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Selbsterkenntnis

Aus Prophetia

Wer sich erkennt, der erkennt auch Gott; denn der wahre und ewige Lebensgeist im Menschen ist nicht ein Menschengeist, sondern ein Gottesgeist im Menschen, ansonsten der Mensch kein Ebenmaß Gottes wäre.[1]

Versteht man sein eigenes Wesen, kann man auch alles andere verstehen und ergründen. Solange man sich selbst nicht zur vollsten Klarheit geworden ist, kann auch alles andere in einem zu keiner Klarheit werden. Wenn das Auge blind ist, woher soll der Mensch dann ein Licht bekommen und wissen, worauf er steht und was ihn umgibt. Ist aber das Auge hell, dann ist auch alles hell im Menschen und um den Menschen herum.[2]

Wer sich selbst vollkommen erkennt, der kann auch all das erkennen, was sich außer einem befindet, da sich außer einem nichts befinden kann, das nicht lange zuvor schon in einem vorhanden gewesen wäre. Ebenso kann sich in der ganzen Unendlichkeit nichts befinden, das nicht schon von Ewigkeit zuvor in Gott in vollster Klarheit vorhanden gewesen wäre. Dies ist deswegen so, da schon lange vor der äußerlichen, materiellen Schöpfung, die entsprechende geistige vorhanden ist. (siehe Schöpfung).[3]

Um den Menschen die Mühe der Selbsterkenntnis leichter zu machen, hat der Schöpfer zu allen Zeiten Offenbarungen, Gesetze und Lehren aus den Himmeln herab den Menschen gegeben und ist sogar im Fleisch Selbst zur Erde gekommen.[4] Da im Herzen des Menschen ein viel wunderbarerer Himmel ruht, als da ist das große Weltall, bedarf es in Sachen Selbsterkenntnis des Herrn, der zu den Menschen kommt, um ihnen das zu lehren, was keinem Menschen aus sich je hätte erkennbar werden können.[5]

Siehe auch

Quellenverweise