Persien
Geschichte
Zur Zeit Jesu
Zur Zeit Jesu war Persien ein sklavisches Reich mit eitlen und überaus hochmütigen Großen.[1] Die echte Weisheit wurde immer seltener, und an ihrer Stelle machte sich die Zauberkunst der herrsch- und habgierigen heidnischen Priester und Götzendiener breit. Der König, ein Vasall Roms, war zwar verschwenderisch, aber sonst tolerant und gutherzig, wogegen die bösen Heidenpriester und Götzendiener mit aller Kraft arbeiteten, da sie vom König aus Macht wollten. (nach persischen Kaufleuten und Cyrenius)[2]
Die persische Priesterschaft bestach kerngesunde Menschen, sich taub, lahm und blind zu stellen, eine Wallfahrt zu einem Götzen in einem schmutzigen Tempel zu unternehmen und dann dort auf ein verabredetes Zeichen sehend, hörend und gesund zu werden. Dadurch wurden eine Menge Schwachsinniger breitgeschlagen, worauf dann wirklich Lahme, Blinde und Taube kamen und bitteten und opferten, aber dennoch keinem besser wurde. Da hieß es dann: "Euer Glaube ist zu schwach, und euer zu geringes Opfer dem Gotte nicht wohlgefällig!" Die persischen Magier holten sogar die toten Kinder reicher Eltern wieder ins Leben zurück, doch auch das war nur ein Trick. (nach Schabbi)[3]
Der persischen Priesterschaft war kein Mittel zu schlecht, um durch dasselbe ihre Betrügereien vor Verfolgung zu schützen. Dabei ging es ihnen gar nicht um den Glauben für das, was zu glauben sie andern auf Mord und Brand geboten, sondern um bestes Brot, viel Gold, Silber und Edelsteine. Dennoch glaubte ihr die vielfach geblendete Menschheit, und das oft mit dem empörendsten und grausamsten Fanatismus. (nach einem persischen Juden)[4]
Den wohlhabenden Juden ging es in Persien gut; viele Tausende andere litten jedoch große Not und wurden von den Heiden übel verhöhnt und verachtet. (nach Schabbi)[5]
19. Jahrhundert
In Persien fand man nichts als den scheußlichsten Völkerdruck. Der gepredigte Gott war nichts anderes, als der Satan selbst.[6]
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.191.7
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.191.20-21; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.192.1
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.201.9
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.196.10-11
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.208.8
- ↑ Jakob Lorber, Die zwölf Stunden 2.15