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Joseph II.

Aus Prophetia

Joseph II. (1741-1790) war ein römisch-deutscher Kaiser aus dem Haus Habsburg.[1]

Diesseitiges Leben

Joseph II. führte einen mühsamen Kampf gegen die große Dummheit der Menschen seiner Zeit, die vom römisch-katholischen Klerus bewahrt und kultiviert wurde. (nach Joseph II.)[2] Als ein Bekenner der reinen Lehre Jesu, in der er gut bewandert war, focht er gegen den verkommenen und gewissenlosen römischen Klerus seiner Zeit, der im Namen Jesus unbeschreibliche Betrügereien beging. Er legte den Hauptgrundstein dafür, dass der Papst und sein Anhang bei Millionen alles Ansehen verloren, nachdem Luther, Calvin, Huß und Melanchthon schon vorgearbeitet hatten. Nach eigener Aussage hätte er der römischen Kirche den Garaus gemacht, wenn es ihm vergönnt gewesen wäre, noch zehn weitere Jahre auf der Erde zu leben. Diese aber verstand es, sich wie ein böses Krebsgeschwür hinter seinen irdischen Lebensfaden zu schleichen und ihn vor der Zeit zu durchnagen. Dennoch hatte er ihr den Weg zu ihrem Verfall gebahnt. Joseph II. war dem Herrn ein Knecht wie wenige vor ihm; er handelte ganz nach Seinem Herzen und war treu in dem ihm anvertrauten Haushalt. Dass Joseph nur kurze Zeit auf Erden zu dienen hatte, lag daran, weil die Menschheit seiner nicht wert und zu schlecht war.[3]

Harte und strenge Richter konnte Joseph nicht leiden. Auch einen gerechten, allmächtigen Gott, dem gegenüber nichts als allerohnmächtigste Wesen standen, die sich die endlose Machtschwere ihres Schöpfers und ewigen Richters gefallen lassen müssen, vermochte sein Herz nicht zu lieben. Durch Selbstprüfung und Vergleiche wurde er ein Freimaurer, um da zur tieferen Kenntnis Gottes zu gelangen. Dadurch hatte er viel gewonnen, aber der ewig unerbittliche Richter wollte durchaus nicht untergehen und die Hölle nicht verlöschen. So fand sein Herz nicht ganz in die allerhöchste Liebe zum Herrn. (nach Joseph II.)[4] Dass sich Joseph keinen rachesüchtigen Strafegott je denken konnte, sondern nur einen weisen und milden Vater voll ernster Liebe, zeigte sich an seinem milden Strafgesetz, wo er die Todesstrafe gänzlich aufhob. Diese wurde nur anfangs noch an ein paar zu teuflischen Verbrechern vollführt, weil das Volk die Hinrichtung dieser Ungeheuer verlangte, worauf sie Joseph als abschreckendes Beispiel töten lies, was er aber danach bereute. (nach Joseph II.)[5]

Nachdem Joseph an einem seltenen Blumenbukett oder einer Prise spanischem Schnupftabak gerochen hatte, bekam er starkes Kopfweh. Er achtete dieser Sache nicht und dachte an einen Schnupfen. Das Kopfweh aber verging nicht und wurde von Tag zu Tag immer schlimmer. Er musste ins Bett und sich behandeln lassen, worauf es ihm etwas besser ging. Von Tag zu Tag aber verspürte er einen zunehmenden Druck wie aufs Gehirn im Oberhaupt, den er anfangs auch zu wenig beachtete, bis sich äußerlich ein bösartiges Geschwür zu entwickeln begann, das trotz ärztlichen Mühen immer schlimmer wurde. Es wurde immer schlechter mit Joseph, bis er bald danach bei vollem Bewusstsein, ohne die geringste Furcht vor dem sicheren Tod starb, was ihm vorkam, als ob er süß eingeschlafen wäre. (nach Joseph II.)[6]

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Anmerkung: Es heißt, dem der Aufklärung positiv gegenüberstehenden Reformer Joseph II. wurde in seinen letzten Lebensjahren - offensichtlich auf Betreiben der Erzkatholiken - derart übel zugesetzt, dass er ausgelaugt und mit gebrochenem Herzen starb. Man findet auch, er sei an Tuberkulose gestorben. Auf seinem Sarg steht eingraviert: "Hier liegt Joseph II, der in allen seinen Unternehmungen unglücklich war."


Jenseitiges Leben

Obwohl Joseph II. von Rom aus etliche Millionen Male bis in die unterste Hölle verdammt worden ist, brachte ihm dies keinen Schaden. Jenseits freute er sich sehr über die ihm zukommenden Nachrichten, wie die römische Kirche an der unheilbarsten Auszehrung leide. Er folgte Christus, der in der Gesellschaft des Robert Blum, Paulus u.a. die Kapuzinergruft des jenseitigen Wien besuchte und dort von etlichen Monarchen angenommen worden war und den er als den Herrn des Himmels und der Erde erkannte. Der Herrn nannte Joseph II. Seinen liebsten Bruder und gab ihm ein rechtes Schwert, mit dem er der Hure Babels ganz anders zusetzen konnte, als er es je auf der Erde hätte zu tun vermocht.[7]

Joseph wurde in das Haus von Robert Blum aufgenommen, weil dieser ein wahrer Feind der Dynastie der Habsburger war, der er alle Übelstände in Europa zuschrieb. Mit einem solchen Groll hätte Robert nie ein Bewohner des Himmels werden können, daher verschaffte ihm der Herr die Gelegenheit, sich mit seinen Feinden auszusöhnen, ihren Wert anzuerkennen und sie als echte Brüder in sein Herz aufzunehmen, sie zu achten und zu lieben wie sich selbst. (nach Petrus)[8]

Joseph wurde zusammen mit Robert Blum und anderen in den Himmel aufgenommen.[9] Er erhielt eine Wohnung im himmlischen Jersusalem im höchsteigenen Palast des Herrn.[10]

Quellenverweise