Urstoff
Jeder eigentliche Urstoff ist gebundenes Geistiges. Sowie es irgend frei wird, wird es in seiner Art auch tätig und bildet sich seine Form und seine Beschaffenheit unter der steten Wirkung eines entsprechenden jenseitigen Geistes. Dieser Geist wird Sideralgeist und positiv-elektromagnetisch genannt. Jener Geist der Erdmaterie, sowohl des Erdreichs, des Wassers sowie der Luft, wird der gerichtete diesirdisch gebundene Naturgeist genannt und negativ-elektromagnetischer Stoff. Letzterer wird durch seinen entsprechenden jenseitigen Sideralgeist erst geweckt und in die seiner ihm innewohnenden Intelligenz entsprechende Tätigkeit gesetzt.[1]
Wesen
Die naturgeistig partikulären oder speziellen Intelligenzen sind vielfältig und mannigfach und es gibt auch eine ebenso große Anzahl der positiven Sideralgeister, durch welche die in dieser Erde haftenden Naturgeister nach und nach zur stets freieren Tätigkeit geweckt werden. Die Intelligenz eines diesirdischen Naturgeistes ist nur eine einfache, wird aber durch den Sideralgeist zu einer vielfachen. Zum Beispiel die gebundensten Naturgeister im Mineralreich würden aus sich nur höchst einfache und einstoffige Zusammenklumpungen hervorbringen, aber durch die auf sie einwirkenden entsprechenden Sideralgeister werden sie gewisserart in ihrer Intelligenz erweitert, sie werden gewisserart fühlend und in ihrer Art sehend und fangen an, von dem unendlich Vielen, was in der Erde aus der Ursonne schon vorhanden ist, das ihnen Zusagende zu sammeln und an sich zu ziehen. Auf diese Weise entstehen dann die verschiedenartigen Mineralien, Metalle und edlen Steine, die gewisserart, materiell genommen, die Augen dieser Geister bilden und sich die Einwirkung des Lichtes aus der Sonne und aus zahllos vielen anderen Gestirnen zunutze machen. In all den vielen Mineralien und Metallen finden sich überall dieselben Elementar-Urstoffe, nur im unterschiedlichen Verhältnis des Positiven und Negativen, wobei das Plus oder Minus ins Unendliche geht. Aus dem negativen Prinzip entsteht zum Beispiel durch die Erweckung des Sideralgeistes die eigentliche Wurzel und der Stamm einer Pflanze und selbstverständlich die lebendig werdende diesirdische Naturseele. Diese wird durch den Sideralgeist in ihrer Intelligenz- und Tätigkeitssphäre vervielfältigt und bildet alles das, was man an irgendeiner Pflanze über den Erdboden hinaus erblickt. Alles ist also nichts anderes als eine Wirkung des Minus und des Plus der beiden sich stets mehr und mehr vereinenden Geister. So ist es auch in der höheren Stufe, im Tierreich. Die Gesamteinung aller dieser spezial-seelischen Intelligenzen mit ihrem jenseitigen Sideral- oder Lichtgeiste geht aber erst im Menschen vor sich, bei dem es auch, besonders in seiner moralischen Sphäre, auf das Plus oder Minus, entweder von unten oder von oben, am allermeisten ankommt. Wo beim Menschen das geistige Plus von oben schon vorherrschend ist, da wird eine Vollendung sowohl dies- als jenseits leicht und bald möglich sein, je nach dem Grad des Liebefeuers der beiden geistigen Lebenspotenzen.[2]