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Farak

Aus Prophetia

Farak ("der Grausame") war einer der zehn Fürsten von Hanoch, der über eine nach ihm benannte Stadt herrschte.[1] Es gelang ihm durch seine Weisheit, die tyrannischen Herrscher des Reichs zu bekehren und bewirkte so für fünfhundert Jahre eine bessere Regierung.[2] Er galt den Hanochiten noch lange als "der Weiseste und Gerechteste"[3] und war ein von Gott als Führer der Tiefe (der Kinder Kains) gesandter Engel.[4]

Farak strebte nach eigener Aussage im Gegensatz zu den anderen Fürsten nicht nach einer Herrschaft, sondern nur nach der genauen Erfüllung der ihm auferlegten Pflichten (dharma) seines Amtes und dem Wohlgefallen des Alten (Gott). Er sagte von sich, er habe noch nie ein Unrecht begangen, und keine verheiratete oder unverheiratete Frau geschändet und noch weniger unreife Mädchen, wie es die anderen taten, weswegen sie ihn den Grausamen genannt hätten, da er nicht gleich ihnen ein fauler Schurke sein wollte. Sie sollten ihn nie näher kennen als nur soweit unbedingt notwendig, damit nicht alles ewig zugrunde ginge im Zorn Gottes.[5]

Sein Schüler war Irad (der Heftige), der das Reich Hanoch für hundert Jahre regierte.[6]

Die Lehre Faraks

Farak lehrte die Hanochiten einen unzugänglichen Gott. Seine Lehre war völlig recht, denn damals war für diese der Gott Himmels und aller Erden unzugänglich, da es an der Liebe mangelte.[7] Nach einem Hanochiten zu Zeiten Lamechs lehrte Farak das Volk einen unendlichen Gott kennen, der mit Seiner Rechten Himmel und Erde umfasst und mit Seiner Linken hinausreicht, wo Seines Wesens kein Ende ist. Gott sei ein Geist und als solcher wie ein ewiger, unendlicher Gedanke gegenwärtig, den aber nie ein geschaffenes Wesen schauen könne, weil Er unendlich sei; daher sei Er auch unendlich heilig und nichts könne sich Ihm nahen. Er würde Seiner nur Ihm allein möglichen Beschaulichkeit nach, das heißt Seiner Selbst nach, im ewig unzugänglichen Licht wohnen.[8]

Farak verkündete den großen, allmächtigen Gott, welchen sich Pura als ein unsichtbares, endloses Feuer vorstellte. (nach Pura)[9] Dies ist aber nicht seine ursprüngliche Lehre, sondern eine schon (nach einigen Jahrhunderten) stark verunglimpfte Form.[10] Seine Lehre hielt sich im Reich Hanoch bis zu den Brüdern Lamechs. (nach einem Hanochiten)[11]

Das Gleichnis von der Erschaffung des Menschen aus dem Lehm der Erde, wobei ihm Gott eine lebendige Seele einhaucht, ist nach Die Haushaltung Gottes ein Teil der Lehre Faraks (den Moses übernommen hat, wahrscheinlich aus den Lehren der alten Ägypter).[12]

Siehe auch

Quellenverweise