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Japaner

Aus Prophetia
Japaner

Die heutigen Japaner stammen aus Mittelasien. Sie sind Mongolen, Malayen und einige wenige Ureinwohner.[1]

Wesen

Die Japaner sind durchaus nicht verwandt mit den Chinesen, die sie in allem übertreffen, sowohl in der Bildung, als in der Grausamkeit. Ein wesentlicher Grund für diese Überlegenheit liegt darin, dass sie in ihrer Sprache nur 48 einfache Buchstaben haben, hingegen die Chinese bei 50 000. Ihre Sprache ist sehr weich und biegsam.[2]

Religion

Die Religion der Japaner ist ein raffiniertes Heidentum.[3] Die Japaner sind religionsverwandt mit den Braminen, Chinesen und den Hochtibetern. Ihre Religion ist ein Gemisch von all dem; sie haben aus Allem etwas, und im Ganzen doch nichts. Sie sind Braminen, Zoroasters, Parsen und Gebern, und somit Dalai-Lamaisten, aber zugleich auch wie die Braminen Ormuzisten, weswegen es zu Menschenopfern kam, indem Staatsverbrecher im Meer versenkt wurden.[4]

Die Religion der Japaner ist zwar sehr verschieden von der Religion, die Gott nur den Kindern aus den Himmeln aller Himmel gab (der Lehre Jesu), dennoch waltet in ihr, wennschon um vieles tiefer verborgen, derselbe Geist Gottes.[5]

Geschichte

Urgeschichte

Die ersten (von Adam abstammenden) Menschen kamen unter der Führung des von Gott erleuchteten Meduhed (siehe dort für mehr Details über die japanische Urgeschichte und Urkirche) als Flüchtlinge aus Hanoch nach Japan. Es wurde damals über Japan (die Hauptinsel mit dem Fuji) gesagt, auf der ganzen Erde gäbe es kein Land, das diesem an Vortrefflichkeit gleiche, da es dort je weder zu warm noch zu kalt sei, sondern ein ewiger Frühling herrsche.[6]

Viele Meduhiten wurden weise nach der Art und Lehre Meduheds und sie lebten als ein glückliches Volk um neunzehnhundert Jahre lang, fast bis in die Zeiten Abrahams und waren nicht von der Sündflut betroffen.[7]

Einfall der Mongolen

Später fingen die Meduhiten Gott zunehmend zu vergessen an. Da sie Gott zum gebildetsten und reichsten Volk der Erde gemacht hatte, gefielen sie sich in allerlei Schnitzwerk und fielen dadurch völlig in die Abgötterei und Hurerei aller Art.[8] Nachdem Gott diesem Treiben sechshundert Jahre lang durch die Finger (abwartend) zugesehen hatte und keiner auch nur im Geringsten umkehrte, erweckte Er in der heutigen Mongolei ein Volk zur allgemeinen Geisel (Unterwerfung der Meduhiten, Kaiserherrschaft, Leibeigenschaft). Er ließ dieses Volk durch einen unsichtbaren Engel über eine Inselbrücke vom heutigen Sina (China) aus nach Japan führen.[9]

Um diese Zeit entstanden durch vulkanische Aktivität viele kleine Inseln um Japan als Zufluchtsorte für einige sehr wenige Weise, die dort in Grotten wohnten und Gott im Stillen dienten, bis Er sie von der Welt abrief. In solchen Grotten finden sich noch heute (1840) Zeugnisse der Liebe Gottes auf Steintafeln, die aber gegenwärtig von niemandem gelesen werden können. Auch in der Höhle des Meduhed (die früher Meduhedsgrotte hieß) findet sich bis heute das in der Jakob Lorber, Die Haushaltung Gottes 1.32 neuoffenbarte Hohelied des Meduhed. Gegenwärtig ist diese Höhle unzugänglich, da sie sich auf einem hohen Berg befindet, was Gott (nach Meduhed) durch vulkanische Aktivität bewirken ließ.[10]

Dieses Land befand sich noch bis in die Neuzeit in der kaiserlichen, halb-mongolischen und halb urjapanischen Verfassung.[11]

19. Jahrhundert

Chinesen und Japaner waren duldsam, streng und nach ihrer Art gerecht. Die Rache war ihnen fremd und der Großmut eine Hauptzierde ihres Charakters. Als solche Halbheiden waren sie dem Herrn tausendmal lieber als die falschen Christen.[12]

Die ganze Bevölkerung Japans betrug bei 40 Millionen Menschen, 4/7 davon weiblich. Außer der Mechanik, Mathematik, Nautik, Geographie und Astronomie waren sie in aller Industrie den Völkern der Erde voraus. Sie besaßen große Reichtümer und manche Geheimnisse. Die Zahl der japanischen Ureinwohner aus der Zeit des Meduheds betrug 3 Millionen. Bei diesen lebten auch einige Tausende Portugiesen, die alles Japanische und den Vollmond anbeten mussten.[13]

Die Japaner waren naturmäßig und geistig das stoischste Volk der Erdoberfläche und daher am unzugänglichsten.[14] Demut, Aufrichtigkeit, strengste Wahrheitsliebe, Dienstfertigkeit, größte Selbstverleugnung, auf Erden unerreichte Ordnungsliebe, größte Gastfreundschaft unter sich, strengste Gerechtigkeit, vollkommene Geringschätzung des (irdischen) Lebens fand man bei den Japanern in einem unbegreiflichen Grad ausgebildet. Es wurde kein Gesetz übertreten, und falls dies doch zufällig ohne Wissen und Wollen geschah, so ersuchte der Betreffende selbst die strengste Züchtigung. Die Japaner waren auf ihre Art die tugendhaftesten Menschen der ganzen Erdoberfläche. Von einer Sünde war bei ihnen keine Rede, aber eben in dieser Tugend, die der Japaner genau erfüllte, suchte er auch seinen größten Lohn, und die Selbstzufriedenheit war seine höchste Glückseligkeit. Aus diese seiner stoischen Selbstzufriedenheit brauchte er keinen Gott, wenn er schon an Ihn glaubte; statt Gott zu lieben, und Ihm Seine Herzensdankbarkeit zu zeigen, machte er Ihm Vorwürfe darum, dass Gott ihn zu einem weisen Wesen gemacht hat, und überhaupt zu einem Wesen, das sich seiner selbst und der etwaigen Bedürfnisse bewusst ist. Er sagte, es sei viel besser gar nicht, als unnütz sein, weil er einsah, dass er Gott in nichts nützen konnte und sich daher als rein überflüssig betrachtete. So warf er Gott Unweisheit vor. Es kursierten eine große Menge solcher stoischer Philosophien. Da die anderen Völker dieser Erde den japanischen Erzstoikern nicht standhalten hätten können, und sich der Japanismus in der ganzen Welt verbreitet hätte, verhinderte Gott es auch irdisch politischerweise, dass sich die anderen Völkern den Japanern nahen konnten.[15]

Im frühen 19. Jahrhundert war es für Ausländer sehr schwer, nach Japan zu kommen. Einerseits gab es kaum geeignete Landungspunkte, wo die Schiffe fremder Nationen hätten anlegen können, andererseits wurde von der strengsten und gerechtesten Regierung nicht gestattet, dass Ausländer anderswo landen durften, als auf einem bestimmten Landungsplatz. Das Verbot gab es deswegen, damit erstens die nur für Inländer erlaubten Landungspunkte nicht entheiligt würden, zweitens die Fremdlinge sich der großen Gefahren dieser Landungspunkte nicht bewusst waren und drittens sich der Regent im alleinigen Besitz aller Künste, Gewerbe und Geheimnisse wähnte und um seinen Wohlstand fürchtete, wenn den Fremdlingen diese Dinge bekannt würden. Er und seine ganze Nation meinten auch, dass sie sich als auserwähltes Volk allein im Mittelpunkt der Welt befänden. Der Regent war tatsächlich der Ansicht, dass alle Fremdlinge zu ihm kommen müssten, um von seinen außerordentlichen Landesprodukten zu kaufen und dass die Menschen auf den übrigen Punkten der Erde gar nicht die Fähigkeit besäßen, auch nur ein simples Körbchen herzustellen. Erhielt er die Nachricht, dass die Schiffe der Fremden außerordentlich künstlich gebaut wären, wurden die Berichterstatter wegen Majestätsbeleidigung geprügelt. Da die Nachrichten sich aber bestätigten, wurde ein Landesverrat angenommen, da jemand den dummen Fremden solche Wissenschaft verraten habe müssen, wie man solche schwimmenden Häuser baut, wozu doch nur Japaner fähig sein durften, weswegen man dann nach dem Verräter im Land suchte.[16]

Der Name des japanischen Kaisers war enorm lang, worin der Monarch seine ganze Herrlichkeit, seine Geschichte und seinen Besitz aufzeichnete. Er enthielt die eingebildete unendlich lange Stammlinie, alle Dinge und Gewerbe des Landes und auch die Namen von allen Untertanen. Auch andere Personen im Land hatten sehr lange Namen, aber keiner durfte länger sein als der des Monarchen, ansonsten die Todesstrafe drohte. Der Monarch stand bei diesem Volk derart hoch, dass er nicht vom gemeinen Volk gepriesen werde durfte. Auch höheren Beamten wurde eine absurd überzogene Achtung erwiesen. Ansonsten ging es zu, wie sonst nirgends auf der Welt: Niemand hatte ein Eigentum, alles gehörte dem Monarchen. Jedem Menschen oder vielmehr jeder Klasse war genau vorgeschrieben, was er und wie viel er arbeiten und wie viel er vom Erzeugten abliefern musste. Kost, Kleidung, Wohnung und Bezirk, aus dem er sich nie entfernen durfte, waren vorgeschrieben. Ferner wurde einem Japaner vorgeschrieben, wie viel Frauen er haben und wie viele Kinder er mit ihnen zeugen durfte. Ein Japaner durfte außer an einem bestimmten Handelsplatz mit Fremden nicht handeln und er dufte keinen Fremden, unter welcher Bedingung auch immer, das sonstige japanische Land betreten lassen. Ebenso waren die Handelsartikel und der Handel an sich genau vorgeschrieben. Von den Fremden durfte nie mehr als einer als Dolmetscher verbleiben und sich dann nicht mehr von der für Fremde vorgesehenen Küste entfernen. Die Gesetze der Japaner waren im höchsten Grad tyrannisch. Es gab zehn Kasten, jede mit einigen unabänderlichen Gesetzen, und dazu noch willkürliche, abänderliche Gesetze. Japan hatte kein Staatsgesetz, sondern das lebendige Staatsgesetz war der jeweilig bestehende Fürst und seine obersten Staatsbeamten, die willkürlich Gesetze machten. Außer den hohen Staatsbeamten war niemand von der Todesstrafe ausgenommen. Kurz: Die Despotie hatte in Japan den höchsten Gipfel der Tyrannei erklommen.[17]

Das Ärgste im Land waren die Menschenopfer bzw. die Opferpriester. Wenn ein schlechtes Jahr das Land heimsuchte, dann wurde sogleich gepredigt, Gott habe sich erzürnt über dieses Land, daher müsse ein Opfer zur Besänftigung gebracht werden. Die Opferpriestern zogen für diesen Zweck Jünglinge und Mädchen auf, über die sie dann im Namen der erzürnten Gottheit bestimmten. Waren die Mädchen schön und üppig geworden, dann verschmähte die Gottheit die Opferung derselben und gab sie ihren Priestern zum lebenslänglichen Eigentum; die Jünglinge, ausgenommen solche von besonderer Schönheit, wurden lebendig verbrannt, oder früher enthauptet und dann erst verbrannt, oder von einem Felsen ins Meer geworfen. Diese Menschenopfer gab es zwar nur selten, aber ein Land, wo solches vorkommt, befindet sich in der allertiefsten Finsternis, und hat von einem wahren Gott die schändlichsten und elendsten Begriffe.[18]

Zum Allerschlimmsten im Land gehörte auch die Ermordung überzähliger Kinder und die Verstümmelung der Geschlechtsteile desjenigen, der über die Zahl Kinder zeugte. Auch gegen das Eindringen des Christentums wurde mit unerhörter Grausamkeit verfahren. Nicht einmal ein mit aller Wundertätigkeit ausgerüsteter Wiedergeborener durfte sich in dieses Land wagen, weil er sofort als Fremdling, Unheilbringer und Aufwiegler mit der grausamsten Todesart bestraft wurde. Selbst wenn der Herr eingriff und einen Christenboten am Leben erhielt, wurde dies von den Unmenschen alles für nichtig erachtet und man versuchte jede erdenkliche Todesart, bis der Herr Seinen Abgesandten abrufen musste, um das Heiligtum nicht noch längere Zeit solch namenloser Verachtung preisgegeben zu sehen.[19]

Die Vernichtung dieses Freisitzes des Satans (Anm.: die japanischen Monarchie) war nicht mehr fern. Die Monarchie sollte fremden Völkern preisgegeben werden. Der Herr würde über die Völkerschaften in Japan, die nichts von Ihm wissen wollten, das Gericht senden, wobei bei der Ernte das Unkraut vom Weizen geschieden und verbrannt wird.[20]

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Anmerkung: Diese Prophezeiung aus dem Jahr 1841 hat sich mit dem Zweiten Weltkrieg erfüllt. Japan musste kapitulieren, der Kaiser wurde entmachtet, die USA übernahmen das Ruder. Die Amerikaner verhalfen Japan zu einer neuen, modernen Verfassung, die christlich beeinflusst ist, wodurch das heutige Japan entstand.


Jenseits

Mit den im höchsten Grad stoischen Japanern ist in der geistigen Welt noch weniger zu machen, als mit anderen asiatischen Völkern. Im Geisterreich halten sie sich derart verschanzt, dass es nicht leicht möglich ist, sich ihnen ohne irgendeinen Schaden zu nähern, denn ihr Stoizismus entwickelt eine eigene Art geistiger Giftluft, dem nur Engelsgeister aus dem dritten Himmel opponieren können. Geister unterer Art dürfen diesen Ort nicht betreten, denn er ist ärger als die eigentliche Hölle selbst. Auch kein Geist aus der eigentlichen Hölle darf sich ihnen nahen, weil es ihm sogleich tausend Mal schlechter gehen würde, als in der untersten Hölle; er würde augenblicklich gefangen, gefesselt und auf allerschrecklichste Weise gepeinigt werden, denn die stoischen Philosophien der Japaner sind den eigentlichen satanischen Maximen völlig entgegen, weil in ihnen alle Herrschsucht und auch alles andere zur Seite geschoben wird, durch welches irgend eine noch so geringe Bewertung eines Wesens an den Tag gelegt werden könnte. Die bösen Geister hüten sich daher ganz besonders, in diese Gegend zu kommen. Weniger starke Geister als die stärksten Himmelsgeister müssen sich vor dieser Gegend hüten, weil sie leicht von den seltenen Prinzipien der Japaner gefangen genommen werden, die ein geistiges Gift sind, vor dem sie sich sorgfältig hüten müssen.[21]

Siehe auch

Quellenverweise