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Venus

Aus Prophetia
Dieser Artikel behandelt den Planeten Venus. Für die gleichnamige Götzin siehe Venus (Götze)

Venus in natürlichen Farben

Die planetarische Wirkung der Venus ist das schöngeistige verliebte Wesen (siehe Astrologie).[1]

Menschen

Auf der Venus gibt es zwei Gattungen von Menschen von entgegengesetzter Gemütsart: solche, die sanft und menschenfreundlich sind, und andere, die sich wild und beinahe tierisch aufführen. Die milden und menschenfreundlichen zeigen sich auf der jenseitigen Hälfte des Erdkörpers, die wilden und beinahe tierischen jedoch auf der uns zugekehrten Hälfte. Sie erscheinen so den Zuständen ihres Lebens gemäß, denn der Lebenszustand bestimmt dort alle Erscheinungen des Raumes und der Entfernung.[2]

Die milden Menschen

Die sanften und menschenfreundlichen Menschen des Planeten anerkennen Gott als ihren einzigen Gott.[3] Sie wissen, dass sie von dem höchst mächtigen und weisen großen Geist aller Geister erschaffen wurden und bringen Ihm Verehrung dar, indem sie die größtmögliche Gleichförmigkeit einhalten und sich bemühen, in allem dem großen Geist ähnlich und vollkommen zu sein, sowohl äußerlich als auch innerlich. Sie wissen um das jenseitige Leben, in dem sie auch öfters den großen Geist und Seine lichtvollsten Diener zu sehen bekommen. Sie kennen auch die Erde, die sie Kapra nennen, und dass dort Gott als Mensch erschien, und dass auch sie in die Lage versetzt werden, Ihn als einen Menschen zu sehen und mit Ihm zu sprechen, wenn sie Ihn lieben wie eine Frau den Mann und wie ein Kind die Eltern. Einigen von ihnen ist es sogar möglich, den Kindern der Erde gleichgestellt zu werden. (nach einem Venusbewohner)[4]

Die Venusbewohner wollen keinen äußerlich scheinenden Fortschritt, sondern nur einen inneren allein, denn sie sagen und erkennen, dass ein äußerlich ersichtlicher Fortschritt dem Inneren des Geistes hinderlich sei. Daher machen sie alles Äußere so gleichförmig wie möglich. Sie richten es ein nach den Bedürfnissen des Leibes, aber keinen Schritt mehr weiter. Jeder Fortschritt im Äußeren und Materiellen sei ein Rückschritt des Geistigen, Inneren. Auf der Venus hat der Mensch gar keinen äußeren Vorzug, weder in seiner Gestalt, noch in seiner Kleidung und Wohnung. Alles wird nur nach dem inneren Wert geschätzt. Aufgrund der gleichen äußeren Bildung haben alle Menschen eine völlig gleiche Gestalt, die durch die gleiche Kleidung noch ähnlicher aussehend gemacht wird, als sie im Grunde ist. Ein Mann sieht dem anderen so ähnlich wie ein Auge dem anderen, ebenso eine Mädchen und eine Frau - überall ein und dieselbe Form, aber höchst schön und vollkommen. Aufgrund dieser Gleichförmigkeit gibt es auf der Venus keine Spur von Zank, (Anm.: auf Äußerlichkeiten gerichtete) Liebe, Hass, Verabscheuung oder übertriebene Bevorzugung und Hinneigung. Die Menschen lieben sich dort nur nach dem inneren Grad der Weisheit. Je mehr jemand von der Güte, Macht und Weisheit des großen Geistes zu erzählen weiß, je sanfter und demütiger er wird, einen desto größeren Wert und eine desto größere Achtung hat er von seiner Gemeinde. (nach Raphael)[5]

Die Venusmenschen haben ein schöne weiße Farbe, die hie und da etwas gerötet ist. Da ihnen Gott, als Seinen vorzüglichsten Geschöpfen, eine solche Farbe gegeben hat, schließen sie daraus, dass sie Ihm am angenehmsten sein muss, weswegen sie auch ihren Kleidern diese Farbe geben. (nach einem Venusbewohner)[6]

Die wilden Menschen

Die wilden Menschen haben eine große Freude an Räubereien und lieben hauptsächlich von Geraubtem zu essen. Es gab auf unserer Erde Bewohner von ähnlicher Beschaffenheit, wie aus der Geschichte verschiedener Völker klar wird, wie von den Bewohneren Kanaan (1.Sam 30.16) und auch vom jüdischen und israelitischen Volk zur Zeit Davids, als sie jährlich Raubzüge unternahmen. Die wilden Venusbewohner sind meist Riesen, die Menschen unserer Erde reichen ihnen nur bis zum Nabel. Sie sind stumpfsinnig und fragen nicht danach, was der Himmel oder das ewige Leben sei, sondern kümmern sich lediglich um ihr Land und Vieh.[7] Die besseren unter ihnen glauben an einen gewissen höchsten Schöpfer ohne Mittler.[8]

Geisterwelt

Die Geister der milden Menschen stellen im Größten Menschen das Gedächtnis für materielle Dinge in Übereinstimmung mit dem Gedächtnis für immaterielle Dinge dar. Da letzteres die Merkurgeister vorbilden, stimmen sie mit diesen Geistern der Venus besonders überein.[9]

Die Geister der wilden Menschen werden beim Übertritt in das andere Leben vom Falschen und Bösen stark angefochten. Ihre Höllen erscheinen neben ihrem Erdkörper und stehen in keiner Verbindung mit den Höllen der Bösen unserer Erde, weil sie ganz und gar anderen Sinnes und anderer Wesensart sind und deswegen ist auch ihr Böses und Falsches durchaus anders.[10] Die selig werden können, weilen an Abödungsorten und werden dort bis zum äußersten Grad der Verzweiflung gebracht, weil das Böse und Falsche jener Gattung nicht anders gebändigt und entfernt werden kann. In diesem Zustand schreien sie, sie seien Tiere, nichts als Gräuel, Hass und somit Verdammte. Einige toben in diesem Zustand auch gegen den Himmel, was ihnen aber verziehen wird, weil es aus Verzweiflung geschieht. Der Herr lenkt es so, dass sie sich in Schmähungen nur bis zu den gesetzten Grenzen ergehen. Wenn sie das Äußerste erduldet haben, werden sie endlich selig, weil dann das Körperliche bei ihnen gleichsam abgeödet ist. Im erlösten Zustand werden sie unterrichtet, dass der Herr der alleinige Gott, Heiland und Mittler ist. In den Himmel erhoben zeigt sich bei ihnen eine außerordentliche zarte Innigkeit der Freude.[11]

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die geistige Sonne 2.122.8
  2. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 106
  3. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 107
  4. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.245
  5. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.246.7-13
  6. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.245.4
  7. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 108
  8. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 110
  9. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 107
  10. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 109
  11. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 110