Gadara
Gadara war eine kleine Stadt im Land der Gergesener, die auch Gadarener gennannt wurden. Sie lag auf einer Anhöhe südöstlich des Galiläischen Meeres. Die Begräbnisstätte der Stadt befand sich auf einem kleinen, am See gelegenen Berg. Die Gadarener waren zumeist Griechen, die dem Heidentum anhingen.[1]

In ein paar westlich gelegenen Flecken und vier Dörfern lebten zur Zeit Jesu in der Gegend der Gadarener Leute, die ein Gemisch von Juden, Ägyptern, Griechen und Römern waren. Sie hatten im Grunde gar keine Religion und ihr Gewerbe bestand im Züchten von Schweinen und im Handeln mit denselben. Dem Gewerbe nach waren sie pur unlautere Menschen, wobei ihre äußere Unlauterkeit keine Sünde gewesen wäre, so sie in ihrem Tun und Lassen nicht viel ärger als die Schweine gewesen wären, denn es herrschte unter ihnen Unzucht aller Art. Ehebruch war bei ihnen eine ganz gewöhnliche Sache, die Frauen Gemeingut, eine Jungfrau zu vergewaltigen ein Lebensscherz. Auch Knabenschänder und Perverse gab es unter ihnen.[2]