Heidentum

Wesen
Das ganze Heidentum ist ein Zerrbild des rein Göttlichen.[1]
Ursachen
Kinkar und Dronel
Nach Die Haushaltung Gottes legten Kinkar und Dronel den Grundstein zu aller Abgötterei, indem sie meinten, die Werke Gottes zu ehren sei dasselbe wie den Namen Gottes ehren.[2] König Gurat schließlich gründete das finsterste Heidentum, wofür er an die tausend Götzentempel errichten ließ.[3]
Am finsteren Heidentum schuld sind hauptsächlich jene Personen, die, als die Menschheit noch an den einen, wahren Gott vollauf glaubte, das Heidentum zu predigen und die Menschen durch falsche Zeichen zu bekehren anfingen. Die späteren Heidenpriester (römische, griechische) trifft eine viel geringere Schuld.[4]
Geistig blinde und lichtscheue Menschen
Solange die Erde in ihrem notwendigen, sehr verschiedenartigen Gefüge irgend beschauliche Gestaltungen aufzuweisen haben wird, so lange werden auch ihre Menschen, die aus verschiedenen Ursachen blind und lichtscheu sind im Geiste, in ihrer Verstandesphantasie allerlei Zerrbilder formen - wie z.B. den Schiffer Charon, den Styx, die Furien, den Zerberus, Puto mit der Proserpina - und ihnen außerordentliche, göttliche Kräfte und Wirkungen beilegen, weil sie als Blinde den wahren Grund nicht ersehen mögen.[5]
Götter
Wer bei Gott bloß an die Person und nicht an Sein Wesen denkt, der denkt materiell, so wie jemand, der bei einem Menschen bloß an seine Gestalt und nicht an seine Eigenschaften denkt, oder beim Himmel bloß an einen Ort und nicht an die Liebe und die Weisheit denkt, aus welchen der Himmel besteht. Das Materielle hat keinen Einfluss in das Geistige, sondern das Geistige in das Materielle. Der Person gemäß sich das Wesen denken, heißt materiell auch vom Wesen denken; dem Wesen gemäß sich die Person denken, heißt geistig auch von der Person denken. Weil die alten Heiden materiell von Gott und von Gottes Eigenschaften dachten, so bildeten sie sich viele Götter. Daher ist geboten, bei Gott an das Wesen und diesem gemäß an die Person, und nicht umgekehrt, zu denken.[6]
Viele Heidengötter sind aus dem Zodiak entstanden und hinter ihnen steckt nichts außer das ganz Natürliche. (nach Mathael)[7]
Die Götter des Heidentums hatten nie in Wirklichkeit ein Dasein, sondern sind pur der Phantasie poetischer Menschen entsprungen, die über ihre Mitmenschen herrschen wollten. Leute wie Cäsar Augustus oder Lukullus können an der Seite von Phantasiegöttern wie Zeus, Apollo, Merkur usw. endlos gut leben. Wozu dann Wahrheit, Liebe, Sanftmut, Geduld und Weisheit? Diese Götter können die Seele ebenso wenig stärken, wie gemalte Speisen den Leib sättigen. An ihnen liegt durchaus nichts.[8] Nie hat irgendeine erdichtete Gottheit etwas von all den Wunderdingen geleistet, die man ihr unterschob, und die wenigen weisescheinenden Worte, die von den Göttern an die Menschen sollen zu Zeiten gesprochen worden sein, haben die alten Weisen des größeren Gewichtes wegen den nichtigen Göttern in den Mund geschoben. (nach Mathael)[9] Hat man einmal den einen und allein wahren Gott gefunden, dann haben die erdichteten Götter aufgehört. (nach Ouran)[10]
Im Heidentum ist auch eine Verehrung des Satans zu finden, siehe dazu Satan.
Weise
Heidnische Völker wie die Griechen, Römer, Ägypter, Perser und Assyrer haben aus Dankbarkeit gegen ihre Götzen die großen weisen Männer vergöttert, da sie meinten, solche Männer seien ihnen von ihren Göttern aus Gnaden gegeben worden. Sie erwiesen ihnen göttliche Verehrung, erbauten ihnen Tempel und heiligten den Ort, wo ein solcher Weiser gewohnt hatte. Es gibt nur wenige Beispiele, dass sich die Heiden gegen ihre Weisen als grausam erwiesen hätten. (nach Tobias)[11]
Geistlichkeit
Die argen und herrschsüchtigen heidnischen Priester und Könige haben die Lippengebete und Opfer aller Art erfunden. Sie lassen sich überhoch ehren und verlangen übergroße Opfer von den Menschen, denen sie stets weismachen, große Sünder zu sein, und darum den Göttern große Opfer bringen sollen, ansonsten diese sie mit schweren Plagen heimsuchen würden. Dies tun die argen Priester nicht der Götter wegen, sondern nur um ihrer selbst willen, damit sie reich und mächtig werden, um die armen, blinden Menschen desto mehr knechten zu können.[12]
Römisches Heidentum
siehe Römisches Heidentum
Griechisches Heidentum
siehe Griechisches Heidentum
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.148.8
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.192.18-19
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.241.3-8; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.242.8
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 10.83.12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.4.11-12
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 611
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.105.17
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.69.1; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.172.3; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 10.83.12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.105.18
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.119.15
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.172.22
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 7.59.6