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Gelobtes Land

Aus Prophetia
(Weitergeleitet von Palästina)
Satelitenbild des Nahen Ostens

Geschichte

Palästina im 1. Jahrhundert

Das Gelobte Land wurde den Juden von Gott zu eigen gegeben seit Abraham.[1]

Da zur Zeit Jesu nicht nur der Jerusalemer Tempel, sondern auch das ganze Land schon lange über alle Maßen verunreinigt und daher unrettbar und nicht mehr zu reinigen war, wurde es von den Heiden zertreten und zur Wohnstätte von Räubern und reißenden Tieren.[2]

Gegenwart

Die Lehre des Herrn ist in sich der wahre Friede einer Seele, die nach ihr lebt und handelt. Für die Teufel der Hölle, die in Menschengestalt auf dieser Erde unter den Menschen schalten und walten durch Lüge und Trug, ist sie ein zweischneidiges und flammendes Schwert, ein Krieg und eine größte Verheerung. Daher erleidet das wahre Reich Gottes auf Erden eine große Gewalt, äußerlich sichtbar z.B. an den Kriegen im gelobten Land der alten Juden, das dadurch zu einer Wüste gemacht wird. Die schweren Kämpfe entstehen deswegen, weil die sich im Falschen und Bösen befindenden Menschen, deren Zahl übergroß ist, der Lehre aus den Himmeln wegen nicht zuvor von der Erde vertilgt wurden, da eben diese Lehre der Kranken, Tauben und Blinden und nicht der Gesunden wegen gegeben wird.[3]

Pilgerorte

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Palästina zur Zeit Jesu

Bei den Pilgerorten in Palästina (des 19. Jahrhunderts) handelt es sich zum allergrößten Teil um menschliche Dichtung und Mutmaßung.[4] Im ganzen Judenland findet sich kaum mehr ein von Jesus und Seinen Aposteln betretener Ort, denn die ganzen Ländereien sind von den späteren Heiden derart zertreten worden, dass niemand mehr auch nur ansatzweise sagen kann, dass dies der Ort sei, an dem der Herr dies und jenes in Anwesenheit Seiner Apostel gelehrt und getan hat. Lediglich Bethlehem befindet sich noch so ziemlich an derselben Stelle, und über das Tal herüber auf einem Berg die einstige Burg Davids, von der aber im 19. Jahrhundert auch nur hie und da noch einige lockere Steine vorhanden waren. Im 19. Jahrhundert stand an dieser Stelle ein Kloster mit einer Kirche, wobei die Mönche die frommen Pilger für Geld mit allerlei Reliquien zu versorgen verstanden.[5]

Das Jerusalem des 19. Jahrhundert befand sich an nicht mehr als ein Achtel von der Stelle, wo einst das große Jerusalem stand. Von Bethania ist keine Spur mehr anzutreffen. Auf dem Ölberg stand im 19. Jahrhundert noch eine kleine Behausung mit einigen Ruinen, was man da Bethania nannte. Auch von Emmaus bei Jerusalem ist keine Spur mehr vorhanden.[6]

Um Zustände wie in der Grabeskirche zu vermeiden, hat der Herr besonders in Galiläa, wo Er Seine irdische Lebenszeit am meisten zubrachte, alle in den Evangelien benannten Orte völlig zugrunde richten lassen. Von Tiberias am Galiläischen Meer sind noch einige Überreste vorhanden, nicht aber von den anderen Orten an dessen einstigem Ufer.[7]

Im 19. Jahrhundert war an der Küste des Mittelmeers Joppe noch der wohlerhaltenste Ort; Tyrus, Sidon, Sardes und Laodicea waren nur mehr Ruinen.[8] Von all den von Jesus besonders im letzten Jahr Seiner Lehrzeit besuchten Städten waren am östlichen Ufer des Galiläischen Meeres und Jordantales im 19. Jahrhundert nur einige von Beduinen bewohnbare Ruinen vorhanden. Diese bestanden aus alten, überaus harten Basaltsteinen, hatten schon zur Zeit Jesu ein Alter von nahe zweitausend Jahren und wurden größtenteils von Römern und Griechen bewohnt.[9]

Das Kisjontal an der Karawanenstraße, die einst von Damaskus über Kapernaum nach Tyrus und Sidon führte und einst knapp am Galiläischen Meer lag, befand sich im 19. Jahrhundert mindestens drei bis vier Stunden davon entfernt und war eine gänzlich unfruchtbare Sandsteppe. Ebenso stand es mit der Ebalbai und dem Ebaltal, wo sich dereinst der Flecken Genezareth befunden haben soll. Zur Zeit Jesu hatte dieses Meer dort einen Abfluss, und zu den Zeiten der Kanaaniter war das ein Hauptabfluss des Jordans, und wo er im 19. Jahrhundert abfloss, war in jener alten Zeit nur ein Bach. In den späteren Zeiten wurde dieses alte Jordantal durch die Erdrevolutionen, die in dieser Gegend sehr häufig vorkamen, derart verlegt, dass es keinem einfallen könnte, dass da einst der Jordan sein Bett hatte. Zur Zeit Jesu war dieses Tal noch mehr frei, und es ging ein Arm des Jordans durch das Tal; davon aber ging nach Ihm jede Spur verloren.[10]

Siehe auch

Quellenverweise