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Brot

Aus Prophetia
Brot und Backwaren

Brot und Speise bezeichnet das Gute.[1] Brot entspricht im Allgemeinen der Neigung zu allem Guten, weil es mehr als jede andere Nahrung das Leben erhält und durch das Brot die Nahrung schlechthin bezeichnet wird. Daher nennt sich auch der Herr Selbst das Brot des Lebens und waren in der israelitischen Kirche Brote in gottesdienstlichem Gebrauch als Schaubrote auf dem Tisch in der Stiftshütte. Auch wurde der ganze durch Schlacht- und Brandopfer vermittelte Gottesdienst "Brot" genannt. Dieser Entsprechung wegen ist auch das Heiligste des christlichen Gottesdienstes das Abendmahl, bei dem Brot und Wein gereicht werden.[2]

Göttliches Brot, himmlisches Brot

Das wahre "Brot" ist die Gottesliebe.[3] Das himmlische Brot ist das Heilige der Liebe.[4] Die Gabe Gottes ist allzeit eine doppelte, nämlich aus der Liebe und aus der Weisheit. Nur das der Liebe Entstammende ist für die Kinder wahrhaft ein "Brot" zum ewigen Leben. Der "Wein" der Weisheit wird nur gegeben zur Dämpfung des Weltverstandes, damit der Mensch daraus erkenne, dass all sein törichtes Wissen an diesem "Eckstein" scheitert, der ein wahrer saurer "Weinstein" ist, ein Stein jeglichen Anstoßes.[5]

Wo das Brot des Lebens erscheint, da ist auch Gott, der gute Vater, nicht ferne.[6]

Gott hat so viel Brot, dass es die Menschen wohl ewig nie aufzuzehren imstande sein werden. Sein Brot hat außerdem noch die Eigenschaft, dass wer nur ein wenig davon genossen hat, schon satt wird. Wer das Brot das Herrn einmal gegessen und Seinen Wein einmal getrunken hat, den wird es weder hungern noch dürsten in Ewigkeit, denn Sein Brot ist ein lebendiges Brot und eine wahrhafte Speise, die sich im Magen der Seele stets von neuem wieder erzeugt und Seele und Geist nährt. Ebenso ist auch Sein Wein ein rechter Trank, dem kein Durst mehr folgt. Zugleich aber reizt dieses Brot den Appetit nebst der Sättigung auch so sehr, dass man noch immer mehr davon genießen möchte. Und dann wird dieses Brot auch immer süßer und wohlschmeckender, je länger und je mehr man davon genießt. Daher soll man nur recht fleißig sein im Essen des göttlichen Brotes. Wein und Brot sind sowohl für den Hunger als für den Durst.[7]

siehe auch Leib Christi

Natürliches Brot

Weizenbrot (Einkorn, Emmer, Dinkel) ist das dienlichste.[8]

Quellenverweise