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Geschlechtsliebe

Aus Prophetia

Die geschlechtliche Liebe hängt zumeist von der Qualität der seelischen Lebenssphäre ab. Durch diesen jeden von außen her umgebenden seelischen Lebensätherkreis ziehen sich die Menschen, wie sogar auch die Tiere äußerlich an – oder stoßen sich ab, je nachdem der Lebensäther-Ausfluss einer Seele mit dem einer andern korrespondiert oder nicht. Daher geschieht es öfter und leichter, das sich ein Mann in eine Frau verliebt, anstatt umgekehrt, weil die Frau stets einen größeren und kräftigeren Außenlebensätherkreis um sich gebildet erhält als der Mann, der seinen Lebensäther-Überfluss häufiger zu seiner inneren intelligenten Lebensausbildung verwendet und darum nach außen hin nur einen dürftig notwendigen und seltener einen überflüssigen Lebensätherkreis unterhalten kann. Wird aber ein Frau sehr hochgebildet und gelehrt, so wird sie auch wenig Anzügliches darzubieten imstande sein, weil ihr äußerer Lebensätherkreis darum ein magerer wird, da ihr innerer sich gleich dem männlichen zu ihrer intelligenten inneren Seelensättigung verwenden lassen muss. Ebenso wird ein Mann, der sich mit geistigen Dingen wenig oder gar nicht abgibt, einen kräftigen Außenlebensätherkreis um sich erhalten und dadurch das weibliche Geschlecht um vieles mächtiger zur geschlechtlichen Liebe an sich ziehen als ein geistiger Mann.[1]

Unrechte Geschlechtsliebe

Wer mit dem andern Geschlecht eine förmliche Abgötterei der Wollust und Unzucht wegen treibt, der treibt eine wahre Hurerei, und diese ist ein Übel der Übel![2]

Siehe auch

Quellenverweise