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Elisabeth Hüttenbrenner

Aus Prophetia

Elisabeth Hüttenbrenner, die Gemahlin von Anselm Hüttenbrenner, war von Natur aus dickblütig (Polyglobulie) und litt unter einer angeschlagene Gesundheit. Deswegen wurde Jakob Lorber öfters ersucht, den Herrn um Rat und Heilmittel anzugehen.[1] Die Seele von Elisabeth Hüttenbrenner stammte nicht von dieser Erde, sondern von einem anderen Erdkörper (Sonne) ab, weswegen die Heilung von Leibeskrankheiten immer viel schwieriger war und langsamer vor sich ging.[2]

Geschichte

Im Jahr 1847 wurde Elisabeth Hüttenbrenner vom Herrn über Jakob Lorber gesagt, sie sei zufolge ihrer wahren und guten christlichen Werke in ihrem Herzen vollends fähig, die zweite Geburt zu erlangen, jedoch hinderten sie noch einige weltliche Anhaftungen am völligen Aufstieg in das Reich Gottes während ihrer Leibeslebenszeit. Vom Herrn aus war sie schon wiedergeboren und es lag nur noch an ihr, die letzten Verbindungen mit der Welt zu kappen, was jedem Menschen selbst überlassen ist.[3]

Elisabeth Hüttenbrenner verstarb nach geduldig ertragenen schweren Leiden am 29. November 1848. Wenig davor, an ihrem Namenstag, zum 19. November, gab ihr der Herr über Jakob Lorber die Zuversicherung, dass wenn sie ihren Leib dereinst verlassen werde, nicht mehr den Tod fühlen und schmecken, sondern sehend und alles vernehmend im hellsten Bewusstsein in Seinem Vaterschoß aufgenommen werde, denn wer wie sie Gott auch am Kreuz irdischer Leiden liebt, der stirbt schon, so er leidet, und wenn er dann eigentlich sterben soll, dann wird er von Gott sogleich erweckt zum ewigen vollkommensten Leben.[4]

Jenseits

Schon am Tag nach ihrem Hingang erhielt Jakob Lorber vom Herrn die Durchgabe, Elisabeth Hüttenbrenner sei in Ihm und an Seiner Seite für ewig zum wahren ewigen Leben auferstanden. Ihre Freude war unbegrenzt, als sie den Herrn gleich erkennend ihr zur Seite erblickte. Er erschien ihr in einem Kleid, in dem sie Ihn leicht erkennen konnte und ließ sie auch gleich Seine Wundmale schauen, was nur jenen zuteil wird, die durch schwere Leiden geprüft in aller Liebe zu Ihm ihren Leib verlassen. Sie freute sich über die Maßen und konnte gar nicht begreifen, wie sie nach so langem Leiden nun plötzlich so überaus gesund habe werden können. Überglücklich fiel sie zu den Füßen des Herrn nieder und dankte Ihm für die große Gnade, die Er ihr erwiesen habe. Sie bat Ihn, Seine geringste Magd sein zu dürfen. Er aber nahm sie als Seine wahre geliebte Tochter auf, da sie Ihn frei zum einzigen Gegenstand ihres Herzens erwählte, und nicht getrieben durch klösterlich harte Zucht. Der Herr lud sie in Sein Haus ein, wo sie alle ihre Vorangegangenen treffen würde, und Maria würde ihr neben ihrer leiblichen Mutter vier schon ganz erwachsene und wohlerzogene Kinder entgegen führen, an denen sie viel Freude haben werde. (Anm.: Dabei dürfte es sich um ihre schon früh verstorbenen Kinder handeln.) Diese hatten den Herrn am meisten gebeten, sie bald zu ihnen zu bringen, und das hat Er dann auch gemacht, was Er sonst erst in zwei Jahren getan hätte. Auch sie selbst hatte große Sehnsucht nach Ihm und wollte trotz der noch so beschwerlich scheinenden Reise zum Herrn nach Hause. Elisabeth hätte irdisch auf ein paar Jahre noch geholfen werden können, wenn alles ganz genau befolgt worden wäre, was Er durch Jakob Lorber und die Tochter Lori angeraten habe, (Anm.: Letztere dürfte in den Verzückungsschlaf versetzt worden sein und so weitere Ratschläge des Herrn betreffend der Heilung Elisabeths gegeben haben.) denn bei Gott sind alle Dinge möglich. Aber dann hätte sie auf der Erde noch viel zu erleiden gehabt.[5]

Wirken als Engel

Elisabeth Hüttenbrenner erschien im Februar 1849 Jakob Lorber als eine Selige, wobei sie ihm eine Nachricht an zwei ihrer Töchter diktierte. Darin informierte sie diese darüber, in unaussprechlicher Seligkeit im Himmel beim göttlichen Vater zu sein. Sie sollen ihr Herz mit der Liebe zu Gott zunehmend bereichern, um ebenso glücklich wie sie zu werden, vielleicht sogar schon auf Erden. Nicht weltliche Dinge, sondern allein der heiligste Vater soll der einzige, ihre Herzen allertiefst beschäftigende Gegenstand sein. Dadurch würden sie zur rechten Zeit von Ihm schon alles bekommen, was sie benötigten und was ihren Seelen gut und nützlich sei.[6]

Elisabeth Hüttenbrenner gehörte zu jener Gruppe um Jakob Lorber, die den Reinerkogel im Oktober 1850 besuchte, als der Herr dort weilte, obwohl sie da schon keine Bürgerin der Erde mehr, sondern eine reine Bürgerin des Himmels war. Dies geschah durch die besondere Zulassung des Herrn, weil sie bei dieser Gelegenheit auch an der Freude ihrer Familie teilnehmen wollte. Ihre Schönheit war so groß, dass sie sich sogar vor dem zu dieser Zeit geistig schon ziemlich fortgeschrittenen Robert Blum abwenden musste, um ihm nicht zu schaden.[7]

Familie

Mann: Anselm Hüttenbrenner

Kinder: Marie, Wilhelmine, Pauline, Julie, Paul (es gibt noch weitere vier offenbar schon früh verstorbene Geschwister)[8]

Quellenverweise