Erdkörper
Weltkörper wie die Erde und die Sonne erscheinen nur dem Auge des Fleisches als solche. Mit den Augen des Geistes beschaut erblickt man statt der Weltkörper entsprechende Geister in den verschiedensten Liebe-Abstufungen – in jedem Wassertropfen, der Luft, des Äthers; selbst in einem Sandkörnchen sind ganze Vereine von gleichliebenden und dadurch gleichgesinnten Geistern zu entdecken. So jemand würde sogar bemerken, dass er selber angefüllt und umlagert von lauter Geistern ist, die mit ihm liebeverwandt sind. Er würde auch in der Sonne erdverwandte Geister und umgekehrt erblicken.[1]
Wesen
Alle Weltkörper sind gestaltet aus der Seele des Satans, welche in diesen Weltkörpern in zahllose Kompendien geteilt wurde. Der Geist des Satans beschränkt sich allein auf die Erde; alle anderen Weltkörper sind von dieser Einwohnerschaft frei.[2]
Die zahllosen Weltkörper wie Erde, Sonne, Mond, Sterne sind ihrem großen Leib nach tot. Die Macht des Gotteslebens drängt sie aber dennoch alle in eine notwendige Bewegung, und das in keine einfache, sondern in eine sehr vielfache. Sie werden von der Gotteslebenskraft in unmessbar große Bahnen getrieben und sie können sich dieser freiesten Lebenskraft ewig nie widersetzen. (nach einem Seher)[3]
Durch die Wechselreise, bei der eine Sonnenall-Zentralsonne bald näher an die Urzentralsonne und bald wieder näher an die Hülse der großen Globe gelangt, wird einem ganzen übergroßen Sonnenall die hinreichende Nahrung erteilt: in der größeren Nähe der Urzentralsonne die positive und in der Nähe der Hülse der Globe die negative. Ist ein Weltkörper von diesen beiden psycho-elektromagnetischen Urstoffen hinreichend gesättigt, so kann er dann auch aus sich selbst alles hervorbringen und ernähren, was hervorzubringen und zu ernähren in seiner ursprünglichen Kraft und Wesenheit schon embryoartig zugrunde liegt.[4]
Aufbau
Der Aufbau eines Erdkörpers unterscheidet sich so stark von dem eines anderen Erdkörpers, dass nur das Auge des Schöpfers das Allgemein-Ähnliche in ihm erschauen kann. Wenn man das Innere der Erde kennt, dann kennt man darum nicht auch schon das Erdinnere eines Jupiter oder eines anderen Planeten.[5]
Jeder Weltkörper besitzt eine Atmung.[6]
Auflösung
Die jetzigen (materiellen) Welten sind Werke des Zornes und seiner tödlichen Macht, die mitsamt ihren Herrlichkeiten alle einst vergehen und zunichte werden müssen. Die zukünftigen oder entstehenden großherrlichen (himmlischen) Welten sind und werden reine, unvergängliche Werke der ewigen Liebe sein.[7]
Eine Erde kann unvorstellbar viele Jahre bis zur vollen Entbindung aller ihrer in ihrer Hülsenmaterie eingeschlossenen Geister benötigen. (siehe dazu: Geisterfall) Dennoch ist solche eine Dauer Gott gegenüber am Enden nicht mehr als nur ein kurzer Augenblick. Es gibt im endlosen Schöpfungsraum schon einige Welten, die ihren Dienst geleistet haben. Sie bestehen als Weltkörper dennoch fort als Träger der neuen freien Wesen, nur sind sie viel reiner und gediegener und auch in ihrem Gefüge unwandelbar.[8]
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.401017.5
- ↑ Jakob Lorber, Die Erde 53.9-10
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.35.5-6
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640408.6
- ↑ Jakob Lorber, Die Erde 10.11
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401024a.21
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.410525b.11
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.232.4-5