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Taube

Aus Prophetia
Felsentaube

Wesen

Was das Lamm unter den Vierfüßlern, das ist die Taube unter den Bewohnern der Luft, an deren Spitze sie steht. Durch ihre Sanftmut und gänzliche Unschädlichkeit befindet sie sich auf der letzten Stufe, wo ihre Geister, mit zahllosen Geistern aus anderen edlen Kreaturen vereint, zu Menschenseelen werden.[1] Wenn eine Taube stirbt, dann vereinigt sich mit ihrem Lebensprinzip das Leben (die Seele) von allen möglichen Gattungen, sowohl von Vögeln und Tieren der Erde wie auch der Pflanzen und Steine, und tritt als so vereintes geistiges Leben in den Menschen.[2]

Die Taube entsteigt (seelisch) aus dem Meer, aus dem Leben der Fliegenden Fischen, und kann - fast gleich dem Menschen - Nahrung aus allen drei Reichen der Natur zu sich nehmen. In dieser Hinsicht kommt sie den Haushühnern gleich.[3]

Wie jede andere Vogelart, zerfällt auch die Taube in mehrere Gattungen. Die edelste von allen diesen Taubengattungen ist die Haustaube, auch „die gemeine Haustaube“ genannt, welche an ihrem ungleichartig gefärbten Gefieder leicht zu erkennen ist. Die Haustaube ist die edelste Gattung der Vögel und der Lebensinbegriff aller ihrer Vorgattungen wie auch fast zahlloser Arten anderer, sanfterer Luftbewohner. Sie ist (seelisch) auch ein Aufnahmegefäß des besseren Lebens aus dem Pflanzenreich wie auch sogar mitunter aus dem Mineralreich.[4]

Die verschiedene Färbung des Gefieders der Taube liegt teils in der verschiedenartigen Kost, teils aber auch eben im Willen Gottes, um dadurch die größere Sanftmut anzuzeigen und um den Menschen einen Wink zu geben, welche Tiere ihnen zunächst eigentümlich und vertraut werden können. (siehe Tier)[5]

Entsprechungen

Die Taube bezeichnet Wiedergeburt und Reinigung.[6] Die Taube ist ein Bild der Sanftmut und der Einfalt (Einfachheit) und wird oft auch als das Bild der Heiligkeit Gottes dargestellt. Ihr weiblicher Teil entspricht der sanften Liebe, ihr männlicher der daraus fließenden Gnade.[7]

Die Taube wurde im Orient häufig als Briefbote, besonders in Sachen der Liebe, benutzt. Daher bedeutete sie schon bei den alten Ägyptern als Hieroglyphe die zärtliche und zierliche Konversation. Im Jerusalemer Tempel diente sie, als Zeichen solcher Konversation, als Opfertier, das gewöhnlich junge Eheleute bei der Erstgeburt als ein Zeichen zum Opfer brachten, dass sie nun solcher äußerer Botschaften, Artigkeiten und zeremoniellen Zierereien ledig geworden und nun in die wahre, innere, lebengebende Liebe eingegangen sind.[8]

Siehe auch

Quellenverweise