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Wasser

Aus Prophetia
Alle drei Aggregatzustände des Wassers nebeneinander.

Wasser ist in seinen reinen Bestandteilen eine Gnadenflut aus der Barmliebe Gottes.[1]

Wesen

Meerwasser und Seewasser bilden eine Art verdichtete Luft, in der Tiere leben können. Diese Luft gehört zum Erdkörper selbst, und zwar zu dessen äußerster Rinde, weswegen es nicht zur atmosphärische Luft hinzugenommen werden kann. Zur atmosphärischen Luft kann nur jener Teil des Wassers genommen werden, welcher sich in den Nebeln und Wolken vorfindet, ebenso das freie Wasserstoffgas in der Luft selbst.[2]

Je reiner und kälter eine Quelle ein Wasser zutage fördert, desto härter und unbefruchtender ist es.[3]

Regenwasser ist für Pflanzen besser als Quellwasser, weil letzteres der Erde schon seine belebende Kraft mitgeteilt hat, bevor es dann kraftlos auf die Oberfläche der Erde gelangt. Ein Tropfen Regenwasser ist den Pflanzen köstlicher als ein ganzer Krug reinsten Quellwassers.[4]

Die Meere und Gewässer sind voller gebundener Geister, die in einem solchen Körper eine Demutsschule durchmachen.[5] Das Wasser birgt in sich eine eigentümliche Intelligenz (siehe dazu: Seelenpartikel) durch die es dem in ihm zugrunde liegenden, rein göttlichen Ordnungsgesetz genauestens Gehorsam leistet bis zum letzten Tropfen und trotzdem jeder Tropfen eine Unmenge Leben in sich birgt.[6]

Setzt man Wasser einem starken Druck aus, wird es zu einem Eisklumpen, der das ihn enthaltende noch so feste Gefäß zerstören wird. Setzt man das Eis einem noch größeren Druck aus, dann wird es sich plötzlich in einen Feuerdampf auflösen, der alles zerstört, was ihn zu halten sich bemüht. Diese Erscheinungen beruhen auf den in der Materie ruhenden Geistern. (nach Raphael)[7]

Das Wasser wurde neunundneunzigmal von Gott gesegnet.[8]

Entsprechung

Wasser ist das urälteste Symbol der Demut; es lässt alles aus sich machen, ist zu allem dienstfertig und sucht sich stets die niedersten Stellen der Erde aus und flieht die Höhen.[9]

Das Wasser entspricht auch der Liebe. Wenn das Erdreich bewässert wird, finden bald zahllose Pflanzen, jede nach ihrer Art, ihre Nahrung. Ebenso ist die Liebe allen Wesen und Dingen auf der Erde eine alleinige Nahrung aus Gott und ist wie das alleinige Leben selbst. Unter dem "lebendigen Wasser" wird das Evangelium verstanden und ganz besonders das lebendige Wort des Herrn in einem, wie es sich in einem den Herrn liebenden Herzen kund gibt.[10]

Im göttlichen Wort bezeichnet das Wasser das Wahre des Glaubens im natürlichen oder äußeren Menschen, das Natürlich-Wahre, welches in den Erkenntnissen aus dem Wort besteht. Im entgegengesetzten Sinn bedeutet es das Falsche.[11]

Tiefenwasser

Unter Bergen und Ebenen der Erde finden sich enorme meilentiefe Wasserbecken, aus denen trinkbares Wasser auf die Erdoberfläche kommt und die stets über Flüsse und Bäche in Verbindung mit dem Meer stehen. Die Oberfläche ist daher keinen Augenblick sicher vor dem Versinken in die Fluten solcher Gewässer, wodurch aus fruchtbarem Land ein See entstünde, was hie und da schon geschehen ist. Es ist aber alles so eingerichtet, dass es ewig bestehen kann, wenn nicht die freiwillige Bosheit der Menschen Störungen in der ewigen Ordnung Gottes verursacht, die Gott nicht hindern darf, da sie von der Freiheit des Willens der Menschen herrühren und weil der freie Wille auch nur eines Menschen unendlich höher steht als ein ganzes Sonnengebiet mit allen Planeten, Monden und Kometen. Das Wasser aus diesen Becken dient der Sänftung und Milderung des großen Feuers in den inneren Gemächern der Erde und damit das Meerwasser nicht zu salzig wird. Ohne Beimischung des süßen Wassers würden an der Stelle des Meeres nichts als lauter himmelansteigende Salzberge entstehen, welche die Luft mit der Zeit so sehr versäuern würden, dass kein lebendes Wesen bestehen könnte. Zugleich ginge die Erde in kürzester Zeit in den völligen Brand über und stürbe dann völlig.[12]

Durch den Steinniederschlag bildet sich in den unterirdischen Wasserbehältern über Jahrtausende hinweg eine große Quarzmasse (die sich auch in den oberirdischen Gewässern durch einen schleimartigen Niederschlag bildet), die bei allfälligen Eruptionen weithin über die Erdoberfläche geschleudert wird.[13]

Siehe auch

Quellenverweise