Nordpol
Der Nordpol ist der bejahende (positive) Pol der Erde. Von ihm gehen die Nordlichter aus, die magnetische Kraft überall auf der Erde, sowie Eis, große Kälte, und ferner die Passatwinde und vom Norden herziehende Wolken und Ungewitter.[1] Die Gegend des Pols bietet einen großen trichterartigen Krater, der im Durchmesser 180 Meilen beträgt (oben am Trichter). Dieser Krater, in dem geistig und physisch die größte Dunkelheit herrscht,[2] ist ringsherum mit Eisbergen und Klippen umlagert, wodurch es einem Sterblichen (Anm.: zumindest um 1840) nie gelingen wird, in diese geheimnisvolle Gegend der Erde zu dringen. Dort herrscht zudem eine unerträgliche Kälte von 90 Grad und darüber.[3]
Der Krater des Nordpols sieht der Einmündung eines Apfels ohne Stiel ähnlich. Von dort aus geht ein Kanal mit einem Durchmesser von tausend Klafter (1800 Meter) sich zunehmend verengend bis in den Mittelpunkt der Erde. Dies ist gleichsam der Mund der Erde, durch den sie ihre Kost aus den unendlichen Räumen saugt.[4]
Die Nebel und Wolkengebilde in in der zweiten Luftregion unterliegen der gegenseitig polarisch wirkende Kraft des Nord- und Südpols. Durch sie werden diese Neugebilde mit der tellurischen Elektrizität gesättigt und bekommen durch diese Sättigung erst jene Kondensation, durch welche sie dann dem Erdkörper als eine Nahrung für dessen Pflanzen- und Tierwelt zugeführt werden.[5]
Geisterwelt
In der übersinnlichen Sphäre bilden friedliebende und demütige Geister den Nordpol.[6] Am Nordpol erscheint alles schroff und voll Zacken; diese Situation gleicht einem Menschen, der seine Arme weit ausstreckt, um alles mit Liebe zu umfassen und an sich zu ziehen.[7]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401011.2; Jakob Lorber, Die Erde 14.13
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401011.26; Jakob Lorber, Die Erde 7.11
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401011.8-9; Jakob Lorber, Die Erde 7.11
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401011.27; Jakob Lorber, Die Erde 14.13
- ↑ Jakob Lorber, Die Erde 23.8
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401014b.34
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401014b.35