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Herodes

Aus Prophetia

Mit Herodes ist ein Landespächter gemeint, dem die Juden unter römischer Besatzung einst einen hohen Tribut zu zahlen hatten. Er konnte das Land willkürlich besteuern und erpressen und die Juden zu Bettlern machen.[1]

Herodianische Kupfermünzen

Unter vielen anderen Rechten hatte Herodes auch das Recht, Geld unter seinem Namen und Bild zu prägen. Um dieses Geld zu erhalten, welches als Tauschmittel besonders mit den Griechen gebraucht wurde, mussten man es entweder gegen rohes Metall oder gegen andere Stoffe guter und edler Art in der Herodianischen Münze kaufen, worauf man dann auf fünfzig Jahre vollkommen Eigentümer des Herodischen Geldes wurde. Auch durch Hinterlegung eines guten Pfandes und der Verschreibung eines Grundstücks konnte man das Herodische Geld bekommen; dann aber musste man dem Herodes jährlich von je hundert Groschen oder Pfunden zehn Groschen oder zehn Pfunde als Zins bezahlen, und zwar mit der Verpflichtung, das also entliehene Geld erst in fünfzig Jahren zurückzahlen zu dürfen. Wer dann aber zahlungsunfähig war, der hatte entweder ein ewiger Schuldner (eine Art Sklave) zu verbleiben und die Zinsen fortwährend zu entrichten; oder der Herodes wie auch dessen Erben hatten das Recht, solchem Schuldner Grund, Vieh, Frau und Kinder zu verkaufen, was gar nicht zu selten geschah.[2]

Quellenverweise