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Athanasisches Glaubensbekenntnis

Aus Prophetia
(Weitergeleitet von Athanasisches Bekenntnis)

Das Athanasische Bekenntnis beinhaltet die falsche Lehre, wonach Gott in drei Personen zerfalle, von denen jede einzelne für sich Gott und Herr sein soll.[1] Es formuliert aber auch die wahre Lehre, nämlich "dass in Christus Gott und Mensch oder Göttliches und Menschliches nicht zwei, sondern in einer Person sind, und dass ebenso wie die vernünftige Seele und der Körper Ein Mensch sind, so Gott und Mensch Ein Christus ist." Diese Lehre stimmt überein mit Mt 28.18, Luk 1.34-35, Joh 1.18, Joh 8.19, Joh 10.30, Joh 10.38, Joh 13.20, Joh 14.9-11, Joh 16.15, Joh 17.2, Joh 17.10, Joh 17.21, Kol 2.9, 1.Joh 5.20, Jes 9.5.[2]

Aus dem folgenden Abschnitt des Athanasischen Glaubensbekenntnis geht klar hervor, dass eine Dreiheit göttlicher Personen von Ewigkeit in Wirklichkeit eine Dreiheit von Göttern ist:

"Eine andere ist die Person des Vaters, eine andere die des Sohnes, und eine andere die des Heiligen Geistes; Gott und Herr ist der Vater, Gott und Herr ist der Sohn, und Gott und Herr ist der Heilige Geist; dennoch aber sind nicht drei Götter und Herren, sondern es ist ein Gott und Herr; wie wir durch die christliche Wahrheit angetrieben werden, jede Person einzeln für sich als Gott und Herrn anzuerkennen, so werden wir durch die katholische (allgemeine) Religion verhindert, drei Götter oder Herren zu nennen."

Dies ist als ein ökumenisches oder allgemeines Glaubensbekenntnis von der ganzen christlichen Kirche angenommen worden. Es geht glaskar hervor, dass man drei Personen annimmt und jede von ihnen als Gott und Herr bezeichnet, dass man "der christlichen Wahrheit" gemäß eine jede Person einzeln für sich als Gott und Herr bekennen und anerkennen solle, jedoch die Religion, das heißt der katholische oder christliche Glaube, verbiete, "drei Götter oder drei Herren auszusprechen oder zu nennen". Wahrheit und Religion, beziehungsweise Wahrheit und Glaube sind demnach hier nicht ein und dasselbe, sondern widerstreiten einander. Dass man hinzufügte, es seien nicht drei Götter und Herren, sondern ein Gott und Herr, sollte verhindern, dass man vor der ganzen Welt dem Gelächter ausgesetzt würde, denn wer würde nicht bei der Behauptung dreier Götter laut auflachen? Wer sieht aber nicht den inneren Widerspruch dieser Hinzufügung? Hätte man hingegen gesagt, allen dreien komme göttliches Wesen zu, dennoch aber seien nicht drei göttliche Wesen, sondern nur eines, und dieses sei unteilbar, dann wäre jedes Geheimnis erklärbar gewesen.[3]

Aus dem Nicänischen und dem Athanasischen Glaubensbekenntnis entstand der Glaube der Kirche. Das heißt ein Glaube an Gott Vater, Gott Sohn und Gott den Heiligen Geist in der Form, dass Gott Vater die Gerechtigkeit Seines Sohnes, des Heilands, zurechnet und den Menschen zuschreibt, während Gott der Sohn Bürgschaft leistet und vermittelt und der Heilige Geist die zugerechnete Gerechtigkeit des Sohnes tatsächlich den Herzen einschreibt, sie darin befestigt und besiegelt, indem er die Menschen rechtfertigt, heiligt und wiedergebiert. Dieser Glaube hat, weil er auf drei Götter ausgerichtet ist, alles verkehrt, was zur Kirche gehört.[4]

Quellenverweise

  1. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 138; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 537
  2. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 4c; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 98; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 99; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 101; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 472; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 571
  3. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 172; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 172b-c
  4. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 177; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 177b