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Neuoffenbarung

Aus Prophetia
Handschrift Jakob Lorbers, Die Kindheitsgeschichte Jesu, Blatt 1

Wesen

Das neue Licht oder Wort ist gleich dem alten, da es keinen alten und neuen Gott gibt. Alt und neu bezieht sich nicht aufs Wort, sondern auf den Menschen, der es in sich aufnimmt. Da wird aus dem alten Menschen ein neuer, und dann ist er auch ein Wort – und somit freilich ein neues.[1]

Wirkung

Die die neuen Offenbarungen des Herrn annehmen, die werden sehend: Die ganze Schöpfung wird wie eine geheime Schrift Gottes offen vor ihren Augen aufgerollt sein. Sie werden eine große Freude haben, und den Namen des Herrn preisen, weil Er ihnen solche Dinge, die sonst kein Mensch je erkennen kann, als für sie vollständig überzeugend wahr geoffenbart hat. Diese Gnade erlangt niemand, der nicht zuvor an den Namen des Herrn geglaubt und und in selbem getauft worden ist.[2]

Geschichte

Nach Jesus blieb die Himmelspforte weiterhin geöffnet. Nach nahe zweitausend Jahren wurde die Lehre Jesu erneut Wort für Wort aufgezeichnet. Worin jeder irgendeinen Zweifel hat, darüber kann er sich aus den Himmeln den klarsten Rat holen. Nun muss jeder von Gott aus belehrt werden. Der nicht von Gott aus belehrt wird, wird nicht eingehen ins lichtvollste Reich der Wahrheit. Joh 6.45 [3] Der Weltverstand allerdings, der verschiedenorts zu einer großen Schärfe gekommen ist, sieht nicht ein, wie Jesus eben Der sein kann dem Geiste nach, der einst auf Sinai dem Moses unter Blitz und Donner die Gesetze gab und ihm die fünf Bücher diktierte, und der mit Seiner Weisheit, Macht und Stärke die ganze Unendlichkeit erhält und regiert. Darum wird es auch nur der Einfalt verkündet, und nicht den Weisen der Welt; denn was vor der Welt groß, ist vor Gott ein Gräuel.[4]

Das vorangehende Jüngste Gericht

Erst nachdem durch das letzte Gericht (Anm.: 1757) der Verkehr zwischen dem Himmel und der Welt, oder zwischen dem Herrn und der Kirche wieder hergestellt ist, kann der Mensch erleuchtet und umgebildet werden, das heißt, das Göttlich-Wahre des Wortes verstehen, das Verstandene annehmen, und das Angenommene behalten. Alle Erleuchtung kommt dem Menschen vom Herrn durch den Himmel, und gelangt zu ihm auf einem inneren Weg. Solange sich zwischen dem Himmel und der Welt, oder zwischen dem Herrn und der Kirche Vereine von Scheinhimmelbewohnern befanden, konnte der Mensch nicht erleuchtet werden. Es war gerade wie wenn die Strahlen der Sonne durch eine dazwischengetretene schwarze Wolke abgeschnitten werden. Wäre daher damals vom Herrn geoffenbart worden, so würde es entweder nicht verstanden, oder wenn auch verstanden, nicht angenommen, oder wenn auch angenommen, dennoch nachher wieder erstickt worden sein. Da nun alle jene dazwischengetretenen Vereine durch das letzte Gericht zerstreut worden sind, so wurde der Verkehr zwischen Himmel und der Welt, oder zwischen dem Herrn und der Kirche wieder hergestellt. Daher wurden nicht früher die Offenbarungen für die Neue Kirche gegeben und daher spricht Johannes von einem neuen Himmel und einer neuen Erde. Offb 21.1-5 [5]

Die großen Schreibpropheten

Nach nicht ganz zweitausend Jahren nach Christus war Seine Lehre ganz in schmutziger Materie begraben. Es wurden daher Männer erweckt, die das Geschehen zur Zeit Jesu wortgetreu niedergeschrieben und in Buchform der Welt übergeben haben, der dadurch die Augen wieder geöffnet werden. Einer dieser Männer, dem das wohl meiste geoffenbart wird, sogar mehr als den einstigen Jüngern des Herrn, wird in rechter männlicher Linie von Josephs ältestem Sohn (Joel) abstammen und daher dem Leib nach ein Nachkomme Davids sein. Er wird wie David schwachen Fleisches, aber desto stärkeren Geistes sein. Die meisten Nachkommen Davids halten sich in Europa auf (19. Jhdt.) Auch die anderen Großerweckten werden zumeist von David abstammen, da nur sie fähig sind, die größte Lichtstärke aus den Himmeln zu ertragen, auch wenn sie auf keinen irdischen Thron mehr gelangen.[6] (Anm.: Dies bezieht sich recht offensichtlich auf Jakob Lorber.)

Durch Jakob Lorber hat der Herr ein vollstes Licht in all den Fragen und Zweifeln um Seine Lehre gegeben, damit sich am Ende niemand damit entschuldigen können wird, der Herr hätte Sich seit der Zeit Seiner leiblichen Gegenwart auf der Erde weder um die Reinheit, noch um die Vollständigkeit Seiner Lehre, noch um die sie angenommenen habenden Menschen gekümmert.[7]

Mehrere Erweckte aller Art

Der Herr lässt an mehreren Orten der Erde Sein Licht und Seine große Erbarmung aus den Himmeln herniedersteigen. Mitunter predigen sogar reine Kinder die wahre Buße, aber obwohl es heißt, "aus dem Mund der Unmündigen und Säuglinge hast du dir Lob bereitet" Mt 21.16 werden sie von der argen Welt als des Satans verdächtigt.[8]

Christus erweckt unter den wahren Bekennern Seines Namens Männer und Frauen, denen alle Geheimnisse der Himmel und der Welten von Ihm aus eröffnet werden durch ihr liebevolles Herz Apg 2.17 Joel 3.1; aber es werden wenige sein, die das als etwas überzeugend Wahres annehmen werden.[9]

Die Sichtung der Feinde

Der Herr beschützt Sein Werk und macht Seine Feinde unschädlich. Spätestens seit der Neuoffenbarung über Jakob Lorber war das Mitleid des Herrn mit Seinen Feinden zu Ende, daher sei ein jeder gerichtet, der Ihm widerstreben will im Kleinen wie im Großen.[10]

Siehe auch

Quellenverweise