Unholde
Der Unholde ist ein wildromantisch-grotesk gestalteter Bergstock in Kärnten, Tirol und Italien. Seine höchste Spitze heißt der "Hohe Stadl".[1]
Das Gebirge war hinsichtlich der Hexen, die es der Sagen der dummen Talbewohner nach bewohnt haben sollen, noch berüchtigter als der Hochstaff. Es sollen dort ganz unschuldige Menschen zu Zauberern geworben worden sein. Dies wird aus den Namen ersichtlich: Auf dem "Zauberplatz" mussten die neuen Ankömmlinge zaubern lernen, auf dem "Ruhdnik" konnten sie sich erholen und "Gerlize" hat in der damaligen dummen Zaubersprache einen Platz der ausgelassensten Freude bezeichnet und auch einen Platz des Zauberspieles. Abtrünnige oder Verräter schleuderten Teufeln an die "Rote Wand", auch "Blutwand" genannt. Über dieser Wand befindet sich die sogenannte "Dreihexenspitze", auch "Dreihexenköffel" genannt, welche fortwährend von den drei ärgsten Hexen bewohnt war, die da Wache halten mussten. Über dieser Dreihexenspitze erhebt sich der "Hexensteig" und ganz oben befand sich der Stadl oder die Burg des Hexenkönigs. Südlich vom Hohen Stadl befindet sich eine sehr steile Spitze namens "Verdammte Bucht", auch "Sandriss" genannt, noch weiter südlich und etwas tiefer, der "Teufelsgalgen", und von da etwas mehr südwestlich das "Böse Weib". An die Namen des Hochstadls und seiner Ausläufer knüpft sich so manche traurige Hexeninquisitionsgeschichte.[2]
Der Hochstadl ist ein Lieblingsaufenthaltsort der mehr frei gewordenen Naturgeister, die mit den am Fuß dieses Berges wohnenden Landleuten in Konflikt standen.[3]