Juno

Die Göttin Juno ging aus der Phantasie der Griechen und Römer hervor, welche ihr zu Ehren die Zeitperiode des Krebses benannten. Eine Hauptfrage des Beginnens aller geistigen Forschung bestand bei den Erfindern des Zodiak, den alten Ägyptern, darin, ob die reine Gottheit auch irgend in einem materiellen Verband zu suchen sei. Die gewichtige Frage lautete in der ägyptischen Symbolsprache: "Je ◡ ◠ (un) o?" ("Ist das einmal in sich getrennte Göttliche, so man es nebeneinander stellt, noch ein Ganzgöttliches?") Die Antwort auf diese Frage lautete, dass sich alle geschaffene Materie zu Gott nahe so verhalte wie ein Weib zu ihrem Mann und Gebieter. Gott zeuge in und durch die Materie in einem fort Seine Myriaden Kinder aller Art war der erhabene Gedanke der alten Weisen. Besonders bei den späteren nach aller Sinnlichkeit lüsternen Nachkommen blieb kaum mehr ein Dunst der alten ägyptischen Weisheit. Sie machten aus dem Fragesatz und der erklärten Weiblichkeit aller Materie gleich lieber ein persönliches Gottweib, gaben demselben anfangs den Namen Jeuno, später bloß Juno, und vermählten sie mit dem Gott Zeus. Die alten Weisen hielten aus weisen und ganz natürlichen Gründen die Materie für hart, unbeugsam und ungefügig, und man könne ihr nur durch großen Fleiß und durch große Mühe etwas abgewinnen. Die späteren Nachkommen schoben die von den alten Weisen an der Materie entdeckten Unvollkommenheiten der Juno unter, mit dem darum Zeus stets seine Not hatte. (nach Mathael)[1]