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Monotheismus

Aus Prophetia

Es gibt nur einen Gott, einen Herrn, einen Eigentümer aller Dinge und einen heiligen Vater aller Seiner Kinder.[1] Außer Gott gibt es keinen Gott mehr.[2] Das Sein und Besehen Gottes vermag kein anderes Göttliches hervorzubringen, das ebenfalls Sein und Bestehen in sich selbst hätte. Folglich ist ein anderer Gott desselben Wesens nicht möglich.[3]

Dass Gott ist und Einer ist wird bezeugt durch:

  1. Die gesamte Heilige Schrift, siehe z. B. 5.Mose 6.4, Jes 45.14, Jes 44.6, Hos 13.4, Sach 14.8-9, Mark 12.29 und von daher den Lehren der christlichen Kirchen.
  2. Den allgemeinen Einfluss in die Seelen der Menschen, der bewirkt, dass eine gewisse innere Stimme jedem Menschen sagt, dass Gott ist, und dass Er Einer ist. Dieser Einfluss ist offenbar erkennbar an dem allgemeinen Bekenntnis, wonach alles Gute, das in sich selbst gut ist und sich im Menschen findet und von ihm selbst vollbracht wird, von Gott stammt, ebenso alles, was zur christlichen Liebe und zum Glauben gehört, siehe Joh 3.27 und Joh 15.5. Da alles Göttliche als Eins zusammenhängt, so gibt es notwendigerweise die Vorstellung Eines Gottes ein. Diese Vorstellung erstarkt, je mehr der Mensch von Gott in das Licht des Himmels erhoben wird. Trotz dieses Einflusses denken aber doch viele Menschen, die Gottheit sei in drei Personen desselben Wesens geteilt. Das liegt daran, dass der Einfluss nicht in die entsprechenden Formen einfließen kann, vergleichbar mit dem Sonnenlicht, das je nach Empfänger verschiedene Wirkung zeigt, obwohl das gleiche Licht.
  3. Jedes Volk von Religion und gesunder Vernunft. Es gibt zwar Menschen, die mehrere Götter und sogar Götzenbilder verehren, weil sie das Inwendige ihrer Vernunft oder ihres Verstandes mit weltlichen Vorstellungen vollgepfropft haben, wodurch sie ihre ursprüngliche Gottesvorstellung, wie sie sie etwa in ihrer Kindheit gehegt hatten, verwischt und so gleichzeitig alle echte Religion aus ihrem Herzen verbannten. Die übrigen Völker der ganzen Welt stimmen jedoch zu, dass Gott Einer ist; das sind die verschiedenen Mohammedaner, die (meisten) Afrikaner, ebenso die (meisten) Asiaten und die Juden. Auch bei den ältesten Menschen verehrten jene, die eine Religion hatten, den Einen Gott, den sie Jehova nannten, bis hin zum Altertum, bevor sie monarchische Regierungen bildeten, mit denen weltliche und fleischliche Begierden die Oberhand gewannen und die höheren Gebiete des Verstandes zunehmend verschlossen. Jeder Mensch von gesunder Vernunft, selbst wenn er nicht religiös ist, erkennt ohne weiteres, dass ein aus verschiedenen Teilen zusammengesetztes Ganzes von selbst auseinanderfallen müsste, wenn es nicht einem gemeinsamen Prinzip untergeordnet wäre. Dies gilt für jeden Menschen, jedes Reich, jedes Haus, jede Streitmacht, jede Kirche - selbst für den Himmel.
  4. Die menschliche Vernunft, die aus vielen Dingen in der Welt schlussfolgern und erkennen kann, dass Gott ist, und dass Er Einer ist. Jeder Mensch, dessen Vernunft auch nur ein Weniges von der Heiligkeit des Göttlichen Wortes gespürt hat, weiß gleichsam von selbst, dass Gott Einer ist, und dass es Wahnsinn wäre, mehrere Götter zu nennen. Die Engel können das Wort "Götter" nicht einmal aussprechen.
  5. Das Weltall, das nicht erschaffen werden und erhalten bleiben könnte, wenn Gott nicht Einer wäre. Das Weltall ist ein vom Ersten bis zum Letzten einheitlich zusammenhängendes Werk, weshalb sich daraus die Einheit Gottes schließen lässt, vgl. Jes 44.24, Off 1.8, Off 1.17 Allerdings wer die Dinge in der Welt nur in ihrer Vereinzelung und nicht in umfassender Weise in ihrer Aufeinanderfolge betrachtet, die zwischen den Zwecken, Mitteln und Wirkungen besteht, und ebenso wer die Schöpfung nicht von der göttlichen Liebe durch die göttliche Weisheit ableitet, der vermag nicht zu sehen, dass das Universum das Werk Eines Gottes ist.[4]

Wer im Glauben Einen Gott anerkennt und von Herzen verehrt, gehört der Gemeinschaft der Heiligen auf Erden und der Gemeinschaft der Engel in den Himmeln an. Diese Gemeinschaften sind in dem Einen Gott und der Eine Gott ist in ihnen. [5]

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.137.22
  2. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.228.2
  3. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 18
  4. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 5; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 6a-c; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 7; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 8; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 9; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 10; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 12; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 13
  5. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 15a