Erbsünde

Die Erbsünde, der Adam und alle seine Nachkommen unterliegen, ist das Fleisch, die Trägheit, die vielfache Sorge um das Fleisch. Sie ist die Folge des Sündenfalls.[1]
Wesen
Durch die Erbsünde hegen die Menschen große Liebe zum Leben auf dieser Welt, und kümmern sich sehr wenig um das ewige Leben, was beim Leibestod zu großer Todesangst führt.[2] Auf sie bezieht sich der Fluch "Im Schweiße deines Angesichtes sollst du dir fürder dein Brot bereiten!" 1.Mose 3.19 und, die Erde betreffend, "Dornen und Disteln wirst du tragen." 1.Mose 3.18 [3]
Auf die Erbsünde geht auch die schmerzvolle Geburt der Frauen 1.Mose 3.16 und die meistens sehr schmerzlichen Todesarten bei den Menschen zurück.[4]
Die Erbsünde wird in der organischen Seelengestaltung vererbt und kann Jahrtausende bleiben, wenn die Seele durch den Geist in ihr nicht wieder in die volle Ordnung gebracht wird.[5]
Erlösung
Jesus kam auf die Erde, um die Erbsünde zu vertilgen, was durch die vielen Wunden geschah, die in Sein Fleisch geschlagen wurden.[6] Nur ein wahrer Messias - Jesus Christus - kann von dem Erbübel auf ewig befreien. Er macht dies durch Lehre und Tat. Der Mensch wird aber nicht durch irgendein magisches Wunder erlöst, sondern nur wenn er die angegebenen Mittel genau und getreu anwendet.[7]
Jede Seele kann sich völlig von dieser Narbe heilen, denn dafür hat Gott schon in der Gegenwart Adams die Vorkehrungen getroffen. Auch Adam selbst ist in seiner letzten Zeit beinahe wieder ganz heil gemacht worden, und daher noch in seinem Fleisch umgewandelt, so wie auch noch einige der Urväter der Erde. Da sich aber ihre Nachkommen mit den Kindern nicht geheilter Völker gemischt haben, blieb das alte adamische Übel den Menschen zu ihrer Qual erhalten.[8]
Um die Erbsünde loszuwerden, gibt es kein anderes Mittel, als dass die Weltsorgen von der Seele freiwillig über Bord geworfen werden. Wurden sie weggeschafft, tritt beim Menschen wieder alles in die alte göttliche Ordnung zurück, und der Mensch ist dann wieder ganz Mensch nach der Ordnung Gottes.[9]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.224.6-11; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.226.10; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 5.204.8
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.226.2
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.225.4
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.226.4
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.225.1
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.225.2-3
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 5.204.8-10
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.226.3
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.226.10