Merkur (Götze)

Merkur ist aus der Phantasie von Dichtern und Sängern, die den einen Gott noch kannten, entstanden. Er und die anderen griechischen und römischen Götter personifizierten in guten Entsprechungen die Eigenschaften des einen wahren Gottes, denn damals wusste man es nicht anders. Merkur bedeutete die Allmacht des einen Gottes durch Seinen allmächtigen Willen. Mit der Zeit aber haben Eigennutz, Selbstliebe und Herrschsucht die Menschen geblendet und verfinstert, worauf sie den Geist verloren. So blieb ihnen nichts als die äußere Materie und sie wurden zu Heiden, d.h. zu groben Materialisten, und daher blieben sie an den äußeren, leeren, unverstandenen Bildern hängen (machten sie zu Götzen). (nach Joseph)[1]
Da in der bildlichen Götterlehre der Römer keine Gottheit so viel zu tun hat wie der Merkur, wird unter Merkur eine rechte Tätigkeit über Hals und Kopf verstanden. (nach Julius)[2]