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Neuseeland

Aus Prophetia

Neuseeland ist eine ziemlich bedeutende Insel im Süden der Erde. Sie besteht eigentlich aus drei Hauptinseln, einer Menge kleiner Inseln und vielen Korallenbänken.[1]


Geschichte

19. Jahrhundert

Neuseeland beließen die Engländer eine freie Souveränität für einen bedeutenden Getreidetribut. Die Herrscher wurden im Amt gelassen, weil die Regierung dieser sehr entlegenen Ländern auf diese Weise nichts kostete, und weil die Heiden dort eine sehr zusagende gastfreundliche Gesinnung hatten, weswegen das Heidentum zugelassen blieb und das Christentum nur sehr magere Fortschritte machte. Außerdem wäre eine stärker donnernde Expedition durch diese weltsüchtige Nation mit erheblichen Unkosten verbunden gewesen und das Land war großen Schiffen wegen häufiger Stürme und vieler Klippen und Sandbänke nicht leicht zugänglich. Die armen Völker der Eingeborenen, meistens noch echte Kainiten, brachten den Engländern Opfer, weil sie diese für Wesen höherer Art hielten, da sie von ihren schönen schwimmenden Häusern aus blitzen und donnern konnten. Damit nicht auch eine andere Nation in den Genuss eines solchen Gratisfundes kam, versahen die Engländer kleine Inseln, die die großen Inseln umgaben, mit Forts. So blieben sie trotz der Souveränität dieser Länder die Beherrscher von der Küste bis ins Innerste.[2]

Zwar übten die Engländer keine Grausamkeit aus, sie schwangen nicht ihre Sklavenpeitsche und Höllenfackel über die armen Eingeborenen, dennoch stempelten sie sich an diesem Ort zu den größten Scheusalen der Erde herab. Solange ein Mensch aus Habsucht und Geiz seine Mitmenschen tyrannisiert, ist er mit einem Teufel zu vergleichen. Ist die Tyrannei noch so arg, so wird der misshandelte Teil wenigstens zutiefst gedemütigt, und ihm, wenn auch auf tyrannische Weise, doch wenigstens ein Begriff vom Christentum beigebracht, wonach solche Arme im Hinblick auf das Kreuz des Herrn ihr Elend erträglich erdulden. Wird aber aus schändlicher Habsucht ein Volk von allem höheren Licht gänzlich ab- und ausgeschlossen, und der Welt vorgelogen, welche segensvolle Fortschritte solche Nation mache, während sie im Geheimen in der schändlichen Finsternis gelassen wird, das vermag kein Teufel auszuführen, da muss schon ein Großmeister Hand ans Werk legen. Das ist und gehört zu den größten Gräueln der Erde, einen Menschen um seinen Gott zu bringen. Der Herr möchte eher einem allerschlimmsten Folterknecht Gnade erweisen, als solchen Scheusalen.[3]

Ureinwohner

Die Urbewohner Neuseelands kamen in der geistigen Welt ziemlich leicht weiter, da sie eine außerordentliche Ehrfurcht vor dem höchsten Wesen und vor allen sich wunderbar gestaltenden Dingen hatten. Wenn sie in der Geisterwelt zu Erscheinungen geleitet wurden, welche sie an die Menschwerdung des Herrn vorermahnten, dann fragten sie voll Neugierde um die nähere Entwicklung und um den eigentlichen Grund, was alles ihnen nach dem Verhältnis ihrer Aufnahmefähigkeit auch sogleich kund getan ward. Daran hatten sie eine überaus große Freude und wünschten bald nichts sehnlicher, als den Herrn so bald als möglich persönlich kennen zu lernen. Wenn sie weise nach und nach vorbereitet wurden, konnte man sie in die Gegenwart des Herrn einführen. Sie blieben dann fest und überaus tätig in allen Werken der Liebe. Ihnen wurde hauptsächlich die Überwachung des Südpols und die Hauptdirektion des Mondes anvertraut. Dabei verblieben sie so lange, wie es der Wille des Herrn war und wurden dann ferneren Beschäftigungen zugeführt, entsprechend ihrer in solchen anvertrauten Geschäften erworbenen inneren Fähigkeiten.[4]

Quellenverweise