Jordan
Der Jordan ist ein Fluss in Palästina. Er mündet unweit der Wüste zu Bethabara im Galiläischen Meer, durchströmt dasselbe und wendet sich dem Toten Meer zu.[1]
Zur Zeit Jesu hatte das Galiläische Meer im Ebaltal, wo sich dereinst der Flecken Genezareth befunden haben soll, einen Abfluss. Zu den Zeiten der Kanaaniter war das ein Hauptabfluss des Jordans, und wo er im 19. Jahrhundert abfloss, war in jener alten Zeit nur ein Bach. In den späteren Zeiten wurde dieses alte Jordantal durch die Erdrevolutionen, die in dieser Gegend sehr häufig vorkamen, derart verlegt, dass es keinem einfallen könnte, dass da einst der Jordan sein Bett hatte. Zur Zeit Jesu war dieses Tal noch mehr frei, und es ging ein Arm des Jordans durch das Tal; davon aber ging nach Ihm jede Spur verloren.[2] Durch Erdrevolutionen hat das Becken des Galiläischen Meeres an manchen Stellen eine mehr als 200 Klafter tiefere Senkung erfahren, wodurch der See seiner Oberfläche nach kleiner geworden war. Der Jordan musste sich dort einen Hauptabfluss schaffen, wo ihm die Erdrevolutionen ein weiteres Tor aufgemacht hatten. In den etwa tausend Jahren nach Jesus ist das ganze Jordantal bis zu seiner Ausmündung ins Tote Meer um hundert Fuß eingesunken.[3]
Durch den Jordan wird in der Bibel das, was in der Kirche das Erste ist, bezeichnet, denn der Jordan war der erste Grenzort oder Eingang in das Land Kanaan, durch welches die Kirche bezeichnet wird. Das Erste der Kirche ist das Göttlich-Wahre, wie es im buchstäblichen Sinn des Wortes ist.[4]
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.82.8
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640329.20
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640329.21
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 367