Simeon (Prophet)

Simeon der Prophet war ein vom Geist Gottes erfüllter israelitischer Greis, der bei der Darstellung von Jesus im Tempel zugegen war und dort weissagte.[1]
Geschichte
Simeon war überaus fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels, denn der Geist des Herrn hatte ihm gesagt, er würde nicht den Leibestod sehen, eher er Jesus, den Gesalbten Gottes, den Messias der Welt sehen würde. Daher kam er aus einer inneren Anregung in den Tempel, als gerade Joseph und Maria dort waren und taten, was das Gesetz verlangte.[2]
Als Simeon das Jesuskind sah, bat er die Eltern, es ihn kurz in die Arme nehmen zu lassen, was diese gerne taten, da sie den überfrommen Mann gut kannten. Er nahm also das Kind in seine Arme, koste es, lobte dabei Gott inbrünstig und sprach:[3]
Herr! nun lasse Du Deinen Diener im Frieden fahren, wie Du es gesagt hast; denn meine Augen haben nun den Heiland gesehen, den Du verheißen hast den Vätern und den Propheten. Dieser ist es, den Du bereitet hast vor allen Völkern! Ein Licht zu leuchten den Heiden, ein Licht zum Preise Deines Volkes Israel.[4]
Daraufhin gab Simeon das Kind der Maria wieder, segnete beide und sagte dann zu ihr:[5]
Siehe, dieser wird gesetzt zum Falle und zur Auferstehung vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird! Ein Schwert aber wird durch deine Seele dringen, auf dass da vieler Herzen offenbar werden![6]
Nach einem jüngeren Schriftgelehrten im Tempel seien Anna und Simeon bekannte alte Tempelschwärmer gewesen, die bei manchen Knaben ihre messianischen Bemerkungen in einem ganz mystischen Ton machten und dadurch recht viele schwache Eltern ordentlich verrückten.[7]
Siehe auch
Links
Noten zum Lobgesang des Simeon
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 24.7-20
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 24.7-9
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 24.10-12
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 24.13-16
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 24.18
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 24.19-20
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 2.13