Neue Welt

Die Neue Welt (auch: Neue Erde, Neues Jerusalem, Ewiges Jerusalem, Tausendjähriges Reich) besteht nicht in der Auflösung der natürlichen Erde, sondern nur die Menschen werden durch die Vollaufnahme der göttlichen Wahrheit in ihre Herzen als wahre Brüder und Schwestern im Namen des Herrn unter sich eine neue geistige Erde schaffen.[1] Unter dem Neuen Himmel und der Neuen Erde, oder dem Neuen Jerusalem, wird eine Neue Kirche sowohl in den Himmeln als auf Erden verstanden. Im natürlichen Sinn bedeutet Erde (der Planet) Erde, aber im geistigen Sinn bedeutet sie die Kirche.[2]
Ein geistiges Reich auf Erden offenbart sich inwendig im Menschen, und ein Mensch, der in dieses wahre Gottesreich auf Erden unter den Menschen gelangen wird, der wird ein wahrhaft lebendiger und wird den Tod nicht sehen noch fühlen und schmecken in Ewigkeit, wie solches David, Daniel und Jesajas geweissagt haben.[3] Auf dieser Erde wird Christus selbst sein und unter den Seinen herrschen. Die mit Ihm Umgang pflegen, werden Ihn nicht mehr aus ihren Augen verlieren.[4]
An folgenden Stellen im Wort ist vom Untergang des Himmels und der Erde die Rede: Jes 51.6, Jes 65.17, Jes 66.22, Offb 6.13-14, Offb 20.11, Offb 21.1.[5] Die Neue Welt und das vorangehende Gericht werden von dem Propheten Jesaja geweissagt in Jes 19. und Jes 66.
Wesen
Das Tausendjährige Reich ist kein Weltreich in der Materie, sondern allein nur im Geiste. Es kommt nicht irgendwie äußerlich beschaulich, sondern ganz still und prunklos in den Herzen der Menschen, die eines guten Willens sind. Es ist die Wiedergeburt des menschlichen Geistes.[6] Diese Zeit wird dann bleiben auf der Erde und in Zukunft nicht von ihr genommen. Die Erde wird (geistig) eins werden mit der Sonne, und ihre Bewohner werden die großen Lichtgefilde der Sonne bewohnen und leuchten wie sie. Der Herr wird allein Herr sein, und Er wird Selbst ein Hirt sein, und alle die leuchtenden Bewohner werden eine Herde sein. So werden die Erde und ihre Bewohner ewig bestehen, und der Herr wird ewig unter ihnen ein Vater Seiner Kinder sein. Es wird kein (geistiger) Tod mehr sein, wer da leben wird, der wird ewig leben und den Tod nicht sehen.[7] Es ist die leiblich unsterbliche Epoche dieser Erde, so wie zu Adams Zeiten die Epoche begonnen hatte, in der sich die Seele aus dem fetten Lehmhumus einen vollkommenen Leib in ihrer Gottform bilden konnte. Wer davor schon während des sterblichen Leibeslebens völlig im Geiste wiedergeboren worden ist, wird dann für immer über diese neue Epoche herrschen. Wer davor hingegen keine geistige Vollendung erreichen wird, der wird in der neuen Epoche wohl mit unsterblichen Leibern auf die (geistige) Erde gesetzt werden, aber in großer Armseligkeit. Er wird sich sehr auf das oft sehr harte Dienen verlegen müssen, was ihm sehr bitter schmecken wird, weil er sich an seinen früheren sehr glücklichen Zustand in seinem sterblichen Leib klar erinnern wird. Diese Epoche wärt sehr lange, bis endlich alles in ein rein geistiges Sein übergehen wird nach dem ewigen Plan Gottes.[8]
Der Tod wird seine Rechte einbüßen, wo der König des Lebens herrschen wird – das heißt, der Tod des Geistes, aber nicht etwa des Fleisches. Denn dieses muss getötet werden, wenn der Geist lebendig werden soll, da es die eigentliche Erbsünde des unsterblichen Geistes ist, also ein Erbe des Satans – durch die Erbarmung des Herrn aber nur auf eine kurze Zeit zu tragen.[9]
Das neue Jerusalem, das aus den Himmeln auf diese Erde herabkommen wird, besteht aus dem Wort Gottes, der Lehre Jesus, welche nicht mehr verhüllt, sondern dem himmlischen und geistigen Sinn nach enthüllt gegeben wird. In diesem Licht wird den Menschen erst klar werden, wie sehr ihre Vorgänger von den falschen Propheten, ähnlich wie die Juden von den Pharisäern, hintergangen und betrogen worden sind.[10]
Im künftigen Reich des Herrn wird es keinen Haus- noch Grundherrn (Besitzrecht) mehr geben; denn da wird der Herr Alles in Allem sein. Und am besten wird der daran sein, bei dem der Herr Wohnung nehmen wird.[11]
Die Menschen werden nicht mehr nach irdischen Schätzen gieren, wodurch auf der Erde viel mehr Menschen gut versorgt und glücklich leben können. Die quälenden Krankheiten werden von der Erde verschwinden. Die Menschen werden ein heiteres und hohes Alter erreichen und viel Gutes wirken können; niemand wird eine Furcht vor dem Tod des Leibes haben, weil er mit klaren Blicken das ewige Leben der Seele vor sich sehen wird.[12] Die Menschen des Tausendjährigen Reiches werden zwar auch ihre Freiheitslebensprobe durchzumachen haben, so wie jetzt, und werden mit der Materie viel zu kämpfen haben. Aber nach überstandenen Kämpfen werden sie mit dem Kleid der Unsterblichkeit angetan werden.[13]
Die Hauptsache im Wohltun wird in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und dass der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach allen Kräften unterstützen wird. Neue, glückliche Ehen werden auf der Erde geschlossen werden, so wie im Himmel nach der Ordnung des Herrn, und es werden viele Kinder gezeugt werden, jedoch nicht durch Lüsternheit, sondern durch wahren Liebeernst, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.[14]
Alle materiellen Welten mit ihren Herrlichkeiten werden einst vergehen und zunichte werden – aber aus den Taten der Liebe werden an ihrer Stelle unvergängliche Sonnen und Welten hervorgehen und werden wachsen und herrlicher werden in alle Ewigkeit der Ewigkeiten. Der "neue Himmel" und die "neue Erde" sind die reinen, unvergänglichen Werke der ewigen Liebe.[15]
Lehre
Die Lehre des Neuen Jerusalem vom Herrn:
- Die ganze Heilige Schrift handelt vom Herrn und Er ist das Wort.
- Der Herr ist in die Welt gekommen, um die Höllen zu unterjochen und Sein Menschliches zu verherrlichen; das Leiden am Kreuz war der letzte Kampf, durch welchen Er die Höllen völlig besiegt und Sein Menschliches völlig verherrlicht hat.
- Der Herr hat durch das Leiden am Kreuz die Sünden nicht weggenommen, sondern getragen.
- Die Zurechnung des Verdienstes des Herrn ist nichts anderes, als die Sündenvergebung nach der Buße.
- Der Herr ist hinsichtlich des Göttlich-Menschlichen der Sohn Gottes und hinsichtlich des Wortes der Menschensohn.
- Der Herr hat Sein Menschliches göttlich gemacht aus dem Göttlichen in Ihm; so ist Er eins geworden mit dem Vater.
- Der Herr ist Gott Selbst, von dem das Wort ist und von dem es handelt.
- Es ist Ein Gott und der Herr ist dieser Gott.
- Der Heilige Geist ist das vom Herrn ausgehende Göttliche und dieser ist der Herr Selbst.
- Die Athanasische Glaubenslehre stimmt mit der Wahrheit überein, wenn man nur unter der Dreieinigkeit der Personen eine Dreieinheit der Person versteht, welche im Herrn ist.[16]
Zeitpunkt
Das volle Reich Gottes wird auf Erde Platz greifen und der Tod von der erneuten Erde für immer verschwinden, nicht lange nachdem der sehr in Misskredit geratene Moses durch von Gott erweckte Weise (Anm.: z.B. Emanuel Swedenborg) in sein vollstes Licht gesetzt werden wird. Davor wird aber viel Ungemach über den Boden der Erde kommen.[17]
Nach dem Weltgericht wird die Erde wieder zum Paradies und der Herr wird Seine Kinder immerdar rechten Weges leiten.[18]
Gegenwärtig befinden wir uns in der großen Übergangszeit. Man soll in seinem Herzen gläubig annehmen, was der Herr zum Tausendjährigen Reich geoffenbart hat und sich nicht ärgern wegen der vielen in dieser Welt vorkommenden Teufeleien, die nicht lange währen werden, da sie der Herr Seiner Auserwählten wegen sehr abkürzen wird, weswegen sie Ihn loben und sehr frohlocken werden. Er wird gerechte Herrscher nicht von ihren Thronen verstoßen, sondern sie mit Seinem Geist erfüllen, und es wird dadurch Eine Herde und Ein Hirte sein, damit alles in Erfüllung gehe, was Er während Seiner irdischen Lebenszeit den Menschen geweissagt hat.[19]
Warum nicht schon zu Jesu Zeiten
Zu Jesu Zeiten konnten die Menschen nicht alles ertragen, was der Herr ihnen hätte sagen und enthüllen können, so blieb es dem Geist der Wahrheit aus dem Herrn, dies zu tun. Seine Jünger wurden zwar erleuchtet, aber sie hatten ihre Nachfolger als Kinder zu unterrichten, wobei der Unterricht ein der Fähigkeit angemessener und mehr freier als ein zwingender sein musste.[20]
Der antiken Welt fehlte es an einer auf den Grundsätzen der wohlberechneten Wahrheit stehenden reinen Wissenschaft und an der von einer solchen Wissenschaft berechneten Kunst. Sie befand sich noch zu über drei Viertel im blinden Aberglauben, worauf sich keine höhere Himmelswahrheit stellen lässt, und wenn man das doch versucht, dann ist die Frucht ungenießbar. Aus derlei Früchten, d.h. aus allerlei mit Aberglauben vermengten Wissenschaften, gingen und gehen die falschen Propheten mit all ihren Irrlehren und falschen Wundern hervor.[21]
Entstehung
Der Herr hat dafür gesorgt, dass Er als der allein wahre Christus bei den Menschen zur wahren inneren Lebensgeltung gelangen wird, wobei Er schon jetzt vielseitig dazu gelangt ist. Dafür sorgt Er auch aktuell und wird auch künftig dafür sorgen. Er wird sich von keiner Macht mehr aus Seinem Lichtfeld vertreiben lassen und das wird der wahre Fels sein, den die Macht der Hölle nicht überwinden wird. Er wird der Eckstein sein, den viele Bauleute verworfen haben und wer sich an diesem Eckstein stoßen wird, der wird zerschellen, und über den der Eckstein herfallen wird, der wird zu Staub und Asche zermalmt werden. So wird Sein Tausendjähriges Reich kommen.[22]
Das lebendige innere Wort, das Reich Gottes im Menschen (die neue Welt) wird mächtige Fortschritte tun, anfangs allerdings mehr im Geheimen. Keiner der Geweckten wird mehr an Jesus Christus und Seinen Verheißungen zweifeln, denn Er wird dem Geist zeigen die endlosen Wunder Seiner Liebe, Weisheit, Heiligkeit und Macht in der Tiefe der Tiefen für alle Zeiten der Zeiten bleibend. Er ist der alleinige Gott; anfangs werden sich zwar die Weltmenschen dagegen sträuben, und die Weltgelehrten werden dagegen schreien und schreiben, und die Machthaber werden mit zornigen Füßen gewaltig dagegen stampfen und sich dagegen gewaltsam auflehnen. Das Priestertum der Welt wird mächtig dagegen zu Felde ziehen und wird mit großem Zorn und großer Wut das neue Reich im Menschen verdammen; aber es wird sich niemand mehr daraus etwas machen und sich kehren an das Geplärr der Elenden, da sie nur als ohnmächtige Zornspeier plärren werden. Der Herr aber wird dennoch gar mächtig mit Seiner Liebe und Weisheit aus den Himmeln zum Geiste der Menschen durchdringen und wird die Ströme vertrocknen und gänzlich versiegen machen und über das Meer (priesterliches Heidentum) Seinen mächtigen Arm ausstrecken, auf dass es ohnmächtigst erstarren solle auf ewig. Wenn aber in kurzer Zeit die Herzen durchwärmt und durchleuchtet werden, dann wird die Hand des Herrn einen Gewaltstreich gegen alle Welt ausführen und erstehen machen im großen Herzensglanze die Geweckten und mit Seinem lebendigen Geiste Getauften; und Er Selbst wird nicht selten wieder sichtbar unter den Seinen anzutreffen sein und wird sie bereichern mit großer Macht über alle Dinge.[23]
Die Niederkunft der großen Stadt Gottes wird eine unermesslich große Gnade für alle Kinder Gottes sein; durch ihre starken Mauern wird sie aber alle Blinden und Tauben erdrücken, denn ihre Größe wird die ganze Fläche der Erde einnehmen und niemand wird sich vor ihr verbergen oder ihrer Last entweichen können.[24]
Weltgericht
Wie beim natürlichen Frühling die ersten Monate allzeit die stürmischsten sind, ist es auch bei der Ankunft des geistigen Frühlings, dem manche Stürme vorangehen. Sie erzeugen aber nicht den Frühling, was allein nur die Sonne tut. Wenn die Sonne zu wirken beginnt, werden die Schmeißfliegen (Anm.: Volksbefreier, Revolutionsführer) früher wach, als die Lerchen und Nachtigallen. Man soll sie nur erwachen lassen, aber nicht auf ihr Gesumse hören.[25]
siehe Weltgericht
Volksherrschaft
Der Mensch ist nicht von Gott in die Welt gesetzt worden, um sich wegen des Glanzes einer Krone und eines Thrones totschießen zu lassen. Dem Volk soll für alle Zeiten der Sieg eingeräumt werden, wenn es nüchtern handelt. Dann erst kommt das Reich Gottes in die Welt. Sollte das Volk aber unnüchtern und grausam sein, so wird es schwer zum endlichen Sieg gelangen.[26]
Fall der Irrlehrer und falschen Propheten
Die Menschen werden nicht mehr Christus (oder Gott) und Seiner Lehre die Schuld an dem vielen Unheil auf der Erde geben, sondern den höchst selbst- und herrschsüchtigen falschen Lehrern und Propheten; sie erkennen schon im Licht der Wissenschaften und Künste nur zu genau, wessen Geistes Kinder diese waren. Die Lügner und Betrüger werden im hellsten Licht des neuen Jerusalems völlig enthüllt werden und den Lohn für ihre Arbeit erhalten; je höher sich einer von ihnen gestellt hat, desto tiefer wird sein Fall sein. Deswegen soll man sich vor ihnen hüten.[27]
Das Papsttum wird vorerst moralisch und endlich auch physisch gleich Sodom und Gomorrha vertilgt werden, wenn es sein Spiel - das Verderben der Welt - aufs Äußerste treibt und in seinem bösen Starrsinn beharrt trotz der vielen Ermahnungen.[28]
Umgestaltung der Erde
Bevor aus Himmel und Erde ein Hirt und eine Herde werden, wird es auf der natürlichen Erde zu großen Umgestaltungen kommen. Große Länder und Reiche werden aus dem Meer emporgehoben werden und viele hohe Berge werden tiefe Gräben und Täler auffüllen, wodurch viel fruchtbares Land gebildet wird.[29]
Je mehr sich die Naturkatastrophen häufen werden, desto mehr wird auch von den Strahlen der großen Morgenröte sichtbar werden auf der Erde und in der Erde des Menschen.[30]
Zusammenfindung der Gottgeweihten
Die Vereine von Menschen, die von der göttlichen Wahrheit durchleuchtet sind, werden immer enger zusammenrücken und so einen großen Verein bilden, und das ist dann die neue Erde, über der sich ein neuer Himmel voll Licht und Klarheit ausbreitet.[31]
Auferstehung der Toten
Gott wird die Engel mit großen Aufrufsposaunen unter die armen Menschen senden. Diese werden die im Geiste tot gemachten Menschen der Erde gleichsam aus den Gräbern ihrer Nacht erwecken; und wie eine Feuersäule sich wälzt von einem Ende der Welt zum anderen hin, werden diese viele Millionen Geweckten sich hinstürzen über alle die Weltmächte, und niemand wird ihnen mehr einen Widerstand zu leisten vermögen.[32]
Auf die alte Erde werden stets mehr Lichter aus der neuen Erde hinabschweben und diese so entzünden, bis sie wie in Flammen zu stehen scheint. Viele (geistig) Tote werden lebendig werden, die Wahrheit annehmen und in das Reich der neuen Erde hochschweben.[33]
Das letzte Gericht
Tausend Jahre nachdem die Erde wieder zum Paradies geworden ist, wird der Fürst der Nacht für eine kurze Zeit von sieben Jahren und etlichen Monden und Tagen der Zeit nach frei seiner selbst willen, entweder zum gänzlichen Fall oder zur möglichen Wiederkehr. Im ersten Fall wird die Erde zu einem ewigen Kerker ihrem innersten Teil nach umgewandelt werden; aber die Außenerde wird ein Paradies verbleiben. Im zweiten Fall würde die Erde zum Himmel umgestaltet werden, und der Tod des Fleisches und der Seele würde für ewig verschwinden. Was geschehen wird, das darf nicht einmal der erste Engel der Himmel wissen; das weiß allein der Vater.[34]
Ein großer, finsterer Teil wird versuchen, das Gewand des Lichtes über sein schwarzes anzuziehen, um aus Eigennutz und aus Herrschsucht abermals ein neues antichristliches Heidentum zu schaffen. Aber der Herr lässt Seinen Zorn über sie hereinbrechen, das ist das Feuer Seiner Wahrheit, und Seine Engel der neuen Erde fallen wie mit flammenden Schwertern über sie her und schlagen jede weitere finstere Bestrebung in die Flucht und in den Abgrund der gänzlichen Vernichtung. Dies ist dann das allerletzte und größte Gericht um tausend Jahre später. Diese kriegerische Unterbrechung wird nur ganz kurze Zeit dauern und der Sieg wird vollkommen sein. Von da an wird aus den Himmeln und aus der Erde ein Hirt und eine Herde werden, wobei der Hirt allzeit der Herr und die Herde die Menschen auf Erden zusammen mit den Seligen in den Himmeln des Herrn sein werden. Letztere werden dann so wie in den Urzeiten der Menschen sichtbar mit den Menschen auf der Erde verkehren.[35]
Am Ende werden die Erdmenschen im Geiste alle erkennen, dass es nur einen Gott, einen Herrn, einen Vater und nur ein vollkommenes Leben in Ihm gibt.[36]
Falsche Vorstellungen
Materielle Deutung der Prophezeiung
Die in alle Blindheit verfallene Welt malt sich Verheißungen aus den Himmeln in ihrer Torheit stets mehr und am Ende auf eine solch materielle Art aus, wie sie in eines Engels Sinn nie hätten aufkommen können. Kommen dann aber die vorgesagten Zeichen sicher in einer ganz andern Gestalt, als sich selbe die dumme Welt ausgemalt hat, dann wartet sie vergeblich. Das betrifft auch die Verheißung vom Tausendjährigen Reich, das man materiell in der persönlichen Gegenwart des Herrn erwartet. Dabei ist es schon lange da im Geist und Herz der guten Menschen.[37]
Falsches Verständnis vom Tausendjährigen Reich
Der Ausdruck "Tausendjähriges Reich" ist ein entsprechender Ausdruck und wird ganz falsch verstanden, wenn man ihn nur als tausend Einheiten ansieht. Die Zahl 1000 stellt mit ihrem Einser den Herrn in menschlicher Persönlichkeit dar. Die drei folgenden Nullen stellen Ihn in der Fülle Seiner Göttlichen Dreifaltigkeit dar. So stellt also die Zahl 1000 den Herr Selbst in der Fülle Seiner Göttlichkeit entsprechend dar (Jesus - Jehova - Zebaoth Immanuel). Das Wort "Jahr" stellt die Zeit vor, in der Er bis ans Ende an der Spitze der Herrschaft bleiben wird und zum Teil aber auch durch viele Seiner neu erweckten Knechte die Völker dieser Erde leiten und führen wird.[38]
Die Neue Welt als eine irdisch bessere Welt
Wer bessere Zeiten und eine bessere Welt erwartet, der irrt sich sehr in seiner irdisch frommen Erwartung. Denn die Welt war allezeit arg und wird es auch sein bis ans Ende aller Zeit. Daher kann auf der Welt für die Welt die Zeit nichts als nur Arges bringen. Wer aber mit dem Herrn ist und Er mit ihm, dem wird weder die Welt noch ihre lose Zeit etwas anhaben können. Mit der Welt ist es beinahe wie mit der Hölle. In ihr finden nur ihre eigenen die Hölle, nicht aber auch die Engel, die sich meist dort befinden, um die argen Geister zu bessern oder zu strafen. Der Gute hat auf der Welt allzeit nur Gutes, wie der Schlechte allzeit nur Schlechtes zu erwarten. Die Welt und ihre Schwester, die Hölle, werden stets das bleiben, was sie sind – bis zu ihrem Gericht.[39]
Siehe auch
Quellenverweise
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.48.3; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.48.7; Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.501227.8
- ↑ Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 1; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 3; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 4; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 113; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 113h; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 118; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 69; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 194
- ↑ Jakob Lorber, Die drei Tage im Tempel 5.15; Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.501227.4
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.48.4
- ↑ Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 2
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.501227.5-6
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 239.22-26
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.215.15-16
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.430506.45
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 9.90.2
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.490406.103
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.45.9
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640326.3
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.45.10-11
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.410525b.11
- ↑ Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 472
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.215.14
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.72.4
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640326.3-4
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 9.90.6-7
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 9.90.8-10
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640326.1
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.430526.2-6
- ↑ Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.12.5
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.480521.15
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.280.12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 9.90.3-4
- ↑ Jakob Lorber, Robert Blum 2.280.12
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.45.8
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.420721.6
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.48.2
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.72.3
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.48.5
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.72.5-6
- ↑ Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 8.45.6-8
- ↑ Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 199.18-22
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.470103.1-2
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.640326.1-3
- ↑ Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.461209.2-5; Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.461209.13