Fronleichnam
Beim Fronleichnamsfest der römischen Kirche wird die Erfindung und Einsetzung der Hostie und dabei auch der Monstranz gefeiert.[1]
Für den Herrn ist dieses Fest so wie wenn ein Kaiser seinen Untertanen ein Gedächtniszeichen gegeben hätte - wie der Herr dereinst das Liebesmahl mit Brot und Wein - und die Untertanen aber damit nicht zufrieden sind, sondern es derart umgestalten, dass es nicht die leiseste Ähnlichkeit mehr hat. Dieses ganz veränderte Denkzeichen ehren sie dann mehr als den Kaiser selbst und am Ende möchten sie auch noch nicht den Kaiser als Kaiser, sondern lediglich das umgestaltete Denkzeichen für den lebendigen Kaiser halten. Sobald sie der Kaiser darauf anspricht, verhöhnen sie ihn und empören sich wider ihn und bezeichnen ihn als einen allerketzerischesten Widerkaiser, einen Höllenfürsten usw. Wie der Kaiser einem solchen Fest natürlich fernbleiben wird, genauso verhält es sich mit dem Herrn.[2]