Dummer
Weniger kluge Menschen machen sich ohne viel Nachdenken gleich über eine Sache her, egal ob sie derselben gewachsen sind oder nicht. Das bewirkt dann aber oft, dass Klügere angespornt werden, auch etwas zu tun, und das oft viel besser als derjenige, der ohne viel Überlegung den Anfang machte. Weise Menschen sind nicht selten zu kleinlich und trauen sich oft aus lauter Tiefsinn nicht, eine Sache anzugreifen, solange nicht alle Weisheitsgründe ganz genau passen. Ein großer Tateifer ist daher oft besser als zuviel Weisheit. Ein Beispiel für einen Unklugen ist Martin.[1]
Ein dummer Mensch hält stets die anderen Menschen für noch dümmer, als er selbst ist.[2]
Dumme Menschen schämen sich heimlich für ihre Dummheit und wollen sie mit allerlei weise schimmernden Fragen bemänteln, bedenken aber nicht, dass sie dadurch erst so recht ihre Dummheit auf den Markt tragen.[3] Besser wäre, sie würden schweigen. (nach Nathanael)[4]
Wenn jemand zu dumm ist, dann nützt es nichts, ihn zu informieren, denn er wird es nicht glauben. Zum Glauben gehört ein geweckter Verstand, der sich im Notfall auch von sich selbst heraus zurechtfindet. Ist der Verstand eines Menschen jedoch zu materiell, dann nützt auch kein Hinweisen auf eine Sache. So einer muss sich die Nase blutig stoßen, dann erst wird er darüber nachzudenken anfangen, warum er sich die Nase wund gestoßen hat. (nach Raphael)[5]
Gott und die Toren
Der Herr hat noch keinem der Torheit wegen irgendein Schuldbuch eröffnet, denn jeder Tor hat es sich selbst zuzuschreiben, so er zu einem Schaden kommt.[6]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Bischof Martin 114.4; Jakob Lorber, Bischof Martin 127.10
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 3.15
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.226.13
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.171.4
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.74.3
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.188.27