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Vorerde

Aus Prophetia
Dieser Artikel bezeichnet jenen Planeten, der vor unserer Erde die Bestimmung der Erde hatte.
  • Für die erste oder frühere Erde im Sinne der Offenbarung des Johannes siehe Frühere Erde.
  • Für jenen ersten Planeten, von dem Emanuel Swedenborg in "Die Erdkörper im Weltall" berichtet, siehe Erste Erde.

Explodierender Planet

Die Vorerde befand sich zwischen Mars und Jupiter und hatte vier Monde. Sie war etwa so groß wie der Jupiter, besaß jedoch mehr Festland, einen höheren Luftkreis über sich und eine stärkere Polneigung und daher auch eine schiefere Umlaufbahn um die Sonne. Sie wurde vor etwa 6000 Jahren zerstört, etwas mehr als 500 Jahre vor Abraham.[1] Ihre Trümmer liegen auf anderen Planeten zerstreut, treiben in stark unordentlichen Bahnen durch das All und stürzen hin und wieder auf einen Planeten oder in eine Sonne.[2]

Geschichte

Die Vorerde war einst vor der Erde dazu bestimmt, welche Bestimmung nun die Erde hat. Der erste gefallene Geist hatte sich diesen Planeten auserwählt mit der Verheißung, er wolle sich da demütigen und zu Gott zurückkehren. Dieser Stern sollte darum dereinst ein Stern alles Heiles sein. Luzifer hielt seine Verheißung nicht, sich zu demütigen und zu Gott zurückzukehren, sondern wirkte so böse in seiner ihm zugelassenen Freiheit, dass kein Leben mehr fortkommen konnte. Als der Planet noch ganz war und reich an mächtigen Völkern, verdarb der Drache ihre Herzen. Sie entbrannten alle in der wütendsten Herrschsucht und schworen sich alle einen ewigen Krieg und eine gegenseitige gänzliche Vernichtung. Luzifer wurde darum in das Feuerzentrum des Planeten gebannt und die Bestimmung jenes Planeten wurde unmittelbar der Erde gegeben.[3]

Die Vorerde war nicht, wie alle andern Planeten, die mit ihren Nebenkörpern um die Sonne bahnen, ein Kind ebendieser Sonne, sondern hatte eine ähnliche Geschichte wie die Erde. (siehe dazu Erdgeschichte)[4]

Steinkult

Was auf der Erde Gold, Silber und Diamanten, waren auf der Vorerde gewisse weiße Steine. Wegen solcher nutzloser Steine haben sich diese Bewohner zu Abertausenden erwürgt und sich in vier Hauptstämme geteilt, die sich gegenseitig schwerstens verfolgten. Sie bildeten sich ein, dass wer keinen solchen Stein besitze, nur ein unverständiges Tier sein könne. Daher sammelten die Mächtigeren solches Gestein bergweise zusammen und ließen den Schwächeren davon nichts zukommen, damit sie dieselben desto leichter tyrannisieren konnten. Und so ging diese Betrügerei und Habsucht so weit, dass sich solche Steininhaber für Götter ansahen und sich als solche dem andern Volk aufdrängten. Unter solchen "Göttern" aber wollte einer über dem andern sein. Daher wühlte jeder soweit als nur möglich in den Eingeweiden des Planeten herum, um seinen Steinhaufen möglichst zum größten zu machen und dadurch sein Primitiv-Göttertum zu beweisen. Die "Götter" misshandelten das Volk auf das Grausamste und ließen es Tag und Nacht in den Eingeweiden des Planeten wühlen. Andere wieder mussten sich in großen Rotten sammeln, um einem andern "Gott" seinen Steinhaufen mit Gewalt zu verringern. Es gab Hunderte solcher "Götter", die sich dann aber gegenseitig bis auf vier aufrieben. Diese vier ließen nun durch ihre Völker solche Steine von allen Weltgegenden zusammentragen und errichteten förmliche, weit ausgedehnte Berge mit diesen Steinen. Durch solche Steinkultur blieb nun die andere Kultur des Landes im Hintergrund und die Völker samt ihren "Göttern" waren kurz vor dem Verhungern. Da gaben diese vier "Götter" ein Gesetz: Nämlich die Völker des einen "Gottes" durften die Völker des anderen "Gottes" fangen und sie verzehren! Damit hatten sich diese "Götter" zu viel erlaubt und Gott musste ihnen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung machen.[5]

Verderben

Die Menschen waren in größten Hochmut und vollste Gottvergessenheit übergegangen. Die noch an einen Gott glaubten, achteten Seiner nicht, trotzten Ihm und suchten Ihn in ihrer Blindheit vom Thron Seiner ewigen Macht zu stürzen. Dem Rat ihrer argen Weltweisen folgend, suchten sie Gott im Zentrum ihrer Erde, wohin man Minen bauen und Ihn dort gefangen nehmen sollte. So gruben sie die tiefsten Schächte, wobei viele zugrunde gingen. Sowie Gott einen Boten sandte und sie warnte, da wurde er stets umgebracht und die Menschen besserten sich nicht.[6]

Über lange Zeit sind die Menschen gewarnt worden, hielten dies aber in ihrer großen Weltklugheit für Hirngespinste der Seher, denen sie unterstellten, in ihrer Schlichtheit und irdischen Armut nur darum solche Dinge einem leichtgläubigen Volk vorzusagen, damit sie zu Ansehen und Lebensunterhalt kämen. Die Mächtigen und Vornehmen glaubten nicht nur nicht, sondern verfolgten die Seher auch noch mit Feuer und Schwert und verfügten schließlich sogar die Todesstrafe über jeden, der nur etwas sagte, was irgendwie geistig sein könnte. So war den Menschen nicht mehr zu helfen.[7]

Die Menschen der Vorerde waren in irdischen Dingen sehr erfinderisch und erfanden schon Jahrtausende vor den Menschen der Erde eine Art Sprengpulver. Mit diesen ihnen von den Teufeln angegebenen Erfindungen trieben sie ein größtes Unwesen, führten Kriege und zerstörten große Länder. Sie sprengten immer tiefere Löcher ins Innere ihres Planeten und kamen endlich einmal zu tief, wodurch die inneren Kammern in einen heftigen Schnellbrand gerieten, der den Planet zerstörte.[8]

Teilung des Planeten

Es fruchtete kein freies Mittel mehr, daher musste hier ein Gericht erfolgen, und dies war eben die gewaltige Teilung dieses Planeten.[9] Ein Wink von Gott, und ein Engel riss den ganzen Weltkörper in vier Teile auseinander und bildete so vier abgesonderte kleinere Weltkörper.[10] Gott hat den Weltkörper also nicht direkt zerstört, sondern ihn wegen der unter den Bewohnern entstandenen großen Zwietracht in vier kleinere Welten geteilt.[11]

Als die Erde reif war für Menschen und Gott zu dem ersten Menschen den Keim legte, da riss Luzifer an seinem Kerker. Gott erbarmte sich seiner und ließ ihn tun, was er wollte. Und da zerriss er seine Erde und fiel von da in den Abgrund der Erde. Das Warum der Zerstörung ist daher wie allzeit in allen Dingen die Barmherzigkeit Gottes und das Wie der Wille Gottes.[12]

Objektverteilung im Asteroidengürtel

Der Planet zerfiel in viele größere Stücke, die sich weit zwischen Mars und Jupiter verteilten (Asteroidengürtel). Die vier Monde blieben ganz, gerieten aber in Unordnung, und entfernten sich voneinander. Viele kleinere Trümmer fielen auf den Jupiter, den Mars, etliche sogar auf die Erde, die Venus, den Merkur und in die Sonne.[13] Die gewissen Steine des Steinkultes (siehe oben) wurden in den weiten Weltraum hinausgeschleudert, von denen einige nach Gottes geheimen Willen zur Erde, einige in den Mond und sehr viele in die Sonne gefallen sind. Die meisten jedoch fallen immer noch durch den unendlichen Raum.[14]

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Anmerkung: Früher wurde von der Naturwissenschaft angenommen, der Asteroidengürtel sei das Überbleibsel eines Planeten, Phaeton genannt. Gegenwärtig wird angenommen, es handle sich um Überbleibsel bei der Bildung des Sonnensystems.


Viele Millionen von den (im Vergleich zu den Erdenmenschen) riesig großen Menschen starben, teils unter den Trümmern begraben, zum größten Teil aber auch hinaus in den unendlichen Raum geschleudert.[15]

Die körperlich riesenhaften Menschen wurden mit anderen Kreaturen ins All geworfen, andere verblieben tot und verdorrt auf den größeren Asteroiden, etliche Leichen fielen sogar auf die Erde, wo sie nach ein paar Jahrhunderten aufgelöst wurden, sowie auf andere Planeten. Das Meerwasser sammelte sich in großen und kleinen Tropfen, wobei einige auch festes Erdreich in sich bergen und von manchen Tieren bewohnt werden. Auf den Monden und den wenigen größten Stücken des Planeten leben noch die früheren Geschöpfe, nur in einem sehr verkümmerten Zustand. Auf den kleineren Stücken existiert kein organisches Leben, außer dem der Verwitterung und langsamen Auflösung.[16]

Die ersten Menschen starben auf den kleinen Resten dieses einst größten Planeten ganz aus, weil sie darauf keine Nahrung mehr fanden. An ihre Stelle wurden dann verhältnismäßig kleine Menschen gesetzt, die noch jetzt die kleinen Erdchen bewohnen und äußerst genügsame Wesen sind. Sie entsprechen nun den Kopfhaaren und den Augenbrauen (im großen Schöpfungsmenschen).[17]

Wirkung auf der Erde

Luzifer fiel von der Vorerde in den Abgrund der Erde und tat dann auf selber, was wohlbekannt ist, siehe Urmenschheit.[18]

Zur Zeit der Zerstörung dieses Planeten befand sich die Erde gerade in einer Linie unter ihm gegen die Sonne. Etliche kleinere Bruchstücke des Planeten fielen auf die Erde. Auch jene ganz weißen Steine des Steinkults (siehe oben) finden sich in größeren und kleineren Quantitäten da und dort auf der Erde verstreut. Hie und da ist von ihnen auch ein ganzer Gebirgszug auf der Erde gebildet.[19] Solche außerirdischen Steine befinden (oder befanden) sich auf dem Speikkogel (Choralpe) in Kärnten und fast eine Stunde (Fußmarsch) entfernt nordwestlich vom Kumpfkogel. Auf letzterem findet sich sogar eine Inschrift, die mit den ägyptischen Hieroglyphen verglichen werden kann, welche aber außer Gott schwerlich jemand lesen kann.[20]

Auch einige der Menschen der Vorerde fielen auf diese Erde, woher noch heutzutage der heidnische Mythos vom Gigantenkrieg zurückgeht. (Anm.: z.B. in der nordischen Mythologie)[21]

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Anmerkung: Wie genau diese Menschen, also Riese Ymir & Co, auf die Erde fielen, wird nicht gesagt, aber offensichtlich waren sie schon tot. Da der technische Entwicklungsstand dieser Menschen sehr hoch gewesen sein muss, wäre mittels einer Raumkapsel anzunehmen. Die erste außerirdische Begegnung hat demnach also eigentlich schon stattgefunden.


Quellenverweise