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Phosphor

Aus Prophetia
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Anmerkung: Phosphor wird hier weniger als ein materielles Element beschrieben, sondern vor allem als ein ursideralischer Stoff oder positive Elektrizität.


Wesen

Das Hauptvaterland des Phosphors sind von der Urzentralsonne angefangen auch alle anderen Sonnen in einer und derselben Hülsenglobe.[1]

Vorkommen

Phosphor (als ursideralischer Stoff oder positive Elektrizität) kommt dort am meisten vor, wo die positive oder sideralische Elektrizität am meisten daheim ist. Auf der südlichen Erdhälfte, beinahe tausend Meilen unter dem Äquator, wird man Phosphor weder in den Mineralien noch in den Pflanzen und Tieren antreffen, aber desto häufiger und intensiver auf der nördlichen Erdhälfte, und zwar am intensivsten in der halben nördlichen heißen und gemäßigten Zone. In der mehr kalten Nordzone findet er sich zwar auch, aber weniger mit den Körpern als mit der Polarluft im Verein, wo er sich mit dem Sauerstoff leicht und gerne bis zu einem gewissen Grad verbindet.[2]

Phosphor ist zumeist in den Knochen der Tiere und auch der Menschen vorhanden. Er wird durch die Wissenschaft der Chemie fast rein in körperlicher Form gewonnen.[3]

Wirkungen

Ist die Nordluft und ihr großer Sauerstoffgehalt einmal zu übersättigt, so ist der Phosphor entzündbar und das eigentliche leuchtende Element beim Erscheinen des sogenannten Nordlichtes. Es wird zwar von ihm eine große Portion vom Nordpol selbst verzehrt, weil er die eigentliche Hauptnahrung der Erde ausmacht; dennoch bleibt eine übergroße Dosis mit der den Sauerstoff reichhaltig enthaltenden atmosphärischen Luft übrig. Die Erscheinung der Polarlichter in den Südpolarländern findet auf eine andere Weise statt.[4]

Die Luft ist das erste Aufnahmeorgan für diesen ursideralischen Stoff. Dies lässt sich an mehreren Erscheinungen beobachten. Unter übermäßig starkem Druck entzündet sich die positive Elektrizität oder der ureigentliche Phosphor in ihr und gibt seine sideral-geistige Kraft zu erkennen, nämlich in Blitzen und Donner.[5] Der Phosphor gibt sich auch zu erkennen, wenn man zwei harte Körper aneinander reibt oder stößt. Auch das Meeresleuchten, wobei sogar Stricke und andere Gegenstände, die mit dem Wasser in Berührung kommen, zu leuchten anfangen, geht darauf zurück.[6]

In der heißen Zone, besonders in jenen Gegenden, die wenig oder gar keine Gebirge, kein Wasser und auch keine Pflanzenvegetation besitzen, ist der Phosphor der eigentliche zerstörende und verheerende heiße Flammenwind.[7]

An langen und heißen Tagen gibt sich der Phosphor an einer Menge Art von Insekten und Würmern kund, die vermöge ihrer körperlichen Beschaffenheit und Einrichtung die Eigenschaft haben, solch einen Stoff gleich einer kleinen elektrischen Leidener Flasche an sich zu ziehen.[8]

In Asien, Afrika, Nordamerkia und der arabischen Wüste kommt ein größeres Insekt vor, das man den Laternenträger nennt. Wenn es zur Nachtzeit auffliegt, beleuchtet es wie ein Kerzenlicht die Umgebung.[9]

In mehr tropischen Gegenden dienen ein paar trockene aneinandergeriebene Holzstücke zum Feueranmachen, was auch in Mitteleuropa funktionieren würde, allerdings mit mehr Mühe.[10]

Die Urwelttiere und die präadamitischen Menschen hatten sehr wenig Phosphorgehaltes in sich, dafür aber desto mehr Kohlensauerstoff in Verbindung mit Urkalk. Daher verwesten sie in der Erde auch ganz schwer und langsam, ihre Knochen gar nicht, und gingen in eine Art Versteinerung über. Da nun die Erde nach allen Richtungen hin dem Einfluss und Zuströmen der Sideralgeister allenthalben und zum größten Teil freigestellt ist, so hat sich dieser Urstoff auch in einem außerordentlich reichen Maß mit der atmosphärischen Luft der Erde in eine ununterbrochene Verbindung gesetzt. Er ist dann der kräftige Mithelfer, dass tierische und menschliche Leichname um so leichter und um so schneller verwesen, wodurch dann die Seele, besonders des Menschen, sich um so eher mit dem vereinen kann, was ihr Leib aus der Sphäre des Sideralgeistigen und darum der Seele Angehörigen in sich hatte. Daher findet man nicht mehr so leicht versteinerte Tierknochen aus der jüngeren Zeit.[11]

Quellenverweise