Böse

Das Böse ist der Teufel[1] und wird von seinen Trägern als Gutes bezeichnet, ist aber dem wirklich Guten völlig entgegengesetzt. Jene Liebe, deren Angenehmes wirklich Gutes ist, gleicht der befruchtenden und belebenden Sonnenwärme, sie bewirkt eine Art von Paradies, ein Garten Jehovas. Das Angenehme der Liebe zum Bösen hingegen gleicht der sengenden und tödlichen Sonnenhitze, die eine Wüste entstehen lässt, in der Schlangen, Hydren und Drachen hausen.[2]
Wesen
Es gibt ein Böses des Falschen und ein Falsches des Bösen. Ein Böses des Falschen ist bei denen, welche aus Religion glauben, dass das Böse nicht verdamme, wenn man nur mit dem Mund bekenne, dass man ein Sünder sei. Ein Falsches des Bösen ist bei denen, welche das Böse bei sich verteidigen.[3]
Alles Böse ist aus Lüsten zusammengeblasen und gleichsam nur ein Bündel von Lüsten.[4]
Das Böse und Falsche wird, wenn es gegen das Gute und Wahre ankämpft, aus diesem heraus deutlich wahrgenommen.[5]
Das Böse und das aus ihm resultierende Falsche gleichen schwarzen Wolken, die sich zwischen die Sonne und das Auge des Menschen schieben und die Helligkeit und Heiterkeit des Lichtes wegnehmen, obschon die Sonne unausgesetzt die Wolken zu zerstreuen trachtet.[6]
Das Wahre wird durch nichts zerstört, als durch das Böse; das Falsche des Nicht-Bösen zerstört das Wahre nicht.[7]
Der Reiz zum Schlechten und Bösen ist auf dieser Erde weit größer als zum Guten. Der Grund dafür liegt in der Bestimmung der Erde, Erziehungsanstalt für die Kinder Gottes zu sein. Eine einzige Giftpflanze genügt, um einen Sud von vielen Heilpflanzen zu verderben. Das Schlechte kann das Gute auf dieser Erde um vieles eher in sein Schlechtes verkehren als umgekehrt.[8]
Alles Böse ist ansteckend. Wer mit Räubern, Dieben, Ehebrechern und Huren zusammen lebt, der wird ihnen zuletzt ähnlich. Man kann das Böse mit der Pest vergleichen, die sich durch bloßes Anhauchen und durch die Ausdünstung überträgt, oder mit dem Krebs, der sich immer weiter verbreitet und schließlich den ganzen Körper zugrunde richtet. Die Ursache dafür sind die Lustreize des Bösen, in die jeder Mensch hineingeboren wird.[9]
Am Bösen kann man lernen, was gut ist, da die Beschaffenheit des Guten an seinem Gegenteil erkannt wird.[10]
Unter den Bösen werden im geistigen Sinn nicht die Bösen, sondern das Böse verstanden, weil dieser Sinn von den Personen absieht.[11]
Ursache
Das Böse im Zusammenhang mit der Hölle ist erst nach der Schöpfung entstanden, denn alles war gut, was Gott geschaffen hat. 1.Mose 1.31 [12]
Es ist bekannt, dass das Böse vom Teufel stammt; alles Böse stammt aus der Hölle. Es bildet dort mit dem aus ihm entspringenden Falschen eine Einheit, wie im Himmel alles Gute und alles daraus hervorgehende Wahre.[13] All das Böse und Falsche rührt von den im Menschen wohnenden argen Geistern, die sämtlich danach streben, den Willen des Menschen für sich zu gewinnen, um sich mittels desselben auch seiner Liebe zu bemächtigen. Dadurch wird dann der Mensch selbst ein Eigentum der Hölle, wenn er nicht sorgsam Acht gibt auf sein mahnendes Gewissen.[14]
Aus Selbstsucht und Weltliebe entspringt alles Böse.[15]
Die aus Liebe zu sich entspringende Herrschsucht und die aus dem Stolz auf den eigenen Verstand entspringende Regiersucht sind die Quellen aller höllischen Triebe und somit die Quellen alles Bösen.[16]
Weil der Mensch glaubt, er tue alles, was er tut, aus sich, darum hängt ihm das vollbrachte Böse an, als ob es sein eigen wäre; daher ist der Mensch der Urheber seines Bösen und in keiner Weise der Herr.[17]
Die Verschlimmerung eines Menschen, wie auch eines ganzen Menschengeschlechtes, liegt nicht so sehr in einem bösen Willen der Menschen, sondern vielmehr in der Trägheit, sich ernstlich auf den erkannten Wegen des Lichtes zu bewegen.[18]
Der Mensch und das Böse
Das Böse eines Menschen ist seine Hölle; es bleibt sich gleich, ob man sagt, das Böse oder die Hölle.[19] So weit die Hölle wächst, wächst auch das Böse; alles Böse hat der Mensch aus der Hölle.[20] Jeder wird in das Böse geboren; aus dem Eigenen eines Menschen, Geistes oder Engels kommt daher nichts als Böses, weil alles Gute, das sich bei einem jeden findet, vom Herrn stammt.[21]
Das von den Eltern stammende Böse, das sogenannte Erbböse, wirkt im Menschen und auf den Menschen. Es hängt von der freien Entscheidung des Menschen ab, ob er vom Bösen her handelt und somit schuldig wird.[22]
Wirkung
Blindheit
Niemand vermag vom Bösen her das Gute und Wahre zu erblicken, denn das dem Bösen entspringende Falsche ist Finsternis. Deshalb gleichen alle, die dem aus Bösen entsprungenen Falschen anhangen, blinden Menschen, die, was im Licht steht, nicht sehen, ja davor zurückscheuen gleich den Nachteulen.[23]
Je öfter der Mensch willentlich Böses tut, desto schwerer kann er das Gute erkennen und dem Bösen Widerstand leisten, denn er gewöhnt sich daran, bis er es schließlich überhaupt nicht mehr merkt. Schließlich liebt er es, entschuldigt es, weil mit dieser Liebe Vergnügen verbunden sind, rechtfertigt es durch alle möglichen Trugschlüsse und hält es für erlaubt und gut. Dies geschieht bei Menschen, die sich bereits in der Jugend zügellos ins Böse stürzen und dabei im Herzen die göttlichen Dinge verwerfen.[24]
Vernichtung
Von Gott aus ist in dieser Welt jedem Mensch ein gewisses Maß gestellt, sowohl im Guten und Wahren, als auch im Bösen und Falschen. Hat der Böse sein böses Maß voll gemacht, dann hören weitere Mahnungen auf, und er sinkt stets tiefer in die dickere Nacht und in das härtere Gericht seines schon toten Lebens. Von Gott aus wird er dann als nicht mehr angesehen als ein Stein, in dem kein Leben, sondern nur das Gericht und das ewige Muss des Willen Gottes, den die Alten den Zorn Gottes nannten, ersichtlich ist. Dies gilt auch jedem Institut und Volk. Wenn ein Volk und sein Land voll wird des Schlechten, dann ergeht über dasselbe unweigerlich ein strenges Gericht. Das Volk hat dann seine schlechte Rolle ausgespielt und das Land wird in eine Wüste verwandelt.[25]
Hölle und Bestrafung
Wer je einem seiner bedürftigen Mitmenschen aus wahrer, reiner Liebe zu Gott und den Mitmenschen etwas Gutes tun wird, der wird es dem Herrn tun, und es wird ihm tausendfach vergolten werden. Aber ebenso auch das Schlechte und Böse, das jemand an seinen Mitmenschen verüben wird.[26]
Wer sich dem Bösen ergibt, zieht sich ebenso dessen Strafe zu, denn das Böse ist mit seiner Strafe so eng verbunden, dass es nicht getrennt werden kann. Der Unterschied im Diesseits zum Jenseits besteht nur darin, dass sich das Böse in der Welt verheimlichen lässt, nicht aber im anderen Leben.[27]
Wer nichts Böses bei sich aufsucht (Anm.: wer sich für gut hält), noch es als Sünde wider Gott flieht, was einzig durch die Buße geschieht, wird nach dem Tod ein Dämon.[28]
Austreibung
Durch das Wahre aus dem Guten des Herrn erhält man Macht über das Böse und Falsche und gegen die Hölle. Durch das Wahre wird man auch vom Bösen und Falschen gereinigt.[29] Der Mensch hat Macht gegen das Böse und Falsche aus der göttlichen Allmacht in dem Maß, als er nach der göttlichen Ordnung lebt. Dies gründet sich darauf, dass niemand dem Bösen und daraus entspringenden Falschen widerstehen kann als Gott allein. Wenn sich der Mensch nicht an den allmächtigen Gott um Hilfe wendet, vermag er gegen das Böse und das Falsche so gut wie nichts auszurichten, weil er im Bösen geboren ist und das Böse nicht gegen sich selbst handeln kann.[30] Der Herr befreit den Menschen vom Bösen in dem Maß, wie er seinem Bösen widersteht und sich ihm nicht unterwerfen will.[31]
Es gilt, all das Gute mit allem Ernst, aller Gewalt (Selbstverleugnung) und aller Kraft an sich zu reißen, wenn man von dem vielen Schlechten nicht verschlungen werden will. Indem man sein inneres Leben durch die tatsächliche Befolgung der Lehre Christi zu vollenden sucht, können einem die Gifte der Welt keinen Schaden mehr zufügen.[32]
Es ist nicht so schwer, ein himmlisches Leben zu führen, wie man gewöhnlich glaubt. Denn wenn dem Menschen etwas begegnet, vom dem er weiß, dass es unredlich und ungerecht ist, sich aber seine Sinnesart dahin neigt, so braucht er nur daran zu denken, dass er es nicht tun dürfe, weil es den göttlichen Geboten zuwiderliefe. Gewöhnt er sich an diese Denkweise und erwirbt sich durch Übung einige Fertigkeit oder Gewohnheit, so wird er allmählich mit dem Himmel verbunden. In dem Maße aber, wie dies geschieht, werden die oberen Bereiche seines Gemüts aufgeschlossen, und dann sieht er, was unredlich und ungerecht ist, und soweit er dies wiederum erkennt, kann es auch ausgetrieben werden. Ist damit aber einmal ein Anfang gemacht, so wirkt der Herr alles Gute bei ihm und sorgt dafür, dass der Mensch nicht allein das Böse sieht, sondern auch nicht mehr will und schließlich sogar verabscheut.[33]
Es ist wichtiger, das Böse zu kennen, als das Gute, weil nur das Böse bearbeitet (abgestellt) werden muss, wonach das Gute von selbst kommt. Deswegen ist eine Lehre, nach der man nur das Gute in einer menschlichen Gesellschaft hervorheben und loben soll, über das Böse aber nicht nachdenken und es nicht tadeln soll an sich, eine überaus dumme. Das Gute bedarf weder, dass man es hervorhebt, noch dass man es lobt, denn es hebt sich von selbst hervor und lobt sich von selbst. Notwendig ist jedoch, dass jeder Mensch nach seinen bösen Gedanken, Begierden und Werken Jagd macht und sie wie ein böses Wild erlegt, vergleichbar einer Wäscherin, welche die schmutzige Wäsche erkennt und reinigt, worauf diese automatisch sauber wird.[34] Es ist nichts Angenehmes mit Hölle, Teufel und Satan irgendeine Bekanntschaft zu machen. Aber wenn jemand in dem Haus eben dieser Herrschaften eine Zeitlang zubringen muss, um den Platz seiner künftigen Beschäftigung kennenzulernen samt der bösen Herrschaft dieses Hauses, wäre es sehr dumm, sich wie eine Raupe vor aller Teufelei einzupuppen, wo man eigentlich alle seine Aufmerksamkeit verzehnfachen sollte, damit einem keine Eigenschaft dieses Hauses entginge. Wer das Böse meiden will, der muss es zuvor kennen; sonst bleibt er gleich einem unmündigen Kind, das zwischen Dreck und Brot und Schlange und Fisch keinen Unterschied macht und eines wie das andere in den Mund steckt.[35]
Der einzelne Gerechte bleibt vor dem Angesicht Gottes nicht unbeachtet, auch wenn sich das überviele Böse durchsetzt.[36]
Verhalten
Man soll nichts Böses tun, weil alles Böse des Teufels und vom Teufel ist.[37] Insoweit, als der Mensch vom Bösen absteht, das heißt, Buße tut, insoweit wird er von Gott angenommen und tut das Gute aus Ihm.[38]
Man soll nie Arges mit Argem vergelten, wenn man wahrhaft gut werden will, ein wahrhaftes Kind Gottes, denn Gott lässt Seine Sonne scheinen über Gerechte und Ungerechte. Wer Böses mit Bösem vergilt, der ist wie einer, der eine schlechte Speise durch noch schlechtere Zutaten verbessern will, d.h. er ist ein Tor. Vergilt man aber das angetane Böse mit Gutem, dann wird man seinen Bruder sänften und aus ihm am Ende einen guten Bruder ziehen.[39]
Wer Böses tut und kennt es nicht, der soll belehrt werden, desgleichen auch, der es tut in der Not. Der Mutwille aber soll allzeit und ewig bestraft sein. Wer das Gute kennt, tut aber dennoch aus purem satanischen Mutwillen Böses, der ist ein Teufel aus dem Fundament der Hölle und muss mit Feuer gezüchtigt werden.[40]
Gott und das Böse
Gott hat bei der Erschaffung alle geschaffenen Dinge gut genannt. 1. Mose 1.31 Nichts in der Welt ist schlecht als allein der Mensch, wenn er sich in seinem Herzen vom Herrn abwendet. Ist der Mensch solcherart arg und schlecht, dann ist für ihn auch die ganze Welt arg und schlecht. Wer ein reines Herz hat, für den ist alles rein und er wird alles in der Wahrheit ersehen; ist das Herz aber unrein, dann ist einem alles so, wie das Herz ist. (nach Henoch)[41]
Vor Gott gibt es durchaus nichts Böses, sondern nur Unterschiede in der Wirkung Seines Willens; und dieser ist in der Hölle wie im Himmel, im Schaffen wie im Zerstören gleich gut.[42] Für die Geschöpfe aber ist nur der Verhältnisteil der Bejahung als gut zu betrachten, unter dem das Geschöpf neben und in Gott bestehen kann, und das ist der erhaltende oder stets schaffende Teil aus Gott. Der auflösende oder zerstörend herrschende mächtige Teil ist böse im Anbetracht des Geschöpfs, weil es im selben neben und in Gott nicht als existierbar gedacht werden kann.[43]
In Gott ist das Ja wie das Nein gleich gut; denn im Ja schafft Er, und im Nein ordnet und leitet Er alles.[44] Für das Geschöpf ist nur das Ja gut und böse das Nein, und das so lange, bis es nicht völlig eins im Ja mit Gott geworden ist, allwo es dann auch im Nein wird bestehen können.[45] Für Gott gibt es keinen Satan und keine Hölle, – wohl aber im Anbetracht seiner selbst (des Satans selbst) und der Menschen dieser Erde, weil es sich hier um die Bildung der Kinder Gottes handelt.[46] Auf zahllosen anderen Welten kennt man den Satan und somit auch das Nein nicht, sondern allein nur das Ja in seinen Verhältnissen.[47] Die Erde ist eine Kinderstube, und so gibt es auf ihr auch allzeit viel Geschrei und blinden Lärm; aber Gott schaut das mit anderen Augen als ein Mensch dieser Erde.[48]
Dem Herrn ist das Böse zuwider, denn es ist gegen Seine göttlichen Gesetze im Wort, welches aus Ihm, folglich Er Selbst ist. Nach Seinem göttlichen Wesen will der Herr alle selig machen, denn Er ist der Seligmacher, kann aber den Menschen nicht selig machen, wenn er nicht nach Seinen Gesetzen und Geboten lebt. Wer das Böse liebt, hat auch seine Freude daran, dem Herrn Übles zu tun, ja Ihn zu kreuzigen. Dies liegt im Innersten alles Bösen verborgen, auch bei denen, die in der Welt mit dem Mund Ihn bekennen. Solches ist zwar den Menschen unbekannt, die Engel aber wissen es gar wohl.[49]
Einwände
Warum verhindert der Himmel oder Gott nicht das Böse?
Die Ausbildung der Menschen
Ohne ein Kontra kann es nie ein Pro geben, ohne ein Hinab kein Hinauf. In einer Welt, wo der Mensch sich aus sich selbst zu einem wahren Kind Gottes gestalten soll, muss ihm auch alle mögliche gute und schlechte Gelegenheit geboten sein, die Lehre Gottes im Vollmaß ausüben zu können. Wie könnte man jemandem Gutes tun, wenn niemand je Hilfe benötigte? Wie könnte man jemanden etwas lehren, der schon alles weiß? Es muss kalt und warm sein, damit der Reiche Gelegenheit bekommt, seine armen und nackten Brüdern mit Kleidung zu versehen. Es muss Arme geben, damit die Reichen sich in der Barmherzigkeit und die Armen in der Dankbarkeit üben können. Es muss Starke und Schwache geben, damit die Starken Gelegenheit bekommen, den Schwachen unter die Arme zu greifen, die Schwachen aber in der Demut ihres Herzens erkennen, dass sie schwach sind. Also muss es auch gewisserart Dumme und Weise geben, ansonsten den Weisen ihr Licht ein vergebliches wäre. So es keine Bösen gäbe, an wem würde denn der Gute ein Maß haben, ob und inwieweit er wirklich gut sei? Ohne viele Pro- und Kontra-Gelegenheiten, durch die sich die Kinder in allem üben und völlig ausbilden können, könnten sie unmöglich zu wahren, allmächtigen Kindern des Allerhöchsten werden. Solange ein Mensch nicht in allen möglichen Dingen und Verhältnissen den Satan mit höchst eigener Macht aus dem Kampffeld treiben kann, hat er die volle Kindschaft Gottes noch lange nicht. Daher muss er Gelegenheit zum Kampf und Sieg haben. Das wahre Reich Gottes kostet einen großen Kampf der vollsten Freiheit des ewigen Lebens wegen. (nach Engeln)[50]
Die höhere Sicht Gottes
Bei allen noch so widerwärtigen Erscheinungen auf dieser Erde soll man nicht verzagen, denn der Vater im Himmel weiß darum und weiß am besten, warum Er sie zulässt. Zum Beispiel sind die meisten Krankheiten nichts als Verhütungen, damit die Seele nicht mit dem Fleisch eins werde.[51]
Der freie Wille oder das Leben der Menschen
Der Herr könnte alle Menschen der Welt mit Seinem Willen zu Handlungen nötigen. Das würde aber ein Gericht sein, das den freien Menschen zu einer Maschine machen würde. Der Mensch würde ein Sklave, ein Tier, sogar noch schlechter, denn der von Natur aus gerichteten Seele des Tieres würde kein weiterer moralischer Schaden zugefügt, weil sie noch lange nicht etwas mit einem freien Moralgesetz zu tun haben kann, aber die Seele des freien Menschen würde durch einen inneren mechanischen Zwang den größten Schaden an ihrem Wesen erleiden, weil das gerichtete Tierische ganz wider ihre freie moralische Natur liefe.[52]
Falsche Vorstellungen
Gott als Urheber des Bösen
Gott ist das Gute Selbst und weil Können und Wollen bei Ihm eins sind, und Er nichts als das Gute will, so vermag Er auch nur das Gute zu tun. Die göttliche Allmacht entwickelt und verwirklicht sich innerhalb der Sphäre der unendlichen Ausdehnung des Guten. Sie kann sich auf keinen Fall selbst untreu werden, um mit irgendeinem Bösen in Berührung zu treten; sie kann dieses auch nicht von sich aus fortschaffen. Es ist das Böse selbst, das sich von Gott abwendet und daher gänzlich von Gott getrennt und in die Hölle geworfen ist.[53]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 154d
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 38b
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 379
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 458
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 61
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 549
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 308
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 4.145.7-11
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 120b
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 77
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 78
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 53
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 291; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 546; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 68
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.401202.4
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 359
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 502
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 547
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 5.204.6
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 547
- ↑ Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 34
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 170; Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 174; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 62
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 154d
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 487
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 533
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 26.22; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 9.30.1-3
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 22.2
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 550
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 458
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 161
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 49; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 68
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 547
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 4.145.13-14
- ↑ Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 533
- ↑ Jakob Lorber, Die Erde 57.4-7
- ↑ Jakob Lorber, Die Erde 57.12-13
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 28.2
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 3b
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 490
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.102.21; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.74.6; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.74.10-11; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.74.14
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 253.19-21
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.248.11-13
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.12
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.13
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.14
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.15
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.16
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.17
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.67.18
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 527
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.59.8-14
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.169.12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.17.2-4
- ↑ Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 56