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Mensch

Aus Prophetia
(Weitergeleitet von Menschheit)
Dieser Artikel behandelt den Menschen im allgemeinen Sinn.

Der Mensch ist nicht unbedeutend, sondern im Gegenteil der Grund und der Endzweck und Schlussstein aller sichtbaren und unsichtbaren Welt, mehr als alle Materie im ewig endlosen Raum. Er ist das zu gewinnende Produkt aller Vormühen Gottes. Alles - im Ganzen wie auch im Einzelnen, vom Größten bis zum Kleinsten, im Himmel wie auf allen Weltkörpern - befindet sich in untrennbarer Korrespondenz oder Entsprechung mit dem Menschen. Daher befindet sich bei ihm sowohl die geistige als auch die natürliche Welt: die inneren Bereiche, die zu seinem Gemüt gehören und sich auf Verstand und Willen beziehen, bilden seine geistige oder innere Welt; die äußerlichen, die seinem Körper angehören und sich auf dessen Sinne und Handlungen beziehen, seine natürliche oder äußere Welt. Er ist von Gott als ein Bürger beider Welten geschaffen. Daher kommt es, dass alles, was im Menschen und beim Menschen ist, sowohl aus dem Himmel als aus der Welt ist. Was zum Himmel gehört, fließt in seine Gedanken und Neigungen ein, und stellt dieselben dar, wie sie von seinem Geist aufgenommen werden, was zur Welt gehört, fließt in seine Empfindungen und Vergnügungen ein, und stellt sie so dar, wie sie von seinem Körper aufgenommen werden, jedoch angemessen dem Übereinstimmenden in den Gedanken und Neigungen seines Geistes. Der innere Mensch ist vom äußeren so verscheiden, wie der Himmel von der Welt. Alles, was im äußeren Menschen geschieht und entsteht, geht und wirkt vom inneren Menschen aus.[1]

Menschen leben nicht nur auf der Erde, sondern auch auf anderen Weltkörpern. Das menschliche Geschlecht geht nicht nur aus einem einzigen Erdkörper, sondern aus unzähligen hervor. Das ganze menschliche Geschlecht ist die Grundlage, auf welche der Himmel gegründet wird, eine Pflanzschule des Himmels. Der Engelshimmel kann nicht vom menschlichen Geschlecht getrennt werden und das menschliche Geschlecht nicht vom Engelshimmel. Deswegen ist vom Herrn dafür gesorgt, dass das eine dem anderen wechselseitige Dienste leistet.[2]

Wesen

Seele, Leib und Wirksamkeit sind die allgemeinen Wesenselemente des Menschen. Dass sie Ein Wesen ausmachen, kann man daran sehen, dass eins aus dem anderen und um des anderen willen da ist, und zwar in stetiger Reihenfolge.[3] Der Mensch besteht aus einem göttlichen Geist, der der Seele den Verstand, den Willen und jegliche Kraft gibt, einer Seele, welche die äußere Form und deren Organismus belebt, und zeitweilig aus einem materiellen Leib, der die äußere Form ausmacht. Die Seele ist der eigentliche Mensch zwischen Geist und Leib und muss mit ihrem Verstand und ihrer Vernunft sorgen gleich wie für den ewigen Geist, also auch für den zeitweiligen Leib.[4] Eine sehr gute Kenntnis des materiellen, seelischen und geistigen Bau des Menschen ist so schwer zu erlangen, wie die richtige und volle Erkenntnis Gottes.[5]

Der Leib ist nicht die Hauptsache des Menschen, sondern lediglich dessen Umkleidung. Der eigentliche Mensch ist ein ganz anderer, höherer, innerer, geistiger Mensch, der nach dem Tod lebt und um dessentwillen der Leib da ist. Seele und Leib machen aber nicht zwei, sondern nur einen Menschen aus. Der Mensch ist ganz und gar so, wie er im Hinblick auf sein Inneres beschaffen ist, nicht aber so, wie er hinsichtlich der davon getrennten äußeren Bereiche erscheint, in denen jedoch das Innere zur Wirkung gelangt. Der Mensch ist so beschaffen, wie sein Leben, sein Leben aber wie die Liebe.[6]

Das höchsteigene Urgrundsein des Menschen kann nicht vernichtet werden, da es im Grunde des Grundes das Wesen Gottes ist.[7] Alles, was beim Menschen lebt, gehört seinem Geist an und der Körper dient diesem nur, wie ein Werkzeug der lebendig wirkenden Kraft. Der Mensch an sich betrachtet, seinem Denken und Wollen nach, ist ein Geist und dieser hat die gleiche (menschliche) Form, auch nach dem Leibestod, und lebt im Körper in jedem einzelnen seiner Glieder. Er ist den Augen des Leibes unsichtbar, nicht aber den Augen der Geister.[8] Dass der Mensch hinsichtlich seiner inneren Regionen ein Geist ist, bezeugen z.B. die Außerkörperliche Erfahrung und die Entrückung.[9]

Durch das Wahre aus dem Guten des Herrn ist der Mensch Mensch.[10] Der Mensch ist nicht durch sein Äußeres - d.h. die irdischen und materiellen Dinge - Mensch, sondern weil er das Wahre einsehen und das Gute wollen kann; dies ist das Geistige und Himmlische, das den Menschen ausmacht. Was den Menschen ausmacht, gehört dem Verstand und Willen an, den beiden Bereichen des geistigen Menschen. Das ganze Leben des Menschen besteht darin, dass er denken und fühlen bzw. einsehen und wollen kann. Der Wille regiert durch die Neigung zum Guten, der Verstand durch die Neigung zum Wahren. Daher handelt auch der Körper nicht aus sich selbst, sondern ist in seiner Tätigkeit völlig auf die Winke des Verstandes und Willens angewiesen, so dass der Mensch alles, was er denkt, mit Zunge und Mund redet, und alles, was er will, mit dem Körper und den Gliedern ausführt. Verstand und Wille (der geistige Mensch) sind die eigentlich Tätigen, nicht der Körper selbst.[11] Jeder Mensch ist sein Gutes und Wahres oder sein Böses und Falsches; dieses und nichts anderes macht den Menschen zum Menschen.[12]

Jeder Mensch ist identisch mit seiner Liebe und mit seinem daraus hervorgehenden Denken.[13] Jeder Mensch ist so beschaffen, wie seine Neigung und sein Denken, da er aus dem Willen handelt und aus den Gedanken redet.[14] Der dem Menschen von Gott verliehene freie Wille bestimmt den Menschen, ist das eigentliche Leben des Menschen, des inneren Menschen allereigentlichstes Wesen - vom Denken gilt dies nur so weit, wie es dem Willen entspringt. Man kann ebenso gut sagen, dass die Liebe den Menschen ausmacht, während das vom Glauben nur in dem Maße gilt, als er seinen Ursprung in der Liebe hat. Der Wille, bzw. die Liebe ist der Mensch selbst.[15] Außer seinem Willen ist dem Menschen nichts eigen, alles andere gehört dem Herrn.[16]

Jeder Mensch ist so erschaffen und eingerichtet, dass er Gutes und Böses, Wahres und Falsches nicht in einem Herzen nebeneinander ertragen könnte, entweder das eine oder das andere, aber ewig nie beides zugleich. Er kann wohl beides mit seinem Verstand erkennen; aber im Herzen kann nur das eine oder das andere als Lebensgrund weilen.[17] Die Menschen sind veränderlich und wetterwendisch. Die Gott heute liebend umfangen, sind des anderen Tages voll Freuden in ihrem Herzen, wenn der Satan wieder die ersten Ketten um ihren Nacken geworfen hat.[18]

Der Mensch ist wie seine herrschende Liebe beschaffen, das Leben seines Geistes, die ihm nach dem Leibestod auf ewig bleibt und nicht mehr auf dieselbe Weise wie in der Welt durch Belehrung umgebildet werden kann. Jeder hat eine ganze Anzahl von verschiedenen Neigungen, doch beziehen sich alle auf seine herrschende Liebe, dienen ihr auf verschiedene Weise und bilden zusammen mit ihr eine Einheit, gleichsam ein Reich.[19] Im Menschen ist der Geist die Liebe.[20] Ist die Liebe lebendig in Gott, so wird auch der Geist lebendig sein aus Gott.[21]

Der Mensch ist in alle Arten des Bösen geboren, mithin in der Hölle, denn das Böse ist die Hölle.[22] Inwieweit der Mensch dem seiner Selbst- und Weltliebe entspringenden Bösen widersteht, wird er vom Herrn und nicht von sich selbst geführt.[23] Alles Gute an den Menschen ist von Gott; deren Eigenes ist eitel verderblich Böses und Falsches. Wer aus seinem Eigenen handelt, der blickt weg vom Guten auf sich selbst, nicht umgekehrt, von sich selbst weg auf das Gute. Im Guten errichtet er dann gewissermaßen ein Bild seiner selbst und nicht ein Bild des Göttlichen.[24]

Die Einzelheiten des Wollens und Denkens sind im geistigen Gedächtnis verankert, aber auch dem ganzen geistigen Leib eingeprägt und existieren dort in einer Ordnung, die der Anordnung der Körperteile entspricht. Der geistige Mensch ist im Ganzen so wie sein Wollen und das daraus hervorgehende Denken, bis zu dem Punkt, dass der böse Mensch identisch mit seinem Bösen und der gute mit seinem Guten ist.[25] Der geistige und natürliche Mensch kämpfen und streiten miteinander, wenn letzterer nicht im Glauben und in der Liebe lebt. Der natürliche Mensch kann sich nicht in den geistigen eindrängen, das heißt, sich zu ihm erheben. Wenn der Mensch im Glauben und dadurch in einem geistigen Leben ist, fließt vielmehr der geistige Mensch in den natürlichen ein, denn es gibt einen geistigen Einfluss aus der geistigen Welt in die natürliche, aber nicht umgekehrt.[26]

Der Mensch ist nicht so wie die Tiere in alle Kenntnisse hineingeboren, die seinem Wesen angemessen sind. Ohne Anleitung kennt der Mensch nicht einmal die ihm zuträgliche Nahrung; er muss erst durch Kenntnisse (Offenbarung und Ausbildung) und Wissenschaften in die Ordnung eingeführt werden. Würde er in seine Lebensordnung hineingeboren - und diese Ordnung besteht darin, dass er Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst lieben soll -, dann würde er sogleich auch in Einsicht und Weisheit hineingeboren, zugleich auch in den Glauben an alles Wahre, so weit die Erkenntnisse hinzu kämen. (Anm.: Er hätte keine volle Willensfreiheit, könnte sich nicht für oder wider Gott entscheiden.)[27]

Der Mensch heißt lebendig, wenn geistiges Leben bei ihm ist, wenn aber das natürliche Leben vom geistigen getrennt ist, so heißt er tot.[28] Der Mensch ist nach der Beschaffenheit seines Gottesdienstes (geistig) lebendig oder tot.[29]

Der Mensch ist die Frucht des ewigen Kampfes des Herrn für ewig, also selbst nichts als Kampf mit Sieg und Niederlage, um einst aus beiden, gleich einem Phönix aus der Asche seines ihn vernichtenden Feuers, zu einem neuen Leben zu erstehen, das in sich wohl eins wird, aber nach außen hin dennoch ein ewiger Kampf bleiben wird und muss. (nach Floran)[30]

Durch den Mensch wird im Wort der Weise, und im allgemeinen Sinn die Weisheit bezeichnet, weil der Mensch dazu geboren ist, die Weisheit vom Herrn aufzunehmen und ein Engel zu werden. In wie weit daher jemand weise ist, in so weit ist er Mensch. Die wahrhaft menschliche Weisheit besteht darin, dass man weiß, dass ein Gott ist, was Gott ist und was Gottes ist, und dies lehrt das Göttlich-Wahre des Wortes.[31] Unter dem Herzen und der Seele des Menschen wird im Wort Wille und Verstand verstanden.[32]

Gestalt

Die Menschengestalt ist die eigentliche göttliche, da Gott die Menschen nach Seinem Ebenmaß äußerlich wie innerlich geformt hat nach Seiner Liebe und Gnade. 1.Mos 1.26 Er nahm keine andere Form für Seine Lieblinge als die urerste Seiner ewigen Liebe (der göttliche Vater). Daher gibt es in der ganzen Unendlichkeit nirgendwo eine Welt, auf der die Menschen eine andere Form hätten. Sie sind nur der Größe, Farbe und einigen wenigen äußerlichen Dingen voneinander verschieden, die Grundform bleibt immer die göttliche.[33] Unter Gottes Bild und Ähnlichkeit hat man zu verstehen, dass der Mensch zu einer aufnehmenden Form der Liebe und Weisheit Gottes gebildet wurde, damit Gott Sich mit ihm und um seinetwillen auch mit allen Dingen des Weltalls vereinigen kann.[34]

Da der Mensch durch seinen Geist Mensch ist und nicht durch seinen Körper, ist die körperliche Gestalt des Menschen dem Geist gemäß und nicht umgekehrt. Der Mensch ist der Form des Geistes entsprechend mit dem Körper bekleidet, weshalb der Geist des Menschen auf die einzelnen, die kleinsten Teilchen des Körpers einwirkt. Ein Teil, der nicht vom Geist in Bewegung gesetzt wird, lebt nicht.[35]

Der Mensch ist seiner inneren Form - dem Geist - nach ein Ebenbild des Himmels, weiß und engelgleich, denn der ganze Himmel, dessen Grenzen nur Gott allein kennt, ist auch ein Mensch und jeder Engelsverein ist ebenfalls ein vollendeter Mensch, nicht jedoch seiner äußeren Form nach, welche die Welt aufnimmt. In dem Maße, wie die inneren Bereiche des Menschen den Himmel aufnehmen, ist er in Hinblick auf sie ein Himmel in kleinster Gestalt.[36]

Nehmen die inneren Regionen des Menschen den Himmel nicht auf, dann ist er auch kein Himmel, sondern eher ein Bild der Hölle - hässlich, schwarz, unförmig. Dennoch kann das Äußere, das die Welt aufnimmt, in einer mit der Ordnung der Welt übereinstimmenden Gestalt und daher in mancherlei Schönheit sein, denn die äußere Schönheit des Körpers stammt von den Eltern und von der Bildung im Mutterleib und wird danach durch den Einfluss aus der Welt erhalten. Aus diesem Grund ist die natürliche Gestalt des Menschen sehr verschieden von der seines geistigen Menschen. Nach dem Tod erscheint der Mensch in der Gestalt, wie sie in seinem Körper verborgen war, der ihn während seines irdischen Lebens bekleidete.[37]

Kein Mensch gleicht vollkommen einem anderen, und wäre es auch nur in den Gesichtszügen.[38]

Arten

Es gibt keinen einzigen Menschen, der einem anderen gänzlich ähnlich wäre. Nie findet sich in einem Menschen, in dem doch unzählige Teile, welche seinen Körper, und unzählige Neigungen sind, welche seine Seele ausmachen, etwas, das ganz ähnlich oder dasselbe wäre mit dem in einem anderen. Daher führt auch jeder ein von dem des Anderen verschiedenes Leben.[39]

Niemals ist die Sinnesart irgendeines Menschen derjenigen eines anderen völlig gleich. Folglich gleicht auch eines Menschen Gemüt - Wille und Verstand - nie je ganz dem eines anderen oder ist mit ihm ein und dasselbe. Ebenso die Reden und Handlungen.[40]

Es gibt Menschen gezierten Herzens, d.h. mit starker Seele, aber schwachen Geistes. Sie besitzen mehr Kraft in ihrer Seele als in ihrem Geist. Diese sind sehr empfindlich und merken oft bei ihren Freunden die kleinsten Gemütsdifferenzen, die ihnen je nachdem sehr weh tun können, weil ihre Seele in ihrer oft ganz isolierten Selbstkraft überaus empfindsam ist.[41]

Macht

Alle Kraft im Menschen ist nur eine Kraft der Liebe aus Gott, und diese Kraft ist in des Menschen Herz gelegt, und ist keine andere als die Liebe selbst. (nach Henoch)[42] Alle Macht, die ein Mensch hat, stammt aus seinem geistigen Menschen, d.h. Verstand (Gefäß der Wahrheit) und Willen (Gefäß der Liebe), ohne die er kein Teilchen seines Körpers zu bewegen vermöchte. Wille und Verstand des Menschen werden vom Herrn durch Engel und Geister regiert, und damit auch alle Teile des Körpers. Der Mensch kann nicht einen Schritt tun ohne den Einfluss des Himmels (der geistigen Welt). Aus sich selbst vermag er nichts.[43]

Niemand hat eine Kraft, noch eine Macht des Lebens in sich als nur die, welche Gott ihm verliehen hat. Damit der Mensch aber selbständig sei, gab Gott ihm aus Sich auch einen völlig freien Willen und machte alle dem Menschen verliehenen Lebenskräfte diesem Willen untertan.[44]

Wer irgendeine Stärke hat und sie so benutzen möchte, als wäre sie sein eigen, der befindet sich in der größten Eigenliebe, denn er ist ein Dieb gegen Gott und der Mensch hört dadurch auf, ein Kind Gottes zu sein derart, dass er sich dem Gericht überliefert und zu einem Geschöpf wird, und wenn er sich nicht bessert, sogar zu einem Kind der Schlange, des Todes, des Zornes und der Hölle. Daher soll jede überwiegend fühlbare Stärke nie als irgendein Eigentum, sondern als ein immer während neues Geschenk vom heiligen Vater betrachtet und Ihm dargebracht werden. (nach Henoch)[45]

Alle dem Menschen gegeben Kräfte erscheinen anfangs als schwer zu zügelnde Leidenschaften.[46]

Erkenntnisvermögen

Jeder Mensch hat ein doppeltes Erkenntnisvermögen:

  1. ein äußeres, der Kopf- oder äußere Seelenverstand.
  2. ein inneres, das nicht im Kopf der Seele, sondern in ihrem Herzen Wohnung hat.[47]

siehe auch Sinne

Willensfreiheit

Jeder Mensch bewegt sich, solange er in der Welt lebt, in der Mitte zwischen Himmel und Hölle. Daher ist er im Gleichgewicht und damit in der freien Entscheidung, zu Gott empor oder zur Hölle hinab zu blicken. Blickt er zu Gott auf, so erkennt er an, dass alle Weisheit von Gott stammt. Solch ein Mensch ist auch seinem Geiste nach wirklich bei den Engeln im Himmel. Wer hingegen seinen Blick nach unten richtet, und dies tut jeder, der im im Falschen aus dem Bösen ist, befindet sich dem Geiste nach unter den Teufeln der Hölle.[48]

siehe Willensfreiheit

Inneres und Äußeres

Der Mensch ist im Äußeren in der natürlichen Welt, im Innern aber in der geistigen Welt.[49] Das Innere und Äußere beim Menschen sind zwar unterschieden, dennoch aber wechselseitig vereint. Das Innere wirkt im Äußeren und auf das Äußere, aber nicht durch das Äußere. Das Innere birgt Tausenderlei, von dem das Äußere nur das hervorholt, was es zu seinem Gebrauch verwenden kann. Im Inneren des Menschen, das heißt in seinem wollenden und erkennenden Gemüt sind Massen von Ideen angehäuft, die nur wie ein Windstoß aus dem Blasebalg wahrgenommen werden würden, wenn sie durch den Mund des Menschen herausströmten. Das Innere, weil es das Universelle in sich birgt, lässt sich mit einem Ozean vergleichen, oder einem Blumenbeet, aus dem das Äußere herausnimmt, soviel zu seinem Bedarf genügt.[50]

In allem menschlichen Wollen und Denken, folglich in jeder Handlung und Rede findet sich ein Inneres und ein Äußeres. Dem Menschen wird von Kindheit an gelehrt, aus dem Äußeren heraus zu reden, wie anders auch sein Inneres denken möge. Dies ist die Ursache aller Verstellung, Schmeichelei und Heuchlerei. Der Mensch ist also ein zwiespältiges Wesen; einfältig ist nur derjenige, dessen Äußeres aus dem Inneren heraus denkt und redet, will und handelt. Menschen dieser Art werden im göttlichen Wort unter den Einfältigen verstanden, obgleich sie weiser als die Zwiespältigen sind.[51] Wie der Mensch seinem Inneren nach beschaffen ist, erscheint selten in der natürlichen Welt, weil er von Kindheit an moralisch gut sein will, und gelernt hat, diesen Anschein zu erwecken. In der geistigen Welt aber erscheint deutlich, wie er beschaffen ist.[52]

In seinen Taten oder Werken erscheint der ganze Mensch. Sein Wollen und Denken bzw. seine Liebe und sein Glaube, die sein Inneres (Geistiges) bilden, sind nicht vollendet, ehe sie sich in den Taten oder Werken ausdrücken, die sein Äußeres darstellen. Denken und Wollen ohne Handeln, obwohl die Ausführung möglich wäre, gleichen einer Flamme, die erlischt, weil sie in ein Gefäß eingeschlossen ist, oder einem auf Sand gesäten Samen, der nicht aufgeht, sondern samt seine Fruchtbarkeit verdirbt. Wollen und nicht handeln, obwohl es möglich wäre, ist dasselbe wie nicht wollen.[53] Gute Menschen denken und reden nur Gutes, das Gute fließt aus ihrem inneren Denken in das äußere und so in Rede und Handlung ein. Das ist die Ordnung, in die der Mensch hinein geschaffen wurde. Auf diese Weise sind ihre inneren Regionen dem Himmel und dem dort herrschenden Licht verbunden. Und da das Licht des Himmels das Göttlich-Wahre ist, das vom Herrn ausgeht, so werden sie von Ihm geführt. Böse Menschen hingegen denken Böses und reden Gutes. Bei ihnen herrscht das Böse über das Gute und unterwirft es sich wie einen Knecht, damit es ihm als Mittel zur Erreichung seines eigentlichen Endzwecks diene. Ihr Gutes ist nicht gut, sondern vom Bösen infiziert, wie sehr es auch seiner äußeren Form nach in den Augen derer, die die inneren Dinge nicht kennen, als etwas Gutes erscheint.[54]

Die inneren und die äußeren Bereiche des Menschen sind so beschaffen, dass sie entweder dem Herrn als ihrem gemeinsamen Mittelpunkt oder aber sich selbst zu- und folglich vom Herrn abgewandt sind. Was dem Herrn zugewandt ist, das ist auch dem Himmel zugewandt. Was der Welt zugewandt ist, kann nur schwer erhoben werden. Es wird jedoch so weit wie möglich vom Herrn geläutert, und zwar durch eine Umwandlung der Liebe (der Grundneigung), und dies geschieht durch die Wahrheiten aus dem Wort.[55]

Solange der Mensch in der Welt lebt, ist er im Äußeren und sieht nichts als das was vor seinem natürlichen Menschen erscheint.[56] Inwieweit das Innere des Menschen, sein Geist, aufgeschlossen ist, blickt er zum Himmel, inwieweit es verschlossen ist, blickt er zur Hölle (im Sinne der materiellen Natur); denn das Innere des Menschen ist zur Aufnahme alles Himmlischen gebildet, das Äußere hingegen zur Aufnahme alles Weltlichen. Wer die Welt und nicht zugleich auch den Himmel in sich aufnimmt, der nimmt die Hölle auf. Das Innere verschlossen ist bei denen, die sich in falsche Vorstellungen über das Leben nach dem Tod bestärkt und alles aus der Natur abgeleitet haben.[57] Der Mensch gelangt so weit in das Licht des Himmels, als er das Göttliche anerkennt und sich innerlich in den Gesetzen des Himmels und der Kirche bestärkt, ebenso tief aber auch in die Finsternis der Hölle, wie er das Göttlichen leugnet und sich innerlich gegen die Dinge des Himmels und der Kirche bestärkt.[58] So weit der Mensch vom Inneren ein Äußerer wird, so weit wird ihm das geistige Licht verdüstert, bis er das Göttlich-Wahre nicht mehr aus dem Wahren selbst, das ist, aus dem Licht des Himmels, sondern bloß aus dem natürlichen Licht sieht. Diese Licht aber ist für sich allein, wenn es nicht vom geistigen Licht erleuchtet wird, von der Art, dass der Mensch das Göttlich-Wahre wie in der Nacht sieht, und nirgends anderswo weiß, ob es wahr ist, als weil der geistige Vorsteher so gesagt, und die allgemeine Versammlung es so angenommen hat.[59]

Menschen können, wie die bösen Geister, auch ohne Neigung zum Guten Wahrheiten sehen und anerkennen. Dies verhält sich so, damit die sie durch die Wahrheiten gebessert werden können. Aufnehmen können sie diese jedoch nur, so weit sie sich im Guten befinden, denn es ist das Gute, das die Wahrheiten aufnimmt, und durchaus nicht das Böse. Wer aber seinem Leben nach im Bösen ist, der wendet er sich bald wieder von den Wahrheiten ab und bestärkt sich im Falschen seines eigenen Bösen.[60] Die Fähigkeit des Menschen, aus dem Verstand und nicht zugleich aus dem Willen zu denken, d.h. das was er als wahr und gut erkennt auch zu tun, ist deswegen vorgesehen worden, damit er umgebildet werden kann, da er, was seinen Willen angeht, in alles Böse hineingeboren ist und daher niemandem als sich selbst wohl will. Er freut sich über das Übel, das anderen zustößt, besonders wenn es ihm selbst zum Vorteil gereicht. Er möchte am liebsten alle Güter aller anderen an sich reißen, seien es nun Rechte oder Reichtümer, und so weit ihm dies gelingt, freut er sich innerlich darüber. Daher wurde ihm die Fähigkeit verliehen, einzusehen, was wahr ist und dadurch die Neigungen zum Bösen, die aus seinem Willen hervorgehen, zähmen zu können.[61] Gegenwärtig ist bei fast jedem Mensch Verstand und Wille nicht geeint, denn er kennt viele Wahrheiten, wendet aber davon viel oder nur wenig oder auch gar nichts an, oder aber handelt sogar wider sein besseres Wissen.[62]

Leben

Das Leben des Menschen ist ein Kampf. Der Geist weht in der Materie und will dieselbe mit sich reißen; die Materie oder die Welt weht in der Materie als das Blut und die anderen feineren Säfte, und diese wehen in den Geist und wollen ihn mit sich fortreißen. Ist der Geist mächtiger als die Materie, dann drängt er diese und macht sie ihm völlig dienstbar; ist aber die Materie Sieger über den Geist, so geht der Geist unter und leidet als das Leben schwer und überaus schmerzhaft, die drückende Last des Todes der Materie tragend, und das ist dann der geistige Tod. Wäre der Geist in solchem Tod empfindungslos, dann wäre er rettungslos verloren; aber die stets zunehmende schmerzliche Empfindung des Druckes zwingt ihn, sich fortwährend zu wehren und gegen die Materie anzukämpfen. Dadurch wird seine Kraft geübt und stets mehr gestärkt. So kann er mit der Zeit auch ein vollkommener Sieger über die Materie werden und auf diese Weise in die Freiheit des ewigen Leben gelangen. (nach Henoch)[63]

Nach der höchst weisen Ordnung Gottes gibt es in jedem Menschen undenkbar verschiedene Grade von geistigen Kräften aller guten Arten und auch verschiedene Vermögen der Seele im Menschen, daher tue jeder nach seinen Kräften und seinem Vermögen.[64]

Ziel der Schöpfung

Damit eine Menschenseele reif wird zur Geburt in die Welt bedarf es mehr als ein Mensch in Ewigkeit zu fassen vermag. Die Werdung eines Menschen ist selbst für Gott keine Kleinigkeit, alle Vorschöpfungen waren allein nur für den Menschen bewerkstelligt. [65]

Der Mensch ist das, was Gott durch alle Vorschöpfungen erreichen wollte und auch erreicht hat. Daher entspricht alles in den Himmeln und auf allen Weltkörpern in allem dem Menschen.[66]

Es gibt nichts in der Unendlichkeit, das nicht da wäre für den Menschen; alles ist auf den Menschen und sein Bedürfnis abgezielt. (lt. Zorel)[67]

Der Mensch ist über alle Schöpfung wie ein Herr gesetzt, dabei aber mit ihr untrennbar verbunden, d.h. was er wirkt, das wirkt auf ihn zurück. Die Schöpfung hat vor ihm durchaus keinen freien Willen; alles ist in ihr notwendig zum dienlichen Zweck des Menschen gerichtet. Gott allein jedoch weiß, wie alle Prozesse eingerichtet sind, und kann daher die allein tauglichsten Mittel dem Menschen geben, sich so zu verhalten, damit er sich frei auf dieser höchsten Stufe behaupten kann. Bleibt der Mensch in der göttlichen Ordnung, verbleibt auch die Schöpfung in der schönsten Ordnung. Bleibt der Mensch jedoch nicht in dieser Ordnung, sondern bildet sich eine andere eigenmächtig, dann verkehrt sich auch die Schöpfung, ergreift den Menschen und reißt ihn in ihr ewig notwendiges Gericht und tötet ihn.[68]

Tod

Der Mensch ist so geschaffen, dass er in Bezug auf sein Inneres nicht sterben kann.[69] Die Bewohner oder Menschen jedes Erdkörpers werden nach vollbrachtem Leben in der Welt Geister und bleiben in der Nähe ihrer Erde.[70] Jeder Mensch lebt nach dem Leben in der Welt ewig weiter in der geistigen Welt. Der vom Natürlichen getrennte geistige Mensch bleibt (dem Geist nach) in Ewigkeit derselbe, weil der Zustand des Menschen nach dem Tod nicht mehr verändert werden kann.[71]

Der wahre Tod des Menschen ist die Selbstsucht.[72]

siehe Leibestod und Leben nach dem Tod

Untergang

Es kann geschehen, dass das menschliche Geschlecht auf einem Weltkörper zu Grunde geht. Dies geschieht, wenn es sich gänzlich vom Göttlichen trennt, weil dann der Mensch kein geistiges Leben mehr hat, sondern bloß ein natürliches, wie die Tiere. Wenn solches geschieht, kann keine Gesellschaft gebildet und durch Gesetze im Zaum gehalten werden, weil der Mensch ohne den Einfluss des Himmels, also ohne göttliche Leitung ein Rasender wird, der sich, einer wider den anderen, unaufhaltsam in alle Gottlosigkeit stürzt. Aber auch wenn das menschliche Geschlecht auf einem Weltkörper zugrunde ginge, so würde es doch fortdauern auf anderen.[73] Das menschliche Geschlecht wird niemals aufhören, denn wenn es aufhörte, so würde ein göttliches Werk durch eine gewisse Zahl beschränkt werden, und so die Beziehung auf das Unendliche - Bestandteil jeden göttlichen Werkes - zu Grunde gehen.[74]

Unterschied zu Engeln

Beim Mensch sind ebenso wie beim Engel die inneren Bereiche nach dem Bild des Himmels gestaltet und er wird auch zu einem Ebenbild des Himmels, so weit er sich im Guten der Liebe und des Glaubens befindet. Den Engeln voraus hat der Mensch, dass er nicht nur seinem Inneren nach in der geistigen Welt, sondern zugleich auch seinem Äußeren nach in der natürlichen lebt. Sein der natürlichen Welt angehörendes Äußere umfasst alles, was zum Gebiet seines natürlichen Gedächtnisses gehört und daraus in seinem Denken und in seiner Einbildungskraft besteht. Dazu gehören im allgemeinen die Erkenntnisse der Wissenschaften mit ihren Annehmlichkeiten, so weit sie ihren Geschmack der Welt entlehnen, wie auch eine Reihe von körperlichen Vergnügungen, die Sinne, Sprache und Taten. Alles dies bildet das Letzte, in dem der göttliche Einfluss des Herrn endet. Das Äußere des Menschen ist dem Bild der äußeren Welt nachgebildet und die Welt wird bei ihm dem Himmel untergeordnet und dient, so weit er im Guten ist. Dann ist der Herr bei ihm in beiden Bereichen wie in Seinem Himmel gegenwärtig, denn der Herr ist überall in Seiner göttlichen Ordnung, weil Er die Ordnung Selbst ist.[75]

Ein Mensch, der nach seinem Tod zu einem Engel wird, besitzt unaussprechliche Einsicht und Weisheit, verglichen mit seinem Zustand auf Erden. Solange er noch in der Welt lebte, war sein Geist an den Körper gefesselt und weilte durch diesen in der natürlichen Welt. Was er damals geistig dachte, floss in natürliche Vorstellungen ein, die vergleichsweise ungegliedert, grob und dunkel sind und Unzähliges, das zum geistigen Denken gehört, nicht aufnehmen, oder es unter dem Dickicht weltlicher Sorgen ersticken ließen. Nachdem der Geist von seinem Körper befreit ist, wenn er also aus der natürlichen Welt in die ihm zugehörige geistige Welt übergeht, übertrifft sein Zustand die Gedanken und Neigungen seines früheren unglaublich. Daher kommt es, dass die Gedanken der Engel unaussprechlich und unausdrückbar sind, mithin nicht in die natürlichen Gedanken des Menschen eingehen können. Und doch wurde jeder Engel als Mensch geboren und hat als Mensch gelebt, wobei er sich nicht weiser vorkam als ein anderer Mensch seinesgleichen.[76]

Ein großer Unterschied zwischen Mensch und Engel besteht darin, dass ein Engel von Uranbeginn seine Freiheit aus freiem Willen weise in der Ordnung Gottes gebraucht und sich fortan ewig nie wider dieselbe versündigt hat. Endlos viele Geister aber haben die Willensfreiheit missbraucht und sind dadurch ins angedrohte Gericht gesunken. Aus solchen Geistern, aus denen all die Weltkörper bestehen, kommen nach einem in alle Natur unwandelbar gelegten Gesetz die Naturmenschen der Erde und aller anderen Welten hervor, und zwar durch Zeugung und Geburt. Sie müssen erst durch Erziehung und Unterricht zu Menschen und nach der Ablegung des Leibes zur reinen und vollends freien Geistern herangebildet werden.[77]

Unterschied zu Teufeln

Solange ein böser Mensch im Körper lebt, wird sein Böses von den Fesseln gehemmt, die jedem Menschen angelegt werden vom Gesetz, von der Rücksicht auf Erwerb, Ehre, guten Namen und von der Furcht, daran Schaden zu nehmen. So konnte das Böse seines Geistes nicht hervorbrechen und seine wahre Natur offenbaren. Dazu ist dieses Böse noch eingehüllt und verdeckt durch äußere Rechtschaffenheit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit und Liebe zum Wahren und Guten, die ein solcher Mensch um der Welt willen im Munde führt und heuchelt. Das Böse ist darunter derart verborgen, dass er es kaum selbst weiß, welch große Bosheit und Schlauheit seinem Geist innewohnt. Jenseits jedoch brechen aus diesem Bösen tausenderlei Dinge hervor, die man gar nicht mit Worten ausdrücken kann.[78]

Bestimmung

Die Menschen sind allein dafür erschaffen, dass sie eingehen möchten ins Reich des ewigen Lebens.[79] Wer die wahre Wiedergeburt seines Geistes erreicht, hat auch das eigentliche, wahre Ziel seines Lebens erreicht.[80]

Ein Mensch sollte spätestens bis in sein dreißigstes Jahr in sich so weit mit der Bildung seines Ichs (siehe Erlösung der Seele) fertig sein, dass ihm das folgende freieste, seligste Leben nach dem Leibestod so bewusst und sicher ist wie einem Adler der Flug in der hohen freien Luft.[81]

Der Mensch ist ein Himmel oder eine Welt im Kleinen. Ein Gesetz der Ordnung ist es, dass der Mensch seinen Mikrokosmos, seine natürliche Welt im Kleinen, aus seinem Mikrohimmel, seiner geistigen Welt im Kleinen, regieren soll - gerade so wie Gott den Markokosmos, die natürliche Welt, im Ganzen wie im Einzelnen regiert aus seinem Makrohimmel, der geistigen Welt. Daraus folgt ein weiteres Ordnungsgesetz, dass sich der Mensch durch die Wahrheiten des göttlichen Wortes in den Glauben und durch gute Werke in die Liebe zum Nächsten einführen und sich auf diese Weise umbilden und wiedergebären lassen muss. Ein weiteres Gesetz der Ordnung besteht darin, dass sich der Mensch durch eigene Anstrengung und Kraft von seinen Sünden zu reinigen hat, und nicht im Glauben an sein Unvermögen darauf warten darf, dass ihn Gott unmittelbar von seinen Sünden losmachen werde.[82]

Der Mensch ist ein Geschöpf, weil all sein Wesen aus Gott geschöpft ist. Sein Los kann kein anderes sein als das Gottes, weil das seinige aus Ihm geschöpft ist, wie Wasser aus einem Brunnen. Das Wasser im Gefäß ist gleich dem Wasser im Brunnen und hat die gleiche Bestimmung.[83]

Annäherung an Gott

Es gehört zu den Ordnungsgesetzen für den Menschen, dass er sich die Wahrheiten aus dem göttlichen Wort aneignet, darüber aus seinen natürlichen und so weit als möglich auch aus seinen vernünftigen Fähigkeiten nachdenkt, um sich so einen natürlichen Glauben zu verschaffen.[84] Jeder Mensch hat Gott den Weg zu bereiten, das heißt sich zur Aufnahme zuzubereiten, und dies geschieht durch Kenntnisse. Der Mensch hat den freien Willen, sich die Kenntnisse zu erwerben, indem er sich dieselben mithilfe seines Verstandes aus dem Wort des Herrn erwirbt, um empor zu steigen, d.h. von Gott erhoben zu werden. Wenn diese Erkenntnisse fehlen, oder wenn sie der Mensch zurückweist, bleibt der Mensch ausschließlich in den Atmosphären und materiellen Dinge der Natur, auf welche Augen, Ohren und Nase bei ihm beschränkt sind, und aus denen er lediglich luftige und materielle Vorstellungen vom Himmel und von Gottes Sein und Wesen schöpft; er vermag sich keinerlei Urteil über Gott zu bilden, ob Er ist oder nicht, ob Er einer ist, oder ob eine Vielheit von Göttern besteht.[85]

Jeder Mensch muss danach trachten, sich Gott zu nähern, und in dem Maße, wie er sich Ihm nähert, geht auch Gott seinerseits in ihn ein. Es verhält sich wie mit einem Tempel: zuerst muss er von Menschenhand errichtet werden, dann kann man ihn einweihen und im Gebet Gottes Gegenwart erflehen, und dass Er sich mit der Gemeinde darin verbinde.[86]

Gott hat den Menschen aus der Ordnung, die Gott Selbst ist, in der Ordnung und für die Ordnung geschaffen. In ihm hat Er seine Ordnungsgesetze befestigt, die darin bestehen, dass der Mensch an Gott glauben und den Nächsten lieben soll. Im selben Maß, wie der Mensch seinen Verstand durch die Wahrheiten aus Gottes Wort zubereitet, macht er ihn auch geschickt zur Aufnahme des Glaubens von Gott, und im selben Maß, wie er durch Werke der Nächstenliebe seinen Willen zubereitet, befähigt er diesen zur Aufnahme der Liebe von Gott. In dem Maß, wie er dies aus seiner natürlichen Kraft heraus tut, macht er sich zu einem Empfänger der göttlichen Allmacht, und im gleichen Maß verbindet sich Gott mit Ihm und ihn mit sich. So wird sein Glaube lebendig und heilbringend, ebenso sein Handeln lebendige und heilbringende Nächstenliebe. Es ist ein Gesetz der Ordnung, dass Gott im gleichen Maße an den Menschen herantritt, ihm nahekommt und Sich innerlich mit ihm verbindet wie der Mensch seinerseits an Gott herantritt und Ihm nahekommt, was er ganz wie von sich tun soll.[87]

Die Ordnung verlangt, dass sich der Mensch zur Aufnahme Gottes tauglich mache, dass er sich zu einem Gefäß oder zu einer Wohnung gestalte, darin Gott eingehen und wie in Seinem Tempel wohnen kann. Der Mensch soll dies tun wie von sich, dabei aber anerkennen, dass es ihm von Gott verliehen wird. Nach dieser Ordnung schreitet jeder Mensch fort und hat fortzuschreiten, um aus einem natürlichen zu einem geistigen Wesen zu werden. Dabei durchläuft er erst den Zustand der Umbildung und schließlich den der Wiedergeburt; er tritt aus den Welt in den Himmel ein. Menschen und Engel stellen Substanzen und Formen dar, die erschaffen und gestaltet sind zur Aufnahme des Göttlichen, das durch den Himmel in sie einfließt. Daher wird der Mensch in der Schöpfungsgeschichte "Bild und Ähnlichkeit Gottes" genannt. 1.Mos 1.26 Der nach dem Ebenmaß Gottes geschaffene Mensch soll zufolge der ihm dazu verliehenen Fähigkeit Gott in allem ähnlich zu werden trachten. Aber der Mensch reift nur in dem Maße innerlich mehr und mehr zu Gottes Ebenbild heran, als er unter göttlicher Leitung lebt, sich von Gott führen lässt, um Nutzzwecke Gottes zu erfüllen. Während der Mensch Nutzen schafft, wohnen in ihm Gottes Liebe und Weisheit.[88]

Erprobung, Ausbildung, Lebendigwerdung

Gott hat den Menschen aus Sich frei erschaffen und wie außer Sich in die materielle Welt gestellt zur Probung und Ausbildung der Freiheit, die allein das Leben des Geistes bedingt, weil sie in sich die Liebe, als das Grundurwesen alles Seins, ist.[89]

Der Mensch ist da des Lebens wegen, nicht aber etwa das Leben seinetwegen.[90] Der Mensch ist von Gott erschaffen, damit er das Leben aufnehme, aber nicht, dass ihn das Leben aufnehme. Er ist nicht erschaffen in der Fülle des Lebens, sondern nur fähig, diese nach und nach in sich aufzunehmen (Kommunion). Daher kann auch kein Mensch eher vollkommen wissen, was das Leben ist, als bis er es erst ganz vollkommen in sich aufgenommen hat.[91]

Den Willen Gottes tatkräftig erkennen

Der Sinn der Erschaffung des Menschen ist Gott und Seinen heiligsten Willen zu erkennen, danach zu leben und in Wort und voller Tat und den allerheiligsten Namen des großen, ewigen Gottes zu loben und zu preisen.[92] Der Mensch wurde erschaffen, damit Gott von einem selbständigen Leben außer Ihm erkannt werden möchte und damit auch dereinst alle Kreaturen in und durch denselben erlöst würden, um dadurch wieder zum freien Bewusstsein ihres zweckdienlichen Daseins aus Gott zu gelangen.[93]

Die erste Pflicht eines jeden Menschen besteht darin, in aller Demut seines Herzens Gott zu suchen im Geiste und in der Wahrheit, und hat er Ihn gefunden, dann erst bete er Gott auch im Geiste und in der Wahrheit an.[94] Wer das nicht erkennt und sein Leben, sein Sinnen und Trachten nicht für diesen allein wahren Lebenszweck einrichtet, sich und ein allerhöchstes Gottwesen als den ewigen Urgrund alles Seins und Werdens vollkommen zu erkennen, der ist so gut wie verloren, da ihm der innere Zusammenhalt und die Konsistenz fehlt und er dadurch vollends zunichte wird.[95] Solange jemand bei all seinem Tun und Lassen seine Schritte nicht in gerader Linie auf den Herrn hin richtet, ist all sein Tun und Gehen und Stehen ein vergebliches für sein Leben. Und gewönne er die ganze Welt, hätte aber den Herrn nicht, so nützte ihm die ganze Welt nichts; denn er ist tot![96]

Gottesliebe und Nächstenliebe

Die Lebensordnung des Menschen besteht darin, dass er Gott über alles und den Nächsten wie sich selbst lieben soll. Er soll nicht zaudern und darauf warten, dass ihm diese doppelte Liebe unmittelbar in Herz und Gemüt gelegt werde, wie einem ja auch das Brot nicht vom Bäcker in den Mund geschoben wird. Im Gegensatz zu den Tieren wird er nicht in seine Lebensordnung hineingeboren, sondern muss erst durch Kenntnisse (Ausbildung und Offenbarung) und Wissenschaften in die Ordnung eingeführt werden. Durch göttliche Mittel wird er zu einiger Einsicht und Weisheit geführt. Dies geschieht aber nur so weit, wie die Liebe zu sich selbst und zur Welt entfernt und so der Weg für die Liebe zu Gott und zum Nächsten eröffnet wird.[97]

Vergeistigung

Jeder Mensch bewegt sich, solange er in der Welt lebt, in der Mitte zwischen Himmel und Hölle. Daher ist er im Gleichgewicht und damit in der freien Entscheidung, zu Gott empor oder zur Hölle hinab zu blicken. Blickt er zu Gott auf, so erkennt er an, dass alle Weisheit von Gott stammt. Solch ein Mensch ist auch seinem Geiste nach wirklich bei den Engeln im Himmel. Wer hingegen seinen Blick nach unten richtet, und dies tut jeder, der im im Falschen aus dem Bösen ist, befindet sich dem Geiste nach unter den Teufeln der Hölle.[98] Gott hat den Menschen als Bürger zweier Welten geschaffen: der inneren, geistigen und der äußeren, natürlichen. Seine Absicht dabei ist, das Geistige, das dem Himmel angehört, dem Natürlichen oder Weltlichen des Menschen einzupflanzen, ähnlich wie es mit dem Samen geschieht, der dem Erdboden eingepflanzt wird. Dadurch soll der Mensch ewige Beständigkeit und Fortdauer herhalten.[99] Der Mensch wird natürlich geboren, wird aber erzogen, um bürgerlich und sittlich und nachher geistlich zu werden; denn so wird er wiedergeboren.[100]

Jeder Mensch ist zuvor ein Leibeigener des Satans, bis er ein Eigentum der Liebe Gottes wird. Damit er aber das wird, kommt der Herr zu jedem in seine eigene Wüste durch den Geist der Liebe und lässt Sich lange von ihm in allerlei versuchen, damit er dadurch Seine endlose Liebe und allergrößte Demut erkennen solle. (siehe Versuchungen Jesu)[101] Die Menschen sind zwar zu einem Teil aus der urgerichteten Seelenmaterie genommen, gehören dieser aber als einmal frei gestellte Wesen nicht mehr an bzw. dürfen dieser nicht mehr angehören.[102] Der Mensch soll als ein freies Wesen aus sich selbst freitätig der Absicht Gottes Genüge leisten, um dadurch ein vollkommenes, unverwüstbares geistiges Wesen zu sein.[103]

Der Herr bringt zuerst das Wahre aus dem Wort in den Menschen, und nachher vereinigt Er dasselbe mit dem Guten, und durch diese Vereinigung wird der Mensch geistlich.[104]

Der Mensch ist im Grunde ein angehender Engel, d.h. er ist der Seele nach berufen, ein Engel der Himmel Gottes zu werden. Deshalb ist jeder, der das Gute vom Herrn hat, ein Engelmensch.[105] In dem Maß, wie ein Mensch den Himmel in sich aufnimmt, ist er selbst ein Himmel und Engel.[106] Wenn er entsprechend dem Willen Gottes lebt und handelt, wird er nach der Ablegung des Fleisches zu einem Engel.[107]

Der Mensch wurde geschaffen, dass er als Kind in der äußeren Unschuld lebt, später als Greis zur inneren Unschuld (Unschuld der Weisheit) gelangt, damit er durch jene in diese und durch diese in jene gelange. Daher nimmt der Mensch, wenn er alt wird, in Bezug auf seinen Körper ab und wird von neuem wie ein Kind, aber ein weises, d.h. ein Engel.[108]

Gott und Mensch

Gott liebt das ganze menschliche Geschlecht. Dessentwillen liebt Gott auch alle Dinge, die Er erschaffen hat; denn all diese Dinge sind Mittel, und wer den Zweck liebt, liebt auch die Mittel.[109]

Gott ist beständig gegenwärtig und strebt und wirkt im Menschen ununterbrochen. Er berührt auch seinen freien Willen, tut dem Menschen aber niemals Gewalt an. Würde Er dies tun, vermöchte der Mensch nicht mehr in Gott zu wohnen, und es bliebe beim einseitigen Wohnen Gottes im Menschen.[110] Der Herr kann aus seinem göttlichen Wesen heraus, das die Güte, Liebe und Barmherzigkeit selbst ist, nicht mit jedem Menschen auf die gleiche Weise verfahren. Das ist Ihm deshalb nicht möglich, weil das Böse und das daraus hervorgehende Falsche hindernd im Weg steht und Seinen göttlichen Einfluss nicht nur erlahmen lässt, sondern geradezu zurück stößt. Die Gegenwart des Herrn ist unaufhörlich bei jedem vorhanden - sowohl in den irdischen als auch den himmlischen Menschen und sogar bei denen, die sich in der Hölle befinden - wird jedoch verschieden aufgenommen.[111]

Die dem Herrn Gehörenden werden sich allzeit unter Seinem allmächtigen Schutz befinden, sei es auf der Welt oder in der Hölle. Gott, der Vater aller Menschen, gibt Seinen Kindern keine bösen Gaben, wie diese auch beschaffen sein mögen, am wenigsten denen, die Ihn suchen, erkennen und lieben.[112]

Gott hat darum allerlei Kreatur werden lassen, weil sie Seiner Ordnung zufolge also vonnöten ist. Daher sind auch die Menschen verschieden. Wenn der Mensch aber sagt: "Herr! Ich weiß nicht, was ich bin, und was ich tue, sondern Deine Kraft ist mit mir, und ich handle nach ihrer Bestimmung!" - dann ist er gerecht.[113]

Der Herr regiert durch Engel und Geister auch Wille und Verstand des Menschen, und damit auch alle Teile des Körpers. Der Mensch kann nicht einen Schritt tun ohne den Einfluss des Himmels (der geistigen Welt). Aus sich selbst vermag er nichts.[114]

Der Mensch oder Mann ist ohne Christus kein (wahrer) Mensch und kein (wahrer) Mann. Kein Mensch, der sich vom Herrn in seinem Herzen getrennt hat, kann ein (wahres) Leben haben.[115]

Erschaffung des Menschen

Gott Selbst ist der höchste und vollkommenste, ewigste Urmensch aus Sich. Alles nimmt aus dem Ursein Gottes seinen Ursprung und bildet sich aus, bis es ähnlich wird dem Urwesen des Urmenschen. Der Mensch ist zuerst ein Mensch aus Gott und dann erst ein Mensch aus sich.[116] Alle Menschen, Geister und Engel sind nichts, als von Gott frei getragene Gedanken, die stets ihr Leben und ihr alles aus Gott haben, und zwar ein jeder so viel, als es Gottes ewigen Ordnung gemäß für ihn gerade am zweckdienlichsten ist.[117]

Gott könnte auf der Stelle die besten und schönsten Menschen erschaffen, dennoch wären sie in sich selbst vollkommen tot, denn alles, was sie täten und redeten, das täte und redete nur Er. Um solche scheinlebendige Menschen in ein wirkliches, freies von Seiner Allmacht unabhängiges Leben zu versetzen, muss Gott Seinen in einem solchen Menschen wirkenden Geist durch ein Trennmittel von Sich ablösen und ihn dann an diesen Menschen binden und durch eine äußere, materielle Umfassung gefangen nehmen. So macht Er Sich einen solchen Menschen Ihm gegenüber zu einem förmlichen Objekt (Sonderwesen). Er gibt ihm Gesetze und lässt ihm Gelegenheiten zukommen, durch die er in die Notwendigkeit gesetzt wird, aus seiner freien, von Gott gänzlich abgelösten Erkenntnis- und Willenskraft entweder nach dem gegebenen Gesetz oder auch wider dasselbe zu handeln. Solange der Mensch die Gesetze nicht hält, muss Gott ihn härter und länger gefangenhalten - bis er notgedrungen das Gesetz tätig annimmt; dann erst ist es ratsam, solch einem Menschen die äußeren Bande wieder abzunehmen und ihn in die vollste Freiheit übergehen zu lassen, wo er dann aus sich selbst heraus ein vollkommenes, nicht mehr gerichtetes Leben hat. Daher muss Gott die freie Handlungsweise der in der materiellen Freiheitsgewinnungsprobe auf der Erde stehenden Menschen im vollsten Maße beachten - ob sie gut oder auch ungesetzlich böse ist. Würde Er sie mit Seiner Allmacht ergreifen, wären sie augenblicklich tot, indem sie dann aus sich heraus nichts mehr zu tun imstande sind. Die Gefangenschaft ungehorsamer Menschen muss auch in der Geisterwelt so lange fortbestehen, bis solche Menschen bzw. Geister zu jener praktischen Erkenntnis gelangen, durch die sie sich dann unbeschadet dem Schöpfer nahen können. Können sie Ihn lieben als einen Herrn und Bruder, so sind sie durch solche Liebe dann erst wahrhaft frei, gleich Ihm, indem Er in ihnen als ein vollkommenes zweite Ich lebendig denkt, fühlt, urteilt und handelt. In solch einem dann für ewig bleibendem Zustand können sie von Ihm aus, unbeschadet ihrer individuellen Freiheit, auch stets mehr freie Erkenntnisse und Kräfte aufnehmen, sogar in allem wie Gott Selbst vollkommen werden. Dieser Zustand bedingt dann erst die vollendetste Seligkeit bei ihnen.[118]

Verbindung mit Gott

Der Mensch wird durch Glauben und Gottesliebe, das heißt, durch das Wahre der Lehre und das Gute des Lebens, das er vom Herrn erhält, mit Ihm verbunden. In dieser Verbindung ist er sicher vor dem Angriff der bösen Geister aus der Hölle.[119]

siehe Geistiger Mensch

Verbindung mit der Geisterwelt

siehe Verbindung mit der Geisterwelt

Falsche Vorstellungen

Ich denke, also bin ich

Der Zustand der "verständigen Köpfe" ist ein ganz verkehrter und oft nichts als die allereitelste Träumerei eines kranken, unnatürlich gebrauchten Gehirns. Der rechte Zustand des Menschen besteht darin, mehr in seinem Herzen zu haben, das der Herr allein brauchen kann, da im selben kein Gedächtnis ist, wohl aber eine Erinnerung der Liebe in und zum Herrn und in dieser Erinnerung die Anschauung dessen, was Er will und sagt.[120] Der Mensch ist immer und ewig nichts in all seiner Weisheit. Gott aber ist alles in allem. In und durch Gott kann der Mensch alles sein - aber in und durch sich selbst ewig nichts.[121]

!
Anmerkung: Statt "Ich denke, also bin ich (ein Nichts oder ein Besserwisser)" muss es also richtig heißen "Ich fühle in mir die Liebe in und zu Gott und daraus was Er will und sagt, also bin ich (ein Etwas oder Kind Gottes)." Inzwischen können Computer aufgrund zunehmend höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit und immer gewaltigeren Datenmengen in immer mehr Bereichen besser "denken" und schlussfolgern (in Wirklichkeit denken Computer natürlich nicht, sondern simulieren ein Denken nur), als der Mensch mit seinem armseligen Gehirnverstand. Das tun sie nicht nur Schach betreffend, sondern auch bei der Diagnose von Krankheiten, der Wettervorhersage, der Bestellung von Waren usw. siehe dazu GEO 8/2013, "Big Data", ab Seite 80


Der Mensch sei gleich einem Tier

Wenn ein Mensch nur einen gewissen Bildungsgrad erreicht hat, begnügt er sich nicht mehr mit der tierischen Einförmigkeit. Er baut sich keine einfachen Hütten mehr, sondern ein stattliches Haus mit Mauern, Türmen und Zinnen, wobei bei tausend gebildeten Menschen kein Haus dem anderen gleicht, weder in der Form, noch in der inneren Einrichtung. Hingegen bei den Nestern und Lagern der Tiere findet man nie eine Veränderung; bei den tierischen Produkten - z.B. dem Gewebe der Spinne, den Zellen der Bienen - gibt es keine Verbesserung oder Verschlechterung. Aus der beinahe unendlichen Mannigfaltigkeit bei den Menschen, die doch immer dieselben Menschen sind, die das alles mit oft großen Mühen zustande bringen, ist deutlich ersichtlich, dass Gott, der dem Menschen einen Ihm ähnlichen Geist gab, den Mensch nicht zum Tierwerden, sondern zum völlig freiesten Gottähnlichwerden erschaffen hat.[122]

siehe Tier

Siehe auch

Quellenverweise

  1. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.13.3-4; Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 152.8; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.222.4-5; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 90; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 92; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 303; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 14a; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 67; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 9
  2. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.3.2; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 417; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 7; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 9; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 10
  3. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 166
  4. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.470523.5; Jakob Lorber, Robert Blum 2.270.9; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 103
  5. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.219.2-3
  6. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.43.12-13; Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401108.30; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 501; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 521; Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 159; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 14d; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 103; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 103b
  7. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.2.8
  8. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 432-433; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 435-436; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 443-444; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 576; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 602; Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 165
  9. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 439-441
  10. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 161
  11. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 60; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 95; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 137; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 203; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 228; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 291; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 350; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 444; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 555
  12. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 601
  13. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 66
  14. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 358
  15. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 474; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 508; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 521; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.22.11; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.43.18; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.259.10
  16. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.14.11
  17. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.167.16-18
  18. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.430510.9
  19. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 363; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 477; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 480
  20. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.170.9
  21. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.356.7
  22. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 62
  23. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 359
  24. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.141.20; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 484; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 558; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 592
  25. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 463
  26. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 102
  27. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 352; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 48h
  28. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 411
  29. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 161
  30. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.159.5
  31. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 243; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 433; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 609
  32. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 507
  33. Jakob Lorber, Bischof Martin 163.3-4; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.36.3; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 34; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 65
  34. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 46
  35. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 453
  36. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 99; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 202; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 4.55.9; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 250
  37. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 99; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 202
  38. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 405
  39. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 13
  40. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 32b
  41. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.470314.3-4
  42. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.41.23
  43. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 228
  44. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.259.10; Jakob Lorber, Robert Blum 2.170.9
  45. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.25.59-65
  46. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.60.3
  47. Jakob Lorber, Robert Blum 1.35.2
  48. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 69b
  49. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht Fortsetzung 39
  50. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 154e
  51. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 147
  52. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht Fortsetzung 39
  53. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 475
  54. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 499
  55. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 253
  56. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 41
  57. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 313-314
  58. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 584
  59. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 38
  60. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 153
  61. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 424
  62. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 425
  63. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.75.10-13
  64. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.25.47
  65. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.421013.2-3
  66. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.222.5
  67. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 4.55.10
  68. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.13.4-7; Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 3.13.11
  69. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 114
  70. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 127; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 25
  71. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 23; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 25
  72. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.103.2
  73. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 10
  74. Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 13
  75. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 57; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 304
  76. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 576
  77. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.165.8
  78. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 577
  79. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.164.6
  80. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.480312.1-2
  81. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.210.14
  82. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 71b
  83. Jakob Lorber, Die Erde 27.8
  84. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 73b; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 110e
  85. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 24; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 24b
  86. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 126
  87. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 71b; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 74c; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 89; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 110e
  88. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 20; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 34; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 49; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 67; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 74c; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 105; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.234.10-11
  89. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.440521.2; Jakob Lorber, Robert Blum 1.95.3-7
  90. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.126.17
  91. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 2.126.18-20
  92. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.36.33
  93. Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.36.3
  94. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.207.11; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 6.87.9
  95. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 5.215.3-5
  96. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.215.12
  97. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 352; Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 96; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 71b
  98. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 69
  99. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 14a
  100. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 161
  101. Jakob Lorber, Himmelsgaben 3.420220.19
  102. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.2.6
  103. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.120.17; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.155.5
  104. Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 193
  105. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 3.3.2; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 7.56.9; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 57; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 315; Emanuel Swedenborg, Vom Jüngsten Gericht 20; Emanuel Swedenborg, Enthüllte Offenbarung 243
  106. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 73
  107. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 6.190.3; Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 314
  108. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 278
  109. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 43b
  110. Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 74c
  111. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 549; Emanuel Swedenborg, Die wahre christliche Religion 74c
  112. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.461209.13-14
  113. Jakob Lorber, Die Kindheitsgeschichte Jesu 187.19-22
  114. Emanuel Swedenborg, Himmel und Hölle 228
  115. Jakob Lorber, Himmelsgaben 2.471221.10
  116. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 1.155.5; Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 4.56.1-4
  117. Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.410626b.2
  118. Jakob Lorber, Robert Blum 1.95.3-7
  119. Emanuel Swedenborg, Die Erdkörper im Weltall und ihre Bewohner 123
  120. Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.401030.3
  121. Jakob Lorber, Himmelsgaben 1.400724.2
  122. Jakob Lorber, Das Große Evangelium Johannes 2.29.6-8