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Diskussion:Kindheit Jesu

Aus Prophetia

Unwissenheit der Römer hinsichtlich des Judentums

Heute mag es unglaublich klingen, daß der römische Kaiser und sogar Cyrenius als Landpfleger von Palästina nicht bzw. kaum über das Judentum bescheid wußten. Tatsächlich aber ist es so, daß das Alte Testament weltweit erst durch die Christen und die Bibel bekannt wurde. Davor waren Moses, Abraham usw. außer bei den Juden faktisch unbekannt. Interessierte Römer wir Cornelius stellten eher eine Ausnahme dar, denn im allgemeinen verachteten die Römer die Juden und ihre Religion, deren geschlossener Kult im Verstandeslicht so überhaupt nicht gegen die heidnischen Lehren und Philosophen bestehen konnte. In ganz Europa gab es nicht auch nur ein einziges AT bevor es die Christen verbreiteten. Man darf mit einigem Recht die kritische Frage stellen: Gäbe es heute das Judentum überhaupt noch, wenn Jesus Moses verworfen und die Kirche das Alte Testament nicht mit in die Bibel aufgenommen hätte? --Wolfgang 09:30, 15. Dez. 2011 (CET)

Beweislage für die Kindheitsgeschichte Jesus

Angeblich gibt es keinerlei historische Beweise, daß Jesus in Bethlehem geboren wurde usw. Sein Geburtsjahr soll außerdem um 4 vor Chr. sein (weil da Herodes der Große gestorben ist). Der aktuellen Christlichen Zeitrechnung ist auf jeden Fall mit Vorsicht zu begegnen, da sie erst ab dem 6. Jahrhundert ohne sicheres Wissen berechnet wurde. Aus diversen Angaben der Neuoffenbarung könnten sogar bis zu 200 Jahre (!) der aktuellen Zeitrechung gar nicht existieren, wir also nach einer korrekten Zeitrechnung womöglich erst im 19. Jahrhundert nach Christus leben. Dies könnte eine Erklärung sein, weswegen es keine historischen Beweise für die Kindheitsgeschichte gibt. Daß diese nicht einfach nur gleich anderen Geburtsmythen (die es zu allen möglichen Tyrannen und der Phantasie entsprungenen Göttern gibt) von Lukas erfunden wurde, dafür sprechen erstens die wenn auch nur noch verstümmelten Reste des Jakobus-Evangeliums und die Neuoffenbarung, ebenso Inspirationen und Visionen etlicher Menschen. In der Neuoffenbarung zeigt Sich der Herr Seinen nunmehr aufgeklärten Zuhörern der Überlieferung gegenüber doch recht kritisch. Würde es sich bei der Kindheitsgeschichte um eine Schwärmerei gleich der Himmelfahrt handeln, hätte Er dies sicher auch festgestellt und nicht stattdessen ein altes Märchen, welches zwar überirdisch schön ist, aber zugleich die Person und Existenz Jesu in den Augen aufgeklärter Menschen unglaubwürdig macht, in der "Jugend Jesu" neu offenbart. --Wolfgang 10:28, 25. Dez. 2011 (CET)

Die Kindheitsgeschichte hat sicher auch eine historische Wirklichkeit. Große Bereiche davon sind aber vor allem geistig gemeint, denn es geht ja um Geistiges und nicht Naturwissenschaftliches. Das wird besonders deutlich bei der Geschichte um den Heiligen Berg bei Ostracine. Zugleich sollte man bedenken, daß wenn man glauben kann, Gott - der Schöpfer des ganzen Universums - sei als ein Kind auf der Erde geboren worden, was ja ein geradezu empörendes Hauptwunder ist, dann sollte man mit allen möglichen anderen wunderbaren Erscheinungen - ob historisch oder geistig - eigentlich keine Probleme haben, weil anderenfalls sähe man den Wald vor lauter Bäumen nicht. --Wolfgang 11:57, 10. Jan. 2012 (CET)