gewisse Ausgeburtspunkte für derlei Sämereien; dort wird man auch überall einen üppigen Pflanzenwuchs antreffen. Wo aber solche Ausgeburtsquellen mangeln, da bleibt die Erde wüste und leer. Auch die neu entstandenen [[Insel]]n haben den von der Erde erzeugten Sämereien ihren Pflanzenwuchs zu verdanken. Hat dieser einmal genügend Stufen durchlaufen, dann werden sich auch Tierstufen zu entwickeln anfangen, jedoch nur bis zu den noch sehr unvollkommenen, kriechenden Tieren und Insekten; weiter hinauf reicht der freie natürliche Übergang nicht. Es muss dann eine höhere Kraft auftreten, um ein entsprechendes, auf einer höheren Stufe stehendes Tier zu kreieren, in das die vorhergehenden Stufen übergehen können, und so nicht selten aufwärts bis zum Menschen, der jedoch nicht mehr neu kreiert wird, sondern zu rechter Zeit durch Übersiedlung dahingebracht wird. Diese äußeren Erscheinungen nehmen hauptsächlich aus der Niere der Erde ihren Ursprung, weil in derselben der allgemeine Samenstoff gebildet und zur weiteren Tauglichwerdung auf dem vorgeschriebenen Wege befruchtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|15.2-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Same, der auf dem Baum reif geworden ist, in die Erde gelegt wird, dann verhält sich die Erde wie eine Frau, die das Empfangene durch die ihm eigene Kraft ausreift und gebiert. Wann aber der Baum dasteht, da nimmt er gegen die Erde den weiblichen Charakter an, und die Erde tritt als Mann gegen den Baum auf und zeugt in dem Baum neuen Samen für dessen Befruchtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das männliche und weibliche Wirken in der Erde selbst wird ersichtlich im Süd- und Nordpol. Der eine Pol ist negativ und der andere positiv, oder der eine anziehend und der andere abstoßend, der eine Pol ist der Geber und der andere der Empfänger. Ursprünglich oder in der Ausmündung ist der positive Nordpol der Empfänger, weil er die gesamte Nahrung für den Erdkörper in sich aufnimmt, und der Südpol ist in seiner äußeren Ausmündung derjenige, der von außen her nichts aufnimmt, sondern alles nur hintangibt; aber im Inneren ist der Nordpol gegen den Südpol der Geber und der Südpol der Empfänger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch auffallender geschieht diese wechselseitige, stets veränderte polarische Wirkung durch den Wechsel des [[Sommer]]s und des [[Winter]]s, da ein halbes Jahr auf der nördlichen Hälfte der Erde Winter ist, während zu gleicher Zeit auf der südlichen der Sommer waltet, und also im nächsten halben Jahr umgekehrt. Der Winter ist der männliche Teil und der Sommer der weibliche; der Winter zeugt in dem weiblichen Sommer, und dieser gebiert dann aus, was der Winter gezeugt hat. Sonach ist zur Winterszeit die eine Erdhälfte männlich, während die andere ganz weiblich ist. Da tritt auch der sonst weibliche Südpol männlich auf gegen den weiblich gewordenen Nordpol, und also auch umgekehrt. Nur ist dabei doch immer der merkliche Unterschied, dass die Früchte von der südlichen Hälfte der Erde zwar süßer, weicher und voller, aber nicht so kräftig als die des Nordens sind, weil im südlichen Teil das Weibliche dem Männlichen vorschlägt, während sich im nördlichen Teil das Männliche vor dem Weiblichen mehr auszeichnet; im Norden ist die Erde dann sozusagen ein Mannweib, und im Süden ist sie ein Weibmann. Die Erde wechselt auch durch [[Tag]] und [[Nacht]] ihr Wesen. Die Nacht ist stets weiblich und der Tag männlich; was der Tag gezeugt hat, das gebiert die Nacht in ihrem dunklen Schoß. &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Füße ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als eine im freien [[Äther]] schwebende [[Kugel]] benötigt ähnlich [[Wurm|Würmern]] und [[Amphibien]] keine wirklichen Füße, um ihre Reise um die Sonne zu machen und sich um ihre Achse zu drehen; dennoch hat sie eine bewegende Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dieser Antrieb genau funktioniert, wird in {{L|NZ|401014.29-31}} beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen, Tiere, Pflanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdenmensch]], [[Tier]], [[Pflanze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdgeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelische und geistige Dimension ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Erde ist wie ein Mensch, und ihr Bestand sind die [[Seele]]n, die einst schon mit dem Geist Gottes gebunden waren, aber die Probe Gottes nicht hielten, d.h. die Erde ist in ihrer Feste nichts als die gefangene, teilbare Seele [[Satan]]s, wie auch alle anderen [[Weltkörper]] des materiellen [[Universum]]s. Die Seelen werden im großen Mutterleib der Erde ausgezeitigt und durch den Hauch Gottes zum neuen Leben erschaffen (Wanderung der Seelen durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich hin zum Menschen). Der unteilbare Geist Satans wohnt in neue, undurchdringliche Bande gefesselt im Mittelpunkt (Schwerpunkt) der Erde, nicht aber in den anderen Weltkörpern. Obwohl er machtvoll gefesselt ist, haucht er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden [[Seelenspezifika]] und pflanzt ihnen den Tod ein, der daher überall auf der Erde beobachtet werden kann. Alles Organische ist zerstörbar alle Materie ist fähig, den Tod zu geben und die Zerstörung zu bewirken. Dies alles rührt vom Willenshauch des Allerbösesten. So ist die Erde zwar im Geiste das von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte, kann aber eben darum im Besserungsfall das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden. Daher wählte auch Gott diese Erde zum Schauplatz Seiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|52.21}}; {{L|ER|53.9-11}}; {{L|ER|53.19}}; {{L|ER|55.10-11}}; {{L|HG|1.5.33}}; {{L|HG|3.65.12}}; {{L|GEJ|1.2.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganze Seele entsteigt nie mit all ihren geistigen Spezifiken der Erde, sondern allzeit im höchsten Grade geteilt. Die Gründe dafür sind erstens das urgeistige Wesen selbst, wo sich ein jeder Geist durch sein Großwerdenwollen (siehe [[Geisterfall]]) bis ins Unendliche zerteilt und zerrissen hat und weil durch eben diese Teilung ein solcher urgeschaffener Geist sich ganz natürlich auch bis auf den letzten Tropfen seiner Kraft geschwächt hat, weswegen er dann auch seine Hochmutspläne nimmer ausführen konnte. Eine solche Zerstreuung des Geistes hat Ähnlichkeit mit der [[Babylon|babylonischen Sprachenverwirrung]]. Wie sich dort die Völker zerstreuen mussten, so mussten sich bei einem Geist seine Begriffe zerstreuen, so dass er nimmer einen vollen Gedanken, noch weniger irgend einen Plan in sich fassen konnte. Daher ist der Satan eifrigst bemüht, in den einzelnen Menschenseelen und Geistern sein eigenes Urwesen wieder in eins zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war. Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er geteilt und zerstreut durch die ganze [[Schöpfung]], und sein Geistiges ward verkehrt in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem Seelischen ein neues Geistiges eingehaucht wird, damit da aus einem jeden solchen Teil ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt und in Unendliches zersplittert hat, so dass nun von ihm nichts übrig blieb als sein Ich und mit demselben sein grundböser Wille; aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten sind ihm genommen worden, und diese sind es eben nun, die da fortwährend zu den Weltkörpern gelangen, zum größten Teil schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen, da in dem Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewusstsein wieder auftaucht aus der Materie, und in dem Geistigen die Erkenntnis Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die Pflanze ohne Regen und Sonnenschein, bald verdorren und ersterben würde. In der [[Pflanze]] taucht zuerst das seelische Leben auf; dieses kann aber nicht fortkommen, wenn es nicht geistige Nahrung aus der [[Luft]] bekommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Erde aus lauter gebannten Seelen und Geistern besteht, das zeigen die tagtäglich häufig wiederkehrenden meteorischen Erscheinungen (Anm.: damit sind vor allem die Niederschläge gemeint), und das Zeugnis [[Hellseher|jener einfachen Menschen, die das Vermögen haben, Geistiges und Seelisches zu schauen]]. Die zahllosen Heere von Wasser-, Erd-, Berg- und Luftgeistern sind noch zu allen Zeiten von einem oder dem andern gesehen worden sind. Die [[Gelehrte|gelehrte Welt]] sieht dergleichen freilich nicht, aber deswegen bleiben die Urdinge doch wie sie sind, und der [[Vogel]] kann heute so wie vor Urzeiten die Luft bemeistern, obwohl er nie auf einer [[Universität]] in der Aerostatik die strengen Prüfungen gemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Urteil der [[Jupiter#Geisterwelt|Jupitergeister]] sind die Geister der Erde (im Allgemeinen) listig und stets bereit und geschickt, Böses zu ersinnen. Gutes wüssten sie wenig und dächten selten daran. Sie reden viel und denken wenig und können so nicht viel im Innern wahrnehmen und nicht spüren, was gut sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[böser Geist|bösen Geister]] der Erde fühlen keine [[Scham]], wenn sie andere anfeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Geister von der Erde, die im [[Geisterwelt|anderen Leben]] umherschweifen aus einem Verlangen und einer Lust am Reisen, die sie sich in der Welt angewöhnt haben, denn auf anderen Erden kommen solche Reisen nicht vor. Das sind z.B. [[Mönch]]e, die aus Verlangen, die Völker zu bekehren, auf unserer Erde umhergewandert sind, nicht um zu lehren, sondern um zu gewinnen und zu herrschen, indem sie auf verschiedene Weise erst die Gemüter einnehmen, um sie dann als Sklaven zu unterwerfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister von verstorbenen Menschen aus Gebirgsländern sind meist mit einer helleren Sehe begabt als die mehr abgestumpften der Flachländer. Wie Bergbewohner schon auf der Erde bei weitem genügsamer sind und leben, als die nimmer satt werden wollenden Bewohner der Flachländer, ebenso sind auch die Geister der Bergbewohner. Sie sind leicht zufriedengestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister der Erde haben kein vollkommenes Sprachverständnis, d.h. können nicht alle [[Sprache]]n verstehen, solange sie nicht völlig [[geistige Wiedergeburt|im Geist wiedergeboren]] und für den [[Himmel]] geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner und Geister der Erde stellen im [[Groß-Mensch]]en den äußeren, natürlichen und körperlichen Sinn und verschiedene Funktionen der äußeren [[Glieder]] des Körpers dar. Der natürliche und äußere Sinn wird im anderen Leben durch [[Schlange]]n vorgebildet und ist das Letzte, wohin das Innere des Lebens ausläuft und wo es wie in seinem Allgemeinen ruht. Daher sind die Erdgeister in einer auf die Welt und auf sich selbst gerichteten Vorstellung befangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|64}}; {{S|EW|89}}; {{S|EW|102}}; {{S|EW|122}}; {{S|EW|148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der obersten Luftregion sind lauter vollkommene Geister, und lauter solche, die ehedem leibliche Menschen auf dem Erdkörper waren. Diese genießen schon fortwährend Licht; denn auch natürlichermaßen wird es in solcher Höhe nie vollkommen finster. In der geistigen Natur ist da schon ein fortwährender, ununterbrochener [[Tag]]; denn diese dritte Region beurkundet schon ein drittes, ganz reines geistiges Stadium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Geist, der von der natürlichen Erde auch noch so vollendet in die geistige übergeht, kann sogleich in das eigentliche große [[Himmelreich]] emporsteigen, weil zu seiner Vollendung noch immer etwas im Erdkörper zurückbleibt, was er nur nach und nach aufnehmen kann. Erst wenn er den letzten Rest dessen, was ihm angehörte, veredelt und vergeistigt in sein Wesen aufgenommen hat, kann er diese Region verlassen und in eine wirkliche erste Stufe des Himmelreiches eingehen. Der Geist an und für sich, als das Urprinzip des Lebens aus Gott, braucht nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung; aber seine formelle Wesenheit, die Seele, muss das wieder in sich vereinen bis auf das letzte Atom, was ihr einst aus der endlosen Fülle der sie formenden Idee Gottes gegeben ward. Dieses Gegebene besteht in den endlos vielen [[Intelligenzpartikel]]n, welche natürlicherweise beim Absterben des Menschen nicht auf einmal flottgemacht werden können. Da sind Teile seines Leibes und Spezifika, die er Zeit seines Lebens ein- und ausgehaucht hat, auch alle Abfälle seines Leibes, seine Tränen, auch sonstige Auswürfe seines Leibes, sogar seine Kleidung, seine Behausung; kurz alles, was er irgendwann durch seine Kraft hervorgebracht und getan hat, das alles muss mit der Zeit als gewisserart ein geläutertes psychisches Spezifikum von der Psyche aufgenommen werden, damit der Geist dann in sich selbst eine vollendete Beschauung und durch diese Beschauung eine klarste [[Rückerinnerung]] an alles das hat, was mit seiner kompletten Wesenheit vor sich gegangen ist, und wie der ganze, lange Weg beschaffen war, auf welchem er wieder zu dieser seiner urersten Vollkommenheit gelangt ist. Diesen Vorgang nennt man die [[Auferstehung des Fleisches]]. Also muss der Geist noch eine Zeit warten, bis all das Seinige von seiner Wesenheit aufgenommen worden ist. Unterdessen handelt er nach den Gesetzen der Liebe und herrscht in dieser Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.4-7}}; {{L|ER|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tätigkeiten des Geistes in der dritten Luftregion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Er bewirkt durch seine Gegenwart und durch sein Liebehandeln, dass die dritte Luft da ist.&lt;br /&gt;
* Er schlichtet und ordnet die Wege für die Neulinge, die in diese Region emporkommen, und weist ihnen Ort und Handlung an.&lt;br /&gt;
* Er beherrscht belehrend die schon reineren Geister in der unteren Region. Wenn dort Reibungen und Trübungen vorkommen, so senkt er sich wie alle seinesgleichen als Friedensstifter herab und wirkt da energisch.&lt;br /&gt;
* Wenn fremde Geister aus anderen Weltkörpern ankommen, dann prüft er sie. Befindet er sie als tüchtig, führt er sie auf den rechten Wegen zur Erde nieder, ist bei den [[Zeugung]]en durch seinen Einfluss zugegen, hilft solchen neuen angekommenen Geistern auf den Weg des Fleisches dieser Erde und sorgt dann auch, dass diese Geister genau jene prüfenden Wege im Fleisch durchgeführt werden, die sie auf einer anderen Welt zu gehen beschlossen haben, um Kinder des Herrn zu werden. (Siehe dazu: [[Menschenseele#Seelen aus den Sternen|Seelen aus den Sternen]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reinen Geister kommen nicht selten in die zweite, manchmal auch in die erste Region herab; hauptsächlich aber sind jene Stellen auf der Erde ihre sichtbaren Niederkunftsplätze, die ihrer bedeutenden Höhe wegen fortwährend mit [[Schnee]] und [[Eis]] bedeckt sind. Daher haben solche Gegenden für fast jeden Menschen eine beseligende und das ganze menschliche Gemüt erheiternde, stärkende und beruhigende Anziehungskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erstlinge der reinen Geister halten sich zuerst dort auf, wo sie bei Leibeslebzeiten auf der Erde gewohnt haben. Wenn sie vollkommener geworden sind, dann dehnt sich ihr Wirkungskreis über alle Punkte der Erde aus. Die stärksten bewachen die [[Pol]]argegenden, die weicheren, sanfteren und schwächeren die [[Tropen]]gegenden. Jene, die sehr regsam sind, bewachen das [[Meer]], die [[See]]n und die [[Flüsse]]. Den Anfängern werden größere oder kleinere [[Gebirge]] zur Überwachung anvertraut und alles was sich da befindet. Die weiblichen Geister überwachen zumeist das Pflanzenleben und üben auch den Einfluss auf die gesamte [[Vegetation]] der Erdoberfläche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser dritten Region wandeln und wohnen die sogenannten [[Schutzgeist]]er der Menschen. Diese reinen Geister sind aber noch nicht Alleinherrscher und können es auch noch nicht sein, weil ihnen in vielem die vollendete [[Erkenntnis]] mangelt. Daher sind auch fortwährend vollkommene [[Engel]]sgeister über und unter ihnen, welche ihnen allzeit die richtige Anweisung geben, was sie zu tun und zu schlichten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geister ist die dritte Luftregion ein herrliches Paradies, wo sie alles haben, was nur immer ihr Herz in der Liebe zu Gott erfreuen kann. Es gibt herrliche Gegenden, welche sich nach der Beschaffenheit des Geistes richten; denn da wird schon jeder Geist der Schöpfer seines Fußbodens und der Gegend, in der er zu Hause ist. Diese Gegend ist überaus fruchtreich und reich an allen Dingen. Der Geist genießt da alles in der Fülle, und der Hunger in allem ist fern von ihm. In diesem Genuss nimmt er Geist nach und nach alles das auf, was noch von seiner Wesenheit an der Erde kleben geblieben ist; diese Früchte und die Gegenden werden gewisserart auf eine reflektierende Weise von der Erde aufsteigend in dieser dritten Region psychisch spezifisch gebildet, und der Geist erkennt sie als das Seinige, nimmt sie in seine Erkenntnis auf und kommt dann erst aus dieser seiner Erkenntnis in ein förmliches Schauen dessen, was das Seinige ist, genießt dann auch dasselbe und nimmt es völlig in seine Wesenheit auf. Oder anders ausgedrückt: Er muss in der dritten Region so lange warten, bis gewisserart sein Irdisches verwest und aus den Verwesungen in ihr Seelisches übergangen ist. Das ist keine [[Strafe]], sondern eine Notwendigkeit wie die [[Leib#Lebensdauer|Dauer des Leibeslebens]] auf der Erde. Wenn manchmal solche reine Geister auch mehrere hundert Jahre in dieser dritten Region verweilen, so verlieren sie dadurch nichts, sondern sie können nur gewinnen. Es geht ihnen nichts mehr ab, sie sind überaus glücklich und selig. Was ihre stets zunehmende Intelligenz betrifft, so ist das ein stetes Gewinnen, und je mehr sie gewinnen, desto vollkommener werden sie dahin kehren, wo es sich um ihre endliche und ewige Bestimmung handelt. Haben sie da nur ein kleines Geschäft über sich und haben dieses ordentlich und weise zu verwalten sich eigen gemacht, so werden sie einst desto tauglicher sein, Großes zu verwalten, wo sie als Engelsgeister nicht nur über einzelne Teile eines Weltkörpers, sondern über ganze [[Weltenall]]e und [[Sonnengebiet]]e geistig, und von da aus durch und durch in die Materie, werden ihre Tatkraft ausüben müssen. Wenn der Geist der Erde und sie ihm gewisserart nichts mehr schuldig ist, dann hat er erst seine völlige Solidität erreicht und kann dann zur höheren Vollendung in das Reich der Himmel aufgenommen werden. Einige Geister haben noch manches ihnen Gehörige nicht nur auf der Erde, sondern auch in anderen [[Weltkörper]]n, siehe dazu [[Planetenreise#Jenseitige Planetenreise|Jenseitige Planetenreise]]. Dieses Wiederbringen geschieht alles auf dem Weg der Liebe, die allein das anziehende Prinzip ist; es wird nicht gefordert oder vom Geist eine Rechnung verlangt, dass er das gewisserart auf eigene Rechnung wiederbringen sollte, was ihm ursprünglich und auf seiner ganzen Wanderung gegeben ward. Es muss durch freie Wahl geschehen, in der ein jeder Geist anstrebt, in sich das zu sammeln, was Gottes ist, und es Gott dann in seiner großen Liebe zu Ihm vollkommen wiederzubringen. Im vollkommenen Wiederbringen liegt der einstige vollkommene, vollkommenste und allervollkommenste Grad der [[Seligkeit]]. Was immer seinen Leib betrifft und sein Vorgängiges, überhaupt alles Spezifikalische, erhält er in der ordnungsmäßigen Zeitfolge ohne sein Zutun. Aber hinsichtlich seiner Befähigung, das alles wieder aufzunehmen, was einst zu seinem Wesen gehörte, wird er zur Rechenschaft gezogen, weil sich solche Befähigung jeder Geist aus den Vorschriften der reinen [[Religion]] erwerben kann und erwerben soll. Wer da nicht tätig sein will und sich lieber mit dem abgibt, was des Fleisches ist als was des Geistes ist, der muss sich dann selbst zuschreiben, wenn er gerichtet wird durch das Wort, das ihm gegeben ward aus den Himmeln als ein getreuer Wegweiser, wie er das Leben wieder sammeln und wiederbringen solle, von woher er ursprünglich gekommen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10-12}}; {{L|ER|29.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittlere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion verhält sich zur obersten Luftregion wie die Seele zum Geist. Der Geist wirkt in die Seele ein und kann sie durchdringen; die Seele aber kann nie über die Schranken des Geistes hinaustreten. Sie ist da, um vom Geist durchdrungen zu werden und kann vom Geist aufgenommen werden, wo sie selbst geistig wird. In gleicher Weise können auch die Geister der zweiten Region in die dritte übergehen, wenn ihre Seelen oder gewisserart ihre substanziellen Leiber sich stets mehr und mehr vergeistigen und mit dem Geist völlig eins werden. Bei der abgeschiedenen Seele tritt gewöhnlich nur eine Hauptleidenschaft auf, beherrscht die Seele stets mehr und mehr und zieht nach und nach alle Intelligenzpartikel in ihr Bereich. Sie bleibt in einer ihrer Hauptleidenschaften gefangen, bis diese alle anderen Spezifikalintelligenzpartikel gewisserart aufgezehrt hat, was dann eine große Armut der Seele bewirkt, und diese dann in einen Zustand des Abödens übergeht, wo sie sich wie völlig nackt und in Nacht und Nebel befindet. Durch diese Abödung kann dann erst der Geist frei werden und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das ist dann der Übergang von der zweiten in die dritte Region. Bevor dieser Zustand nicht eingetreten ist, kann der Geist sich nicht ausbreiten und kann die Seele nicht durchdringen, weil deren Spezifika noch zu materiell und somit noch zu ungeistig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|30.1-2}}; {{L|ER|30.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion ist noch nicht rein und sehr häufigen Trübungen ausgesetzt. In der zweiten Region wohnen lauter Seelen, bei welchen der Geist noch nicht völlig erwacht ist und die daher von ihren [[Leidenschaft]]en und [[Begierde]]n umher getrieben werden. Die eine Seele hat diesen Haupttrieb, die andere einen andern, und Millionen Seelen haben eben millionenartig verschiedene Neigungen und Triebe; die eine will kämpfen, die andere will Ruhe haben; die eine sucht nichts als die Geheimnisse der Schöpfung, die andere botanisiert; eine andere wieder macht fortwährend Reisen, und so hat eine jede aus Millionen einen anders gearteten Trieb. All die verschiedenartigsten Wolkengebilde und noch eine zahllose Menge anderer Erscheinungen in dieser Region rühren daher. Es gibt dort ständige Veränderungen, weswegen sich die Wolkenformationen, Schneeflocken, Regentropfen und Hagelkörner nie völlig gleichen, es findet sich sowohl in der Gestalt als im Gewicht ein Unterschied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}; {{L|ER|30.1-6}}; {{L|ER|30.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geisterleben in der zweiten Region gleicht am meisten dem irdischen Leben der Menschen auf der Erdoberfläche. Es gibt ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten, Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Durchgehen, Stehlen und Rauben, Böses tun, wieder Gutes zufügen. Diese Region ist der eigentliche Kampfplatz der Geister, weswegen auch Gebirge, die sich zumeist in dieser Region befinden, gewöhnlich sehr zerstört aussehen, gleich einer Festung, die mehrere Jahre eine Belagerung ausgehalten hat. Zugleich herrscht eine Freiheit, wie sonst nirgends, weil da der Vorbereitungsplatz ist, wo die Geister entweder für den Himmel, oder für die Hölle vorbereitet werden. Seele und Geist jedes Verstorbenen kommt gleich nach dem Tod zunächst in diese Region, in welcher er wie er auf der Erde fortlebt. Er genießt die volle Freiheit und sucht da ganz natürlich seinesgleichen auf. So gibt es Zusammenrottungen, worauf bald Pläne geschmiedet werden, wie dieses oder etwas anderes, gewöhnlich durch Gewalt oder durch List, erreicht werden könnte. Unter solchen Vereinen gibt es Verräter, durch welche die Vereine Kenntnis erlagen über die gegenseitig arg gefassten Pläne, woraufhin gerüstet wird, was in der naturmäßigen Welt als zunehmende Wolkentrübungen ersichtlich wird, besonders um die Spitzen hoher Berge. Diese Erscheinung beruht auf der zunehmenden Leidenschaftlichkeit der Geister, wodurch sie sich in dem Grad mehr materialisieren, je kombinierter und aneinandergedrängter in ihnen die bösen Leidenschaften aufsteigen. (siehe dazu [[Geister#Fesselung von Geistern|Fesselung von Geistern]]) Bald ziehen die erbitterten Heere gegen einander. Über ihnen aber befinden sich die alles durchblickenden, mächtigen [[Friedensgeist]]er; diese senken sich herab, nehmen die erbitterten Heere gefangen und werfen sie zur Erde herab, denn die materialisierten Geister sind zu schwer für die zweite Region geworden, und werden daher wie ein gefangener, grobmaterieller Körper herabgeworfen durch die eigene Schwere, die gleich dem Willen der Friedensgeister ist, der gleich dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] ist, der die eigentliche Schwere aller Körper ist. Dies zeigt sich dann als Regen, Schnee oder Hagel. Es dauert eine Zeit, bis sich die Herabgefallenen sozusagen wieder zusammengeklaubt und Kraft und Mut gesammelt haben, um wieder nach und nach ganz leise dorthin zurückzukehren, wo sie hinaus- und herabgeworfen worden sind. Wenn sich die Geister nach einer solchen kräftigen Zurechtweisung demütigen und so in den Stand gebracht werden, den Namen Gottes aussprechen zu können und zu wollen und in diesem Namen Hilfe, Rettung und Heil suchen, dann werden sie alsbald von den Friedensgeistern überaus freundlich begrüßt und in die dritte Region geleitet, wo sie dann schon fortwährend in Verbindung mit diesen reinen Geistern leben und von da nach dem Grad der Zunahme der Liebe zu Gott und Seiner Ordnung stets höher aufsteigen. In der naturmäßigen Welt wird ein solcher Akt ersichtlich durch das Wolkenverschwinden am Firmament. Andernfalls, wenn solche Geister ganz materiell bleiben und aus ihrem eigenen bösen Willen lieber Abfallhaufen, die schmutzigsten Tiere und hässlichsten Pflanzen bewohnen, dann bedarf es entsprechender Maßnahmen, damit sich das herab geworfene Geschmeiß in seiner Bosheit nicht auf edle Früchte und edle Tiere wirft, ansonsten diese durch [[Seuche]]n zugrunde gerichtet würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|31.3-10}}; {{L|ER|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste oder unterste Luftregion rastet über der Erdoberfläche. In ihr leben Pflanzen, Tiere und Menschen. In dieser Region ergreifen sich die geistigen und auch seelischen einzelnen Spezifikalintelligenzen erst nach und nach, vereinen sich in eine ganze, vollkommene geistige Form wieder als komplett und müssen sich als ein Wesen finden, das seiner selbst bewusst ist. Jedes geistige Zentrum (jeder Urgeist) findet aus der unendlichen Vielzahl der Intelligenzspezifika sein Eigentümliches ganz genau, wie das im [[Samen]]korn gegebene Zentralseelenspezifikum aus demselben Wasser, aus derselben Luft, aus derselben Erde, wie auch aus demselben Licht genau dasjenige findet und an sich zieht, was zu seinem Wesen gehört. Die seelischen Intelligenzen konzentrieren sich um das ihnen eigentümliche geistige Zentrum oder sie strömen dahin, wo ihr geistiges Zentrum ist, ergreifen sich da zu einer intelligenten Form und eigenschaften sich nach dem Grundwesen ihres geistigen Zentrums, welches gewöhnlich im Menschen vor sich geht, weil das eigentliche geistige Zentrum erst in der Form des Menschen wieder gegeben wird. Die untere Region ist die Reproduktions- und Wiedervereinigungswerkstätte des vereinzelten Geistigen und Seelischen in einen kompletten Geist. Sie hat mit all dem die höchste Ähnlichkeit, was vor jedermanns Augen in die vegetative und produktive Erscheinlichkeit tritt, wo aus endlos vielen Partikeln ein sonderheitliches Ganzes dargestellt wird. Sie ist der Platz für die Aussaat, der Acker, wo in jedem geistigen Samenkorn eine ganz eigentümliche geistige Ideenassoziation (Ideenverbindung) in eine Form zusammengefasst wird, der Sammelplatz alles zerstreuten Seelischen um ein gegebenes, geistiges Zentrum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|38.1-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der ersten oder untersten Luftregion wallt Gutes und Böses wie Kraut und Rüben untereinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vereinzelten und zerstreuten seelischen Intelligenzen sammeln sich zwar instinktmäßig um ein geistiges Zentrum, dies würde jedoch ohne eine bestimmte Ordnung sehr plump ausfallen, so als würde man das Baumaterial für ein Haus übereinanderwerfen, anstatt es zu einem Haus zu ordnen. Obwohl in jedem Partikel eine eigene lebendige Intelligenz ruht, kann es sich doch nicht selber zu einem vollkommenen Menschenwesen erbauen, weil eine jede einzelne Intelligenz auch nur in sich ein Einziges aus dem zahllos Vielen erkennt. Erst wenn die zahllos vielen, zu einem Wesen erforderlichen Intelligenzen unter einer Form und in einem Wesen durch die geistigen Baumeister verbunden werden, kann ein solches Wesen nach und nach auch zu einer allgemeinen, alle Ordnung übersehenden Erkenntnis gelangen. Diese Baumeister sind als oberste Leiter die [[Engel]], daher gibt es in dieser Luftregion sehr häufig sehr viele Engel. Die Nummer 1 ist dabei Gott. Die Engel unter der Leitung Gottes und andere gute Geister unter der Leitung der Engel führen den Wesenbau von der Pflanze bis zum Menschen fort. Allerdings wo der Himmel seine größte Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig, ansonsten keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polarpunkten denkbar wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|39.2-3}}; {{L|ER|39.10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der ersten Region angestellten Geister haben sehr viel zu tun, weswegen es auf der Erde Ruhezeiten gibt, damit die Geister sich erholen können und weniger viel zu tun haben. Eine solche Ruhezeit ist der Winter. Da dieser gegen den Äquator viel kürzer dauert als gegen die Pole, werden gegen die Pole, sowie auch auf den höheren Gegenden der Erde, schwächere Geister angestellt; und je tiefer herab, desto kräftiger müssen die Arbeiter sein, was sich auch an den Produkten anschaulich zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdinneres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erde gibt es gefangene Geister, die entweder schon den [[Inkarnation|Weg des Fleisches]] durchgemacht oder die sich ohne diesen Weg als komplette Geister manifestiert haben, als [[Naturgeister|Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister]]. Neben diesen zwei Arten von Geistern  gibt es noch eine zahllose Menge von [[Seelenspezifika]], die erst flottgemacht und dann gesammelt und geordnet werden müssen in ein Wesen, das ihnen auf jeder Stufe ihres Emporsteigens ordnungsmäßig entspricht. Je tiefer die Geister und Seelenatome im Inneren der Erde sind, desto ärger sind sie. Es muss eine übergroße Aufsicht geführt werden, dass besonders bei den Seelenpartikeln, die von aller Erde auf der Oberfläche derselben zusammenkommen, ja nur die reinsten zu der Komplettierung der eigentlichen Seele verwendet, die gröberen und böseren aber zur Gestaltung der materiellen Körper beschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind, dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art. Dies hat mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Seelen und Geister [[Böser Mensch|böser Menschen]] werden dahin gerichtet und sozusagen einer ewigen höllischen Gefangenschaft preisgegeben, denn solche Meuterer gegen die göttliche Ordnung müssen tief und fest verwahrt werden, damit sie die göttliche Ordnung nicht weiter stören können, indem vor solcher Einkerkerung viele tausend Besserungsversuche fruchtlos geblieben sind.&lt;br /&gt;
# Jene bösartigen Geister, die schon sehr stark gewitzigt worden sind und wieder einen sehnlichsten Wunsch nach Freiheit haben, werden durch die hineingedrungenen besseren Geister auf den ordnungsmäßigen Wegen von ihrer Gefangenschaft befreit und auf die Erdoberfläche geführt. Da müssen sie zuerst, weil noch etwas Böses an ihnen ist, [[Giftpflanze|giftigen Pflanzen]] und [[Gifttier|giftigen Tieren]] die zum Wachstum erforderlichen psychischen Urspezifika ordnen und ihnen dadurch jene Gestalt und Beschaffenheit geben, in der sie fortwährend ordnungsgemäß in die Erscheinlichkeit treten müssen. Tun sie gut, dann erhalten sie die Aufsicht besserer Pflanzen und Tiere. Andernfalls, wenn sie schädliche Spezifika statt in die Pflanzen zu leiten, sogleich in die Tiere oder Menschen leiten, wodurch [[Epidemie|epidemische Krankheiten]] entstehen, werden sie wieder abgezogen und in strengere Haft getan, wo sie sich mit der Bildung der Metalle und der Steine abgeben müssen, was viel schwerer und langwieriger ist. Die Befreiung eines solchen Geistes erfolgt dann erst nach sehr vielen Jahren, wenn er sein angewiesenes Geschäft getreu und zum Nutzen für die Erlösung in der Materie gefangener Seelen vollführt hat.&lt;br /&gt;
# Die gefangenen Urseelen werden befreit und als noch sehr stark geteilte Spezifika in der Erscheinlichkeit von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche heraufgeleitet. Sie machen da ihren Erlösungsweg durch das Pflanzen- und Tierreich unter der Leitung der dieses Geschäft überwachenden und leitenden Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott und die Geister ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo derbmaterielle Menschengeister vorkommen, müssen dem Herrn zuvor andere Geister den Weg bahnen, weil sich das Allergeistigste Seiner Ordnung nach nie sogleich unmittelbar mit dem Materiellen in Berührung setzen kann und darf. Wenn die Geister hingegen wissen, was sie sind, dann kann Er Selbst mit ihnen verkehren, ohne ihnen zu schaden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als wahre Heimat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Himmel]] ist der wahre Aufenthalt für alle, die Gott lieben. Das ist alles Wirklichkeit und Wahrheit – während die ganze Erde nur eine Erscheinlichkeit ist, die nur zu bald vergeht. (nach Elisabeth Hüttenbrenner)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.490218b.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die unvergeistigte Erde als Paradies ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (unvergeistigte) Erde kann unmöglich ein Paradies sein, da sie ein Prüfungsboden für jeden in das schwere Schandfleisch des Menschen gelegten Geist für alle Zeiten verbleiben muss, ohne den kein Geist ein vollkommenes ewiges Leben erreichen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.85.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde könnte ein Paradies sein, wenn die Menschen ein vergeistigtes Leben führen würden, oder zumindest aufrichtig zu führen versuchten, sich also vor allem in Gottesliebe oder Selbstlosigkeit und Nächstenliebe übten. Oder es würden alle Menschen, die dem Geist entgegen sind, von der Erde vertilgt. Solches aber kann und darf nur Gott verfügen; wenn Menschen andere Menschen ausmerzen, weil sie in ihren Augen nicht gläubig (genug) sind, dann sind das so gut wie sicher die tausendmal ärgeren Menschen als die sie ermorden. Solche Verbrecher machen die Erde natürlich nicht zum Paradies, sondern erst recht zur Hölle, woran man leicht erkennt, dass da in Wirklichkeit nicht Gott mit ihnen ist, sondern ganz im Gegenteil.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Wohlleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38859</id>
		<title>Erde</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Erde&amp;diff=38859"/>
		<updated>2021-12-12T08:03:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Herz und Lunge */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Planet auf dem wir leben. &lt;br /&gt;
* &amp;quot;Erde&amp;quot; wird im erweiterten oder unbestimmten Sinn auch für jeden anderen Weltkörper verwendet, siehe dazu [[Erdkörper]], [[Planet]], [[Sonne]], [[Mond]], [[Stern]] usw.&lt;br /&gt;
* Für &amp;quot;Erde&amp;quot; im geistigen Sinn siehe [[Kirche]] und [[Neue Erde]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Erde_Apollo_17.jpg|260px|thumb|Erde (Apollo 17)]] Die &#039;&#039;&#039;Erde&#039;&#039;&#039; ist gegenwärtig die Trägerin der eigentlichen [[Erdmensch|Kinder Gottes]], die sich nach dem [[Offenbarung|von Gott geoffenbarten Willen]] selbst aus ihrem freien [[Willen]] zu richten und zu erziehen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist in jeder Hinsicht der unvollkommenste, letzte, elendeste und schlechteste [[Planet]] in der ganzen [[Schöpfung]], dazu bestimmt, den größten [[Geister]]n als eine Schule der [[Demut]] und des [[Kreuz]]es zu dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|JJ|130.11}}; {{L|GEJ|1.216.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf der Erde wird stets das [[Licht]] mit der [[Finsternis]] zu kämpfen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.214.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie wird geflissentlich in der nahezu größtmöglichen [[Unordnung]] belassenen und der Grund dafür ist die Erziehung der freiesten Geister zu wahrhaften [[Gotteskinder]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.22.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde gibt nur von einer gewissen Ferne ein liebliches Bild ab, aber aus der Nähe betrachtet ist nichts [[Schön]]es und Reizendes an ihr. Sie ist so unschön, dass vergleichsweise auf der [[Sonne]] eine [[Wüste]] herrlicher ist als hier ein Paradies.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.84.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die materiellen Erde ist an und für sich nichts als ein Konglomerat von lauter attraktionsfähigen und unter sich, wie in sich verwandten [[Substantialpartikel]]n.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde und alles, was in ihr und auf ihr lebt, ist nichts als der ewig gleich festgehaltene Gedanke Gottes, der durch [[Wort Gottes|Sein Wort]] zur [[Wahrheit]] ward. Würde Er, was Ihm überaus leicht möglich wäre, diesen wesenhaften Gedanken in Seinem Gemüt und [[Wille Gottes|Willen]] fallen lassen, so wäre auch in demselben Augenblick keine Erde mehr, und alles, was sie enthält und trägt, würde ihr vernichtendes Los teilen. (nach Engeln)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.38.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Dinge der Erde sind bis in alle Einzelheiten [[Entsprechung]]en und werden in drei [[Gattung]]en oder Reiche eingeteilt, nämlich [[Tier]]reich, [[Pflanze]]nreich und [[Mineral]]reich. Was lebt, gehört zum Tierreich und ist eine Entsprechung ersten Grades; was nur wächst, gehört zum Pflanzenreich und ist eine Entsprechung zweiten Grades, was weder lebt noch wächst, gehört zum Mineralreich und ist eine Entsprechung dritten Grades. Entsprechungen sind ferner die Dinge, die menschlicher Fleiß aus dem genannten zum Gebrauch bereitet: [[Speise]]n, [[Kleidung]], Häuser usw. Auch was über der Erde ist, wie [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e, [[Wolke]]n, [[Nebel]], [[Blitz]] und [[Donner]] ist Entsprechung, ebenso die Jahreszeiten und Tageszeiten, kurz, alles was in der [[Natur]] entsteht, vom kleinsten bis zum größten, ist etwas Entsprechendes. Dies ist deswegen so, weil die [[Welt|natürliche Welt]] mit allem, was zu ihr gehört, aus der [[Geisterwelt|geistigen Welt]] entsteht und besteht, und somit beide aus dem Göttlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|HH|103-106}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Urstoffe]] alles dessen, was sich nun in und auf der Erde, in den [[Wasser|Gewässern]] und in der [[Luft]] befindet, besteht und fortpflanzt sind ein Erbe der [[Urzentralsonne]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.22-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Kern des [[Leben]]s für den gesamten Lebensbaum und wie eine Hauptwurzel der ganzen [[Schöpfung]]. Ihre Zerstörung würde nicht nur sie selbst, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der [[Auflösung]] preisgeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.83.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die [[Erdmensch|Menschen der Erde]] die Bestimmung haben, zu Kindern Gottes zu werden, finden sich hier die größten [[Laster]], ebenso wie die höchsten [[Tugend]]en, welche Zeugnis über diese höchste Bestimmung ablegen. Die [[Außerirdische|Menschen der zahllosen anderen Welten]] sind in geistiger und natürlicher Hinsicht wesentlich beschränkter.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.60.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im natürlichen Sinn bedeutet Erde (der Planet) Erde, aber im geistigen Sinn bedeutet sie die [[Kirche]]. Der Grund dafür ist, dass jene, die im geistigen Sinn sind, die also geistig sind, wie die [[Engel]], da, wo die Erde im [[Bibel|Wort]] genannt wird, nicht die Erde selbst, sondern das [[Volk]], oder die [[Menschheit]], das auf ihr ist, und seinen [[Gottesdienst]], seinen Zustand, verstehen, und der geistliche Zustand ist der Zustand der Kirche. Ersichtlich ist dies durch z.B. {{B|Jes|24|18-20}}, {{B|Jes|13|12-13}}, {{B|Joel|2|10}}, {{B|Ps|18|7-8}}. Durch die Erde wird auch deswegen die Kirche bezeichnet, weil unter ihr das Land [[Kanaan]] verstanden wird, und sich in diesem die Kirche befand. Im entgegengesetzten Sinn bedeutet die Erde die [[Verdammnis]], weil, wenn keine Kirche bei den Menschen ist, die Verdammnis da ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|3}}; {{S|EO|18}}; {{S|EO|285}}: {{S|EO|322}}; {{S|EO|331}}; {{S|EO|589}}&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Astronomische Daten und Ursprung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser&#039;&#039;&#039;: 1719 geographische Meilen (12 755 km)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (Anm.: Eine geographische Meile = 7420 Meter. Aktuelle naturwissenschaftliche Daten: 12.756 [Äquator] – 12.714 [Pol] km)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Alter der Erde wird als &amp;quot;einige Quintillionen von Jahren&amp;quot; angegeben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|53.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als ein Kind der Sonne ist sie wenigstens um eine milliardmal Milliarden von Erdjahren jünger als die Mutter Sonne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.219.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die ganze Erde ist aus der Sonne. (nach Raphael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.234.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Das Alter der Erde wird gegenwärtig mit etwa 4,6 Milliarden Jahren angegeben. Der Neuoffenbarung nach hat die Erde eine recht abenteuerliche Vergangenheit, bevor sie von der Sonne sozusagen adoptiert und (weiter) manifestiert wurde. Mit ihrer Mutter Sonne ist daher eher die Urka gemeint.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdrotation und Umlaufbahn ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde bewirkt durch sehr rasche Umdrehung um ihre eigene Achse [[Tag]] und [[Nacht]]. Sie dreht sich vom [[Abend]] nach dem [[Morgen]] hin und kehrt darum stets einen Teil nach dem anderen der Sonne zu. Auf der ganzen Erde ist daher stets an irgendeinem Ort Morgen, auf einem früheren Ort zu gleicher Zeit [[Mittag]], auf einem noch weiter gen Morgen liegenden Ort zu derselben Zeit Abend und noch tiefer nach Morgen hin [[Mitternacht]], und diese vier Punkte schieben sich immer unaufhaltsam vorwärts. Binnen beinahe 24 Stunden war auf jedem Punkt der Erde einmal Morgen, Mittag, Abend und Mitternacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}; {{L|GEJ|3.139.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde schwankt in ihrer Bahn um die Sonne, wodurch sehr fühlbare und empfindliche Veränderungen auf der Erde ins Dasein treten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|22.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste Umlaufbahn, neben ihrer eigenen Umdrehung, hat die Erde um die [[Sonne]]. Die nächste Reise macht sie mit der Sonne um die [[Zentralsonne]], dem [[Sirius]], in etwa 28.000 Erdjahren. Die nächste, ungeheuer größere Reise macht sie mit dem Sirius um die viel größere [[Sonnengebiets-Zentralsonne]]. Die nächste Reise, die viele Billionen Erdjahre dauert, macht sie mit all den vielen Sonnengebiets-Zentralsonnen, die man zusammen ein [[Sonnen-All]] nennen kann, um einen noch viel größere [[Sonnenall-Zentralsonne]]. Die nächste Reise macht die Erde mit den großen Sonnenall-Zentralsonnen um die [[Urzentralsonne]] selbst. Die letzte Reise, zu der lange dauernde Perioden gehören, ist die Wechselreise, bei der eine Sonnenall-Zentralsonne bald näher an die Urzentralsonne und bald wieder näher an die Hülse der großen [[Hülsenglobe|Globe]] gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640408.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aufbau ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Blender3D EarthQuarterCut.jpg|thumb|Schalenaufbau des Erdinneren]] Die Erde ist eine große [[Kugel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.87.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der innere Bau der Erde entspricht den gewisserart drei Körpern, die jedes [[Pflanze|Gewächs]], jede [[Frucht]], jedes Tier und auch der Mensch aufweist. Bei einem [[Baum]] wären das 1. die äußere, tote und die innere, lebendige Rinde, Splint genannt; 2. das eigentliche feste Holz; 3. der Kern. Am deutlichsten ersichtlich ist diese Dreiteilung alles organischen Körperwesens an einem [[Ei]]. Dieses gleichartige Verhältnis des organischen Körperwesens auf der Erdoberfläche beruht auf dem Typus des Erkörpers selbst. Beim Erdkörper ist das Äußere die Erdrinde, in der sich schon eine lebendige und fühlbare Rinde befindet. Innerhalb dieser äußeren Erdrinde, die etwa zwanzig deutschen Meilen, mitunter auch weniger dick ist, fängt die zweite Erde an, der eigentlich festeste Teil des Erdkörpers. Dieses feste Gebilde ist überaus kompliziert und nimmt den bei weitem größten Teil der Erde ein; es ist als eine Schule anzusehen, durch welche die aus der innersten Erde aufsteigenden, erst plump geformten Wesen eine eigentliche Färbung und Gestaltung bekommen. In dieser zweiten Erde befindet sich schließlich der eigentlich lebendige Teil des Erdkörpers oder das Eingeweide desselben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.5-15}}; {{L|ER|15.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bestandteile dieser drei Erden sind ganz verschiedenartig, vergleichbar einer [[Nuss]], wo die äußere, grüne Rinde nichts von der harten Schale in sich enthält und der innere Kern auch nichts; jedes ist zwar miteinander verbunden, dennoch für sich wie ganz geschieden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten sind: Erdkruste 0-90 km, Erdmantel -2900 km, Erdkern -6.371 km, wobei ein äußerer Erdkern (-5150km) und ein innerer unterschieden wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau eines [[Erdkörper]]s unterscheidet sich so stark von dem eines anderen Erdkörpers, dass nur das Auge des Schöpfers das Allgemein-Ähnliche in ihm erschauen kann. Wenn man das Innere der Erde kennt, dann kennt man darum nicht auch schon das Erdinnere eines [[Jupiter]] oder eines anderen Planeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkern ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man darf sich das Innere der Erde nicht von gleicher materieller Beschaffenheit denken wie die Materie der Erdoberfläche; letztere ist nur eine äußere, fühlbare [[Haut]] der Erde. Die innere Materie der Erde ist eine Art Fleisch, Blut und Knochen, ist aber dennoch nicht völlig ähnlich oder gleich beschaffen wie bei einem tierischen Körper, sondern ganz eigentümlich nur als Erdfleisch, Erdblut und Erdknochen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erde#Organischer Aufbau|Organischer Aufbau der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdmantel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite, feste Erde (Erdmantel) besteht aus einer eigentümlichen Masse, die wie das [[Holz]] eines Baumes fast durchgehend gleich ist. Gegen das Innere zu ist sie etwas weniger fest oder intensiv, denn wo die polarischen Kräfte durch die Eingeweide der Erde wirken, muss die Dichte etwas abnehmen, damit die zweite Erde bei dem gewaltigen inneren Kraftandrang nicht Schaden leidet. Gegen die Oberfläche wird sie äußerst fest, wobei diese gleiche Festigkeit einen Durchmesser von beinahe 200 Meilen hat. Diese Dicke ist ausreichend stark, um die ganze dritte, äußere Erde (Erdkruste) mit all ihren Meeren, Ländern und Bergen mit Leichtigkeit zu tragen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Material der zweiten, festen Erde ist nicht dem auf der Oberfläche der Erde ähnlich. Es ist weder [[Gestein]], noch [[Metall]], durchaus kein [[Diamant]] und noch weniger [[Gold]] oder [[Platin]]. Am ähnlichsten ist diese Masse dem [[Asbest]] oder der [[Steinwolle]], wenn diese in fester Masse beisammen ist, denn diese Steinwolle ist im Feuer wie in allen Säuren nahe gänzlich unzerstörbar, obschon sie doch chemisch aufgelöst werden kann; und das ist der Unterschied, der die völlige Ähnlichkeit zwischen der festen Masse der zweiten Erde und zwischen der Steinwolle bedingt. Noch ähnlicher als Steinwolle wäre eine gewisse Gattung [[Bimsstein]], die aber nur in der Nähe des Südpols unter dem Eis verborgen ist und sich durch eine enorme, glänzende Farbenpracht und gänzliche Unzerstörbarkeit auszeichnet. Die Farbe des Erdmaterials ist gegen die Oberfläche weiß-grau und sieht bei Sonnenlicht etwa wie eine [[Perle]] aus. Weiter hinab wird es immer dunkler und hat die verschiedensten Färbungen; fast durchgehend so spielend wie eine Goldperlenmuschel. Dieses Material ist überaus schwer, denn in ihm liegt der Hauptrotationsschwung der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Konstruktion der zweiten Erde ist vergleichbar jener der Hirnschale oder einer Nuss. Was bei den Knochen die sichtbaren Poren sind, das sind bei der zweiten Erde weit ausgehende, manchmal viele Klafter im Durchmesser habende Kanäle, die auf verschiedenen Punkten mit den mannigfaltigsten Schlussklappen versehen sind. Auf manchen anderen Orten durchkreuzen sich wieder mehrere Kanäle auf einem Punkt; jeder führt bis zu diesem Punkt eine eigene Flüssigkeit, wobei sich sämtlichen Flüssigkeiten in einem solchen Vereinigungs-, auch Nebenschwerpunkt, zu einer ganz neuen Mischung vereinen und von da wieder in viele, weiter fortgehende Kanäle als eine und dieselbe vereinte Flüssigkeit vorwärtsdringen. Alle Kanäle sind fortwährend mit einer zahllosen Menge von Schlussklappen versehen, die sich nach aufwärts öffnen und nach einwärts schließen. Sie dienen dazu, dass die von den Eingeweiden verschiedenartig ausgetriebenen Nahrungs- und Belebungssäfte nicht wieder zurück in die Eingeweide fallen können; denn jeder Pulsschlag des großen Erdherzens treibt die verschiedenen Säfte in die zahllosen Organe. Eine solche große Erdader hat mehrere Schlussklappen in ihrem nicht selten mehrere hundert Meilen weiten Verlauf. Große Kanäle oder Adern haben auch noch große Fallwindungen und separate Druckpumpen, die den Pulsstoß stark unterstützen, der sonst bald erlahmen müsste, wenn er es bei jedem Stoß mit vielen trillionen Zentnern zu tun hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.5-8}}; {{L|ER|17.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit die Flüssigkeiten bei ihrem Weg, der nicht selten hunderte von Meilen beträgt, ihre ursprüngliche, substantielle Kraft nicht verlieren, verlaufen von Norden nach Süden zahllose, überaus feine Mineralfäden, die [[Elektrizität|elektromagnetischen Stoff]] an gewissen Punkten, besonders in der Gegend der aufsteigenden Kanäle, in Kammern sammeln, welche den Flüssigkeiten wieder neue Kraft verleihen. Die Kammern sind verschieden groß und auch bald negativ und bald positiv; was die positive Elektrizität zu viel erhitzt, das kühlt die negative wieder ab. Die Mineralfäden sind nicht Röhrchen, sondern lauter aneinander verbundene Kristalle, wie die Glieder einer Kette. Die von Norden nach Süden sind größtenteils rein eisenhaltig, die von Süden nach Norden platin- und manchmal auch kupferhaltig. Sie verlaufen nicht gleichmäßig in geraden Linien, sondern etwa wie der Kamm einer Säge, und dabei noch in manchen anderen Windungen, besonders in den Gegenden, wo sie an die aus dem Innern der Erde aufsteigenden Adern und Kanäle streichen. An jenen Stellen müssen diese Leitfäden ihre Wirkung am stärksten auftreten lassen. Die Leitungsfäden setzten auch die vielen Triebpumpen in den Kanälen in Bewegung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den aufsteigenden Kanälen gibt es Rückleitungskanäle, die ebenfalls  mit Aufhaltsklappen, welche sich nur dann öffnen, wenn das Herz der Erde sich zusammenzieht, versehen sind. Durch sie dringen die überflüssigen Säfte, die zur Ernährung der Erde nicht vollkommen präpariert sind, wieder zum Herzen derselben zurück, um dort neue Kraft und Stärkung zu holen. Die Rückleitungskanäle sind durchgehend enger als die aufsteigenden Gefäße und ihre Klappen schließen nicht so dicht. Die in ihnen enthaltene Flüssigkeit ist auch viel träger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Erdkruste ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Erde (Erdkruste) macht gewisserart die [[Haut]] oder die Rinde der Erde aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist mehr locker und schwammig als die darunterliegende zweite Erde&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|16.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und hat kein mechanisch-kunstvolles Bauwerk in sich, dafür aber andere zahllose Bildungsformen; es herrscht eine gewisserart gemengte Fülle von allem derart, dass es keinem Menschenverstand zu begreifen möglich wäre, wie und was alles in der Erdrinde vor sich geht. Die gewisserart einfache Tätigkeit im Innersten der Erde kann man als einfaches Triebrad betrachten, durch das auf der dritten oder äußersten Erde zahllose vielfältigste Wirkungen hervorgebracht werden. Die äußere Erde ist aber nicht durch einen leeren Luftraum oder ein Zwischensein – etwa ein unterirdisches Meer – geschieden; sondern beiden Erden sind so innig und fest miteinander verbunden, wie die Rinde mit dem Holz eines Baumes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zunächst der festen Erde (Erdmantel) ruht eine mehrere Meilen dicke, fühlende Haut der Erde, über der dann erst die Epidermis, die eigentliche, unfühlende Haut der Erde folgt, in der sich die Wirkungen des inneren, organischen Lebens der Erde erst so recht vertausendfältigen. Dort wird erst alles geformt in sich wie außer sich, d. h. es wird der Same, wie er als Same in sich beschaffen ist, entweder frisch gebildet, wie auch in sich so dargestellt, was einst seine entkeimte Außenform sein solle; oder für den Samen wird hier die Kraft bereitet und je nach ihrer Art geschieden, wie sie tauglich zur Belebung des schon vorhandenen Samens sowohl für Pflanzen als Tiere ist, von dem sie nach und nach durch das Pflanzenreich, wie durch das Wasser und durch zahllose kleine Tierchen, aufgenommen und dann ganz intelligent verwendet wird. Dies bedingt eine unendliche Kompliziertheit der mechanisch-organischen Konstruktion diese Erdteils. Zusätzlich aber gibt es noch eine weitere, noch viel kompliziertere Einrichtung, durch welche die subtilen Einwirkungen aus dem [[Weltraum]] aufgenommen und der rechten Bestimmung zugeführt werden. Eine spezielle Darstellung dieses allerkompliziertesten Bildungsorganismus ist so gut wie unmöglich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|18.5-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fühlbare Haut der Erde ist von zahllosen, kreuz und quer laufenden Kanälen durchzogen. Zwischen diesen Kanälen gibt es eine Menge große und kleinere Sammelplätze für allerlei aus dem Innern der Erde aufsteigende und zurück fließende Flüssigkeiten. Die meisten dieser Behältnisse sind eiförmig und dienen hauptsächlich dazu, dass die dahin gelangten Säfte in eine Art Gärung kommen, durch welche sie wieder wie chemisch geschieden und dann als geschieden wieder zu bestimmten Zwecken weitergeleitet werden. Dabei handelt es sich aber nicht um die großen, unterirdischen Wasserbassins, die sich alle schon in der unfühlenden Erdrinde befinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weiter Funktion der fühlbaren Erdhaut besteht in einer säulenähnlichen Unterstützung, auf der die ganze obere, unfühlende Erdhaut samt ihren Meeren, Seen und Bergen ruht. Diese Säulen basieren zunächst auf der festen Erde und ziehen sich von da wie ein Gerippe auf die Oberfläche der Erde herauf, sind aber nicht so fest wie die Steine auf der Erdoberfläche, sondern mehr elastisch. Diese Elastizität ist notwendig, weil sich nicht selten zwischen der fühlenden und unfühlenden Haut der Erde [[Gas]]e bilden, welche ganz bedeutende hohle Räume machen, die äußere Erdrinde oft bedeutend emporheben, diese dann nicht selten irgend örtlich auseinandertrennen und dadurch [[Erdbeben]] und gewaltige [[Orkan]]e bewirken. Wären die Stützen sehr fest, dann wäre es um die Oberfläche der Erde, und noch mehr um ihre Bewohner, bald geschehen. Die Stützsäulen werden in der unfühlbaren Erdrinde zunehmend fester und diese festen Knochen der Erde sind hier und da auf der Erdoberfläche als Urgestein sichtbar unter dem Namen [[Urkalk]], auch [[Granit]], mitunter auch [[Quarz]]. Ihre Ausläufer sind die hohen Urgebirge, die sich in allen Teilen der Erdoberfläche recht deutlich von den anderen, später gebildeten Gebirgen, unterscheiden durch Form, Höhe und Masse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der südliche Teil der Erde besteht vorwiegend aus Wasser, wobei nur hie und da größere Inseln über die Fläche des [[Meer]]es ragen, der nördliche Teil hingegen meistens aus Festland. Daraus ist zu ersehen, dass dem [[Nordpol]] die anziehende Kraft und dem [[Südpol]] die abstoßende Kraft zu eigen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|4010147-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn sich die Erde dem [[Saturn]] zunächst befindet, dann sind das gewöhnlich schlechte und unfruchtbare Jahre, weil die großen Polarkälte dieses [[Weltkörper]]s, metaphysisch genommen, manchmal mehrere hundert Millionen Meilen gleich einem unsichtbaren Kometenschweif hinausreicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gestalt und Beschaffenheit der Erde verändern sich durch den Einfluss von [[Meer]] und [[Witterung]] beständig, weswegen z.B. ein Mensch eine von ihm bewohnte Gegend tausend Jahre später nicht mehr leicht erkennen würde. Vor allem durch die [[Sündflut]] (vor ca. 4000 Jahren) wurde auf Erden viel verändert, siehe {{L|HG|3.366}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Unterschiede zu anderen Planeten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Erde gibt es mehr verschiedene [[Art]]en von [[Mineral]]en, [[Pflanze]]n und [[Tier]]en als auf allen anderen Planeten und [[Sonne]]n einzeln genommen, wo es nur einen hunderttausendsten Teil so viele wie auf der Erde in jedem ihrer drei Reiche gibt. Die Ursache dafür liegt in ihrer Urgeschichte und Bestimmung als Schule der Kinder Gottes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.106.7}}, {{L|GEJ|5.188.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sieht die Erde im Vergleich zu den Welten auf den Sonnen und anderen Planeten äußerst mager und am wenigsten schön aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.188.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf zahllosen anderen Welten kennt man den Satan und somit auch den auflösenden und zerstörend herrschenden mächtigen Teil Gottes nicht, sondern allein nur den erhaltenden oder stets schaffenden Teil aus Gott in seinen Verhältnissen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.67.13-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der heilige Planet ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Außerirdische|den Weisen des Himmels]] wird die Erde als heiliger Planet betrachtet, da seine Menschen ausschließlich Kinder des Allerhöchsten sind (Anm.: einen Geist direkt aus Gott haben).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|146.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Welt, die der Herr einmal mit Seinem Fuß betreten hat, muss für ewige Zeiten wenigstens in einer verklärten Art bleiben. Dieses denkwürdige Ereignis musst selbst diese Erde für immer unvergänglich machen, muss sie dereinst zum Zentralpunkt der Himmel stellen. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.228.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Erlösung#Segnung der Erde|Segnung der Erde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In den großen Schöpfungsmenschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde entsprach ursprünglich dem demütigsten letzten Teil am Leib des [[Schöpfungsmensch|Schöpfungsmenschen]], nämlich dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken [[Fuß]]. Dies nicht der Örtlichkeit nach, sondern der demütigen geistigen Bedeutung nach. Zwischen dem Hauptlebenswärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen und dem untersten Hautnervenwärzchen des kleinen Zeh am linken Fuß besteht in physischen Hinsicht eine Verbindung und Entsprechung, weswegen man besonders in der demütig geistigen Beziehung sagen kann, dass die Erde zuvor auch bei dem Schöpfungsmenschen dem Hauptnervenwärzchen des Zeh am linken Fuß entsprach und daher nun das Hauptlebenswärzchen im Herzen ist und auch bleiben wird, geistig durch die auf ihr gewordenen Kinder Gottes, physisch für eine undenkbar lange Zeit. Wenn daher von einem solchen Wärzchen die Rede ist, so ist darunter allzeit nur das Wärzchen des Herzens zu verstehen, und wo dieses hingehört, da gehört auch das Wärzchen des Zehens hin. Der Unterschied ist nach Umstand der Sache nur ein verbaler und kein reeller.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.76.5-6}}; {{L|HIM|3.640509.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als die [[Vorerde]] noch existierte, war die Erde zur Zeit der [[Vormensch|Menschen vor Adam]] nicht der handelnden Wirklichkeit nach das Hauptlebenwärzchen im Herzen des Schöpfungsmenschen, sondern nur der Bestimmung nach.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.74.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst mit [[Adam]] wurde die Erde auch dem Handeln nach zu jenem Lebenskämmerchen im Herzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.75.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Großer Lichtmensch|großen Lichtmenschen]] befindet sich die Erde nicht mehr in der untersten und kleinsten Fußzehe, wie beim Schöpfungsmenschen, sondern im Zentrum des Herzens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.303.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vergleiche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;bestaubter [[Apfel]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# es ruht auf ihr ein natürlicher urzeitlicher, anderweltlicher Ruinenstaub&lt;br /&gt;
# um sie ist meilenweit ein ätherischer Atomenstaub gelagert&lt;br /&gt;
# zu ihr kann in geistiger Hinsicht durch den dichten Staubwolkenschleier nur hie und da ein spärliches Licht von der großen [[Gnadensonne|Sonne der Geisterwelt]] eindringen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie eine &amp;quot;[[Nuss]]&amp;quot;, denn&lt;br /&gt;
# sie hat fürs erste für jeden ihrer Bewohner etwas Tüchtiges zum Aufbeißen&lt;br /&gt;
# ihre äußere Rinde entspricht vom Grunde aus ihrer inneren knorrigen Beschaffenheit; dieser knorrigen Beschaffenheit zufolge sind die Urgebirge das, was die äußeren Auswüchse an einer Nuss sind&lt;br /&gt;
# jeder, der auf ihr zum inneren freien Leben des Geistes dringen will, hat zuerst eine bittere Umhüllung und dann erst eine harte Schale wegzuschaffen, bis er erst zur lebendigen Frucht des Lebens gelangt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.41}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist wie ein &amp;quot;[[Ei]]&amp;quot;, denn &lt;br /&gt;
# wer die innere Beschaffenheit der Erde kennenlernen will, der siede ein Ei, zerschneide dann dasselbe in zwei Teile und studiere dasselbe mit einem starken Mikroskop&lt;br /&gt;
# in ihr werden durch die natürliche Wärme der Sonne verschiedene [[Küken]] ausgeboren &lt;br /&gt;
# wie das Ei nur in der ruhigen, stillen Wärme die Frucht des Lebens zum Vorschein bringt, also wird auch der Mensch nur durch die stille [[Zurückgezogenheit]] und durch die Wärme seines Herzens zu Gott in sich selbst neu und wiedergeboren, wobei es ihm auch ergeht wie einem Küken, das seine eigene Gefangenschaft durchbricht, lebendig aus derselben hervorgeht und dann die Schale nimmer beachtend verlässt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410717.42}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Besitz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist von Gott aus ein Gemeingut aller Menschen, nicht nur der verruchten [[Wucherer|Satanswucherer]], die sich derselben durch [[Geld|geprägtes Blech oder gleich nur durch beschmierte, allerlumpigste Papierschnitzel]] bemächtigt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420730.3}}; {{L|GEJ|1.124.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bestimmung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat in allem die Bestimmung, die Menschen zu tragen, zu [[Ernährung|ernähren]] und [[stark]] und [[Gesundheit|gesund]] zu erhalten. Indem sich der Mensch der [[Natur]] durch [[Luxus]] entfremdet, leidet seine [[Lebensdauer]] und Gesundheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.211.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist der Prüfungsort der [[Kinder Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.187.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr werden für die ganze Unendlichkeit Kinder des Geistes Gottes erzogen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.205.9}}; {{L|GEJ|3.178.1}}; {{L|GEJ|3.221.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gott will die Erde für ihre Kinder, die Seine Kinder sein sollen, derart erheben, dass vor ihr die [[Sonne]]n und [[Engel]] ihre Knie beugen sollen; wann immer Er zu ihr kommt, da will Er stets die [[Sünder]] suchen und mit ihnen eine große Erbarmung haben. Er ist ein treuer Hirte dem Sünder der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.265.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Gott aus ist für Ewigkeiten beschlossen, dass die winzige Erde der Schauplatz Seiner Erbarmungen werden soll. So muss sich nun gewisserart die ganze Unendlichkeit in diese neue Ordnung begeben und fügen, wenn sie einen gemeinschaftlichen Teil an der endlosesten Seligkeit des einigen Gotteslebens (Anm.: Kindschaft Gottes) haben will. Leider ist sie auch der Schauplatz der größten [[Verfolgung]]en, des [[Hochmut]]s, der [[Prachtsucht]] und der größtmöglichen [[Anfeindung]] alles dessen, was da geistig rein, allein gut und wahr ist. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.32.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf ihr muss für jedes erdenkliche Laster bis tief unter die ärgste Hölle hinab, so wie auch für die Ergreifung der höchsten Tugend bis über alle Himmel hinaus, der freie Entwicklungsraum vollkommen gestattet sein, weil sonst mit dem Werden der Kinder Gottes nichts ist. Aus diesem Grund wurde selbst das Töten des Herrn dem Leib nach gestattet. Erst aus dieser höchsten und allerunbeschränktesten Freiheit heraus sind dann die Menschen dieser Erde vollkommen in den Stand gesetzt, sich zu den wahrsten und Gott in allem vollkommen ähnlichen Kindern und Selbstgöttern zu erheben. Denn wie der Herr Selbst nur durch Seine allerunbeschränkteste Willenskraft und Macht Gott ist von Ewigkeit zu Ewigkeit, ebenso müssen es auch die Kinder Seiner Liebe werden für ewig. Wo das Höchst zu erreichen ist, muss auch das Niederste vorhanden sein. Um ein Extrem zu erreichen, muss man sich zuvor von einem entgegengesetzten Extrem loswinden. Wären keine Täler, so gäbe es auch keine Berge und keine [[Bergwanderung]], welche der Erlangung der Gotteskindschaft entspricht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.177.3-10}}; {{L|GEJ|3.178.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein schmaler und dorniger Weg und eine niedere und enge Pforte zum [[Leben]] für jene [[Geister]], die einst übergroß waren und noch größer sein wollten. Aber diese Geister wollten sich diesen ihren alten Hochmut sehr demütigenden Weg nicht gefallen lassen und meinten, dieser Weg sei für sie zu klein und unweise und Der ihn geordnet, sei ohne Einsicht und [[Verstand]]. Daher nahm der Herr als der größte und allermächtigste Geist von Ewigkeit das Kreuz und ging diesen Weg als Erster allen voran. So zeugte Er, wie dieser Weg auch von allen anderen Geistern leicht durchwandert und das wahre, freiste, [[ewiges Leben|ewige Leben]] erreicht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weil das Große dem Kleinen gegenüber sich erst recht groß zeigt, das Starke gegenüber dem Schwachen recht stark, das Mächtige dem Ohnmächtigen gegenüber sehr mächtig, darum ist die Erde so höchst elend in allem gestaltet, damit sie den einst größten und glänzendsten Geistern entweder zur Demütigung und daraus zur neuen Belebung diene, oder aber zum [[Gericht]] und daraus zum neuen [[ewiger Tod|ewigen Tod]]. Das Kleine und Unansehnliche dient auch für sich dazu, das Große und Angesehene in seiner Art zu erhöhen. [[Jesus]] gibt dazu einen Vergleich mit Schießpulver, das durch seine Explosion in einer großen Halle keine Wirkung hat, jedoch in einem sehr engen Raum sehr zerstörend wirkt. Und das ist schon das Gericht, obschon das Große und Angesehene sich da, wo alles klein und unansehnlich ist, nach dem richten und sich demütigen soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Auflösung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Weltuntergang]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Organischer Aufbau ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde ist ein runder Körper, der auf seiner Oberfläche unempfindlich ist; sein Inneres ist ein organischer, lebensfähiger Bau der gleich einem [[Tier]] lebt,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.5}}; {{L|HIM|1.400927.5}}; {{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl die Erde natürlich nicht direkt ein Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.401024a.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde ist dem Anschein nach [[Mineral]], weil sie auf ihrem Rücken eine Menge Mineralien erzeugt; aber sie ist auch ebenso sicher [[Pflanze]], weil sie so viele Afterpflanzen gebiert, und noch sicherer ist sie ein Tier, weil sie ein so ungeheuer reichhaltiges Tierleben produziert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|48.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein Weltkörper muss ein Leben haben, wenn er ein Hervorbringer, Träger und Ernährer fürs tierische und pflanzliche Leben sein soll.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}; {{L|ER|7.3}}; {{L|ER|8.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde muss von allem dem, was in ihr ist, auf die Oberfläche durch die zahllosen Organe transpirierend ausliefern; dieses Ausgelieferte wird zunächst von den Pflanzen und endlich von den Tieren aufgenommen und wird in ihnen wieder in das verwandelt, was es ursprünglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde ist weit mehr als eine bloße Gesteinskugel mit Lavakern. Dies wird der Naturwissenschaft erst in gegenwärtiger Zeit zunehmend bewusst, siehe dazu [https://ideas.ted.com/the-amazing-world-that-scientists-are-uncovering-beneath-the-earths-crust/ The amazing world that scientists are uncovering beneath the Earth’s crust]. Die Neuoffenbarung ist auch hier ihrer Zeit weit voraus.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das tierisch-organische Leben (Herzschlag) der Erde besteht in einem sehr mechanisch einförmigen Hin- und Herbewegen des Massenschwerpunktes und Hauptanziehungspunktes.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser Massenorganismus wurde von Gott Punkt für Punkt eingerichtet und wenn er einmal zweckmäßigst eingerichtet ist, dann lebt er solange ihm Gott die nötige Nahrung geben will. Entzieht Er ihm diese, dann wird er bald schwach und träge, fällt dann bald übereinander, erdrückt sich und verzehrt sich eben also von Punkt zu Punkt, wie er ehedem gestaltet wurde, zerfällt endlich ganz und gar und kehrt als eine völlig aufgelöste Willenssubstanz geistig in Gott zurück. Diese Vorgänge werden einem erst im Licht des eigenen Geistes (fortschreitende geistige Wiedergeburt) nach und nach klarer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.62.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als ein organisch lebendes Wesen nimmt ihre Nahrung, verdaut diese und leitet die Nährsäfte dann durch zahllose Organe hinaus bis zur Oberfläche. Die gröberen, unverdaulichen Exkremente werden gegen den Südpol hingeleitet. Diese Nahrung der Erde ist nur dem Sehen nach materiell, dem Wesen nach ist sie geistig; denn da dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art in das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der täglichen Rotation und dem jährlichen Umschwung um die Sonne kann die Erde nur in eine partielle Ruhe gelangen und nie in jenes völlige, allgemeine Wohlbehagen, in welches der Mensch oder auch ein Tier durch den nächtlichen [[Schlaf]] gelangen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haupt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Nordpol]] ist das entsprechende Haupt der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Augen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die atmosphärische [[Luft]] ist das große Weltauge der Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie ist auf ihrer Oberfläche, wo der [[Äther]] auf ihr ruht, ein glänzender [[Spiegel]], in dem sich jedes [[Stern|Gestirn]] bedeutend groß abbildet. Das Bild wird ganz bis zur festen Erdoberfläche geleitet, und zwar in stets mehr konzentrierter Lichtkraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|21.8}}; {{L|ER|24.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die dritte Luftregion der Erde ist dem [[Auge]] gewisserart ähnlich und ist auch so ganz eigentlich das Auge der Erde, welches um die ganze Erde ausgebreitet ist. Hätte die Erde nicht ein solches allgemeines Sehvermögen, so würde auch kein Wesen auf ihr eines haben; denn was jemand nicht hat, das kann er nicht geben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde schaut fortwährend den ganzen unendlichen Raum um sich herum, und diese allgemeine Anschauung erzeugt in der Erde selbst bei allen in ihr wohnenden [[Geister]]n eine allgemeine entsprechende Vorstellung, aus welcher jedes einzelne geistige Wesen seine [[Intelligenz]] schöpft, und zwar jene für die Außenwelt. Das aber wäre unmöglich ohne das allgemeine, große Sehvermögen der Erde. Die Erde als Körper weiß in ihrem Allgemeinwesen nichts von dem, was sie schaut; und es wäre auch nicht notwendig, der Erde eine eigene, [[Selbsterkenntnis|sich selbst bewusste Erkenntnis]] zu geben, weil sie kein für sich einzeln selbständiges Wesen ist, sondern ein endlos vielfaches Wesen, bestehend aus zahllosen einzelnen Intelligenzen. Diese Intelligenzen sind es, die des großen, allgemeinen Erdauges bedürfen. Der Mensch mit seinem kleinen Auge könnte unmöglich je die große Sonne übersehen, wenn nicht zuvor das große Erdauge ein Kleinbild von der Sonne aufnehmen und dieses dann erst dem menschlichen Auge zuführen würde. Daher sieht niemand die Sonne oder den Mond und die Sterne, wie sie in ihrer Eigentümlichkeit und in ihrer weiten Ferne sind, sondern nur deren Abbilder von der Oberfläche des großen allgemeinen Erdauges. Zugleich nimmt dieses Auge auch Bilder von der Oberfläche des Erdkörpers auf und führt dieselben weiter zu den anderen [[Weltkörper]]n, so wie auch die anderen Weltkörper ihre Oberflächen durch ihr allgemeines Auge zu dem allgemeinen Auge dieser Erde führen. Aus dieser Eigenschaft sind besonders in den tropischen Ländern die sogenannten [[Fata Morgana]]-Erscheinungen zu erklären, weil sich dort die dritte Luftregion zuweilen sogar unter manche, nicht einmal sehr bedeutende Berghöhen senkt. Auf diesem Absenken beruhen auch die in den tropischen Ländern, besonders auf den Gebirgen, nicht selten vorkommenden balsamischen [[Duft|Düfte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|24.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mund ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Erde gewisserart ein organischer großartiger Tierkörper ist, so muss er als solcher, um fortbestehen zu können, Nahrung zu sich nehmen; dazu ist ein Art von [[Mund]] erforderlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erde hat einen ganz ihrem Wesen angemessenen Hauptmund, durch den sie auch die Hauptnahrung in sich aufnimmt. Daneben hat sich auch eine zahllose Menge größerer und kleinerer Saug- und Fressrüssel.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nordpol ist des Erdkörpers Hauptnährmund. Dieser Mund ist ziemlich groß; sein Durchmesser am äußersten Rand, wo die Einmündung trichterförmig beginnt, beträgt durchschnittlich zwischen 20 und 30 Meilen, beengt sich aber am Ende bis auf eine Achtelmeile oder tausend Klafter (1800 Meter), in welcher Weite dann dieser Schlund sich zunehmend verengend bis zum Mittelpunkt der Erde, dem Magen des Erdkörpers, in ziemlich gerader Richtung fortgeht. Die Wände dieses Schlundes sind sehr uneben und sehen sehr rissig und mitunter große Strecken fortlaufend mit Spitzen besetzt aus, als ob sie mit der Haut eines Riesenigels überzogen wären. Mit diesem Mund saugt die Erde ihre Kost aus den [[Weltraum|unendlichen Räumen]]. [[Phosphor]] oder positive Elektrizität macht die eigentliche Hauptnahrung der Erde aus. Dieses Futter zieht der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich und leitet es in den Magen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.5-6}}; {{L|ER|7.11-12}}; {{L|NZ|401011.27}}; {{L|HIM|3.640410.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herz und Lunge ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der sogenannte Mittelpunkt der Erde, der [[Schwerpunkt]], ist ihr [[Herz]]. Dieses befindet sich wie bei Mensch und Tier nicht im unverrückbaren Maßmittelpunkt, sondern etwa im dreivierten Teil desselben, damit es nicht völlig erdrückt und dadurch regungsunfähig werde, wobei sein Standpunkt bedeutenden Veränderungen unterworfen ist. Im Jahr 1846 befand sich der Schwerpunkt ungefähr in der Gegend unter [[Island]], einem Teil von [[Norwegen]], [[Schweden]] und [[Lappland]]; dabei war er aber so tätig, dass er gewisserart seine Pulsbewegung sogar bis unter [[Kamtschatka]] und auch südlicherseits bis in die Gegend unter das [[Mittelmeer|Mittelländische Meer]] verändert ausdehnen konnte. Der Schwerpunkt der Erde hat eine bedeutend voluminösen Ausdehnung, die aber ebenfalls nicht ganz genau bestimmt werden kann, da das Erdherz je nach Notwendigkeit bedeutend erweitert oder verringert wird. Als Durchschnitt können hundert Meilen Durchmesser angenommen werden. Es kann sich aber bis auf zweihundert Meilen weiter ausdehnen und bis auf fünfzig Meilen verringern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|1.11}}; {{L|ER|2.1-4}}; {{L|ER|3.1-2}}; {{L|ER|3.10}}; {{L|HG|3.62.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erdherz hat eine ganz ähnliche Beschaffenheit wie ein tierisches oder menschliches Herz; es ist ebenso wie das Menschenherz der Webstuhl oder die Werkstätte des gesamten organischen Lebens der Erde. Das Herz der Erde ist aber nicht so sehr irgend eine Materie, wie das Herz eines Tieres oder Menschen, sondern mehr eine substanzielle Kraft, die sich in einem dazu geschickten, aber sonst festen Organismus wirkend bewegt und durch dieses Wirken auf den ganzen andern Organismus des Erdkörpers seine Wirkung äußert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.2}}; {{L|ER|2.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Platin]] hat Ähnlichkeit mit jener Materie, die als Organismus der waltenden Zentralkraft der Erde dient; dieses [[Metall]] ist aber nicht ganz dieselbe Materie, aus welcher das Erdherz besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|2.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das materielle Auge beschaulich würde sich der im Erkörper agierende Schwerpunkt als ein Feuer darstellen, welches in enormer Geschwindigkeit die bestimmten dafür geeigneten Organe der Erde durchzuckt und dadurch die zu Erhaltung des Erdkörpers erforderlichen Reaktionen bewirkt. Mit geistigen Augen betrachtet, würde man ein zahlloses Geisterheer entdecken, das vom Willen Gottes hier gehalten und zu der zweckmäßigen, bestimmten Tätigkeit angetrieben wird. Dies sind die [[Urgrundgeister]], gebannt zur tätigen Belebung jener sie umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich selbst höher und höher aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommene, freie Leben übergehen können. Diese Art Geister bestimmen den tätigen und die ganze Materie belebenden Schwerpunkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|4.16-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Puls]] des Erdherzens wiederholt sich von 6 zu 6 Stunden. Durch ihn werden die verschiedenartigsten Erhaltungskräfte des Erdinnern in alle Teile des Erdkörpers getrieben. Alle Erscheinungen als Erdkörper-Lebensprozess hängen von dieser alleinigen Triebkraft ab. [[Gezeiten|Flut und Ebbe]] und sonstige Erhöhungen der äußeren Erdrinde, wie auch die davon abgeleiteten Winde haben alle da ihren Ursprung, denn das Erdherz vertritt zugleich auch die Stelle der [[Lunge]] im tierischen Körper. Sowohl die regelmäßigen als auch die unregelmäßigen Ausdehnungen und Wiederzusammenschrumpfungen des Erdkörpers rühren lediglich daher. Zieht die Erde die Luft in sich, dehnt sich die weichere Bauchgegend der Erde, die gewöhnlich vom Meer bedeckt ist, wodurch das Meerwasser steigt. Stößt die Erdlunge den [[Atem]] wieder aus, dann sinkt der Bauch wieder tiefer hinab, und das Meerwasser zieht sich von den festeren Ufern wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|5.2-3}}; {{L|ER|8.2-4}}; {{L|HIM|1.401024a.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdlunge hat einen kubischen Inhalt von tausend Kubikmeilen, befindet sich zunächst unter der Erdkruste und begrenzt eine Fläche von etwas mehr als 5000 Quadratmeilen. Diese Lunge hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der eines [[Elefant]]en und ist ein großartiges Zellengeflecht, in dem sich eine Menge großer Hohlkammern befinden, welche durch kleinere und größere Röhren miteinander verbunden sind. Diese Röhren haben zwei Eigenschaften: erstens die Luft in die Kammern zu führen und wieder abzuleiten, und zweitens können diese Röhren sich zusammenziehen und wieder ausdehnen, was durch den steten Polarwechsel oder durch die Verwandlung des positiven in den negativen Pol bewirkt wird, wobei diese Verwandlung lediglich in der seelischen Substanz begründet liegt, ohne welche Verwandlung keine freie Bewegung in den Körpern denkbar wäre. Wenn sich diese Röhren ausdehnen, so werden die Kammern beengt oder mehr zusammengedrückt; dadurch geschieht das Ausstoßen der Luft. Ziehen sich die Röhren wieder näher zusammen, so dehnen sich die Kammern wieder weiter aus, wodurch dann das Einatmen bewerkstelligt wird. Die Verkehrung der Polarität wird – soweit es nur physisch erklärbar ist – dadurch bewirkt, dass, sobald die Seele den Lebensstoff aus der eingeatmeten Luft in ihre belebende Substanz aufgenommen hat, in der Lunge nur die [[Stickluft]] zurückbleibt und das bewirkt, dass der vormals beim Einatmen positive Pol alsbald in den negativen verwandelt wird, weil er mit der Stickluft in keiner Korrespondenz steht. Auf diese Weise tritt dann die Zusammenziehung der Röhren ein, und es wird wieder eine neue Luft eingeatmet, wo dann natürlich wieder während des Einatmens der negative Pol positiv wird, und so umgekehrt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.7-10}}; {{L|ER|8.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein- und Ausatmen tut die Erde wie Tier und Mensch, durch Mund und Nase. Durch den Mund zieht sie auch den Atem ein. Auf dem halben Weg geht von dieser Hauptmündung eine Seitenmündung aus, die sich wie beim Tier beliebig öffnen und schließen kann. Diese große Seitenmündung führt in die große Lunge. Von je 6 zu 6 Stunden wird da einmal eingeatmet und nach 6 Stunden wieder ausgeatmet. Während des Einatmens schließt sich der Nährschlund in den Magen. Wenn eine gehörige Portion [[Luft]] eingeatmet ist, schließt sich wie durch einen Kehlkopf die Lungenröhre, – dafür aber wird der Speiseschlund wieder geöffnet. Wird die Luft von der Lunge wieder hinausgestoßen, so schließt sich wieder der Nährschlund. Die Erde wird also durch die Lunge in den erwähnten Perioden fortwährend genährt, durch den eigentlichen Nährschlund in den Magen nur von 12 zu 12 Stunden. Sie nimmt in der Zeit die Nahrung zu sich, in welcher die Lunge die eingesogene Luft in sich gewisserart chemisch zerlegt und den Lebensstoff zerteilt; so atmet die Erde in 24 Stunden zweimal ein und zweimal aus und nimmt dabei aber nur zweimal die Nahrung in den Magen auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|8.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Adern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aus dem Herzen eines Baumes zahllose Kanäle aufsteigen, und wie von dem Kern des Baumes, der gewisserart eine Fortsetzung des Baumherzens ist, eben wieder eine Menge noch kleinerer Querröhrchen auslaufen und die aufsteigenden Kanäle, besonders gegen die Rinde hinaus, stets vielfältiger und durchkreuzter durchbrechen, genau so ist es auch beim Erdkörper der Fall: Je näher beim Herzen desselben die Organe liegen, desto größer sind sie; je weiter davon, desto kleiner werden sie, aber auch desto bis ins Unendliche verzweigter. So wirkt der Hauptschwerpunkt der Erde, ihr Herz, durch die zahllosen Kanäle bis zur Oberfläche.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beinahe vom Mittelpunkt des Erdkörpers führen zahllose verschiedenartigste Quellen und Adern nach allen Richtungen zur Oberfläche. Durch diese Quellen und Adern strömt nicht nur allein [[Wasser]]; es gibt vorzüglich Feuerquellen, durch welche ein unterirdisches Feuer elektrischer Art unablässig nach allen Richtungen strömt, hauptsächlich gegen die [[Pol]]e der Erde. Dann gibt es mineralische Quellen, durch welche [[Metall]]e und [[Erz]]e in flüssiger Gestalt heraufquellen. Ferner gibt es Fettquellen, durch welche das [[Erdöl]] nach allen Richtungen strömt, sehr viele Schwefelquellen, dann Erdpechquellen usw. Getrieben durch die innere Macht der [[Naturgeister|Geister]] und des ihnen zu Gebote stehenden Feuers gelangen diese Quellen zur Erdoberfläche und werden dann zunehmend fester und gehen in die Masse des [[Meer]]es über (Anm.: hauptsächlich an den unter dem Meer befindlichen Rändern der Kontinentalplatten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.400913.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Blut]] der Erde ist gleichsam das unterirdische Wasser, von dem es hundertmal so viel wie in den [[Meer]]en der Erdoberfläche gibt. Es hat seinen Umlauf durch weite Kanäle und bewirkt zumeist nach der Ordnung Gottes die stets gleiche Bewegung der Erde und somit auch deren inneres organisches Leben. (nach Waltar)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.342.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit den Säften der Erde ist es wie bei einem Baum. Dieser saugt nichts als Regentropfen und den Tau der Erde durch seine Wurzelfasern ein, aber in seinem Herzen und Magen hat der Herr Seine wohlkonditionierten Chemiker hingestellt, die diese eingesogenen Säfte gehörig zu sondieren und zu richten verstehen auf eine Art und Weise, die auch ein allergelehrtester Chemiker nie erforschen und erkennen wird. Mögen die Säfte der Erde in noch so einfacher Substanz in das Erdherz aufgenommen werden, so werden sie aber von den dort angestellten Hauptchemikern dennoch so sorgfältig geschieden und in dem gerechtesten Maß in die entsprechenden Fortleitungskanäle eingeleitet und fortgeführt, dass nicht ein Tropfen zu viel oder zu wenig von einer oder der andern Substanz zu seiner Bestimmung gelangt. Wie solches geschieht, kann auf dem naturmäßigen Weg niemals erörtert werden, wohl aber auf dem geistigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|6.20-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Milz ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdmilz ist wie bei den tierischen Körpern zunächst an den Magen angebracht, steht aber auch mit dem Erdherzen in der nächsten organischen Verbindung, weil der Magen von dieser Milz seine Verdauungswärme und das Herz seine pulsierende Kraft aus diesem Haupteingeweide schöpfen muss. Auch die Tätigkeit der Lunge rührt mehr oder weniger von diesem Eingeweidestücke her, obwohl sie auch zur Hälfte eine ganz freie Bewegung hat, welche mit dem Willen der Seele verbunden ist. Die [[Milz]] spielt im Erdkörper eine der wichtigsten Belebungsrollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Aufbau der Erdmilz ist der tierischen und menschlichen Milz ähnlich, wobei ihre Kammern natürlich viel größer sind. Ihre graubraunen Wände werden in jedem Augenblick von zahllosen Blitzen durchzuckt, wobei ein größter Donner zu vernehmen ist. Aus den Kammern gehen weite Kanäle; durch sie stürzt eine gewaltige Flut herein; die fortwährenden elektrischen Flammen lösen die Flut in stark spannende Dämpfe auf; mit unermesslicher Gewalt dringen diese Dämpfe mit dem furchtbarsten Toben durch andere Kanäle weiter; wieder stürzen neue Fluten in die Kammer; da ist wieder ein Sieden, Brausen und Sausen, wie es auf der Oberfläche der Erde noch nie vernommen wurde. In den irdischen Blutgefäßen der Milz stürmen die gewaltigsten Fluten im Großen wie in der Tiermilz im Kleinen. Diese Säfte gehen vom Erdmagen in die Erdmilz und von da in das Erdherz als das alles ernährende Erdblut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|10.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirkungen der Erdmilz sind alle [[Vulkan|feuerspeienden Berge]]. Diese sind zwar nur ganz unbedeutende Ausläufer dieser Hauptfeuerwerkstatt, gewähren aber dennoch einen überzeugenden Anblick, wie es in der Hauptfeuerküche des Erdkörpers zugeht. Auch die heißen Wasserquellen nehmen ihre Hitze von der Erdmilz, allerdings nicht unmittelbar, sondern mittelbar durch jene feurigen Organe, welche mit der Milz in innigster Verbindung stehen. Die sich bewegenden [[Wolke]]n, [[Nebel]] und [[Wind]]e sind alle ein Produkt dieses Erdeingeweides, denn dessen Hauptzentralfeuer dringt durch zahllose Organe der Erde hindurch und erwärmt diese in all ihren Teilen auf eine hinreichende Weise. Auf ähnliche Weise rühren die wogende und stürmische Bewegungen des [[Meere]]s, sowie all die [[Meeresströmung]]en und der Salzgehalt des Meeres von diesem Eingeweide her. Ebenso all die meteorischen (meteorologischen) Erscheinungen im Luftkreis der Erde, alle Vegetationskraft und noch eine zahllose Menge weiterer Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|9.11-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leber ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erdleber ist gleich der tierischen [[Leber]] ein Absonderungsapparat, verrichtet denselben Dienst wie bei Menschen und Tieren und befindet sich ebenfalls um den Magen herum. Aus der Leber der Erde kommt gewisserart zunächst alles hervor, was die Erdrinde in sich und auf der Oberfläche auf sich trägt. Auch das ganze Meerwasser stammt von dort und ist im Grunde nichts anderes als der ausgestoßene [[Urin]] des Erdkörpers, der durch Verdunstung in Wolken übergeht, welche in der Luft durch die Einwirkung des Lichtes in süßes Nährwasser umgewandelt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|11.1}}; {{L|ER|11.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die irdische [[Niere]] liegt ziemlich südlich, etwas über den [[Äquator]] der Erde hinaus, dem Südpol näher als dem Nordpol. Sie hat der Form nach eine bedeutende Ähnlichkeit mit der Niere eines [[Elefant]]en.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Die Erdniere hat beinahe dieselbe Bestimmung wie bei den Tieren:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
# Sie ist der Grundbrunnen, aus dem das ganze Meer sein Wasser schöpft, und aus welchem auch nach und nach alles Gewässer auf der Oberfläche der Erde herkommt. Die Erde hat, bevor das Meer kommt, noch eine Menge Urinblasen, welche meistens zwischen der äußeren Erde – welche die Erdhaut genannt werden kann – und zwischen der zweiten, festen Erde als sehr große Wasserbassins vorkommen, von denen einige größer sind als ein ganzer Weltteil, wie etwa Europa. Aus diesen großen Erdurinblasen bekommen dann erst das Meer und die anderen Gewässer des festen Landes ihre Nahrung und ihren stets gleichen Zuwachs an Wasser.&lt;br /&gt;
# Die Absonderung des edlen Zeugungswassers aus dem groben Erdurinwasser. Dieses edle Zeugungswasser steigt nicht sogleich zur Oberfläche der Erde herauf, sondern wird vorerst, so wie bei den Tieren, in das Herz der Erde zurück- und von da aus erst durch eigene Kanäle und Adern herauf zur Oberfläche der Erde geleitet, wo es sich zum Teil als süßes Quellwasser und zum Teil als der alle Pflanzenwelt am meisten befruchtende Tau beurkundet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|12.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Durch sie wir die Heiterzeit auf dem Erdkörper zu gewissen Zeiten bewirkt, die bei Tieren leicht beobachtet werden kann und die sich auch dem Menschen mitteilt. Wenn sich die allgemeine Erdseele in ihre Niere setzt und sich da ihre nötige Erholung oder Ruhe gönnt, dann stimmt sich auf der Erdoberfläche alles gewisserart friedlich und nimmt einen gewissen weichen und sanften Charakter an. Darauf folgt dann aber gewöhnlich ein düsteres und stürmisches [[Wetter]], wobei wieder alles einen widerlichen, abstoßenden und manchmal sogar schrecklichen Charakter annimmt, da die Erdseele wieder in ihre gewöhnlichen tellurischen Tätigkeitsorgane zurückgetreten ist. Bei der Erde geht die Seele nicht ganz so wie beim Menschen völlig in diese Ruhe über, sondern nur ein Teil der allgemeinen Seele ruht, während ein anderer Teil fortwährend gleich tätig sein muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Magen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Magen]] der Erde ist gleich unter dem Herzen, so ziemlich in der Mitte des Erdkörpers. Er ist ein bei zehn Quadratmeilen großer Hohlraum, den aber allerlei kleinere und größere Querstreifen, manche im Durchmesser von 200 Klaftern, säulenförmig nach allen Richtungen hin zum Teil ausdehnen und zum Teil unterstützen. Magen und Querstützen sind nicht von einer festen Masse, sondern elastisch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vom Hauptmagen der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Futter, welches der magnetische Erdmund mit großer Kraft in sich zieht und in den großen Magen leitet, setzt sich an dessen Wänden und Querspreizen oder Stützen kristallartig an. Ist der Magen gewisserart gefüllt, so tritt die Wärme des Erdherzens hinzu, setzt die großen Magenwände in eine vibrierende Bewegung, und die inneren Querspreizen des Magens ziehen sich dann auch bald enger zusammen und dehnen sich auch bald wieder weit aus. Dadurch wird die Kost gerieben, zermalmt und durch diese Aktion ein neuer elektrischer Stoff gewonnen, der im Magen die nahrhaften Wasserteile zersetzt und sie in die zahllosen Nährkanäle ableitet, während dann ein ausgeschiedener, negativ elektrischer Strom die unverdaulichen Überreste im Magen ergreift und sie durch den schraubenartig gewundenen Entleerungskanal mit großer Gewalt forttreibt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Därme ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Erdmagen geht in schraubenartig gewundener Hauptkanal durch den ganzen Erdkörper hindurch und mündet dann im Südpol. Dieser Hauptkanal ist von gleicher Materie wie der Magen (elastisch); nur wird er gegen die Ausmündung verhältnismäßig zunehmend fester. Vom Hauptenlehrungskanal der Erde laufen zahllose Nährkanäle und Gefäße aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die exkrementarischen Nährteile müssen im Erddarm zufolge fortwährender mächtiger Reibung noch die letzten Reste ihrer erdernährenden Substanz abgeben, weshalb der nördliche Teil der Erde viel kompakter ist als der südliche, weil auf diesen letzteren auch zumeist die letzten und schlechtesten Nahrungsteile kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== After ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat einen entsprechenden Hauptentleerungskanal, der auf die rotierende Bewegung der Erde den Haupteinfluss ausübt, und daneben auch noch eine zahllose Menge kleinerer Entleerungskanäle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Südpol]] ist der hauptsächliche Entleerungskanal der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401011.27}}; {{L|ER|7.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der mehr materielle Unrat wird dort periodisch, wie die [[Lava]] aus einem [[Vulkan]], nur viel flüssiger hinausbefördert und dann beim Auftauen der südlichen Polarregion von den stets stürmischen Fluten in nördliche Richtung weggespült.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.9}}; {{L|NZ|401014.26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über den Nordpol empfängt die Erde ihre (magnetische) Nahrung, verdaut diese in ihren Zentralorganen, und befördert den Unrat durch den vom Mittelpunkt der Erde ausgehenden und beim Südpol endenden Entleerungskanal hinaus. Durch diesen Vorgang wird die Erdrotation bewirkt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.8}}; {{L|NZ|401014.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch den Abtrieb der letzten Exkremente der Erde wird die Rotation des Erdkörpers bewerkstelligt, indem diese sehr luftig aussehenden Exkremente in gewundener Richtung hinaus auf den freien Äther stoßen und der Erde einen Rollschwung geben, wie eine Rakete, die an ein Rad gebunden ist, dieses zum Umschwung bringt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|7.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Gegenwärtig wird angenommen, dass die Planeten ihren Drehimpulus aus den Urwolken haben und dieser nie verloren ging. Die Urwolken, aus denen sich die Planeten bildeten, drehten sich einst wie ein Hurrikan. (Quelle: Welt der Wunder 4/16, Seite 104) Nach der Neuoffenbarung wird die Rotation durch das Erdmagnetfeld bewirkt. Auch dies dürfte ein Vorgriff auf spätere Erkenntnisse sein. Die Naturwissenschaft ist gegenwärtig allerdings noch weit davon entfernt, die hochkomplexe Zone um unseren Planeten zu verstehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschlecht und Zeugungsorgane ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die Erde ist zeugungsfähig, allerdings bedeutend mehrfach und sehr verschiedenartiger als Mensch, Tier und Pflanze. Sie ist gewisserart als [[Hermaphrodit]] zu betrachten, als [[Mann]] und [[Frau]] in einem Wesen, ähnlich dem [[Adam|ersten Menschen]], der ursprünglich auch in sich Mann und Frau zugleich war, und ähnlich den [[Engel|vollkommenen Geistern des Himmels]], die auch männlicher- und weiblicherseits völlig eines sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das irdische Hauptzeugungsorgan ist der stark aufgewulstete Südpol; vermöge dieses Zeugungsorganes ist die Erde weiblich, weil auch der ganze Südpol als negativ gleich dem weiblichen Wesen ist, das sich als negativ gegen das positiv-polarische Mannwesen verhält. Von diesem Punkt aus als Frau betrachtet ist die Erde nicht selbst zeugungsfähig, sondern bedarf der Sonne durch ihre entgegengesetzte polarische Kraft. Auf diese Weise wurde der [[Mond]] als ein Hauptkind der Erde und das älteste Kind dieser tellurischen Frau gezeugt. Es gibt noch mehrere ähnliche Kinder, nämlich eine bedeutende Anzahl von [[Komet]]en, die sich teils im weiten Ätherraum hinausgeboren kreisend befinden, teils als fast tagtäglich und zumeist um die Äquinoktialzeiten nahe zahllos zum Vorschein kommenden sogenannten [[Sternschnuppe]]n. Diese sind nichts als kleine, von der Erde neu ausgeborene, kometähnliche Planetchen, was ihr allzeit elliptischer Lauf und ihre runde Gestalt beweist. Diese Planetchen werden jedoch von der Erde, so wie alle ihre sonstigen Zeugungen, wieder aufgespeist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|3.8-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde hat eine Menge Ausgeburtskanäle. Der Hauptausgeburtskanal befindet sich inmitten des [[Pazifik]], nahe dem [[Äquator]], in der Gegend von Tahiti. Von dort aus ward der Mond von der Erde geschieden, und noch nachträglich eine ziemliche Menge noch bestehender Kometen. Andere Geburtskanäle sind eine Menge Seen, Sümpfe und Höhlen in den Bergen, aus denen nicht selten solche Planetchen in eine bedeutende Höhe durch eine polarische Kraft hinausgeschleudert werden. Da sie aber zu wenig Körper haben, so wird – durch die überwiegende polarische Kraft der Erde – ihr kleiner Reichtum von der entgegengesetzten Polarität verzehrt, und sie werden von der Erde wieder an sich gezogen, auf die sie dann bald als schlackenartige Massen, manchmal auch als Steine, herabfallen; als Steine kommen sie aber nur dann wieder herab, wenn sie vorerst im Ätherraum explodiert sind und dann als Teile des Ganzen herabstürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|13.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der mannweiblichen Zeugung nimmt alles mineralische Wesen, sowie die Pflanzen- und die Tierwelt auf die mannigfaltigste Weise ihren materiellen Ursprung:&lt;br /&gt;
# Geburt von lebendigen Jungen&lt;br /&gt;
# Legen von Eiern&lt;br /&gt;
# Samen, wie die von Pflanzen&lt;br /&gt;
# für Mineralien die Hervorbringung von gewissen Blüten, in denen die Kraft liegt, alles das ihnen Ähnliche an sich zu ziehen und sich als solches in weiten Kreisen auszudehnen&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Same wird von der Erde als männliches Wesen gezeugt und befruchtet und wird von derselben Erde als weibliches Wesen ausgereift und ausgeboren. Dass die Erde wirklich (ursprüngliche) Samen erzeugt für allerlei Pflanzen und Tiere, wird aus vielen Erscheinungen auf der Erdoberfläche ersichtlich, z.B. die ursprüngliche Bewaldung der Gebirge, die Moos- und Grasüberwachsung mancher früheren wüsten Steppen, auf denen ein Jahrtausend hindurch nichts gewachsen ist. Schimmel und Schwämme haben noch bis jetzt keinen anderen Samen. Dann gibt es die seltenen, aber doch noch häufig genug vorkommenden Erscheinungen, wo es Getreide und allerlei Körner geregnet hat; ebenso [[Tierregen|Fisch-, Schlangen- und Krötenregen]] und noch andere dergleichen Erscheinungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da die Gestaltung dieser Tiere ein Stufenübersprung ist und nicht mit dem [[Evolution|ordnungsmäßigen Vorwärtsschreiten geistiger Intelligenzen aus dem Erdkörper]] im Einklang steht, vergehen sie auch bald wieder aus dem erscheinlichen Dasein, werden von der Erde wieder aufgesogen und in das Pflanzenreich getrieben. Solche Erzeugnisse übergehen dann früher in die vormals erscheinliche Tierstufe, auch wenn sie vorher noch einen Schritt in das Pflanzliche zurücktun müssen, bevor sie den intensiv tierischen Charakter annehmen können. Ganz anders verhält es sich mit den ursprünglichen Pflanzenstufen, die schon als solche in das erste Dasein treten; diese müssen vorher alle Pflanzenstufen durchgehen, die in ihrer Fortschreitungslinie stehen, bevor sie in das tierische Leben aufgenommen werden können. Auch Sämereien für Pflanzen werden frei erzeugt. Hauptsächlich geschieht dieses in den tropischen Ländern. Große Wüsten und Steppen haben gewisse Ausgeburtspunkte für derlei Sämereien; dort wird man auch überall einen üppigen Pflanzenwuchs antreffen. Wo aber solche Ausgeburtsquellen mangeln, da bleibt die Erde wüste und leer. Auch die neu entstandenen [[Insel]]n haben den von der Erde erzeugten Sämereien ihren Pflanzenwuchs zu verdanken. Hat dieser einmal genügend Stufen durchlaufen, dann werden sich auch Tierstufen zu entwickeln anfangen, jedoch nur bis zu den noch sehr unvollkommenen, kriechenden Tieren und Insekten; weiter hinauf reicht der freie natürliche Übergang nicht. Es muss dann eine höhere Kraft auftreten, um ein entsprechendes, auf einer höheren Stufe stehendes Tier zu kreieren, in das die vorhergehenden Stufen übergehen können, und so nicht selten aufwärts bis zum Menschen, der jedoch nicht mehr neu kreiert wird, sondern zu rechter Zeit durch Übersiedlung dahingebracht wird. Diese äußeren Erscheinungen nehmen hauptsächlich aus der Niere der Erde ihren Ursprung, weil in derselben der allgemeine Samenstoff gebildet und zur weiteren Tauglichwerdung auf dem vorgeschriebenen Wege befruchtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|15.2-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Same, der auf dem Baum reif geworden ist, in die Erde gelegt wird, dann verhält sich die Erde wie eine Frau, die das Empfangene durch die ihm eigene Kraft ausreift und gebiert. Wann aber der Baum dasteht, da nimmt er gegen die Erde den weiblichen Charakter an, und die Erde tritt als Mann gegen den Baum auf und zeugt in dem Baum neuen Samen für dessen Befruchtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das männliche und weibliche Wirken in der Erde selbst wird ersichtlich im Süd- und Nordpol. Der eine Pol ist negativ und der andere positiv, oder der eine anziehend und der andere abstoßend, der eine Pol ist der Geber und der andere der Empfänger. Ursprünglich oder in der Ausmündung ist der positive Nordpol der Empfänger, weil er die gesamte Nahrung für den Erdkörper in sich aufnimmt, und der Südpol ist in seiner äußeren Ausmündung derjenige, der von außen her nichts aufnimmt, sondern alles nur hintangibt; aber im Inneren ist der Nordpol gegen den Südpol der Geber und der Südpol der Empfänger.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.12-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch auffallender geschieht diese wechselseitige, stets veränderte polarische Wirkung durch den Wechsel des [[Sommer]]s und des [[Winter]]s, da ein halbes Jahr auf der nördlichen Hälfte der Erde Winter ist, während zu gleicher Zeit auf der südlichen der Sommer waltet, und also im nächsten halben Jahr umgekehrt. Der Winter ist der männliche Teil und der Sommer der weibliche; der Winter zeugt in dem weiblichen Sommer, und dieser gebiert dann aus, was der Winter gezeugt hat. Sonach ist zur Winterszeit die eine Erdhälfte männlich, während die andere ganz weiblich ist. Da tritt auch der sonst weibliche Südpol männlich auf gegen den weiblich gewordenen Nordpol, und also auch umgekehrt. Nur ist dabei doch immer der merkliche Unterschied, dass die Früchte von der südlichen Hälfte der Erde zwar süßer, weicher und voller, aber nicht so kräftig als die des Nordens sind, weil im südlichen Teil das Weibliche dem Männlichen vorschlägt, während sich im nördlichen Teil das Männliche vor dem Weiblichen mehr auszeichnet; im Norden ist die Erde dann sozusagen ein Mannweib, und im Süden ist sie ein Weibmann. Die Erde wechselt auch durch [[Tag]] und [[Nacht]] ihr Wesen. Die Nacht ist stets weiblich und der Tag männlich; was der Tag gezeugt hat, das gebiert die Nacht in ihrem dunklen Schoß. &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|14.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Füße ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erde als eine im freien [[Äther]] schwebende [[Kugel]] benötigt ähnlich [[Wurm|Würmern]] und [[Amphibien]] keine wirklichen Füße, um ihre Reise um die Sonne zu machen und sich um ihre Achse zu drehen; dennoch hat sie eine bewegende Kraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NZ|401014.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie dieser Antrieb genau funktioniert, wird in {{L|NZ|401014.29-31}} beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Menschen, Tiere, Pflanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdenmensch]], [[Tier]], [[Pflanze]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdgeschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Erdgeschichte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Seelische und geistige Dimension ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die ganze Erde ist wie ein Mensch, und ihr Bestand sind die [[Seele]]n, die einst schon mit dem Geist Gottes gebunden waren, aber die Probe Gottes nicht hielten, d.h. die Erde ist in ihrer Feste nichts als die gefangene, teilbare Seele [[Satan]]s, wie auch alle anderen [[Weltkörper]] des materiellen [[Universum]]s. Die Seelen werden im großen Mutterleib der Erde ausgezeitigt und durch den Hauch Gottes zum neuen Leben erschaffen (Wanderung der Seelen durch das Mineral-, Pflanzen- und Tierreich hin zum Menschen). Der unteilbare Geist Satans wohnt in neue, undurchdringliche Bande gefesselt im Mittelpunkt (Schwerpunkt) der Erde, nicht aber in den anderen Weltkörpern. Obwohl er machtvoll gefesselt ist, haucht er dennoch sein Erzböses in die aufsteigenden [[Seelenspezifika]] und pflanzt ihnen den Tod ein, der daher überall auf der Erde beobachtet werden kann. Alles Organische ist zerstörbar alle Materie ist fähig, den Tod zu geben und die Zerstörung zu bewirken. Dies alles rührt vom Willenshauch des Allerbösesten. So ist die Erde zwar im Geiste das von Gott Allerentfernteste und das Allerletzte, kann aber eben darum im Besserungsfall das Allerhöchste und Allergottähnlichste werden. Daher wählte auch Gott diese Erde zum Schauplatz Seiner höchsten Erbarmungen und schuf auf ihrem Boden alle Himmel neu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|52.21}}; {{L|ER|53.9-11}}; {{L|ER|53.19}}; {{L|ER|55.10-11}}; {{L|HG|1.5.33}}; {{L|HG|3.65.12}}; {{L|GEJ|1.2.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine ganze Seele entsteigt nie mit all ihren geistigen Spezifiken der Erde, sondern allzeit im höchsten Grade geteilt. Die Gründe dafür sind erstens das urgeistige Wesen selbst, wo sich ein jeder Geist durch sein Großwerdenwollen (siehe [[Geisterfall]]) bis ins Unendliche zerteilt und zerrissen hat und weil durch eben diese Teilung ein solcher urgeschaffener Geist sich ganz natürlich auch bis auf den letzten Tropfen seiner Kraft geschwächt hat, weswegen er dann auch seine Hochmutspläne nimmer ausführen konnte. Eine solche Zerstreuung des Geistes hat Ähnlichkeit mit der [[Babylon|babylonischen Sprachenverwirrung]]. Wie sich dort die Völker zerstreuen mussten, so mussten sich bei einem Geist seine Begriffe zerstreuen, so dass er nimmer einen vollen Gedanken, noch weniger irgend einen Plan in sich fassen konnte. Daher ist der Satan eifrigst bemüht, in den einzelnen Menschenseelen und Geistern sein eigenes Urwesen wieder in eins zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war. Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er geteilt und zerstreut durch die ganze [[Schöpfung]], und sein Geistiges ward verkehrt in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem Seelischen ein neues Geistiges eingehaucht wird, damit da aus einem jeden solchen Teil ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt und in Unendliches zersplittert hat, so dass nun von ihm nichts übrig blieb als sein Ich und mit demselben sein grundböser Wille; aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten sind ihm genommen worden, und diese sind es eben nun, die da fortwährend zu den Weltkörpern gelangen, zum größten Teil schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen, da in dem Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewusstsein wieder auftaucht aus der Materie, und in dem Geistigen die Erkenntnis Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die Pflanze ohne Regen und Sonnenschein, bald verdorren und ersterben würde. In der [[Pflanze]] taucht zuerst das seelische Leben auf; dieses kann aber nicht fortkommen, wenn es nicht geistige Nahrung aus der [[Luft]] bekommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass die Erde aus lauter gebannten Seelen und Geistern besteht, das zeigen die tagtäglich häufig wiederkehrenden meteorischen Erscheinungen (Anm.: damit sind vor allem die Niederschläge gemeint), und das Zeugnis [[Hellseher|jener einfachen Menschen, die das Vermögen haben, Geistiges und Seelisches zu schauen]]. Die zahllosen Heere von Wasser-, Erd-, Berg- und Luftgeistern sind noch zu allen Zeiten von einem oder dem andern gesehen worden sind. Die [[Gelehrte|gelehrte Welt]] sieht dergleichen freilich nicht, aber deswegen bleiben die Urdinge doch wie sie sind, und der [[Vogel]] kann heute so wie vor Urzeiten die Luft bemeistern, obwohl er nie auf einer [[Universität]] in der Aerostatik die strengen Prüfungen gemacht hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|33.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Urteil der [[Jupiter#Geisterwelt|Jupitergeister]] sind die Geister der Erde (im Allgemeinen) listig und stets bereit und geschickt, Böses zu ersinnen. Gutes wüssten sie wenig und dächten selten daran. Sie reden viel und denken wenig und können so nicht viel im Innern wahrnehmen und nicht spüren, was gut sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|61}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[böser Geist|bösen Geister]] der Erde fühlen keine [[Scham]], wenn sie andere anfeinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|95}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Geister von der Erde, die im [[Geisterwelt|anderen Leben]] umherschweifen aus einem Verlangen und einer Lust am Reisen, die sie sich in der Welt angewöhnt haben, denn auf anderen Erden kommen solche Reisen nicht vor. Das sind z.B. [[Mönch]]e, die aus Verlangen, die Völker zu bekehren, auf unserer Erde umhergewandert sind, nicht um zu lehren, sondern um zu gewinnen und zu herrschen, indem sie auf verschiedene Weise erst die Gemüter einnehmen, um sie dann als Sklaven zu unterwerfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|169}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister von verstorbenen Menschen aus Gebirgsländern sind meist mit einer helleren Sehe begabt als die mehr abgestumpften der Flachländer. Wie Bergbewohner schon auf der Erde bei weitem genügsamer sind und leben, als die nimmer satt werden wollenden Bewohner der Flachländer, ebenso sind auch die Geister der Bergbewohner. Sie sind leicht zufriedengestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geister der Erde haben kein vollkommenes Sprachverständnis, d.h. können nicht alle [[Sprache]]n verstehen, solange sie nicht völlig [[geistige Wiedergeburt|im Geist wiedergeboren]] und für den [[Himmel]] geeignet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner und Geister der Erde stellen im [[Groß-Mensch]]en den äußeren, natürlichen und körperlichen Sinn und verschiedene Funktionen der äußeren [[Glieder]] des Körpers dar. Der natürliche und äußere Sinn wird im anderen Leben durch [[Schlange]]n vorgebildet und ist das Letzte, wohin das Innere des Lebens ausläuft und wo es wie in seinem Allgemeinen ruht. Daher sind die Erdgeister in einer auf die Welt und auf sich selbst gerichteten Vorstellung befangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|64}}; {{S|EW|89}}; {{S|EW|102}}; {{S|EW|122}}; {{S|EW|148}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Obere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der obersten Luftregion sind lauter vollkommene Geister, und lauter solche, die ehedem leibliche Menschen auf dem Erdkörper waren. Diese genießen schon fortwährend Licht; denn auch natürlichermaßen wird es in solcher Höhe nie vollkommen finster. In der geistigen Natur ist da schon ein fortwährender, ununterbrochener [[Tag]]; denn diese dritte Region beurkundet schon ein drittes, ganz reines geistiges Stadium.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Geist, der von der natürlichen Erde auch noch so vollendet in die geistige übergeht, kann sogleich in das eigentliche große [[Himmelreich]] emporsteigen, weil zu seiner Vollendung noch immer etwas im Erdkörper zurückbleibt, was er nur nach und nach aufnehmen kann. Erst wenn er den letzten Rest dessen, was ihm angehörte, veredelt und vergeistigt in sein Wesen aufgenommen hat, kann er diese Region verlassen und in eine wirkliche erste Stufe des Himmelreiches eingehen. Der Geist an und für sich, als das Urprinzip des Lebens aus Gott, braucht nichts aus dem Erdkörper zu seiner Vollendung; aber seine formelle Wesenheit, die Seele, muss das wieder in sich vereinen bis auf das letzte Atom, was ihr einst aus der endlosen Fülle der sie formenden Idee Gottes gegeben ward. Dieses Gegebene besteht in den endlos vielen [[Intelligenzpartikel]]n, welche natürlicherweise beim Absterben des Menschen nicht auf einmal flottgemacht werden können. Da sind Teile seines Leibes und Spezifika, die er Zeit seines Lebens ein- und ausgehaucht hat, auch alle Abfälle seines Leibes, seine Tränen, auch sonstige Auswürfe seines Leibes, sogar seine Kleidung, seine Behausung; kurz alles, was er irgendwann durch seine Kraft hervorgebracht und getan hat, das alles muss mit der Zeit als gewisserart ein geläutertes psychisches Spezifikum von der Psyche aufgenommen werden, damit der Geist dann in sich selbst eine vollendete Beschauung und durch diese Beschauung eine klarste [[Rückerinnerung]] an alles das hat, was mit seiner kompletten Wesenheit vor sich gegangen ist, und wie der ganze, lange Weg beschaffen war, auf welchem er wieder zu dieser seiner urersten Vollkommenheit gelangt ist. Diesen Vorgang nennt man die [[Auferstehung des Fleisches]]. Also muss der Geist noch eine Zeit warten, bis all das Seinige von seiner Wesenheit aufgenommen worden ist. Unterdessen handelt er nach den Gesetzen der Liebe und herrscht in dieser Region.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.4-7}}; {{L|ER|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Tätigkeiten des Geistes in der dritten Luftregion:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
* Er bewirkt durch seine Gegenwart und durch sein Liebehandeln, dass die dritte Luft da ist.&lt;br /&gt;
* Er schlichtet und ordnet die Wege für die Neulinge, die in diese Region emporkommen, und weist ihnen Ort und Handlung an.&lt;br /&gt;
* Er beherrscht belehrend die schon reineren Geister in der unteren Region. Wenn dort Reibungen und Trübungen vorkommen, so senkt er sich wie alle seinesgleichen als Friedensstifter herab und wirkt da energisch.&lt;br /&gt;
* Wenn fremde Geister aus anderen Weltkörpern ankommen, dann prüft er sie. Befindet er sie als tüchtig, führt er sie auf den rechten Wegen zur Erde nieder, ist bei den [[Zeugung]]en durch seinen Einfluss zugegen, hilft solchen neuen angekommenen Geistern auf den Weg des Fleisches dieser Erde und sorgt dann auch, dass diese Geister genau jene prüfenden Wege im Fleisch durchgeführt werden, die sie auf einer anderen Welt zu gehen beschlossen haben, um Kinder des Herrn zu werden. (Siehe dazu: [[Menschenseele#Seelen aus den Sternen|Seelen aus den Sternen]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese reinen Geister kommen nicht selten in die zweite, manchmal auch in die erste Region herab; hauptsächlich aber sind jene Stellen auf der Erde ihre sichtbaren Niederkunftsplätze, die ihrer bedeutenden Höhe wegen fortwährend mit [[Schnee]] und [[Eis]] bedeckt sind. Daher haben solche Gegenden für fast jeden Menschen eine beseligende und das ganze menschliche Gemüt erheiternde, stärkende und beruhigende Anziehungskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Erstlinge der reinen Geister halten sich zuerst dort auf, wo sie bei Leibeslebzeiten auf der Erde gewohnt haben. Wenn sie vollkommener geworden sind, dann dehnt sich ihr Wirkungskreis über alle Punkte der Erde aus. Die stärksten bewachen die [[Pol]]argegenden, die weicheren, sanfteren und schwächeren die [[Tropen]]gegenden. Jene, die sehr regsam sind, bewachen das [[Meer]], die [[See]]n und die [[Flüsse]]. Den Anfängern werden größere oder kleinere [[Gebirge]] zur Überwachung anvertraut und alles was sich da befindet. Die weiblichen Geister überwachen zumeist das Pflanzenleben und üben auch den Einfluss auf die gesamte [[Vegetation]] der Erdoberfläche aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|29.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser dritten Region wandeln und wohnen die sogenannten [[Schutzgeist]]er der Menschen. Diese reinen Geister sind aber noch nicht Alleinherrscher und können es auch noch nicht sein, weil ihnen in vielem die vollendete [[Erkenntnis]] mangelt. Daher sind auch fortwährend vollkommene [[Engel]]sgeister über und unter ihnen, welche ihnen allzeit die richtige Anweisung geben, was sie zu tun und zu schlichten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Geister ist die dritte Luftregion ein herrliches Paradies, wo sie alles haben, was nur immer ihr Herz in der Liebe zu Gott erfreuen kann. Es gibt herrliche Gegenden, welche sich nach der Beschaffenheit des Geistes richten; denn da wird schon jeder Geist der Schöpfer seines Fußbodens und der Gegend, in der er zu Hause ist. Diese Gegend ist überaus fruchtreich und reich an allen Dingen. Der Geist genießt da alles in der Fülle, und der Hunger in allem ist fern von ihm. In diesem Genuss nimmt er Geist nach und nach alles das auf, was noch von seiner Wesenheit an der Erde kleben geblieben ist; diese Früchte und die Gegenden werden gewisserart auf eine reflektierende Weise von der Erde aufsteigend in dieser dritten Region psychisch spezifisch gebildet, und der Geist erkennt sie als das Seinige, nimmt sie in seine Erkenntnis auf und kommt dann erst aus dieser seiner Erkenntnis in ein förmliches Schauen dessen, was das Seinige ist, genießt dann auch dasselbe und nimmt es völlig in seine Wesenheit auf. Oder anders ausgedrückt: Er muss in der dritten Region so lange warten, bis gewisserart sein Irdisches verwest und aus den Verwesungen in ihr Seelisches übergangen ist. Das ist keine [[Strafe]], sondern eine Notwendigkeit wie die [[Leib#Lebensdauer|Dauer des Leibeslebens]] auf der Erde. Wenn manchmal solche reine Geister auch mehrere hundert Jahre in dieser dritten Region verweilen, so verlieren sie dadurch nichts, sondern sie können nur gewinnen. Es geht ihnen nichts mehr ab, sie sind überaus glücklich und selig. Was ihre stets zunehmende Intelligenz betrifft, so ist das ein stetes Gewinnen, und je mehr sie gewinnen, desto vollkommener werden sie dahin kehren, wo es sich um ihre endliche und ewige Bestimmung handelt. Haben sie da nur ein kleines Geschäft über sich und haben dieses ordentlich und weise zu verwalten sich eigen gemacht, so werden sie einst desto tauglicher sein, Großes zu verwalten, wo sie als Engelsgeister nicht nur über einzelne Teile eines Weltkörpers, sondern über ganze [[Weltenall]]e und [[Sonnengebiet]]e geistig, und von da aus durch und durch in die Materie, werden ihre Tatkraft ausüben müssen. Wenn der Geist der Erde und sie ihm gewisserart nichts mehr schuldig ist, dann hat er erst seine völlige Solidität erreicht und kann dann zur höheren Vollendung in das Reich der Himmel aufgenommen werden. Einige Geister haben noch manches ihnen Gehörige nicht nur auf der Erde, sondern auch in anderen [[Weltkörper]]n, siehe dazu [[Planetenreise#Jenseitige Planetenreise|Jenseitige Planetenreise]]. Dieses Wiederbringen geschieht alles auf dem Weg der Liebe, die allein das anziehende Prinzip ist; es wird nicht gefordert oder vom Geist eine Rechnung verlangt, dass er das gewisserart auf eigene Rechnung wiederbringen sollte, was ihm ursprünglich und auf seiner ganzen Wanderung gegeben ward. Es muss durch freie Wahl geschehen, in der ein jeder Geist anstrebt, in sich das zu sammeln, was Gottes ist, und es Gott dann in seiner großen Liebe zu Ihm vollkommen wiederzubringen. Im vollkommenen Wiederbringen liegt der einstige vollkommene, vollkommenste und allervollkommenste Grad der [[Seligkeit]]. Was immer seinen Leib betrifft und sein Vorgängiges, überhaupt alles Spezifikalische, erhält er in der ordnungsmäßigen Zeitfolge ohne sein Zutun. Aber hinsichtlich seiner Befähigung, das alles wieder aufzunehmen, was einst zu seinem Wesen gehörte, wird er zur Rechenschaft gezogen, weil sich solche Befähigung jeder Geist aus den Vorschriften der reinen [[Religion]] erwerben kann und erwerben soll. Wer da nicht tätig sein will und sich lieber mit dem abgibt, was des Fleisches ist als was des Geistes ist, der muss sich dann selbst zuschreiben, wenn er gerichtet wird durch das Wort, das ihm gegeben ward aus den Himmeln als ein getreuer Wegweiser, wie er das Leben wieder sammeln und wiederbringen solle, von woher er ursprünglich gekommen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.10-12}}; {{L|ER|29.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittlere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion verhält sich zur obersten Luftregion wie die Seele zum Geist. Der Geist wirkt in die Seele ein und kann sie durchdringen; die Seele aber kann nie über die Schranken des Geistes hinaustreten. Sie ist da, um vom Geist durchdrungen zu werden und kann vom Geist aufgenommen werden, wo sie selbst geistig wird. In gleicher Weise können auch die Geister der zweiten Region in die dritte übergehen, wenn ihre Seelen oder gewisserart ihre substanziellen Leiber sich stets mehr und mehr vergeistigen und mit dem Geist völlig eins werden. Bei der abgeschiedenen Seele tritt gewöhnlich nur eine Hauptleidenschaft auf, beherrscht die Seele stets mehr und mehr und zieht nach und nach alle Intelligenzpartikel in ihr Bereich. Sie bleibt in einer ihrer Hauptleidenschaften gefangen, bis diese alle anderen Spezifikalintelligenzpartikel gewisserart aufgezehrt hat, was dann eine große Armut der Seele bewirkt, und diese dann in einen Zustand des Abödens übergeht, wo sie sich wie völlig nackt und in Nacht und Nebel befindet. Durch diese Abödung kann dann erst der Geist frei werden und seine Seele zu durchdringen anfangen, und das ist dann der Übergang von der zweiten in die dritte Region. Bevor dieser Zustand nicht eingetreten ist, kann der Geist sich nicht ausbreiten und kann die Seele nicht durchdringen, weil deren Spezifika noch zu materiell und somit noch zu ungeistig sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|30.1-2}}; {{L|ER|30.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zweite Luftregion ist noch nicht rein und sehr häufigen Trübungen ausgesetzt. In der zweiten Region wohnen lauter Seelen, bei welchen der Geist noch nicht völlig erwacht ist und die daher von ihren [[Leidenschaft]]en und [[Begierde]]n umher getrieben werden. Die eine Seele hat diesen Haupttrieb, die andere einen andern, und Millionen Seelen haben eben millionenartig verschiedene Neigungen und Triebe; die eine will kämpfen, die andere will Ruhe haben; die eine sucht nichts als die Geheimnisse der Schöpfung, die andere botanisiert; eine andere wieder macht fortwährend Reisen, und so hat eine jede aus Millionen einen anders gearteten Trieb. All die verschiedenartigsten Wolkengebilde und noch eine zahllose Menge anderer Erscheinungen in dieser Region rühren daher. Es gibt dort ständige Veränderungen, weswegen sich die Wolkenformationen, Schneeflocken, Regentropfen und Hagelkörner nie völlig gleichen, es findet sich sowohl in der Gestalt als im Gewicht ein Unterschied.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}; {{L|ER|30.1-6}}; {{L|ER|30.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geisterleben in der zweiten Region gleicht am meisten dem irdischen Leben der Menschen auf der Erdoberfläche. Es gibt ein fortwährendes Hin- und Herrennen, ein Zusammenrotten der Gleichgesinnten, Krieg, Mord, Gefangennehmung, Besiegung, Durchgehen, Stehlen und Rauben, Böses tun, wieder Gutes zufügen. Diese Region ist der eigentliche Kampfplatz der Geister, weswegen auch Gebirge, die sich zumeist in dieser Region befinden, gewöhnlich sehr zerstört aussehen, gleich einer Festung, die mehrere Jahre eine Belagerung ausgehalten hat. Zugleich herrscht eine Freiheit, wie sonst nirgends, weil da der Vorbereitungsplatz ist, wo die Geister entweder für den Himmel, oder für die Hölle vorbereitet werden. Seele und Geist jedes Verstorbenen kommt gleich nach dem Tod zunächst in diese Region, in welcher er wie er auf der Erde fortlebt. Er genießt die volle Freiheit und sucht da ganz natürlich seinesgleichen auf. So gibt es Zusammenrottungen, worauf bald Pläne geschmiedet werden, wie dieses oder etwas anderes, gewöhnlich durch Gewalt oder durch List, erreicht werden könnte. Unter solchen Vereinen gibt es Verräter, durch welche die Vereine Kenntnis erlagen über die gegenseitig arg gefassten Pläne, woraufhin gerüstet wird, was in der naturmäßigen Welt als zunehmende Wolkentrübungen ersichtlich wird, besonders um die Spitzen hoher Berge. Diese Erscheinung beruht auf der zunehmenden Leidenschaftlichkeit der Geister, wodurch sie sich in dem Grad mehr materialisieren, je kombinierter und aneinandergedrängter in ihnen die bösen Leidenschaften aufsteigen. (siehe dazu [[Geister#Fesselung von Geistern|Fesselung von Geistern]]) Bald ziehen die erbitterten Heere gegen einander. Über ihnen aber befinden sich die alles durchblickenden, mächtigen [[Friedensgeist]]er; diese senken sich herab, nehmen die erbitterten Heere gefangen und werfen sie zur Erde herab, denn die materialisierten Geister sind zu schwer für die zweite Region geworden, und werden daher wie ein gefangener, grobmaterieller Körper herabgeworfen durch die eigene Schwere, die gleich dem Willen der Friedensgeister ist, der gleich dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] ist, der die eigentliche Schwere aller Körper ist. Dies zeigt sich dann als Regen, Schnee oder Hagel. Es dauert eine Zeit, bis sich die Herabgefallenen sozusagen wieder zusammengeklaubt und Kraft und Mut gesammelt haben, um wieder nach und nach ganz leise dorthin zurückzukehren, wo sie hinaus- und herabgeworfen worden sind. Wenn sich die Geister nach einer solchen kräftigen Zurechtweisung demütigen und so in den Stand gebracht werden, den Namen Gottes aussprechen zu können und zu wollen und in diesem Namen Hilfe, Rettung und Heil suchen, dann werden sie alsbald von den Friedensgeistern überaus freundlich begrüßt und in die dritte Region geleitet, wo sie dann schon fortwährend in Verbindung mit diesen reinen Geistern leben und von da nach dem Grad der Zunahme der Liebe zu Gott und Seiner Ordnung stets höher aufsteigen. In der naturmäßigen Welt wird ein solcher Akt ersichtlich durch das Wolkenverschwinden am Firmament. Andernfalls, wenn solche Geister ganz materiell bleiben und aus ihrem eigenen bösen Willen lieber Abfallhaufen, die schmutzigsten Tiere und hässlichsten Pflanzen bewohnen, dann bedarf es entsprechender Maßnahmen, damit sich das herab geworfene Geschmeiß in seiner Bosheit nicht auf edle Früchte und edle Tiere wirft, ansonsten diese durch [[Seuche]]n zugrunde gerichtet würden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|31.3-10}}; {{L|ER|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Untere Luftregion ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die erste oder unterste Luftregion rastet über der Erdoberfläche. In ihr leben Pflanzen, Tiere und Menschen. In dieser Region ergreifen sich die geistigen und auch seelischen einzelnen Spezifikalintelligenzen erst nach und nach, vereinen sich in eine ganze, vollkommene geistige Form wieder als komplett und müssen sich als ein Wesen finden, das seiner selbst bewusst ist. Jedes geistige Zentrum (jeder Urgeist) findet aus der unendlichen Vielzahl der Intelligenzspezifika sein Eigentümliches ganz genau, wie das im [[Samen]]korn gegebene Zentralseelenspezifikum aus demselben Wasser, aus derselben Luft, aus derselben Erde, wie auch aus demselben Licht genau dasjenige findet und an sich zieht, was zu seinem Wesen gehört. Die seelischen Intelligenzen konzentrieren sich um das ihnen eigentümliche geistige Zentrum oder sie strömen dahin, wo ihr geistiges Zentrum ist, ergreifen sich da zu einer intelligenten Form und eigenschaften sich nach dem Grundwesen ihres geistigen Zentrums, welches gewöhnlich im Menschen vor sich geht, weil das eigentliche geistige Zentrum erst in der Form des Menschen wieder gegeben wird. Die untere Region ist die Reproduktions- und Wiedervereinigungswerkstätte des vereinzelten Geistigen und Seelischen in einen kompletten Geist. Sie hat mit all dem die höchste Ähnlichkeit, was vor jedermanns Augen in die vegetative und produktive Erscheinlichkeit tritt, wo aus endlos vielen Partikeln ein sonderheitliches Ganzes dargestellt wird. Sie ist der Platz für die Aussaat, der Acker, wo in jedem geistigen Samenkorn eine ganz eigentümliche geistige Ideenassoziation (Ideenverbindung) in eine Form zusammengefasst wird, der Sammelplatz alles zerstreuten Seelischen um ein gegebenes, geistiges Zentrum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|38.1-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
In der ersten oder untersten Luftregion wallt Gutes und Böses wie Kraut und Rüben untereinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|28.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vereinzelten und zerstreuten seelischen Intelligenzen sammeln sich zwar instinktmäßig um ein geistiges Zentrum, dies würde jedoch ohne eine bestimmte Ordnung sehr plump ausfallen, so als würde man das Baumaterial für ein Haus übereinanderwerfen, anstatt es zu einem Haus zu ordnen. Obwohl in jedem Partikel eine eigene lebendige Intelligenz ruht, kann es sich doch nicht selber zu einem vollkommenen Menschenwesen erbauen, weil eine jede einzelne Intelligenz auch nur in sich ein Einziges aus dem zahllos Vielen erkennt. Erst wenn die zahllos vielen, zu einem Wesen erforderlichen Intelligenzen unter einer Form und in einem Wesen durch die geistigen Baumeister verbunden werden, kann ein solches Wesen nach und nach auch zu einer allgemeinen, alle Ordnung übersehenden Erkenntnis gelangen. Diese Baumeister sind als oberste Leiter die [[Engel]], daher gibt es in dieser Luftregion sehr häufig sehr viele Engel. Die Nummer 1 ist dabei Gott. Die Engel unter der Leitung Gottes und andere gute Geister unter der Leitung der Engel führen den Wesenbau von der Pflanze bis zum Menschen fort. Allerdings wo der Himmel seine größte Tätigkeit entwickelt, da ist auch die Hölle nicht minder tätig, ansonsten keine Freischwebe zwischen diesen beiden Polarpunkten denkbar wäre.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|39.2-3}}; {{L|ER|39.10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die in der ersten Region angestellten Geister haben sehr viel zu tun, weswegen es auf der Erde Ruhezeiten gibt, damit die Geister sich erholen können und weniger viel zu tun haben. Eine solche Ruhezeit ist der Winter. Da dieser gegen den Äquator viel kürzer dauert als gegen die Pole, werden gegen die Pole, sowie auch auf den höheren Gegenden der Erde, schwächere Geister angestellt; und je tiefer herab, desto kräftiger müssen die Arbeiter sein, was sich auch an den Produkten anschaulich zeigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erdinneres ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Erde gibt es gefangene Geister, die entweder schon den [[Inkarnation|Weg des Fleisches]] durchgemacht oder die sich ohne diesen Weg als komplette Geister manifestiert haben, als [[Naturgeister|Erd-, Berg-, Wasser-, Feuer- und Luftgeister]]. Neben diesen zwei Arten von Geistern  gibt es noch eine zahllose Menge von [[Seelenspezifika]], die erst flottgemacht und dann gesammelt und geordnet werden müssen in ein Wesen, das ihnen auf jeder Stufe ihres Emporsteigens ordnungsmäßig entspricht. Je tiefer die Geister und Seelenatome im Inneren der Erde sind, desto ärger sind sie. Es muss eine übergroße Aufsicht geführt werden, dass besonders bei den Seelenpartikeln, die von aller Erde auf der Oberfläche derselben zusammenkommen, ja nur die reinsten zu der Komplettierung der eigentlichen Seele verwendet, die gröberen und böseren aber zur Gestaltung der materiellen Körper beschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In das Innerste der Erde, wo gewöhnlich die ärgsten Geister gebannt sind, dringen fortwährend eine zahllose Menge Geister und geistige Spezifika von besserer Art. Dies hat mehrere Gründe:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Seelen und Geister [[Böser Mensch|böser Menschen]] werden dahin gerichtet und sozusagen einer ewigen höllischen Gefangenschaft preisgegeben, denn solche Meuterer gegen die göttliche Ordnung müssen tief und fest verwahrt werden, damit sie die göttliche Ordnung nicht weiter stören können, indem vor solcher Einkerkerung viele tausend Besserungsversuche fruchtlos geblieben sind.&lt;br /&gt;
# Jene bösartigen Geister, die schon sehr stark gewitzigt worden sind und wieder einen sehnlichsten Wunsch nach Freiheit haben, werden durch die hineingedrungenen besseren Geister auf den ordnungsmäßigen Wegen von ihrer Gefangenschaft befreit und auf die Erdoberfläche geführt. Da müssen sie zuerst, weil noch etwas Böses an ihnen ist, [[Giftpflanze|giftigen Pflanzen]] und [[Gifttier|giftigen Tieren]] die zum Wachstum erforderlichen psychischen Urspezifika ordnen und ihnen dadurch jene Gestalt und Beschaffenheit geben, in der sie fortwährend ordnungsgemäß in die Erscheinlichkeit treten müssen. Tun sie gut, dann erhalten sie die Aufsicht besserer Pflanzen und Tiere. Andernfalls, wenn sie schädliche Spezifika statt in die Pflanzen zu leiten, sogleich in die Tiere oder Menschen leiten, wodurch [[Epidemie|epidemische Krankheiten]] entstehen, werden sie wieder abgezogen und in strengere Haft getan, wo sie sich mit der Bildung der Metalle und der Steine abgeben müssen, was viel schwerer und langwieriger ist. Die Befreiung eines solchen Geistes erfolgt dann erst nach sehr vielen Jahren, wenn er sein angewiesenes Geschäft getreu und zum Nutzen für die Erlösung in der Materie gefangener Seelen vollführt hat.&lt;br /&gt;
# Die gefangenen Urseelen werden befreit und als noch sehr stark geteilte Spezifika in der Erscheinlichkeit von allerlei Flüssigkeiten auf die Erdoberfläche heraufgeleitet. Sie machen da ihren Erlösungsweg durch das Pflanzen- und Tierreich unter der Leitung der dieses Geschäft überwachenden und leitenden Geister.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|40.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott und die Geister ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wo derbmaterielle Menschengeister vorkommen, müssen dem Herrn zuvor andere Geister den Weg bahnen, weil sich das Allergeistigste Seiner Ordnung nach nie sogleich unmittelbar mit dem Materiellen in Berührung setzen kann und darf. Wenn die Geister hingegen wissen, was sie sind, dann kann Er Selbst mit ihnen verkehren, ohne ihnen zu schaden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.261.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Erde als wahre Heimat ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Himmel]] ist der wahre Aufenthalt für alle, die Gott lieben. Das ist alles Wirklichkeit und Wahrheit – während die ganze Erde nur eine Erscheinlichkeit ist, die nur zu bald vergeht. (nach Elisabeth Hüttenbrenner)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.490218b.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die unvergeistigte Erde als Paradies ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (unvergeistigte) Erde kann unmöglich ein Paradies sein, da sie ein Prüfungsboden für jeden in das schwere Schandfleisch des Menschen gelegten Geist für alle Zeiten verbleiben muss, ohne den kein Geist ein vollkommenes ewiges Leben erreichen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.85.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die Erde könnte ein Paradies sein, wenn die Menschen ein vergeistigtes Leben führen würden, oder zumindest aufrichtig zu führen versuchten, sich also vor allem in Gottesliebe oder Selbstlosigkeit und Nächstenliebe übten. Oder es würden alle Menschen, die dem Geist entgegen sind, von der Erde vertilgt. Solches aber kann und darf nur Gott verfügen; wenn Menschen andere Menschen ausmerzen, weil sie in ihren Augen nicht gläubig (genug) sind, dann sind das so gut wie sicher die tausendmal ärgeren Menschen als die sie ermorden. Solche Verbrecher machen die Erde natürlich nicht zum Paradies, sondern erst recht zur Hölle, woran man leicht erkennt, dass da in Wirklichkeit nicht Gott mit ihnen ist, sondern ganz im Gegenteil.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe auch [[Wohlleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Ältester</title>
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		<updated>2021-12-07T09:15:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;== Zur Zeit Jesu ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ältester&amp;quot; war ein [[Titel]], den auch junge Menschen erhalten konnten, wenn sie das dazu erforderliche Vermögen, d.h. [[Geld]] und auch [[Verstand]] genug besaßen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|30.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Jesus im Tempel</title>
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		<updated>2021-12-07T09:12:14Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Christ Pharisees.jpg|300px|thumb|Der zwölfjährige Jesus und die Tempelgelehrten.]] Als [[Jesus]] zwölf Jahre alt war, kam Er zum ersten Mal nach [[Jerusalem]] zum Fest in den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]], wo Er durch [[Weisheit Gottes|Seine Weisheit]] ein [[Wunder]] unter den [[Gelehrte]]n wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Juden#Zur Zeit Jesu|Brauch im ganzen Reich der Juden]], dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach Jerusalem bringen mussten, wo sie im Tempel von den [[Älteste]]n, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]] zu eigen gemacht hatten. Wenn sich die geprüften Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst [[Diener]] des Tempels zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prüfung an sich war eine Farce und die Prüfer wussten aus der Schrift und den Propheten kaum mehr außer den stets selben Fragen und Antworten, welche die Eltern den Prüflingen schon vorsorglich beigebracht hatten. Geistreiche Knaben, die Gegenfragen stellten und Aufklärung verlangten, wurden mit Unwillen behandelt und mit mystischem und verworrenem Geschwafel abgefertigt. Einer jedoch ließ Sich nicht abwimmeln, und das war Jesus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.5}}; {{L|DTT|1.11-14}}; {{L|DTT|2.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 1. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer sind die Jungfrau und ihr Sohn aus Jesaja 7.14-16? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Jesus gestellte Frage kam aus {{B|Jesaja|7|14-16}}: &#039;&#039;&amp;quot;So wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie Emanuel heißen. Butter und Honig wird er essen, dass er wisse Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Aber ehe der Knabe lernt Böses verwerfen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zwei Königen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.7}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer sind die [[Jungfrau]] und wer ihr Sohn [[Emanuel]]? Wann wird geschehen, dass solch ein Sohn in die Welt geboren werde? Die Zeit müsste schon da sein, indem das Land [[Jakob]]s schon seit mehreren Jahren seiner beiden Könige entsetzt sei und nun die [[Heide]]n zum Herrn habe. Ob nicht etwa Jesus, der Sohn der [[Maria]], eben jener Emanuel sei, der von den [[Drei Könige|Drei Königen]] begrüßt worden war und von dem [[Hanna|Anna]] und [[Simeon (Prophet)|Simeon]] zeugten?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem zuerst ein Ältester, ein herrschsüchtiger alter Knauser, mit einem verworrenen Zeug antwortete und Jesus als schlecht erzogen hinstellen wollte, antwortete ein jüngerer, ein wenig menschlicher aussehender Schriftgelehrter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es handle sich um eine total verrauchte Geschichte, eine dunkle Weissagung des [[Jesajas]], der für seine Zeit stets in dunklen Bildern weissagte und mit der nun nichts sei.&lt;br /&gt;
# Der von den Drei Königen in [[Bethlehem]] begrüßte König der Juden sei wahrscheinlich beim [[Herodes#Geschichte|Herodischen Kindesmord]] geschlachtet worden. Joseph und Maria wären wohl aus [[Judäa]] geflüchtet und lebten vielleicht gar nicht mehr. Die Sache habe wohl viel Aufsehen gemacht, sei aber merkwürdigerweise wenige Jahre darauf gänzlich in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
# Anna und Simeon seien bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.&lt;br /&gt;
# Da beinahe der ganze Erdkreis bebte, als Gott dem [[Moses]] die Gesetze gab, und [[David]] den [[Messias]] als &amp;quot;König der Ehren&amp;quot;, &amp;quot;stark und mächtig im Streit&amp;quot; besang, würde bei Seinem Kommen sicher die ganze Welt um so mehr erbeben. Außerdem würden Ihn schon Jahre davor mächtige [[Prophet]]en ankündigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 1:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Alles Wirken in der großen Gotteswelt ist am Tage vom hellsten [[Sonnenlicht]] erleuchtet, und selbst die [[Nacht]] ist nie so finster, dass man gar nichts sehen sollte; warum muss denn gerade jene wichtige [[Lehre]], die dem Menschen den Weg zum wahren Heile klarst und hellst zeigen soll, so verworren und keiner [[Menschenseele|Seele]] verständlich gegeben sein?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.1-2}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles anwesende Volk gab Jesus recht und der sehr reiche Vater von [[Lazarus]], Martha und Maria erlegte für Jesus ein Opfer von 30 Pfund [[Silber]] und etwas [[Gold]], damit Er mit den Ältesten und Schriftgelehrten länger verhandeln durfte, was diese nur zu gerne annahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 4:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Eure noch so sicher scheinend gestellten Worte können das [[Meer]] nicht ruhen machen und den rauschenden [[Wind]]en nicht Stillschweigen gebieten! Nur ein [[Blinder]] merkt von den Zeichen dieser Zeit nichts, und als [[Tauber|Stocktauber]] kann er auch nicht vernehmen den mächtigst dröhnenden Geschichtsdonner dieser allerdenkwürdigsten Zeit der ganzen [[Erde]]. Während schon [[Karmel]] und [[Sion]] vor dem angekommenen König der Ehren ihr Haupt geneigt haben und [[Horeb]] aus seinen hohen Zinken [[Milch]] und [[Honig]] fließen lässt, wisset ihr, die ihr am ehesten davon wissen und das harrende Volk davon benachrichtigen sollet, nicht eine Silbe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin forderte Jesus die Schriftgelehrten auf, Ihm zu zeigen, wer die schwangere Jungfrau sei, von der der Sohn des Allerhöchsten geboren werden soll. Warum wird sie Ihm den Namen &amp;quot;Emanuel&amp;quot; (Gott mit uns) geben? Warum wird Er Milch und Honig essen, um das [[Böse]] zu verwerfen und das [[Gute]] zu erwählen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 2:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin denn doch der Meinung, dass an jener [[Kindheit Jesu#Geburt Jesu|bethlehemitischen Geburtsgeschichte]] etwas mehr ist, als ihr meinet, und dass jenes Elternpaar, der bekannte Zimmermann Joseph aus Nazareth und dessen später zum Weibe angetraute Jungfrau, samt dem zu Bethlehem geborenen Sohne noch ganz gut leben; denn sie sind durch eine recht weise Vermittlung des damaligen römischen Hauptmannes [[Kornelius]] der späteren Grausamkeit des alten [[Herodes]] entronnen und leben nun ganz wohlbehalten zu [[Nazareth]] in [[Galiläa]].&amp;quot;&#039;&#039; Daraufhin klärte Er die Schriftgelehrten über weitere Details der Flucht und Rückkehr der Familie des Joseph und der Maria auf, und wies auch darauf hin, dass man über ihren Knaben Jesus eine Menge Wunderdinge erzählte, Ihm die [[Element]]e gehorchten und die wilden [[Tier]]e vor Seinem Blick flohen. Dann forderte Er sie auf, Ihm zu sagen, ob sie von all dem im Ernst nichts wüssten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein etwas besserer Ältester gestand, dass sie wohl davon wüssten, aber ob der Wunderknabe derselbe sei, der in [[Bethlehem]] geboren war, daran zweifelten sie sehr. Wie sollte jener Knabe der Emanuel des Propheten sein?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;So Er es aber nicht ist, woher rührt dann die Macht, die Er über alle Elemente ausübt? Und wer ist des Propheten &#039;Jungfrau&#039; und wer der &#039;Emanuel&#039;?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat ein weisest seiender Schriftgelehrter auf, um Jesaja nach der [[Entsprechungslehre]] der [[Kabbala]] (jüdische Mystik) auszulegen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Jungfrau sei keine aus Fleisch und Blut, sondern die [[Lehre]] nur, die Gott durch Moses den [[Erdmensch|Kindern dieser Welt]] gab. Im engsten Sinn seien die [[Priester]] diese Lehre und ihr Gesetz, also das lebendige [[Wort Gottes]]. &lt;br /&gt;
# Die Schwangerschaft sei die bester Hoffnung der Priester, dass diese Lehre nun in die ganze Welt von ihnen hinausgeboren und die [[Heiden]] erquicken wird. &lt;br /&gt;
# Der Sohn werden die Heiden sein, welche die Priesterlehre angenommen haben, und diese werden dann sagen und benannt werden: &#039;Emanuel&#039;, &#039;Gott ist auch mit uns&#039;.&lt;br /&gt;
# Der Honig sei die reine Liebe und das wahre Gute aus ihr, die Milch die Weisheit aus Gott. Habe man sich die Liebe und Weisheit aus Gott lebendig zu eigen gemacht, dann verabscheue man auch frei aus sich alles Böse und will und erwählt das Gute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.24-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ließ Sich dadurch nicht von der Jungfrau Maria abbringen und führte {{B|Jes|9|5-6}} an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist das Kind aus Jesaja 9.5-6? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja 9.5-6: &#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seinen Schultern ist, und Er heißt: Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, dass Er es zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! – Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte die Frage, &#039;&#039;&#039;was das für ein Kind und Sohn sei. War es nicht doch der in Bethlehem geborene Knabe?&#039;&#039;&#039; Denn es hieß auch: &#039;&#039;Zu Bethlehem in einem Stalle wird den Juden ein König geboren werden; der wird ein neues Reich gründen, dessen ewig kein Ende sein wird!&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte zu einigem Aufheben, woher Jesus die den Laien unzugänglichen Schriften so gut kenne. Ein Oberster der [[Synagoge]] von Bethlehem bot sich an, den wahren Sachverhalt um die Geburt eines Knabens in einem Stall in Bethlehem vor zwölf Jahren zu geben, da er damals schon Oberster der Synagoge von Bethlehem war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus aber wies ihn darauf hin, dass Ihm der Sachverhalt bestens bekannt sei und Er nur erfahren wolle, ob und in welchem Zusammenhang die Ältesten und Schriftgelehrten diese Ereignisse mit den Aussagen aller Propheten finden, besonders jenen des Jesajas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberste aus Bethlehem vermochte darauf aus folgenden Gründen keine sichere Antwort zu geben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Obwohl der Zusammenhang der Aussagen des Jesaja mit jener vor zwölf Jahren zu Bethlehem erfolgten Geburt leicht ersichtlich sei, mag es seit den Zeiten Jesajas schon viel Ähnliches gegeben haben. [[Judäa]] war schon mehrmals königlos und so manche Jungfrau gebar bei Bethlehem in irgendeinem Stall ein Knäblein, manchmal sogar zufälligerweise unter großer Zeremonie, die aber nur als Naturereignis für sich allein dastand.&lt;br /&gt;
# Von einem leibhaftigen Emanuel, einem Held, der es mit der ungeheuren Macht der Römer aufnehmen könnte, gäbe es keine Spur.&lt;br /&gt;
# Eine Menge gewinnsüchtiger [[Magier]] und [[Sterndeuter]] aus Indien und Persien, die mit den Sagen der Propheten vertraut sind, hätten schon die Gelegenheiten benutzt, um schwachen, abergläubischen und blinden Juden vorzumachen, ihr erhoffter Messias sei unfehlbar geboren worden. Aber es handelte sich nur um eine eitle Sage von möglichst größter Verworrenheit, die bald vergessen war. Die Geburt vor zwölf Jahren wäre ihnen ein Hauptwasser auf ihre trockenen Felder gewesen, aber auch dieser Geschichte gedenke nun niemand mehr. Dass Jesus aus Galiläa diese Geschichte wieder vorbrachte, sei nicht verwunderlich, denn Galiläa sei ein [[Schwärmer]]land, aus dem kein wahrer Prophet kommen könne.&lt;br /&gt;
# Die Aussagen der Propheten wären mystische Bilder, an denen die Menschen noch Hunderte von Jahren nagen würden; schwerlich würde ein Volk zu einer Lösung auf dieser Erde gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.3-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stimmte zu, dass der Oberste &#039;&#039;nach diesweltlichem Maß&#039;&#039; recht haben mag, es aber nur um ein &#039;&#039;geistiges Maß&#039;&#039; gehe. Daher hatte er Ihm mit seiner ganzen, erfahrungsreich sein sollenden Rede dennoch soviel wie gar nichts gesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn wenn der Messias kommen wird, wird er kein materielles, sondern ein geistiges Reich auf Erden gründen, und diesem Reich wird kein Ende sein in Ewigkeit, wie es Jesaja geweissagt hat. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den Tod nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und Jesajas geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich mit dem Messias nicht anders verhalten kann, ist auch jene wunderbare Geburt in Bethlehem nicht ganz so bedeutungslos:&lt;br /&gt;
# Gott hat jenes Kind wunderbar vor der mörderischen Hand des [[Herodes]] beschützt, und es lebt heutzutage höchst zurückgezogen.&lt;br /&gt;
# Wo es sein muss, steht es in einer allen [[Element]]en gebietenden Kraft da, wie solche nur einem Gott möglich sein kann, selbst [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e scheinen seinem Willen zu gehorchen. &lt;br /&gt;
# Niemand kann sich vor ihm verbergen; verbirgt es sich aber vor den anderen Menschen, so ist es aber dann niemandem möglich, es eher zu finden, als es sich ganz freiwillig finden lässt.&lt;br /&gt;
# Es hat nie [[Lesen]] und [[Schreiben]] gelernt, und dennoch gibt es keine [[Schrift]] in der Welt, die es nicht lesen könnte. Es schreibt in allen [[Sprache]]n, ist bewandert in allen [[Kunst|Künsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es seitens der Priester, Weisen, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes angebracht, sich näher danach zu erkunden und darüber in den Propheten nachzusehen, ob die Weissagung des Jesaja nicht mit den bewussten Eltern und dem Kind übereinstimmt. Immerhin bekleiden sie die Stellen im Volk, von denen dieses die offene Kundgabe der Ankunft des verheißenen Messias zu erwarten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.19-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hochpriester lehnte dieses Ansuchen jedoch mit folgenden Begründungen ab:&lt;br /&gt;
# Derlei Messiasgeschichten gab es schon oft unter dem Judenvolk. Selbst [[Zacharias]] sei mit der Messiashoffnung gescheitert. Was also wäre dann erst von der Messiasgeschichte des Joseph zu erwarten; es wären ja doch nur [[Essäer|essäische]] oder indomagische Betrügereien. &lt;br /&gt;
# Vor der Ankunft des Messias würden vor aller Welt Augen große Zeichen am Firmament geschehen. Dann würde der Erwartete mit aller Macht der Himmel kommen, um sein Volk von der Macht der Heiden zu erlösen und darauf ein Herr und König über alle Länder der Erde sein. Die Kinder [[Abraham]]s würden sein Volk sein und bleiben in Ewigkeit. Dies wüssten die Priester aus den Büchern der alten Weissagungen. &lt;br /&gt;
# Maria sei schon schwanger gewesen, als sie dem Joseph im Tempel angetraut ward. (Anm.: Offiziell geschah dies tatsächlich erst nachdem Maria schwanger war, davor war Maria dem Joseph nur zur Pflege gegeben.) Sicher käme der Messias nicht so unscheinbar und sogar als ein uneheliches Kind in die Welt, als ein schwacher und sterblicher Mensch. Als uneheliches Kind wäre der Knabe unmöglich der Messias, selbst wenn er durch seine erlernten Zauberkünste Berge versetzen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|6.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus antwortete auf diese Einwände: &#039;&#039;&amp;quot;Entweder hat er recht, und der Prophet ist ein Lügner und hat somit kein Recht, oder das Unrecht fällt auf den Hohepriester zurück, und der Prophet hat dennoch recht! Beide aber können unmöglich recht haben, da der Hochpriester gerade das Gegenteil von dem behauptet, was da der Prophet von der Ankunft des Messias geweissagt hat!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Prophet sagt, eine &#039;&#039;Jungfrau&#039;&#039; - also kein &#039;&#039;Weib&#039;&#039; -  ist schwanger und wird einen Sohn gebären.&lt;br /&gt;
# Jesajas beschreibt die Ankunft des Messias als auf eine höchst anspruchslose Weise; würde der Messias unter großartigsten Zeichen als ein allmächtiger Kriegsheld erschienen, in welch große Furcht würden die armen, schwachen Menschen geraten, wovon mehr als die Hälfte verschmachten müsste; auch dem Tempel käme eine solche Aufführung sehr ungelegen.&lt;br /&gt;
# Die Geschichte mit dem Sohn des Zacharias ist noch lange nicht zu Ende; es würde die Zeit kommen, wo [[Johannes der Täufer]] wie ein mächtiger [[Blitz]] unter die Priesterschaft fahren und unter ihnen ein großes [[Gericht]] halten wird. Und ein noch ärgeres Gericht würde der Knabe aus Nazareth über sie bringen. Er würde ihnen Seine volle göttliche Herrlichkeit zeigen, aber nicht zu ihrer [[Auferstehung]], sondern zu ihrem Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies machte den Hochpriester zornig, und er wollte wissen, wer dieser freche Knabe sei. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin, der Ich bin, und woher Ich kam, das habt ihr aufgezeichnet. Was fragt ihr denn weiter, wer und woher Ich sei?! Zudem habe Ich es euch ja ohnehin schon gesagt, dass Ich aus Galiläa und eben auch aus Nazareth gekommen bin und daher den in Rede stehenden Knaben überaus gut kenne und durchaus nicht so dumm bin, um nicht die Taten eines Magiers – wenn auch sogar aus Indien – von jenen des Wunderknaben zu unterscheiden.&amp;quot;&#039;&#039; Darauf erwähnte Er kurz einige Seiner Wundertaten und beschrieb Seine Wundermacht, welche er allzeit und ohne einen Lohn zu verlangen zum Wohl der bedrängten Menschheit getan hatte, jedoch ohne ihnen kundzutun, dass Er Selbst jener Knabe aus Nazareth sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.8-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist Jesus aus Nazareth? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte folgende Fragen: &#039;&#039;&#039;Ist Jesus von Nazareth nur ein eingelernter [[Zauberer]], oder tut Er Seine Wundern nur aus der Ihm in aller Fülle innewohnenden Gotteskraft? Oder wie sonst sollte Er seine Wunder tun?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete der Hochpriester, wenn dieser Knabe ohne Wissen und Einwilligung des Tempels eigenmächtig tatsächlich die beschriebenen Wunder tue, dann wäre er von [[Beelzebub]], dem Obersten aller [[Teufel]] besessen und es wäre daher gemäß der Schrift die Pflicht des Tempels, solche Kinder und Menschen um jeden Preis von der Erde zu vertilgen. Denn mit Gotteskraft gehe das niemals außerhalb des Tempels. Es bedürfe sittliche [[Reinheit]], um der göttlichen Kraft teilhaftig zu werden, und das könne man nirgendwo als allein im [[Allerheiligsten]] des Tempels nach der Lehre [[Moses]] und aller Propheten. Daraufhin drohte er, den Knaben aus Nazareth töten zu lassen, sollten Nachforschungen die gemachten Angaben bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier griff ein römischer Richter ein und wies den Hochpriester zurecht, dass die selbst gemachten Sitten der Priester nicht mehr galten, denn das Schwert der Gerechtigkeit sei nun in Römerhand. Zudem würde er den von Jesus angezeigten [[Mord]] an Zacharias nachprüfen lassen, wobei sich dann zeigen werde, ob nicht eher die Priesterschaft das Schwert der römischen Gerechtigkeit zu verkosten bekommen werde, als jener Wunderknabe aus Nazareth. Auch Herodes würde sich hüten, dem Willen der Priester zu entsprechen. Er stellte Jesus unter seinen Schutz und ermutigte Ihn, weiter zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus lobte und segnete den Richter und sein ganzes Haus und versprach ihm [[ewiges Leben]] im Namen jenes Wunderknaben aus Nazareth. Nun empörte sich der Hochpriester darüber, welchen Unsinn Jesus rede, ob jener Knabe ein Gott sei, denn nur Gott könne segnen, und Sein Hochpriester nach der Verfügung Gottes dreimal im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antworte Jesus folgendermaßen:&lt;br /&gt;
# Wenn es ein Unsinn sei, was Er von dem Wunderknaben ausgesagt habe, dass Er Seine wahren Freunde segne, warum lehren dann die Priester, dass die Eltern ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern allzeit segnen sollen? [[Noah]] war kein Gott und segnete seine beiden Söhne, ebenso segnete [[Isaak]] den [[Jakob]]. Demnach lehrten also die Priester selbst auch einen Unsinn?&lt;br /&gt;
# Der Wunderknabe aus Nazareth hat mehr Recht, als Gott zu gelten, denn die Priesterschaft, die sich in ihrem Dünkel für Götter hielt, denn Er ist mit vielen wahrhaft göttlichen Eigenschaften begabt und stammt sogar noch von [[David]] in erster Linie ab. Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist im Geiste aus Gott, der ganze Mensch ist dann aus Gott. Ist der Mensch dadurch in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Gotteswort geworden, voll erfüllt mit dem Geist Gottes, dann muss er auch als Gott angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beschuldigte der Hochpriester Jesus, einen strafbaren, gotteslästerlichen Unsinn zu reden, worauf er Ihn auslachte und verspottete. Daraufhin ließ Jesus den Volkskatechismus bringen und den Richter daraus vorlesen: &amp;quot;Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott. Wo aber das, wer kann da sagen, dass nicht der ganze Mensch aus Gott wäre?! Ist aber ein Mensch dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Worte Gottes geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!&amp;quot; Somit fanden sich darin auf ein Haar dieselben Worte, die Jesus erklärt hatte und der in größte Verlegenheit gebrachte Hochpriester konnte Ihn nicht mehr beschuldigen, Unsinn zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.9-18}}; {{L|DTT|10.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kritisierte die Priesterschaft folgendermaßen:&lt;br /&gt;
* Obwohl der Hochpriester nicht einmal wusste, was im Volkskatechismus vor aller Augen geschrieben steht, und dies sogar einen Unsinn nannte, gilt er doch als Hochpriester, Schriftgelehrter und Ältester zugleich.&lt;br /&gt;
* Wie kann jemand ein Hochpriester werden und sein, sich vom Geist Gottes erfüllt vorkommen, auf dem Stuhl Moses und [[Aaron]]s sitzen, wenn er das Wort Gottes nicht einmal äußerlich kennt, noch nicht einmal den sehr kurz gefassten Volkskatechismus, und daher &#039;&#039;das&#039;&#039; Unsinn nennt, was ein jeder Judenknabe aus dem Volkskatechismus wissen muss?&lt;br /&gt;
* Hochgeborene Menschen werden nicht mehr nach ihrem geistigen Vermögen, sondern nur nach ihren weltlichen Reichtümern zu den höchsten Ämtern befördert, wo sie dann gewöhnlich geistig noch ärmer, aber dafür materiell desto reicher werden. Ist das vor Gott gerecht?&lt;br /&gt;
* Wie soll man über die Ankunft des verheißenen Messias eine Auskunft erhalten, wenn jene, die zuerst und zunächst etwas wissen sollten, in der Schrift so unbewandert sind wie Menschen, die überhaupt nichts von der Schrift wissen, aber trotzdem hoch und breit auf dem Stuhl Moses und der Propheten sitzen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte Jesus zu und schloss die Sitzung für den ersten Tag. Jesus und Simon nahm er als seine Gäste in die Tempelherberge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tempelherren ärgerten und ängstigten sich, fanden keinen Schlaf und berieten in der Nacht, wie sie sich am nächsten Tag gegenüber Jesus und den Römern verhalten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 2. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus wird als der Wunderknabe aus Nazareth offenbar ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Kollegium in den Sprechsaal einzog, wurde es von den Anwesenden der Sitte geziemend begrüßt, was die Pharisäer sehr liebten. Jesus grüßte jedoch nicht, weswegen sich einige gleich aufhielten. Als Er darauf angesprochen wurde, antwortete Er, dass Er als ein zwölfjähriger Knabe mit dem Gegrüße unter ihresgleichen nichts zu tun habe, Er von ihnen auch nicht gegrüßt worden sei und das übertriebene Gegrüße in Galiläa nicht Sitte sei. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ihr lasset euch allezeit über alle Gebühr ehren und grüßen, dieweil euch die Welt zu Herren gemacht hat. Ich aber bin in Meiner Art auch ein ganz besonderer Herr, warum habt denn ihr Mich nicht auch zuvorkommend gegrüßt?!&amp;quot;&#039;&#039; Den näheren Grund könne ihnen der Römer kundgeben. Außerdem sei Nachsabbat, an dem, so wie am [[Sabbat]] selbst, nach ihrer eigenen Satzung alles Grüßen und Ehren streng untersagt sei, da auch dieses den Sabbat entheilige und den Menschen auf den ganzen Tag verunreinige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wussten die Templer schon nichts mehr zu entgegnen und ersuchten den römischen Richter, sie über diesen Knaben aufzuklären. Dieser offenbarte ihnen, dass der Knabe eben jener Wunderknabe aus Nazareth sei, den Er am vorigen Tag nur zu vertreten schien. Das erschreckte das Kollegium und der Oberpriester wollte von Jesus wissen, warum Er das nicht schon gestern gesagt habe, weil sie dann sicher ganz anders mit Ihm geredet und Ihm gefälligere Antworten gegeben hätten. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Oh, das weiß Ich recht gut. Aber da es Mir nicht ums Heucheln, sondern um die Wahrheit zu tun ist, so tat Ich eben also, wie Ich es getan habe! Und wäre Ich heute noch der, der Ich gestern war, so hätte Ich von euch wieder kein wahres Wort erfahren, da ihr in der Nacht euch aus Furcht vor dem römischen Richter gar fein beraten habt, wie ihr Mir wegen des bereits in dieser Welt seienden Messias gar alles wolltet gelten lassen, um Mich zu besänftigen und durch Mich etwa auch den Richter wegen des Zacharias Geschichte. Da Ich aber nun nicht der Verteidiger des Wunderknaben, sondern der Wunderknabe selbst bin, so hat solch plötzliche, unvorhergesehene Wendung der Sache eure Sinne verwirrt und euern schlechten Plan vereitelt, und ihr steht nun da voll Furcht und Angst, und wisset nicht aus und nicht ein. – Redet nun, wie euch diese Geschichte behagt!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle stutzten, worauf der Oberpriester mit gespielt freundlicher Miene wissen wolle, wer unter ihnen sich solchen Rat ausgedacht habe. Da sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Eben derjenige, dem Ich selbst den Rat also eingeflüstert! Er ist unter euch der Jüngste und ist auch aus Galiläa geboren: sein Name ist [[Barnabe]]!&amp;quot;&#039;&#039; Diese Antwort war wieder ein [[Blitz]]strahl unter die Pharisäer, und sie gerieten in große [[Furcht]], denn vieler [[Gewissen]] war sehr unrein, und sie fürchteten manche Entdeckung ihrer geheimen [[Laster]] vor dem strengen Römer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priester und Pharisäer berieten sich, wie sie die Sitzung beenden könnten und erklärten schließlich feierlich, dass die Sitzung aufgehoben sei, da der Knabe von gestern, für den die große Steuer bezahlt worden war, nicht mehr der Knabe von heute sei. Dies aber ließ ihnen der Richter nicht durchgehen und widersprach energisch. So traten alle, sichtbar unwillig, wieder an ihre Plätze, blieben aber stumm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.18-22}}; {{L|DTT|13.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was würdet ihr tun, wenn Ich der Messias wäre? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Höret, da ihr Mich keiner Frage mehr würdigen wollt, so werde Ich so frei sein, euch eine kleine Frage zu stellen: Saget Mir – aber ganz offen –, was ihr dann tun würdet, so Ich denn doch im Ernste der verheißene Messias wäre, um den sich gestern das Hauptgespräch gedreht hat!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Frevelei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Haupttempelzelot: Jesus solle sich vor zu großem [[Frevel]] hüten!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, er und seinesgleichen sollten sich vielmehr hüten, dass das Haus des Herrn von ihnen nicht gänzlich zu einer Mördergrube werde. &#039;&#039;&amp;quot;Dadurch aber, so Ich frage, was ihr tun würdet, wenn Ich am Ende dennoch der verheißene Messias wäre, entheilige Ich den Tempel durchaus nicht, indem eine solche Frage ohne alle Sünde und Scheu ein jeder Mensch an euch stellen kann! – Und ihr könnt Mir ja ebenso eine bedingungsweise Antwort geben, als Ich euch nur eine bedingungsweise Frage gestellt habe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Nicht genug Beweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joram]], ein weiser alte Anhänger oder Kenner des [[Talmud]] und der großen Kabbala, antwortete Jesus:&lt;br /&gt;
# Die Menschen müssten sehr darauf achten, solche hochwichtigen Verheißungen erst dann als wahr anzunehmen, wenn alle Umstände für jeden klar seien. Zwar habe Jesus aus Jesaja einige Verse für sich; aber der Prophet habe auch viel von dem kommen sollenden Messias geweissagt, was auf Ihn nicht passen würde. &lt;br /&gt;
# Die über Jesus verlässlich berichteten, alles übertreffenden Wunder verdienten zwar ein besonderes Augenmerk auf den Wundertäter, aber von einer abgemachten Bestimmtheit dessen, was sie beurkunden sollen, könne noch lange keine Rede sein. Er habe als ein schon sehr alter Mann viele Erfahrungen gemacht und öfters bei Kindern Fähigkeiten und Eigenschaften entdeckt, die einen großen [[Prophet]]en vermuten ließen. Aber als die Betreffenden älter wurden, hätten sich diese glänzenden Eigenschaften alle verloren, als wären sie nie dagewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte daraufhin, Er sei der &amp;quot;Raubebald, Eilebeute&amp;quot; {{B|Jes|8|1-4}} und Er habe nicht die geringste Frucht vor wem auch immer in der ganzen Welt, da Er Sich der ewig nie besiegbaren Kraft und Macht in Sich selbst bewusst sei, die keine fremde, sondern Seine höchsteigene sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wiederholte, dass es schon öfters Kinder gab, die manche außerordentliche Talente und Fähigkeiten zeigten und eine große Menschenmenge ins größte Staunen versetzten. Aber in späteren Jahren wurden ganz gewöhnliche Menschen aus ihnen. Auch für Jesus müsse dies als möglich angenommen werden, weswegen die volle Annahme, Er sei der Messias, verfrüht sei. In Anbetracht Seiner Geburt, Abstammung und noch nie dagewesenen Fähigkeiten könne diese Annahme allerdings auch nicht generell in Abrede gestellt werden. Man müsse abwarten, was die Zeit bringen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf erwiderte Jesus, dass dies nach der irdischen [[Vernunft]] richtig sei, jedoch im Menschenherzen ein tieferes und leuchtenderes Kriterium sei, welches dem Joram sagen könne, ob Er eines jener Kinder sei, die in späteren Jahren ihre Fähigkeiten verloren. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Von Meinem inneren Geiste hängt das Dasein aller Dinge allein ab. Daher kann ich denn auch wollen, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will, wie dir solches auch von Mir ausgesagt ward durch anderer Zeugen Mund, nicht allein durch den Meinigen. Wenn aber also, wie lässt sich da dann wohl denken, dass Ich je Meiner dir bekanntgegebenen Eigenschaften und Fähigkeiten bar werden könnte?! Kann Ich aber das nicht, was bin Ich dann?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram:&lt;br /&gt;
# Dies sei immer noch nur eine Annahme, aber kein [[Beweis]], denn auch er könne ebenso solches von sich sagen, wonach er dann dafür ausgelacht oder in die Geschlossene gebracht würde, da er kein Knabe in einem unzurechnungsfähigen Alter sei. Jesus habe sich in Seiner Messiasidee ein wenig zu hoch verstiegen.&lt;br /&gt;
# So etwa einst der Messias kommen würde, da würde Er nur als ein vollkommener [[Mensch]], nie aber als ein Gott zu den Menschen kommen. Unter den halbgriechischen Juden gäbe es zwar die Sitte, besonders begabte Menschen gleich unter die Götter zu stellen oder sich selbst als solche anzusehen. Dies sei aber hoch gefehlt gegen das [[Zehn Gebote|Gebot Gottes]]: &amp;quot;Ich allein bin euer Gott und euer Herr, ihr sollet keine fremden Götter neben mir haben!&amp;quot; Wie also könnte es Jesus einfallen, Sich als einen Gott vorzukommen!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Joram und der Oberpriester anstößig fanden, was Jesus ihnen über Seinen inneren Geist gesagt hatte, forderte Er von ihnen zu erklären, welcher Geist aus den [[Prophet]]en redete. Diesen bestätige Joram als Gottes Geist. Darauf antworte Jesus: &#039;&#039;So jener Geist, der aus den Propheten redete, Gottes Geist war, warum sollte dann Mein innerer Geist kein Gottesgeist sein, da Ich aus demselben bei weitem Größeres zu wirken imstande bin, als alle die Propheten von [[Henoch]] an je gewirkt haben?! Denn sie waren beschränkt, nur in einer gewissen Sphäre zu wirken, Ich aber bin unbeschränkt und tue, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will! Wenn aber also, wie ist dann Mein innerer Geist ein anderer denn jener, der aus den Propheten redete?!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Aus Galiläa kommt kein Prophet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf wendete Joram ein, dass aus Galiläa kein Prophet komme, weswegen sie den inneren Geist von Jesus nicht mit jenem der Propheten gleichstellen könnten und dürften. Darauf antwortete Jesus, nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem geboren zu sein. Außerdem kam auch Jesajas nach Galiläa und machte dort Weissagungen in der Nähe von [[Cäsarea Philippi]], darum er auch nicht etwa kein rechter Prophet sei. Wieso solle Er also nicht auch den wahren, göttlichen Geist in Sich besitzen gleich jedem andern Propheten?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Wo ist der Engel des Herrn und Elias?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester erklärte, es werde laut der Schrift zuerst der Engel des Herrn und [[Elias]] kommen, um die Menschen auf die große Ankunft des Messias vorzubereiten. Wo ist bei Jesus der [[Engel]] des Herrn und wo Elias? Darauf antwortete Jesus, dass ihresgleichen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Sie sahen und erkannten weder den Engel, der mit [[Zacharias]] redete, noch dessen wunderbar gezeugten Sohn (Johannes der Täufer). Was bei ihnen nicht mit [[Feuer]], [[Blitz]] und [[Donner]] geschieht, das sehen sie nicht. &#039;&#039;&amp;quot;Als Elias in seiner Felsenhöhle die Aufforderung erhielt, darauf zu achten, wie Jehova vor seiner Höhle vorüberziehen werde, da zog zuerst ein Feuer vor seiner offenen Höhle vorüber, aber darin war Jehova nicht. Dann zog ein mächtiger [[Sturm]] vorüber, aber auch darin war Jehova nicht. Am Ende zog ein kaum merkbares Säuseln vor der Höhle vorüber – und siehe, darin war Jehova! Und seht, eben damit zeigt der große Prophet die gegenwärtige Ankunft des Messias an! Ihr erwartet wohl Feuer und Sturm, was vor euch schon oftmals vorüberzog, aber da war Jehova nicht darin. Nun zieht das sanfte Säuseln vor euch vorüber, darin wahrlich Jehova ist, aber das merken eure tauben [[Ohren]] und blinden [[Augen]] nicht und werden es auch nicht merken – außer am Rande eures Lebens, allwann euch aber solch spätes Merken nicht mehr viel nützen wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus demonstriert Seine Wundermacht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe [[Spott|spottete]] eselhaft über Jesus und wollte wissen, was Er nun, als der herbeigesäuselte Messias, mit dem Tempel und dessen Dienern tun werde. Jesus antwortete darauf, dass Er zwar nicht den Tempel und dessen Diener aufheben werde, aber dessen gesetzwidrige Verkehrtheit und die sich weise dünkenden Protzer von Leviten kennzeichnen werde, als dankbare Anerkennung ihrer schlechten [[Witz]]e. Dann forderte er Barnabe auf, Ihm zu beweisen, dass Er nicht der sei, von dem alle Propheten geweissagt haben, ansonsten er Ihm zu einem wahren [[Midas]] der Heiden (ein Eseloriger) werden solle. Jesus testete den jungen Leviten mit der Frage: &amp;quot;Was besagt der Name &#039;[[Jerusalem]]&#039;?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber wusste Barnabe nichts, weswegen er sich zu einem alten Schriftgelehrten schlich, der es aber auch nicht wusste. Auch Joram vermochte ihm nicht aus seiner Verlegenheit zu helfen und tadelte ihn, mit dem scharfsinnigen Knaben so unfein geredet zu haben, zumal doch er selbst es war, der ihnen Auskunft über Jesus wundersames Wesen erteilt hatte. Er riet ihm, Jesus um Vergebung zu bitten, ansonsten ihm wohl ein Schabernack geschehen werde. Barnabe folgte diesem Rat, bat Jesus um Vergebung und ersuchte Ihn, den Namen &#039;Jerusalem&#039; Selbst zu erläutern. Jesus nahm die Entschuldigung an und wies Barnabe darauf hin, dass er nun zu seinen Füßen finden könne, was ansonsten sein Haupt geziert hätte. Dort befanden sich zwei vollkommen ausgebildete, ganz natürliche Eselohren, denen aber jede Spur mangelte, als wären sie von einem wirklichen Esel abgeschnitten worden. Simon und der Richter fingen darüber zu lachen an, den Templern aber wurde ganz sonderbar und sie fragten sich untereinander, wie solches auf eine natürliche Weise möglich wäre, gelangten aber zu keinem Resultat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.8-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Barnabe sich bei den Beratungen der Priester für Jesus als den Messias einzusetzen begann, wies ihn Jesus an, die Eselsohren an den Spitzen in die Höhe zu halten, was dieser tat. Daraufhin sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Es werde zu diesen Lesern auch ein lebendiger und völlig gesunder Eselsleib!&amp;quot;&#039;&#039; Und im Augenblick stand ein gutgestalteter Esel mitten unter der Gesellschaft! Da entsetzten sich alle und wollten davonlaufen. Aber der römische Richter und Simon ließen das nicht zu, worauf sich die Templer wieder setzten und den Esel wortlos anstaunten. Daraufhin ließ Jesus den Esel in nur einem Augenblick völlig verschwinden, was zu noch mehr Staunen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.29-34}}; {{L|DTT|17.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem römischen Richter zu demonstrieren, dass Er auch ein natürliches Dasein auflösen konnte, ließ Jesus einen 100 Pfund schweren [[Stein]] herbeibringen und löste diesen durch sein bloßes Wort auf, dass von dem Stein nichts übrig blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|17.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Barnabe erzählte Er ein Geschehen aus der Vergangenheit, inklusive der [[Gedanke]]n, die sich Barnabe damals gemacht hatte, was Jesus auf natürliche Weise nicht hätte erfahren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|18.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus warf Barnabe und den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, die Schrift für ein reines Menschenwerk zu halten, das verschiedene Menschen wegen der leichteren Beherrschung ihrer Nebenmenschen zusammengeschrieben haben, aber für die wahre Bildung des modernen Menschen nicht mehr tauge, was alle wahren [[Weltweise]]n schon lange eingesehen und klar bewiesen hätten. Hätten sie erkannt, dass die Schrift göttlichen Ursprungs sei, und ein jedes Wort gleich dem Namen Jehova, dann würden sie Ihn schon lange für das gehalten haben, was Er eigentlich sei, und würden verstehen, wie Er Seine Wundertaten bewerkstellige. So aber blieben ihnen auch Seine Taten im höchsten Grade unbegreiflich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wendete ein, manche würden wohl nicht an die reine Göttlichkeit der Schrift glauben, aber andere würden daran doch sehr festhalten. Zwar weise einiges in Jesajas auf Jesus als den Messias, anderes aber passe nicht. Die Sache bliebe doch eher nur eine Volkssage, hervorgehend aus dem lange gehegten Wunsch des Volkes. Als ihn Jesus aufforderte, die Stellen zu nennen, die auf Ihn nicht passen würden, bedurfte Joram Einsicht in die Schriften der Propheten. Da es aber schon Abend geworden war, wurde dies auf den nächsten Tag verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Joram und Barnabe suchten während der Nacht bei Jesajas nach Stellen, die nicht auf Jesus passen würden. Sie konnten nichts finden, was Jesus zum Schweigen hätte nötigen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|20.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 3. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was aus Jesajas passt nicht auf Jesus als Messias? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus forderte Joram auf, Ihm die am vorigen Tag angekündigten Texte aus Jesajas zu zeigen, die seiner Meinung nach nicht auf Ihn oder auf jeden anderen werden mögenden Messias passen sollten. Joram erklärte, dass ihm die fraglichen Texte entfallen wären und es zu viel Mühe sei, alle Schriftstellen aufzusuchen, weswegen man Jesus als den verheißenen Messias gelten lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war Jesus aber nicht einverstanden, denn sie wollten Ihn nur auf eine gute Art loswerden, einerlei ob Messias oder nicht, solange sie dabei nur recht gut leben und [[Gold]], [[Silber]] und [[Edelstein]]e anhäufen konnten. Er sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Bin Ich es, oder sollet ihr auf einen andern warten? Bin Ich es, so ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen, und ihr werdet es aus der Schrift wissen, was da an euch ist zu tun, so ihr eines guten Willens seid! Bin Ich aber nach eurer Meinung und aus dem Propheten erwiesen das nicht – nun, da möget ihr denn in euren alten Sünden verharren, bis der Tod euer Endlos sein wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus bot an, die Stellen zum Messias Selbst aufzuzeigen, da es ihnen ja zu mühsam sei. Das aber wollte der Oberpriester nicht, weil er dachte, Jesus würde nur jene Texte heraussuchen, die auf Ihn am besten passen würden. Also fing er an, selbst im Buch zu suchen und fand schließlich nach längerer Zeit etwas ihm Zusagendes, worauf er mit viel Herrscherpathos hinwies. Er forderte Jesus auf, die gefundene Stelle vorzulesen und ihm zu sagen, ob sie auch auf Ihn passe. Darauf kündigte Jesus an, dass der Geist in Ihm, sogar schon lange vor Jesajas den Text niederschrieb, um die Stelle wusste - und gerade sie sei die rechte zu Seinem Sieg über den Oberpriester. Das machte den Oberpriester sehr zornig und er wollte wissen, ob Jesus wahnsinnig sei. Seele und Geist seien ein und dasselbe und die Seele unmöglich älter als ihr Leib, was aus Moses {{B|1Mo|2|7}} hervorginge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.5-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, dass der Oberpriester durch weltliche Protektion und nicht durch höhere, geistige Berufung Oberpriester sei und über geistige Dinge um viele schlechter urteile, als ein Blinder über Farben. Jesus erklärte ihm kurz das Wesen und den Unterschied von [[Menschenseele|Seele]] und [[Menschengeist|Geist]] und wies ihn darauf hin, dass Er Seinen Geist kenne und schon lange eins mit Ihm sei und darum auch aller Natur gebieten könne, und nicht wie der Oberpriester noch nie eine Idee aus seinem eigenen Geist gefasst habe. Daraufhin warnte Er den Oberpriester, sich zu mäßigen, ansonsten er bald die Kraft Seines Gottesgeistes wider sich erfahren würde. Immerhin sei es schon schlecht genug, dass Er Sich bei den sein wollenden Dienern Jehovas ein nach Stunden bemessenes Rederecht erkaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.15-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter, der die althebräische Schrift viel besser zu lesen verstand, als alle Templer zusammen, las die vom Oberpriester angezeigte Stelle: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seiner Schulter ist; und Er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, und dass Er es zurichte mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Solches wird tun der Eifer Zebaoths!&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|9|5-6}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter fuhr fort, im Namen von Jesus zu reden. Er wies darauf hin, dass der Prophet durch die aufgeführten Namen offenbar die Eigenschaften jenes Kindes aller Kinder bezeichnet, die alle auf Jesus hindeuteten. &lt;br /&gt;
# Wunderbar: Jesus ist wunderbar in seinem [[Verstand]], in seiner [[Rede]] und seinen [[Tat]]en.&lt;br /&gt;
# Rat: Welcher Weise der Erde könnte einen weiseren Rat geben als Jesus?&lt;br /&gt;
# Kraft: Dass Jesus Allkraft in jeder Beziehung - Geist oder Materie - besitzt, wird niemand bezweifeln, der Ihn rede hören und handeln gesehen hat.&lt;br /&gt;
# Held: Seinen unerschrockenen Heldenmut hat Er gegen die anwesenden, hochmütigsten Priester, die sich über alle Götter weit hinaus preisen und anbeten lassen, deutlich genug gezeigt. &lt;br /&gt;
# Ewig-Vater: Wie Sein Geist ein notwendig ewiger und eins mit dem Geist Gottes ist, hatte Er auf eine begreifliche Weise mit wenigen Worten bewiesen. (siehe {{L|DTT|21.19-21}})&lt;br /&gt;
# Friede-Fürst: Er selbst habe bereits empfunden, wie Jesus allein dem Menschen den wahren, lebendigen inneren Frieden geben kann und Er daher auch allein nur ein wahrster Fürst aller Fürsten der Erde ist und einen Frieden den Menschen geben kann wie kein anderer Fürst.&lt;br /&gt;
# Königreich: Jesus allein kann das alte Seher- und Erkenntnisreich Davids, das von den Priestern schon lange zerstört wurde, wieder lebendig aufrichten und eine Herrschaft gründen, der alle Fürsten der Erde trotz ihrer Zepter und Kronen für ewig untertan sein werden; denn das Reich der hellsten [[Erkenntnis]] ist und bleibt stets das mächtigste auf der Welt und kann von keiner Nacht-Macht je völlig unterjocht werden. Wo aber [[Licht]] ist und seine alles durchschauende Wirkung, da ist auch ein rechtes Gericht und die vollste, offenste Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
# Der Eifer Zebaoths: Wer sonst als der diesen Knaben durch und durch erfüllende Geist Gottes ist eben der Herr [[Zebaoth]] selbst! Wieso sieht das ein Heide auf den ersten Blick, aber nicht die Juden, die das doch offenbar mehr angehen sollte?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.13-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ärgsten Gegner des Herrn ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter wollte nun wissen, wie sich die Templer Gott denn eigentlich vorstellten. Joram antwortete darauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im Moses sei es ausdrücklich verboten, sich irgendeinen fasslichen Begriff oder irgendeine nur halbwegs bildliche Idee von Gott zu machen. Daher gab es auch im Tempel nirgendwo ein entsprechendes Bild.&lt;br /&gt;
# Die Väter wie [[Abraham]], [[Isaak]] und [[Jakob]] hatten in ihren [[Vision]]en Gott dennoch als vollendete Menschengestalt gesehen. Auch sprachen sie mit Ihm, obwohl es im Moses heißt: &amp;quot;Gott kann niemand sehen und leben zugleich; denn Gott ist ein verzehrend Feuer und wohnt im unzugänglichen Lichte!&amp;quot; Moses verlangte dennoch einmal Gott zu sehen, wenn ihm das auch den augenblicklichen Tod gäbe. Da aber sprach Gott zu Moses: &amp;quot;Verbirg dich in dieser Grotte, Ich werde da vorüberziehen! So Ich dich rufen werde, da tritt aus der Grotte, und du wirst Meinen Rücken sehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Obwohl sich das menschliche Gemüt nach einem formellen Gott sehnt und man es streng genommen den Heiden gar nicht so sehr übelnehmen kann, dass sie sich ihren [[Zeus]] als einen vollkommensten Menschen bildlich vorstellen, blieb den Juden nur das Wort &amp;quot;Jehova&amp;quot; und darüber hinaus nicht viel mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.27}}; {{L|DTT|24.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wies darauf hin, dass ihm selbst Jesus als Gott genügend gut und mächtig sei. Aber im Volk, das an der Lehre Moses und der Propheten hinge, und sich im Tempel seinem Gott nahe glaube, der es durch das Ohr des Hohepriesters vernähme, würde es zu einer allgemeinen [[Revolution]] kommen, wenn man ihm dies nähme und an Stelle der [[Bundeslade]] Jesus stellen würde. Die Templer seien daher genötigt, sich zu Narren zu machen, und dem Volk etwas als seiend vorzustellen, von dem man sich beim besten Willen keinen Begriff machen kann. Würde es Jesus gelingen, das Volk auf Sich aufmerksam zu machen, dass es Ihn als das erkennt und annimmt, was Er ist, dann würde Er mit dem Tempel leicht fertig werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte zu, dass sich gegen diese Ansicht nicht viel einwenden ließe, dennoch könnte der Tempel auf Jesus auf eine geeignete Weise aufmerksam machen, so sie an Seine Sendung glaubten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erklärte, warum dies ein gewagtes Unternehmen sei:&lt;br /&gt;
# Jesus bliebe sicher nicht im Tempel, sondern würde von seinen Eltern wieder nach Nazareth geführt werden. Das aber läge zu entfernt, um alle nach Ihm Fragenden dahin zu senden.&lt;br /&gt;
# Hunderttausende würden nach dem Grund fragen, warum Jesus nicht im Tempel Wohnung nehme. Welchen Grund könnte man dem Volk angeben, wieso Er Galiläa und Nazareth der Stadt Gottes vorziehe? Bald würde das Volk sagen: &amp;quot;Stadt und Tempel müssen sich etwas Großes zuschulden haben kommen lassen; die Sache muss untersucht und gesühnt werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Wie man es auch anstellte, es würde im Volk eine große Erregung wachrufen, die viel zu schaffen machen würde. Deshalb sei es besser, dem Volk davon beinahe keine Erwähnung zu machen, sondern die Sache ganz Jesus und der Zeit zu überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erwiderte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin nun da, um euch eine Kunde zu geben, dass Ich da bin, um zu vollbringen die Werke dessen, der Mich gesandt hat, den ihr nach eurem Geständnisse nicht kennet, den aber Ich wohl kenne, da Er in Mir wohnt in seiner Fülle! Moses verlangte Ihn zu schauen und bekam den Rücken nur zu sehen – ward aber davon schon geblendet drei Tage lang, und sein Antlitz strahlte dann so sehr, dass er es verhüllen musste, so er zum Volke kam; denn dessen Augen hätten den Lichtglanz nimmer ertragen. Ihr aber möget Mir nun ganz wohl ins Angesicht schauen, und es blendet eure Augen kein unerträglicher Lichtglanz! Warum? Weil dies Fleisch den, der in Mir wohnt, verbirgt! Aber dessen ungeachtet ist hier mehr denn das, was dort war! Aber ihr merket es nicht, weil vor euren Augen die dreifache Decke Mosis hängt und noch lange hängen wird, auf dass ihr den ja nicht erkennen möget, der aus den allerhöchsten Himmeln zu euch gekommen ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin tadelte Er die Gelehrten aufgrund ihrer [[Heuchelei]], da ihre geheimen Gedanken ganz anders lauteten als die Worte ihres Mundes, weswegen sie Ihm höchst widerwärtig waren. Äußerlich wuschen sie sich, aber inwendig in ihren Seelen waren sie voller Schmutz. Anstatt auf den Richter zu hören, das Volk auf Jesus aufmerksam zu machen und es mit der Erfüllung seiner Hoffnung zu erquicken, suchten sie nichtige Ausflüchte, weswegen dies nicht angehen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Gelehrten und Priester - und nicht das Volk - wollten nicht, dass Jesus offenbar werde, &#039;&#039;sie&#039;&#039; waren Seine ärgsten Gegner! Dies mache aber gar nichts, denn erstens war Seine Zeit noch nicht da, und zweitens war der Tempel von ihnen zu sehr entweiht worden, als dass Er je darinnen Wohnung nehmen könnte. Durch Ihn würde ihr Ansehen nicht mehr gesteigert werden.&lt;br /&gt;
# Sie schmollten darüber, dass ihnen Moses verboten hatte, von Gott ein geschnitztes Bild zu machen. Aber sich selbst zu Göttern vor dem Volk zu machen und es zu lehren, dass Gott ohne sie nichts tue, auch keine andere Bitte erhöre als nur die ihres Mundes, das mache ihnen nichts aus. Wo hatte Moses solches geboten?&lt;br /&gt;
# Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben.&lt;br /&gt;
# Ihre toten und maschinenartigen Gebete werden nie von Gott erhört, weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft. Dennoch sagten sie: &amp;quot;So du, Mensch, zu Gott um etwas betest, da ist dir das zu nichts nütze, so du aber uns ein Opfer bringst und wir für dich beten, dann ist dir unser Gebet schon zu etwas nütze! Wir Priester allein dürfen beten mit Nutz, das Volk aber darf nur Opfer bringen und also mitbeten durch die reichlichen Opfer!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Sie saugten das Volk doppelt aus: Erstens nahmen sie von allen Früchten den [[Zehent]] und alle Erstgeburten der Haustiere und ließen sich für die Erstgeburt der Menschen eine tüchtige Löse geben; und zweitens plagten sie das Volk ohne Unterlass um Opfer und verhießen ihm darum lange und anhaltende Gebete, die sie aber nie vollbrachten, denn sie sagten sich: &amp;quot;Ob wir beten oder nicht beten, das nützt dem Opferbringer ohnehin nichts. So ihm etwas nützt, da nützt ihm allein das Opfer, das er uns gebracht hat in guter Meinung!&amp;quot; Sie taten also auch nicht, wofür sie sich haben zahlen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.4-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Mit wem soll Ich euch da vergleichen? – Ihr seid allezeit wider Gott und gleichet vollkommen den reißenden Wölfen, die in Schafspelzen einhergehen, damit die Schafe vor ihnen nicht fliehen und sie dieselben mit ihren scharfen Zähnen ohne alle Mühe erreichen und zerreißen können! Aber wie nun eure Arbeit, so wird euch auch dereinst drüben im Seelenreiche der Lohn werden! – Ich sage euch das, und ihr könnet euch darauf verlassen, dass für euch Meine Verheißung nicht unterm Wege verbleiben wird!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zornige Oberpriester erwiderte darauf:&lt;br /&gt;
# Änderungen seien nicht möglich. Das Judenvolk sei ein alter Baum, den man nicht mehr wie eine junge Haselstaude beugen könne. Die alten Institutionen von Moses müssten bewahrt bleiben.&lt;br /&gt;
# Die Priester seien keine reißenden Wölfe im Schafspelz. Indem sie Gottes- und Tempellästerer und Ehebrecher züchtigten, taten sie nur, was Moses befohlen hatte.&lt;br /&gt;
# Die Rede von Jesus gefiel nicht; wenn Er etwas Schlechtes am Tempel und den Priestern finde, dann solle Er das mit kindlich-guten Worten sagen, aber nicht mit Drohungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte, dass bei ihrer Art weder mit sanfter, noch mit scharfer Rede etwas auszurichten war. Daher würden sie auch bleiben, was sie sind, bis ans Ende der Welt. Die Gnade würde ihnen genommen und den Heiden verliehen. Jesus prophezeite die Vernichtung von Jerusalem und des Tempels, sie aber würden auf der ganzen Erde zerstreut und überall verfolgt werden, da sie sich eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und ihre weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn gemästet hatten. Darauf zitierte Jesus die Untaten der Templer, die jeden Priester und Propheten gesteinigt hatten, der sich ernstlich vorgenommen hatte, die abscheulichen Menschensatzungen auszuscheiden und die rein göttlichen einzuführen. Er beschrieb insbesondere die skandalösen Ereignisse um [[Zacharias]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.4-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter bot sich an, mit dem Gesindel aufzuräumen, aber Jesus hinderte ihn daran, denn Er Selbst hatte mehr als genug Macht, sie augenblicklich zu vernichten. Dadurch würden aber weder das Volk und ebenso wenig Er Selbst etwas gewonnen haben; es genüge nun, ihre starke Nacht etwas dämmerlich gemacht zu haben. Ein plötzlich eintretender Tag, wenn der Richter sie nun ihrer vieler groben Sünden wegen ahndete, würde sie und mit ihnen das ganze Judenvolk erst recht blind machen. Die Priester und Gelehrten würden sich in ihren gelegten Netzen selbst verstricken und darin zugrunde gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erkannte Jesus als den Messias an. Seiner Aussage nach hatte ihm am meisten die Augen geöffnet, weil Jesus genau vom skandalösen inneren Tempelgetriebe seit alters her wusste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.3}}; {{L|DTT|27.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram bat Jesus um Aufklärung über {{B|Jes|52|14}}, wo die menschliche Hässlichkeit des Messias erwähnt wird und dass sich viele über Ihn ärgern werden, weil seine Gestalt hässlicher sei denn die anderer Leute und sein Ansehen denn das anderer Menschenkinder und {{B|Jes|53|3}}, wo es heißt: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nicht geachtet!&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Wie sollte das mit Jesus vollkommen gesunder Gestalt, die noch dazu von großer Anmut war, und der Achtung vor Ihm übereinstimmen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus:&lt;br /&gt;
* An Ihm würde beinahe buchstäblich alles vollzogen werden, was da gesagt ist.&lt;br /&gt;
* Die Aussagen des Propheten beziehen sich nicht auf Seine Leibesgestalt, sondern drücken bildlich entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der (weltlichen) Menschen aus, der gegenüber sich Jesu Gemütsart und Denkweise ausnehmen wird wie eine hässliche Gestalt, die verkümmert ist durch allerlei [[Krankheit]] und viele [[Schmerzen]].&lt;br /&gt;
* Jesus würde daher bei den [[Angesehene]]n und [[Reiche]]n dieser Welt sehr verachtet sein, man würde vor Ihm fliehen wie vor einem Aas, und so es von oben zugelassen wird, würde man Ihn verfolgen wie einen ärgsten [[Verbrecher]], was sich schon angedeutet hatte, denn ohne den römischen Schutz wäre Er nicht lebend aus den Händen der Priester und Gelehrten gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram fragte Jesus auch, wie der dem Untergang geweihte Tempel doch noch zu retten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus prophezeite, dass sich der größte Teil nicht ändern werde, bis das große Gericht über denselben ergangen sein wird, von dem der Prophet Daniel geweissagt hatte, als er an der heiligen Stätte stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sei die Umkehr möglich, so die Templer ihre große Irre erkennen, [[Buße]] tun und sich gänzlich bekehren würden. Sie sollten ihre vielen Frevel und großen Sünden durch Werke der wahren [[Nächstenliebe]] sühnen, keine Geheimnisse vor dem Volk haben und wahrhaft, gerecht und getreu in allen ihren Reden und Handlungen bleiben und niemals halsstarrig gegen vom Geist Gottes erweckte Menschen sein. Sie sollten ihre [[Gold]]- und [[Silber]]berge, ihre vielen [[Edelstein]]e und [[Perle]]n aufgeben und sie den [[Arme]]n und dem Kaiser übergeben, denn nur letzterer hat das Recht, die Schätze der Erde zu sammeln und sie zur Zeit der Not zu gebrauchen. Sie sollten nur von dem leben, was Moses ihnen bestimmt hat. So würde das Gericht ausbleiben und der Tempel bis ans Ende der Welt bestehen. Aber dafür hingen sie zu mächtig an ihrem weltlichen Ansehen und ihren [[Reichtum|irdischen Schätzen]]. Sie könnten es wohl tun, allein ihnen fehlte, wie seit jeher, der rechte [[Wille]] dazu, womit nun auch Jesus wie alle die vor Ihm dagewesenen Propheten und Seher zu tauben Ohren und Herzen geredet hatte. Nicht Gott, sondern sie selbst würden sich in das Gericht stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar könnten die Priester ihre Herzen noch reinigen, das Tempelgemäuer und auch das ganze Land war jedoch nicht mehr zu retten oder zu reinigen, da sie über alle Maßen durch die verübten Gräuel verunreinigt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe wollte von Jesus nun wissen, wie der folgende Text angesichts Seiner Drohung für Jerusalem und den Tempel zu verstehen sei: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht blöde, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken, denn der dich gemacht, ist dein Mann, Herr Zebaoth ist Sein Name, und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. Denn der Herr hat dich lassen im Geschrei sein, dass du seist wie ein verlassenes Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will Ich dich sammeln. Ich habe Mein Angesicht im Augenblick des Zornes ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will Ich Mich deiner erbarmen, spricht der Herr dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da Ich schwur, dass die Wasser Noahs nicht mehr sollten über den Erdboden gehen. Also habe Ich denn auch geschworen, dass Ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|54|4-8}} Wenn Jesus auch diesen Text auf Sich beziehen könne, dann würden sie Ihm glauben, dass Er der Messias sei, den Tempel niederreißen und auf dem reinen Berg [[Libanon]] einen neuen erbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: Dies betrifft Sein weiteres Wirken, das den Priestern und Gelehrten nur schwer bis gar nicht begreiflich gemacht werden kann. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; bezeichnet nicht etwa Jerusalem und sein Tempel, denn darauf passen &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und &amp;quot;Witwe&amp;quot; schon ewig nicht mehr. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; wird von Jesus, ihrem &amp;quot;Mann&amp;quot;, erst gemacht werden und bezeichnet [[Evangelium|Seine neue Lehre an die Menschen aus den Himmeln]]. Sie wird darum &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; genannt, weil sie zuvor noch nicht eine selbstsüchtige und hurerisch freche Priesterschaft missbraucht hatte zu ihren schnöden weltlichen Zwecken. Diese Lehre wird dann auf eine kurze Zeit &amp;quot;Witwe&amp;quot; genannt, weil ihr Jesus durch den Zorn und die Rache der Priester genommen wird, aber nur durch [[Zulassung]] dessen, der in Jesus ist und nirgends außer Ihm. Viel später werden dann Zeiten, wie sie [[Daniel]] beschrieben hat, kommen, in denen auch mit dieser reinsten Lehre großer Missbrauch getrieben wird, aber mit der Jungfrau selbst nicht mehr, sondern mit den Kindern und Kindestöchtern der reinen Jungfrau und kurzsichtigen Witwe. Diese werden keine Teilhaber der Verheißungen Jesu werden, wohl aber die gewisse &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und ihre vielen reinen Kinder. Mit den Templern und ihrem Tempel wird Jesus in Zukunft ewig in keiner Gemeinschaft mehr stehen. Er kam wohl zu ihnen, um sie zu retten; sie aber haben Ihn nicht erkannt und aufgenommen. Sie würden fernerhin wohl zu Ihm kommen, wenn sie der böse Schuh zu drücken anfangen wird, doch dann wird Er sie nicht mehr erkennen und nicht aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.14-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe beanstandete daraufhin die Schroffheit von Jesus, mit der Er Sich bei den Menschen auf der Welt sehr wenig Freunde machen würde. Wäre es Ihm denn nicht lieber, von allen Menschen geliebt zu werden?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Da es ganz verschiedenartige Menschen auf der Erde gibt, von denen [[Guter Mensch|einige gut]] und [[Böser Mensch|viele andere schlecht, meineidig und böse]] sind, da wäre es wahrlich eine sehr schwere Aufgabe für einen [[Gerechte|Gerechten]] und Wahrhaftigen, sich also zu stellen, um von allen gleich geliebt zu werden! Man müsste mit dem Bösen böse und mit dem Guten gut sein, und siehe, das ist ebenso wenig möglich, als eine Art [[Licht]] zu sein, das zugleich die größte Helle und auf demselben Flecke aber auch die allerdickste [[Finsternis]] verbreitet! Ich sagte es dir: Die wahren Freunde aus Gott, die werden Mich schon lieben, und das über alle die Maßen; aber Menschen, die die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott mehr, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn dergleichen Menschen und weltsüchtige Gottesleugner sollen Mich dann kennenlernen, dass Ich durchaus keinen Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken! Denn Ich allein habe die ewig allervollkommenste Macht dazu.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde Jesus das dumme Gerede von Barnabe zuwider und Er tadelte ihn deswegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Sich Jesus noch mit [[Nikodemus]] besprochen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hielt der römische Richter eine abschließende Rede. Er wies darauf hin, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war, sondern ein tief weiser und gerechter [[Richter]], ohne auch nur scheinbar Arges in seinem Wesen, ein Herr über alle Gesetze. Daher stellte er Ihn frei und hoch erhaben über alle römischen Gesetze und ebenso auch über die nichtigen Tempelgesetze. Da der Tempel und auch Jerusalem viel zu unwürdig und schlecht waren, eine so heilige Persönlichkeit aufzunehmen, bot der Richter Jesus eine freundliche Aufnahme in seinem offenbar reineren Palast an. Jesus würde den Juden das Heil nehmen und es den Heiden geben. Da die finsteren Templer zu keiner besseren Anschauung zu bringen waren, hob der Richter die Sitzung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|31.1-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Joseph und Maria suchen Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im großen Gedränge hatten [[Joseph]] und [[Maria]] Jesus im Tempel verloren und meinten, Er würde mit [[Salome]] oder sonstigen Verwandten und Bekannten heimgezogen sein. So gingen die beiden der Nazaräer-Karawane nach und trafen sie erst am Abend in der Herberge zwischen [[Nazareth]] und Jerusalem. Dort war Jesus nicht zu finden, was sie sehr betrübte. Sie nahmen einige Begleiter und zogen in der Nacht nach Jerusalem zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.4-6}}; {{L|DTT|31.8-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da angelangt, ging Joseph zum Landpfleger [[Cornelius]], der ihm eine römische Wache gab, mit der Joseph alle Häuser durchsuchen durfte. So durchsuchte Joseph beinahe ganz Jerusalem und fand nach drei Tage langer Suche Jesus dennoch nicht. Da wurden Joseph und Maria überaus traurig und gaben Cornelius die Wache wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als sie Jesus als verloren aufgegeben hatten, zogen Joseph und Maria zum Tempel, um Gott zu opfern. Dort fanden sie Jesus unter den Gelehrten sitzend, wie Er diese befragte, belehrte und ihnen auf ihre Fragen Antworten gab, die sie sehr erstaunten. Er erklärte ihnen die geheimsten Stellen aus den [[Prophet]]en, belehrte sie über die [[Stern]]e, über ihre Bahnen, über ihr Grundlicht, über ihr zweites, drittes, viertes, fünftes und sechstes und siebentes Licht. Also beschrieb Er ihnen auch das Wesen der [[Planet|Erden]] und zeigte ihnen den physischen, psychischen und geistigen Zusammenhang der Dinge und bewies allen die Unsterblichkeit der [[Menschenseele|Seele]] auf eine von ihnen noch nie gehörte Art, worauf die Gelehrten gestanden, der zwölfjährige Knabe sei weiser in einem Finger als sie alle zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.13-19}}; {{L|DTT|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph und Maria traten zu Jesus und fragten Ihn, warum Er sie drei Tage lang mit großen Schmerzen vergeblich suchen hatte lassen. Jesus aber antwortete: &#039;&#039;&amp;quot;Warum tatet ihr das? (Draußen nämlich mit Hilfe der Soldaten.) Wusstet ihr denn nicht ehedem von dem Hause Meines Vaters, und dass Ich darin tun musste, was da Meines Vaters ist?!&amp;quot;&#039;&#039; Die beiden aber verstanden diese Worte nicht, schrieben sie sich aber tief ins Herz. Die Gelehrten priesen Maria überglücklich, dass sie ein solches Kind hatte. Der römische Richter beschrieb ihnen, was Jesus für ein Wesen sei, was Er geredet und getan hatte, und wie sich alle über die hohe Weisheit und Macht Seiner Reden und die unbegreifliche Macht Seines Willens verwunderten. Er hatte Jesus sehr lieb gewonnen und bot sich den Eltern an, ihnen jeden denkbaren Vorteil angedeihen zu lassen, worauf Joseph als Zimmermann und Architekt große Bauten in Jerusalem auszuführen bekam. Auch Simon von Bethanien versicherte Joseph seine vollste Freundschaft. Die Templer machten vor dem Römer eine tiefe Verbeugung und zogen dann bis auf den Nikodemus ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.20-23}}; {{L|JJ|298.25}}; {{L|DTT|32.3-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikodemus begleitete Jesus und Seine Familie zum Palast des Römers, bei Cornelius, wo sie die Nacht verbrachten. Der römische Richter erklärte: &amp;quot;Nun erst ist meinem ganzen Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein ganzes Haus heimgesucht und gesegnet!&amp;quot; Maria berichtete über Jesu Empfängnis und Geburt und eine Menge aus Seiner Kindheit, worüber der Römer in Enthusiasmus und Verwunderung ausbrach und oft ausrief: &amp;quot;Und das wissen diese Tempelhelden – und glauben doch nichts!?&amp;quot; Am nächsten Tag verschaffte der Römer Jesus und Seiner Familie eine bequeme Fahrgelegenheit nach Nazareth und versah Joseph mit einem reichlichen Reisegeld. Simon von Bethanien begleitete die Familie nach Galiläa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.24}}; {{L|DTT|32.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Aus den Lorberwerken geht nicht klar hervor, wo Jesus mit Seiner Familie übernachtete. Nach der Jugend Jesu bei Cornelius. Nach den Drei Tagen im Tempel bei dem römischen Richter, dessen Name nicht genannt wird. Offenbar residierten beide im selben Palast. Auch wird vom römischen Richter in {{L|DTT|23.7}} gesagt, Cornelius befände sich in Tyrus. In der 10. Auflage von Drei Tage im Tempel (Lorber Verlag) findet sich dazu im Anhang eine Anmerkung von Jakob Lorber, die er offensichtlich vom Herrn erhalten durfte: &amp;quot;Was den damaligen Landpfleger Kornelius betrifft, so war er de facto (tatsächlich) geheim dennoch in Jerusalem, wennschon angeblich Geschäfte halber in Tyrus. Denn die hohen Römer waren kluge Leute und versuchten oft die untergeordneten Beamten dadurch, dass sie angeblich verreisten und unterdessen ihr Amt einem andern zum Verwalten einräumten. Und das war dann auch bei der Gelegenheit der Knabenprüfung in Jerusalem der Fall. Der römische Prüfungskommissar wusste nichts von der stillen Anwesenheit des Kornelius; aber Joseph wusste durch eine innere Eingebung wohl darum und hatte sich daher im stillen zu ihm gefügt und bekam von ihm auch, um was er ansuchte. Und so geschah es dann auch, dass Kornelius in guter Verkleidung selbst die Verhandlungen im Tempel mit anhörte, während ihn der Kommissar in Tyrus wähnte und daher offen seiner nur als eines Abwesenden erwähnen konnte.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an zog Sich Jesus ganz zurück und verübte vor den Menschen bis in Sein dreißigstes Jahr kein Wunder mehr. Er lebte und arbeitete da wie jeder andere Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.26}}; {{L|DTT|32.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jesus]]&lt;br /&gt;
* [[Kindheit Jesu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38856</id>
		<title>Jesus im Tempel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38856"/>
		<updated>2021-12-07T09:06:22Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Christ Pharisees.jpg|300px|thumb|Der zwölfjährige Jesus und die Tempelgelehrten.]] Als [[Jesus]] zwölf Jahre alt war, kam Er zum ersten Mal nach [[Jerusalem]] zum Fest in den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]], wo Er durch [[Weisheit Gottes|Seine Weisheit]] ein [[Wunder]] unter den [[Gelehrte]]n wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Juden#Zur Zeit Jesu|Brauch im ganzen Reich der Juden]], dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach Jerusalem bringen mussten, wo sie im Tempel von den [[Älteste]]n, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]] zu eigen gemacht hatten. Wenn sich die geprüften Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst [[Diener]] des Tempels zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prüfung an sich war eine Farce und die Prüfer wussten aus der Schrift und den Propheten kaum mehr außer den stets selben Fragen und Antworten, welche die Eltern den Prüflingen schon vorsorglich beigebracht hatten. Geistreiche Knaben, die Gegenfragen stellten und Aufklärung verlangten, wurden mit Unwillen behandelt und mit mystischem und verworrenem Geschwafel abgefertigt. Einer jedoch ließ Sich nicht abwimmeln, und das war Jesus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.5}}; {{L|DTT|1.11-14}}; {{L|DTT|2.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 1. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer sind die Jungfrau und ihr Sohn aus Jesaja 7.14-16? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Jesus gestellte Frage kam aus {{B|Jesaja|7|14-16}}: &#039;&#039;&amp;quot;So wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie Emanuel heißen. Butter und Honig wird er essen, dass er wisse Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Aber ehe der Knabe lernt Böses verwerfen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zwei Königen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.7}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer sind die [[Jungfrau]] und wer ihr Sohn [[Emanuel]]? Wann wird geschehen, dass solch ein Sohn in die Welt geboren werde? Die Zeit müsste schon da sein, indem das Land [[Jakob]]s schon seit mehreren Jahren seiner beiden Könige entsetzt sei und nun die [[Heide]]n zum Herrn habe. Ob nicht etwa Jesus, der Sohn der [[Maria]], eben jener Emanuel sei, der von den [[Drei Könige|Drei Königen]] begrüßt worden war und von dem [[Hanna|Anna]] und [[Simeon (Prophet)|Simeon]] zeugten?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem zuerst ein Ältester, ein herrschsüchtiger alter Knauser, mit einem verworrenen Zeug antwortete und Jesus als schlecht erzogen hinstellen wollte, antwortete ein jüngerer, ein wenig menschlicher aussehender Schriftgelehrter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es handle sich um eine total verrauchte Geschichte, eine dunkle Weissagung des [[Jesajas]], der für seine Zeit stets in dunklen Bildern weissagte und mit der nun nichts sei.&lt;br /&gt;
# Der von den Drei Königen in [[Bethlehem]] begrüßte König der Juden sei wahrscheinlich beim [[Herodes#Geschichte|Herodischen Kindesmord]] geschlachtet worden. Joseph und Maria wären wohl aus [[Judäa]] geflüchtet und lebten vielleicht gar nicht mehr. Die Sache habe wohl viel Aufsehen gemacht, sei aber merkwürdigerweise wenige Jahre darauf gänzlich in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
# Anna und Simeon seien bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.&lt;br /&gt;
# Da beinahe der ganze Erdkreis bebte, als Gott dem [[Moses]] die Gesetze gab, und [[David]] den [[Messias]] als &amp;quot;König der Ehren&amp;quot;, &amp;quot;stark und mächtig im Streit&amp;quot; besang, würde bei Seinem Kommen sicher die ganze Welt um so mehr erbeben. Außerdem würden Ihn schon Jahre davor mächtige [[Prophet]]en ankündigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 1:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Alles Wirken in der großen Gotteswelt ist am Tage vom hellsten [[Sonnenlicht]] erleuchtet, und selbst die [[Nacht]] ist nie so finster, dass man gar nichts sehen sollte; warum muss denn gerade jene wichtige [[Lehre]], die dem Menschen den Weg zum wahren Heile klarst und hellst zeigen soll, so verworren und keiner [[Menschenseele|Seele]] verständlich gegeben sein?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.1-2}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles anwesende Volk gab Jesus recht und der sehr reiche Vater von [[Lazarus]], Martha und Maria erlegte für Jesus ein Opfer von 30 Pfund [[Silber]] und etwas [[Gold]], damit Er mit den Ältesten und Schriftgelehrten länger verhandeln durfte, was diese nur zu gerne annahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 4:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Eure noch so sicher scheinend gestellten Worte können das [[Meer]] nicht ruhen machen und den rauschenden [[Wind]]en nicht Stillschweigen gebieten! Nur ein [[Blinder]] merkt von den Zeichen dieser Zeit nichts, und als [[Tauber|Stocktauber]] kann er auch nicht vernehmen den mächtigst dröhnenden Geschichtsdonner dieser allerdenkwürdigsten Zeit der ganzen [[Erde]]. Während schon [[Karmel]] und [[Sion]] vor dem angekommenen König der Ehren ihr Haupt geneigt haben und [[Horeb]] aus seinen hohen Zinken [[Milch]] und [[Honig]] fließen lässt, wisset ihr, die ihr am ehesten davon wissen und das harrende Volk davon benachrichtigen sollet, nicht eine Silbe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin forderte Jesus die Schriftgelehrten auf, Ihm zu zeigen, wer die schwangere Jungfrau sei, von der der Sohn des Allerhöchsten geboren werden soll. Warum wird sie Ihm den Namen &amp;quot;Emanuel&amp;quot; (Gott mit uns) geben? Warum wird Er Milch und Honig essen, um das [[Böse]] zu verwerfen und das [[Gute]] zu erwählen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 2:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin denn doch der Meinung, dass an jener [[Kindheit Jesu#Geburt Jesu|bethlehemitischen Geburtsgeschichte]] etwas mehr ist, als ihr meinet, und dass jenes Elternpaar, der bekannte Zimmermann Joseph aus Nazareth und dessen später zum Weibe angetraute Jungfrau, samt dem zu Bethlehem geborenen Sohne noch ganz gut leben; denn sie sind durch eine recht weise Vermittlung des damaligen römischen Hauptmannes [[Kornelius]] der späteren Grausamkeit des alten [[Herodes]] entronnen und leben nun ganz wohlbehalten zu [[Nazareth]] in [[Galiläa]].&amp;quot;&#039;&#039; Daraufhin klärte Er die Schriftgelehrten über weitere Details der Flucht und Rückkehr der Familie des Joseph und der Maria auf, und wies auch darauf hin, dass man über ihren Knaben Jesus eine Menge Wunderdinge erzählte, Ihm die [[Element]]e gehorchten und die wilden [[Tier]]e vor Seinem Blick flohen. Dann forderte Er sie auf, Ihm zu sagen, ob sie von all dem im Ernst nichts wüssten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein etwas besserer Ältester gestand, dass sie wohl davon wüssten, aber ob der Wunderknabe derselbe sei, der in [[Bethlehem]] geboren war, daran zweifelten sie sehr. Wie sollte jener Knabe der Emanuel des Propheten sein?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;So Er es aber nicht ist, woher rührt dann die Macht, die Er über alle Elemente ausübt? Und wer ist des Propheten &#039;Jungfrau&#039; und wer der &#039;Emanuel&#039;?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat ein weisest seiender Schriftgelehrter auf, um Jesaja nach der [[Entsprechungslehre]] der [[Kabbala]] (jüdische Mystik) auszulegen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Jungfrau sei keine aus Fleisch und Blut, sondern die [[Lehre]] nur, die Gott durch Moses den [[Erdmensch|Kindern dieser Welt]] gab. Im engsten Sinn seien die [[Priester]] diese Lehre und ihr Gesetz, also das lebendige [[Wort Gottes]]. &lt;br /&gt;
# Die Schwangerschaft sei die bester Hoffnung der Priester, dass diese Lehre nun in die ganze Welt von ihnen hinausgeboren und die [[Heiden]] erquicken wird. &lt;br /&gt;
# Der Sohn werden die Heiden sein, welche die Priesterlehre angenommen haben, und diese werden dann sagen und benannt werden: &#039;Emanuel&#039;, &#039;Gott ist auch mit uns&#039;.&lt;br /&gt;
# Der Honig sei die reine Liebe und das wahre Gute aus ihr, die Milch die Weisheit aus Gott. Habe man sich die Liebe und Weisheit aus Gott lebendig zu eigen gemacht, dann verabscheue man auch frei aus sich alles Böse und will und erwählt das Gute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.24-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ließ Sich dadurch nicht von der Jungfrau Maria abbringen und führte {{B|Jes|9|5-6}} an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist das Kind aus Jesaja 9.5-6? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja 9.5-6: &#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seinen Schultern ist, und Er heißt: Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, dass Er es zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! – Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte die Frage, &#039;&#039;&#039;was das für ein Kind und Sohn sei. War es nicht doch der in Bethlehem geborene Knabe?&#039;&#039;&#039; Denn es hieß auch: &#039;&#039;Zu Bethlehem in einem Stalle wird den Juden ein König geboren werden; der wird ein neues Reich gründen, dessen ewig kein Ende sein wird!&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte zu einigem Aufheben, woher Jesus die den Laien unzugänglichen Schriften so gut kenne. Ein Oberster der [[Synagoge]] von Bethlehem bot sich an, den wahren Sachverhalt um die Geburt eines Knabens in einem Stall in Bethlehem vor zwölf Jahren zu geben, da er damals schon Oberster der Synagoge von Bethlehem war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus aber wies ihn darauf hin, dass Ihm der Sachverhalt bestens bekannt sei und Er nur erfahren wolle, ob und in welchem Zusammenhang die Ältesten und Schriftgelehrten diese Ereignisse mit den Aussagen aller Propheten finden, besonders jenen des Jesajas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberste aus Bethlehem vermochte darauf aus folgenden Gründen keine sichere Antwort zu geben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Obwohl der Zusammenhang der Aussagen des Jesaja mit jener vor zwölf Jahren zu Bethlehem erfolgten Geburt leicht ersichtlich sei, mag es seit den Zeiten Jesajas schon viel Ähnliches gegeben haben. [[Judäa]] war schon mehrmals königlos und so manche Jungfrau gebar bei Bethlehem in irgendeinem Stall ein Knäblein, manchmal sogar zufälligerweise unter großer Zeremonie, die aber nur als Naturereignis für sich allein dastand.&lt;br /&gt;
# Von einem leibhaftigen Emanuel, einem Held, der es mit der ungeheuren Macht der Römer aufnehmen könnte, gäbe es keine Spur.&lt;br /&gt;
# Eine Menge gewinnsüchtiger [[Magier]] und [[Sterndeuter]] aus Indien und Persien, die mit den Sagen der Propheten vertraut sind, hätten schon die Gelegenheiten benutzt, um schwachen, abergläubischen und blinden Juden vorzumachen, ihr erhoffter Messias sei unfehlbar geboren worden. Aber es handelte sich nur um eine eitle Sage von möglichst größter Verworrenheit, die bald vergessen war. Die Geburt vor zwölf Jahren wäre ihnen ein Hauptwasser auf ihre trockenen Felder gewesen, aber auch dieser Geschichte gedenke nun niemand mehr. Dass Jesus aus Galiläa diese Geschichte wieder vorbrachte, sei nicht verwunderlich, denn Galiläa sei ein [[Schwärmer]]land, aus dem kein wahrer Prophet kommen könne.&lt;br /&gt;
# Die Aussagen der Propheten wären mystische Bilder, an denen die Menschen noch Hunderte von Jahren nagen würden; schwerlich würde ein Volk zu einer Lösung auf dieser Erde gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.3-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stimmte zu, dass der Oberste &#039;&#039;nach diesweltlichem Maß&#039;&#039; recht haben mag, es aber nur um ein &#039;&#039;geistiges Maß&#039;&#039; gehe. Daher hatte er Ihm mit seiner ganzen, erfahrungsreich sein sollenden Rede dennoch soviel wie gar nichts gesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn wenn der Messias kommen wird, wird er kein materielles, sondern ein geistiges Reich auf Erden gründen, und diesem Reich wird kein Ende sein in Ewigkeit, wie es Jesaja geweissagt hat. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den Tod nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und Jesajas geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich mit dem Messias nicht anders verhalten kann, ist auch jene wunderbare Geburt in Bethlehem nicht ganz so bedeutungslos:&lt;br /&gt;
# Gott hat jenes Kind wunderbar vor der mörderischen Hand des [[Herodes]] beschützt, und es lebt heutzutage höchst zurückgezogen.&lt;br /&gt;
# Wo es sein muss, steht es in einer allen [[Element]]en gebietenden Kraft da, wie solche nur einem Gott möglich sein kann, selbst [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e scheinen seinem Willen zu gehorchen. &lt;br /&gt;
# Niemand kann sich vor ihm verbergen; verbirgt es sich aber vor den anderen Menschen, so ist es aber dann niemandem möglich, es eher zu finden, als es sich ganz freiwillig finden lässt.&lt;br /&gt;
# Es hat nie [[Lesen]] und [[Schreiben]] gelernt, und dennoch gibt es keine [[Schrift]] in der Welt, die es nicht lesen könnte. Es schreibt in allen [[Sprache]]n, ist bewandert in allen [[Kunst|Künsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es seitens der Priester, Weisen, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes angebracht, sich näher danach zu erkunden und darüber in den Propheten nachzusehen, ob die Weissagung des Jesaja nicht mit den bewussten Eltern und dem Kind übereinstimmt. Immerhin bekleiden sie die Stellen im Volk, von denen dieses die offene Kundgabe der Ankunft des verheißenen Messias zu erwarten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.19-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hochpriester lehnte dieses Ansuchen jedoch mit folgenden Begründungen ab:&lt;br /&gt;
# Derlei Messiasgeschichten gab es schon oft unter dem Judenvolk. Selbst [[Zacharias]] sei mit der Messiashoffnung gescheitert. Was also wäre dann erst von der Messiasgeschichte des Joseph zu erwarten; es wären ja doch nur [[Essäer|essäische]] oder indomagische Betrügereien. &lt;br /&gt;
# Vor der Ankunft des Messias würden vor aller Welt Augen große Zeichen am Firmament geschehen. Dann würde der Erwartete mit aller Macht der Himmel kommen, um sein Volk von der Macht der Heiden zu erlösen und darauf ein Herr und König über alle Länder der Erde sein. Die Kinder [[Abraham]]s würden sein Volk sein und bleiben in Ewigkeit. Dies wüssten die Priester aus den Büchern der alten Weissagungen. &lt;br /&gt;
# Maria sei schon schwanger gewesen, als sie dem Joseph im Tempel angetraut ward. (Anm.: Offiziell geschah dies tatsächlich erst nachdem Maria schwanger war, davor war Maria dem Joseph nur zur Pflege gegeben.) Sicher käme der Messias nicht so unscheinbar und sogar als ein uneheliches Kind in die Welt, als ein schwacher und sterblicher Mensch. Als uneheliches Kind wäre der Knabe unmöglich der Messias, selbst wenn er durch seine erlernten Zauberkünste Berge versetzen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|6.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus antwortete auf diese Einwände: &#039;&#039;&amp;quot;Entweder hat er recht, und der Prophet ist ein Lügner und hat somit kein Recht, oder das Unrecht fällt auf den Hohepriester zurück, und der Prophet hat dennoch recht! Beide aber können unmöglich recht haben, da der Hochpriester gerade das Gegenteil von dem behauptet, was da der Prophet von der Ankunft des Messias geweissagt hat!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Prophet sagt, eine &#039;&#039;Jungfrau&#039;&#039; - also kein &#039;&#039;Weib&#039;&#039; -  ist schwanger und wird einen Sohn gebären.&lt;br /&gt;
# Jesajas beschreibt die Ankunft des Messias als auf eine höchst anspruchslose Weise; würde der Messias unter großartigsten Zeichen als ein allmächtiger Kriegsheld erschienen, in welch große Furcht würden die armen, schwachen Menschen geraten, wovon mehr als die Hälfte verschmachten müsste; auch dem Tempel käme eine solche Aufführung sehr ungelegen.&lt;br /&gt;
# Die Geschichte mit dem Sohn des Zacharias ist noch lange nicht zu Ende; es würde die Zeit kommen, wo [[Johannes der Täufer]] wie ein mächtiger [[Blitz]] unter die Priesterschaft fahren und unter ihnen ein großes [[Gericht]] halten wird. Und ein noch ärgeres Gericht würde der Knabe aus Nazareth über sie bringen. Er würde ihnen Seine volle göttliche Herrlichkeit zeigen, aber nicht zu ihrer [[Auferstehung]], sondern zu ihrem Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies machte den Hochpriester zornig, und er wollte wissen, wer dieser freche Knabe sei. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin, der Ich bin, und woher Ich kam, das habt ihr aufgezeichnet. Was fragt ihr denn weiter, wer und woher Ich sei?! Zudem habe Ich es euch ja ohnehin schon gesagt, dass Ich aus Galiläa und eben auch aus Nazareth gekommen bin und daher den in Rede stehenden Knaben überaus gut kenne und durchaus nicht so dumm bin, um nicht die Taten eines Magiers – wenn auch sogar aus Indien – von jenen des Wunderknaben zu unterscheiden.&amp;quot;&#039;&#039; Darauf erwähnte Er kurz einige Seiner Wundertaten und beschrieb Seine Wundermacht, welche er allzeit und ohne einen Lohn zu verlangen zum Wohl der bedrängten Menschheit getan hatte, jedoch ohne ihnen kundzutun, dass Er Selbst jener Knabe aus Nazareth sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.8-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist Jesus aus Nazareth? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte folgende Fragen: &#039;&#039;&#039;Ist Jesus von Nazareth nur ein eingelernter [[Zauberer]], oder tut Er Seine Wundern nur aus der Ihm in aller Fülle innewohnenden Gotteskraft? Oder wie sonst sollte Er seine Wunder tun?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete der Hochpriester, wenn dieser Knabe ohne Wissen und Einwilligung des Tempels eigenmächtig tatsächlich die beschriebenen Wunder tue, dann wäre er von [[Beelzebub]], dem Obersten aller [[Teufel]] besessen und es wäre daher gemäß der Schrift die Pflicht des Tempels, solche Kinder und Menschen um jeden Preis von der Erde zu vertilgen. Denn mit Gotteskraft gehe das niemals außerhalb des Tempels. Es bedürfe sittliche [[Reinheit]], um der göttlichen Kraft teilhaftig zu werden, und das könne man nirgendwo als allein im [[Allerheiligsten]] des Tempels nach der Lehre [[Moses]] und aller Propheten. Daraufhin drohte er, den Knaben aus Nazareth töten zu lassen, sollten Nachforschungen die gemachten Angaben bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier griff ein römischer Richter ein und wies den Hochpriester zurecht, dass die selbst gemachten Sitten der Priester nicht mehr galten, denn das Schwert der Gerechtigkeit sei nun in Römerhand. Zudem würde er den von Jesus angezeigten [[Mord]] an Zacharias nachprüfen lassen, wobei sich dann zeigen werde, ob nicht eher die Priesterschaft das Schwert der römischen Gerechtigkeit zu verkosten bekommen werde, als jener Wunderknabe aus Nazareth. Auch Herodes würde sich hüten, dem Willen der Priester zu entsprechen. Er stellte Jesus unter seinen Schutz und ermutigte Ihn, weiter zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus lobte und segnete den Richter und sein ganzes Haus und versprach ihm [[ewiges Leben]] im Namen jenes Wunderknaben aus Nazareth. Nun empörte sich der Hochpriester darüber, welchen Unsinn Jesus rede, ob jener Knabe ein Gott sei, denn nur Gott könne segnen, und Sein Hochpriester nach der Verfügung Gottes dreimal im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antworte Jesus folgendermaßen:&lt;br /&gt;
# Wenn es ein Unsinn sei, was Er von dem Wunderknaben ausgesagt habe, dass Er Seine wahren Freunde segne, warum lehren dann die Priester, dass die Eltern ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern allzeit segnen sollen? [[Noah]] war kein Gott und segnete seine beiden Söhne, ebenso segnete [[Isaak]] den [[Jakob]]. Demnach lehrten also die Priester selbst auch einen Unsinn?&lt;br /&gt;
# Der Wunderknabe aus Nazareth hat mehr Recht, als Gott zu gelten, denn die Priesterschaft, die sich in ihrem Dünkel für Götter hielt, denn Er ist mit vielen wahrhaft göttlichen Eigenschaften begabt und stammt sogar noch von [[David]] in erster Linie ab. Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist im Geiste aus Gott, der ganze Mensch ist dann aus Gott. Ist der Mensch dadurch in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Gotteswort geworden, voll erfüllt mit dem Geist Gottes, dann muss er auch als Gott angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beschuldigte der Hochpriester Jesus, einen strafbaren, gotteslästerlichen Unsinn zu reden, worauf er Ihn auslachte und verspottete. Daraufhin ließ Jesus den Volkskatechismus bringen und den Richter daraus vorlesen: &amp;quot;Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott. Wo aber das, wer kann da sagen, dass nicht der ganze Mensch aus Gott wäre?! Ist aber ein Mensch dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Worte Gottes geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!&amp;quot; Somit fanden sich darin auf ein Haar dieselben Worte, die Jesus erklärt hatte und der in größte Verlegenheit gebrachte Hochpriester konnte Ihn nicht mehr beschuldigen, Unsinn zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.9-18}}; {{L|DTT|10.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kritisierte die Priesterschaft folgendermaßen:&lt;br /&gt;
* Obwohl der Hochpriester nicht einmal wusste, was im Volkskatechismus vor aller Augen geschrieben steht, und dies sogar einen Unsinn nannte, gilt er doch als Hochpriester, Schriftgelehrter und Ältester zugleich.&lt;br /&gt;
* Wie kann jemand ein Hochpriester werden und sein, sich vom Geist Gottes erfüllt vorkommen, auf dem Stuhl Moses und [[Aaron]]s sitzen, wenn er das Wort Gottes nicht einmal äußerlich kennt, noch nicht einmal den sehr kurz gefassten Volkskatechismus, und daher &#039;&#039;das&#039;&#039; Unsinn nennt, was ein jeder Judenknabe aus dem Volkskatechismus wissen muss?&lt;br /&gt;
* Hochgeborene Menschen werden nicht mehr nach ihrem geistigen Vermögen, sondern nur nach ihren weltlichen Reichtümern zu den höchsten Ämtern befördert, wo sie dann gewöhnlich geistig noch ärmer, aber dafür materiell desto reicher werden. Ist das vor Gott gerecht?&lt;br /&gt;
* Wie soll man über die Ankunft des verheißenen Messias eine Auskunft erhalten, wenn jene, die zuerst und zunächst etwas wissen sollten, in der Schrift so unbewandert sind wie Menschen, die überhaupt nichts von der Schrift wissen, aber trotzdem hoch und breit auf dem Stuhl Moses und der Propheten sitzen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte Jesus zu und schloss die Sitzung für den ersten Tag. Jesus und Simon nahm er als seine Gäste in die Tempelherberge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tempelherren ärgerten und ängstigten sich, fanden keinen Schlaf und berieten in der Nacht, wie sie sich am nächsten Tag gegenüber Jesus und den Römern verhalten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 2. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus wird als der Wunderknabe aus Nazareth offenbar ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Kollegium in den Sprechsaal einzog, wurde es von den Anwesenden der Sitte geziemend begrüßt, was die Pharisäer sehr liebten. Jesus grüßte jedoch nicht, weswegen sich einige gleich aufhielten. Als Er darauf angesprochen wurde, antwortete Er, dass Er als ein zwölfjähriger Knabe mit dem Gegrüße unter ihresgleichen nichts zu tun habe, Er von ihnen auch nicht gegrüßt worden sei und das übertriebene Gegrüße in Galiläa nicht Sitte sei. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ihr lasset euch allezeit über alle Gebühr ehren und grüßen, dieweil euch die Welt zu Herren gemacht hat. Ich aber bin in Meiner Art auch ein ganz besonderer Herr, warum habt denn ihr Mich nicht auch zuvorkommend gegrüßt?!&amp;quot;&#039;&#039; Den näheren Grund könne ihnen der Römer kundgeben. Außerdem sei Nachsabbat, an dem, so wie am [[Sabbat]] selbst, nach ihrer eigenen Satzung alles Grüßen und Ehren streng untersagt sei, da auch dieses den Sabbat entheilige und den Menschen auf den ganzen Tag verunreinige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wussten die Templer schon nichts mehr zu entgegnen und ersuchten den römischen Richter, sie über diesen Knaben aufzuklären. Dieser offenbarte ihnen, dass der Knabe eben jener Wunderknabe aus Nazareth sei, den Er am vorigen Tag nur zu vertreten schien. Das erschreckte das Kollegium und der Oberpriester wollte von Jesus wissen, warum Er das nicht schon gestern gesagt habe, weil sie dann sicher ganz anders mit Ihm geredet und Ihm gefälligere Antworten gegeben hätten. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Oh, das weiß Ich recht gut. Aber da es Mir nicht ums Heucheln, sondern um die Wahrheit zu tun ist, so tat Ich eben also, wie Ich es getan habe! Und wäre Ich heute noch der, der Ich gestern war, so hätte Ich von euch wieder kein wahres Wort erfahren, da ihr in der Nacht euch aus Furcht vor dem römischen Richter gar fein beraten habt, wie ihr Mir wegen des bereits in dieser Welt seienden Messias gar alles wolltet gelten lassen, um Mich zu besänftigen und durch Mich etwa auch den Richter wegen des Zacharias Geschichte. Da Ich aber nun nicht der Verteidiger des Wunderknaben, sondern der Wunderknabe selbst bin, so hat solch plötzliche, unvorhergesehene Wendung der Sache eure Sinne verwirrt und euern schlechten Plan vereitelt, und ihr steht nun da voll Furcht und Angst, und wisset nicht aus und nicht ein. – Redet nun, wie euch diese Geschichte behagt!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle stutzten, worauf der Oberpriester mit gespielt freundlicher Miene wissen wolle, wer unter ihnen sich solchen Rat ausgedacht habe. Da sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Eben derjenige, dem Ich selbst den Rat also eingeflüstert! Er ist unter euch der Jüngste und ist auch aus Galiläa geboren: sein Name ist [[Barnabe]]!&amp;quot;&#039;&#039; Diese Antwort war wieder ein [[Blitz]]strahl unter die Pharisäer, und sie gerieten in große [[Furcht]], denn vieler [[Gewissen]] war sehr unrein, und sie fürchteten manche Entdeckung ihrer geheimen [[Laster]] vor dem strengen Römer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priester und Pharisäer berieten sich, wie sie die Sitzung beenden könnten und erklärten schließlich feierlich, dass die Sitzung aufgehoben sei, da der Knabe von gestern, für den die große Steuer bezahlt worden war, nicht mehr der Knabe von heute sei. Dies aber ließ ihnen der Richter nicht durchgehen und widersprach energisch. So traten alle, sichtbar unwillig, wieder an ihre Plätze, blieben aber stumm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.18-22}}; {{L|DTT|13.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was würdet ihr tun, wenn Ich der Messias wäre? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Höret, da ihr Mich keiner Frage mehr würdigen wollt, so werde Ich so frei sein, euch eine kleine Frage zu stellen: Saget Mir – aber ganz offen –, was ihr dann tun würdet, so Ich denn doch im Ernste der verheißene Messias wäre, um den sich gestern das Hauptgespräch gedreht hat!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Frevelei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Haupttempelzelot: Jesus solle sich vor zu großem [[Frevel]] hüten!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, er und seinesgleichen sollten sich vielmehr hüten, dass das Haus des Herrn von ihnen nicht gänzlich zu einer Mördergrube werde. &#039;&#039;&amp;quot;Dadurch aber, so Ich frage, was ihr tun würdet, wenn Ich am Ende dennoch der verheißene Messias wäre, entheilige Ich den Tempel durchaus nicht, indem eine solche Frage ohne alle Sünde und Scheu ein jeder Mensch an euch stellen kann! – Und ihr könnt Mir ja ebenso eine bedingungsweise Antwort geben, als Ich euch nur eine bedingungsweise Frage gestellt habe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Nicht genug Beweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joram]], ein weiser alte Anhänger oder Kenner des [[Talmud]] und der großen Kabbala, antwortete Jesus:&lt;br /&gt;
# Die Menschen müssten sehr darauf achten, solche hochwichtigen Verheißungen erst dann als wahr anzunehmen, wenn alle Umstände für jeden klar seien. Zwar habe Jesus aus Jesaja einige Verse für sich; aber der Prophet habe auch viel von dem kommen sollenden Messias geweissagt, was auf Ihn nicht passen würde. &lt;br /&gt;
# Die über Jesus verlässlich berichteten, alles übertreffenden Wunder verdienten zwar ein besonderes Augenmerk auf den Wundertäter, aber von einer abgemachten Bestimmtheit dessen, was sie beurkunden sollen, könne noch lange keine Rede sein. Er habe als ein schon sehr alter Mann viele Erfahrungen gemacht und öfters bei Kindern Fähigkeiten und Eigenschaften entdeckt, die einen großen [[Prophet]]en vermuten ließen. Aber als die Betreffenden älter wurden, hätten sich diese glänzenden Eigenschaften alle verloren, als wären sie nie dagewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte daraufhin, Er sei der &amp;quot;Raubebald, Eilebeute&amp;quot; {{B|Jes|8|1-4}} und Er habe nicht die geringste Frucht vor wem auch immer in der ganzen Welt, da Er Sich der ewig nie besiegbaren Kraft und Macht in Sich selbst bewusst sei, die keine fremde, sondern Seine höchsteigene sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wiederholte, dass es schon öfters Kinder gab, die manche außerordentliche Talente und Fähigkeiten zeigten und eine große Menschenmenge ins größte Staunen versetzten. Aber in späteren Jahren wurden ganz gewöhnliche Menschen aus ihnen. Auch für Jesus müsse dies als möglich angenommen werden, weswegen die volle Annahme, Er sei der Messias, verfrüht sei. In Anbetracht Seiner Geburt, Abstammung und noch nie dagewesenen Fähigkeiten könne diese Annahme allerdings auch nicht generell in Abrede gestellt werden. Man müsse abwarten, was die Zeit bringen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf erwiderte Jesus, dass dies nach der irdischen [[Vernunft]] richtig sei, jedoch im Menschenherzen ein tieferes und leuchtenderes Kriterium sei, welches dem Joram sagen könne, ob Er eines jener Kinder sei, die in späteren Jahren ihre Fähigkeiten verloren. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Von Meinem inneren Geiste hängt das Dasein aller Dinge allein ab. Daher kann ich denn auch wollen, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will, wie dir solches auch von Mir ausgesagt ward durch anderer Zeugen Mund, nicht allein durch den Meinigen. Wenn aber also, wie lässt sich da dann wohl denken, dass Ich je Meiner dir bekanntgegebenen Eigenschaften und Fähigkeiten bar werden könnte?! Kann Ich aber das nicht, was bin Ich dann?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram:&lt;br /&gt;
# Dies sei immer noch nur eine Annahme, aber kein [[Beweis]], denn auch er könne ebenso solches von sich sagen, wonach er dann dafür ausgelacht oder in die Geschlossene gebracht würde, da er kein Knabe in einem unzurechnungsfähigen Alter sei. Jesus habe sich in Seiner Messiasidee ein wenig zu hoch verstiegen.&lt;br /&gt;
# So etwa einst der Messias kommen würde, da würde Er nur als ein vollkommener [[Mensch]], nie aber als ein Gott zu den Menschen kommen. Unter den halbgriechischen Juden gäbe es zwar die Sitte, besonders begabte Menschen gleich unter die Götter zu stellen oder sich selbst als solche anzusehen. Dies sei aber hoch gefehlt gegen das [[Zehn Gebote|Gebot Gottes]]: &amp;quot;Ich allein bin euer Gott und euer Herr, ihr sollet keine fremden Götter neben mir haben!&amp;quot; Wie also könnte es Jesus einfallen, Sich als einen Gott vorzukommen!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Joram und der Oberpriester anstößig fanden, was Jesus ihnen über Seinen inneren Geist gesagt hatte, forderte Er von ihnen zu erklären, welcher Geist aus den [[Prophet]]en redete. Diesen bestätige Joram als Gottes Geist. Darauf antworte Jesus: &#039;&#039;So jener Geist, der aus den Propheten redete, Gottes Geist war, warum sollte dann Mein innerer Geist kein Gottesgeist sein, da Ich aus demselben bei weitem Größeres zu wirken imstande bin, als alle die Propheten von [[Henoch]] an je gewirkt haben?! Denn sie waren beschränkt, nur in einer gewissen Sphäre zu wirken, Ich aber bin unbeschränkt und tue, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will! Wenn aber also, wie ist dann Mein innerer Geist ein anderer denn jener, der aus den Propheten redete?!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Aus Galiläa kommt kein Prophet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf wendete Joram ein, dass aus Galiläa kein Prophet komme, weswegen sie den inneren Geist von Jesus nicht mit jenem der Propheten gleichstellen könnten und dürften. Darauf antwortete Jesus, nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem geboren zu sein. Außerdem kam auch Jesajas nach Galiläa und machte dort Weissagungen in der Nähe von [[Cäsarea Philippi]], darum er auch nicht etwa kein rechter Prophet sei. Wieso solle Er also nicht auch den wahren, göttlichen Geist in Sich besitzen gleich jedem andern Propheten?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Wo ist der Engel des Herrn und Elias?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester erklärte, es werde laut der Schrift zuerst der Engel des Herrn und [[Elias]] kommen, um die Menschen auf die große Ankunft des Messias vorzubereiten. Wo ist bei Jesus der [[Engel]] des Herrn und wo Elias? Darauf antwortete Jesus, dass ihresgleichen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Sie sahen und erkannten weder den Engel, der mit [[Zacharias]] redete, noch dessen wunderbar gezeugten Sohn (Johannes der Täufer). Was bei ihnen nicht mit [[Feuer]], [[Blitz]] und [[Donner]] geschieht, das sehen sie nicht. &#039;&#039;&amp;quot;Als Elias in seiner Felsenhöhle die Aufforderung erhielt, darauf zu achten, wie Jehova vor seiner Höhle vorüberziehen werde, da zog zuerst ein Feuer vor seiner offenen Höhle vorüber, aber darin war Jehova nicht. Dann zog ein mächtiger [[Sturm]] vorüber, aber auch darin war Jehova nicht. Am Ende zog ein kaum merkbares Säuseln vor der Höhle vorüber – und siehe, darin war Jehova! Und seht, eben damit zeigt der große Prophet die gegenwärtige Ankunft des Messias an! Ihr erwartet wohl Feuer und Sturm, was vor euch schon oftmals vorüberzog, aber da war Jehova nicht darin. Nun zieht das sanfte Säuseln vor euch vorüber, darin wahrlich Jehova ist, aber das merken eure tauben [[Ohren]] und blinden [[Augen]] nicht und werden es auch nicht merken – außer am Rande eures Lebens, allwann euch aber solch spätes Merken nicht mehr viel nützen wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus demonstriert Seine Wundermacht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe [[Spott|spottete]] eselhaft über Jesus und wollte wissen, was Er nun, als der herbeigesäuselte Messias, mit dem Tempel und dessen Dienern tun werde. Jesus antwortete darauf, dass Er zwar nicht den Tempel und dessen Diener aufheben werde, aber dessen gesetzwidrige Verkehrtheit und die sich weise dünkenden Protzer von Leviten kennzeichnen werde, als dankbare Anerkennung ihrer schlechten [[Witz]]e. Dann forderte er Barnabe auf, Ihm zu beweisen, dass Er nicht der sei, von dem alle Propheten geweissagt haben, ansonsten er Ihm zu einem wahren [[Midas]] der Heiden (ein Eseloriger) werden solle. Jesus testete den jungen Leviten mit der Frage: &amp;quot;Was besagt der Name &#039;[[Jerusalem]]&#039;?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber wusste Barnabe nichts, weswegen er sich zu einem alten Schriftgelehrten schlich, der es aber auch nicht wusste. Auch Joram vermochte ihm nicht aus seiner Verlegenheit zu helfen und tadelte ihn, mit dem scharfsinnigen Knaben so unfein geredet zu haben, zumal doch er selbst es war, der ihnen Auskunft über Jesus wundersames Wesen erteilt hatte. Er riet ihm, Jesus um Vergebung zu bitten, ansonsten ihm wohl ein Schabernack geschehen werde. Barnabe folgte diesem Rat, bat Jesus um Vergebung und ersuchte Ihn, den Namen &#039;Jerusalem&#039; Selbst zu erläutern. Jesus nahm die Entschuldigung an und wies Barnabe darauf hin, dass er nun zu seinen Füßen finden könne, was ansonsten sein Haupt geziert hätte. Dort befanden sich zwei vollkommen ausgebildete, ganz natürliche Eselohren, denen aber jede Spur mangelte, als wären sie von einem wirklichen Esel abgeschnitten worden. Simon und der Richter fingen darüber zu lachen an, den Templern aber wurde ganz sonderbar und sie fragten sich untereinander, wie solches auf eine natürliche Weise möglich wäre, gelangten aber zu keinem Resultat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.8-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Barnabe sich bei den Beratungen der Priester für Jesus als den Messias einzusetzen begann, wies ihn Jesus an, die Eselsohren an den Spitzen in die Höhe zu halten, was dieser tat. Daraufhin sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Es werde zu diesen Lesern auch ein lebendiger und völlig gesunder Eselsleib!&amp;quot;&#039;&#039; Und im Augenblick stand ein gutgestalteter Esel mitten unter der Gesellschaft! Da entsetzten sich alle und wollten davonlaufen. Aber der römische Richter und Simon ließen das nicht zu, worauf sich die Templer wieder setzten und den Esel wortlos anstaunten. Daraufhin ließ Jesus den Esel in nur einem Augenblick völlig verschwinden, was zu noch mehr Staunen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.29-34}}; {{L|DTT|17.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem römischen Richter zu demonstrieren, dass Er auch ein natürliches Dasein auflösen konnte, ließ Jesus einen 100 Pfund schweren [[Stein]] herbeibringen und löste diesen durch sein bloßes Wort auf, dass von dem Stein nichts übrig blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|17.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Barnabe erzählte Er ein Geschehen aus der Vergangenheit, inklusive der [[Gedanke]]n, die sich Barnabe damals gemacht hatte, was Jesus auf natürliche Weise nicht hätte erfahren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|18.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus warf Barnabe und den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, die Schrift für ein reines Menschenwerk zu halten, das verschiedene Menschen wegen der leichteren Beherrschung ihrer Nebenmenschen zusammengeschrieben haben, aber für die wahre Bildung des modernen Menschen nicht mehr tauge, was alle wahren [[Weltweise]]n schon lange eingesehen und klar bewiesen hätten. Hätten sie erkannt, dass die Schrift göttlichen Ursprungs sei, und ein jedes Wort gleich dem Namen Jehova, dann würden sie Ihn schon lange für das gehalten haben, was Er eigentlich sei, und würden verstehen, wie Er Seine Wundertaten bewerkstellige. So aber blieben ihnen auch Seine Taten im höchsten Grade unbegreiflich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wendete ein, manche würden wohl nicht an die reine Göttlichkeit der Schrift glauben, aber andere würden daran doch sehr festhalten. Zwar weise einiges in Jesajas auf Jesus als den Messias, anderes aber passe nicht. Die Sache bliebe doch eher nur eine Volkssage, hervorgehend aus dem lange gehegten Wunsch des Volkes. Als ihn Jesus aufforderte, die Stellen zu nennen, die auf Ihn nicht passen würden, bedurfte Joram Einsicht in die Schriften der Propheten. Da es aber schon Abend geworden war, wurde dies auf den nächsten Tag verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Joram und Barnabe suchten während der Nacht bei Jesajas nach Stellen, die nicht auf Jesus passen würden. Sie konnten nichts finden, was Jesus zum Schweigen hätte nötigen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|20.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 3. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was aus Jesajas passt nicht auf Jesus als Messias? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus forderte Joram auf, Ihm die am vorigen Tag angekündigten Texte aus Jesajas zu zeigen, die seiner Meinung nach nicht auf Ihn oder auf jeden anderen werden mögenden Messias passen sollten. Joram erklärte, dass ihm die fraglichen Texte entfallen wären und es zu viel Mühe sei, alle Schriftstellen aufzusuchen, weswegen man Jesus als den verheißenen Messias gelten lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war Jesus aber nicht einverstanden, denn sie wollten Ihn nur auf eine gute Art loswerden, einerlei ob Messias oder nicht, solange sie dabei nur recht gut leben und [[Gold]], [[Silber]] und [[Edelstein]]e anhäufen konnten. Er sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Bin Ich es, oder sollet ihr auf einen andern warten? Bin Ich es, so ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen, und ihr werdet es aus der Schrift wissen, was da an euch ist zu tun, so ihr eines guten Willens seid! Bin Ich aber nach eurer Meinung und aus dem Propheten erwiesen das nicht – nun, da möget ihr denn in euren alten Sünden verharren, bis der Tod euer Endlos sein wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus bot an, die Stellen zum Messias Selbst aufzuzeigen, da es ihnen ja zu mühsam sei. Das aber wollte der Oberpriester nicht, weil er dachte, Jesus würde nur jene Texte heraussuchen, die auf Ihn am besten passen würden. Also fing er an, selbst im Buch zu suchen und fand schließlich nach längerer Zeit etwas ihm Zusagendes, worauf er mit viel Herrscherpathos hinwies. Er forderte Jesus auf, die gefundene Stelle vorzulesen und ihm zu sagen, ob sie auch auf Ihn passe. Darauf kündigte Jesus an, dass der Geist in Ihm, sogar schon lange vor Jesajas den Text niederschrieb, um die Stelle wusste - und gerade sie sei die rechte zu Seinem Sieg über den Oberpriester. Das machte den Oberpriester sehr zornig und er wollte wissen, ob Jesus wahnsinnig sei. Seele und Geist seien ein und dasselbe und die Seele unmöglich älter als ihr Leib, was aus Moses {{B|1Mo|2|7}} hervorginge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.5-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, dass der Oberpriester durch weltliche Protektion und nicht durch höhere, geistige Berufung Oberpriester sei und über geistige Dinge um viele schlechter urteile, als ein Blinder über Farben. Jesus erklärte ihm kurz das Wesen und den Unterschied von [[Menschenseele|Seele]] und [[Menschengeist|Geist]] und wies ihn darauf hin, dass Er Seinen Geist kenne und schon lange eins mit Ihm sei und darum auch aller Natur gebieten könne, und nicht wie der Oberpriester noch nie eine Idee aus seinem eigenen Geist gefasst habe. Daraufhin warnte Er den Oberpriester, sich zu mäßigen, ansonsten er bald die Kraft Seines Gottesgeistes wider sich erfahren würde. Immerhin sei es schon schlecht genug, dass Er Sich bei den sein wollenden Dienern Jehovas ein nach Stunden bemessenes Rederecht erkaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.15-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter, der die althebräische Schrift viel besser zu lesen verstand, als alle Templer zusammen, las die vom Oberpriester angezeigte Stelle: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seiner Schulter ist; und Er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, und dass Er es zurichte mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Solches wird tun der Eifer Zebaoths!&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|9|5-6}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter fuhr fort, im Namen von Jesus zu reden. Er wies darauf hin, dass der Prophet durch die aufgeführten Namen offenbar die Eigenschaften jenes Kindes aller Kinder bezeichnet, die alle auf Jesus hindeuteten. &lt;br /&gt;
# Wunderbar: Jesus ist wunderbar in seinem [[Verstand]], in seiner [[Rede]] und seinen [[Tat]]en.&lt;br /&gt;
# Rat: Welcher Weise der Erde könnte einen weiseren Rat geben als Jesus?&lt;br /&gt;
# Kraft: Dass Jesus Allkraft in jeder Beziehung - Geist oder Materie - besitzt, wird niemand bezweifeln, der Ihn rede hören und handeln gesehen hat.&lt;br /&gt;
# Held: Seinen unerschrockenen Heldenmut hat Er gegen die anwesenden, hochmütigsten Priester, die sich über alle Götter weit hinaus preisen und anbeten lassen, deutlich genug gezeigt. &lt;br /&gt;
# Ewig-Vater: Wie Sein Geist ein notwendig ewiger und eins mit dem Geist Gottes ist, hatte Er auf eine begreifliche Weise mit wenigen Worten bewiesen. (siehe {{L|DTT|21.19-21}})&lt;br /&gt;
# Friede-Fürst: Er selbst habe bereits empfunden, wie Jesus allein dem Menschen den wahren, lebendigen inneren Frieden geben kann und Er daher auch allein nur ein wahrster Fürst aller Fürsten der Erde ist und einen Frieden den Menschen geben kann wie kein anderer Fürst.&lt;br /&gt;
# Königreich: Jesus allein kann das alte Seher- und Erkenntnisreich Davids, das von den Priestern schon lange zerstört wurde, wieder lebendig aufrichten und eine Herrschaft gründen, der alle Fürsten der Erde trotz ihrer Zepter und Kronen für ewig untertan sein werden; denn das Reich der hellsten [[Erkenntnis]] ist und bleibt stets das mächtigste auf der Welt und kann von keiner Nacht-Macht je völlig unterjocht werden. Wo aber [[Licht]] ist und seine alles durchschauende Wirkung, da ist auch ein rechtes Gericht und die vollste, offenste Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
# Der Eifer Zebaoths: Wer sonst als der diesen Knaben durch und durch erfüllende Geist Gottes ist eben der Herr [[Zebaoth]] selbst! Wieso sieht das ein Heide auf den ersten Blick, aber nicht die Juden, die das doch offenbar mehr angehen sollte?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.13-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ärgsten Gegner des Herrn ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter wollte nun wissen, wie sich die Templer Gott denn eigentlich vorstellten. Joram antwortete darauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im Moses sei es ausdrücklich verboten, sich irgendeinen fasslichen Begriff oder irgendeine nur halbwegs bildliche Idee von Gott zu machen. Daher gab es auch im Tempel nirgendwo ein entsprechendes Bild.&lt;br /&gt;
# Die Väter wie [[Abraham]], [[Isaak]] und [[Jakob]] hatten in ihren [[Vision]]en Gott dennoch als vollendete Menschengestalt gesehen. Auch sprachen sie mit Ihm, obwohl es im Moses heißt: &amp;quot;Gott kann niemand sehen und leben zugleich; denn Gott ist ein verzehrend Feuer und wohnt im unzugänglichen Lichte!&amp;quot; Moses verlangte dennoch einmal Gott zu sehen, wenn ihm das auch den augenblicklichen Tod gäbe. Da aber sprach Gott zu Moses: &amp;quot;Verbirg dich in dieser Grotte, Ich werde da vorüberziehen! So Ich dich rufen werde, da tritt aus der Grotte, und du wirst Meinen Rücken sehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Obwohl sich das menschliche Gemüt nach einem formellen Gott sehnt und man es streng genommen den Heiden gar nicht so sehr übelnehmen kann, dass sie sich ihren [[Zeus]] als einen vollkommensten Menschen bildlich vorstellen, blieb den Juden nur das Wort &amp;quot;Jehova&amp;quot; und darüber hinaus nicht viel mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.27}}; {{L|DTT|24.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wies darauf hin, dass ihm selbst Jesus als Gott genügend gut und mächtig sei. Aber im Volk, das an der Lehre Moses und der Propheten hinge, und sich im Tempel seinem Gott nahe glaube, der es durch das Ohr des Hohepriesters vernähme, würde es zu einer allgemeinen [[Revolution]] kommen, wenn man ihm dies nähme und an Stelle der [[Bundeslade]] Jesus stellen würde. Die Templer seien daher genötigt, sich zu Narren zu machen, und dem Volk etwas als seiend vorzustellen, von dem man sich beim besten Willen keinen Begriff machen kann. Würde es Jesus gelingen, das Volk auf Sich aufmerksam zu machen, dass es Ihn als das erkennt und annimmt, was Er ist, dann würde Er mit dem Tempel leicht fertig werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte zu, dass sich gegen diese Ansicht nicht viel einwenden ließe, dennoch könnte der Tempel auf Jesus auf eine geeignete Weise aufmerksam machen, so sie an Seine Sendung glaubten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erklärte, warum dies ein gewagtes Unternehmen sei:&lt;br /&gt;
# Jesus bliebe sicher nicht im Tempel, sondern würde von seinen Eltern wieder nach Nazareth geführt werden. Das aber läge zu entfernt, um alle nach Ihm Fragenden dahin zu senden.&lt;br /&gt;
# Hunderttausende würden nach dem Grund fragen, warum Jesus nicht im Tempel Wohnung nehme. Welchen Grund könnte man dem Volk angeben, wieso Er Galiläa und Nazareth der Stadt Gottes vorziehe? Bald würde das Volk sagen: &amp;quot;Stadt und Tempel müssen sich etwas Großes zuschulden haben kommen lassen; die Sache muss untersucht und gesühnt werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Wie man es auch anstellte, es würde im Volk eine große Erregung wachrufen, die viel zu schaffen machen würde. Deshalb sei es besser, dem Volk davon beinahe keine Erwähnung zu machen, sondern die Sache ganz Jesus und der Zeit zu überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erwiderte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin nun da, um euch eine Kunde zu geben, dass Ich da bin, um zu vollbringen die Werke dessen, der Mich gesandt hat, den ihr nach eurem Geständnisse nicht kennet, den aber Ich wohl kenne, da Er in Mir wohnt in seiner Fülle! Moses verlangte Ihn zu schauen und bekam den Rücken nur zu sehen – ward aber davon schon geblendet drei Tage lang, und sein Antlitz strahlte dann so sehr, dass er es verhüllen musste, so er zum Volke kam; denn dessen Augen hätten den Lichtglanz nimmer ertragen. Ihr aber möget Mir nun ganz wohl ins Angesicht schauen, und es blendet eure Augen kein unerträglicher Lichtglanz! Warum? Weil dies Fleisch den, der in Mir wohnt, verbirgt! Aber dessen ungeachtet ist hier mehr denn das, was dort war! Aber ihr merket es nicht, weil vor euren Augen die dreifache Decke Mosis hängt und noch lange hängen wird, auf dass ihr den ja nicht erkennen möget, der aus den allerhöchsten Himmeln zu euch gekommen ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin tadelte Er die Gelehrten aufgrund ihrer [[Heuchelei]], da ihre geheimen Gedanken ganz anders lauteten als die Worte ihres Mundes, weswegen sie Ihm höchst widerwärtig waren. Äußerlich wuschen sie sich, aber inwendig in ihren Seelen waren sie voller Schmutz. Anstatt auf den Richter zu hören, das Volk auf Jesus aufmerksam zu machen und es mit der Erfüllung seiner Hoffnung zu erquicken, suchten sie nichtige Ausflüchte, weswegen dies nicht angehen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Gelehrten und Priester - und nicht das Volk - wollten nicht, dass Jesus offenbar werde, &#039;&#039;sie&#039;&#039; waren Seine ärgsten Gegner! Dies mache aber gar nichts, denn erstens war Seine Zeit noch nicht da, und zweitens war der Tempel von ihnen zu sehr entweiht worden, als dass Er je darinnen Wohnung nehmen könnte. Durch Ihn würde ihr Ansehen nicht mehr gesteigert werden.&lt;br /&gt;
# Sie schmollten darüber, dass ihnen Moses verboten hatte, von Gott ein geschnitztes Bild zu machen. Aber sich selbst zu Göttern vor dem Volk zu machen und es zu lehren, dass Gott ohne sie nichts tue, auch keine andere Bitte erhöre als nur die ihres Mundes, das mache ihnen nichts aus. Wo hatte Moses solches geboten?&lt;br /&gt;
# Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben.&lt;br /&gt;
# Ihre toten und maschinenartigen Gebete werden nie von Gott erhört, weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft. Dennoch sagten sie: &amp;quot;So du, Mensch, zu Gott um etwas betest, da ist dir das zu nichts nütze, so du aber uns ein Opfer bringst und wir für dich beten, dann ist dir unser Gebet schon zu etwas nütze! Wir Priester allein dürfen beten mit Nutz, das Volk aber darf nur Opfer bringen und also mitbeten durch die reichlichen Opfer!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Sie saugten das Volk doppelt aus: Erstens nahmen sie von allen Früchten den [[Zehent]] und alle Erstgeburten der Haustiere und ließen sich für die Erstgeburt der Menschen eine tüchtige Löse geben; und zweitens plagten sie das Volk ohne Unterlass um Opfer und verhießen ihm darum lange und anhaltende Gebete, die sie aber nie vollbrachten, denn sie sagten sich: &amp;quot;Ob wir beten oder nicht beten, das nützt dem Opferbringer ohnehin nichts. So ihm etwas nützt, da nützt ihm allein das Opfer, das er uns gebracht hat in guter Meinung!&amp;quot; Sie taten also auch nicht, wofür sie sich haben zahlen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.4-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Mit wem soll Ich euch da vergleichen? – Ihr seid allezeit wider Gott und gleichet vollkommen den reißenden Wölfen, die in Schafspelzen einhergehen, damit die Schafe vor ihnen nicht fliehen und sie dieselben mit ihren scharfen Zähnen ohne alle Mühe erreichen und zerreißen können! Aber wie nun eure Arbeit, so wird euch auch dereinst drüben im Seelenreiche der Lohn werden! – Ich sage euch das, und ihr könnet euch darauf verlassen, dass für euch Meine Verheißung nicht unterm Wege verbleiben wird!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zornige Oberpriester erwiderte darauf:&lt;br /&gt;
# Änderungen seien nicht möglich. Das Judenvolk sei ein alter Baum, den man nicht mehr wie eine junge Haselstaude beugen könne. Die alten Institutionen von Moses müssten bewahrt bleiben.&lt;br /&gt;
# Die Priester seien keine reißenden Wölfe im Schafspelz. Indem sie Gottes- und Tempellästerer und Ehebrecher züchtigten, taten sie nur, was Moses befohlen hatte.&lt;br /&gt;
# Die Rede von Jesus gefiel nicht; wenn Er etwas Schlechtes am Tempel und den Priestern finde, dann solle Er das mit kindlich-guten Worten sagen, aber nicht mit Drohungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte, dass bei ihrer Art weder mit sanfter, noch mit scharfer Rede etwas auszurichten war. Daher würden sie auch bleiben, was sie sind, bis ans Ende der Welt. Die Gnade würde ihnen genommen und den Heiden verliehen. Jesus prophezeite die Vernichtung von Jerusalem und des Tempels, sie aber würden auf der ganzen Erde zerstreut und überall verfolgt werden, da sie sich eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und ihre weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn gemästet hatten. Darauf zitierte Jesus die Untaten der Templer, die jeden Priester und Propheten gesteinigt hatten, der sich ernstlich vorgenommen hatte, die abscheulichen Menschensatzungen auszuscheiden und die rein göttlichen einzuführen. Er beschrieb insbesondere die skandalösen Ereignisse um [[Zacharias]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.4-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter bot sich an, mit dem Gesindel aufzuräumen, aber Jesus hinderte ihn daran, denn Er Selbst hatte mehr als genug Macht, sie augenblicklich zu vernichten. Dadurch würden aber weder das Volk und ebenso wenig Er Selbst etwas gewonnen haben; es genüge nun, ihre starke Nacht etwas dämmerlich gemacht zu haben. Ein plötzlich eintretender Tag, wenn der Richter sie nun ihrer vieler groben Sünden wegen ahndete, würde sie und mit ihnen das ganze Judenvolk erst recht blind machen. Die Priester und Gelehrten würden sich in ihren gelegten Netzen selbst verstricken und darin zugrunde gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erkannte Jesus als den Messias an. Seiner Aussage nach hatte ihm am meisten die Augen geöffnet, weil Jesus genau vom skandalösen inneren Tempelgetriebe seit alters her wusste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.3}}; {{L|DTT|27.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram bat Jesus um Aufklärung über {{B|Jes|52|14}}, wo die menschliche Hässlichkeit des Messias erwähnt wird und dass sich viele über Ihn ärgern werden, weil seine Gestalt hässlicher sei denn die anderer Leute und sein Ansehen denn das anderer Menschenkinder und {{B|Jes|53|3}}, wo es heißt: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nicht geachtet!&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Wie sollte das mit Jesus vollkommen gesunder Gestalt, die noch dazu von großer Anmut war, und der Achtung vor Ihm übereinstimmen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus:&lt;br /&gt;
* An Ihm würde beinahe buchstäblich alles vollzogen werden, was da gesagt ist.&lt;br /&gt;
* Die Aussagen des Propheten beziehen sich nicht auf Seine Leibesgestalt, sondern drücken bildlich entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der (weltlichen) Menschen aus, der gegenüber sich Jesu Gemütsart und Denkweise ausnehmen wird wie eine hässliche Gestalt, die verkümmert ist durch allerlei [[Krankheit]] und viele [[Schmerzen]].&lt;br /&gt;
* Jesus würde daher bei den [[Angesehene]]n und [[Reiche]]n dieser Welt sehr verachtet sein, man würde vor Ihm fliehen wie vor einem Aas, und so es von oben zugelassen wird, würde man Ihn verfolgen wie einen ärgsten [[Verbrecher]], was sich schon angedeutet hatte, denn ohne den römischen Schutz wäre Er nicht lebend aus den Händen der Priester und Gelehrten gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram fragte Jesus auch, wie der dem Untergang geweihte Tempel doch noch zu retten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus prophezeite, dass sich der größte Teil nicht ändern werde, bis das große Gericht über denselben ergangen sein wird, von dem der Prophet Daniel geweissagt hatte, als er an der heiligen Stätte stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sei die Umkehr möglich, so die Templer ihre große Irre erkennen, [[Buße]] tun und sich gänzlich bekehren würden. Sie sollten ihre vielen Frevel und großen Sünden durch Werke der wahren [[Nächstenliebe]] sühnen, keine Geheimnisse vor dem Volk haben und wahrhaft, gerecht und getreu in allen ihren Reden und Handlungen bleiben und niemals halsstarrig gegen vom Geist Gottes erweckte Menschen sein. Sie sollten ihre [[Gold]]- und [[Silber]]berge, ihre vielen [[Edelstein]]e und [[Perle]]n aufgeben und sie den [[Arme]]n und dem Kaiser übergeben, denn nur letzterer hat das Recht, die Schätze der Erde zu sammeln und sie zur Zeit der Not zu gebrauchen. Sie sollten nur von dem leben, was Moses ihnen bestimmt hat. So würde das Gericht ausbleiben und der Tempel bis ans Ende der Welt bestehen. Aber dafür hingen sie zu mächtig an ihrem weltlichen Ansehen und ihren [[Reichtum|irdischen Schätzen]]. Sie könnten es wohl tun, allein ihnen fehlte, wie seit jeher, der rechte [[Wille]] dazu, womit nun auch Jesus wie alle die vor Ihm dagewesenen Propheten und Seher zu tauben Ohren und Herzen geredet hatte. Nicht Gott, sondern sie selbst würden sich in das Gericht stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar könnten die Priester ihre Herzen noch reinigen, das Tempelgemäuer und auch das ganze Land war jedoch nicht mehr zu retten oder zu reinigen, da sie über alle Maßen durch die verübten Gräuel verunreinigt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe wollte von Jesus nun wissen, wie der folgende Text angesichts Seiner Drohung für Jerusalem und den Tempel zu verstehen sei: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht blöde, denn du sollst nicht zum Spott werden, sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken, denn der dich gemacht, ist dein Mann, Herr Zebaoth ist Sein Name, und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. Denn der Herr hat dich lassen im Geschrei sein, dass du seist wie ein verlassenes Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will Ich dich sammeln. Ich habe Mein Angesicht im Augenblick des Zornes ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will Ich Mich deiner erbarmen, spricht der Herr dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da Ich schwur, dass die Wasser Noahs nicht mehr sollten über den Erdboden gehen. Also habe Ich denn auch geschworen, dass Ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|54|4-8}} Wenn Jesus auch diesen Text auf Sich beziehen könne, dann würden sie Ihm glauben, dass Er der Messias sei, den Tempel niederreißen und auf dem reinen Berg [[Libanon]] einen neuen erbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: Dies betrifft Sein weiteres Wirken, das den Priestern und Gelehrten nur schwer bis gar nicht begreiflich gemacht werden kann. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; bezeichnet nicht etwa Jerusalem und sein Tempel, denn darauf passen &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und &amp;quot;Witwe&amp;quot; schon ewig nicht mehr. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; wird von Jesus, ihrem &amp;quot;Mann&amp;quot;, erst gemacht werden und bezeichnet [[Evangelium|Seine neue Lehre an die Menschen aus den Himmeln]]. Sie wird darum &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; genannt, weil sie zuvor noch nicht eine selbstsüchtige und hurerisch freche Priesterschaft missbraucht hatte zu ihren schnöden weltlichen Zwecken. Diese Lehre wird dann auf eine kurze Zeit &amp;quot;Witwe&amp;quot; genannt, weil ihr Jesus durch den Zorn und die Rache der Priester genommen wird, aber nur durch [[Zulassung]] dessen, der in Jesus ist und nirgends außer Ihm. Viel später werden dann Zeiten, wie sie [[Daniel]] beschrieben hat, kommen, in denen auch mit dieser reinsten Lehre großer Missbrauch getrieben wird, aber mit der Jungfrau selbst nicht mehr, sondern mit den Kindern und Kindestöchtern der reinen Jungfrau und kurzsichtigen Witwe. Diese werden keine Teilhaber der Verheißungen Jesu werden, wohl aber die gewisse &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und ihre vielen reinen Kinder. Mit den Templern und ihrem Tempel wird Jesus in Zukunft ewig in keiner Gemeinschaft mehr stehen. Er kam wohl zu ihnen, um sie zu retten; sie aber haben Ihn nicht erkannt und aufgenommen. Sie würden fernerhin wohl zu Ihm kommen, wenn sie der böse Schuh zu drücken anfangen wird, doch dann wird Er sie nicht mehr erkennen und nicht aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.14-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe beanstandete daraufhin die Schroffheit von Jesus, mit der Er Sich bei den Menschen auf der Welt sehr wenig Freunde machen würde. Wäre es Ihm denn nicht lieber, von allen Menschen geliebt zu werden?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Da es ganz verschiedenartige Menschen auf der Erde gibt, von denen [[Guter Mensch|einige gut]] und [[Böser Mensch|viele andere schlecht, meineidig und böse]] sind, da wäre es wahrlich eine sehr schwere Aufgabe für einen [[Gerechte|Gerechten]] und Wahrhaftigen, sich also zu stellen, um von allen gleich geliebt zu werden! Man müsste mit dem Bösen böse und mit dem Guten gut sein, und siehe, das ist ebenso wenig möglich, als eine Art [[Licht]] zu sein, das zugleich die größte Helle und auf demselben Flecke aber auch die allerdickste [[Finsternis]] verbreitet! Ich sagte es dir: Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott, die werden Mich schon lieben, und das über alle Maßen; aber Menschen, die die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott mehr, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn derlei Menschen und weltsüchtige [[Gottesleugner]] sollen Mich dann kennenlernen, dass Ich durchaus keinen Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken; denn Ich allein habe die ewig allervollkommenste Macht dazu.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde Jesus das dumme Gerede von Barnabe zuwider und Er tadelte ihn deswegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Sich Jesus noch mit [[Nikodemus]] besprochen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hielt der römische Richter eine abschließende Rede. Er wies darauf hin, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war, sondern ein tief weiser und gerechter [[Richter]], ohne auch nur scheinbar Arges in seinem Wesen, ein Herr über alle Gesetze. Daher stellte er Ihn frei und hoch erhaben über alle römischen Gesetze und ebenso auch über die nichtigen Tempelgesetze. Da der Tempel und auch Jerusalem viel zu unwürdig und schlecht waren, eine so heilige Persönlichkeit aufzunehmen, bot der Richter Jesus eine freundliche Aufnahme in seinem offenbar reineren Palast an. Jesus würde den Juden das Heil nehmen und es den Heiden geben. Da die finsteren Templer zu keiner besseren Anschauung zu bringen waren, hob der Richter die Sitzung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|31.1-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Joseph und Maria suchen Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im großen Gedränge hatten [[Joseph]] und [[Maria]] Jesus im Tempel verloren und meinten, Er würde mit [[Salome]] oder sonstigen Verwandten und Bekannten heimgezogen sein. So gingen die beiden der Nazaräer-Karawane nach und trafen sie erst am Abend in der Herberge zwischen [[Nazareth]] und Jerusalem. Dort war Jesus nicht zu finden, was sie sehr betrübte. Sie nahmen einige Begleiter und zogen in der Nacht nach Jerusalem zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.4-6}}; {{L|DTT|31.8-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da angelangt, ging Joseph zum Landpfleger [[Cornelius]], der ihm eine römische Wache gab, mit der Joseph alle Häuser durchsuchen durfte. So durchsuchte Joseph beinahe ganz Jerusalem und fand nach drei Tage langer Suche Jesus dennoch nicht. Da wurden Joseph und Maria überaus traurig und gaben Cornelius die Wache wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als sie Jesus als verloren aufgegeben hatten, zogen Joseph und Maria zum Tempel, um Gott zu opfern. Dort fanden sie Jesus unter den Gelehrten sitzend, wie Er diese befragte, belehrte und ihnen auf ihre Fragen Antworten gab, die sie sehr erstaunten. Er erklärte ihnen die geheimsten Stellen aus den [[Prophet]]en, belehrte sie über die [[Stern]]e, über ihre Bahnen, über ihr Grundlicht, über ihr zweites, drittes, viertes, fünftes und sechstes und siebentes Licht. Also beschrieb Er ihnen auch das Wesen der [[Planet|Erden]] und zeigte ihnen den physischen, psychischen und geistigen Zusammenhang der Dinge und bewies allen die Unsterblichkeit der [[Menschenseele|Seele]] auf eine von ihnen noch nie gehörte Art, worauf die Gelehrten gestanden, der zwölfjährige Knabe sei weiser in einem Finger als sie alle zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.13-19}}; {{L|DTT|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph und Maria traten zu Jesus und fragten Ihn, warum Er sie drei Tage lang mit großen Schmerzen vergeblich suchen hatte lassen. Jesus aber antwortete: &#039;&#039;&amp;quot;Warum tatet ihr das? (Draußen nämlich mit Hilfe der Soldaten.) Wusstet ihr denn nicht ehedem von dem Hause Meines Vaters, und dass Ich darin tun musste, was da Meines Vaters ist?!&amp;quot;&#039;&#039; Die beiden aber verstanden diese Worte nicht, schrieben sie sich aber tief ins Herz. Die Gelehrten priesen Maria überglücklich, dass sie ein solches Kind hatte. Der römische Richter beschrieb ihnen, was Jesus für ein Wesen sei, was Er geredet und getan hatte, und wie sich alle über die hohe Weisheit und Macht Seiner Reden und die unbegreifliche Macht Seines Willens verwunderten. Er hatte Jesus sehr lieb gewonnen und bot sich den Eltern an, ihnen jeden denkbaren Vorteil angedeihen zu lassen, worauf Joseph als Zimmermann und Architekt große Bauten in Jerusalem auszuführen bekam. Auch Simon von Bethanien versicherte Joseph seine vollste Freundschaft. Die Templer machten vor dem Römer eine tiefe Verbeugung und zogen dann bis auf den Nikodemus ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.20-23}}; {{L|JJ|298.25}}; {{L|DTT|32.3-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikodemus begleitete Jesus und Seine Familie zum Palast des Römers, bei Cornelius, wo sie die Nacht verbrachten. Der römische Richter erklärte: &amp;quot;Nun erst ist meinem ganzen Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein ganzes Haus heimgesucht und gesegnet!&amp;quot; Maria berichtete über Jesu Empfängnis und Geburt und eine Menge aus Seiner Kindheit, worüber der Römer in Enthusiasmus und Verwunderung ausbrach und oft ausrief: &amp;quot;Und das wissen diese Tempelhelden – und glauben doch nichts!?&amp;quot; Am nächsten Tag verschaffte der Römer Jesus und Seiner Familie eine bequeme Fahrgelegenheit nach Nazareth und versah Joseph mit einem reichlichen Reisegeld. Simon von Bethanien begleitete die Familie nach Galiläa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.24}}; {{L|DTT|32.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Aus den Lorberwerken geht nicht klar hervor, wo Jesus mit Seiner Familie übernachtete. Nach der Jugend Jesu bei Cornelius. Nach den Drei Tagen im Tempel bei dem römischen Richter, dessen Name nicht genannt wird. Offenbar residierten beide im selben Palast. Auch wird vom römischen Richter in {{L|DTT|23.7}} gesagt, Cornelius befände sich in Tyrus. In der 10. Auflage von Drei Tage im Tempel (Lorber Verlag) findet sich dazu im Anhang eine Anmerkung von Jakob Lorber, die er offensichtlich vom Herrn erhalten durfte: &amp;quot;Was den damaligen Landpfleger Kornelius betrifft, so war er de facto (tatsächlich) geheim dennoch in Jerusalem, wennschon angeblich Geschäfte halber in Tyrus. Denn die hohen Römer waren kluge Leute und versuchten oft die untergeordneten Beamten dadurch, dass sie angeblich verreisten und unterdessen ihr Amt einem andern zum Verwalten einräumten. Und das war dann auch bei der Gelegenheit der Knabenprüfung in Jerusalem der Fall. Der römische Prüfungskommissar wusste nichts von der stillen Anwesenheit des Kornelius; aber Joseph wusste durch eine innere Eingebung wohl darum und hatte sich daher im stillen zu ihm gefügt und bekam von ihm auch, um was er ansuchte. Und so geschah es dann auch, dass Kornelius in guter Verkleidung selbst die Verhandlungen im Tempel mit anhörte, während ihn der Kommissar in Tyrus wähnte und daher offen seiner nur als eines Abwesenden erwähnen konnte.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an zog Sich Jesus ganz zurück und verübte vor den Menschen bis in Sein dreißigstes Jahr kein Wunder mehr. Er lebte und arbeitete da wie jeder andere Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.26}}; {{L|DTT|32.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jesus]]&lt;br /&gt;
* [[Kindheit Jesu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38855</id>
		<title>Jesus im Tempel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38855"/>
		<updated>2021-12-07T08:55:38Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Christ Pharisees.jpg|300px|thumb|Der zwölfjährige Jesus und die Tempelgelehrten.]] Als [[Jesus]] zwölf Jahre alt war, kam Er zum ersten Mal nach [[Jerusalem]] zum Fest in den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]], wo Er durch [[Weisheit Gottes|Seine Weisheit]] ein [[Wunder]] unter den [[Gelehrte]]n wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Juden#Zur Zeit Jesu|Brauch im ganzen Reich der Juden]], dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach Jerusalem bringen mussten, wo sie im Tempel von den [[Älteste]]n, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]] zu eigen gemacht hatten. Wenn sich die geprüften Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst [[Diener]] des Tempels zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prüfung an sich war eine Farce und die Prüfer wussten aus der Schrift und den Propheten kaum mehr außer den stets selben Fragen und Antworten, welche die Eltern den Prüflingen schon vorsorglich beigebracht hatten. Geistreiche Knaben, die Gegenfragen stellten und Aufklärung verlangten, wurden mit Unwillen behandelt und mit mystischem und verworrenem Geschwafel abgefertigt. Einer jedoch ließ Sich nicht abwimmeln, und das war Jesus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.5}}; {{L|DTT|1.11-14}}; {{L|DTT|2.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 1. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer sind die Jungfrau und ihr Sohn aus Jesaja 7.14-16? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Jesus gestellte Frage kam aus {{B|Jesaja|7|14-16}}: &#039;&#039;&amp;quot;So wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie Emanuel heißen. Butter und Honig wird er essen, dass er wisse Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Aber ehe der Knabe lernt Böses verwerfen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zwei Königen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.7}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer sind die [[Jungfrau]] und wer ihr Sohn [[Emanuel]]? Wann wird geschehen, dass solch ein Sohn in die Welt geboren werde? Die Zeit müsste schon da sein, indem das Land [[Jakob]]s schon seit mehreren Jahren seiner beiden Könige entsetzt sei und nun die [[Heide]]n zum Herrn habe. Ob nicht etwa Jesus, der Sohn der [[Maria]], eben jener Emanuel sei, der von den [[Drei Könige|Drei Königen]] begrüßt worden war und von dem [[Hanna|Anna]] und [[Simeon (Prophet)|Simeon]] zeugten?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem zuerst ein Ältester, ein herrschsüchtiger alter Knauser, mit einem verworrenen Zeug antwortete und Jesus als schlecht erzogen hinstellen wollte, antwortete ein jüngerer, ein wenig menschlicher aussehender Schriftgelehrter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es handle sich um eine total verrauchte Geschichte, eine dunkle Weissagung des [[Jesajas]], der für seine Zeit stets in dunklen Bildern weissagte und mit der nun nichts sei.&lt;br /&gt;
# Der von den Drei Königen in [[Bethlehem]] begrüßte König der Juden sei wahrscheinlich beim [[Herodes#Geschichte|Herodischen Kindesmord]] geschlachtet worden. Joseph und Maria wären wohl aus [[Judäa]] geflüchtet und lebten vielleicht gar nicht mehr. Die Sache habe wohl viel Aufsehen gemacht, sei aber merkwürdigerweise wenige Jahre darauf gänzlich in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
# Anna und Simeon seien bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.&lt;br /&gt;
# Da beinahe der ganze Erdkreis bebte, als Gott dem [[Moses]] die Gesetze gab, und [[David]] den [[Messias]] als &amp;quot;König der Ehren&amp;quot;, &amp;quot;stark und mächtig im Streit&amp;quot; besang, würde bei Seinem Kommen sicher die ganze Welt um so mehr erbeben. Außerdem würden Ihn schon Jahre davor mächtige [[Prophet]]en ankündigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 1:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Alles Wirken in der großen Gotteswelt ist am Tage vom hellsten [[Sonnenlicht]] erleuchtet, und selbst die [[Nacht]] ist nie so finster, dass man gar nichts sehen sollte; warum muss denn gerade jene wichtige [[Lehre]], die dem Menschen den Weg zum wahren Heile klarst und hellst zeigen soll, so verworren und keiner [[Menschenseele|Seele]] verständlich gegeben sein?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.1-2}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles anwesende Volk gab Jesus recht und der sehr reiche Vater von [[Lazarus]], Martha und Maria erlegte für Jesus ein Opfer von 30 Pfund [[Silber]] und etwas [[Gold]], damit Er mit den Ältesten und Schriftgelehrten länger verhandeln durfte, was diese nur zu gerne annahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 4:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Eure noch so sicher scheinend gestellten Worte können das [[Meer]] nicht ruhen machen und den rauschenden [[Wind]]en nicht Stillschweigen gebieten! Nur ein [[Blinder]] merkt von den Zeichen dieser Zeit nichts, und als [[Tauber|Stocktauber]] kann er auch nicht vernehmen den mächtigst dröhnenden Geschichtsdonner dieser allerdenkwürdigsten Zeit der ganzen [[Erde]]. Während schon [[Karmel]] und [[Sion]] vor dem angekommenen König der Ehren ihr Haupt geneigt haben und [[Horeb]] aus seinen hohen Zinken [[Milch]] und [[Honig]] fließen lässt, wisset ihr, die ihr am ehesten davon wissen und das harrende Volk davon benachrichtigen sollet, nicht eine Silbe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin forderte Jesus die Schriftgelehrten auf, Ihm zu zeigen, wer die schwangere Jungfrau sei, von der der Sohn des Allerhöchsten geboren werden soll. Warum wird sie Ihm den Namen &amp;quot;Emanuel&amp;quot; (Gott mit uns) geben? Warum wird Er Milch und Honig essen, um das [[Böse]] zu verwerfen und das [[Gute]] zu erwählen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 2:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin denn doch der Meinung, dass an jener [[Kindheit Jesu#Geburt Jesu|bethlehemitischen Geburtsgeschichte]] etwas mehr ist, als ihr meinet, und dass jenes Elternpaar, der bekannte Zimmermann Joseph aus Nazareth und dessen später zum Weibe angetraute Jungfrau, samt dem zu Bethlehem geborenen Sohne noch ganz gut leben; denn sie sind durch eine recht weise Vermittlung des damaligen römischen Hauptmannes [[Kornelius]] der späteren Grausamkeit des alten [[Herodes]] entronnen und leben nun ganz wohlbehalten zu [[Nazareth]] in [[Galiläa]].&amp;quot;&#039;&#039; Daraufhin klärte Er die Schriftgelehrten über weitere Details der Flucht und Rückkehr der Familie des Joseph und der Maria auf, und wies auch darauf hin, dass man über ihren Knaben Jesus eine Menge Wunderdinge erzählte, Ihm die [[Element]]e gehorchten und die wilden [[Tier]]e vor Seinem Blick flohen. Dann forderte Er sie auf, Ihm zu sagen, ob sie von all dem im Ernst nichts wüssten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein etwas besserer Ältester gestand, dass sie wohl davon wüssten, aber ob der Wunderknabe derselbe sei, der in [[Bethlehem]] geboren war, daran zweifelten sie sehr. Wie sollte jener Knabe der Emanuel des Propheten sein?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;So Er es aber nicht ist, woher rührt dann die Macht, die Er über alle Elemente ausübt? Und wer ist des Propheten &#039;Jungfrau&#039; und wer der &#039;Emanuel&#039;?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat ein weisest seiender Schriftgelehrter auf, um Jesaja nach der [[Entsprechungslehre]] der [[Kabbala]] (jüdische Mystik) auszulegen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Jungfrau sei keine aus Fleisch und Blut, sondern die [[Lehre]] nur, die Gott durch Moses den [[Erdmensch|Kindern dieser Welt]] gab. Im engsten Sinn seien die [[Priester]] diese Lehre und ihr Gesetz, also das lebendige [[Wort Gottes]]. &lt;br /&gt;
# Die Schwangerschaft sei die bester Hoffnung der Priester, dass diese Lehre nun in die ganze Welt von ihnen hinausgeboren und die [[Heiden]] erquicken wird. &lt;br /&gt;
# Der Sohn werden die Heiden sein, welche die Priesterlehre angenommen haben, und diese werden dann sagen und benannt werden: &#039;Emanuel&#039;, &#039;Gott ist auch mit uns&#039;.&lt;br /&gt;
# Der Honig sei die reine Liebe und das wahre Gute aus ihr, die Milch die Weisheit aus Gott. Habe man sich die Liebe und Weisheit aus Gott lebendig zu eigen gemacht, dann verabscheue man auch frei aus sich alles Böse und will und erwählt das Gute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.24-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ließ Sich dadurch nicht von der Jungfrau Maria abbringen und führte {{B|Jes|9|5-6}} an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist das Kind aus Jesaja 9.5-6? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja 9.5-6: &#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seinen Schultern ist, und Er heißt: Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, dass Er es zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! – Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte die Frage, &#039;&#039;&#039;was das für ein Kind und Sohn sei. War es nicht doch der in Bethlehem geborene Knabe?&#039;&#039;&#039; Denn es hieß auch: &#039;&#039;Zu Bethlehem in einem Stalle wird den Juden ein König geboren werden; der wird ein neues Reich gründen, dessen ewig kein Ende sein wird!&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte zu einigem Aufheben, woher Jesus die den Laien unzugänglichen Schriften so gut kenne. Ein Oberster der [[Synagoge]] von Bethlehem bot sich an, den wahren Sachverhalt um die Geburt eines Knabens in einem Stall in Bethlehem vor zwölf Jahren zu geben, da er damals schon Oberster der Synagoge von Bethlehem war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus aber wies ihn darauf hin, dass Ihm der Sachverhalt bestens bekannt sei und Er nur erfahren wolle, ob und in welchem Zusammenhang die Ältesten und Schriftgelehrten diese Ereignisse mit den Aussagen aller Propheten finden, besonders jenen des Jesajas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberste aus Bethlehem vermochte darauf aus folgenden Gründen keine sichere Antwort zu geben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Obwohl der Zusammenhang der Aussagen des Jesaja mit jener vor zwölf Jahren zu Bethlehem erfolgten Geburt leicht ersichtlich sei, mag es seit den Zeiten Jesajas schon viel Ähnliches gegeben haben. [[Judäa]] war schon mehrmals königlos und so manche Jungfrau gebar bei Bethlehem in irgendeinem Stall ein Knäblein, manchmal sogar zufälligerweise unter großer Zeremonie, die aber nur als Naturereignis für sich allein dastand.&lt;br /&gt;
# Von einem leibhaftigen Emanuel, einem Held, der es mit der ungeheuren Macht der Römer aufnehmen könnte, gäbe es keine Spur.&lt;br /&gt;
# Eine Menge gewinnsüchtiger [[Magier]] und [[Sterndeuter]] aus Indien und Persien, die mit den Sagen der Propheten vertraut sind, hätten schon die Gelegenheiten benutzt, um schwachen, abergläubischen und blinden Juden vorzumachen, ihr erhoffter Messias sei unfehlbar geboren worden. Aber es handelte sich nur um eine eitle Sage von möglichst größter Verworrenheit, die bald vergessen war. Die Geburt vor zwölf Jahren wäre ihnen ein Hauptwasser auf ihre trockenen Felder gewesen, aber auch dieser Geschichte gedenke nun niemand mehr. Dass Jesus aus Galiläa diese Geschichte wieder vorbrachte, sei nicht verwunderlich, denn Galiläa sei ein [[Schwärmer]]land, aus dem kein wahrer Prophet kommen könne.&lt;br /&gt;
# Die Aussagen der Propheten wären mystische Bilder, an denen die Menschen noch Hunderte von Jahren nagen würden; schwerlich würde ein Volk zu einer Lösung auf dieser Erde gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.3-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stimmte zu, dass der Oberste &#039;&#039;nach diesweltlichem Maß&#039;&#039; recht haben mag, es aber nur um ein &#039;&#039;geistiges Maß&#039;&#039; gehe. Daher hatte er Ihm mit seiner ganzen, erfahrungsreich sein sollenden Rede dennoch soviel wie gar nichts gesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn wenn der Messias kommen wird, wird er kein materielles, sondern ein geistiges Reich auf Erden gründen, und diesem Reich wird kein Ende sein in Ewigkeit, wie es Jesaja geweissagt hat. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den Tod nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und Jesajas geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich mit dem Messias nicht anders verhalten kann, ist auch jene wunderbare Geburt in Bethlehem nicht ganz so bedeutungslos:&lt;br /&gt;
# Gott hat jenes Kind wunderbar vor der mörderischen Hand des [[Herodes]] beschützt, und es lebt heutzutage höchst zurückgezogen.&lt;br /&gt;
# Wo es sein muss, steht es in einer allen [[Element]]en gebietenden Kraft da, wie solche nur einem Gott möglich sein kann, selbst [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e scheinen seinem Willen zu gehorchen. &lt;br /&gt;
# Niemand kann sich vor ihm verbergen; verbirgt es sich aber vor den anderen Menschen, so ist es aber dann niemandem möglich, es eher zu finden, als es sich ganz freiwillig finden lässt.&lt;br /&gt;
# Es hat nie [[Lesen]] und [[Schreiben]] gelernt, und dennoch gibt es keine [[Schrift]] in der Welt, die es nicht lesen könnte. Es schreibt in allen [[Sprache]]n, ist bewandert in allen [[Kunst|Künsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es seitens der Priester, Weisen, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes angebracht, sich näher danach zu erkunden und darüber in den Propheten nachzusehen, ob die Weissagung des Jesaja nicht mit den bewussten Eltern und dem Kind übereinstimmt. Immerhin bekleiden sie die Stellen im Volk, von denen dieses die offene Kundgabe der Ankunft des verheißenen Messias zu erwarten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.19-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hochpriester lehnte dieses Ansuchen jedoch mit folgenden Begründungen ab:&lt;br /&gt;
# Derlei Messiasgeschichten gab es schon oft unter dem Judenvolk. Selbst [[Zacharias]] sei mit der Messiashoffnung gescheitert. Was also wäre dann erst von der Messiasgeschichte des Joseph zu erwarten; es wären ja doch nur [[Essäer|essäische]] oder indomagische Betrügereien. &lt;br /&gt;
# Vor der Ankunft des Messias würden vor aller Welt Augen große Zeichen am Firmament geschehen. Dann würde der Erwartete mit aller Macht der Himmel kommen, um sein Volk von der Macht der Heiden zu erlösen und darauf ein Herr und König über alle Länder der Erde sein. Die Kinder [[Abraham]]s würden sein Volk sein und bleiben in Ewigkeit. Dies wüssten die Priester aus den Büchern der alten Weissagungen. &lt;br /&gt;
# Maria sei schon schwanger gewesen, als sie dem Joseph im Tempel angetraut ward. (Anm.: Offiziell geschah dies tatsächlich erst nachdem Maria schwanger war, davor war Maria dem Joseph nur zur Pflege gegeben.) Sicher käme der Messias nicht so unscheinbar und sogar als ein uneheliches Kind in die Welt, als ein schwacher und sterblicher Mensch. Als uneheliches Kind wäre der Knabe unmöglich der Messias, selbst wenn er durch seine erlernten Zauberkünste Berge versetzen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|6.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus antwortete auf diese Einwände: &#039;&#039;&amp;quot;Entweder hat er recht, und der Prophet ist ein Lügner und hat somit kein Recht, oder das Unrecht fällt auf den Hohepriester zurück, und der Prophet hat dennoch recht! Beide aber können unmöglich recht haben, da der Hochpriester gerade das Gegenteil von dem behauptet, was da der Prophet von der Ankunft des Messias geweissagt hat!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Prophet sagt, eine &#039;&#039;Jungfrau&#039;&#039; - also kein &#039;&#039;Weib&#039;&#039; -  ist schwanger und wird einen Sohn gebären.&lt;br /&gt;
# Jesajas beschreibt die Ankunft des Messias als auf eine höchst anspruchslose Weise; würde der Messias unter großartigsten Zeichen als ein allmächtiger Kriegsheld erschienen, in welch große Furcht würden die armen, schwachen Menschen geraten, wovon mehr als die Hälfte verschmachten müsste; auch dem Tempel käme eine solche Aufführung sehr ungelegen.&lt;br /&gt;
# Die Geschichte mit dem Sohn des Zacharias ist noch lange nicht zu Ende; es würde die Zeit kommen, wo [[Johannes der Täufer]] wie ein mächtiger [[Blitz]] unter die Priesterschaft fahren und unter ihnen ein großes [[Gericht]] halten wird. Und ein noch ärgeres Gericht würde der Knabe aus Nazareth über sie bringen. Er würde ihnen Seine volle göttliche Herrlichkeit zeigen, aber nicht zu ihrer [[Auferstehung]], sondern zu ihrem Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies machte den Hochpriester zornig, und er wollte wissen, wer dieser freche Knabe sei. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin, der Ich bin, und woher Ich kam, das habt ihr aufgezeichnet. Was fragt ihr denn weiter, wer und woher Ich sei?! Zudem habe Ich es euch ja ohnehin schon gesagt, dass Ich aus Galiläa und eben auch aus Nazareth gekommen bin und daher den in Rede stehenden Knaben überaus gut kenne und durchaus nicht so dumm bin, um nicht die Taten eines Magiers – wenn auch sogar aus Indien – von jenen des Wunderknaben zu unterscheiden.&amp;quot;&#039;&#039; Darauf erwähnte Er kurz einige Seiner Wundertaten und beschrieb Seine Wundermacht, welche er allzeit und ohne einen Lohn zu verlangen zum Wohl der bedrängten Menschheit getan hatte, jedoch ohne ihnen kundzutun, dass Er Selbst jener Knabe aus Nazareth sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.8-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist Jesus aus Nazareth? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte folgende Fragen: &#039;&#039;&#039;Ist Jesus von Nazareth nur ein eingelernter [[Zauberer]], oder tut Er Seine Wundern nur aus der Ihm in aller Fülle innewohnenden Gotteskraft? Oder wie sonst sollte Er seine Wunder tun?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete der Hochpriester, wenn dieser Knabe ohne Wissen und Einwilligung des Tempels eigenmächtig tatsächlich die beschriebenen Wunder tue, dann wäre er von [[Beelzebub]], dem Obersten aller [[Teufel]] besessen und es wäre daher gemäß der Schrift die Pflicht des Tempels, solche Kinder und Menschen um jeden Preis von der Erde zu vertilgen. Denn mit Gotteskraft gehe das niemals außerhalb des Tempels. Es bedürfe sittliche [[Reinheit]], um der göttlichen Kraft teilhaftig zu werden, und das könne man nirgendwo als allein im [[Allerheiligsten]] des Tempels nach der Lehre [[Moses]] und aller Propheten. Daraufhin drohte er, den Knaben aus Nazareth töten zu lassen, sollten Nachforschungen die gemachten Angaben bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier griff ein römischer Richter ein und wies den Hochpriester zurecht, dass die selbst gemachten Sitten der Priester nicht mehr galten, denn das Schwert der Gerechtigkeit sei nun in Römerhand. Zudem würde er den von Jesus angezeigten [[Mord]] an Zacharias nachprüfen lassen, wobei sich dann zeigen werde, ob nicht eher die Priesterschaft das Schwert der römischen Gerechtigkeit zu verkosten bekommen werde, als jener Wunderknabe aus Nazareth. Auch Herodes würde sich hüten, dem Willen der Priester zu entsprechen. Er stellte Jesus unter seinen Schutz und ermutigte Ihn, weiter zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus lobte und segnete den Richter und sein ganzes Haus und versprach ihm [[ewiges Leben]] im Namen jenes Wunderknaben aus Nazareth. Nun empörte sich der Hochpriester darüber, welchen Unsinn Jesus rede, ob jener Knabe ein Gott sei, denn nur Gott könne segnen, und Sein Hochpriester nach der Verfügung Gottes dreimal im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antworte Jesus folgendermaßen:&lt;br /&gt;
# Wenn es ein Unsinn sei, was Er von dem Wunderknaben ausgesagt habe, dass Er Seine wahren Freunde segne, warum lehren dann die Priester, dass die Eltern ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern allzeit segnen sollen? [[Noah]] war kein Gott und segnete seine beiden Söhne, ebenso segnete [[Isaak]] den [[Jakob]]. Demnach lehrten also die Priester selbst auch einen Unsinn?&lt;br /&gt;
# Der Wunderknabe aus Nazareth hat mehr Recht, als Gott zu gelten, denn die Priesterschaft, die sich in ihrem Dünkel für Götter hielt, denn Er ist mit vielen wahrhaft göttlichen Eigenschaften begabt und stammt sogar noch von [[David]] in erster Linie ab. Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist im Geiste aus Gott, der ganze Mensch ist dann aus Gott. Ist der Mensch dadurch in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Gotteswort geworden, voll erfüllt mit dem Geist Gottes, dann muss er auch als Gott angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beschuldigte der Hochpriester Jesus, einen strafbaren, gotteslästerlichen Unsinn zu reden, worauf er Ihn auslachte und verspottete. Daraufhin ließ Jesus den Volkskatechismus bringen und den Richter daraus vorlesen: &amp;quot;Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott. Wo aber das, wer kann da sagen, dass nicht der ganze Mensch aus Gott wäre?! Ist aber ein Mensch dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Worte Gottes geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!&amp;quot; Somit fanden sich darin auf ein Haar dieselben Worte, die Jesus erklärt hatte und der in größte Verlegenheit gebrachte Hochpriester konnte Ihn nicht mehr beschuldigen, Unsinn zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.9-18}}; {{L|DTT|10.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kritisierte die Priesterschaft folgendermaßen:&lt;br /&gt;
* Obwohl der Hochpriester nicht einmal wusste, was im Volkskatechismus vor aller Augen geschrieben steht, und dies sogar einen Unsinn nannte, gilt er doch als Hochpriester, Schriftgelehrter und Ältester zugleich.&lt;br /&gt;
* Wie kann jemand ein Hochpriester werden und sein, sich vom Geist Gottes erfüllt vorkommen, auf dem Stuhl Moses und [[Aaron]]s sitzen, wenn er das Wort Gottes nicht einmal äußerlich kennt, noch nicht einmal den sehr kurz gefassten Volkskatechismus, und daher &#039;&#039;das&#039;&#039; Unsinn nennt, was ein jeder Judenknabe aus dem Volkskatechismus wissen muss?&lt;br /&gt;
* Hochgeborene Menschen werden nicht mehr nach ihrem geistigen Vermögen, sondern nur nach ihren weltlichen Reichtümern zu den höchsten Ämtern befördert, wo sie dann gewöhnlich geistig noch ärmer, aber dafür materiell desto reicher werden. Ist das vor Gott gerecht?&lt;br /&gt;
* Wie soll man über die Ankunft des verheißenen Messias eine Auskunft erhalten, wenn jene, die zuerst und zunächst etwas wissen sollten, in der Schrift so unbewandert sind wie Menschen, die überhaupt nichts von der Schrift wissen, aber trotzdem hoch und breit auf dem Stuhl Moses und der Propheten sitzen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte Jesus zu und schloss die Sitzung für den ersten Tag. Jesus und Simon nahm er als seine Gäste in die Tempelherberge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tempelherren ärgerten und ängstigten sich, fanden keinen Schlaf und berieten in der Nacht, wie sie sich am nächsten Tag gegenüber Jesus und den Römern verhalten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 2. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus wird als der Wunderknabe aus Nazareth offenbar ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Kollegium in den Sprechsaal einzog, wurde es von den Anwesenden der Sitte geziemend begrüßt, was die Pharisäer sehr liebten. Jesus grüßte jedoch nicht, weswegen sich einige gleich aufhielten. Als Er darauf angesprochen wurde, antwortete Er, dass Er als ein zwölfjähriger Knabe mit dem Gegrüße unter ihresgleichen nichts zu tun habe, Er von ihnen auch nicht gegrüßt worden sei und das übertriebene Gegrüße in Galiläa nicht Sitte sei. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ihr lasset euch allezeit über alle Gebühr ehren und grüßen, dieweil euch die Welt zu Herren gemacht hat. Ich aber bin in Meiner Art auch ein ganz besonderer Herr, warum habt denn ihr Mich nicht auch zuvorkommend gegrüßt?!&amp;quot;&#039;&#039; Den näheren Grund könne ihnen der Römer kundgeben. Außerdem sei Nachsabbat, an dem, so wie am [[Sabbat]] selbst, nach ihrer eigenen Satzung alles Grüßen und Ehren streng untersagt sei, da auch dieses den Sabbat entheilige und den Menschen auf den ganzen Tag verunreinige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wussten die Templer schon nichts mehr zu entgegnen und ersuchten den römischen Richter, sie über diesen Knaben aufzuklären. Dieser offenbarte ihnen, dass der Knabe eben jener Wunderknabe aus Nazareth sei, den Er am vorigen Tag nur zu vertreten schien. Das erschreckte das Kollegium und der Oberpriester wollte von Jesus wissen, warum Er das nicht schon gestern gesagt habe, weil sie dann sicher ganz anders mit Ihm geredet und Ihm gefälligere Antworten gegeben hätten. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Oh, das weiß Ich recht gut. Aber da es Mir nicht ums Heucheln, sondern um die Wahrheit zu tun ist, so tat Ich eben also, wie Ich es getan habe! Und wäre Ich heute noch der, der Ich gestern war, so hätte Ich von euch wieder kein wahres Wort erfahren, da ihr in der Nacht euch aus Furcht vor dem römischen Richter gar fein beraten habt, wie ihr Mir wegen des bereits in dieser Welt seienden Messias gar alles wolltet gelten lassen, um Mich zu besänftigen und durch Mich etwa auch den Richter wegen des Zacharias Geschichte. Da Ich aber nun nicht der Verteidiger des Wunderknaben, sondern der Wunderknabe selbst bin, so hat solch plötzliche, unvorhergesehene Wendung der Sache eure Sinne verwirrt und euern schlechten Plan vereitelt, und ihr steht nun da voll Furcht und Angst, und wisset nicht aus und nicht ein. – Redet nun, wie euch diese Geschichte behagt!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle stutzten, worauf der Oberpriester mit gespielt freundlicher Miene wissen wolle, wer unter ihnen sich solchen Rat ausgedacht habe. Da sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Eben derjenige, dem Ich selbst den Rat also eingeflüstert! Er ist unter euch der Jüngste und ist auch aus Galiläa geboren: sein Name ist [[Barnabe]]!&amp;quot;&#039;&#039; Diese Antwort war wieder ein [[Blitz]]strahl unter die Pharisäer, und sie gerieten in große [[Furcht]], denn vieler [[Gewissen]] war sehr unrein, und sie fürchteten manche Entdeckung ihrer geheimen [[Laster]] vor dem strengen Römer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priester und Pharisäer berieten sich, wie sie die Sitzung beenden könnten und erklärten schließlich feierlich, dass die Sitzung aufgehoben sei, da der Knabe von gestern, für den die große Steuer bezahlt worden war, nicht mehr der Knabe von heute sei. Dies aber ließ ihnen der Richter nicht durchgehen und widersprach energisch. So traten alle, sichtbar unwillig, wieder an ihre Plätze, blieben aber stumm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.18-22}}; {{L|DTT|13.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was würdet ihr tun, wenn Ich der Messias wäre? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Höret, da ihr Mich keiner Frage mehr würdigen wollt, so werde Ich so frei sein, euch eine kleine Frage zu stellen: Saget Mir – aber ganz offen –, was ihr dann tun würdet, so Ich denn doch im Ernste der verheißene Messias wäre, um den sich gestern das Hauptgespräch gedreht hat!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Frevelei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Haupttempelzelot: Jesus solle sich vor zu großem [[Frevel]] hüten!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, er und seinesgleichen sollten sich vielmehr hüten, dass das Haus des Herrn von ihnen nicht gänzlich zu einer Mördergrube werde. &#039;&#039;&amp;quot;Dadurch aber, so Ich frage, was ihr tun würdet, wenn Ich am Ende dennoch der verheißene Messias wäre, entheilige Ich den Tempel durchaus nicht, indem eine solche Frage ohne alle Sünde und Scheu ein jeder Mensch an euch stellen kann! – Und ihr könnt Mir ja ebenso eine bedingungsweise Antwort geben, als Ich euch nur eine bedingungsweise Frage gestellt habe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Nicht genug Beweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joram]], ein weiser alte Anhänger oder Kenner des [[Talmud]] und der großen Kabbala, antwortete Jesus:&lt;br /&gt;
# Die Menschen müssten sehr darauf achten, solche hochwichtigen Verheißungen erst dann als wahr anzunehmen, wenn alle Umstände für jeden klar seien. Zwar habe Jesus aus Jesaja einige Verse für sich; aber der Prophet habe auch viel von dem kommen sollenden Messias geweissagt, was auf Ihn nicht passen würde. &lt;br /&gt;
# Die über Jesus verlässlich berichteten, alles übertreffenden Wunder verdienten zwar ein besonderes Augenmerk auf den Wundertäter, aber von einer abgemachten Bestimmtheit dessen, was sie beurkunden sollen, könne noch lange keine Rede sein. Er habe als ein schon sehr alter Mann viele Erfahrungen gemacht und öfters bei Kindern Fähigkeiten und Eigenschaften entdeckt, die einen großen [[Prophet]]en vermuten ließen. Aber als die Betreffenden älter wurden, hätten sich diese glänzenden Eigenschaften alle verloren, als wären sie nie dagewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte daraufhin, Er sei der &amp;quot;Raubebald, Eilebeute&amp;quot; {{B|Jes|8|1-4}} und Er habe nicht die geringste Frucht vor wem auch immer in der ganzen Welt, da Er Sich der ewig nie besiegbaren Kraft und Macht in Sich selbst bewusst sei, die keine fremde, sondern Seine höchsteigene sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wiederholte, dass es schon öfters Kinder gab, die manche außerordentliche Talente und Fähigkeiten zeigten und eine große Menschenmenge ins größte Staunen versetzten. Aber in späteren Jahren wurden ganz gewöhnliche Menschen aus ihnen. Auch für Jesus müsse dies als möglich angenommen werden, weswegen die volle Annahme, Er sei der Messias, verfrüht sei. In Anbetracht Seiner Geburt, Abstammung und noch nie dagewesenen Fähigkeiten könne diese Annahme allerdings auch nicht generell in Abrede gestellt werden. Man müsse abwarten, was die Zeit bringen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf erwiderte Jesus, dass dies nach der irdischen [[Vernunft]] richtig sei, jedoch im Menschenherzen ein tieferes und leuchtenderes Kriterium sei, welches dem Joram sagen könne, ob Er eines jener Kinder sei, die in späteren Jahren ihre Fähigkeiten verloren. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Von Meinem inneren Geiste hängt das Dasein aller Dinge allein ab. Daher kann ich denn auch wollen, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will, wie dir solches auch von Mir ausgesagt ward durch anderer Zeugen Mund, nicht allein durch den Meinigen. Wenn aber also, wie lässt sich da dann wohl denken, dass Ich je Meiner dir bekanntgegebenen Eigenschaften und Fähigkeiten bar werden könnte?! Kann Ich aber das nicht, was bin Ich dann?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram:&lt;br /&gt;
# Dies sei immer noch nur eine Annahme, aber kein [[Beweis]], denn auch er könne ebenso solches von sich sagen, wonach er dann dafür ausgelacht oder in die Geschlossene gebracht würde, da er kein Knabe in einem unzurechnungsfähigen Alter sei. Jesus habe sich in Seiner Messiasidee ein wenig zu hoch verstiegen.&lt;br /&gt;
# So etwa einst der Messias kommen würde, da würde Er nur als ein vollkommener [[Mensch]], nie aber als ein Gott zu den Menschen kommen. Unter den halbgriechischen Juden gäbe es zwar die Sitte, besonders begabte Menschen gleich unter die Götter zu stellen oder sich selbst als solche anzusehen. Dies sei aber hoch gefehlt gegen das [[Zehn Gebote|Gebot Gottes]]: &amp;quot;Ich allein bin euer Gott und euer Herr, ihr sollet keine fremden Götter neben mir haben!&amp;quot; Wie also könnte es Jesus einfallen, Sich als einen Gott vorzukommen!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Joram und der Oberpriester anstößig fanden, was Jesus ihnen über Seinen inneren Geist gesagt hatte, forderte Er von ihnen zu erklären, welcher Geist aus den [[Prophet]]en redete. Diesen bestätige Joram als Gottes Geist. Darauf antworte Jesus: &#039;&#039;So jener Geist, der aus den Propheten redete, Gottes Geist war, warum sollte dann Mein innerer Geist kein Gottesgeist sein, da Ich aus demselben bei weitem Größeres zu wirken imstande bin, als alle die Propheten von [[Henoch]] an je gewirkt haben?! Denn sie waren beschränkt, nur in einer gewissen Sphäre zu wirken, Ich aber bin unbeschränkt und tue, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will! Wenn aber also, wie ist dann Mein innerer Geist ein anderer denn jener, der aus den Propheten redete?!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Aus Galiläa kommt kein Prophet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf wendete Joram ein, dass aus Galiläa kein Prophet komme, weswegen sie den inneren Geist von Jesus nicht mit jenem der Propheten gleichstellen könnten und dürften. Darauf antwortete Jesus, nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem geboren zu sein. Außerdem kam auch Jesajas nach Galiläa und machte dort Weissagungen in der Nähe von [[Cäsarea Philippi]], darum er auch nicht etwa kein rechter Prophet sei. Wieso solle Er also nicht auch den wahren, göttlichen Geist in Sich besitzen gleich jedem andern Propheten?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Wo ist der Engel des Herrn und Elias?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester erklärte, es werde laut der Schrift zuerst der Engel des Herrn und [[Elias]] kommen, um die Menschen auf die große Ankunft des Messias vorzubereiten. Wo ist bei Jesus der [[Engel]] des Herrn und wo Elias? Darauf antwortete Jesus, dass ihresgleichen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Sie sahen und erkannten weder den Engel, der mit [[Zacharias]] redete, noch dessen wunderbar gezeugten Sohn (Johannes der Täufer). Was bei ihnen nicht mit [[Feuer]], [[Blitz]] und [[Donner]] geschieht, das sehen sie nicht. &#039;&#039;&amp;quot;Als Elias in seiner Felsenhöhle die Aufforderung erhielt, darauf zu achten, wie Jehova vor seiner Höhle vorüberziehen werde, da zog zuerst ein Feuer vor seiner offenen Höhle vorüber, aber darin war Jehova nicht. Dann zog ein mächtiger [[Sturm]] vorüber, aber auch darin war Jehova nicht. Am Ende zog ein kaum merkbares Säuseln vor der Höhle vorüber – und siehe, darin war Jehova! Und seht, eben damit zeigt der große Prophet die gegenwärtige Ankunft des Messias an! Ihr erwartet wohl Feuer und Sturm, was vor euch schon oftmals vorüberzog, aber da war Jehova nicht darin. Nun zieht das sanfte Säuseln vor euch vorüber, darin wahrlich Jehova ist, aber das merken eure tauben [[Ohren]] und blinden [[Augen]] nicht und werden es auch nicht merken – außer am Rande eures Lebens, allwann euch aber solch spätes Merken nicht mehr viel nützen wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus demonstriert Seine Wundermacht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe [[Spott|spottete]] eselhaft über Jesus und wollte wissen, was Er nun, als der herbeigesäuselte Messias, mit dem Tempel und dessen Dienern tun werde. Jesus antwortete darauf, dass Er zwar nicht den Tempel und dessen Diener aufheben werde, aber dessen gesetzwidrige Verkehrtheit und die sich weise dünkenden Protzer von Leviten kennzeichnen werde, als dankbare Anerkennung ihrer schlechten [[Witz]]e. Dann forderte er Barnabe auf, Ihm zu beweisen, dass Er nicht der sei, von dem alle Propheten geweissagt haben, ansonsten er Ihm zu einem wahren [[Midas]] der Heiden (ein Eseloriger) werden solle. Jesus testete den jungen Leviten mit der Frage: &amp;quot;Was besagt der Name &#039;[[Jerusalem]]&#039;?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber wusste Barnabe nichts, weswegen er sich zu einem alten Schriftgelehrten schlich, der es aber auch nicht wusste. Auch Joram vermochte ihm nicht aus seiner Verlegenheit zu helfen und tadelte ihn, mit dem scharfsinnigen Knaben so unfein geredet zu haben, zumal doch er selbst es war, der ihnen Auskunft über Jesus wundersames Wesen erteilt hatte. Er riet ihm, Jesus um Vergebung zu bitten, ansonsten ihm wohl ein Schabernack geschehen werde. Barnabe folgte diesem Rat, bat Jesus um Vergebung und ersuchte Ihn, den Namen &#039;Jerusalem&#039; Selbst zu erläutern. Jesus nahm die Entschuldigung an und wies Barnabe darauf hin, dass er nun zu seinen Füßen finden könne, was ansonsten sein Haupt geziert hätte. Dort befanden sich zwei vollkommen ausgebildete, ganz natürliche Eselohren, denen aber jede Spur mangelte, als wären sie von einem wirklichen Esel abgeschnitten worden. Simon und der Richter fingen darüber zu lachen an, den Templern aber wurde ganz sonderbar und sie fragten sich untereinander, wie solches auf eine natürliche Weise möglich wäre, gelangten aber zu keinem Resultat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.8-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Barnabe sich bei den Beratungen der Priester für Jesus als den Messias einzusetzen begann, wies ihn Jesus an, die Eselsohren an den Spitzen in die Höhe zu halten, was dieser tat. Daraufhin sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Es werde zu diesen Lesern auch ein lebendiger und völlig gesunder Eselsleib!&amp;quot;&#039;&#039; Und im Augenblick stand ein gutgestalteter Esel mitten unter der Gesellschaft! Da entsetzten sich alle und wollten davonlaufen. Aber der römische Richter und Simon ließen das nicht zu, worauf sich die Templer wieder setzten und den Esel wortlos anstaunten. Daraufhin ließ Jesus den Esel in nur einem Augenblick völlig verschwinden, was zu noch mehr Staunen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.29-34}}; {{L|DTT|17.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem römischen Richter zu demonstrieren, dass Er auch ein natürliches Dasein auflösen konnte, ließ Jesus einen 100 Pfund schweren [[Stein]] herbeibringen und löste diesen durch sein bloßes Wort auf, dass von dem Stein nichts übrig blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|17.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Barnabe erzählte Er ein Geschehen aus der Vergangenheit, inklusive der [[Gedanke]]n, die sich Barnabe damals gemacht hatte, was Jesus auf natürliche Weise nicht hätte erfahren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|18.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus warf Barnabe und den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, die Schrift für ein reines Menschenwerk zu halten, das verschiedene Menschen wegen der leichteren Beherrschung ihrer Nebenmenschen zusammengeschrieben haben, aber für die wahre Bildung des modernen Menschen nicht mehr tauge, was alle wahren [[Weltweise]]n schon lange eingesehen und klar bewiesen hätten. Hätten sie erkannt, dass die Schrift göttlichen Ursprungs sei, und ein jedes Wort gleich dem Namen Jehova, dann würden sie Ihn schon lange für das gehalten haben, was Er eigentlich sei, und würden verstehen, wie Er Seine Wundertaten bewerkstellige. So aber blieben ihnen auch Seine Taten im höchsten Grade unbegreiflich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wendete ein, manche würden wohl nicht an die reine Göttlichkeit der Schrift glauben, aber andere würden daran doch sehr festhalten. Zwar weise einiges in Jesajas auf Jesus als den Messias, anderes aber passe nicht. Die Sache bliebe doch eher nur eine Volkssage, hervorgehend aus dem lange gehegten Wunsch des Volkes. Als ihn Jesus aufforderte, die Stellen zu nennen, die auf Ihn nicht passen würden, bedurfte Joram Einsicht in die Schriften der Propheten. Da es aber schon Abend geworden war, wurde dies auf den nächsten Tag verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Joram und Barnabe suchten während der Nacht bei Jesajas nach Stellen, die nicht auf Jesus passen würden. Sie konnten nichts finden, was Jesus zum Schweigen hätte nötigen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|20.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 3. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was aus Jesajas passt nicht auf Jesus als Messias? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus forderte Joram auf, Ihm die am vorigen Tag angekündigten Texte aus Jesajas zu zeigen, die seiner Meinung nach nicht auf Ihn oder auf jeden anderen werden mögenden Messias passen sollten. Joram erklärte, dass ihm die fraglichen Texte entfallen wären und es zu viel Mühe sei, alle Schriftstellen aufzusuchen, weswegen man Jesus als den verheißenen Messias gelten lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war Jesus aber nicht einverstanden, denn sie wollten Ihn nur auf eine gute Art loswerden, einerlei ob Messias oder nicht, solange sie dabei nur recht gut leben und [[Gold]], [[Silber]] und [[Edelstein]]e anhäufen konnten. Er sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Bin Ich es, oder sollet ihr auf einen andern warten? Bin Ich es, so ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen, und ihr werdet es aus der Schrift wissen, was da an euch ist zu tun, so ihr eines guten Willens seid! Bin Ich aber nach eurer Meinung und aus dem Propheten erwiesen das nicht – nun, da möget ihr denn in euren alten Sünden verharren, bis der Tod euer Endlos sein wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus bot an, die Stellen zum Messias Selbst aufzuzeigen, da es ihnen ja zu mühsam sei. Das aber wollte der Oberpriester nicht, weil er dachte, Jesus würde nur jene Texte heraussuchen, die auf Ihn am besten passen würden. Also fing er an, selbst im Buch zu suchen und fand schließlich nach längerer Zeit etwas ihm Zusagendes, worauf er mit viel Herrscherpathos hinwies. Er forderte Jesus auf, die gefundene Stelle vorzulesen und ihm zu sagen, ob sie auch auf Ihn passe. Darauf kündigte Jesus an, dass der Geist in Ihm, sogar schon lange vor Jesajas den Text niederschrieb, um die Stelle wusste - und gerade sie sei die rechte zu Seinem Sieg über den Oberpriester. Das machte den Oberpriester sehr zornig und er wollte wissen, ob Jesus wahnsinnig sei. Seele und Geist seien ein und dasselbe und die Seele unmöglich älter als ihr Leib, was aus Moses {{B|1Mo|2|7}} hervorginge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.5-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, dass der Oberpriester durch weltliche Protektion und nicht durch höhere, geistige Berufung Oberpriester sei und über geistige Dinge um viele schlechter urteile, als ein Blinder über Farben. Jesus erklärte ihm kurz das Wesen und den Unterschied von [[Menschenseele|Seele]] und [[Menschengeist|Geist]] und wies ihn darauf hin, dass Er Seinen Geist kenne und schon lange eins mit Ihm sei und darum auch aller Natur gebieten könne, und nicht wie der Oberpriester noch nie eine Idee aus seinem eigenen Geist gefasst habe. Daraufhin warnte Er den Oberpriester, sich zu mäßigen, ansonsten er bald die Kraft Seines Gottesgeistes wider sich erfahren würde. Immerhin sei es schon schlecht genug, dass Er Sich bei den sein wollenden Dienern Jehovas ein nach Stunden bemessenes Rederecht erkaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.15-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter, der die althebräische Schrift viel besser zu lesen verstand, als alle Templer zusammen, las die vom Oberpriester angezeigte Stelle: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seiner Schulter ist; und Er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, und dass Er es zurichte mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Solches wird tun der Eifer Zebaoths!&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|9|5-6}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter fuhr fort, im Namen von Jesus zu reden. Er wies darauf hin, dass der Prophet durch die aufgeführten Namen offenbar die Eigenschaften jenes Kindes aller Kinder bezeichnet, die alle auf Jesus hindeuteten. &lt;br /&gt;
# Wunderbar: Jesus ist wunderbar in seinem [[Verstand]], in seiner [[Rede]] und seinen [[Tat]]en.&lt;br /&gt;
# Rat: Welcher Weise der Erde könnte einen weiseren Rat geben als Jesus?&lt;br /&gt;
# Kraft: Dass Jesus Allkraft in jeder Beziehung - Geist oder Materie - besitzt, wird niemand bezweifeln, der Ihn rede hören und handeln gesehen hat.&lt;br /&gt;
# Held: Seinen unerschrockenen Heldenmut hat Er gegen die anwesenden, hochmütigsten Priester, die sich über alle Götter weit hinaus preisen und anbeten lassen, deutlich genug gezeigt. &lt;br /&gt;
# Ewig-Vater: Wie Sein Geist ein notwendig ewiger und eins mit dem Geist Gottes ist, hatte Er auf eine begreifliche Weise mit wenigen Worten bewiesen. (siehe {{L|DTT|21.19-21}})&lt;br /&gt;
# Friede-Fürst: Er selbst habe bereits empfunden, wie Jesus allein dem Menschen den wahren, lebendigen inneren Frieden geben kann und Er daher auch allein nur ein wahrster Fürst aller Fürsten der Erde ist und einen Frieden den Menschen geben kann wie kein anderer Fürst.&lt;br /&gt;
# Königreich: Jesus allein kann das alte Seher- und Erkenntnisreich Davids, das von den Priestern schon lange zerstört wurde, wieder lebendig aufrichten und eine Herrschaft gründen, der alle Fürsten der Erde trotz ihrer Zepter und Kronen für ewig untertan sein werden; denn das Reich der hellsten [[Erkenntnis]] ist und bleibt stets das mächtigste auf der Welt und kann von keiner Nacht-Macht je völlig unterjocht werden. Wo aber [[Licht]] ist und seine alles durchschauende Wirkung, da ist auch ein rechtes Gericht und die vollste, offenste Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
# Der Eifer Zebaoths: Wer sonst als der diesen Knaben durch und durch erfüllende Geist Gottes ist eben der Herr [[Zebaoth]] selbst! Wieso sieht das ein Heide auf den ersten Blick, aber nicht die Juden, die das doch offenbar mehr angehen sollte?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.13-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ärgsten Gegner des Herrn ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter wollte nun wissen, wie sich die Templer Gott denn eigentlich vorstellten. Joram antwortete darauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im Moses sei es ausdrücklich verboten, sich irgendeinen fasslichen Begriff oder irgendeine nur halbwegs bildliche Idee von Gott zu machen. Daher gab es auch im Tempel nirgendwo ein entsprechendes Bild.&lt;br /&gt;
# Die Väter wie [[Abraham]], [[Isaak]] und [[Jakob]] hatten in ihren [[Vision]]en Gott dennoch als vollendete Menschengestalt gesehen. Auch sprachen sie mit Ihm, obwohl es im Moses heißt: &amp;quot;Gott kann niemand sehen und leben zugleich; denn Gott ist ein verzehrend Feuer und wohnt im unzugänglichen Lichte!&amp;quot; Moses verlangte dennoch einmal Gott zu sehen, wenn ihm das auch den augenblicklichen Tod gäbe. Da aber sprach Gott zu Moses: &amp;quot;Verbirg dich in dieser Grotte, Ich werde da vorüberziehen! So Ich dich rufen werde, da tritt aus der Grotte, und du wirst Meinen Rücken sehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Obwohl sich das menschliche Gemüt nach einem formellen Gott sehnt und man es streng genommen den Heiden gar nicht so sehr übelnehmen kann, dass sie sich ihren [[Zeus]] als einen vollkommensten Menschen bildlich vorstellen, blieb den Juden nur das Wort &amp;quot;Jehova&amp;quot; und darüber hinaus nicht viel mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.27}}; {{L|DTT|24.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wies darauf hin, dass ihm selbst Jesus als Gott genügend gut und mächtig sei. Aber im Volk, das an der Lehre Moses und der Propheten hinge, und sich im Tempel seinem Gott nahe glaube, der es durch das Ohr des Hohepriesters vernähme, würde es zu einer allgemeinen [[Revolution]] kommen, wenn man ihm dies nähme und an Stelle der [[Bundeslade]] Jesus stellen würde. Die Templer seien daher genötigt, sich zu Narren zu machen, und dem Volk etwas als seiend vorzustellen, von dem man sich beim besten Willen keinen Begriff machen kann. Würde es Jesus gelingen, das Volk auf Sich aufmerksam zu machen, dass es Ihn als das erkennt und annimmt, was Er ist, dann würde Er mit dem Tempel leicht fertig werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte zu, dass sich gegen diese Ansicht nicht viel einwenden ließe, dennoch könnte der Tempel auf Jesus auf eine geeignete Weise aufmerksam machen, so sie an Seine Sendung glaubten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erklärte, warum dies ein gewagtes Unternehmen sei:&lt;br /&gt;
# Jesus bliebe sicher nicht im Tempel, sondern würde von seinen Eltern wieder nach Nazareth geführt werden. Das aber läge zu entfernt, um alle nach Ihm Fragenden dahin zu senden.&lt;br /&gt;
# Hunderttausende würden nach dem Grund fragen, warum Jesus nicht im Tempel Wohnung nehme. Welchen Grund könnte man dem Volk angeben, wieso Er Galiläa und Nazareth der Stadt Gottes vorziehe? Bald würde das Volk sagen: &amp;quot;Stadt und Tempel müssen sich etwas Großes zuschulden haben kommen lassen; die Sache muss untersucht und gesühnt werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Wie man es auch anstellte, es würde im Volk eine große Erregung wachrufen, die viel zu schaffen machen würde. Deshalb sei es besser, dem Volk davon beinahe keine Erwähnung zu machen, sondern die Sache ganz Jesus und der Zeit zu überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erwiderte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin nun da, um euch eine Kunde zu geben, dass Ich da bin, um zu vollbringen die Werke dessen, der Mich gesandt hat, den ihr nach eurem Geständnisse nicht kennet, den aber Ich wohl kenne, da Er in Mir wohnt in seiner Fülle! Moses verlangte Ihn zu schauen und bekam den Rücken nur zu sehen – ward aber davon schon geblendet drei Tage lang, und sein Antlitz strahlte dann so sehr, dass er es verhüllen musste, so er zum Volke kam; denn dessen Augen hätten den Lichtglanz nimmer ertragen. Ihr aber möget Mir nun ganz wohl ins Angesicht schauen, und es blendet eure Augen kein unerträglicher Lichtglanz! Warum? Weil dies Fleisch den, der in Mir wohnt, verbirgt! Aber dessen ungeachtet ist hier mehr denn das, was dort war! Aber ihr merket es nicht, weil vor euren Augen die dreifache Decke Mosis hängt und noch lange hängen wird, auf dass ihr den ja nicht erkennen möget, der aus den allerhöchsten Himmeln zu euch gekommen ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin tadelte Er die Gelehrten aufgrund ihrer [[Heuchelei]], da ihre geheimen Gedanken ganz anders lauteten als die Worte ihres Mundes, weswegen sie Ihm höchst widerwärtig waren. Äußerlich wuschen sie sich, aber inwendig in ihren Seelen waren sie voller Schmutz. Anstatt auf den Richter zu hören, das Volk auf Jesus aufmerksam zu machen und es mit der Erfüllung seiner Hoffnung zu erquicken, suchten sie nichtige Ausflüchte, weswegen dies nicht angehen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Gelehrten und Priester - und nicht das Volk - wollten nicht, dass Jesus offenbar werde, &#039;&#039;sie&#039;&#039; waren Seine ärgsten Gegner! Dies mache aber gar nichts, denn erstens war Seine Zeit noch nicht da, und zweitens war der Tempel von ihnen zu sehr entweiht worden, als dass Er je darinnen Wohnung nehmen könnte. Durch Ihn würde ihr Ansehen nicht mehr gesteigert werden.&lt;br /&gt;
# Sie schmollten darüber, dass ihnen Moses verboten hatte, von Gott ein geschnitztes Bild zu machen. Aber sich selbst zu Göttern vor dem Volk zu machen und es zu lehren, dass Gott ohne sie nichts tue, auch keine andere Bitte erhöre als nur die ihres Mundes, das mache ihnen nichts aus. Wo hatte Moses solches geboten?&lt;br /&gt;
# Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben.&lt;br /&gt;
# Ihre toten und maschinenartigen Gebete werden nie von Gott erhört, weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft. Dennoch sagten sie: &amp;quot;So du, Mensch, zu Gott um etwas betest, da ist dir das zu nichts nütze, so du aber uns ein Opfer bringst und wir für dich beten, dann ist dir unser Gebet schon zu etwas nütze! Wir Priester allein dürfen beten mit Nutz, das Volk aber darf nur Opfer bringen und also mitbeten durch die reichlichen Opfer!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Sie saugten das Volk doppelt aus: Erstens nahmen sie von allen Früchten den [[Zehent]] und alle Erstgeburten der Haustiere und ließen sich für die Erstgeburt der Menschen eine tüchtige Löse geben; und zweitens plagten sie das Volk ohne Unterlass um Opfer und verhießen ihm darum lange und anhaltende Gebete, die sie aber nie vollbrachten, denn sie sagten sich: &amp;quot;Ob wir beten oder nicht beten, das nützt dem Opferbringer ohnehin nichts. So ihm etwas nützt, da nützt ihm allein das Opfer, das er uns gebracht hat in guter Meinung!&amp;quot; Sie taten also auch nicht, wofür sie sich haben zahlen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.4-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Mit wem soll Ich euch da vergleichen? – Ihr seid allezeit wider Gott und gleichet vollkommen den reißenden Wölfen, die in Schafspelzen einhergehen, damit die Schafe vor ihnen nicht fliehen und sie dieselben mit ihren scharfen Zähnen ohne alle Mühe erreichen und zerreißen können! Aber wie nun eure Arbeit, so wird euch auch dereinst drüben im Seelenreiche der Lohn werden! – Ich sage euch das, und ihr könnet euch darauf verlassen, dass für euch Meine Verheißung nicht unterm Wege verbleiben wird!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zornige Oberpriester erwiderte darauf:&lt;br /&gt;
# Änderungen seien nicht möglich. Das Judenvolk sei ein alter Baum, den man nicht mehr wie eine junge Haselstaude beugen könne. Die alten Institutionen von Moses müssten bewahrt bleiben.&lt;br /&gt;
# Die Priester seien keine reißenden Wölfe im Schafspelz. Indem sie Gottes- und Tempellästerer und Ehebrecher züchtigten, taten sie nur, was Moses befohlen hatte.&lt;br /&gt;
# Die Rede von Jesus gefiel nicht; wenn Er etwas Schlechtes am Tempel und den Priestern finde, dann solle Er das mit kindlich-guten Worten sagen, aber nicht mit Drohungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte, dass bei ihrer Art weder mit sanfter, noch mit scharfer Rede etwas auszurichten war. Daher würden sie auch bleiben, was sie sind, bis ans Ende der Welt. Die Gnade würde ihnen genommen und den Heiden verliehen. Jesus prophezeite die Vernichtung von Jerusalem und des Tempels, sie aber würden auf der ganzen Erde zerstreut und überall verfolgt werden, da sie sich eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und ihre weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn gemästet hatten. Darauf zitierte Jesus die Untaten der Templer, die jeden Priester und Propheten gesteinigt hatten, der sich ernstlich vorgenommen hatte, die abscheulichen Menschensatzungen auszuscheiden und die rein göttlichen einzuführen. Er beschrieb insbesondere die skandalösen Ereignisse um [[Zacharias]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.4-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter bot sich an, mit dem Gesindel aufzuräumen, aber Jesus hinderte ihn daran, denn Er Selbst hatte mehr als genug Macht, sie augenblicklich zu vernichten. Dadurch würden aber weder das Volk und ebenso wenig Er Selbst etwas gewonnen haben; es genüge nun, ihre starke Nacht etwas dämmerlich gemacht zu haben. Ein plötzlich eintretender Tag, wenn der Richter sie nun ihrer vieler groben Sünden wegen ahndete, würde sie und mit ihnen das ganze Judenvolk erst recht blind machen. Die Priester und Gelehrten würden sich in ihren gelegten Netzen selbst verstricken und darin zugrunde gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erkannte Jesus als den Messias an. Seiner Aussage nach hatte ihm am meisten die Augen geöffnet, weil Jesus genau vom skandalösen inneren Tempelgetriebe seit alters her wusste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.3}}; {{L|DTT|27.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram bat Jesus um Aufklärung über {{B|Jes|52|14}}, wo die menschliche Hässlichkeit des Messias erwähnt wird und dass sich viele über Ihn ärgern werden, weil seine Gestalt hässlicher sei denn die anderer Leute und sein Ansehen denn das anderer Menschenkinder und {{B|Jes|53|3}}, wo es heißt: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nicht geachtet!&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Wie sollte das mit Jesus vollkommen gesunder Gestalt, die noch dazu von großer Anmut war, und der Achtung vor Ihm übereinstimmen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus:&lt;br /&gt;
* An Ihm würde beinahe buchstäblich alles vollzogen werden, was da gesagt ist.&lt;br /&gt;
* Die Aussagen des Propheten beziehen sich nicht auf Seine Leibesgestalt, sondern drücken bildlich entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der (weltlichen) Menschen aus, der gegenüber sich Jesu Gemütsart und Denkweise ausnehmen wird wie eine hässliche Gestalt, die verkümmert ist durch allerlei [[Krankheit]] und viele [[Schmerzen]].&lt;br /&gt;
* Jesus würde daher bei den [[Angesehene]]n und [[Reiche]]n dieser Welt sehr verachtet sein, man würde vor Ihm fliehen wie vor einem Aas, und so es von oben zugelassen wird, würde man Ihn verfolgen wie einen ärgsten [[Verbrecher]], was sich schon angedeutet hatte, denn ohne den römischen Schutz wäre Er nicht lebend aus den Händen der Priester und Gelehrten gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram fragte Jesus auch, wie der dem Untergang geweihte Tempel doch noch zu retten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus prophezeite, dass sich der größte Teil nicht ändern werde, bis das große Gericht über denselben ergangen sein wird, von dem der Prophet Daniel geweissagt hatte, als er an der heiligen Stätte stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sei die Umkehr möglich, so die Templer ihre große Irre erkennen, [[Buße]] tun und sich gänzlich bekehren würden. Sie sollten ihre vielen Frevel und großen Sünden durch Werke der wahren [[Nächstenliebe]] sühnen, keine Geheimnisse vor dem Volk haben und wahrhaft, gerecht und getreu in allen ihren Reden und Handlungen bleiben und niemals halsstarrig gegen vom Geist Gottes erweckte Menschen sein. Sie sollten ihre [[Gold]]- und [[Silber]]berge, ihre vielen [[Edelstein]]e und [[Perle]]n aufgeben und sie den [[Arme]]n und dem Kaiser übergeben, denn nur letzterer hat das Recht, die Schätze der Erde zu sammeln und sie zur Zeit der Not zu gebrauchen. Sie sollten nur von dem leben, was Moses ihnen bestimmt hat. So würde das Gericht ausbleiben und der Tempel bis ans Ende der Welt bestehen. Aber dafür hingen sie zu mächtig an ihrem weltlichen Ansehen und ihren [[Reichtum|irdischen Schätzen]]. Sie könnten es wohl tun, allein ihnen fehlte, wie seit jeher, der rechte [[Wille]] dazu, womit nun auch Jesus wie alle die vor Ihm dagewesenen Propheten und Seher zu tauben Ohren und Herzen geredet hatte. Nicht Gott, sondern sie selbst würden sich in das Gericht stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar könnten die Priester ihre Herzen noch reinigen, das Tempelgemäuer und auch das ganze Land war jedoch nicht mehr zu retten oder zu reinigen, da sie über alle Maßen durch die verübten Gräuel verunreinigt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe wollte von Jesus nun wissen, wie der folgende Text angesichts Seiner Drohung für Jerusalem und den Tempel zu verstehen sei: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht blöde, denn du sollst nicht zum Spotte werden, sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken! Denn der, der dich gemacht hat, ist dein Mann, Herr Zebaoth ist sein Name; und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. Denn der Herr hat dich lassen im Geschrei sein, dass du seist wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib und wie ein junges Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will Ich dich sammeln. Ich habe Mein Angesicht im Augenblicke des Zornes ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will Ich Mich deiner erbarmen, spricht der Herr dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da Ich schwur, dass die Wasser Noahs nicht mehr sollten über den Erdboden gehen. Also habe Ich denn auch geschworen, dass Ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|54|4-8}} Wenn Jesus auch diesen Text auf Sich beziehen könne, dann würden sie Ihm glauben, dass Er der Messias sei, den Tempel niederreißen und auf dem reinen Berg [[Libanon]] einen neuen erbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: Dies betrifft Sein weiteres Wirken, das den Priestern und Gelehrten nur schwer bis gar nicht begreiflich gemacht werden kann. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; bezeichnet nicht etwa Jerusalem und sein Tempel, denn darauf passen &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und &amp;quot;Witwe&amp;quot; schon ewig nicht mehr. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; wird von Jesus, ihrem &amp;quot;Mann&amp;quot;, erst gemacht werden und bezeichnet [[Evangelium|Seine neue Lehre an die Menschen aus den Himmeln]]. Sie wird darum &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; genannt, weil sie zuvor noch nicht eine selbstsüchtige und hurerisch freche Priesterschaft missbraucht hatte zu ihren schnöden weltlichen Zwecken. Diese Lehre wird dann auf eine kurze Zeit &amp;quot;Witwe&amp;quot; genannt, weil ihr Jesus durch den Zorn und die Rache der Priester genommen wird, aber nur durch [[Zulassung]] dessen, der in Jesus ist und nirgends außer Ihm. Viel später werden dann Zeiten, wie sie [[Daniel]] beschrieben hat, kommen, in denen auch mit dieser reinsten Lehre großer Missbrauch getrieben wird, aber mit der Jungfrau selbst nicht mehr, sondern mit den Kindern und Kindestöchtern der reinen Jungfrau und kurzsichtigen Witwe. Diese werden keine Teilhaber der Verheißungen Jesu werden, wohl aber die gewisse &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und ihre vielen reinen Kinder. Mit den Templern und ihrem Tempel wird Jesus in Zukunft ewig in keiner Gemeinschaft mehr stehen. Er kam wohl zu ihnen, um sie zu retten; sie aber haben Ihn nicht erkannt und aufgenommen. Sie würden fernerhin wohl zu Ihm kommen, wenn sie der böse Schuh zu drücken anfangen wird, doch dann wird Er sie nicht mehr erkennen und nicht aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.14-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe beanstandete daraufhin die Schroffheit von Jesus, mit der Er Sich bei den Menschen auf der Welt sehr wenig Freunde machen würde. Wäre es Ihm denn nicht lieber, von allen Menschen geliebt zu werden?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Da es ganz verschiedenartige Menschen auf der Erde gibt, von denen [[Guter Mensch|einige gut]] und [[Böser Mensch|viele andere schlecht, meineidig und böse]] sind, da wäre es wahrlich eine sehr schwere Aufgabe für einen [[Gerechte|Gerechten]] und Wahrhaftigen, sich also zu stellen, um von allen gleich geliebt zu werden! Man müsste mit dem Bösen böse und mit dem Guten gut sein, und siehe, das ist ebenso wenig möglich, als eine Art [[Licht]] zu sein, das zugleich die größte Helle und auf demselben Flecke aber auch die allerdickste [[Finsternis]] verbreitet! Ich sagte es dir: Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott, die werden Mich schon lieben, und das über alle Maßen; aber Menschen, die die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott mehr, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn derlei Menschen und weltsüchtige [[Gottesleugner]] sollen Mich dann kennenlernen, dass Ich durchaus keinen Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken; denn Ich allein habe die ewig allervollkommenste Macht dazu.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde Jesus das dumme Gerede von Barnabe zuwider und Er tadelte ihn deswegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Sich Jesus noch mit [[Nikodemus]] besprochen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hielt der römische Richter eine abschließende Rede. Er wies darauf hin, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war, sondern ein tief weiser und gerechter [[Richter]], ohne auch nur scheinbar Arges in seinem Wesen, ein Herr über alle Gesetze. Daher stellte er Ihn frei und hoch erhaben über alle römischen Gesetze und ebenso auch über die nichtigen Tempelgesetze. Da der Tempel und auch Jerusalem viel zu unwürdig und schlecht waren, eine so heilige Persönlichkeit aufzunehmen, bot der Richter Jesus eine freundliche Aufnahme in seinem offenbar reineren Palast an. Jesus würde den Juden das Heil nehmen und es den Heiden geben. Da die finsteren Templer zu keiner besseren Anschauung zu bringen waren, hob der Richter die Sitzung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|31.1-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Joseph und Maria suchen Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im großen Gedränge hatten [[Joseph]] und [[Maria]] Jesus im Tempel verloren und meinten, Er würde mit [[Salome]] oder sonstigen Verwandten und Bekannten heimgezogen sein. So gingen die beiden der Nazaräer-Karawane nach und trafen sie erst am Abend in der Herberge zwischen [[Nazareth]] und Jerusalem. Dort war Jesus nicht zu finden, was sie sehr betrübte. Sie nahmen einige Begleiter und zogen in der Nacht nach Jerusalem zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.4-6}}; {{L|DTT|31.8-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da angelangt, ging Joseph zum Landpfleger [[Cornelius]], der ihm eine römische Wache gab, mit der Joseph alle Häuser durchsuchen durfte. So durchsuchte Joseph beinahe ganz Jerusalem und fand nach drei Tage langer Suche Jesus dennoch nicht. Da wurden Joseph und Maria überaus traurig und gaben Cornelius die Wache wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als sie Jesus als verloren aufgegeben hatten, zogen Joseph und Maria zum Tempel, um Gott zu opfern. Dort fanden sie Jesus unter den Gelehrten sitzend, wie Er diese befragte, belehrte und ihnen auf ihre Fragen Antworten gab, die sie sehr erstaunten. Er erklärte ihnen die geheimsten Stellen aus den [[Prophet]]en, belehrte sie über die [[Stern]]e, über ihre Bahnen, über ihr Grundlicht, über ihr zweites, drittes, viertes, fünftes und sechstes und siebentes Licht. Also beschrieb Er ihnen auch das Wesen der [[Planet|Erden]] und zeigte ihnen den physischen, psychischen und geistigen Zusammenhang der Dinge und bewies allen die Unsterblichkeit der [[Menschenseele|Seele]] auf eine von ihnen noch nie gehörte Art, worauf die Gelehrten gestanden, der zwölfjährige Knabe sei weiser in einem Finger als sie alle zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.13-19}}; {{L|DTT|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph und Maria traten zu Jesus und fragten Ihn, warum Er sie drei Tage lang mit großen Schmerzen vergeblich suchen hatte lassen. Jesus aber antwortete: &#039;&#039;&amp;quot;Warum tatet ihr das? (Draußen nämlich mit Hilfe der Soldaten.) Wusstet ihr denn nicht ehedem von dem Hause Meines Vaters, und dass Ich darin tun musste, was da Meines Vaters ist?!&amp;quot;&#039;&#039; Die beiden aber verstanden diese Worte nicht, schrieben sie sich aber tief ins Herz. Die Gelehrten priesen Maria überglücklich, dass sie ein solches Kind hatte. Der römische Richter beschrieb ihnen, was Jesus für ein Wesen sei, was Er geredet und getan hatte, und wie sich alle über die hohe Weisheit und Macht Seiner Reden und die unbegreifliche Macht Seines Willens verwunderten. Er hatte Jesus sehr lieb gewonnen und bot sich den Eltern an, ihnen jeden denkbaren Vorteil angedeihen zu lassen, worauf Joseph als Zimmermann und Architekt große Bauten in Jerusalem auszuführen bekam. Auch Simon von Bethanien versicherte Joseph seine vollste Freundschaft. Die Templer machten vor dem Römer eine tiefe Verbeugung und zogen dann bis auf den Nikodemus ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.20-23}}; {{L|JJ|298.25}}; {{L|DTT|32.3-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikodemus begleitete Jesus und Seine Familie zum Palast des Römers, bei Cornelius, wo sie die Nacht verbrachten. Der römische Richter erklärte: &amp;quot;Nun erst ist meinem ganzen Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein ganzes Haus heimgesucht und gesegnet!&amp;quot; Maria berichtete über Jesu Empfängnis und Geburt und eine Menge aus Seiner Kindheit, worüber der Römer in Enthusiasmus und Verwunderung ausbrach und oft ausrief: &amp;quot;Und das wissen diese Tempelhelden – und glauben doch nichts!?&amp;quot; Am nächsten Tag verschaffte der Römer Jesus und Seiner Familie eine bequeme Fahrgelegenheit nach Nazareth und versah Joseph mit einem reichlichen Reisegeld. Simon von Bethanien begleitete die Familie nach Galiläa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.24}}; {{L|DTT|32.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Aus den Lorberwerken geht nicht klar hervor, wo Jesus mit Seiner Familie übernachtete. Nach der Jugend Jesu bei Cornelius. Nach den Drei Tagen im Tempel bei dem römischen Richter, dessen Name nicht genannt wird. Offenbar residierten beide im selben Palast. Auch wird vom römischen Richter in {{L|DTT|23.7}} gesagt, Cornelius befände sich in Tyrus. In der 10. Auflage von Drei Tage im Tempel (Lorber Verlag) findet sich dazu im Anhang eine Anmerkung von Jakob Lorber, die er offensichtlich vom Herrn erhalten durfte: &amp;quot;Was den damaligen Landpfleger Kornelius betrifft, so war er de facto (tatsächlich) geheim dennoch in Jerusalem, wennschon angeblich Geschäfte halber in Tyrus. Denn die hohen Römer waren kluge Leute und versuchten oft die untergeordneten Beamten dadurch, dass sie angeblich verreisten und unterdessen ihr Amt einem andern zum Verwalten einräumten. Und das war dann auch bei der Gelegenheit der Knabenprüfung in Jerusalem der Fall. Der römische Prüfungskommissar wusste nichts von der stillen Anwesenheit des Kornelius; aber Joseph wusste durch eine innere Eingebung wohl darum und hatte sich daher im stillen zu ihm gefügt und bekam von ihm auch, um was er ansuchte. Und so geschah es dann auch, dass Kornelius in guter Verkleidung selbst die Verhandlungen im Tempel mit anhörte, während ihn der Kommissar in Tyrus wähnte und daher offen seiner nur als eines Abwesenden erwähnen konnte.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an zog Sich Jesus ganz zurück und verübte vor den Menschen bis in Sein dreißigstes Jahr kein Wunder mehr. Er lebte und arbeitete da wie jeder andere Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.26}}; {{L|DTT|32.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jesus]]&lt;br /&gt;
* [[Kindheit Jesu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38854</id>
		<title>Jesus im Tempel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38854"/>
		<updated>2021-12-07T08:54:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Christ Pharisees.jpg|300px|thumb|Der zwölfjährige Jesus und die Tempelgelehrten.]] Als [[Jesus]] zwölf Jahre alt war, kam Er zum ersten Mal nach [[Jerusalem]] zum Fest in den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]], wo Er durch [[Weisheit Gottes|Seine Weisheit]] ein [[Wunder]] unter den [[Gelehrte]]n wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Juden#Zur Zeit Jesu|Brauch im ganzen Reich der Juden]], dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach Jerusalem bringen mussten, wo sie im Tempel von den [[Älteste]]n, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]] zu eigen gemacht hatten. Wenn sich die geprüften Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst [[Diener]] des Tempels zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prüfung an sich war eine Farce und die Prüfer wussten aus der Schrift und den Propheten kaum mehr außer den stets selben Fragen und Antworten, welche die Eltern den Prüflingen schon vorsorglich beigebracht hatten. Geistreiche Knaben, die Gegenfragen stellten und Aufklärung verlangten, wurden mit Unwillen behandelt und mit mystischem und verworrenem Geschwafel abgefertigt. Einer jedoch ließ Sich nicht abwimmeln, und das war Jesus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.5}}; {{L|DTT|1.11-14}}; {{L|DTT|2.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 1. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer sind die Jungfrau und ihr Sohn aus Jesaja 7.14-16? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Jesus gestellte Frage kam aus {{B|Jesaja|7|14-16}}: &#039;&#039;&amp;quot;So wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie Emanuel heißen. Butter und Honig wird er essen, dass er wisse Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Aber ehe der Knabe lernt Böses verwerfen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zwei Königen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.7}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer sind die [[Jungfrau]] und wer ihr Sohn [[Emanuel]]? Wann wird geschehen, dass solch ein Sohn in die Welt geboren werde? Die Zeit müsste schon da sein, indem das Land [[Jakob]]s schon seit mehreren Jahren seiner beiden Könige entsetzt sei und nun die [[Heide]]n zum Herrn habe. Ob nicht etwa Jesus, der Sohn der [[Maria]], eben jener Emanuel sei, der von den [[Drei Könige|Drei Königen]] begrüßt worden war und von dem [[Hanna|Anna]] und [[Simeon (Prophet)|Simeon]] zeugten?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem zuerst ein Ältester, ein herrschsüchtiger alter Knauser, mit einem verworrenen Zeug antwortete und Jesus als schlecht erzogen hinstellen wollte, antwortete ein jüngerer, ein wenig menschlicher aussehender Schriftgelehrter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es handle sich um eine total verrauchte Geschichte, eine dunkle Weissagung des [[Jesajas]], der für seine Zeit stets in dunklen Bildern weissagte und mit der nun nichts sei.&lt;br /&gt;
# Der von den Drei Königen in [[Bethlehem]] begrüßte König der Juden sei wahrscheinlich beim [[Herodes#Geschichte|Herodischen Kindesmord]] geschlachtet worden. Joseph und Maria wären wohl aus [[Judäa]] geflüchtet und lebten vielleicht gar nicht mehr. Die Sache habe wohl viel Aufsehen gemacht, sei aber merkwürdigerweise wenige Jahre darauf gänzlich in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
# Anna und Simeon seien bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.&lt;br /&gt;
# Da beinahe der ganze Erdkreis bebte, als Gott dem [[Moses]] die Gesetze gab, und [[David]] den [[Messias]] als &amp;quot;König der Ehren&amp;quot;, &amp;quot;stark und mächtig im Streit&amp;quot; besang, würde bei Seinem Kommen sicher die ganze Welt um so mehr erbeben. Außerdem würden Ihn schon Jahre davor mächtige [[Prophet]]en ankündigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 1:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Alles Wirken in der großen Gotteswelt ist am Tage vom hellsten [[Sonnenlicht]] erleuchtet, und selbst die [[Nacht]] ist nie so finster, dass man gar nichts sehen sollte; warum muss denn gerade jene wichtige [[Lehre]], die dem Menschen den Weg zum wahren Heile klarst und hellst zeigen soll, so verworren und keiner [[Menschenseele|Seele]] verständlich gegeben sein?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.1-2}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles anwesende Volk gab Jesus recht und der sehr reiche Vater von [[Lazarus]], Martha und Maria erlegte für Jesus ein Opfer von 30 Pfund [[Silber]] und etwas [[Gold]], damit Er mit den Ältesten und Schriftgelehrten länger verhandeln durfte, was diese nur zu gerne annahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 4:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Eure noch so sicher scheinend gestellten Worte können das [[Meer]] nicht ruhen machen und den rauschenden [[Wind]]en nicht Stillschweigen gebieten! Nur ein [[Blinder]] merkt von den Zeichen dieser Zeit nichts, und als [[Tauber|Stocktauber]] kann er auch nicht vernehmen den mächtigst dröhnenden Geschichtsdonner dieser allerdenkwürdigsten Zeit der ganzen [[Erde]]. Während schon [[Karmel]] und [[Sion]] vor dem angekommenen König der Ehren ihr Haupt geneigt haben und [[Horeb]] aus seinen hohen Zinken [[Milch]] und [[Honig]] fließen lässt, wisset ihr, die ihr am ehesten davon wissen und das harrende Volk davon benachrichtigen sollet, nicht eine Silbe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin forderte Jesus die Schriftgelehrten auf, Ihm zu zeigen, wer die schwangere Jungfrau sei, von der der Sohn des Allerhöchsten geboren werden soll. Warum wird sie Ihm den Namen &amp;quot;Emanuel&amp;quot; (Gott mit uns) geben? Warum wird Er Milch und Honig essen, um das [[Böse]] zu verwerfen und das [[Gute]] zu erwählen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 2:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin denn doch der Meinung, dass an jener [[Kindheit Jesu#Geburt Jesu|bethlehemitischen Geburtsgeschichte]] etwas mehr ist, als ihr meinet, und dass jenes Elternpaar, der bekannte Zimmermann Joseph aus Nazareth und dessen später zum Weibe angetraute Jungfrau, samt dem zu Bethlehem geborenen Sohne noch ganz gut leben; denn sie sind durch eine recht weise Vermittlung des damaligen römischen Hauptmannes [[Kornelius]] der späteren Grausamkeit des alten [[Herodes]] entronnen und leben nun ganz wohlbehalten zu [[Nazareth]] in [[Galiläa]].&amp;quot;&#039;&#039; Daraufhin klärte Er die Schriftgelehrten über weitere Details der Flucht und Rückkehr der Familie des Joseph und der Maria auf, und wies auch darauf hin, dass man über ihren Knaben Jesus eine Menge Wunderdinge erzählte, Ihm die [[Element]]e gehorchten und die wilden [[Tier]]e vor Seinem Blick flohen. Dann forderte Er sie auf, Ihm zu sagen, ob sie von all dem im Ernst nichts wüssten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein etwas besserer Ältester gestand, dass sie wohl davon wüssten, aber ob der Wunderknabe derselbe sei, der in [[Bethlehem]] geboren war, daran zweifelten sie sehr. Wie sollte jener Knabe der Emanuel des Propheten sein?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;So Er es aber nicht ist, woher rührt dann die Macht, die Er über alle Elemente ausübt? Und wer ist des Propheten &#039;Jungfrau&#039; und wer der &#039;Emanuel&#039;?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat ein weisest seiender Schriftgelehrter auf, um Jesaja nach der [[Entsprechungslehre]] der [[Kabbala]] (jüdische Mystik) auszulegen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Jungfrau sei keine aus Fleisch und Blut, sondern die [[Lehre]] nur, die Gott durch Moses den [[Erdmensch|Kindern dieser Welt]] gab. Im engsten Sinn seien die [[Priester]] diese Lehre und ihr Gesetz, also das lebendige [[Wort Gottes]]. &lt;br /&gt;
# Die Schwangerschaft sei die bester Hoffnung der Priester, dass diese Lehre nun in die ganze Welt von ihnen hinausgeboren und die [[Heiden]] erquicken wird. &lt;br /&gt;
# Der Sohn werden die Heiden sein, welche die Priesterlehre angenommen haben, und diese werden dann sagen und benannt werden: &#039;Emanuel&#039;, &#039;Gott ist auch mit uns&#039;.&lt;br /&gt;
# Der Honig sei die reine Liebe und das wahre Gute aus ihr, die Milch die Weisheit aus Gott. Habe man sich die Liebe und Weisheit aus Gott lebendig zu eigen gemacht, dann verabscheue man auch frei aus sich alles Böse und will und erwählt das Gute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.24-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ließ Sich dadurch nicht von der Jungfrau Maria abbringen und führte {{B|Jes|9|5-6}} an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist das Kind aus Jesaja 9.5-6? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja 9.5-6: &#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seinen Schultern ist, und Er heißt: Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, dass Er es zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! – Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte die Frage, &#039;&#039;&#039;was das für ein Kind und Sohn sei. War es nicht doch der in Bethlehem geborene Knabe?&#039;&#039;&#039; Denn es hieß auch: &#039;&#039;Zu Bethlehem in einem Stalle wird den Juden ein König geboren werden; der wird ein neues Reich gründen, dessen ewig kein Ende sein wird!&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte zu einigem Aufheben, woher Jesus die den Laien unzugänglichen Schriften so gut kenne. Ein Oberster der [[Synagoge]] von Bethlehem bot sich an, den wahren Sachverhalt um die Geburt eines Knabens in einem Stall in Bethlehem vor zwölf Jahren zu geben, da er damals schon Oberster der Synagoge von Bethlehem war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus aber wies ihn darauf hin, dass Ihm der Sachverhalt bestens bekannt sei und Er nur erfahren wolle, ob und in welchem Zusammenhang die Ältesten und Schriftgelehrten diese Ereignisse mit den Aussagen aller Propheten finden, besonders jenen des Jesajas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberste aus Bethlehem vermochte darauf aus folgenden Gründen keine sichere Antwort zu geben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Obwohl der Zusammenhang der Aussagen des Jesaja mit jener vor zwölf Jahren zu Bethlehem erfolgten Geburt leicht ersichtlich sei, mag es seit den Zeiten Jesajas schon viel Ähnliches gegeben haben. [[Judäa]] war schon mehrmals königlos und so manche Jungfrau gebar bei Bethlehem in irgendeinem Stall ein Knäblein, manchmal sogar zufälligerweise unter großer Zeremonie, die aber nur als Naturereignis für sich allein dastand.&lt;br /&gt;
# Von einem leibhaftigen Emanuel, einem Held, der es mit der ungeheuren Macht der Römer aufnehmen könnte, gäbe es keine Spur.&lt;br /&gt;
# Eine Menge gewinnsüchtiger [[Magier]] und [[Sterndeuter]] aus Indien und Persien, die mit den Sagen der Propheten vertraut sind, hätten schon die Gelegenheiten benutzt, um schwachen, abergläubischen und blinden Juden vorzumachen, ihr erhoffter Messias sei unfehlbar geboren worden. Aber es handelte sich nur um eine eitle Sage von möglichst größter Verworrenheit, die bald vergessen war. Die Geburt vor zwölf Jahren wäre ihnen ein Hauptwasser auf ihre trockenen Felder gewesen, aber auch dieser Geschichte gedenke nun niemand mehr. Dass Jesus aus Galiläa diese Geschichte wieder vorbrachte, sei nicht verwunderlich, denn Galiläa sei ein [[Schwärmer]]land, aus dem kein wahrer Prophet kommen könne.&lt;br /&gt;
# Die Aussagen der Propheten wären mystische Bilder, an denen die Menschen noch Hunderte von Jahren nagen würden; schwerlich würde ein Volk zu einer Lösung auf dieser Erde gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.3-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stimmte zu, dass der Oberste &#039;&#039;nach diesweltlichem Maß&#039;&#039; recht haben mag, es aber nur um ein &#039;&#039;geistiges Maß&#039;&#039; gehe. Daher hatte er Ihm mit seiner ganzen, erfahrungsreich sein sollenden Rede dennoch soviel wie gar nichts gesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn wenn der Messias kommen wird, wird er kein materielles, sondern ein geistiges Reich auf Erden gründen, und diesem Reich wird kein Ende sein in Ewigkeit, wie es Jesaja geweissagt hat. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den Tod nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und Jesajas geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich mit dem Messias nicht anders verhalten kann, ist auch jene wunderbare Geburt in Bethlehem nicht ganz so bedeutungslos:&lt;br /&gt;
# Gott hat jenes Kind wunderbar vor der mörderischen Hand des [[Herodes]] beschützt, und es lebt heutzutage höchst zurückgezogen.&lt;br /&gt;
# Wo es sein muss, steht es in einer allen [[Element]]en gebietenden Kraft da, wie solche nur einem Gott möglich sein kann, selbst [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e scheinen seinem Willen zu gehorchen. &lt;br /&gt;
# Niemand kann sich vor ihm verbergen; verbirgt es sich aber vor den anderen Menschen, so ist es aber dann niemandem möglich, es eher zu finden, als es sich ganz freiwillig finden lässt.&lt;br /&gt;
# Es hat nie [[Lesen]] und [[Schreiben]] gelernt, und dennoch gibt es keine [[Schrift]] in der Welt, die es nicht lesen könnte. Es schreibt in allen [[Sprache]]n, ist bewandert in allen [[Kunst|Künsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es seitens der Priester, Weisen, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes angebracht, sich näher danach zu erkunden und darüber in den Propheten nachzusehen, ob die Weissagung des Jesaja nicht mit den bewussten Eltern und dem Kind übereinstimmt. Immerhin bekleiden sie die Stellen im Volk, von denen dieses die offene Kundgabe der Ankunft des verheißenen Messias zu erwarten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.19-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hochpriester lehnte dieses Ansuchen jedoch mit folgenden Begründungen ab:&lt;br /&gt;
# Derlei Messiasgeschichten gab es schon oft unter dem Judenvolk. Selbst [[Zacharias]] sei mit der Messiashoffnung gescheitert. Was also wäre dann erst von der Messiasgeschichte des Joseph zu erwarten; es wären ja doch nur [[Essäer|essäische]] oder indomagische Betrügereien. &lt;br /&gt;
# Vor der Ankunft des Messias würden vor aller Welt Augen große Zeichen am Firmament geschehen. Dann würde der Erwartete mit aller Macht der Himmel kommen, um sein Volk von der Macht der Heiden zu erlösen und darauf ein Herr und König über alle Länder der Erde sein. Die Kinder [[Abraham]]s würden sein Volk sein und bleiben in Ewigkeit. Dies wüssten die Priester aus den Büchern der alten Weissagungen. &lt;br /&gt;
# Maria sei schon schwanger gewesen, als sie dem Joseph im Tempel angetraut ward. (Anm.: Offiziell geschah dies tatsächlich erst nachdem Maria schwanger war, davor war Maria dem Joseph nur zur Pflege gegeben.) Sicher käme der Messias nicht so unscheinbar und sogar als ein uneheliches Kind in die Welt, als ein schwacher und sterblicher Mensch. Als uneheliches Kind wäre der Knabe unmöglich der Messias, selbst wenn er durch seine erlernten Zauberkünste Berge versetzen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|6.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus antwortete auf diese Einwände: &#039;&#039;&amp;quot;Entweder hat er recht, und der Prophet ist ein Lügner und hat somit kein Recht, oder das Unrecht fällt auf den Hohepriester zurück, und der Prophet hat dennoch recht! Beide aber können unmöglich recht haben, da der Hochpriester gerade das Gegenteil von dem behauptet, was da der Prophet von der Ankunft des Messias geweissagt hat!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Prophet sagt, eine &#039;&#039;Jungfrau&#039;&#039; - also kein &#039;&#039;Weib&#039;&#039; -  ist schwanger und wird einen Sohn gebären.&lt;br /&gt;
# Jesajas beschreibt die Ankunft des Messias als auf eine höchst anspruchslose Weise; würde der Messias unter großartigsten Zeichen als ein allmächtiger Kriegsheld erschienen, in welch große Furcht würden die armen, schwachen Menschen geraten, wovon mehr als die Hälfte verschmachten müsste; auch dem Tempel käme eine solche Aufführung sehr ungelegen.&lt;br /&gt;
# Die Geschichte mit dem Sohn des Zacharias ist noch lange nicht zu Ende; es würde die Zeit kommen, wo [[Johannes der Täufer]] wie ein mächtiger [[Blitz]] unter die Priesterschaft fahren und unter ihnen ein großes [[Gericht]] halten wird. Und ein noch ärgeres Gericht würde der Knabe aus Nazareth über sie bringen. Er würde ihnen Seine volle göttliche Herrlichkeit zeigen, aber nicht zu ihrer [[Auferstehung]], sondern zu ihrem Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies machte den Hochpriester zornig, und er wollte wissen, wer dieser freche Knabe sei. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin, der Ich bin, und woher Ich kam, das habt ihr aufgezeichnet. Was fragt ihr denn weiter, wer und woher Ich sei?! Zudem habe Ich es euch ja ohnehin schon gesagt, dass Ich aus Galiläa und eben auch aus Nazareth gekommen bin und daher den in Rede stehenden Knaben überaus gut kenne und durchaus nicht so dumm bin, um nicht die Taten eines Magiers – wenn auch sogar aus Indien – von jenen des Wunderknaben zu unterscheiden.&amp;quot;&#039;&#039; Darauf erwähnte Er kurz einige Seiner Wundertaten und beschrieb Seine Wundermacht, welche er allzeit und ohne einen Lohn zu verlangen zum Wohl der bedrängten Menschheit getan hatte, jedoch ohne ihnen kundzutun, dass Er Selbst jener Knabe aus Nazareth sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.8-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist Jesus aus Nazareth? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte folgende Fragen: &#039;&#039;&#039;Ist Jesus von Nazareth nur ein eingelernter [[Zauberer]], oder tut Er Seine Wundern nur aus der Ihm in aller Fülle innewohnenden Gotteskraft? Oder wie sonst sollte Er seine Wunder tun?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete der Hochpriester, wenn dieser Knabe ohne Wissen und Einwilligung des Tempels eigenmächtig tatsächlich die beschriebenen Wunder tue, dann wäre er von [[Beelzebub]], dem Obersten aller [[Teufel]] besessen und es wäre daher gemäß der Schrift die Pflicht des Tempels, solche Kinder und Menschen um jeden Preis von der Erde zu vertilgen. Denn mit Gotteskraft gehe das niemals außerhalb des Tempels. Es bedürfe sittliche [[Reinheit]], um der göttlichen Kraft teilhaftig zu werden, und das könne man nirgendwo als allein im [[Allerheiligsten]] des Tempels nach der Lehre [[Moses]] und aller Propheten. Daraufhin drohte er, den Knaben aus Nazareth töten zu lassen, sollten Nachforschungen die gemachten Angaben bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier griff ein römischer Richter ein und wies den Hochpriester zurecht, dass die selbst gemachten Sitten der Priester nicht mehr galten, denn das Schwert der Gerechtigkeit sei nun in Römerhand. Zudem würde er den von Jesus angezeigten [[Mord]] an Zacharias nachprüfen lassen, wobei sich dann zeigen werde, ob nicht eher die Priesterschaft das Schwert der römischen Gerechtigkeit zu verkosten bekommen werde, als jener Wunderknabe aus Nazareth. Auch Herodes würde sich hüten, dem Willen der Priester zu entsprechen. Er stellte Jesus unter seinen Schutz und ermutigte Ihn, weiter zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus lobte und segnete den Richter und sein ganzes Haus und versprach ihm [[ewiges Leben]] im Namen jenes Wunderknaben aus Nazareth. Nun empörte sich der Hochpriester darüber, welchen Unsinn Jesus rede, ob jener Knabe ein Gott sei, denn nur Gott könne segnen, und Sein Hochpriester nach der Verfügung Gottes dreimal im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antworte Jesus folgendermaßen:&lt;br /&gt;
# Wenn es ein Unsinn sei, was Er von dem Wunderknaben ausgesagt habe, dass Er Seine wahren Freunde segne, warum lehren dann die Priester, dass die Eltern ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern allzeit segnen sollen? [[Noah]] war kein Gott und segnete seine beiden Söhne, ebenso segnete [[Isaak]] den [[Jakob]]. Demnach lehrten also die Priester selbst auch einen Unsinn?&lt;br /&gt;
# Der Wunderknabe aus Nazareth hat mehr Recht, als Gott zu gelten, denn die Priesterschaft, die sich in ihrem Dünkel für Götter hielt, denn Er ist mit vielen wahrhaft göttlichen Eigenschaften begabt und stammt sogar noch von [[David]] in erster Linie ab. Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist im Geiste aus Gott, der ganze Mensch ist dann aus Gott. Ist der Mensch dadurch in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Gotteswort geworden, voll erfüllt mit dem Geist Gottes, dann muss er auch als Gott angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beschuldigte der Hochpriester Jesus, einen strafbaren, gotteslästerlichen Unsinn zu reden, worauf er Ihn auslachte und verspottete. Daraufhin ließ Jesus den Volkskatechismus bringen und den Richter daraus vorlesen: &amp;quot;Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott. Wo aber das, wer kann da sagen, dass nicht der ganze Mensch aus Gott wäre?! Ist aber ein Mensch dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Worte Gottes geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!&amp;quot; Somit fanden sich darin auf ein Haar dieselben Worte, die Jesus erklärt hatte und der in größte Verlegenheit gebrachte Hochpriester konnte Ihn nicht mehr beschuldigen, Unsinn zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.9-18}}; {{L|DTT|10.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kritisierte die Priesterschaft folgendermaßen:&lt;br /&gt;
* Obwohl der Hochpriester nicht einmal wusste, was im Volkskatechismus vor aller Augen geschrieben steht, und dies sogar einen Unsinn nannte, gilt er doch als Hochpriester, Schriftgelehrter und Ältester zugleich.&lt;br /&gt;
* Wie kann jemand ein Hochpriester werden und sein, sich vom Geist Gottes erfüllt vorkommen, auf dem Stuhl Moses und [[Aaron]]s sitzen, wenn er das Wort Gottes nicht einmal äußerlich kennt, noch nicht einmal den sehr kurz gefassten Volkskatechismus, und daher &#039;&#039;das&#039;&#039; Unsinn nennt, was ein jeder Judenknabe aus dem Volkskatechismus wissen muss?&lt;br /&gt;
* Hochgeborene Menschen werden nicht mehr nach ihrem geistigen Vermögen, sondern nur nach ihren weltlichen Reichtümern zu den höchsten Ämtern befördert, wo sie dann gewöhnlich geistig noch ärmer, aber dafür materiell desto reicher werden. Ist das vor Gott gerecht?&lt;br /&gt;
* Wie soll man über die Ankunft des verheißenen Messias eine Auskunft erhalten, wenn jene, die zuerst und zunächst etwas wissen sollten, in der Schrift so unbewandert sind wie Menschen, die überhaupt nichts von der Schrift wissen, aber trotzdem hoch und breit auf dem Stuhl Moses und der Propheten sitzen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte Jesus zu und schloss die Sitzung für den ersten Tag. Jesus und Simon nahm er als seine Gäste in die Tempelherberge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tempelherren ärgerten und ängstigten sich, fanden keinen Schlaf und berieten in der Nacht, wie sie sich am nächsten Tag gegenüber Jesus und den Römern verhalten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 2. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus wird als der Wunderknabe aus Nazareth offenbar ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Kollegium in den Sprechsaal einzog, wurde es von den Anwesenden der Sitte geziemend begrüßt, was die Pharisäer sehr liebten. Jesus grüßte jedoch nicht, weswegen sich einige gleich aufhielten. Als Er darauf angesprochen wurde, antwortete Er, dass Er als ein zwölfjähriger Knabe mit dem Gegrüße unter ihresgleichen nichts zu tun habe, Er von ihnen auch nicht gegrüßt worden sei und das übertriebene Gegrüße in Galiläa nicht Sitte sei. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ihr lasset euch allezeit über alle Gebühr ehren und grüßen, dieweil euch die Welt zu Herren gemacht hat. Ich aber bin in Meiner Art auch ein ganz besonderer Herr, warum habt denn ihr Mich nicht auch zuvorkommend gegrüßt?!&amp;quot;&#039;&#039; Den näheren Grund könne ihnen der Römer kundgeben. Außerdem sei Nachsabbat, an dem, so wie am [[Sabbat]] selbst, nach ihrer eigenen Satzung alles Grüßen und Ehren streng untersagt sei, da auch dieses den Sabbat entheilige und den Menschen auf den ganzen Tag verunreinige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wussten die Templer schon nichts mehr zu entgegnen und ersuchten den römischen Richter, sie über diesen Knaben aufzuklären. Dieser offenbarte ihnen, dass der Knabe eben jener Wunderknabe aus Nazareth sei, den Er am vorigen Tag nur zu vertreten schien. Das erschreckte das Kollegium und der Oberpriester wollte von Jesus wissen, warum Er das nicht schon gestern gesagt habe, weil sie dann sicher ganz anders mit Ihm geredet und Ihm gefälligere Antworten gegeben hätten. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Oh, das weiß Ich recht gut. Aber da es Mir nicht ums Heucheln, sondern um die Wahrheit zu tun ist, so tat Ich eben also, wie Ich es getan habe! Und wäre Ich heute noch der, der Ich gestern war, so hätte Ich von euch wieder kein wahres Wort erfahren, da ihr in der Nacht euch aus Furcht vor dem römischen Richter gar fein beraten habt, wie ihr Mir wegen des bereits in dieser Welt seienden Messias gar alles wolltet gelten lassen, um Mich zu besänftigen und durch Mich etwa auch den Richter wegen des Zacharias Geschichte. Da Ich aber nun nicht der Verteidiger des Wunderknaben, sondern der Wunderknabe selbst bin, so hat solch plötzliche, unvorhergesehene Wendung der Sache eure Sinne verwirrt und euern schlechten Plan vereitelt, und ihr steht nun da voll Furcht und Angst, und wisset nicht aus und nicht ein. – Redet nun, wie euch diese Geschichte behagt!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle stutzten, worauf der Oberpriester mit gespielt freundlicher Miene wissen wolle, wer unter ihnen sich solchen Rat ausgedacht habe. Da sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Eben derjenige, dem Ich selbst den Rat also eingeflüstert! Er ist unter euch der Jüngste und ist auch aus Galiläa geboren: sein Name ist [[Barnabe]]!&amp;quot;&#039;&#039; Diese Antwort war wieder ein [[Blitz]]strahl unter die Pharisäer, und sie gerieten in große [[Furcht]], denn vieler [[Gewissen]] war sehr unrein, und sie fürchteten manche Entdeckung ihrer geheimen [[Laster]] vor dem strengen Römer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priester und Pharisäer berieten sich, wie sie die Sitzung beenden könnten und erklärten schließlich feierlich, dass die Sitzung aufgehoben sei, da der Knabe von gestern, für den die große Steuer bezahlt worden war, nicht mehr der Knabe von heute sei. Dies aber ließ ihnen der Richter nicht durchgehen und widersprach energisch. So traten alle, sichtbar unwillig, wieder an ihre Plätze, blieben aber stumm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.18-22}}; {{L|DTT|13.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was würdet ihr tun, wenn Ich der Messias wäre? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Höret, da ihr Mich keiner Frage mehr würdigen wollt, so werde Ich so frei sein, euch eine kleine Frage zu stellen: Saget Mir – aber ganz offen –, was ihr dann tun würdet, so Ich denn doch im Ernste der verheißene Messias wäre, um den sich gestern das Hauptgespräch gedreht hat!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Frevelei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Haupttempelzelot: Jesus solle sich vor zu großem [[Frevel]] hüten!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, er und seinesgleichen sollten sich vielmehr hüten, dass das Haus des Herrn von ihnen nicht gänzlich zu einer Mördergrube werde. &#039;&#039;&amp;quot;Dadurch aber, so Ich frage, was ihr tun würdet, wenn Ich am Ende dennoch der verheißene Messias wäre, entheilige Ich den Tempel durchaus nicht, indem eine solche Frage ohne alle Sünde und Scheu ein jeder Mensch an euch stellen kann! – Und ihr könnt Mir ja ebenso eine bedingungsweise Antwort geben, als Ich euch nur eine bedingungsweise Frage gestellt habe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Nicht genug Beweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joram]], ein weiser alte Anhänger oder Kenner des [[Talmud]] und der großen Kabbala, antwortete Jesus:&lt;br /&gt;
# Die Menschen müssten sehr darauf achten, solche hochwichtigen Verheißungen erst dann als wahr anzunehmen, wenn alle Umstände für jeden klar seien. Zwar habe Jesus aus Jesaja einige Verse für sich; aber der Prophet habe auch viel von dem kommen sollenden Messias geweissagt, was auf Ihn nicht passen würde. &lt;br /&gt;
# Die über Jesus verlässlich berichteten, alles übertreffenden Wunder verdienten zwar ein besonderes Augenmerk auf den Wundertäter, aber von einer abgemachten Bestimmtheit dessen, was sie beurkunden sollen, könne noch lange keine Rede sein. Er habe als ein schon sehr alter Mann viele Erfahrungen gemacht und öfters bei Kindern Fähigkeiten und Eigenschaften entdeckt, die einen großen [[Prophet]]en vermuten ließen. Aber als die Betreffenden älter wurden, hätten sich diese glänzenden Eigenschaften alle verloren, als wären sie nie dagewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte daraufhin, Er sei der &amp;quot;Raubebald, Eilebeute&amp;quot; {{B|Jes|8|1-4}} und Er habe nicht die geringste Frucht vor wem auch immer in der ganzen Welt, da Er Sich der ewig nie besiegbaren Kraft und Macht in Sich selbst bewusst sei, die keine fremde, sondern Seine höchsteigene sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wiederholte, dass es schon öfters Kinder gab, die manche außerordentliche Talente und Fähigkeiten zeigten und eine große Menschenmenge ins größte Staunen versetzten. Aber in späteren Jahren wurden ganz gewöhnliche Menschen aus ihnen. Auch für Jesus müsse dies als möglich angenommen werden, weswegen die volle Annahme, Er sei der Messias, verfrüht sei. In Anbetracht Seiner Geburt, Abstammung und noch nie dagewesenen Fähigkeiten könne diese Annahme allerdings auch nicht generell in Abrede gestellt werden. Man müsse abwarten, was die Zeit bringen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf erwiderte Jesus, dass dies nach der irdischen [[Vernunft]] richtig sei, jedoch im Menschenherzen ein tieferes und leuchtenderes Kriterium sei, welches dem Joram sagen könne, ob Er eines jener Kinder sei, die in späteren Jahren ihre Fähigkeiten verloren. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Von Meinem inneren Geiste hängt das Dasein aller Dinge allein ab. Daher kann ich denn auch wollen, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will, wie dir solches auch von Mir ausgesagt ward durch anderer Zeugen Mund, nicht allein durch den Meinigen. Wenn aber also, wie lässt sich da dann wohl denken, dass Ich je Meiner dir bekanntgegebenen Eigenschaften und Fähigkeiten bar werden könnte?! Kann Ich aber das nicht, was bin Ich dann?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram:&lt;br /&gt;
# Dies sei immer noch nur eine Annahme, aber kein [[Beweis]], denn auch er könne ebenso solches von sich sagen, wonach er dann dafür ausgelacht oder in die Geschlossene gebracht würde, da er kein Knabe in einem unzurechnungsfähigen Alter sei. Jesus habe sich in Seiner Messiasidee ein wenig zu hoch verstiegen.&lt;br /&gt;
# So etwa einst der Messias kommen würde, da würde Er nur als ein vollkommener [[Mensch]], nie aber als ein Gott zu den Menschen kommen. Unter den halbgriechischen Juden gäbe es zwar die Sitte, besonders begabte Menschen gleich unter die Götter zu stellen oder sich selbst als solche anzusehen. Dies sei aber hoch gefehlt gegen das [[Zehn Gebote|Gebot Gottes]]: &amp;quot;Ich allein bin euer Gott und euer Herr, ihr sollet keine fremden Götter neben mir haben!&amp;quot; Wie also könnte es Jesus einfallen, Sich als einen Gott vorzukommen!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Joram und der Oberpriester anstößig fanden, was Jesus ihnen über Seinen inneren Geist gesagt hatte, forderte Er von ihnen zu erklären, welcher Geist aus den [[Prophet]]en redete. Diesen bestätige Joram als Gottes Geist. Darauf antworte Jesus: &#039;&#039;So jener Geist, der aus den Propheten redete, Gottes Geist war, warum sollte dann Mein innerer Geist kein Gottesgeist sein, da Ich aus demselben bei weitem Größeres zu wirken imstande bin, als alle die Propheten von [[Henoch]] an je gewirkt haben?! Denn sie waren beschränkt, nur in einer gewissen Sphäre zu wirken, Ich aber bin unbeschränkt und tue, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will! Wenn aber also, wie ist dann Mein innerer Geist ein anderer denn jener, der aus den Propheten redete?!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Aus Galiläa kommt kein Prophet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf wendete Joram ein, dass aus Galiläa kein Prophet komme, weswegen sie den inneren Geist von Jesus nicht mit jenem der Propheten gleichstellen könnten und dürften. Darauf antwortete Jesus, nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem geboren zu sein. Außerdem kam auch Jesajas nach Galiläa und machte dort Weissagungen in der Nähe von [[Cäsarea Philippi]], darum er auch nicht etwa kein rechter Prophet sei. Wieso solle Er also nicht auch den wahren, göttlichen Geist in Sich besitzen gleich jedem andern Propheten?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Wo ist der Engel des Herrn und Elias?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester erklärte, es werde laut der Schrift zuerst der Engel des Herrn und [[Elias]] kommen, um die Menschen auf die große Ankunft des Messias vorzubereiten. Wo ist bei Jesus der [[Engel]] des Herrn und wo Elias? Darauf antwortete Jesus, dass ihresgleichen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Sie sahen und erkannten weder den Engel, der mit [[Zacharias]] redete, noch dessen wunderbar gezeugten Sohn (Johannes der Täufer). Was bei ihnen nicht mit [[Feuer]], [[Blitz]] und [[Donner]] geschieht, das sehen sie nicht. &#039;&#039;&amp;quot;Als Elias in seiner Felsenhöhle die Aufforderung erhielt, darauf zu achten, wie Jehova vor seiner Höhle vorüberziehen werde, da zog zuerst ein Feuer vor seiner offenen Höhle vorüber, aber darin war Jehova nicht. Dann zog ein mächtiger [[Sturm]] vorüber, aber auch darin war Jehova nicht. Am Ende zog ein kaum merkbares Säuseln vor der Höhle vorüber – und siehe, darin war Jehova! Und seht, eben damit zeigt der große Prophet die gegenwärtige Ankunft des Messias an! Ihr erwartet wohl Feuer und Sturm, was vor euch schon oftmals vorüberzog, aber da war Jehova nicht darin. Nun zieht das sanfte Säuseln vor euch vorüber, darin wahrlich Jehova ist, aber das merken eure tauben [[Ohren]] und blinden [[Augen]] nicht und werden es auch nicht merken – außer am Rande eures Lebens, allwann euch aber solch spätes Merken nicht mehr viel nützen wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus demonstriert Seine Wundermacht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe [[Spott|spottete]] eselhaft über Jesus und wollte wissen, was Er nun, als der herbeigesäuselte Messias, mit dem Tempel und dessen Dienern tun werde. Jesus antwortete darauf, dass Er zwar nicht den Tempel und dessen Diener aufheben werde, aber dessen gesetzwidrige Verkehrtheit und die sich weise dünkenden Protzer von Leviten kennzeichnen werde, als dankbare Anerkennung ihrer schlechten [[Witz]]e. Dann forderte er Barnabe auf, Ihm zu beweisen, dass Er nicht der sei, von dem alle Propheten geweissagt haben, ansonsten er Ihm zu einem wahren [[Midas]] der Heiden (ein Eseloriger) werden solle. Jesus testete den jungen Leviten mit der Frage: &amp;quot;Was besagt der Name &#039;[[Jerusalem]]&#039;?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber wusste Barnabe nichts, weswegen er sich zu einem alten Schriftgelehrten schlich, der es aber auch nicht wusste. Auch Joram vermochte ihm nicht aus seiner Verlegenheit zu helfen und tadelte ihn, mit dem scharfsinnigen Knaben so unfein geredet zu haben, zumal doch er selbst es war, der ihnen Auskunft über Jesus wundersames Wesen erteilt hatte. Er riet ihm, Jesus um Vergebung zu bitten, ansonsten ihm wohl ein Schabernack geschehen werde. Barnabe folgte diesem Rat, bat Jesus um Vergebung und ersuchte Ihn, den Namen &#039;Jerusalem&#039; Selbst zu erläutern. Jesus nahm die Entschuldigung an und wies Barnabe darauf hin, dass er nun zu seinen Füßen finden könne, was ansonsten sein Haupt geziert hätte. Dort befanden sich zwei vollkommen ausgebildete, ganz natürliche Eselohren, denen aber jede Spur mangelte, als wären sie von einem wirklichen Esel abgeschnitten worden. Simon und der Richter fingen darüber zu lachen an, den Templern aber wurde ganz sonderbar und sie fragten sich untereinander, wie solches auf eine natürliche Weise möglich wäre, gelangten aber zu keinem Resultat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.8-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Barnabe sich bei den Beratungen der Priester für Jesus als den Messias einzusetzen begann, wies ihn Jesus an, die Eselsohren an den Spitzen in die Höhe zu halten, was dieser tat. Daraufhin sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Es werde zu diesen Lesern auch ein lebendiger und völlig gesunder Eselsleib!&amp;quot;&#039;&#039; Und im Augenblick stand ein gutgestalteter Esel mitten unter der Gesellschaft! Da entsetzten sich alle und wollten davonlaufen. Aber der römische Richter und Simon ließen das nicht zu, worauf sich die Templer wieder setzten und den Esel wortlos anstaunten. Daraufhin ließ Jesus den Esel in nur einem Augenblick völlig verschwinden, was zu noch mehr Staunen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.29-34}}; {{L|DTT|17.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem römischen Richter zu demonstrieren, dass Er auch ein natürliches Dasein auflösen konnte, ließ Jesus einen 100 Pfund schweren [[Stein]] herbeibringen und löste diesen durch sein bloßes Wort auf, dass von dem Stein nichts übrig blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|17.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Barnabe erzählte Er ein Geschehen aus der Vergangenheit, inklusive der [[Gedanke]]n, die sich Barnabe damals gemacht hatte, was Jesus auf natürliche Weise nicht hätte erfahren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|18.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus warf Barnabe und den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, die Schrift für ein reines Menschenwerk zu halten, das verschiedene Menschen wegen der leichteren Beherrschung ihrer Nebenmenschen zusammengeschrieben haben, aber für die wahre Bildung des modernen Menschen nicht mehr tauge, was alle wahren [[Weltweise]]n schon lange eingesehen und klar bewiesen hätten. Hätten sie erkannt, dass die Schrift göttlichen Ursprungs sei, und ein jedes Wort gleich dem Namen Jehova, dann würden sie Ihn schon lange für das gehalten haben, was Er eigentlich sei, und würden verstehen, wie Er Seine Wundertaten bewerkstellige. So aber blieben ihnen auch Seine Taten im höchsten Grade unbegreiflich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wendete ein, manche würden wohl nicht an die reine Göttlichkeit der Schrift glauben, aber andere würden daran doch sehr festhalten. Zwar weise einiges in Jesajas auf Jesus als den Messias, anderes aber passe nicht. Die Sache bliebe doch eher nur eine Volkssage, hervorgehend aus dem lange gehegten Wunsch des Volkes. Als ihn Jesus aufforderte, die Stellen zu nennen, die auf Ihn nicht passen würden, bedurfte Joram Einsicht in die Schriften der Propheten. Da es aber schon Abend geworden war, wurde dies auf den nächsten Tag verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Joram und Barnabe suchten während der Nacht bei Jesajas nach Stellen, die nicht auf Jesus passen würden. Sie konnten nichts finden, was Jesus zum Schweigen hätte nötigen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|20.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 3. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was aus Jesajas passt nicht auf Jesus als Messias? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus forderte Joram auf, Ihm die am vorigen Tag angekündigten Texte aus Jesajas zu zeigen, die seiner Meinung nach nicht auf Ihn oder auf jeden anderen werden mögenden Messias passen sollten. Joram erklärte, dass ihm die fraglichen Texte entfallen wären und es zu viel Mühe sei, alle Schriftstellen aufzusuchen, weswegen man Jesus als den verheißenen Messias gelten lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war Jesus aber nicht einverstanden, denn sie wollten Ihn nur auf eine gute Art loswerden, einerlei ob Messias oder nicht, solange sie dabei nur recht gut leben und [[Gold]], [[Silber]] und [[Edelstein]]e anhäufen konnten. Er sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Bin Ich es, oder sollet ihr auf einen andern warten? Bin Ich es, so ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen, und ihr werdet es aus der Schrift wissen, was da an euch ist zu tun, so ihr eines guten Willens seid! Bin Ich aber nach eurer Meinung und aus dem Propheten erwiesen das nicht – nun, da möget ihr denn in euren alten Sünden verharren, bis der Tod euer Endlos sein wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus bot an, die Stellen zum Messias Selbst aufzuzeigen, da es ihnen ja zu mühsam sei. Das aber wollte der Oberpriester nicht, weil er dachte, Jesus würde nur jene Texte heraussuchen, die auf Ihn am besten passen würden. Also fing er an, selbst im Buch zu suchen und fand schließlich nach längerer Zeit etwas ihm Zusagendes, worauf er mit viel Herrscherpathos hinwies. Er forderte Jesus auf, die gefundene Stelle vorzulesen und ihm zu sagen, ob sie auch auf Ihn passe. Darauf kündigte Jesus an, dass der Geist in Ihm, sogar schon lange vor Jesajas den Text niederschrieb, um die Stelle wusste - und gerade sie sei die rechte zu Seinem Sieg über den Oberpriester. Das machte den Oberpriester sehr zornig und er wollte wissen, ob Jesus wahnsinnig sei. Seele und Geist seien ein und dasselbe und die Seele unmöglich älter als ihr Leib, was aus Moses {{B|1Mo|2|7}} hervorginge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.5-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, dass der Oberpriester durch weltliche Protektion und nicht durch höhere, geistige Berufung Oberpriester sei und über geistige Dinge um viele schlechter urteile, als ein Blinder über Farben. Jesus erklärte ihm kurz das Wesen und den Unterschied von [[Menschenseele|Seele]] und [[Menschengeist|Geist]] und wies ihn darauf hin, dass Er Seinen Geist kenne und schon lange eins mit Ihm sei und darum auch aller Natur gebieten könne, und nicht wie der Oberpriester noch nie eine Idee aus seinem eigenen Geist gefasst habe. Daraufhin warnte Er den Oberpriester, sich zu mäßigen, ansonsten er bald die Kraft Seines Gottesgeistes wider sich erfahren würde. Immerhin sei es schon schlecht genug, dass Er Sich bei den sein wollenden Dienern Jehovas ein nach Stunden bemessenes Rederecht erkaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.15-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter, der die althebräische Schrift viel besser zu lesen verstand, als alle Templer zusammen, las die vom Oberpriester angezeigte Stelle: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seiner Schulter ist; und Er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, und dass Er es zurichte mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Solches wird tun der Eifer Zebaoths!&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|9|5-6}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter fuhr fort, im Namen von Jesus zu reden. Er wies darauf hin, dass der Prophet durch die aufgeführten Namen offenbar die Eigenschaften jenes Kindes aller Kinder bezeichnet, die alle auf Jesus hindeuteten. &lt;br /&gt;
# Wunderbar: Jesus ist wunderbar in seinem [[Verstand]], in seiner [[Rede]] und seinen [[Tat]]en.&lt;br /&gt;
# Rat: Welcher Weise der Erde könnte einen weiseren Rat geben als Jesus?&lt;br /&gt;
# Kraft: Dass Jesus Allkraft in jeder Beziehung - Geist oder Materie - besitzt, wird niemand bezweifeln, der Ihn rede hören und handeln gesehen hat.&lt;br /&gt;
# Held: Seinen unerschrockenen Heldenmut hat Er gegen die anwesenden, hochmütigsten Priester, die sich über alle Götter weit hinaus preisen und anbeten lassen, deutlich genug gezeigt. &lt;br /&gt;
# Ewig-Vater: Wie Sein Geist ein notwendig ewiger und eins mit dem Geist Gottes ist, hatte Er auf eine begreifliche Weise mit wenigen Worten bewiesen. (siehe {{L|DTT|21.19-21}})&lt;br /&gt;
# Friede-Fürst: Er selbst habe bereits empfunden, wie Jesus allein dem Menschen den wahren, lebendigen inneren Frieden geben kann und Er daher auch allein nur ein wahrster Fürst aller Fürsten der Erde ist und einen Frieden den Menschen geben kann wie kein anderer Fürst.&lt;br /&gt;
# Königreich: Jesus allein kann das alte Seher- und Erkenntnisreich Davids, das von den Priestern schon lange zerstört wurde, wieder lebendig aufrichten und eine Herrschaft gründen, der alle Fürsten der Erde trotz ihrer Zepter und Kronen für ewig untertan sein werden; denn das Reich der hellsten [[Erkenntnis]] ist und bleibt stets das mächtigste auf der Welt und kann von keiner Nacht-Macht je völlig unterjocht werden. Wo aber [[Licht]] ist und seine alles durchschauende Wirkung, da ist auch ein rechtes Gericht und die vollste, offenste Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
# Der Eifer Zebaoths: Wer sonst als der diesen Knaben durch und durch erfüllende Geist Gottes ist eben der Herr [[Zebaoth]] selbst! Wieso sieht das ein Heide auf den ersten Blick, aber nicht die Juden, die das doch offenbar mehr angehen sollte?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.13-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ärgsten Gegner des Herrn ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter wollte nun wissen, wie sich die Templer Gott denn eigentlich vorstellten. Joram antwortete darauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im Moses sei es ausdrücklich verboten, sich irgendeinen fasslichen Begriff oder irgendeine nur halbwegs bildliche Idee von Gott zu machen. Daher gab es auch im Tempel nirgendwo ein entsprechendes Bild.&lt;br /&gt;
# Die Väter wie [[Abraham]], [[Isaak]] und [[Jakob]] hatten in ihren [[Vision]]en Gott dennoch als vollendete Menschengestalt gesehen. Auch sprachen sie mit Ihm, obwohl es im Moses heißt: &amp;quot;Gott kann niemand sehen und leben zugleich; denn Gott ist ein verzehrend Feuer und wohnt im unzugänglichen Lichte!&amp;quot; Moses verlangte dennoch einmal Gott zu sehen, wenn ihm das auch den augenblicklichen Tod gäbe. Da aber sprach Gott zu Moses: &amp;quot;Verbirg dich in dieser Grotte, Ich werde da vorüberziehen! So Ich dich rufen werde, da tritt aus der Grotte, und du wirst Meinen Rücken sehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Obwohl sich das menschliche Gemüt nach einem formellen Gott sehnt und man es streng genommen den Heiden gar nicht so sehr übelnehmen kann, dass sie sich ihren [[Zeus]] als einen vollkommensten Menschen bildlich vorstellen, blieb den Juden nur das Wort &amp;quot;Jehova&amp;quot; und darüber hinaus nicht viel mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.27}}; {{L|DTT|24.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wies darauf hin, dass ihm selbst Jesus als Gott genügend gut und mächtig sei. Aber im Volk, das an der Lehre Moses und der Propheten hinge, und sich im Tempel seinem Gott nahe glaube, der es durch das Ohr des Hohepriesters vernähme, würde es zu einer allgemeinen [[Revolution]] kommen, wenn man ihm dies nähme und an Stelle der [[Bundeslade]] Jesus stellen würde. Die Templer seien daher genötigt, sich zu Narren zu machen, und dem Volk etwas als seiend vorzustellen, von dem man sich beim besten Willen keinen Begriff machen kann. Würde es Jesus gelingen, das Volk auf Sich aufmerksam zu machen, dass es Ihn als das erkennt und annimmt, was Er ist, dann würde Er mit dem Tempel leicht fertig werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte zu, dass sich gegen diese Ansicht nicht viel einwenden ließe, dennoch könnte der Tempel auf Jesus auf eine geeignete Weise aufmerksam machen, so sie an Seine Sendung glaubten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erklärte, warum dies ein gewagtes Unternehmen sei:&lt;br /&gt;
# Jesus bliebe sicher nicht im Tempel, sondern würde von seinen Eltern wieder nach Nazareth geführt werden. Das aber läge zu entfernt, um alle nach Ihm Fragenden dahin zu senden.&lt;br /&gt;
# Hunderttausende würden nach dem Grund fragen, warum Jesus nicht im Tempel Wohnung nehme. Welchen Grund könnte man dem Volk angeben, wieso Er Galiläa und Nazareth der Stadt Gottes vorziehe? Bald würde das Volk sagen: &amp;quot;Stadt und Tempel müssen sich etwas Großes zuschulden haben kommen lassen; die Sache muss untersucht und gesühnt werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Wie man es auch anstellte, es würde im Volk eine große Erregung wachrufen, die viel zu schaffen machen würde. Deshalb sei es besser, dem Volk davon beinahe keine Erwähnung zu machen, sondern die Sache ganz Jesus und der Zeit zu überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erwiderte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin nun da, um euch eine Kunde zu geben, dass Ich da bin, um zu vollbringen die Werke dessen, der Mich gesandt hat, den ihr nach eurem Geständnisse nicht kennet, den aber Ich wohl kenne, da Er in Mir wohnt in seiner Fülle! Moses verlangte Ihn zu schauen und bekam den Rücken nur zu sehen – ward aber davon schon geblendet drei Tage lang, und sein Antlitz strahlte dann so sehr, dass er es verhüllen musste, so er zum Volke kam; denn dessen Augen hätten den Lichtglanz nimmer ertragen. Ihr aber möget Mir nun ganz wohl ins Angesicht schauen, und es blendet eure Augen kein unerträglicher Lichtglanz! Warum? Weil dies Fleisch den, der in Mir wohnt, verbirgt! Aber dessen ungeachtet ist hier mehr denn das, was dort war! Aber ihr merket es nicht, weil vor euren Augen die dreifache Decke Mosis hängt und noch lange hängen wird, auf dass ihr den ja nicht erkennen möget, der aus den allerhöchsten Himmeln zu euch gekommen ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin tadelte Er die Gelehrten aufgrund ihrer [[Heuchelei]], da ihre geheimen Gedanken ganz anders lauteten als die Worte ihres Mundes, weswegen sie Ihm höchst widerwärtig waren. Äußerlich wuschen sie sich, aber inwendig in ihren Seelen waren sie voller Schmutz. Anstatt auf den Richter zu hören, das Volk auf Jesus aufmerksam zu machen und es mit der Erfüllung seiner Hoffnung zu erquicken, suchten sie nichtige Ausflüchte, weswegen dies nicht angehen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Gelehrten und Priester - und nicht das Volk - wollten nicht, dass Jesus offenbar werde, &#039;&#039;sie&#039;&#039; waren Seine ärgsten Gegner! Dies mache aber gar nichts, denn erstens war Seine Zeit noch nicht da, und zweitens war der Tempel von ihnen zu sehr entweiht worden, als dass Er je darinnen Wohnung nehmen könnte. Durch Ihn würde ihr Ansehen nicht mehr gesteigert werden.&lt;br /&gt;
# Sie schmollten darüber, dass ihnen Moses verboten hatte, von Gott ein geschnitztes Bild zu machen. Aber sich selbst zu Göttern vor dem Volk zu machen und es zu lehren, dass Gott ohne sie nichts tue, auch keine andere Bitte erhöre als nur die ihres Mundes, das mache ihnen nichts aus. Wo hatte Moses solches geboten?&lt;br /&gt;
# Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben.&lt;br /&gt;
# Ihre toten und maschinenartigen Gebete werden nie von Gott erhört, weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft. Dennoch sagten sie: &amp;quot;So du, Mensch, zu Gott um etwas betest, da ist dir das zu nichts nütze, so du aber uns ein Opfer bringst und wir für dich beten, dann ist dir unser Gebet schon zu etwas nütze! Wir Priester allein dürfen beten mit Nutz, das Volk aber darf nur Opfer bringen und also mitbeten durch die reichlichen Opfer!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Sie saugten das Volk doppelt aus: Erstens nahmen sie von allen Früchten den [[Zehent]] und alle Erstgeburten der Haustiere und ließen sich für die Erstgeburt der Menschen eine tüchtige Löse geben; und zweitens plagten sie das Volk ohne Unterlass um Opfer und verhießen ihm darum lange und anhaltende Gebete, die sie aber nie vollbrachten, denn sie sagten sich: &amp;quot;Ob wir beten oder nicht beten, das nützt dem Opferbringer ohnehin nichts. So ihm etwas nützt, da nützt ihm allein das Opfer, das er uns gebracht hat in guter Meinung!&amp;quot; Sie taten also auch nicht, wofür sie sich haben zahlen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.4-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Mit wem soll Ich euch da vergleichen? – Ihr seid allezeit wider Gott und gleichet vollkommen den reißenden Wölfen, die in Schafspelzen einhergehen, damit die Schafe vor ihnen nicht fliehen und sie dieselben mit ihren scharfen Zähnen ohne alle Mühe erreichen und zerreißen können! Aber wie nun eure Arbeit, so wird euch auch dereinst drüben im Seelenreiche der Lohn werden! – Ich sage euch das, und ihr könnet euch darauf verlassen, dass für euch Meine Verheißung nicht unterm Wege verbleiben wird!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zornige Oberpriester erwiderte darauf:&lt;br /&gt;
# Änderungen seien nicht möglich. Das Judenvolk sei ein alter Baum, den man nicht mehr wie eine junge Haselstaude beugen könne. Die alten Institutionen von Moses müssten bewahrt bleiben.&lt;br /&gt;
# Die Priester seien keine reißenden Wölfe im Schafspelz. Indem sie Gottes- und Tempellästerer und Ehebrecher züchtigten, taten sie nur, was Moses befohlen hatte.&lt;br /&gt;
# Die Rede von Jesus gefiel nicht; wenn Er etwas Schlechtes am Tempel und den Priestern finde, dann solle Er das mit kindlich-guten Worten sagen, aber nicht mit Drohungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte, dass bei ihrer Art weder mit sanfter, noch mit scharfer Rede etwas auszurichten war. Daher würden sie auch bleiben, was sie sind, bis ans Ende der Welt. Die Gnade würde ihnen genommen und den Heiden verliehen. Jesus prophezeite die Vernichtung von Jerusalem und des Tempels, sie aber würden auf der ganzen Erde zerstreut und überall verfolgt werden, da sie sich eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und ihre weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn gemästet hatten. Darauf zitierte Jesus die Untaten der Templer, die jeden Priester und Propheten gesteinigt hatten, der sich ernstlich vorgenommen hatte, die abscheulichen Menschensatzungen auszuscheiden und die rein göttlichen einzuführen. Er beschrieb insbesondere die skandalösen Ereignisse um [[Zacharias]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.4-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter bot sich an, mit dem Gesindel aufzuräumen, aber Jesus hinderte ihn daran, denn Er Selbst hatte mehr als genug Macht, sie augenblicklich zu vernichten. Dadurch würden aber weder das Volk und ebenso wenig Er Selbst etwas gewonnen haben; es genüge nun, ihre starke Nacht etwas dämmerlich gemacht zu haben. Ein plötzlich eintretender Tag, wenn der Richter sie nun ihrer vieler groben Sünden wegen ahndete, würde sie und mit ihnen das ganze Judenvolk erst recht blind machen. Die Priester und Gelehrten würden sich in ihren gelegten Netzen selbst verstricken und darin zugrunde gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erkannte Jesus als den Messias an. Seiner Aussage nach hatte ihm am meisten die Augen geöffnet, weil Jesus genau vom skandalösen inneren Tempelgetriebe seit alters her wusste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.3}}; {{L|DTT|27.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram bat Jesus um Aufklärung über {{B|Jes|52|14}}, wo die menschliche Hässlichkeit des Messias erwähnt wird und dass sich viele über Ihn ärgern werden, weil seine Gestalt hässlicher sei denn die anderer Leute und sein Ansehen denn das anderer Menschenkinder und {{B|Jes|53|3}}, wo es heißt: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nicht geachtet!&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Wie sollte das mit Jesus vollkommen gesunder Gestalt, die noch dazu von großer Anmut war, und der Achtung vor Ihm übereinstimmen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus:&lt;br /&gt;
* An Ihm würde beinahe buchstäblich alles vollzogen werden, was da gesagt ist.&lt;br /&gt;
* Die Aussagen des Propheten beziehen sich nicht auf Seine Leibesgestalt, sondern drücken bildlich entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der (weltlichen) Menschen aus, der gegenüber sich Jesu Gemütsart und Denkweise ausnehmen wird wie eine hässliche Gestalt, die verkümmert ist durch allerlei [[Krankheit]] und viele [[Schmerzen]].&lt;br /&gt;
* Jesus würde daher bei den [[Angesehene]]n und [[Reiche]]n dieser Welt sehr verachtet sein, man würde vor Ihm fliehen wie vor einem Aas, und so es von oben zugelassen wird, würde man Ihn verfolgen wie einen ärgsten [[Verbrecher]], was sich schon angedeutet hatte, denn ohne den römischen Schutz, wäre Er nicht lebend aus den Händen der Priester und Gelehrten gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram fragte Jesus auch, wie der dem Untergang geweihte Tempel doch noch zu retten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus prophezeite, dass sich der größte Teil nicht ändern werde, bis das große Gericht über denselben ergangen sein wird, von dem der Prophet Daniel geweissagt hatte, als er an der heiligen Stätte stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sei die Umkehr möglich, so die Templer ihre große Irre erkennen, [[Buße]] tun und sich gänzlich bekehren würden. Sie sollten ihre vielen Frevel und großen Sünden durch Werke der wahren [[Nächstenliebe]] sühnen, keine Geheimnisse vor dem Volk haben und wahrhaft, gerecht und getreu in allen ihren Reden und Handlungen bleiben und niemals halsstarrig gegen vom Geist Gottes erweckte Menschen sein. Sie sollten ihre [[Gold]]- und [[Silber]]berge, ihre vielen [[Edelstein]]e und [[Perle]]n aufgeben und sie den [[Arme]]n und dem Kaiser übergeben, denn nur letzterer hat das Recht, die Schätze der Erde zu sammeln und sie zur Zeit der Not zu gebrauchen. Sie sollten nur von dem leben, was Moses ihnen bestimmt hat. So würde das Gericht ausbleiben und der Tempel bis ans Ende der Welt bestehen. Aber dafür hingen sie zu mächtig an ihrem weltlichen Ansehen und ihren [[Reichtum|irdischen Schätzen]]. Sie könnten es wohl tun, allein ihnen fehlte, wie seit jeher, der rechte [[Wille]] dazu, womit nun auch Jesus wie alle die vor Ihm dagewesenen Propheten und Seher zu tauben Ohren und Herzen geredet hatte. Nicht Gott, sondern sie selbst würden sich in das Gericht stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar könnten die Priester ihre Herzen noch reinigen, das Tempelgemäuer und auch das ganze Land war jedoch nicht mehr zu retten oder zu reinigen, da sie über alle Maßen durch die verübten Gräuel verunreinigt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe wollte von Jesus nun wissen, wie der folgende Text angesichts Seiner Drohung für Jerusalem und den Tempel zu verstehen sei: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht blöde, denn du sollst nicht zum Spotte werden, sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken! Denn der, der dich gemacht hat, ist dein Mann, Herr Zebaoth ist sein Name; und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. Denn der Herr hat dich lassen im Geschrei sein, dass du seist wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib und wie ein junges Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will Ich dich sammeln. Ich habe Mein Angesicht im Augenblicke des Zornes ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will Ich Mich deiner erbarmen, spricht der Herr dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da Ich schwur, dass die Wasser Noahs nicht mehr sollten über den Erdboden gehen. Also habe Ich denn auch geschworen, dass Ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|54|4-8}} Wenn Jesus auch diesen Text auf Sich beziehen könne, dann würden sie Ihm glauben, dass Er der Messias sei, den Tempel niederreißen und auf dem reinen Berg [[Libanon]] einen neuen erbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: Dies betrifft Sein weiteres Wirken, das den Priestern und Gelehrten nur schwer bis gar nicht begreiflich gemacht werden kann. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; bezeichnet nicht etwa Jerusalem und sein Tempel, denn darauf passen &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und &amp;quot;Witwe&amp;quot; schon ewig nicht mehr. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; wird von Jesus, ihrem &amp;quot;Mann&amp;quot;, erst gemacht werden und bezeichnet [[Evangelium|Seine neue Lehre an die Menschen aus den Himmeln]]. Sie wird darum &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; genannt, weil sie zuvor noch nicht eine selbstsüchtige und hurerisch freche Priesterschaft missbraucht hatte zu ihren schnöden weltlichen Zwecken. Diese Lehre wird dann auf eine kurze Zeit &amp;quot;Witwe&amp;quot; genannt, weil ihr Jesus durch den Zorn und die Rache der Priester genommen wird, aber nur durch [[Zulassung]] dessen, der in Jesus ist und nirgends außer Ihm. Viel später werden dann Zeiten, wie sie [[Daniel]] beschrieben hat, kommen, in denen auch mit dieser reinsten Lehre großer Missbrauch getrieben wird, aber mit der Jungfrau selbst nicht mehr, sondern mit den Kindern und Kindestöchtern der reinen Jungfrau und kurzsichtigen Witwe. Diese werden keine Teilhaber der Verheißungen Jesu werden, wohl aber die gewisse &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und ihre vielen reinen Kinder. Mit den Templern und ihrem Tempel wird Jesus in Zukunft ewig in keiner Gemeinschaft mehr stehen. Er kam wohl zu ihnen, um sie zu retten; sie aber haben Ihn nicht erkannt und aufgenommen. Sie würden fernerhin wohl zu Ihm kommen, wenn sie der böse Schuh zu drücken anfangen wird, doch dann wird Er sie nicht mehr erkennen und nicht aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.14-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe beanstandete daraufhin die Schroffheit von Jesus, mit der Er Sich bei den Menschen auf der Welt sehr wenig Freunde machen würde. Wäre es Ihm denn nicht lieber, von allen Menschen geliebt zu werden?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Da es ganz verschiedenartige Menschen auf der Erde gibt, von denen [[Guter Mensch|einige gut]] und [[Böser Mensch|viele andere schlecht, meineidig und böse]] sind, da wäre es wahrlich eine sehr schwere Aufgabe für einen [[Gerechte|Gerechten]] und Wahrhaftigen, sich also zu stellen, um von allen gleich geliebt zu werden! Man müsste mit dem Bösen böse und mit dem Guten gut sein, und siehe, das ist ebenso wenig möglich, als eine Art [[Licht]] zu sein, das zugleich die größte Helle und auf demselben Flecke aber auch die allerdickste [[Finsternis]] verbreitet! Ich sagte es dir: Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott, die werden Mich schon lieben, und das über alle Maßen; aber Menschen, die die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott mehr, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn derlei Menschen und weltsüchtige [[Gottesleugner]] sollen Mich dann kennenlernen, dass Ich durchaus keinen Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken; denn Ich allein habe die ewig allervollkommenste Macht dazu.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde Jesus das dumme Gerede von Barnabe zuwider und Er tadelte ihn deswegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Sich Jesus noch mit [[Nikodemus]] besprochen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hielt der römische Richter eine abschließende Rede. Er wies darauf hin, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war, sondern ein tief weiser und gerechter [[Richter]], ohne auch nur scheinbar Arges in seinem Wesen, ein Herr über alle Gesetze. Daher stellte er Ihn frei und hoch erhaben über alle römischen Gesetze und ebenso auch über die nichtigen Tempelgesetze. Da der Tempel und auch Jerusalem viel zu unwürdig und schlecht waren, eine so heilige Persönlichkeit aufzunehmen, bot der Richter Jesus eine freundliche Aufnahme in seinem offenbar reineren Palast an. Jesus würde den Juden das Heil nehmen und es den Heiden geben. Da die finsteren Templer zu keiner besseren Anschauung zu bringen waren, hob der Richter die Sitzung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|31.1-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Joseph und Maria suchen Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im großen Gedränge hatten [[Joseph]] und [[Maria]] Jesus im Tempel verloren und meinten, Er würde mit [[Salome]] oder sonstigen Verwandten und Bekannten heimgezogen sein. So gingen die beiden der Nazaräer-Karawane nach und trafen sie erst am Abend in der Herberge zwischen [[Nazareth]] und Jerusalem. Dort war Jesus nicht zu finden, was sie sehr betrübte. Sie nahmen einige Begleiter und zogen in der Nacht nach Jerusalem zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.4-6}}; {{L|DTT|31.8-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da angelangt, ging Joseph zum Landpfleger [[Cornelius]], der ihm eine römische Wache gab, mit der Joseph alle Häuser durchsuchen durfte. So durchsuchte Joseph beinahe ganz Jerusalem und fand nach drei Tage langer Suche Jesus dennoch nicht. Da wurden Joseph und Maria überaus traurig und gaben Cornelius die Wache wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als sie Jesus als verloren aufgegeben hatten, zogen Joseph und Maria zum Tempel, um Gott zu opfern. Dort fanden sie Jesus unter den Gelehrten sitzend, wie Er diese befragte, belehrte und ihnen auf ihre Fragen Antworten gab, die sie sehr erstaunten. Er erklärte ihnen die geheimsten Stellen aus den [[Prophet]]en, belehrte sie über die [[Stern]]e, über ihre Bahnen, über ihr Grundlicht, über ihr zweites, drittes, viertes, fünftes und sechstes und siebentes Licht. Also beschrieb Er ihnen auch das Wesen der [[Planet|Erden]] und zeigte ihnen den physischen, psychischen und geistigen Zusammenhang der Dinge und bewies allen die Unsterblichkeit der [[Menschenseele|Seele]] auf eine von ihnen noch nie gehörte Art, worauf die Gelehrten gestanden, der zwölfjährige Knabe sei weiser in einem Finger als sie alle zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.13-19}}; {{L|DTT|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph und Maria traten zu Jesus und fragten Ihn, warum Er sie drei Tage lang mit großen Schmerzen vergeblich suchen hatte lassen. Jesus aber antwortete: &#039;&#039;&amp;quot;Warum tatet ihr das? (Draußen nämlich mit Hilfe der Soldaten.) Wusstet ihr denn nicht ehedem von dem Hause Meines Vaters, und dass Ich darin tun musste, was da Meines Vaters ist?!&amp;quot;&#039;&#039; Die beiden aber verstanden diese Worte nicht, schrieben sie sich aber tief ins Herz. Die Gelehrten priesen Maria überglücklich, dass sie ein solches Kind hatte. Der römische Richter beschrieb ihnen, was Jesus für ein Wesen sei, was Er geredet und getan hatte, und wie sich alle über die hohe Weisheit und Macht Seiner Reden und die unbegreifliche Macht Seines Willens verwunderten. Er hatte Jesus sehr lieb gewonnen und bot sich den Eltern an, ihnen jeden denkbaren Vorteil angedeihen zu lassen, worauf Joseph als Zimmermann und Architekt große Bauten in Jerusalem auszuführen bekam. Auch Simon von Bethanien versicherte Joseph seine vollste Freundschaft. Die Templer machten vor dem Römer eine tiefe Verbeugung und zogen dann bis auf den Nikodemus ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.20-23}}; {{L|JJ|298.25}}; {{L|DTT|32.3-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikodemus begleitete Jesus und Seine Familie zum Palast des Römers, bei Cornelius, wo sie die Nacht verbrachten. Der römische Richter erklärte: &amp;quot;Nun erst ist meinem ganzen Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein ganzes Haus heimgesucht und gesegnet!&amp;quot; Maria berichtete über Jesu Empfängnis und Geburt und eine Menge aus Seiner Kindheit, worüber der Römer in Enthusiasmus und Verwunderung ausbrach und oft ausrief: &amp;quot;Und das wissen diese Tempelhelden – und glauben doch nichts!?&amp;quot; Am nächsten Tag verschaffte der Römer Jesus und Seiner Familie eine bequeme Fahrgelegenheit nach Nazareth und versah Joseph mit einem reichlichen Reisegeld. Simon von Bethanien begleitete die Familie nach Galiläa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.24}}; {{L|DTT|32.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Aus den Lorberwerken geht nicht klar hervor, wo Jesus mit Seiner Familie übernachtete. Nach der Jugend Jesu bei Cornelius. Nach den Drei Tagen im Tempel bei dem römischen Richter, dessen Name nicht genannt wird. Offenbar residierten beide im selben Palast. Auch wird vom römischen Richter in {{L|DTT|23.7}} gesagt, Cornelius befände sich in Tyrus. In der 10. Auflage von Drei Tage im Tempel (Lorber Verlag) findet sich dazu im Anhang eine Anmerkung von Jakob Lorber, die er offensichtlich vom Herrn erhalten durfte: &amp;quot;Was den damaligen Landpfleger Kornelius betrifft, so war er de facto (tatsächlich) geheim dennoch in Jerusalem, wennschon angeblich Geschäfte halber in Tyrus. Denn die hohen Römer waren kluge Leute und versuchten oft die untergeordneten Beamten dadurch, dass sie angeblich verreisten und unterdessen ihr Amt einem andern zum Verwalten einräumten. Und das war dann auch bei der Gelegenheit der Knabenprüfung in Jerusalem der Fall. Der römische Prüfungskommissar wusste nichts von der stillen Anwesenheit des Kornelius; aber Joseph wusste durch eine innere Eingebung wohl darum und hatte sich daher im stillen zu ihm gefügt und bekam von ihm auch, um was er ansuchte. Und so geschah es dann auch, dass Kornelius in guter Verkleidung selbst die Verhandlungen im Tempel mit anhörte, während ihn der Kommissar in Tyrus wähnte und daher offen seiner nur als eines Abwesenden erwähnen konnte.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an zog Sich Jesus ganz zurück und verübte vor den Menschen bis in Sein dreißigstes Jahr kein Wunder mehr. Er lebte und arbeitete da wie jeder andere Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.26}}; {{L|DTT|32.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jesus]]&lt;br /&gt;
* [[Kindheit Jesu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38853</id>
		<title>Jesus im Tempel</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Jesus_im_Tempel&amp;diff=38853"/>
		<updated>2021-12-07T08:45:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Was aus Jesajas passt nicht auf Jesus als Messias? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Christ Pharisees.jpg|300px|thumb|Der zwölfjährige Jesus und die Tempelgelehrten.]] Als [[Jesus]] zwölf Jahre alt war, kam Er zum ersten Mal nach [[Jerusalem]] zum Fest in den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]], wo Er durch [[Weisheit Gottes|Seine Weisheit]] ein [[Wunder]] unter den [[Gelehrte]]n wirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Juden#Zur Zeit Jesu|Brauch im ganzen Reich der Juden]], dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach Jerusalem bringen mussten, wo sie im Tempel von den [[Älteste]]n, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]] zu eigen gemacht hatten. Wenn sich die geprüften Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst [[Diener]] des Tempels zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Prüfung an sich war eine Farce und die Prüfer wussten aus der Schrift und den Propheten kaum mehr außer den stets selben Fragen und Antworten, welche die Eltern den Prüflingen schon vorsorglich beigebracht hatten. Geistreiche Knaben, die Gegenfragen stellten und Aufklärung verlangten, wurden mit Unwillen behandelt und mit mystischem und verworrenem Geschwafel abgefertigt. Einer jedoch ließ Sich nicht abwimmeln, und das war Jesus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1.5}}; {{L|DTT|1.11-14}}; {{L|DTT|2.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 1. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer sind die Jungfrau und ihr Sohn aus Jesaja 7.14-16? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die von Jesus gestellte Frage kam aus {{B|Jesaja|7|14-16}}: &#039;&#039;&amp;quot;So wird der Herr selbst euch ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie Emanuel heißen. Butter und Honig wird er essen, dass er wisse Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. Aber ehe der Knabe lernt Böses verwerfen und Gutes erwählen, wird das Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zwei Königen.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.7}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Wer sind die [[Jungfrau]] und wer ihr Sohn [[Emanuel]]? Wann wird geschehen, dass solch ein Sohn in die Welt geboren werde? Die Zeit müsste schon da sein, indem das Land [[Jakob]]s schon seit mehreren Jahren seiner beiden Könige entsetzt sei und nun die [[Heide]]n zum Herrn habe. Ob nicht etwa Jesus, der Sohn der [[Maria]], eben jener Emanuel sei, der von den [[Drei Könige|Drei Königen]] begrüßt worden war und von dem [[Hanna|Anna]] und [[Simeon (Prophet)|Simeon]] zeugten?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem zuerst ein Ältester, ein herrschsüchtiger alter Knauser, mit einem verworrenen Zeug antwortete und Jesus als schlecht erzogen hinstellen wollte, antwortete ein jüngerer, ein wenig menschlicher aussehender Schriftgelehrter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Es handle sich um eine total verrauchte Geschichte, eine dunkle Weissagung des [[Jesajas]], der für seine Zeit stets in dunklen Bildern weissagte und mit der nun nichts sei.&lt;br /&gt;
# Der von den Drei Königen in [[Bethlehem]] begrüßte König der Juden sei wahrscheinlich beim [[Herodes#Geschichte|Herodischen Kindesmord]] geschlachtet worden. Joseph und Maria wären wohl aus [[Judäa]] geflüchtet und lebten vielleicht gar nicht mehr. Die Sache habe wohl viel Aufsehen gemacht, sei aber merkwürdigerweise wenige Jahre darauf gänzlich in Vergessenheit geraten.&lt;br /&gt;
# Anna und Simeon seien bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.&lt;br /&gt;
# Da beinahe der ganze Erdkreis bebte, als Gott dem [[Moses]] die Gesetze gab, und [[David]] den [[Messias]] als &amp;quot;König der Ehren&amp;quot;, &amp;quot;stark und mächtig im Streit&amp;quot; besang, würde bei Seinem Kommen sicher die ganze Welt um so mehr erbeben. Außerdem würden Ihn schon Jahre davor mächtige [[Prophet]]en ankündigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 1:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Alles Wirken in der großen Gotteswelt ist am Tage vom hellsten [[Sonnenlicht]] erleuchtet, und selbst die [[Nacht]] ist nie so finster, dass man gar nichts sehen sollte; warum muss denn gerade jene wichtige [[Lehre]], die dem Menschen den Weg zum wahren Heile klarst und hellst zeigen soll, so verworren und keiner [[Menschenseele|Seele]] verständlich gegeben sein?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.1-2}}; {{L|DTT|2.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alles anwesende Volk gab Jesus recht und der sehr reiche Vater von [[Lazarus]], Martha und Maria erlegte für Jesus ein Opfer von 30 Pfund [[Silber]] und etwas [[Gold]], damit Er mit den Ältesten und Schriftgelehrten länger verhandeln durfte, was diese nur zu gerne annahmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|2.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 4:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Eure noch so sicher scheinend gestellten Worte können das [[Meer]] nicht ruhen machen und den rauschenden [[Wind]]en nicht Stillschweigen gebieten! Nur ein [[Blinder]] merkt von den Zeichen dieser Zeit nichts, und als [[Tauber|Stocktauber]] kann er auch nicht vernehmen den mächtigst dröhnenden Geschichtsdonner dieser allerdenkwürdigsten Zeit der ganzen [[Erde]]. Während schon [[Karmel]] und [[Sion]] vor dem angekommenen König der Ehren ihr Haupt geneigt haben und [[Horeb]] aus seinen hohen Zinken [[Milch]] und [[Honig]] fließen lässt, wisset ihr, die ihr am ehesten davon wissen und das harrende Volk davon benachrichtigen sollet, nicht eine Silbe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin forderte Jesus die Schriftgelehrten auf, Ihm zu zeigen, wer die schwangere Jungfrau sei, von der der Sohn des Allerhöchsten geboren werden soll. Warum wird sie Ihm den Namen &amp;quot;Emanuel&amp;quot; (Gott mit uns) geben? Warum wird Er Milch und Honig essen, um das [[Böse]] zu verwerfen und das [[Gute]] zu erwählen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Erwiderung auf Punkt 2:&#039;&#039;&#039; Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin denn doch der Meinung, dass an jener [[Kindheit Jesu#Geburt Jesu|bethlehemitischen Geburtsgeschichte]] etwas mehr ist, als ihr meinet, und dass jenes Elternpaar, der bekannte Zimmermann Joseph aus Nazareth und dessen später zum Weibe angetraute Jungfrau, samt dem zu Bethlehem geborenen Sohne noch ganz gut leben; denn sie sind durch eine recht weise Vermittlung des damaligen römischen Hauptmannes [[Kornelius]] der späteren Grausamkeit des alten [[Herodes]] entronnen und leben nun ganz wohlbehalten zu [[Nazareth]] in [[Galiläa]].&amp;quot;&#039;&#039; Daraufhin klärte Er die Schriftgelehrten über weitere Details der Flucht und Rückkehr der Familie des Joseph und der Maria auf, und wies auch darauf hin, dass man über ihren Knaben Jesus eine Menge Wunderdinge erzählte, Ihm die [[Element]]e gehorchten und die wilden [[Tier]]e vor Seinem Blick flohen. Dann forderte Er sie auf, Ihm zu sagen, ob sie von all dem im Ernst nichts wüssten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein etwas besserer Ältester gestand, dass sie wohl davon wüssten, aber ob der Wunderknabe derselbe sei, der in [[Bethlehem]] geboren war, daran zweifelten sie sehr. Wie sollte jener Knabe der Emanuel des Propheten sein?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;So Er es aber nicht ist, woher rührt dann die Macht, die Er über alle Elemente ausübt? Und wer ist des Propheten &#039;Jungfrau&#039; und wer der &#039;Emanuel&#039;?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun trat ein weisest seiender Schriftgelehrter auf, um Jesaja nach der [[Entsprechungslehre]] der [[Kabbala]] (jüdische Mystik) auszulegen: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Jungfrau sei keine aus Fleisch und Blut, sondern die [[Lehre]] nur, die Gott durch Moses den [[Erdmensch|Kindern dieser Welt]] gab. Im engsten Sinn seien die [[Priester]] diese Lehre und ihr Gesetz, also das lebendige [[Wort Gottes]]. &lt;br /&gt;
# Die Schwangerschaft sei die bester Hoffnung der Priester, dass diese Lehre nun in die ganze Welt von ihnen hinausgeboren und die [[Heiden]] erquicken wird. &lt;br /&gt;
# Der Sohn werden die Heiden sein, welche die Priesterlehre angenommen haben, und diese werden dann sagen und benannt werden: &#039;Emanuel&#039;, &#039;Gott ist auch mit uns&#039;.&lt;br /&gt;
# Der Honig sei die reine Liebe und das wahre Gute aus ihr, die Milch die Weisheit aus Gott. Habe man sich die Liebe und Weisheit aus Gott lebendig zu eigen gemacht, dann verabscheue man auch frei aus sich alles Böse und will und erwählt das Gute.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|3.24-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus ließ Sich dadurch nicht von der Jungfrau Maria abbringen und führte {{B|Jes|9|5-6}} an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist das Kind aus Jesaja 9.5-6? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesaja 9.5-6: &#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seinen Schultern ist, und Er heißt: Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst; auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, dass Er es zurichte und stärke mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! – Solches wird tun der Eifer des Herrn Zebaoth.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte die Frage, &#039;&#039;&#039;was das für ein Kind und Sohn sei. War es nicht doch der in Bethlehem geborene Knabe?&#039;&#039;&#039; Denn es hieß auch: &#039;&#039;Zu Bethlehem in einem Stalle wird den Juden ein König geboren werden; der wird ein neues Reich gründen, dessen ewig kein Ende sein wird!&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies führte zu einigem Aufheben, woher Jesus die den Laien unzugänglichen Schriften so gut kenne. Ein Oberster der [[Synagoge]] von Bethlehem bot sich an, den wahren Sachverhalt um die Geburt eines Knabens in einem Stall in Bethlehem vor zwölf Jahren zu geben, da er damals schon Oberster der Synagoge von Bethlehem war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus aber wies ihn darauf hin, dass Ihm der Sachverhalt bestens bekannt sei und Er nur erfahren wolle, ob und in welchem Zusammenhang die Ältesten und Schriftgelehrten diese Ereignisse mit den Aussagen aller Propheten finden, besonders jenen des Jesajas.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberste aus Bethlehem vermochte darauf aus folgenden Gründen keine sichere Antwort zu geben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Obwohl der Zusammenhang der Aussagen des Jesaja mit jener vor zwölf Jahren zu Bethlehem erfolgten Geburt leicht ersichtlich sei, mag es seit den Zeiten Jesajas schon viel Ähnliches gegeben haben. [[Judäa]] war schon mehrmals königlos und so manche Jungfrau gebar bei Bethlehem in irgendeinem Stall ein Knäblein, manchmal sogar zufälligerweise unter großer Zeremonie, die aber nur als Naturereignis für sich allein dastand.&lt;br /&gt;
# Von einem leibhaftigen Emanuel, einem Held, der es mit der ungeheuren Macht der Römer aufnehmen könnte, gäbe es keine Spur.&lt;br /&gt;
# Eine Menge gewinnsüchtiger [[Magier]] und [[Sterndeuter]] aus Indien und Persien, die mit den Sagen der Propheten vertraut sind, hätten schon die Gelegenheiten benutzt, um schwachen, abergläubischen und blinden Juden vorzumachen, ihr erhoffter Messias sei unfehlbar geboren worden. Aber es handelte sich nur um eine eitle Sage von möglichst größter Verworrenheit, die bald vergessen war. Die Geburt vor zwölf Jahren wäre ihnen ein Hauptwasser auf ihre trockenen Felder gewesen, aber auch dieser Geschichte gedenke nun niemand mehr. Dass Jesus aus Galiläa diese Geschichte wieder vorbrachte, sei nicht verwunderlich, denn Galiläa sei ein [[Schwärmer]]land, aus dem kein wahrer Prophet kommen könne.&lt;br /&gt;
# Die Aussagen der Propheten wären mystische Bilder, an denen die Menschen noch Hunderte von Jahren nagen würden; schwerlich würde ein Volk zu einer Lösung auf dieser Erde gelangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.3-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stimmte zu, dass der Oberste &#039;&#039;nach diesweltlichem Maß&#039;&#039; recht haben mag, es aber nur um ein &#039;&#039;geistiges Maß&#039;&#039; gehe. Daher hatte er Ihm mit seiner ganzen, erfahrungsreich sein sollenden Rede dennoch soviel wie gar nichts gesagt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Denn wenn der Messias kommen wird, wird er kein materielles, sondern ein geistiges Reich auf Erden gründen, und diesem Reich wird kein Ende sein in Ewigkeit, wie es Jesaja geweissagt hat. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den Tod nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und Jesajas geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da es sich mit dem Messias nicht anders verhalten kann, ist auch jene wunderbare Geburt in Bethlehem nicht ganz so bedeutungslos:&lt;br /&gt;
# Gott hat jenes Kind wunderbar vor der mörderischen Hand des [[Herodes]] beschützt, und es lebt heutzutage höchst zurückgezogen.&lt;br /&gt;
# Wo es sein muss, steht es in einer allen [[Element]]en gebietenden Kraft da, wie solche nur einem Gott möglich sein kann, selbst [[Sonne]], [[Mond]] und [[Stern]]e scheinen seinem Willen zu gehorchen. &lt;br /&gt;
# Niemand kann sich vor ihm verbergen; verbirgt es sich aber vor den anderen Menschen, so ist es aber dann niemandem möglich, es eher zu finden, als es sich ganz freiwillig finden lässt.&lt;br /&gt;
# Es hat nie [[Lesen]] und [[Schreiben]] gelernt, und dennoch gibt es keine [[Schrift]] in der Welt, die es nicht lesen könnte. Es schreibt in allen [[Sprache]]n, ist bewandert in allen [[Kunst|Künsten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daher ist es seitens der Priester, Weisen, Schriftgelehrten und Ältesten des Volkes angebracht, sich näher danach zu erkunden und darüber in den Propheten nachzusehen, ob die Weissagung des Jesaja nicht mit den bewussten Eltern und dem Kind übereinstimmt. Immerhin bekleiden sie die Stellen im Volk, von denen dieses die offene Kundgabe der Ankunft des verheißenen Messias zu erwarten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.19-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Hochpriester lehnte dieses Ansuchen jedoch mit folgenden Begründungen ab:&lt;br /&gt;
# Derlei Messiasgeschichten gab es schon oft unter dem Judenvolk. Selbst [[Zacharias]] sei mit der Messiashoffnung gescheitert. Was also wäre dann erst von der Messiasgeschichte des Joseph zu erwarten; es wären ja doch nur [[Essäer|essäische]] oder indomagische Betrügereien. &lt;br /&gt;
# Vor der Ankunft des Messias würden vor aller Welt Augen große Zeichen am Firmament geschehen. Dann würde der Erwartete mit aller Macht der Himmel kommen, um sein Volk von der Macht der Heiden zu erlösen und darauf ein Herr und König über alle Länder der Erde sein. Die Kinder [[Abraham]]s würden sein Volk sein und bleiben in Ewigkeit. Dies wüssten die Priester aus den Büchern der alten Weissagungen. &lt;br /&gt;
# Maria sei schon schwanger gewesen, als sie dem Joseph im Tempel angetraut ward. (Anm.: Offiziell geschah dies tatsächlich erst nachdem Maria schwanger war, davor war Maria dem Joseph nur zur Pflege gegeben.) Sicher käme der Messias nicht so unscheinbar und sogar als ein uneheliches Kind in die Welt, als ein schwacher und sterblicher Mensch. Als uneheliches Kind wäre der Knabe unmöglich der Messias, selbst wenn er durch seine erlernten Zauberkünste Berge versetzen könnte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|6.5-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus antwortete auf diese Einwände: &#039;&#039;&amp;quot;Entweder hat er recht, und der Prophet ist ein Lügner und hat somit kein Recht, oder das Unrecht fällt auf den Hohepriester zurück, und der Prophet hat dennoch recht! Beide aber können unmöglich recht haben, da der Hochpriester gerade das Gegenteil von dem behauptet, was da der Prophet von der Ankunft des Messias geweissagt hat!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Der Prophet sagt, eine &#039;&#039;Jungfrau&#039;&#039; - also kein &#039;&#039;Weib&#039;&#039; -  ist schwanger und wird einen Sohn gebären.&lt;br /&gt;
# Jesajas beschreibt die Ankunft des Messias als auf eine höchst anspruchslose Weise; würde der Messias unter großartigsten Zeichen als ein allmächtiger Kriegsheld erschienen, in welch große Furcht würden die armen, schwachen Menschen geraten, wovon mehr als die Hälfte verschmachten müsste; auch dem Tempel käme eine solche Aufführung sehr ungelegen.&lt;br /&gt;
# Die Geschichte mit dem Sohn des Zacharias ist noch lange nicht zu Ende; es würde die Zeit kommen, wo [[Johannes der Täufer]] wie ein mächtiger [[Blitz]] unter die Priesterschaft fahren und unter ihnen ein großes [[Gericht]] halten wird. Und ein noch ärgeres Gericht würde der Knabe aus Nazareth über sie bringen. Er würde ihnen Seine volle göttliche Herrlichkeit zeigen, aber nicht zu ihrer [[Auferstehung]], sondern zu ihrem Fall.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies machte den Hochpriester zornig, und er wollte wissen, wer dieser freche Knabe sei. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin, der Ich bin, und woher Ich kam, das habt ihr aufgezeichnet. Was fragt ihr denn weiter, wer und woher Ich sei?! Zudem habe Ich es euch ja ohnehin schon gesagt, dass Ich aus Galiläa und eben auch aus Nazareth gekommen bin und daher den in Rede stehenden Knaben überaus gut kenne und durchaus nicht so dumm bin, um nicht die Taten eines Magiers – wenn auch sogar aus Indien – von jenen des Wunderknaben zu unterscheiden.&amp;quot;&#039;&#039; Darauf erwähnte Er kurz einige Seiner Wundertaten und beschrieb Seine Wundermacht, welche er allzeit und ohne einen Lohn zu verlangen zum Wohl der bedrängten Menschheit getan hatte, jedoch ohne ihnen kundzutun, dass Er Selbst jener Knabe aus Nazareth sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.8-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wer ist Jesus aus Nazareth? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus stellte folgende Fragen: &#039;&#039;&#039;Ist Jesus von Nazareth nur ein eingelernter [[Zauberer]], oder tut Er Seine Wundern nur aus der Ihm in aller Fülle innewohnenden Gotteskraft? Oder wie sonst sollte Er seine Wunder tun?&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|7.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete der Hochpriester, wenn dieser Knabe ohne Wissen und Einwilligung des Tempels eigenmächtig tatsächlich die beschriebenen Wunder tue, dann wäre er von [[Beelzebub]], dem Obersten aller [[Teufel]] besessen und es wäre daher gemäß der Schrift die Pflicht des Tempels, solche Kinder und Menschen um jeden Preis von der Erde zu vertilgen. Denn mit Gotteskraft gehe das niemals außerhalb des Tempels. Es bedürfe sittliche [[Reinheit]], um der göttlichen Kraft teilhaftig zu werden, und das könne man nirgendwo als allein im [[Allerheiligsten]] des Tempels nach der Lehre [[Moses]] und aller Propheten. Daraufhin drohte er, den Knaben aus Nazareth töten zu lassen, sollten Nachforschungen die gemachten Angaben bestätigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier griff ein römischer Richter ein und wies den Hochpriester zurecht, dass die selbst gemachten Sitten der Priester nicht mehr galten, denn das Schwert der Gerechtigkeit sei nun in Römerhand. Zudem würde er den von Jesus angezeigten [[Mord]] an Zacharias nachprüfen lassen, wobei sich dann zeigen werde, ob nicht eher die Priesterschaft das Schwert der römischen Gerechtigkeit zu verkosten bekommen werde, als jener Wunderknabe aus Nazareth. Auch Herodes würde sich hüten, dem Willen der Priester zu entsprechen. Er stellte Jesus unter seinen Schutz und ermutigte Ihn, weiter zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus lobte und segnete den Richter und sein ganzes Haus und versprach ihm [[ewiges Leben]] im Namen jenes Wunderknaben aus Nazareth. Nun empörte sich der Hochpriester darüber, welchen Unsinn Jesus rede, ob jener Knabe ein Gott sei, denn nur Gott könne segnen, und Sein Hochpriester nach der Verfügung Gottes dreimal im Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.1-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antworte Jesus folgendermaßen:&lt;br /&gt;
# Wenn es ein Unsinn sei, was Er von dem Wunderknaben ausgesagt habe, dass Er Seine wahren Freunde segne, warum lehren dann die Priester, dass die Eltern ihre Kinder und die Kinder ihre Eltern allzeit segnen sollen? [[Noah]] war kein Gott und segnete seine beiden Söhne, ebenso segnete [[Isaak]] den [[Jakob]]. Demnach lehrten also die Priester selbst auch einen Unsinn?&lt;br /&gt;
# Der Wunderknabe aus Nazareth hat mehr Recht, als Gott zu gelten, denn die Priesterschaft, die sich in ihrem Dünkel für Götter hielt, denn Er ist mit vielen wahrhaft göttlichen Eigenschaften begabt und stammt sogar noch von [[David]] in erster Linie ab. Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist im Geiste aus Gott, der ganze Mensch ist dann aus Gott. Ist der Mensch dadurch in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Gotteswort geworden, voll erfüllt mit dem Geist Gottes, dann muss er auch als Gott angesehen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun beschuldigte der Hochpriester Jesus, einen strafbaren, gotteslästerlichen Unsinn zu reden, worauf er Ihn auslachte und verspottete. Daraufhin ließ Jesus den Volkskatechismus bringen und den Richter daraus vorlesen: &amp;quot;Wer Gottes Wort hört und danach tut, der hat Gottes Wort lebendig in sich und ist selbst in seinem ganzen Wesen ein lebendiges Wort Gottes geworden und ist also im Geiste aus Gott. Wo aber das, wer kann da sagen, dass nicht der ganze Mensch aus Gott wäre?! Ist aber ein Mensch dadurch, dass er in seinem ganzen Wesen zum lebendigen Worte Gottes geworden ist, voll erfüllt mit dem Geiste Gottes, ist er dann nicht ein Gott, da das vollwahre Göttliche überall, somit auch im Menschen um so mehr, als Gott angesehen werden muss?!&amp;quot; Somit fanden sich darin auf ein Haar dieselben Worte, die Jesus erklärt hatte und der in größte Verlegenheit gebrachte Hochpriester konnte Ihn nicht mehr beschuldigen, Unsinn zu reden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|9.9-18}}; {{L|DTT|10.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus kritisierte die Priesterschaft folgendermaßen:&lt;br /&gt;
* Obwohl der Hochpriester nicht einmal wusste, was im Volkskatechismus vor aller Augen geschrieben steht, und dies sogar einen Unsinn nannte, gilt er doch als Hochpriester, Schriftgelehrter und Ältester zugleich.&lt;br /&gt;
* Wie kann jemand ein Hochpriester werden und sein, sich vom Geist Gottes erfüllt vorkommen, auf dem Stuhl Moses und [[Aaron]]s sitzen, wenn er das Wort Gottes nicht einmal äußerlich kennt, noch nicht einmal den sehr kurz gefassten Volkskatechismus, und daher &#039;&#039;das&#039;&#039; Unsinn nennt, was ein jeder Judenknabe aus dem Volkskatechismus wissen muss?&lt;br /&gt;
* Hochgeborene Menschen werden nicht mehr nach ihrem geistigen Vermögen, sondern nur nach ihren weltlichen Reichtümern zu den höchsten Ämtern befördert, wo sie dann gewöhnlich geistig noch ärmer, aber dafür materiell desto reicher werden. Ist das vor Gott gerecht?&lt;br /&gt;
* Wie soll man über die Ankunft des verheißenen Messias eine Auskunft erhalten, wenn jene, die zuerst und zunächst etwas wissen sollten, in der Schrift so unbewandert sind wie Menschen, die überhaupt nichts von der Schrift wissen, aber trotzdem hoch und breit auf dem Stuhl Moses und der Propheten sitzen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.5-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte Jesus zu und schloss die Sitzung für den ersten Tag. Jesus und Simon nahm er als seine Gäste in die Tempelherberge auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|10.14-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Tempelherren ärgerten und ängstigten sich, fanden keinen Schlaf und berieten in der Nacht, wie sie sich am nächsten Tag gegenüber Jesus und den Römern verhalten sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 2. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus wird als der Wunderknabe aus Nazareth offenbar ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Kollegium in den Sprechsaal einzog, wurde es von den Anwesenden der Sitte geziemend begrüßt, was die Pharisäer sehr liebten. Jesus grüßte jedoch nicht, weswegen sich einige gleich aufhielten. Als Er darauf angesprochen wurde, antwortete Er, dass Er als ein zwölfjähriger Knabe mit dem Gegrüße unter ihresgleichen nichts zu tun habe, Er von ihnen auch nicht gegrüßt worden sei und das übertriebene Gegrüße in Galiläa nicht Sitte sei. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Ihr lasset euch allezeit über alle Gebühr ehren und grüßen, dieweil euch die Welt zu Herren gemacht hat. Ich aber bin in Meiner Art auch ein ganz besonderer Herr, warum habt denn ihr Mich nicht auch zuvorkommend gegrüßt?!&amp;quot;&#039;&#039; Den näheren Grund könne ihnen der Römer kundgeben. Außerdem sei Nachsabbat, an dem, so wie am [[Sabbat]] selbst, nach ihrer eigenen Satzung alles Grüßen und Ehren streng untersagt sei, da auch dieses den Sabbat entheilige und den Menschen auf den ganzen Tag verunreinige.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier wussten die Templer schon nichts mehr zu entgegnen und ersuchten den römischen Richter, sie über diesen Knaben aufzuklären. Dieser offenbarte ihnen, dass der Knabe eben jener Wunderknabe aus Nazareth sei, den Er am vorigen Tag nur zu vertreten schien. Das erschreckte das Kollegium und der Oberpriester wollte von Jesus wissen, warum Er das nicht schon gestern gesagt habe, weil sie dann sicher ganz anders mit Ihm geredet und Ihm gefälligere Antworten gegeben hätten. Darauf antwortete Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Oh, das weiß Ich recht gut. Aber da es Mir nicht ums Heucheln, sondern um die Wahrheit zu tun ist, so tat Ich eben also, wie Ich es getan habe! Und wäre Ich heute noch der, der Ich gestern war, so hätte Ich von euch wieder kein wahres Wort erfahren, da ihr in der Nacht euch aus Furcht vor dem römischen Richter gar fein beraten habt, wie ihr Mir wegen des bereits in dieser Welt seienden Messias gar alles wolltet gelten lassen, um Mich zu besänftigen und durch Mich etwa auch den Richter wegen des Zacharias Geschichte. Da Ich aber nun nicht der Verteidiger des Wunderknaben, sondern der Wunderknabe selbst bin, so hat solch plötzliche, unvorhergesehene Wendung der Sache eure Sinne verwirrt und euern schlechten Plan vereitelt, und ihr steht nun da voll Furcht und Angst, und wisset nicht aus und nicht ein. – Redet nun, wie euch diese Geschichte behagt!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle stutzten, worauf der Oberpriester mit gespielt freundlicher Miene wissen wolle, wer unter ihnen sich solchen Rat ausgedacht habe. Da sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Eben derjenige, dem Ich selbst den Rat also eingeflüstert! Er ist unter euch der Jüngste und ist auch aus Galiläa geboren: sein Name ist [[Barnabe]]!&amp;quot;&#039;&#039; Diese Antwort war wieder ein [[Blitz]]strahl unter die Pharisäer, und sie gerieten in große [[Furcht]], denn vieler [[Gewissen]] war sehr unrein, und sie fürchteten manche Entdeckung ihrer geheimen [[Laster]] vor dem strengen Römer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.15-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Priester und Pharisäer berieten sich, wie sie die Sitzung beenden könnten und erklärten schließlich feierlich, dass die Sitzung aufgehoben sei, da der Knabe von gestern, für den die große Steuer bezahlt worden war, nicht mehr der Knabe von heute sei. Dies aber ließ ihnen der Richter nicht durchgehen und widersprach energisch. So traten alle, sichtbar unwillig, wieder an ihre Plätze, blieben aber stumm.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|12.18-22}}; {{L|DTT|13.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was würdet ihr tun, wenn Ich der Messias wäre? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Höret, da ihr Mich keiner Frage mehr würdigen wollt, so werde Ich so frei sein, euch eine kleine Frage zu stellen: Saget Mir – aber ganz offen –, was ihr dann tun würdet, so Ich denn doch im Ernste der verheißene Messias wäre, um den sich gestern das Hauptgespräch gedreht hat!&amp;quot;&#039;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Frevelei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Haupttempelzelot: Jesus solle sich vor zu großem [[Frevel]] hüten!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, er und seinesgleichen sollten sich vielmehr hüten, dass das Haus des Herrn von ihnen nicht gänzlich zu einer Mördergrube werde. &#039;&#039;&amp;quot;Dadurch aber, so Ich frage, was ihr tun würdet, wenn Ich am Ende dennoch der verheißene Messias wäre, entheilige Ich den Tempel durchaus nicht, indem eine solche Frage ohne alle Sünde und Scheu ein jeder Mensch an euch stellen kann! – Und ihr könnt Mir ja ebenso eine bedingungsweise Antwort geben, als Ich euch nur eine bedingungsweise Frage gestellt habe!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Nicht genug Beweise&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joram]], ein weiser alte Anhänger oder Kenner des [[Talmud]] und der großen Kabbala, antwortete Jesus:&lt;br /&gt;
# Die Menschen müssten sehr darauf achten, solche hochwichtigen Verheißungen erst dann als wahr anzunehmen, wenn alle Umstände für jeden klar seien. Zwar habe Jesus aus Jesaja einige Verse für sich; aber der Prophet habe auch viel von dem kommen sollenden Messias geweissagt, was auf Ihn nicht passen würde. &lt;br /&gt;
# Die über Jesus verlässlich berichteten, alles übertreffenden Wunder verdienten zwar ein besonderes Augenmerk auf den Wundertäter, aber von einer abgemachten Bestimmtheit dessen, was sie beurkunden sollen, könne noch lange keine Rede sein. Er habe als ein schon sehr alter Mann viele Erfahrungen gemacht und öfters bei Kindern Fähigkeiten und Eigenschaften entdeckt, die einen großen [[Prophet]]en vermuten ließen. Aber als die Betreffenden älter wurden, hätten sich diese glänzenden Eigenschaften alle verloren, als wären sie nie dagewesen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|13.5-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte daraufhin, Er sei der &amp;quot;Raubebald, Eilebeute&amp;quot; {{B|Jes|8|1-4}} und Er habe nicht die geringste Frucht vor wem auch immer in der ganzen Welt, da Er Sich der ewig nie besiegbaren Kraft und Macht in Sich selbst bewusst sei, die keine fremde, sondern Seine höchsteigene sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wiederholte, dass es schon öfters Kinder gab, die manche außerordentliche Talente und Fähigkeiten zeigten und eine große Menschenmenge ins größte Staunen versetzten. Aber in späteren Jahren wurden ganz gewöhnliche Menschen aus ihnen. Auch für Jesus müsse dies als möglich angenommen werden, weswegen die volle Annahme, Er sei der Messias, verfrüht sei. In Anbetracht Seiner Geburt, Abstammung und noch nie dagewesenen Fähigkeiten könne diese Annahme allerdings auch nicht generell in Abrede gestellt werden. Man müsse abwarten, was die Zeit bringen werde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf erwiderte Jesus, dass dies nach der irdischen [[Vernunft]] richtig sei, jedoch im Menschenherzen ein tieferes und leuchtenderes Kriterium sei, welches dem Joram sagen könne, ob Er eines jener Kinder sei, die in späteren Jahren ihre Fähigkeiten verloren. Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Von Meinem inneren Geiste hängt das Dasein aller Dinge allein ab. Daher kann ich denn auch wollen, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will, wie dir solches auch von Mir ausgesagt ward durch anderer Zeugen Mund, nicht allein durch den Meinigen. Wenn aber also, wie lässt sich da dann wohl denken, dass Ich je Meiner dir bekanntgegebenen Eigenschaften und Fähigkeiten bar werden könnte?! Kann Ich aber das nicht, was bin Ich dann?&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram:&lt;br /&gt;
# Dies sei immer noch nur eine Annahme, aber kein [[Beweis]], denn auch er könne ebenso solches von sich sagen, wonach er dann dafür ausgelacht oder in die Geschlossene gebracht würde, da er kein Knabe in einem unzurechnungsfähigen Alter sei. Jesus habe sich in Seiner Messiasidee ein wenig zu hoch verstiegen.&lt;br /&gt;
# So etwa einst der Messias kommen würde, da würde Er nur als ein vollkommener [[Mensch]], nie aber als ein Gott zu den Menschen kommen. Unter den halbgriechischen Juden gäbe es zwar die Sitte, besonders begabte Menschen gleich unter die Götter zu stellen oder sich selbst als solche anzusehen. Dies sei aber hoch gefehlt gegen das [[Zehn Gebote|Gebot Gottes]]: &amp;quot;Ich allein bin euer Gott und euer Herr, ihr sollet keine fremden Götter neben mir haben!&amp;quot; Wie also könnte es Jesus einfallen, Sich als einen Gott vorzukommen!&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|14.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Joram und der Oberpriester anstößig fanden, was Jesus ihnen über Seinen inneren Geist gesagt hatte, forderte Er von ihnen zu erklären, welcher Geist aus den [[Prophet]]en redete. Diesen bestätige Joram als Gottes Geist. Darauf antworte Jesus: &#039;&#039;So jener Geist, der aus den Propheten redete, Gottes Geist war, warum sollte dann Mein innerer Geist kein Gottesgeist sein, da Ich aus demselben bei weitem Größeres zu wirken imstande bin, als alle die Propheten von [[Henoch]] an je gewirkt haben?! Denn sie waren beschränkt, nur in einer gewissen Sphäre zu wirken, Ich aber bin unbeschränkt und tue, was Ich will, und es muss geschehen, was Ich will! Wenn aber also, wie ist dann Mein innerer Geist ein anderer denn jener, der aus den Propheten redete?!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Aus Galiläa kommt kein Prophet&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierauf wendete Joram ein, dass aus Galiläa kein Prophet komme, weswegen sie den inneren Geist von Jesus nicht mit jenem der Propheten gleichstellen könnten und dürften. Darauf antwortete Jesus, nicht in Galiläa, sondern in Bethlehem geboren zu sein. Außerdem kam auch Jesajas nach Galiläa und machte dort Weissagungen in der Nähe von [[Cäsarea Philippi]], darum er auch nicht etwa kein rechter Prophet sei. Wieso solle Er also nicht auch den wahren, göttlichen Geist in Sich besitzen gleich jedem andern Propheten?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Einwand: Wo ist der Engel des Herrn und Elias?&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Oberpriester erklärte, es werde laut der Schrift zuerst der Engel des Herrn und [[Elias]] kommen, um die Menschen auf die große Ankunft des Messias vorzubereiten. Wo ist bei Jesus der [[Engel]] des Herrn und wo Elias? Darauf antwortete Jesus, dass ihresgleichen den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen. Sie sahen und erkannten weder den Engel, der mit [[Zacharias]] redete, noch dessen wunderbar gezeugten Sohn (Johannes der Täufer). Was bei ihnen nicht mit [[Feuer]], [[Blitz]] und [[Donner]] geschieht, das sehen sie nicht. &#039;&#039;&amp;quot;Als Elias in seiner Felsenhöhle die Aufforderung erhielt, darauf zu achten, wie Jehova vor seiner Höhle vorüberziehen werde, da zog zuerst ein Feuer vor seiner offenen Höhle vorüber, aber darin war Jehova nicht. Dann zog ein mächtiger [[Sturm]] vorüber, aber auch darin war Jehova nicht. Am Ende zog ein kaum merkbares Säuseln vor der Höhle vorüber – und siehe, darin war Jehova! Und seht, eben damit zeigt der große Prophet die gegenwärtige Ankunft des Messias an! Ihr erwartet wohl Feuer und Sturm, was vor euch schon oftmals vorüberzog, aber da war Jehova nicht darin. Nun zieht das sanfte Säuseln vor euch vorüber, darin wahrlich Jehova ist, aber das merken eure tauben [[Ohren]] und blinden [[Augen]] nicht und werden es auch nicht merken – außer am Rande eures Lebens, allwann euch aber solch spätes Merken nicht mehr viel nützen wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|15.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Jesus demonstriert Seine Wundermacht ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe [[Spott|spottete]] eselhaft über Jesus und wollte wissen, was Er nun, als der herbeigesäuselte Messias, mit dem Tempel und dessen Dienern tun werde. Jesus antwortete darauf, dass Er zwar nicht den Tempel und dessen Diener aufheben werde, aber dessen gesetzwidrige Verkehrtheit und die sich weise dünkenden Protzer von Leviten kennzeichnen werde, als dankbare Anerkennung ihrer schlechten [[Witz]]e. Dann forderte er Barnabe auf, Ihm zu beweisen, dass Er nicht der sei, von dem alle Propheten geweissagt haben, ansonsten er Ihm zu einem wahren [[Midas]] der Heiden (ein Eseloriger) werden solle. Jesus testete den jungen Leviten mit der Frage: &amp;quot;Was besagt der Name &#039;[[Jerusalem]]&#039;?&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darüber wusste Barnabe nichts, weswegen er sich zu einem alten Schriftgelehrten schlich, der es aber auch nicht wusste. Auch Joram vermochte ihm nicht aus seiner Verlegenheit zu helfen und tadelte ihn, mit dem scharfsinnigen Knaben so unfein geredet zu haben, zumal doch er selbst es war, der ihnen Auskunft über Jesus wundersames Wesen erteilt hatte. Er riet ihm, Jesus um Vergebung zu bitten, ansonsten ihm wohl ein Schabernack geschehen werde. Barnabe folgte diesem Rat, bat Jesus um Vergebung und ersuchte Ihn, den Namen &#039;Jerusalem&#039; Selbst zu erläutern. Jesus nahm die Entschuldigung an und wies Barnabe darauf hin, dass er nun zu seinen Füßen finden könne, was ansonsten sein Haupt geziert hätte. Dort befanden sich zwei vollkommen ausgebildete, ganz natürliche Eselohren, denen aber jede Spur mangelte, als wären sie von einem wirklichen Esel abgeschnitten worden. Simon und der Richter fingen darüber zu lachen an, den Templern aber wurde ganz sonderbar und sie fragten sich untereinander, wie solches auf eine natürliche Weise möglich wäre, gelangten aber zu keinem Resultat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.8-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Barnabe sich bei den Beratungen der Priester für Jesus als den Messias einzusetzen begann, wies ihn Jesus an, die Eselsohren an den Spitzen in die Höhe zu halten, was dieser tat. Daraufhin sagte Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Es werde zu diesen Lesern auch ein lebendiger und völlig gesunder Eselsleib!&amp;quot;&#039;&#039; Und im Augenblick stand ein gutgestalteter Esel mitten unter der Gesellschaft! Da entsetzten sich alle und wollten davonlaufen. Aber der römische Richter und Simon ließen das nicht zu, worauf sich die Templer wieder setzten und den Esel wortlos anstaunten. Daraufhin ließ Jesus den Esel in nur einem Augenblick völlig verschwinden, was zu noch mehr Staunen führte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|16.29-34}}; {{L|DTT|17.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um dem römischen Richter zu demonstrieren, dass Er auch ein natürliches Dasein auflösen konnte, ließ Jesus einen 100 Pfund schweren [[Stein]] herbeibringen und löste diesen durch sein bloßes Wort auf, dass von dem Stein nichts übrig blieb.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|17.3-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Barnabe erzählte Er ein Geschehen aus der Vergangenheit, inklusive der [[Gedanke]]n, die sich Barnabe damals gemacht hatte, was Jesus auf natürliche Weise nicht hätte erfahren können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|18.1-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus warf Barnabe und den Pharisäern und Schriftgelehrten vor, die Schrift für ein reines Menschenwerk zu halten, das verschiedene Menschen wegen der leichteren Beherrschung ihrer Nebenmenschen zusammengeschrieben haben, aber für die wahre Bildung des modernen Menschen nicht mehr tauge, was alle wahren [[Weltweise]]n schon lange eingesehen und klar bewiesen hätten. Hätten sie erkannt, dass die Schrift göttlichen Ursprungs sei, und ein jedes Wort gleich dem Namen Jehova, dann würden sie Ihn schon lange für das gehalten haben, was Er eigentlich sei, und würden verstehen, wie Er Seine Wundertaten bewerkstellige. So aber blieben ihnen auch Seine Taten im höchsten Grade unbegreiflich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wendete ein, manche würden wohl nicht an die reine Göttlichkeit der Schrift glauben, aber andere würden daran doch sehr festhalten. Zwar weise einiges in Jesajas auf Jesus als den Messias, anderes aber passe nicht. Die Sache bliebe doch eher nur eine Volkssage, hervorgehend aus dem lange gehegten Wunsch des Volkes. Als ihn Jesus aufforderte, die Stellen zu nennen, die auf Ihn nicht passen würden, bedurfte Joram Einsicht in die Schriften der Propheten. Da es aber schon Abend geworden war, wurde dies auf den nächsten Tag verschoben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|19.12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Joram und Barnabe suchten während der Nacht bei Jesajas nach Stellen, die nicht auf Jesus passen würden. Sie konnten nichts finden, was Jesus zum Schweigen hätte nötigen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|20.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Disput 3. Tag ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Was aus Jesajas passt nicht auf Jesus als Messias? ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus forderte Joram auf, Ihm die am vorigen Tag angekündigten Texte aus Jesajas zu zeigen, die seiner Meinung nach nicht auf Ihn oder auf jeden anderen werden mögenden Messias passen sollten. Joram erklärte, dass ihm die fraglichen Texte entfallen wären und es zu viel Mühe sei, alle Schriftstellen aufzusuchen, weswegen man Jesus als den verheißenen Messias gelten lassen wolle.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit war Jesus aber nicht einverstanden, denn sie wollten Ihn nur auf eine gute Art loswerden, einerlei ob Messias oder nicht, solange sie dabei nur recht gut leben und [[Gold]], [[Silber]] und [[Edelstein]]e anhäufen konnten. Er sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Bin Ich es, oder sollet ihr auf einen andern warten? Bin Ich es, so ist das Reich Gottes schon zu euch gekommen, und ihr werdet es aus der Schrift wissen, was da an euch ist zu tun, so ihr eines guten Willens seid! Bin Ich aber nach eurer Meinung und aus dem Propheten erwiesen das nicht – nun, da möget ihr denn in euren alten Sünden verharren, bis der Tod euer Endlos sein wird!&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus bot an, die Stellen zum Messias Selbst aufzuzeigen, da es ihnen ja zu mühsam sei. Das aber wollte der Oberpriester nicht, weil er dachte, Jesus würde nur jene Texte heraussuchen, die auf Ihn am besten passen würden. Also fing er an, selbst im Buch zu suchen und fand schließlich nach längerer Zeit etwas ihm Zusagendes, worauf er mit viel Herrscherpathos hinwies. Er forderte Jesus auf, die gefundene Stelle vorzulesen und ihm zu sagen, ob sie auch auf Ihn passe. Darauf kündigte Jesus an, dass der Geist in Ihm, sogar schon lange vor Jesajas den Text niederschrieb, um die Stelle wusste - und gerade sie sei die rechte zu Seinem Sieg über den Oberpriester. Das machte den Oberpriester sehr zornig und er wollte wissen, ob Jesus wahnsinnig sei. Seele und Geist seien ein und dasselbe und die Seele unmöglich älter als ihr Leib, was aus Moses {{B|1Mo|2|7}} hervorginge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.5-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darauf antwortete Jesus, dass der Oberpriester durch weltliche Protektion und nicht durch höhere, geistige Berufung Oberpriester sei und über geistige Dinge um viele schlechter urteile, als ein Blinder über Farben. Jesus erklärte ihm kurz das Wesen und den Unterschied von [[Menschenseele|Seele]] und [[Menschengeist|Geist]] und wies ihn darauf hin, dass Er Seinen Geist kenne und schon lange eins mit Ihm sei und darum auch aller Natur gebieten könne, und nicht wie der Oberpriester noch nie eine Idee aus seinem eigenen Geist gefasst habe. Daraufhin warnte Er den Oberpriester, sich zu mäßigen, ansonsten er bald die Kraft Seines Gottesgeistes wider sich erfahren würde. Immerhin sei es schon schlecht genug, dass Er Sich bei den sein wollenden Dienern Jehovas ein nach Stunden bemessenes Rederecht erkaufen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|21.15-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter, der die althebräische Schrift viel besser zu lesen verstand, als alle Templer zusammen, las die vom Oberpriester angezeigte Stelle: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, dessen Herrschaft auf seiner Schulter ist; und Er heißt Wunderbar, Rat, Kraft, Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst, auf dass seine Herrschaft groß werde und des Friedens kein Ende auf dem Stuhle Davids und in seinem Königreiche, und dass Er es zurichte mit Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit! Solches wird tun der Eifer Zebaoths!&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|9|5-6}}&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter fuhr fort, im Namen von Jesus zu reden. Er wies darauf hin, dass der Prophet durch die aufgeführten Namen offenbar die Eigenschaften jenes Kindes aller Kinder bezeichnet, die alle auf Jesus hindeuteten. &lt;br /&gt;
# Wunderbar: Jesus ist wunderbar in seinem [[Verstand]], in seiner [[Rede]] und seinen [[Tat]]en.&lt;br /&gt;
# Rat: Welcher Weise der Erde könnte einen weiseren Rat geben als Jesus?&lt;br /&gt;
# Kraft: Dass Jesus Allkraft in jeder Beziehung - Geist oder Materie - besitzt, wird niemand bezweifeln, der Ihn rede hören und handeln gesehen hat.&lt;br /&gt;
# Held: Seinen unerschrockenen Heldenmut hat Er gegen die anwesenden, hochmütigsten Priester, die sich über alle Götter weit hinaus preisen und anbeten lassen, deutlich genug gezeigt. &lt;br /&gt;
# Ewig-Vater: Wie Sein Geist ein notwendig ewiger und eins mit dem Geist Gottes ist, hatte Er auf eine begreifliche Weise mit wenigen Worten bewiesen. (siehe {{L|DTT|21.19-21}})&lt;br /&gt;
# Friede-Fürst: Er selbst habe bereits empfunden, wie Jesus allein dem Menschen den wahren, lebendigen inneren Frieden geben kann und Er daher auch allein nur ein wahrster Fürst aller Fürsten der Erde ist und einen Frieden den Menschen geben kann wie kein anderer Fürst.&lt;br /&gt;
# Königreich: Jesus allein kann das alte Seher- und Erkenntnisreich Davids, das von den Priestern schon lange zerstört wurde, wieder lebendig aufrichten und eine Herrschaft gründen, der alle Fürsten der Erde trotz ihrer Zepter und Kronen für ewig untertan sein werden; denn das Reich der hellsten [[Erkenntnis]] ist und bleibt stets das mächtigste auf der Welt und kann von keiner Nacht-Macht je völlig unterjocht werden. Wo aber [[Licht]] ist und seine alles durchschauende Wirkung, da ist auch ein rechtes Gericht und die vollste, offenste Gerechtigkeit.&lt;br /&gt;
# Der Eifer Zebaoths: Wer sonst als der diesen Knaben durch und durch erfüllende Geist Gottes ist eben der Herr [[Zebaoth]] selbst! Wieso sieht das ein Heide auf den ersten Blick, aber nicht die Juden, die das doch offenbar mehr angehen sollte?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.13-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die ärgsten Gegner des Herrn ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter wollte nun wissen, wie sich die Templer Gott denn eigentlich vorstellten. Joram antwortete darauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Im Moses sei es ausdrücklich verboten, sich irgendeinen fasslichen Begriff oder irgendeine nur halbwegs bildliche Idee von Gott zu machen. Daher gab es auch im Tempel nirgendwo ein entsprechendes Bild.&lt;br /&gt;
# Die Väter wie [[Abraham]], [[Isaak]] und [[Jakob]] hatten in ihren [[Vision]]en Gott dennoch als vollendete Menschengestalt gesehen. Auch sprachen sie mit Ihm, obwohl es im Moses heißt: &amp;quot;Gott kann niemand sehen und leben zugleich; denn Gott ist ein verzehrend Feuer und wohnt im unzugänglichen Lichte!&amp;quot; Moses verlangte dennoch einmal Gott zu sehen, wenn ihm das auch den augenblicklichen Tod gäbe. Da aber sprach Gott zu Moses: &amp;quot;Verbirg dich in dieser Grotte, Ich werde da vorüberziehen! So Ich dich rufen werde, da tritt aus der Grotte, und du wirst Meinen Rücken sehen!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Obwohl sich das menschliche Gemüt nach einem formellen Gott sehnt und man es streng genommen den Heiden gar nicht so sehr übelnehmen kann, dass sie sich ihren [[Zeus]] als einen vollkommensten Menschen bildlich vorstellen, blieb den Juden nur das Wort &amp;quot;Jehova&amp;quot; und darüber hinaus nicht viel mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|23.27}}; {{L|DTT|24.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram wies darauf hin, dass ihm selbst Jesus als Gott genügend gut und mächtig sei. Aber im Volk, das an der Lehre Moses und der Propheten hinge, und sich im Tempel seinem Gott nahe glaube, der es durch das Ohr des Hohepriesters vernähme, würde es zu einer allgemeinen [[Revolution]] kommen, wenn man ihm dies nähme und an Stelle der [[Bundeslade]] Jesus stellen würde. Die Templer seien daher genötigt, sich zu Narren zu machen, und dem Volk etwas als seiend vorzustellen, von dem man sich beim besten Willen keinen Begriff machen kann. Würde es Jesus gelingen, das Volk auf Sich aufmerksam zu machen, dass es Ihn als das erkennt und annimmt, was Er ist, dann würde Er mit dem Tempel leicht fertig werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter stimmte zu, dass sich gegen diese Ansicht nicht viel einwenden ließe, dennoch könnte der Tempel auf Jesus auf eine geeignete Weise aufmerksam machen, so sie an Seine Sendung glaubten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erklärte, warum dies ein gewagtes Unternehmen sei:&lt;br /&gt;
# Jesus bliebe sicher nicht im Tempel, sondern würde von seinen Eltern wieder nach Nazareth geführt werden. Das aber läge zu entfernt, um alle nach Ihm Fragenden dahin zu senden.&lt;br /&gt;
# Hunderttausende würden nach dem Grund fragen, warum Jesus nicht im Tempel Wohnung nehme. Welchen Grund könnte man dem Volk angeben, wieso Er Galiläa und Nazareth der Stadt Gottes vorziehe? Bald würde das Volk sagen: &amp;quot;Stadt und Tempel müssen sich etwas Großes zuschulden haben kommen lassen; die Sache muss untersucht und gesühnt werden!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Wie man es auch anstellte, es würde im Volk eine große Erregung wachrufen, die viel zu schaffen machen würde. Deshalb sei es besser, dem Volk davon beinahe keine Erwähnung zu machen, sondern die Sache ganz Jesus und der Zeit zu überlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|24.12-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erwiderte: &#039;&#039;&amp;quot;Ich bin nun da, um euch eine Kunde zu geben, dass Ich da bin, um zu vollbringen die Werke dessen, der Mich gesandt hat, den ihr nach eurem Geständnisse nicht kennet, den aber Ich wohl kenne, da Er in Mir wohnt in seiner Fülle! Moses verlangte Ihn zu schauen und bekam den Rücken nur zu sehen – ward aber davon schon geblendet drei Tage lang, und sein Antlitz strahlte dann so sehr, dass er es verhüllen musste, so er zum Volke kam; denn dessen Augen hätten den Lichtglanz nimmer ertragen. Ihr aber möget Mir nun ganz wohl ins Angesicht schauen, und es blendet eure Augen kein unerträglicher Lichtglanz! Warum? Weil dies Fleisch den, der in Mir wohnt, verbirgt! Aber dessen ungeachtet ist hier mehr denn das, was dort war! Aber ihr merket es nicht, weil vor euren Augen die dreifache Decke Mosis hängt und noch lange hängen wird, auf dass ihr den ja nicht erkennen möget, der aus den allerhöchsten Himmeln zu euch gekommen ist.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin tadelte Er die Gelehrten aufgrund ihrer [[Heuchelei]], da ihre geheimen Gedanken ganz anders lauteten als die Worte ihres Mundes, weswegen sie Ihm höchst widerwärtig waren. Äußerlich wuschen sie sich, aber inwendig in ihren Seelen waren sie voller Schmutz. Anstatt auf den Richter zu hören, das Volk auf Jesus aufmerksam zu machen und es mit der Erfüllung seiner Hoffnung zu erquicken, suchten sie nichtige Ausflüchte, weswegen dies nicht angehen könne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Die Gelehrten und Priester - und nicht das Volk - wollten nicht, dass Jesus offenbar werde, &#039;&#039;sie&#039;&#039; waren Seine ärgsten Gegner! Dies mache aber gar nichts, denn erstens war Seine Zeit noch nicht da, und zweitens war der Tempel von ihnen zu sehr entweiht worden, als dass Er je darinnen Wohnung nehmen könnte. Durch Ihn würde ihr Ansehen nicht mehr gesteigert werden.&lt;br /&gt;
# Sie schmollten darüber, dass ihnen Moses verboten hatte, von Gott ein geschnitztes Bild zu machen. Aber sich selbst zu Göttern vor dem Volk zu machen und es zu lehren, dass Gott ohne sie nichts tue, auch keine andere Bitte erhöre als nur die ihres Mundes, das mache ihnen nichts aus. Wo hatte Moses solches geboten?&lt;br /&gt;
# Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben.&lt;br /&gt;
# Ihre toten und maschinenartigen Gebete werden nie von Gott erhört, weder in der Vergangenheit, noch in der Gegenwart, noch in der Zukunft. Dennoch sagten sie: &amp;quot;So du, Mensch, zu Gott um etwas betest, da ist dir das zu nichts nütze, so du aber uns ein Opfer bringst und wir für dich beten, dann ist dir unser Gebet schon zu etwas nütze! Wir Priester allein dürfen beten mit Nutz, das Volk aber darf nur Opfer bringen und also mitbeten durch die reichlichen Opfer!&amp;quot;&lt;br /&gt;
# Sie saugten das Volk doppelt aus: Erstens nahmen sie von allen Früchten den [[Zehent]] und alle Erstgeburten der Haustiere und ließen sich für die Erstgeburt der Menschen eine tüchtige Löse geben; und zweitens plagten sie das Volk ohne Unterlass um Opfer und verhießen ihm darum lange und anhaltende Gebete, die sie aber nie vollbrachten, denn sie sagten sich: &amp;quot;Ob wir beten oder nicht beten, das nützt dem Opferbringer ohnehin nichts. So ihm etwas nützt, da nützt ihm allein das Opfer, das er uns gebracht hat in guter Meinung!&amp;quot; Sie taten also auch nicht, wofür sie sich haben zahlen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.4-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus sagte: &#039;&#039;&amp;quot;Mit wem soll Ich euch da vergleichen? – Ihr seid allezeit wider Gott und gleichet vollkommen den reißenden Wölfen, die in Schafspelzen einhergehen, damit die Schafe vor ihnen nicht fliehen und sie dieselben mit ihren scharfen Zähnen ohne alle Mühe erreichen und zerreißen können! Aber wie nun eure Arbeit, so wird euch auch dereinst drüben im Seelenreiche der Lohn werden! – Ich sage euch das, und ihr könnet euch darauf verlassen, dass für euch Meine Verheißung nicht unterm Wege verbleiben wird!&#039;&#039;&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der zornige Oberpriester erwiderte darauf:&lt;br /&gt;
# Änderungen seien nicht möglich. Das Judenvolk sei ein alter Baum, den man nicht mehr wie eine junge Haselstaude beugen könne. Die alten Institutionen von Moses müssten bewahrt bleiben.&lt;br /&gt;
# Die Priester seien keine reißenden Wölfe im Schafspelz. Indem sie Gottes- und Tempellästerer und Ehebrecher züchtigten, taten sie nur, was Moses befohlen hatte.&lt;br /&gt;
# Die Rede von Jesus gefiel nicht; wenn Er etwas Schlechtes am Tempel und den Priestern finde, dann solle Er das mit kindlich-guten Worten sagen, aber nicht mit Drohungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.1-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus erklärte, dass bei ihrer Art weder mit sanfter, noch mit scharfer Rede etwas auszurichten war. Daher würden sie auch bleiben, was sie sind, bis ans Ende der Welt. Die Gnade würde ihnen genommen und den Heiden verliehen. Jesus prophezeite die Vernichtung von Jerusalem und des Tempels, sie aber würden auf der ganzen Erde zerstreut und überall verfolgt werden, da sie sich eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und ihre weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn gemästet hatten. Darauf zitierte Jesus die Untaten der Templer, die jeden Priester und Propheten gesteinigt hatten, der sich ernstlich vorgenommen hatte, die abscheulichen Menschensatzungen auszuscheiden und die rein göttlichen einzuführen. Er beschrieb insbesondere die skandalösen Ereignisse um [[Zacharias]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.4-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Richter bot sich an, mit dem Gesindel aufzuräumen, aber Jesus hinderte ihn daran, denn Er Selbst hatte mehr als genug Macht, sie augenblicklich zu vernichten. Dadurch würden aber weder das Volk und ebenso wenig Er Selbst etwas gewonnen haben; es genüge nun, ihre starke Nacht etwas dämmerlich gemacht zu haben. Ein plötzlich eintretender Tag, wenn der Richter sie nun ihrer vieler groben Sünden wegen ahndete, würde sie und mit ihnen das ganze Judenvolk erst recht blind machen. Die Priester und Gelehrten würden sich in ihren gelegten Netzen selbst verstricken und darin zugrunde gehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|26.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram erkannte Jesus als den Messias an. Seiner Aussage nach hatte ihm am meisten die Augen geöffnet, weil Jesus genau vom skandalösen inneren Tempelgetriebe seit alters her wusste.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.3}}; {{L|DTT|27.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Weitere Aufklärung über Jesajastexte und Abschluss ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram bat Jesus um Aufklärung über {{B|Jes|52|14}}, wo die menschliche Wesenheit des Messias erwähnt wird und dass sich viele über Ihn ärgern werden, weil seine Gestalt hässlicher sei denn die anderer Leute und sein Ansehen denn das anderer Menschenkinder und {{B|Jes|53|3}}, wo es heißt: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war verachtet, dass man das Angesicht vor Ihm verbarg; darum haben wir Ihn nicht geachtet!&amp;quot;&#039;&#039;&#039; Wie sollte das mit Jesus vollkommen gesunder Gestalt, die noch dazu von großer Anmut war, und der Achtung vor Ihm übereinstimmen?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.8-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus:&lt;br /&gt;
* An Ihm würde beinahe buchstäblich alles vollzogen werden, was da gesagt ist.&lt;br /&gt;
* Die Aussagen des Propheten beziehen sich nicht auf Seine Leibesgestalt, sondern drücken bildlich entsprechend nur die gänzlich verkehrte Gemütsart und Denkweise der (weltlichen) Menschen aus, der gegenüber sich Jesu Gemütsart und Denkweise ausnehmen wird wie eine hässliche Gestalt, die verkümmert ist durch allerlei [[Krankheit]] und viele [[Schmerzen]].&lt;br /&gt;
* Jesus würde daher bei den [[Angesehene]]n und [[Reiche]]n dieser Welt sehr verachtet sein, man würde vor Ihm fliehen wie vor einem Aas, und so es von oben zugelassen wird, würde man Ihn verfolgen wie einen ärgsten [[Verbrecher]], was sich schon angedeutet hatte, denn ohne den römischen Schutz, wäre Er nicht lebend aus den Händen der Priester und Gelehrten gekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joram fragte Jesus auch, wie der dem Untergang geweihte Tempel doch noch zu retten sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jesus prophezeite, dass sich der größte Teil nicht ändern werde, bis das große Gericht über denselben ergangen sein wird, von dem der Prophet Daniel geweissagt hatte, als er an der heiligen Stätte stand.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sei die Umkehr möglich, so die Templer ihre große Irre erkennen, [[Buße]] tun und sich gänzlich bekehren würden. Sie sollten ihre vielen Frevel und großen Sünden durch Werke der wahren [[Nächstenliebe]] sühnen, keine Geheimnisse vor dem Volk haben und wahrhaft, gerecht und getreu in allen ihren Reden und Handlungen bleiben und niemals halsstarrig gegen vom Geist Gottes erweckte Menschen sein. Sie sollten ihre [[Gold]]- und [[Silber]]berge, ihre vielen [[Edelstein]]e und [[Perle]]n aufgeben und sie den [[Arme]]n und dem Kaiser übergeben, denn nur letzterer hat das Recht, die Schätze der Erde zu sammeln und sie zur Zeit der Not zu gebrauchen. Sie sollten nur von dem leben, was Moses ihnen bestimmt hat. So würde das Gericht ausbleiben und der Tempel bis ans Ende der Welt bestehen. Aber dafür hingen sie zu mächtig an ihrem weltlichen Ansehen und ihren [[Reichtum|irdischen Schätzen]]. Sie könnten es wohl tun, allein ihnen fehlte, wie seit jeher, der rechte [[Wille]] dazu, womit nun auch Jesus wie alle die vor Ihm dagewesenen Propheten und Seher zu tauben Ohren und Herzen geredet hatte. Nicht Gott, sondern sie selbst würden sich in das Gericht stürzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|27.15-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwar könnten die Priester ihre Herzen noch reinigen, das Tempelgemäuer und auch das ganze Land war jedoch nicht mehr zu retten oder zu reinigen, da sie über alle Maßen durch die verübten Gräuel verunreinigt worden waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|28.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe wollte von Jesus nun wissen, wie der folgende Text angesichts Seiner Drohung für Jerusalem und den Tempel zu verstehen sei: &#039;&#039;&#039;&amp;quot;Fürchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht blöde, denn du sollst nicht zum Spotte werden, sondern du wirst der Schande deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht mehr gedenken! Denn der, der dich gemacht hat, ist dein Mann, Herr Zebaoth ist sein Name; und dein Erlöser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird. Denn der Herr hat dich lassen im Geschrei sein, dass du seist wie ein verlassenes und von Herzen betrübtes Weib und wie ein junges Weib, das verstoßen ist, spricht dein Gott. Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen; aber mit großer Barmherzigkeit will Ich dich sammeln. Ich habe Mein Angesicht im Augenblicke des Zornes ein wenig vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will Ich Mich deiner erbarmen, spricht der Herr dein Erlöser. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da Ich schwur, dass die Wasser Noahs nicht mehr sollten über den Erdboden gehen. Also habe Ich denn auch geschworen, dass Ich nicht über dich zürnen, noch dich schelten will.&amp;quot;&#039;&#039;&#039; {{B|Jes|54|4-8}} Wenn Jesus auch diesen Text auf Sich beziehen könne, dann würden sie Ihm glauben, dass Er der Messias sei, den Tempel niederreißen und auf dem reinen Berg [[Libanon]] einen neuen erbauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: Dies betrifft Sein weiteres Wirken, das den Priestern und Gelehrten nur schwer bis gar nicht begreiflich gemacht werden kann. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; bezeichnet nicht etwa Jerusalem und sein Tempel, denn darauf passen &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und &amp;quot;Witwe&amp;quot; schon ewig nicht mehr. Die &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; wird von Jesus, ihrem &amp;quot;Mann&amp;quot;, erst gemacht werden und bezeichnet [[Evangelium|Seine neue Lehre an die Menschen aus den Himmeln]]. Sie wird darum &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; genannt, weil sie zuvor noch nicht eine selbstsüchtige und hurerisch freche Priesterschaft missbraucht hatte zu ihren schnöden weltlichen Zwecken. Diese Lehre wird dann auf eine kurze Zeit &amp;quot;Witwe&amp;quot; genannt, weil ihr Jesus durch den Zorn und die Rache der Priester genommen wird, aber nur durch [[Zulassung]] dessen, der in Jesus ist und nirgends außer Ihm. Viel später werden dann Zeiten, wie sie [[Daniel]] beschrieben hat, kommen, in denen auch mit dieser reinsten Lehre großer Missbrauch getrieben wird, aber mit der Jungfrau selbst nicht mehr, sondern mit den Kindern und Kindestöchtern der reinen Jungfrau und kurzsichtigen Witwe. Diese werden keine Teilhaber der Verheißungen Jesu werden, wohl aber die gewisse &amp;quot;Jungfrau&amp;quot; und ihre vielen reinen Kinder. Mit den Templern und ihrem Tempel wird Jesus in Zukunft ewig in keiner Gemeinschaft mehr stehen. Er kam wohl zu ihnen, um sie zu retten; sie aber haben Ihn nicht erkannt und aufgenommen. Sie würden fernerhin wohl zu Ihm kommen, wenn sie der böse Schuh zu drücken anfangen wird, doch dann wird Er sie nicht mehr erkennen und nicht aufnehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.14-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barnabe beanstandete daraufhin die Schroffheit von Jesus, mit der Er Sich bei den Menschen auf der Welt sehr wenig Freunde machen würde. Wäre es Ihm denn nicht lieber, von allen Menschen geliebt zu werden?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus: &#039;&#039;&amp;quot;Da es ganz verschiedenartige Menschen auf der Erde gibt, von denen [[Guter Mensch|einige gut]] und [[Böser Mensch|viele andere schlecht, meineidig und böse]] sind, da wäre es wahrlich eine sehr schwere Aufgabe für einen [[Gerechte|Gerechten]] und Wahrhaftigen, sich also zu stellen, um von allen gleich geliebt zu werden! Man müsste mit dem Bösen böse und mit dem Guten gut sein, und siehe, das ist ebenso wenig möglich, als eine Art [[Licht]] zu sein, das zugleich die größte Helle und auf demselben Flecke aber auch die allerdickste [[Finsternis]] verbreitet! Ich sagte es dir: Die wahren Freunde der ewig unwandelbaren Wahrheit aus Gott, die werden Mich schon lieben, und das über alle Maßen; aber Menschen, die die göttlichen Gesetze und Wahrheiten mit Füßen treten und leben, als gäbe es gar keinen Gott mehr, die sollen Mich immerhin fürchten! Denn derlei Menschen und weltsüchtige [[Gottesleugner]] sollen Mich dann kennenlernen, dass Ich durchaus keinen Scherz verstehe und jedem vergelte nach seinen Werken; denn Ich allein habe die ewig allervollkommenste Macht dazu.&amp;quot;&#039;&#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Daraufhin wurde Jesus das dumme Gerede von Barnabe zuwider und Er tadelte ihn deswegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|29.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Sich Jesus noch mit [[Nikodemus]] besprochen hatte,&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|30}}&amp;lt;/ref&amp;gt; hielt der römische Richter eine abschließende Rede. Er wies darauf hin, dass Jesus kein gewöhnlicher Mensch war, sondern ein tief weiser und gerechter [[Richter]], ohne auch nur scheinbar Arges in seinem Wesen, ein Herr über alle Gesetze. Daher stellte er Ihn frei und hoch erhaben über alle römischen Gesetze und ebenso auch über die nichtigen Tempelgesetze. Da der Tempel und auch Jerusalem viel zu unwürdig und schlecht waren, eine so heilige Persönlichkeit aufzunehmen, bot der Richter Jesus eine freundliche Aufnahme in seinem offenbar reineren Palast an. Jesus würde den Juden das Heil nehmen und es den Heiden geben. Da die finsteren Templer zu keiner besseren Anschauung zu bringen waren, hob der Richter die Sitzung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|31.1-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Joseph und Maria suchen Jesus ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im großen Gedränge hatten [[Joseph]] und [[Maria]] Jesus im Tempel verloren und meinten, Er würde mit [[Salome]] oder sonstigen Verwandten und Bekannten heimgezogen sein. So gingen die beiden der Nazaräer-Karawane nach und trafen sie erst am Abend in der Herberge zwischen [[Nazareth]] und Jerusalem. Dort war Jesus nicht zu finden, was sie sehr betrübte. Sie nahmen einige Begleiter und zogen in der Nacht nach Jerusalem zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.4-6}}; {{L|DTT|31.8-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da angelangt, ging Joseph zum Landpfleger [[Cornelius]], der ihm eine römische Wache gab, mit der Joseph alle Häuser durchsuchen durfte. So durchsuchte Joseph beinahe ganz Jerusalem und fand nach drei Tage langer Suche Jesus dennoch nicht. Da wurden Joseph und Maria überaus traurig und gaben Cornelius die Wache wieder zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als sie Jesus als verloren aufgegeben hatten, zogen Joseph und Maria zum Tempel, um Gott zu opfern. Dort fanden sie Jesus unter den Gelehrten sitzend, wie Er diese befragte, belehrte und ihnen auf ihre Fragen Antworten gab, die sie sehr erstaunten. Er erklärte ihnen die geheimsten Stellen aus den [[Prophet]]en, belehrte sie über die [[Stern]]e, über ihre Bahnen, über ihr Grundlicht, über ihr zweites, drittes, viertes, fünftes und sechstes und siebentes Licht. Also beschrieb Er ihnen auch das Wesen der [[Planet|Erden]] und zeigte ihnen den physischen, psychischen und geistigen Zusammenhang der Dinge und bewies allen die Unsterblichkeit der [[Menschenseele|Seele]] auf eine von ihnen noch nie gehörte Art, worauf die Gelehrten gestanden, der zwölfjährige Knabe sei weiser in einem Finger als sie alle zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.13-19}}; {{L|DTT|32.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph und Maria traten zu Jesus und fragten Ihn, warum Er sie drei Tage lang mit großen Schmerzen vergeblich suchen hatte lassen. Jesus aber antwortete: &#039;&#039;&amp;quot;Warum tatet ihr das? (Draußen nämlich mit Hilfe der Soldaten.) Wusstet ihr denn nicht ehedem von dem Hause Meines Vaters, und dass Ich darin tun musste, was da Meines Vaters ist?!&amp;quot;&#039;&#039; Die beiden aber verstanden diese Worte nicht, schrieben sie sich aber tief ins Herz. Die Gelehrten priesen Maria überglücklich, dass sie ein solches Kind hatte. Der römische Richter beschrieb ihnen, was Jesus für ein Wesen sei, was Er geredet und getan hatte, und wie sich alle über die hohe Weisheit und Macht Seiner Reden und die unbegreifliche Macht Seines Willens verwunderten. Er hatte Jesus sehr lieb gewonnen und bot sich den Eltern an, ihnen jeden denkbaren Vorteil angedeihen zu lassen, worauf Joseph als Zimmermann und Architekt große Bauten in Jerusalem auszuführen bekam. Auch Simon von Bethanien versicherte Joseph seine vollste Freundschaft. Die Templer machten vor dem Römer eine tiefe Verbeugung und zogen dann bis auf den Nikodemus ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.20-23}}; {{L|JJ|298.25}}; {{L|DTT|32.3-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nikodemus begleitete Jesus und Seine Familie zum Palast des Römers, bei Cornelius, wo sie die Nacht verbrachten. Der römische Richter erklärte: &amp;quot;Nun erst ist meinem ganzen Hause das größte Heil und die höchste Ehre widerfahren; denn der Herr aller Herren und König und Kaiser aller Könige und Kaiser hat mein ganzes Haus heimgesucht und gesegnet!&amp;quot; Maria berichtete über Jesu Empfängnis und Geburt und eine Menge aus Seiner Kindheit, worüber der Römer in Enthusiasmus und Verwunderung ausbrach und oft ausrief: &amp;quot;Und das wissen diese Tempelhelden – und glauben doch nichts!?&amp;quot; Am nächsten Tag verschaffte der Römer Jesus und Seiner Familie eine bequeme Fahrgelegenheit nach Nazareth und versah Joseph mit einem reichlichen Reisegeld. Simon von Bethanien begleitete die Familie nach Galiläa.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.24}}; {{L|DTT|32.9-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Aus den Lorberwerken geht nicht klar hervor, wo Jesus mit Seiner Familie übernachtete. Nach der Jugend Jesu bei Cornelius. Nach den Drei Tagen im Tempel bei dem römischen Richter, dessen Name nicht genannt wird. Offenbar residierten beide im selben Palast. Auch wird vom römischen Richter in {{L|DTT|23.7}} gesagt, Cornelius befände sich in Tyrus. In der 10. Auflage von Drei Tage im Tempel (Lorber Verlag) findet sich dazu im Anhang eine Anmerkung von Jakob Lorber, die er offensichtlich vom Herrn erhalten durfte: &amp;quot;Was den damaligen Landpfleger Kornelius betrifft, so war er de facto (tatsächlich) geheim dennoch in Jerusalem, wennschon angeblich Geschäfte halber in Tyrus. Denn die hohen Römer waren kluge Leute und versuchten oft die untergeordneten Beamten dadurch, dass sie angeblich verreisten und unterdessen ihr Amt einem andern zum Verwalten einräumten. Und das war dann auch bei der Gelegenheit der Knabenprüfung in Jerusalem der Fall. Der römische Prüfungskommissar wusste nichts von der stillen Anwesenheit des Kornelius; aber Joseph wusste durch eine innere Eingebung wohl darum und hatte sich daher im stillen zu ihm gefügt und bekam von ihm auch, um was er ansuchte. Und so geschah es dann auch, dass Kornelius in guter Verkleidung selbst die Verhandlungen im Tempel mit anhörte, während ihn der Kommissar in Tyrus wähnte und daher offen seiner nur als eines Abwesenden erwähnen konnte.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von da an zog Sich Jesus ganz zurück und verübte vor den Menschen bis in Sein dreißigstes Jahr kein Wunder mehr. Er lebte und arbeitete da wie jeder andere Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|298.26}}; {{L|DTT|32.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Jesus]]&lt;br /&gt;
* [[Kindheit Jesu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jesus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Magier&amp;diff=38852</id>
		<title>Magier</title>
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		<updated>2021-12-07T08:42:09Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Zur Zeit Jesu */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lk Hieronymus Bosch Zauberer.jpg|thumb|Der Zauberer (Hieronymus Bosch)]] &#039;&#039;&#039;Zauberer&#039;&#039;&#039; oder &#039;&#039;&#039;Magier&#039;&#039;&#039; sind verschlossene, mystische und großrednerische Personen, die lauter [[Zauberzeichen]], [[Zauberspruch|Zaubersprüche]], [[Amulett]]e, Wundersalben, [[Kräuter]], [[Wurzel]]n und [[Zauberstab|Zauberstäbe]] verwenden. Sie machen allzeit ein ungeheures Wesen aus jeder Kleinigkeit, die sie bewirkten. (nach Tobias)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.172.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die arge Zauberei und [[Wahrsagerei]] ist vom größten Übel für den [[Menschengeist|Geist des Menschen]]. Durch die böse Zauberei kamen alle [[Sünde]]n in die arge [[Welt]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.65.11-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zauberei bedeutet im geistigen Sinn bekräftigen und überreden, dass das [[Falsch]]e wahr und dass das [[Böse]] gut sei. Auf der anderen Seite bezeichnet Bezauberung auch die Entfernung des Falschen durch das Wahre, welche schweigend geschah, indem man aus Eifer für das Wahre gegen das Falsche dachte und flüsterte, dies wir ersichtlich aus {{B|Jes|3|1-3}} und {{B|Jer|8|17}}.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|462}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass in den alten Zeiten mehrere magische Künste und unter diesen auch Zaubereien getrieben wurden, ist aus {{B|5.Mos|18|9-12}} ersichtlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bezauberungen dreierlei Art waren bei den Alten in Gebrauch und finden sich noch bei den höllischen Geistern:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Bezauberei durch den Mund oder die Rede&#039;&#039;&#039;: Das Ohr und so den Geist des anderen unaufhörlich an Worte und Reden fesseln, dabei zugleich das Denken verbunden mit den Neigungen durch den Hauch im Ton der Rede hinhauchen und einhauchen, worauf dann der Hörende gar nichts aus sich denken kann. So gossen die Verfälscher ihr Falsches mit Gewalt ein.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Bezauberung des Geistes oder Gedankens&#039;&#039;&#039;: Dem anderen etwas Überredendes eingießen, indem sein Geist von jedem Gegenteil zurückgehalten wird, und ihn einzig an den Gedanken des Gesagten fesseln, wodurch die geistige Sphäre die geistige Sphäre des anderen vertreibt und sie erstickt. Dies nannte man Fesseln und Binden des Verstandes.&lt;br /&gt;
# &#039;&#039;&#039;Blockierung des Geistes&#039;&#039;&#039;: Der Hörende heftet seinen Geist so fest an seine Meinung, dass er beinahe seine Ohren verschließt, um nichts von dem zu hören, was der andere sagt, was dadurch geschieht, dass er den Atem anhält und zuweilen leise murmelt, und so den Satz seines Gegners beständig leugnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zauberei der ersten beiden Arten bedienten sich jene, die zu anderen sprachen; der dritten Art bedienten sich die, welche andere hören sollten. Bei den Menschen auf der Welt ist bloß die dritte Art geblieben, und zwar bei denen, die sich aus Stolz auf den eigenen Verstand in den [[Irrlehre#Kirchliche Irrlehren|Religionsirrtümern]] bestärkt haben. Wenn diese Dinge hören, die ihnen entgegen sind, so lassen sie dieselben nicht weiter als bis zur Berührung in ihr Denken eingehen, und werfen dann vom inneren Grund ihres Geistes gleichsam Feuer aus, das sie verzehrt, wovon jedoch der andere nichts weiß, außer durch Vermutung aus dem Angesicht und dem Ton bei ihrer Antwort, sofern der Zauberer jenes Feuer - den Zorn seines Stolzes - nicht durch Verstellung zurückhält. Diese Bezauberung macht heutzutage, dass das Wahre nicht angenommen, und bei vielen, dass es nicht verstanden wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|462}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Zeit Jesu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu war die Magie gang und gäbe. Daher wurden selbst die noch so außerordentlichen Wunderzeichen eines [[Prophet]]en (und die von Jesus) samt und sämtlich in das Gebiet der Magie verwiesen. Die Menschen waren so blind, dass sie das [[Falsch]]e (Zaubertricks) vom [[Wahr]]en nicht unterscheiden konnten und daher alles verwarfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.82.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jesus beschrieb, wie sich siebenundzwanzig indische Magier zu Seiner Zeit in [[Damaskus]] produzierten: Erst machten sie große Ankündigungen, wie sie am dritten Tag nach dem [[Neumond]] die großartigsten Wunder im großen Hain außerhalb der Stadt wirken würden. Zum Beispiel: Fünf Hauptmagier würden, bloß mit ihren kleinen Fingern ohne alle physische Kraftanstrengung, einen über 1000 Pfund schweren und über 7 Schuh tief in die Erde eingegrabenen Pfahl herausziehen und ihn dann frei mehrere Augenblicke dauernd in der Luft schweben lassen. Dasselbe würden sie dann auch an einem über 10000 Pfund schweren Fels tun. Am Ende würde noch ein totes Kamel vollkommen belebt. Diese Kunststücke wurden dann vor beinahe ganz Damaskus mit größter Präzision ausgeführt und führten zu höchstem Erstaunen. Die heidnischen Zuseher meinten, es nicht mehr mit Menschen, sondern mit Göttern zu tun zu haben. (Die Juden schrieben solches Wirken eher dem Teufel zu.)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|18.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Suetal]] berichtete von einem Kunststück, welches ein persischer Zauberer in Damaskus vorführte: Er warf Stöcke auf eine vor ihm hin weit ausgebreitete Flugsandfläche. Als sich ein geschickt geworfener Stock im Sand vergrub, dass man von ihm nichts mehr sah, was in einem Augenblick geschah, erhob sich aus dem Sand eine Ratte oder eine Maus, die davon floh. Der Zauberer behauptete, aus den in den Sand geworfenen Stöcken Ratten und Mäuse zu machen. Tatsächlich aber hatte er selbst zuvor heimlich die Ratten und Mäuse an mehreren Stellen in Sandgrübchen gesetzt, die er mit ihrem Lieblingsköder versehen hatte, worauf die Ratten und Mäuse darin blieben, bis ein geschickt geworfener Stock sie aus dem Grübchen zu springen zwang. Das dumme Volk erwies dem persischen Magier nahezu göttliche Verehrung und gab ihm allerlei kostbare Sachen. Als Suetal versuchte, einige etwas weiser Aussehende über den Trick zu unterrichten, wurde er ein Frevler genannt und musste sich schnell aus dem Staub machen. Die Magier waren gerissene Käuze, die Kenntnisse und Erfahrungen auf dem weiten Gebiet der Natur hatten und sich die Dummheit der wie Vieh dahinlebenden Menschen zunutze machten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.55.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und die Zauberer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat die Zauberer verflucht, weil sie mit ihrer Zauberei nie auch nur einen halb guten Zweck verbinden. Überall grellste [[Habsucht|Hab- und Gewinnsucht]], daneben auch die frechste [[Herrschgier]]. Solche [[Geister]] sollen in der tiefsten [[Hölle]] ihren demütigenden Lohn erhalten. Wenn sie sich bessern, dann können auch sie selig werden, aber derartige Menschen sind am wenigsten zur Besserung geeignet. Eher bekehren sich Mörder, Räuber, Diebe, Hurer und Ehebrecher, eher legt ein Kaiser oder König seine Krone nieder, als dass sich ein Zauberer von seinem Zauberstab trennt. Seine unsichtbaren Gesellen ([[Naturgeister]]) lassen solches nicht zu und sind allzeit seine Meister, wenn er sich von ihnen nicht trennen wollte. Wer [[Wunder]] wirken will, der muss dazu die innere Kraft von Gott aus haben; und dann wirke er nur dort ein Wunder, wo es die äußerste Notwendigkeit erheischt. Wer aber falsche Wunder wirkt und durch allerlei Sprüche und Zeichen einen [[Wahrsager]] macht, der ist schon vollauf verdammt durch seinen eigenen Willen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.65.6-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gott habe die Zauberer bestellt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zauberer retten die arme Menschheit vor der sicheren [[Verzweiflung]], weil Sich Gott auf ihr Rufen nicht zeigen wollte. Daher habe Gott an Seiner Statt Zauberer und Zeichendeuter gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Richtig ist:&#039;&#039;&#039; Dies ist nichts als eine Einflüsterung des Satans, um die Menschen von Gott abspenstig zu machen, damit sie wieder in alle Welt, in ihre Lügen und Betrügereien übergehen und denen ganz gleich werden, von denen sie nur meinen, sie hätten Gott gesucht und gerufen und Er habe ihnen dann, um sie desto leichter verdammen zu können, an Seiner Statt Zauberer und Zeichendeuter gegeben. Gott kümmert sich seit jeher um die Rufenden und Suchenden; jene sogenannten Rufenden und Suchenden aber wollen einen anderen &amp;quot;Gott&amp;quot; haben, weil ihnen der wirkliche zu wenig glänzend und göttlich ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.66}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Drei Könige]]&lt;br /&gt;
* [[Wunder]]&lt;br /&gt;
* [[Hexe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Juden&amp;diff=38851</id>
		<title>Juden</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Juden&amp;diff=38851"/>
		<updated>2021-12-07T08:11:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Prüfung der Zwölfjährigen im Tempel */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[File:Gottlieb-Jews Praying in the Synagogue on Yom Kippur.jpg|thumb|Juden in der Synagoge am Jom Kippur (1878)]] Die &#039;&#039;&#039;Juden&#039;&#039;&#039; sind das erwählte Volk Gottes, weil sich seine Väter am längsten aus [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] von der [[Welt]] nicht betören und blenden haben lassen wollen. Mit der Zeit aber haben sich die Juden auch von dem allein wahren [[Gott]] abgewendet und sich gleich den [[Heide]]n zur Welt gewendet. Sie sind noch tauber und blinder geworden als die Heiden, denn diese haben das Verlorene doch wieder zu suchen angefangen, und viele von ihnen dann auch wieder völlig gefunden (in Jesus). Daher wurde den Juden auch noch das bisschen [[Licht]], das sie irgend verkümmert noch hatten, genommen und den Heiden gegeben, die sich danach lebendig sehnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.96.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dass das Reich des Herrn sei, wurde nicht erfüllt von den Juden, weil sie den [[Jesus|Herrn]] nicht anerkannten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|478}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die (wahren) Juden sind (mehr als andere Völker) [[Kinder Gottes]], was auf [[Abraham]] zurückgeht, der auch ein Sohn Gottes war und daher auch seine Nachkommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|153.8-9}}; {{L|GEJ|1.211.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dies ist auch durch das Wirken Jesu ersichtlich: Durch die Macht [[Evangelium|Seiner Lehre]] wurden alle Völker genötigt, unter die Juden zu treten, um deren Heiles teilhaftig zu werden; nur sie hatte der Herr zu Erben des [[ewiges Leben|ewigen Lebens]] gemacht; sie waren Sein Erbteil. (nach Jarah)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.158.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter den Juden gab es selbst in der entartetsten Zeit Männer, wie ihresgleichen auf der ganzen Welt wahrscheinlich nicht zu finden waren. (nach Cyrenius)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.217.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Jude ist zu großen Dingen berufen und kann ein [[Engel]] sein; aber über einen schlechten und verdorbenen Juden gibt es auch keinen [[Teufel]], der noch schlechter sein könnte. (nach Petrus)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.128.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Juden werden im [[Bibel|Wort]] diejenige bezeichnet, welche im Guten der Liebe aus dem Herrn sind, und im Allgemeinen das Gute der Liebe. Dies kommt daher, weil im Wort unter Jehudah im höchsten Sinne der Herr in Ansehung des Göttlich-Guten der göttlichen Liebe verstanden wird. Dass unter den Juden im Allgemeinen das Gute der Liebe verstanden wird, hat seinen Grund darin, dass der geistige Sinn von den Personen abgezogen ist. Wer nicht weiß, dass unter den Juden im Wort diejenigen verstanden werden, die zur [[Himmlische Kirche|himmlischen Kirche]] des Herrn gehören, welches die sind, die in der Liebe zu Ihm stehen, der kann auf viele Ungereimtheiten geraten bei den Propheten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|96}}; {{S|EO|182}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gesetze, Sitten und Gebräuche ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott hat durch [[Moses]] dem jüdischen Volk die Gastfreundschaft befohlen. Wer sich dagegen versündigte, war vor Gott und vor den Menschen für strafwürdig erklärt. Das Gesetz der Gastfreundschaft wurde dem jüdischen Volk deswegen so eingeschärft, um es zur [[Nächstenliebe]] zu leiten, da es sehr zur [[Habsucht]] und [[Eigenliebe]] neigte. Ein fremder Gast musste daher mit aller Aufmerksamkeit empfangen und bedient werden. (nach Johannes)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.101.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zur Zeit Jesu ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ämter ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden war es vom Tempel aus strengstens verboten, Ämter und Würden von Rom aus anzunehmen. (nach Ebahl)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.192.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Aufnahme ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein dem [[Hohepriester]] kam es zu, fremde, heidnische Menschen in das Judentum aufzunehmen durch die [[Beschneidung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|71.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sabbat ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Sabbat]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fußwaschungen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu gab es die damals schon alte Ehrungssitte, dass entweder der Gastgeber seinen Gästen oder als Gegenehrenbezeigung ein Erster aus der Zahl der Gäste dem Gastgeber die Füße wusch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.222.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Prüfung der Zwölfjährigen im Tempel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es war [[Sitte]] und vorgeschriebener [[Brauch]] im ganzen Reich der Juden, dass sie ihre Kinder mit zwölf Jahren nach [[Jerusalem]] bringen mussten, wo sie im [[Jerusalemer Tempel|Tempel]] von den Ältesten, [[Pharisäer]]n und [[Schriftgelehrte]]n befragt wurden über alles, was sie sich besonders in der Lehre von [[Gott]] und den [[Prophet]]en zu eigen gemacht hatten. Für solche Prüfung war eine kleine Gebühr zu entrichten. Für eine nochmalige kleine Gebühr konnten die Geprüften auf Wunsch ein Zeugnis erhalten. Wenn sich die Kinder in jeder Hinsicht ausgezeichnet hatten, konnten sie in die [[Schule]]n des Tempels aufgenommen werden und hatten Aussicht, einst Diener des Tempels zu werden. Konnten die Eltern nachweisen, Nachkommen des Stammes [[Levi]] zu sein, ging es mit der Aufnahme in die Tempelschulen leicht, ansonsten mussten sich die Eltern in den Stamm Levi förmlich einkaufen und dem Tempel ein bedeutendes Opfer bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Töchter waren von dieser Prüfung ausgenommen, außer sie wollten sich auf Antrieb ihrer Eltern auch prüfen lassen, der größeren Gottwohlgefälligkeit wegen. Sie wurden von den Altmüttern des Tempels in einer besonderen Behausung geprüft und bekamen auch ein Zeugnis. Sie konnten dann [[Ehefrau]]en der [[Priester]] und Leviten werden. Die Prüfungen dauerten nur kurz, denn es gab einige Hauptfragen, die jeder Jude seit jeher auswendig wusste, und die Antworten wurden den Kindern beigebracht. Mehr als zehn Fragen bekam kein Knabe. Wurden die ersten Fragen gut beantwortet, erließ man meist die anderen. Prüfungszeit war entweder zu [[Ostern]] (Pascha) oder zur Zeit des [[Laubhüttenfest]]es und dauerte gewöhnlich fünf bis sechs Tage. Davor erkundigten sich Tempeldiener in den Herbergen, wie viele Prüflinge anwesend waren. Man konnte sich für eine kleine Gebühr vormerken lassen und kam dadurch früher zur Prüfung. Wer das nicht tat, der gehörte dann gewöhnlich zu den Letzten für die man sich nicht sonderlich bemühte; auch Zeugnisse wurden dann zwar versprochen, blieben aber gewöhnlich aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die eigentlichen Prüfer waren in der Schrift kaum bewandert und wussten nicht viel mehr, als sie zu fragen hatten. Deswegen wurden sie auch ärgerlich und verdrießlich, wenn manchmal ein Knabe mit viel Geist und Talent Gegenfragen stellte oder Aufklärung verlangte. Die Ältesten und Schriftgelehrten prüften nicht, sondern hörten nur zu und fungierten als Prüfungskommissare, die erst eingriffen, wenn der Prüfer in eine unangenehme, zeitraubende Lage versetzt worden war. Wenn sich der Knabe nicht einschüchtern ließ, wurde er zurückgestellt und musste auf Antworten bis zum Abend warten. Kam dann die Stunde, wurde er unwillig geholt, musste seine Fragen wiederholen und ein Ältester oder Schriftgelehrter gab ihm dann eine sehr mystische und verworrene Antwort, durch die der Knabe nicht klüger wurde. Das dumme Volk schlug sich dabei an die Brust und bewunderte die unerforschliche Tiefe des Geist Gottes durch den Mund eines Ältesten und Schriftgelehrten und verwies am Ende einem solchen Knaben seine unbesonnene Keckheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Rechtsprechung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu befand sich die [[Rechtsprechung]] in den Händen der [[Römer]]. Wer sich dagegen eigenmächtig ohne Wissen und Wollen der Römer erhob, wurde ohne Standesunterschied abgeurteilt. Die jüdische Priesterschaft hatte ein Wort vom Kaiser, das ihnen die Tempeljustiz zusicherte. Sie konnte eine weise Disziplin üben, aber bis zur [[Hinrichtung]] war noch eine große Kluft. [[Herodes]] samt den übrigen Landesfürsten hatten ein Hinrichtungsrecht, jedoch nur über ihre Diener, Knechte und Sklaven. Niemand wurde von den Römern gezwungen, dort Dienste zu nehmen, und jeder, außer etlichen Sklaven, konnte aus solchem Dienst austreten, worauf er dann unter die Jurisdiktion der Römer fiel. Ansonsten hatten Herodes und die Landesfürsten das Recht, ihnen zukommende [[Steuer]]n einzuheben, nötigenfalls auch mit Gewalt, aber ohne Hinrichtungen. Schon ein erstes Vergehen dagegen wurde mit dem Verlust des Lehensrechtes geahndet. (nach einem römischen Richter)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|8.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle [[Zauberei]] war den Juden streng verboten, wobei am Ende jede außergewöhnliche Erscheinung als Zauberei verdammt wurde. Ein jüdischer Zauberer wurde gesteinigt oder lebendig verbrannt, ein fremder Zauberer aus dem Land verbannt; wurde dem [[Jerusalemer Tempel|Tempel]] ein bedeutendes Lösegeld gezahlt, dann wurde ihm gestattet, seine Künste und Zaubereien allein den Griechen und Römern insgeheim vorzumachen. (nach Suetal)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.50.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was die [[Steinigung]] betraf, gab es dafür im Tempel und in allen Schulen (Synagogen) Steine.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.20.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den Juden war nach Moses geboten, Ehebrecherinnen auf dem kürzesten Weg zu steinigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.209.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sündenvergebung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Juden konnte niemand, außer allein der Hohepriester, eine Sünde, die ein Mensch an dem andern beging, wieder sühnen, und das nur zu gewissen Zeiten und durch bestimmte [[Opfer]]. Zwei Menschen, die gegeneinander gesündigt hatten, blieben so lange Feinde, bis sie der Priester und das Opfer versöhnt hatten. Dieser Umstand war mehr eine falsche Auffassung des Gesetzes, als das Gesetz selbst. Er war sehr misslich für jene Menschen, die weit von Jerusalem entfernt lebten. Um diesem Missbrauch des Gesetzes kräftigst zu begegnen und den Menschen ihre Bürde möglichst zu erleichtern, hat der Herrn jedem Menschen die höchste göttliche Liebesmacht gegeben, dass jeder seinem Beleidiger von ganzem Herzen verzeihen kann, und dass diese Verzeihung auch für alle Himmel gültig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|71.16-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Übertünchen der Gräber ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Übertünchen der Gräber wurde befohlen, damit besonders in den ersten Jahren der Verwesung die schädlichen Dünste nicht leicht durchkommen und allerlei [[Krankheit]]en bei Menschen, Tieren und Pflanzen anrichten konnten. Dabei wurden die Gräber mit gut eine Handspanne dick Ziegellehm, und wenn dieser trocken geworden war, etliche Mal mit gutem Kalk, damit die Decke nicht Sprünge bekam, übertüncht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.17.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zeitrechnung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu währte, besonders in [[Galiläa]], der [[Tag]] nur bis zum jeweiligen Sonnenuntergang. Dann fing eigentlich schon der nächste Tag an. Mit dem Untergang fing die erste Nachtwache für den kommenden Tag an. Eine Nachtwache war ein Zeitraum von drei heutigen Stunden, und eine Tagesstunde war im [[Sommer]] beinahe zwei heutige Stunden lang und im [[Winter]] kaum eine, denn die sonnenlichte Zeit musste immer zwölf Stunden haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.90.14}}; {{L|HIM|3.420328.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Urmenschheit]] und [[Urkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gründung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Israeliten#Geschichte|Israeliten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mosaische Kirche ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mosaische Kirche brachte, so wie sie eingeführt wurde, nur wenige und meist verkümmerte Früchte, da sich die Menschen anstelle der vollkommen freiesten [[Kirche]] Gottes, die keine andere Einfriedung benötigt als bei jedem Menschen für sich das eigene Herz, in dem der [[Menschengeist|Geist]] und die [[Wahrheit]] wohnt, wo Gott von den wahren Verehrern allein erkannt und angebetet sein will, selbst eine Kirche und Ordnung geschaffen haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.202.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab ein Gebot, auf jene zu hören, die auf den Stühlen Mosis und Aarons saßen, und zu tun, was sie aus dem Geist des Herrn anordneten, insofern ihre Werke gut waren. Waren ihre Werke schlecht, so sollten sie von den Stühlen verstoßen werden von den würdigsten Nachkommen [[Levi]]s. Dieses Gebot wurde erst in der Zeit der Richter von einem [[Seher]] gegeben. Die auf den erwähnten Stühlen Sitzenden verstanden es jedoch, sich sehr zu tarnen, weswegen dann statt würdiger Nachfolger Mosis und Aarons reißende Wölfe in Schafspelzen auf den heiligen Stühlen saßen, die ihre schauerlichen Gesetze als göttlichen Willen unter das Volk schleuderten. Der Herr hat diese falschen Nachkommen Mosis und Aarons durch den Mund der geheiligten Propheten oft und ernst ermahnt und sie oft mit der schärfsten Rute gezüchtigt. Aber es wurde nur eine Zeitlang wieder besser, bald darauf dann schlechter als früher. Zur Zeit Jesu hatten sie das Maß aller Schlechtigkeit voll gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.213.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Juden war vieles ein [[Verbrechen]], was bei Gott und Jesus kein Verbrechen ist und wogegen Moses kein Gesetz gegeben hat, denn sie machten sich selbst Satzungen, die eine Sünde gegen die Gesetze Moses waren, waren also selbst [[Verbrecher]]. Sie taten dies, weil sie meinten, Moses hätte ihnen ein Recht gegeben, für besondere Fälle Gesetze zu schaffen, wonach ihre Satzungen so gut wie Moses Gesetze seien. Ein Beispiel: [[Zehn Gebote|Moses befahl, die Eltern zu lieben und zu ehren.]] Nun gab es aber häufig grundschlechte Eltern, die merkwürdigerweise oft recht gute und brave Kinder hatten, welche gottergeben die Schlechtigkeit ihrer Leibeseltern wohl erkannten und darauf in Konflikt mit dem unverstandenen Gesetz Moses gerieten, die Eltern vor allem durch Gehorsam zu ehren, da doch die haarsträubenden Forderungen ihrer Eltern von anderen Geboten Moses verboten waren. Darauf sprach der vom Geist Gottes wohl durchströmte Hohepriester: &amp;quot;Stehet ab von solchen euren Leibeseltern, opfert eine Gabe statt dem schlechten Gehorsam und betet zu Gott, und es wird das besser sein für euch und durch die Gnade von oben auch für eure ungeratenen Eltern!&amp;quot; So verließen solche Kinder ihre argen Alten, brachten dem Tempel für sich und für ihre argen Alten ein Opfer und suchten dann bei guten Menschen Dienste zu bekommen, um ein Gott wohlgefälliges Leben zu führen. Soweit war dies Gesetz ganz völlig göttlichen Ursprungs. Aber mit der Zeit haben die argen Wölfe in Schafspelz, die auf den Stühlen Mosis und Aarons saßen, dieses Gesetz verallgemeinert. Nun konnten auch ungeratene Kinder ganz guter und braver Eltern sich durch Opfer von dem Gehorsam gegen ihre Eltern loskaufen, um dann ganz frei und gewissenlos sündigen zu können. So war das Gebot Moses gleich zweifach verdrängt und an dessen Stelle eine rein höllisch-menschliche Satzung gestellt, die natürlich vor Gott, weil gänzlich wider Seine Ordnung, ein Gräuel der Gräuel sein musste. So hoben die jüdischen Priester das Gesetz Moses durch ihre [[Habsucht]] auf, gaben ein anderes Gesetz und quälten damit die armen Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.15.12-14}}; {{L|GEJ|3.212.4-7}}; {{L|GEJ|3.213.5-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Richter ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Solange das jüdische Volk unter den Richtern stand, die allein die [[Gesetze Gottes]] aufrechterhielten, da entsprach es auch eine lange Zeit im Leben, Handel und Wandel bis auf wenige Eigenheiten völlig der [[Ordnung Gottes]]. Damals gab es noch keine eigentliche Stadt im ganzen Land, jedoch Gemeinden mit einfachen Häusern und Hütten und auf dem [[Berg]] [[Horeb]] die heilige Hütte mit der [[Bundeslade]]. Die Juden bedurften keiner festen Burg, um sich gegen auswärtige [[Feind]]e zu schützen, denn [[Jehova]] allein war ihr fester Schutz und ihr scharfes Schwert. Außer Gott kannten sie keinen Herrn, lebten im tiefen [[Friede]]n, waren leiblich und geistig gesund, und kannten keine [[Not]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.27.1}}; {{L|GEJ|7.81.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch schon zu den Zeiten [[Samuel]]s sind die Menschen träger und arbeitsscheuer geworden. Sie fingen an, die Gebote und andere Satzungen weniger zu achten und öfters zu übertreten. Nach den Ermahnungen richteten sich nur die Besseren, die Weltlichen taten es nur dem Schein nach. Die Weltjuden wurden bald reiche und angesehene Menschen und waren mit ihren Wohnhütten nicht mehr zufrieden und auch mit den von Gott verordneten Richtern nicht. Sie begannen sich vor gewissen [[Arbeit]]en zu schämen und ließen solche nur von gedungenen Knechten und Mägden verrichten. Die reichen Besitzer legten ihre Hände in den Schoß und ließen die anderen für sich arbeiten, woraus sich kleine [[Herrscher]] bildeten, die keine noch so kleine knechtliche Arbeit annehmen wollten. Diese Unart wuchs bei den Menschen von Jahr zu Jahr und von Generation zu Generation und erreichte bald jene Stufe, auf welcher der so schon zu große [[Hochmut]] keine ausreichende Sättigung mehr fand. Die Juden blickten wehmütig auf den Glanz der heidnischen Würdenträger, die in großen prunkvollen Palästen wohnten und deren Völker sich vor ihnen bis in den Staub beugten. Sie wollten auch einen glanzvollen, weltlichen König haben, eine [[Stadt]] und feste Burgen, da sie sich für das mächtigste Volk der Erde hielten, und waren nicht mehr zufrieden mit der reinsten Herrschaft Gottes durch [[Seher]] und Richter. Gott wollte dem dummen Verlangen des Volkes aber nicht gleich nachkommen, sondern warnte es und zeigte ihm all die bösen Folgen, die es unter dem König zu erwarten hätte, jedoch stießen die [[Prophet]]en auf taube Ohren. Darauf gab Gott dem Volk [[Saul]] als ersten König und ließ ihn salben durch [[Samuel]]. Dies tat Gott zur Demütigung der aufgeblasenen Juden und zur Unterdrückung der wechselseitigen [[Herrschsucht]] derselben. Nicht in der Liebe, sondern im Zorn gab Gott den törichten Juden, die auch durch eines Königs Glanz ein großes Volk sein wollten, einen König, der sie hernach knechtete und zu lauter gemeinen Dienern und Sklaven machte. Als das Volk nun einen König hatte, der ihm sofort schwer zu erfüllende [[Gesetz]]e gab, da fing es an, immer mehr zu sinken, bis auf den Punkt der äußersten Verworfenheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.27.1-2}}; {{L|GEJ|6.76.2-5}}; {{L|GEJ|7.81.8}}; {{L|HIM|2.431007.2}}; {{L|RB|2.215.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Könige ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Saul besaß eine feste Burg, aber noch keine eigentliche Stadt. Es entstanden [[Krieg]]e mit den [[Philister]]n; die Väter mussten ihre Söhne und besten Knechte vom König in den Krieg nehmen lassen und dazu noch ihre besten Tiere hergeben. Samuel meinte, das Volk werde durch solche Züchtigung reuevoll wieder zur [[Gottesregierung]] zurückkehren, aber das war nicht der Fall. Es wollte einen mächtigeren und weiseren König, und Samuel salbte den [[David]], der bald die Stadt [[Bethlehem]] erbaute und zur Stadt [[Jerusalem]] den Grund legte. Sein Sohn [[Salomon]] baute mit großen Kosten und mit großer Pracht die Stadt Jerusalem und den [[Jerusalemer Tempel|Tempel]]. Dabei versank das Volk schon in eine große Armut und musste sich allerlei Nöte gefallen lassen. (nach einem weisen Rabbi)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.81.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Davids war das jüdische und israelitische Volk von wilder und tierischer Natur und erfreute sich an jährlichen [[Raub]]zügen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|108}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwölf Stämme [[Israel]]s teilten sich nach [[Salomo]] in zwei Reiche, das Jüdische und das Israelitische. Das Jüdische Königreich stellte das himmlische Reich oder das Priesterliche des Herrn, und das Israelitische Königreich stellte das geistige Reich oder das Königliche des Herrn vor. Letzteres wurde zerstört, als nichts Geistiges bei ihnen mehr übrig war. Das Jüdische Reich wurde erhalten, um des Wortes willen und weil der Herr in ihm geboren werden sollte. Als sie aber das Wort gänzlich geschändet hatten und daher den Herrn nicht erkennen konnten, da wurde auch ihr Reich zerstört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|350}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Babylonische Gefangenschaft ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vierzig Jahre ließ Jehova die zu arg gewordenen Juden in der babylonischen Gefangenschaft elend schmachten, wie die schlechtesten Lasttiere sind sie behandelt worden, mit der Kost der Schweine und Hunde sind sie gefüttert worden; die lieblichen Töchter der Juden sind unter Geißelung und allerlei Martern von den übermütigen Babyloniern bei Tag und Nacht geschändet worden bis zum Tod, ebenso die Knaben und Jünglinge, die zuvor verschnitten wurden. Durch solche Lektion wurden all die hohen und stolzen Juden aber dennoch nicht besser.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.137.7}}; {{L|GEJ|2.207.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeit der Propheten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die vierzig Jahre lang dauernde babylonische Gefangenschaft stimmte die Juden nicht um, wieder zur Gottesregierung zurückzukehren; sie mussten wieder gleich den Heiden Könige, [[Priester]] und [[Hohepriester]] haben. In dieser Zeit sandte Gott die meisten [[Prophet]]en, um das Volk zu Ihm zurück zu rufen, aber dieses war durch die Könige und Priester schon zu finster und taub gemacht und verstand nichts mehr von dem was ihm die Propheten verkündeten. Stattdessen wurden die Sendlinge von den Königen und Priestern mit blinder Rache und Wut verfolgt. (nach einem weisen Rabbi und Josoe)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.81.11-12}}; {{L|GEJ|2.207.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gab große und kleine Propheten bei den Juden, und wenn sie redeten, so redeten sie aus Gott und Gott rechtete und redete aus ihnen stets in der ersten Person, siehe z.B. {{B|Jes|51|15-16}}. Auch wenn der Prophet so redete, als wäre er selbst der Herr, so war er es dennoch nicht, sondern der Geist des Herrn redet nur durch den Mund des Propheten. (nach Joseph)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|153.10-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Eroberung durch die Römer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Römer fanden die Juden in ihrem Haus berauscht und schlafend vor, banden und beraubten sie und machten sie zu ihren Sklaven {{B|Mt|12|29}}. Dies geschah den Juden vollkommen recht, da sie völlig von Gott abgefallen waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.185.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Hätten jene, die auf dem Stuhl Mosis und Aarons saßen (die Priester) den ewig wahren Grundsatz der [[Nächstenliebe]] befolgt, der da lautet &amp;quot;Was du vernünftigermaßen nicht willst, dass man es dir täte, das tue auch deinen Mitmenschen nicht!&amp;quot;, wären sie nie von den [[Römer]]n unterjocht worden. Aber da sie nicht mehr dem alten [[Gesetz]] treu blieben, das für alle Menschen gleich gegeben ward, und sich stattdessen eigene Satzungen machten nach ihren Gelüsten, so hatte Gott auch Sein Angesicht von ihnen abgewendet und sie unter die scharfe Zuchtrute der Heiden gegeben, unter der sie auch ihrer großen und groben Halsstarrigkeit wegen belassen wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|22.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den argen Zustand der Gelehrten und Priester, die den Tempel völlig entweiht hatten und die die ärgsten Gegner des Herrn waren, beschrieb Jesus folgendermaßen: Sie sollten das Volk leiten auf den Wegen, die zum Himmel führen, denn das ist Gottes Wille, und das hatten Moses und sein Bruder Aaron geboten. Sie aber taten das Gegenteil und betrachteten ihren Stand, Gott, Volk und den Tempel für nichts anderes als für eine recht fette Melkkuh, die zu melken sie allein ein Recht von Gott aus zu haben vorgaben. Sie verleugneten Gott mit jedem Atemzug und mit jedem Pulsschlag, denn dieses Recht wurde ihnen nie gegeben. Sie waren allzeit wider Gott und glichen vollkommen reißenden Wölfen in Schafspelzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|25.6-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden waren in Rom sehr schlecht angeschrieben und die [[Griechen]] waren gewissermaßen die geheime [[Polizei]] über die Juden, indem zwischen den beiden Völkern eine starke Spannung wegen des [[Handel]]s und [[Streit]] wegen des Vorranges in Rom herrschte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.111.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Römer anerkannten das wahre alte Judentum, aber die neuen Satzungen der [[Pharisäer]], deren eigenen Unglauben und himmelschreienden Betrügereien aller Art verachteten sie sehr. (nach einem römischen Hauptmann)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.118.22-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Der Messias ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit Jesu war das Judentum um vieles ärger als das [[Heidentum]] gefallen, denn bei den Heiden galt noch die [[Vernunft]] etwas, während sie bei den Juden mit Füßen getreten wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.149.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Juden sagten, sie seien Kinder Gottes, im Herzen glaubten sie aber nicht einmal, dass es einen Gott gibt. (nach Julius)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.244.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Judentum war nur noch ein Zerrbild des rein Göttlichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.148.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zwischen den Juden und Griechen gab es immer wieder Reibungen, zumeist auf Grund des verschiedenen Glaubens an Gott und der ebenso verschiedenen [[Gotteserkenntnis|Erkenntnis desselben]]. Dabei waren die Griechen den schwerfälligen Juden in der [[Dialektik]] bei weitem überlegen, weswegen es nicht selten zwischen beiden Parteien zu blutigen Tätlichkeiten kam. (nach Cyrenius)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.27.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Beurteilung eines Römers bedurfte die Lehre der Juden wie keine auf der weiten Erde einer gänzlichen [[Reformation]], da sie sich sonst keine fünfzig Jahre mehr halte. Gegen ihre Gotteslehre und ihren Gottesdienst wären selbst die schändlichen Bacchanalien Roms eine wahre Sonne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|5.23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine kleine Minderheit von Heiden beherrschte das einst so mächtige Gottesvolk, was eine ewige Schmach und Schande war. Die Kinder der Schlange waren weiser und biederer als die Kinder des Lichtes. Die Heiden mussten dem jüdischen Volk Recht schaffen und für dessen Witwen und Waisen sorgen, da es die jüdischen Ältesten, Pharisäer und Schriftgelehrten nicht taten, sondern die Witwen und Waisen im Gegenteil ausbeuteten und versklavten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.17.1-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Kirche]], die zuerst bei den Kindern Israels, später bei den Juden bestand, war infolge der Verfälschung und Verdrehung des [[Wort Gottes|göttlichen Wortes]] ganz und gar zerstört worden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|WCR|121b}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Von den Schriften der Juden gab es zur Zeit Christi nur wenig Abschriften, vollkommene kaum zehn, wobei diese den Laien unzugänglich waren. Die allein als echt geltende Schrift wurde im Heiligtum des Tempels aufbewahrt. Nur der Hohepriester, die Oberpriester und Schriftgelehrten durften daraus lesen. Die [[Samariter]] besaßen eine elfte Schrift, die aber laut den Templern falsch war und eine Menge dichterische Zusätze enthielt. Als die Römer das jüdische Reich eroberten, mussten alle Einrichtungen des Tempels und alle seine Bücher zur Einsichtnahme ausgeliefert werden. Drei Jahre lang wurden von allem und jedem getreue Abschriften genommen. Diese kursierten dann unter den Römern und Griechen. Auch gab es günstig erhältliche Übersetzungen in viele Sprachen. (nach Ältesten und Schriftgelehrten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|4.4}}; {{L|DTT|11.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jüdischen Priester waren ganz materiell geworden und fassten die Schrift daher auch nur ganz materiell auf. Sie hatten von einem inwendigen, geistigen Sinn keine Ahnung, da sie nicht einmal mehr die [[Entsprechung|entsprechende Bildersprache]] verstanden, in der Moses und noch eine Menge anderer Seher und Weiser geschrieben hatten zu ihren Zeiten. (nach Mathael)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.97.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Taufe]]n war nur den [[Priester]]n und den erwiesen dazu berufenen [[Prophet]]en gestattet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.5.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden (das Judentum) wurden auf dem Tisch des Herrn als einer gebratenen [[Meerzwiebel]] entsprechend beschrieben. Sie sind zwar eine Wurzel, die am Meer der [[Gnade Gottes|göttlichen Gnade]] wuchert und völlig durchgebraten wurde am Feuer der [[Liebe Gottes|göttlichen Liebe]], dennoch ist sie eine schlechte Speise und ein höchst mageres Gericht am Tisch des Herr und niemand wird danach greifen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|238.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott erbarmte sich trotz allem Seines Volkes und sendete den [[Messias]], den [[Simeon]] im Tempel erkannte, [[Jesus Christus]]. Aber die herrschsüchtigen Tempeljuden verfolgten Ihn und die zu Ihm standen mit der größten Rachgier über alle Maßen. Dadurch machten sie ihr böses Maß voll (und besiegelten ihren Untergang). (nach einem weisen Rabbi)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|7.81.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es kam, wie da ein Prophet geredet hat, freilich auch damals schon zu tauben Ohren: &amp;quot;Er kam zu den Seinen in sein Eigentum, und die Seinen haben Ihn nicht erkannt und nicht aufgenommen!&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|DTT|22.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Weltweisheit|hochweltweise]] Priestertum der Juden wollte keinen demutsvollen, armen und glanzlosen Messias, sondern eine fürchterliche Schreckensgestalt, feurig strahlend mehr als die [[Sonne]], von Myriaden [[Engel]]n begleitet und nur im Tempel Wohnung nehmend, alle [[Herrscher]] vernichtend, die Juden völlig unsterblich machend, ihnen alles [[Geld]] der [[Erde]] verschaffend, wenigstens ein paar hundert Berge herumschleudernd und alles arme und schmutzige Gesindel hinrichtend. Dann hätten sie an Ihn geglaubt und sich vor Ihm gebeugt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.5.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Messias kam nicht in die Welt, um den Juden das wiederzugewinnen, was ihre Väter und Könige an die Heiden verloren hatten, sondern nur, um das wiederzubringen, was [[Adam]] verloren hatte für alle Menschen, die je auf der [[Erde]] gelebt hatten und noch leben werden. {{B|Joh|3|17}} Jesus hatte allen den Weg von der Erde in die Himmel geöffnet. Das neue Reich, das Er auf dieser Erde gegründet hatte, war kein materielles unter Krone und Zepter, sondern ein Reich des Geistes, der [[Wahrheit]], der rechten Freiheit aus der Wahrheit, unter der alleinigen Herrschaft der [[Liebe]]. Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den [[Tod]] nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches [[David]], [[Daniel]] und [[Jesajas]] geweissagt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.62.5-9}}; {{L|DTT|5.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne [[Johannes der Täufer|Johannes den Täufer]] und Jesus wäre im Land der Juden jeder Funke der wahren [[Gotteserkenntnis]] erstickt worden. Es war daher notwendig, dass Gott Selbst als Mensch in diese Welt kam, um allen Menschen, die noch eines guten [[Wille]]ns waren, das verlorene Licht des Lebens wiederzubringen und ihnen von neuem die Wege zur wahren Gotteserkenntnis zu zeigen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|6.149.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Herr in die Welt kam, war das das Ende der [[Zweite Kirche|zweiten Kirche]], zu der das Judentum gehörte. Er hielt damals ein [[Jüngstes Gericht]] über alle von der ersten Gründung jener Kirche an, und zugleich über alle, welche von der [[erste Kirche|ersten Kirche]] noch übrig waren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JG|46}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden leugneten, dass der Herr der Messias, der Sohn Gottes sei, dass Sein Menschliches göttlich sei. Sie setzten das Menschliche des Herrn mit dem eines anderen Menschen gleich, konnten daher Sein Göttliches nicht denken, obgleich Er Sohn Gottes genannt wird, geboren von Ewigkeit und gleich dem Göttlichen des Vaters, und deshalb haben sie Ihn gekreuzigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|504}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die stockblinden Juden, die Kinder [[Abraham]]s, [[Kreuzigung|kreuzigten den Herrn]], um den Moses zu retten. Sie waren verstockt und wollten die große Zeit ihrer Heimsuchung nicht erkennen, sondern ihr Heil im Pfuhl der Welt suchen. Das nützte den alten Moseshelden aber nichts. Einst das erste Volk der Erde, standen sie in der Folge ohne Heimat und ohne die Gnade des Herrn da. Dem jüdischen Volk wurde alle Gnade, alles Licht und alles Recht genommen und den Heiden gegeben, denn diese hatten als Blinde erkannt, was die sehenden Juden verwarfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.480803.5}}; {{L|RB|1.81.8}}; {{L|GEJ|2.182.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vertreibung aus dem gelobten Land ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl alles Heil zur Zeit Jesu über die ganze Erde ausging vom Stamme [[Juda]], wurde den Juden das dem David verheißene Reich nach der Aussage [[Daniel]]s weggenommen und den Heiden gegeben und die Nachkommen des Sohnes der [[Hagar]] herrschten über die Nachkommen Isaaks. Dies geschah, weil das Herz vieler Juden, die Gottes Wort und Gebote hatten, voller Lüge und Betrug, Zank, Zorn, Ehebruch und aller Hurerei war.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.107.9-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jerusalem wurde zerstört und die Juden unter alle Völker der Erde verstoßen. Bei fremden Völkern hatten sie ihr Auskommen zu suchen. Der Name &amp;quot;Volk&amp;quot; wurde ihnen genommen und weiterhin waren sie kein Volk mehr. Sie hatten kein eigenes Land, keinen eigenen König und somit auch keine Heimat. Wo immer sie sich aufhielten, wurden sie verfolgt und missachtet. Diese Juden stellten im Gleichnis der Königlichen Hochzeit {{B|Mt|22|1-14}} sämtlich jenen Menschen dar, der zur Mahlzeit des Herrn erschien und kein hochzeitliches Kleid anhatte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.640401b.5}}; {{L|GEJ|2.182.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da Jesus bei den Heiden mehr Glaube und Liebe gefunden hat als bei den Juden, deren Führer Ihn als [[Prophet#Falsche Propheten|falschen Propheten]], [[Betrüger]], [[Revolution|Volksaufwiegler]] und einen mit dem [[Satan]] im Bunde stehenden [[Zauberer]] erklärten, und Ihm nach dem Leben trachteten, je mehr die einfachen Juden an Ihn glaubten, wurde den Juden das Licht der ewigen Wahrheit (Jesus) genommen und den Heiden gegeben. Die Gnade aus den Himmeln wurde nach [[Europa]] verpflanzt. Jerusalem und der Tempel wurden völlig vernichtet. Der Tempel wurde dann zwar aufzubauen versucht, wobei jedoch aus der Erde ein mächtiges Feuer stieg, welches die Bauleute und das Material übel zurichtete. Es gab mehrere solche missglückten Versuche, bis mächtige Heidenstämme von Morgen (Osten) und Mittag (Süden) in das Land der Juden eindrangen und es verwüsteten. Die Juden verloren ihre Heimat und wurden in alle Welt verstreut, wo sie alle Schmach und Verfolgung zu ertragen haben, als Zeugnis ihres [[Unglaube]]ns und ihrer [[Lieblosigkeit]] und weil sich ihre [[Priester]] und [[Gelehrte]]n eigenmächtig von den alten Satzungen Gottes entfernt und dafür ihre sehr weltsüchtig-menschlichen hingestellt und sich am großen Gewinn, den die Handhabung ihrer Menschensatzungen abwarf, gemästet hatten. Ihre Heimat werden sie nie mehr wieder erlangen. Den ihnen verheißenen Messias werden sie vergeblich erwarten, denn dieser ist Jesus allein.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|152.12-17}}; {{L|DTT|26.4-9}}; {{L|GEJ|5.189.6}}; {{L|GEJ|10.146.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Wie ist die Staatsgründung Israels zu verstehen, wenn die Juden ihre Heimat nie mehr wieder erlangen sollen? Die Antwort ist im Grunde einfach: Israel ist nicht religiös jüdisch, sondern zionistisch, jüdischnational und säkular. Im Judentum als Religion wird eine gewaltsame Einnahme des gelobten Landes abgelehnt, weswegen sich orthodoxe Juden in Israel dem Militärdienst verweigern. Religiöse Juden sehen sich in Israel sogar verfolgt, siehe z.B. [http://www.israelversusjudaism.org/ www.israelversusjudaism.org]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neunzehntes Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden lebten in der ganzen Welt zerstreut am nächsten zu den vielen christlichen [[Sekte]]n. Sie wälzten sich überall im übelsten Weltschlamm, um ihren Gold- und Silberdurst zu stillen. Sie benahmen sich wie [[Schwein]]e und glichen den Schweinen, welchen die Menschen überall etwas Speck wachsen lassen, damit, wenn es ihnen mager geht, sie sich wieder von dem goldenen und silbernen Fett der Juden können unterspicken lassen. Dem Juden war, geistig genommen, jede Kost recht; er war dem [[Christen]] Christ, dem [[Türken]] Türke, dem [[Heide]]n Heide, dem [[Chinese]]n ein Chinese, den Fetischdienern ein [[Fetisch]], nur um sich aller derer Gold, Silber und Edelsteine verschaffen zu können. Ihm war, gleich dem Schwein, selbst der barste Kot nicht unwillkommen; für&#039;s [[Geld]] war er um alles zu haben und es gab nur sehr wenige Ausnahmen. Die Besten waren in geistiger Hinsicht wertlos.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.7-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In den Juden waren zwar die großen geistigen Anlagen noch vorherrschend vorhanden, aber diese Anlagen wurden zu eitel Schlechtem verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Viele Juden waren wohlhabende Bankleute, Händler und Spekulanten; Krisen gingen auch schon in den vorherigen Jahrhunderten oft mit Judenverfolgungen einher, wobei es dabei letztlich doch immer um das Vermögen der Juden ging, obwohl freilich andere Gründe vorgeschoben wurden. Auch im Falle des Holocaust war diese Motivation allzu offensichtlich. Was die großen geistigen Anlagen betrifft, dürften diese auch heute noch vorhanden sein. Zum Beispiel machen die Juden nur zwei Prozent der amerikanischen Bevölkerung aus, haben aber ein Drittel der amerikanischen Nobelpreise gewonnen. (Quelle: Der Spiegel 2014, Nr. 10, Seite 119) Nobelpreise allerdings werden ausschließlich für materielle Errungenschaften vergeben; die Stiftung sieht sich durchaus nicht Gott oder dem Guten verpflichtet. Auch BlackRock unter Larry Fink lässt sich als Beispiel verwenden: Der weltgrößte Vermögensverwalter ist zwar überaus erfolgreich, aber da geht es nur um Profit, siehe dazu [https://youtu.be/x8a6C7MSfwM Geld regiert die Welt]}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortwährende Kriege im Gelobten Land ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da das wahre Reich Gottes auf Erden, die [[Evangelium|Lehre des Herrn]], seitens der [[Satanisten|Teufel der Hölle, die durch Lug und Trug in Menschengestalt auf Erden schalten und walten]], eine große Gewalt erleidet, wird dies auch äußerlich sichtbar z.B. an den vergangenen und gegenwärtigen Kriegen im [[gelobtes Land|gelobten Land]], das dadurch zu einer Wüste gemacht und vernichtet wird. Die schweren Kämpfe entstehen deswegen, weil die sich im [[Falsch]]en und [[Böse]]n befindenden Menschen, deren Zahl übergroß ist, der Lehre aus den Himmeln wegen nicht zuvor von der Erde vertilgt wurden, da eben diese Lehre der Kranken, Tauben und Blinden und nicht der Gesunden wegen gegeben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|9.144.13-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden warten immer noch auf einen [[Messias]], der sie einmal wieder in ihr altes gelobtes Land zurückführen und aus ihnen ein großes wundermächtiges Volk machen soll. Aber dieser Messias wird nimmer kommen, und sie werden bleiben bis an das Ende der Zeiten, was sie sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Juden wurde seit dem [[Letztes Gericht (1757)|Letzten Gericht im Jahre 1757]] der Verkehr mit den Christen untersagt, außer mit solchen, welche außerhalb der Städte herumschwärmen. Die Juden werden nach dem [[Leibestod|Tod]] in zwei große Städte geführt, welche sie vor dem Gericht Jerusalem, nach demselben aber anders nannten, weil nach dem Gericht unter Jerusalem die [[Neue Kirche|Kirche verstanden wurde, in welcher der Herr allein angebetet wird]]. In ihren Städten werden ihnen bekehrte Juden vorgesetzt, welche sie ermahnen, nicht schimpflich von Christus zu sprechen, und diejenigen bestrafen, die es gleichwohl tun. Die Gassen dieser Städte sind voller [[Kot]], der bis zu den Knöcheln geht, die Häuser voller Unreinheiten, nach welchen sie auch riechen, weshalb man nicht zu ihnen hingehen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|79}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Juden erscheint zuweilen ein [[Engel]] mit einem Stab in seiner Hand und bringt sie auf den Glauben, dass er [[Moses]] sei. Er ermahnt sie abzustehen von dem Wahnsinn, auch hier noch den Messias zu erwarten; Christus sei der Messias, der sie und Alle regiere, er wisse es, und habe auch von Ihm etwas gewusst, da er noch in der Welt gewesen. Sie gehen aber davon und der Großteil vergisst es. Die es aber behalten, werden in Synagogen geschickt, die aus Bekehrten bestehen. Dort werden sie unterrichtet und die den empfangenen [[Unterricht]] annehmen, denen werden neue [[Kleider]] gegeben statt den zerrissenen, in welchen sie vorher waren. Auch wird ihnen das Wort gegeben, zierlich geschrieben, und eine [[Wohnung]] in einer nicht unreinlichen Stadt. Die es aber nicht annehmen, werden in Höllen, Wälder und Wüsten geworfen, wo sie untereinander Straßenraub treiben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|80}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden handeln im Jenseits mit mancherlei Dingen, besonders mit [[Edelstein]]en, die sie sich auf unbekannten Wegen aus dem Himmel verschaffen, wo es Mengen an Edelsteinen gibt. Dieses Handeln mit Edelsteinen bezieht sich darauf, dass sie das [[Bibel|Wort]] in seiner Grundsprache lesen, und seinen buchstäblichen Sinn heilig halten, die Edelsteine aber dem buchstäblichen Sinn des Wortes entsprechen. Diese verkaufen sie an jene Heiden, die um sie sind. Sie können auch künstlich ähnliche nachmachen, die die Einbildung erregen, dass es echte seien. Diese werden aber von ihren Vorgesetzten streng bestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden wissen weniger als Andere, dass sie in der [[Jenseits|geistigen Welt]] sind, sondern meinen, sie seien noch in der [[Welt|natürlichen Welt]], und dies darum, weil sie ganz äußerliche Menschen sind, und über ihre Religion nicht von Innen heraus nachdenken, weshalb sie auch noch vom Messias ebenso reden wie früher, nämlich dass er mit [[David]] komme, schimmernd von Diademen ihnen vorangehe und sie in das Land [[Kanaan]] einführen werde, wobei er auf dem Weg mittelst Erhebung seines Stabes, die Flüsse, über die sie gehen sollen, austrocknen werde. Ferner, dass die Christen, welche sie untereinander auch Heiden nennen, dann die Zipfel ihrer Kleider anfassen, und sie flehentlich bitten werden, sie begleiten zu dürfen; und dass sie die Reichen je nach ihrem Vermögen mitnehmen, dass aber auch diese ihnen dienen werden. Was im Wort unter Kanaan usw. verstanden wird, wollen sie nicht wissen. Sagt man ihnen, dass jenes Land sie nicht alle fassen könne, so antworten sie, es werde dann vergrößert werden. Sagt man ihnen, sie wissen ja nicht, wo Bethlehem liege, und wer aus dem Stamme Davids sei, so antworten sie, dass der kommende Messias es wisse. Fragt man sie, wie denn der Messias mit solchen Bösen zusammenwohnen könne, so sagen sie, sei seien nicht böse. Hält man ihnen entgegen, dass doch Moses sie in seinem Lied als die Schlimmsten beschreibe {{B|5. Mose|32|1-43}}, dann sagen sie, Moses sei damals erzürnt darüber gewesen, dass er abtreten müsse. Sagt man ihnen, dass Moses dies auf Befehl Jehovas geschrieben habe, dann schweigen sie, und gehen weg, um sich Rat zu holen. Sagt man, sie stammen von einer Kanaaniterin ab, und seien aus der [[Hurerei]] des [[Juda]] mit seiner Schwiegertochter {{B|1. Mose|38|1-30}} entsprungen, so geraten sie in Zorn, und sagen, es genüge, dass sie von [[Abraham]] abstammen. Sagt man ihnen, dass inwendig im Wort ein geistiger Sinn sei, der allein von Christus handle, so antworten sie, es sei nicht so, inwendig im Wort sei nichts als Gold, und dergleichen mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|JGF|82}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Juden spielen im Geisterreich eine überaus niedrige und keiner Beachtung werte Rolle. Sie sind dort, was sie hier sind, Schacherer nämlich, nur mit dem Unterschied, dass sie hier in menschlicher Form unter den Menschen wandeln, jenseits aber meistens in der ihnen allerverhasstesten Gestalt der Schweine zum Vorschein kommen; freilich nicht für jedermann ersichtlich, auch unter ihnen nicht, sondern nur vom reinen Licht der Wahrheit aus betrachtet. In der Geisterwelt gibt es keinen magereren Himmel, als den jüdischen, denn sie schachern auch dort; der Glanz des Goldes ist ihnen mehr als das intensivste Licht der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|74.12-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Juda]]&lt;br /&gt;
* [[Judentum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volk]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Judentum]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Saturn&amp;diff=38850</id>
		<title>Saturn</title>
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		<updated>2021-11-30T10:17:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Geisterwelt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:saturn.jpg|thumb|240px|Saturn (NASA, Cassini, 2004)]] Der &#039;&#039;&#039;Saturn&#039;&#039;&#039; (Saturnus) ist viel größer als die Erde, sieht wunderseltsam aus und ist die schönste und beste der Erden (Planeten), die um die [[Sonne]] kreisen. Er hat einen [[Saturnring|großen leuchtenden Ring]], der seiner Erde viel reflektiertes [[Licht]] spendet und [[Saturnmond|mehrere Monde]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|GEJ|3.127.14}}; {{S|EW|3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eigentliche Name des Saturnus besagt so viel wie: Erdruhe, Weltnichtstum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die planetarische Wirkung des Saturn ist leichte Erregbarkeit der Leidenschaften (siehe [[Astrologie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.122.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astronomische Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten werden in [ ] als Vergleich angegeben. Eine deutsche geographische Meile beträgt 7420 Meter. Die Differenzen könnten auf Rundungsfehler zurückgehen, oder es wird eine andere geographische Meile als die deutsche verwendet, z.B. die alte österreichische geographische Meile beträgt 7586 Meter.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Entfernung zur Sonne:&#039;&#039;&#039; zwischen 187.719.120 (1,39 Milliarden km) und 210.249.152 geographische Meilen (1,46 Milliarden km) [1,43 Milliarden km Durchschnitt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser:&#039;&#039;&#039; 17.263 geographische Meilen (128.091 km) [120.536 km (Äquator) – 108.728 km (Pol)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umfang:&#039;&#039;&#039; 54.515 geographische Meilen (404.501 km) [378.675 km]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oberfläche:&#039;&#039;&#039; 936.530.820 Quadratmeilen. (6.949.058.684 km²)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kubischer Inhalt:&#039;&#039;&#039; 2.757.547.946.775 geographische Kubikmeilen (20.461.005.765.071 km³) Im Vergleich zur Erde ist der Saturnus 1037-mal [738] größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umlaufzeit um die Sonne:&#039;&#039;&#039; 29 Jahre, 164 bis 166 Tage, 2 Stunden und 2 Sekunden. [ungefähr 29 Jahre und 166 Tage]&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.3-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der Saturnus viel größer; der äußere Ring war zuvor die Oberfläche dieses Planeten. Die nördliche und südliche Kappe ist gleich zwei Hohlschalen in den [[Weltraum]] geschleudert worden, da auf diesen beiden Teilen die arge Schlange ([[Satan]]) eine sehr böse Brut ausgesetzt hatte. Nur der heiße Mittelstrich war noch rein geblieben, weswegen er auch erhalten wurde zu einem Zeichen, dass der große Weltenbaumeister einen Weltkörper auch erhalten kann, wenn dieser nicht mehr in seiner ersten planetarischen Vollkommenheit dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gegenwärtige [[Weltkörper]] im Ring war schon vor der Abkappung vorhanden, was auch bei der Erde der Fall wäre, da auch in ihr mehrere kleinere Erden stecken, die nur durch [[Luft]], [[Wasser]] oder [[Feuer]] in Verbindung stehen. Der Planet Saturnus ist schon die dritte Kugel, da der Ring schon zwei darstellte, weswegen er auch in zwei sich nicht berührende Teile gespalten ist. Am Saturnus lässt sich die innere, mechanische Konstruktion eines Weltkörpers betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mensch]]en und [[Tiere]] auf dem Saturnus können sich längere Zeit frei in der Luft halten (schweben). Der Grund dafür ist ihre organische Beschaffenheit und die durch den Saturnusring im Verhältnis 1 zu 3/5 geteilte [[Anziehungskraft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|3.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir können die Menschen des Saturn und ihre Welt mit unseren irdischen Augen (Sinnesorganen) nicht erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.201.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Oberfläche besteht aus [[Wasser]]. Es gibt kein Festland, sondern nur zumeist unter dem Äquator abgesonderte bedeutende Inseln, die zwar größer sind als die Kontinente der Erde, aber wegen der Planetengröße nur als Inseln zu betrachten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Pol]]e sind mit ewigem Eis und Schnee bedeckt, das schon um vierzig Grad früher beginnt als auf der Erde. Was auf Erden die gemäßigte Zone ist, das ist auf dem Saturnus das Reich des Schnees, was die kalte Zone ist, das ist das Reich des ewigen Eises. Die heiße (tropische) Zone auf Erden ist dort die gemäßigte Zone, über der sich nur sehr selten [[Wolke]]n oder Nebel erheben, hingegen die anderen beiden Zonen stehen unter ewigen Nebeln und Wolken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die polaren Zonen des Saturnus sind für die Saturnusmenschen noch viel unzugänglicher als für Erdmenschen die Polargebiete der Erde und daher sehr selten oder zumeist gar nicht bewohnt. Tiere jedoch leben dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die heitere und milde Mittelzone ist bewohnbar. Dort befinden sich 77 große Inseln; das mittlere ist größer als das irdische [[Amerika]]. Jede Insel unterscheidet sich in Formation und Produkten stärker von einer anderen als das irdische Lappland von den südlichen Tropenländern. Saturnus hat um den Grad, wie er größer ist als die Erde, auch ein stärkeres Eigenlicht. Zudem hat er eine sehr weit hinausreichende Atmosphäre, welche die Sonnenstrahlen besser auf die Erdoberfläche konzentriert. Daher ist es dort nicht dunkler oder kälter, sondern die Wärme würde auf dem Äquator unerträglich sein, wenn sie nicht durch den [[Saturnusring]] gemildert würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kälte]] der Polarregionen ist viel größer als die Polarkälte auf der Erde. Beim höchsten Kältegrad wird sogar die [[Luft]] zu lauter Eisstangen, die sich meilenhoch in den [[Äther]] türmen. Durch solch heftigen Druck entzündet sich die Luft, weswegen viele Meilen weite Gegenden wie glühend erscheinen, wobei das Glühen zunimmt, bis am Ende wirklich die heftigsten [[Explosion]]en stattfinden. Dadurch nimmt die Kälte noch mehr zu, bis in der kältesten Zeit die Luft in eine ganz feste Masse übergegangen ist und keine Entzündungen mehr stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des starken Nachtlichts des Saturnusrings und wegen der [[Stern]]e, die aufgrund der viel reineren und weiteren Atmosphäre viel größer als auf der Erde erscheinen, gibt es auf dem Weltkörper keine Nacht wie auf der Erde. Die Saturnusnacht ist heller als der Tag der Erde und der Himmel von größter Herrlichkeit. Selbst am Tag kann man unter dem Schatten des Ringes die Sterne sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gebirge]] stehen eher vereinzelt und nicht in ununterbrochenen Kettenreihen und werden gegen die Mitte des Landes zunehmend höher. Ein ausgewachsener [[Pyramidenbaum]] ist nicht selten höher als bedeutend hohe Berge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.24-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind die höchsten Gebirgsspitzen, besonders zur Zeit des Ringschattens, mit Schnee und Eis bedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Saturnus gibt es kein Hochland, sondern nur Berge, mehr oder weniger breite Täler und weitgedehnte Ebenen, die alle ohne Ausnahme über den Meeresspiegel fast gleich hoch erhoben sind. Die Steigung der Länder vom Meer angefangen bis zum Mittelberg hin macht überall gleich nur tausend Klafter (1800 Meter) aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Meer]] ist überall beinahe fünfhundert Klafter (900 Meter) tief und wird nur gegen das Land regelmäßig zunehmend seichter. Das Mittelbett der Flüsse ist überall zehn Klafter (18 Meter) tief und wird gegen das Land seichter; nur an der Mündung ins Meer werden sie tiefer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zahlreichen Seen sind mehr oder weniger eiförmig und haben eine bedeutende Ausdehnung, wobei die größten etwa so groß wie das Mittelmeer sind. Sie sind höchstens vier bis sechs Klafter (ca. 7-11 Meter) tief, also sehr seicht, dennoch können sie die Schiffe der Menschen tragen. Die Seen haben nicht selten hundert Ausläufer oder breite Abströmungen in meistens gerader Richtung in verschiedene Flüsse; sie entsprechen demnach den künstlich angelegten Kanälen der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wasser dieser Seen ist kein stehendes, sondern fließt ruhig nach allen möglichen Richtungen, wobei die Fallbewegung etwas geringer ist als in den Flüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Meerwasser bildet durch die Anziehungskraft des Saturnusringes bei Flut förmliche Wasserberge, die den irdischen Wasserhosen ähnlich sind und in sehr seltenen Fällen an manchen Stellen beinahe bis an den Saturnusring hinaufreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzenwelt ist allgemein von außerordentlicher Pracht und viel üppiger, reichhaltiger und größer als die irdische. Statt [[Grün]] herrscht dort ein frisches, heiteres [[Blau]] in allen Schattierungen vor, wobei die Vegetation auch die höchsten Gebirgsspitzen erreicht. Die Pflanzenwelt des Saturnus wirkt bis auf die Erde, z.B. die Heilkraft des [[Pyramidenbaum]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|4.3}}; {{L|SA|4.6}}; {{L|SA|4.12}}; {{L|SA|7.2-5}}; {{L|SA|7.24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bäume sorgen nicht nur für Wohnung, Nahrung und Wasser von Mensch und Tier, sondern liefern auch den Stoff für Gebrauchsgegenstände - z.B. Spiegel, Gefäße, Schiffe, Segel, Wägen, Räder, Sitze, Nägel - und das Licht in der Nacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|3.12}}; {{L|SA|4.7}}; {{L|SA|4.16}}; {{L|SA|5.5}}; {{L|SA|5.10}}; {{L|SA|6.10-11}}; {{L|SA|8.8}}; {{L|SA|8.11-12}}; {{L|SA|10.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum.jpg|thumb|Olivenbäume in Umbrien]] Die Sträucher sind nicht so niedrig wie die irdischen, sondern bilden eine kleinere, aber dafür in der Art sehr verschiedene Baumgattung. Aus den Früchten eines dem irdischen Ölbaum gleichen Strauches gewinnen die Menschen Öl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt außerdem eine große Anzahl von nützlichen und heilsamen Pflanzen und Kräutern aller Art, die von den Menschen kultiviert werden, u.a. auch Metallpflanzen, durch die die Saturnusbewohner ohne Schmelz- und Läuterungsverfahren zu den besten Metallen kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.18}}; {{L|SA|6.2}}; {{L|SA|6.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Graswuchs ist viel üppiger und großartiger als auf der Erde. Die Grasfarbe ist durchwegs ein ins [[Violett]]e übergehendes Blau. Es finden sich außerordenlich mannigfaltige und prachtvolle Blumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den höheren Gebirgsregionen gibt es [[Heilkräuter]], deren ätherisch-aromatische Heilkräfte stark- und fernwirkend sind und nicht nur die dortigen Bewohner bei bester Gesundheit erhalten, sondern ihre heilsame Wirkung auch noch mehr als tausend Millionen Meilen durch den [[Äther]] hinausstreuen. Die heilsamen Kräuter der Erde, vorzugsweise z.B. der [[Holunder]], der [[Wacholder]] und andere, mit Stacheln besetzte Heilkräuter beziehen ihr ätherisch heilendes Aroma von dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.7}}; {{L|SA|7.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durch die [[Gezeiten]] unbewohnbare Meeresufer des Saturnus ist der Ort, an dem die [[Evolution]] des Tierreiches beginnt. Dort werden die atomischen [[Äthertierchen]] ins Wasser aufgenommen und vervielfältigen sich von Klasse zu Klasse bis zum Reich der [[Amphibien]]. Diese Tierklasse bildet auf dem Saturnus wie auf der Erde den ordnungsgemäßen Übergang von den Wassertieren zu den Landtieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie auf der Erde befinden sich die größten und mächtigsten Tiere in den Gewässern, wobei es sehr verschiedene Arten und Klassen gibt, die gar keine oder nur sehr geringe Ähnlichkeit mit denen auf der Erde haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der wahlfischartige [[Bisorhiohiohio]] ist das letzte Aufnahmeorgan alles Geistig-Seelischen des Wassergetiers, und aus ihm verteilt es sich dann wieder in allerlei Getier der Luft, d.h. die gesamte Lufttiergattung des Saturnus geht dem geistig-substantiellen Teil nach aus ihm hervor, ohne dass er darum zu sterben braucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus gibt es viele verschiedene Gattungen und Arten von [[Insekt]]en, wobei wie auf der Erde die [[Fliege]] eine Hauptrolle spielt. Die Fliege ist das einzige Tierchen auf dem Saturnus, welches der irdischen Fliege in allem völlig gleich ist. Nur an den Seen und Flüssen hält sich hier und da eine größere Gattung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Saturnus bei weitem mehr Tiere mit Spannflügeln, ähnlich denen der irdischen [[Fledermaus|Fledermäuse]], als auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle vierfüßigen Tiere und auch sehr viele Fischarten finden in diesen fliegenden Wesen eine Abartung, d.h. sämtliche zahmen und wilden Tiere, alle Amphibien, die meisten Fischgattungen haben eine Abart, die ähnlich einer Fledermaus beflügelt ist. Diese fliegenden Tiere sind jedoch alle viel kleiner, als die unbeflügelten, deren Form sie entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch: [[Artenvielfalt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vogel|Vogelgattungen]] gibt es auf dem Saturnus tausendmal mehr als auf der Erde - über 120 Millionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte lebende Landtier des Saturnus ist das [[Mud]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|23.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der geistig-seelischen Bedeutung nach bildet das Mud den allgemeinen Übergang aus allen Tier- und Pflanzenstufen in eine edlere, dem Menschen näherstehende Tiergattung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|23.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt nahezu unabsehbar viele Abarten von [[Affe]]n, die aber bis auf das Fur (siehe unten) alle wild sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt eine Menge den irdischen ähnliche Tiergattungen, wie etwa [[Pferd]]e und [[Schaf]]e, aber diese sind wild und werden nirgendwo gezähmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiere des Saturnus sind zumeist gutmütiger Art. Außerdem sind die Saturnusmenschen kraft ihres Willens Meister sowohl der [[Element]]e, wie auch der meisten Tiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnushuhn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen halten sich Hühner, die den irdischen zwar nicht ähnlich sehen, die aber viele große [[Ei]]er legen, welche die Menschen essen und deren Schale als Trinkgefäß verwenden. Sie verzehren auch das Fleisch dieser Hühner und verwenden die Federn für weiche Lager. Die Menschen halten auch noch andere zahme Hausvögel, diese aber mehr der Unterhaltung und Zierde wegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|22.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnusschwan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus gibt es Schwimmvögel, die so groß wie ein kleines Schiff sind. Die Saturnusbewohner setzten sich auf den Rücken solcher Schwimmvögel und lassen sich zum Vergnügen herumtragen. Sie richten diese auch als Wasserzugtiere ab und spannen sie vor ihre Schiffe. Dies aber auch nur zum Vergnügen, denn die Saturnusbewohner sind zu mitfühlend gegen alle Geschöpfe, um sie in einem harten Dienst geschäftlich zu verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fliegende Kuh&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders merkwürdiges Tier ist die &amp;quot;Fliegende Kuh&amp;quot;. Es ist sehr schön und einem Ochsen ähnlich, hat jedoch Klauen an den Füßen, einen Kopf ähnlich dem eines Windhundes und ist überhaupt anders gefärbt. In der Gegend der Vorderfüße laufen links und rechts zwei lange Arme aus, die durch eine starke Haut mit den hinteren Füßen verbunden sind. Wenn das Tier fliegen will, dann streckt es diese Arme aus; ansonsten schmiegen sie sich fast unkenntlich an den Leib.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tier hat zwischen den beiden Hinterbeinen ein Euter, das mit sehr wohlschmeckender [[Milch]] gefüllt ist, wenn es Junge zur Welt gebracht hat. Die Saturnusmenschen nehmen es daher häufig gefangen und zähmen es mancherorts als nützliches Haustier, was leicht zu bewerkstelligen ist, da es ein sehr sanftmütiges Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fliegendes Band&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Fliegende Band&amp;quot; ist dem irdischen [[Affe]]n ähnlich, hat jedoch zwischen Vorder- und Hinterbeinen eine Flughaut. Seinem langen Schweif verdankt es seinen Namen; dieser hat keine Glieder, sondern ist eine Hautverlängerung des Rückens. Die Saturnusbewohner machen Jagd auf das Tier, das sich sehr leicht fangen lässt, und schneiden ihm den Schweif ab, was ihm nicht weiter schadet. Sie verwenden ihn als Schmuck, Stirnband oder sonstiges Kleidungsstück. Da der Schweif nachwächst, werden diese Tiere von den Schmuckhändlern gezüchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Horud&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bis auf Hals und Kopf dem irdischen [[Löwen]] ähnliche Horud wird von den Saturnusbewohnern zahm gehalten und zur Jagd auf kleinere, teilweise sehr schädliche Tiere verwendet. Außerdem ist er in der Lage, Äste abzubeißen und zu verkleinern, die er sogar zu den Wohnungen der Menschen trägt und zu Feuerholz verkleinert. Dieses Tier wird zu allerei Arbeiten des Zerbeißens und Tragens verwendet; allerdings muss es jung gefangen und entsprechend abgerichtet werden, denn mit den alten Tieren ist nichts zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|26.3}}; {{L|SA|26.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nützlichste zahme Tier ist die &amp;quot;Buka&amp;quot; genannte [[Kuh]] der Saturnusbewohner. Sie ist riesenhaft groß und ganz zahm, verzehrt sehr wenig Futter, trinkt aber desto mehr Wasser. Die Buka gibt eine sehr wohlschmeckende [[Milch]], die vorzüglichste Nahrungsquelle der Saturnusbewohner. Sie sieht einer Auerkuh ähnlich, wobei das weibliche Tier bedeutend kleiner als das männliche ist. Ihr Leib befindet sich auf vier verhältnismäßig festen Füßen, die aber im Verhältnis zum Leib kürzer sind als jene der irdischen Kuh. Da die Kuh so groß ist, wird sie auch nicht entsprechend der irdischen Kühe gemolken, sondern sie gibt ihre Milch freiwillig. Sie wird auch nicht in einem Stall gehalten, sondern in einem Garten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|30.3-9}}; {{L|SA|30.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blaue Ziege&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Blaue Ziege&amp;quot; ist vor allem für die weniger bemittelten Menschen des Saturnus ein nützliches und unentbehrliches Tier, insbesondere bei den Gebirgsbewohnern, da dort die große Kuh nicht gut fortkommt, hauptsächlich wegen zu wenig Wasser. Sie sieht nicht der irdischen [[Ziege]], sondern mehr dem [[Elch]] ähnlich und die Saturnusbewohner verwenden ihre gehaltvolle Milch und ihre feine und reichliche Wolle. Die Blaue Ziege wird bei guter Behandlung so treu und zahm, wie ein treuer Hund, der einem überall hin nachläuft. Sie braucht keinen Stall und kein Mensch eignet sie sich an, sondern wenn so ein Tier mit einem vollen Euter zur Wohnung der Menschen kommt, dann wird es gemolken. Diese Ziegen sind so zahm, gutmütig und anhänglich, dass sie zur rechten Zeit immer von selbst kommen; sie versorgen sich dennoch selbst und bedürfen auch keiner Wächter oder Wärter. Die Menschen halten für dieses Tier eine Art Ziegendankfest ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.1-4}}; {{L|SA|31.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Fur&amp;quot; oder &amp;quot;Der treue Hausknecht&amp;quot; ist dem irdischen [[Orang-Utan]] ähnlich, sieht jedoch menschenähnlicher aus, ist zahm und derart gelehrig, dass es sich in kurzer Zeit zu allerlei Diensten abrichten lässt. Es bestellt den Acker, trägt Wasser, sammelt Holz, reinigt die Felder, jagt schädliche Wildtiere und bewacht in der Nacht das ganze Hauswesen. Das Fur verlangt dafür nichts weiter als eine gute Behandlung und manchmal eine Frucht aus der Hand eines Menschen. Durch rohe Behandlung wird es untreu und verlässt das Haus für immer. Es verspeist Früchte von Bäumen und Sträuchern, die von den Menschen nur selten und von den bemittelteren gar nicht genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.2-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnushund&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dem irdischen [[Hund|Haushund]] ähnliche Saturnushund wird wegen seiner Stärke und Gewandtheit als wie ein irdisches [[Pferd]] gebraucht. Nur auf ihm geritten wird nicht, da Saturnusmenschen es unter ihrer Würde halten, ein Tier zu besteigen und sie zudem mit den eigenen Füßen am schnellsten vorankommen. Von diesem Tier gibt es viele verschiedene Rassen, die aber überall zum selben Zweck verwendet werden. Wie die irdischen Hunde bewachen sie auch das Haus, nur ist ihre Stimme kein Bellen, sondern ein donnerartiges Knurren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überaus schön gebildeten Saturnusmenschen sind entsprechend ihrem Planeten wesentlich größer als irdische Menschen, wobei die [[Frau]]en durch die Rundungen und Weichheit ihrer Form über alle irdischen Begriffe wahrhaft schön, jedoch um fast ein Drittel kleiner und schwächer als die [[Mann|Männer]] sind. Die Frau ist 80-90 Fuß groß (ca. 24-27 Meter), der Mann 95-135 Fuß (ca. 28-40 Meter). Die sehr feine und zarte Haut der Frauen ist weiß wie Schnee, der von der Sonne beschienen wird. Nur stellenweise sticht ein blasses Rot hervor. Finger und Fußnägel sind als ob ein poliertes Gold mit Karminrot sanft überstrichen sei und regenbogenfarbig wo die Nägel über das Fleisch hinauswachsen. Die Augen sind zumeist ausgezeichnet groß, die Pupille blendend schwarz, die Regenbogenhaut vollkommen himmelblau, der übrige Augapfel stark weiß. Die Augenbrauen sind stark und von dunkelgoldblonder Farbe, die Kopfhaare sind überaus weich und reichen nicht selten bis über das Knie und haben dieselbe Farbe wie die Augenbrauen. Die Männer sind ein vollkommenes Ebenbild nach [[Christus]], d.h. sie sind ein Herr der Natur ihres Planeten. Sie sehen aus wie ein vollkommener Jüngling auf Erden, bei dem die Muskeln noch nicht so sehr getrennt erscheinen, sondern noch im lebhaften Zusammenhang stehen. Ihre Haut ist jedoch viel feiner als die eines irdischen Jünglings. Sie tragen einen verhältnismäßig großen Kinnbart und haben bis auf den Leib herabhängendes, gelocktes, zumeist lichtblondes Kopfhaar, das nicht selten blendend weiß ist und nur manchmal in den Ebenen etwas ins Braunrötliche übergeht. Bart und Augenbrauen sind stets etwas dunkler als die Kopfhaare. Ihr Körper ist wohlproportioniert; Wangen, Brut und Arme sind etwas lebhafter gerötet als bei der Frau. Die Saturnusmenschen haben sehr scharfe [[Auge]]n, die gleich einem [[Adler]] ihre stärksten Sinne sind. Ihre Geschlechtsorgane sind verhältnismäßig klein und weniger eigenartig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.3-5}}; {{L|SA|38.8}}; {{L|SA|38.20-27}}; {{L|SA|5.14}}; {{L|SA|9.19}}; {{L|SA|32.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner waschen sich liebend gern, bis zu sieben Mal am Tag, weil sie großen Wert auf Reinlichkeit legen, außerdem haben sie Spaß am Schwimmen und sind überhaupt große Künstler auf dem Wasser, auf dessen Oberfläche sie nicht nur schwimmen, sondern auch gehen können. Obwohl sie zum Saturnuswasser um 40 Prozent leichter sind als die Menschen im Verhältnis zum irdischen Wasser, können sie auch tauchen, aber nicht besser als die irdischen Gänse. Sie können sich auch in der Luft frei erhalten und daher ohne Schaden aus der größten Höhe springen, was sie aber nicht allzu gerne tun, da ihnen nach solchen Luftreisen gewöhnlich unbehaglich schwindlig wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geschicktesten Flieger sind junge Mädchen, die sich leichter in der freien Luft erhalten als die Männer. Um einen bestimmten, sehr prachtvollen großen [[Schmetterling]] zu fangen, bedienen sie sich nicht selten eines künstlichen Flügelpaares. Es gibt fast keinen Planeten, wo das weibliche Geschlecht noch mehr auf ein zierliches Gewand hält, als auf dem Saturnus. Dem Herrn allerdings gefällt solche [[Eitelkeit]] so wenig wie auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|18.7}}; {{L|SA|18.12}}; {{L|SA|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner haben keine bzw. nur sehr dürftige Musikinstrumente, sind aber vortreffliche Sänger, wobei die Frauen gewöhnlich die Melodien, die Männer die Akkorde singen. Die Sänger können sich mit einem glücklich erfundenen Akkord oft tagelang unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|11.7}}; {{L|SA|20.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bestimmte Wasservögel auf dem Saturnus jedoch so außerordentlich schön singen, sind die Saturnusbewohner auf ihren eigenen Gesang verlegen und singen wenig und auch gar nicht, obwohl sie große Freunde der [[Musik]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|21.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abstammung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie auch auf der Erde stammen alle Menschen des Saturnus nur von einem Menschenpaar ab, jedoch ist die Geschichte der Saturnusmenschen mehr als eine Million Erdjahre älter als die der Erdmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung und Bekleidung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen sind um [[Lebensunterhalt]] und [[Kleidung]] wenig besorgt. Im Wissen um ihr [[Leben nach dem Tod|Fortleben nach dem Tod]] schätzen sie ihre Leiber nicht hoch ein und sorgen nur soweit dafür, wie es des Lebens wegen geschehen muss. Sie ernähren sich von Früchten und Gemüsearten, die ihre Erde hervorbringt, legen Äcker an und sähen dort allerlei Früchte. Sähen müssen sie gewöhnlich nur alle zehn Jahre und bei besonders gutem Boden sogar nur einmal, da die Wurzeln sämtlicher Saturnuspflanzen nicht leicht absterben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.15}}; {{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kochen, sieden und braten einige Speisen auf einfache Art, ernähren sich ansonsten aber von Rohkost und Milch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|30.12}}; {{L|SA|33.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fleisch essen sie fast gar keines.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Menschen in den Tiefen weniger gesund ernähren als jene auf den Höhen, werden sie auch bei weitem nicht so alt wie diese.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kleiden sich leicht, weil sie mit einer dicken [[Haut]] oder Hülle umgeben sind, welche die [[Kälte]] abhält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fortpflanzung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem [[Zeugung]]sakt stellen sich die Ehegatten (Saturnusmenschen leben monogam) dem Ältesten vor. Dieser segnet den Mann dann im Namen des Großen Geistes (Gott), worauf die Gatten niederfallen und den Großen Geist um die Erweckung einer lebendigen Frucht bitten. Danach nimmt der Mann die Frau auf seinen Arm, drückt sie an sein Herz und gibt ihr einen Kuss auf die Stirn, einen auf den Mund und einen auf die Brust. Er legt seine rechte Hand über ihren Bauch und fixiert sie mit seinem [[Wille]]n. Das ist der ganze Vorgang der Zeugung, wobei beide eine wahrhaft himmlisch reine Liebe empfinden, die sie begeistert und auf lange Zeit überfröhlich macht. Die beiden Gatten fallen wieder zur Erde, danken dem Großen Geist für die Zeugung und bitten Ihn zugleich um den Segen für das Gedeihen der Frucht. Darauf begeben sie sich wieder zum Ältesten, wo die Frau zuerst von diesem gesegnet wird und danach von ihrem eigenen Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schwangerschaft]] dauert nur ein Vierteljahr und wird lediglich an der lebhafteren Färbung der Brust einer Frau bemerkt. Die [[Geburt]] geschieht ohne Schmerzen. Die Neugeborenen sind verhältnismäßig sehr klein, wachsen aber außerordentlich schnell. Die Kinder sind in den ersten Jahren so leicht, dass sie wie Flaum in der Luft schweben können, und werden erst schwerer, wenn sie der Brust entwöhnt und festere Nahrung zu sich nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.17-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wohnung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Banyan.jpg|thumb|Banyanbaum]] Die Saturnusbewohner leben vorzüglich mitsamt Familie unter den vielen Ästen und Stämmen von [[Banyanbaum]]-ähnlichen Bäumen, die so groß werden, dass unter einem solchen Baum eine Sippe von nicht selten zehn- bis zwanzigtausend Mitgliedern lebt. [[Stadt|Städte]] und [[Festung]]en wie auf der Erde gibt es nicht, aber die Bewohner verstehen es, ihren Wandbaum so zierlich und kunstvoll anzubauen, dass ein solcher Wohnort viel schöner aussieht, als die größte irdische Stadt. In so einer Baumstadt leben nur lauter Blutsverwandte. Die einzelnen Äste und Nebenstämme werden von dem Hauptstammvater jeder Familie als Eigentum zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.1-2}}; {{L|SA|10.6}}; {{L|SA|33.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Saturnusmann hat sein Leben lang mit seiner Frau selten mehr als vier Nachkommen, weswegen der Saturnus im Verhältnis zur Erde viel weniger dicht bevölkert ist. Die Wohnungen der Saturnusmenschen sind zumeist weit voneinander entfernt; es gibt genug Platz und Grenzstreitigkeiten sind so gut wie ganz unbekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.4}}; {{L|SA|33.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Höhen sind die Wohnungen nicht so nahe beieinander wie in den Ebenen und eine ganze Familie besteht gewöhnlich nur aus den Eltern und ihren Kindern. Die Groß- und Ureltern leben gewöhnlich für sich mit einigen Dienst- oder Hilfsgenossen. Außerdem wohnen diese Menschen selten auf (bzw. unter) Wohnbäumen, sondern in pyramidenförmigen Zelten aus Laub und Holz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen leben gerne in der Nähe von Wasser, weil das stille Saturnuswasser nachts herrlich schimmert, für ein mildes Klima sorgt, ihre Hauskuh viel davon benötigt und sie die Schifffahrt der Gesundheit und des Vergnügens wegen lieben und natürlich um benachbarte Inseln zu besuchen. Obwohl sie über das Wasser gehen können, bedürfen sie der Schiffe, um Lasten zu transportieren und schneller voranzukommen, denn Wassergehen bedarf viel Übung, mehr noch als auf Erden das Eislaufen. Ihre Schiffe bewegen sie durch [[Wille]]nskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.5}}; {{L|SA|10.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Meeresufer sind bis auf vierzig Meilen nach Erdenmaß landeinwärts unbewohnt, da dieses Gebiet den [[Gezeiten]] unterworfen ist und periodisch überflutet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptwohnbaum haben die Saturnusmenschen auch noch eine Menge unterschiedlich gebauter Wohnhäuser, die sie zur kühlen Schattenzeit bewohnen und als Vorratskammern verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gesellschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner leben abgesondert in [[Familie]]n. Wenn Mann und Frau eine Ehe schließen, sondern sie sich vom elterlichen Haus ab und kümmern sich nicht weiter darum, weshalb die Geister des Saturn in Paaren erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsform der Saturnusbewohner ist [[Patriarchat|patriarchalischer Art]]. Die ganze Familie versammelt sich alle Tage bei Sonnenuntergang um den Stuhl ihres Ältesten und vernimmt von ihm den Willen des Großen Geistes für die Nacht und den nächsten Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kein Glied einer allgemeinen Familie darf ohne den ihm vom Ältesten bekanntgegebenen Willen des Großen Geistes etwas tun und tut das auch nicht. Wenn jemand den Willen des Großen Geistes durch den Ältesten erfahren hat, dann darf er nicht eher handeln, als bis er dem Großen Geist für die Bekanntgebung Seines Willens - welcher der Wille Gottes ist - innig gedankt hat und um gutes Gelingen gebeten hat. Dies ist der Hauptgrundsatz der ganzen politischen Verfassung der Saturnusmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|35.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehr eitlen Patriarchen der Ebenen werden vom Großen Geist und den Engelsgeistern bedeutend weniger angesehen als die besseren Patriarchen der Berge, und daher sind die Ebenenbewohner viel weltlicher gesinnt als die auf den geheiligten Bergen. Die Ebenenbewohner sind sich wohl gute Geschwister, halten sich aber für weise und viel aufgeklärter und gescheiter als die Bergbewohner. Jedoch wenn es ihnen dann vor lauter Weisheit schlecht zu gehen anfängt, machen sie wallfahrtartige Ausflüge auf die Berge, wo sie dann eines anderen belehrt werden. Je nach Umständen können aber auch die Ebenen völlig den Höhen gleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.9}}; {{L|SA|47.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich nicht an diese einfache Verfassung hält, und aus Eigennutz handelt, der wird ermahnt, und wenn er nicht hört, dann gibt es keine Gefangennahme oder Züchtigung, sondern der Große Geist wird vom Ältesten ersucht, was zu tun ist. Dies kann zu einer Festnahme und Belehrung führen, wonach aber wieder die Freilassung folgt und so sich der Eigensüchtler auch dann nicht bekehrt, dann wird er vom Großen Geist mit einer Strafe heimgesucht. Wer sich jedoch bessert, dem wird vergeben und er wird gesegnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|35.11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kennen keine Grenzen, sondern wo jemand hinkommt, da ist er auch so gut wie vollkommen auf seinem Eigentum zu Hause und jeder kann frei den ganzen Weltkörper bereisen. Dies trifft namentlich auf die Gebirgsbewohner zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.35}}; {{L|SA|35.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Recht der [[Freund]]schaft verweigert ein Saturnusmensch dem anderen nie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschen nennen sich über die Kontinente hinweg &amp;quot;Bruder im Großen Geist&amp;quot;, helfen sich gegenseitig und nehmen Rücksicht aufeinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.41-43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus üben die Frauen häufig die [[Jurisdiktion]] aus, denn das männliche Geschlecht ist ähnlich dem der Erde äußerst verliebt und daher zu nachgiebig und lässt sich vor lauter [[Liebe]] von den Frauen beliebig an der Nase herumführen. Allerdings sind die Saturnusfrauen sehr viel züchtiger und häuslicher als die irdischen Frauen, was aber eben auch dazu beiträgt, dass ihnen die Männer höchst zugeneigt sind und ihnen gerne so manche auszeichnenden Vorrechte einräumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.11}}; {{L|SA|47.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachfolge der Ältesten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Ältester gestorben ist, dann tritt der Nachälteste als sein Nachfolger in seine Ordnung. Er fordert alle Familienmitglieder auf, sich auf die Erde niederzulegen und dem Großen Geist zu danken, dass Er dem Patriarchen solch große [[Gnade]] erwiesen und ihn ins [[ewiges Leben|ewige Leben]] berufen habe. Darauf müssen sie den Großen Geist bitten, dass Er es gnädigst gestatten möchte, dass der Geist des Verstorbenen dem nun neuen Ältesten bald erscheinen und ihn in das [[Heiligtum]] des [[Tempel]]s führen möchte um ihn dort zu segnen. Dies geschieht dann stets sichtbar für die ganze Familie. Der Geist stellt vor dem Volk den neuen Ältesten auf den Predigtaltar, segnet ihn und zeigt der [[Familie]] an, dass es dem Großen Geist wohlgefällig ist, dass dieser das heilige Amt übernommen hat, weswegen sie ihm auch in allem zu folgen und jedes seiner Worte zu beachten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Manufakturen und Gewerbe gleichen sich auf den Höhen und Tiefen, bis auf das Luxusgewerbe, das nur in den Tiefen stattfindet, denn auf den Höhen wird sogar die Färbung eines Fadens oft sündhaft angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metallverarbeitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzeugung der notwendigen metallenen Handwerkszeuge gehört zur ordnungsgemäßen Verfassung der Saturnusmenschen. Das Rohmaterial für die Werkzeuge und Geräte wird in Fabriken hergestellt, die ein dem irdischen [[Eisen]] ähnliches [[Metall]] verarbeiten. Die Arbeiter in diesen Fabriken stellen die benachbarten Familien. Diese übergeben dann ihren Lohn - der gerechte Anteil an den Erzeugnissen - dem allgemeinen Familienbesitz, wo dann der Älteste entscheidet, was für Werkzeuge daraus gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder Mann muss jedes erforderliche Handwerk können, damit kein Standesunterschied entstehen kann. Es kann auch jeder ein Ältester werden, insofern die Reihe an ihn kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So gibt es keinen unnötigen Handel und keinen Überfluss, dem man an die Nachbarn verkaufen oder vertauschen möchte, sondern alle Produkte richten sich nach dem täglichen Bedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weberei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weberei liegt allein nur in den Händen der Frauen, wobei diese aber keine Webstühle verwenden, sondern Stricknadeln. Die verwendete pflanzliche und tierische Wolle wird (bei den Höhenbewohnern) auch nicht gefärbt, da solches als [[Eitelkeit]] abgelehnt wird: Alle sind gleiche Brüder und Schwestern im Großen Geist und sollen sich daher nicht in der Farbe des Gewandes unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|37.2-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer zu wenig Kleider hat, dem werden solche sofort verschafft; wer dies versäumt, obwohl er vorrätige Kleider hat, der wird auf ein bis drei Saturnusjahre verbannt, damit er in der [[Einsamkeit]] lernt, wie weh es tut, nackt herumirren zu müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|37.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Handel]] auf dem Saturnus besteht nur in Tauschhandel und kommt ohne Entgeltung aus. Es gibt keine Börsen, Banken, Kaufläden, Wirtschaften, Geldwechsler, Zollämter, Steuereintreiber und Warenbeschauer. Auch der Wucher (Zinswirtschaft, bzw. zu viel bezahlen) ist völlig unbekannt. Ebenso bedarf es keiner Messinstrumente, denn der alleinige [[Wille Gottes]] und der Bedarf des [[Mitmensch]]en ist das untrüglichste Maß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.3}}; {{L|SA|36.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiges Leben ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner können öfters in ihrem Leben mit [[Gott]] und den [[Engel]]n des [[Himmel]]s persönlichen Umgang pflegen. Dadurch gewinnen sie in Kürze mehr [[Weisheit]] und [[Erkenntnis]], als die Erdmenschen durch die überdummen Hochgelehrtheits- und Fortbildungsproduktionen, besonders im Gebiet der so hoch berühmten [[Philosophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem die Höhenbewohner stehen fast ununterbrochen im Verband mit den Geistern ihres Himmels. Auf die Bitte eines solchen Ältesten geschieht es auch stets, dass ein leuchtender Geist in menschlicher Gestalt zu ihm kommt und ihm kundgibt, wie sich das Volk zu verhalten habe, damit es dem Großen Geist (Gott) wohlgefällig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.8}}; {{L|SA|34.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt kaum einen Familienältesten, der nicht wenigstens einmal den Großen Geist gesehen hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Berge sind die geistig besser erleuchteten Menschen und üben eine brüderliche Führer- und Lehrerschaft aus, wenn sie von den Bewohnern der Täler aufgesucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.1-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt manchmal [[Heiden]], die trotz aller Mühe der Bergbewohner nicht von ihrem [[Irrtum]] lassen. Diese verfallen dann einem zuerst drohenden, und wenn auch das nichts hilft, schmerzlich strafenden [[Engel]]sgeist, der in außerordentlichen Fällen auch mit der körperlichen Vernichtung bestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gotteserkenntnis =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen kennen Gott nicht anders als einen vollkommenen Menschen, dessen unendliche Macht in Seinem Willen liegt und mit der unbegreiflichen Kraft Seiner Weisheit alle Dinge erschafft und leitet. Durch diesen richtigen Begriff von Gott erkennen sie desto leichter, dass sie im Geiste ewig bleibende Ebenbilder Dessen sind, der sie nach Sich gebildet und erschaffen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.2-4}}; {{L|SA|44.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten kommen gelehrt sein wollende [[Geister]] von der Erde zu den Saturnusbewohnern und werden von diesen ausgelacht und müssen sich ihren außerordentlich schlechten [[Glaube]]n vorhalten lassen, durch den sie nicht einmal wissen, dass der Herr als Schöpfer des Himmels und aller Weltkörper vollkommen ein Mensch ist. Darauf werden die aufgeblasenen Geister der Erde zornig und wollen sich rächen und den Saturnusbewohnern mit [[Gewalt]] einen anderen Glauben beibringen. Dann zeigen sich die Saturnusbewohner jedoch so überaus [[Demut|demütig]], aber doch völlig fest im Glauben, dass den Geistern ganz ekel zumute wird und sie es in der Sphäre der Saturnusbewohner nicht mehr aushalten können, was den Saturnusbewohnern ein Zeichen ist, dass sich solche ungebetene Gäste bald freiwillig entfernen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.12}}; {{L|SA|10.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner lieben den Großen Geist, aber ihre [[Gottesliebe|Liebe]] besteht mehr in einer übergroßen [[Ehrfurcht]] als in dem Bestreben, dem Großen Geist stets näher zu kommen und endlich vollkommen eins mit Ihm zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner werden von den Geistern unterrichtet, dass der Große Geist auf einem kleinen Weltkörper nahe der Sonne (der Erde) Mensch geworden ist und Fleisch und Blut getragen hat und von den Menschen dort verkannt und getötet wurde. Es ist ihnen kaum begreiflich, wie es möglich war, dass Ihn diese Menschen nicht erkannt haben, daher fragen sie die zu ihnen kommenden Geister auch emsig aus, was diese Menschen jetzt machen und ob sie den Großen Geist noch nicht erkannt haben. Zumeist erhalten sie verneinende Antworten, werden darauf traurig und beten in ihren Tempeln, dass die Erdmenschen den Herrn erkennen möchten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liebe des Großen Geistes, und dass Er von den Erdbewohnern Vater benannt und gerufen wird, ist für die Saturnusbewohner etwas so unnennbar Heiliges, dass sie darob stets in einen Fieberschauer verfallen, besonders wenn sie der Älteste noch dazu an die Undankbarkeit der Erdlinge erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Saturnus Bewohner, die das große nächtliche Licht, das vom Saturnusring und den Saturnusmonden kommt, den Herrn nennen. Diese werden aber von den übrigen abgesondert und nicht von ihnen geduldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|100}}; {{L|SA|47.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tempelbau =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner bauen sich Tempel aus lebendigen Pflanzen, d.h. sie pflanzen ihn an, indem sie die edelsten und schönsten Bäume sähen. Dort darf nur dem Großen Gott allein ein [[Opfer]] dargebracht werden. Wo und wie der Tempel erbaut wird, zeigt ihnen der Große Geist (Gott).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.17-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kraft ihres Willens, den sie mit dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] vereinen, vermögen sie es, den Boden derart zu kräftigen, dass ein solcher Tempel innerhalb eines Tages schon in größter Pracht vollendet dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.27-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gedeihen des Tempels zeigt ihnen an, ob ein neu eingenommener Besitz rechtmäßig ist; d.h. wenn ein Tempel einmal dasteht, dann hat ein etwaiger früherer Besitzer alles Recht verloren, denn das größte Gesetz der Saturnusmenschen lautet: Was der Große Geist jemandem gegeben hat, das gehört vollkommen dem, der es von Ihm empfangen hat. Kein Wesen des Himmels, kein Geist des Lichtes und keine Kreatur der Welt hat da mehr das Recht, ihm die Gabe streitig zu machen und wer das täte, der soll hinausgetrieben werden in das ewige Eis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.31-33}}; {{L|SA|34.37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tempel der Bewohner der Ebenen sind manchmal bei weitem kleiner und nicht so erhaben prachtvoll wie die auf den Höhen. Auch hat in der Tiefe nicht jedes einzelne Wohnhaus einen Tempel, sondern mehrere Familien haben da nur einen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Religion =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Saturnusbewohner ist mehr innerlich und geistig und hat nur sehr wenig [[Zeremonie]]ngepräge. Das Zeremonielle besteht in einem lebendigen Tempel, in dem in allen wichtigen Angelegenheiten dem Großen Geist [[Dank]] und [[Bitte]] dargebracht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch den Saturnusbewohnern gelten die [[Zahl]]en [[sieben]], einundzwanzig und alle Zahlen, die mit sieben ohne Rest teilbar sind, für geheiligte Zahlen. Daher ist auch bei ihnen der siebente Tag ein Feiertag, an dem unter Anleitung des Ältesten eine religiöse Zeremonie im Tempel stattfindet, wobei dem Großen Geist schon vor Sonnenaufgang Lob und Dank dargebracht wird. Bei Sonnenaufgang begibt sich alles aus dem Tempel und erfreut sich des anbrechenden Tages, danach geht man wieder in den Tempel. Wenn jemand ein neugeborenes Kind hat, muss es an die Grenze des Tempelheiligtums gebracht werden, wo ihm der Älteste die Hände auflegt und es im Namen des Großen Geistes segnet. Danach folgt das Morgenmahl im Tempel, wobei die Menschen das Essen selbst reichlich mitgenommen haben. Vor und nach dem Essen wird dem Großen Geist allzeit gedankt. Danach besteigt der Älteste den Predigeraltar und hält eine Rede, die ihm von dem ihm stets beistehenden Geist in den Mund gelegt wird. Wenn der Älteste von der Beschaffenheit der Welt spricht, versetzt er seine Zuhörer - bald mehrere, bald wenigere - in die innere Anschauung, wodurch sie dann alles sehen können, als wären sie leibhaftig gegenwärtig. Daher sind die Saturnusbewohner, vor allem die der Berge, überaus weise und haben viele Kenntnisse. Sie kennen nicht nur ihre Welt sehr genau, sondern auch andere Welten und ihnen ist auch keine [[Sprache]] fremd, weswegen sie auch die Geister von welchem Weltkörper auch immer, augenblicklich verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Gottesdienst]] sind die Saturnusbewohner äußerst demütig, denn während des Gottesdienstes achten sie sich selbst gering. Sie verehren [[Gott]] und erkennen Ihn als den alleinigen Gott an. Nach der Predigt folgt ein Spaziergang bis Mittag, wo dann zum Tempel zurückgekehrt und in den Vorhöfen das Mittagsmahl eingenommen wird. Danach bleibt man dort und manchmal gesellen sich sogar Geister und Engel zu der Gemeinschaft und besprechen mit jedermann verschiedenes, was den Herrn betrifft. Zuweilen erscheint sogar der Herr Selbst, zumeist in der Gestalt eines Engels, und somit als Mensch, wobei sogar dem Ältesten Seine wahre Identität solange verborgen bleibt, bis Er Sich zu erkennen gibt, bevor Er wieder verschwindet. Dann leuchtet das Göttliche aus Seinem Angesicht und erregt das Gemüt. Die Saturnusbewohner würden einen längeren, erkannten Aufenthalt des Herrn nicht ertragen, weil ihre [[Achtung]] vor Ihm so übergroß ist. Bei Sonnenuntergang geht man wieder in den Tempel und lobpreist und lobsingt dem Großen Geist, worauf die Segnung durch den Ältesten folgt. Die Zeremonie des Feiertages ist damit zu Ende und alles geht dankbar und fröhlich nach Hause.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|43.2-10}}; {{S|EW|98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen werden zuerst durch äußere Belehrung über das Wesen des Großen Geistes unterrichtet. Dann werden sie hingeleitet zur Erkenntnis Seines Willens und sodann zur Ausübung des erkannten Willens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eigentliche geistige Religionskultus ist daher die [[geistige Wiedergeburt|Wiedergeburt des Geistes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bewohner zu reiferen Jahren gelangen, sprechen sie auch mit Geistern. Von ihnen werden sie dann über den Herrn belehrt und wie er zu verehren sei und wie man leben müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sittliches Leben =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Saturnusbewohner darf zufolge seiner leiblichen [[Schönheit]] und Größe oder sonst auf irgendeine Weise groß von sich reden. Das wird schon den Kindern eingeprägt, daher getraut sich auch kein Patriarch oder Ältester irgendetwas Großes von sich zu denken. Die Geister der Verstorbenen fördern dies, indem sie einem von einer Eitelkeit gefährdeten ein scheußlich verzerrtes Gesichtgrinsen zeigen. Da vergeht so jemand seine Eitelkeit schnell, weil die Saturnusbewohner wissen sehr gut, dass es die Geister ernst meinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hauptlehre besteht darin, nicht auf den [[Leib]] zu halten, da er sterblich ist, wohl aber alles auf den [[Geist]], der unsterblich ist. Daher scheut der Saturnusbewohner alles Tote, mag in keinen toten Häusern wohnen und noch weniger darf etwas Totes in einem Gott geweihten Tempel vorkommen. Rein muss aber dennoch alles gehalten werden, vor allem der Leib, da er eine Wohnung des unsterblichen Geistes ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ehe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mann ist streng verpflichtet, sich eine Frau nach seiner Wahl und seinem Gefallen zu nehmen, wenn er das gerechte Alter von dreißig bis vierzig Jahren erreicht hat. Seine Wahl darf er aber nur dem Ältesten kundtun, der dann die Eltern der Braut ruft und sie über die Not und den Willen des Bräutigams unterrichtet. Diese Kundgebung wird dann als der Wille des Großen Geistes angesehen, weswegen ein Brautwerber auch nie abgelehnt wird. Die Eheleute werden dann im Tempel vor dem Heiligtum vom Ältesten getraut, der die rechte Hand der Braut in die rechte Hand des Bräutigams legt und die ehelichen Pflichten vorstellt. Nach der [[Zeremonie]] tritt der Älteste zur Seite, der Geist (des Lichtes) enthüllt sein Angesicht, segnet das Brautpaar, geht auf sie zu und trennt ihre Hände auseinander. Dies bedeutet: Nur der Tod, die Scheidung des Geistes vom Leib, vermag das Ehepaar zu scheiden. Darauf verschwindet der Geist und die Ehe ist geschlossen. Es folgt ein allgemeines Familienmahl unter Lobpreisung des Großen Geistes. Am nächsten Tag wird den Vermählten freigestellt, ob sie bei der allgemeinen Familie bleiben wollen, wonach ihnen eine Wohnung inklusive neuer Küche und Vorratskammer eingerichtet wird, oder sie sich irgendwo anders eine Wohnung aufsuchen und errichten wollen, wohin sie auch ihre Eltern und sonstige sehr nahe Verwandte mitnehmen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.23-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es bei einer Familie mehr Männer als Frauen gibt, dann können sich die überzähligen Männer eine Frau bei einer anderen Familie suchen. Der Mann kann dann dort bleiben, wo er seine Frau gefunden hat, aber auch mit seiner Frau in die Heimat zurückziehen, jedoch mit der Verpflichtung, alle drei Jahre das Stammhaus der Frau zu besuchen, so lange ihre Eltern leben. Gibt es mehr Frauen als Männer, dann werden ein oder mehrere Boten zu den Nachbarfamilien gesendet, wo dann gewöhnlich ein oder mehrere Brautwerber zusammenkommen. Der Älteste ruft dann den Großen Geist an, der ihm anzeigen soll, welcher der Würdigste sei, was auch augenblicklich geschieht. Sind weniger Brautwerber als heiratsfähige Frauen da, zeigt der Große Geist die Braut an, welche dem Mann am würdigsten ist. Bei gleicher Anzahl steht jedem Werber das Wahlrecht zu. Er gibt dann dem Ältesten seine Wahl kund und dieser berät sich mit dem gerufenen Geist darüber, ob die Wahl gerecht und dem Großen Geist wohlgefällig sei. Wird die Wahl nicht gebilligt, dann wird vom Geist die rechte Wahl angezeigt, in welche die Brautleute mit großer Dankbarkeit einwilligen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.22-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Totenbestattung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Leiche]]n werden nicht begraben oder verbrannt, sondern zu einem [[Pyramidenbaum]]wald gebracht. Dort werden sie mit dem Gesicht zur Erde gewendet auf den Boden gelegt und mit den Ästen dieses Baumes zugedeckt. Die Frauen werden knapp am Stamm, bei den Füßen zusammengebunden, an einen Ast gehängt, so dass der Kopf beinahe den Boden berührt. Da die Leiber der Saturnusmenschen ätherischer und leichter sind als die Schlangenleiber der Erdmenschen, verflüchtigen sie sich in kurzer Zeit nach dem Hinscheiden und verbreiten dabei keinen Höllengestank, sondern einen sehr angenehmen Geruch. Der Leichnam einer Frau verflüchtigt sich noch viel schneller als der des Mannes; bei günstigen Verhältnissen ist schon am zehnten Tag nicht einmal mehr eine Spur von einem [[Knochen]] zu finden. Diese schnelle Verwesung wird auch durch den Nadelbaum bewerkstelligt, der dem Leichnam alle [[Elektrizität]] raubt, wodurch der naturmäßige Körper vergeht, als wäre er vom [[Feuer]] verzehrt worden. Getrauert wird nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.11}}; {{L|SA|40.13}}; {{L|SA|40.19-20}}; {{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Art Heiden, die den lichten Saturnusring für eine Gottheit halten, laden ihre Verstorbenen auf Schiffe, fahren damit aufs Meer und werfen sie ohne weitere Zeremonie ins Wasser, wo sie sogleich aufgefressen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urgrundgeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubenssaturn.jpg|thumb|Saturn verschlingt seinen Sohn (Rubens)]]Die [[Urgrundgeist]]er des Saturnus sind von höchst zerstörungslustiger Beschaffenheit, weswegen so manche alte [[Seher]] der [[Erde]] von diesem Planeten aussagten, er verzehre seine eigenen Kinder. Daher müssen diese Urgrundgeister zuvor durch die [[Friedensgeist]]er, welche keine Urgrundgeister mehr sind, um so tüchtiger vorbereitet werden, bevor sie in ein absolutes, freies Leben übertreten (d.h. Menschen werden) können, ansonsten wäre keine [[Sonne]] und kein [[Planet]] im ganzen [[All]] vor ihrer Zerstörungslust sicher. Das ist auch der Grund, weswegen der Saturnus so weit von der Sonne entfernt ist (die Sonnenstrahlung befreit die Urgrundgeister) und der Saturnus einen Ring hat, der einen die Hitze mildernden Schatten auf den Planeten wirft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.11-12}}; {{L|SA|49.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner müssen daher stets in der größten [[Achtung]] und in dem pünktlichsten [[Gehorsam]] vor dem Großen Geist erhalten werden. Es wird ihnen deswegen auch von der [[Liebe]] nicht zu viel gepredigt, sondern nur so viel, dass sie dieselbe erkennen, aber dabei zu der höchsten Ehrfurcht vor derselben geleitet werden. Auch die eheliche Liebe und die [[Zeugung]] der Kinder ist so gestaltet, dass dabei das [[Gemüt]] der Menschen nie in eine heftige Regung gerät. Alles wird nur durch die größtmögliche [[Demut]] geleitet und geschlichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Saturnusmenschengeistern sind deswegen auch so große Leiber gegeben, damit sie keinen innerlichen Materiedruck erleiden, der von außen nach innen drücken und sie entzünden könnte. Durch die außerordentliche Zartheit ihrer Leiber findet der leicht erregbare Geist nichts, das ihn über seine Natur drücken und dadurch leicht zur völligen Entzündung erregen möchte. Daher hat die göttliche Wissenschaft den Saturnusring erfunden, durch den die Anziehungskraft des Planeten so sehr gemildert wird, dass diese großen Körper im Verhältnis zu ihrem Planeten beinahe ums Hundertfache leichter sind als die der Erdenmenschen im Verhältnis zur bei weitem kleineren Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|50.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geister]] der verstorbenen Saturnusmenschen halten sich hauptsächlich in den unbewohnten Schnee- und Eisregionen des Planeten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort gibt es für die Friedensgeister viel zu tun, weil sie durch jenen Akt, der als natürliche [[Kälte]] in die Erscheinlichkeit tritt, die Feuergeister (Urgrundgeister) zur Ruhe bringen und ihre übermäßige Zerstörungslust dämpfen. Je kälter es wird, desto intensiver werden die Unholde gefangengenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturngeister sind rechtschaffenen und bescheidenen, und weil sie sich für [[klein]] halten, erscheinen sie sich auch klein im anderen Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Saturnus geschieht es nur äußerst selten, dass Geister verstorbener Menschen, die zu ihrer Lebenszeit sehr [[Rache|rachsüchtig]] waren, in den naturmäßigen polarischen Zustand zurückgeführt werden, was auf der Erde häufig der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner haben eine große Sehnsucht, die Erde einmal zu sehen. Auch wenn solches in leiblicher Beziehung nicht geht, so gibt es dennoch beinahe nicht einen Saturnusmenschen, der sich nicht sogleich zur Erde begeben hätte, nachdem er seine Hülle abgelegt hatte. Da ein solcher Geist das Materielle nicht leiden kann, sieht er die geistige Erde an und durch [[Entsprechungen]] von dieser aus auch die materielle. Wenn er aber die Erdmenschen erkennt, wird er ganz traurig und verlässt bald wehklagend wieder diesen Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abneigung der Saturnusbewohner des sich für groß halten geht auch für alle Zeit auf den Geist über. Daher stehen die Saturnusgeister nicht gut mit den Geistern der Erde, bei denen nichts als eine vermeintliche Größe vorherrschend ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Geistern der Saturnusbewohner ist so wie schon als Mensch keine Sprache fremd. Wenn sie mit Geistern der Erde zusammenkommen, dann verstehen sie diese augenblicklich. Umgekehrt ist dies beinahe nie der Fall. Auch sehen die Geister der Erde die des Saturnus erst, wenn diese sich ihnen zeigen wollen, was ebenfalls an der großen und wahren inneren [[Weisheit]] der Saturnusgeister liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner machen einen wichtigen Fußteil unter dem Knie des [[Schöpfungsmensch|großen Geistmenschen]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|51.11}}; {{S|EW|97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Göttlicher Mensch|Größten Menschen]] stellen Bewohner und Geister des Saturn den Mittelsinn zwischen dem geistigen und natürlichen Menschen dar, aber den Mittelsinn, der sich vom natürlichen ab- und dem geistigen zuwendet. Daher kommt es, dass jene Geister zum Himmel getragen oder entrückt zu werden scheinen, bald aber wieder herabgelassen werden. Denn was dem geistigen Sinn angehört, ist im Himmel, und was dem natürlichen Sinn angehört, unterhalb des Himmels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|102}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Außerirdische]]&lt;br /&gt;
* [[Planeten]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnmond]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.naturbauten.com/bilder.htm Ein Hauch von Saturnhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saturn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Saturn&amp;diff=38849</id>
		<title>Saturn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://prophetia.org/index.php?title=Saturn&amp;diff=38849"/>
		<updated>2021-11-30T10:15:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Geisterwelt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:saturn.jpg|thumb|240px|Saturn (NASA, Cassini, 2004)]] Der &#039;&#039;&#039;Saturn&#039;&#039;&#039; (Saturnus) ist viel größer als die Erde, sieht wunderseltsam aus und ist die schönste und beste der Erden (Planeten), die um die [[Sonne]] kreisen. Er hat einen [[Saturnring|großen leuchtenden Ring]], der seiner Erde viel reflektiertes [[Licht]] spendet und [[Saturnmond|mehrere Monde]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|GEJ|3.127.14}}; {{S|EW|3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eigentliche Name des Saturnus besagt so viel wie: Erdruhe, Weltnichtstum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die planetarische Wirkung des Saturn ist leichte Erregbarkeit der Leidenschaften (siehe [[Astrologie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.122.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astronomische Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten werden in [ ] als Vergleich angegeben. Eine deutsche geographische Meile beträgt 7420 Meter. Die Differenzen könnten auf Rundungsfehler zurückgehen, oder es wird eine andere geographische Meile als die deutsche verwendet, z.B. die alte österreichische geographische Meile beträgt 7586 Meter.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Entfernung zur Sonne:&#039;&#039;&#039; zwischen 187.719.120 (1,39 Milliarden km) und 210.249.152 geographische Meilen (1,46 Milliarden km) [1,43 Milliarden km Durchschnitt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser:&#039;&#039;&#039; 17.263 geographische Meilen (128.091 km) [120.536 km (Äquator) – 108.728 km (Pol)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umfang:&#039;&#039;&#039; 54.515 geographische Meilen (404.501 km) [378.675 km]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oberfläche:&#039;&#039;&#039; 936.530.820 Quadratmeilen. (6.949.058.684 km²)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kubischer Inhalt:&#039;&#039;&#039; 2.757.547.946.775 geographische Kubikmeilen (20.461.005.765.071 km³) Im Vergleich zur Erde ist der Saturnus 1037-mal [738] größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umlaufzeit um die Sonne:&#039;&#039;&#039; 29 Jahre, 164 bis 166 Tage, 2 Stunden und 2 Sekunden. [ungefähr 29 Jahre und 166 Tage]&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.3-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der Saturnus viel größer; der äußere Ring war zuvor die Oberfläche dieses Planeten. Die nördliche und südliche Kappe ist gleich zwei Hohlschalen in den [[Weltraum]] geschleudert worden, da auf diesen beiden Teilen die arge Schlange ([[Satan]]) eine sehr böse Brut ausgesetzt hatte. Nur der heiße Mittelstrich war noch rein geblieben, weswegen er auch erhalten wurde zu einem Zeichen, dass der große Weltenbaumeister einen Weltkörper auch erhalten kann, wenn dieser nicht mehr in seiner ersten planetarischen Vollkommenheit dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gegenwärtige [[Weltkörper]] im Ring war schon vor der Abkappung vorhanden, was auch bei der Erde der Fall wäre, da auch in ihr mehrere kleinere Erden stecken, die nur durch [[Luft]], [[Wasser]] oder [[Feuer]] in Verbindung stehen. Der Planet Saturnus ist schon die dritte Kugel, da der Ring schon zwei darstellte, weswegen er auch in zwei sich nicht berührende Teile gespalten ist. Am Saturnus lässt sich die innere, mechanische Konstruktion eines Weltkörpers betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mensch]]en und [[Tiere]] auf dem Saturnus können sich längere Zeit frei in der Luft halten (schweben). Der Grund dafür ist ihre organische Beschaffenheit und die durch den Saturnusring im Verhältnis 1 zu 3/5 geteilte [[Anziehungskraft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|3.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir können die Menschen des Saturn und ihre Welt mit unseren irdischen Augen (Sinnesorganen) nicht erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.201.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Oberfläche besteht aus [[Wasser]]. Es gibt kein Festland, sondern nur zumeist unter dem Äquator abgesonderte bedeutende Inseln, die zwar größer sind als die Kontinente der Erde, aber wegen der Planetengröße nur als Inseln zu betrachten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Pol]]e sind mit ewigem Eis und Schnee bedeckt, das schon um vierzig Grad früher beginnt als auf der Erde. Was auf Erden die gemäßigte Zone ist, das ist auf dem Saturnus das Reich des Schnees, was die kalte Zone ist, das ist das Reich des ewigen Eises. Die heiße (tropische) Zone auf Erden ist dort die gemäßigte Zone, über der sich nur sehr selten [[Wolke]]n oder Nebel erheben, hingegen die anderen beiden Zonen stehen unter ewigen Nebeln und Wolken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die polaren Zonen des Saturnus sind für die Saturnusmenschen noch viel unzugänglicher als für Erdmenschen die Polargebiete der Erde und daher sehr selten oder zumeist gar nicht bewohnt. Tiere jedoch leben dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die heitere und milde Mittelzone ist bewohnbar. Dort befinden sich 77 große Inseln; das mittlere ist größer als das irdische [[Amerika]]. Jede Insel unterscheidet sich in Formation und Produkten stärker von einer anderen als das irdische Lappland von den südlichen Tropenländern. Saturnus hat um den Grad, wie er größer ist als die Erde, auch ein stärkeres Eigenlicht. Zudem hat er eine sehr weit hinausreichende Atmosphäre, welche die Sonnenstrahlen besser auf die Erdoberfläche konzentriert. Daher ist es dort nicht dunkler oder kälter, sondern die Wärme würde auf dem Äquator unerträglich sein, wenn sie nicht durch den [[Saturnusring]] gemildert würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kälte]] der Polarregionen ist viel größer als die Polarkälte auf der Erde. Beim höchsten Kältegrad wird sogar die [[Luft]] zu lauter Eisstangen, die sich meilenhoch in den [[Äther]] türmen. Durch solch heftigen Druck entzündet sich die Luft, weswegen viele Meilen weite Gegenden wie glühend erscheinen, wobei das Glühen zunimmt, bis am Ende wirklich die heftigsten [[Explosion]]en stattfinden. Dadurch nimmt die Kälte noch mehr zu, bis in der kältesten Zeit die Luft in eine ganz feste Masse übergegangen ist und keine Entzündungen mehr stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des starken Nachtlichts des Saturnusrings und wegen der [[Stern]]e, die aufgrund der viel reineren und weiteren Atmosphäre viel größer als auf der Erde erscheinen, gibt es auf dem Weltkörper keine Nacht wie auf der Erde. Die Saturnusnacht ist heller als der Tag der Erde und der Himmel von größter Herrlichkeit. Selbst am Tag kann man unter dem Schatten des Ringes die Sterne sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gebirge]] stehen eher vereinzelt und nicht in ununterbrochenen Kettenreihen und werden gegen die Mitte des Landes zunehmend höher. Ein ausgewachsener [[Pyramidenbaum]] ist nicht selten höher als bedeutend hohe Berge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.24-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind die höchsten Gebirgsspitzen, besonders zur Zeit des Ringschattens, mit Schnee und Eis bedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Saturnus gibt es kein Hochland, sondern nur Berge, mehr oder weniger breite Täler und weitgedehnte Ebenen, die alle ohne Ausnahme über den Meeresspiegel fast gleich hoch erhoben sind. Die Steigung der Länder vom Meer angefangen bis zum Mittelberg hin macht überall gleich nur tausend Klafter (1800 Meter) aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Meer]] ist überall beinahe fünfhundert Klafter (900 Meter) tief und wird nur gegen das Land regelmäßig zunehmend seichter. Das Mittelbett der Flüsse ist überall zehn Klafter (18 Meter) tief und wird gegen das Land seichter; nur an der Mündung ins Meer werden sie tiefer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zahlreichen Seen sind mehr oder weniger eiförmig und haben eine bedeutende Ausdehnung, wobei die größten etwa so groß wie das Mittelmeer sind. Sie sind höchstens vier bis sechs Klafter (ca. 7-11 Meter) tief, also sehr seicht, dennoch können sie die Schiffe der Menschen tragen. Die Seen haben nicht selten hundert Ausläufer oder breite Abströmungen in meistens gerader Richtung in verschiedene Flüsse; sie entsprechen demnach den künstlich angelegten Kanälen der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wasser dieser Seen ist kein stehendes, sondern fließt ruhig nach allen möglichen Richtungen, wobei die Fallbewegung etwas geringer ist als in den Flüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Meerwasser bildet durch die Anziehungskraft des Saturnusringes bei Flut förmliche Wasserberge, die den irdischen Wasserhosen ähnlich sind und in sehr seltenen Fällen an manchen Stellen beinahe bis an den Saturnusring hinaufreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzenwelt ist allgemein von außerordentlicher Pracht und viel üppiger, reichhaltiger und größer als die irdische. Statt [[Grün]] herrscht dort ein frisches, heiteres [[Blau]] in allen Schattierungen vor, wobei die Vegetation auch die höchsten Gebirgsspitzen erreicht. Die Pflanzenwelt des Saturnus wirkt bis auf die Erde, z.B. die Heilkraft des [[Pyramidenbaum]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|4.3}}; {{L|SA|4.6}}; {{L|SA|4.12}}; {{L|SA|7.2-5}}; {{L|SA|7.24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bäume sorgen nicht nur für Wohnung, Nahrung und Wasser von Mensch und Tier, sondern liefern auch den Stoff für Gebrauchsgegenstände - z.B. Spiegel, Gefäße, Schiffe, Segel, Wägen, Räder, Sitze, Nägel - und das Licht in der Nacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|3.12}}; {{L|SA|4.7}}; {{L|SA|4.16}}; {{L|SA|5.5}}; {{L|SA|5.10}}; {{L|SA|6.10-11}}; {{L|SA|8.8}}; {{L|SA|8.11-12}}; {{L|SA|10.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum.jpg|thumb|Olivenbäume in Umbrien]] Die Sträucher sind nicht so niedrig wie die irdischen, sondern bilden eine kleinere, aber dafür in der Art sehr verschiedene Baumgattung. Aus den Früchten eines dem irdischen Ölbaum gleichen Strauches gewinnen die Menschen Öl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt außerdem eine große Anzahl von nützlichen und heilsamen Pflanzen und Kräutern aller Art, die von den Menschen kultiviert werden, u.a. auch Metallpflanzen, durch die die Saturnusbewohner ohne Schmelz- und Läuterungsverfahren zu den besten Metallen kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.18}}; {{L|SA|6.2}}; {{L|SA|6.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Graswuchs ist viel üppiger und großartiger als auf der Erde. Die Grasfarbe ist durchwegs ein ins [[Violett]]e übergehendes Blau. Es finden sich außerordenlich mannigfaltige und prachtvolle Blumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den höheren Gebirgsregionen gibt es [[Heilkräuter]], deren ätherisch-aromatische Heilkräfte stark- und fernwirkend sind und nicht nur die dortigen Bewohner bei bester Gesundheit erhalten, sondern ihre heilsame Wirkung auch noch mehr als tausend Millionen Meilen durch den [[Äther]] hinausstreuen. Die heilsamen Kräuter der Erde, vorzugsweise z.B. der [[Holunder]], der [[Wacholder]] und andere, mit Stacheln besetzte Heilkräuter beziehen ihr ätherisch heilendes Aroma von dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.7}}; {{L|SA|7.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durch die [[Gezeiten]] unbewohnbare Meeresufer des Saturnus ist der Ort, an dem die [[Evolution]] des Tierreiches beginnt. Dort werden die atomischen [[Äthertierchen]] ins Wasser aufgenommen und vervielfältigen sich von Klasse zu Klasse bis zum Reich der [[Amphibien]]. Diese Tierklasse bildet auf dem Saturnus wie auf der Erde den ordnungsgemäßen Übergang von den Wassertieren zu den Landtieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie auf der Erde befinden sich die größten und mächtigsten Tiere in den Gewässern, wobei es sehr verschiedene Arten und Klassen gibt, die gar keine oder nur sehr geringe Ähnlichkeit mit denen auf der Erde haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der wahlfischartige [[Bisorhiohiohio]] ist das letzte Aufnahmeorgan alles Geistig-Seelischen des Wassergetiers, und aus ihm verteilt es sich dann wieder in allerlei Getier der Luft, d.h. die gesamte Lufttiergattung des Saturnus geht dem geistig-substantiellen Teil nach aus ihm hervor, ohne dass er darum zu sterben braucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus gibt es viele verschiedene Gattungen und Arten von [[Insekt]]en, wobei wie auf der Erde die [[Fliege]] eine Hauptrolle spielt. Die Fliege ist das einzige Tierchen auf dem Saturnus, welches der irdischen Fliege in allem völlig gleich ist. Nur an den Seen und Flüssen hält sich hier und da eine größere Gattung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Saturnus bei weitem mehr Tiere mit Spannflügeln, ähnlich denen der irdischen [[Fledermaus|Fledermäuse]], als auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle vierfüßigen Tiere und auch sehr viele Fischarten finden in diesen fliegenden Wesen eine Abartung, d.h. sämtliche zahmen und wilden Tiere, alle Amphibien, die meisten Fischgattungen haben eine Abart, die ähnlich einer Fledermaus beflügelt ist. Diese fliegenden Tiere sind jedoch alle viel kleiner, als die unbeflügelten, deren Form sie entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch: [[Artenvielfalt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vogel|Vogelgattungen]] gibt es auf dem Saturnus tausendmal mehr als auf der Erde - über 120 Millionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte lebende Landtier des Saturnus ist das [[Mud]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|23.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der geistig-seelischen Bedeutung nach bildet das Mud den allgemeinen Übergang aus allen Tier- und Pflanzenstufen in eine edlere, dem Menschen näherstehende Tiergattung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|23.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt nahezu unabsehbar viele Abarten von [[Affe]]n, die aber bis auf das Fur (siehe unten) alle wild sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt eine Menge den irdischen ähnliche Tiergattungen, wie etwa [[Pferd]]e und [[Schaf]]e, aber diese sind wild und werden nirgendwo gezähmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiere des Saturnus sind zumeist gutmütiger Art. Außerdem sind die Saturnusmenschen kraft ihres Willens Meister sowohl der [[Element]]e, wie auch der meisten Tiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnushuhn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen halten sich Hühner, die den irdischen zwar nicht ähnlich sehen, die aber viele große [[Ei]]er legen, welche die Menschen essen und deren Schale als Trinkgefäß verwenden. Sie verzehren auch das Fleisch dieser Hühner und verwenden die Federn für weiche Lager. Die Menschen halten auch noch andere zahme Hausvögel, diese aber mehr der Unterhaltung und Zierde wegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|22.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnusschwan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus gibt es Schwimmvögel, die so groß wie ein kleines Schiff sind. Die Saturnusbewohner setzten sich auf den Rücken solcher Schwimmvögel und lassen sich zum Vergnügen herumtragen. Sie richten diese auch als Wasserzugtiere ab und spannen sie vor ihre Schiffe. Dies aber auch nur zum Vergnügen, denn die Saturnusbewohner sind zu mitfühlend gegen alle Geschöpfe, um sie in einem harten Dienst geschäftlich zu verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fliegende Kuh&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders merkwürdiges Tier ist die &amp;quot;Fliegende Kuh&amp;quot;. Es ist sehr schön und einem Ochsen ähnlich, hat jedoch Klauen an den Füßen, einen Kopf ähnlich dem eines Windhundes und ist überhaupt anders gefärbt. In der Gegend der Vorderfüße laufen links und rechts zwei lange Arme aus, die durch eine starke Haut mit den hinteren Füßen verbunden sind. Wenn das Tier fliegen will, dann streckt es diese Arme aus; ansonsten schmiegen sie sich fast unkenntlich an den Leib.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tier hat zwischen den beiden Hinterbeinen ein Euter, das mit sehr wohlschmeckender [[Milch]] gefüllt ist, wenn es Junge zur Welt gebracht hat. Die Saturnusmenschen nehmen es daher häufig gefangen und zähmen es mancherorts als nützliches Haustier, was leicht zu bewerkstelligen ist, da es ein sehr sanftmütiges Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fliegendes Band&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Fliegende Band&amp;quot; ist dem irdischen [[Affe]]n ähnlich, hat jedoch zwischen Vorder- und Hinterbeinen eine Flughaut. Seinem langen Schweif verdankt es seinen Namen; dieser hat keine Glieder, sondern ist eine Hautverlängerung des Rückens. Die Saturnusbewohner machen Jagd auf das Tier, das sich sehr leicht fangen lässt, und schneiden ihm den Schweif ab, was ihm nicht weiter schadet. Sie verwenden ihn als Schmuck, Stirnband oder sonstiges Kleidungsstück. Da der Schweif nachwächst, werden diese Tiere von den Schmuckhändlern gezüchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Horud&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bis auf Hals und Kopf dem irdischen [[Löwen]] ähnliche Horud wird von den Saturnusbewohnern zahm gehalten und zur Jagd auf kleinere, teilweise sehr schädliche Tiere verwendet. Außerdem ist er in der Lage, Äste abzubeißen und zu verkleinern, die er sogar zu den Wohnungen der Menschen trägt und zu Feuerholz verkleinert. Dieses Tier wird zu allerei Arbeiten des Zerbeißens und Tragens verwendet; allerdings muss es jung gefangen und entsprechend abgerichtet werden, denn mit den alten Tieren ist nichts zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|26.3}}; {{L|SA|26.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nützlichste zahme Tier ist die &amp;quot;Buka&amp;quot; genannte [[Kuh]] der Saturnusbewohner. Sie ist riesenhaft groß und ganz zahm, verzehrt sehr wenig Futter, trinkt aber desto mehr Wasser. Die Buka gibt eine sehr wohlschmeckende [[Milch]], die vorzüglichste Nahrungsquelle der Saturnusbewohner. Sie sieht einer Auerkuh ähnlich, wobei das weibliche Tier bedeutend kleiner als das männliche ist. Ihr Leib befindet sich auf vier verhältnismäßig festen Füßen, die aber im Verhältnis zum Leib kürzer sind als jene der irdischen Kuh. Da die Kuh so groß ist, wird sie auch nicht entsprechend der irdischen Kühe gemolken, sondern sie gibt ihre Milch freiwillig. Sie wird auch nicht in einem Stall gehalten, sondern in einem Garten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|30.3-9}}; {{L|SA|30.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blaue Ziege&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Blaue Ziege&amp;quot; ist vor allem für die weniger bemittelten Menschen des Saturnus ein nützliches und unentbehrliches Tier, insbesondere bei den Gebirgsbewohnern, da dort die große Kuh nicht gut fortkommt, hauptsächlich wegen zu wenig Wasser. Sie sieht nicht der irdischen [[Ziege]], sondern mehr dem [[Elch]] ähnlich und die Saturnusbewohner verwenden ihre gehaltvolle Milch und ihre feine und reichliche Wolle. Die Blaue Ziege wird bei guter Behandlung so treu und zahm, wie ein treuer Hund, der einem überall hin nachläuft. Sie braucht keinen Stall und kein Mensch eignet sie sich an, sondern wenn so ein Tier mit einem vollen Euter zur Wohnung der Menschen kommt, dann wird es gemolken. Diese Ziegen sind so zahm, gutmütig und anhänglich, dass sie zur rechten Zeit immer von selbst kommen; sie versorgen sich dennoch selbst und bedürfen auch keiner Wächter oder Wärter. Die Menschen halten für dieses Tier eine Art Ziegendankfest ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.1-4}}; {{L|SA|31.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Fur&amp;quot; oder &amp;quot;Der treue Hausknecht&amp;quot; ist dem irdischen [[Orang-Utan]] ähnlich, sieht jedoch menschenähnlicher aus, ist zahm und derart gelehrig, dass es sich in kurzer Zeit zu allerlei Diensten abrichten lässt. Es bestellt den Acker, trägt Wasser, sammelt Holz, reinigt die Felder, jagt schädliche Wildtiere und bewacht in der Nacht das ganze Hauswesen. Das Fur verlangt dafür nichts weiter als eine gute Behandlung und manchmal eine Frucht aus der Hand eines Menschen. Durch rohe Behandlung wird es untreu und verlässt das Haus für immer. Es verspeist Früchte von Bäumen und Sträuchern, die von den Menschen nur selten und von den bemittelteren gar nicht genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.2-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnushund&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dem irdischen [[Hund|Haushund]] ähnliche Saturnushund wird wegen seiner Stärke und Gewandtheit als wie ein irdisches [[Pferd]] gebraucht. Nur auf ihm geritten wird nicht, da Saturnusmenschen es unter ihrer Würde halten, ein Tier zu besteigen und sie zudem mit den eigenen Füßen am schnellsten vorankommen. Von diesem Tier gibt es viele verschiedene Rassen, die aber überall zum selben Zweck verwendet werden. Wie die irdischen Hunde bewachen sie auch das Haus, nur ist ihre Stimme kein Bellen, sondern ein donnerartiges Knurren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überaus schön gebildeten Saturnusmenschen sind entsprechend ihrem Planeten wesentlich größer als irdische Menschen, wobei die [[Frau]]en durch die Rundungen und Weichheit ihrer Form über alle irdischen Begriffe wahrhaft schön, jedoch um fast ein Drittel kleiner und schwächer als die [[Mann|Männer]] sind. Die Frau ist 80-90 Fuß groß (ca. 24-27 Meter), der Mann 95-135 Fuß (ca. 28-40 Meter). Die sehr feine und zarte Haut der Frauen ist weiß wie Schnee, der von der Sonne beschienen wird. Nur stellenweise sticht ein blasses Rot hervor. Finger und Fußnägel sind als ob ein poliertes Gold mit Karminrot sanft überstrichen sei und regenbogenfarbig wo die Nägel über das Fleisch hinauswachsen. Die Augen sind zumeist ausgezeichnet groß, die Pupille blendend schwarz, die Regenbogenhaut vollkommen himmelblau, der übrige Augapfel stark weiß. Die Augenbrauen sind stark und von dunkelgoldblonder Farbe, die Kopfhaare sind überaus weich und reichen nicht selten bis über das Knie und haben dieselbe Farbe wie die Augenbrauen. Die Männer sind ein vollkommenes Ebenbild nach [[Christus]], d.h. sie sind ein Herr der Natur ihres Planeten. Sie sehen aus wie ein vollkommener Jüngling auf Erden, bei dem die Muskeln noch nicht so sehr getrennt erscheinen, sondern noch im lebhaften Zusammenhang stehen. Ihre Haut ist jedoch viel feiner als die eines irdischen Jünglings. Sie tragen einen verhältnismäßig großen Kinnbart und haben bis auf den Leib herabhängendes, gelocktes, zumeist lichtblondes Kopfhaar, das nicht selten blendend weiß ist und nur manchmal in den Ebenen etwas ins Braunrötliche übergeht. Bart und Augenbrauen sind stets etwas dunkler als die Kopfhaare. Ihr Körper ist wohlproportioniert; Wangen, Brut und Arme sind etwas lebhafter gerötet als bei der Frau. Die Saturnusmenschen haben sehr scharfe [[Auge]]n, die gleich einem [[Adler]] ihre stärksten Sinne sind. Ihre Geschlechtsorgane sind verhältnismäßig klein und weniger eigenartig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.3-5}}; {{L|SA|38.8}}; {{L|SA|38.20-27}}; {{L|SA|5.14}}; {{L|SA|9.19}}; {{L|SA|32.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner waschen sich liebend gern, bis zu sieben Mal am Tag, weil sie großen Wert auf Reinlichkeit legen, außerdem haben sie Spaß am Schwimmen und sind überhaupt große Künstler auf dem Wasser, auf dessen Oberfläche sie nicht nur schwimmen, sondern auch gehen können. Obwohl sie zum Saturnuswasser um 40 Prozent leichter sind als die Menschen im Verhältnis zum irdischen Wasser, können sie auch tauchen, aber nicht besser als die irdischen Gänse. Sie können sich auch in der Luft frei erhalten und daher ohne Schaden aus der größten Höhe springen, was sie aber nicht allzu gerne tun, da ihnen nach solchen Luftreisen gewöhnlich unbehaglich schwindlig wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geschicktesten Flieger sind junge Mädchen, die sich leichter in der freien Luft erhalten als die Männer. Um einen bestimmten, sehr prachtvollen großen [[Schmetterling]] zu fangen, bedienen sie sich nicht selten eines künstlichen Flügelpaares. Es gibt fast keinen Planeten, wo das weibliche Geschlecht noch mehr auf ein zierliches Gewand hält, als auf dem Saturnus. Dem Herrn allerdings gefällt solche [[Eitelkeit]] so wenig wie auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|18.7}}; {{L|SA|18.12}}; {{L|SA|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner haben keine bzw. nur sehr dürftige Musikinstrumente, sind aber vortreffliche Sänger, wobei die Frauen gewöhnlich die Melodien, die Männer die Akkorde singen. Die Sänger können sich mit einem glücklich erfundenen Akkord oft tagelang unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|11.7}}; {{L|SA|20.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bestimmte Wasservögel auf dem Saturnus jedoch so außerordentlich schön singen, sind die Saturnusbewohner auf ihren eigenen Gesang verlegen und singen wenig und auch gar nicht, obwohl sie große Freunde der [[Musik]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|21.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abstammung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie auch auf der Erde stammen alle Menschen des Saturnus nur von einem Menschenpaar ab, jedoch ist die Geschichte der Saturnusmenschen mehr als eine Million Erdjahre älter als die der Erdmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung und Bekleidung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen sind um [[Lebensunterhalt]] und [[Kleidung]] wenig besorgt. Im Wissen um ihr [[Leben nach dem Tod|Fortleben nach dem Tod]] schätzen sie ihre Leiber nicht hoch ein und sorgen nur soweit dafür, wie es des Lebens wegen geschehen muss. Sie ernähren sich von Früchten und Gemüsearten, die ihre Erde hervorbringt, legen Äcker an und sähen dort allerlei Früchte. Sähen müssen sie gewöhnlich nur alle zehn Jahre und bei besonders gutem Boden sogar nur einmal, da die Wurzeln sämtlicher Saturnuspflanzen nicht leicht absterben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.15}}; {{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kochen, sieden und braten einige Speisen auf einfache Art, ernähren sich ansonsten aber von Rohkost und Milch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|30.12}}; {{L|SA|33.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fleisch essen sie fast gar keines.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Menschen in den Tiefen weniger gesund ernähren als jene auf den Höhen, werden sie auch bei weitem nicht so alt wie diese.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kleiden sich leicht, weil sie mit einer dicken [[Haut]] oder Hülle umgeben sind, welche die [[Kälte]] abhält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fortpflanzung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem [[Zeugung]]sakt stellen sich die Ehegatten (Saturnusmenschen leben monogam) dem Ältesten vor. Dieser segnet den Mann dann im Namen des Großen Geistes (Gott), worauf die Gatten niederfallen und den Großen Geist um die Erweckung einer lebendigen Frucht bitten. Danach nimmt der Mann die Frau auf seinen Arm, drückt sie an sein Herz und gibt ihr einen Kuss auf die Stirn, einen auf den Mund und einen auf die Brust. Er legt seine rechte Hand über ihren Bauch und fixiert sie mit seinem [[Wille]]n. Das ist der ganze Vorgang der Zeugung, wobei beide eine wahrhaft himmlisch reine Liebe empfinden, die sie begeistert und auf lange Zeit überfröhlich macht. Die beiden Gatten fallen wieder zur Erde, danken dem Großen Geist für die Zeugung und bitten Ihn zugleich um den Segen für das Gedeihen der Frucht. Darauf begeben sie sich wieder zum Ältesten, wo die Frau zuerst von diesem gesegnet wird und danach von ihrem eigenen Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schwangerschaft]] dauert nur ein Vierteljahr und wird lediglich an der lebhafteren Färbung der Brust einer Frau bemerkt. Die [[Geburt]] geschieht ohne Schmerzen. Die Neugeborenen sind verhältnismäßig sehr klein, wachsen aber außerordentlich schnell. Die Kinder sind in den ersten Jahren so leicht, dass sie wie Flaum in der Luft schweben können, und werden erst schwerer, wenn sie der Brust entwöhnt und festere Nahrung zu sich nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.17-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wohnung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Banyan.jpg|thumb|Banyanbaum]] Die Saturnusbewohner leben vorzüglich mitsamt Familie unter den vielen Ästen und Stämmen von [[Banyanbaum]]-ähnlichen Bäumen, die so groß werden, dass unter einem solchen Baum eine Sippe von nicht selten zehn- bis zwanzigtausend Mitgliedern lebt. [[Stadt|Städte]] und [[Festung]]en wie auf der Erde gibt es nicht, aber die Bewohner verstehen es, ihren Wandbaum so zierlich und kunstvoll anzubauen, dass ein solcher Wohnort viel schöner aussieht, als die größte irdische Stadt. In so einer Baumstadt leben nur lauter Blutsverwandte. Die einzelnen Äste und Nebenstämme werden von dem Hauptstammvater jeder Familie als Eigentum zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.1-2}}; {{L|SA|10.6}}; {{L|SA|33.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Saturnusmann hat sein Leben lang mit seiner Frau selten mehr als vier Nachkommen, weswegen der Saturnus im Verhältnis zur Erde viel weniger dicht bevölkert ist. Die Wohnungen der Saturnusmenschen sind zumeist weit voneinander entfernt; es gibt genug Platz und Grenzstreitigkeiten sind so gut wie ganz unbekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.4}}; {{L|SA|33.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Höhen sind die Wohnungen nicht so nahe beieinander wie in den Ebenen und eine ganze Familie besteht gewöhnlich nur aus den Eltern und ihren Kindern. Die Groß- und Ureltern leben gewöhnlich für sich mit einigen Dienst- oder Hilfsgenossen. Außerdem wohnen diese Menschen selten auf (bzw. unter) Wohnbäumen, sondern in pyramidenförmigen Zelten aus Laub und Holz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen leben gerne in der Nähe von Wasser, weil das stille Saturnuswasser nachts herrlich schimmert, für ein mildes Klima sorgt, ihre Hauskuh viel davon benötigt und sie die Schifffahrt der Gesundheit und des Vergnügens wegen lieben und natürlich um benachbarte Inseln zu besuchen. Obwohl sie über das Wasser gehen können, bedürfen sie der Schiffe, um Lasten zu transportieren und schneller voranzukommen, denn Wassergehen bedarf viel Übung, mehr noch als auf Erden das Eislaufen. Ihre Schiffe bewegen sie durch [[Wille]]nskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.5}}; {{L|SA|10.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Meeresufer sind bis auf vierzig Meilen nach Erdenmaß landeinwärts unbewohnt, da dieses Gebiet den [[Gezeiten]] unterworfen ist und periodisch überflutet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptwohnbaum haben die Saturnusmenschen auch noch eine Menge unterschiedlich gebauter Wohnhäuser, die sie zur kühlen Schattenzeit bewohnen und als Vorratskammern verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gesellschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner leben abgesondert in [[Familie]]n. Wenn Mann und Frau eine Ehe schließen, sondern sie sich vom elterlichen Haus ab und kümmern sich nicht weiter darum, weshalb die Geister des Saturn in Paaren erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsform der Saturnusbewohner ist [[Patriarchat|patriarchalischer Art]]. Die ganze Familie versammelt sich alle Tage bei Sonnenuntergang um den Stuhl ihres Ältesten und vernimmt von ihm den Willen des Großen Geistes für die Nacht und den nächsten Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kein Glied einer allgemeinen Familie darf ohne den ihm vom Ältesten bekanntgegebenen Willen des Großen Geistes etwas tun und tut das auch nicht. Wenn jemand den Willen des Großen Geistes durch den Ältesten erfahren hat, dann darf er nicht eher handeln, als bis er dem Großen Geist für die Bekanntgebung Seines Willens - welcher der Wille Gottes ist - innig gedankt hat und um gutes Gelingen gebeten hat. Dies ist der Hauptgrundsatz der ganzen politischen Verfassung der Saturnusmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|35.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehr eitlen Patriarchen der Ebenen werden vom Großen Geist und den Engelsgeistern bedeutend weniger angesehen als die besseren Patriarchen der Berge, und daher sind die Ebenenbewohner viel weltlicher gesinnt als die auf den geheiligten Bergen. Die Ebenenbewohner sind sich wohl gute Geschwister, halten sich aber für weise und viel aufgeklärter und gescheiter als die Bergbewohner. Jedoch wenn es ihnen dann vor lauter Weisheit schlecht zu gehen anfängt, machen sie wallfahrtartige Ausflüge auf die Berge, wo sie dann eines anderen belehrt werden. Je nach Umständen können aber auch die Ebenen völlig den Höhen gleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.9}}; {{L|SA|47.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich nicht an diese einfache Verfassung hält, und aus Eigennutz handelt, der wird ermahnt, und wenn er nicht hört, dann gibt es keine Gefangennahme oder Züchtigung, sondern der Große Geist wird vom Ältesten ersucht, was zu tun ist. Dies kann zu einer Festnahme und Belehrung führen, wonach aber wieder die Freilassung folgt und so sich der Eigensüchtler auch dann nicht bekehrt, dann wird er vom Großen Geist mit einer Strafe heimgesucht. Wer sich jedoch bessert, dem wird vergeben und er wird gesegnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|35.11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kennen keine Grenzen, sondern wo jemand hinkommt, da ist er auch so gut wie vollkommen auf seinem Eigentum zu Hause und jeder kann frei den ganzen Weltkörper bereisen. Dies trifft namentlich auf die Gebirgsbewohner zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.35}}; {{L|SA|35.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Recht der [[Freund]]schaft verweigert ein Saturnusmensch dem anderen nie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschen nennen sich über die Kontinente hinweg &amp;quot;Bruder im Großen Geist&amp;quot;, helfen sich gegenseitig und nehmen Rücksicht aufeinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.41-43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus üben die Frauen häufig die [[Jurisdiktion]] aus, denn das männliche Geschlecht ist ähnlich dem der Erde äußerst verliebt und daher zu nachgiebig und lässt sich vor lauter [[Liebe]] von den Frauen beliebig an der Nase herumführen. Allerdings sind die Saturnusfrauen sehr viel züchtiger und häuslicher als die irdischen Frauen, was aber eben auch dazu beiträgt, dass ihnen die Männer höchst zugeneigt sind und ihnen gerne so manche auszeichnenden Vorrechte einräumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.11}}; {{L|SA|47.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachfolge der Ältesten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Ältester gestorben ist, dann tritt der Nachälteste als sein Nachfolger in seine Ordnung. Er fordert alle Familienmitglieder auf, sich auf die Erde niederzulegen und dem Großen Geist zu danken, dass Er dem Patriarchen solch große [[Gnade]] erwiesen und ihn ins [[ewiges Leben|ewige Leben]] berufen habe. Darauf müssen sie den Großen Geist bitten, dass Er es gnädigst gestatten möchte, dass der Geist des Verstorbenen dem nun neuen Ältesten bald erscheinen und ihn in das [[Heiligtum]] des [[Tempel]]s führen möchte um ihn dort zu segnen. Dies geschieht dann stets sichtbar für die ganze Familie. Der Geist stellt vor dem Volk den neuen Ältesten auf den Predigtaltar, segnet ihn und zeigt der [[Familie]] an, dass es dem Großen Geist wohlgefällig ist, dass dieser das heilige Amt übernommen hat, weswegen sie ihm auch in allem zu folgen und jedes seiner Worte zu beachten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Manufakturen und Gewerbe gleichen sich auf den Höhen und Tiefen, bis auf das Luxusgewerbe, das nur in den Tiefen stattfindet, denn auf den Höhen wird sogar die Färbung eines Fadens oft sündhaft angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metallverarbeitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzeugung der notwendigen metallenen Handwerkszeuge gehört zur ordnungsgemäßen Verfassung der Saturnusmenschen. Das Rohmaterial für die Werkzeuge und Geräte wird in Fabriken hergestellt, die ein dem irdischen [[Eisen]] ähnliches [[Metall]] verarbeiten. Die Arbeiter in diesen Fabriken stellen die benachbarten Familien. Diese übergeben dann ihren Lohn - der gerechte Anteil an den Erzeugnissen - dem allgemeinen Familienbesitz, wo dann der Älteste entscheidet, was für Werkzeuge daraus gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder Mann muss jedes erforderliche Handwerk können, damit kein Standesunterschied entstehen kann. Es kann auch jeder ein Ältester werden, insofern die Reihe an ihn kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So gibt es keinen unnötigen Handel und keinen Überfluss, dem man an die Nachbarn verkaufen oder vertauschen möchte, sondern alle Produkte richten sich nach dem täglichen Bedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weberei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weberei liegt allein nur in den Händen der Frauen, wobei diese aber keine Webstühle verwenden, sondern Stricknadeln. Die verwendete pflanzliche und tierische Wolle wird (bei den Höhenbewohnern) auch nicht gefärbt, da solches als [[Eitelkeit]] abgelehnt wird: Alle sind gleiche Brüder und Schwestern im Großen Geist und sollen sich daher nicht in der Farbe des Gewandes unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|37.2-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer zu wenig Kleider hat, dem werden solche sofort verschafft; wer dies versäumt, obwohl er vorrätige Kleider hat, der wird auf ein bis drei Saturnusjahre verbannt, damit er in der [[Einsamkeit]] lernt, wie weh es tut, nackt herumirren zu müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|37.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Handel]] auf dem Saturnus besteht nur in Tauschhandel und kommt ohne Entgeltung aus. Es gibt keine Börsen, Banken, Kaufläden, Wirtschaften, Geldwechsler, Zollämter, Steuereintreiber und Warenbeschauer. Auch der Wucher (Zinswirtschaft, bzw. zu viel bezahlen) ist völlig unbekannt. Ebenso bedarf es keiner Messinstrumente, denn der alleinige [[Wille Gottes]] und der Bedarf des [[Mitmensch]]en ist das untrüglichste Maß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.3}}; {{L|SA|36.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiges Leben ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner können öfters in ihrem Leben mit [[Gott]] und den [[Engel]]n des [[Himmel]]s persönlichen Umgang pflegen. Dadurch gewinnen sie in Kürze mehr [[Weisheit]] und [[Erkenntnis]], als die Erdmenschen durch die überdummen Hochgelehrtheits- und Fortbildungsproduktionen, besonders im Gebiet der so hoch berühmten [[Philosophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem die Höhenbewohner stehen fast ununterbrochen im Verband mit den Geistern ihres Himmels. Auf die Bitte eines solchen Ältesten geschieht es auch stets, dass ein leuchtender Geist in menschlicher Gestalt zu ihm kommt und ihm kundgibt, wie sich das Volk zu verhalten habe, damit es dem Großen Geist (Gott) wohlgefällig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.8}}; {{L|SA|34.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt kaum einen Familienältesten, der nicht wenigstens einmal den Großen Geist gesehen hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Berge sind die geistig besser erleuchteten Menschen und üben eine brüderliche Führer- und Lehrerschaft aus, wenn sie von den Bewohnern der Täler aufgesucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.1-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt manchmal [[Heiden]], die trotz aller Mühe der Bergbewohner nicht von ihrem [[Irrtum]] lassen. Diese verfallen dann einem zuerst drohenden, und wenn auch das nichts hilft, schmerzlich strafenden [[Engel]]sgeist, der in außerordentlichen Fällen auch mit der körperlichen Vernichtung bestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gotteserkenntnis =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen kennen Gott nicht anders als einen vollkommenen Menschen, dessen unendliche Macht in Seinem Willen liegt und mit der unbegreiflichen Kraft Seiner Weisheit alle Dinge erschafft und leitet. Durch diesen richtigen Begriff von Gott erkennen sie desto leichter, dass sie im Geiste ewig bleibende Ebenbilder Dessen sind, der sie nach Sich gebildet und erschaffen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.2-4}}; {{L|SA|44.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten kommen gelehrt sein wollende [[Geister]] von der Erde zu den Saturnusbewohnern und werden von diesen ausgelacht und müssen sich ihren außerordentlich schlechten [[Glaube]]n vorhalten lassen, durch den sie nicht einmal wissen, dass der Herr als Schöpfer des Himmels und aller Weltkörper vollkommen ein Mensch ist. Darauf werden die aufgeblasenen Geister der Erde zornig und wollen sich rächen und den Saturnusbewohnern mit [[Gewalt]] einen anderen Glauben beibringen. Dann zeigen sich die Saturnusbewohner jedoch so überaus [[Demut|demütig]], aber doch völlig fest im Glauben, dass den Geistern ganz ekel zumute wird und sie es in der Sphäre der Saturnusbewohner nicht mehr aushalten können, was den Saturnusbewohnern ein Zeichen ist, dass sich solche ungebetene Gäste bald freiwillig entfernen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.12}}; {{L|SA|10.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner lieben den Großen Geist, aber ihre [[Gottesliebe|Liebe]] besteht mehr in einer übergroßen [[Ehrfurcht]] als in dem Bestreben, dem Großen Geist stets näher zu kommen und endlich vollkommen eins mit Ihm zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner werden von den Geistern unterrichtet, dass der Große Geist auf einem kleinen Weltkörper nahe der Sonne (der Erde) Mensch geworden ist und Fleisch und Blut getragen hat und von den Menschen dort verkannt und getötet wurde. Es ist ihnen kaum begreiflich, wie es möglich war, dass Ihn diese Menschen nicht erkannt haben, daher fragen sie die zu ihnen kommenden Geister auch emsig aus, was diese Menschen jetzt machen und ob sie den Großen Geist noch nicht erkannt haben. Zumeist erhalten sie verneinende Antworten, werden darauf traurig und beten in ihren Tempeln, dass die Erdmenschen den Herrn erkennen möchten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liebe des Großen Geistes, und dass Er von den Erdbewohnern Vater benannt und gerufen wird, ist für die Saturnusbewohner etwas so unnennbar Heiliges, dass sie darob stets in einen Fieberschauer verfallen, besonders wenn sie der Älteste noch dazu an die Undankbarkeit der Erdlinge erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Saturnus Bewohner, die das große nächtliche Licht, das vom Saturnusring und den Saturnusmonden kommt, den Herrn nennen. Diese werden aber von den übrigen abgesondert und nicht von ihnen geduldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|100}}; {{L|SA|47.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tempelbau =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner bauen sich Tempel aus lebendigen Pflanzen, d.h. sie pflanzen ihn an, indem sie die edelsten und schönsten Bäume sähen. Dort darf nur dem Großen Gott allein ein [[Opfer]] dargebracht werden. Wo und wie der Tempel erbaut wird, zeigt ihnen der Große Geist (Gott).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.17-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kraft ihres Willens, den sie mit dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] vereinen, vermögen sie es, den Boden derart zu kräftigen, dass ein solcher Tempel innerhalb eines Tages schon in größter Pracht vollendet dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.27-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gedeihen des Tempels zeigt ihnen an, ob ein neu eingenommener Besitz rechtmäßig ist; d.h. wenn ein Tempel einmal dasteht, dann hat ein etwaiger früherer Besitzer alles Recht verloren, denn das größte Gesetz der Saturnusmenschen lautet: Was der Große Geist jemandem gegeben hat, das gehört vollkommen dem, der es von Ihm empfangen hat. Kein Wesen des Himmels, kein Geist des Lichtes und keine Kreatur der Welt hat da mehr das Recht, ihm die Gabe streitig zu machen und wer das täte, der soll hinausgetrieben werden in das ewige Eis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.31-33}}; {{L|SA|34.37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tempel der Bewohner der Ebenen sind manchmal bei weitem kleiner und nicht so erhaben prachtvoll wie die auf den Höhen. Auch hat in der Tiefe nicht jedes einzelne Wohnhaus einen Tempel, sondern mehrere Familien haben da nur einen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Religion =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Saturnusbewohner ist mehr innerlich und geistig und hat nur sehr wenig [[Zeremonie]]ngepräge. Das Zeremonielle besteht in einem lebendigen Tempel, in dem in allen wichtigen Angelegenheiten dem Großen Geist [[Dank]] und [[Bitte]] dargebracht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch den Saturnusbewohnern gelten die [[Zahl]]en [[sieben]], einundzwanzig und alle Zahlen, die mit sieben ohne Rest teilbar sind, für geheiligte Zahlen. Daher ist auch bei ihnen der siebente Tag ein Feiertag, an dem unter Anleitung des Ältesten eine religiöse Zeremonie im Tempel stattfindet, wobei dem Großen Geist schon vor Sonnenaufgang Lob und Dank dargebracht wird. Bei Sonnenaufgang begibt sich alles aus dem Tempel und erfreut sich des anbrechenden Tages, danach geht man wieder in den Tempel. Wenn jemand ein neugeborenes Kind hat, muss es an die Grenze des Tempelheiligtums gebracht werden, wo ihm der Älteste die Hände auflegt und es im Namen des Großen Geistes segnet. Danach folgt das Morgenmahl im Tempel, wobei die Menschen das Essen selbst reichlich mitgenommen haben. Vor und nach dem Essen wird dem Großen Geist allzeit gedankt. Danach besteigt der Älteste den Predigeraltar und hält eine Rede, die ihm von dem ihm stets beistehenden Geist in den Mund gelegt wird. Wenn der Älteste von der Beschaffenheit der Welt spricht, versetzt er seine Zuhörer - bald mehrere, bald wenigere - in die innere Anschauung, wodurch sie dann alles sehen können, als wären sie leibhaftig gegenwärtig. Daher sind die Saturnusbewohner, vor allem die der Berge, überaus weise und haben viele Kenntnisse. Sie kennen nicht nur ihre Welt sehr genau, sondern auch andere Welten und ihnen ist auch keine [[Sprache]] fremd, weswegen sie auch die Geister von welchem Weltkörper auch immer, augenblicklich verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Gottesdienst]] sind die Saturnusbewohner äußerst demütig, denn während des Gottesdienstes achten sie sich selbst gering. Sie verehren [[Gott]] und erkennen Ihn als den alleinigen Gott an. Nach der Predigt folgt ein Spaziergang bis Mittag, wo dann zum Tempel zurückgekehrt und in den Vorhöfen das Mittagsmahl eingenommen wird. Danach bleibt man dort und manchmal gesellen sich sogar Geister und Engel zu der Gemeinschaft und besprechen mit jedermann verschiedenes, was den Herrn betrifft. Zuweilen erscheint sogar der Herr Selbst, zumeist in der Gestalt eines Engels, und somit als Mensch, wobei sogar dem Ältesten Seine wahre Identität solange verborgen bleibt, bis Er Sich zu erkennen gibt, bevor Er wieder verschwindet. Dann leuchtet das Göttliche aus Seinem Angesicht und erregt das Gemüt. Die Saturnusbewohner würden einen längeren, erkannten Aufenthalt des Herrn nicht ertragen, weil ihre [[Achtung]] vor Ihm so übergroß ist. Bei Sonnenuntergang geht man wieder in den Tempel und lobpreist und lobsingt dem Großen Geist, worauf die Segnung durch den Ältesten folgt. Die Zeremonie des Feiertages ist damit zu Ende und alles geht dankbar und fröhlich nach Hause.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|43.2-10}}; {{S|EW|98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen werden zuerst durch äußere Belehrung über das Wesen des Großen Geistes unterrichtet. Dann werden sie hingeleitet zur Erkenntnis Seines Willens und sodann zur Ausübung des erkannten Willens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eigentliche geistige Religionskultus ist daher die [[geistige Wiedergeburt|Wiedergeburt des Geistes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bewohner zu reiferen Jahren gelangen, sprechen sie auch mit Geistern. Von ihnen werden sie dann über den Herrn belehrt und wie er zu verehren sei und wie man leben müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sittliches Leben =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Saturnusbewohner darf zufolge seiner leiblichen [[Schönheit]] und Größe oder sonst auf irgendeine Weise groß von sich reden. Das wird schon den Kindern eingeprägt, daher getraut sich auch kein Patriarch oder Ältester irgendetwas Großes von sich zu denken. Die Geister der Verstorbenen fördern dies, indem sie einem von einer Eitelkeit gefährdeten ein scheußlich verzerrtes Gesichtgrinsen zeigen. Da vergeht so jemand seine Eitelkeit schnell, weil die Saturnusbewohner wissen sehr gut, dass es die Geister ernst meinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hauptlehre besteht darin, nicht auf den [[Leib]] zu halten, da er sterblich ist, wohl aber alles auf den [[Geist]], der unsterblich ist. Daher scheut der Saturnusbewohner alles Tote, mag in keinen toten Häusern wohnen und noch weniger darf etwas Totes in einem Gott geweihten Tempel vorkommen. Rein muss aber dennoch alles gehalten werden, vor allem der Leib, da er eine Wohnung des unsterblichen Geistes ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ehe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mann ist streng verpflichtet, sich eine Frau nach seiner Wahl und seinem Gefallen zu nehmen, wenn er das gerechte Alter von dreißig bis vierzig Jahren erreicht hat. Seine Wahl darf er aber nur dem Ältesten kundtun, der dann die Eltern der Braut ruft und sie über die Not und den Willen des Bräutigams unterrichtet. Diese Kundgebung wird dann als der Wille des Großen Geistes angesehen, weswegen ein Brautwerber auch nie abgelehnt wird. Die Eheleute werden dann im Tempel vor dem Heiligtum vom Ältesten getraut, der die rechte Hand der Braut in die rechte Hand des Bräutigams legt und die ehelichen Pflichten vorstellt. Nach der [[Zeremonie]] tritt der Älteste zur Seite, der Geist (des Lichtes) enthüllt sein Angesicht, segnet das Brautpaar, geht auf sie zu und trennt ihre Hände auseinander. Dies bedeutet: Nur der Tod, die Scheidung des Geistes vom Leib, vermag das Ehepaar zu scheiden. Darauf verschwindet der Geist und die Ehe ist geschlossen. Es folgt ein allgemeines Familienmahl unter Lobpreisung des Großen Geistes. Am nächsten Tag wird den Vermählten freigestellt, ob sie bei der allgemeinen Familie bleiben wollen, wonach ihnen eine Wohnung inklusive neuer Küche und Vorratskammer eingerichtet wird, oder sie sich irgendwo anders eine Wohnung aufsuchen und errichten wollen, wohin sie auch ihre Eltern und sonstige sehr nahe Verwandte mitnehmen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.23-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es bei einer Familie mehr Männer als Frauen gibt, dann können sich die überzähligen Männer eine Frau bei einer anderen Familie suchen. Der Mann kann dann dort bleiben, wo er seine Frau gefunden hat, aber auch mit seiner Frau in die Heimat zurückziehen, jedoch mit der Verpflichtung, alle drei Jahre das Stammhaus der Frau zu besuchen, so lange ihre Eltern leben. Gibt es mehr Frauen als Männer, dann werden ein oder mehrere Boten zu den Nachbarfamilien gesendet, wo dann gewöhnlich ein oder mehrere Brautwerber zusammenkommen. Der Älteste ruft dann den Großen Geist an, der ihm anzeigen soll, welcher der Würdigste sei, was auch augenblicklich geschieht. Sind weniger Brautwerber als heiratsfähige Frauen da, zeigt der Große Geist die Braut an, welche dem Mann am würdigsten ist. Bei gleicher Anzahl steht jedem Werber das Wahlrecht zu. Er gibt dann dem Ältesten seine Wahl kund und dieser berät sich mit dem gerufenen Geist darüber, ob die Wahl gerecht und dem Großen Geist wohlgefällig sei. Wird die Wahl nicht gebilligt, dann wird vom Geist die rechte Wahl angezeigt, in welche die Brautleute mit großer Dankbarkeit einwilligen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.22-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Totenbestattung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Leiche]]n werden nicht begraben oder verbrannt, sondern zu einem [[Pyramidenbaum]]wald gebracht. Dort werden sie mit dem Gesicht zur Erde gewendet auf den Boden gelegt und mit den Ästen dieses Baumes zugedeckt. Die Frauen werden knapp am Stamm, bei den Füßen zusammengebunden, an einen Ast gehängt, so dass der Kopf beinahe den Boden berührt. Da die Leiber der Saturnusmenschen ätherischer und leichter sind als die Schlangenleiber der Erdmenschen, verflüchtigen sie sich in kurzer Zeit nach dem Hinscheiden und verbreiten dabei keinen Höllengestank, sondern einen sehr angenehmen Geruch. Der Leichnam einer Frau verflüchtigt sich noch viel schneller als der des Mannes; bei günstigen Verhältnissen ist schon am zehnten Tag nicht einmal mehr eine Spur von einem [[Knochen]] zu finden. Diese schnelle Verwesung wird auch durch den Nadelbaum bewerkstelligt, der dem Leichnam alle [[Elektrizität]] raubt, wodurch der naturmäßige Körper vergeht, als wäre er vom [[Feuer]] verzehrt worden. Getrauert wird nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.11}}; {{L|SA|40.13}}; {{L|SA|40.19-20}}; {{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Art Heiden, die den lichten Saturnusring für eine Gottheit halten, laden ihre Verstorbenen auf Schiffe, fahren damit aufs Meer und werfen sie ohne weitere Zeremonie ins Wasser, wo sie sogleich aufgefressen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urgrundgeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubenssaturn.jpg|thumb|Saturn verschlingt seinen Sohn (Rubens)]]Die [[Urgrundgeist]]er des Saturnus sind von höchst zerstörungslustiger Beschaffenheit, weswegen so manche alte [[Seher]] der [[Erde]] von diesem Planeten aussagten, er verzehre seine eigenen Kinder. Daher müssen diese Urgrundgeister zuvor durch die [[Friedensgeist]]er, welche keine Urgrundgeister mehr sind, um so tüchtiger vorbereitet werden, bevor sie in ein absolutes, freies Leben übertreten (d.h. Menschen werden) können, ansonsten wäre keine [[Sonne]] und kein [[Planet]] im ganzen [[All]] vor ihrer Zerstörungslust sicher. Das ist auch der Grund, weswegen der Saturnus so weit von der Sonne entfernt ist (die Sonnenstrahlung befreit die Urgrundgeister) und der Saturnus einen Ring hat, der einen die Hitze mildernden Schatten auf den Planeten wirft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.11-12}}; {{L|SA|49.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner müssen daher stets in der größten [[Achtung]] und in dem pünktlichsten [[Gehorsam]] vor dem Großen Geist erhalten werden. Es wird ihnen deswegen auch von der [[Liebe]] nicht zu viel gepredigt, sondern nur so viel, dass sie dieselbe erkennen, aber dabei zu der höchsten Ehrfurcht vor derselben geleitet werden. Auch die eheliche Liebe und die [[Zeugung]] der Kinder ist so gestaltet, dass dabei das [[Gemüt]] der Menschen nie in eine heftige Regung gerät. Alles wird nur durch die größtmögliche [[Demut]] geleitet und geschlichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Saturnusmenschengeistern sind deswegen auch so große Leiber gegeben, damit sie keinen innerlichen Materiedruck erleiden, der von außen nach innen drücken und sie entzünden könnte. Durch die außerordentliche Zartheit ihrer Leiber findet der leicht erregbare Geist nichts, das ihn über seine Natur drücken und dadurch leicht zur völligen Entzündung erregen möchte. Daher hat die göttliche Wissenschaft den Saturnusring erfunden, durch den die Anziehungskraft des Planeten so sehr gemildert wird, dass diese großen Körper im Verhältnis zu ihrem Planeten beinahe ums Hundertfache leichter sind als die der Erdenmenschen im Verhältnis zur bei weitem kleineren Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|50.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geister]] der verstorbenen Saturnusmenschen halten sich hauptsächlich in den unbewohnten Schnee- und Eisregionen des Planeten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort gibt es für die Friedensgeister viel zu tun, weil sie durch jenen Akt, der als natürliche [[Kälte]] in die Erscheinlichkeit tritt, die Feuergeister (Urgrundgeister) zur Ruhe bringen und ihre übermäßige Zerstörungslust dämpfen. Je kälter es wird, desto intensiver werden die Unholde gefangengenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturngeister sind rechtschaffenen und bescheidenen, und weil sie sich für [[klein]] halten, erscheinen sie sich auch klein im anderen Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Saturnus geschieht es nur äußerst selten, dass Geister verstorbener Menschen, die zu ihrer Lebenszeit sehr [[Rache|rachsüchtig]] waren, in den naturmäßigen polarischen Zustand zurückgeführt werden, was auf der Erde häufig der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner haben eine große Sehnsucht, die Erde einmal zu sehen. Auch wenn solches in leiblicher Beziehung nicht geht, so gibt es dennoch beinahe nicht einen Saturnusmenschen, der sich nicht sogleich zur Erde begeben hätte, nachdem er seine Hülle abgelegt hatte. Da ein solcher Geist das Materielle nicht leiden kann, sieht er die geistige Erde an und durch [[Entsprechungen]] von dieser aus auch die materielle. Wenn er aber die Erdmenschen erkennt, wird er ganz traurig und verlässt bald wehklagend wieder diesen Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abneigung der Saturnusbewohner des sich für groß halten geht auch für alle Zeit auf den Geist über. Daher stehen die Saturnusgeister nicht gut mit den Geistern der Erde, bei denen nichts als eine vermeintliche Größe vorherrschend ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Geistern der Saturnusbewohner ist so wie schon als Mensch keine Sprache fremd. Wenn sie mit Geistern der Erde zusammenkommen, dann verstehen sie diese augenblicklich. Umgekehrt ist dies beinahe nie der Fall. Auch sehen die Geister der Erde die des Saturnus erst, wenn diese sich ihnen zeigen wollen, was ebenfalls an der großen und wahren inneren [[Weisheit]] der Saturnusgeister liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner machen einen wichtigen Beinteil unter dem Knie des [[Schöpfungsmensch|großen Geistmenschen]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|51.11}}; {{S|EW|97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Göttlicher Mensch|Größten Menschen]] stellen Bewohner und Geister des Saturn den Mittelsinn zwischen dem geistigen und natürlichen Menschen dar, aber den Mittelsinn, der sich vom natürlichen ab- und dem geistigen zuwendet. Daher kommt es, dass jene Geister zum Himmel getragen oder entrückt zu werden scheinen, bald aber wieder herabgelassen werden. Denn was dem geistigen Sinn angehört, ist im Himmel, und was dem natürlichen Sinn angehört, unterhalb des Himmels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|102}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Außerirdische]]&lt;br /&gt;
* [[Planeten]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnmond]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.naturbauten.com/bilder.htm Ein Hauch von Saturnhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saturn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Saturn&amp;diff=38848</id>
		<title>Saturn</title>
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		<updated>2021-11-30T10:14:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Geisterwelt */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:saturn.jpg|thumb|240px|Saturn (NASA, Cassini, 2004)]] Der &#039;&#039;&#039;Saturn&#039;&#039;&#039; (Saturnus) ist viel größer als die Erde, sieht wunderseltsam aus und ist die schönste und beste der Erden (Planeten), die um die [[Sonne]] kreisen. Er hat einen [[Saturnring|großen leuchtenden Ring]], der seiner Erde viel reflektiertes [[Licht]] spendet und [[Saturnmond|mehrere Monde]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|43.1}}; {{L|GEJ|3.127.14}}; {{S|EW|3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eigentliche Name des Saturnus besagt so viel wie: Erdruhe, Weltnichtstum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die planetarische Wirkung des Saturn ist leichte Erregbarkeit der Leidenschaften (siehe [[Astrologie]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GS|2.122.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astronomische Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten werden in [ ] als Vergleich angegeben. Eine deutsche geographische Meile beträgt 7420 Meter. Die Differenzen könnten auf Rundungsfehler zurückgehen, oder es wird eine andere geographische Meile als die deutsche verwendet, z.B. die alte österreichische geographische Meile beträgt 7586 Meter.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Entfernung zur Sonne:&#039;&#039;&#039; zwischen 187.719.120 (1,39 Milliarden km) und 210.249.152 geographische Meilen (1,46 Milliarden km) [1,43 Milliarden km Durchschnitt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Durchmesser:&#039;&#039;&#039; 17.263 geographische Meilen (128.091 km) [120.536 km (Äquator) – 108.728 km (Pol)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umfang:&#039;&#039;&#039; 54.515 geographische Meilen (404.501 km) [378.675 km]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Oberfläche:&#039;&#039;&#039; 936.530.820 Quadratmeilen. (6.949.058.684 km²)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kubischer Inhalt:&#039;&#039;&#039; 2.757.547.946.775 geographische Kubikmeilen (20.461.005.765.071 km³) Im Vergleich zur Erde ist der Saturnus 1037-mal [738] größer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Umlaufzeit um die Sonne:&#039;&#039;&#039; 29 Jahre, 164 bis 166 Tage, 2 Stunden und 2 Sekunden. [ungefähr 29 Jahre und 166 Tage]&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.3-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der Saturnus viel größer; der äußere Ring war zuvor die Oberfläche dieses Planeten. Die nördliche und südliche Kappe ist gleich zwei Hohlschalen in den [[Weltraum]] geschleudert worden, da auf diesen beiden Teilen die arge Schlange ([[Satan]]) eine sehr böse Brut ausgesetzt hatte. Nur der heiße Mittelstrich war noch rein geblieben, weswegen er auch erhalten wurde zu einem Zeichen, dass der große Weltenbaumeister einen Weltkörper auch erhalten kann, wenn dieser nicht mehr in seiner ersten planetarischen Vollkommenheit dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gegenwärtige [[Weltkörper]] im Ring war schon vor der Abkappung vorhanden, was auch bei der Erde der Fall wäre, da auch in ihr mehrere kleinere Erden stecken, die nur durch [[Luft]], [[Wasser]] oder [[Feuer]] in Verbindung stehen. Der Planet Saturnus ist schon die dritte Kugel, da der Ring schon zwei darstellte, weswegen er auch in zwei sich nicht berührende Teile gespalten ist. Am Saturnus lässt sich die innere, mechanische Konstruktion eines Weltkörpers betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Mensch]]en und [[Tiere]] auf dem Saturnus können sich längere Zeit frei in der Luft halten (schweben). Der Grund dafür ist ihre organische Beschaffenheit und die durch den Saturnusring im Verhältnis 1 zu 3/5 geteilte [[Anziehungskraft]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|3.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wir können die Menschen des Saturn und ihre Welt mit unseren irdischen Augen (Sinnesorganen) nicht erkennen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|5.201.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie und Klima ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Oberfläche besteht aus [[Wasser]]. Es gibt kein Festland, sondern nur zumeist unter dem Äquator abgesonderte bedeutende Inseln, die zwar größer sind als die Kontinente der Erde, aber wegen der Planetengröße nur als Inseln zu betrachten sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Pol]]e sind mit ewigem Eis und Schnee bedeckt, das schon um vierzig Grad früher beginnt als auf der Erde. Was auf Erden die gemäßigte Zone ist, das ist auf dem Saturnus das Reich des Schnees, was die kalte Zone ist, das ist das Reich des ewigen Eises. Die heiße (tropische) Zone auf Erden ist dort die gemäßigte Zone, über der sich nur sehr selten [[Wolke]]n oder Nebel erheben, hingegen die anderen beiden Zonen stehen unter ewigen Nebeln und Wolken.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die polaren Zonen des Saturnus sind für die Saturnusmenschen noch viel unzugänglicher als für Erdmenschen die Polargebiete der Erde und daher sehr selten oder zumeist gar nicht bewohnt. Tiere jedoch leben dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur die heitere und milde Mittelzone ist bewohnbar. Dort befinden sich 77 große Inseln; das mittlere ist größer als das irdische [[Amerika]]. Jede Insel unterscheidet sich in Formation und Produkten stärker von einer anderen als das irdische Lappland von den südlichen Tropenländern. Saturnus hat um den Grad, wie er größer ist als die Erde, auch ein stärkeres Eigenlicht. Zudem hat er eine sehr weit hinausreichende Atmosphäre, welche die Sonnenstrahlen besser auf die Erdoberfläche konzentriert. Daher ist es dort nicht dunkler oder kälter, sondern die Wärme würde auf dem Äquator unerträglich sein, wenn sie nicht durch den [[Saturnusring]] gemildert würde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Kälte]] der Polarregionen ist viel größer als die Polarkälte auf der Erde. Beim höchsten Kältegrad wird sogar die [[Luft]] zu lauter Eisstangen, die sich meilenhoch in den [[Äther]] türmen. Durch solch heftigen Druck entzündet sich die Luft, weswegen viele Meilen weite Gegenden wie glühend erscheinen, wobei das Glühen zunimmt, bis am Ende wirklich die heftigsten [[Explosion]]en stattfinden. Dadurch nimmt die Kälte noch mehr zu, bis in der kältesten Zeit die Luft in eine ganz feste Masse übergegangen ist und keine Entzündungen mehr stattfinden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des starken Nachtlichts des Saturnusrings und wegen der [[Stern]]e, die aufgrund der viel reineren und weiteren Atmosphäre viel größer als auf der Erde erscheinen, gibt es auf dem Weltkörper keine Nacht wie auf der Erde. Die Saturnusnacht ist heller als der Tag der Erde und der Himmel von größter Herrlichkeit. Selbst am Tag kann man unter dem Schatten des Ringes die Sterne sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|2.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Gebirge]] stehen eher vereinzelt und nicht in ununterbrochenen Kettenreihen und werden gegen die Mitte des Landes zunehmend höher. Ein ausgewachsener [[Pyramidenbaum]] ist nicht selten höher als bedeutend hohe Berge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.24-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch sind die höchsten Gebirgsspitzen, besonders zur Zeit des Ringschattens, mit Schnee und Eis bedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Saturnus gibt es kein Hochland, sondern nur Berge, mehr oder weniger breite Täler und weitgedehnte Ebenen, die alle ohne Ausnahme über den Meeresspiegel fast gleich hoch erhoben sind. Die Steigung der Länder vom Meer angefangen bis zum Mittelberg hin macht überall gleich nur tausend Klafter (1800 Meter) aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Meer]] ist überall beinahe fünfhundert Klafter (900 Meter) tief und wird nur gegen das Land regelmäßig zunehmend seichter. Das Mittelbett der Flüsse ist überall zehn Klafter (18 Meter) tief und wird gegen das Land seichter; nur an der Mündung ins Meer werden sie tiefer.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zahlreichen Seen sind mehr oder weniger eiförmig und haben eine bedeutende Ausdehnung, wobei die größten etwa so groß wie das Mittelmeer sind. Sie sind höchstens vier bis sechs Klafter (ca. 7-11 Meter) tief, also sehr seicht, dennoch können sie die Schiffe der Menschen tragen. Die Seen haben nicht selten hundert Ausläufer oder breite Abströmungen in meistens gerader Richtung in verschiedene Flüsse; sie entsprechen demnach den künstlich angelegten Kanälen der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wasser dieser Seen ist kein stehendes, sondern fließt ruhig nach allen möglichen Richtungen, wobei die Fallbewegung etwas geringer ist als in den Flüssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Meerwasser bildet durch die Anziehungskraft des Saturnusringes bei Flut förmliche Wasserberge, die den irdischen Wasserhosen ähnlich sind und in sehr seltenen Fällen an manchen Stellen beinahe bis an den Saturnusring hinaufreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pflanzen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Pflanzenwelt ist allgemein von außerordentlicher Pracht und viel üppiger, reichhaltiger und größer als die irdische. Statt [[Grün]] herrscht dort ein frisches, heiteres [[Blau]] in allen Schattierungen vor, wobei die Vegetation auch die höchsten Gebirgsspitzen erreicht. Die Pflanzenwelt des Saturnus wirkt bis auf die Erde, z.B. die Heilkraft des [[Pyramidenbaum]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|4.3}}; {{L|SA|4.6}}; {{L|SA|4.12}}; {{L|SA|7.2-5}}; {{L|SA|7.24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bäume sorgen nicht nur für Wohnung, Nahrung und Wasser von Mensch und Tier, sondern liefern auch den Stoff für Gebrauchsgegenstände - z.B. Spiegel, Gefäße, Schiffe, Segel, Wägen, Räder, Sitze, Nägel - und das Licht in der Nacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|3.12}}; {{L|SA|4.7}}; {{L|SA|4.16}}; {{L|SA|5.5}}; {{L|SA|5.10}}; {{L|SA|6.10-11}}; {{L|SA|8.8}}; {{L|SA|8.11-12}}; {{L|SA|10.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Olivenbaum.jpg|thumb|Olivenbäume in Umbrien]] Die Sträucher sind nicht so niedrig wie die irdischen, sondern bilden eine kleinere, aber dafür in der Art sehr verschiedene Baumgattung. Aus den Früchten eines dem irdischen Ölbaum gleichen Strauches gewinnen die Menschen Öl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|5.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt außerdem eine große Anzahl von nützlichen und heilsamen Pflanzen und Kräutern aller Art, die von den Menschen kultiviert werden, u.a. auch Metallpflanzen, durch die die Saturnusbewohner ohne Schmelz- und Läuterungsverfahren zu den besten Metallen kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.18}}; {{L|SA|6.2}}; {{L|SA|6.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Graswuchs ist viel üppiger und großartiger als auf der Erde. Die Grasfarbe ist durchwegs ein ins [[Violett]]e übergehendes Blau. Es finden sich außerordenlich mannigfaltige und prachtvolle Blumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.20-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor allem in den höheren Gebirgsregionen gibt es [[Heilkräuter]], deren ätherisch-aromatische Heilkräfte stark- und fernwirkend sind und nicht nur die dortigen Bewohner bei bester Gesundheit erhalten, sondern ihre heilsame Wirkung auch noch mehr als tausend Millionen Meilen durch den [[Äther]] hinausstreuen. Die heilsamen Kräuter der Erde, vorzugsweise z.B. der [[Holunder]], der [[Wacholder]] und andere, mit Stacheln besetzte Heilkräuter beziehen ihr ätherisch heilendes Aroma von dort.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|7.7}}; {{L|SA|7.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das durch die [[Gezeiten]] unbewohnbare Meeresufer des Saturnus ist der Ort, an dem die [[Evolution]] des Tierreiches beginnt. Dort werden die atomischen [[Äthertierchen]] ins Wasser aufgenommen und vervielfältigen sich von Klasse zu Klasse bis zum Reich der [[Amphibien]]. Diese Tierklasse bildet auf dem Saturnus wie auf der Erde den ordnungsgemäßen Übergang von den Wassertieren zu den Landtieren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie auf der Erde befinden sich die größten und mächtigsten Tiere in den Gewässern, wobei es sehr verschiedene Arten und Klassen gibt, die gar keine oder nur sehr geringe Ähnlichkeit mit denen auf der Erde haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der wahlfischartige [[Bisorhiohiohio]] ist das letzte Aufnahmeorgan alles Geistig-Seelischen des Wassergetiers, und aus ihm verteilt es sich dann wieder in allerlei Getier der Luft, d.h. die gesamte Lufttiergattung des Saturnus geht dem geistig-substantiellen Teil nach aus ihm hervor, ohne dass er darum zu sterben braucht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|17.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus gibt es viele verschiedene Gattungen und Arten von [[Insekt]]en, wobei wie auf der Erde die [[Fliege]] eine Hauptrolle spielt. Die Fliege ist das einzige Tierchen auf dem Saturnus, welches der irdischen Fliege in allem völlig gleich ist. Nur an den Seen und Flüssen hält sich hier und da eine größere Gattung auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|18.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Saturnus bei weitem mehr Tiere mit Spannflügeln, ähnlich denen der irdischen [[Fledermaus|Fledermäuse]], als auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fast alle vierfüßigen Tiere und auch sehr viele Fischarten finden in diesen fliegenden Wesen eine Abartung, d.h. sämtliche zahmen und wilden Tiere, alle Amphibien, die meisten Fischgattungen haben eine Abart, die ähnlich einer Fledermaus beflügelt ist. Diese fliegenden Tiere sind jedoch alle viel kleiner, als die unbeflügelten, deren Form sie entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (siehe auch: [[Artenvielfalt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Vogel|Vogelgattungen]] gibt es auf dem Saturnus tausendmal mehr als auf der Erde - über 120 Millionen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das größte lebende Landtier des Saturnus ist das [[Mud]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|23.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der geistig-seelischen Bedeutung nach bildet das Mud den allgemeinen Übergang aus allen Tier- und Pflanzenstufen in eine edlere, dem Menschen näherstehende Tiergattung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|23.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt nahezu unabsehbar viele Abarten von [[Affe]]n, die aber bis auf das Fur (siehe unten) alle wild sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt eine Menge den irdischen ähnliche Tiergattungen, wie etwa [[Pferd]]e und [[Schaf]]e, aber diese sind wild und werden nirgendwo gezähmt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.19-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haustiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiere des Saturnus sind zumeist gutmütiger Art. Außerdem sind die Saturnusmenschen kraft ihres Willens Meister sowohl der [[Element]]e, wie auch der meisten Tiere.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnushuhn&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen halten sich Hühner, die den irdischen zwar nicht ähnlich sehen, die aber viele große [[Ei]]er legen, welche die Menschen essen und deren Schale als Trinkgefäß verwenden. Sie verzehren auch das Fleisch dieser Hühner und verwenden die Federn für weiche Lager. Die Menschen halten auch noch andere zahme Hausvögel, diese aber mehr der Unterhaltung und Zierde wegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|22.9-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnusschwan&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus gibt es Schwimmvögel, die so groß wie ein kleines Schiff sind. Die Saturnusbewohner setzten sich auf den Rücken solcher Schwimmvögel und lassen sich zum Vergnügen herumtragen. Sie richten diese auch als Wasserzugtiere ab und spannen sie vor ihre Schiffe. Dies aber auch nur zum Vergnügen, denn die Saturnusbewohner sind zu mitfühlend gegen alle Geschöpfe, um sie in einem harten Dienst geschäftlich zu verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|12.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fliegende Kuh&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein besonders merkwürdiges Tier ist die &amp;quot;Fliegende Kuh&amp;quot;. Es ist sehr schön und einem Ochsen ähnlich, hat jedoch Klauen an den Füßen, einen Kopf ähnlich dem eines Windhundes und ist überhaupt anders gefärbt. In der Gegend der Vorderfüße laufen links und rechts zwei lange Arme aus, die durch eine starke Haut mit den hinteren Füßen verbunden sind. Wenn das Tier fliegen will, dann streckt es diese Arme aus; ansonsten schmiegen sie sich fast unkenntlich an den Leib.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Tier hat zwischen den beiden Hinterbeinen ein Euter, das mit sehr wohlschmeckender [[Milch]] gefüllt ist, wenn es Junge zur Welt gebracht hat. Die Saturnusmenschen nehmen es daher häufig gefangen und zähmen es mancherorts als nützliches Haustier, was leicht zu bewerkstelligen ist, da es ein sehr sanftmütiges Tier ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fliegendes Band&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Fliegende Band&amp;quot; ist dem irdischen [[Affe]]n ähnlich, hat jedoch zwischen Vorder- und Hinterbeinen eine Flughaut. Seinem langen Schweif verdankt es seinen Namen; dieser hat keine Glieder, sondern ist eine Hautverlängerung des Rückens. Die Saturnusbewohner machen Jagd auf das Tier, das sich sehr leicht fangen lässt, und schneiden ihm den Schweif ab, was ihm nicht weiter schadet. Sie verwenden ihn als Schmuck, Stirnband oder sonstiges Kleidungsstück. Da der Schweif nachwächst, werden diese Tiere von den Schmuckhändlern gezüchtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.7-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Horud&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der bis auf Hals und Kopf dem irdischen [[Löwen]] ähnliche Horud wird von den Saturnusbewohnern zahm gehalten und zur Jagd auf kleinere, teilweise sehr schädliche Tiere verwendet. Außerdem ist er in der Lage, Äste abzubeißen und zu verkleinern, die er sogar zu den Wohnungen der Menschen trägt und zu Feuerholz verkleinert. Dieses Tier wird zu allerei Arbeiten des Zerbeißens und Tragens verwendet; allerdings muss es jung gefangen und entsprechend abgerichtet werden, denn mit den alten Tieren ist nichts zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|26.3}}; {{L|SA|26.10-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Buka&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nützlichste zahme Tier ist die &amp;quot;Buka&amp;quot; genannte [[Kuh]] der Saturnusbewohner. Sie ist riesenhaft groß und ganz zahm, verzehrt sehr wenig Futter, trinkt aber desto mehr Wasser. Die Buka gibt eine sehr wohlschmeckende [[Milch]], die vorzüglichste Nahrungsquelle der Saturnusbewohner. Sie sieht einer Auerkuh ähnlich, wobei das weibliche Tier bedeutend kleiner als das männliche ist. Ihr Leib befindet sich auf vier verhältnismäßig festen Füßen, die aber im Verhältnis zum Leib kürzer sind als jene der irdischen Kuh. Da die Kuh so groß ist, wird sie auch nicht entsprechend der irdischen Kühe gemolken, sondern sie gibt ihre Milch freiwillig. Sie wird auch nicht in einem Stall gehalten, sondern in einem Garten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|30.3-9}}; {{L|SA|30.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Blaue Ziege&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Blaue Ziege&amp;quot; ist vor allem für die weniger bemittelten Menschen des Saturnus ein nützliches und unentbehrliches Tier, insbesondere bei den Gebirgsbewohnern, da dort die große Kuh nicht gut fortkommt, hauptsächlich wegen zu wenig Wasser. Sie sieht nicht der irdischen [[Ziege]], sondern mehr dem [[Elch]] ähnlich und die Saturnusbewohner verwenden ihre gehaltvolle Milch und ihre feine und reichliche Wolle. Die Blaue Ziege wird bei guter Behandlung so treu und zahm, wie ein treuer Hund, der einem überall hin nachläuft. Sie braucht keinen Stall und kein Mensch eignet sie sich an, sondern wenn so ein Tier mit einem vollen Euter zur Wohnung der Menschen kommt, dann wird es gemolken. Diese Ziegen sind so zahm, gutmütig und anhänglich, dass sie zur rechten Zeit immer von selbst kommen; sie versorgen sich dennoch selbst und bedürfen auch keiner Wächter oder Wärter. Die Menschen halten für dieses Tier eine Art Ziegendankfest ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.1-4}}; {{L|SA|31.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Fur&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;quot;Fur&amp;quot; oder &amp;quot;Der treue Hausknecht&amp;quot; ist dem irdischen [[Orang-Utan]] ähnlich, sieht jedoch menschenähnlicher aus, ist zahm und derart gelehrig, dass es sich in kurzer Zeit zu allerlei Diensten abrichten lässt. Es bestellt den Acker, trägt Wasser, sammelt Holz, reinigt die Felder, jagt schädliche Wildtiere und bewacht in der Nacht das ganze Hauswesen. Das Fur verlangt dafür nichts weiter als eine gute Behandlung und manchmal eine Frucht aus der Hand eines Menschen. Durch rohe Behandlung wird es untreu und verlässt das Haus für immer. Es verspeist Früchte von Bäumen und Sträuchern, die von den Menschen nur selten und von den bemittelteren gar nicht genossen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.2-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Saturnushund&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der dem irdischen [[Hund|Haushund]] ähnliche Saturnushund wird wegen seiner Stärke und Gewandtheit als wie ein irdisches [[Pferd]] gebraucht. Nur auf ihm geritten wird nicht, da Saturnusmenschen es unter ihrer Würde halten, ein Tier zu besteigen und sie zudem mit den eigenen Füßen am schnellsten vorankommen. Von diesem Tier gibt es viele verschiedene Rassen, die aber überall zum selben Zweck verwendet werden. Wie die irdischen Hunde bewachen sie auch das Haus, nur ist ihre Stimme kein Bellen, sondern ein donnerartiges Knurren.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|32.16-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Menschen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die überaus schön gebildeten Saturnusmenschen sind entsprechend ihrem Planeten wesentlich größer als irdische Menschen, wobei die [[Frau]]en durch die Rundungen und Weichheit ihrer Form über alle irdischen Begriffe wahrhaft schön, jedoch um fast ein Drittel kleiner und schwächer als die [[Mann|Männer]] sind. Die Frau ist 80-90 Fuß groß (ca. 24-27 Meter), der Mann 95-135 Fuß (ca. 28-40 Meter). Die sehr feine und zarte Haut der Frauen ist weiß wie Schnee, der von der Sonne beschienen wird. Nur stellenweise sticht ein blasses Rot hervor. Finger und Fußnägel sind als ob ein poliertes Gold mit Karminrot sanft überstrichen sei und regenbogenfarbig wo die Nägel über das Fleisch hinauswachsen. Die Augen sind zumeist ausgezeichnet groß, die Pupille blendend schwarz, die Regenbogenhaut vollkommen himmelblau, der übrige Augapfel stark weiß. Die Augenbrauen sind stark und von dunkelgoldblonder Farbe, die Kopfhaare sind überaus weich und reichen nicht selten bis über das Knie und haben dieselbe Farbe wie die Augenbrauen. Die Männer sind ein vollkommenes Ebenbild nach [[Christus]], d.h. sie sind ein Herr der Natur ihres Planeten. Sie sehen aus wie ein vollkommener Jüngling auf Erden, bei dem die Muskeln noch nicht so sehr getrennt erscheinen, sondern noch im lebhaften Zusammenhang stehen. Ihre Haut ist jedoch viel feiner als die eines irdischen Jünglings. Sie tragen einen verhältnismäßig großen Kinnbart und haben bis auf den Leib herabhängendes, gelocktes, zumeist lichtblondes Kopfhaar, das nicht selten blendend weiß ist und nur manchmal in den Ebenen etwas ins Braunrötliche übergeht. Bart und Augenbrauen sind stets etwas dunkler als die Kopfhaare. Ihr Körper ist wohlproportioniert; Wangen, Brut und Arme sind etwas lebhafter gerötet als bei der Frau. Die Saturnusmenschen haben sehr scharfe [[Auge]]n, die gleich einem [[Adler]] ihre stärksten Sinne sind. Ihre Geschlechtsorgane sind verhältnismäßig klein und weniger eigenartig.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.3-5}}; {{L|SA|38.8}}; {{L|SA|38.20-27}}; {{L|SA|5.14}}; {{L|SA|9.19}}; {{L|SA|32.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner waschen sich liebend gern, bis zu sieben Mal am Tag, weil sie großen Wert auf Reinlichkeit legen, außerdem haben sie Spaß am Schwimmen und sind überhaupt große Künstler auf dem Wasser, auf dessen Oberfläche sie nicht nur schwimmen, sondern auch gehen können. Obwohl sie zum Saturnuswasser um 40 Prozent leichter sind als die Menschen im Verhältnis zum irdischen Wasser, können sie auch tauchen, aber nicht besser als die irdischen Gänse. Sie können sich auch in der Luft frei erhalten und daher ohne Schaden aus der größten Höhe springen, was sie aber nicht allzu gerne tun, da ihnen nach solchen Luftreisen gewöhnlich unbehaglich schwindlig wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die geschicktesten Flieger sind junge Mädchen, die sich leichter in der freien Luft erhalten als die Männer. Um einen bestimmten, sehr prachtvollen großen [[Schmetterling]] zu fangen, bedienen sie sich nicht selten eines künstlichen Flügelpaares. Es gibt fast keinen Planeten, wo das weibliche Geschlecht noch mehr auf ein zierliches Gewand hält, als auf dem Saturnus. Dem Herrn allerdings gefällt solche [[Eitelkeit]] so wenig wie auf der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|18.7}}; {{L|SA|18.12}}; {{L|SA|40.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner haben keine bzw. nur sehr dürftige Musikinstrumente, sind aber vortreffliche Sänger, wobei die Frauen gewöhnlich die Melodien, die Männer die Akkorde singen. Die Sänger können sich mit einem glücklich erfundenen Akkord oft tagelang unterhalten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|11.7}}; {{L|SA|20.19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da bestimmte Wasservögel auf dem Saturnus jedoch so außerordentlich schön singen, sind die Saturnusbewohner auf ihren eigenen Gesang verlegen und singen wenig und auch gar nicht, obwohl sie große Freunde der [[Musik]] sind.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|21.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Abstammung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie auch auf der Erde stammen alle Menschen des Saturnus nur von einem Menschenpaar ab, jedoch ist die Geschichte der Saturnusmenschen mehr als eine Million Erdjahre älter als die der Erdmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Ernährung und Bekleidung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen sind um [[Lebensunterhalt]] und [[Kleidung]] wenig besorgt. Im Wissen um ihr [[Leben nach dem Tod|Fortleben nach dem Tod]] schätzen sie ihre Leiber nicht hoch ein und sorgen nur soweit dafür, wie es des Lebens wegen geschehen muss. Sie ernähren sich von Früchten und Gemüsearten, die ihre Erde hervorbringt, legen Äcker an und sähen dort allerlei Früchte. Sähen müssen sie gewöhnlich nur alle zehn Jahre und bei besonders gutem Boden sogar nur einmal, da die Wurzeln sämtlicher Saturnuspflanzen nicht leicht absterben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.15}}; {{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kochen, sieden und braten einige Speisen auf einfache Art, ernähren sich ansonsten aber von Rohkost und Milch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|30.12}}; {{L|SA|33.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Fleisch essen sie fast gar keines.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sich die Menschen in den Tiefen weniger gesund ernähren als jene auf den Höhen, werden sie auch bei weitem nicht so alt wie diese.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kleiden sich leicht, weil sie mit einer dicken [[Haut]] oder Hülle umgeben sind, welche die [[Kälte]] abhält.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Fortpflanzung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor dem [[Zeugung]]sakt stellen sich die Ehegatten (Saturnusmenschen leben monogam) dem Ältesten vor. Dieser segnet den Mann dann im Namen des Großen Geistes (Gott), worauf die Gatten niederfallen und den Großen Geist um die Erweckung einer lebendigen Frucht bitten. Danach nimmt der Mann die Frau auf seinen Arm, drückt sie an sein Herz und gibt ihr einen Kuss auf die Stirn, einen auf den Mund und einen auf die Brust. Er legt seine rechte Hand über ihren Bauch und fixiert sie mit seinem [[Wille]]n. Das ist der ganze Vorgang der Zeugung, wobei beide eine wahrhaft himmlisch reine Liebe empfinden, die sie begeistert und auf lange Zeit überfröhlich macht. Die beiden Gatten fallen wieder zur Erde, danken dem Großen Geist für die Zeugung und bitten Ihn zugleich um den Segen für das Gedeihen der Frucht. Darauf begeben sie sich wieder zum Ältesten, wo die Frau zuerst von diesem gesegnet wird und danach von ihrem eigenen Mann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.14-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schwangerschaft]] dauert nur ein Vierteljahr und wird lediglich an der lebhafteren Färbung der Brust einer Frau bemerkt. Die [[Geburt]] geschieht ohne Schmerzen. Die Neugeborenen sind verhältnismäßig sehr klein, wachsen aber außerordentlich schnell. Die Kinder sind in den ersten Jahren so leicht, dass sie wie Flaum in der Luft schweben können, und werden erst schwerer, wenn sie der Brust entwöhnt und festere Nahrung zu sich nehmen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|38.17-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wohnung ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Banyan.jpg|thumb|Banyanbaum]] Die Saturnusbewohner leben vorzüglich mitsamt Familie unter den vielen Ästen und Stämmen von [[Banyanbaum]]-ähnlichen Bäumen, die so groß werden, dass unter einem solchen Baum eine Sippe von nicht selten zehn- bis zwanzigtausend Mitgliedern lebt. [[Stadt|Städte]] und [[Festung]]en wie auf der Erde gibt es nicht, aber die Bewohner verstehen es, ihren Wandbaum so zierlich und kunstvoll anzubauen, dass ein solcher Wohnort viel schöner aussieht, als die größte irdische Stadt. In so einer Baumstadt leben nur lauter Blutsverwandte. Die einzelnen Äste und Nebenstämme werden von dem Hauptstammvater jeder Familie als Eigentum zugeteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.1-2}}; {{L|SA|10.6}}; {{L|SA|33.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Saturnusmann hat sein Leben lang mit seiner Frau selten mehr als vier Nachkommen, weswegen der Saturnus im Verhältnis zur Erde viel weniger dicht bevölkert ist. Die Wohnungen der Saturnusmenschen sind zumeist weit voneinander entfernt; es gibt genug Platz und Grenzstreitigkeiten sind so gut wie ganz unbekannt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|20.4}}; {{L|SA|33.4-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den Höhen sind die Wohnungen nicht so nahe beieinander wie in den Ebenen und eine ganze Familie besteht gewöhnlich nur aus den Eltern und ihren Kindern. Die Groß- und Ureltern leben gewöhnlich für sich mit einigen Dienst- oder Hilfsgenossen. Außerdem wohnen diese Menschen selten auf (bzw. unter) Wohnbäumen, sondern in pyramidenförmigen Zelten aus Laub und Holz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.2-3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen leben gerne in der Nähe von Wasser, weil das stille Saturnuswasser nachts herrlich schimmert, für ein mildes Klima sorgt, ihre Hauskuh viel davon benötigt und sie die Schifffahrt der Gesundheit und des Vergnügens wegen lieben und natürlich um benachbarte Inseln zu besuchen. Obwohl sie über das Wasser gehen können, bedürfen sie der Schiffe, um Lasten zu transportieren und schneller voranzukommen, denn Wassergehen bedarf viel Übung, mehr noch als auf Erden das Eislaufen. Ihre Schiffe bewegen sie durch [[Wille]]nskraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.5}}; {{L|SA|10.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Meeresufer sind bis auf vierzig Meilen nach Erdenmaß landeinwärts unbewohnt, da dieses Gebiet den [[Gezeiten]] unterworfen ist und periodisch überflutet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|13.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben dem Hauptwohnbaum haben die Saturnusmenschen auch noch eine Menge unterschiedlich gebauter Wohnhäuser, die sie zur kühlen Schattenzeit bewohnen und als Vorratskammern verwenden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Gesellschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner leben abgesondert in [[Familie]]n. Wenn Mann und Frau eine Ehe schließen, sondern sie sich vom elterlichen Haus ab und kümmern sich nicht weiter darum, weshalb die Geister des Saturn in Paaren erscheinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gesellschaftsform der Saturnusbewohner ist [[Patriarchat|patriarchalischer Art]]. Die ganze Familie versammelt sich alle Tage bei Sonnenuntergang um den Stuhl ihres Ältesten und vernimmt von ihm den Willen des Großen Geistes für die Nacht und den nächsten Tag.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|33.25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kein Glied einer allgemeinen Familie darf ohne den ihm vom Ältesten bekanntgegebenen Willen des Großen Geistes etwas tun und tut das auch nicht. Wenn jemand den Willen des Großen Geistes durch den Ältesten erfahren hat, dann darf er nicht eher handeln, als bis er dem Großen Geist für die Bekanntgebung Seines Willens - welcher der Wille Gottes ist - innig gedankt hat und um gutes Gelingen gebeten hat. Dies ist der Hauptgrundsatz der ganzen politischen Verfassung der Saturnusmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|35.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die mehr eitlen Patriarchen der Ebenen werden vom Großen Geist und den Engelsgeistern bedeutend weniger angesehen als die besseren Patriarchen der Berge, und daher sind die Ebenenbewohner viel weltlicher gesinnt als die auf den geheiligten Bergen. Die Ebenenbewohner sind sich wohl gute Geschwister, halten sich aber für weise und viel aufgeklärter und gescheiter als die Bergbewohner. Jedoch wenn es ihnen dann vor lauter Weisheit schlecht zu gehen anfängt, machen sie wallfahrtartige Ausflüge auf die Berge, wo sie dann eines anderen belehrt werden. Je nach Umständen können aber auch die Ebenen völlig den Höhen gleichen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.9}}; {{L|SA|47.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer sich nicht an diese einfache Verfassung hält, und aus Eigennutz handelt, der wird ermahnt, und wenn er nicht hört, dann gibt es keine Gefangennahme oder Züchtigung, sondern der Große Geist wird vom Ältesten ersucht, was zu tun ist. Dies kann zu einer Festnahme und Belehrung führen, wonach aber wieder die Freilassung folgt und so sich der Eigensüchtler auch dann nicht bekehrt, dann wird er vom Großen Geist mit einer Strafe heimgesucht. Wer sich jedoch bessert, dem wird vergeben und er wird gesegnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|35.11-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner kennen keine Grenzen, sondern wo jemand hinkommt, da ist er auch so gut wie vollkommen auf seinem Eigentum zu Hause und jeder kann frei den ganzen Weltkörper bereisen. Dies trifft namentlich auf die Gebirgsbewohner zu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.35}}; {{L|SA|35.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Recht der [[Freund]]schaft verweigert ein Saturnusmensch dem anderen nie.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.40}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Menschen nennen sich über die Kontinente hinweg &amp;quot;Bruder im Großen Geist&amp;quot;, helfen sich gegenseitig und nehmen Rücksicht aufeinander.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.41-43}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Saturnus üben die Frauen häufig die [[Jurisdiktion]] aus, denn das männliche Geschlecht ist ähnlich dem der Erde äußerst verliebt und daher zu nachgiebig und lässt sich vor lauter [[Liebe]] von den Frauen beliebig an der Nase herumführen. Allerdings sind die Saturnusfrauen sehr viel züchtiger und häuslicher als die irdischen Frauen, was aber eben auch dazu beiträgt, dass ihnen die Männer höchst zugeneigt sind und ihnen gerne so manche auszeichnenden Vorrechte einräumen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|19.11}}; {{L|SA|47.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachfolge der Ältesten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn ein Ältester gestorben ist, dann tritt der Nachälteste als sein Nachfolger in seine Ordnung. Er fordert alle Familienmitglieder auf, sich auf die Erde niederzulegen und dem Großen Geist zu danken, dass Er dem Patriarchen solch große [[Gnade]] erwiesen und ihn ins [[ewiges Leben|ewige Leben]] berufen habe. Darauf müssen sie den Großen Geist bitten, dass Er es gnädigst gestatten möchte, dass der Geist des Verstorbenen dem nun neuen Ältesten bald erscheinen und ihn in das [[Heiligtum]] des [[Tempel]]s führen möchte um ihn dort zu segnen. Dies geschieht dann stets sichtbar für die ganze Familie. Der Geist stellt vor dem Volk den neuen Ältesten auf den Predigtaltar, segnet ihn und zeigt der [[Familie]] an, dass es dem Großen Geist wohlgefällig ist, dass dieser das heilige Amt übernommen hat, weswegen sie ihm auch in allem zu folgen und jedes seiner Worte zu beachten haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Wirtschaft ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Manufakturen und Gewerbe gleichen sich auf den Höhen und Tiefen, bis auf das Luxusgewerbe, das nur in den Tiefen stattfindet, denn auf den Höhen wird sogar die Färbung eines Fadens oft sündhaft angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Metallverarbeitung&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erzeugung der notwendigen metallenen Handwerkszeuge gehört zur ordnungsgemäßen Verfassung der Saturnusmenschen. Das Rohmaterial für die Werkzeuge und Geräte wird in Fabriken hergestellt, die ein dem irdischen [[Eisen]] ähnliches [[Metall]] verarbeiten. Die Arbeiter in diesen Fabriken stellen die benachbarten Familien. Diese übergeben dann ihren Lohn - der gerechte Anteil an den Erzeugnissen - dem allgemeinen Familienbesitz, wo dann der Älteste entscheidet, was für Werkzeuge daraus gemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Jeder Mann muss jedes erforderliche Handwerk können, damit kein Standesunterschied entstehen kann. Es kann auch jeder ein Ältester werden, insofern die Reihe an ihn kommt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; So gibt es keinen unnötigen Handel und keinen Überfluss, dem man an die Nachbarn verkaufen oder vertauschen möchte, sondern alle Produkte richten sich nach dem täglichen Bedarf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|36.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Weberei&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Weberei liegt allein nur in den Händen der Frauen, wobei diese aber keine Webstühle verwenden, sondern Stricknadeln. Die verwendete pflanzliche und tierische Wolle wird (bei den Höhenbewohnern) auch nicht gefärbt, da solches als [[Eitelkeit]] abgelehnt wird: Alle sind gleiche Brüder und Schwestern im Großen Geist und sollen sich daher nicht in der Farbe des Gewandes unterscheiden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|37.2-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer zu wenig Kleider hat, dem werden solche sofort verschafft; wer dies versäumt, obwohl er vorrätige Kleider hat, der wird auf ein bis drei Saturnusjahre verbannt, damit er in der [[Einsamkeit]] lernt, wie weh es tut, nackt herumirren zu müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|37.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Handel&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Handel]] auf dem Saturnus besteht nur in Tauschhandel und kommt ohne Entgeltung aus. Es gibt keine Börsen, Banken, Kaufläden, Wirtschaften, Geldwechsler, Zollämter, Steuereintreiber und Warenbeschauer. Auch der Wucher (Zinswirtschaft, bzw. zu viel bezahlen) ist völlig unbekannt. Ebenso bedarf es keiner Messinstrumente, denn der alleinige [[Wille Gottes]] und der Bedarf des [[Mitmensch]]en ist das untrüglichste Maß.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.3}}; {{L|SA|36.13-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geistiges Leben ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner können öfters in ihrem Leben mit [[Gott]] und den [[Engel]]n des [[Himmel]]s persönlichen Umgang pflegen. Dadurch gewinnen sie in Kürze mehr [[Weisheit]] und [[Erkenntnis]], als die Erdmenschen durch die überdummen Hochgelehrtheits- und Fortbildungsproduktionen, besonders im Gebiet der so hoch berühmten [[Philosophie]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor allem die Höhenbewohner stehen fast ununterbrochen im Verband mit den Geistern ihres Himmels. Auf die Bitte eines solchen Ältesten geschieht es auch stets, dass ein leuchtender Geist in menschlicher Gestalt zu ihm kommt und ihm kundgibt, wie sich das Volk zu verhalten habe, damit es dem Großen Geist (Gott) wohlgefällig sei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|31.8}}; {{L|SA|34.4-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt kaum einen Familienältesten, der nicht wenigstens einmal den Großen Geist gesehen hätte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewohner der Berge sind die geistig besser erleuchteten Menschen und üben eine brüderliche Führer- und Lehrerschaft aus, wenn sie von den Bewohnern der Täler aufgesucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.1-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Es gibt manchmal [[Heiden]], die trotz aller Mühe der Bergbewohner nicht von ihrem [[Irrtum]] lassen. Diese verfallen dann einem zuerst drohenden, und wenn auch das nichts hilft, schmerzlich strafenden [[Engel]]sgeist, der in außerordentlichen Fällen auch mit der körperlichen Vernichtung bestraft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Gotteserkenntnis =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusmenschen kennen Gott nicht anders als einen vollkommenen Menschen, dessen unendliche Macht in Seinem Willen liegt und mit der unbegreiflichen Kraft Seiner Weisheit alle Dinge erschafft und leitet. Durch diesen richtigen Begriff von Gott erkennen sie desto leichter, dass sie im Geiste ewig bleibende Ebenbilder Dessen sind, der sie nach Sich gebildet und erschaffen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.2-4}}; {{L|SA|44.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht selten kommen gelehrt sein wollende [[Geister]] von der Erde zu den Saturnusbewohnern und werden von diesen ausgelacht und müssen sich ihren außerordentlich schlechten [[Glaube]]n vorhalten lassen, durch den sie nicht einmal wissen, dass der Herr als Schöpfer des Himmels und aller Weltkörper vollkommen ein Mensch ist. Darauf werden die aufgeblasenen Geister der Erde zornig und wollen sich rächen und den Saturnusbewohnern mit [[Gewalt]] einen anderen Glauben beibringen. Dann zeigen sich die Saturnusbewohner jedoch so überaus [[Demut|demütig]], aber doch völlig fest im Glauben, dass den Geistern ganz ekel zumute wird und sie es in der Sphäre der Saturnusbewohner nicht mehr aushalten können, was den Saturnusbewohnern ein Zeichen ist, dass sich solche ungebetene Gäste bald freiwillig entfernen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.12}}; {{L|SA|10.15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner lieben den Großen Geist, aber ihre [[Gottesliebe|Liebe]] besteht mehr in einer übergroßen [[Ehrfurcht]] als in dem Bestreben, dem Großen Geist stets näher zu kommen und endlich vollkommen eins mit Ihm zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner werden von den Geistern unterrichtet, dass der Große Geist auf einem kleinen Weltkörper nahe der Sonne (der Erde) Mensch geworden ist und Fleisch und Blut getragen hat und von den Menschen dort verkannt und getötet wurde. Es ist ihnen kaum begreiflich, wie es möglich war, dass Ihn diese Menschen nicht erkannt haben, daher fragen sie die zu ihnen kommenden Geister auch emsig aus, was diese Menschen jetzt machen und ob sie den Großen Geist noch nicht erkannt haben. Zumeist erhalten sie verneinende Antworten, werden darauf traurig und beten in ihren Tempeln, dass die Erdmenschen den Herrn erkennen möchten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.6-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Liebe des Großen Geistes, und dass Er von den Erdbewohnern Vater benannt und gerufen wird, ist für die Saturnusbewohner etwas so unnennbar Heiliges, dass sie darob stets in einen Fieberschauer verfallen, besonders wenn sie der Älteste noch dazu an die Undankbarkeit der Erdlinge erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt auf dem Saturnus Bewohner, die das große nächtliche Licht, das vom Saturnusring und den Saturnusmonden kommt, den Herrn nennen. Diese werden aber von den übrigen abgesondert und nicht von ihnen geduldet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|100}}; {{L|SA|47.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Tempelbau =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner bauen sich Tempel aus lebendigen Pflanzen, d.h. sie pflanzen ihn an, indem sie die edelsten und schönsten Bäume sähen. Dort darf nur dem Großen Gott allein ein [[Opfer]] dargebracht werden. Wo und wie der Tempel erbaut wird, zeigt ihnen der Große Geist (Gott).&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.17-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Kraft ihres Willens, den sie mit dem [[Wille Gottes|Willen Gottes]] vereinen, vermögen sie es, den Boden derart zu kräftigen, dass ein solcher Tempel innerhalb eines Tages schon in größter Pracht vollendet dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.27-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Gedeihen des Tempels zeigt ihnen an, ob ein neu eingenommener Besitz rechtmäßig ist; d.h. wenn ein Tempel einmal dasteht, dann hat ein etwaiger früherer Besitzer alles Recht verloren, denn das größte Gesetz der Saturnusmenschen lautet: Was der Große Geist jemandem gegeben hat, das gehört vollkommen dem, der es von Ihm empfangen hat. Kein Wesen des Himmels, kein Geist des Lichtes und keine Kreatur der Welt hat da mehr das Recht, ihm die Gabe streitig zu machen und wer das täte, der soll hinausgetrieben werden in das ewige Eis.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|34.31-33}}; {{L|SA|34.37}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tempel der Bewohner der Ebenen sind manchmal bei weitem kleiner und nicht so erhaben prachtvoll wie die auf den Höhen. Auch hat in der Tiefe nicht jedes einzelne Wohnhaus einen Tempel, sondern mehrere Familien haben da nur einen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|46.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Religion =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Religion]] der Saturnusbewohner ist mehr innerlich und geistig und hat nur sehr wenig [[Zeremonie]]ngepräge. Das Zeremonielle besteht in einem lebendigen Tempel, in dem in allen wichtigen Angelegenheiten dem Großen Geist [[Dank]] und [[Bitte]] dargebracht wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.1-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch den Saturnusbewohnern gelten die [[Zahl]]en [[sieben]], einundzwanzig und alle Zahlen, die mit sieben ohne Rest teilbar sind, für geheiligte Zahlen. Daher ist auch bei ihnen der siebente Tag ein Feiertag, an dem unter Anleitung des Ältesten eine religiöse Zeremonie im Tempel stattfindet, wobei dem Großen Geist schon vor Sonnenaufgang Lob und Dank dargebracht wird. Bei Sonnenaufgang begibt sich alles aus dem Tempel und erfreut sich des anbrechenden Tages, danach geht man wieder in den Tempel. Wenn jemand ein neugeborenes Kind hat, muss es an die Grenze des Tempelheiligtums gebracht werden, wo ihm der Älteste die Hände auflegt und es im Namen des Großen Geistes segnet. Danach folgt das Morgenmahl im Tempel, wobei die Menschen das Essen selbst reichlich mitgenommen haben. Vor und nach dem Essen wird dem Großen Geist allzeit gedankt. Danach besteigt der Älteste den Predigeraltar und hält eine Rede, die ihm von dem ihm stets beistehenden Geist in den Mund gelegt wird. Wenn der Älteste von der Beschaffenheit der Welt spricht, versetzt er seine Zuhörer - bald mehrere, bald wenigere - in die innere Anschauung, wodurch sie dann alles sehen können, als wären sie leibhaftig gegenwärtig. Daher sind die Saturnusbewohner, vor allem die der Berge, überaus weise und haben viele Kenntnisse. Sie kennen nicht nur ihre Welt sehr genau, sondern auch andere Welten und ihnen ist auch keine [[Sprache]] fremd, weswegen sie auch die Geister von welchem Weltkörper auch immer, augenblicklich verstehen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.3-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Gottesdienst]] sind die Saturnusbewohner äußerst demütig, denn während des Gottesdienstes achten sie sich selbst gering. Sie verehren [[Gott]] und erkennen Ihn als den alleinigen Gott an. Nach der Predigt folgt ein Spaziergang bis Mittag, wo dann zum Tempel zurückgekehrt und in den Vorhöfen das Mittagsmahl eingenommen wird. Danach bleibt man dort und manchmal gesellen sich sogar Geister und Engel zu der Gemeinschaft und besprechen mit jedermann verschiedenes, was den Herrn betrifft. Zuweilen erscheint sogar der Herr Selbst, zumeist in der Gestalt eines Engels, und somit als Mensch, wobei sogar dem Ältesten Seine wahre Identität solange verborgen bleibt, bis Er Sich zu erkennen gibt, bevor Er wieder verschwindet. Dann leuchtet das Göttliche aus Seinem Angesicht und erregt das Gemüt. Die Saturnusbewohner würden einen längeren, erkannten Aufenthalt des Herrn nicht ertragen, weil ihre [[Achtung]] vor Ihm so übergroß ist. Bei Sonnenuntergang geht man wieder in den Tempel und lobpreist und lobsingt dem Großen Geist, worauf die Segnung durch den Ältesten folgt. Die Zeremonie des Feiertages ist damit zu Ende und alles geht dankbar und fröhlich nach Hause.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|43.2-10}}; {{S|EW|98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Menschen werden zuerst durch äußere Belehrung über das Wesen des Großen Geistes unterrichtet. Dann werden sie hingeleitet zur Erkenntnis Seines Willens und sodann zur Ausübung des erkannten Willens.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der eigentliche geistige Religionskultus ist daher die [[geistige Wiedergeburt|Wiedergeburt des Geistes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|44.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn die Bewohner zu reiferen Jahren gelangen, sprechen sie auch mit Geistern. Von ihnen werden sie dann über den Herrn belehrt und wie er zu verehren sei und wie man leben müsse.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|98}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Sittliches Leben =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kein Saturnusbewohner darf zufolge seiner leiblichen [[Schönheit]] und Größe oder sonst auf irgendeine Weise groß von sich reden. Das wird schon den Kindern eingeprägt, daher getraut sich auch kein Patriarch oder Ältester irgendetwas Großes von sich zu denken. Die Geister der Verstorbenen fördern dies, indem sie einem von einer Eitelkeit gefährdeten ein scheußlich verzerrtes Gesichtgrinsen zeigen. Da vergeht so jemand seine Eitelkeit schnell, weil die Saturnusbewohner wissen sehr gut, dass es die Geister ernst meinen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.1-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Hauptlehre besteht darin, nicht auf den [[Leib]] zu halten, da er sterblich ist, wohl aber alles auf den [[Geist]], der unsterblich ist. Daher scheut der Saturnusbewohner alles Tote, mag in keinen toten Häusern wohnen und noch weniger darf etwas Totes in einem Gott geweihten Tempel vorkommen. Rein muss aber dennoch alles gehalten werden, vor allem der Leib, da er eine Wohnung des unsterblichen Geistes ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Ehe =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Mann ist streng verpflichtet, sich eine Frau nach seiner Wahl und seinem Gefallen zu nehmen, wenn er das gerechte Alter von dreißig bis vierzig Jahren erreicht hat. Seine Wahl darf er aber nur dem Ältesten kundtun, der dann die Eltern der Braut ruft und sie über die Not und den Willen des Bräutigams unterrichtet. Diese Kundgebung wird dann als der Wille des Großen Geistes angesehen, weswegen ein Brautwerber auch nie abgelehnt wird. Die Eheleute werden dann im Tempel vor dem Heiligtum vom Ältesten getraut, der die rechte Hand der Braut in die rechte Hand des Bräutigams legt und die ehelichen Pflichten vorstellt. Nach der [[Zeremonie]] tritt der Älteste zur Seite, der Geist (des Lichtes) enthüllt sein Angesicht, segnet das Brautpaar, geht auf sie zu und trennt ihre Hände auseinander. Dies bedeutet: Nur der Tod, die Scheidung des Geistes vom Leib, vermag das Ehepaar zu scheiden. Darauf verschwindet der Geist und die Ehe ist geschlossen. Es folgt ein allgemeines Familienmahl unter Lobpreisung des Großen Geistes. Am nächsten Tag wird den Vermählten freigestellt, ob sie bei der allgemeinen Familie bleiben wollen, wonach ihnen eine Wohnung inklusive neuer Küche und Vorratskammer eingerichtet wird, oder sie sich irgendwo anders eine Wohnung aufsuchen und errichten wollen, wohin sie auch ihre Eltern und sonstige sehr nahe Verwandte mitnehmen können.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.23-31}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn es bei einer Familie mehr Männer als Frauen gibt, dann können sich die überzähligen Männer eine Frau bei einer anderen Familie suchen. Der Mann kann dann dort bleiben, wo er seine Frau gefunden hat, aber auch mit seiner Frau in die Heimat zurückziehen, jedoch mit der Verpflichtung, alle drei Jahre das Stammhaus der Frau zu besuchen, so lange ihre Eltern leben. Gibt es mehr Frauen als Männer, dann werden ein oder mehrere Boten zu den Nachbarfamilien gesendet, wo dann gewöhnlich ein oder mehrere Brautwerber zusammenkommen. Der Älteste ruft dann den Großen Geist an, der ihm anzeigen soll, welcher der Würdigste sei, was auch augenblicklich geschieht. Sind weniger Brautwerber als heiratsfähige Frauen da, zeigt der Große Geist die Braut an, welche dem Mann am würdigsten ist. Bei gleicher Anzahl steht jedem Werber das Wahlrecht zu. Er gibt dann dem Ältesten seine Wahl kund und dieser berät sich mit dem gerufenen Geist darüber, ob die Wahl gerecht und dem Großen Geist wohlgefällig sei. Wird die Wahl nicht gebilligt, dann wird vom Geist die rechte Wahl angezeigt, in welche die Brautleute mit großer Dankbarkeit einwilligen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|41.22-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===== Totenbestattung =====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Leiche]]n werden nicht begraben oder verbrannt, sondern zu einem [[Pyramidenbaum]]wald gebracht. Dort werden sie mit dem Gesicht zur Erde gewendet auf den Boden gelegt und mit den Ästen dieses Baumes zugedeckt. Die Frauen werden knapp am Stamm, bei den Füßen zusammengebunden, an einen Ast gehängt, so dass der Kopf beinahe den Boden berührt. Da die Leiber der Saturnusmenschen ätherischer und leichter sind als die Schlangenleiber der Erdmenschen, verflüchtigen sie sich in kurzer Zeit nach dem Hinscheiden und verbreiten dabei keinen Höllengestank, sondern einen sehr angenehmen Geruch. Der Leichnam einer Frau verflüchtigt sich noch viel schneller als der des Mannes; bei günstigen Verhältnissen ist schon am zehnten Tag nicht einmal mehr eine Spur von einem [[Knochen]] zu finden. Diese schnelle Verwesung wird auch durch den Nadelbaum bewerkstelligt, der dem Leichnam alle [[Elektrizität]] raubt, wodurch der naturmäßige Körper vergeht, als wäre er vom [[Feuer]] verzehrt worden. Getrauert wird nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.11}}; {{L|SA|40.13}}; {{L|SA|40.19-20}}; {{S|EW|103}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Art Heiden, die den lichten Saturnusring für eine Gottheit halten, laden ihre Verstorbenen auf Schiffe, fahren damit aufs Meer und werfen sie ohne weitere Zeremonie ins Wasser, wo sie sogleich aufgefressen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|47.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Urgrundgeister ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rubenssaturn.jpg|thumb|Saturn verschlingt seinen Sohn (Rubens)]]Die [[Urgrundgeist]]er des Saturnus sind von höchst zerstörungslustiger Beschaffenheit, weswegen so manche alte [[Seher]] der [[Erde]] von diesem Planeten aussagten, er verzehre seine eigenen Kinder. Daher müssen diese Urgrundgeister zuvor durch die [[Friedensgeist]]er, welche keine Urgrundgeister mehr sind, um so tüchtiger vorbereitet werden, bevor sie in ein absolutes, freies Leben übertreten (d.h. Menschen werden) können, ansonsten wäre keine [[Sonne]] und kein [[Planet]] im ganzen [[All]] vor ihrer Zerstörungslust sicher. Das ist auch der Grund, weswegen der Saturnus so weit von der Sonne entfernt ist (die Sonnenstrahlung befreit die Urgrundgeister) und der Saturnus einen Ring hat, der einen die Hitze mildernden Schatten auf den Planeten wirft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.11-12}}; {{L|SA|49.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner müssen daher stets in der größten [[Achtung]] und in dem pünktlichsten [[Gehorsam]] vor dem Großen Geist erhalten werden. Es wird ihnen deswegen auch von der [[Liebe]] nicht zu viel gepredigt, sondern nur so viel, dass sie dieselbe erkennen, aber dabei zu der höchsten Ehrfurcht vor derselben geleitet werden. Auch die eheliche Liebe und die [[Zeugung]] der Kinder ist so gestaltet, dass dabei das [[Gemüt]] der Menschen nie in eine heftige Regung gerät. Alles wird nur durch die größtmögliche [[Demut]] geleitet und geschlichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.12-13}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Saturnusmenschengeistern sind deswegen auch so große Leiber gegeben, damit sie keinen innerlichen Materiedruck erleiden, der von außen nach innen drücken und sie entzünden könnte. Durch die außerordentliche Zartheit ihrer Leiber findet der leicht erregbare Geist nichts, das ihn über seine Natur drücken und dadurch leicht zur völligen Entzündung erregen möchte. Daher hat die göttliche Wissenschaft den Saturnusring erfunden, durch den die Anziehungskraft des Planeten so sehr gemildert wird, dass diese großen Körper im Verhältnis zu ihrem Planeten beinahe ums Hundertfache leichter sind als die der Erdenmenschen im Verhältnis zur bei weitem kleineren Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|50.3-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geisterwelt ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Geister]] der verstorbenen Saturnusmenschen halten sich hauptsächlich in den unbewohnten Schnee- und Eisregionen des Planeten auf.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|10.16}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort gibt es für die Friedensgeister viel zu tun, weil sie durch jenen Akt, der als natürliche [[Kälte]] in die Erscheinlichkeit tritt, die Feuergeister (Urgrundgeister) zur Ruhe bringen und ihre übermäßige Zerstörungslust dämpfen. Je kälter es wird, desto intensiver werden die Unholde gefangengenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturngeister sind rechtschaffenen und bescheidenen, und weil sie sich für [[klein]] halten, erscheinen sie sich auch klein im anderen Leben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf dem Saturnus geschieht es nur äußerst selten, dass Geister verstorbener Menschen, die zu ihrer Lebenszeit sehr [[Rache|rachsüchtig]] waren, in den naturmäßigen polarischen Zustand zurückgeführt werden, was auf der Erde häufig der Fall ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner haben eine große Sehnsucht, die Erde einmal zu sehen. Auch wenn solches in leiblicher Beziehung nicht geht, so gibt es dennoch beinahe nicht einen Saturnusmenschen, der sich nicht sogleich zur Erde begeben hätte, nachdem er seine Hülle abgelegt hatte. Da ein solcher Geist das Materielle nicht leiden kann, sieht er die geistige Erde an und durch [[Entsprechungen]] von dieser aus auch die materielle. Wenn er aber die Erdmenschen erkennt, wird er ganz traurig und verlässt bald wehklagend wieder diesen Weltkörper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|39.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Abneigung der Saturnusbewohner des sich für groß halten geht auch für alle Zeit auf den Geist über. Daher stehen die Saturnusgeister nicht gut mit den Geistern der Erde, bei denen nichts als eine vermeintliche Größe vorherrschend ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|40.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Geistern der Saturnusbewohner ist so wie schon als Mensch keine Sprache fremd. Wenn sie mit Geistern der Erde zusammenkommen, dann verstehen sie diese augenblicklich. Umgekehrt ist dies beinahe nie der Fall. Auch sehen die Geister der Erde die des Saturnus erst, wenn diese sich ihnen zeigen wollen, was ebenfalls an der großen und wahren inneren [[Weisheit]] der Saturnusgeister liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|42.21-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusbewohner machen einen wichtigen Beinteil unter dem Knie des großen [[Schöpfungsmensch|Geistmenschen]] aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|51.11}}; {{S|EW|97}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im [[Göttlicher Mensch|Größten Menschen]] stellen Bewohner und Geister des Saturn den Mittelsinn zwischen dem geistigen und natürlichen Menschen dar, aber den Mittelsinn, der sich vom natürlichen ab- und dem geistigen zuwendet. Daher kommt es, dass jene Geister zum Himmel getragen oder entrückt zu werden scheinen, bald aber wieder herabgelassen werden. Denn was dem geistigen Sinn angehört, ist im Himmel, und was dem natürlichen Sinn angehört, unterhalb des Himmels.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|102}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Außerirdische]]&lt;br /&gt;
* [[Planeten]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnmond]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnring]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[http://www.naturbauten.com/bilder.htm Ein Hauch von Saturnhaus]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saturn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<title>Schöpfungsmensch</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Positionen */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Der &#039;&#039;&#039;Schöpfungsmensch&#039;&#039;&#039; stellt aus und nach der ewigen [[Ordnung Gottes]] das [[Universum]] dar und ist in seiner Art von niemandem außer von [[Gott]] in der Wirklichkeit erschaulich. Die zahllos vielen [[Hülsenglobe]]n (Einzeluniversen) stellen in ihrer gemeinsamen Zusammenfassung einen übergroßen Schöpfungsmenschen dar. Eine bildliche Beschreibung dieses großen Schöpfungsmenschen findet sich bei {{L|HIM|1.410325a}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|8.35.14}}; {{L|HIM|1.410325a.11}}; {{L|MER|12.6-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist nicht zu verwechseln mit dem [[Göttlicher Mensch|Göttlichen Menschen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410325a.25-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schöpfungsmensch ist in seinem ganzen Gehalt der urgeschaffene Geist [[Luzifer]]. Er ist noch immer im Vollbesitz seines großen [[Bewusstsein|Selbstbewusstseins]], aber nicht mehr im Besitz seiner Urkraft. Er ist gefangen und gerichtet in allen seinen Teilen und in zahllose Hülsengloben gesondert. Das ist sein [[Gericht]], und sein [[Leben]], das dadurch in beinahe endlos viele abgeschlossene Teile getrennt ist, ist auch als kein Ganzes, sondern als ein höchst geteiltes anzusehen. Denn nur in jeder Globe ist Leben, außerhalb derselben aber kein anderes als nur das des ewig unwandelbar festen [[Gottwille]]ns. Das gesamte Leben dieses größten urgeschaffenen Geistes ist auf den Punkt der [[Erde]] gebannt. Will er sich dort demütigen und zu Gott wiederkehren, dann soll sein Urleben wieder freigegeben werden. Verbleibt er im Starrsinn, kann die aktuelle Ordnung für ewig bleiben, wenigstens solange, bis sich die ganze [[Materie]] in ein neues, endlos vervielfachtes Seelen- und Geisterleben aufgelöst haben wird. Diese letzte Ordnung wird auch dann fortbestehen, so der urgeschaffene große Geist eine rechte Umkehr machen würde. Das [[Hülsenstoff|Hülsen- und Schotenwerk]], das ohnehin nur aus dem ewig festesten Willen Gottes besteht, wird dann bleiben, aber entledigt von allem nun in ihm enthaltenen Seelen- und Geisterlebens, als feste Unterlage und ewiges Denkmal des großen Wirkens Gottes - an das sich dann ewig neue und reingeistige Schöpfungen reihen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.301.6-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schicksal oder Bestimmung des großen Schöpfungsmenschen entspricht dem &amp;quot;verlorenen Sohn&amp;quot; {{B|Lk|15|11-32}}. Nur ein Weg steht ihm stets frei, und das zum Vaterherzen Gottes. Für jeden anderen ist er gerichtet und so gut wie tot. Er kann nur mehr als ein ganz einfacher [[Geister|Geist]] gedemütigt umkehren und muss dann frei aus sich seine Urtotalität für ewig fahren lassen, wofür ihm dann eine unermessbar größere, aber, wie jedem anderen Menschengeist, nur ganz einfache zuteil würde. Bildlich gesprochen wird der Schöpfungsmensch zunehmend kleiner, bis er kaum mehr die Größe eines Kindes hat und schließlich bis zu einem Punkt zusammenschmilzt. Dafür entsteht ein [[Großer Lichtmensch|neuer großer Mensch]], wobei sich das Pünktchen unter dessen linkem Fuß befindet. Dieser neue Mensch ist nicht etwa der [[Göttlicher Mensch|große Mensch aus den Schriften Swedenborgs]], sondern der sich selbst wieder gefundene &amp;quot;verlorene Sohn&amp;quot;, der sich in jedem einzelnen [[Wiedergeborener|wiedergeborenen Menschen]] wiedergefunden hat, ein Allergeringster in neuen [[Reich Gottes]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410325a.25-26}}; {{L|RB|2.301.6}}; {{L|RB|2.301.11}}; {{L|MER|12.25-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Aussehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schöpfungsmensch erscheint als vollkommene Menschengestalt. Die Knie etwas vorgebogen. Die Hände hängen ganz nachlässig herab. Das Haupt, mit zottigen Haaren versehen, die der Gestalt bis über den halben Leib herabhängen, schaut wie das eines Trauernden, nach vorwärts geneigt, in die bodenlose Tiefe hinab. Die Lenden sind mit einer sehr zerrissen aussehenden Schürze zur Not bedeckt. Die ganze Gestalt vermittelt einen wehmütigen Eindruck. An dieser großen Trauergestalt ist kein Leben zu entdecken. Sie gleicht vielmehr einem Phosphorbild.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.301.2}}; {{L|MER|12.5-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Positionen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hülsenglobe mit der Erde befindet sich am linken [[Fuß]] am äußersten Ballen der kleinen [[Zehe]] des Schöpfungsmenschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410325a.14}}; {{L|RB|2.301.9}}; {{L|MER|12.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Saturn#Menschen|Saturnbewohner]] machen einen wichtigen Beinteil unter dem Knie des großen Geistmenschen aus.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA| 51.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jene Menschen, die auf Bruchstücken der [[Vorerde]] leben (Planetoiden), entsprechen den Kopfhaaren und den Augenbrauen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|BM|46.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Luzifer]]&lt;br /&gt;
* [[Universum]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mensch]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hölle]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Saturnring&amp;diff=38846</id>
		<title>Saturnring</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Funktion */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Ring.png|thumb|Saturnringe (Cassini, NASA, 2007)]] Der &#039;&#039;&#039;Saturnring&#039;&#039;&#039; bildet für sich einen kompakten, festen [[Weltkörper]], der an Fläche und körperlichem Inhalt den eigentlichen Planeten ums mehrfache übertrifft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.2}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Den [[Saturn#Menschen|Saturnusbewohnern]] erscheint der Ring nicht wie ein Ring, sondern wie ein schneeweißer Schein am Himmel in verschiedener Richtung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|104}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Astronomische Daten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Anmerkung|Die aktuellen naturwissenschaftlichen Daten werden in eckigen Klammern [ ] als Vergleich angegeben. Eine deutsche geographische Meile beträgt 7420 Meter.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gesamte Ring hat einen Durchmesser von 40.006 geographische Meilen (296.845 km) [134.000 km (innerster Ring) bis 960.000 km (äußerster Ring)]. Der Ring besteht eigentlich aus zwei Ringen, wobei die Entfernung von der Oberfläche des inneren Ringes bis zur inneren Fläche des äußeren Ringes 545 geographische Meilen (4.044 km) beträgt [mehr als 100.000 einzelne Ringe]. Der Durchmesser des äußeren Ringes von außen bis nach innen beträgt 1.350 geographische Meilen (10.017 km); und der Durchmesser des inneren Ringes, ebenso bemessen, beträgt 3.850 geographische Meilen (28.567 km). Die Ringe sind eiförmig, d.h. wenn man sie durchschneiden möchte, gliche die durchschnittene Fläche einem Ei. Der Durchmesser des äußeren Ringes beträgt nach dem Eigürtel im Ausdruck der Dicke des Ringes 130 geographische Meilen (965 km) und des inneren 380 (2820 km) geographische Meilen. Der innere Ring hat in sich noch drei Halbspalten, davon jede 20 bis 30 geographische Meilen (148 bis 223 km) beträgt. Diese Spalten heißen darum Halbspalten, weil sie nicht durch den ganzen zweiten Ring gehen und selben nicht so gänzlich trennen, wie der äußere von dem inneren Ring getrennt ist; sondern diese drei Halbspalten sind angefüllt mit lauter eiförmigen Kugeln, die so viel im Durchmesser halten, dass vermöge dieser dazwischen liegenden Kugeln die drei inneren Ringe im Grunde nur einen Ring bilden. Wo die Spalten sind, geht ein freier Raum gleich einer nach innen eingebogenen Pyramide, sowohl von unten nach oben wie von oben nach unten, den ganzen Ring hindurch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|1.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ring hat eine Achsendrehung um den mit dem Planeten gemeinsamen Mittelpunkt, jedoch ist die Drehgeschwindigkeit von der des Planeten verschieden. Wenn der Planet sich beinahe zweimal um die Achse dreht, hat der innere Ring, der eigentlich aus zwei Ringen besteht, die durch lauter elliptische Sphären miteinander verbunden sind, sich kaum einmal um die Achse gedreht. Der mittlere Ring hat eine noch langsamere Drehung, der äußerste und größte braucht zu seiner Umdrehung beinahe sieben Saturnustage. Die Bewegungsgeschwindigkeit der Ringe ist genauestens abgewogen, damit keine Teile auf den Planeten herabstürzen oder ins All geschleudert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.5-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ursprünglich war der Saturnus viel größer; der äußere Ring war zuvor die Oberfläche dieses Planeten. Die nördliche und südliche Kappe ist gleich zwei Hohlschalen in den [[Weltraum]] geschleudert worden, da auf diesen beiden Teilen die arge Schlange ([[Satan]]) eine sehr böse Brut ausgesetzt hatte. Nur der heiße Mittelstrich war noch rein geblieben, weswegen er auch erhalten wurde zu einem Zeichen, dass der große Weltenbaumeister einen Weltkörper auch erhalten kann, wenn dieser nicht mehr in seiner ersten planetarischen Vollkommenheit dasteht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der gegenwärtige [[Weltkörper]] im Ring war schon vor der Abkappung vorhanden, was auch bei der Erde der Fall wäre, da auch in ihr mehrere kleinere Erden stecken, die nur durch [[Luft]], [[Wasser]] oder [[Feuer]] in Verbindung stehen. Der Planet Saturnus ist schon die dritte Kugel, da der Ring schon zwei darstellte, weswegen er auch in zwei sich nicht berührende Teile gespalten ist. Am Saturnus lässt sich die innere, mechanische Konstruktion eines Weltkörpers betrachten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|9.11-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschaffenheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Ring hat alle Bestandteile eines Planeten; er hat überaus hohe Berge, große Seen und Flüsse und ist allenthalben sogar mit atmosphärischer Luft umgeben. Allerdings ist das Wasser und die Luft auf dem Ring viel leichter und feiner als auf dem eigentlichen Planeten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Kühlung des Planeten&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schatten des Saturnringes bewahrt die gemäßigten Zonen des [[Saturn|Saturnus]] vor Überhitzung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|48.12}}; {{L|SA|2.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ohne diesen Schatten würde sogar ein ganzes [[Sonnengebiet]], am Ende sogar eine [[Hülsenglobe]] erfahren, welcher Art, Macht, Kraft und Gewalt die [[Saturn#Urgrundgeister|Urgrundgeister]] eben dieses Planeten sind. Daher ist der Saturnusring nicht nur ein Reif eines Planeten, sondern kann als sein starkes Band über ein ganzes Weltall betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|49.10}}; {{L|SA|50.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;Nachwohnstätten der Menschengeister des Saturnus&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saturnusringe sind die Nachwohnstätten der frei gewordenen Menschengeister (d.h. der verstorbenen Menschen) des Planeten. Der erste Ring dient der Abkühlung der größten [[Hitze]], der zweite zur ferneren Abkühlung. Der letzte Ring dient der Geschmeidigmachung, wonach dann erst jeder frei gewordene Menschengeist zur Aufnahme der Liebe fähig wird. Die [[Geister]] der Saturnusmenschen brauchen einen materiellen Aufenthaltsort, wenn sie aus ihrem Körper treten, da sie nicht sogleich als reine Geister dastehen. Sie erhalten beim Übertritt in den großen Ring eine Art materiellen Leib, der aber viel leichter und reiner ist als der frühere auf dem Planeten. Und selbst dieser Leib wird desto reiner und geistiger, auf eine je höhere Sphäre des Ringes der Saturnusmensch übergeht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|50.13-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Ringbewohner essen und trinken und leben auf den Ringen gerade so wie auf dem Planeten. Nur sind alle Erzeugnisse in eben dem Verhältnis feiner und subtiler - wie die Menschen selbst, die dahin gelangen. Der Unterschied zum Planeten besteht nur darin, dass auf dieser zweiten Welt keine [[Tiere]] mehr vorkommen. Es gibt jedoch Fruchtbäume, die aber keinen Samen haben, sondern wie Schwämme dem Boden entwachsen. Die Ringbewohner können sich auch auf den inneren Wunsch der Planetenbewohner auf kurze Zeit zum Planeten begeben und den Planetenbewohnern erscheinen. Die Wohnungen und Lebensverhältnisse der Geistmenschen auf dem Ring sind viel herrlicher, erhabener und angenehmer als auf dem Planeten, weswegen sie keine Lust haben, sich länger auf dem Planeten aufzuhalten, als es dem [[Wille Gottes|Willen des Großen Geistes]] (Gott) nach notwendig ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|SA|50.16-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Saturn]]&lt;br /&gt;
* [[Saturnmond]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Universum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weltkörper]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Saturn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
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		<title>Gebet</title>
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		<updated>2021-11-30T09:56:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: /* Bittgebete */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Gebet.jpg|thumb|Betende Hände (Albrecht Dürrer)]] Unter den &#039;&#039;&#039;Gebeten&#039;&#039;&#039; wird verstanden, was bei denen, die Gebete ausschütten, im [[Glaube]]n und zugleich in der [[Liebtätigkeit]] liegt; denn ohne diese sind Gebete keine Gebete, sondern leere Töne.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|278}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das hauptsächliche und vornehmste Gebet besteht darin, dass ein demütiges Herz [[Demut|demütig]] bleibt und seinen [[Nächstenliebe|Nächsten liebt in der Tat mehr als sich selbst]], [[Gott]] aber als den [[Gottvater|allein wahren Vater]] aller [[Mensch]]en und [[Engel]] über alles.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.207.12}}; {{L|HIM|1.401028.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wahres Beten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das allein wahre Gebet besteht in der aufrichtigen [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]], dem Vater im Himmel, und gleichermaßen zu den [[Mitmensch]]en. Das ist eine rechte Gottesverehrung. Alles andere Gebet hat vor Gott und [[Jesus]] keinen Wert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|ER|65.7}}; {{L|GEJ|2.111.3}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor Gott gilt allein das Gebet der [[Liebe]] im [[Gemüt|Herzen]]. Ein künstliches oder ritualisiertes Lippen- oder Gebärdengebet ist dem Herrn zuwider. Man soll nicht nach der Elle oder nach der Stunde beten, sondern im Herzen voll Liebe geistig und wahr. Wer Gott liebt, der betet Ihn im [[Menschengeist|Geiste]] an, der die Liebe zu Gott im Menschen ist, und in deren [[Wahrheit]], die ein rechtes [[Licht]] ist, das der Flamme der Liebe entströmt. {{B|Joh|4|23-24}} &amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|2.140.3-7}}; {{L|HG|1.1.4}}; {{L|JJ|185.8-11}}; {{L|HIM|3.410305.16}}; {{L|GEJ|1.27.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer den Herrn im Herzen als [[Gott]] und als [[Gott Vater|Vater]] kennt, der wird Ihn auch im Herzen allein durch Liebe ehren und Ihn so nur in &amp;quot;Wahrheit&amp;quot; und &amp;quot;Geist&amp;quot; anbeten – weil der Herr als Gott und als Vater durch Seinen [[Heiliger Geist|allerheiligsten Geist]] nur in den Herzen derjenigen wohnt, die Ihn als das kennen, was Er von Ewigkeit war und als was Er Selbst Sich auf Erden zu erkennen gegeben hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.470705.13}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie das Beten im Geiste und der Wahrheit genau funktioniert, wird in {{L|GEJ|3.123.2-6}} erklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll nicht [[Lippengebet|beten wie die Heiden und Pharisäer mit den Lippen, mit Worten der fleischlichen Zunge]], sondern im Geist und in der Wahrheit, durch lebendige Werke und Taten der Liebe an den Nächsten, dann wird jedes Wort im Namen des Herrn ein wahrhaftes Gebet sein, das Er stets und unfehlbar erhören wird. Man soll wahrhaft vernünftig sein, ein verständiges Herz haben, jedem Gutes tun, der irgend [[Hilfe]] bedarf, selbst den Feinden; man soll jene segnen, die einem fluchen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.209.4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das wahre Gebet ist die Liebe zum Herrn; wer diese hat, kann seinen Lippen allzeit die Mühe ersparen. Man soll im Stillen beten, und das genügt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|214.26}}; {{L|GEJ|1.46.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das wahre Gebet im Geist und in der Wahrheit ist stumm und wer so betet, dessen Herz ist ganz daheim und kann nicht von der [[Welt]] beunruhigt und bekümmert werden. So ein Herz ist frei den Herrn über alles zu lieben und alles andere nur aus dem Herrn. Wer noch mit dem Mund beten und danken kann, dessen Herz hängt noch vielseitig an der Welt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.132.21-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer Gott wahrhaft und fruchtbringend anbeten will, der muss Gott zuvor in seinem Herzen lebendigst erkennen, er muss Gott im Geist und in aller Wahrheit zuerst haben in der Erkenntnis und in der Liebe, dann erst kann er Ihm die Ehre geben und Ihn vollgültig anbeten; ohne dem treibt der Mensch auch mit dem wahren Gott eine scheußliche [[Abgötterei]]. Ein Mensch kann den allein wahren Gott nicht würdig und wirksam anbeten, so er Ihn noch nie als nur vom Hörensagen ganz götzenhaft erkannt hat. So ist dann kein Unterschied zwischen der Anbetung des allein wahren Gottes und der eines [[Götze]]n. Die wahre Anbetung des allein wahren Gottes besteht in der Liebe zu Ihm und in der Liebe zum Nächsten. Wer aber kann Gott lieben, so er Ihn noch nie erkannt hat?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.207.2-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott soll man nicht in Seiner [[Heilig]]keit anbeten, sondern nur in des Vaters Liebe, denn Gott (in Seiner Heiligkeit) sind alle (sündhaften) Menschen ein Gräuel, nur dem Vater sind sie [[Kinder Gottes|Kinder]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.167.9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mensch soll Gott, seinen [[Schöpfer]], ohne Unterlass anbeten, da Gott in Sich heilig und darum aller Anbetung würdig ist. Aber Gott in Sich ist ein Geist und kann daher nur im Geiste und in der Wahrheit angebetet werden, was so viel heißt als in der Tat durch allerlei gute Werke an [[Freund]]en und [[Feind]]en, allzeit an den einen wahren Gott glauben, Ihn aus allen Kräften im Herzen über alles lieben und Seine leichten [[Gebote]] halten. So wird das Gebet gerecht sein vor Gott. Was man den [[Armer|Armen]] aus der Liebe zu Gott tut, das tut man Gott. Die wahre Anbetung Gottes besteht allein in dem [[Glaube]]n an Jesus und dass Er von Gott gesandt zu uns gekommen ist. Man soll nicht tun wie die [[Weltmensch|Kinder der Welt]], die meinen Gott gedient zu haben, weil sie eine Zeitlang mit ihren Lippen gewetzt haben.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.36.3-4}}; {{L|GEJ|3.123.5}}; {{L|GEJ|6.57.21}}; {{L|JJ|91.7-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dem irdischen Ort, an dem man betet, ist nichts gelegen, da die Erde überall gleich Gottes ist. Es kommt allein nur auf das Herz jegliches Menschen an, ob es ein möglichst reines, liebevolles, demütiges Herz ist und ob es Gott liebt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.27.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man betet nicht zum Herrn, wenn man zu Gott dem Vater (Anm.: als separate Person) betet, wohl aber betet man zu Gott dem Vater, wenn man zum Herrn betet, denn sie sind eins wie Seele und Leib. Auch ein Mensch wird seinem Leib nach angeredet, den man sieht, und man wendet sich nicht zuerst an seine Seele, die man nicht sieht. Indem man den Menschen seinem Leib nach anredet, redet man auch seine Seele an.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|341}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wirkung ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer immer das Göttliche unter Menschengestalt anbetet, wird vom Herrn angenommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EW|7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Indem man Gott bekennt durch seine lebendige Liebe zu Ihm und so im Geist und in der Wahrheit zu Ihm betet, dann geht man in den lebendigen Glauben über, das ist ein lebendiges Schauen im Geist in sich, in dem man Gott erst wahrhaft erkennen und lebendig bekennen wird im Geist und in der Wahrheit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.47.8-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist das Herz das, was es sein soll, nämlich ein Gefäß der Liebe zu Gott, ein Gefäß voll Sanftmut und Demut, dann ist volle Wahrheit in solch einem Herzen; wo aber Wahrheit ist, da ist [[Licht]] und [[Freiheit]], denn das Licht der Wahrheit macht jegliches Herz frei. Ist aber das Herz frei, so ist auch frei der ganze Mensch. Wer demnach mit solch einem Herzen Gott liebt, der ist ein rechter Anbeter [[Gottvater|Gottes des Vaters]].&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.27.14-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arten ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bittgebete ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[File:Lk_Christ_in_Gethsemane.jpg|thumb|Jesus in Gethsemane]] In jeder [[Not]] soll mit natürlicher Sprache im Herzen zu Gott gebetet werden, und man wird nicht vergeblich [[Bitte|bitten]]. Dabei soll man nicht viele Worte und keine [[Zeremonie]] machen, sondern ganz still im geheimen Liebeskämmerlein des Herzens bitten. Jeder soll so entsprechend dem [[Vater Unser]] im Herzen bitten, und seine Bitte wird erhört werden, wenn es ihm mit derselben völlig ernst ist und er nicht nur mit dem Mund, sondern wahr und lebendig im Herzen gebetet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|10.32.4-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Bitte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beten für arme Seelen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Arme Seele#Beten für arme Seelen|Arme Seelen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Beten für Verstorbene ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Tote#Beten für Verstorbene|Tote]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und das Beten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gott allein gebührt alle [[Verehrung]], alles [[Lob]], aller [[Dank]], aller Preis und alle Anbetung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410320.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wird durch die Gebete der Menschen aber nicht mächtiger und größer, als Er es ohne Gebete ohnehin ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|JJ|185.12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man kann endlos den [[Name Gottes|Namen Gottes]] anrufen und beten; solange dies nicht in der reinen Liebe des Herzens geschieht, hat es vor Gott keinen Wert. Erst wenn der [[Selbstsucht|Eigennutz]] völlig ausgemerzt ist, erhört Gott Gebete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.134.16-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenn jemand den Namen Gottes ruft, hat Gott aber seinen Rücken zugewendet, der wird so lange nicht erhört werden, bis er Herz und Angesicht Gott zugewendet hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|1.160.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehrtes und wirkungsloses Beten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Selbstsüchtige Bittgebete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den Gebeten weltlicher Herzen pflegt der Herr kein Ohr zu leihen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.430510.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Landmann betet zu Gott, wenn es trocken ist, um einen Regen. Und wenn es ihm zu viel regnet, wieder um Sonnenschein. – Ein Händler betet, dass er recht günstig kaufe und recht sündig teuer verkaufe. – Der Wucherer macht eine fromme Stiftung sogar, auf dass nur recht schlechte, magere Jahre kommen sollen. – Der Lottospieler betet sich oft die Zunge wund um einen Treffer usw. Solche scheren sich wenig um den Himmel, den ihnen Gott geben möchte; sondern nur den Himmel wollen sie, den sie sich selbst erbaut haben aus ihren Begierlichkeiten. Sie beten Gott nicht als Zweck, sondern als Mittel an. Sie kehren sich zu Ihm der Welt wegen, aber nicht Seiner Selbst willen. Gott lässt sich aber nicht als solcher Unterhändler gebrauchen und sagt zu so jemandem: &amp;quot;Was du im Herzen trägst, dahin wende dich auch selbst! Der, den du liebst, wird dir doch sicher näher sein als ich!? Daher lass mich so lange ungeschoren, bis du mit der Liebe zu mir dich mir nahen wirst!&amp;quot; Wer Gott liebt, der muss Ihn lieben Seiner Selbst willen, aber nicht der weltlichen Vorteile halber - dann wird alles, was Gottes ist, auch sein sein. Wer Gott aber nur der weltlichen Vorteile wegen sucht, der ist Ihm ärger und unerträglicher als einer, der Ihn noch nie gesucht hat. Gott betrachtet so jemanden als [[Schmeichler]] und [[Schmarotzer]], vor dem es Ihm ekelt, der sich vor Ihm fernhalten kann und den Er nicht anhört.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|2.420527.8-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bezahlte Gebete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein kurzes Gebet im Geiste und in der Wahrheit aus dem Herzen eines des Herrn liebenden Bruders, auch wenn es nur 10 Worte lang ist, hat einen unendlichen höheren Wert als 10000 Hochämter in einer fürs Volk unverständlichen Sprache, wenn sie noch so gut bezahlt wären von Gläubigen und gelesen bei den privilegierten Gnaden-Altären.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410525a.6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lippengebete ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe [[Lippengebet]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anbetung von drei Göttern ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer nach der Glaubensformel betet, &#039;&#039;dass Gott der Vater um des Sohnes willen den Geist senden wolle&#039;&#039;, der betet zu Gott dem Vater als den einen Gott, und mit Rücksicht auf den Sohn als den anderen Gott, und um dem Heiligen Geist als den dritten Gott. Wer zwar in Gedanken die drei Personen zu Einem Gott macht, zerteilt diesen, das heißt, seine Vorstellung doch wieder in drei Personen, wenn er so betet. Dieselbe Glaubensformel macht auch aus dem Herrn zwei, weil man alsdann bloß an das Menschliche des Herrn und nicht zugleich an Sein Göttliches denkt; denn um des Sohnes willen, heißt um Seines Menschlichen willen, welches am Kreuz gelitten hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{S|EO|537}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
siehe dazu auch [[Dreieinigkeit#Falsche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes|Falsche Lehre von der Dreieinigkeit Gottes]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Betet ohne Unterlass ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Betet ohne Unterlass!&amp;quot; {{B|1Thes|5|17}} bedeutet nach der [[Ordnung Gottes]] zu leben und daher Seine leichten Gebote halten, man hält sein Herz ständig vollkommen bei Gott und nicht zur Hälfte bei der Welt. Wer den [[Wille Gottes|Willen Gottes]] tut, der betet ohne Unterlass. Wer meint, er müsse Tag und Nacht Lippengebete abhalten, der ist entweder ein Narr oder ein Betrüger, denn es wird oft genug in [[Bibel|der Schrift]] erwähnt, in was für einem Ansehen lange Lippengebete bei Gott stehen. Und wie sollten die Menschen ihre nötige [[Arbeit]] bestellen, wenn Gott von ihnen wollte, unaufhörlich herz-, und sinnlose leere Lippengebete herzuplappern?&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|NS|65.6}}; {{L|GEJ|2.111.9}}; {{L|GEJ|6.123.7}}; {{L|HIM|2.430101.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer mit Händen, Füßen, Augen, Ohren und Lippen in einem fort tätig ist und im Herzen allzeit Gott und die armen Nächsten liebt, der betet wahr und ohne Unterlass zu Gott, der ihn segnen und jenseits das allerglückseligste [[ewiges Leben|ewige Leben]] geben wird. Mit den Füßen wird gebetet, indem man zu den Armen geht und ihnen Hilfe und Trost bringt; mit den Händen: wenn man den Notleidenden unter die Arme greift; mit den Augen: wenn man gerne die Armen ansieht; mit den Ohren: wenn man gern und tatwillig [[Gottes Wort]] anhört und dieselben vor den Bitten der Armen nicht verschließt; und mit den Lippen: wenn man sich gerne tröstend mit den Armen und Verlassenen bespricht, für die Gefangenen gern ein gutes Wort einlegt bei denen, welche die Armen oft schuldlos gefangenhalten, damit diese sie wieder freilassen, oder indem man Unwissende belehrt und sie zum wahren Glauben, zur rechten [[Gotteserkenntnis]] und zu allerlei nützlicher [[Tugend]] beredet. Das alles ist dann auch ein Gott höchst wohlgefälliges Gebet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.111.6-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Falsche Vorstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gebet als eine Art Buße ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dumme Menschen halten das Beten, das sie als etwas Unangenehmes ansehen, für ein [[Kreuz]], durch das man [[Verdienst]]e erwirbt - eine Kasteiung oder [[Buße]]. Tatsächlich aber ist das Gebet die über alles entzückende Erhebung des Herzens zum heiligen Vater, der himmlischste Akt des armen Menschen diesseits und jenseits. Lediglich die geist- und sinnlose Art zu beten, durch die der Geist nicht belebt, sondern getötet wird, ist ein drückendes Kreuz. (nach Peter Peter)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.239.10-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Bitte]]&lt;br /&gt;
* [[Dank]]&lt;br /&gt;
* [[Gotteslob]]&lt;br /&gt;
* [[Meditation]]&lt;br /&gt;
* [[Vater Unser]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Spirituelle Praxis]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Datei:Lk_Christ_in_Gethsemane.jpg&amp;diff=38844</id>
		<title>Datei:Lk Christ in Gethsemane.jpg</title>
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		<updated>2021-11-30T09:55:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: Christ in Gethsemane, Heinrich Hofmann, Wikimedia Commons, Public Domain&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Christ in Gethsemane, Heinrich Hofmann, Wikimedia Commons, Public Domain&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
	</entry>
	<entry>
		<id>https://prophetia.org/index.php?title=Hochmut&amp;diff=38843</id>
		<title>Hochmut</title>
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		<updated>2021-11-30T09:51:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;LorberEd: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;[[Datei:Lk pride.png|thumb|Hochmut, Jacob Matham]]Der &#039;&#039;&#039;Hochmut&#039;&#039;&#039; ist ein Geist aus dem Geiste der durch sich selbst bedungenen [[Verworfenheit]], der Geist des [[Satan]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.93.2-3}}; {{L|GEJ|2.113.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist ein stets lockereres Gestalten und sich ins Endlose hin auseinander Zerstreuen und am Ende nahe gänzliches Verlieren des [[Leben]]s, der [[geistiger Tod|geistige Tod]]. Die [[Demut]] ist das Gegenteil davon.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|4.95.1}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus dem Hochmut kam, kommt und wird allzeit alles [[Übel]] in die [[Welt]] kommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|1.108.14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wesen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochmut ist die Mutter aller anderen [[Sünden]], ein Grundübel aller Übel. Aus dem Hochmut geht alle andere Sünde hervor, wie [[Selbstsucht]], [[Herrschlust]], [[Neid]], [[Geiz]], [[Wucher]], [[Betrug]], [[Diebstahl]], [[Raub]], [[Zorn]], [[Mord]], [[Trägheit]] zur rechten Arbeit, Hang zum Wohlleben und Großtun, [[Unzucht]], Gottvergessenheit bis hin zur [[Gottlosigkeit]], [[Ungehorsam]] gegen alle [[Gesetze]], ob göttlich oder politisch. Um all diese Hauptsünden wie auf einen Schlag loszuwerden, muss man den Hochmut loswerden, weil dieser der alleinige Grund all dieser Sünden ist. Sünden, die ohne Hochmut begangen werden, sind keine Sünden, weil sie den Grund zur Sünde nicht in sich bergen. Wie dies möglich ist, illustriert das [[Gleichnis]] von dem Pharisäer und Zöllner im Tempel {{B|Luk|18|10}}. Wo kein Hochmut ist, da ist die [[Liebe]], die in sich alle Demut birgt. Liebe und Demut tilgen alle [[Fehler]] und Sünden, und wären es noch so viele. Jedoch auch nur ein Atom Hochmut belebt alle anderen Sünden. Alle [[Gerechtigkeit]] und Unbescholtenheit nützen einem nichts, wenn man sich darauf etwas einbildet und sich besser als jene hält, die man als arge [[Sünder]] erkennt, weil man damit schon vom Hochmut befangen und damit schlechter als ein schwerer Sünder ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.28-33}}; {{L|HIM|3.490406.42}}; {{L|HIM|3.490406.83-84}}; {{L|HIM|3.490406.99}}; {{L|GEJ|1.45.5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Wer nicht ablässt vom kleinsten Stäubchen Hochmut, dem wird in der Folge das [[Reich Gottes|Reich des Herrn]] nicht geoffenbart werden im Geist, und er wird nicht eher hineinkommen, als bis er das letzte Stäubchen Hochmut aus sich geschafft haben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|3.165.11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Hochmut liegt die Verachtung alles dessen zugrunde, was denselben umgibt, daher kann ein Hochmütiger niemanden lieben. Der Hochmütige will nichts Höheres über sich erblicken; kann er sich auch nicht auf den höchsten Wahngipfel erheben und muss sich noch einem Höheren gehorchend unterziehen, so tut er solches nur aus Eigennutz. Wenn er jemanden mit einer scheinbaren Liebe umfasst, so gilt das soviel, als wenn er sagen möchte: &amp;quot;Weil ich dich nicht mit Gewalt beherrschen kann, so will ich dich mit der List fangen und zu meinem Sklaven machen!&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|1.410320.10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmut, wie geartet und woher auch immer, ist für [[Menschenseele|Seele]] und [[Menschengeist|Geist]] eine allergiftigste Stickluft aus der [[Hölle]], durch die in kurzer Zeit alles [[Leben]] zugrunde gehen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.35}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nichts ist schwerer aus einer Seele zu bringen, ohne ihr zu schaden, oder sie ganz zu vernichten, als der sogenannte theosophische Hochmut. Ein [[Regent]] meint wohl unter den Menschen der Höchste und Unantastbarste zu sein, aber z.B. die alten, eingefleischten Hierarchen aus den finstersten Zeiten (Anm.: konkret gemeint sind röm.-kath. Priester aus dem Mittelalter) halten sich für Wesen, denen die Gottheit Selbst gehorchen muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.217.3-4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hochmut ist grundböse. Ihm müssen [[Grenze]]n gezogen werden, damit er nicht ausartet und wie ein Krebsschaden stets weiter um sich greifen kann.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.256.8}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ursachen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochmut oder Stolz entspringen der [[Selbstsucht|Selbstliebe]], der [[höllische Liebe|höllischen Liebe]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|1.93.2}}; {{S|EO|408}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die [[Eitelkeit]] ist ein Same zum Hochmut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|GEJ|2.113.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bekämpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll sorgfältigst in seinem Inneren fleißig nachforschen, ob man nicht irgendwo etwas antrifft, was mit dem Hochmut irgendeine Ähnlichkeit haben könnte. Trifft man so etwas an, dann verabscheue man es augenblicklich und strebe alsbald mit allen Kräften danach, seinen auch noch so gering scheinenden Hochmut loszuwerden, damit er nicht wächst und einen zugrunde richtet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.34}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&#039;&#039;&#039;An folgende Eigenschaften klebt sich der Hochmut an und wuchert dort:&#039;&#039;&#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Geringere Sinnlichkeit:&#039;&#039;&#039; Manche Menschen beiderlei Geschlechts haben von Geburt an ein züchtigeres Fleisch und enthalten sich daher auch um vieles leichter von all den [[Sinnlichkeit|sinnlichen Gelüsten des Fleisches]]. Diese Menschen triumphieren dann aber gewöhnlich nicht über sich selbst, sondern hauptsächlich über ihre Nebenmenschen, deren Natur nicht aus so keuschen [[Substantialspezifiken]] zusammengesetzt ist. Sie verachten dann gewöhnlich diejenigen, die es wirklich einen großen und beim besten Willen oft vergeblichen Kampf kostet, um sich der fleischlichen Werke zu enthalten. Wenn sie sich über die in diesem Punkt Schwachen lustig machen, sie schmähen oder verfluchen und ihnen die Hölle an den Hals schleudern, da sie sich für besser und unfehlbarer halten, dann verfallen solche fleischlich ohne besonderes Verdienst Reineren dem Hochmut und sind bei weitem größere Sünder in sich selbst als ihre schwachen Nebenmenschen.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Talent:&#039;&#039;&#039; Wer von sich selbst in was immer eine gute Meinung hat, der verlangt, dass auch andere dies von ihm meinen sollen. Wenn nun andere die überwiegende Vortrefflichkeit jener Fähigkeit anerkennen und loben, dann wird der Vortreffliche noch lobgieriger und wendet bald alles an, um seinen Vortrefflichkeit noch mehr zu heben. Er wird ein Virtuose, man streut ihm Blumen, er fühlt sich als eine Art Gott und wird schließlich selbst von Bewunderung über sich ganz hingerissen. So wuchert dann der Hochmut fort und verzehrt schließlich alles Edle, was sonst der Geist vermöge seiner besseren und ausgezeichneteren [[Talent]]e hätte zum Nutzen vieler schwächer begabten Menschen zustande bringen können.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Gelehrsamkeit:&#039;&#039;&#039; Wer viel gelernt und seinen [[Verstand]] mit recht tüchtigen [[Wissenschaft]]en ausgerüstet hat und sich dann über Ungelehrte überhebt, wenn diese zu behaupten wagen, auch etwas zu verstehen, dann ist das Hochmut, der aus dem Herrn Doktor statt des Segens nur einen Fluch für die arme Menschheit zieht. Der Hochmut als Eigendünkel der meisten Gelehrten versengt und verbrennt all das Edle und Gute, das aus ihnen hätte hervorgehen können, da er sie, je älter und größer er wird, für die arme und und bedürftige Menschheit ganz unzugänglich macht.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Amtsinhaberschaft:&#039;&#039;&#039; Viele [[Beamte]]n legen auf ihre Amtswürde ein so großes Gewicht, dass sie die anderen, ihnen untergeordneten Menschen nicht selten für nahe weniger als nichts betrachten. Diese nicht mit dem Amt, das etwas Nützliches ist, verbundene, sondern eigenmächtig geschaffene Amtserhabenheit des Beamten ist nichts als Hochmut, der dem Amt nie einen Segen, sondern allezeit nur den Fluch bereitet.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Priesterschaft:&#039;&#039;&#039; Der [[Priester]], der ein Vorbild aller Demut sein sollte, bildet sich Himmel und Erde ein, hascht nach Gold und Silber, um sein vermeintes himmlisches Ansehen auf einen Glanz zu stellen, vor dem sich sogar die Sonne schämen solle.&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Lehrerschaft:&#039;&#039;&#039; Ein [[Lehrer]] oder Professor der Jugend macht nicht selten förmliche Studien, wie er den Jungen so recht handgreiflich zeigen könnte, was da Außerordentliches hinter ihm stecke. Es liegt ihm meistens weniger daran, seine Schüler von der Nützlichkeit seiner Stellung zu überzeugen, als dass sie vor ihm und seiner professorlichen Amtsautorität zittern. Zwar muss bei manchen Kindern ein ziemlicher [[Ernst]] angewandt werden, um sie vom Nutzen und von der Notwendigkeit dessen, was sie lernen müssen, zu überzeugen und sie dadurch mit Liebe zu den zu erlernenden Gegenständen zu erfüllen. Aber ein Lehrer, der seine Schüler mit der rechten uneigennützigen Liebe zu behandeln versteht, wird mit ihnen bei weitem mehr ausrichten wird als ein Ehren- und Ansehenschnapper.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.40-51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Standesansehen:&#039;&#039;&#039; Der Hochmut der Menschen lässt sich nirgends in einem so hohen Grade merken, wo es sich um die Vergebung des vermeintlichen Standesansehens handelt. Es gibt Millionen Menschen, die recht sanft, liebreich, mildtätig und gerecht sind, aber bei der Ehre ihres Standes darf sie ja niemand angreifen. Vergeben sie aus einer Art Großmut dem Betaster ihrer [[Ehre]] sozusagen ganz und gar, bleibt dennoch etwas zurück. Selbst wenn ein ehedem bester Hausfreund tausendmal um Vergebung bittet, ist er nicht mehr imstande, jenen Fleck vollkommen auszulöschen, den er entweder durch Unbesonnenheit oder zu intimer Vertrautheit dem Haus zugefügt hatte. Schuld daran sind bloß drei Atome Hochmut, und diese drei Atome genügen, dass der Herr bei solchen sonst sehr schätzbaren Menschen so lange nicht einziehen kann, als bis nicht das letzte Atom Hochmut aus ihren Herzen weichen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.85-91}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &#039;&#039;&#039;Elternstolz:&#039;&#039;&#039; Es gibt recht gute Menschen, die das Glück haben, mit recht guten und schönen Kindern begabt zu sein. Auf diese Kinder, besonders so sie schon erwachsen sind, bilden sie sich aber dann sehr viel ein, vor allem, wenn diese Eltern auch noch recht wohlhabend sind. Eine solche Überschätzung der Kinder ist nicht gemäß der Ordnung Gottes und daher Gott nicht im Geringsten wohlgefällig. Eine solche Liebe ist Ihm sehr zuwider, weswegen Er sie auch nie segnen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.95-96}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll nicht zu viel über manche Dummheit der Schwachen lachen, denn darin liegt der eigene Hochmut versteckt und erbittert das Herz des Ausgelachten oft mehr als eine ernste [[Rüge]]. Man soll auch kein Freund von Bonmots und anderen beißenden Reden und Bemerkungen sein, wodurch bestimmte Menschen heruntergemacht werden, denn auch darin liegt wieder Hochmut. Die vollste Liebe und stete Achtung des Menschen muss überall wie eine Sonne hervorleuchten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.99-101}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man soll nicht sagen: Dies Haus, dieser Grund und dieses Vermögen gehört mir. In meinem Hause bin ich der Herr, und auf meinem Grunde habe ich zu schaffen. –  In solchen Äußerungen steckt eine große Portion Hochmut. Die so denken, reden und handeln, bei denen wird der Herr nimmer Einzug halten, weil sie nicht Ihn als den Herrn, dem allein alles wahrhaftigst und vollkommenst zu eigen ist, sondern nur sich als den Herrn ihrer ihnen von Ihm nur auf eine sehr kurze Zeit geliehenen Sache ansehen. Darin liegt ein großer Hochmut, der der alleinige Erzeuger aller [[Krieg]]e im Kleinen wie im Großen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.102}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gott und der Hochmut ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hochmut ist die eigentlich einzige Sünde vor Gott.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die geringste Art des Hochmutes ist vor Gott bei weitem ärger, als jede andere Sünde für sich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.41}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst der gerechteste Hochmut, indem man sich z.B. aus großer [[Gottesliebe|Liebe zu Gott]] damit brüstet, Heldentaten vollbringen zu wollen, ist vor Gott ein Gräuel. (nach den zehn Feuerboten)&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HG|3.161.10-14}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einen stolzen Geist kann man durch nichts eher zur Demut bringen, als wenn man ihm von allen seinen Plänen auch nicht einen gelingen lässt. Daher lässt der Herr z.B. über einen Sieg stolz gewordene Feldherrn hernach eine Niederlage um die andere überkommen. Darauf sitzt dann der große Mann bald irgendwo ganz ruhig und verzehrt gemächlich seinen Ruhegehalt, vergißt am Ende alle seine Heldentaten und wird oft ein recht lieber und artiger Mensch.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|RB|2.225.7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jenseits ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wer viel auf sein irdisches Haus hält und einfache und arme Menschen verachtet, dessen Los ist die Hölle, denn diese ist aus Hochmut und Herzenshärte erbaut. Wenn solche Menschen nicht allein schuld daran sind, dass sie so hart und hochmütig waren, sondern von ihren Eltern so erzogen und gebildet wurden, wird ihnen von Gott eine Gnadenfrist zur Besserung gewährt, wobei sie selbst auf sehr lange Zeit die Niedrigkeit erfahren und jene auf Erden von ihnen Verachteten aufs allertiefste beschämt vollkommen erkennen lernen werden. Bevor nicht das letzte Atom des Hochmutes ihre Herzen verlassen wird, sollen sie das Antlitz Gottes nicht zur Anschauung bekommen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{L|HIM|3.490406.75-81}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Rangsucht]]&lt;br /&gt;
* [[Sünde]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellenverweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gefühl]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sünde]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>LorberEd</name></author>
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