Katholik

Ein eingefleischter römischer Katholik sein heißt geistig taub, blind, stumm und lahm sein. Es ist ein Zustand, in dem niemand als zurechnungsfähig betrachtet werden kann.[1] Im Ganzen schadet es dennoch gerade niemanden, wenn er der römischen Kirche dem Namen nach angehört. Der Herr hat die römischen Lämmer sehr lieb, weswegen Er diesen Taubenkrämern und Geldwechslern nicht schon lange ihre schnöden Buden umgeworfen und die Krämer mit Stricken aus dem Tempel getrieben hat, was ihnen aber bald genug zustoßen wird. Vgl. Joh 2.13-16 (nach Bruno)[2]
Jene Katholiken, die sich übermäßig um die tote Römerin (röm.-kath. Kirchenorganisation) der weltlichen Dinge wegen abgeben und die den Herrn nicht achten, sondern allein die Maria, werden von Jesus nicht als Seine Genossen (Christen) erachtet, sondern als Heiden - obwohl sie sich unter demselben Dach (von Jesus) befinden. Daher hat Maria mit den Katholiken viel zu tun. Die eigentliche Gesellschaft des Herrn bleibt in der Welt verborgen und klein zu allen Zeiten.[3]
Jenseits
Katholiken, denen die Kirche mehr galt als das reine Wort Gottes, die auf der Welt von Gott und dem Himmel, wie überhaupt vom Leben der Seele und ihrem Befinden nach dem Leibestod durchgehend grundfalsche Begriffe haben, finden ihren irdischen Glauben im Jenseits in nichts bestätigt. Es gibt (entsprechend römischer Vorstellungen) kein Fegefeuer, keinen Himmel, keine Hölle, keine geflügelten Engel und überhaupt nichts, woran sie als römische Katholiken geglaubt haben, auch die Gebetshilfen der Gemeinden und Priester haben im Jenseits nicht den geringsten Wert (siehe Fürsprache).[4] Römische Christen müssen jenseits feststellen, dass sie Unwissende sind, die alle Fasten, Beichten und Kommunionen der wahren Erkenntnis Gottes auch nicht um ein Haar näher gebracht haben, d.h. sie kannten Gott nie. Ihnen wurde auf der Welt die Gottheit stets auf eine solche Weise vorgestellt - einerseits in Form von drei Göttern, die trotzdem eins sein sollen, andererseits als Milliarden Hostien, von denen auch jede vollkommen Gott sein soll - dass eben diese Vorstellung von Gott ihnen jede wahre Vorstellung von Gott nahm.[5]
Diejenigen von den Katholiken werden selig, welche Christus anbeten und die Heiligen nicht anrufen, und weder den sogenannten Statthaltern noch einen seiner Schlüsselträger verehren.[6]
Wenn im Jenseits einer, der sich selbst im höchsten Grade geliebt hat, auch nur vom Göttlichen hört, besonders aber vom Herrn, dann wird er zu einem solchen Hass gereizt, dass er Ihn töten möchte. Wären dem Trieb seiner Liebe die Zügel gelockert, würde er aus seiner Selbstsucht heraus fortwährend den Himmel angreifen, als wäre er der Teufel selbst. Dieses Verlangen zeigt sich auch bei vielen Angehörigen der päpstlichen Religion, wenn sie im anderen Leben entdecken müssen, dass der Herr alle Macht hat und sie selbst keine.[7] In den ärgsten Höllen befinden sich jene Katholiken, die wie Götter angebetet werden wollten und Hass und Rachsucht hegten gegen alle, die ihre (vermeintliche) Gewalt über die Seelen der Menschen und über den Himmel nicht anerkannten. Ihre höchste Lust besteht im Toben und Wüten, doch wendet sich das im anderen Leben wider sie selbst, denn in ihren Höllen wütet einer gegen den anderen, wenn er ihm die göttliche Gewalt abspricht.[8]
Ehrsüchtige Katholiken sind im anderen Leben noch wahnsinniger als die übrigen Ehrsüchtigen, weil sie sich mit dem Gedanken tragen, sie hätten Gewalt über Himmel und Hölle und könnten nach Belieben Sünden vergeben; sie maßen sich alles Göttliche an und nennen sich Christus. Diese Überzeugung von sich selbst ist so stark, dass sie dort, wo sie eindringt, die Geister verwirrt und in schmerzliche Finsternis stürzt.[9]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.124.4
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.116.7
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 198.1-22
- ↑ Jakob Lorber, Bischof Martin 68.7-8; Jakob Lorber, Bischof Martin 78.12
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 1.60.4-6
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 531
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 562
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 587
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 508