Roban
Roban war zu den Lehrjahren von Jesus ein Ältester unter den Pharisäern in Nazareth.[1]
Geschichte
Als Jesus in Nazareth wirkte, kam der 79-jährige Roban zu Ihm ins Haus und wollte ein Jünger werden. Der Herr sagte dazu weder ja noch nein, sondern stellte es ihm frei zu bleiben oder zu gehen. Weil Roban den Verdacht hegte, Jesus würde durch die Kraft des Satans Wunder wirken, riet ihm Petrus, nach Sichar zu gehen, um sich dort beim Oberpriester Jonael und dem Großkaufmann Jairuth zu erkundigen, wer Jesus wirklich war, denn bei diesen beiden konnte Roban noch dienende Engel in scheinbar leiblicher Gestalt antreffen. Der Herr gab Roban die Erlaubnis, dort hin zu ziehen, um sich um alles zu erkundigen. Bei seiner Rückkehr sollte er dann seine Brüder und Kollegen von allem unterrichten, was er gehört und gesehen hatte.[2]
Roban kehrte in der Begleitung von Kisjonah bald wieder zurück zum Haus des Herrn. Er war tief davon ergriffen, was er in Sichar gesehen und gehört hatte und bekannte, nun zu Jesus zu gehören. Jesus berichtete ihm, dass inzwischen auch seine Brüder und Amtsgefährten zu Ihm gehörten, ohne deswegen aufzuhören, vor der Welt das zu sein, was sie ehedem waren, was auch Roban vorderhand bleiben würde, bis sich der neue Schuloberste (Vorsteher der Synagoge), der die Stelle des Jairus einnehmen würde, ein wenig abgestoßen haben wird. Darauf kehrte Roban zur Synagoge zurück und wurde dort freundlich aufgenommen.[3]
Der neue Oberste, Korah, der sich das Amt erkauft hatte und noch lange nicht einmal 30 Jahre alt war, erwies sich als der von Jesus schon im Voraus beschriebene Unhold und veranstaltete einen enormen Wirbel in der Synagoge von Nazareth. Roban wies ihn in die Schranken und zeigte ihm auf, wohin sein Treiben führen würde, nämlich zum Abfall von ganz Galiläa vom Judentum. Er erklärte ihm auch, dass sein beabsichtigtes gewaltsames Vorgehen gegen Jesus und seiner sich nun zu Jesus bekennenden Amtsgefährten (siehe dazu: Zweites Lehrjahr) zur seiner Absetzung und zur Vernichtung von Jerusalem und des dortigen Tempels führen würde. Als ihn Roban auch noch darauf hin wies, dass er und das Volk die Machenschaften der Templer kannten, und dass sich der neue Oberste sein Amt ganz im Gegensatz zu den Anweisungen von Moses erkauft hatte, da platze der Unmensch beinahe vor Zorn und drohte mit geheimen Anschlägen. Darauf drohte ihm Roban mit der Steinigung, weil er sich seine Abstammung von Levi nur erkauft hatte und somit ein Eindringling ins Allerheiligste und ein Gottesbetrüger war. Nun wurde Korah zumindest zum Schein erträglicher, dafür aber desto erbitterter.[4] Chiwar machte den Obersten aufmerksam auf die große Macht von Jesus und den Engeln, die Ihn begleiteten, und dass Ihm mächtige Römer wie Lämmer folgten. Es sei sehr unklug, gegen Jesus vorzugehen, was doch davor schon mit allen möglichen Mitteln versucht wurde, und auch nicht erfolgreich gewesen war. So wurde der Oberste schließlich sanfter und fing an einzusehen, dass Roban und Chiwar vollkommen recht hatten. Damit war der erste Sturm in der Synagoge gut abgelaufen.[5]
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.35
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.36; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.83.11
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.56.1-8
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.81.2-3; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.83
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.84