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Ohlad

Aus Prophetia

Ohlad war ein Nachkomme Kisehels[1] und einer der tausend Ratsherren, welche die Stadt Hanoch regierten, ohne dafür auch nur im Geringsten von Gott berufen zu sein. Er war etwa vierzig Jahre lang ein Ratsherr.[2] Nach seiner Bekehrung wurde er von Gott zum König über alles Volk der Tiefe gesalbt.[3] Gott hatte sich aufgrund von Ohlad und Danel noch einmal alles Volkes erbarmt und es durch sie noch einmal zu Sich rufen lassen.[4]

Geschichte

Nachdem neunhundert der tausend Räte aus der Stadt Hanoch geflohen waren (siehe Die zehn Feuerboten), übernahm Ohlad, der nach eigener Aussage am wenigsten Schuld an Götzentum, Gottlosigkeit, Polizeistaat usw. trug, die Verantwortung vor dem Volk auf sich, wiedereröffnete die beiden Tempel Gottes (die früher unter Lamech gebaut worden waren) und ließ dies, wie auch die strenge Umkehr zu Gott, überall in Stadt und Land und in den Provinzen verkünden. Ohlad wurde vom Volk, trotzdem er die Verantwortung für alle Schändlichkeiten übernahm, mit gewaltigem Jubel aufgenommen. Je mehr der Ratsherr die Schuld auf sich nahm und die anderen Räte entschuldigte, mit desto größerer Liebe wurde er vom Volk aufgenommen.[5]

Gott salbte Ohlad zum König über alles Volk in der Tiefe und die zehn Feuerboten zu Ministern Ohlads.[6] Ohlad wurde voll des Geist Gottes und konnte immer, wenn er höheren Rat bedurfte, in den Tempel gehen, um diesen dort vom Herrn zu erhalten.[7] Die Hanochiten und alle Völker der Tiefe wurden von Gott aufgerufen, dem König streng Folge zu leisten und seine Gesetze zu halten.[8]

Die neunundneunzig Räte verbreiteten auf Anweisung Gottes das Wort Gottes drei Jahre lang überall im Land, wobei sie ihre Wundermacht einsetzten. Die Stadt Hanoch samt ihren Vorstädten wurde in noch kürzerer Zeit ziemlich in Ordnung gebracht.[9]

Ohlad und die zehn Minister errichteten Gott darauf als Dankopfer einen enorm großen und prachtvollen Triumphbogen mit Tempel.[10] Dieses Gebäude wurde täglich von tausenden Menschen besucht, während der innere Tempel (siehe Tempel der Hanochiten) nur mehr von sehr wenigen besucht wurde, teils aus Furcht, teils weil er nicht in einem so anmutigen Teil der Stadt lag.[11] Im Verlauf von zehn Jahren hatte sich um den Triumphbogen eine neue Stadt gebildet, die aus lauter Herbergen für die vielen Wallfahrer bestand.[12] Zu dieser Zeit begann sich ein Heidentum zu entwickeln, welches darin bestand, darüber zu streiten und zu bestimmen, in welchem der bestehenden drei Tempel Gott am gnädigsten und liebreichsten sei.[13]

Solange Ohlad und die zehn Minister lebten, und die neunundneunzig ehemaligen Räte die Ordnung mit aufrechterhielten, ging es im Allgemeinen gut, obwohl es ihnen nie völlig gelang, alles Übel in der so großen Stadt zu vertilgen. Die Theater, Tiergefechte und galanten Gesellschaften wurden eingestellt und Besuche nur zur Ehre Gottes erlaubt, wobei dann aber die Wallfahrten zweckentfremdet wurden.[14]

Die Regierung wurde von Ohlads Sohn Dronel übernommen.[15]

Siehe auch

Quellenverweise