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Hanna

Aus Prophetia
Anna stehend hinter Simeon mit dem Jesuskind dargestellt

Hanna (auch: Anna) war eine Prophetin, die zur Zeit der Darstellung von Jesus im Tempel im Jerusalemer Tempel lebte[1] und über Jesus ein großes Zeugnis gab.[2]

Geschichte

Hanna war eine Tochter Phanuels vom Stamm Asser.[3] Sie war so fromm, dass sie sich aus Liebe zu Gott ihrem in ihrer Jugend angetrauten Mann sieben Jahre nicht enthüllte und ihre Jungfrauschaft behielt.[4] Mit achtzig Jahren wurde sie Witwe, ging in den Tempel und verließ ihn nicht mehr. Sie diente dort ausschließlich Gott allein durch Beten und Fasten beinahe Tag und Nacht aus eigenem Antrieb.[5]

Zur Zeit der Darstellung von Jesus im Tempel war sie schon vier Jahre dort, kam nun herzu, pries Gott und redete zu allen, die auf den Erlöser warteten in Jerusalem, was ihr der Geist Gottes gab. Als sie mit ihren prophetischen Worten zu Ende war, bat sie um das Kind, koste es und pries und lobte Gott. Danach gab sie das Kind wieder an Maria und sagte ihr, sie sei glücklich und gebenedeit als Mutter des Herrn. Sie solle sich aber nie gelüsten lassen, sich darum preisen zu lassen, denn nur der Herr sei würdig, von allen gelobt, gepriesen und angebetet zu werden. Danach kehrte die Prophetin wieder zurück, und Joseph und Maria verließen den Tempel.[6]

Nach einem jüngeren Schriftgelehrten im Tempel seien Anna und Simeon bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.[7]

Siehe auch

Quellenverweise