Erscheinlichkeit
Eine Erscheinlichkeit (in der geistigen Welt) ist entweder ein Reflex eines wirklich vorhandenen Dinges oder Wesens, oder sie ist ein Probeplan zu einer neuen Schöpfung, zuerst beschaulich dem Herrn allein, dann aber auch jedem Geist, der seinem Inneren nach mit der neuerscheinlichen Idee des Herrn in irgendeinem wesentlichen Liebeauswirkungsverband steht. Damit solch eine Idee mit der moralischen (geistigen) Sphäre des Beschauers auch stets in eine entsprechende Beziehung kommt wie ein Gleichnis, das ordnet die unbegrenzte Weisheit des Herrn so lange an, bis der Geist jene Kraft und Stärke erreicht, selbst in dem Erscheinlichen das Wirkliche und Unvergängliche zu erkennen. Denn ein in der Geisterwelt anlangender Geist ist zuerst noch viel zu zart und schwach, als dass man ihm sogleich die kräftigsten geistigen Wirklichkeiten entgegenstellen könnte. Er würde sich an ihnen sehr stoßen und am Ende aufreiben, ähnlich wie wenn man ein Neugeborenes anstatt in weiche Windeln, auf Holz und Steine legen würde. Aber nicht alles, was ein neu angekommener Geist zu Gesicht bekommt ist pure Erscheinlichkeit, sondern zumeist, nach der Kraft des Geistes, auch zum größten Teil Wirklichkeit.[1]
Natürliche, äußere Erscheinlichkeit
siehe Natur