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Mahal

Aus Prophetia

Mahal war ein Bruder von Noah. Er kannte noch den Uraniel, die tausend Räte und Ohlad (siehe Hanochiten). Sein Kleid war unzerstörbar und mit jener Wurfschütze gewebt worden, die Jehova den ersten Menschen der Erde gegeben hatte. (siehe Göttliche Kleider)[1]

Gott redete mit Mahal durch das Gefühl und zeigte ihm so an, was er zu tun hatte.[2]

Charakter

Nach seiner Tochter Agla hielt Mahal große Stücke auf Gott, aber wenn es darauf ankam, sich irgend zu sehr zu verleugnen, da sündigte er leicht (verstieß gegen den Willen Gottes).[3] Sich selbst betrachtete Mahal für gerecht und sündenfrei vor Gott, bis er eines besseren belehrt wurde (siehe unten).[4]

Geschichte

Mahal nahm sich erst im Alter von 400 Jahren eine Frau. Als Noah Mahals Sohn Waltar als Bote zu den Hanochiten sendete, da war Mahal an die 500 Jahre alt. Mahals Kinder waren nach Altersrechnung der Hanochiten (die der aktuellen entspricht) Greise, sahen aber aus wie zarte Jünglinge.[5]

Umzug nach Hanoch

Als Mahal erfuhr, dass seine Tochter Agla Königin im Reich Hanoch geworden war und nach ihren beiden Schwestern Pira und Gella verlangte, da zog er freudig in die Tiefe (die Stadt Hanoch), um dort sein Glück zu suchen. Dies geschah vor etwa 4000 Jahren.[6] Agla begrüßte ihren Vater und ihren Bruder Kisarell liebevoll und der König Gurat ließ eine große Mahlzeit bestellen und königliche Kleider für die neu angekommenen Verwandten bringen, in denen sich diese sehr gefielen.[7] Die Ermordung von ihrem Bruder Waltar verheimlichte Agla vor ihrem Vater.[8]

Aufgrund der Politik der Machthaber Hanochs wurden Pira und Gella dem Generaloberpriester Fungar-Hellan als Frauen gegeben, ohne davor Mahal zu fragen. Als er Agla zur Rede stellte, musste er erkennen, dass in Hanoch die Hölle ihr Regiment errichtet hatte.[9] Er warnte die Agla vor dem bevorstehenden Niedergang des Reiches, da dessen Machthaber von Gott gänzlich abgewichen waren und in ein reines Götzentum menschlicher Anbetung (Rationalismus) übergegangen waren und dadurch in ein von Gott entferntestes Welttum.[10] Er durchschaute bald auch die Lügen seiner Tochter bezüglich seines Sohnes Waltars und dass dieser geistig und leiblich von den Machthabern Hanochs ermordet worden war.[11]

Aufklärung des Fungar-Hellan

Mahal belehrte den Generaloberpriester darüber, wie das dem Verstand nach nützliche (Anm.: da den materiellen Wohlstand fördernde) Götzentum in Hanoch im Licht des Geistes ein Gräuel sei, denn die Machthaber und Großen in Hanoch waren Volksbetrüger und glaubten weder an Gott, noch an ein Leben nach dem Tod.[12] Mahal führte Fungar-Hellan durch die Stadt, obwohl er ortsfremd war, um ihm zu beweisen, wie das göttliche Licht im Herzen mehr sieht als alles Spionagewesen.[13] Er klärte den Generaloberpriester über die geheimen Intrigen von Agla und Drohuit auf, und zeigte ihm, wie diese ihn, den Generaloberpriester, zu stürzen und ermorden schon vorbereitet hatten.[14] Fungar-Hellan nahm Agla und Drohuit daraufhin gefangen und sperrte sie in Käfige ein.[15] Da sich die ehemaligen Priesterherrscher von Hanoch mit Agla und Drohuit gegen ihn verschworen hatten und deren Hauptstütze waren, tötete er die Priester auf das Anraten Mahals, indem er sie zwang, jenes Gift zu sich zu nehmen, mit dem sie ihn ermorden wollten.[16]

Vernichtung der Götzentempel

Fungar-Hellan erhielt von Gott den Auftrag, mit all seiner Macht auszuziehen und alle Götzentempel zu vernichten, um Vergebung seiner großen Sünde vor Gott zu erlangen, sich dabei aber von zu großer Grausamkeit zu enthalten.[17] Er zog gemeinsam mit Mahal als seinem Ratgeber und einem Heer von zwei Millionen los und zerstörte die Götzentempel, wobei er deren Gold und Silber zu Münzen prägen ließ, um die Streitmacht zu bezahlen und durch diese dem Volk das Geld zu geben. Jene Götzenpriester und deren Anhänger, die schon rein höllischer Art waren und sich widersetzten, wurden dabei getötet. Die Gehorsamen wurden verschont.[18] Mahal beriet Fungar-Hellan dabei stets aus dem Geist des Herrn.[19]

Krieg gegen die Hochländer

Mahal zeigte Fungar-Hellan an, dass die Hochländer (siehe Priesterherrschaft in Hanoch) hundert Meilen (ca. 750 km) nordöstlich von Hanoch einen Tunnel sprengten, um in die Tiefe zu gelangen. Dieser Ort war damals eine ausgedehnte Wüste, in der außer Wildbeersträuchern nichts wuchs.[20] Fungar-Hellan erwartete das Heer der Hochländer mit seiner Armee von zwei Millionen Kriegern. Als er von drei Abgesandten der anrückenden Armee der Hochländer erfuhr, wie sie auf Anweisung eines Propheten Gottes den Weg in die Tiefe gebahnt hatten und schon wussten, dass sie von Fungar-Hellan erwartet wurden, und er sich nun zu ergeben hätte, da tötete er die drei eigenhändig.[21] Dies führte dazu, dass Mahal mit den Seinen von höherer Macht geleitet zu den Feinden überlief und ihnen vom Frevel Fungars berichtete. Dies war das Signal einer fürchterlichen Schlacht, die drei Tage und Nächte dauerte. Vom Heer Fungars blieben nur tausend Mann übrig, von den bei drei Millionen starken Hochländern nur dreitausendundsieben.[22]

Mahal und seine Familie wurden von den zehn Fürsten der Hochländer sehr gastfreundlich aufgenommen.[23] Er riet ihnen, keinen Krieg mit Hanoch zu beginnen, obwohl dieses ein neues Heer von vier Millionen zusammenstellte, das sich aber nicht trauen würde, ins Hochland vorzudringen. Die zehn Fürsten hörten auf diesen Rat.[24]

Bei Noah

Da Mahal die gänzliche Gottlosigkeit aller Völker und den bevorstehenden Untergang der Menschheit erkannt hatte, und wie weder durch Wunder, noch andere Mittel mit den Menschen mehr etwas auszurichten war, zogen er und seine vier Kinder heimlich zu Noah.[25]

Als Mahal erfuhr, dass nur Noah und dessen Familie allein Gnade vor Gott gefunden hatten, war er tief bestürzt und fing an mit Gott zu hadern.[26] Dies führte dazu, dass Gott sichtbar vor Mahal und Noah kam.[27] Der Herr erklärte Mahal, dass Er ihn zu einem Großfürsten Seiner Himmel erziehen wollte, Mahal aber in der zu großen Liebe des Herrn nur Vernachlässigung sah, da er blind geworden war durch seine Gerechtigkeit (Sündlosigkeit) vor Gott (d.h. Mahal hielt sich für gerecht vor Gott, dies aber ist eine Sünde des Hochmuts). Gott hatte die Arche nicht nur für Noah, sondern für jeden bereiten lassen. Er berief Waltar als Engel, der Mahal von der endlosen Güte, Liebe, Sanftmut, Geduld und Erbarmung Gottes und auch von der Echtheit seines Seins (das Leben nach dem Tod) zeugte, worauf Mahal seine Vorwürfe bitter bereute. Gott aber hatte ihm schon vergeben, bevor er gesündigt hatte.[28]

Mahal wurde angewiesen, bei Noah zu bleiben, und jene Menschen zu belehren, die allenfalls auf die Höhe kommen und Rettung suchen werden. Die Frevler hatte er mit Blitz und Hagelschlag zu vertreiben. Waltar versprach ihm, mit Noah gerettet zu werden, wenn er nicht mehr mit dem Herrn hadern und in seiner alten Ordnung verbleiben würde. (nach Waltar)[29]

Mahal jedoch fing wieder an zu murren, weil er sich von Gott und den Engeln, die sich um Noah und dessen Familie und die Tiere für die Arche kümmerten, jedoch nicht um ihn und die Seinen, vernachlässigt fühlte. Er beneidete Noah, weil dieser und nicht er erwählt worden war.[30] Mahal bestand darauf, dass ihm eine eigene Arche gebaut würde, worauf Noah ihm eine kleine bauen ließ, die vier Klafter (ca. 7,2 m) lang und zwei Klafter (ca. 3,6 m) hoch war.[31] Da der Herr aber immer noch nicht - so wie früher - mit ihm redete, wurde Mahal ärgerlich und lästerte bis er heiser wurde gegen den Herrn. Diese Lästerungen waren derart, dass sie auf Erden nicht wiedergegeben werden sollen, und sie brachten den Zorn Gottes über Mahal, da er die Liebe Gottes nicht erkennen wollte. Gott nahm ihm seine Kinder in einem Augenblick, wonach Mahal allein und stumm vor Entsetzen zurückblieb.[32]

Flucht und Tod

Mahal floh mit Proviant für zwanzig Tage auf einen hohen Felsen. Dort verbrachte er sieben Tage. Als sich der Himmel aber stets mehr verdüsterte, zog er in die Grotte Adams.[33] Dort dämpfe sich sein Zorn auf Gott, wonach auch Gott sanfter mit ihm wurde. Er gewährte ihm, dass ihn die herankommende Flut nicht ersticken sollte, jedoch seine Fußsohlen würde sie bespülen, bevor Gott ihn seines Fleisches entheben werde. Mahal ergab sich in den Willen des Herrn.[34] Er verbrachte sieben Tage in der Grotte. Das Firmament bewölkte sich derart, dass kein Sonnenstrahl mehr durchdringen konnte, und es völlig finster wurde. Daher verließ Mahal die Grotte und irrte auf der Suche nach Licht vergeblich umher.[35]

Als sich die Fluten gewaltig erhoben, trieb dies Mahal wieder in die Grotte zurück, wo er verzweifelnd hinaussah und vor dem offenbaren Weltuntergang in großer Furcht bebte.[36] Gott erschien, worauf Mahal als reuiger Büßer vor Ihm nieder fiel und von Seiner ewigen und unendlichen Liebe als ein verloren gewesener Sohn wieder aufgenommen wurde.[37] Der Herr führte Mahal aus der Grotte zur Arche.[38] Mahal bereute es sehr, mit dem Herrn so undankbar gehadert zu haben, woraufhin er von Ihm mit dem Finger berührt und sein sterblicher Leib augenblicklich zu Staub und Asche wurde. Der verklärte Geist Mahals aber stand als ein leuchtender Seraph neben dem Herrn und lobte mit unsterblichen Lippen die ewige Liebe des Vaters.[39] Dies geschah, als die Sündflut schon sieben Tage gedauert hatte und das Wasser die Stelle erreicht hatte, wo Mahal mit dem Herrn bei der Arche stand. So erfüllte sich auch die Voraussage des Herrn an Mahal, dass er nicht eher seines Leibes ledig werden solle, als bis das Wasser seine Füße werde erreicht haben.[40] Dieses Geschehen ist eine Entsprechung, die in Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.356.2-7 erläutert wird.

Wirken als Engel

Der erste Engelsdienst des Mahal bestand darin, die Arche über die Fluten zu leiten und sie so lange nicht zu verlassen, bis sich die Flut wieder legen und der Herr den Friedensbogen (Regenbogen) spannen würde. Mahal sorgte dafür, dass die Arche nicht wankte, sondern ruhig schwamm. Danach erst wurde ihm ein ewiger Dienst.[41]

Familie

Vater: Lamech (Mathusalahs Sohn)

Mutter: Ghemela

Geschwister: Noah

Kinder: Waltar, Agla, Pira, Gella, Kisarell

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.275.3-4
  2. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.350.4
  3. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.275.8; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.340.2
  4. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.340.2
  5. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.254.7; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.272.4; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.275.11
  6. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.273.2; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.273.10-11; Jakob Lorber, Robert Blum 1.79.6
  7. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.274.14-16; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.276.14
  8. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.276.4-9
  9. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.277.1; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.277.6; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.278.8-10
  10. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.279.3-5
  11. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.279.5-8; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.280.4; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.280.2-6; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.282.3
  12. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.281.2-10
  13. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.282.8-11
  14. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.282.12-15; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.283.2; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.283.12; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.284.4-9; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.285.10; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.286.4; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.287.10-11; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.288.5-7
  15. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.290.15-18
  16. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.287.4-12; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.291.8-10
  17. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.298.11
  18. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.305.2; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.305.7; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.306.13; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.307.9-11; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.309.1; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.309.14; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.315.2-7; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.316.6
  19. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.319.2
  20. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.320.12; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.320.15; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.321.1; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.321.5-6
  21. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.322.3-13
  22. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.322.14-15; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.323.5
  23. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.324.2
  24. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.324.4; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.324.9
  25. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.331.12-15; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.332.1-5; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.336.1
  26. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.334.20; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.335.1; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.335.9-10; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.340.6-8
  27. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.337.16-17
  28. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.340.9-15; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.340.2-3; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.341.9-10
  29. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.342.7-8
  30. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.348.2-6; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.349.2-3
  31. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.349.9-10
  32. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.350.3-13
  33. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.351.2-3
  34. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.351.10-12
  35. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.351.13-14
  36. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.354.1-2
  37. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.354.6-8; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.355.1-3
  38. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.355.16
  39. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.356.10
  40. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.357.1
  41. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.357.2-5