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Suetal

Aus Prophetia

Suetal war ein Diener des Jerusalemer Tempels, allerdings nicht aus eigenem Willen, sondern aufgrund der Dummheit seiner Eltern.[1]

Charakter

Suetal gefiel zwar eine schöne Gestalt besser als eine hässliche, leidenschaftlich wurde er aber darum nie. So hatten alle noch so schönen Frauen vor ihm Ruhe. Dies war aber nicht sein Verdienst, sondern seine Naturbeschaffenheit. Aus diesem Grund bedurfte Suetal eines scharfen Verstandes, damit seine viel stumpfere Seele als die eines leidenschaftlichen Menschen einen Weg zu ihrem Geist hatte, der viel länger und beschwerlicher ist als der, welchen die Geister der Liebe zu gehen haben. Er musste erst durch seinen Verstand zur Liebe kommen, um sie dann zu besitzen, ohnedem sie unmöglich zu regeln und zu ordnen war. (nach Suetal und Raphael)[2]

Geschichte

Die gefangenen Verbrecher

Als Jesus mit Seinen Jüngern und Cyrenius bei Markus nahe Cäsarea Philippi weilte, legte dort ein römisches Schiff an, welches fünf eingefangene arge Straßenräuber trug und etliche politische Verbrecher, die heimlich, vom Jerusalemer Tempel ausgehend, Propaganda gegen die Römer gemacht hatten, darunter Suetal. Auch der römische Hauptmann Julius befand sich an Bord.[3]

Nachdem die Raubmörder von Jesus von ihren bösen Geistern befreit und in die Dienste des Cyrenius aufgenommen worden waren, kamen die politischen Verbrecher an der Reihe. Es waren insgesamt zwölf, darunter einige, die nur mitgezogen und daher auch mit ergriffen worden waren. Jesus überließ Julius ihre Vernehmung, wobei Mathael und die vier anderen nunmehr von ihren Teufeln befreiten Raubmörder Zeugen waren, wie die politischen Verbrecher unter der Androhung des Fluchwassers zu ihrem Auftrag gezwungen und fast zur gleichen Zeit wie sie zur Bekehrung der Samariter ausgesandt worden waren.[4] Suetal und die anderen Aufwiegler waren geheime Freunde der Römer, die jedoch verraten worden waren und daher unter Androhung des Fluchwassers zu Feinden der Römer werden mussten, wobei ihre Eltern auch noch eine enorm hohe Strafe an den Tempel zu zahlen hatten.[5] Suetal vermochte Julius von ihrer Unschuld zu überzeugen, indem er darauf verwies, dass sie von frühester Kindheit an von ihren dummen Eltern und dem Jerusalemer Tempel in Unwissenheit aufgezogen worden waren. Daher wurden sie von Julius, dem die Missbräuche des Tempel bekannt waren, freigesprochen[6], in die Fremdenlegion aufgenommen und so zu Römern.[7]

Mathael belehrte Suetal und die anderen über mancherlei Dinge und führte sie schließlich zu Jesus, denn sie aber vorerst nicht erkannten.[8] Als Ribar, der mit Suetal festgenommen worden war, Jesus auf die Probe stellen wollte, vollbrachte Raphael ein Wunder, indem er einen Stein zu Brot und dann einen Stein in einen lebendigen Fisch wandelte. Dies überzeugte Ribar und Suetal schließlich vollends von der Göttlichkeit des Herrn, nachdem schon Sein angeblicher Jünger solche Wunder vollbrachte.[9] Suetal und Ribar, die sich selbst für schlau hielten, waren in Wirklichkeit so dumm, dass sie den Herrn nicht erkannten, obwohl sie mit Ihm persönlich redeten, Raphael sie unterrichtete und noch weitere Wunder tat, woraus selbst ein Esel den Herrn hätte erkennen müssen. Da die beiden Schwätzer von dem Engel trotzdem immer wieder wissen wollten, wer der Meister aus Nazareth sei, wies er sie schließlich scharf zurecht. Dies führte nun endlich dazu, dass Ribar und Suetal aus dem Verhalten der anderen Anwesenden schlossen, wer der gesuchte Meister sei.[10]

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.38.5; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.38.11
  2. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.78.11-12; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.79.7-8
  3. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.190.1-4; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.37.8; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.38.8-9
  4. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.37.5-9; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.38.4
  5. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.38.10-12
  6. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.39.1-7
  7. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.41.12-13; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.45.7-10
  8. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.47; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.48; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.49
  9. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.52; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.54; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.55
  10. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.56; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.57; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.60; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.61; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.73; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.74; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.75; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.76; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.77