Reinerkogel
Der Reinerkogel (auch Rainerkogel) ist ein Hügel in der Nähe der Stadt Graz in Österreich. Einst gehörte er zum Stift Rein und war südwestlich mit kleinen Rebanlagen und Winzereien kultiviert, während die nördliche und östliche Seite der guten und bequemen Jagd wegen bewaldet blieb. Dort wurden Rehe und Hirsche förmlich gemästet.[1]
Besuch des Herrn im Jahr 1850
Auf dem jenseitigen Reinerkogel war der Herr im Oktober 1850 persönlich zugegen, weil dieser Hügel von allen in der ganzen Umgebung von Graz der durch schmähliche Handlungen der argen Menschen am wenigsten entheiligte war. Christus kam, um der argen Welt ein Gericht zu geben und Seinen getreuen Bekennern Seine Gnade, Vergebung ihrer Sünden und das ewige Leben. Gleich bei Seiner Ankunft am 4. Oktober um sechs Uhr abends, fingen Massen von Geistern aller Art an, sich an den Hügel zu drängen. Viele darunter ganz böser Art; sogar Satana war dabei. Diese wurden jedoch schnell gegen Abend hin gedrängt. Mehr um den Fuß des Hügels lagerten sich bessere Wesen und baten um eine Verbesserung ihres Loses, die ihnen auch gewährt wurde. Nach der Gewährung zogen sie dankbar ab. Darauf kam vom Schöckelberg her eine ganze Legion Geister, die noch sehr dem Naturreich angehörten. Diese verlangten ungestüm die Erlösung vom beschwerlichen Bergdienst. Sie wurde ihnen zum Teil gewährt, womit sie sich zufrieden gaben. Dann kam eine Menge Geister von allen Gegenden der Umgebung dieses Ortes, und sie baten um die Segnung dieser ganzen Gegend. Sie wurde ihnen auch noch vor der siebenten Stunde gewährt. Die Nacht hindurch wurde noch eine Menge unzufriedener Geister beruhigt und abgefertigt. Dieses ganze Geschehen war auch den materiellen Augen durch diverse natürliche Erscheinungen sichtbar. Vormittags am 5. Oktober kam eine Schar starker Geister durch die Luft, gab dem Herrn die Ehre und errichtete Ihm schnell ein erhabenes Wohnhaus, damit Er nicht auf dem schmutzigen Erdgrund weilen sollte. Der Herr aber antwortete: "Lasst ab von eurem Eifer! Ich weiß, warum Ich also handle, und warum Ich nun die Erde berühre mit Meinen Füßen. Zieht ein dies Gezelt! Wollte Ich eine Wohnung, so stünde sie sogleich Meiner würdig da. Erbaut aber dafür lieber in eurem Herzen Mir ein rechtes Haus; das werde Ich dann zur Wohnung nehmen; aber dieses luftige Taubenhaus ist Mir durchaus nicht anständig; daher reißt es nur sogleich wieder ab, wie ihr es errichtet habt!" Die Geister taten, wie der Herr ihnen geboten hatte, und fuhren dann wieder etwas unvergnügt ab. Der Grund, wieso der Herr und Seine große Gesellschaft, zu der Robert Blum und viele andere gehörten, am Reinerkogel von so vielen Geistern aufgesucht wurde, während man die Geister im jenseitigen Wien eigens aufsuchen musste, um mit ihnen irgendeine Verhandlung vornehmen zu können, lag darin, weil die Geister auf den Höhen der Berge eine hellere Sehe haben und wissen, woran sie sind. Sie kamen daher zu Tausenden und baten um eine baldige Verbesserung ihres Bestandes. Im weiteren Verlauf wurden arge Geister aus der Gegend entfernt und armen Seelen geholfen.[2]
Als der Herr auf dem jenseitigen Reinerkogel weilte, suchten Jakob Lorber und elf weitere Personen, die den Herrn liebten und einen guten Glauben hatten, den Reinerkogel auf, was jenseits bemerkt wurde. Der Herr zeigte sich ihnen aber nicht, da sie sonst aus Liebe zu Ihm ihr Leibesleben verloren hätten. Dies durfte nicht sein, da sie auf der Welt noch manche Arbeit in Seinem Namen zu verrichten hatten und der Herr ihnen noch manche Zeit auf der Erde zu ihrer Vollendung ließ.[3]
Das Reich des Herrn ging beim Abzug des Herrn, Seiner Freunde, Brüder und Kinder vom Reinerhügel durch die Pforte Seines Reiches als ein neuer Verein aus dem Herzen von Robert Uraniel hervor.[4]
Der Herr wies Robert an, auf dem Reinerhügel eine Wache aufzustellen, damit jeder, der als Geist in gutem geistigen Sinn diesen Hügel betritt, einen Freund finde und einen rechten Wegweiser, wobei aber niemand länger als ein irdisches Jahr Wache halten solle. Die erste Wache übernahm Kado. Naturmenschen, die noch im Fleisch auf der materiellen Erde wandeln, sollen auf dem Hügel einen Stärkung im Glauben finden und in der Liebe erweckt werden. Kranke sollen Linderung ihrer Schmerzen und die Guten und Gläubigen sieben Mal ihre Gesundheit wieder gewinnen. Wenn die Menschen auf der Erde auf dem Hügel eine Erinnerungszeichen errichten wollen, so sollen sie nicht gehindert, aber auch nicht unterstützt werden.[5]
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.265.8-10
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.501004; Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.501005.2-8; Jakob Lorber, Robert Blum 2.260.7-17; Jakob Lorber, Robert Blum 2.265.13; Jakob Lorber, Robert Blum 2.266.10; Jakob Lorber, Robert Blum 2.267.3-5; Jakob Lorber, Robert Blum 2.269
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.261.5-6
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.281.2
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.282.4-5; Jakob Lorber, Robert Blum 2.283.7-8