Schlaganfall
Wer an einem Schlaganfall stirbt, der ist von einem lebendigen Feuer der Liebe heimgesucht worden, weswegen diese Todesart in der Vorzeit von den Alten der göttliche Streich oder der göttliche Tod genannt wurde, denn der Scheidende leidet hier auch nicht den allerleisesten Schmerz und erwacht plötzlich von diesem Erdentraumleben ins hellste Leben des Geistes vollkommen. Es gibt allerdings noch eine andere Form, die durch Schwelgen, im Saufen und Huren leiblich herbeigeführt wird. Bei dieser Art verhält Sich Gott wie beim Selbstmord; mit denen hat Er nichts zu tun, denn sie haben ja ihren eigenen Tod gemästet, damit er sie dann schnell und kräftig in seine Arme aufnehmen solle. Diese Art ist kein göttlicher Streich zum Leben, sondern ein tödlicher zum Tod und ist überaus angstquälend und schmerzlich oft noch bis ins Grab bei vollster Gewahrung des Todes selbst und all der vergänglichen äußerlichen Dinge.[1]