Geben
Wer gibt, dem wird gegeben
Wer vieles mit Liebe und Freude gibt, dem wird auch überaus vieles wieder gegeben werden. Das verhält sich so, wie wenn man in die Mitte eines Zimmers ein starkes Licht stellt und dann das Licht auch stark von allen Wänden wieder zurück gegen des Lichtes Mitte strahlt. So wird das starke Licht mit einer mächtigen Glorie eingefasst und dadurch wird das Grundlicht noch herrlicher, mächtiger und wirksamer. Stellt man hingegen nur ein schwach schimmerndes Lämpchen in die Mitte, dann werden die schwach erleuchteten Wände wohl auch nur ein höchst spärliches Licht zurückgeben, und mit der Glorie des Grundlichtes wird es schlecht aussehen. Man kann nicht in ein gutes Erdreich einen guten Samen aussäen, dass er einem nicht eine hundertfältige Ernte zurück brächte. Gute Werke eines guten Herzens sind wohl die beste Samenfrucht, und die arme Menschheit das beste Erdreich.[1]
Geben ist seliger als Nehmen
"Geben ist seliger als Nehmen" Apg 20.35 war der Wahlspruch Jesu, zwar nicht in den vier Evangelien im Wort überliefert, da er den Evangelisten zu alltäglich aus dem Mund des Herrn war, jedoch in Taten und Gleichnissen. Dies soll auch der Wahlspruch jener sein, die der Herr berufen und erwählt hat. So wird man Seine wahrhaftigen Jünger und Kinder sein ewig.[2]
Wenn man noch bei weitem mehr fürs Nehmen als fürs Geben eingenommen ist, kann man auch die große Seligkeit des Gebens nicht empfinden.[3]