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Matthäus (Zöllner)

Aus Prophetia

Matthäus, auch der junge Matthäus genannt, arbeitete als ein römischer Zöllner im Dorf Sibarah in Galiläa. Er wurde von Jesus als Jünger aufgenommen[1] und war einer der zwölf Apostel. (Mt 10.3) [2]

Charakter

Matthäus war ein Grieche, der gut zu reden vermochte und körperlich recht kräftig war, weswegen er sich vor den vielen Pharisäern und Schriftgelehrten wenig fürchtete. Auch hatte er Dokumente, die ihn als römischen Bürger auswiesen.[3]

Matthäus sagte über sich, er sei ein tief fühlender und überaus gutmütiger Mensch, der vor lauter Zartgefühl nicht einmal eine Fliege umbringen und keinen Wurm zertreten könne.[4]

Geschichte

Matthäus war einer jener acht Leute, welche einen Gichtbrüchigen, den Oheim von Matthäus, zu Jesus gebracht hatten. Bei dieser Gelegenheit hielt er anwesenden Schriftgelehrten und Pharisäern weise Reden, bzw. las ihnen die Leviten, siehe Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.116.5-10 und Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.117 Er war erst 35 Jahre alt, was bei den Juden noch für jung galt und arbeitete als Zöllner. Jesus traf ihn einige Zeit später beim Hauptmauthaus und sagte zu ihm: "Matthäus, übergib diesen Tisch jemand anderem, und du folge Mir!" Und sogleich stand er auf, übergab den Tisch und folgte dem Herrn ohne alle Einrede. Mt 9.9 [5]

Matthäus führte Jesus mit Seiner Begleitung, darunter auch Schriftgelehrte und Pharisäer, in sein Haus, in dem alle Zöllner und eine Menge Aufseher und andere "Sünder" - nach Maß und Gericht der Juden, Pharisäer und Schriftgelehrten - das Mittagsmahl hielten. Das Haus von Matthäus war groß und zugleich ein Gasthaus mit kleiner Landwirtschaft. Jesus wurde sogleich von all den Zöllnern zu Tisch geladen. Für die Jünger und auch die Pharisäer und Schriftgelehrten wurde Brot und Wein in gerechter Menge gereicht. Mt 9.10 Die Jünger waren dabei voll guter Dinge, nicht aber die Pharisäer und Schriftgelehrten, die sich ärgerten, dass sie nicht auch zu Tisch geladen wurden. Sie drängten sich an das offene große Tor des Hauses, um den Herrn zu beobachten und zu belauschen. Als sie sahen, wie Er mit den Zöllnern und Sündern überaus freundlich umging, gerieten sie heimlich in großen Ärger und fragten die Jünger, warum denn ihr Meister bei den Zöllnern und Sündern esse, ob er wohl auch ihresgleichen sei. Mt 9.11 Als der Herr solche Frage vernahm, da sagte er zu ihnen ganz kurz: "Die Starken und Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern die Kranken nur! Gehet aber hin und lernet, was das heißt: 'Ich habe Wohlgefallen an der Barmherzigkeit und nicht am Opfer!' Ich bin gekommen, die Sünder zur Buße zu rufen – und nicht die Frommen, die der Buße nicht bedürfen!" Mt 9.12-13 Dies verstanden die Pharisäer und Schriftgelehrten zu ihren Gunsten, fühlten sich geschmeichelt und sagten nichts weiter.[6]

Als die Vorräte erschöpft waren, ließ der Herr die Speicher von Matthäus durch Engel mit himmlischer Kost wieder auffüllen. Dadurch bewies Er, wie Sich Gott um jene kümmert, die fest auf Ihn vertrauen. Die Engel erschienen als schöne Jünglinge, die wie aus dem Nichts auftauchten und auf dieselbe mysteriöse Weise wieder verschwanden.[7]

Jesus forderte Matthäus auf, Sein Jünger zu werden. Für das Haus des Matthäus würde Er fortan sorgen, wie Er dies schon getan hatte. Matthäus zog sich seinen guten Rock an und folgte dem Herrn auf der Stelle, ohne weitere hausherrliche Verordnungen zu machen, was die Seinen in seiner Abwesenheit tun sollten.[8]

In einem galiläischen Hungerdorf, in dem Jesus ein Wunder wirkte, wurde Matthäus vom Herrn zum achten der zwölf Apostel erwählt.[9]

Quellenverweise