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Sprache

Aus Prophetia
Dieser Artikel behandelt die verschiedenen Sprachen oder Kommunikationsformen. Für das Sprechen oder Reden an sich siehe Rede.

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Sprachen der Welt

Die Sprache des Menschen ist eine gebildete Form der geistigen Wärme, welche die göttliche Liebe im Herzen ist, und des geistigen Lichts, welches die göttliche Gnade im Menschen ist. Der Mensch könnte keine verständlichen Worte sprechen, wenn sie ihm nicht als ewige Formen im Geist gegeben wären. (nach Henoch)[1]

Wesen

Wenn jemand ein Wort aussprechen will, um damit eine Sache zu bezeichnen, so muss er notwendig den Begriff zuvor in und aus sich erfassen oder er muss wenigstens die Fähigkeit in sich haben, sich solch einen Begriff aneignen zu können.[2] Wenn jemand das Wort äußerlich gefunden und verstanden hat, dann hat er kein Ding, sondern ein geistiges Leben im Vollbestand gefunden, da jegliches Wort eine Form ist, die aus geistiger Wärme und geistigem Licht entsteht. (nach Henoch)[3]

Nur Gott allein konnte den Menschen lehren, alle Dinge zu benennen, da Er allein der ewige Inbegriff aller Formen ist, weil er das Leben und das Licht oder die Liebe und die Weisheit Selbst und als die ewige, unzertrennliche Verbindung der beiden die Urform alle Formen oder das Urwesen aller Wesen oder demnach das ewige Wort selbst ist. (nach Henoch)[4]

Nichts Lebloses kann eine Sprache führen und auf irgendeine Weise Rede und Antwort stehen. Nur Gott allein, der das Leben Selbst ist, kann lebendig machen, was Er will und was Er ansieht und kann sogar dem Stein Augen und Ohren, einen Mund und eine geläufige Zunge, zu sprechen die Sprache, die Gott wohlverständlich ist wie auch jenem, dem Er das Verständnis geben will. Für den Lebendigen gibt es nichts Totes, daher gibt es für Gott, den Allerlebendigsten, auch nichts Totes und somit auch nichts Sprachunfähiges. In Seinem Angesicht muss selbst die Asche eines verbrannten Körpers auferstehen und Ihm antworten auf jede Seiner Fragen, denn es gibt nichts, das nicht aus Gott wäre.[5] Die Fähigkeit, die ganze Natur zu verstehen, eröffnet Gott nur Seinen guten Kindern, den Freunden Seiner Ordnung, und nicht den Bösen, den Feinden Seiner Ordnung, damit diese nicht noch mehr verdorben werden. Wem es vollkommen Ernst ist mit seiner Liebe und mit der Verherrlichung des Namen Gottes, dass er Gott nicht nur in Worten, sondern ganz ernst und wahrhaft in seinem Herzen liebt, dem werden nach und nach alle Gemächer der unendlichen Schöpfung Gottes aufgeschlossen - ihm soll nicht ein Punkt tot und fremd bleiben.[6]

Es gibt keine Sprache, auch nicht den kleinsten Teil einer Sprache, der nicht durch eine Verbindung mit dem Atmen erzeugt würde, wobei es einen inneren und ein äußeren Atem gibt.[7]

Arten

Äußere Mundsprache

Die äußere Mundsprache ist entstanden, indem der Mensch ein Sinnen- und Weltdiener geworden ist und sich nach außen gekehrt hat und daher seinen Mitmenschen nicht mehr anders verstehen konnte, als durch das Wort des Mundes, das wie die Rinde eines Baumes ist. Dadurch hat der Mensch unberechenbar viel verloren. Er ist ein stummer Betrachter geworden und hat in sich alle Sinne durch die Nachaußenkehrung verdorben, wodurch er taub, blind und gefühllos geworden ist und nichts vom Grund der Dinge versteht, nicht einmal sich selbst kennt er und nicht das klagende Herz seines Mitmenschen.[8] Das mündliche Wort ist besonders tauglich für die Lüge.[9]

Gesichtsmimik

Das Gesicht wurde dazu gebildet, Gedanken und Willen (Wünsche) des Menschen äußerlich darzustellen. Die Neigungen offenbaren sich durch die Mienen und ihr Spiel, und die Gedanken in ihnen durch Veränderungen der Form des Inneren. Deutlicher kann dies nicht beschrieben werden. Die erste Sprache auf jeder Erde ist die Rede mithilfe des Angesichts gewesen, und dies von zwei Ausgangspunkten aus: von den Lippen und den Augen. In den ältesten und ersten Zeitaltern herrschte die Aufrichtigkeit und der Mensch wollte nicht anders denken, als er willens war, durch das Angesicht hervorleuchten zu lassen. So konnten auch die Neigungen der Seele und die daraus resultierenden Gedanken leibhaftig und in ihrer Fülle dargestellt werden. Zwischen der Gesichtsmimik und der Wörtersprache besteht ein Unterschied wie zwischen dem Sehen eines Feldes und dem Hören und Begreifen einer mündlichen Beschreibung davon. Eine solche Sprache harmoniert mit der Sprache der Engel; es ist deren letzte, natürliche Form. Die Wörtersprache war den Uralten nicht bekannt, weil die Wörter nicht spontan einfließen, sondern erfunden und den Gegenständen angepasst sein müssen, was nur im Verlauf der Zeit geschehen konnte. Solange Aufrichtigkeit und Gerechtigkeit beim Menschen vorherrschten, solange verblieb ihm auch eine solche Sprache. Sobald aber das Gemüt anders zu denken und anders zu reden anfing, als der Mensch sich selbst und nicht seinen Nächsten zu lieben begann, da nahm die Wörtersprache überhand, während das Angesicht schwieg oder log. Dadurch wurde die innere Form des Angesichts verändert. Sie zog sich zusammen, verhärtete sich und wurde zunehmen fast allen Lebens beraubt. Die vom Feuer der Selbstliebe entflammte äußere Form aber erschien wie lebendig vor den Augen der Menschen. So sind die Gesichter derer beschaffen, die anders denken als sie reden. Verstellung, Heuchelei, Verschlagenheit und List, die heutzutage Klugheit heißen, führen solches mit sich.[10]

Das Gesicht reagiert in Übereinstimmung mit dem Denken bei solchen, bei denen das große und kleine Gehirn (Verstandes- und Willenskräfte) in Bezug auf die die geistigen Verrichtungen verbunden sind.[11]

Geistsprache

Die Engel und Geister bedienen sich alle einer Universalsprache, die nichts mit irgendeiner menschlichen Sprache gemein hat. Eine ähnliche Sprache wie die in der geistigen Welt ist jedem Menschen eingepflanzt, im inneren Gebiet seines Verstandes. Anders als bei den Engeln fällt diese Sprache nicht in die dem Gefühl analogen Worte, daher ist er sich ihrer nicht bewusst. Hier aber liegt der Grund, weshalb der Mensch, sobald er ins andere Leben kommt, die Sprache mit den Geistern und Engeln teilt und ohne Belehrung und ohne Probleme sprechen kann.[12]

Gott spricht und versteht nur eine Sprache, nämlich die die Sprache eines reinen, liebevollen Herzens, welche die Sprache aller Himmel, so wie aller Engel ist.[13]

Die innere Geistsprache ist die urtümliche oder eigentliche Sprache des Menschen. Die ganze Schöpfung steht für sie sprachfähig da und kann in ihrem Grund verstanden werden.[14]

siehe Sprache der Engel und Sprache der Geister

Sprachen

Sprachen, die ganz anders geschrieben als gesprochen werden und die kaum einen Laut haben, der auf eigenem Grund und Boden gewachsen wäre, sind meist voll von Trug und Lügen, wie die Menschen, deren Zungen sich danach bewegen. Solche Sprachen gleichen jenen finsteren Heiden, welche die Götter besiegter Völker aufgenommen haben ins Kollegium des eignen unsinnvollsten Götterheeres unter mehr und bald auch weniger Veränderung der Namen, ohne zu bedenken, was der Name gründlich mochte sagen.[15]

Ursprache

Die erste Sprache der Menschen der Erde hat mit ihrem Leben übereingestimmt, weil sie ihnen aus dem Himmel gegeben wurde. Auch bei der hebräischen Sprache soll dies in mancher Hinsicht noch der Fall sein.[16]

siehe Sprache der Uralten

Deutsch

Die aktuelle deutsche Sprache ist minder als die frühere. Wo man heute z.B. das Wort "Meinung" und "Meinen" ganz fälschlich nicht nur auf sich, sondern auch auf andere bezieht, indem man sagt "was meinst du/er" oder "was ist deine/seine Meinung", sagte man vor langer Zeit richtig "deinen" oder "Deinung" und "seinen" oder "Seinung". Genauso ist es gefehlt, wenn man sagt "meine Meinung", da die Meinung ja ohnehin die Eigentümlichkeit des Redners zur Genüge kündet, wozu also auch noch das meine? Solche Sprachalbernheiten gibt es viele und es wäre viel zu richten, aber da der Unsinn gang und gäbe geworden ist bei den Menschen, ist es hart gegen solche schon seit Babels Zeiten bestehenden Narr- und Bosheiten zu streiten.[17] Es gibt tausende große Narren unter dem deutschen Volk, die ihre eigne Muttersprache rein aus Eitelkeit und Prahlerei verschlechtern und ruinieren, um den anderen Narren glaubhaft zu machen, dass sie auch Franzosen oder gar Engländer oder Türken seien. Statt der Herzenssprache lernen sie eine Sprache reden, für die sich der dümmste Esel schämen möchte. (Anm.: z.B. "Denglisch") Damit sind nicht jene gemeint, die in solchen Sprachen geboren sind, oder solche, die zum Dolmetscher erkoren sind, sondern jene nur, die als Deutsche zu Deutschen französisch, englisch oder türkisch reden möchten.[18]

Französisch

Französisch ist unter allen Sprachen die dümmste.[19]

Griechisch

siehe Griechisch

Hebräisch

siehe Hebräisch

Latein

siehe Latein

Sanskrit

siehe Sanskrit

Slawisch

Slawisch ist unvergleichlich besser als Französisch.[20]

Ungarisch

Ungarisch ist unvergleichlich besser als Französisch.[21]

Siehe auch

Quellenverweise